Test: A.C.T. Subwoofer AL6
29.03.2006
(lm) Ein
wichtiger Schlüssel zur akustischen Wirkung eines
Heimkino-Systemes liegt zweifelsohne in der Tiefbass-Perfomance. Kaum
ein moderner Hollywood-Blockbuster macht nicht von gewaltigen
niederfrequenten
Effekten Gebrauch, denn ohne das typische tiefe Grollen würden
Schock- oder Actionelemente deutlich an Intensität verlieren. Doch
während bei einfacheren Systemen oftmals relativ schnell eine
adäquate und subjektiv ausreichende Tiefbassuntermalung gefunden
werden kann, haben es anspruchsvollere Anwender deutlich schwieriger:
Hier liegt das Augenmerk nicht nur auf einer möglichst
massiven, durch Wucht gekennzeichneten Wiedergabe bei maximal leicht
erhöhter
Lautstärke, sondern vielmehr auf
Faktoren wie Homogenität, Pegelreserven und vor allem
Präzision. Besonders die letztgenannte Eigenschaft gewinnt bei
musikalischen Anwendungen nochmals deutlich an Bedeutung, was dann die
Auswahl des Subwoofers merklich einschränkt
- für hochwertige Musikanwendungen gibt es nicht allzu viele
vielversprechende
Kandidaten.  Wir
hoffen jedoch, einen solchen gefunden zu haben undr
möchten Ihnen innerhalb dieses Tests den AL-6 aus dem Hause A.C.T.
vorstellen. Unser Testkandidat ist ein geschlossener Subwoofer mit einer technischen Besonderheit:
Ein Sensor sitzt direkt auf der Membran, und eine mit dem Sensor verbundene Elektronik
sorgt für exakten
Hub und kann das tonale Geschehen somit jederzeit mit dem Soll-Wert
vergleichen. Preislich landet der ACT AL6 mit 1599 € in der hart
umkämpften oberen Mittelklasse und muss sich vor Allem
gegenüber dem Nubert nuLine AW-1500
(1285 €) und dem SVS PB12-Plus
( ab 1.299 €) beweisen.
Damit
wir noch fundiertere
Aussagen über die erzielbare Stereo-Perfomance treffen
können, haben wir gleich zwei Exemplare in unserem High-End Studio
platziert. Mit einem Gesamtpreis von 3198 € ist dieses
Tiefbass-Duett noch in für eine anspruchsvolle Hörerschaft
vertretbaren Dimensionen und könnte
für viele musikalisch veranlagte Anwender durchaus als
bezahlbare und leistungsfähige Option in Frage kommen. Wir
sind gespannt, ob es der kleinen Firma aus dem bayrischen Waging am See
gelingt, mit den Platzhirschen der Subwoofer-Branche mitzuhalten und ob
sich hinter der schlichten Modellbezeichnung AL6 eventuell sogar ein
neuer Siegertyp versteckt.
Verarbeitung/Finish:Oftmals
sind es gerade die kleineren Firmen, die mit einer überraschend
guten Verarbeitung aufwarten können, so wie wir es beispielsweise
bei Isophon Lautsprechern beobachten konnten. Auch der hier angetretene
A.C.T. AL6 überzeugt mit einem sehr hohem Qualitätsniveau und
distanziert viele seiner Mitstreiter. 
Die klassische
Gehäuseform mit Frontfire-Membran sorgt zunächst für
wenig Aufsehen. Die Bedienelemente verbannten die Entwickler komplett
auf die Rückseite des Subwoofers, so dass von vorne keine LEDs bzw. andere Bedienelemente zu finden sind. 
Mit
montiertem Schutzrahmen fällt der Subwoofer optisch etwas ab. Hier
zeigt beispielsweise der Direktversender Nubert, dass es (in Form von
geschwungenen Lochblechgittern) schönere Alternativen gibt, die
zudem auch eine bessere Schutzfunktion aufweisen. 
