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Nubert-Tests

 HARDWARE-TESTS

Endstufen-Mastertest: 5 Geräte unterschiedlicher Preisklassen im Vergleich
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Äußere Verarbeitung 
- Atoll AV-100:


Die 8mm dicke Frontplatte aus gebürstetem Alumium kann gegen Aufpreis auch in silber geliefert werden. Dies wird aber auch nichts an den völlig induskutablen Gummistöpseln ändern, die hier als Ersatz für optisch weitaus attraktivere Metallfüsse fungieren. Schon in der 400 Euro Klasse bietet fast jeder AV-Receiver diesbezüglich ein besseres Niveau.



Die Rückseite der AM100 bietet preisklassenbezogen eine sehr ordentliche Verarbeitung. Kleine Kritik gibt es nur für die sehr eng aneinanderliegenden Lautsprecherterminals.


Die Atoll AM100 präsentiert sich sehr puristisch. Die Aluminiumblende geht in Ordnung, sollte aber etwas weniger scharfkantig ausgeführt werden. Und sowohl die Gerätefüße, als auch der Gehäusedeckel setzen ebenfalls keinen neuen Benchmark. Diese Kritikpunkte äußern wir nicht nur in Hinblick auf die teurere Konkurrenz - zum Beispiel zeigt die preislich vergleichbare Vincent SP-997 Monoendstufe (499 Euro), dass auch bei anderen, moderat kalkulierten Geräten durchaus eine opulente Verarbeitung erwartet werden darf. Die vergoldeten Lautsprecherterminals hingegen sind akzeptabel ausgeführt und bieten sowohl für größere Lautsprecherkabel, als auch Bananenstecker sicheren Halt.

- Audionet Amp5

Eine massive Aluminium-Frontplatte prägt die Optik aller Audionet-Geräte, da macht der AmpV keine Ausnahme. In Bezug auf die Materialanmutung kann Diese restlos überzeugen: keine scharfen Kanten, exzellente Anfassqualität und nicht zuletzt der noble Look der polierten Frontblende, sorgen für Ästhetik auf hohem Niveau.  Die Gestaltung des Gehäusedeckels ist wenig aufregend aber solide. Wie auch bei der Map1 kommt diesbezüglich ein schlichter Blechdeckel zum Einsatz. Sowohl die MapV2, als auch der AmpVII können auf eine aufwändigere Konstruktion ihres Chassis zurückgreifen und bestehen auch an diesen Stellen aus Aluminium. Fairerweise sei an dieser Stelle erwähnt, dass diese beiden Geräte die absolute Ausnahme darstellen, da es ansonsten auch bei anderen Anbietern üblich ist, einfache Blechkonstruktionen zu benutzen. 



Vorne "hui" - hinten "pfui" ?? Nicht bei Audionet: die verbauten WBT-Klemmen bestechen mit opulenter Verarbeitungsqualität, genauso wie die restlichen Anschlussbuchsen auf der Rückseite des AmpV. Praktisches Detail sind die Kunststoff-Isolationen unterhalb der einzelnen Lautsprecher-Terminals, so dass auch bei unsauber angeschlossenen Kabeln, die Gefahr eines Kurzschlusses vermindert ist.



Ein LCD-Display, wie Audionet es beim AmpVII integriert hat, bietet der AmpV leider nicht. Die Kommunikation mit der Außenwelt erfolgt über diese kleine blaue LED, direkt neben dem Einschaltknopf. Hierüber teilt der Amp5 die korrekte Polung des Netzteiles, und eventuelle Fehler mit Hilfe einer speziellen Blink-Codierung an, die im Handbuch nachgelesen werden kann.



Detailverliebte Verarbeitung bis in das Detail: abgesehen von den hochwertigen Standfüssen begeistern uns auch die hochwertigen Verschraubungen nebst den sorgfältig abgerundeten Kanten im Geräteinneren.

Den AmpV liefert Audionet auch mit einer schwarzen Frontblende. Zusätzlich darf der Kunde auch auswählen, ob das Gerät über eine blaue (wie bei unserem Testgerät) oder eine rote LED verfügen soll. Insgesamt gibt es beim AmpV also exakt diesselben 4 Gehäusevarianten, wie auch bei den anderen Audionet Produkten. Insgesamt also die gewohnt sehr gute Audionet-Qualität. Mit Ausnahme des Gehäusedeckels gibt sich der AmpV keine Blösse. Im direkten Vergleich fallen die Konkurrenzprodukte etwas ab: die Rotel RMB-1095 besitzt (im Gegensatz zur passenden Vorstufe) keine gröberen Verarbeitungsmängel, lässt aber an vielen kleineren Details den letzten Feinschluff bzw. die entsprechende Sorgfalt vermissen. Die deutlich günstigere Sherwood A-965 kann insbesondere bei den Anschlussbuchsen nicht mithalten. Insgesamt vergeben wir dem AmpV 10 Punkte für diese Disziplin - wir wären sehr froh, wenn jedes Testgerät dieses Niveau mitgehen könnte.

