Vergleichstest: Oppo BDP-93EU, Marantz UD7006, Panasonic BDT-310, Panasonic BDT-300 Cinemike und Sony PS3 slim im Praxistest


Dieser Artikel wurde auf PCs von Origen-AE verfasst.

(12.Mai 2011 - Autor: Lars Mette )

Wer heutzutage vor der Anschaffung eines 3D-fähigen Blu-Ray Players steht, fühlt sich wie im Schlaraffenland: die Geräte quillen vor Ausstattung fast schon über, während die Preise zum finanziellen Tiefflug ansetzen. YouTube Streaming und WLAN sind mittlerweile selbst in der Einstiegsklasse (unterhalb 200 Euro) eher Regel als Ausnahme. Für unseren aktuellen Testbericht haben wir fünf 3D-fähige Quellgeräte unterschiedlicher finanzieller Provenienz unter die Lupe genommen, um Ihnen eine Einordnung der aktuellen Marktsituation zu bieten. Obwohl Ausstattung, Geschwindigkeit und Bedienkomfort unserer Testprobanden selbstverständlich nicht unbeachtet bleiben sollen, werden wir die peripheren Aspekte etwas weniger beleuchten und dafür den Schwerpunkt auf die gebotene Audio und Video Performance setzen. Angesichts des enormen Funktionsumfangs sowie des Zeitdrucks (kurz vor der High-End) können wir unmöglich jedes einzelne Gerät detailliert vorstellen. Auch auf Videopräsentationen sowie umfangreiche Textpassagen haben wir deswegen verzichtet - stattdessen sorgen knackig-direkte Formulierungen sowie Vergleiche in Tabellenform für aussagekräftige Informationen. 

Unser Teilnehmerfeld setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Die Sony Playstation3 in der aktuellen Slim Version (UVP ca. 299 Euro, je nach Version) muss man wohl keinem mehr vorstellen: die Spielekonsole hat in ihren mittlerweile 4 Jahren eine exzellente Softwarepflege erfahren und war damit eines der ersten Geräte überhaupt, mit dem man 3D Blu-Rays genießen konnte. Sie erfreut sich nicht nur unter Gamern großer Beliebtheit, sondern ist wegen ihrer zahlreichen Funktionen auch in dedizierten Heimkinos anzutreffen. 

Obwohl der Oppo BDP-93EU (UVP 679 Euro - offizielle deutsche Bezugsquelle Heimkino Klohs ) eher in der Oberklasse spielt, hat er sich in der Internetforenlandschaft den Ruf eines absoluten Schnäppchens gesichert. Dieser Status wird nicht nur auf seine proppenvolle Ausstattung (inkl. Wireless N Empfang, eSATA und Dual-HDMI) zurückgeführt, sondern von seinen Besitzern auch durch den besonders hochwertigen Aufbau sowie die dadurch erreichte hohe audiovisuelle Performance begründet.

Vergleichsweise konservativ zieht der Marantz UD7006 (UVP 999 Euro) ins Feld: er kommt mit dem imposantesten Gehäuse und setzt in Bezug auf seine Ausstattung eher punktuelle Schwerpunkte. Dual-HDMI und WLAN bietet er nicht, dafür verfügt er über eine aufwändige 7.1 Analogsektion und will mit Hilfe der ABT2015 VRS Engine auch visuell für Freude sorgen. DLNA1.5 sowie Youtube Streaming runden das Ausstattungspaket ab.

Der Panasonic BDT-310 (UVP 299 Euro) ist zu Straßenpreisen von ca. 170 Euro der günstige Teilnehmer im Testfeld. Das hält den kompakt gebauten Player jedoch nicht davon ab, ausstattungsseitig aufzudrehen: Dual-HDMI Ausgabe, WLAN, DLNA, YouTube und Skype Clients werden beispielsweise ebenso geboten wie eine iPhone Steuerung. Zusätzlich spendiert Panasonic beim Kauf über zertifizierte Fachhändler sogar noch die heißbegehrte 3D Blu-Ray von Avatar! Verzichten muss der Anwender lediglich auf analoge Mehrkanalausgänge.

Last but not least, haben wir auch noch einen Cinemike-getunten Player in den Vergleich aufgenommen. Die Modifizierung des Panasonic BDT-300 wird inkl. speziell angepasstem Netzkabel mit 450 Euro in Rechnung gestellt - zuzüglich dem ca. 400 Euro teuren Grundgerät (nur noch Restbestände erhältlich, da nicht mehr produziert) platzieren sich die Tuner aus der Eifel in der finanziellen Spitze des Vergleichsfeldes. Pikant ist die Tatsache, dass wir ihn mit dem wesentlich günstigeren und besser ausgestatten Nachfolgegerät, dem BDT-310 vergleichen können. 

Gehäuseverarbeitung und Lieferumfang:


PS3: schmal gebaut, dafür sehr tief. Ungewöhnliche Formgebung mit elegant beleuchteten Bedienelementen auf einer verchromten Leiste. Ansonsten hat die PS3 optisch nicht viel zu bieten - das restliche Gehäuse besteht aus Kunststoff und auf ein Display zur Spielzeitanzeige muss man als Filmliebhaber verzichten. Die Steuerung erfolgt standardmäßig mit dem Bluetooth Joypad; alternativ gibt es sowohl eine Bluetooth Fernbedienung sowie einen Infrarotkonverter (jeweils ca. 50 Euro).


