Wer heutzutage vor der Anschaffung eines
3D-fähigen
Blu-Ray Players steht, fühlt sich wie im
Schlaraffenland: die Geräte quillen vor Ausstattung fast schon
über, während die Preise zum finanziellen Tiefflug
ansetzen. YouTube Streaming und WLAN sind
mittlerweile selbst in der Einstiegsklasse (unterhalb 200 Euro)
eher Regel als Ausnahme. Für unseren
aktuellen
Testbericht haben wir fünf 3D-fähige
Quellgeräte
unterschiedlicher finanzieller Provenienz unter die Lupe genommen, um
Ihnen eine Einordnung der aktuellen Marktsituation zu
bieten. Obwohl Ausstattung, Geschwindigkeit und Bedienkomfort
unserer Testprobanden selbstverständlich nicht unbeachtet
bleiben
sollen, werden wir die peripheren Aspekte etwas weniger beleuchten
und dafür den Schwerpunkt auf die gebotene Audio und
Video
Performance setzen. Angesichts des enormen Funktionsumfangs
sowie des Zeitdrucks (kurz vor der High-End) können
wir
unmöglich jedes einzelne Gerät detailliert
vorstellen.
Auch auf Videopräsentationen sowie umfangreiche
Textpassagen
haben wir deswegen verzichtet - stattdessen
sorgen knackig-direkte Formulierungen sowie
Vergleiche in
Tabellenform für aussagekräftige
Informationen.
Unser Teilnehmerfeld setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:
Die Sony Playstation3 in der aktuellen Slim Version (UVP ca.
299 Euro,
je nach Version) muss man wohl keinem mehr vorstellen: die
Spielekonsole hat in ihren mittlerweile 4 Jahren eine exzellente
Softwarepflege erfahren und war damit eines der ersten Geräte
überhaupt, mit dem man 3D Blu-Rays genießen konnte.
Sie erfreut sich
nicht nur unter Gamern großer Beliebtheit, sondern ist wegen
ihrer
zahlreichen Funktionen auch in dedizierten Heimkinos
anzutreffen.
Obwohl der Oppo BDP-93EU (UVP 679 Euro - offizielle deutsche
Bezugsquelle Heimkino
Klohs ) eher in der Oberklasse spielt,
hat er sich in der Internetforenlandschaft den Ruf eines absoluten
Schnäppchens gesichert. Dieser Status wird nicht nur auf seine
proppenvolle Ausstattung (inkl. Wireless N Empfang, eSATA und
Dual-HDMI) zurückgeführt, sondern von seinen
Besitzern auch
durch den besonders hochwertigen Aufbau sowie die dadurch
erreichte hohe audiovisuelle Performance begründet.
Vergleichsweise konservativ zieht der Marantz UD7006 (UVP 999
Euro)
ins Feld: er kommt mit dem imposantesten Gehäuse und
setzt in
Bezug auf seine Ausstattung eher punktuelle Schwerpunkte. Dual-HDMI und
WLAN bietet er nicht, dafür verfügt er über
eine
aufwändige 7.1 Analogsektion und will mit Hilfe der ABT2015
VRS
Engine auch visuell für Freude sorgen. DLNA1.5 sowie Youtube
Streaming runden das Ausstattungspaket ab.
Der Panasonic BDT-310 (UVP 299 Euro) ist zu
Straßenpreisen von ca.
170 Euro der günstige Teilnehmer im
Testfeld. Das hält den kompakt
gebauten Player jedoch nicht davon ab, ausstattungsseitig aufzudrehen:
Dual-HDMI Ausgabe, WLAN, DLNA, YouTube und Skype Clients werden
beispielsweise ebenso geboten wie eine iPhone Steuerung.
Zusätzlich
spendiert Panasonic beim Kauf über zertifizierte
Fachhändler sogar noch
die heißbegehrte 3D Blu-Ray von Avatar! Verzichten muss der
Anwender
lediglich auf analoge Mehrkanalausgänge.
Last but not least, haben wir auch noch einen
Cinemike-getunten
Player in den Vergleich aufgenommen. Die Modifizierung des Panasonic
BDT-300 wird inkl. speziell angepasstem Netzkabel mit 450 Euro in
Rechnung gestellt - zuzüglich dem ca. 400 Euro teuren
Grundgerät (nur
noch Restbestände erhältlich, da nicht mehr
produziert)
platzieren sich die Tuner aus der Eifel in der finanziellen
Spitze
des
Vergleichsfeldes. Pikant ist die Tatsache, dass wir ihn mit
dem wesentlich günstigeren und besser ausgestatten
Nachfolgegerät, dem BDT-310 vergleichen
können.
Gehäuseverarbeitung und Lieferumfang:
PS3: schmal gebaut,
dafür sehr
tief. Ungewöhnliche Formgebung mit elegant beleuchteten
Bedienelementen auf einer verchromten Leiste. Ansonsten hat die PS3
optisch nicht viel zu bieten - das restliche Gehäuse besteht
aus
Kunststoff und auf ein Display zur Spielzeitanzeige muss man als
Filmliebhaber verzichten. Die Steuerung erfolgt
standardmäßig mit dem Bluetooth Joypad; alternativ
gibt es
sowohl eine Bluetooth Fernbedienung sowie einen Infrarotkonverter
(jeweils ca. 50 Euro).
