Messebericht High-End 2008


Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.

(28. April 2008) Autor: Lars Mette

Alle Jahre wieder treibt es genusshungrige HiFi-Anwender in das Münchner MOC, um die neuesten Entwicklungen im Bereich der hochwertigen Heimunterhaltung präsentiert zu bekommen. AREADVD war für Sie vor Ort und hat sich bei einigen Anbietern umgeschaut und dabei ein paar Highlights entdeckt. 


Accustic Arts brachte beeindruckendes High-End Equipment mit auf die Messe. Die neue Laufwerks-/Wandlerkombination könnte selbst für anspruchsvollste Audio-Gourments hochinteressant werden. Der (bereits im Handel erhältliche) Tube-Dac II (6.390€) widmet sich einer hochpräzisen Digital-/Analogwandlung und erreicht dies mit einer einzigartigen Technik. Anstelle konventioneller Up- bzw. Oversampling Verfahren, realisiert ein Hochleistungs 32 Bit Mikrocomputer 26 parallel arbeitende Threads. Durch diese Rechenleistung kann der Tube-Dac II äußerst detailliert sowie zeitrichtig agieren. Unterstützt wird er dabei von einem Grundaufbau inkl. Netzteilsektion mit sehr hohen Siebkapazitäten, kompromisslosem Doppel-Mono Aufbau sowie Implementation hochwertigster Bauteile.

Damit auch der Auslesevorgang einem möglichst perfekten Klanggenuss nicht im Wege steht, haben die Accustic Arts Ingenieure viel Zeit verbracht, einen absolut kompromisslosen CD-Transport herzustellen. Herausgekommen ist der Drive II. Dieses Gerät dient auschließlich dem Auslesen auf rein digitaler Ebene. Das verbaute High-End Laufwerksmodul CD-Pro2LF besitzt ein Metall-Druckguss-Chassis mit extrem aufwändiger mechanischer Entkopplung und ist als Top-Loader ausgelegt. Vier hochwertige Netzteile, eine ausgeklügelte digitale Ausgangsstufe sowie ein spezieller Netzeingangsfilter sind nur einige Zutaten, die den Drive II zu einem würdigen Sparringspartner des Tube-Dac II machen könnten. Interessenten brauchen sich nur noch bis Juni gedulden und haben somit noch ein wenig Zeit, die nötigen 6.990 Euro zu sparen. Ein Test dieser Laufwerks-/Wandlerkombination ist für Ende des Jahres geplant.

Mehr Informationen unter www.accusticarts.de


Mit der 7.1 Surroundvorstufe 8000AP möchte Audiolab seine Erfolgsgeschichte im Bereich Home-Cinema weiterschreiben. Auf Tag-McClaren Basis, bietet der britische Hersteller absolute High-End Kost zu vertretbaren Preisen. Das Vorgängermodell (8000AV, Preis ca. 1.600 €) gilt als Geheimtipp für Surroundanwender die Klanggüte über Ausstattung stellen (siehe: AREADVD Test vom Januar 2007). An der grundlegenden puristischen Konzeption möchte Audiolab zwar auch mit der 8000AP nichts ändern, allerdings implementierte man der Vorstufe eine HDMI-Sektion sowie viele andere kleine Verbesserungen. Das Gerät ist ab sofort verfügbar, der Preis beträgt 1.899 Euro. Da auch wir sehr gespannt auf die 8000AP sind, wird uns der Postbote (sofern er denn nicht streikt....) demnächst eine dieser Vorstufen zum Test vorbeibringen. 