Oppo BDP-93EU: elegantes Design mit gebürsteter Aluminiumfront und mittig platzierter Lade. Außerdem bietet der Player den besten Lieferumfang, denn neben USB Dockingstation, WLAN Modul und HDMI Kabel verfügt er über eine sehr hochwertige Fernbedienung inkl. Beleuchtungsfunktion. Zusammen mit dem gut verarbeiteten Gehäuse kommt hier fast schon High-End Feeling auf.


Oppo BDP-93EU: auch bei näherer Betrachtung überzeugt das Gerät, durch Details wie die plan versenkten Transporttasten oder der massiv ausgeführten Frontblende. Alternative Farbversionen bietet der Hersteller jedoch leider nicht an. 



Oppo BDP-93EU: vergoldete Anschlussterminals für alle (!) Schnittstellen inkl. HDMI und sogar RS232.


Marantz UD7006: besonders massives Design mit hohem Gehäuse und sehr hochwertiger Verarbeitung. Marantz packt dem Player einen Satz Cinchkabel bei, die Fernbedienung ist zwar recht umfangreich und solide, besitzt aber schlichtweg zu viele kleine und gleichartige Knöpfe. Eine aktive Beleuchtungsfunktion gibt es zwar nicht, aber dafür schimmern die Tasten in der Dunkelheit.


Marantz UD7006: Saubere Integration von Lade und Knöpfen sowie hochwertig geschliffenes Aluminium im Mittelbereich.


Marantz UD7006: stabiles Gehäuse und massive Standfüsse. Marantz ist außerdem der einzige Anbieter in unserem Vergleich, dessen Player auch in einer anderen Farbe lieferbar ist (schwarz). 


Marantz UD7006: feste Rückwand mit sauber integrierten Buchsen, von denen die Cinch Schnittstellen vergoldet sind.



Die Display- und Verarbeitungschampions unter sich - der Oppo besitzt ein zweigeteiltes Display, welches links die Laufzeit und rechts das Medium anzeigt. Noch besser informiert der UD7006 seinen Besitzer über sein hochauflösendes und großes Display mit makelloser Lesbarkeit.


Panasonic BDT-310: der Flachmann unseres Vergleichstests. Das Gerät ist derart kompakt gebaut, dass es selbst in den engsten Racks noch Platz findet. Die Fernbedienung ist ebenfalls recht klein gehalten, was das Navigationskreuz etwas zu weit unten rutschen lässt. Interessantes Detail: der mittlere Bereich des Gehäusedeckels ist als Hands-free Sensor ausgelegt und öffnet die Lade schon beim "Überfliegen" mit einem Finger -> sehr schönes G
mick!



Panasonic BDT-310: Hinter der einteiligen transparenten Kunststofffront sitzt je eine SD-Card und USB Schnittstelle, außerdem findet sich hier das Display, das Laufwerk sowie eine rudimentäre Bedieneinheit (Start + Stopp Knopf)


Panasonic BDT-300 Cinemike Edition: deutlich größer und höher als sein Nachfolger, die Kunststofffront ist hier zweiteilig ausgeführt. Die Fernbedienung fällt gegenüber dem BDT-300 größer und funktionsreicher aus (zusätzliche Elemente zur Bedienung eines Fernsehers) - das Steuerkreuz sitzt aber auch hier etwas zu niedrig; Beleuchtungsfunktionen sucht man bei beiden Panasonic Gebern vergeblich.


Panasonic BDT-300 Cinemike Edition: saubere Verarbeitung mit ordentlichen Gerätefüßen, die Gehäusematerialien bestehen aus Blech (Deckel) sowie Kunststoff (Front). Das Cinemike Tuning ist äußerlich nur durch einen kleinen Aufkleber zu erkennen - ansonsten erfolgt keine optische Änderung/Aufwertung.



Panasonic BDT-300 Cinemike + BDT310 : die Gehäusefüße sind beim Modellwechsel genauso geschrumpft, wie das komplette Gehäuse.

Die Unterschiede im Bereich der Gehäuseverarbeitung fallen insgesamt groß aus. Die Highlights werden ganz eindeutig von Marantz und Oppo gesetzt, während speziell beim Panasonic BDT-310 Zweckmäßigkeit regiert. Die Playstation 3 kann mit ihrer Kunststoffoberfläche ebenfalls keine Akzente setzen, während der Cinemike-Player im Mittelfeld zu finden ist. Das große Display vom UD7006 hat uns diesbezüglich am besten gefallen und distanziert besonders die Modelle mit Segmentanzeige sehr deutlich. Bei den Fernbedienungen ragt der Oppo-Geber mit großem Abstand heraus.

technischer Aufbau:

Oppo BDP-93EU: Grundaufbau


Oppo BDP-93EU: umfangreich bestücktes Netzteil


Oppo BDP-93EU: erster 3D Blu-Ray Player mit Kaltgeräteanschluss in unserer Redaktion

Lassen wir die PS3 slim mal aus (als Spielkonsole wäre der technische Aufbau sowieso nicht vergleichbar) und beginnen mit dem Oppo BDP-93EU. Dieser Player besticht nicht nur durch ein hochwertiges Äußeres, sondern verfügt auch im Innenbereich über eine mustergültige Verarbeitung. Das Netzteil (schwarze Platine vorne links) ist sehr umfangreich bestückt, wobei auch die kurzen Signalverbindungen zwischen den anderen Baugruppen keinen Spielraum für Kritik geben. Einige Bereiche der Digitalplatine (hinten rechts) werden von einer zusätzlichen Platte geschützt. Das Laufwerk ist geschirmt und ist auf zusätzlichen Versteifungsschienen montiert.


