Messebericht: Homecinema Highfidelity 2008

Dieser Artikel wurde auf Amisos-PCs verfasst.
(28. Oktober 2008 -
Autor: Lars Mette
)
Interessante Einblicke in die Welt der modernen Unterhaltungstechnik
bieten längst nicht mehr nur Mega-Events wie die IFA: kleinere
Veranstaltungen werden von Industrie sowie Endkunden ebenfalls gerne
heimgesucht, denn sie ermöglichen eine deutlich entspanntere
Atmosphäre. Obwohl die Homecinema Highfidelity dieses Jahr erst
ihren dritten Geburtstag feiert, konnte sie sich durch ein
ansprechendes Konzept (interessante Aussteller, gute
Vorführmöglichkeiten) als eine der Highlights im
Messekalender etablieren. Auch dieses Jahr sind zwischen dem 25.- und
26.Oktober wieder zahlreiche Besucher in die niedersächsische
Landeshauptstadt gepilgert, um sich von hochauflösenden Bildern
und feinen Klängen verzaubern zu lassen.

AREADVD Redakteur Lars Mette war vor Ort und hat sich auf die Suche
nach interessanten Produkten begeben. Die Homecinema Highfidelity
zeichnet sich für uns hauptsächlich durch ihre Ausrichtung
auf anspruchsvolle Technik aus. Der Organisator und Veranstalter
Jörg Erwin (Art&Voice) legt großen Wort auf die
Abwesenheit von peinlichen Billigprodukten und möchte den
Besuchern die Faszination von Heimkino und Stereo, abseits von
Plastikböxchen und Supermarkt LCD-Bildschirmen näherbringen.
Aufgrund von wechselnden Vertrieben/Marken versäumten einzelne
Hersteller eine rechtzeitige Buchung vorzunehmen, so dass die
diesjährige Ausgabe der Homcinema Highfidelity 2008 einen leichten
Rückgang der vertretenen Anbieter verzeichnen musste. Trotzdem war
noch viel geboten und daher möchten wir Sie nun auf einen kleinen
Rundgang durch die Messeräume mitnehmen.
Hier geht es zu Seite 2, wo wir eine kleine, zusätzliche Bildergalerie vorbereitet haben.

Beginnen wir unsere Tour durch das Hannoveraner Congress-Zentrum mit
der größten (und wohl publikumswirksamsten) Vorführung:
in Raum 27 haben sich die Tuningspezialisten von Cinemike mit der
Lautsprecher Edelschmiede Quadral Aurum zusammengeschlossen,
um ein
akustisches Feuerwerk der Extraklasse abzubrennen. Auf rund 150m²
zeigte man, wie kompromissloses Heimkino aussehen (bzw. klingen) kann.
Die Quadral Lautsprecher müssen sich dabei der schwierigen Aufgabe
stellen, diese Fläche mit hohen Pegeln souverän zu beschallen
und gleichzeitig trotzdem noch mit audiophilen Qualitäten zu
punkten. Das gewählte Setup aus Titan (Front), Base Prestige
(Center) sowie Montan (Rear) und 2 Subwoofer vom Typ Sub 600DV erwies
sich als erstklassige Wahl, diesen Ansprüchen gerecht zu
werden.

Damit auch die optischen Reize nicht zu kurz kommen, holte man sich
hochkarätige
Verstärkung in Form des italienischen High-End
Projektorherstellers Sim². Der C3X 1080 (Preis ca. 28.000
€) stellte zweifelsfrei das visuelle Highlight der Messe dar und
begeisterte die Zuschauer mit einer perfekt anmutenden Komposition aus
realistischer Bildschärfe sowie einer unerreichten
Detaildurchzeichnung sowie Bewegungsdarstellung. Die überlegenen
Bildeigenschaften verdankt dieser Projektor seinem aufwändigem
3-Chip-DLP Aufbau mit ausgeklügelter Alphapath Light-Engine.
Angesichts des einzigartig hohen In-Bild-Kontrasts wirkt es sehr
belustigend, dass jeder aktuelle LCD Consumer-Projektor im Datenblatt
mit einem Vielfachen der Sim² Angabe von 10.000:1 prahlt...
In naher Zukunft werden wir uns bei AREADVD intensiver mit Produkten von Sim² auseinandersetzen und haben zu diesem
Zweck bereits ein Testgerät bestellt.