Oppo BDP-93EU: elegantes
Design mit
gebürsteter Aluminiumfront und mittig platzierter Lade.
Außerdem bietet der Player den besten Lieferumfang, denn
neben
USB Dockingstation, WLAN Modul und HDMI Kabel verfügt er
über
eine sehr hochwertige Fernbedienung inkl. Beleuchtungsfunktion.
Zusammen mit dem gut verarbeiteten Gehäuse kommt hier fast
schon
High-End Feeling auf.
Oppo BDP-93EU: auch bei
näherer
Betrachtung überzeugt das Gerät, durch Details wie
die plan
versenkten Transporttasten oder der massiv ausgeführten
Frontblende. Alternative Farbversionen bietet der Hersteller jedoch
leider nicht an.
Oppo BDP-93EU: vergoldete Anschlussterminals für alle (!)
Schnittstellen inkl. HDMI und sogar RS232.
Marantz UD7006: besonders
massives
Design mit hohem Gehäuse und sehr hochwertiger Verarbeitung.
Marantz packt dem Player einen Satz Cinchkabel bei, die Fernbedienung
ist zwar recht umfangreich und solide, besitzt aber schlichtweg zu
viele kleine und gleichartige Knöpfe. Eine aktive
Beleuchtungsfunktion gibt es zwar nicht, aber dafür schimmern
die
Tasten in der Dunkelheit.
Marantz UD7006: Saubere
Integration von Lade und Knöpfen
sowie hochwertig geschliffenes Aluminium im Mittelbereich.
Marantz UD7006: stabiles
Gehäuse
und massive Standfüsse. Marantz ist außerdem der
einzige
Anbieter in unserem Vergleich, dessen Player auch in einer anderen
Farbe lieferbar ist (schwarz).
Marantz UD7006: feste
Rückwand mit sauber integrierten Buchsen, von denen die Cinch
Schnittstellen vergoldet sind.
Die Display- und Verarbeitungschampions unter sich - der Oppo besitzt
ein zweigeteiltes Display, welches links die Laufzeit und
rechts
das Medium anzeigt. Noch besser informiert der UD7006 seinen Besitzer
über sein hochauflösendes und großes
Display mit
makelloser Lesbarkeit.
Panasonic BDT-310: der
Flachmann unseres
Vergleichstests. Das Gerät ist derart kompakt gebaut, dass es
selbst in den engsten Racks noch Platz findet. Die Fernbedienung ist
ebenfalls recht klein gehalten, was das Navigationskreuz etwas zu weit
unten rutschen lässt. Interessantes Detail: der mittlere
Bereich
des Gehäusedeckels ist als Hands-free Sensor ausgelegt und
öffnet die Lade schon beim "Überfliegen" mit einem
Finger
-> sehr schönes G
mick!
Panasonic BDT-310: Hinter
der
einteiligen transparenten Kunststofffront sitzt je
eine SD-Card
und USB Schnittstelle, außerdem findet sich hier das Display,
das
Laufwerk sowie eine rudimentäre Bedieneinheit (Start + Stopp
Knopf)
Panasonic BDT-300 Cinemike
Edition:
deutlich größer und höher als sein
Nachfolger, die
Kunststofffront ist hier zweiteilig ausgeführt. Die
Fernbedienung
fällt gegenüber dem BDT-300 größer
und
funktionsreicher aus (zusätzliche Elemente zur Bedienung eines
Fernsehers) - das Steuerkreuz sitzt aber auch hier etwas zu niedrig;
Beleuchtungsfunktionen sucht man bei beiden Panasonic Gebern
vergeblich.
Panasonic BDT-300 Cinemike
Edition:
saubere Verarbeitung mit ordentlichen
Gerätefüßen, die
Gehäusematerialien bestehen aus Blech (Deckel) sowie
Kunststoff
(Front). Das Cinemike Tuning ist äußerlich nur durch
einen
kleinen Aufkleber zu erkennen - ansonsten erfolgt keine optische
Änderung/Aufwertung.
Panasonic BDT-300 Cinemike + BDT310 : die
Gehäusefüße
sind beim Modellwechsel genauso geschrumpft, wie das komplette
Gehäuse.
Die Unterschiede im Bereich der Gehäuseverarbeitung
fallen
insgesamt groß aus. Die Highlights werden ganz
eindeutig von
Marantz und Oppo gesetzt, während speziell beim Panasonic
BDT-310
Zweckmäßigkeit regiert. Die Playstation 3 kann mit
ihrer
Kunststoffoberfläche ebenfalls keine Akzente setzen,
während
der Cinemike-Player im Mittelfeld zu finden ist. Das große
Display vom UD7006 hat uns diesbezüglich am besten gefallen
und
distanziert besonders die Modelle mit Segmentanzeige sehr deutlich. Bei
den Fernbedienungen ragt der Oppo-Geber mit großem Abstand
heraus.
technischer
Aufbau:
Oppo BDP-93EU: Grundaufbau
Oppo BDP-93EU: umfangreich bestücktes Netzteil
Oppo BDP-93EU: erster 3D Blu-Ray Player mit
Kaltgeräteanschluss in unserer Redaktion
Lassen wir die PS3 slim mal
aus (als
Spielkonsole wäre der technische Aufbau sowieso nicht
vergleichbar) und beginnen mit dem Oppo BDP-93EU. Dieser Player
besticht
nicht nur durch ein hochwertiges Äußeres, sondern
verfügt auch im Innenbereich über eine
mustergültige
Verarbeitung. Das Netzteil (schwarze Platine vorne links) ist sehr
umfangreich bestückt, wobei auch die kurzen Signalverbindungen
zwischen den anderen Baugruppen keinen Spielraum für Kritik
geben.
