Home Cinema HighFidelity 2007 - Messebericht mit vielen Neuheiten/Premieren 

(17.Oktober 2007 - LM)

Am 13. und 14.Oktober konnten sich Interessierte in den Räumen des Hannover Congress Centrums ihre Augen und Ohren verwöhnen lassen, denn verschiedene Anbieter stellten auf der Home Cinema HighFidelity ihr Portfolio vor. Doch nicht nur örtlich und terminlich stellt dieses Event eine sinnvolle Ergänzung zu bekannten Messen wie die IFA (Berlin) oder der High-End (München) dar. Hier wird jeweils ein starker Schwerpunkt auf Lautsprecher bzw. Flachbildschirme gelegt und restliche Produktsegmente gehen etwas unter. Auch die Faszination und Gesamtwirkung von hochwertigen Heimkinosystemen ist auf den beiden arrivierten Messen nur in seltenen Fällen wirklich an die Zuschauer vermittelt worden. So wundert es nicht, dass die Organisatoren durch Selektion der Anbieter als auch durch gute Räumlichkeiten genau diesen beiden Punkten entgegengesteuert haben. Abschreckende Surroundvorführungen mit Billig-Plastikböxchen oder dubiosen Low-Tech Asia-Flachbild TVs, blieben den Besuchern somit erfreulicherweise komplett erspart. Dies zeigt sich wiederrum auch in der Zusammensetzung des Publikums, welches sich generell als recht informiert, interessiert sowie investitionsbereit zeigte. Mit geschätzten 3000 Besuchern an beiden Tagen war die Messeleitung auch durchaus zufrieden, zumal es erst die zweite Veranstaltung dieser Art war und der versprochene Porsche Carrera für den millionsten Besucher nicht ausgegeben werden musste ;-)

AREADVD war für Sie Vor-Ort, um besonders die zahlreichen Neuvorstellungen im Bereich der Projektoren zu betrachten. Die nachfolgenden technischen Informationen bzw. geschilderten Klang- und Bildeindrücke weisen wegen den Messebedingungen selbstverständlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Richtigkeit. 

Advance Acoustic hatte zwar keine Neuheiten/Premieren im Gepäck, war aber trotzdem ein beliebter Anlaufpunkt für viele Besucher. Die französische Marke stellte ihr umfangreiches Angebot aus Elektronik und Lautsprecher vor, welches besonders wegen des attraktiven Preis-/Leistungsverhältnissen schon lange mehr als nur ein Geheimtipp darstellt, schließlich werden sie von immer mehr Käufern weiterempfohlen bzw. gelobt. Wenn Sie genauere Informationen zu Advance Acoustic Produkten wünschen, empfehlen wir Ihnen, sich mal in Ruhe den jüngst erschienenen Testbericht des MusicCenters EZY-7 zu lesen. Dieses Gerät wurde auch auf dieser Messe sehr erfolgreich vorgestellt und vermochte die Zuhörerer mit hochwertiger iPod Wiedergabe, kompletter Ausstattung (inkl. hervorragendem Tuner) zu einem überraschend günstigen Preis zu überzeugen. 
www.advance-acoustic.de

Cinemateq beweist einmal mehr, dass das Sprichwort "Totgesagte leben länger" seine Gültigkeit hat: nachdem TVD die Rechte an Namen und Produkten aufgekauft hat, konnte man auf der Messe sogar zwei Neuheiten und eine Konzeptstudie vorstellen. Der oben abgebildete Flachbildschirm VGF 42 HD ist für 2490,- Euro ab sofort zu beziehen und bietet die Möglichkeit per Wechselrahmen (Stück ca. 200 Euro) das Design auf den eigenen Geschmack anzupassen. Wenn die Standardpalette nicht reicht, sind auch Sonderanfertigungen wie zB. vergoldete Rahmen möglich. 4 Wochen später wird dann auch die 50 Zoll Variante (VQF 50 HD) für 3590,- Euro zu haben sein.


