Top Gun

Original

Top Gun

Anbieter

Paramount Home Entertainment (2007)

Laufzeit

109:30 min.

Video-Codec

MPEG4-AVC

Bildformat

2,35:1 

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 2.0
2. Englisch, Dolby True HD 5.1
3. Englisch, DTS ES Discrete 6.1
4. Englisch, Dolby Digital Plus 5.1 EX
5. Französisch, Dolby Digital Plus 5.1 EX
6. Spanisch, Dolby Digital Plus 5.1 EX

Untertitel

Englisch, Deutsch, Französisch u.a.

VÖ-Termin

10.12.2007
Film  70 %

Lieutenant Pete "Maverick" Mitchell (Tom Cruise) ist ein waghalsiger und hoch talentierter Kampfjet-Pilot bei der US-Luftwaffe. Mit seinen Vorgesetzten gerät er wegen seines manchmal übertriebenen Wagemuts und der damit zusammen hängenden, oftmals nicht ungefährlichen flugakrobatischen Manövern mit seinem 30 Millionen-Dollar-Jet häufig aneinander. Eines Tages hat er es trotzdem geschafft: Er darf zusammen mit seinem Kopiloten Goose (Anthony Edwards) bei der "Top Gun"-Einheit anfangen, in deren Trainingszyklus nur die besten aller Jet-Piloten aufgenommen werden. Ein Traum geht in Erfüllung - endlich kann er mal zeigen, was er alles mit seinem Jet anzustellen vermag. Doch die Konkurrenz ist stark, vor allem der Ausnahmepilot Iceman (Val Kilmer) hat schon einen Ruf aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten. Doch Mitchell nimmt die Herausforderung an und fliegt bei den Übungsmanövern volles Risiko, was ihm einerseits Respekt, andererseits aber auch die Rüge einbringt, sich selber zu überschätzen. Ihr Vorbild haben die Flieger zum Ausbilder: Dem hoch dekorierten ehemaligen Spitzenpiloten Mike "Viper" Metcalf (brillant: Tom Skeritt), der sämtliche geistigen und körperlichen Ressourcen der jungen Flieger mobilisieren möchte.

Mitchells Gefühle mobilisiert derweil jemand anders: Die attraktive Charlie (Kelly McGillis), die ebenfalls als Ausbilderin in der "Top Gun"-Einheit aktiv ist, hat es ihm angetan. Und wie es sich schon bald herausstellt, empfindet sich auch eine Menge für den Jetpiloten....

Also entwickelt sich alles zum Besten für Mitchell, der durch seine außerordentlichen Leistungen mittlerweile auch von den Vorgesetzten und den Kameraden mehr und mehr respektiert wird. Dann jedoch der schwere Schicksalsschlag: Bei einem Übungsmanöver stürzt der Jet von Mitchell und Goose aufgrund eines technischen Defekts ins Wasser. Während Mitchell das Unglück nahezu unversehrt überlebt, kommt sein Kamerad und bester Freund Goose ums Leben. Damit kommt der sonst so coole und durchsetzungsstarke Mitchell nicht zurecht, er hinterfragt den Sinn seines Daseins als Elitepilot und ist zunächst nicht mehr fähig, sein Jet mit der gewohnten Präzision zu fliegen. Er muss sich entscheiden: Möchte er aufgrund des Todes seines Freundes seine über alles geliebte Fliegerei an den Nagel hängen? Oder will er alles versuchen, um zu seiner alten Form zurückzukehren?

"Top Gun" beeindruckt auch heute noch durch die professionellen Aufnahmen der Jet-Flüge hoch über den Wolken. Ansonsten wird eine einigermaßen brauchbare Story geboten, in der trotz der rauen Army-Atmosphäre auch die Gefühle nicht zu kurz kommen. Wer jetzt jedoch nach tiefsinnigen Dialogen sucht, wird von "Top Gun" enttäuscht sein, denn vom Inhalt her beschränken sich viele Dialoge auf für das Genre übliche Ausmaße. Überdeutlich herausgearbeitet wird in dem Film der Status der US-Army-Piloten der Elitegruppe "Top Gun": Sie sind die Helden, ihr Leben am Limit ist die ultimative Herausforderung, sie gehen in ihrem Job bei der Luftwaffe völlig aus. Trotz der Kritik an der an einigen Stellen zu starken Glorifizierung des militärischen Lebens überzeugen alle Hauptakteure mit soliden schauspielerischen Leistungen. Herausragend: Tom Skeritt als Mike "Viper" Metcalf.