Einige Bereiche der Digitalplatine (hinten rechts) werden von einer
zusätzlichen Platte geschützt. Das Laufwerk ist
geschirmt und
ist auf zusätzlichen Versteifungsschienen montiert.
Marantz UD-7006: Grundaufbau
Marantz UD-7006: Analogplatine
Marantz UD-7006: Netzteil mit Lüfter
Marantz UD-7006: Resonanzpads und sorgfältig integriertes
Laufwerk
Marantz UD-7006 (links) und Oppo BDP-93EU (rechts) im Vergleich
Wer nach dem Oppo BDP-93EU
denkt, das
Ende der Fahnenstange wäre erreicht, hat den Aufbau vom
Marantz
UD-7006 noch nicht gesehen: der japanische Player toppt seinen
Kontrahenten in Bezug auf Materialeinsatz und Detailverarbeitung.
Besonders die Kapselung des geschirmten Laufwerkes dokumentiert die
hohen Ansprüche im Hause Marantz. Außerdem
verfügt nur
der UD-7006 über zahlreiche Resonanzpads, um Vibrationen
effektiv
ableiten zu können. Das Netzteil liegt auf einem
ähnlich
aufwändigen Niveau wie beim Oppo - nachteilig ist bei Marantz
hingegen die Integration eines kleinen
Gehäuselüfters.
Dafür kontert der UD-7006 mit einer sorgfältig
konstruierten
Audioplatine für den analogen 7.1 Ausgang.
Panasonic DMB-310: Grundaufbau
Panasonic DMB-310 Digital- und Netzteilsektion
Dass im kompakt
gebauten Panasonic
DMB-310 keine ausufernden Platinenlandschaften zu finden sind,
dürfte niemanden ernsthaft überraschen. Auf eine
umfangreiche
Kapselung des Laufwerk muss hier aus Platzgründen verzichtet
werden; die grüne Platine in der Gerätemitte
übernimmt
gleichzeitig die Digitalverarbeitung sowie Laufwerkssteuerung,
während die rudimentären Analogausgänge mit
auf dem
Netzteil-Board liegen. Der Touch-Free-Sensor auf dem
Gehäusedeckel
ist mit einer Kunststofffolie unterlegt, um die Einstreuungen etwas zu
minimieren. Erstaunlich ist die Tatsache, dass Panasonic es beim
DMB-310 geschafft hat, trotz der immensen Bestückungsdichte
komplett (!) auf einen Gehäuselüfter zu verzichten.
Panasonic DMB-300 Cinemike Edition: Grundaufbau
Panasonic DMB-300 Cinemike Edition: Netzteil mit getauschten
Kondensatoren
Panasonic DMB-300 (links) und DMB-310 (rechts) im Vergleich
Der Panasonic DMB-300
unterscheidet sich
hinsichtlich des Layouts eigentlich nur durch die
Größe und
der kleinen zusätzlichen analogen Audioplatine hinter dem
Laufwerk
vom 310er. Ansonsten lassen Netzteil, sowie Digital I/O Board dieselbe
Handschrift erkennen. Interessanterweise verfügt der 300er
zwar
über ein größeres Laufwerk mit
größerer
Mechanik (Antrieb etc.), kommt aber ohne zusätzliche
Metallabdeckung aus. Die 300er Generation verfügt
außerdem
noch über einen kleinen Gehäuselüfter um die
Wärme
des Netzteils abzuleiten. Die Cinemike-Modifikationen finden sowohl im
Netzteil- als auch Digitalbereich statt. Hier wird durch gezielten
Austausch von Kondensatoren sowie Filterelemente eine bessere/stabilere
Stromversorgung sowie Minimierung der EMV-Rückstreuung (sowohl
netz- als auch HDMI-seitig) anvisiert. Wer zum Grundpreis von 300 Euro
noch einmal 150 Euro drauflegt, bekommt ein Netzkabel mit
speziell
abgestimmtem Filter aus hochwertigem Material.
Features/Funktionen:
Format-
unterstützung
Netzwerk
features
Video
streaming
WLAN
Dual-
HDMI
Analog-Audio
BD-Live
Besonderheiten
PS3 slim
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
(Games)
SACD
DLNA 1.5
UPnP
PSN
+
viele
weitere
MPEG
WMV
AVCHD
MKV
ja
nein
nein
ja,
interne
320GB
HDD
Spielkonsole
daher deutlich
flexibler
BDP-93EU
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
SACD
DVD-Audio
Kodak Pic.CD
DLNA 1.5
UPnP
Picassa
MPEG
DivX/HD
AVCHD
MKV
H.264
ja
externer
Adapter
ja
7.1 mit
DD + True HD
DTS + HD
DTS 96/24
SACD - Dek.