- Marantz PM15-S1:

Schöner können AV-Geräte eigentlich nicht aussehen ! Bei dem PM15-S1 kombiniert Marantz eine makellose, perfekte Verarbeitung mit ästhetischem Design inklusive indirekter Beleuchtung in sanftem blau. Das Gerätedisplay überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie und bietet eine klar ablesbare Schrift.



Wie bei Audionet und Rotel verbaut auch Marantz die hochwertigen WBT Stecker, obwohl der PM15-S1 sogar deutlich günstiger ist.

Bildhübsch und perfekt verarbeitet - so zeigt sich der Marantz Vollverstärker. Die herausragende Verarbeitung sichert dem PM15-S1 sogar unseren Bonuspunkt für besonders überdurchschnittliche Leistungen. Sämtliche Spaltmaße zeugen von absoluter Genauigkeit, und beide Drehregler laden dank satter Führung zum beherzten Anfassen ein. Auch an versteckten Stellen wie dem seitlichen Gehäuse, oder den Gerätefüßen beweist Marantz kompromisslose Liebe zum Detail. Gegenüber dem Audionet Amp5 punktet er vor allem durch seine optisch weniger nüchterne und dafür umso elegantere Machart, die dank der beeindruckenden blauen Illumination hervorragend zur Geltung kommt. Der Marantz PM15-S1 sichert sich souverän den Etappensieg und sorgt für die erste Überraschung dieses Tests.

- Rotel RMB-1095


Auch bei Rotel vertraut man auf die hervorragenden Lautsprecher-Terminals von WBT. Bei der RMB-1095 liegen diese jedoch fast etwas zu nah aneinander und haben die Kabelzuführung jeweils von unten, so dass Marantz und Audionet trotzdem leicht in Führung gehen.



Abgesehen von unserem staubigem Hifi-Rack fällt die schlechte Verarbeitung des Gehäusedeckels auf. Hier ist Rotel zu sparsam ist und verbaut dünnes, lackiertes Blech.


Die imposante Erscheinung der RMB-1095 kann leider nicht darüber hinwegtäuschen, dass Rotel in Bezug auf die Verarbeitung nur im oberen Mittelfeld mitschwimmt. Die vorne angebrachten Alumium-Kühlkörper prägen das markante Design dieser Endstufe und können qualitativ überzeugen. Dies lässt sich leider nicht auf die Ausführung des Gehäusedeckels übertragen, der überraschend labil und biegsam ist, zumal auch die seitliche Befestigung mit den großen schwarzen Schrauben genauso wenig ein Zeugnis von perfekter Verarbeitung ist, wie die einfachen Gummifüsse. Dass die Rotel sich dennoch achtbar aus der Affaire zieht, hat sie zum Großteil der vorbildlichen Anschlussektion zu verdanken. Diese nehmen fast sämtliche Sorten von Lautsprecherkabeln auf, und lassen sich komfortabel bzw. leichtgängig betätigen. 

- Sherwood Newcastle A-965 Cinemike Edition



Standby- und Powerbutton befinden sich direkt in der Mitte des Gerätes.

Als zweckmäßig kann man die Anschlussbuchsen des A-965 bezeichnen. Die Lautsprecher-Terminals sind zwar vergoldet, mögen aber keine großen Kabel ( > 2,5mm²). Hier würde wir Sherwood raten, auf hochwertigere Komponenten zurückzugreifen.

Die klargezeichnete, hochwertige Aluminiumfront kann sich auch mit teureren Produkten messen. Details wie der Einschaltknopf mit umleuchtender LED sorgen für eine hochwertige Optik in der Frontansicht, und auch die Gerätefüsse im Aluminium-Look sorgen für Noblesse im Hifi-Rack. Mit der Noblesse ist aber es vorbei, wenn der prüfende Blick die Rückseite inspiziert: sowohl die Chinch-Buchsen, als auch die Lautsprecher-Terminals könnten durchaus hochwertiger sein, zumal größere Kabelquerschnitte (> 2,5mm²) kaum ordentlich angeschlossen werden können. Immerhin lassen sich (nach Abnahme der Schutzkappen) Bananenstecker mit sicherem Halt hineinstecken, was im Falle der A-965 somit die empfehlenswerteste Variante darstellt. Die Ausführung des Gehäusedeckels ist überhalb Rotel-Niveau und macht einen solideren/stabileren Eindruck. Insgesamt kann sich die A-965 leicht vor der Rotel RMB-1095 einordnen.

Wertungsübersicht äußere Verarbeitung:

Atoll AV-100:  

Audionet Amp5:  

Marantz PM11-S1: +

Rotel RMB-1095: 

Sherwood Newcastle A-965 Cinemike Edition: 

 


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