Marantz UD-7006: Grundaufbau


Marantz UD-7006: Analogplatine


Marantz UD-7006: Netzteil mit Lüfter


Marantz UD-7006: Resonanzpads und sorgfältig integriertes Laufwerk


Marantz UD-7006 (links) und Oppo BDP-93EU (rechts) im Vergleich

Wer nach dem Oppo BDP-93EU denkt, das Ende der Fahnenstange wäre erreicht, hat den Aufbau vom Marantz UD-7006 noch nicht gesehen: der japanische Player toppt seinen Kontrahenten in Bezug auf Materialeinsatz und Detailverarbeitung. Besonders die Kapselung des geschirmten Laufwerkes dokumentiert die hohen Ansprüche im Hause Marantz. Außerdem verfügt nur der UD-7006 über zahlreiche Resonanzpads, um Vibrationen effektiv ableiten zu können. Das Netzteil liegt auf einem ähnlich aufwändigen Niveau wie beim Oppo - nachteilig ist bei Marantz hingegen die Integration eines kleinen Gehäuselüfters. Dafür kontert der UD-7006 mit einer sorgfältig konstruierten Audioplatine für den analogen 7.1 Ausgang.


Panasonic DMB-310: Grundaufbau


Panasonic DMB-310 Digital- und Netzteilsektion

Dass im kompakt gebauten Panasonic DMB-310 keine ausufernden Platinenlandschaften zu finden sind, dürfte niemanden ernsthaft überraschen. Auf eine umfangreiche Kapselung des Laufwerk muss hier aus Platzgründen verzichtet werden; die grüne Platine in der Gerätemitte übernimmt gleichzeitig die Digitalverarbeitung sowie Laufwerkssteuerung, während die rudimentären Analogausgänge mit auf dem Netzteil-Board liegen. Der Touch-Free-Sensor auf dem Gehäusedeckel ist mit einer Kunststofffolie unterlegt, um die Einstreuungen etwas zu minimieren. Erstaunlich ist die Tatsache, dass Panasonic es beim DMB-310 geschafft hat, trotz der immensen Bestückungsdichte komplett (!) auf einen Gehäuselüfter zu verzichten.


Panasonic DMB-300 Cinemike Edition: Grundaufbau


Panasonic DMB-300 Cinemike Edition: Netzteil mit getauschten Kondensatoren


Panasonic DMB-300 (links) und DMB-310 (rechts) im Vergleich

Der Panasonic DMB-300 unterscheidet sich hinsichtlich des Layouts eigentlich nur durch die Größe und der kleinen zusätzlichen analogen Audioplatine hinter dem Laufwerk vom 310er. Ansonsten lassen Netzteil, sowie Digital I/O Board dieselbe Handschrift erkennen. Interessanterweise verfügt der 300er zwar über ein größeres Laufwerk mit größerer Mechanik (Antrieb etc.), kommt aber ohne zusätzliche Metallabdeckung aus. Die 300er Generation verfügt außerdem noch über einen kleinen Gehäuselüfter um die Wärme des Netzteils abzuleiten. Die Cinemike-Modifikationen finden sowohl im Netzteil- als auch Digitalbereich statt. Hier wird durch gezielten Austausch von Kondensatoren sowie Filterelemente eine bessere/stabilere Stromversorgung sowie Minimierung der EMV-Rückstreuung (sowohl netz- als auch HDMI-seitig) anvisiert. Wer zum Grundpreis von 300 Euro noch einmal 150 Euro drauflegt, bekommt ein Netzkabel mit speziell abgestimmtem Filter aus hochwertigem Material.
Features/Funktionen:
Format-
unterstützung
Netzwerk
features
Video
streaming
WLAN Dual-
HDMI
Analog-Audio
BD-Live
Besonderheiten

PS3 slim
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
(Games)
SACD

DLNA 1.5
UPnP
PSN
+
viele
weitere

MPEG
WMV
AVCHD
MKV
ja nein nein ja,
interne
320GB
HDD
Spielkonsole
daher deutlich
flexibler

BDP-93EU
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
SACD
DVD-Audio
Kodak Pic.CD
DLNA 1.5
UPnP
Picassa
MPEG
DivX/HD
AVCHD
MKV
H.264
ja
externer
Adapter
ja 7.1 mit 
DD + True HD
DTS + HD
DTS 96/24
SACD - Dek.
ja,
1 GB interner
Speicher
eSATA Port
Wireless-N