ja,
1 GB interner
Speicher
eSATA Port
Wireless-N
UD-7006
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
SACD
DVD-Audio
DLNA 1.5
UPnP
YouTube
MPEG
DivX
H.264
WMV
nein
nein
7.1 mit
DD + True HD
DTS + HD
DTS 96/24
SACD - Dek.
ja,
1 GB interner
Speicher
kein Speicher-
kartenslot
BDT-310
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
DLNA 1.5
UPnP
Skype
Viera Cast
MPEG
DivX/HD
AVCHD
MKV
ja
ja
Stereo Cinch
ja
iPhone Steuerung,
2D-3D Converter
BDT-300
CD
DVD
Blu-Ray + 3D
DLNA 1.5
UPnP
Viera Cast
MPEG
DivX/HD
AVCHD
MKV
ja
externer
Adapter
ja
7.1 mit
DD + True HD
DTS + HD
DTS 96/24
ja
-
Sämtliche Angaben basieren auf Herstellerinformationen - aus
Zeitgründen haben wir die oben aufgeführten
Funktionen NICHT
explizit einzeln durchgetestet. Positiv fallen vor allem
der BDP-93 und der BDT-310 auf: bei Oppo gibt es die
höchste Format- und Schnittstellenvielfalt -
außerdem sind
hier auch DVD und Blu-Ray Codefree Kits erhältlich.
Der Panasonic besticht
durch die 2D-3D Konvertierung sowie seiner iPhone App. Die PS3
leidet ein wenig unter den Restriktionen von Sony, während
beim
Marantz WLAN und Dual-HDMI vermisst wird. Der etwas ältere
Panasonic BDT-300 schlägt sich wacker und lässt es
ebenfalls
an nichts Wichtigem missen.
Ergonomie/Geschwindigkeit:
Disc-Eject
aus Stand-By
Einlesezeit
Resident Evil
Einlesezeit
DarkKnight
bis Warner
Logo
Einlesezeit
Star Wars EP III. bis
Warnung
Navigations-
geschwindkt.
(Menü,
Kapitel)
Lüfter-
geräusche
Laufw.-
geräusche
PS3
5 Sekunden
35
Sekunden
38
Sekunden
33
Sekunden
sehr
schnell
besonders
Kapitelsprung
und Spulen
herausragend
mittel
bis
laut
recht laut beim Einlesen, anschließend
leiser aber beim Abspielen immer noch gut wahrnehmbar
BDP-93EU
4
Sekunden
21
Sekunden
22
Sekunden
22 Sekunden
Kapitel recht
schnell, Menü etwas
langsamer,
insgesamt
aber ok
nicht
vorhanden
selbst direkt am Gerät ist das Laufwerk fast
unhörbar - sowohl beim Spielen als auch Einlesen
und Kapitelspr.
UD-7006
11
Sekunden
23
Sekunden
25
Sekunden
20
Sekunden
mittelstarke
Verzögerung
sowohl bei
Menü als
auch Kapitel
sprung
leise
sehr leise, kurze Geräusche beim
Kapitelsprung und beim Einlesevorgang
BDT-310
3
Sekunden
13
Sekunden
20
Sekunden
21
Sekunden
sehr zügig
sowohl im
Menü wie
Kapitelspr.
fast so
schnell
wie PS3
nicht
vorhanden
hörbar beim Einlesen und Kapitelsprung (aber
leiser als PS3), LW-Geräusche
während Film hochfrequent surrend, aber noch recht
leise
BDT-300
5
Sekunden
27
Sekunden
40
Sekunden
19
Sekunden
in den Menüs
nur minimal
langsamer wie der 310
aber Kapitelsprung
recht träge
leise
deutlich hörbar beim Einlesen und
Kapitelsprung, während Wiedergabe etwas leiser als
BDT-310
(alle gemessenen Einlesezeiten sind grobe Angaben, die auf
eine Sekunde ab/aufgerundet sind)
Der BD-93 von Oppo setzt sich ganz besonders positiv in Szene,
da er
sowohl schnell als auch leise ist. Was hier an Laufwerksruhe geboten
wird, ist nicht einmal bei wesentlich teureren Blu-Ray Playern
selbstverständlich. Doch auch der Marantz UD-7006 beweist,
dass
man für knapp 1.000 Euro bereits wirklich hervorragende
Laufwerke finden kann.
Schade ist nur, dass dieses Modell beim Navigieren etwas langsamer ist
und über einen Gehäuselüfter
verfügt. Der Vergleich
der Einlesezeiten dokumentiert den technischen Fortschritt, da
sämtliche neueren Geräte deutlich schneller arbeiten,
als
Vertreter früherer Generationen. Bei der PS3 liegen Licht und
Schatten am Weitesten auseinander: sie
verfügt über die schnellste Navigation und rast
förmlich
durch die Kapitel, während speziell bei längeren
Film-Sessions eine recht intensive Lautstärkekulisse durch den
Gehäuselüfter produziert wird. Außerdem hat
das
Laufwerk im Vergleich zu vorherigen PS3 Versionen an Geschwindigkeit
und Lautstärke gewonnen. Beim Vergleich der beiden Panasonic
Player fällt auf, dass der 310er in Bezug auf die
Laufwerksgeräusche nicht ganz an das Niveau seines
Vorgängers
heranreicht, aber dafür wesentlich (!) flinker zur Sache geht.
