Test: AV-Verstärker Pioneer VSA-AX10

Features, Finish und Anschlüsse

In Kürze ist er in Deutschland erhältlich, der 4599 € kostende neue Pioneer-Topliner VSA-AX10 mit einer Leistung von 7 x 170 Watt (6 Ohm, DIN Sinus). Uns interessierte natürlich, ob sich hinter der massiven Aluminium-Frontblende mit dem Pioneer-typischen großflächigen DOT-Matrix-Display nicht nur auf dem Papier eine Menge innovativer Technik verbirgt, sondern ob der Bolide seine auf den Datenblättern nachlesbare Topform auch mit überragenden klanglichen Leistungen sozusagen "in die Tat" umsetzen kann - denn vorhanden ist alles, was gut, teuer und "State Of The Art" ist: Der 29,5 kg wiegende, titansilberne Bolide erfüllt die THX Ultra 2-Norm, Dolby ProLogic II inklusive THX Post Processing und DTS 96/24 gehören ebenfalls zu den Features des VSA-AX10. Nur schade, dass Pioneer lediglich die "Light-Version" von Dolby Pro Logic II Music ohne die Einstellmöglichkeiten im Music Mode (Center Width, Dimension Control, Panorama Mode) verbaut. Dafür bietet der VSA-AX10, stellt man unter "Listening Channel Select" auf der Fernbedienung "7.1" ein, eine komplette 7.1-Wiedergabe von Dolby PLII über alle Lautsprecher zur Verfügung. Die integrierten, besonders hochwertigen 192 kHz/24-Bit Audio-DACs sollen den hohen Anspruch unterstreichen. Für analoge Programmquellen steht ein 96 kHz/24-Bit A/D-Wandler bereit. Für einen Raumklang, der die im Hörraum gegebenen Möglichkeiten optimal ausnutzt, sorgt M.C.A.C.C. (Multichannel Acoustic Calibration System). Mittels eines mitgelieferten Messmikrofons, welches an einer Mikrophon-Buchse hinter der Frontklappe des Verstärkers angeschlossen wird, misst sich der Verstärker auf die Raumakustik ein, kompensiert Fehler seitens der Lautsprecherkonfiguration und passt sich klangtechnisch optimal an die räumlichen Gegebenheiten an. Die Bedienung soll laut Pioneer sehr einfach sein: Das Mikrofon wird am Hörplatz aufgestellt, anschließend erfolgen via OSD die Anweisungen für die Vorbereitung des Einmessvorgangs mit speziellen Testtönen. Zusätzlich bietet der AV-Receiver einen 9-Band-Equalizer für jeden einzelnen Kanal, was bei der individuellen Anpassung  jedes einzelnen Lautsprechers neue Möglichkeiten eröffnet. Bezüglich des Einsatzes kann hier zwischen einer automatischen (im Rahmen der Justage durch M.C.A.C.C.) oder einer manuellen Einstellung gewählt werden. Verschiedenen Anpassungsgrundlagen stehen zur Auswahl: So kann der Benutzer bestimmen, ob bei der Kalibrierung jeder Lautsprecher individuell eingestellt werden oder ob die Frontlautsprecher als wichtigste Lautsprecher des Systems als Maßgabe für die anderen Boxen dienen sollen.  

Wer seinen DVD-Player durch den VSA-AX10 durchschleifen möchte, interessiert sich für den hochwertigen Video-Konverter, der die unterschiedlichen Signalquellen - wie S-Video vom S-VHS Recorder - auf Komponenten-Video (YUV) wandeln kann. Umfangreiche Anschlussmöglichkeiten, u.a. ein 7.1-Kanal-Eingang für DVD-Audio und externe Decoder, ein AC-3 RF-Eingang für LaserDisc, acht Digital-Eingänge (drei koaxial, fünf optisch), zwei optische Digital-Ausgänge sowie vergoldete Anschlussterminals runden die Ausstattung des neuen Spitzenmodells ab - während die Bestückung mit digitalen Eingängen üppig genug ist, hätten es an digitalen Ausgängen durchaus noch mehr sein können.

 

Absolut auf Referenzniveau ist die Verarbeitung - hier stimmt schlichtweg alles, der VSA-AX10 wirkt wie aus dem Vollen gefräst und wie für die Ewigkeit gemacht. Zweifellos bekommt der Kunde bezüglich der Verarbeitungsqualität und der Hochwertigkeit der verwendeten Materialien ein Produkt, das den hohen Anforderungen der Preisklasse vollauf gerecht wird. Nur dem an vollkommenen Luxus gewöhnten Heimkino-Freak wird auffallen, dass sich die massiv verarbeitete Klappe, hinter der sich weniger oft benötigte Bedienelemente befinden, mit einem motorisch betriebenen Öffnungsmechanismus noch besser machen würde. Dem Topmodell ist auch eine hochwertige Fernbedienung mit Touchscreen-LC-Display beigefügt, die tadellos verarbeitet ist. Wünschenswert wäre nur, dass Pioneer der Fernbedienung ein Akkupack anstatt der vier einzelnen Mignon-Batterien beifügt, was im Sinne der Umwelt eine deutliche Verbesserung bedeuten würde. Besonderen Aufwand trieb Pioneer bei der Chassis- und Gehäusekonstruktion. Ein extrem vibrationsarmes, zweilagig verkupfertes Chassis kommt zum Einsatz, ebenfalls ist die Frontplatte aus dickem Aluminium. Klangoptimierend wirken sich laut Pioneer auch die geriffelten Aluminium-Seitenpaneele des VSA-AX10 aus: Auf dem Bild unten ist auch die massive Gehäuseverarbeitung mit der hochwertigen Frontplatte zu erkennen. 