Weltpremiere: erstmals zeigte Cinemike die fertige Version der
getunten Denon A1 Vor-Endstufenkombination. Außerdem
präsentierte man der
Öffentlichkeit zugleich auch den nun ebenfalls komplett fertigen
Blu-Ray Player DVD-2500BT. Mit den neuentwickelten Geräten
will Cinemike in die absolute Championsleague der AV-Unterhaltung
vorstoßen, weshalb man in Bezug auf Komponentenauswahl und
Entwicklungsaufwand in neue Dimensionen vorgestossen ist. Aus diesem
Grund trifft dasselbe auch auf die finanziellen Aspekte zu: die mit ca.
430 (!) Modifikationen versehene AVP-A1HD Vorstufe übertrifft das
Seriengerät um 5.000 Euro. Alternativ liefert Cinemike für
3.500 Euro auch ein etwas kompakteres Tuning. Die POA-A1HD 10-Kanal
Endstufe kann für 3.000 Euro nun ebenfalls aufgewertet
werden, während beim Blu-Ray Transport DVD 2500-BT 1.000 Euro
fällig werden. Auch wer einen Denon AVC-A1HD im Hifi-Rack (sowie 3.000
Euro auf dem Konto) schlummern hat, kann seinem AV-Boliden
Vollverstärker eine Modifikation
spendieren. Wie bei Cinemike üblich, werden sowohl
Komplettgeräte verkauft, als auch Fremdgeräte veredelt.
Sämtliche Tunings sind ab sofort bestell-/lieferbar. Die AREADVD
Redaktion Baden-Württemberg hat jeweils eine ihrer AVP-A1HD
Vorstufen sowie DVD-2500BT Player zum Tuning abgegeben und wird
vorraussichtlich noch im November einen Direktvergleich mit den
Serienversionen online stellen.

Andächtig lauschen die
Zuschauer den Worten von Michael Schiffers und genießen
die Vorführung. Wir halten uns mit Höreindrücken
von Messevorführungen grundsätzlich sehr zurück, da
Raumakustik und variierende Zusammenstellungen eine seriöse
Beurteilung über Einzelkomponenten quasi unmöglich machen. Fakt
ist, dass die Gesamtheit dieser Anlage extrem beeindruckend aufgespielt
hat. Ob die 100db-Pegelorgien bei jedem Besucher auf Gegenliebe
gestossen sind, möchten wir bezweifeln, aber die Pegelfestigkeit
und Dynamik setzte Maßstäbe. Bei der
Vorführung der Blitzeinschlagsszene aus "Ratatouille" erlebten wir
eine Premiere: die brachiale Dynamik trieb dem versammeltem
Auditorium ein Dauergrinsen ins Gesicht und sorgte bei Manchem sogar
für spontanen Szenenapplaus! Die Gemeinschaft aus Sim²,
Quadral, Denon und Cinemike zeigte, wie wahres Heimkino auszusehen hat:
die Vorführung war komplett befreit von überhöhten
Schwabbelbässen oder schwarzgetränkten Bildern, und zeigte
somit manchem Besucher ein neues Verständnis der
Materie auf.
Mehr Informationen: www.aurumspeakers.de www.denon.de www.cinemike.de www.sim2.it

Selbstverständlich wurden nicht nur
perfektionistische Ansprüche befriedigt - auch für den kleineren Geldbeutel
fanden sich interessante Produkte auf der Messe. Bei Advance Acoustic
konnte man sich davon überzeugen, dass stereophone Hörfreuden
auch abseits von fünfstelligen Beträgen zu haben sind. Der
französische Anbieter diversifiziert sich nicht nur durch
überraschend günstige Preise sowie
der eigenständigen Optik, sondern manifestiert sich immer
mehr als technischer Trendsetter: kaum ein anderer Anbieter lässt
klassisches HiFi mit neuen Medientypen (iPod, USB etc.) in einer
derartig qualitätsorientierten Weise miteinander
verschmelzen.

Die neu vorgestellte MAP800 schickt
sich an, sämtliche Wünsche in Bezug auf Kraft, Klang und
Kontrolle nachhaltig zu befriedigen. Der kollosale
Verstärkerbolide leistet im Class AB Betrieb bis zu 2x300
Watt an 4 Ohm und sollte auch große Lasten mühelos stemmen.
Auftrennbare Vor-/Endstufen sind bei Advance Acoustic genauso
selbstverständlich wie eine umfangreiche Anschlusssektion mit
vollsymmetrischen XLR-Schnittstellen. Für den guten Klang sollen
hochselektierte Bauteile und eine aufwändig geschirmte Bauweise
inklusive Röhrenhybridbestückung sorgen. Anhand der
Eckdaten würde man bei diesem 30 Kilogramm Kraftwerk
normalerweise in spontaner Sorge an das Sparschwein denken, doch
für den MAP800 wechseln keine Summen in der
Größenordnung von Kleinwagen den Besitzer - stattdessen
begnügt sich der Advance Acoustic Händler mit 1.990
Euro.