Testumgebung:
Als Testumgebung dient hauptsächlich unser High-End
Referenzstudio mit einer Raumgröße von
55m². Es ist
akustisch optimiert und relativ stark bedämpft, so dass
klangliche
Charakteristiken den Testgeräten zugeschrieben werden
können
und nicht vom Raum resultieren. Auch in Bezug auf periphere
Aspekte haben wir einen großen Aufwand betrieben, um
bestmögliche Testbedingungen bieten zu können, wie
z.B. die
Installation einer eigenen EMV-geschirmten Stromversorgung, sowie
umfangreiche Messungen für eine korrekte Auf- sowie
Einstellung.
Unsere festinstallierten "Absolut-Referenzen" (siehe untere Tabelle)
sind sorgfältig ausgewählt und gehören
jeweils zur
absoluten Speerspitze ihrer Gerätekategorie. Auf diese Weise
sind
wir in der Lage, vergleichende Hör-/Sehtests auf hohem Niveau
durchzuführen, um Ihnen aussagekräftige und
verlässliche
Eindrücke zu vermitteln. Als 3D Projektor fungiert ein
Cinemike
getunter JVC DLA-X7, zu dem Sie hier einen ausführlichen
Videotestbericht finden.
Unsere hauptsächlich eingesetzte Hardware in der
Übersicht:
Endstufen
Audionet
AmpVII 7ch Endstufe (ca. 10.000 €)
Audionet Amp (Monoblock a ca. 4.000 €)
Das Referenzstudio wurde von der Firma RTFS akustisch
optimiert.
Praxiseindrücke:
Neu bei AREADVD Baden-Württemberg: unsere "Klartext" Wertung:
das Ziel dieser kompakt gehaltenen Beispiele
soll dazu beitragen, die Charakteristiken gleichzeitig
aussagekräftiger, vergleichbarer und effektiver zu vermitteln,
als
dies bei (lang) ausformulierten Einzelbeispielen
möglich ist. Für Anregungen, Lob und Kritik sind wir
diesbezüglich sehr dankbar - schließen wollen wir ja
IHNEN
damit noch mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit bieten ! (eMail:
LM@AREADVD.DE oder im Feedback-Bereich unseres Forums)
Klangeigenschaften (digital - HDMI)
Resident Evil Afterlife
3D Blu-Ray
Batman The Dark Knight
Blu-Ray
Star Wars EPIII
DVD
PS3
Resident Evil: ganz anständige Dynamik,
mittelmäßiger Bass mit durchschnitt. Tiefgang und
Präzision; recht topfige/körperlose
Sprachwiedergabe.
Auflösung insgesamt halbwegs anständig wenn
man bedenkt,
dass die PS3 bei 3D kein DTS-HD ausgeben kann.
Der Tiefbassteppich liegt der
PS3 nicht -
hier weicht sie stark auf und differenziert nicht gut. Wenig
Feinauflösung bei Unterhaltung im Auto. Geringe Dynamik bei
Pistolenschuss in Bank. Wenig Räumlichkeit, Präsenz
der
Hochtoneffekte zu gering.
tonal halbwegs ausgewogen, allerdings im HT-Bereich zu
scharf. In komplexen Passagen gehen sowohl bei Effekten als auch im
Score einige Details verloren. Klang ist insgesamt etwas
vordergründig. Dynamik und Bass gehen in Ordnung.
BDP-93EU
Mächtig-anschiebender Klang mit
präzisen
Beats im Vorspann - auch die Hochtoneffekte werden gut
umgesetzt.
Insgesamt passt auch die Dynamik. Räumlichkeit
ebenfalls sehr
gut. Sprachwiedergabe realistisch und ausbalanciert.
Druckvoller Beginn mit viel Punch - etwas mehr Bass
als Cinemike Player beim Abseilen zwischen den
Häusern,
dafür nicht ganz so trocken und dynamisch. Bank-Szenen sehr
dynamisch und räumlich. Gute/natürliche
Sprachwiedergabe.
räumliche Musikwiedergabe des Scores
mit hoher
Differenzierung und viel Klangruhe. Klingt eigentlich sehr ausgewogen,
obenrum minimal zurückhaltender als der luftiger-spielende
Cinemike Player. Surround-Effekte sehr lebendig und präsent in
der
Umsetzung.
UD-7006
Musikeinsatz im Vorspann eher zaghaft und mit zu
wenig Durchzeichnung. Basswiedergabe etwas kraftlos und langsam.
Dialoge klingen tendenziell hohl, verbesserungsfähige Dynamik.
zu wenig Differenzierung - dadurch geringe
Effekttiefe (zB. Bremsen von Jokers Wagen hört man kaum) -
Bass
ist auch hier recht undifferenziert, feine Surroundeffekte (z.B. Hall
bei Schusswechsel in der Bank) gehen etwas unter.
THX Intro wird harmonisch und mit guten
Obertönen
wiedergegeben, allerdings etwas zu dünn. Dies zieht sich auch
bei
der Weltraumschlacht fort, zumal die Dialoge zwischen Anakin und
Obi-Wan obenrum etwas zu spitz ertönen. Dynamisch ebenfalls
eher
zurückhaltend mit wenig
Raumabbildung.