Im Inneren des Gerätes kommen hochwertige Baugruppen zum Einsatz, der gesamte Aufbau präsentiert sich ebenso durchdacht wie die Verarbeitung - auch offen ist der VSA-AX10 schön anzusehen. Auffällig sind die großen Kühlelemente und der große 650 VA-Transformator (links vorn im Gehäuse). 

 

Zu THX Ultra 2

  • THX Ultra 2 ist die erste THX-Variante, die vollständig für digitale Heimkino-Tonnormen entwickelt wurde. 

  • Neu bei Ultra II: Die Aufteilung in Cinema- und Music Mode. Der Cinema Mode ist optimiert für die 7.1-Wiedergabe  von 5.1-Filmmaterial (neu: ASA (Advanced Speaker Array) soll die Vorteile von Extended Surround akustisch optimal ausnutzen und alle 8 an einem EX-System beteiligten Lautsprecher optimal aufeinander abstimmen. Mit der neuen THX Package erhält zusätzlich zu den beiden Ultra Modes auch das Postprocessing bei DTS ES Discrete 6.1 Einzug. Hier wird der zusätzliche diskrete Kanal auch als ein solcher erkannt und mit dem THX Post Processing versehen). Unverändert im Programm: Für Dolby Digital EX-Software steht der THX Surround EX Modus weiterhin zur Verfügung. 

  • Erstmalig bei THX gibt es auch einen Music Mode, der besonders für DTS 96/24 und  Musik-DVDs in DD 5.1 und DTS 5.1 prädestiniert  sein soll. Der Music Mode nutzt die Lautsprecher-Aufstellung eines THX EX-Systems mit zwei Surround- und zwei Back Surround-Lautsprechern, die Boxen werden jedoch anders konfiguriert als für die Wiedergabe von Heimkino-Ton: So wird die linke Surround- mit der linken Back Surround-Box zusammengeschaltet, die rechte Surround- mit der rechten Back Surround-Box- Sinn dieses Unterfangens ist es, räumlich gesehen zwischen dem jeweiligen Surround- und Back-Surround-Lautsprechers eine Phantomschallquelle zu erzeugen, deren Klangeindruck aufgrund der Position und des Abstrahlverhaltens dem Klangbild eines normalen Direktstrahlers (also der Lautsprecherart, die für die akkurate Musikwiedergabe am besten geeignet ist) ähnlich sein soll. THX will somit erreicht haben, dass über ein und dasselbe Lautsprechersystem sowohl die Musik- als auch die Kinotonwiedergabe qualitativ überzeugend vonstatten gehen soll.

  • Neu: Die Boundary Gain Compension. Die Funktion ist für die Verwendung des VSA-AX10 mit einem THX Ultra 2-zertifizierten Subwoofer bestimmt und hat folgende Aufgabe: Bestimmte akustische Voraussetzungen des Hörraums (Struktur der Wände, Aufbau des Raums) sowie die Position des Hörplatzes und des Subwoofers sorgen in verschiedenen Fällen für eine störende Überbetonung der tiefen Frequenzen, so dass der Subwoofer manchem Hörer als zu dominant erscheint. Hier greift die Boundary Gain Compension ein und gleicht übermäßig starke Basstöne, die auf einem Grenzverstärkungseffekt beruhen, aus. 

Im On Screen Menü des VSA-AX10 kann im THX Audio-Untermenü noch individuell eingestellt werden:

  • Wenn man einen THX Ultra 2 zertifizierten Subwoofer einsetzt,kann die Boundary Gain Compension eingeschaltet werden

  • Man kann einstellen, wie weit die beiden Back Surround Lautsprecher voneinander entfernt sind. Diese Einstellung benötigt THX Ultra 2, damit ASA (oben erklärt) richtig arbeiten kann. Zur Wahl stehen: "TOGETHER" für Abstände von unter 1,2 Metern, oder "APART" für Abstände zwischen beiden Surround Back Lautsprechern, die größer als 1,2 Meter sind

  • Im Menüpunkt "Re-Equalization" kann man die THX Re-Equalization auch für die Advanced Cinema-Hörmodi verwenden: Hierzu die Option "Standard" auf "ON" stellen.

Zusätzlich verfügt Pioneers Flaggschiff noch über verschiedene DSP-Modi:

  • Advanced Cinema-Modi: Action (Für Filme mit besonders vielen kräftigen Effekten), Sci-Fi (soll breiten Klangraum erzeugen und trennt Dialoge von Soundeffekten, um die Gesamtwirkung des Soundtracks zu steigern), Drama (für dialogreiche Filme vorgesehen), Musical (Für DVDs mit hohem Musikanteil, soll die Raumwirkung optimieren), Monofilm (für Mono-Material), X-D-Theater (für mehr Dynamik und einen breiteren Klangraum bei Stereo-Musikquellen)

  • Advanced Concert-Modi: Classical (Simulation der akustischen Effekte eines große Konzertsaals, soll sich besonders für klassische Musik eignen), Chamber (Simulation der Akustik eines äußerst resonanzreichen Konzertsaals mit reichem Nachhall und vollem Klang), Jazz (Simulation der Akustik eines Jazzclubs, Verstärkung des Live-Effekts), Rock (Live-Band-Effekt mit guter Trennung der Instrumente und verstärktem Bass), Dance (Akustik-Simulation des Tanzclubs mit stärker betontem Bassbereich), X-Channel Stereo (Simulation der akustischen Umgebung einer herkömmlichen Stereoanlage bei Verwendung aller Lautsprecher des Systems)

