Home Cinema HighFidelity 2007 - Messebericht mit vielen Neuheiten/Premieren
(17.Oktober 2007 - LM)

Am 13. und 14.Oktober konnten sich
Interessierte in den Räumen des Hannover Congress Centrums ihre
Augen und Ohren verwöhnen lassen, denn verschiedene Anbieter
stellten auf der Home Cinema HighFidelity ihr Portfolio vor. Doch nicht
nur örtlich und terminlich stellt dieses Event eine sinnvolle
Ergänzung zu bekannten Messen wie die IFA (Berlin) oder der
High-End (München) dar. Hier wird jeweils ein starker Schwerpunkt
auf Lautsprecher bzw. Flachbildschirme gelegt und restliche
Produktsegmente gehen etwas unter. Auch die Faszination und
Gesamtwirkung von hochwertigen Heimkinosystemen ist auf den beiden
arrivierten Messen nur in seltenen Fällen wirklich an die
Zuschauer vermittelt worden. So wundert es nicht, dass die
Organisatoren durch Selektion der Anbieter als auch durch gute
Räumlichkeiten genau diesen beiden Punkten entgegengesteuert
haben. Abschreckende Surroundvorführungen mit
Billig-Plastikböxchen oder dubiosen Low-Tech Asia-Flachbild
TVs, blieben den Besuchern somit erfreulicherweise komplett erspart.
Dies zeigt sich wiederrum auch in der Zusammensetzung des Publikums,
welches sich generell als recht informiert, interessiert sowie
investitionsbereit zeigte. Mit geschätzten 3000 Besuchern an
beiden Tagen war die Messeleitung auch durchaus zufrieden, zumal es
erst die zweite Veranstaltung dieser Art war und der versprochene
Porsche Carrera für den millionsten Besucher nicht ausgegeben
werden musste ;-)
AREADVD war für Sie Vor-Ort, um
besonders die zahlreichen Neuvorstellungen im Bereich der Projektoren
zu betrachten. Die nachfolgenden technischen Informationen bzw.
geschilderten Klang- und Bildeindrücke weisen wegen den
Messebedingungen selbstverständlich keinen Anspruch auf
Vollständigkeit oder Richtigkeit.

Advance Acoustic hatte zwar keine Neuheiten/Premieren im
Gepäck, war aber
trotzdem ein beliebter Anlaufpunkt für viele Besucher. Die
französische Marke stellte ihr umfangreiches Angebot aus
Elektronik und Lautsprecher vor, welches besonders wegen des
attraktiven
Preis-/Leistungsverhältnissen schon lange mehr als nur ein
Geheimtipp darstellt, schließlich werden sie von immer mehr
Käufern weiterempfohlen bzw.
gelobt. Wenn Sie genauere Informationen zu Advance
Acoustic Produkten wünschen, empfehlen wir Ihnen, sich mal in Ruhe
den jüngst
erschienenen Testbericht des MusicCenters EZY-7 zu lesen. Dieses
Gerät wurde auch auf dieser Messe sehr erfolgreich vorgestellt und
vermochte die Zuhörerer mit hochwertiger iPod Wiedergabe,
kompletter Ausstattung (inkl. hervorragendem Tuner) zu einem
überraschend günstigen Preis zu überzeugen.
www.advance-acoustic.de

Cinemateq beweist einmal mehr, dass das Sprichwort "Totgesagte leben
länger" seine Gültigkeit hat: nachdem TVD die Rechte an Namen
und Produkten aufgekauft hat, konnte man auf der Messe sogar zwei
Neuheiten und eine Konzeptstudie vorstellen. Der oben abgebildete
Flachbildschirm VGF 42 HD ist für 2490,- Euro ab sofort zu
beziehen und bietet die Möglichkeit per Wechselrahmen (Stück
ca. 200 Euro) das Design auf den eigenen Geschmack anzupassen. Wenn die
Standardpalette nicht reicht, sind auch Sonderanfertigungen wie zB.
vergoldete Rahmen möglich. 4 Wochen später wird dann auch die
50 Zoll Variante (VQF 50 HD) für 3590,- Euro zu haben sein.

