Endstufen-Mastertest: 5 Geräte unterschiedlicher Preisklassen im Vergleich ( Seite 2 von 6 )Äußere Verarbeitung - Atoll AV-100: Die
8mm dicke Frontplatte aus gebürstetem Alumium kann gegen Aufpreis
auch in silber geliefert werden. Dies wird aber auch nichts an den
völlig induskutablen Gummistöpseln ändern, die hier als
Ersatz für optisch weitaus attraktivere Metallfüsse
fungieren. Schon in der 400 Euro Klasse bietet fast jeder AV-Receiver
diesbezüglich ein besseres Niveau.
 Die
Rückseite der AM100 bietet preisklassenbezogen eine sehr
ordentliche Verarbeitung. Kleine Kritik gibt es nur für die sehr
eng aneinanderliegenden Lautsprecherterminals.  Die
Atoll AM100 präsentiert sich sehr puristisch. Die Aluminiumblende
geht in Ordnung, sollte aber etwas
weniger scharfkantig ausgeführt werden. Und sowohl die
Gerätefüße, als auch
der Gehäusedeckel setzen ebenfalls keinen neuen Benchmark. Diese
Kritikpunkte
äußern wir nicht nur in Hinblick auf die teurere Konkurrenz
- zum Beispiel
zeigt die preislich vergleichbare Vincent SP-997 Monoendstufe (499
Euro), dass
auch bei anderen, moderat kalkulierten Geräten durchaus eine
opulente Verarbeitung
erwartet werden darf. Die vergoldeten Lautsprecherterminals hingegen
sind akzeptabel ausgeführt und bieten sowohl für
größere Lautsprecherkabel, als
auch Bananenstecker sicheren Halt. - Audionet Amp5Eine massive Aluminium-Frontplatte prägt die Optik aller
Audionet-Geräte, da macht der AmpV keine Ausnahme. In Bezug auf
die Materialanmutung kann Diese restlos überzeugen: keine scharfen
Kanten, exzellente Anfassqualität und nicht zuletzt der noble
Look der polierten Frontblende, sorgen für Ästhetik auf
hohem Niveau.
Die Gestaltung des Gehäusedeckels ist wenig aufregend aber solide. Wie auch
bei der Map1 kommt diesbezüglich ein schlichter Blechdeckel zum
Einsatz. Sowohl die MapV2, als auch der AmpVII können auf eine
aufwändigere Konstruktion ihres Chassis zurückgreifen und
bestehen auch an diesen Stellen aus Aluminium. Fairerweise sei an
dieser Stelle erwähnt, dass diese beiden Geräte die absolute
Ausnahme darstellen, da es ansonsten auch bei anderen Anbietern
üblich ist, einfache Blechkonstruktionen zu benutzen.
Vorne "hui" - hinten "pfui" ?? Nicht bei Audionet: die verbauten
WBT-Klemmen bestechen mit opulenter Verarbeitungsqualität, genauso
wie die restlichen Anschlussbuchsen auf der Rückseite des AmpV.
Praktisches Detail sind die Kunststoff-Isolationen unterhalb der
einzelnen Lautsprecher-Terminals, so dass auch bei unsauber
angeschlossenen Kabeln, die Gefahr eines Kurzschlusses vermindert
ist.
Ein LCD-Display, wie Audionet es beim AmpVII integriert hat, bietet der
AmpV leider nicht. Die Kommunikation mit der Außenwelt erfolgt
über diese kleine blaue LED, direkt neben dem Einschaltknopf.
Hierüber teilt der Amp5 die korrekte Polung des Netzteiles, und
eventuelle Fehler mit Hilfe einer speziellen Blink-Codierung an, die im
Handbuch nachgelesen werden kann.
Detailverliebte
Verarbeitung bis in das Detail: abgesehen von den hochwertigen
Standfüssen begeistern uns auch die hochwertigen Verschraubungen
nebst den sorgfältig abgerundeten Kanten im Geräteinneren.
Den AmpV liefert Audionet auch mit einer schwarzen Frontblende.
Zusätzlich darf der Kunde auch auswählen, ob das Gerät
über eine blaue (wie bei unserem Testgerät) oder eine rote
LED verfügen soll. Insgesamt gibt es beim AmpV also exakt
diesselben 4 Gehäusevarianten, wie auch bei den anderen Audionet
Produkten. Insgesamt also die gewohnt sehr gute Audionet-Qualität. Mit Ausnahme des
Gehäusedeckels gibt sich der AmpV keine Blösse. Im direkten
Vergleich fallen die Konkurrenzprodukte etwas ab: die Rotel RMB-1095
besitzt (im Gegensatz zur passenden Vorstufe) keine gröberen
Verarbeitungsmängel, lässt aber an vielen kleineren Details
den letzten Feinschluff bzw. die entsprechende Sorgfalt vermissen. Die
deutlich günstigere Sherwood A-965 kann insbesondere bei den
Anschlussbuchsen nicht mithalten. Insgesamt vergeben wir dem AmpV 10 Punkte für diese Disziplin - wir
wären sehr froh, wenn jedes Testgerät dieses Niveau mitgehen
könnte. - Marantz PM15-S1:Schöner
können AV-Geräte eigentlich nicht aussehen ! Bei dem PM15-S1
kombiniert Marantz eine makellose, perfekte Verarbeitung mit
ästhetischem Design inklusive indirekter Beleuchtung in sanftem
blau. Das Gerätedisplay überzeugt ebenfalls auf ganzer Linie
und bietet eine klar ablesbare Schrift. 