Das
verwendete Holzfurnier ist schlichtweg eine Klasse besser als alles,
was sonst in diesen Preisgefilden bislang bei uns zu einem Test zu Gast
war. Sowohl die Maserung der Oberfläche als auch die
Natürlichkeit der Farbtöne erinnert bei dem A.C.T.
Gerät sehr stark an hochwertige Markenmöbel - kaum ein
Vergleichsgerät kann da mithalten. Oftmals wirken die Furniere
anderer Lautsprecher auf den ersten Blick eher wie eine folierte
Oberfläche und erreichen somit haptisch und optisch kein vollends
begeisterndes Qualitätsniveau. 
Die Gehäusekanten
wurden mit sehr großer Sorgfalt und Genauigkeit gefertigt. Hier
übertrumpft der AL6 sogar anerkannte Branchengrößen wie
die Nubert nuLine Modelle. Dazu kommt noch, dass der Biegeradius der
Kanten ebenfalls sehr großzügig ausgefallen ist, was den
Subwoofer weniger "kistenartig" erscheinen lässt. Standardmäßig
liefert der Hersteller seine Subwoofer (abgesehen von unserer
Buche-Version) in Esche schwarz, Kirschbaum und Ahorn. Weitere Hölzer
können jedoch auftragsbezogen ohne Problem verarbeitet werden - zu
einem fairen Aufpreis. Doch
damit nicht genug: sollte der Kunde einen besonderen Wunsch
bezüglich der Abmessungen haben, kann A.C.T. auch solche Vorgaben
erfüllen. Es muss lediglich das Innenvolumen mit dem
Referenzgehäuse übereinstimmen. Der preislichen Aufschlag
für solch eine Sonderanfertigung pendelt sich ca. zwischen 8 und 10% des regulären Preises ein.
Dass Chassis besticht ebenfalls durch eine sehr saubere
Einpassung in den Korpus des Subwoofers - hier sitzt alles wie
angegossen. Dasselbe gilt auch für das rückwärtig
eingelassene Elektronikmodul. 
4 Schraubgewinde befinden
sich bereits auf der Unterseite des Subwoofers und ermöglichen die
Montage der beigelegten Mini-Spikes. Je nach Anwendungsfall lassen sich
diese variabel einsetzen. Die spitze Seite ist für
Teppichböden gedacht, während das abgeflachte Ende für
Parkettböden sinnvoll ist. Bewertung Verarbeitung:          
Mit
9,5 von 10 Punkten fährt der A.C.T. Subwoofer ein beeindruckendes
Ergebnis ein und überholt dabei seine direkten Kontrahenten - wobei der
ebenfalls in den USA von Hand zusammengesetzte
SVS PB12-Plus und der ebenfalls sehr nobel wirkende Nubert nuLine AW-1500
nach wie vor ebenfalls mit respektablen Ergebnissen aufwarten können und sich
direkt dahinter einordnen .Wir
finden es besonders schön, dass der AL6 sowohl höchstwertige
Verarbeitung, eine große Oberflächenauswahl und eine
Herstellung in Deutschland zu wettbewerbsfähigen Preisen bietet,
und beweist, dass nicht nur in Billiglohnländern ein optisch
attraktives und bezahlbares Produkt hergestellt werden kann. Technische Details / Ausstattung:A.C.T.