UD-7006
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
SACD
DVD-Audio
DLNA 1.5
UPnP
YouTube
MPEG
DivX
H.264
WMV
nein nein 7.1 mit 
DD + True HD
DTS + HD
DTS 96/24
SACD - Dek.
ja,
1 GB interner
Speicher
kein Speicher-
kartenslot

BDT-310
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
DLNA 1.5
UPnP
Skype
Viera Cast
MPEG
DivX/HD
AVCHD
MKV
ja ja Stereo Cinch
ja iPhone Steuerung,
2D-3D Converter

BDT-300
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
DLNA 1.5
UPnP
Viera Cast
MPEG
DivX/HD
AVCHD
MKV
ja
externer
Adapter
ja 7.1 mit 
DD + True HD
DTS + HD
DTS 96/24
ja -

Sämtliche Angaben basieren auf Herstellerinformationen - aus Zeitgründen haben wir die oben aufgeführten Funktionen NICHT explizit einzeln durchgetestet. Positiv fallen vor allem der BDP-93 und der BDT-310 auf: bei Oppo gibt es die höchste Format- und Schnittstellenvielfalt - außerdem sind hier auch DVD und Blu-Ray Codefree Kits erhältlich. Der Panasonic besticht durch die 2D-3D Konvertierung sowie seiner iPhone App. Die PS3 leidet ein wenig unter den Restriktionen von Sony, während beim Marantz WLAN und Dual-HDMI vermisst wird. Der etwas ältere Panasonic BDT-300 schlägt sich wacker und lässt es ebenfalls an nichts Wichtigem missen.
Ergonomie/Geschwindigkeit:
Disc-Eject
aus Stand-By
Einlesezeit
Resident Evil
Einlesezeit
DarkKnight
bis Warner
Logo
Einlesezeit
Star Wars EP III. bis
Warnung
Navigations-
geschwindkt.
(Menü,
Kapitel)
Lüfter-
geräusche
Laufw.-
geräusche

PS3
5 Sekunden
35
Sekunden

38 
Sekunden
33
Sekunden
sehr
schnell

besonders
Kapitelsprung
und Spulen
herausragend
mittel
bis
laut
recht laut beim Einlesen, anschließend
leiser aber beim Abspielen immer noch gut wahrnehmbar

BDP-93EU
4
Sekunden
21
Sekunden
22
Sekunden
22 Sekunden Kapitel recht
schnell, Menü etwas
langsamer,
insgesamt
aber ok
nicht
vorhanden
selbst direkt am Gerät ist das Laufwerk fast unhörbar - sowohl beim Spielen als auch Einlesen
und Kapitelspr.

UD-7006
11
Sekunden
23
Sekunden
25
Sekunden
20
Sekunden
mittelstarke
Verzögerung
sowohl bei
Menü als
auch Kapitel
sprung
leise sehr leise, kurze  Geräusche beim Kapitelsprung und beim Einlesevorgang

BDT-310
3
Sekunden
13
Sekunden
20
Sekunden
21
Sekunden
sehr zügig
sowohl im
Menü wie
Kapitelspr.

fast so
schnell
wie PS3
nicht 
vorhanden
hörbar beim Einlesen und Kapitelsprung (aber leiser als PS3), LW-Geräusche
während Film hochfrequent  surrend, aber noch recht leise

BDT-300
5
Sekunden
27
Sekunden
40
Sekunden
19
Sekunden
in den Menüs
nur minimal
langsamer wie der 310
aber Kapitelsprung
recht träge
leise deutlich hörbar beim Einlesen und Kapitelsprung, während Wiedergabe etwas leiser als BDT-310

(alle gemessenen Einlesezeiten sind grobe Angaben, die auf eine Sekunde ab/aufgerundet sind)

Der BD-93 von Oppo setzt sich ganz besonders positiv in Szene, da er sowohl schnell als auch leise ist. Was hier an Laufwerksruhe geboten wird, ist nicht einmal bei wesentlich teureren Blu-Ray Playern selbstverständlich. Doch auch der Marantz UD-7006 beweist, dass man für knapp 1.000 Euro bereits wirklich hervorragende Laufwerke finden kann. Schade ist nur, dass dieses Modell beim Navigieren etwas langsamer ist und über einen Gehäuselüfter verfügt. Der Vergleich der Einlesezeiten dokumentiert den technischen Fortschritt, da sämtliche neueren Geräte deutlich schneller arbeiten, als Vertreter früherer Generationen. Bei der PS3 liegen Licht und Schatten am Weitesten auseinander: sie verfügt über die schnellste Navigation und rast förmlich durch die Kapitel, während speziell bei längeren Film-Sessions eine recht intensive Lautstärkekulisse durch den Gehäuselüfter produziert wird. Außerdem hat das Laufwerk im Vergleich zu vorherigen PS3 Versionen an Geschwindigkeit und Lautstärke gewonnen. Beim Vergleich der beiden Panasonic Player fällt auf, dass der 310er in Bezug auf die Laufwerksgeräusche nicht ganz an das Niveau seines Vorgängers heranreicht, aber dafür wesentlich (!) flinker zur Sache geht.