Mehr Informationen unter: www.iag-deutschland.de

Unter High-End Kennern ist "Leema" schon längst ein Inbegriff für akustische Feinkost - auch bei AREADVD werden wir mit dem Premiumhersteller aus Wales in Zukunft zusammenarbeiten. Auf dem Messestand konnte man den beiden Neuheiten lauschen, die nach langer Entwicklungszeit mittlerweile im Markt zu haben sind. Der CD-Player "Stream" basiert auf der Technik des hausinternen (und internatioal vielfach ausgezeichneten) Referenzmodells "Antila" - so bietet auch der "Kleine" eine Wandlersektion mit 16 Stück 24Bit/192kHz Delta Sigma Bausteinen, um absolute Klangtreue zu erreichen. Erfreulicherweise orientierte man sich jedoch preislich deutlich weniger am Referenzmodell (3.750 €), so dass der Stream schon für 1.650 Euro den Besitzer wechselt. Der ebenfalls neue "Pulse" ist ein kompakt gebauter Stereovollverstärker mit bis zu 150 Watt (4Ohm) - für 1.750 € könnte er sich zu einem interessanten Modell für Anwender entpuppen, die hohe klangliche Ansprüche haben, dafür aber keine Unsummen ausgeben möchten. 

Mehr Informationen unter: www.leema-acoustics.de

Bei Cinemike steht der Lötkolben nicht still: die Tuningspezialisten aus Monschau haben sich sowohl der Playstation3 als auch dem Denon AVR-4308 nochmal intensiver angenommen und präsentieren jeweils ein Level-2 Tuning. Die Sony Konsole wird gegen Zahlung von 200 Euro (zzgl. 250 für Stufe 1) nochmals am Netzteil sowie der Digitalelektronik modifiziert, was besonders im klanglichen Bereich für noch mehr Transparenz sorgen soll. Der Denon 4308 wird für einen Einsatz als hochwertige Vorstufe optimiert, indem nochmals rund 40 Änderungen vorgenommen werden - zuzüglich Einbau wesentlich hochwertigerer Chinch-Buchsen für die Pre-Out Sektion. Für diesen Eingriff sind 800 Euro fällig (zzgl. Stufe 1 Kosten in Höhe von 1.200 Euro). 

Mehr Informationen unter www.ms-technik.de

Marantz bereicherte die High End mit ganz besonders interessanten Neuheiten. Vor allem die oben gezeigte Vor-/Endstufenkombination zog die Blicke auf sich und avancierte für Viele zum Messe-Highlight. Nun sind hochwertige Vor-/Endstufenkombinationen sicherlich nichts allzu besonderes, allerdings packt Marantz absolute State-of-the Art Technik in die beiden formschönen Geräte, zumal sich das Preisniveau deutlich unterhalb der sonst üblichen Regionen bewegt: mit einer Preisauszeichnung von 2.799 Euro (Vorstufe AV8003) bzw. 1.699 Euro (Endstufe MM8003) positioniert Marantz ihre neuen AV-Topliner zu einem recht attraktiven Kurs.

Rein ausstattungsseitig werden wohl alle Wünsche erfüllt, die ein anspruchsvoller Konsument an modernes Equipment überhaupt stellen kann: 

- HDMI 1.3b mit Unterstützung aller neuen Tonformate (DD+, TrueHD, DTS HD)
- Netzwerkunterstützung + USB Anschluss
- Digital Media Player für Ethernet Audio UND Video (Unterstützung DLNA)
- Video Scaler bis 1080p, 5 sprachiges OSD Menü
- reichhaltige Anschlussbestückung inkl. XLR in + out
- Endstufe mit 8x 140 Watt (8Ohm)
- verzögerter Start beim Einschalten (Schutz vor auslösender Sicherung)
- fernbedienbar, DC+IR Triffer für Realisierung von Mehrzonen-Konzepten

Verkaufsstart der neuen Vor-/Endstufenkombination soll im August, kurz vor der IFA, stattfinden. Die oben abgebildeten Geräte waren zwar noch nicht funktionsfähig, doch im Rahmen des Marantz Demo-Heimkinos führte man mit Prototypen bereits erfolgreich vor.

