Special: gemischte Impressionen von der High-End 2010

Dieser Artikel wurde auf PCs von Origen-AE verfasst.
(12.Mai 2010 -
Autor: Lars Mette )
Mit dem nachfolgendem Bericht möchten wir Ihnen eine weitere
Möglichkeiten geben, Einsicht in die oberen Sphären des
audiosivuellen Home-Entertainments zu erhalten. Wir werden dabei sowohl
bei einigen bekannteren Herstellern vorbeischauen, aber
auch kleinen Anbietern einen Besuch abstatten. Es wird sehr
interessant sein, zu sehen, wie sich die Messe im Zeitalter der
3D-Technologie und Vernetzung weiterentwickelt. Klassisch-puristische
High-End Komponenten erfreuen sich zwar nach wie vor einem treuen
Kundenkreis, doch viele Käuferschichten sind heutzutage nunmal
primär über Features zu gewinnen.
Beginnen wir ganz vorne im Alphabet mit Advance Acoustic. Die
französische Hifi-Schmiede war insbesondere auf ihre neue
MIP-Station stolz. Dieses Gerät unterscheidet sich von den
üblichen iPod/-Phone Dockingsstations unter anderen durch einen
hochwertigen technischen Aufbau inklusive Röhrenbestückung.
Zusätzlich verfügt der "MiP Magic" über verschiedene
Audio-EQs. Dank seiner hochwertigen D/A Wandler und den
externen Digitaleingängen fungiert MiP Magic zugleich auch
als Wandlerstufe und erlaubt die Einbindung zusätzlicher digitaler
Quellgeräte in eine Stereoanlage. Das darunter stehende Gerät
ist die neue Stereo-Vorstufe MPP-507, die als Besonderheit ebenfalls
über Digitaleingänge (inkl. AES/EBU sowie eine
USB-Schnittstelle) verfügt. Ein symmetrischer Aufbau mit
Hybridbestückung soll indes für guten Klang sorgen.
Auch im Vollverstärkersegment
bringt Advance Acoustic zwei Neuheiten heraus. Die beiden oben
abgebildeten Modelle MAP-306 und MAP-308 lösen den MAP-305 sowie
MAP-305 DAII ab und sollen klanglich noch weiter verfeinert sein.
Exakte technische Informationen liegen selbst dem deutschen Vertrieb
noch nicht vor, so dass wir Sie mit Leistungs- bzw.
Austattungsmerkmalen leider noch nicht versorgen können. Bekannt
ist jedoch, dass die MAP-308 über Digitalanschlüsse
verfügt. Die Markteinführungen für die Neuheiten werden
für den Frühsommer angepeilt. Bei den Preises ist davon
auszugehen, dass sie sich in etwa auf dem Niveau der Vorgänger
befinden dürften.
Mehr Informationen unter www.advance-acoustic.de

Die wichtigste Neuheit beim ASW-Stand stellt zweifelsohne die
komplett renovierte Genius-Serie dar, von denen Sie oben drei Modelle
sehen. Die neuen Lautsprecher bedienen sich einer völlig neuen
Formensprache und orientieren sich mit den schwungvollen Gehäusen
an den hausinternen Topmodellen Magadis bzw. Chelys. Preislich wird
sich die neue Generation nicht wesentlich über den "alten"
Modellen aufhalten. Die umfangreiche Vielseitigkeit in Bezug auf die
Oberflächengestaltung (verschiedenste Hölzer und alle Sorten
von Lackierungen) bleiben erhalten. Als Veröffentlichungstermin gibt ASW
den Herbst an, wobei ein zeitnaher AREADVD-Test bereits eingeplant ist.

Ob ASW diesen Centerspeaker bringen wird, ist noch nicht ganz sicher -
doch zumindest scheint es nicht ganz unwahrscheinlich, dass die
erfolgreiche Chelys mehrkanaligen Zuwachs bekommt. Mit einer
identischen Chassisbestückung sind die Weichen für einen
homogenen Klanggenuss jedenfalls schon einmal richtig gestellt.