Testumgebung:

Als Testumgebung dient hauptsächlich unser High-End Referenzstudio mit einer Raumgröße von 55m². Es ist akustisch optimiert und relativ stark bedämpft, so dass klangliche Charakteristiken den Testgeräten zugeschrieben werden können und nicht vom Raum resultieren. Auch in Bezug auf periphere Aspekte haben wir einen großen Aufwand betrieben, um bestmögliche Testbedingungen bieten zu können, wie z.B. die Installation einer eigenen EMV-geschirmten Stromversorgung, sowie umfangreiche Messungen für eine korrekte Auf- sowie Einstellung. Unsere festinstallierten "Absolut-Referenzen" (siehe untere Tabelle) sind sorgfältig ausgewählt und gehören jeweils zur absoluten Speerspitze ihrer Gerätekategorie. Auf diese Weise sind wir in der Lage, vergleichende Hör-/Sehtests auf hohem Niveau durchzuführen, um Ihnen aussagekräftige und verlässliche Eindrücke zu vermitteln. Als 3D Projektor fungiert ein Cinemike getunter JVC DLA-X7, zu dem Sie hier einen ausführlichen Videotestbericht finden. 

Unsere hauptsächlich eingesetzte Hardware in der Übersicht:

Endstufen Audionet AmpVII 7ch Endstufe (ca. 10.000 €)
Audionet Amp (Monoblock a ca. 4.000 €)
Vorstufen/
Receiver
Cinemike AVP-A1HDA (ca. 13.000 €)
Marantz AV-7005 CM Edition (ca. 3.000 €)
Lautsprecher Isophon Arabba-D+FRC-D 7ch Surroundset (ca. 80.000 €)
B&W CT-700 Subwoofer-Array (ca. 10.000 €)
Anzeigegerät
JVC DLA-X7 Cinemike Edition (ca. 10.000 €)

AREADVD Baden-Württemberg arbeitet hauptsächlich mit Kabeln von: Mogami (Lautsprecher), 
German High-End (NF), Silent-Wire (HDMI), Supra (Subwoofer-XLR) und Audionet (Netzkabel).

Das Referenzstudio wurde von der Firma RTFS akustisch optimiert.

Praxiseindrücke:

Neu bei AREADVD Baden-Württemberg: unsere "Klartext" Wertung: das Ziel dieser kompakt gehaltenen Beispiele soll dazu beitragen, die Charakteristiken gleichzeitig aussagekräftiger, vergleichbarer und effektiver zu vermitteln, als dies bei (lang) ausformulierten Einzelbeispielen möglich ist. Für Anregungen, Lob und Kritik sind wir diesbezüglich sehr dankbar - schließen wollen wir ja IHNEN damit noch mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bieten ! (eMail: LM@AREADVD.DE oder im Feedback-Bereich unseres Forums)

Klangeigenschaften (digital - HDMI)


Resident Evil Afterlife
3D Blu-Ray

Batman The Dark Knight
Blu-Ray

Star Wars EPIII
DVD

PS3
Resident Evil: ganz anständige Dynamik, mittelmäßiger Bass mit durchschnitt. Tiefgang und Präzision;  recht topfige/körperlose Sprachwiedergabe. Auflösung insgesamt halbwegs anständig wenn man bedenkt, dass die PS3 bei 3D kein DTS-HD ausgeben kann. Der  Tiefbassteppich liegt der PS3 nicht - hier weicht sie stark auf und differenziert nicht gut. Wenig Feinauflösung bei Unterhaltung im Auto. Geringe Dynamik bei Pistolenschuss in Bank. Wenig Räumlichkeit, Präsenz der Hochtoneffekte zu gering. tonal halbwegs ausgewogen, allerdings im HT-Bereich zu scharf. In komplexen Passagen gehen sowohl bei Effekten als auch im Score einige Details verloren. Klang ist insgesamt etwas vordergründig. Dynamik und Bass gehen in Ordnung.

BDP-93EU
Mächtig-anschiebender Klang mit präzisen Beats  im Vorspann - auch die Hochtoneffekte werden gut umgesetzt. Insgesamt passt auch die Dynamik. Räumlichkeit ebenfalls sehr gut. Sprachwiedergabe realistisch und ausbalanciert. Druckvoller Beginn mit viel Punch - etwas mehr Bass als Cinemike Player beim Abseilen zwischen den Häusern, dafür nicht ganz so trocken und dynamisch. Bank-Szenen sehr dynamisch und räumlich. Gute/natürliche Sprachwiedergabe. räumliche  Musikwiedergabe des Scores mit hoher Differenzierung und viel Klangruhe. Klingt eigentlich sehr ausgewogen, obenrum minimal zurückhaltender als der luftiger-spielende Cinemike Player. Surround-Effekte sehr lebendig und präsent in der Umsetzung. 

UD-7006
Musikeinsatz im Vorspann eher zaghaft und mit zu wenig Durchzeichnung. Basswiedergabe etwas kraftlos und langsam. Dialoge klingen tendenziell hohl, verbesserungsfähige Dynamik. zu wenig Differenzierung - dadurch geringe Effekttiefe (zB. Bremsen von Jokers Wagen hört man kaum) - Bass ist auch hier recht undifferenziert, feine Surroundeffekte (z.B. Hall bei Schusswechsel in der Bank) gehen etwas unter. THX Intro wird harmonisch und mit guten Obertönen wiedergegeben, allerdings etwas zu dünn. Dies zieht sich auch bei der Weltraumschlacht fort, zumal die Dialoge zwischen Anakin und Obi-Wan obenrum etwas zu spitz ertönen. Dynamisch ebenfalls eher zurückhaltend mit wenig
Raumabbildung.

