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Die Mumie
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Original |
The Mummy |
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Anbieter
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Universal Pictures Video (2007) |
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Laufzeit
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124:45 min. |
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Bildformat
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2,35:1 |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital Plus 5.1
2. Französisch, Dolby Digital Plus 5.1
3. Deutsch, Dolby Digital Plus 5.1 |
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Untertitel
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Englisch, Deutsch, Französisch u.a. |
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VÖ-Termin
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10.05.2007 |
Film 100 %
Ägypten im Jahre 1719 v. Chr. Der Hohepriester Imhotep (Arnold Vosloo) hat
eine verhängnisvolle Affäre mit der Geliebten des Pharaos. Wie nicht anders zu
erwarten, geht die Sache nicht allzu günstig für die Beteiligten aus. Für den
Pharao und seine Frau endet die Angelegenheit mit einem schmerzhaften, aber
schnellen Tot. Der Hohepriester hat weit weniger Glück. Er wird lebendig
einbalsamiert und mit einer Horde Skarabäuskäfer zusammen in den Sarkophag
gelegt, um von den Biestern auf grässlich langsame Weise aufgefressen und zur
Mumie verwandelt zu werden.
Ägypten im Jahre 1923 n. Chr.: Evelyn (Rachel Weisz) ist Ägyptologin mit
Leib und Seele. Leider hat ihre bisherige wissenschaftliche Laufbahn hauptsächlich
innerhalb von Museumsmauern stattgefunden, so dass ihr die notwendige Erfahrung
für die wahren Feldstudien noch fehlen. Aber das soll sich ändern, als sie
durch ihren Bruder Jonathan (John Hannah) ein Artefakt in die Hand bekommt, das
eine Verbindung zu Hamunaptra, der legendären Stadt der Toten aufweist und kurz
darauf der amerikanische Abenteurer Rick O'Connell (Brendan Fraser) auftaucht,
der behauptet, den Standort des verschollenen Ortes zu kennen. Auf dem Weg
dorthin stellen sie fest, dass sie leider nicht die einzigen sind, die von dem
Geheimnis erfahren haben. Eine Truppe amerikanischer Glücksritter ist ebenfalls
unterwegs auf der Suche nach Gold und Ehre. Sie sind es auch, die trotz der
deutlichen Warnhinweise bezüglich dem Fluch der Mumie die Jahrhunderte alten
Siegel zu den verborgenen Grüften aufbrechen. Die Ägyptologin findet dafür
das Buch des Todes und kann es mittels des Artefaktes, das sich als eine Art
Schlüssel entpuppt, sogar öffnen. Unerfahren wie sie ist, macht sie prompt den
größten Fehler, den der Besitzer des Buches des Todes wohl begehen kann, sie
liest laut eine der darin erhaltenen Beschwörungen vor. Und sie erwischt genau
den Spruch, der den Hohepriester Imhotep, bzw. besser gesagt das, was in
mumifizierter Form noch von ihm übrig ist, zum Leben erweckt. Und die Mumie
beginnt sofort damit, das Angenehme mit dem Notwendigen zu verbinden. Als Strafe
für den Siegelbruch dienen die Schatzsucher fortan als unfreiwillige Spender
von Augen, Organen und sonstigen Körperbestandteilen, welche der Mumie nach
ihrem langen Aufenthalt im Wüstensand abhanden gekommen sind. Mit jedem
weiteren ausgepressten Opfer wächst die Macht der Mumie und damit die Chancen,
ihren Plan zu verwirklichen, nämlich auch die Geliebte wieder ins Leben zurückzuholen.
Evelyn hat inzwischen mehr als genug Gründe, um sich ins heimische Vereinigte Königreich
zurückzuwünschen, insbesondere, da sie feststellen muss, dass sie das Privileg
besitzt, von der Mumie als Wirtskörper für die Wiedergeburt der Geliebten zu
dienen, was sie nicht besonders entzückt, denn abgesehen von seinen rabiaten
Methoden haben die Küsse ihres "Verlobten" einen etwas zu fauligen
Geschmack (was soll er auch machen, nach über dreitausend Jahren im verwesten
Zustand). Zum Glück sind da noch Rick und Jonathan, die sich völlig uneigennützig
aufmachen, um Evelyn aus den Katakomben der Totenstadt zu befreien, nun ja,
vielleicht nicht ganz uneigennützig, schließlich warten da unten auch noch die
unermesslichen Schätze der Grabkammern auf ihre Entdecker.
Zur angemessenen Würdigung von der "Mumie" gehören zunächst zwei
Abgrenzungen, um keine falschen Vorstellungen aufkommen zu lassen.