Das kleine Schwarze für die abendliche Wohnzimmerunterhaltung:
dieser (noch namenlose) ASW-Subwoofer wird gegen Spätsommer zu
erwerben sein und schätzungsweise um die 900 Euro kosten.
Hauptziel bei der Entwicklung war eine untechnische Optik
(Downfire-Membran) mit gleichzeitig hochwertiger Bestückung. Der kompakte Bassreflex-Woofer realisiert über
eine 25cm Membran einen Tiefgang von unter 30 Hertz, was ihn auch
für ambitionierte Heim-Cineasten interessant macht.
mehr Informationen unter www.asw-lautsprecher.de
Wer sich nicht scheut, auch mal über 15.000 Euro in einen
Musikserver zu investieren, könnte mit dem SDV3-S von AudioNec
glücklich werden. Dieses technisch aufwändige Produkt besitzt
einen Aufbau mit drei isolierten Ebenen, mit denen Computer, Audio
Komponenten und Stromversorgung voneinander getrennt werden. Optional
lassen sich hochwertiger Wandle genauso integrieren, wie eine
Lautstärkeregelung oder eine fortgeschrittene Raumkorrektur. Das
komplett lüfterlose Gerät arbeitet mit SSD Fesplatten ab 512GB
(aufrüstbar bis 2,4 TB) und wird über ein externes
Touchpanel-Display gesteuert.
Mehr Informationen unter www.audionec.de

Der AP20 von Data Sat Digital Entertainment (auch bekannt als DTS) ist
eine hochinteressante Surroundvorstufe, die aus dem professionellen
Bereich Einzug in Heimkinos erhalten wird. Auf fette Alublenden und
unzählige Features legt der amerikanische Hersteller weniger Wert,
implementiert dafür eine hochkomplexe digitale Raumkorrektur, die
mit Hilfe von 6 Hochleistungs-CPUs realisiert wird. Die AP20 kann per
Touchscreeen über die Gerätefront oder per WLAN gesteuert
werden. Das technische Grundgerüst sieht einen modularen Aufbau
vor, mit dem auch HDMI 1.3 Buchsen integriert werden können. In
den USA wird der AP20 für ca. 6.000 Euro auf den Markt gebracht.
Wie sich Preise und Verfügbarkeit in Europa gestalten ist derzeit
noch offen, doch wir bleiben am Ball.
Mehr Informationen unter www.datasatdigital.com

Nach der eindrucksvollen Heimkino-Vorführung des DVD-A1 UD im
letzten Jahr, begnügte sich Denon dieses Jahr mit kleineren
Brötchen. Als einzig nennenswerte Messeneuheiten gab es unter
anderen den oben abgebildeten AVR-1911 zu sehen, der ab Juni für
499 Euro (UVP) in den Händerregalen zu finden sein wird. Die Flut
von Logos verdeutlicht bereits auf den ersten Blick, dass die Japaner
großen Wert auf Feature-Vielfalt gelegt haben, wobei insbesondere
die HDMI1.4a Sektion zu nennen ist, dank der dieser Verstärker als
"3D Ready" bezeichnet wird.

Dieses Feature darf auch der noch kleinere Denon AVR-1611 (ab Juni
für 399 Euro) für sich beanspruchen, wobei das
Einstiegsgerät nur mit 5 Endstufen auskommen muss und keinen
integrierten Videoprozessor mitbringt. Ansonsten ist aber auch der
kleinste Spross von Denon's AV-Receiver Line-Up mit Vielem
ausgestattet, was das feature-orientierte Heimkinoherz begehrt:
Audyssey MultEQ XT inkl. PL2z und Dynamic EQ sind genauso dabei, wie
ein OSD sowie Normwandlung von analog auf HDMI.
Mehr Informationen unter www.denon.de
Die schwäbische High-End Lautsprechermanufaktur hatte ebenfalls
eine Neuheit mit Gepäck: die Berlina RC7 entspricht hinsichtlich
Chassisbestückung zwar exakt dem bekannten Modell "Cassiano",
verfügt aber über ein neuartiges Gehäuse, bei dem ca. 30
einzelne sandbefüllte Rippen mit Hilfe von Silikon und internen
Stahlstreben eine extreme Steifigkeit bieten. Laut Dr. Gauder kann man
hier durchaus von annähernd perfekten Arbeitsbedingungen für
Lautsprecherchassis sprechen, da Vibrationen, Resonanzen und
Schwingungen nochmals signifikant gegenüber allen anderen, ihm
bekannten, Gehäuseprinzipien eliminiert sind. Die Frontschallwand
kann wahlweise mit verschiedenen Steinplatten bestückt werden,
während die Frequenzweiche über Lüftungsschlütze
gekühlt wird. Die Berlina ist ab sofort zu Preisen ab 24.000 Euro
bestellbar.
Mehr Informationen unter www.isophon.de