Ebenfalls vorhanden ist im On Screen Menü ein sogenannter "Expert Modus", in dem man folgendes einstellen kann:

  • Veränderung der OSD-Position auf dem Bildschirm des Bildausgabegeräts

  • Bass Peak Level: Einstellmöglichkeit für den Bassspitzenpegel

  • Dynamic Range Control MID/MAX oder OFF anwählbar (für Dolby Digital)

  • Multi-Channel In Select: Interessante Funktion des Expert-Setups. Hier kann zunächst eingegeben werden, welche Eingänge des 7.1-Eingangs belegt sind: Hängt ein Gerät mit einem 5.1-Ausgang daran, so stellt man den Wahlschalter auf 5 CH. Alternativ sind bei externen 6.1- oder 7.1-Geräten auch die Positionen 6 CH oder 7 CH anwählbar (Subwooferkanal wird nicht mitgezählt). Nun kann man auswählen, wie der VSA-AX10 das Signal wiedergeben soll: In der Position "Through" gibt der Verstärker alles so wieder, wie es hineinkommt - ein 5.1-Soundtrack wird auch in 5.1 ausgegeben, ein 192 kHz/24-Bit Stereo-Soundtrack von einer DVD Audio wird auch in Stereo wiedergegeben. Wählt man die Einstellung "S -> SB" dann laufen - nicht wie man zunächst denken könnte - grundsätzlich IMMER die normalen Surroundlautsprecher, nicht aber die Surround Back Lautsprecher mit. Bei S -> S & SB laufen Surround- und Surround Back-Lautsprecher grundsätzlich mit

  • Input Rename: Hier kann der Benutzer jedem Eingang einen individuellen Namen geben

Insgesamt begeistert der VSA-AX10 mit einer Verarbeitungsgüte auf allerhöchstem Niveau, einer lückenlosen und innovativen Ausstattung und einer großen Anschlussvielfalt. Nur digitale Ausgänge dürften es noch mehr sein, und eine Komplettversion von Dolby PLII Music wäre wünschenswert. 

Bewertung

 

Bedienung

Wer glaubt, einen 4599 EUR teuren AV-Boliden könnte nur ein Fachmann richtig justieren, sieht sich auf das Angenehmeste enttäuscht. In erster Linie verantwortlich für die einfache Bedienung ist das neuartige M.C.A.C.C. (siehe auch Finish, Features und Anschlüsse): Wer das On Screen Menü zur Einstellung des AV-Verstärkers aufruft, wählt im "Auto Surround Setup" zunächst den Menüpunkt "Normal Surround" (Alternative Front Bi-Amp 5.1). Anschließend erscheinen Anweisungen für die automatische Konfiguration des Lautsprechersystems. Pioneer macht für schreckhafte Naturen auch darauf aufmerksam, dass es recht lautstark zugeht während des Einpegel- und Einmessvorgangs. Ebenfalls wird darauf hingewiesen, sich leise zu verhalten, um störende akustische Beeinflussungen während der Kalibrierung zu verhindern. Im ersten Schritt macht der VSA-AX10 den "Environment Check", den "Ambient Noise", testet die Funktionsfähigkeit des Mikrophons und legt den Speaker Level" fest (wobei hiermit das Vorhanden- oder Nichtvorhandensein der Lautsprecherkomponenten gemeint ist. Ob "Small" oder "Large" die richtige Einstellung ist, stellt der VSA-AX10 in einem späteren Setup-Schritt fest, ebenso die genaue Frequenzausmessung jedes Lautsprechers). Nach diesem Vorgang hat der Verstärker erkannt, welche Lautsprecher das aufgestellte System enthält (bei einem kompletten 7.1-System müssen dann alle Lautsprecher inklusive der 2 Back Surround Lautsprecher im Menü aufgelistet sein). 

Anschließend folgt die zweite Etappe der Operation "Einpegelung": Hier überprüft der Verstärker, ob eine "Small"- oder die "Large"-Einstellung angebracht ist, ebenso errechnet der VSA-AX10 den optimalen Channel Delay und den Pegel für jeden Lautsprecher. Besonders aufwändig ist der letzte Teil des Setups: Mittels eines neunbändigen Equalizers erstellt der Verstärker für jeden Lautsprecher ein individuelles Frequenzbandprofil. Wahlweise kann der versierte Home-Cineast natürlich auch nach eigenem Empfinden jeden Lautsprecher justieren. Auch ansonsten überzeugt die Bedienung: Die Menüs auf der vorprogrammierten sowie frei programmierbaren Fernbedienung mit LC-Display und Touchscreen sind übersichtlich, auf überflüssige grafische Spielereien, die außer einem netten Aussehen nur Verwirrung stiften, verzichtete Pioneer löblicherweise. So kann die pultartige Fernbedienung jeder innerhalb kurzer Zeit bedienen, die effektiv arbeitende Hintergrundbeleuchtung und der gute Kontrast machen auch die Bedienung in der Dunkelheit einfach. Nicht zu verbessern ist das großflächige DOT-Matrix-Display direkt am AV-Verstärker, das alle relevanten Informationen anzeigt und sehr gut abzulesen ist. Die Bedienelemente am Gerät selber erfreuen mit einer einwandfreien Haptik, besonderes Vergnügen bereitet es, den höchst präzise ausgeführten Lautstärke-Drehregler zu bedienen. 