Mit der neuen Lautsprecher Serie
"Elysse" könnte Advance Acoustic nun auch im Bereich der
Schallwandler für Aufsehen sorgen. Die Modelle zeichnen sich durch
eine wohnraumfreundliche, elegante Optik aus und bestechen durch eine
ansprechende Materialverarbeitung. Alternativ zu der oben gezeigten
Ausführung in hochglanz schwarz liefert Advance Acoustic die drei
neuen Modelle auch in Kirsche Echtholzfurnier. Im kurzen Hörtest
erwiesen sich die Lautsprecher als natürlich abgestimmt und
gefielen durch eine gute Raumabbildung sowie straffe und zugleich
tiefreichende Basswiedergabe. Den letztgenannten Höreindruck
verdanken die beiden Standboxen unter anderem einer neuartigen
Technik (BSW-System), von der Advance Acoustic behauptet, eine
vollständige Verhinderung von stehenden Wellen im
Boxengehäuse zu realisieren. Preislich bleiben die Schallwandler
in verhältnismäßig günstigen Gefilden: der
Kompaktlautsprecher "EL170" kostet pro Stück 450 Euro und wird mit
einem kleiner Halterung geliefert, um ihn auch liegend als
Centerspeaker einsetzen zu können. Zu einem Stückpreis von
1.100 Euro wechselt das mittlere Modell "EL210" den Besitzer, die
größere "EL250" kommt auf einen Stückpreis von 1.400
Euro. Beide Lautsprechermodelle basieren auf einem 2,5 Wege
Bassreflexsystem mit seitlich angeordnetem Tieftöner. Der Weg zum
Adcance Acoustic Händler könnte sich in Zukunft also auch
dann lohnen, wenn man auf Lautsprechersuche ist !
Mehr Informationen: www.domino-design.de

Sie sind weiblich, ledig und suchen einen
neuen Partner ? Dann sollten Sie sich spätestens bei der
nächsten Home Cinema Highfidelty einfinden! Viele der
Projektorhersteller präsentieren ihre Produkte in Darkrooms, die
wohl selbst so manche Erotik-Veranstalter neidisch machen dürften.
Die völlige Dunkelheit sorgt neben einer besseren Kontrast- und
Schwarzdarstellung nebenbei auch für (unfreiwillig) "kuschelige"
Körperkontakte mit all den anderen Menschen die im Dunkeln sonst
noch orientierungslos umherirren. Besonders in Ladesequenzen zwischen
den Filmausschnitten erinnert die Suche nach einem Sitzplatz
an einen Orientierungsmarsch bei Neumond. Fazit: selten wäre
eine Taschenlampe so wertvoll gewesen...

Bei Mitsubishi stellte man die neuen
Modelle HC6500 sowie HC7000 vor. Beiden Projektoren gemeinsam, ist das
fast lautlose Betriebgeräusch von lediglich 17db. Außerdem
wirbt Mitsubishi mit einer Lampenlebensdauer von 5.000 Stunden. Ein
Full-HD Panel und 24Hz Kompatibilität sind bei Mitsubishi schon
seit Längerem selbstverständlich. Stattdessen sollen sich die
Geräte durch weiterentwickelte Elektronik auszeichnen, welche die
Bildeigenschaften immer weiter voran treiben. Der HC7000 besitzt eine
neuartige Diamand Black Iris mit extrem kurzer Reaktionszeit und wird
mit beeindruckenden Kontrastwerten angegeben. In der Vorführung
konnte der Top-Liner aus dem Hause Mitsubishi hauptsächlich durch
seine intensive Schwarzdarstellung punkten. Augenscheinlich war dem
Aussteller speziell diese Eigenschaften derart wichtig, dass die
komplette Bildeinstellung auf ein möglichst dunkles Bild getrimmt
war. Der Kontrast konnte unter diesen Vorraussetzungen keine
sonderlichen Akzente setzen. Die Bildschärfe präsentierte
sich hervorragend und überflügelte die direkten Mitbewerber.
Der HC7000 dürfte für Heimkino Enthusiasten zweifelsfrei zu
den interessantesten Produkten der nächsten Zeit werden.
Die technischen Daten in der Übersicht:
| Modell |
HC7000 |
HC6500 |
| Technologie |
3x 0,74´´ LCD |
3x 0,74´´ LCD |
| Auflösung |
1920 x 1080 |
1920 x 1080 |
| Helligkeit |
keine Angabe |
keine Angabe |
| Kontrastverhältnis |
72.000 : 1 |
15.000 : 1 |
| Besonderheiten |
Diamond Black Iris
anamoprhe Einstellmodi
HQV Technologie
10 bit Datenverarbeitung
17 db Lautstärke
5000 Lampenstunden |
Auto Iris
anamoprhe Einstellmodi
HQV Technologie
10 bit Datenverarbeitung
17 db Lautstärke
5000 Lampenstunden |
| Preis / Termin |
3.500 € / November |
2.500 € / November |
Mehr Informationen: www.mitsubishi-evs.de