Cinemateq Design-Studie
Doch nicht nur mit
neuen Produkten tritt Cinemateq wieder auf den Markt: die beliebten und
bekannten Produkte rund um die Bilderzeugung (picture optimizer HD,
studio player, motion optimizer und picture optimizer HD upgrade kit)
sind nun wieder lieferbar. Die Preise entsprechen den Bisherigen. Auch
der Service ist nun wieder komplett verfügbar und ist unter +49 (0)89 / 86 30 76 25
erreichbar. Selbstverständlich steht der Service auch für
"Alt-Kunden" zur Verfügung.
www.cinemateq.de

Cinemike hat zusammen mit Quadral
Aurum und Denon zu einer Vorführung der ganz besonderen Art
geladen. Erstmalig stellen die Tuning-Spezialisten eine komplett
getunte HD-Kette vor. Als AREADVD-Leser kennen Sie die modifizierten
Quellgeräte für DVD (CM DVD-3930), Blu-Ray (CM PS3) und
HD-DVD (CM HD-XE1) bereits. Für das Bild sorgte ein Dreamvision
Dreambee, der ebenfalls schon erste Tuning-Aufwertungen genossen hat,
aber noch nicht komplett zu Ende entwickelt ist. Laut Cinemike soll das
Tuning zur MS-Technik Hausmesse (Ende November) fertig sein und
könnte sich preislich um die 1500 Euro bewegen.

Dazu gesellte sich der erstmalig
vorgestellte Cinemike AVR-4308 auf Basis des entsprechenden Denon Receivers. Das umfangreiche Tuning kostet 1200
Euro Aufpreis (Gerätegrundpreis 2499 Euro) und ist ab sofort verfügbar. Da der Receiver
für die mächtigen Quadral Titan (4 Stück) etwas
überfordert wäre, bediente man sich externer Endstufen und
benutzte den getunten 4308 somit als Vorstufe und HDMI-Umschalter.
Wir kennen den Denon AVR schon mit ähnlichen Lautsprechern aus
unseren Teststudio und können daher das Tuning als sehr gelungen
einschätzen. Was der 4308er nach dem Tuning an Basskontrolle und
Luftigkeit in den Hörraum brachte, verzauberte nicht nur unsere
Ohren, schließlich war der Quadral/Denon/Cinemike
Gemeinschaftsraum fast immer brechend voll. Teilweise saßen
Besucher über eine Stunde und kamen aus dem Staunen nicht mehr
heraus. Mit einem Test des getunten 4308 können Sie schon in wenigen Wochen rechnen.
www.cinemike.de
www.aurumspeakers.de
www.denon.de
Epson stellte den EMP-TW2000 vor, der ab Mitte November zu einem Preis von 3490 Euro
verfügbar sein wird. Der 1080p Propjektor bietet laut Datenblatt
einen Kontrast von 50.000:1 , verfügt über HDMI1.3 und
arbeitet mit der neuesten Epson 3LCD Technologie mit C²Fine-D7
Panels. Was der neue Projektor abseits der technisch sehr
hochgegriffenen Daten wirklich zu leisten vermag, konnte man im Rahmen
der Swans-Vorführung bewundern, wo er mit der Blu-Ray Version von
Casino Royal einen recht vielversprechenden Bildeindruck
hinterließ. Insbesondere die Schärfe und Detaillierung macht
Apetitt auf einen ausführlichen Test, den wir versuchen werden,
durchzuführen.
www.epson.de

JVC stellte
den DLA-HD100 schon auf der IFA vor. Er wird das aktuelle Portfolio
überhalb des sehr erfolgreichen HD-1 noch oben hin erweitern. Im
Gegensatz zum HD-1 besitzt er eine dynamische Iris, die ihm einen
Kontrast von 30.000:1 erlaubt. Ansonsten basiert auch der HD100 auf der
D-ILA Technologie. Für rund 8.500 Euro gibt es nun jedoch auch
einen motorisierten Zoom, als auch HDMI1.3-kompatible Eingänge.
Leider stellte JVC diesen Projektor nicht unter perfekten
Heimkinobedingungen vor und verzichtete auch auf einen Vergleich zum
HD1. Der HD-1 (und auch der darauf basierende Dreamvision Dreambee)
zählen derzeit zu den absoluten Highlights im Projektorenbereich,
so dass auch davon auszugehen ist, dass der HD100 auch ein sehr
interessantes Gerät wird.
www.jvc.de