Beim Krell Vollverstärker "FBI" kann man nun wahrlich von einer
Panzerschrankoptik sprechen. Das 19.000 Euro Bollwerk feuert mit bis zu
600 Watt an zwei Lautsprecher und gilt als eine der besten
Stereokomponenten der Welt. Aus derselben Serie stellte Krell mit der
Evolution 707 auch eine 8.4 Mehrkanalvorstufe vor, die mit HDMI1.3 und
zwei leistungsfähigen DSPs absolut zeitgemäßig
bestückt ist. Leider gab es jedoch keine Surroundvorführung
zu bestaunen, zumal der deutsche Vertrieb auch leider wenig Interesse
an einer Zusammenarbeit mit unserem Onlineportal zeigt, was
Teststellungen betrifft.
Mehr Informationen unter www.audioreference.de

Haben Sie 5.000 Euro zu viel auf dem Konto und möchten dafür
gerne Ihre Anlage optisch aufwerten ? Die Gerätestands von
Luscendo könnten Sie aus diesem Dilemma befreien.
Mit handwerklicher Sorgfalt, schier grenzenloser
Individualität und technischer Kompetenz möchte dieser
Hersteller die Nische von zahlungskräftigen Ästheten
ansprechen. Hunderte kleine Glasfaserkabel hüllen ein
darauf abgestelltes Gerät in ein besonders elegantes Licht
mit frei wählbarer Farbe (dank RGB LEDs). Laut Luscendo ist sowohl
das Netzteil, als auch die Elektronik innerhalb des Stands auf
elektromagnetische Interferenzen bzw. Einstreuung aufwändig
optimiert. Dank hochwertiger Pucks und einem ausgeklügeltem
Materialmix soll auch das Resonanzverhalten und somit die
Klangqualität verbessert werden. Wir meinen: mit Sicherheit
nichts für Leute, die bei ihrem 800 Euro AV-Receiver das halbe
Internet abgegrast haben, um 20 Euro zu sparen - aber für gut
betuchte Individualisten vielleicht wirklich mal einen Blick wert.
Mehr Informationen unter www.luscendo.de

Wo wir schonmal in Preisdimensionen sind, die bei Otto-Normal-Verdiener
nur ein fassungsloses Kopfschütteln hervorrufen, machen wir auch
gleich den Schwenk zur gleichzeitig besten wie auch teuersten
Stereo-Anlage der Messe. Die oben abgebildeten Radialstrahler mbl 101
X-treme erlauben ein völliges Eintauchen in die Musik. Zwei
komplette vertikal gegenüber angeordnete 3-Wege Systeme
zuzüglich jeweils sechs seperate Tieftöner sorgen für
ein atemberaubendes Klangerlebnis. Wie so Vieles im Leben, hat aber
alles seinen Preis - der in diesem Fall bei ca. 180.000 Euro (pro Box)
liegt, wobei die abgebildete MBL-Elektronik schätzungsweise
nochmal diesselbe Summe verschlingen dürfte.
Mehr Informationen unter www.mbl.de

Ob der Firmen-Slogan dieses Anbieters deckungsgleich mit seiner
Außendarstellung ist, soll der geneigte Leser bitte selbst
beurteilen...

... während bei anderen Herstellern nicht unbedingt eine extrem opulente sowie einladende Atmosphäre vorherrscht...
Ein zentraler Anziehungspunkt stellte insbesondere der Panasonic
TX-P65VT20E Plasma Bildschirm dar, wo sich die Besucher von den
3D-Fähigkeiten anhand eines Beachvolleyballspieles eindrucksvoll
überzeugen konnten. Obwohl der frühe Einzug von
fortgeschrittener 3D-Technik nach Einführung der Blu-Ray in Bezug
auf die Marktstabilität kritisch zu betrachten ist,
dürften viele Technikbegeisterte sehr schnell der enormen
Faszination erliegen. In manchen Privathaushalten der AREADVD
Redakteure wird der 65er Panasonic 3D Plasma bereits sehnsüchtig
erwartet. (weshalb wir übrigens große und
hochqualitative 2D Panels zu attraktiven Preisen abverkaufen - bei
Interesse bitte eMail an die Redaktion)
Mehr Informationen unter www.panasonic.de