Der walisische High-End
Anbieter Leema Acoustics hatte gleich einen ganzen Schwung an
Neuheiten im Gepäck. Fast die komplette Vorführanlage bestand
aus neuen Komponenten! Als Quelle fungierte der uns bestens bekannte
CD-Player Antila (siehe AREADVD-Test)
und lieferte die Daten an die neue Vor-Endstufenkombination, bestehend
aus der Vorstufe Pyxis (5.500 €) und den gigantischen
Monoblöcken Altair (Stückpreis 13.500 €). Ergänzt
wird das neue Line-Up von der hochwertigen Phonovorstufe Agena
für 4.000 €. Wie bei Leema üblich, beinhalten die
Geräte einen delikaten Aufbau mitsamt zahlreichen
ausgeklügelten Detaillösungen. Die rund 1000 Watt
Sinusleistung der Altair Mono-Endstufen münden in die ebenfalls
neuen Lautsprecher mit der klangvollen Bezeichnung Xanda
(Stückpreis ca. 7.500 €). Die Xanda gefiel uns bei der kurzen
Hörprobe durch einen außerordentlich knackigen Bass und
bietet eine sehr klare Durchzeichnung in allen Frequenzbereichen.
Sämtliche neuen Leema Produkte sind für den
Jahreswechsel angekündigt.
Mehr Informationen: www.leema-acoustics.de
Entweder will man bei Swans demnächst neben
HiFi-Lautsprechern auch mit Zimmerpflanzen und
Gartenbewuchs auf den Markt, oder die Verantwortlichen haben schlichtweg ein Faible für
Botanik. Nachdem der Swans-Auftritt auf High-End und IFA schon
inmitten eines kleinen (künstlichen) Waldes stattfand, wurde auch
der HCFC-Messestand von abwechslungsreicher Flora dominiert.
Glücklicherweise standen aber auch noch ein paar Lautsprecher im
Raum, mit denen der amerikanisch/chinesische Hersteller seine enorme
Bandbreite unter Beweis stellen konnte. Besonders interessant: die
mittig abgebildete Design Serie Swans V8.
Auf eine Erweiterung der extrem
erfolgreichen Swans M1 Serie muss man noch etwas warten, aber
dafür präsentierte man auf Messe eine umso stattlichere
Neuerscheinung: Die Swans F2.4 betreibt eine Materialschlacht
sondersgleichen und kommt pro Paar auf über 60 Treiber ! Der
großvolumige Subwoofer ist im Stückpreis von ca. 15.000 Euro
bereits enthalten und unterstreicht die Sonderstellung dieses Modells.
Die Swans F 2.4 gefiel uns im Hörtest in einigen Disziplinen
außerordentlich gut und macht extrem viel Spaß. Besonders
der druckvolle und gegliederte Mittenbereich faszinierte
uns auf Anhieb.
Mehr Informationen: www.worldclass-speaker.com