Mitsubishi präsentierte seine beiden Neuheiten in Form der
Modelle HC6000 sowie HC4900. Beide Geräte erweitern die Full-HD
Range des Anbieters, um den HC5000 herum. Dieses Modell kostet seit
einigen Wochen lediglich 2990 Euro. Wenn Sie mehr über diesen
preislich sehr attraktiven Projektor erfahren möchten, können
Sie hierzu auch unseren Kompakt-Test lesen. Auf dem obigen Bild sehen
Sie den HC4900, der mit einer UVP von 1990 Euro den Markt wohl
gehörig aufmischen wird, schließlich greift er auf die
Technik des HC5000 zurück und ist lediglich mit einer
einfachereren Skaling-/De-Interlacing Einheit versehen. Von allen
Einstiegsgeräten vermochte der kleine Mitsubishi Beamer im Rahmen
der Messevorführungen den besten Eindruck zu hinterlassen. In
sämtlichen Bildbereichen lieferte er Leistungen, die man dieser
Preisklasse nicht zugetraut hätte.
Als Top-Modell der Full-HD LCD-Projektoren fungiert der HC6000.
Preislich liegt er bei ca. 4000 Euro und ist bereits im Handel. Die
technischen Daten bescheinigem dem Gerät einen Kontrast von
13.000:1, außerdem weist der HC6000 gegenüber dem 5000er
hinsichtlich der automatischen Iris eine deutliche Überarbeitung,
sowie eine andere Abstimmung auf. Der kurze Bildcheck bestätigte,
dass hier durchaus ein neues Highlight seinen Weg in die Heimkinos
nehmen könnte. Besonders die Darstellung dunkler/schwarzer
Bildelemente konnte bei der Messevorführung überzeugen, auch
wenn das Vorführgerät sogar schon fast zu dunkel eingestellt
war und Jamie Foxx (Dreamgirls) kaum auf der Leinwand zu erkennen war.
Zu
den beeindruckenden Bildeigenschaften punktet der HC6000 noch durch
eine lange Lampenlebensdauer von bis zu 5000 Stunden als auch den fast
unhörbaren
Lüfter, außerdem besitzt er zwei HDMI1.3 Schnittstellen und
beherrscht die 24p Darstellung.
www.mitsubishi-evs.de

Monitor Audio und Myryad teilten sich
einen Stand, in dem sich beide Produkte zu einer beeindruckenden
Surroundshow ergänzten. Die Platinum Serie konnte dabei zeigen,
was klanglich alles in ihr steckt. Einen ausführlichen Testbericht
dieser Schallwandler finden Sie übrigens hier. Die Myryad
Elektronik machte einen derart vielversprechenden Eindruck, dass wir
nach Messeabbau gleich eine Surround Vor-/Endstufenkombination in
unseren Wagen hievten, um sie in unserem High-End Studio einer
ausführlichen Hörprobe zu unterziehen. Sie können daher
in den nächsten Wochen mit einem Test dieser rund 8000 Euro
kostenden Elektronik rechnen.

Die MXD4000 Vorstufe ist erst seit kurzem
auf dem Markt und bietet bereits eine umfangreiche HDMI-Sektion. Wir
sind sehr gespannt, wie sich diese Elektronik in unseren Hörtests
schlagen wird, denn vielleicht steht uns hier ein neues Highlight
bevor. Die Mehrkanalendstufe ist dabei nicht minder interessant,
schließlich bietet der Hersteller seinem Kunden eine einfache
Möglichkeit der Auf-/Nachrüstung mit einzelnen
Verstärkerzügen, um jeweils die ideale Verstärkung
hinsichtlich der Geldbeutels und Lautsprecherbedarfs zu
realisieren.
www.monitoraudioplatinum.de
www.myryad.de

Panasonic brachte den PT-AE2000E mit.
Dieser FullHD-Projektor bietet eine dynamische Iris und Gammakorrektur,
Smooth Screen2 Technologie, einen angegebenen Kontrastwert von
16.000:1, 1500 ANSI Lumen Lichtleistung, 3 HDMI 1.3 Schnittstellen und
wurde in Abstimmung mit diversen Hollywood-Studios feinabgestimmt. Der
Preis für diesen cineastischen Wunderknaben soll bei
verhältnismäßig niedrigen 2700 Euro
liegen, was diesen Projektor sehr interessant macht. Kaufinteressierte
müssen sich noch bis Ende Oktober gedulden, eher
der Projektor im Handel aufschlagen wird. Der PT-AE2000E
hinterließ bei der Vorführung zwar einen farbfrohen,
lebendig Eindruck, dafür fehlte uns mit den gezeigten Szenen
teilweise noch ein
wenig Plastizität im Bild. Selbstverständlich werden wir
versuchen, uns mit diesem Projektor im Rahmen eines
ausführlichen
Testberichtes umfassend zu beschäftigen.
www.panasonic.de