Cinemateq Design-Studie

Doch nicht nur mit neuen Produkten tritt Cinemateq wieder auf den Markt: die beliebten und bekannten Produkte rund um die Bilderzeugung (picture optimizer HD, studio player, motion optimizer und picture optimizer HD upgrade kit) sind nun wieder lieferbar. Die Preise entsprechen den Bisherigen. Auch der Service ist nun wieder komplett verfügbar und ist unter +49 (0)89 / 86 30 76 25 erreichbar. Selbstverständlich steht der Service auch für "Alt-Kunden" zur Verfügung.
www.cinemateq.de

Cinemike hat zusammen mit Quadral Aurum und Denon zu einer Vorführung der ganz besonderen Art geladen. Erstmalig stellen die Tuning-Spezialisten eine komplett getunte HD-Kette vor. Als AREADVD-Leser kennen Sie die modifizierten Quellgeräte für DVD (CM DVD-3930), Blu-Ray (CM PS3) und HD-DVD (CM HD-XE1) bereits. Für das Bild sorgte ein Dreamvision Dreambee, der ebenfalls schon erste Tuning-Aufwertungen genossen hat, aber noch nicht komplett zu Ende entwickelt ist. Laut Cinemike soll das Tuning zur MS-Technik Hausmesse (Ende November) fertig sein und könnte sich preislich um die 1500 Euro bewegen. 

Dazu gesellte sich der erstmalig vorgestellte Cinemike AVR-4308 auf Basis des entsprechenden Denon Receivers. Das umfangreiche Tuning kostet 1200 Euro Aufpreis (Gerätegrundpreis 2499 Euro) und ist ab sofort verfügbar. Da der Receiver für die mächtigen Quadral Titan (4 Stück) etwas überfordert wäre, bediente man sich externer Endstufen und benutzte den getunten 4308 somit als Vorstufe und HDMI-Umschalter. Wir kennen den Denon AVR schon mit ähnlichen Lautsprechern aus unseren Teststudio und können daher das Tuning als sehr gelungen einschätzen. Was der 4308er nach dem Tuning an Basskontrolle und Luftigkeit in den Hörraum brachte, verzauberte nicht nur unsere Ohren, schließlich war der Quadral/Denon/Cinemike Gemeinschaftsraum fast immer brechend voll. Teilweise saßen Besucher über eine Stunde und kamen aus dem Staunen nicht mehr heraus. Mit einem Test des getunten 4308 können Sie schon in wenigen Wochen rechnen.
www.cinemike.de
www.aurumspeakers.de
www.denon.de


Epson stellte den EMP-TW2000 vor, der ab Mitte November zu einem Preis von 3490 Euro verfügbar sein wird. Der 1080p Propjektor bietet laut Datenblatt einen Kontrast von 50.000:1 , verfügt über HDMI1.3 und arbeitet mit der neuesten Epson 3LCD Technologie mit C²Fine-D7 Panels. Was der neue Projektor abseits der technisch sehr hochgegriffenen Daten wirklich zu leisten vermag, konnte man im Rahmen der Swans-Vorführung bewundern, wo er mit der Blu-Ray Version von Casino Royal einen recht vielversprechenden Bildeindruck hinterließ. Insbesondere die Schärfe und Detaillierung macht Apetitt auf einen ausführlichen Test, den wir versuchen werden, durchzuführen.
www.epson.de


JVC stellte den DLA-HD100 schon auf der IFA vor. Er wird das aktuelle Portfolio überhalb des sehr erfolgreichen HD-1 noch oben hin erweitern. Im Gegensatz zum HD-1 besitzt er eine dynamische Iris, die ihm einen Kontrast von 30.000:1 erlaubt. Ansonsten basiert auch der HD100 auf der D-ILA Technologie. Für rund 8.500 Euro gibt es nun jedoch auch einen motorisierten Zoom, als auch HDMI1.3-kompatible Eingänge. Leider stellte JVC diesen Projektor nicht unter perfekten Heimkinobedingungen vor und verzichtete auch auf einen Vergleich zum HD1. Der HD-1 (und auch der darauf basierende Dreamvision Dreambee) zählen derzeit zu den absoluten Highlights im Projektorenbereich, so dass auch davon auszugehen ist, dass der HD100 auch ein sehr interessantes Gerät wird.
www.jvc.de

