Test: Pioneer 50 ''-Plasma PDP-505XDE

04.04.2005 (cr)

Überblick und Produktvergleich

Bereits der Pioneer PDP-435FDE im 43 Zoll-Format bekam ausgezeichnete Zensuren im ausführlichen Praxistest - Grund genug für uns, das 6.799 € teure 50 Zoll-Modell in der gehobenen XDE-Ausstattungsvariante - "FDE" ist hier nicht erhältlich - ebenso sorgfältig unter die Lupe zu nehmen. Die PDP-505XDE genannte Version ist in der Lage, mit einer Auflösung von 1.280 (horizontal) x 768 (vertikal) nativ 720p-Signale darzustellen. 

6.799 € sind für ein Hightech-50-Zoll-Plasma nicht zu viel, wenngleich die Summe immer noch eine beträchtliche Investition darstellt. In diesem Kaufpreis sind das Plasma-Panel selbst nebst neu gestaltetem Mediareceiver enthalten, die Lautsprecher müssen jedoch noch genauso optional hinzugekauft werden wie unterschiedliche Ständer für die akkurate Aufstellung. Was die Lautsprecher anbetrifft, so sind wahlweise Boxen lieferbar, die nur an den Seiten (320 EUR, neue "Acoustic Swing Speakers", hier verwendet) oder aber sowohl seitlich als auch unter dem Plasmaschirm (kurze Variante, 200 EUR) montiert werden. Ferner hält Pioneer unterschiedliche, je 999 EUR teure Standfüße sowie einen schwenkbaren (299 EUR) und einen starren (149 EUR) Tischfuß und eine starre Wandhalterung (280 EUR) sowie eine anwinkelbare Wandhalterung (860 EUR) bereit, damit der Anwender die für seine Zwecke optimale Unterbringungsart auswählen kann. Reicht das Systemkabel im Lieferumfang ab Werk in Bezug auf die Länge nicht aus (Beispiel: Mediareceiver steht auf AV-Anlage in einer Ecke des Hörraums neben der Couch, Plasma hängt in größerer Entfernung vor der Couch an der Wand), kann man  - allerdings gegen wenig zurückhaltende Aufpreise - längere Varianten bekommen. Zur Wahl stehen 30 m (1.400 EUR) und 10 m (320 EUR). 

Die Ausstattungsunterschiede des XDE-Modells zum FDE-Modell, das allerdings nicht in 50, sondern nur in 43 Zoll verfügbar ist:

  • DVB-T-Tuner plus analoger Tuner (FDE-Modell nur analoger Tuner), optischer Digitalausgang zum Anschluss an externe Dolby Digital-Decoder, DVB-T-Modul mit Common Interface Slot für PAY TV-Karten

  • Mediareceiver mit erweitertem Anschlussangebot (VGA PC-Eingang, Kopfhörerausgang auf Front)

  • Dual Screen (beliebige Kombination der Eingangssignale möglich, einstellbare Bildgröße im Dual Screen-Modus) und Picture in Picture (PiP) Funktion. Bei PiP kann die Darstellung durch Drücken der "Shift"-Taste auf der FB geändert werden. Dual Screen und PiP - Anordnung von  Main und Sub kann mit der "SWAP"-Taste geändert werden

  • EPG (Elektronischer Programm-Guide, siebentägige elektronische Programmführung)

