Test: DVD-Player Yamaha DVD-S830
06.12.2002

Ausstattung
Wenn man selber ausgezeichnete Produkte baut und dann auch noch einen starken
Technologiepartner hat, kann man sich getrost den Anforderungen des momentan
hart umkämpften deutschen DVD-Player-Marktes stellen. Yamaha ist in einer solch
guten Position, denn Panasonic, bei den Yamaha DVD-Spielern höherer
Preisklassen Lieferant der Basis-Technik, stellt bereits eine überzeugende
technische Basis zur Verfügung. Das Yamaha-Feintuning soll aus dem hervorragend
verarbeiteten DVD-S830, seit kurzem für 499 EUR wahlweise in schwarzer oder
titanfarbener Ausführung käuflich zu erwerben, nun einen auch für
anspruchsvolle Musikhörer interessanten DVD-Spieler machen. Bereits beim
DVD-S1200 gelang dies ganz vortrefflich, nun soll es auch bei diesem DVD Audio/Video-Player mit Dolby Digital- und
dts-Decoder sowie hochwertigem 54
MHz/10-Bit Video-D/A-Konverter gelingen. Optisch gefällt der flache Yamaha mit
seiner edlen Metallfrontplatte und dem bernsteinfarbenen Display bereits sehr
gut, doch auch die inneren Werte versprechen einiges: So nahm man sich bei
Yamaha viel Zeit, um besonders an der akustischen Güte des Players mit Liebe
zum Detail zu feilen. An Features bringt der Player ein komplettes Setup
für den internen Decoder, eine CD-Text-Funktion und eine
"Video Off"-Funktion für möglichst reinen Audio-Klang (in der
Praxis aber ohne große hörbare Wirkungen) mit. Ebenso werden verschiedene
werksseitig vorprogrammierte Bildfelder offeriert, einen kleinen Videoequalizer
gibt es genauso wie verschiedene, in ihrer Stärke einstellbare
Rauschfilter. Diese Funktionen sind in der Bildwertung näher
beschrieben.

Anschlussseitig ist alles Übliche vorhanden, so eine RGB/S-Video-fähige Scartbuchse,
ein S-Video-Hosidenausgang, ein optischer sowie ein koaxialer Digitalausgang und
der Sechskanal-Ausgang für den internen DD/dts-Decoder sowie die
DVD-A-Wiedergabe. Eine zweite Scartbuchse und einen YUV-Ausgang könnte Yamaha
aber durchaus noch mitliefern. Prima gefiel uns die SVCD-Wiedergabe
(von Yamaha offiziell nicht garantiert, in der Bedienungsanleitung steht,
dass SVCDs nicht abgespielt werden): Die Wiedergabe erfolgte mit korrekter Erkennung (auf dem Bildschirm-OSD
erscheint "SVCD") und in tadelloser Bild- und Tonqualität. Es gab
weder Tonaussetzer noch Bildruckler, und auch die Synchronität Bild/Sprache
stimmte. Sehr lobenswert: DVD-Rs, DVD-RWs, DVD+Rs und DVD+RWs kann der DVD-S830
einlesen und bietet somit eine überdurchschnittliche Formatkompatibilität.
Sehr gut: Die Abspielsicherheit im MP3-Betrieb war bei unserem Testgerät
ohne Fehl und Tadel, auch Track-Anfänge wurden nicht abgeschnitten. Der Yamaha
DVD-S830 liest problemlos Multisession MP3-CDs ein (Yamaha weist ausdrücklich
in der Bedienungsanleitung darauf hin, dass bei MP3-CDs mit vielen Sessions die
Einlesezeit ansteigt, bei unserer Test-CD mit 3 Sessions war sie noch im
vertretbaren Rahmen), die Tonausgabe ist auf
analogem oder digitalem Wege möglich, die maximal bei guten Tracks
realisierbare Klangqualität liegt auf einem hohen Level, der Klang ist immer
klar, besonders gut gefiel der runde Bassbereich (bei entsprechend brauchbaren
Tracks). Zwar ist keine komplette Anzeige überlanger Dateinamen möglich,
aber immerhin 40 Zeichen können in lobenswert übersichtlicher Form im
attraktiven Menü angezeigt werden. Leider fehlt eine Anzeigemöglichkeit
für ID3-Tags. Dafür entschädigt der DVD-S830 mit einer Programmiermöglichkeit
und einer Random-Play-Funktion im MP3-Einsatz.