Damit die Vor-/Endstufenkombination auch adäquat mit Input versorgt wird, stellt Marantz mit dem BD8002 auch bald einen eigenen High-End Blu-Ray Player her. Der massiv wirkende Silberscheibenleser wird im dritten Quartal für 1.999 Euro den Besitzer wechseln und folgende Features bieten:

- Unterstützung BD-Rom Profile 1 Version 1.1
- 10 Bit Silicon Optix Realta Chipsatzu
- 297 Mhz/12bit Video DAC
- 2x Sharc DSP für HD Audio Dekodierung
- 5x PCM1796 Audio DAC (insgesamt 10 Kanäle)
- SD Card Reader

Selbstverständlich unterstützt der BD8003 auch 24p und skaliert bis 1080p hoch. Marantz legt bei diesem Gerät nicht nur großen Wert auf herausragende Videoeigenschaften, sondern will mit dem BD8002 auch beweisen, dass audiophile Klangwiedergabe auch mit aktuellen, prozessorlastigen HD-Abspielgeräte möglich ist. Aktuell stellt der BD8002 den hochpreisigsten Blu-Ray Player dar, der von einem der größeren Hersteller angekündigt ist. Wir sind daher sehr auf seine Performance gespannt.


Etwas unscheinbar wirkt zunächst dieses kleine Gerät, doch bei näherer Auseinandersetzung entpuppt sich der VS3002 als nicht minder attraktive Neuheit, wie schon die beiden zuvor vorgestellten Produkte. Für 349 Euro bietet Marantz einen HDMI Umschalter mit HiFi-Optik, Fernbedienung sowie zahlreichen Features. Er unterstützt den HDMI1.3 Standard und bietet 6 Ein- sowie 2 Ausgänge. Seine 2,25 Ghz Videobandbreite erlauben ihm die Darstellung sämtlicher Auflösungen, bis hin zu 1920x1080@24Hz. Ferner kann er via RS-232 bzw. RC5 an bestehende Systeme angebunden werden, um eine automatisierte Umschaltung zu ermöglichen.

Mehr Informationen unter www.marantz.de


Neu im Mission Sortiment sind die formschönen Lautsprecher der e79er Serie. Zu Stückpreisen ab 500 Euro bieten sie nicht nur ein ansprechendes Äußeres (Piano-schwarz oder hochglanzlackiertes Echtholzfurnier), sondern bieten auch in technischer Hinsicht einen hohen Standard. Die Gehäuse bestehen aus Granitech. Dieser einem steinartigen Verbundstoff soll die unerwünschte Körperschallenergie besonders wirksam unterdrücken. Auch bei den Membranen findet sich High-Tech: Viotex ist ein sehr feines gewobenes Material, welches aufgrund seiner extremen Leichtigkeit für hohe Präzision sorgen soll. Durch komplexe Impregnierungs- und Veredelungstechniken wurde die Membran zusätzlich auf sehr hohe Steifigkeit getrimmt. 

Mehr Informationen unter www.iag-deutschland.de

Monitor Audio erweitert die Platinum-Range um zwei neue Modelle. Den Anfang macht der Centerspeaker PL150C, der für 2900 Euro den Besitzer wechselt und schon in den nächsten Tagen lieferbar ist. Mit diesem Modell will Monitor Audio seinen Kunden eine Alternative zum absolut kompromisslosen (und daher sehr großformatigem) PL350C bieten, zumal der PL150C auf besonders gute Homogenität mit der PL100 abgestimmt sein soll. Der Zweieinhalb-Wege-Lautsprecher verfügt über all die leckeren Zutaten, die schon bei den anderen Platinum-Modellen für Begeisterung gesorgt haben: C-Cam Technologie, hervorragende Gehäuse sowie eine beeindruckende Verarbeitungsqualität kennzeichnen auch den PL150C. 