Mitsubishi präsentierte seine beiden Neuheiten in Form der Modelle HC6000 sowie HC4900. Beide Geräte erweitern die Full-HD Range des Anbieters, um den HC5000 herum. Dieses Modell kostet seit einigen Wochen lediglich 2990 Euro. Wenn Sie mehr über diesen preislich sehr attraktiven Projektor erfahren möchten, können Sie hierzu auch unseren Kompakt-Test lesen. Auf dem obigen Bild sehen Sie den HC4900, der mit einer UVP von 1990 Euro den Markt wohl gehörig aufmischen wird, schließlich greift er auf die Technik des HC5000 zurück und ist lediglich mit einer einfachereren Skaling-/De-Interlacing Einheit versehen. Von allen Einstiegsgeräten vermochte der kleine Mitsubishi Beamer im Rahmen der Messevorführungen den besten Eindruck zu hinterlassen. In sämtlichen Bildbereichen lieferte er Leistungen, die man dieser Preisklasse nicht zugetraut hätte.


Als Top-Modell der Full-HD LCD-Projektoren fungiert der HC6000. Preislich liegt er bei ca. 4000 Euro und ist bereits im Handel. Die technischen Daten bescheinigem dem Gerät einen Kontrast von 13.000:1, außerdem weist der HC6000 gegenüber dem 5000er hinsichtlich der automatischen Iris eine deutliche Überarbeitung, sowie eine andere Abstimmung auf. Der kurze Bildcheck bestätigte, dass hier durchaus ein neues Highlight seinen Weg in die Heimkinos nehmen könnte. Besonders die Darstellung dunkler/schwarzer Bildelemente konnte bei der Messevorführung überzeugen, auch wenn das Vorführgerät sogar schon fast zu dunkel eingestellt war und Jamie Foxx (Dreamgirls) kaum auf der Leinwand zu erkennen war. Zu den beeindruckenden Bildeigenschaften punktet der HC6000 noch durch eine lange Lampenlebensdauer von bis zu 5000 Stunden als auch den fast unhörbaren Lüfter, außerdem besitzt er zwei HDMI1.3 Schnittstellen und beherrscht die 24p Darstellung.
www.mitsubishi-evs.de

Monitor Audio und Myryad teilten sich einen Stand, in dem sich beide Produkte zu einer beeindruckenden Surroundshow ergänzten. Die Platinum Serie konnte dabei zeigen, was klanglich alles in ihr steckt. Einen ausführlichen Testbericht dieser Schallwandler finden Sie übrigens hier. Die Myryad Elektronik machte einen derart vielversprechenden Eindruck, dass wir nach Messeabbau gleich eine Surround Vor-/Endstufenkombination in unseren Wagen hievten, um sie in unserem High-End Studio einer ausführlichen Hörprobe zu unterziehen. Sie können daher in den nächsten Wochen mit einem Test dieser rund 8000 Euro kostenden Elektronik rechnen. 

Die MXD4000 Vorstufe ist erst seit kurzem auf dem Markt und bietet bereits eine umfangreiche HDMI-Sektion. Wir sind sehr gespannt, wie sich diese Elektronik in unseren Hörtests schlagen wird, denn vielleicht steht uns hier ein neues Highlight bevor. Die Mehrkanalendstufe ist dabei nicht minder interessant, schließlich bietet der Hersteller seinem Kunden eine einfache Möglichkeit der Auf-/Nachrüstung mit einzelnen Verstärkerzügen, um jeweils die ideale Verstärkung hinsichtlich der Geldbeutels und Lautsprecherbedarfs zu realisieren. 
www.monitoraudioplatinum.de
www.myryad.de

Panasonic brachte den PT-AE2000E mit. Dieser FullHD-Projektor bietet eine dynamische Iris und Gammakorrektur, Smooth Screen2 Technologie, einen angegebenen Kontrastwert von 16.000:1, 1500 ANSI Lumen Lichtleistung, 3 HDMI 1.3 Schnittstellen und wurde in Abstimmung mit diversen Hollywood-Studios feinabgestimmt. Der Preis für diesen cineastischen Wunderknaben soll bei verhältnismäßig niedrigen 2700 Euro liegen, was diesen Projektor sehr interessant macht. Kaufinteressierte müssen sich noch bis Ende Oktober gedulden, eher der Projektor im Handel aufschlagen wird. Der PT-AE2000E hinterließ bei der Vorführung zwar einen farbfrohen, lebendig Eindruck, dafür fehlte uns mit den gezeigten Szenen teilweise noch ein wenig Plastizität im Bild. Selbstverständlich werden wir versuchen, uns mit diesem Projektor im Rahmen eines ausführlichen Testberichtes umfassend zu beschäftigen. 
www.panasonic.de