Die italienische Edelschmiede Pathos stellte auf der High-End einen
Musikserver auf Linux Basis mit integriertem Touchscreen-Panel und
Vorverstärker-Sektion vor. Ganz in der Firmentraditon kommen im
Verstärkerzweig hochwertige Röhren zum Einsatz. Über
Preis und Verfügbarkeit konnten wir leider nichts in Erfahrung
bringen, doch für Interessierte sollte eine Mail an die
ialienische Zentrale Klarheit bringen.
Mehr Informationen unter www.pathosacoustics.com

Der Star auf dem Marantz-Stand war ganz klar der Surround-Receiver
SR-7005, der im August für 1599 Euro das Licht der Welt erblicken
wird. Zusätzlich zu den marktüblichen Features (z.B. Dolby
True HD, DTS HD, Audyssey MultEQ XT, PL2Z) verfügt der Receiver
über eine HDMI1.4 Sektion und eine Netzwerkschnittstelle nach DLNA
1.5 Standard. iPods lassen sich genauso anschließend wie USB
Geräte und sogar MM-Plattenspieler werden vom Gerät
willkommen geheißen. Damit das Ganze nicht zu einer reinen
Feature-Schlacht verkommt, sorgt ein hochwertiger Aufbau inklusive
sieben stromgegengekoppelten Endstufen für den klanglichen
Feinschliff. Darüberhinaus begeistert das Gerät noch mit
seiner eigenständigen Optik (inkl. 2 Displays), die fast schon ein
wenig Bolidenflair vermittelt !

Ein Blick auf die Rückseite des Prototyps lässt erahnen, dass
sich die zukünftigen Besitzer über 5 HDMI Eingänge (+1
auf der Front) sowie 2 Ausgänge freuen können, zumal auch
diverse Umschaltmöglichkeiten in Bezug auf die Lautsprecher
gegeben sein werden. W-LAN fähig scheint der SR-7005 nicht zu
werden, dafür bietet er viele analoge und konventionelle
Digitalanschlüsse.

Der NA7004 wird von Marantz als "High quality Network Audio Streamer"
tituliert, wird 749 Euro kosten und ab August zu haben sein. Das
Gerät ist sowohl für Stereoanlagen als auch ältere AV-Systeme
konzipiert und bringt neben Empfangsmöglichkeit von Internet Radio
auch UKW, RDS, DAB+ und DAB Empfang. Darüberhinaus gibt es eine
DLNA 1.5 Zertifizierung für gestreamte Audio-Files sowie einen USB
Eingang für iPod/iPhone bzw. USB-Sticks. Mit Hilfe von
Digitaleingängen lassen sich die hochwertigen Wandler auch
für externe Quellen einsetzen. In Kombination mit dem M-Xport ist auch
eine Bluetooth-Anbindung möglich.
Mehr Informationen unter www.marantz.de
Ab sofort ist die NAD Masters Surroundvorstufe hierzulande auch in
der aktuellen HD-Version verfügbar. Neben Unterstützung von
HDMI1.3 zeichnet sich der aufgefrischte Entertainer durch seine
Audyseey Pro - Spezifikation aus, mit denen er seinen Mult-EQ
bestückten Mitbewerbern in Bezug auf die Raumkalibrierung im
Vorteil ist. HD-Dekoder stehen genauso zur
Verfügung, wie umfangreiche Videofunktionen auf Basis des
hoch geschätzten Sigma VXP Prozessors. Der Grundaufbau erfolgt auf
Basis der der MDC-Technologie, so dass mit späteren Upgrades
gerechnet werden darf. Für die nächste Zeit wird dies aber
wohl kaum notwendig sein, schließlich bietet der M15HD in seinem
Auslieferungszustand bereits eine Unterstützung von 4 Zonen.
Mehr Informationen unter www.nadmasters.de
Dieser Kompaktlautsprecher wird das Nubert Portfolio gegen Jahresende
verstärken. Die nuVero3 soll sich durch eine hervorragende
Homogenität zu sämtlichen nuVero Typen auszeichnen und sich
deswegen insbesondere als Surroundspeaker empfehlen. Ein
rückwärtiger angebrachter zuschaltbarer Hochtöner
macht die nuVero3 auf Knopfdruck zu einem Dipolstrahler. Besonders
stolz ist das Entwicklerteam auf den gebotenen Tiefgang von ca. 50
Hertz bei -3db, so dass die 2-Wege Bassreflexbox auch als
Alleinunterhalter eine gute Figur abgeben sollte. Mit einer angegebenen
Belastbarkeit von 150/210 Watt kann man von der Nubert-typischen
Pegelfestigkeit ausgehen. Preisinfos sind noch keine bekannt, doch es
scheint wahrscheinlich, dass die nuVero3 leicht unterhalb der nuVero4
positioniert sein wird.