Bewertung
 
Ton

Lautsprecher: 

Software:

  • THX Surround EX Demo DVD
  • Jurassic Park - Die vergessene Welt (DD 5.1, Code 2)
  • The World Is Not Enough (DD 5.1, Code 2)
  • Die Mumie (DD 5.1, Code 2)
  • Wolfgang Amadeus Mozart: Figaros Hochzeit (DD 5.1)
  • Peter Tschaikowsky, Der Nussknacker (DD 5.1)
  • Shang High Noon (DTS ES Discrete 6.1, Code 2)
  • Sleepy Hollow (DTS ES Discrete 6.1, Code 2)
  • DTS Demo DVD 3 
  • Steely Dan: Two Against Nature (DVD Audio DVD Audio 96 kHz 24-Bit Multichannel)
  • Ludwig van Beethoven: 3. Symphonie (DVD Audio 96 kHz 24-Bit Multichannel)
  • Future Trance Vol. 14 (Audio-CD)
  • Bon Jovi: Keep The Faith (Audio-CD)
  • Toni Braxton: Secrets (Audio-CD)
  • Felix Mendelssohn Bartholdy/Max Bruch:Violinkonzerte (Audio-CD)

Zu M.C.A.C.C. 

Auch wenn wir zugegebenermaßen durchaus skeptisch waren, was die vollautomatische Lautsprechereinstellung via M.C.A.C.C. in der Praxis vollbringt, so müssen wir nach den Testläufen feststellen, dass Pioneer ein äußerst überzeugendes System auf die Beine gestellt hat. Denn gerade bezüglich der größtmöglichen klanglichen Homogenität, die nur mit einer optimalen Anpassung aller Lautsprecher aufeinander erreicht werden kann,  holt das neue System ein Optimum aus der Lautsprecheranlage heraus. So entsteht ein sehr stimmiger Gesamteindruck, ein rundes, aber gleichzeitig sehr detailliertes Klangbild wird bereitgestellt, bezüglich Channel-Level und Delay-Time wählt das System exakt die richtigen Einstellungen - nur mit einem sehr großen Zeitaufwand, hervorragender Testton-Software und einem Pegelmessgerät sowie einem entsprechend großen Sachverstand ist es möglich, ein nochmals besseres Hörerlebnis zu erzielen, wobei die möglichen Verbesserungen in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand stehen. Auffällig bei der Kalibrierung: M.C.A.C.C. nimmt sich besonders den Hochtonbereich mit Erfolg vor und entlockt so jedem Lautsprecher, der eine einigermaßen brauchbare Hochtonwiedergabe hat, erstaunliche Wiedergabefähigkeiten. Was uns besonders erfreute, dass M.C.A.C.C. einen leider in der Praxis häufiger zu beobachteten, zu mittenbetonten Klangbild effektiv entgegen wirkt und so eine spritzige und dynamische Wiedergabe ermöglicht.

Overview:

Im Test konnte der VSA-AX10 mit Referenzleistungen in jeder Teildisziplin aufwarten. Die Endstufen ließen sich auch von einer knapp fünfstündigen Dauerhatz nicht beeindrucken,  es war keinerlei Nachlassen der Leistung zu beobachten. Der Verstärker erwärmte sich zwar spürbar, aber selbst im zwar eigentlich nicht vorgesehenen, in der Praxis aber oft zu findenden Fall, dass der DVD-Player direkt auf dem AV-Verstärker draufsteht, war die Erwärmung auf keinem besorgniserregenden Niveau. Die Leistungsaufnahme ist mit 710W ausreichend, aber nicht überdurchschnittlich. Die klanglichen Qualitäten waren beeindruckend, Grundrauschen war keins feststellbar. Interessant: Die sehr guten Ergebnisse mit dem neuen THX Music Mode. Übrigens: Wenn auch bei Puristen verpönt, die hervorragend funktionierende Loudness ist, Pioneer-typisch, ebenfalls wieder integriert. Die Eindrücke im einzelnen:

Film 

In dieser Qualität kennt man den "Broadway 2000" Trailer sonst nur aus selten zu findenden Top-Kinos: Mit höchster klanglicher Homogenität, einem extrem sauberen, präzisen und runden Bassbereich und einem weitläufigen, dichten Raumeindruck repräsentiert der Pioneer VSA-AX10 allerhöchstes Niveau. Der reine Audio-Track "Jungle Sounds", genauso wie der Broadway-Trailer auf der THX Surround EX Demo DVD abgelegt, beeindruckt durch die höchst präzise und kristallklare Hochtonwiedergabe, die dem Zuhörer kein akustisches Detail unverborgen lässt. Besonders imposant: Die Darstellung der durch den Raum fliegenden Helikopter, wo die Testraum-Crew fast vor die Tür gegangen wäre, um zu überprüfen, ob nicht unangemeldeter Besuch per Hubschrauber eingeflogen ist. Auf fällt der unerbittlich zupackende Bassbereich und die gelungene dreidimensionale, akustisch eindrucksvolle Darstellung der sich drehenden Rotoren. Die Fetzen fliegen auch beim THX Surround EX-Trailer zu "The Astronaut's Wife": Effektsalven, die quer durch den Hörraum kreuzen, lassen weder bezüglich der Wucht noch bezüglich des differenzierten Aufbaus zu Wünschen übrig. Perfekt arbeitet der Verstärker die beiden Back Surround Lautsprecher ins Gesamtgeschehen ein und sorgt für eine noch kräftigere, homogenere und differenziertere Wiedergabe der Surround-Klangkulisse. Selbst der eher wenig begeisternd (zu zurückhaltend und zu wenig transparent, dazu werden die Möglichkeiten von THX EX zu wenig herausgestellt) klingende Trailer zu "Austin Powers  - The Spy Who Shagged Me" kommt noch in ansprechender Form zur Geltung. Was bei der THX Surround Demo DVD auffällt: Der Pioneer entpuppt sich als idealer Kompromiss zwischen einem Verstärker, der es versteht, mit Urkräften Effektgewitter im Hörraum zu entfachen, und einem Gerät, das eine auf höchstem Niveau angesiedelte Qualität bei der Einarbeitung feiner Details bietet. Die Show des VSA-AX10 geht weiter: Dass THX Ultra 2 mit besonders großer Präzision die Back Surround Lautsprecher mit berücksichtigt, stellt sich auch bei der 3. DTS Demo DVD bei Hörchecks mit herkömmlichen 5.1 Filmmaterial heraus. Hier haben wir mit aktiviertem THX Ultra 2 sowie Back Surround Matrix erstaunt festgestellt, was soundtechnisch alles im DTS "Titanic"-Trailer  - die entsprechende Aufbereitung vorausgesetzt - steckt: Das ohrenbetäubende Zerbersten des Inneren des Ozeanriesen nach der Kollision mit dem Eisberg ist so wirklichkeitsgetreu, dass man die Tragweite der schrecklichen Ereignisse damals akustisch zu fassen beginnt. Hervorragend will auch die Übertragung des eindrucksvollen Music Score gelingen. Detailliert, differenziert und mit einer faszinierendem Mischung aus Natürlichkeit und kraftvollem Antritt: So meistert Pioneers neues Flaggschiff den DTS-Trailer zu "Apollo 13". 