BDT-310
Der BDT-310 klingt speziell im Bassbereich nicht immer ausgewogen - die isolierten Kickdrums vom Step Up 3D Trailer gelingen ihm sehr gut, der Bass während der Kampfszenen von RE geht hingegen ziemlich unter. Generell etwas zu wenig Dynamik mit leicht unterdurchschnittlicher Feinauflösung. Dialoge ertönen etwas leise und kraftlos, Umsetzung Pistolenschüsse in der Bank solide, generell aber etwas zu viel Ober- und zu wenig Tiefbass. Einigen Effekten fehlt etwas Klarheit im HT-Bereich
Der Star Wars Score wird akzeptabel aufgelöst, Vorbeiflug an Sternenzerstörer minimal zu wenig Druck und Tiefgang, ansonsten aber passable Wiedergabe mit gebremster Dynamik aber insgesamt angenehmen Charakter ohne Nervfaktor, da Mitten und Höhen austariert. 

BDT-300
hohe Auflösung der HT-Effekte, Loslösung des Klangbildes von den LS hervorragend. Bass-Impulse im Prolog weniger "fett" wie beim Oppo, dafür sehr schnell und knackig. Beste Dynamik im Testfeld, enorm differenzierte Sprachwiedergabe mit unerreichtem Detailreichtum. Beste Bassdifferenzierung im Test: tief, dynamisch und präzise wird der Banküberfall umgesetzt. Pumpgun hat größte Durchschlagskraft.  Sehr klarer und detaillierter  Mittelhochtonbereich, viele Detailfffekte auf den Rears sowie eine gute Räumlichkeit 
sorgen für Realismus.
sehr musikalisch und vielschichtiger Aufbau des Scores, gute feindynamische
Differenzierung, generell sehr transparent und dadurch effektreich bei der Raumschlacht - die Dialoge legen sich nicht auf die Akustik, sondern verschmelzen mit der Kulisse. Exzellente Räumlichkeit.

Bild


Resident Evil Afterlife
3D Blu-Ray

Batman The Dark Knight
Blu-Ray

Star Wars EPIII
DVD

Playstation3
generell eher unscharf, speziell bei Bewegungen,
schlechteste (hellste)
Schwarzdarstellung im Testfeld, wenig Detaildifferenzierung, geringster 3D Effekt, 
viele Details an den Gebäuden zittern recht stark, außerdem sumpfen die schwarzen Fenster ab - obwohl der Schwarzwert generell nicht überzeugend ist. Bildschärfe nur mäßig, Rot/Gelb Töne zu poppig - es fehlt visuelle Ausgeglichenheit.
Gutes Scaling mit fehlerfreier Darstellung des Textes. Detaillierung von Raumschiffen und Planeten solide, mittelstarkes Schmieren bei Bewegungen, Farbdynamik Mittelmaß, Schwarz zu hell, dadurch weniger Bildtiefe.

BDP-93EU
Zweitbeste 3D Performance mit hoher Bildtiefe, makellose Bildschärfe bei Schwenk über die nasse Frau, bei Bewegungen einzelne minimale Nachzieher, im Schwarzbereich während des Prologs sehr gut, aber nicht ganz die
Differenzierung wie bei
Cinemike
Extrem gute Bildschärfe bei Kamerafahrt auf schwarzes Hochhaus - sehr differenzierte Darstellung der Fassade. Natürliche Farben, exzellente Detaillierung, saubere Bewegungsdarstellung. Erzeugt ein plastisches Bild
auf dem Niveau des CM
Players.
dank sattem Schwarz, hoher Modellierung und guter Farbdynamik  eine sehr gute Performance, allerdings macht der Deinterlacer bei EPIII Probleme (zB. Zittern bei Laufschrift)- interessanterweise laufen alle (!) anderen
DVDs diesbezüglich einwandfrei - Firmware-Patch in
Planung

UD-7006
Bildschärfe im eher statisch gefilmten Prolog gut, bei Bewegungen lässt diese nach. Drahtgitteransicht der
Basis schmiert nach.
Kontrast etwas zu schwach, generell weniger Bilddtiefe und teilweise Ruckler bei
Kameraschwenks.
Besseres Bild als im 3D
Betrieb - stabile Bewegungen bei Schwenks durch Häuserschluchten, Bildschärfe ok - aber nicht perfekt - Farbwiedergabe etwas blass, da Gesichter an Teint verlieren und das Visual Grading (grün) im Tresorraum nicht ganz
zur Geltung kommt.
Das beste
DVD-Bild im Test. Laufschrift läuft extrem flüssig, knackscharf und mit exakt ausgemalten Buchstaben. Besser geht es kaum. Die Bildruhe ist auch in der Schlacht exzellent - sattes Schwarz im Hintergrund exzellente Detaillierung der
Raumgleiter - gute Farbdynamik.