Die zweite Nubert Neuheit kommt als formvollendete Standbox im
mittelgroßen Format daher. Der schwäbische Hersteller
bezeichnet seine nuVero10 als kompakter Standlautsprecher und gibt als
Erscheinungstermin die Herbst/Winter Saison als Zielsetzung an. Dieses
Modell ist mit einem 3-Wege Bassreflexsystem aufgebaut und basiert
technisch auf den hochgelobten nuVero Modellen 11 und 14. Während
die Preise noch nicht bekannt sind, beziffert Nubert die Belastbarkeit
mit satten 280/370 Watt, was für solch eine maßvolle Box
sehr respektabel wäre.

Nubert führte auf hohem Niveau vor. Sowohl bei den Surround-
als auch Stereovorführungen griff man zur nuVero-Familie um die
klangliche Speerspitze des Hauses zu präsentieren. Bei einem
Gespräch mit zwei Produktentwicklern wurde uns verraten, dass man
zwar an einem technisch anspruchsvollen Subwoofer für die
nuVero-Range arbeitet, aber im Moment noch weit davon entfernt ist,
spruchreife Aussagen treffen zu können. Hier müssen sich die
Kunden also noch genauso gedulden, wie bei manch anderen sehnlich
erwarteten Produkten (zB. kleine Aktivlautsprecher oder das oft
zitierte Double-Bass-Array). Angesichts der reichhaltigen
Produktpalette sollte dieser Umstand aber kein allzu schwerwiegendes
Problem darstellen.
Mehr Informationen: www.nubert.de
Nachdem auf der letzten High-End der Purist HDR6 für ab 11.000
Euro in aller Munde war, präsentierten die schwäbischen
Entwickler von Hush Technologies mit dem HDR5 eine sinnvoll abgespeckte
Version zu deutlich günstigeren Preisen um die 6.000 Euro. Der
HDR5 bietet eine Formatkompatibilität für FLAC, WAV,
WMA. MP3, MP4, ACC, APE, AAC+ und AIFF, Sample Rates bis zu 204
kHz/24bit sowie eine interne Netzwerkschnittstelle für Streaming,
Steuerung und Datenbankabfrage. Für beste Klangeigenschaften sind
die internen Festplatten mit speziellen Pads entkoppelt, während
eine selbstentwickelte Aufzeichnungstechnologie für
unverfälschten Musikgenuss sorgen soll. Die Wiedergabe erfolgt
über einen 2GB großen High Speed Cache, um Jitterartefakte
bestmöglich zu elimenieren.
Als Fernbedienung eignet sich jeder IPod 3G oder das IPhone 3G. Durch die
Steuerung via WLAN ist keine direkte Sichtverbindung erforderlich, was den HDR
somit auch für Multiroomsystem prädestiniert. Ziel der Entwickler war es, den
HDR-5 ohne Vorkenntnisse für Jedermann bedienbar zu machen, damit keine
künstlichen Hürden den Musikgenuss trüben. Die Kapazität der standardmäßigen 1TB
Festplatte reicht für die Archivierung von ca. 900 unkomprimierten CDs (1500 CDs
komprimiert). Die Kapazität kann intern bis auf 2 TB erhöht werden. Über den
empfohlenen Internetzugang erhält der vielversprechende Klangspender alle
notwendigen Daten für die Katalogisierung der Musiksammlung. Eine manuelle
Pflege ist nicht notwendig. Via Internet kann der Anwender per Download
hochauflösende Studioaufnahmen laden und in Original Studio Qualität (ASIO)
abspielen. Purist garantiert in seiner Produktbeschreibung eine absolut verlustfreie und
unverfälschte Klangwiedergabe von Studio Master Records mit 192kHz und
24Bit. Ein AREADVD-Test des HDR5 ist in naher Zukunft geplant.
Mehr Informationen unter www.hushtechnologies.de
Der Preisbrecher der Messe war (unserer Meinung nach) beim Stand von
XTZ zu finden. Der ab sofort lieferbare Standlautsprecher Divine 100.49 mag zwar
nicht unbedingt extrem grazil daherkommen, punktet aber mit einer sehr
hochwertigen Chassisbestückung inklusive einem original Thiel
Keramikmitteltöner zum Paarpreis von 4.000 Euro! Der 3-Wege
Lautsprecher verfügt desweiteren über Tri-Wiring
Anschlüsse, welche ganz besonders mit einem angekündigten
Vollverstärker inkl. Sechs-Kanal FIR Filtern zur Hochform
auflaufen. Und da jener Verstärker anscheinend für schlanke
1.400 Euro kommen soll, lohnt es sich definitiv, die schwedische
Newcomer-Marke im Auge zu behalten.

