Wenn JVC zum alljährlichen Modellwechsel seiner DLA-X
Projektorserie aufruft, spitzen Heimkinoliebhaber die Ohren (bzw.
Augen), denn durch die Kombination aus Schwarzwert, Kontrast sowie
günstiger Preise, zählen die entsprechenden Produkte
schon seit mehreren Generationen zu den begehrtesten Bildwerfern
überhaupt. Seit Ende November steht die 5er Generation in den
Startlächern, und nach einzelnen Anlaufproblemen mit
der Auslieferungs-Firmware, sind die neuen Projektoren nun markt- und
testreif.
Neben den erwartungsgemäßen
Evolutionsstufen X35, X75 und X95, gibt es bei JVC dieses Jahr auch
Zuwachs zu vermelden: der X55 schließt die Lücke
zwischen dem 3.000 Euro kostenden X35 und dem 7.000 Euro Gerät
X75. Der X55 bietet für 5.000 Euro viele Features aus der
Oberklasse, allen voran die 4K Darstellung über die eShift2
Technologie. Weitere Unterscheidungsmerkmale des X55:
gegenüber seinem kleinen Geschwister mit
vollflächiger Zonenkorrektur in 1-Pixelschritten, erlaubt das
größere Modell eine zonenbasierte Justage in 1/16
Schritten. Seine größte Besonderheit liegt jedoch
eindeutig in der Implementation der eShift2 Technologie, die
für ein 4K Shifting sorgt. Die dafür notwendige
Skalierung erfolgt bei allen Modellen der 5er Generation (X55, X75 und
X95) mit deutlich verbesserten Rechenalgorythmen.
Neu bei allen Modellen der 5er Generation ist ein nochmals
verfeinertes Wiregrid zu Anhebung der Bildschärfe im
kalibrierten Zustand, außerdem dürfen sich
Großbildliebhaber über neue Lampen mit etwas mehr
Helligkeit und größerer Lebensdauer freuen. In Bezug
auf die Bildeinstellung bietet der X35 einen 12-Punkte RGB
Gammaverlauf, sowie einen exakten Weißpunktabgleich; beim X55
gibt es zusätzlich ein umfangreiches Farbmanagement.
Nachdem bei der letzten Modellreihe Geisteralarm im 3D Betrieb
zu vermelden war, verspricht JVC bei X35 & Co. eine
Crosstalk-freie Darstellung. Ermöglicht werden soll dieses
Vorhaben durch eine komplett neue Prozessorbestückung mitsamt
optimierter Bildbearbeitung auf Basis einer internen 120Hz
Vollbildadressierung. Zusätzlich war JVC auch
fleißig und hat gegenüber dem letzten Jahr auch eine
neue Reige an 3D-Hardware entwickelt. Zusammen mit den Projektoren der
5er Generation erhält nun die Funktechnologie Einzug im
Bereich der JVC 3D Wiedergabe. Dadurch werden Infrarot
Interferenzen/Überlagerungen mit anderen Geräten
komplett vermieden, zumal die RF-Technik auch hinsichtlich Reichweite
und Geschwindigkeit Vorteile bietet. Funk-Emitter (99 Euro) und
Funk-Brillen (149 Euro) liegen standardmäßig nicht
den Geräten bei, lassen sich aber auch mit Projektoren der
X3/7/9 sowie X30/70/90 Serien kombinieren. Die Brille verfügt
über einen größeren Sichtbereich, sowie
Akku und zeichnet sich ein geringes Gewicht aus.
Wie es um die Bildqualität bestimmt ist, erfahren Sie
in unserem 60 minütigem Videotest. Dort erhalten Sie nicht nur
Messungen, sondern wir nehmen auch zahlreiche Praxisvergleiche mit
anderen Modellen von Sony und Epson vor.