BDT-310
Der BDT-310 klingt speziell im Bassbereich nicht
immer ausgewogen - die isolierten Kickdrums vom Step Up 3D Trailer
gelingen ihm sehr gut, der Bass während der Kampfszenen von RE
geht hingegen ziemlich unter. Generell etwas zu wenig Dynamik mit
leicht unterdurchschnittlicher Feinauflösung.
Dialoge ertönen etwas leise und kraftlos,
Umsetzung Pistolenschüsse in der Bank solide, generell aber
etwas
zu viel Ober- und zu wenig Tiefbass. Einigen Effekten fehlt etwas
Klarheit im HT-Bereich
Der Star Wars Score wird akzeptabel aufgelöst,
Vorbeiflug an Sternenzerstörer minimal zu wenig Druck und
Tiefgang, ansonsten aber passable Wiedergabe mit gebremster Dynamik
aber insgesamt angenehmen Charakter ohne Nervfaktor, da Mitten und
Höhen austariert.
BDT-300
hohe Auflösung der HT-Effekte,
Loslösung
des Klangbildes von den LS hervorragend. Bass-Impulse im Prolog weniger
"fett" wie beim Oppo, dafür sehr schnell und knackig.
Beste
Dynamik im Testfeld, enorm differenzierte Sprachwiedergabe mit
unerreichtem Detailreichtum.
Beste Bassdifferenzierung im Test:
tief, dynamisch und präzise wird der
Banküberfall
umgesetzt. Pumpgun hat größte
Durchschlagskraft.
Sehr klarer und detaillierter Mittelhochtonbereich,
viele
Detailfffekte auf den Rears sowie
eine gute Räumlichkeit
sorgen für Realismus.
sehr musikalisch und vielschichtiger Aufbau des Scores,
gute feindynamische
Differenzierung, generell sehr transparent und dadurch effektreich bei
der Raumschlacht - die Dialoge legen sich nicht auf die Akustik,
sondern verschmelzen mit der Kulisse. Exzellente Räumlichkeit.
Bild
Resident Evil Afterlife
3D Blu-Ray
Batman The Dark Knight
Blu-Ray
Star Wars EPIII
DVD
Playstation3
generell eher unscharf, speziell bei Bewegungen,
schlechteste (hellste)
Schwarzdarstellung im Testfeld, wenig Detaildifferenzierung, geringster
3D Effekt,
viele Details an den Gebäuden zittern recht
stark, außerdem sumpfen die schwarzen Fenster ab - obwohl der
Schwarzwert generell nicht überzeugend ist.
Bildschärfe nur
mäßig, Rot/Gelb Töne zu poppig - es fehlt
visuelle
Ausgeglichenheit.
Gutes Scaling mit fehlerfreier Darstellung des
Textes. Detaillierung von Raumschiffen und Planeten solide,
mittelstarkes Schmieren bei Bewegungen, Farbdynamik
Mittelmaß, Schwarz zu hell, dadurch weniger Bildtiefe.
BDP-93EU
Zweitbeste 3D Performance mit hoher Bildtiefe,
makellose Bildschärfe bei Schwenk über die nasse
Frau, bei
Bewegungen einzelne minimale Nachzieher, im Schwarzbereich
während
des Prologs sehr gut, aber nicht ganz die
Differenzierung wie bei
Cinemike
Extrem gute Bildschärfe bei Kamerafahrt auf
schwarzes Hochhaus - sehr differenzierte Darstellung der Fassade.
Natürliche Farben, exzellente Detaillierung, saubere
Bewegungsdarstellung. Erzeugt ein plastisches Bild
auf dem Niveau des CM
Players.
dank sattem Schwarz, hoher Modellierung
und guter
Farbdynamik eine sehr gute Performance, allerdings macht der
Deinterlacer bei EPIII Probleme (zB. Zittern bei Laufschrift)-
interessanterweise laufen alle (!) anderen
DVDs diesbezüglich einwandfrei - Firmware-Patch in
Planung
UD-7006
Bildschärfe im eher statisch gefilmten Prolog
gut, bei Bewegungen lässt diese nach. Drahtgitteransicht der
Basis schmiert nach.
Kontrast etwas zu schwach, generell weniger Bilddtiefe und teilweise
Ruckler bei
Kameraschwenks.
Besseres Bild als im 3D
Betrieb - stabile Bewegungen bei Schwenks durch
Häuserschluchten,
Bildschärfe ok - aber nicht perfekt - Farbwiedergabe etwas
blass,
da Gesichter an Teint verlieren und das Visual Grading (grün)
im
Tresorraum nicht ganz
zur Geltung kommt.
Das beste
DVD-Bild im Test. Laufschrift läuft extrem flüssig,
knackscharf und mit exakt ausgemalten Buchstaben. Besser geht es kaum.
Die Bildruhe ist auch in der Schlacht exzellent - sattes Schwarz im
Hintergrund exzellente Detaillierung der
Raumgleiter - gute Farbdynamik.
BDT-310
Schwarzdarstellung im Prolog ist in Bezug auf
Dunkelheit und Differenzierung ausbaufähig, aber besser wie
bei
PS3. Bildtiefe der Wassertropfen ist generell eher flach.
Schwächste Bewegungsschärfe im Test beim Schwenk
durch das
Drahtgittermodell, auch der Kontrast der weiß-roten Tische
lässt
noch Luft nach oben.