Der neue XTZ Subwoofer vom Typ 99 W12.18 ICE mag zwar gegenüber
dem Standlautsprecher zunächst etwas weniger ins Auge stechen,
erweist sich aber ebenfalls als potentielles Schnäppchen: XTZ
bietet den Bassreflex-Woofer in Hochglanz schwarz inklusive
hochwertiger 30cm Membran für 650 Euro an. Die integrierte Endstufe
basiert auf demselben digitalen "Ice-Power" System, mit dem auch schon
diverse hochwertige Pioneer-Verstärker große Erfolge feiern
konnten. Zusätzlich gibt es noch drei Equalizing-Schalter auf der
Rückseite. Und für ambitionierte Bassliebhaber bietet XTZ
auch eine passive Version an, von denen man jeweils zwei Stück an
eine separate Elekronik- und Verstärkereinheit inkl. volldigitalem
DSP-Modul hängen kann.
Mehr Informationen unter www.xtz.se
Noch eine Randnotiz: hier sehen Sie die Gründungsmitglieder des
frischgebackenen ersten Heimkino-Vereins in ganz Deutschland. Die
Teilnehmer kommen vorwiegend aus dem Großraum München,
streben aber eine bundesweite Vernetzung an, bei denen die realen
Aspekte dieses schönen Hobbies im Vordergrund stehen
(Anlagenoptimierung, gemeinsame Filmabende, Technikrunden mit
interessanten Personen aus der Branche). Eine niveauvolle, offene und
anspruchsvolle Atmosphäre liegt dem Verein sehr am Herzen, um
einen Kontrapunkt zum allgegenwärtigen anonymen Forums-Bashing zu
bieten. Der Mitgliedsbeitrag in Höhe von 30 Euro / Jahr dient als
Finanzierungshilfe für gemeinsame Fahrten zu Messen, sowie
gemütliche Heimkino-Sessions bei den Mitgliedern.
Mehr Informationen unter www.heimkinoverein.de
Zum Abschluss dieser Messeberichterstattung möchten wir Sie noch
kurz auf eine Tour durch alle(!) ernstzunehmenden Heimkinos der Messe
mitnehmen. Oben sehen Sie den Beitrag von KEF, basierend auf der
Reference Linie mit Sim2 Beamer und einer Arcam
Vor-/Endstufenkombination....
... hier sind wir beim Stand vom Anthem, wo die Statement D2v in
Kombination mit dem hauseigenen Blu-Ray Player BLX-200 (Neuheit, ab
sofort für 800 Euro) lief.
... natürlich präsentierte sich auch die Firma Cinemike
mit einer vollwertigen Heimkinovorführung. Leider war es das aber
auch schon - abgesehen von einem Verlag (wo man leider vorwiegend vor
verschlossenen Türen stand), gab es ansonsten KEINE nennenswerten
Mehrkanalinstallationen zu bestaunen. Wo letztes Jahr insbesondere die
Vorführungen von Denon und B&W für Furore sorgten, blieb
es heuer leider sehr mau. Dieser Trend ist sehr besorgniserregend und
sollte von den Veranstaltern ernsthaft gegengesteuert werden, da eine
Verlagerung auf Stereo und Wohnraum-Integrationen auf Dauer zu
einseitig ist.
Unser Partner für hochwertige
Audiomöbel:
Text:
Lars Mette
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|