Projection Design bereichert den Projektorenmarkt demnächst mit zwei neuen Geräten. Den Anfang macht der Cineo 30HC. Der 1-Chip Projektor verfügt über 2 Light-Engines, Brillant Color Technologie und lässt sich mit 6 verschiedenen Optiken ausstatten. Für eine ideale Anpassung an die räumlichen Begebenheiten bietet er einen horizonatalen sowie vertikalen motorisierten Lens-Shift bis zu 125%. Der Cineo 30HC verfügt über einen hochwertigen internen Videoprozessor, kann aber optional auch extern per Crystalio (externer Scaler) kombiniert werden. Der Kontrast wird mit 7.500:1 angegeben, die Helligkeit gar mit 4.000 Ansi Lumen. Der Preis für diesen High-Tech Beamer wird sich bei ca. 18.000 Euro einpendeln, zuzüglich ab ca. 2.500 Euro für die Optik. Erscheinungstermin ist im Laufe des Oktobers.



Der M25 wird ebenfalls noch im Oktober zu kaufen sein, aber mit einem Preis von ca. 6.700 Euro eine andere Käuferschicht ansprechen. Auch dieses Modell basiert auf der 1-Chip DLP Technologie in Kombination mit Brillant Color Komponenten. Wie sein größerer Bruder beherrscht er die Full-HD Darstellung. Auch das Nachrüster von verschiedenen Optiken stellt eine Gemeinsamkeit dar. Allerdings wird er mit 1000 Ansi Lumen nicht ganz so lichtstark sein und damit weniger für Tageslichtprojektion gedacht sein.
www.projectiondesignheimkino.de



Planar gehört vertriebstechnisch zu TVD und wird über diesen Kanal neu auf den deutschen Markt stossen. Die in Amerika sehr bekannte Firma besitzt ein großes Know-How in den speziellen Anforderungen für hochwertige Heimkinoprojektionen und fokussiert hauptsächlich diesen Markt. Faktoren wie zB. Gehäusegröße werden hier der Funktion untergeordnet, was man am Engineering-Sample des oben abgebildeten 8150 erkennen kann. Dieses Modell wird vorrausslicht Anfang November für einen Preis zwischen 5.000 und 7.000 Euro zu haben sein. Als technische Daten ist ein Kontrast von 10.000 - 15.000:1 sowie ein Full-HD Panel angekündigt.
www.planarhometheater.com

RTFS beweist mit einem akustisch optimierten Raum, dass guter Klang auch ohne sündhaft teure Komponenten erreicht werden kann. Die Kombination als Absorber und Diffusoren bescherte der Vorführung eine derart hervorragende Akustik, dass viele Besucher nicht glauben wollten, dass hier lediglich ein Paar 500 Euro Monitore (Swans M1) ihre Arbeit verrichten. Das Erfreuliche: RTFS zählt zu den Akustik-Anbietern, die hochwertige Produkte zu fairen Preisen anbieten, so dass ein akustisch hervorragender Raum kein Wunschtraum mehr bleiben muss. 
www.r-t-f-s.de

Sanyo packte den PLV-Z2000 aus, der dann sogleich auch unter supoptimalen Bedingungen groß auftrumpfen konnte. Ob der offizielle Kontrastwert von 15.000:1 nun wirklich realistisch ist, steht zwar auf einem anderem Blatt, doch die Bildeigenschaften bestachen in der Tat mit hoher Farbdynamik sowie einem überzeugendem Schwarzwert. Aufgrund der unterschiedlichen Vorführbedingungen kann man leider noch keine Einordnung gegenüber den starken Mitbewerbern vornehmen, doch zumindest scheint Sanyo für die Kampf um die Gunst der Käufer sehr gut gewappnet zu sein. Ein weiterer Pluspunkt vom PLV-Z2000 stellt die sehr leise Belüftung des Gerätes dar. Der Projektor ist für Anfang Nov. geplant und wird dann für 2790 Euro in der Preisliste zu finden sein.
www.sanyo.de