liefert den AL6 sowohl in einer Bassreflex-Version als auch als
geschlossenes System an seine Kunden aus. Unser Testexemplar
gehört zur letztgenannten Gattung. Bevor wir uns den technischen
Besonderheiten des AL6 widmen, möchten wir Ihnen noch ein paar
grundsätzliche Erklärungen bezüglich dem Unterschied
zwischen geschlossenen und Bassreflex-Konstruktionen bieten: 
Im
Unterschied zu einem geschlossenen System nutzt eine Reflexbox den nach
hinten abgegebenen Schall eines Lautsprecherchassis, anstatt ihn zu
eliminieren. Da dieser Schall gegenphasig zu dem nach vorne abgegebenen
Schall ist, muss die Phase gedreht werden, um zu vermeiden, dass sich
beide Schallwellen gegenseitig auslöschen. Gewünscht ist
genau das Gegenteil, nämlich dass sie sich unterstützen und
somit verstärken. Gehäusevolumen und die Öffnung in der
Box (der Reflexkanal) werden speziell auf das jeweilige Chassis hin
berechnet und abgestimmt. So wird die Resonanz- und Phasenverschiebung
erreicht und der Gehäusehohlraum, die Öffnung und das Chassis
bilden einen gekoppelten Schwingkreis. Im Ergebnis verringern die
Luftschwingungen im Gehäuse die Membranbewegungen und damit auch
den Anteil der Membran an der Schallerzeugung. In der
Gehäuseöffnung wird eine akustische Masse - ein "Luftpolster"
- in Bewegung gesetzt. Dieses "Luftpolster" und der von der Membran
erzeugte Schall summieren sich, so dass letztlich der Schalldruck
höher ist, als bei einer geschlossenen Box. Konstruktive
Schwächen an dieser Stelle erzeugen die vielgefürchteten
Wind- oder Strömungsgeräusche. Zusammenfassend
betrachtet, sind Bass-Reflex Subwoofer ihren geschlossenen Pendants
hinsichtlich der Pegelfestigkeit und Verzerrungsarmut überlegen,
geraten jedoch in Bezug auf Strömungsgeräusche und Präzision (je
nach Qualität der BR-Konstruktion) ins Hintertreffen. Das
Hauptproblem einer BR-Konstruktion liegt im Schwingungsverhalten des
Rohres selbst, denn dadurch entstehen Unsauberkeiten bis hin zu
Phasendrehungen. Selbstverständlich ist deswegen nicht jeder
BR-Woofer unpräziser bzw. pegelfester als jedweder beliebiger
geschlossener Subwoofer - unsere Ausführung sollen lediglich die
Grundcharakteristiken der jeweiligen Konstruktionsprinzipien kurz und
knapp verständlich machen.  Wie
Eingangs bereits erwähnt, wartet der AL6 hauptsächlich mit
einer Besonderheit auf, die ihn von fast allen anderen
Subwoofer-Kollegen unterscheidet - die servogesteuerte Membran. Direkt
zwischen Abdeckkappe und der Membran befindet sich ein kleines
Mikrofon, welches permanent die Membranbeschleunigung an die interne
Elektronik weitermeldet. Hier findet dann ein Soll/Ist Vergleich statt
- die Membran kann damit exakt kontrolliert bzw. gesteuert werden.
Diese Art der Regelung ist speziell darauf ausgelegt, innerhalb
Sekundenbruchteilen einzugreifen und quasi direkt beim Entstehen des
Schalls eingreifen zu können. Das SCS (Servo Control System)
liegt schaltungstechnisch vor der Endstufensektion. Diese Art der
Subwoofer-Steuerung hatte bislang kein anderes, preislich
vergleichbares Subwoofer-Modell. Wir sind schon sehr gespannt, wie sehr
sich diese Technik später im Hörtest behaupten kann. 
In
Bezug auf die Einstelloptionen bietet der AL6 lediglich das
Nötigste: Je ein kleiner Drehregler für die Einstellung der
Lautstärke und der
Übergangsfrequenz findet sich auf der Rückseite. Besonders in
Hinblick auf Nubert Subwoofer (Testbeispiele: Nubert nuLine AW-560,
Nubert nuLine AW-1500)
definitiv zu spartanisch, denn Kunden des
schwäbischen Direktversenders dürfen sich neben dem
fernbedienbaren und leichtzugänglichen Frontpanel sogar über
eine kleine Fernbedienung freuen. Abgesehen vom Bedienungskomfort
erfüllen selbstverständlich beide Konstruktionen ihre
technische Aufgabe gleichermaßen gut. Die restlichen
Einstellungsoptionen sind schnell aufgezählt: Der schaltbare
Subsonic-Filter entscheidet, ob der Subwoofer schon bei 30Hz mit
24db/Octave filtern soll. Dadurch bleibt der Membran ein Großteil
der
auslenkungsintensiven Tiefstbassarbeit erspart, so dass Pegelfestigkeit
und Präzision profitieren - gut z.B. für die Wiedergabe von
Musikmaterial, wo ultratiefe Bässe und Subbässe bis auf
wenige Ausnahmen fehlen. Vergleichbare
Justierungsmöglichkeiten bringen quasi alle Subwoofer mit -
teilweise sogar noch etwas differenziert einstellbar. Die verbleibende
Einstelloption beschränkt sich auf den Phasenschalter. Leider ist
dieser nicht stufenlos drehbar, sondern nur zwischen 0 und 180 Grad
schaltbar. 
