Special: Entstehung des neuen AREADVD-Referenzstudios.
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Dieser Artikel wurde auf PCs von Origen-AE verfasst.
(24.September 2009 -
Autor: Lars Mette)
Teil 1: Grundplanung
Teil 2: Komponentenzusammenstellung
Teil 3: Bau des Studios / Umsetzung
Teil 4: Bilder des fertigen Raumes
Der fertige Raum:
Die Grundplanung hinsichtlich Aufstellung und Raumakustik kennen Sie
nun bereits - und auch die einzelnen Komponenten sowie die
Umsetzungsphasen haben wir Ihnen vorgestellt. Nun ist es an der Zeit,
den Vorhang zu lüften und Ihnen die Gesamtheit zu
präsentieren. Wichtig
war uns eine möglichst dezente Raumgestaltung, die sich nicht
selbst zum Mittelpunkt macht. "Schlicht und elegant" lautet das Motto,
wobei auch der bekannte Slogan "Reduce to the Max" passen würde:
durch Verzicht auf dekorative Wandsäulen, Deckenkanäle oder
Sitzpodeste haben wir potentielle Dröhn- und Klapperquellen von
vornherein stark reduziert. Der Raum soll sich einzig und allein der
Technik unterordnen und ihr dazu verhelfen, bestmöglich
wahrgenommen zu werden. Deswegen ergibt sich die mehrheitlich
tiefschwarze Optik automatisch. Doch anstelle vieler Worte möchten wir nun Bilder sprechen lassen:
Frontbereich
Panoramablick von hinten links
Sitzplatz und Rückwand
rechte Seite
Aussicht vom Sitzplatz
HiFi Rack beleuchtet bei Nacht...
...und das Ganze bei strahlendem Sonnenschein ohne Illumination.
Projektionsshot bei 2.40:1 mit aktiver Maskierung (Transformers / Paramount)
Bildeindruck vom Sitzplatz (Membranen sind mit abgeschaltetem Raumlicht im Dunkeln sonst nicht zu sehen)
Raum bei Tageslicht
Linke Surroundspeaker mit HiFi-Rack
Frontansicht
Blick über Hörplatz auf Leinwand
Abschließend noch ein offenes Wort
in eigener Sache, die ich ganz persönlich an Sie und die Industrie
richten möchte: die eingesetzte Hardware stellt keine Anlage
auf Basis
von zusammengewürfelten Dauerleihgaben dar, sondern wurde von mir
gekauft (einzige Ausnahme sind die Audionet Endstufen). Auf diese
Weise bleiben kurzfristige Rücksendungen und
Komponentenausfälle/-Wechsel komplett erspart, so dass ich zum
Testen eine konstante High-End Anlage auf höchstem Niveau zur
Verfügung habe. Das ist zwar leider extrem kostspielig, doch
für verlässliche Tests bzw. Aussagen im High-End Segment ist
eine gleichbleibende, sorgsam abgestimmte High-End Anlage
unerlässlich. Sicherlich habe ich nicht die (rund) 250.000
Euro
für die summierten Listenpreise ausgeben müssen, doch in
vielen
Fällen ist die Differenz zu einem günstigen Online-Angebot
auch nicht mehr groß gewesen. Ich hätte mir daher von dem
Geld auch einen Audi R8 kaufen können. Deswegen
betrachte ich mich ein Stück
weit auch als normaler Kunde und bin in diesem Zusammenhang
über
Unzulänglichkeiten genauso verärgert wie Sie: wenn ich mir
die ganzen Bugs, Abstürze und Inkompatibilitäten betrachte,
mit denen selbst diese High-End Anlage kämpfen muss(te), kann ich
der Industrie nur absolut eindringlich raten, eine wesentlich bessere
und nachhaltigere Produktentwicklung durchzuführen. Es ist ein
absolutes No-Go, wenn man dauernd auf irgendwelche
Firmware-Updates warten muss, um bestimmte Funktionen halbwegs stabil
nutzen zu können. Und mit dem Abwälzen von Problemen auf ein
Fremdgerät in der Kette, sowie langen Reperaturzeiten, macht man
sich auch keine Freunde. Die gesamte Branche muss diesbezüglich
wesentlich professioneller werden. Hier wird die AREADVD
High-End Redaktion in Zukunft den Finger künftig noch mehr in die
Wunde legen und dabei auch eine Konfrontation mit renommierten
Anbietern nicht scheuen. Wir wollen die Plattform AREADVD nicht als
neuzeitlichen Pranger missbrauchen, werden aber für konsequente Transparenz und
Ehrlichkeit sorgen.