Sim2 konnte gleich mit 3 neuen Produkten in Erscheinung treten, was sich auch in der Besucherfrequenz wiederspiegelte, schließlich war der große Vorführraum fast immer sehr gut gefüllt. Letztgenanntes sollte auch auf das Konto des Käufers vom neuen CBX1080 zutreffen, der das Konto um 27.000 Euro belastet. Dafür gibt es einen 3-Chip Full HD DLP Projektor auf Basis der DarkChip4 Technologie in einem sehr kompakten Gehäuse. Kaufinteressenten müssen sich aber leider noch bis Ende November gedulden, ehe dieser Projektor lieferbar sein wird. Der HT380 ist hingegen schon seit Kurzem für 9.900 Euro zu haben und beinhaltet ebenfalls die Full Brillant Color Technologie. Außerdem verspricht der Hersteller durch die neuentwickelte Unishape Lampen-Technologie einen Vorteil bei den Bildeigenschaften dieses Full-HD Beamers. Zu Guter letzt wäre noch der D80 zu nennen, der sich bei ca. 7.000 Euro einpendelt, wenn er Ende November bei den Fächhandlern aufschlägt. Dieser 1-Chip-DLP Projektor bietet ebenfalls die BrillantColor- als auch Unishape Technologie.
www.sim2.de

Sony war zwar nicht mit einem eigenem Stand vertreten, dennoch wurden zwei neue hochinteressante Produkte auf der Messe vorgeführt. Die Vorführung wurde von den "Heimkinomachern" durchgeführt, einem Zusammenschluss von neun Händlern aus ganz Deutschland. Dass hier absolute Profis am Werk waren, merkte man der Vorführung an: kein anderer Aussteller achtete so konsequent auf eine fast 100% Abducklung und perfekte Kaschierung der Bildformate. So stellte man den Sony-Projektoren eine absolut würdige Umgebung dar, zumal auch die Ausführung bzw. Präsentation informativ, kurzweilig und interessant gehalten waren. Hierbei wurden gleich zwei Neuheiten von Sony vorgestellt. Zunächst wäre der VPL-VW60 zu nennen. Er tritt die Nachfolge des VPL-VW50 an und ist für 4999 Euro bereits im Handel. Der andere vorgestellte Projektor stellte für uns DAS visuelle Highlight der gesamten Messe dar. In Anbetracht der grandiosen visuellen Leistung scheint der VPL-VW200 für seine 12.000 Euro ein Schnäppchen zu sein. 


Patrick Schappert von Grobi bei der Demonstration des Panel-Zonen Ausgleichs.

Solch ein ausgeglichenes, farbdynamisches und vor allem plastisches Bild macht jeden Heimkinoabend zu einem unvergesslichem Erlebnis. Sony hat sich nicht nur auf die Grundeigenschaften der Bildwiedergabe konzentriert, sondern implementiert diesem Beamer mit der MotionFlow Technologie einen wirksamen Videooptimierer, der Zwischenbilder errechnen kann (inkl. Reverse-Pulldown) und somit für Film und Games butterweiche und zugleich dreidimensionale Bilder liefert. Der Effekt kann in mehreren Schritten genutzt werden, es traten keinerlei Artefakte auf, wie bei ähnlichen Verfahren. Lediglich ein Schärfeverlust in der höchsten Stufe war zu notieren - allerdings sollte Diese auch nicht für Filme benutzt werden, sondern eignet sich (angeblich) perfekt, um Sportübertragungen in guter Qualität zu genießen. SOny gibt ein Kontrastverhältnis von 35.000:1 an, außerdem ist der Beamer 24p-tauglich. Die Bilder werden auf Basis der 3-Chip SXRD Technologie (Full-HD AUflösung) in Kombination mit einer Xenon-Lampe generiert. Zusätzlich bietet Sony auch noch eine feldbezogene Konvergenzkorrektur, damit auch die Problematiken der 3-Chip-Technologie der Vergangenheit angeehören. Wir sind jedenfalls sehr begierig darauf, den VPL-VW200 in unser Teststudio zu bekommen und werden diesbezüglich bei Sony anklopfen. D
www.sony.de