Der
AL6 nimmt mit diesem Anschlussfeld Kontakt zur Außenwelt auf.
Rechts befinden sich die Chinch-Anschlüsse, welche auch für
die klassische Verbindung zum AV-Receiver benutzt werden. Auch auf dem Bild zu
erkennen: Die High-Level Eingänge im linken Bereich. Mit Hilfe von Bananensteckern ist es möglich, das
Lautsprecherkabel für ein Stereo-Setup durchzuschleifen. Das
hierfür benötigte Equipment muss jedoch erst noch separat
hinzugekauft werden. Immerhin bietet der A.C.T. AL6 diese Option
überhaupt an, denn manche Hersteller gehen mittlerweile schon dazu
über, solche Anschlüsse komplett einzusparen. Fazit Technik / Ausstattung:           Fast
könnte man meinen, das Motto der Entwickler lautet ".. so viel wie
nötig, so wenig wie möglich..". Wir vermissen zwar nichts
Grundlegendes, aber im Vergleich zu vielen vollausgestatteten
Konkurrenten gibt sich der AL6 schon sehr knausrig. Insbesondere eine
stufenlose Phaseneinstellung wäre durchaus angebracht. Die
klangentscheidenden Eigenschaften hingegen machen Appetit auf den
kommenden Hörtest: Ein geschlossener Subwoofer, der zudem noch
eine servogesteuerte Membran besitzt, verspricht interessante
Hörerlebnisse. Die Wertung in der Rubrik Technik/Ausstattung ist
jedenfalls ein Kompromiss aus den gezeigten Aspekten, soll aber
keineswegs bedeuten, der AL6 wäre seinen Konkurrenten in
technischer Hinsicht nicht mindestens ebenbürtig. Und für
noch anspruchsvollere Kunden bietet A.C.T. für 400 € ein
DSP-Upgrade an, der dann neben einem voll parametrischen Equalizer auch
diverse Filter einstellbar macht. In diesem Paket ebenfalls enthalten:
eine Fernbedienung sowie ein Upgrade des Netzteiles. Ein Test ein
solches A.C.T: Subwoofers ist bereits geplant.
 Die
120 Watt Endstufe bietet - obwohl diese Angabe dem AL6 eher wenig
Respekt einbringt, wenn man bedenkt, dass manche sogar noch preislich
günstigeren Kontrahenten mit Endstufenleistungen > 500 Watt
auflaufen - ausreichend Leistung und dürfte für
die überwiegende Anzahl an Kauf-Interessenten genügen. Wer
aber Jurassic Park mit Pegeln so intensiv anschauen möchte, dass
auch die umliegenden Anwohner denken, ein T-Rex stände vor der
Tür, sollte entweder mehrere AL6 bestellen oder sich bei
Teufel/Nubert oder SVS umschauen. Die Servotechnologie sorgt zwar
für große Präzision (mehr dazu in der folgendem
Klangrubrik), doch auch diese kann die Grenzen der Physik nicht
aushebeln. Mit den oftmals ca. 30m² großen Wohnzimmer bzw.