Wenn das Heimkinovergnügen nicht
durch etwaige Problemchen getrübt wird, zeigt die Referenzanlage
eindrucksvoll, was audiovisuell in dieser Klasse machbar ist. Selbst
für meine Redaktionskollegen und mich ist jede Vorführung
oder Test-Session ein neues
Erlebnis für Auge und Ohr. Ein exzellentes AV-System stellt
viel mehr als eine
Ansammlung von Technik dar: mit einem gutem Film ist die Anlage nichts
Geringeres,
als ein Ticket zu allen Orten und Zeiten dieser Welt. Was kann es als
Star-Wars Liebhaber Schöneres geben, als die Meisterwerke von
George Lucas derart hautnah mitzuerleben, dass man sich inmitten eines
imperialen Raumschiffes wähnt, wenn Darth Vader auf der
Kommandobrücke steht? Gänsehaut pur ist aber genauso
angesagt, wenn sich das lodernde Feuer eines Balrogs durch die dunklen
Höhlen von Moria (Herr der Ringe) abzeichnet und die Klangkulisse
im Heimkino bis in die feinsten Klangdetails tatsächlich wie ein
verlassenes, großes Höhlensystem klingt. Heimkino ist mehr
als Ton und Bild - es definiert sich durch die ganzheitliche
Sinnesanregung im Kopf. Eine Anlage zeichnet sich nicht durch nahmhafte
Einzelkomponenten oder Technikdetails aus, sondern hat dann ihren Job
erfüllt, wenn das Erlebnis so intensiv war, dass man noch einen
Tag später ständig an das Erlebte denken muss. (Gute) Filme
werden dann nicht mehr inflatiös als Zeitvertreib konsumiert,
sondern als detailliert und differenziert zu betrachtende Kunstwerke
wahrgenommen. Nicht jeder ist für diese Sichtweise
empfänglich, das ist ganz klar. Wenn Sie beim Lesen dieses
Artikels weniger den (immensen) finanziellen Aufwand, sondern das
Faszinations-/Erlebnispotential betrachten, sind Sie mit mir auf
einer Linie. Vielleicht würden Sie sich dann sogar meiner Meinung
anschließen, dass ein hochwertiges Heimkino ein Platz der
Balance und Inspiration für Geist und Seele darstellt und es kaum
ein schöneres Hobby gibt, dem man seine kostbare Zeit widmen kann.
Fazit:
Enthusiastische Heimkinobesitzer sind sich der Tatsache sicher bewusst,
dass ein Heimkino eigentlich nie richtig fertig ist. Genau dieser
Ansicht sind auch wir in Bezug auf unseren Raum. Wir sind mit dem
Erreichten zwar überaus zufrieden, aber es gibt immer noch
technische Aspekte (zB. fehlt noch die Centerspeaker Arabba) und
optische Details (zB. schwarze Sockel bei den Lautsprecherständern), an
denen wir noch etwas feilen möchten. Sobald wir den Raum als
vorläufig "fertig" erachten, stellen wir ihn im Rahmen unserer
Heimkino-Gallery nochmal kurz vor. Der Grund für die aktuelle
Veröffentlichung als vierseitiges Special liegt darin, Ihnen einen
möglichst tiefen Einblick in unsere Arbeitsgrundlage (Testraum)
sowie Denkweise zu bieten. Davon abgesehen wäre es
schlichtweg etwas irritierend, wenn wir Ihnen High-End Tests aus
bislang völlig unbekannten Räumlichkeiten präsentieren
würden. Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal bei
allen Lesern für Ihr Interesse bedanken und freuen uns darauf, in
Zukunft die Berichterstattung über hochwertige Heimkino und Hifi
Komponenten sowohl quantitativ als auch qualitativ weiter auszubauen.
Mit unserem neuen Teststudio haben wir dafür den Grundstein gelegt
und nun gilt es, aus dieser Infrastruktur zu schöpfen. Für
Anregungen, Fragen oder Testvorschläge können Sie sich auch
gerne direkt an den zuständigen Redakteur wenden.
Text: Lars Mette
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