Das Laufwerk konnte im Test fast völlig überzeugen, ohne jedoch neue
Rekorde bezüglich der Einlesegeschwindigkeit aufzustellen, mit anderen Worten:
Noch etwas mehr "Speed" könnte nicht schaden. Das Laufgeräusch ist
überdurchschnittlich leise, auch beim
Einlesevorgang wird der Player nie störend laut. Der
Layerwechsel ist zwar noch zu verbessern, aber mit dem Gebotenen kann man leben,
Bild- und Tonstörung sind zu bemerken, aber nur von sehr kurzer Dauer. Zudem leistete sich der Player keinen Absturz, jede DVD oder CD,
auch deutlich zerkratzt, las der DVD-S830 direkt beim 1. Versuch ohne
Schwierigkeiten ein. Nur bei stark zerkratzten Scheiben gab es im Spielbetrieb
in Einzelfällen kurze Aussetzer.
Vor allem mit seiner sehr gute Verarbeitungsqualität, der hohen
Format-Kompatibilität und den erfreulichen
Laufwerks-Eigenschaften kann der DVD-S830 in der ersten Wertung brillieren.
Etwas mehr Anschlüsse könnten aber zukünftig ebenso wenig schaden wie ein
Bassmanagement und eine Laufzeitanpassung für den DVD-A-Betrieb, wie es von
vielen Anwendern gewünscht wird. Was wir vermissen, ist ein richtiger Netzschalter, es
gibt nur die Möglichkeit, den DVD-S830 mittels einer Soft Touch-Taste in den
Standby-Modus zu versetzen.
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Bedienung
Die Bedienung des
DVD-S830 gibt auch im Anfänger keine großen Rätsel auf. Die in ihrer
grafischen Darstellung von den aktuellen Panasonic-Playern her bekannten und
geschätzten On Screen-Menüs sind nett anzusehen und klar strukturiert. Alle Einstellungen sind rasch
getroffen, das Setup für den internen Decoder ist funktional und praktisch,
problemlos kann die Lautsprechergröße eingegeben werden. Zu verbessern wäre
nur die unpraktische Eingabe in ms für die Verzögerungszeit. Das
On Screen Display ist leicht verständlich, wenn man sich einmal mittels der
Bedienungsanleitung über die Bedeutung der einzelnen Symbole (z.B. für die
Bildjustage, mehr dazu siehe Bildwertung) in den
verschiedenen OSDs informiert hat. Die Fernbedienung ist stimmig dimensioniert, das
Navigationskreuz ist recht griffgünstig untergebracht. Der Druckpunkt der von der
Anzahl her richtig dosierten Tasten ist noch in Ordnung, könnte aber exakter
sein. Die Reichweite des IR-Controllers ist voll befriedigend. Als praktisch erweisen sich die gut verarbeiteten,
griffgünstigen Tasten auf der schicken Gerätefront. Das Kapitel springen geht in befriedigender Geschwindigkeit vor sich,
ein noch rascheres Ansprechen wäre einer Steigerung des Bedienkomforts aber
durchaus zuträglich. Die
DVD/CD-Lade kommt auf Anforderung schnell herausgefahren, im Vergleich z.B. zum
DVD-S1200 klappt dies nun in einem spürbar kürzeren Zeitraum. Die Auflösung des
Displays am Gerät ist in Ordnung, wenngleich nicht mehr ganz so fein wie bei
manch früherem Gerät, der Kontrast des Displays ist gut.