Erstens: "Die Mumie" ist, anders als das Original mit Boris Karloff
aus dem Jahr 1932 kein Horrorfilm. Die Szenen, in denen bei empfindlichen Gemütern
irgendwie das Grausen auftreten könnte sind so geschnitten oder gefilmt, dass
kein echter Schockeffekt entsteht. Auch ist die Dramaturgie des Filmes in keiner
Weise auf das Erzeugen von Gänsehaut ausgerichtet. Dass war bei einer der
zahlreichen Drehbuchfassungen, die von Universal für das Projekt gesichtet
wurde, noch anders gewesen, aber die Version von Joe Dante wurde als "zu düster"
abgelehnt.
Zweitens: "Die Mumie" ist auch kein neuer "Indiana Jones".
Zwar basiert "Die Mumie" ebenso wie die "Indy-Trilogie" auf
dem alten Abenteuer B-Movie Konzept, doch fehlen ihr die Atmosphäre, die
Vielschichtigkeit der Geschichte, die vertieften Charaktere und die
detailreiche, sorgfältige Inszenierung der Indiana Jones-Filme, welche diesen
ihren Anspruch und ihre überdurchschnittlich nachhaltige Wirkung verschafften.
Die Mumie ist schlicht und einfach perfektes Unterhaltungskino. Es handelt
sicht nicht nur um irgendeinen weiteren Blockbuster, wie er in Massen aus
Hollywood kommt, sondern um die absolute Spitze aus dieser Gruppe. Stephen
Sommers gelingt durch sein Drehbuch und seine Regie virtuos, in jedem Moment des
Filmes genau die richtigen Vorgaben zu setzen, um das pure Kinogefühl beim
Zuschauer niemals abreißen zu lassen. Dabei vermeidet er all die Fehler, die
bei fast allen großen Event- und Actionfilmen der letzten Jahre auf die eine
oder andere Weise den Genuss trübten. So verzichtet er auf die bei bestimmten
Filmemachern so beliebten dilettantischen "Rührszenen", bzw. übertriebenen
Pathos, die doch regelmäßig lediglich irgendetwas zwischen Langeweile und
unfreiwilliger Heiterkeit zur Folge haben. Sommers treibt den Film zügig voran,
ohne jedoch den Eindruck zu erwecken, durch eine möglichst atemlose Hetzjagd über
Untiefen der Story hinwegjagen zu wollen. Auch weiß er genau mit den visuellen
Effekten umzugehen, die im Film in äußerst großer Zahl auftauchen (selbst der
Sand, mittels dem die Mumie in einer Szene durch ein Schlüsselloch in Evelyns
Zimmer eindringt, ist computergeneriert; der Versuch mit echtem Sand hatte sich
als nicht eindrucksvoll genug erwiesen); doch im Gegensatz zu vielen
Event-Movies werden die Effekte nicht nach dem Motto "lauter, bunter, größer"
eingesetzt, um die Sinne der Zuschauer zu betäuben, was sich dann regelmäßig
in den ruhigeren Momenten in Form eines ernüchternden Leeregefühls bemerkbar
macht, statt dessen dienen sie dazu, die Geschichte im wahrsten Sinne des Wortes
"effektvoll" auszugestalten. Neben der nicht nur hervorragend
bebilderten, sondern im übrigen auch wirklich kurzweilig erzählten Geschichte,
ist es vor allem der Humor, der "Die Mumie" über den Durchschnitt
herausragen lässt. Der Film hat soviel sprühenden Witz, dass selbst der Großteil
aller Filmkomödien vor Neid erblassen muss. Durch die Komik wird dem ganzen
Film eine lockere Note eingeimpft, welche verhindert, dass allzu gut bekannte
Standartsituationen in Routine versanden, da der ironische Touch auch aus ihnen
noch großes Entertainment macht. Und schließlich darf auch einer der größten
Aktivposten des Films nicht unterschlagen werden: Die in jeder Hinsicht
gelungene Besetzung. Als unbedarfte Ägyptologin glänzt Rachel Weisz, die schon
in "Chain Reaction (Außer Kontrolle)" erste Action-Erfahrungen
sammeln konnte, damals aber sträflich unterfordert wurde. Hier dagegen kann sie
ihr ganzes darstellerisches und vor allem komödiantisches Talent blühen
lassen. Egal, ob sie mit großen Augen vor sich hin staunt, während um sie
herum die Welt in Trümmer fällt, oder ob sie sich in scharfzüngigen
Wortduellen mit ihrer Umgebung auseinandersetzt, stets ist es äußerst vergnüglich,
ihr beim Agieren zuzusehen. John Hannah, bekannt aus "Four Weddings And A
Funeral" und "Sliding Doors (Sie liebt ihn - Sie liebt ihn
nicht)" glänzt als leichtlebiger Bruder, der durch seine etwas weniger
angestrengte Art, die Dinge zu sehen, seine Schwester ein ums andere Mal in
Schwierigkeiten stürzt, sich aber stets bemüht, sie wieder daraus zu befreien.