Wildes Geschrei, durch Urwälder stapfende mächtige und gefräßige Dinosaurier, skrupellose, bis an die Zähne bewaffnete Jäger, die ,mit Geländewagen, Geländemotorrädern und Helikoptern ausgerüstet, zur Dino-Jagd blasen - bei "The Lost World" geht es effekttechnisch hoch her. Gut ist der Zuhörer dran, wenn er einen so potenten AV-Verstärker wie den VSA-AX10 besitzt: Denn so wird er mitten ins turbulente Geschehen katapultiert. Herausragend ist der vielschichtige Aufbau der Surround-Klangkulisse, hier arbeitet der Pioneer auch jedes Detail im Hochtonbereich plastisch heraus, ohne jedoch die hochfrequenten Klanganteile über zu betonen. Die Urgewalt, die der VSA-AX10 im Bassbereich entfesselt, verdient höchsten Respekt, denn in Verbindung mit unserem Magnat Omega 380 (Übernahmefreuqnz des Subs sollte keinesfalls > 80 Hz sein) wird hier eine hervorragende, präzise und gleichzeitig sehr voluminöse Basswiedergabe erreicht. Dies zeigt sich auch beim Testlauf mit der Code 2-DVD von "The World Is Not Enough", wo der VSA-AX10 bereits in den Eröffnungssequenzen ein großartiges Spektakel entfacht: So bei der Explosion im MI6-Hauptquartier und der anschließenden wilden Verfolgungsjagd über die Themse. Auch hier zeigt sich wieder, dass der Pioneer der Meister auch der feinen Detailwiedergabe ist: So erklingt die Sprinkleranlage im durch den Anschlag schwer mitgenommenen Geheimdienst-Hauptquartier derart realistisch, dass man schaut, ob nicht im Hörraum Wasser durch die Decke tröpfelt. Auch bei der "Mumie" fällt auf, dass dem Pioneer kein Detail der Tonspur entgeht: Ob es Feinheiten des Music Score sind, entferntes Rufen oder zuschlagende Türen - alles wird so realistisch wiedergeben, als befände sich der Zuhörer direkt in den güldenen Gemächern des Pharaos, mit dessen Geliebter der Hohepriester Imhotep fatalerweise eine Liaison einging. Die Stimmwiedergabe ist akzentuiert und homogen eingearbeitet. Die heftige Schlacht zu Beginn von Chapter 2 trägt der Verstärker ungefiltert und kraftvoll in den Hörraum, wobei das eindrucksvolle Zusammenwirken von der weiträumigen Darstellung des Music Score und der gelungenen Effektwiedergabe besonders gefällt. 

Bei den beiden DTS ES Discrete 6.1-DVDs von "Sleepy Hollow" und "Shang High-Noon" besticht die transparente, saubere Wiedergabe mit einem kristallklaren, jedoch nicht unangenehm aggressiven Hochtonbereich. Mit perfekter Ortbarkeit gibt der VSA-AX10 auch die aus dem diskreten Back Surround-Kanal stammenden Effekte, verteilt über die beiden Back Surround Lautsprecher, wieder, hervorragend meistert der Verstärker alle Arten von Effektkombinationen, auch Split Surround-Effekte, die der Pioneer mit größtmöglicher Sorgfalt, Präzision und Antrittsstärke in den Hörraum befördert. Sehr gut gelingt dem Gerät auch bei beiden Discs die Einarbeitung des Music Scores. Dies ist gerade bei Sleepy Hollow besonders wichtig, da die geheimnisvoll-mysteriöse Filmmusik zum Aufbau der Spannung wesentlich beiträgt. Sehr gut: Die wuchtige Basswiedergabe, sauber und homogen. Hier setzt sich der schon zuvor gewonnen exzellente Eindruck nahtlos fort.  