Nicht nur der Centerkanal darf sich über Zuwachs freuen, schließlich erweitert der britische Lautsprecherhersteller auch sein Subwoofer Portfolio um einen neuen Tieftonboliden. Mit dem PLW-15 kommt Monitor Audio nun auch in der High-End Subwooferliga an - zumindest wenn man nach dem Preis urteilt, der sich bei 4.300 Euro befindet. Ob der geschlossene DSP-Subwoofer mit kräftiger Digitalendstufe sowie hochbelastbarer C-Cam Membran auch tatsächlich sein Geld wert ist, werden Interessierte erst zum Erscheinungstermin im August erfahren.

Mehr Informationen unter www.monitoraudio.de


Wenn sich die Ehefrau nicht anständig benimmt, wird stattdessen einfach des Mannes zweite Leidenschaft mit Diamanten beschenkt: Isophon bietet nun für viele Modelle eine nachträgliche Umrüstung auf einen der weltbesten Hochtöner an. Durch das unerreichte Verhältnis zwischen Leichtigkeit und mechanisch/thermischer Belastbarkeit, stellt ein vollwertiger Diamanthochtöner die wohl technisch beste Bestückung dar.  Isophon verspricht eine Hochtonwiedergabe mit fast unglaublichem Detailreichtum, Präzision bei gleichzeitiger Lockerheit, ohne jegliche Aggresivität. Ähnlich wie bei edlem Schmuck, entpuppt sich das Mineral auch für die Verwendung im High-End Lautsprecher als kostspielige Angelegenheit: ein Paar dieser Hochtöner werden mit 6.398 Euro berechnet. Die Operation kann durch den Fachhändler ambulant vorgenommen werden und wird von Isophon für die Modelle Europa, Galileo, Enigma, V(ieta), Meteor, Solaris und Comet angeboten. Alternativ bietet Isophon auch ein Upgrade auf 25mm Keramikhochtöner an (Paarpreis 1.398 €).  Ansonsten kündigte Isophon Entwickler noch an, dass das Einstiegsmodell Corvara (Paarpreis ca. 3.400 €) ab sofort in einer optimierten Variante ausgeliefert wird (siehe: AREADVD Test vom Dezember 2005). 

Mehr Informationen unter: www.isophon.de


"Schön" und "praktisch" stellen oftmals zwei Attribute dar, die sich schwierig miteinander vereinbaren lassen - insbesondere in Bezug auf raumakustische Hilfsmittel. Eine mögliche Lösung stellen die "Akustikgemälde" von RTFS dar. Als Grundmaterial dient eine professionell entwickelte Absorberplatte, die anschließend von einem Künstler veredelt wird. Hierbei sind der Fantasie fast keine Grenzen gesetzt - fast jeder Wunsch in Bezug auf Größe, Motiv und Grundfarbe kann erfüllt werden. Die Preise starten bei 500 Euro.

Mehr Informationen unter www.r-t-f-s.de


Sherwood bezeichnet den neuen Newcastle R-972 als den weltweit fortgeschrittensten AV-Receiver. Die gewohnt hochkarätige Technik (Endstufen, Platinenlayout) wird um viele interessante Features erweitert und auf den neuesten Stand gebracht: mit zB. 4 HDMI 1.3B Eingängen, Silicon Optix Videochipsatz sowie Unterstützung sämtlicher Nex-Gen Tonformate, bietet der Sherwood-Receiver alles was das Ohr begehrt. Der Verkaufsstart ist für das vierte Quartal vorgesehen, preislich wird sich der R-972 bei knapp unter 2.000 bewegen.