BDT-310
Schwarzdarstellung im Prolog ist in Bezug auf Dunkelheit und Differenzierung ausbaufähig, aber besser wie bei PS3. Bildtiefe der Wassertropfen ist generell eher flach. Schwächste Bewegungsschärfe im Test beim Schwenk durch das Drahtgittermodell, auch der Kontrast der weiß-roten Tische lässt
noch Luft nach oben.
Fenster des Hochhauses bei der ersten Kamerafahrt werden etwas zu spät schwarzdifferenziert, Bild ist generell etwas zu dumpf in dunklen Bereichen - was sich auch beim Anzug vom wartenden Joker zeigt. Bildschärfe ist ok, aber auch nicht perfekt. Beim Abseilen zittern einige Fassaden ein wenig. Bild ist etwas zu warm - der Bankangestellte mit der Pumpgun hat auf einmal einen Sonnenbrand.
Die Laufschrift weist minimale Doppelkonturen auf und ist auch nicht ganz
perfekt ausgefüllt. Der Weltraum kommt tiefer/dunkler als bei der PS3 zur Geltung, könnte aber immer noch einen satteren Schwarzton vertragen. Konturen der Raumschiffe beim Vorbeiflug
schmieren bzw. verlieren an Details - gegenüber PS3 bessere Farbdynamik und
Farbnatürlichkeit. Bildschärfe überdurchschnittlich.

BDT-300
Bildschärfe genauso gut wie beim Oppo, Schwarzdarstellung ebenfalls gleich gut - ABER: der CM definiert sich durch seine Feinfühligkeit im Bild: enorme Farbdifferenzierung, exzellente Farbdynamik und die
beste Bewegungsstabilität
machen ihn zum 3D
Bildchampion - außerdem: beste Plastizität aller Player
sehr sauberes Bild von A-Z: die schwarzen
Scheiben sind 50 Meter
früher sichtbar, als bei
anderen Geräten und
trotzdem ist das schwarz am sattesten
und die Farben am
natürlichsten ! Auch der Anzug von Joker ist gut
differenziert. Kamera-
fahrten tadellos ohne
Zittern oder Artefakte.
 Überlegene Bildschärfe (zB. Szene
mit den Telefondrähten)

Im DVD Betrieb fällt der CM
Player ab: Treppchenbildung bei der Laufschrift, minimales Ruckeln beim Flug von Anakin und Obi Wan über den Sternenzerstörer, ausbaufähige Bildschärfe und eine mittelmäßige
Farbdifferenzierung prägen
das Bild. Die Gesichter der
Piloten werden zu wenig
in Bezug auf Hauttöne
differenziert.
Fazit:

Bevor Sie sich mit den Einzelwertungen befassen, noch kurz eine allgemeine Information zu diesem Test: wir haben nach langem Überlegen auf das Erteilen von Prädikaten verzichtet. Der Grund dafür ist relativ einfach: mehr denn jemals zuvor, hängt die Performance bei diesen Testgeräten von der installierten Firmware ab. Deswegen wäre eine Kategorisierung mit Hilfe von Prädikaten nur als Momentaufnahme zu verstehen - außerdem haben wir uns beim Vergleich ausschließlich auf die wichtigsten audiovisuellen Aspekte konzentriert und dafür andere Bereiche (z.B. Funktionstest diverser Features; Analogklang) vernachlässigt, die für eine gesamtheitlich-urteilende Prädikatsvergabe jedoch ebenfalls von Relevanz sein sollte. 

Bitte beachten Sie außerdem, dass dieser Vergleichstest vor dem Hintergrund einer sehr hochwertigen AV-Installation, aus Sicht eines "High-Enders" stattgefunden hat. Ob - und in welcher Form, die hier getroffenen Aussagen zur audiovisuellen Qualität auch in Ihrem System zutreffen, hängt daher sehr stark sowohl von deren Leistungsvermögen, wie auch Ihrem eigenen Anspruch ab! Unser Ziel liegt darin, mit diesem Special eine kleine Entscheidungshilfe für qualitätsorientierte Filmfreunde abzugeben.

Unsere Gesamteindrücke bzw. Markteinordnungen der Testgeräte im Einzelnen:

Sony Playstation 3 slim: die Sony Konsole hat ihren Platz im Olymp der Unterhaltungselektronikbranche genauso sicher, wie Franz Beckenbauer in der Sportgeschichte. Mit seiner vorbildlichen Update-Politik hat Sony der PS3 nicht nur BD-Live, TrueHD und Co. gebracht, sondern schenkt Millionen PS3-Besitzern zugleich auch noch eine 3D Eintrittskarte für das heimische Privatkino. Damit beschämen die Japaner viele andere Anbieter, die ihre Kunden mit leeren Update-Versprechungen in eine technologische Sackgasse haben laufen lassen. Dass die PS3 unter diesen Umständen innerhalb einer High-End Umgebung nicht ganz mithalten kann, möchten wir ihr daher gerne nachsehen - als Einstieg in die 3D-Welt, oder als günstige Ergänzung zum Flachbildfernseher reicht das Gebotene für die meisten Ansprüche allemal. Außerdem ist die DVD-Qualität überraschend gut und lässt sogar einige dedizierte Blu-Ray Player hinter sich zurück. Etwas schade ist nur, dass die Slim-Variante gegenüber anderen Varianten an Laufwerksgeschwindigkeit eingebüßt hat und in Bezug auf den Lüfter immer noch etwas zu laut unterwegs ist. 