 

Bild  70 %

Das Master von "Top Gun" lässt deutlich das Alter des Films erkennen. Es ist in einzelnen Szenen immer wieder von Kratzern im Bild gekennzeichnet. Außerdem flackert die Helligkeit leicht und anstelle einer feinen Körnigkeit ist im Hintergrund ein grobes, wenn auch dezentes Rauschen zu sehen. Die Schärfe des Bildes ist sehr wechselhaft. Teils sind deutliche Unschärfen zu sehen, dann zeigt die HD DVD in Nahaufnahmen aber auch häufig viel Detail. Insgesamt ist aber doch ein Schärfe-Vorsprung gegenüber der DVD zu erkennen, auch wenn dieser nicht immer sehr deutlich auffällt. Der hohe Kontrast und die satten Farben lassen das Bild auch sehr plastisch erscheinen. Das Master bietet einen perfekten Schwarzwert, in dunklen Bereichen werden aber auch immer wieder Details verschluckt. Die Kompression arbeitet sauber und zeigt trotz des unruhigen Masters keine Artefakte.

 

Ton (Englisch)  85 %
Ton (Deutsch)  60 % 

"Top Gun" bietet eine umfangreiche Auswahl an Tonformaten. Die englische Originalfassung gibt es als Dolby True HD 5.1, DTS ES 6.1 und Dolby Digital Plus 5.1 EX-Track. Für die deutsche Synchro gibt es weiterhin nur die ursprüngliche Dolby Surround-Tonspur, da "Top Gun" eine der letzten Kino-Produktionen von Paramount war, für die keine getrennten Tonspuren vorliegen, aus denen man einen diskreten 5.1-Mix erstellen könnte.

Der englische Mehrkanal-Mix klingt für einen inzwischen mehr als 20 Jahre alten Film ausgesprochen gut. Zwar bietet er nicht die Feinauflösung modernerer Produktionen und bietet nicht immer eine wirklich authentische Räumlichkeit sondern vielfach auch nur eine gleichmäßige Verteilung der Geräusche aus dem Frontbereich auf die hinteren Kanäle. Wirklich außerordentlich gut gelungen sind aber die Flug-Sequenzen, die für viele Hintergrund-Effekte genutzt werden, die gerade bei Wiedergabe im Extended Surround-Betrieb richtig imposant wirken. Die Dialogwiedergabe erscheint etwas dünn, so dass einzelne Passagen schwerer verständlich sind. Die Musik-Wiedergabe mit den Titeln aus dem damals recht populären Soundtrack ist zwar häufig etwas monoton, bietet bei einzelnen Stücken aber auch eine erstaunlich gute Klangqualität. Andere Musikelemente klingen hingegen auch stellenweise etwas scheppernd. Insgesamt bietet der Film aber gerade in den Action-Sequenzen einen recht überzeugenden Vorführ-Sound mit satter Dynamik und recht lautstarken Effekte, die trotz eines etwas monotonen Klangs recht beeindruckend erscheinen.

Während die englische Dolby Digital Plus 5.1 EX-Tonspur und die Dolby True HD 5.1-Tonspur recht nüchtern klingen, erscheint im Direktvergleich der DTS ES Discrete 6.1-Mix etwas impulsiver und auch im Hochtonbereich klarer. Er hat aufgrund des diskreten Back Surround-Kanals auch den Vorteil der etwas besseren Aufteilung der Effekte auf den Back Surround-Bereich.

Die deutsche Dolby Surround-Fassung spielt leider in einer ganz anderen Klasse, bietet aber zumindest ein für die Tonnorm gutes Hörerlebnis. Allerdings klingt sie merklich dumpfer und belegter als die englische 5.1-Variante, der LFE-Kanal agiert zu kraftlos und unpräzise. Im Direktvergleich ist die englische Version deutlich impulsiver und klingt weniger monoton. Die Surroundboxen werden im Rahmen der Möglichkeiten von Dolby Surround ordentlich mit ins Geschehen einbezogen, die Stimmwiedergabe ist ausreichend klar und nicht schwammig, der Music Score ist gut eingearbeitet, klanglich aber deutlich unauffälliger als in den englischen Fassungen.

 

Special Features

- Keine -

Review von Karsten Serck und Carsten Rampacher (Film) 14.12.2007

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