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Bild
Der Yamaha DVD-S830 greift bei der Bildwiedergabe auf einen 54 MHz/10-Bit
Video-DAC zurück. Dies ermöglicht gerade in Bezug auf die Detailwiedergabe und
die Plastizität sehr gute Ergebnisse - doch auch in allen anderen
Teildisziplinen sind die Resultate überzeugend. Die visuell hervorragende DVD
"Asterix und Obelix - Mission Cleopatra" gab der Yamaha zu unserer
vollen Zufriedenheit wieder. Die satten, kräftigen Farben der DVD brachte der
Player besonders gut zum Ausdruck, rein und klar erschienen die Farbtöne auf
dem Bildausgabegerät. Diesem Level entspricht auch die tiefe Schwarzwiedergabe,
die einen tiefen und dreidimensionalen Bildeindruck ermöglicht. Die
Gesamtbildschärfe liegt auf einem beachtlichen Level, hier bietet der extrem
scharfe Pioneer DV-656A, man muss schon fast sagen, traditionell mehr. Bei
überragender Software sind die glasklar darstellenden Pioneer-Player mit ihrer
unerreichten Bildschärfe immer besonders überzeugend. Trotzdem, wer nicht
über längere Zeit einen Pioneer DV-656A zum Vergleich Probe sehen konnte, wird
gerade auf einem hochwertigen 16:9-TV oder Plasma-Schirm nichts Wesentliches
vermissen, und: Bei weniger guter Software zeigen sich die Vorteile der
Auslegung des Yamaha (die, da das Gerät auf Panasonic-Basis aufbaut, der
gefälligen Auslegung der Panasonic-Player sehr ähnlich ist), denn kleine
Bildfehler werden nicht so schonungslos gezeigt, so dass insgesamt das
Sehvergnügen kaum eingeschränkt wird. Zaubern kann natürlich auch der
DVD-S830 nicht, aber, wie sich bei verschiedenen DVDs mit älteren Filmen darauf
zeigte, ist die Homogenität des Bildes immer noch beachtlich. Seinen tadellosen
Kontrastumfang und die gelungene Schwarzwiedergabe stellte der Player auch bei
"Independence Day" sehr gut unter Beweis. Seine Leistungen bei den
Real-Testbildern der DVD-Discovery überzeugten ebenfalls, sauber zeichnete der
DVD-S830 alle Farbverläufe und Scharf-/Unscharf-Übergänge.
Der Yamaha DVD-S830 ist mit einem kleinen Video-Equalizer sowie
vorprogrammierten Bildfeldern ausgestattet. Im einzelnen finden sich:
- Normalmodus (Werkseinstellung, angenehm neutrales, klares Bild mit
ausgeglichenen Schärfewerten)
- C1: Liefert ein weicheres Bild mit erhöhtem Detailkontrast in dunklen
Szenen. Dieser Modus kann bei DVDs von Nutzen sein, bei denen eine leichte
Weichzeichnung des Gesamtbildes für eine gefälligere Darstellung sorgt (DVDs
mit eher ausreichender Bildqualität). Bringt bei guten DVDs keinerlei
Verbesserungen, die Konturen werden unschärfer, die Klarheit des Bildes
leidet.
- C2: Liefert ein schärferes Bild mit erhöhtem Detailkontrast in dunklen
Szenen. Maßvolle, nicht übertriebene Anhebung der Gesamtbildschärfe, kann
bei DVDs mit sehr guten visuellen Eigenschaften eine noch klarere
Darstellung mit scharfen Konturen bewirken. Die Detailwiedergabe wird
minimal besser und plastischer
- Usermodus mit zwei abspeicherbaren Justagen (U1 und U2): Kontrast (-7 bis
+7), Helligkeit (0 bis +15) und Farbsättigung (-7 bis +7) sind individuell
einstellbar
Zudem stehen noch verschiedene Filter zur Rauschbekämpfung zur
Verfügung:
- 3D-Rauschminderung, reduziert das Gesamtrauschen, von 0 bis +4
schaltbar
- Block-Rauschminderung, glättet Blockrauschen, von 0 bis + 3 schaltbar
- Moskito-Rauschminderung, soll das Verschmieren des Bildes, das an
Bildteilen mit stark unterschiedlichem Kontrast auftritt, reduzieren. Von 0
bis +3 schaltbar.
Insgesamt erzielt der DVD-S830 in der visuellen Disziplin ein tadelloses
Ergebnis. Besonders die hohe Ausgewogenheit des Bildes und die exzellente
Farbwiedergabe setzen Akzente.