Der Panasonic Auftritt stand ganz im
Zeichen des PT-AE3000. Der neue LCD Projektor wird im Lauf des
Oktober für 2.699 Euro auf den Markt gebracht. Durch eine neue
adaptive Blende, und weiterentwickelten Full-HD Panels verspricht der
Hersteller weitere Verbesserungen in Bezug auf Kontrast (60.000 : 1)
sowie Schwarzwert und Bildschärfe. Größte Besonderheit
des PT-AE3000 stellt die beworbene 21:9 Funktion dar. Der Anwender hat
die Möglichkeit für die Bildformate (4:3 / 16:9 und
21:9) jeweils eine Abspeicherung für Zoom und Schärfe
vorzunehmen, und dann bei Bedarf einfach per Knopfdruck zu aktivieren.
Auf diese Weise können die schwarzem horizontalen Ränder
bei Cinemascope verhindert werden. Beim Bildcheck gefiel der
Panasonic durch seine hohe Ausgewogenheit. Er arbeitet insgesamt etwas
softer als zB. der HC7000, konnte dafür in der Vorführung mit
einer natürlicheren Farbwiedergabe und lebendigeren Farben
punkten. Durch die hohe Lichtleistung scheint der PT-AE3000 zudem auch
für Anwender die bessere Wahl zu sein, bei denen entweder sehr
große Bildflächen zur Verfügung stehen, oder eine
Projektion bei Rest-/Tageslicht erwünscht wird. Die 100Hz
Darstellung arbeitet mit Zwischenbildern und erreicht eine klare
Zunahme der Bewegungsstabilität sowie Dreidimensionalität.
Allerdings kann natürlich auch der PT-AE 3000 nicht zaubern, denn
er erkauft sich diese Eigenschaft durch eine leicht geringere
Detaillierung, zumal der Modus die Atmosphäre eines
Animationsfilms mitbringt, was bei manchen Geschmäckern sicherlich
nicht auf Gegenliebe stoßen wird. Dennoch: für
TV-Übertragungen oder Spiele eine durchaus wert- bzw. sinnvolle
Funktion.
Die technischen Daten in der Übersicht:
| Modell |
Panasonic PT-AE 3000 |
| Technologie |
3x 0,74´´ LCD Panel |
| Auflösung |
1920 x 1080 |
| Helligkeit |
1.600 Ansilumen |
| Kontrastverhältnis |
60.000 : 1 |
| Besonderheiten |
"21:9" Automatik
100Hz Unterstützung
aufwändiges Processing mit Detail Clarity Prozessor 2
16 bit Digitalverarbeitung
Pure Color Filter Pro
22 db Betriebsgeräusch |
| Preis / Termin |
2.699 € / Oktober |
Mehr Informationen www.panasonic.de

Auch Epson hatte neue Projektoren im
Gepäck: der oben abgebildete TW-5000 kommt im Dezember für
2.990 Euro auf den hiesigen Markt. Epson verbaut im TW-5000 das neue
D7-Display und erweitert es um die Technologien C²Fine sowie Deep
Black. Außerdem findet sich ein Farbfilter im Lieferumfang, den
man optional verwenden kann. Die Videoverarbeitung darf nun auf die
Dienste des renommiertes Reon VX von HQV zurückgreifen,
außerdem verspricht Epson eine Farbkalibrierung gemäß
ISF Standard. In Kombination mit einer zusätzlichen
Verzerrungsline beherrscht der TW-5000 auch eine anamorphe Wiedergabe
und kann Filme im Format 2,35 : 1 verzerrungsfrei und ohne schwarze
Balken wiedergeben. Der TW-3800 rangiert unterhalb seines großen
Bruders, weist aber in Bezug auf Paneltechnologie und Bildverarbeitung
viele Gemeinsamkeiten mit ihm auf. Die Demonstration des TW-5000 zeugte
von Ausgewogenheit auf hohem Niveau: Kontrast, Schwarzwert und
Bildschärfe gaben keinen Anlass zur Klage und machen den TW5000 zu
einer ernsthaften Konkurrenz von Mitsubishi und Panasonic. Lediglich
ein leichter Screendoor-Effekt trübte unseren durchweg positiven
Eindruck ein wenig.
| Modell |
TW5000 |
TW3800 |
| Technologie |
3x 0,74´´ LCD |
3x 0,74´´ LCD |
| Auflösung |
1920 x 1080 |
1920 x 1080 |
| Helligkeit |
1.600 Ansilumen |
2.000 Ansilumen |
| Kontrastverhältnis |
75.000 : 1 |
20.000 : 1 |
| Besonderheiten |
Deep Black Technologie
Epson Cinema Filter
ISF Farbkalibrierung
anamorphe Einstellmodi
HQV Reon VX Technologie
10 bit Datenverarbeitung
22 db Lautstärke
4000 Lampenstunden |
Epson Cinema Filter
ISF Farbkalibrierung
10 bit Datenverarbeitung
22 db Lautstärke
4000 Lampenstunden |
| Preis / Termin |
2.990 € / Dezember |
1.990 € / November |
Mehr Informationen: www.epson.de