Swans ist hierzulande relativ unbekannt, spielt weltweit jedoch eine sehr große Rolle und gehört sowohl zu den größten Lautsprecherherstellern - als auch Chassislieferanten der Welt. Das Produktsortiment umfasst jede Sparte der Beschallung, bis hin zu ausgewachsenen High-End Schallwandlern, wie auf dem obigem Foto (F2.3 - Stück 15.500 €) . Mit einem neuem Deutschlandvertrieb wird die Marke versuchen, auch hierzulande bekannter zu werden. Die verschiedenen Swan-Lautsprecher hinterließen einen vielversprechenden Eindruck und scheinen auch preislich sehr attraktiv zu sein. 

Bei Swans wird Vielfalt großgeschrieben - vom Bändchenhochtöner bis hin zu einem dreifach Coax-System fertig der Hersteller die verschiedensten Elemente. Mehr als drei Millionen Chassis liefert der amerikanisch/chinesische Hersteller an andere Firmen und steckt somit zum Teil in vielen Lautsprechern dieser Welt.
www.swans-speaker.com

Vincent und Dali luden ebenfalls zusammen zum lauschigen Zweikanalhören ein. Während von Vincent der brandneue CD-S5 die Zuschauer begeisterte, steuerte der dänische Lautsprecherhersteller unter anderem mit der Helicon 400 MK2 ebenfalls eine Neuheit bei. Der CD-S5 ist ab sofort für 1.499 Euro lieferbar und stellt einen hochwertigen CD-Spieler mit einem beeindruckendem Aufbau und audiophilen Klangeigenschaften dar. Wir werden versuchen, dieses Gerät für einen Hörtest zu bekommen. Aber auch von Dali werden Sie in Zukunft auf unserer Website wieder zu lesen bekommen, denn weitere Tests der hochwertigen Lautsprecher sind fest geplant. Bis dahin können Sie sich die Zeit mit der Lektüre des Testberichts zur Dali Helicon-Serie vertreiben, von der wir sehr begeistert waren. 
www.geko-hifi.de
www.dali.dk

Unsere Beobachtungen am Rande: mancher Projektorenhersteller scheint mit akustischen Grundsätzen in der Tat wirklich sehr wenige Erfahrung zu haben. Man kann zwar sicherlich behaupten, es würde ja nur um das Bild gehen, doch könnte man ja eigentlich trotzdem auch ein bißchen Kompetenz bei der LS-Aufstellung beweisen...

Die beste und aktuellste Filmauswahl lief zweifelsfrei bei Cinemike: während in den anderen Vorführungen fast nur Spiderman zu bewundern war, brachten die Monschauer Tuningspezialisten neue Scheiben wie die Eagles HD-DVD (siehe Bild) oder Matrix sowie Fifth Element auf Blu-Ray mit nach Hannover.


Fazit:

Selten hat uns eine Messe so positiv überrascht. Keine Spur von überfüllten Gängen und dem sonst üblichen Messe-Stress war auf der HCHF auszumachen, was sich in einer sehr entspannten, fast schon familären Atmosphäre niederschlug. Viele Besucher hatten somit die Gelegenheit recht ausführlich und intensiv mit diversen Herstellern zu sprechen, was dem interessiertem und anspruchsvollen Publikum sicherlich weit mehr bedeutet, als Show und Massenabfertigung á la IFA. Wer also auf Träphenjagd gehen will und eine Messe nach der Anzahl gesammelter Kugelschreiber etc. bewertet, ist in Berlin besser aufgehoben. Verbesserungsfähig wären lediglich Kleinigkeiten wie zB. das Catering (Bockwürstchen mag nicht jeder..), aber im Großen und Ganzen ist es sehr überraschend, wie reibungslos und glatt die Messe über die Bühne ging. Die AREADVD Redaktion hat den Abstecher nach Hannover jedenfalls nicht bereut und wird sich den Termin auch im Jahr 2008 wieder im Kalender vermerken und mit Vorfreude entgegenblicken. 

Text: Lars Mette