Bewertung      
Ton
DVD Audio-Wiedergabe
Die DVD Audio-Wiedergabe des DVD-S830 ist klanglich die bislang beste, die
wir von einem DVD Audio-Spieler dieser Preisklasse gehört haben. Hervorzuheben
ist das bislang in diesen Preisregionen einzigartig komplette Klangbild,
spritzig, gefällig, dynamisch und detailreich geht der Yamaha seinen Aufgaben
beim Vortrag zu Ludwig van Beethovens 3. Symphonie (Multichannel DVD Audio)
nach. Die sehr natürliche, klar strukturierte Surround-Klangkulisse überzeugt
dabei ebenso wie das solide, nie störende Bassfundament und die wohl
ausbalancierte Wiedergabe der Streicher. Bei der Mehkanal-DVD-A "Postcard"
von Rosanna&Zélia setzt sich der Yamaha mit seiner gelungenen und
detaillierten, sehr präzisen Stimmwiedergabe von der Konkurrenz seiner Klasse
ab. Aber auch die Einarbeitung der Instrumente verdient allen Respekt, so dass
trotz sehr guter Betonung einzelner Details der homogene Gesamteindruck immer
erhalten bleibt. Wer übrigens bei der Tonwiedergabe die
Video-Schaltkreise deaktivieren möchte, kann dies mit der "Video
Off"-Funktion tun.
CD-Betrieb
Was die Qualitäten des DVD-S830 als analog angeschlossener Ersatz für den
herkömmlichen D-Spieler betrifft, kann man kaum noch höhere Erwartungen in ein
Gerät dieser Preisklasse setzen. Dabei ist die Ausgangsposition des Yamaha
keine leichte: Denn von unten drängen mit den jeweils 299 EUR teuren JVC XV-N5
und Panasonic DVD-RA82 zwei klangstarke und preisgünstige Konkurrenten in der
Hierarchie nach oben. Und in der 500 EUR-Klasse gibt es mit dem Harman Kardon
DVD-25 ein Gerät, welches auch im CD-Player-Betrieb ein beeindruckendes
Leistungsprofil bietet. Für etwas mehr Geld, nämlich für 569 EUR, erhält man
mit dem Pioneer DV-656A einen DVD-Spieler mit ebenfalls überzeugenden
CD-Player-Eigenschaften. Der DVD-S830 aber nimmt jede Herausforderung an, wie
sich bei der Wiedergabe von Johann Sebastian Bachs "Preludes&Fugues",
auf der Orgel gespielt von Simon Preston, zeigt: Der räumlich sehr tief
gehende, plastische Klang von hoher Genauigkeit ist es, der für ein besonders
intensives akustisches Erlebnis beim Zuhörer sorgt. Dies ist das besondere
Talent des Yamaha, sehr gut spielen auch andere, aber ein so mitreißendes
Klangbild von präziser Dynamik bietet sonst keiner. Das sehr gute Feingefühl
auch für kleine, sonst manchmal untergehende Zwischentöne ist bemerkenswert,
denn so wird der volle Umfang, den eine hervorragende Orgel musikalisch
darstellen kann, dem Zuhörer erst bewusst. Auch mit Streichern geht der
DVD-S830 sehr sorgfältig um, dies lässt sich bei Felix Mendelssohn-Bartholdys
"A Midsummernight`s Dream" (Musik zu Shakespeares Stück)
nachvollziehen. Hier wird nur der sehr anspruchsvolle Musikliebhaber, der
hervorragende CD-Player gewöhnt ist und auch "Konzerterfahrung" hat,
noch mehr Nuancenreichtum wünschen. Diesen wird er aber bei einem DVD-Player
der 500 EUR-Klasse, ganz gleich von welchem Hersteller, gewiss nicht finden.
Für seinen Preis bietet der Yamaha DVD-S830, so unser Fazit, eine praktisch
makellose Leistung.