Im Vergleich zu anderen, ebenfalls brillanten AV-Verstärkern und -Receivern ist es die Kombination, die den Pioneer VSA-AX10 so aus der Masse hervorhebt: Er stellt eine momentan unschlagbare Kombination aus Feinfühligkeit und gnadenlosem Zupacken dar, so dass sowohl der detailverliebte Heimcineast als auch der Liebhaber feuriger Effektwiedergabe gleichermaßen und ohne Einschränkungen auf ihre Kosten kommen. Gespannt warten wir schon, was der upgegradete Denon AVC-A1SE diesem eindrucksvollen Auftreten des VSA-AX10 entgegenzusetzen hat - immerhin lassen die technischen Daten des umfangreichen Upgrades aufhorchen und vermuten, dass Denons Topliner nochmals bezüglich der Performance zulegen wird, so dass dann ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen die Folge sein wird: Wenngleich mit Preisen um die 4600 EUR (bei Denon Grundpreis + Upgrade) nicht gerade günstig, gibt es dann einen Kampf der Boliden der Extraklasse. So sind diese AV-Verstärker die richtigen Offerten für den Kunden, der kompromisslos  nur das Allerbeste will, in jeder Disziplin und bis ins Detail, und der Wert darauf legt, dass alle neuen Features, die der Markt bietet, in überzeugender Form integriert sind.  

Doch auch für weniger hohe Einstandspreise gibt es hervorragende Geräte: Wer auch gern in überragender Qualität Heimkino genießen möchte, aber nicht ganz so viel Geld ausgeben möchte, kann sich das antrittsstarke Kenwood-Duo KRF-X9995D und KMF-X9000 für rund 1000 EUR weniger ins Haus holen - wenn auch Pioneer und Denon bezüglich der Herausarbeitung von Details noch ein wenig mehr bieten, für effektgeladenes Heimkino der Extraklasse sind auch die Kenwood-Geräte bestens geeignet, und für das übrig gebliebende Geld kann man sich schon einen soliden Grundstock an DVDs besorgen. Wer möglichst viel fürs Geld sucht, wird in der Preisklasse um 2500 bis 3000 EUR fündig: Mit dem Denon AVC-A11SR gibt es hier einen Verstärker, der schon Top-Qualität und eine Spitzen-Ausstattung für eine vergleichsweise bescheidene Kaufsumme bietet. Mit Harman/Kardon AVR-8500 und Yamaha DSP-AZ1 kommen auch  in diesen Preisregionen zwei interessante Modelle in den nächsten Monaten auf den Markt.  

Musik

Zunächst interessierten uns natürlich die Möglichkeiten, die der neue THX Music Mode (Beschreibung siehe "über THX Ultra 2"). Laut Bedienungsanleitung eignet sich dieses neue Ausstattungsmerkmal besonders zum effektiven "Aufpeppen" von in DD oder DTS 5.1 codierten DVDs, die beispielsweise Opern oder Konzerte - also Musikalisches und keinen Filmton - enthalten. Wir verwendeten als erstes Testobjekt die in Dolby Digital 5.1 aufgenommene "Hochzeit des Figaro" von W.A. Mozart, und das Ergebnis war schlichtweg überragend, abgesehen vom den Gesamteindruck störenden, zu hohen Grundrauschen dieser DVD (der VSA-AX10 schneidet in der Disziplin "Grundrauschen", wie auch sonst, exzellent ab und produziert keinerlei störendes Grundrauschen). Mit viel Esprit und Elan übertrug der Verstärker die Spielfreude der Musiker und das Gesangeskönnen der Opernsänger in den Hörraum. Exzellent war es um die Präzision der Stimmen bestellt, nie verschwommen, sondern stets klar und akzentuiert, meistert der VSA-AX10 sowohl die Herren- als auch die Damenstimmung mit einer Souveränität, die für eine Ausnahmestellung dieses neuen Verstärkers sorgt. Denn hier wird das Projekt "Die Oper in den eigenen vier Wänden" mit einem derartig hohen Perfektionsgrad angegangen, dass man nur erstaunt sein kann: Mit welcher Brillanz im Hochtonbereich der Pioneer die Stimmen der Opernsängerinnen wiedergibt, ist imponierend, wie sauber die Stimmen der Opernsänger im Bassbereich klingen, begeistert auch sehr anspruchsvolle und vom Opernbesuch geschulte Ohren restlos. Völlig ohne störende Verzerrungen kann der Hörer auch voll "operntaugliche" Lautstärken anwählen, ohne dass der Hörgenuss geschmälert wird. Sein hervorragendes Antrittsvermögen zeigt der VSA-AX10 beim vollen Orchestereinsatz, er managt mit Leichtigkeit alle Dynamiksprünge und arbeitet mit Liebe zum Detail auch musikalische Feinheiten heraus. Mit einer großartigen Raumwirkung übertrug der VSA-AX10 die Beifallsbekundungen des Publikums. Die Grenzen setzt hier klar die Software, deren Qualität in diesem Falle zwar gut, aber nicht in jeder Disziplin vollkommen überzeugend ist. Nächstes Testobjekt war die DVD (Dolby Digital 5.1) von Peter Tschaikowskys "Nussknacker": Auch hier schaffte der THX Music Mode einen tadellosen Raumeindruck, zu vermerken ist aber, dass dieser keinesfalls auf Kosten der Präzision geht: Denn diese ist ebenfalls lobenswert, auch im Surroundbereich ist kein unangenehmes "Verschwimmen" und ein damit verbundenes zu seichtes Klangbild zu hören.  Die Reihe exzellenter Leistungen setzt der Pioneer VSA-AX10 bei der pointierten und facettenreichen Darstellung von Mahlers 2. Symphonie, in sehr guter Qualität abgelegt auf der 3. DTS Demo-DVD, nahtlos fort. Hier begeistert der edle Verstärker auch wieder mit seiner extrem hohen Detailtreue, die den differenzierten und faszinierenden Aufbau dieses Auszugs aus Mahlers Werk dem Zuhörer atmosphärisch dicht verdeutlicht. Besonders die schwer akkurat darstellbaren Choralstimmen arbeitet der Pioneer exzellent ein und vermittelt dem Zuhörer ein nuancenreiches Stimmungsbild von Mahlers Musik.