Fenster des Hochhauses bei der ersten Kamerafahrt
werden etwas zu spät schwarzdifferenziert, Bild ist generell
etwas
zu dumpf in dunklen Bereichen - was sich auch beim Anzug vom wartenden
Joker zeigt. Bildschärfe ist ok, aber auch nicht perfekt. Beim
Abseilen zittern einige Fassaden ein wenig. Bild ist etwas zu warm -
der Bankangestellte mit der Pumpgun hat auf einmal einen Sonnenbrand.
Die Laufschrift weist minimale Doppelkonturen auf und
ist auch nicht ganz
perfekt ausgefüllt. Der Weltraum kommt tiefer/dunkler als bei
der
PS3 zur Geltung, könnte aber immer noch einen satteren
Schwarzton
vertragen. Konturen der Raumschiffe beim Vorbeiflug
schmieren bzw. verlieren an Details - gegenüber PS3 bessere
Farbdynamik und
Farbnatürlichkeit. Bildschärfe
überdurchschnittlich.
BDT-300
Bildschärfe genauso gut wie beim Oppo,
Schwarzdarstellung ebenfalls gleich gut - ABER: der CM definiert sich
durch seine Feinfühligkeit im Bild: enorme
Farbdifferenzierung,
exzellente Farbdynamik und die
beste Bewegungsstabilität
machen ihn zum 3D
Bildchampion - außerdem: beste Plastizität aller
Player
sehr sauberes Bild von A-Z: die schwarzen
Scheiben sind 50 Meter
früher sichtbar, als bei
anderen Geräten und
trotzdem ist das schwarz am sattesten
und die Farben am
natürlichsten ! Auch der Anzug von Joker ist gut
differenziert. Kamera-
fahrten tadellos ohne
Zittern oder Artefakte.
Überlegene Bildschärfe (zB. Szene
mit den Telefondrähten)
Im DVD Betrieb fällt der CM
Player ab: Treppchenbildung bei der Laufschrift, minimales Ruckeln beim
Flug von Anakin und Obi Wan über den
Sternenzerstörer,
ausbaufähige Bildschärfe und eine
mittelmäßige
Farbdifferenzierung prägen
das Bild. Die Gesichter der
Piloten werden zu wenig
in Bezug auf Hauttöne
differenziert.
Fazit:
Bevor Sie sich mit den Einzelwertungen befassen, noch kurz
eine
allgemeine Information zu diesem Test: wir haben nach langem
Überlegen auf das Erteilen von Prädikaten verzichtet.
Der
Grund dafür ist relativ einfach: mehr denn jemals zuvor,
hängt die Performance bei diesen Testgeräten von der
installierten Firmware ab. Deswegen wäre eine Kategorisierung
mit
Hilfe von Prädikaten nur als Momentaufnahme zu verstehen -
außerdem haben wir uns beim Vergleich
ausschließlich auf
die wichtigsten audiovisuellen Aspekte konzentriert und dafür
andere Bereiche (z.B. Funktionstest diverser Features; Analogklang)
vernachlässigt, die für eine
gesamtheitlich-urteilende
Prädikatsvergabe jedoch ebenfalls von Relevanz sein
sollte.
Bitte beachten Sie außerdem, dass dieser Vergleichstest vor
dem
Hintergrund einer sehr hochwertigen AV-Installation, aus Sicht eines
"High-Enders" stattgefunden hat. Ob - und in welcher Form, die hier
getroffenen Aussagen zur audiovisuellen Qualität auch in Ihrem
System zutreffen, hängt daher sehr stark sowohl von deren
Leistungsvermögen, wie auch Ihrem eigenen
Anspruch ab! Unser
Ziel liegt darin, mit diesem Special eine kleine
Entscheidungshilfe für qualitätsorientierte
Filmfreunde
abzugeben.
Unsere Gesamteindrücke bzw. Markteinordnungen der
Testgeräte im Einzelnen:
Sony Playstation 3 slim: die Sony Konsole hat ihren Platz im
Olymp
der Unterhaltungselektronikbranche genauso sicher, wie Franz
Beckenbauer in der Sportgeschichte. Mit seiner vorbildlichen
Update-Politik hat Sony der PS3 nicht nur BD-Live, TrueHD und Co.
gebracht, sondern schenkt Millionen PS3-Besitzern zugleich auch noch
eine 3D Eintrittskarte für das heimische Privatkino. Damit
beschämen die Japaner viele andere Anbieter, die ihre Kunden
mit
leeren Update-Versprechungen in eine technologische Sackgasse haben
laufen lassen. Dass die PS3 unter diesen Umständen innerhalb
einer
High-End Umgebung nicht ganz mithalten kann, möchten wir ihr
daher
gerne nachsehen - als Einstieg in die 3D-Welt, oder als
günstige
Ergänzung zum Flachbildfernseher reicht das Gebotene
für die
meisten Ansprüche allemal. Außerdem ist die
DVD-Qualität überraschend gut und lässt
sogar einige
dedizierte Blu-Ray Player hinter sich zurück. Etwas schade ist
nur, dass die Slim-Variante gegenüber anderen Varianten an
Laufwerksgeschwindigkeit eingebüßt hat und in Bezug
auf den
Lüfter immer noch etwas zu laut unterwegs ist.