Projection Design bereichert den
Projektorenmarkt demnächst mit zwei neuen Geräten. Den Anfang
macht der Cineo 30HC. Der 1-Chip Projektor verfügt über 2
Light-Engines, Brillant Color Technologie und lässt sich mit 6
verschiedenen Optiken ausstatten. Für eine ideale Anpassung an die
räumlichen Begebenheiten bietet er einen horizonatalen sowie
vertikalen motorisierten Lens-Shift bis zu 125%. Der Cineo 30HC
verfügt über einen hochwertigen internen Videoprozessor, kann
aber optional auch extern per Crystalio (externer Scaler) kombiniert
werden. Der Kontrast wird mit 7.500:1 angegeben, die Helligkeit gar mit
4.000 Ansi Lumen. Der Preis für diesen High-Tech Beamer wird sich
bei ca. 18.000 Euro einpendeln, zuzüglich ab ca. 2.500 Euro
für die Optik. Erscheinungstermin ist im Laufe des Oktobers.

Der M25
wird ebenfalls noch im Oktober zu kaufen sein, aber mit einem Preis von
ca. 6.700 Euro eine andere Käuferschicht ansprechen. Auch dieses
Modell basiert auf der 1-Chip DLP Technologie in Kombination mit
Brillant Color Komponenten. Wie sein größerer Bruder
beherrscht er die Full-HD Darstellung. Auch das Nachrüster von
verschiedenen Optiken stellt eine Gemeinsamkeit dar. Allerdings wird er
mit 1000 Ansi Lumen nicht ganz so lichtstark sein und damit weniger
für Tageslichtprojektion gedacht sein.
www.projectiondesignheimkino.de

Planar
gehört vertriebstechnisch zu TVD und wird über diesen Kanal
neu auf den deutschen Markt stossen. Die in Amerika sehr bekannte Firma
besitzt ein großes Know-How in den speziellen Anforderungen
für hochwertige Heimkinoprojektionen und fokussiert
hauptsächlich diesen Markt. Faktoren wie zB.
Gehäusegröße werden hier der Funktion untergeordnet,
was man am Engineering-Sample des oben abgebildeten 8150 erkennen kann.
Dieses Modell wird vorrausslicht Anfang November für einen Preis
zwischen 5.000 und 7.000 Euro zu haben sein. Als technische Daten ist
ein Kontrast von 10.000 - 15.000:1 sowie ein Full-HD Panel
angekündigt.
www.planarhometheater.com

RTFS beweist mit einem akustisch
optimierten Raum, dass guter Klang auch ohne sündhaft teure
Komponenten erreicht werden kann. Die Kombination als Absorber und
Diffusoren bescherte der Vorführung eine derart hervorragende
Akustik, dass viele Besucher nicht glauben wollten, dass hier lediglich
ein Paar 500 Euro Monitore (Swans M1) ihre Arbeit verrichten. Das Erfreuliche: RTFS
zählt zu den Akustik-Anbietern, die hochwertige Produkte zu fairen
Preisen anbieten, so dass ein akustisch hervorragender Raum kein
Wunschtraum mehr bleiben muss.
www.r-t-f-s.de