Mit der Multi Channel Input- und Weiterverarbeitungsfunktion (siehe Finish, Features und Anschlüsse, Expert Mode) kann man sich DVD Audio-Discs, die beispielsweise in 96 kHz/24-Bit 5.1-Kanal aufgezeichnet sind, über alle sieben Lautsprecher anhören. Dies bringt zwar auf der einen Seite einen leichten Präzisionsverlust, dafür aber einen weitläufigeren Raumeindruck, der das Klangbild sehr voluminös und dicht macht. Besonders gut zur Geltung kam diese Wiedergabeart bei Beethovens 3. Symphonie: Mit einer kraftvollen, unheimlich plastischen und atmosphärisch perfekten Wiedergabe zeigt der Pioneer, was bei einem AV-Verstärker der Spitzenklasse alles möglich ist. Höchst beachtlich: Was der Pioneer VSA-AX10 auch bei kinogerechter Lautsprecherbestückung (also mit Dipolen!) für herausragende Leistungen bietet. Der AV-Verstärker zeigte mit einer neutralen und geschmeidigen, verzerrungsfreien Wiedergabe auch im DVD Audio-Betrieb viele Stärken.

Im PLII Music Modus muss der VSA-AX10 ohne die bei verschiedenen CDs zusätzlichen Gewinn bringenden Einstellmöglichkeiten auskommen. Das Klangbild gefällt trotzdem mit Homogenität und einer guten Hochtonabbildung, wenngleich gerade in Bezug auf die Einbindung des Center-Speakers manchmal Handlungsbedarf bestünde, wenn man das Klangbild auch in Details optimieren möchte. Bei unserer Test-CD "Future Trance, Volume 14, CD1" konnte sich der VSA-AX10 mit einer effektgewaltigen, im Hochtonbereich erstaunlich klaren Wiedergabe in Szene setzen. Der Bassbereich war füllig, Referenz bezüglich der PLII-Wiedergabe aber bleibt der Denon AVC-A11SR, der mit einer absolut herausragenden Basswiedergabe und einem perfekten Raumeindruck die Systemmöglichkeiten von Dolby PLII voll ausnutzt. Als überzeugend erwies sich in der Praxis die Advanced Concert Einstellung "Dance": Mit einem ordentlich abgestimmten Bassbereich und ohne zuviel störenden Nachhall empfiehlt sich dieser Modus für den Liebhaber von Dance- und Techno-Musik durchaus. Die "Rock"-Einstellung brachte ordentlich Stimmung bei Bon Jovis "Keep The Faith": Eine gute Stimmwiedergabe und gekonnte Darstellung der E-Gitarren war herauszuhören, nur dass sich der Bass wesentlich gegenüber normalen Einstellungen verstärken soll (was er in der Theorie laut Bedienungsanleitung tun soll), war bei dieser sowieso im Bassbereich eher lauen CD nicht herauszuhören. Am besten im Standard-Dolby PLII Music Mode klang Toni Braxtons CD "Secrets": Bei "Un-Break My Heart" gefiel der VSA-AX10 mit einer feinfühligen Stimmwiedergabe und einem sehr präzisen und runden, nie unangenehm schwammigen Bassbereich. Wer alle Lautsprecher mitlaufen lässt, schafft ein weiträumiges, gefälliges Klangerlebnis, mit nur geringen Abstrichen bezüglich der klanglichen Präzision. 

Bei Felix Mendelssohns Konzert für Violine und Orchester, e-moll Opus 64, nimmt der Musikliebhaber mit Erstaunen zur Kenntnis, dass die bei AV-Verstärkern oftmals bemängelte, wenig überzeugende Stereowiedergabe beim VSA-AX10 wohl der Vergangenheit angehört. Denn was Pioneers Spitzenmodell hier bietet, dürfte in den Punkten Detailtreue und Präzision auch verwöhntere Ohren vollauf glücklich machen. Kombiniert mit einem angenehmen und homogenen Klangbild, lässt der Verstärker den schwierig darstellbaren Streichern eine sehr differenzierte und facettenreiche Behandlung zu Gute kommen. Der Orchestereinsatz erfolgt genau richtig dosiert und mit ausreichend Kraft. So zeigt auch die Stereowiedergabe, dass der VSA-AX10 ein Universaltalent ist, dem keinerlei Schwächen anzulasten sind: Einen guten Stereovollverstärker kann dieser hochwertige AV-Verstärker auch ersetzen. 

Bewertung Klang insgesamt bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)
Bewertung Klang Preis/Leistung bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)
Bewertung Klang Musik bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)
Bewertung Klang Film bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)bluestar.gif (167 Byte)

 