Marantz UD-7006: der Edelplayer aus Japan erinnert uns ein wenig an Michael Schumacher - er hat großes Potential und ein gutes Rüstzeug, doch irgendwie passt es noch nicht ganz zusammen. Audiovisuell war es dem UD-7006 nicht vergönnt in unserer Redaktion Begeisterung zu entfachen. Dies könnte sich bald ändern, da unser Testgerät frisch aus Übersee angekommen ist und in Bezug auf die (frühe) Firmware noch viel Potential bietet. Ausstattungsseitig vermissen wir eine Dual-HDMI Ausgabe, sowie ein WLAN-Modul. Außerdem ist die Integration eines (leisen) Gehäuselüfters auch nicht ganz perfekt. Dafür begeistert der immense Materialeinsatz im Inneren. Als analoges Quellgerät für CD-Wiedergabe ist der UD-7006 übrigens genauso überzeugend, wie in Bezug auf seine Qualitäten als DVD-Player. Wir sind uns sicher: der UD-7006 kann noch mehr. Leider mussten wir unser Testgerät wegen der bevorstehenden High-End nach wenigen Tagen schon wieder zu Marantz zurückschicken, aber wir werden den exzellent verarbeiteten UD-7006 gerne später nochmal im Rahmen eines ausführlichen Einzeltest untersuchen. 

Oppo BDP-93EU: DIE Überraschung des Vergleichstests - der hierzulande eher unbekannte chinesische Player bietet für seine 679 Euro Kaufpreis einen fast schon unverschämt großen High-End Flair. Dieser beginnt beim Auspacken (Verpackung, Lieferumfang), zieht sich über die noble Verarbeitung (inkl. hochwertiger Fernbedienung), manifestiert sich in einem hochwertigen technischen Aufbau und gipfelt in hervorragenden audiovisuellen Leistungen. Der BD-93EU klingt dynamisch, knackig und kräftig - gegenüber dem Cinemike-Gerät fehlt es ihm "lediglich" an musikalischer/audiophile Finesse sowie der letzten Portion Nuancierung. Auch visuell begeistert der Oppo mit seiner sehr scharfen und kontrastreichen Wiedergabe. Laut unserem deutschen Ansprechpartner ist sowohl für die Setup-Sprachauswahl, als auch das DVD De-Interlacing, ein Update in Planung. Weil uns der Oppo absolut überzeugt hat, setzen wir ihn ab sofort als Referenzgerät ein und werden in Kürze einen ausführlichen Einzeltest nachschieben.

Panasonic BDT-310: als günstiger und kleinster Teilnehmer hatte es der BDT-310 innerhalb unseres Testfeldes ganz bestimmt nicht leicht. Trotzdem konnte er Akzente setzen und erfolgreich unter Beweis stellen, dass "billig" nicht automatisch "schlecht" bedeutet. Ganz im Gegenteil: wer nicht gerade eine 50.000 Euro High-End Anlage sein Eigen nennt, wird sich schwierig tun, ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis im Bereich der 3D-fähigen Player zu finden! Gegenüber der 300er Serie hat er zwar sichtlich an äußerer Opulenz (Gehäuse, Fernbedienung etc.) eingebüßt, überflügelt aber seinen Vorgänger in Bezug auf DVD-Performance, kommt ohne Gehäuselüfter aus und bietet mit seinem nano-Design sogar noch eine Wunschlos-glücklich-Ausstattungsfülle (inkl. dem hier nicht getesteten 2D->3D Converter !!), die sogar die weitaus hochpreisigeren Player in Bedrängnis bringt. Und da er sich in keinem Betriebsmodus (DVD, Blu-Ray, 3D) grobe Schnitzer leistet, ist ihm unsere Preis-/Leistungsempfehlung in der Einstiegsklasse nicht mehr zu nehmen. 

Panasonic BDT-300 Cinemike Edition: 450 Euro Tuningkosten für ein Panasonic Player der letzten Generation? Das zeugt durchaus von Selbstbewusstsein, denn rund 1 Jahr nach Markteinführung bringt der BDT-300 mit seinen langen Ladezeiten und dem hörbaren Gehäuselüfter einige kleine Nachteile mit sich, zumal auch das Verarbeitungsniveau (natürlich) nicht mit Oppo und Marantz mithalten kann. Einen weiteren Tiefschlag muss der potentielle Käufer für die DVD-Wiedergabe einstecken, wo der BDT-300 trotz Tuning nicht in der Lage ist, gegen die aktuellen Geräte etwas auszurichten. ABER: in Bezug auf die Bild- und Tonqualität von 3D und 2D Blu-Rays kann ihm momentan kein anderes Gerät das Wasser reichen! Wer eine High-End Installation einsetzt, wird die Leichtfüßigkeit und Klangkultur des modifizierten Players genauso lieben, wie seine erstklassigen Bildeigenschaften. Hier sticht besonders die Bildtiefe im 3D-Betrieb heraus, so dass der Pokal für die beste Bildqualität in die Eifel wandert.

Text: Lars Mette

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