  • Home Gallery-Funktion (Einschub auf Vorderseite Mediareceiver unter der Klappe): Hiermit bietet Pioneer eine weitere Anwendung für Plasmas, denn mittels "Home Gallery" wird die Wiedergabe von digitalen Standbildern möglich. Unterstützt werden die folgenden Speicherkarten via PC-CARD Type2 Einschub: Smart media, Compact Flash, SD, Multi Media Card, Memory Stick, Micro Drive, xD-Picture card und PC-Card flash memory. Bilder mit bis zu 2400*1800 Pixel können dargestellt werden. Ferner werden max. 2000 Dateien per Ordner und maximal 500 Ordner pro Speicherkarte unterstützt. Die Anzeige mit XGA-Auflösung garantiert eine tadellose Bildqualität. Sind Bildbetrachter in den DVD-Spieler integriert, sind die oftmals langen Zugriffszeiten ein Problem. Dieses umgeht man, wenn man die Bilder direkt via Speicherkarte über das Plasma anzeigt. Nur 3 s Zugriffszeit vergehen, um ein 1600 x 1200-Bild anzuzeigen - kein Vergleich zu jpeg-Viewern in DVD-Spielern, die manchmal bei großen Bilddateien eine halbe Ewigkeit brauchen und somit den Spaß an der Diashow verderben.

  • Aufwändigere, aluminiumplattierte Fernbedienung (wie vom PDP-434HDE her bekannt)

  • Mediareceiver in noch eleganterer Optik mit höherem Silber-Anteil

Verarbeitung

Was die Verarbeitungsgüte angeht, so kann sich der Pioneer-Eigner auch bei den G5-Versionen nicht beschweren, wie bereits das PDP-435FDE im Test unter Beweis stellte. Das Display selber besticht wie auch von den anderen Pioneer-Plasmas her gewohnt mit höchst sauberer, penibler Verarbeitung und edler Optik. Beim Wechsel von der G4- zur G5-Generation beibehalten wurde der nun minimal breitere Rahmen aus tiefschwarzem Klavierlack, der dafür sorgt, dass der PDP-505XDE auch ein exklusives Design-Stück im Wohnraum mit edlem Ambiente darstellt. Verwendet man die gegen Aufpreis lieferbaren langen Lautsprecher für die seitliche Montage, entsteht ein etwas anderer optischer Eindruck als bei der Vorläuferserie, denn die Boxen sind schwarz anstatt silbern und wirken sehr edel, die Verarbeitung ist sichtbar hochwertiger als bei den preisgünstigeren silbernen Pendants. Was einem nun besser gefällt, ist trotzdem, wie so oft, Geschmackssache, und wer lieber den schwarz-silbernen Kontrast bevorzugt, kann nach wie vor auch die silbernen, etwas kürzen seitlichen Lautsprecher optional dazu bestellen. Wer gern sehr genau hinschaut, sollte vielleicht zu den edleren schwarzen Lautsprechern greifen.

Sehr elegant: Der Mediareceiver der XDE-Modelle. Unten steht mit dem DVR-920H das aktuelle DVD-Recorder-Topmodell im passenden Design (Test folgt)

Auch die extrem geringe, im Vergleich zum Vorgängermodell nochmals geringfügig reduzierte Tiefe trägt zum edlen Erscheinungsbild bei. Der Mediareceiver wurde einer umfangreichen optischen Überarbeitung unterzogen - mit einer gerade bei der XDE-Ausführung sichtbaren Wirkung. Der bei der G4-Generation eher plumpe und biedere Mediareceiver tritt in völlig neuem, elegantem Gewand auf. Perfekt passt er zum neuen Highend-HDMI-DVD-RW-Recorder DVR-920H mit 250 GB-Festplatte. Selbstverständlich bringt der 505er XDE die edle, bereits von der G4-Generation her bekannte Fernbedienung mit Alu-Cover mit. 

Bewertung
Anschlüsse

Hier die Anschluss-Übersicht:

  • HDMI Schnittstelle mit separatem Eingang (Eingang 3)

  • Komponenten-Eingang (PAL/NTSC Progressive) auf Eingang 2 - muss im Menü umgeschaltet werden 

  • 3 x SCART: Scartbuchsen 1 und 3 mit RGB, Scartbuchsen 2 und 3 mit S-Video

  • S-Video-Hosiden-Eingang und 2-Kanal-Audio-Eingang auf Gerätefront Mediareceiver