Fazit

Mit dem VSA-AX10 ist Pioneer ein Meisterstück gelungen - dies ist die Bilanz des Tests des VSA-AX10. In jeder Beziehung setzt der Pioneer neue Maßstäbe: Sei es mit seinem klaren, reinen, differenzierten und von einer großen Harmonie geprägten Klang im Musikbetrieb oder mit der Filmtonwiedergabe, fein und differenziert bei Umgebungsgeräuschen und kleinen Effekten, unglaublich antrittsstark und voluminös bei heftigen Effektgewittern. Hier ist eine optimale Synthese zwischen gekonnter feingeistiger Wiedergabe und einem mit unerschöpflichen Kraftreserven ausgestatteten Power-Paket entstanden, welche in dieser Perfektion momentan am Markt einzigartig ist. Zugegeben, der VSA-AX10 kostet mit 4599 EUR auch ein kleines Vermögen. Aber der Preis ist ein Anbetracht der in jeder Beziehung überragenden Leistungen mehr als gerechtfertigt: So ist das Mikrofon-Einmesssystem ausgeklügelt, es funktioniert perfekt und die Bedienung will selbst dem Laien dank der einfachen On Screen-Benutzerführung gelingen. Mit den neuen Modi von THX Ultra 2 eröffnen sich weitere Verwendungsmöglichkeiten: Der THX Music Mode ist eine äußerst gelungene klangliche Bereicherung - das neue Feature geht seiner Aufgabe sehr erfolgreich nach und stellt eine tadellose klangliche Performance zur Verfügung und ist gerade für Opern oder Konzerte, die in DD oder DTS 5.1 vorliegen, eine exzellente Bereicherung bezüglich der gebotenen Wiedergabequalität. Ein Top-Niveau also, doch die Konkurrenz schläft nicht. So warten wir gespannt auf das Upgrade für den Denon AVC-A1SE, der dann zum Sturm auf den Thron bläst - der Platz an der Spitze ist hart umkämpft. Und dazu kommen noch andere Kandidaten, die vielleicht in der einen oder anderen Disziplin leicht zurückfallen, dafür aber deutlich günstiger sind und dafür auch referenzverdächtige Leistungen bieten: Zu nennen wäre das insbesondere der Denon AVC-A11SR, der Spitzenqualität zum Sonderpreis offeriert, mit einer Dolby ProLogic II-Wiedergabe, die zurzeit die beste überhaupt ist, oder der Kenwood KRF-X9995D, der im Zusammenspiel mit der Endstufe KMF-X9000 Urgewalten im Hörraum entfesseln kann und sich nur bezüglich der Detailwiedergabe und des Ausstattungsumfangs geschlagen geben muss. Ohne Zweifel steht aber fest, dass der Kenwood im Konzert der Top-Geräte ganz vorne mitspielt. Mit dem Harman/Kardon AVR-8500 und dem Yamaha DSP-AZ1 drängen zwei weitere, sehr interessante Geräte in den nächsten Monaten in die Heimkino-Topliga. Wenngleich beide nicht das Preisniveau des Pioneer VSA-AX10 und des upgegradeten Denon AVC-A1SE erreichen, so ist doch davon auszugehen, dass beide Neuerscheinungen schon eine Menge auch für den anspruchsvollen Heimkinofreund bieten. Momentan aber gilt: Wer alles in Perfektion möchte und nicht aufs Geld achten muss, greift zum Pioneer VSA-AX10.

Pioneers Meisterstück: Der VSA-AX10 ist der momentan beste AV-Verstärker 

Highend-Klasse

 

Pro:
  • Perfekte Eignung für Heimkino- und Musikbetrieb

  • Sehr guter Stereoklang

  • Überragendes Bedienkonzept inklusive hervorragender Einmessung mit Richtmikrophon

  • Verarbeitung auf Referenzniveau

  • Erstklassige Ausstattung

  • Unheimliche Kraftreserven

  • Sehr hochwertige Verarbeitung innen und außen

Contra:
  • Dolby PL II Music ohne Einstellmöglichkeiten

Die technischen Daten und Features im Einzelnen:
  • THX Ultra 2-Verstärker mit 7 x 170 W (6 Ohm, DIN Sinus)

  • Decodiert DTS ES Matrix/Discrete 6.1 uns DTS 96/24-Software

  • Dolby ProLogic II und DTS NEO:6

  • M.C.A.C.C. (Multichannel Acoustic Calibration System)

  • Besonders hochwertige 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler

  • 96 kHz/24-Bit A/D-Wandler

  • Eingebauter hochwertiger Video-Konverter, der beispielsweise S-Video auf YUV wandelt

  • Multichannel DNR (Rauschunterdrückung)

  • 7.1 Kanal-Eingang für DVD Audio und SACD

  • 7.1 Vorverstärker-Ausgänge

  • 7 Audio/Video-Eingänge, 5 Audio-Eingänge

  • Audio/Video-Ausgänge: 3 AV, 2 A, 2 V

  • 3 HDTV-fähige YUV-Komponenten-Eingänge, 1 HDTV-fähiger Komponentenausgang

  • Alle Video-Ein- und Ausgänge in FBAS- und S-Video-Ausführung (7 Eingänge und 4 Ausgänge)

  • RF-Eingang für LaserDisc

  • Front-AV-Eingang komplett mit optischem Digitaleingang und S-Video-Beschaltung

  • 8 Digitaleingänge (5 x optisch, 3 x koaxial), 2 optische Digitalausgänge

  • RS232 Schnittstelle für zukünftige Updates

  • Advanced Cinema-Betriebsarten: Action, Drama, Sci-Fi, Musical, Monofilm, X-D-Theater (Surroundoptimierung für Stereoquellen, Einsatz in Verbindung mit Dolby ProLogic)

  • Advanced Concert-Modi: Classical, Chamber, Jazz, Rock, Dance, X-Channel Stereo

  • Vorprogrammierte LCD-Fernbedienung, lernfähig, mit Touchscreen, Macro-Programmierung und Hintergrundbeleuchtung

  • 650 VA Transformator

  • Zweilagig verkupfertes Chassis

  • Akustisch optimierte Aluminium-Seitenpaneele

  • Massive Aluminiumfrontplatte

  • Gewicht 29,5 kg

  • Maße (B x H x T in mm): 440 x 204 x 470

  • Farbe: Titansilber

  • Preis: 4599 €

Test: Carsten Rampacher

18. Februar 2002

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