Sanyo packte den PLV-Z2000 aus, der dann
sogleich auch unter supoptimalen Bedingungen groß auftrumpfen
konnte. Ob der offizielle Kontrastwert von 15.000:1 nun wirklich realistisch
ist, steht zwar auf einem anderem Blatt, doch die Bildeigenschaften
bestachen in der Tat mit hoher Farbdynamik sowie einem
überzeugendem Schwarzwert. Aufgrund der unterschiedlichen
Vorführbedingungen kann man leider noch keine Einordnung
gegenüber den starken Mitbewerbern vornehmen, doch zumindest
scheint Sanyo für die Kampf um die Gunst der Käufer sehr gut
gewappnet zu sein. Ein weiterer Pluspunkt vom PLV-Z2000 stellt die sehr
leise Belüftung des Gerätes dar. Der Projektor ist für
Anfang Nov. geplant und wird dann für 2790 Euro in der Preisliste
zu finden sein.
www.sanyo.de
Sim2 konnte gleich mit 3 neuen
Produkten in Erscheinung treten, was sich auch in der Besucherfrequenz
wiederspiegelte, schließlich war der große Vorführraum
fast immer sehr gut gefüllt. Letztgenanntes sollte auch auf das
Konto des Käufers vom neuen CBX1080 zutreffen, der das Konto um
27.000 Euro belastet. Dafür gibt es einen 3-Chip Full HD DLP
Projektor auf Basis der DarkChip4 Technologie in einem sehr kompakten
Gehäuse. Kaufinteressenten müssen sich aber leider noch bis
Ende November gedulden, ehe dieser Projektor lieferbar sein wird. Der
HT380 ist hingegen schon seit Kurzem für 9.900 Euro zu haben und
beinhaltet ebenfalls die Full Brillant Color Technologie.
Außerdem verspricht der Hersteller durch die neuentwickelte
Unishape Lampen-Technologie einen Vorteil bei den Bildeigenschaften
dieses Full-HD Beamers. Zu Guter letzt wäre noch der D80 zu
nennen, der sich bei ca. 7.000 Euro einpendelt, wenn er Ende November
bei den Fächhandlern aufschlägt. Dieser 1-Chip-DLP Projektor
bietet ebenfalls die BrillantColor- als auch Unishape Technologie.
www.sim2.de

Sony war zwar nicht mit einem eigenem
Stand vertreten, dennoch wurden zwei neue hochinteressante Produkte auf
der Messe vorgeführt. Die Vorführung wurde von den
"Heimkinomachern" durchgeführt, einem Zusammenschluss von neun
Händlern aus ganz Deutschland. Dass hier absolute Profis am Werk
waren, merkte man der Vorführung an: kein anderer Aussteller
achtete so konsequent auf eine fast 100% Abducklung und perfekte
Kaschierung der Bildformate. So stellte man den Sony-Projektoren eine
absolut würdige Umgebung dar, zumal auch die Ausführung bzw.
Präsentation informativ, kurzweilig und interessant gehalten
waren. Hierbei wurden gleich zwei Neuheiten von Sony vorgestellt.
Zunächst wäre der VPL-VW60 zu nennen. Er tritt die Nachfolge
des VPL-VW50 an und ist für 4999 Euro bereits im Handel. Der andere
vorgestellte Projektor stellte für uns DAS visuelle Highlight der
gesamten Messe dar. In Anbetracht der grandiosen visuellen Leistung
scheint der VPL-VW200 für seine 12.000 Euro ein Schnäppchen zu
sein.

Patrick Schappert von Grobi bei der Demonstration des Panel-Zonen Ausgleichs.
Solch ein ausgeglichenes,
farbdynamisches und vor allem
plastisches Bild macht jeden Heimkinoabend zu einem unvergesslichem
Erlebnis. Sony hat sich nicht nur auf die Grundeigenschaften der
Bildwiedergabe konzentriert, sondern implementiert diesem Beamer mit
der MotionFlow Technologie einen wirksamen Videooptimierer, der
Zwischenbilder
errechnen kann (inkl. Reverse-Pulldown) und somit für Film und
Games butterweiche und zugleich dreidimensionale Bilder liefert. Der
Effekt kann in mehreren Schritten genutzt werden, es traten keinerlei
Artefakte auf, wie bei ähnlichen Verfahren. Lediglich ein
Schärfeverlust in der höchsten Stufe war zu notieren -
allerdings sollte Diese auch nicht für Filme benutzt werden,
sondern eignet sich (angeblich) perfekt, um Sportübertragungen in
guter Qualität zu genießen. SOny gibt ein
Kontrastverhältnis von 35.000:1 an, außerdem ist der Beamer
24p-tauglich. Die Bilder werden auf Basis der 3-Chip SXRD Technologie
(Full-HD AUflösung) in Kombination mit einer Xenon-Lampe
generiert. Zusätzlich bietet Sony auch
noch eine feldbezogene Konvergenzkorrektur, damit auch die
Problematiken der 3-Chip-Technologie der Vergangenheit angeehören.
Wir sind jedenfalls sehr begierig darauf, den VPL-VW200 in unser
Teststudio
zu bekommen und werden diesbezüglich bei Sony anklopfen. D
www.sony.de
Swans ist hierzulande relativ
unbekannt, spielt weltweit jedoch eine sehr große Rolle und
gehört sowohl zu den größten Lautsprecherherstellern -
als auch Chassislieferanten der Welt. Das Produktsortiment umfasst jede
Sparte der Beschallung, bis hin zu ausgewachsenen High-End
Schallwandlern, wie auf dem obigem Foto (F2.3 - Stück 15.500 €) . Mit einem neuem
Deutschlandvertrieb wird die Marke versuchen, auch
hierzulande bekannter zu werden. Die verschiedenen
Swan-Lautsprecher hinterließen einen vielversprechenden Eindruck
und scheinen auch preislich sehr attraktiv zu sein.
Bei Swans wird Vielfalt
großgeschrieben - vom Bändchenhochtöner bis hin zu
einem dreifach Coax-System fertig der Hersteller die verschiedensten
Elemente. Mehr als drei Millionen Chassis liefert der amerikanisch/chinesische
Hersteller an andere Firmen und steckt somit zum Teil in vielen
Lautsprechern dieser Welt.
www.swans-speaker.com

