Der AREADVD Kompaktlautsprecher Mastertest 2006: zehn Oberklasse-Modelle im Vergleich
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Mission e81
- Verarbeitung:          
"Mission to Mars", ist nicht nur der Titel eines Sci-Fi Filmes mit Gary
Sinise aus dem Jahr 2000, sondern beschreibt auch vortrefflich die
futuristische Wirkung dieser Lautsprecher. Mission liefert die e81
wahlweise auch in den Hochglanz-Varianten anthrazit sowie schwarz. Auch
jeweils farlich passende Lautsprecherständer und Wandhalterungen
lassen sich über den Hersteller beziehen.
Rein verarbeitungsmäßig gibt sich die e81 keine
Blöße: geringe Spaltmaße und eine aufwändig
geschwungene Silhuette geben keinen objektiven Grund zur Klage.
Während die e81 mit Sicherheit die beste Figur im Wandkanal
abgeben würde, dürfte das runde Design nicht bei jedem
Betrachter für spontane Liebesbekundungen sorgen, sondern eher
eine polarisierende Wirkung besitzen.
Kleine Schaumstoffpolster verhindern den Kontakt zwischen Stoffrahmen
und dem Lautsprechergehäuse. Die e81 ist eigentlich eher darauf
ausgelegt, komplett verdeckt betrieben zu werden, da ansonsten an Ober-
und Unterseite ein 3cm tiefer Absatz für einen kleinen Bruch in
der Optik sorgt.
Das gesamte Anschlussfeld befindet sich
in einer sauberen Aussparung, doch die vergoldeten
Lautsprecherterminals selber fallen leider etwas zu klein aus.
Insgesamt geben wir den beiden Mission-Lautsprechern mit 9 Punkten eine
recht hohe Wertung, da objektiv lediglich das Design des Stoffrahmens
(bzw. den überstehenden Kanten) und der LS-Anschussbuchsen einen
kleinen Grund zur Kritik geben. Ansonsten besticht dieser Lautsprecher
mit einer hochwertigen Lackierung, geringen Spaltmaße und enem
aufwändig geformten Gehäuse.
- technischer Aufbau
Die symmetrische Anordnung der Treiber
soll eine optimierte Abbildungsschärfe sowie Feindurchzeichnung
gewährleisten, da durch den mittigen Einbau des Hochtöners
eine größere Bündelung erreicht wird. Aber nicht nur
die Chassis selber bestimmen den Klang: Mission hat auch dem
Gehäuse große Aufmerksamkeit geschenkt und fertigt die e81
komplett aus einem steinähnlichem Material mit der Bezeichnung
"Granitech". Dessen besondere Struktur und Steifigkeit bauen die
Schallenergie im Gehäuse schnell sowie effizient ab, so dass keine
Eigengeräusche den Hörspaß trüben. Die Entwicklung
der Frequenzweiche basiert ebenfalls auf High-Tech Engineering.
Komplexe Simulationen in Bezug auf optimale Antwortzeiten und
Phasengenauigkeit waren ein großer Bestandteil, eine audiophile
Gesamtabstimmung zu erlangen. Um möglichst geringe signalwege
innerhalb des Lautsprechers zu erreichen, befindet sich die
Frequenzweiche direkt hinter den Anschlussterminals.
| Konstruktionsprinzip |
2-Wege geschlossene Box |
| Chassis-Bestückung |
keine Herstellerangabe verfügbar |
| max. Belastbarkeit |
150 Watt |
| Wirkungsgrad |
90 dB |
| Impedanz |
8 Ohm |
| Abmessung (B,H,T) |
16,0 x 40,3 x 25,0 |
| Gewicht |
keine Herstellerangabe verfügbar |
- Höreindrücke
Die
Mission e81 bietet eine ausgewogene Tonalität und verzichtet
darauf, einzelne Frequenzbereiche hervorzuheben oder zu
unterdrücken. Mit basslastigen Stücken stellt man die Mission
Boxen vor eine Herausforderung, der sie nur im geringen Umfang
gewachsen sind: mangelnde Massivität, dürftige
Präzision und der geringe Tiefgang erwecken schnell den
Eindruck, dass sie hauptsächlich für Sub-/Satsysteme
konzipiert wurde, und eine reine Stereo-Beschallung nicht ihre
akustische Schokoladenseite aufdeckt. Tiefbasskonturen unterhalb ca.
100Hz verschwimmen, zumal auch die restliche Musikwiedergabe etwas
unsauber wird. Die diffizillen Passagen in Bocelli´s xxx bringen
die Mission e81 unnatürlich und tonal verfärbt rüber.
Die kraftvolle Männerstimme legt sich dabei leicht über die
Instrumente, wobei hier leider auch etwas Transparenz fehlt, zumal auch
das Stimmvolumen von anderen Lautsprechern wiedergegeben wird. Im
Direktvergleich neigen speziell Männerstimmen dazu, hohl und
metallisch zu klingen. Leider verhilft auch die Hochtondarstellung zu
keiner besseren Zensur: selbst Technomusik mit effektlastigen
Synthesizerklängen lassen Brillianz und Auflösung vermissen.
Die gebotene Raumabbildung muss sich ebenfalls im Mittelfeld einordnen,
da sich eher wenig Klanganteile vom Lautsprecher lösen und im
Hörraum platziert werden. Besonders die Tiefenstaffelung erlaubt
nur grobe Zuordnungen innerhalb komplexer musikalischer Passagen.
Prinzipiell schneidet die e81 hinsichtlich ihrer Dynamik besser ab, als
in den meisten anderen Wertungsdisziplinen. Im Bass- und
Grundtonbereich gibt sie entsprechende Impulse durchaus entschlossen
wieder, in Einzelfällen fällt hingegen der Hochtöner
etwas ab und komprimiert. Bei hohen Pegeln kommt die e81 wiederum im
Bassbereich sehr schnell an ihre Grenzen. Die Tiefmitteltöner
schlagen zwar nicht sofort an, aber
verhältnißmäßig schnell verliert das Klangbild an
Substanz bzw. Kontrolle.
| Tonalität |
8 |
| Bass-Performance |
5 |
| Stimmdarstellung |
5 |
| Auflösung/Hochtonbereich |
4,5 |
| Raumabbildung |
5,5 |
| Dynamik |
5 |
| Pegelfestigkeit |
4,5 |
| Summe aller Punkte |
37,5 |
| Durchschnitt |
5,4 |
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