Digitalton
Gerade bezüglich des Digitaltons macht sich, dies setzt allerdings Zeit und
die Gabe, genau hinzuhören, voraus, die Feinarbeit der Yamaha-Toningenieure
bemerkbar. Auch wenn es schwer ist, eine so gute Ausgangsbasis (schon der
Panasonic DVD-RA82 klang in unserem Test sehr klar und sauber) noch wirkungsvoll
zu überarbeiten, so spricht das Ergebnis doch für sich: Mit großartigem
Feingefühl, höchst präzise und glasklar, bietet der DVD-S830 einen Digitalton,
der manchem Oberklasse-DVD-Player ebenbürtig ist.
Interner Dolby Digital-/dts-Decoder
Der interne Decoder des DVD-S830 machte im Test durch Spitzenleistungen auf
sich aufmerksam. Besonders erfreulich war die Tatsache, dass er sich sowohl bei
der Filmton-Wiedergabe als auch bei der Darstellung mehrkanaliger Musik-DVDs
ausgezeichnet schlug. So fiel bei "Independence Day" direkt in der
Anfangssequenz die Bassstärke positiv auf, die sich bezüglich des
bereitgestellten Volumens und des möglichen Tiefgangs durchaus mit
Einstiegs-AV-Receiver messen kann. Weiter positiv vermerkt wurde die nie
eintönige, sondern stets facettenreiche, lebendige Surround-Soundkulisse, die
für einen weitläufigen, tief in den Raum hineingehenden Klangeindruck sorgte.
Gerade in dieser Einzelwertung sind die Leistungen des Yamaha-Decoders
herausragend und noch minimal besser als die ebenfalls sehr guten Ergebnisse des
Decoders im Panasonic DVD-RA82. Hier muss der Fairness halber der viel
günstigere Kaufpreis des DVD-RA82 erwähnt werden, für 299 EUR ist die Güte
des Decoders im DVD-RA82 schlichtweg optimal. Auch noch etwas luftiger und
stimmiger möchte dem DVD-S830 die immer kritische Hochtonwiedergabe gelingen.
Dies verdeutlicht akustisch besonders anschaulich Georg Friedrich Händels
"Messias" (Naxos DD/dts 5.1-DVD). Beim musikalischen Vortrag zu dieser
DVD beweist der Yamaha auch, dass ein integrierter Decoder selbst bei einem
schwierig akkurat zu lösenden Thema wie der Detailtreue noch achtbare
Leistungen erzielen kann. Das saubere, homogene Gesamt-Klangbild tat hier sein
Übriges, um auch den Decoder als insgesamt besonders empfehlenswert
einzustufen.
Bewertung      
Fazit
Die anspruchsvollen Musikliebhaber, die zudem noch ein ausgeprägtes
Bewusstsein für ein sehr gutes Preis-/Leistungsverhältnis haben, können sich
freuen: Mit dem Yamaha DVD-S830 gibt es einen äußerst klangstarken,
musikalischen DVD Audio-/Video-Player für unter 500 EUR. Das Gerät basiert auf
bekannter und anerkannt guter Panasonic-Technik, Yamaha aber nahm, um auch dem
Kaufpreis voll und ganz gerecht zu werden, eine umfangreiche Überarbeitung vor,
die in jedem Detail gelungen ist: Denn bezüglich der Güte der DVD
Audio-Wiedergabe hörten wir in diesen Preisregionen bislang nichts
Vergleichbares, gerade die hohe Gesamtharmonie und das souveräne Management
sowohl von Dynamiksprüngen als auch von kleinen Facetten überzeugen auf der
ganzen Linie. Doch auch der mit einem kompletten Klangbild aufwartende interne
DD/dts-Decoder leistet Überdurchschnittliches und ermöglicht einen besseren
Klang als der Decoder manches Einstiegs-AV-Receivers. Die klangliche Performance
auf Top-Niveau wird vollendet durch den glasklaren Digitalton, der bereits
Oberklasse-Niveau erreicht, und den sehr guten Klang als analog angeschlossener
CD-Player-Ersatz. Visuell überzeugt der Yamaha besonders mit seinem
ausgewogenen Bild mit höchst natürlicher Farbwiedergabe. Schärfemeister
seiner Klasse ist er nicht, aber sein homogenes Bild wirkt gerade bei längerer
Betrachtung auch bei weniger guter Software höchst gefällig. Somit dringt der
Yamaha insgesamt auch visuell ins Spitzenfeld seiner Klasse vor. Mehr Bild
bieten nur noch der Harman Kardon DVD-25 (der aber keine DVD-A-Wiedergabe
besitzt) und der Sony DVP-NS905V (der mit 600 EUR 100 EUR teurer ist und anstatt
DVD-As SACDs wiedergibt). Insgesamt auf etwa gleichem Niveau operiert der
Pioneer DV-656A (Listenpreis 569 EUR), der aber andere Schwerpunkte setzt: Der
Pioneer besitzt das schärfere Bild mit nochmals minimal höherer
Detailgenauigkeit, während der Yamaha die nochmals bessere Farbwiedergabe und
die bessere Bildwiedergabe bei durchschnittlicher Software in die Waagschale
werfen kann, so dass sich insgesamt eine Patt-Situation ergibt. Nicht
verschwiegen werden sollte noch an dieser Stelle, dass für denjenigen, der in
erster Linie auf ein Top-Bild zum kleinen Preis Wert legt, die exzellenten, sehr
preisgünstigen (je 299 EUR) Panasonic DVD-RA82 und JVC XV-N5 eine verlockende
Alternative sein könnten, denn visuell sind kaum Abstriche zu machen.