Heimkinoräumen kommt aber auch ein AL6 schon sehr gut klar, zumal
sich nicht jeder Anwender auch den Luxus erlauben darf, nach Belieben
die Grenzen seines Subwoofers auszuloten. Zusammengefasst: der AL6
bietet zumindest mehr Pegelfestigkeit, als die meisten Nachbarn. Und
für die Glücklichen, die noch mehr Schub brauchen/wollen
bietet sich neben den gezeigten Alternativen auch die Option auf einen
A.C.T. AL6 mit Mehrfachmembranbestückung - in der maximal
Varianten mit 4 Tieftonchassis dürften auch Pegelhungrige satt
werden. Kurz ausgedrückt: es geht sicherlich noch besser, aber in
kleineren und mittleren Räumen kommt man mit dem AL6 sehr gut
zurecht. Testumgebung:Natürlich können wir
nicht einen einzelnen Subwoofer testen, ohne dazu auch andere
Komponenten zu hören. Wir haben uns größtmögliche
Mühe gegeben und ganz bewusst sehr viel unterschiedliche
Lautsprecher-Systeme mit dem A.C.T. zusammen betrieben. Lautsprecher-System 1: Isophon EuropaII/Solaris/Galileo 7-Kanal-Set (ca. 20.000
€) Lautsprecher-System 2: Monitor Audio GS60/GS LCR/GS10 5-Kanal-Set (ca. 5.000
€) Lautsprecher-System 3: Wharfedale Opus2/TriCenter/Opus2 5-Kanal-Set (ca. 7.000
€) Lautsprecher-System 4: JmLab Electra 5.0 Setup (ca. 10.500 €) Lautsprecher-System 5: Nubert nuWave 125 Set (ca. 4.300
€)
Vor-/Endstufenkombination 1: Audionet MapV2/EPS/Amp1+Amp5 (ca. 16.000
€) Vor-/Endstufenkombination 2: Cinemike Sherwood Newcastle Level 2 A-965/P-965 (ca. 7.000
€) AV-Receiver: Denon AVC-A11 XV (ca. 3.500 €) DVD Player 1: Cinemike DVD-3910 Level 3 SDI (ca. 3.000
€) DVD Player 2: Onkyo DV-SP 1000 E (ca. 4.600 €) Klang im Surroundbetrieb:Richtig
in seinem Element ist der AL6, wenn kurze/präzise Bass-Impulse
gefragt sind: Der Endkampf zwischen Beatrix Kidow und O'Ren in "Kill
Bill Volume 1" wird von sehr dynamischer, feuriger spanischer Musik
untermalt. Diese Art der Wiedergabe nutzt der AL6 und begeistert sein
Auditorium mit einem beherzten Auftritt - der treibende Musicscore wird
hier in vorbildlicher Weise eben nicht vordergründig "abgespult",
sondern mit dem restlichen akustischen Geschehen verwoben. Der Grund
für die faszinierende Harmonie liegt in der vorbildlichen
Präzision: Der AL6 trifft jeden Bass-Beat punktgenau, so dass (bei
korrekter Einpegelung) kein Eindruck eines separat agierenden
Subwoofers entsteht. Selbst bei höheren Pegeln bleibt der AL6
seiner Linie treu und bietet Bass-Präzision, die von der
Impulsivität her an eine sehr hochwertige, tiefreichende Standbox
erinnern. Im Vergleich dazu, tendieren fast alle vergleichbaren Subwoofer,
sich etwas stärker in den Vordergrund zu spielen - darunter nicht nur
Extrem-Tiefbass-Champions wie der Teufel
M11000 und derSVS PB12-Plus , sondern auch der
Nubert nuLine AW-1500 . Diese Modelle wiederum
distanzieren den AL6 wenn Tiefgang im Verbund mit hohen Pegeln gefragt
ist: das Pod-Race aus "Star Wars Episode 1" setzt zwar auch der
A.C.T. AL6 gekonnt um, doch während der berstenden Explosionen
(und anderen Tiefbass-Effekten), agieren vergleichbare Subwoofer von
Teufel, Nubert und SVS hörbar nachdrücklicher und
kräftiger. Ganz besonders der M11000
deklassiert den A.C.T. beinahe und geht souverän noch an den Konkurrenten
von Nubert und SVS vorbei. Hinsichtlich der Dynamik überrascht der AL6 dabei