Und in der Rolle des Abenteurers, der als Figur dem typischen machohaften
Actionhelden entspricht, ist Brendan Fraser, der selbst in der grimmigsten
Kampfszene noch etwas von einem menschgewordenen Teddybären hat, eine in jeder
Hinsicht gelungene Besetzungen gegen den Typ. Ohne dass er in seiner Heldenrolle
jemals unglaubwürdig wirkt, enthält seine Darstellung genau die richtige Prise
Selbstironie, die seine Figur erst richtig sympathisch macht. Alle Darsteller
sind dabei mit sichtlich guter Laune am Werk, was sich unmittelbar auf den
Betrachter überträgt.
"Die Mumie" ist Popcornkino vom Feinsten und jedem zu empfehlen,
auch und gerade denjenigen, die von den großen, leeren Megamovies der neunziger
Jahre entnervt sind und endlich wieder einmal ein Actionabenteuer sehen wollen,
bei dem sie nicht spätestens eine halbe Stunde vor Schluss auf ein plötzliches,
unerwartetes Ableben der Hauptperson hoffen, nur damit die Qual der Langeweile
endlich vorbei ist.
Bild 88 %
"Die Mumie" ist schon auf DVD eine frühzeitige Bildreferenz
gewesen. Daher geht dieser auf HD DVD mit vielen Vorschusslorbeeren und
gleichzeitig hohen Erwartungen ins Rennen. Das Master ist nicht ganz perfekt und
zeigt neben einem leichten Helligkeitsflackern auch immer wieder kleine Kratzer.
Die Körnigkeit des Films ist gut sichtbar. Darüber hinaus zeigen Gesichter
mitunter ein leichtes Farbrauschen. Der "Mumie" ist deutlich
anzusehen, dass der Film noch auf richtigem Zelluloid gedreht wurde. Künstlich
wirkende digitale Verfremdungen sind dem Bild nicht anzusehen. Der Kontrast ist
extrem hoch und im Zusammenspiel des tiefen Schwarz mit den kräftig
gesättigten Farben in warmen Tönen erscheint das Bild sehr plastisch. "Die
Mumie" bietet eine überwiegend sehr hohe Bildschärfe mit vielen Szenen
auf Referenz-Niveau. Die Bildqualität ist insgesamt aber etwas wechselhaft.
Gerade Szenen mit digitalen Effekten wirken häufiger etwas soft. Dennoch
schlägt sich diese HD DVD aufgrund des sehr plastischen Bildes im Vergleich zu aktuellen Filmen wirklich prächtig
und gehört mit zu den bislang besten Veröffentlichungen in diesem Format. Die
VC-1-Kompression ist absolut unauffällig und zeigt keine Artefakte.
Ton 95 %
Dank der der pompösen musikalischen Orchesteruntermalung braucht man sich
bei "Die Mumie" keine Sorge um den passenden Sound machen. Vor allem
die Musik sorgt auch für eine gute Berieselung von allen Seiten, die fast schon
so lebendig klingt wie alte Quadrophonie-Aufnahmen. Leider fehlt der Musik, die
immer wieder nur das gleiche Thema variiert, ein wenig Abwechslung, so dass der
stakkatoartige Rhythmus schnell an Unterhaltungswert verliert. Über die
akustischen Effekte kann man indes nicht meckern, die die Surround-Kanäle
deutlich mit ansprechen. Die Surround-Kanäle werden recht intensiv und regelmäßig
angesprochen. Das Klangbild erscheint sehr filigran und kann auch einige gute
Split-Surround-Effekte bieten. Sehr positiv fällt die gute Höhenwiedergabe
auf, die für ein sehr transparentes und real erscheinendes Klangbild mit viel
Weite sorgt. Durch eine sehr ausgewogene Lautstärkebalance zwischen den
vorderen und hinteren Kanälen fühlt sich der Zuschauer direkt in das Geschehen
einbezogen. Sorgen muss man sich lediglich um die teils sehr heftigen und plötzlich
auftretenden Dynamiksprünge machen. Wer hier etwas leichtsinnig den Pegel zu
hoch eingestellt hat, kann wirklich Wunder erleben.....
Special Features (nur NTSC)
- Filmkommentar von Regisseur S. Sommers und Cutter B. Ducsay
- Filmkommentar von Brendan Fraser
- Filmkommentar von Oded Fehr, Kevin J. O'Connor und Arnold Vosloo
- Die Mumie wird verbessert (Making Of)
- Visuelle und Spezialeffekte
- Unveröffentlichte Szenen
- Original Kinotrailer
- Vergleich: Vom Storyboard zum Film
- Foto-Montage
Review von Karsten
Serck und Tobias Wrany (Film) 10.05.2007
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