  • PC-Anschluss analog auf Front Mediareceiver

  • Köpfhörerbuchse auf Front Mediareceiver

  • Analoge Antennenbuchse

  • 2 x digitale Buchse für DVB-T-Tuner

  • PC-Card-Einschub

Hinter der Klappe auf der Gerätefront befindet sich ein reichhaltiges Arsenal an Anschluss- und Einschubmöglichkeiten

Insgesamt fällt die Anschlussbestückung des PDP-505XDE ordentlich aus, trotzdem ist Kritik angebracht. Denn die Kundschaft, die ein solches Highend-Plasma kauft, wünscht sich zumindest teilweise sicherlich einen zweiten Satz YUV-Eingänge oder, noch zukunftssicherer, gleich zwei HDMI-Interfaces. Beides ist deutlich sinnvoller als drei Scartbuchsen, diese Kritik muss sich Pioneer gefallen lassen. Verursachen zwei HDMI-Eingänge zuviele Kosten, hätten wir lieber den ganzen PC Card-Einschub und die Home Gallery-Funktion weggelassen, beides Funktionen, die ein Highend Home Theatre-Plasma nicht braucht. 

Bewertung
Ausstattung und Features

Unterschiede G4- und G5 Plasma-Generation:

  • Advanced Super Clear Drive: Darstellung von nunmehr 7 Milliarden Farben (im Standard-Modus 100 Hz, exakt sind es 7,08 MRD. Farben) möglich. G4: 1 Milliarde) und 1.920 Graustufen, Dynamic Bright Up-Verarbeitung für Optimierung der Bildhelligkeit.

  • Optimierte Pure Cinema-Schaltung mit genauerer Anpassung auf das Quellmaterial

  • "Direct Colour Filter": Laut Pioneer erster "Film Type"-Front-Filter, der direkt auf das Plasma-Display aufgetragen wird. Vorteile dieser neuen Technologie sind ein besserer Kontrast in hellerer Umgebung - Pioneer spricht von 20 Prozent Steigerungsrate gegenüber den G4 Modellen -, eine höhere Farbreinheit, eine Reduzierung der Reflexionen durch weniger Übergänge (Glas, Luft) und eine höher liegende Kantenschärfe. Hinzu kommen eine Gewichtsreduzierung und eine Reduzierung der Tiefe des Plasmadisplays. Während die beiden letzten Parameter zwar sicherlich auch ganz interessant, für den wahren Home Theatre-Fan jedoch nicht unbedingt maßgeblich sind, haben wir besonders die erstgenannten Versprechungen untersucht  - und haben festgestellt, dass sich tatsächlich Verbesserungen ausfindig machen lassen: Gerade bei Tageslicht ist das Bild klarer durchstrukturiert, es gehen weniger Details in sehr hellen oder sehr dunklen Bildbereichen unter. Ebenfalls wirken die Farben noch eine Idee satter und kräftiger als bei den G4-Plasmas. Beim PDP-505XDE fällt der positive Nutzen der Neuerung erstaunlicherweise deutlicher aus als beim PDP-435FDE. 

  • Gewicht wurde reduziert

  • 5 mm dünner (Tiefe von 98 auf 93 mm heruntergesetzt)

  • Rahmen 5 mm breiter

Innovativ: Gegen (kräftigen) Aufpreis bietet Pioneer Lautsprecher mit variablem Abstrahlwinkel an. Oben im Bild ist die Halterung zu sehen, die durch ihren im Vergleich komplexeren Aufbau diese verschiedenen Winkel möglich macht

  • Neue "Acoustic Swing Speakers", lange Lautsprecher für die seitliche Montage mit fünf verschiedenen Anbringungsmöglichkeiten (z.B. Inside/20 Grad zum Sitzplatz angewinkelt, für wenige Zuschauer Outside/10 Grad abwinkelt, für größeres Publikum)

Natürlich kommen auch in den G5 Plasmaschirmen wiederum die bereits in den G4-Modellen bewährten Technologien zum Einsatz. Hier der Überblick:

Pure Drive - Digital bis zum endgültigen Bild

Einer verbesserten Bildgüte zugute kommen soll auch die "Pure Drive"-Technologie. „PURE DRIVE“ arbeitet durchweg digital, bietet also die direkte Verarbeitung ohne Wandlung. Normalerweise wandeln herkömmliche Plasmaschirme das Bildsignal kurz vor Ende des Signalwegs, denn zur Ansteuerung der einzelnen Pixel wird ein analoges Signal benötigt. Damit wird auch ein Teil des Vorsprungs wieder verspielt, den digitale Videoschnittstellen wie High Definition Multimedia Interface (HDMI) und Digital Visual Interface (DVI) prinzipiell mitbringen: Zwar wird das Bildsignal digital ins Plasma hineingeleitet, auch die Skalierung auf die native Auflösung des Schirms findet auf der digitalen Ebene statt - eine D/A-Wandlung zum Schluss ist aus den eben beschriebenen Gründen aber noch notwendig. Pure Drive hingegen steuert die Pixel digital an und verhindert somit eine D/A-Wanldung, was die Bildgüte steigert. 

Keine D/A-Wandlung mehr vor der Bildausgabe: Pioneers "Pure Drive"-Technologie garantiert ein reines und sauberes Bild

Pure Drive kann aber noch mehr - die Technologie besteht aus verschiedenen Ausstattungsmerkmalen, die sich zu einem bildverbessernden Gesamtkonzept ergänzen. Hier der Überblick über die Pure Drive Schlüsseltechnologien:

  • PURE Drive dynamischer HD-Wandler (Arbeitsweise siehe Bild oben), der terrestrische PAL-Signale oder DVD-Signale zu progressiven Bildern mit 1280 (1024) x 768 Auflösung konvertiert. Das System scannt 84 Bildpunkte der Umgebung des jeweiligen Pixels, um durch die Reduzierung gerasterter Linien ein klareres und schärferes Bild erzielen zu können.

  • PURE Drive: Natural Enhancer (Arbeitsweise siehe Bild oben).  Eine herkömmliche Bandbreiten-Erweiterung hat laut Pioneer auch negative Einflüsse auf das Bild zur Folge. Durch die neu entwickelte digitale Erweiterung werden negative Einflüsse eliminiert und die Bandbreite sauber erweitert. 

  • PURE Drive: Dynamic Range Expander (D.R.E.). Durch eine Dynamik-Erweiterung werden ungenutzte Bereiche des Histogramms “gestreckt”; so entstehen dynamischere und kontrastreichere Bilder. 

  • PURE Drive: 10 Bit Digitaler Farbdecoder - im Vergleich zum analogen Farbdecoder findet eine sichtbare Verringerung des horizontalen Rauschens statt

  • PURE Drive: Digital CTI (Colour Transient Improvement) verbessert die Übergänge bei Farbwechseln und macht die Farbkanten klarer und schärfer - ein störendes "Ausbluten" der Farben, wo sich z.B. bei Rot-Blau-Übergängen ein kleiner Teil des Rots im eigentlich schon blauen Bildbereich sichtbar wird, kann so vermieden werden. 

Insgesamt bietet kaum ein anderer Anbieter so durchdachte, aufwändige und zukunftsträchtige Technik, nicht umsonst baut Pioneer seinen Marktanteil kontinuierlich aus.

Bewertung
Bedienung

Hochwertige und einfach zu bedienende Fernbedienung

Zu bedienen ist das PDP-505XDE ebenso einfach wie das PDP-435FDE - denn die Kombination aus gelungenen Graphical User Interface (Pioneer-typisch heißt das Grundmenü "HOME MENU", wie auch von den DVD-Spielern des Hauses bekannt) und bedienungstechnisch hervorragender Fernbedienung sorgt für ein Handling, das dem Pioneer nach wie vor die Spitzenposition unter den uns bekannten Plasma-Bedienkonzepten sichert. Sehr gut: Der HDMI-Eingang hat nun im Gegensatz zu den G4-Plasmas einen separaten Input (Eingang 3) und ist nicht mehr mit dem Komponenteneingang (Input 2) zusammen gefasst. Damit muss nicht der HDMI-Eingang deaktiviert werden, wenn man zusätzlich Komponentensignale einspeisen möchte. Das Handling gegenüber dem 435er in FDE-Ausführung wird durch die hochwertigere Fernbedienung mit noch besserem Tastendruckpunkt weiter verbessert. Auch bei dieser Fernbedienung ist das Navigationskreuz zentral untergebracht. 