Marantz UD-7006: der Edelplayer aus Japan erinnert uns ein
wenig an
Michael Schumacher - er hat großes Potential und ein gutes
Rüstzeug, doch irgendwie passt es noch nicht ganz zusammen.
Audiovisuell war es dem UD-7006 nicht vergönnt in
unserer
Redaktion Begeisterung zu entfachen. Dies könnte sich bald
ändern, da unser Testgerät frisch aus
Übersee
angekommen ist und in Bezug auf die (frühe) Firmware noch viel
Potential bietet. Ausstattungsseitig vermissen wir eine Dual-HDMI
Ausgabe, sowie ein WLAN-Modul. Außerdem ist die Integration
eines
(leisen) Gehäuselüfters auch nicht ganz perfekt.
Dafür
begeistert der immense Materialeinsatz im Inneren. Als
analoges Quellgerät für CD-Wiedergabe ist der UD-7006
übrigens genauso überzeugend, wie in Bezug
auf seine
Qualitäten als DVD-Player. Wir sind uns sicher: der UD-7006
kann
noch mehr. Leider mussten wir unser Testgerät wegen der
bevorstehenden High-End nach wenigen Tagen schon wieder zu Marantz
zurückschicken, aber wir werden den exzellent
verarbeiteten
UD-7006 gerne später nochmal im Rahmen
eines ausführlichen Einzeltest untersuchen.
Oppo BDP-93EU: DIE Überraschung des Vergleichstests -
der
hierzulande eher unbekannte chinesische Player bietet für
seine
679 Euro Kaufpreis einen fast schon unverschämt
großen
High-End Flair. Dieser beginnt beim Auspacken (Verpackung,
Lieferumfang), zieht sich über die noble Verarbeitung (inkl.
hochwertiger Fernbedienung), manifestiert sich in einem hochwertigen
technischen Aufbau und gipfelt in hervorragenden audiovisuellen
Leistungen. Der BD-93EU klingt dynamisch, knackig und kräftig
-
gegenüber dem Cinemike-Gerät fehlt es ihm "lediglich"
an
musikalischer/audiophile Finesse sowie der letzten Portion Nuancierung.
Auch visuell begeistert der Oppo mit seiner sehr scharfen und
kontrastreichen Wiedergabe. Laut unserem deutschen Ansprechpartner ist
sowohl für die Setup-Sprachauswahl, als auch das DVD
De-Interlacing, ein Update in Planung.
Weil uns der Oppo absolut überzeugt hat, setzen wir ihn ab
sofort
als Referenzgerät ein und werden in Kürze einen
ausführlichen Einzeltest nachschieben.
Panasonic BDT-310: als günstiger und kleinster
Teilnehmer hatte
es der BDT-310 innerhalb unseres Testfeldes ganz bestimmt nicht leicht.
Trotzdem konnte er Akzente setzen und erfolgreich unter Beweis stellen,
dass "billig" nicht automatisch "schlecht" bedeutet. Ganz im Gegenteil:
wer nicht gerade eine 50.000 Euro High-End Anlage sein Eigen nennt,
wird sich schwierig tun, ein besseres
Preis-/Leistungsverhältnis
im Bereich der 3D-fähigen Player zu finden! Gegenüber
der
300er Serie hat er zwar sichtlich an äußerer Opulenz
(Gehäuse, Fernbedienung etc.) eingebüßt,
überflügelt aber seinen Vorgänger
in Bezug auf
DVD-Performance, kommt ohne Gehäuselüfter aus und
bietet mit
seinem nano-Design sogar noch eine
Wunschlos-glücklich-Ausstattungsfülle (inkl. dem hier
nicht getesteten 2D->3D Converter !!), die sogar die weitaus
hochpreisigeren Player in Bedrängnis bringt. Und da
er sich in keinem
Betriebsmodus (DVD, Blu-Ray, 3D) grobe Schnitzer leistet, ist
ihm
unsere Preis-/Leistungsempfehlung in der Einstiegsklasse nicht mehr zu
nehmen.
Panasonic BDT-300 Cinemike Edition: 450 Euro Tuningkosten
für
ein Panasonic Player der letzten Generation? Das zeugt durchaus von
Selbstbewusstsein, denn rund 1 Jahr nach Markteinführung
bringt
der BDT-300 mit seinen langen Ladezeiten und dem hörbaren
Gehäuselüfter einige kleine Nachteile mit sich, zumal
auch
das Verarbeitungsniveau (natürlich) nicht mit Oppo und Marantz
mithalten kann. Einen weiteren Tiefschlag muss der potentielle
Käufer für die DVD-Wiedergabe einstecken, wo der
BDT-300
trotz Tuning nicht in der Lage ist, gegen die aktuellen Geräte
etwas auszurichten. ABER: in Bezug auf die Bild- und
Tonqualität
von 3D und 2D Blu-Rays kann ihm momentan kein anderes Gerät
das
Wasser reichen! Wer eine High-End Installation einsetzt, wird die
Leichtfüßigkeit und Klangkultur des modifizierten
Players
genauso lieben, wie seine erstklassigen Bildeigenschaften. Hier sticht
besonders die Bildtiefe im 3D-Betrieb heraus, so dass der Pokal
für die beste Bildqualität in die Eifel wandert.