sogar mit ungeahnten Qualitäten und bleibt lange auf dem Niveau
der Klassenbesten. Erst deutlich überhalb einer gesteigerten
Zimmerlautstärke packt (z.B.) ein Nubert AW-1500 deutlich
spielfreudiger zu. Sehr gut hat uns der erzielte Raumeindruck des AL6
gefallen. Obwohl er in Bezug auf den Tiefgang knapp hinter dem nuLine
AW-1500 rangiert, klingt der A.C.T. Subwoofer sehr voluminös und
vermittelt erfolgreich das Gefühl in einem größerem
Raum zu sitzen, als man tatsächlich ist. Es ist erstaunlich, wie
wacker sich der AL6 bei der DVD "Das Geisterschloss" schlägt: den
Tiefbassvorteil seiner Kontrahenten macht er zum einem Großteil
mit Impulsivität und Sauberkeit wett. Unser Tipp: wenn ein
Hörraum sowieso große Probleme im Tiefstbass bereitet, macht
es Sinn, den AL6 "nur" bis 30Hz linear spielen zu lassen. Durch die
verminderte Wiedergabe der fordernden sehr tiefen Frequenzen, bekommt
der Subwoofer noch mehr Pegelreserven und klingt dann noch
souveräner. Klang Stereo:Sie erahnen es
vielleicht schon... - aufgrund der bisher geschilderten Leistungen des
AL6 ist er ein Änwärter für eine herausragende
Stereo-Perfomance ! Kurz ausgedrückt: diese bietet er
tatsächlich auch! Obwohl im Besonderen der Nubert AW-1500 sowohl
theoretisch (Doppel-Chassis), als auch in der Praxis beeindruckende
Ergebnisse einfahren konnte, vermag der A.C.T. AL6 diese noch zu
toppen. Bei langsamen Stücken (Norah Jones, "Come Away with me")
verwöhnt der AL6 das Trommelfell mit einer
kultivierten,leichtfüßen Spielweise. Auch hier zeigt sich,
dass er sich weder in den Vorder- oder Hintergrund stellt, und
gleichberechtigt mit den Hauptlautsprechern zu Werke geht. Die
Umsetzung des Cellos in diesem Stück gelingt ihm ausgezeichnet,
indem das leichte Nachschwingen der Töne sowohl nuanciert als
feinfühlig ausgegeben wird. Die facettenreiche Darbietung
des AL6 sorgt auch bei dynamischeren Titeln für Freude beim
Hören. Der A.C.T. Subwoofer entpuppt sich als wahrer Könner,
wenn Kickbässe gefragt werden und ist wie prädestiniert
für House- oder Technomusik.
Besonders
interessant: Er
spielt zwar besonders beeindruckend mit den Monitor Audio GS10
Kompaktlautsprechern zusammen, doch davon abgesehen ist er
auch in der Lage, ausgewachsenen Standboxen wirkungsvoll unter die Arme
zu greifen (auf dem Bild sehen sie einen AL6 neben einer Monitor Audio
GS60). Die akustische Harmonie zwischen Subwoofer und Lautsprecher
war mit allen getesteten Modellen schon nach kurzer Zeit vorhanden. Etwas
Beachtung sollte man jedoch unbedingt während der Justage dem
Volume-Regler widmen, der schon wenige Millimeter Unterschied mit
deutlichen Pegeländerungen quittiert - andere Subwoofer erlauben
hier eine etwas feinfühligere Dosierung. Klangliche Relevanz hat
dies ohnehin nicht, und wenn der AL6 einmal korrekt eingepegelt ist,
kann ihm kein anderer Woofer dieser Preisklasse in Bezug auf Homogenität und
Präzision das Wasser reichen. Der
ordentliche Tiefgang reicht für fast alle musikalischen
Anwendungen mehr als aus, und Tiefbass-Pegelorgien im 20Hz Bereich sind
hier ohnehin die absolute Ausnahme. Den Einfluss der
Raumakustik kann natürlich auch der AL6 nicht eliminieren, so dass
jedwede ernsthafte Integration von Subwoofern in musikalisch