Bewertung:
Bild

Testequipment:

Test-Tools:

Prinzipiell ergeben sich viele unterschiedliche Möglichkeiten, den PDP-505XDE  mit dem DVD-Player zu verbinden. Zur Debatte stehen HDMI (durch ein entsprechendes Adapterkabel auch mit einem DVD-Spieler mit DVI zu verbinden), Komponente (YUV) und Scart. Scart wiederum bietet auch verschiedene Möglichkeiten: Angefangen von der qualitativ schlechtesten Variante Video (oder FBAS, Composite) über die S-Video-Verbindungsmöglichkeit bis zur RGB-Signalübertragung.

Einige Anwender werden selbst dann, wenn ein zeitgemäßes Bildwiedergabegerät wie der  PDP-505XDE im Hause ist, noch auf die "gute alte Scartbuchse" als Verbindung schwören. Da selbst ältere DVD-Spieler mit RGB-fähiger Scartbuchse ausgestattet sind, dürfte man davon ausgehen,  dass diese Verbindungsart gewählt wird. S-Video und FBAS, so mutmaßen wir, stellen kaum noch gebräuchliche Alternativen dar.  Eben aus diesem Grunde wollen wir unsere visuellen Beobachtungen mit dieser Anschlussvariante
genau erläutern  - ebenso den HDMI- und den Komponenten-Anschluss, nicht ohne zuvor noch einige Faktoren zu beleuchten.

Fakt ist nämlich, dass bei einigen Arten der Verbindung viele Ressourcen vom Display bereit gestellt werden müssen - hier nehmen wir nun als Beispiel die analoge Einspeisung von Scart-RGB-Signalen. Zum Hintergrund dieser Aussage: Wie schon fast Tradition, setzt Pioneer auch bei den G5-Plasmaschirmen, zu denen der PDP-505XDE gehört, intern auf die volldigitale Bildverarbeitung. Dies heißt, dass selbst das Panel selbst digital angesteuert wird und während der innerhalb des Plasmasystemes (Mediareceiver, Panel selbst) vorgenommenen Signalverarbeitung keinerlei Wandlungen von der digitalen in die analoge Ebene stattfinden. Von der analogen Scartbuchse zum moderneren, flexibleren digitalen Pendant namens High Definition Multimedia Interface, ebenso wie Scart für die gemeinschaftliche Übertragung von Bild und Ton zuständig: Genau darin liegt ein Vorteil einer HDMI-Signaleinspeisung gegenüber den analogen Alternativen - hier muss selbst das Eingangssignal nicht mehr digitalisiert werden.

Genau dies ist jedoch bei einem 576i-Video-RGB-Signal nötig, welches analog durch den Scarteingang des Mediareceivers eingespielt wird. Doch allein mit der A/D-Konvertierung ist es noch nicht getan, denn noch liegt das eingehende Signal in Halbbildern vor - untauglich für die Verarbeitung in einem Plasmasystem, welches Vollbilder benötigt. Also muss das sogenannte De-Interlacing vorgenommen werden, das aus Halbbildern korrekt zusammengesetzte Vollbilder erstellt. Oder besser - erstellen sollte, denn das De-Interlacen ist eine komplexe Angelegenheit.