Wie
bei Audionet und Rotel verbaut auch Marantz die hochwertigen WBT
Stecker, obwohl der PM15-S1 sogar deutlich günstiger ist.
Bildhübsch und perfekt verarbeitet - so zeigt sich der
Marantz Vollverstärker. Die herausragende Verarbeitung sichert dem PM15-S1
sogar unseren Bonuspunkt für besonders überdurchschnittliche Leistungen.
Sämtliche Spaltmaße zeugen von absoluter Genauigkeit, und beide Drehregler
laden dank satter Führung zum beherzten Anfassen ein. Auch an versteckten
Stellen wie dem seitlichen Gehäuse, oder den Gerätefüßen beweist Marantz
kompromisslose Liebe zum Detail. Gegenüber dem Audionet Amp5 punktet er vor
allem durch seine optisch weniger nüchterne und dafür umso elegantere Machart,
die dank der beeindruckenden blauen Illumination hervorragend zur Geltung kommt.
Der Marantz PM15-S1 sichert sich souverän den Etappensieg und sorgt für die
erste Überraschung dieses Tests. - Rotel RMB-1095 Auch
bei Rotel vertraut man auf die hervorragenden Lautsprecher-Terminals
von WBT. Bei der RMB-1095 liegen diese jedoch fast etwas zu nah
aneinander und haben die Kabelzuführung jeweils von unten, so
dass Marantz und Audionet trotzdem leicht in Führung gehen.  Abgesehen
von unserem staubigem Hifi-Rack fällt die schlechte Verarbeitung
des Gehäusedeckels auf. Hier ist Rotel zu sparsam ist und
verbaut dünnes, lackiertes Blech.  Die
imposante Erscheinung der RMB-1095 kann leider nicht
darüber hinwegtäuschen, dass Rotel in Bezug auf die
Verarbeitung nur im oberen
Mittelfeld mitschwimmt. Die vorne angebrachten
Alumium-Kühlkörper prägen das
markante Design dieser Endstufe und können qualitativ
überzeugen. Dies lässt
sich leider nicht auf die Ausführung des Gehäusedeckels
übertragen, der
überraschend labil und biegsam ist, zumal auch die seitliche
Befestigung mit
den großen schwarzen Schrauben genauso wenig ein Zeugnis von
perfekter Verarbeitung ist, wie die einfachen Gummifüsse.
Dass die Rotel sich dennoch achtbar aus der Affaire zieht, hat sie zum
Großteil
der vorbildlichen Anschlussektion zu verdanken. Diese nehmen fast
sämtliche
Sorten von Lautsprecherkabeln auf, und lassen sich komfortabel bzw.
leichtgängig betätigen. - Sherwood Newcastle A-965 Cinemike
Edition
Standby- und Powerbutton befinden sich direkt in der Mitte des Gerätes.
Als
zweckmäßig kann man die Anschlussbuchsen des A-965
bezeichnen. Die Lautsprecher-Terminals sind zwar vergoldet, mögen
aber keine großen Kabel ( > 2,5mm²). Hier würde wir
Sherwood raten, auf hochwertigere Komponenten zurückzugreifen.
Die klargezeichnete,
hochwertige Aluminiumfront kann sich auch mit teureren Produkten messen. Details
wie der Einschaltknopf mit umleuchtender LED sorgen für eine hochwertige Optik
in der Frontansicht, und auch die Gerätefüsse im Aluminium-Look sorgen für
Noblesse im Hifi-Rack. Mit der Noblesse ist aber es vorbei, wenn der prüfende
Blick die Rückseite inspiziert: sowohl die Chinch-Buchsen, als auch die
Lautsprecher-Terminals könnten durchaus hochwertiger sein, zumal größere
Kabelquerschnitte (> 2,5mm²) kaum ordentlich angeschlossen werden können.
Immerhin lassen sich (nach Abnahme der Schutzkappen) Bananenstecker mit sicherem
Halt hineinstecken, was im Falle der A-965 somit die empfehlenswerteste Variante
darstellt. Die Ausführung des Gehäusedeckels ist überhalb Rotel-Niveau und
macht einen solideren/stabileren Eindruck. Insgesamt kann sich die A-965 leicht vor der Rotel RMB-1095 einordnen. Wertungsübersicht
äußere Verarbeitung: Atoll AV-100:          Audionet
Amp5:          Marantz PM11-S1:          + Rotel
RMB-1095:          Sherwood Newcastle A-965 Cinemike Edition:         
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