Vincent und Dali luden ebenfalls zusammen zum lauschigen
Zweikanalhören ein. Während von Vincent der brandneue CD-S5
die Zuschauer begeisterte, steuerte der dänische
Lautsprecherhersteller unter anderem mit der Helicon 400 MK2
ebenfalls eine Neuheit bei. Der CD-S5 ist ab sofort für 1.499 Euro
lieferbar und stellt einen hochwertigen CD-Spieler mit einem
beeindruckendem Aufbau und audiophilen Klangeigenschaften dar. Wir
werden versuchen, dieses Gerät für einen Hörtest zu
bekommen. Aber auch von Dali werden Sie in Zukunft auf unserer Website
wieder zu lesen bekommen, denn weitere Tests der hochwertigen
Lautsprecher sind fest geplant. Bis dahin können Sie sich die Zeit
mit der Lektüre des Testberichts zur Dali Helicon-Serie
vertreiben, von der wir sehr begeistert waren.
www.geko-hifi.de
www.dali.dk

Unsere Beobachtungen am Rande: mancher
Projektorenhersteller scheint mit akustischen Grundsätzen in der
Tat wirklich sehr wenige Erfahrung zu haben. Man kann zwar sicherlich
behaupten, es würde ja nur um das Bild gehen, doch könnte man
ja eigentlich trotzdem auch ein bißchen Kompetenz bei der
LS-Aufstellung beweisen...
Die beste und aktuellste Filmauswahl
lief zweifelsfrei bei Cinemike: während in den anderen
Vorführungen fast nur Spiderman zu bewundern war, brachten die
Monschauer Tuningspezialisten neue Scheiben wie die Eagles HD-DVD
(siehe Bild) oder Matrix sowie Fifth Element auf Blu-Ray mit nach
Hannover.
Fazit:
Selten hat uns eine Messe so positiv
überrascht. Keine Spur von überfüllten Gängen und
dem sonst üblichen Messe-Stress war auf der HCHF auszumachen, was
sich in einer sehr entspannten, fast schon familären
Atmosphäre niederschlug. Viele Besucher hatten somit die
Gelegenheit recht ausführlich und intensiv mit diversen
Herstellern zu sprechen, was dem interessiertem und anspruchsvollen
Publikum sicherlich weit mehr bedeutet, als Show und Massenabfertigung
á la IFA. Wer also auf Träphenjagd gehen will und eine
Messe nach der Anzahl gesammelter Kugelschreiber etc. bewertet, ist in
Berlin besser aufgehoben. Verbesserungsfähig wären lediglich
Kleinigkeiten wie zB. das Catering (Bockwürstchen mag nicht
jeder..), aber im Großen und Ganzen ist es sehr
überraschend, wie reibungslos und glatt die Messe über die
Bühne ging. Die AREADVD Redaktion hat den Abstecher nach
Hannover jedenfalls nicht bereut und wird sich den Termin auch im Jahr
2008 wieder im Kalender vermerken und mit Vorfreude
entgegenblicken.
Text:
Lars Mette
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|