Die große Besonderheit des R-972 stellt das integrierte Trinnov Einmesssystem dar, welches bislang lediglich als rund 13.000 Doller teures Profi-Equipment zu haben war. Mit Hilfe des oben abgebildeten Mikrofones erfasst das System ein dreimensionales Schallfeld und soll damit in der Lage sein, den Klang noch wesentlich effektiver zu verbessern, als dies mit Audyssey und Co. der Fall ist. Die Messergebnisse können direkt vom Receiver auf einen USB-Stick gespeichert werden, um sie dann später über einen PC detailliert selbst zu analysieren bzw. zu erfahren, welche Änderungen vorgenommen werden. Die leistungsfähige Software bietet verschiedenste OPtimierung an, inkl. Anpassung an die offizielle SMPTE Norm. Wir sind schon heute sehr gespannt und haben uns die Lieferung eines der ersten Seriengeräte zusichern lassen.

Mehr Informationen unter www.sherwood-mba.de


Der Hecht im Karpfenteich? Mit dem Barracuda bietet der schwäbische Video-Spezialist Spatz einen technisch einzigartigen Videoswitch an. Dieses Gerät besitzt einen vollprogrammierbaren EDID für jeden einzelnen Eingang. Dieser Eintrag (Extended Display Identification Data) ist üblicherweise fest im Anzeigegerät implementiert und teilt den Quellgerät mit, welche Auflösungen unterstützt werden. Leider funktioniert dies in der Praxis teilweise nicht richtig, so dass manche Player bzw HTPCs mit bestimmten Auflösungen nicht betrieben werden können. Der Barracuda übernimmt nun anstelle des Display die Kommunikation der EDID Daten. Zusammen mit der freien Konfiguriermöglichkeit, kann man nun die Quellgeräte zu bestimmten Auflösungen zwingen. Außerhalb entfallen dadurch die teilweise sehr langen Syncronisations- bzw. Umschaltzeiten. Der Barracuda ist ab sofort zum Kaufpreis von 1.099 Euro erhältlich, unterstützt selbstverständlich das HDCP Protokoll und besitzt darüberhinaus noch einen Faroudja De-Interlacer.


Die EDID Konfig-Möglichkeit gibt es in Form des HDMIFIX auch im Miniaturformat für einen einzelnen HDMI Port. Über numerische Anzeigen informiert das kleine Kästchen über das aktuell gewählte Setting. Insgesamt lassen sich 11 Kombinationen aus Videoauflösung sowie Audioinformationen mit vorprogrammierten sowie selbst editierten Infoformationen füttern. Per RS232 Anschluss lassen sich die EDID Daten abrufen, außerdem ist hierüber ein Firmware Update möglich. Einsatzzweck des HDMIFIX stellen Display/Quellgerät Konflikte dar, die auf Basis von EDID Kommunikationsproblemen nicht richtig miteinander funktionieren. Der Preis für den kleinen Helfer beträgt 299 Euro. 

Mehr Informationen unter: www.spatz-tech.de

Swans hatte zwar leider keine Neuheiten im Gepäck - dennoch lohnte sich ein Besuch beim Messestand: teilweise sieht man zwar den (Boxen-)Wald vor lauter Bäumen nicht, doch zum Glück hat der deutsche Vertrieb auch an zwei nette Forstangestellte gedacht, die sich liebevoll um verwirrte Besucher kümmerten. Bedauerlicherweise sind Hunde auf dem Messegelände nicht gern gesehen, denn die hätten sich sicherlich über die (echte) Flora gefreut...  

Unter den Fachbesuchern gingen die Meinungen über die unkonventionelle Präsentation widerrum auseinander. Wir fanden den Auftritt jedenfalls sehr gelungen - und wenn sie gerne mehr über Swans-Produkte wissen möchten, so empfehlen wir Ihnen in nächster Zeit auf AREADVD vorbeizuschauen, wenn wir den Test der imposanten Standbox F2.2 (die auf dem Bild von den beiden Damen in die Mangel genommen wird) veröffentlichen.

Hinter den Kulissen wurde uns übrigens bestätigt, dass die renommierte und überaus erfolgreiche Kompaktbox M1 bald in Form von entsprechenden Center-, Rear- und eventuell sogar Standlautsprechern Nachwuchs bekommen wird (was aber nichts mit der attraktiven Lady auf dem Bild zu tun hat, welche die M1 so liebevoll in ihren Händen wiegt).  