Sehr gut gelungen ist beim Yamaha die hochwertige Verarbeitung, nicht ganz
diesem Standard angemessen ist die mitgelieferte, eher durchschnittliche
Fernbedienung. Eine Spitzenposition sichert sich der elegante DVD-S830 mit
seiner hervorragenden Format-Kompatibilität: Ob DVD-R, DVD-RW oder DVD+RW, der
Player liest jedes Medium ein. Dazu gesellt sich die störungsarme, klanglich
gelungene MP3-Wiedergabe. Das leise Laufwerk besitzt eine gute
Fehlerkorrektur, der Layerwechsel ist erträglich, aber schneller könnte es
agieren - die Einlesezeit bei verschiedenen Medien ist etwas zu lang, ebenso
könnte das Kapitel überspringen im DVD-Betrieb rascher vonstatten gehen. Zu
bedienen ist der DVD-S830 insgesamt einfach, die Anschlussbestückung könnte
noch reichhaltiger ausfallen. Wünschenswert wäre zudem noch ein Bassmanagement
für den DVD-A-Einsatz, am besten noch kombiniert mit einer Laufzeitanpassung.
Der Gesamteindruck, den der Yamaha-Player hinterlässt, ist insgesamt überaus
erfreulich: Ein akustisch begeisterndes, visuell überzeugendes, edel anmutendes
Gerät zum fairen Kaufpreis.
Überdurchschnittlich klangstarker und hochwertiger DVD
Audio/Video-Player

Obere Mittelklasse
Test 06. Dezember 2002
Preis-/Leistung:      
Pro:
-
Höchst ausgewogenes Bild
-
Beste DVD Audio-Wiedergabe seiner Preisklasse
-
Frischer, klarer CD-Klang
-
Klangstarker interner Decoder
-
Überdurchschnittlich guter Digitalklang
-
Edle Verarbeitung
Contra:
Technische Daten:
DVD-Video/DVD Audio-Player mit DD/dts-Decoder
Abspielbare Formate: DVD Video, DVD Audio, DVD-RW, DVD+RW, DVD+R, DVD-R, CD, CD-R,CD-RW, MP3-CD, Multisession MP3-CD, VCD, SVCD (nicht von Seiten des Herstellers garantiert!)
54 MHz/10-Bit Video-DAC, 192 kHz/24-Bit Audio-DAC
Videoausgänge: 1 x SCART (mit RGB und S-Video), 1 x S-Video Hosiden, 1 x Cinch
(Composite)
Audioausgänge: Digital 1 x koaxial, 1 x optisch, , analog 1 x 2-Kanal Stereo, 1 x 6-Kanal-Ausgang (DVD Audio,
DD/dts-Decoder)
Videoequalizer
CD-Text
Farbe: Titan, Schwarz
Maße (B x H x T in cm): 435 x 60 x 258
Gewicht: ca. 3,3 kg
Preis: 499 EUR (UVP)
Testequipment:
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