anspruchsvolle Gefilde mindestens 2 Subwoofer beinhalten sollte. Fazit Klang: Der
A.C.T. AL6 mag zwar nicht in allen klanglichen Aspekten neue Bestmarken
setzen, aber die Zusammensetzung seiner Vorteile ist zweifelsohne
für viele Anwender sehr interessant: Akustische Gourmets, die
ohnehin lieber einen athletischen, kontrollierten Bass als massive, brutal
zupackende Kraft
erleben möchten, finden in dem A.C.T. AL6 genau das richtige
Produkt. Wir sind uns sehr sicher, dass dieser Subwoofer besonders bei
Musikliebhabern auf offene Ohren trifft und sich einen Platz in deren
Anlagen erspielen kann. Dasselbe können wir auch vielen geplagten
Heimkino-Besitzern mit sensiblen Nachbarn empfehlen: Der AL6 bietet
just abseits von brachialen Pegeln den Großteil seines
Faszinationspotentials. Für die typische Heimkino-Installation im
Hobbykeller oder einem großvolumigem Dachgeschoss ist der AL6
weniger geeignet, hier sollten sich Interessenten besser auf den
Websiten der Direktvertriebe von Teufel und Nubert umsehen.
Bilanzierend betrachtet, bietet der AL6 im Surroundbetrieb eine
beachtliche, aber nicht herausragende Leistung, was wir mit 9 Punkten
quittieren. Bei audiophilen Anwendungen überzeugt er hingegen auf
ganzer Linie und heimst souverän die Höchstpunktzahl ein. Bewertung Klang Surround:           Bewertung Klang Stereo:           Fazit:Ganz
klar: als Sonderangebot oder Schnäppchen kann man einen Subwoofer
für 1.500 € grundsätzlich nicht pauschal einstufen.
Für Anwender, die über eine passende Umgebung verfügen
und die Vorzüge des AL6 nutzen können, möchten wir an
dieser Stelle dennoch eine klare Kaufempfehlung aussprechen - und
bescheinigen dem A.C.T. Subwoofer ein sehr attraktives
Preis-/Leistungsverhältnis. Die enorme Präzision und die
tiefe, unerschütterliche Spielweise eröffnen anspruchsvollen
Musikliebhaber neue Möglichkeiten: statt nun bis zu 5.000 €
für eine hochwertige Standbox auszugeben, bietet sich
nun auch die Alternative, mit hochwertigen Kompaktlautsprechern und 2
Stück AL6 ein klangkräftiges Stereo-Ensemble
zusammenzustellen. Doch selbstverständlich können ebenfalls
etliche High-End Standboxen wirksam mit A.C.T Subwoofer aufgewertet
werden, so wie beispielsweise die Isophon Corvara bzw. die KEF
Reference 205, die viele Qualitäten mitbringen, aber jeweils nur
einen relativ schlanken Bass bieten. Unterm Strich bietet A.C.T. genau
den Subwoofer an, die Musikliebhaber mit Heimkino-Ambitionen schon
immer gesucht haben. Der A.C.T. AL6 widmet sich jeder musikalischen Herausforderung mit Bravour Test:
29.März 2006 Oberklasse-Subwoofer Preis-/Leistungsverhältnis:          
+
Äußerst präzise Basswiedergabe setzt neue Maßstäbe + Verarbeitung des Gehäuses deutlich über Preisniveau +
Viele verschiedene Farben und Varianten lieferbar + Hochwertige technische Bauteile bzw. technische Lösungen
- Tiefgang und Pegelfestigkeit ordentlich, aber nicht auf dem Niveau der Klassenbesten -
Magere Ausstattung, sehr spartanische Einstellmöglichkeiten Website des Herstellers: www.act-lautsprecher.de
Unser Partner für hochwertige Audio-Möbel: 
Die AREA DVD High-End Tests werden durchgeführt mit Kabeln von: 
Test: Lars Mette
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