Mehr Informationen unter www.swans-speaker.de


Tannoy präsentierte die neue Boxenserie "Revolution". Mit Coax-Treibern im Mittel-/Hochtonbereich ausgestattet, sollen diese Schallwandler im unteren Preissegment für Furore sorgen. Neben den oben gezeigten Modellen liefert Tannoy auch jeweils einen entsprechenden Centerspeaker sowie Subwoofer. Die genauen Preise liegen uns leider nicht vor. Darüberhinaus liefert der britische Traditionsanbieter mit der "Revolution Signature" noch eine Serie mit größeren, leistungsfähigeren Modellen an. Die Soundvorführung hinterließen einen guten Eindruck, so dass wir uns um entsprechende Testgeräte bemühen werden.

Mehr Informationen unter www.tannoy-speakers.com

Fazit:

Bahnbrechende Neuerungen waren auch dieses Jahr Mangelware. Stattdessen durfte man bei vielen Herstellern Weiterentwicklungen bestehender Produkte betrachten. Auffallend ist zudem, dass absolute High-End Anbieter sich noch sehr schwer tun, auf Nex-Gen Tonformate umzusteigen. So werden wir wahrscheinlich noch ein weiteres Jahr warten müssen, ehe wir Ihnen von Luxus-AV Vorstufen mit HDMI 1.3 bzw. entsprechenden Blu-Ray Playern berichten dürften. Aktuell trauen sich "lediglich" größere Brands wie Denon, Marantz, Pioneer etc. an diese Materie. Wo wir gerade von einzelnen Anbietern sprechen: sehr schade war auch dieses Jahr die Tatsache, dass kein allumfassender Querschnitt über den Markt geboten wurde. Interessante Major-Hersteller wie Yamaha oder Onkyo glänzten leider nur durch Abwesenheit. Schmerzlich vermisst haben wir auch einen Messestand von Audionet und Advance Acoustic. Überrascht waren wir von der Tatsache, dass auf den Gängen und im Atrium fleißig geraucht werden durfte - die vielerorts aufgestellten Mülleimer mit aufgesetztem Aschenbecher luden hierzu herzlich ein, obwohl keine explizite Erlaubnis ausgegeben wurde. 

An dieser Stelle möchten wir (mal wieder) ein Klagelied über die Musikauswahl anstimmen: wer als Neuling auf die High-End kommt, dürfte fast den Eindruck bekommen, dass hochwertiges Audioequipment wohl anscheinend nur für Einschlafmusik konzipiert ist. Außer Jazz/Soul - Gedudel mit irgendwelchen Heulbojen, war es unseren Ohren so gut wie nie vergönnt, etwas fetzigere Musik zu genießen. Sehr schade, denn (abgesehen von unserer rapide abnehmenden Motivation die Vorführungen zu besuchen) sollte man sich doch eigentlich auch für andere Hörtypen öffnen, die vielleicht auch gerne mal wissen würden, wieviel Spaß eine High-End Anlage mit Rock N Roll, Techno oder Rockmusik verbreiten kann. Eine ähnliche Tristesse herrschte hinsichtlich der Surroundvorführungen, wo sich viele Anbieter ebenfalls auf die gleichen Filme konzentriert haben. In Bezug auf Modetrends ist Ihnen beim Betrachten der Bilder vielleicht auch schon aufgefallen, dass schwarz aktuell sehr angesagt ist. Waren vor einigen Jahren noch goldene High-End Gerätschaften sehr beliebt, wurde es anschließend von silber abgelöst und nun durch schwarz ersetzt. Uns würde es jedoch nicht überraschen, wenn (analog zur Autobranche) demnächst weiß wieder sehr aktuell wird. Lassen wir uns also überraschen, was die Zukunft bereithält.

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Text: Lars Mette