Mit JVC war auch die D-ILA
Fraktion auf der Messe vertreten. Mit zwei neuen
Modellen will der Hersteller seine Marktposition weiter ausbauen.
Der HD350 kommt Anfang November in die Händlerregale und wird den
Einstieg in die D-ILA Welt bereits für 3.990 Euro ebnen. Hier
steht den höher gepreisten LCD-Projektoren wohl ein harter Gegner
bevor, wenn man die technischen Daten betrachtet. Der große
Bruder hört auf den Namen HD750 und wechselt ab Ende November
für knapp 6.000 Euro den Besitzer. Der HD750 war unsere
Projektor-Überraschung der Messe und stellt in Anbetracht der
visuellen Leistungen und Ausstattung ein herausragendes
Preis-/Leistungsverhältnis dar. Abgesehen von motorisierten Zoom-,
Schärfe- und sogar Lensshifteinstellung bietet der HD750
umfangreiche Justagemöglichkeiten für ein 3-Achsen
Farbmanagement. Im Gegensatz zum aktuellen Trend, gelingt es den beiden
JVC-Newcomern sogar ohne die Hilfe einer zusätzlichen Blende im
Lichtweg, einen hohen Kontrast zu erzielen. Dadurch erhöht sich
nicht nur der effektive In-Bild Kontrast, es fällt auch das
Farbpumpen komplett weg. Die Demonstration mit "Space Cowboys"
war dem Projektor wie auf dem Leib geschnitten - die ungemeine
Bildtiefe beeindruckte ebenso wie der fantastische Kontrast
zwischen Space Shuttle und Weltraum. Gegenüber vorherigen Modellen
zeigte sich auch die Bildschärfe, Farbruhe und Konvergenz von
einer beinahe makellosen Qualität. Hier werden wir defintiv nach
einem Testgerät Ausschau halten, denn mit dem JVC HD750 scheint
sich tatsächlich ein Überfliegerprodukt abzuzeichnen.
| Modell |
DLA-HD750 |
DLA-HD350 |
| Technologie |
3x 0,7´´ D-ILA CCD |
3x 0,7´´ D-ILA CCD |
| Auflösung |
1920 x 1080 |
1920 x 1080 |
| Helligkeit |
900 Ansilumen |
1.000 Ansilumen |
| Kontrastverhältnis |
50.000 : 1 |
30.000 : 1 |
| Besonderheiten |
Verzicht auf Iris
Reon HQV Videoverarbeitung
motorisierter Lensshift
3-Achsen Farbmanagement |
Verzicht auf Iris
Reon HQV Videoverarbeitung
motorisierter Lensshift
|
| Preis / Termin |
5.999 € / Ende Nov. |
3.990 € / Anfang Nov. |
mehr Informationen: www.jvc.de
Fazit und persönliche Anmerkungen:
Es dürfte wohl kein Geheimnis sein, dass die diesjährige Home Cinema Highfidelity keine
neuen Bestmarken in Bezug auf Aussteller sowie Besucherzahlen
aufstellen wird. Damit die Messe nächstes Jahr wieder zu alter
Form auflaufen kann, würde ich ein paar Detailänderungen
empfehlen und zunächst einmal das völlig überteuerte und
trotzdem karge Catering (2,50 € für eine kleine Tasse Kaffee
grenzt schon fast an Wucher) anderweitig lösen. Als nächsten
Schritt wäre es eventuell ratsam das Rahmenprogramm zu
straffen und dafür an den Eintrittspreisen zu schrauben
- uninspiriert umherhüpfende und lärmende Girlies auf
dem Niveau einer schlechten Castingshow dürfte sicherlich kein
Hifi-Interessent sonderlich vermissen. Trotz dieser Details möchte
ich an dieser Stelle dem Veranstalter ein Lob für die
größtenteils sehr gelungene Messe aussprechen. Den Besuchern
wurde ein
kleiner, jedoch interessanter Querschnitt aus den Bereichen der
hochwertigen Heimunterhaltung geboten. Durch die familäre und lockere Atmosphäre setzte man
auch dieses Jahr wieder einen reizvollen Gegenpunkt zu showlastigen,
aber dafür eher inhaltsleeren Großevents. Abgerundet durch
zahlreiche Fachvorträge und Workshops, zeichnet sich die
Homecinema Highfidelity als Messe zum Anfassen und Selbst-Erleben aus.
Ich freue mich schon auf das nächste Jahr und fahre gerne wieder
nach Hannover.
Text:
Lars Mette
|