Wenn - was in der Praxis momentan viele Anwender vermutlich tun - ein Komponenten- (YUV)-Signal eingespeist wird, dann kommt es darauf an, ob die Ausgabe des DVD-Players im Vollbild- oder im Zeilensprung-Verfahren erfolgt. Selbst sehr preiswerte aktuelle DVD-Spieler bringen die Möglichkeit mit, das Komponentensignal in Vollbildern auszugeben. Da die Leistungen des internen De-Interlacers aber meist aufgrund des simpel gestrickten Aufbaus eher unterdurchschnittlich sind, ist bei Anschluss an ein Hightechgerät wie den PDP-505XDE eher dazu zu raten, den Scaler des Pioneer-Plasmas zu verwenden. In der Praxis schätzen wir jedoch, dass nur ein verschwindend geringer Anteil einen sehr günstigen Player mit dem edlen Plasma verbinden wird. Bei teuren DVD-Spielern raten wir zu einem Vergleich, ob der PDP-505XDE oder der DVD-Spieler mit besseren De-Interlacing-Qualitäten dienen kann. 

Nicht genug der Aufgaben für das Plasma, auch noch die Hochrechnung des niedriger aufgelösten Signals auf die physische oder native Auflösung des Panels ist noch durchzuführen, und zwar grundsätzlich beim Eingang analoger Signale, ganz gleich, ob sie über den YUV- oder den Scart-Eingang einkommen.  Nur, wer Signale über den HDMI-Eingang einführt, kann De-Interlacing und Upscaling auch von einem externen Gerät durchführen lassen. Gerade teurere, aktuelle DVD-Player verfügen über einen internen Scaler und über einen guten De-Interlacer. 

Auch DVD-Spieler, die lediglich ein DVI-Interface haben, können das Signal zum HDMI-Gerät PDP-505XDE senden, da HDMI und DVI zueinander kompatibel sind. Nur ein entsprechendes Adapterkabel muss besorgt werden. Während das De-Interlacing des DVD-Spielers auch per analoger Komponentenverbindung alternativ zum De-Interlacing des Plasma-Panels genutzt werden kann, steht der Scaler nur für die digitale Signalausgabe über DVI/HDMI zur Verfügung, da hier ein effektiver Kopierschutz bereit steht (HDCP, High Bandwidth Digital Content Protection). Nur Player mit HDCP können an das PDP-505XDE angeschlossen werden.

Gut und schön, aber wer nur einen Player mit RGB-fähiger Scartbuchse hat oder den Anschluss über Komponente-Interlaced, muss den analogen Weg gehen und das Plasma arbeiten lassen. Wir testeten die Qualität des PDP-505XDE aber auch noch aus einem anderen Grund mit einer solchen analogen Verbindung: Selbst wenn ein guter DVD-Spieler mit Scaler und De-Interlacer zur Verfügung steht, so sollte allein schon aus Gründen des hohen Kaufpreises das Pioneer-Plasma diesen Job praktisch ebenso gut managen.

Angefangen vom De-Interlacing von Film- und Videomaterial, hier sollte unser Testkandidat schon einiges bieten können: Und wir wurden auch nicht enttäuscht. Videomaterial wird vom PDP-505XDE tadellos aufbereitet, störende Effekte sind auf ein Minimum reduziert. Hier bieten andere Plasmas entschieden weniger, und nicht nur das: Selbst mancher edle DVD-Spieler kann keine sichtbar besseren Leistungen vorweisen. Bildruhe und Bildsauberkeit überzeugen ebenso wie das Bewegungsmanagement,  Pixelbildungen treten auch bei Kameraschwenks oder schnellen Bewegungen nicht auf. Bei Filmmaterial leistet sich der PDP-505XDE ebenfalls keinen Durchhänger (siehe z.B. "Gladiator", Beginn von Kapitel 9, Laufzeit 44:09): Auch bei allen Bewegungsprozessen geht nur wenig Detailschärfe verloren, Nachzieheffekte finden sich ebenfalls kaum. Im direkten Vergleich agiert unser  Onkyo DV-SP1000E zwar noch präziser (keinerlei Treppenstufenbildung auch an komplexen Objektkanten, hier sind leichte Effekte beim 505er ab und zu erkennbar), der Unterschied ist aber bei weitem nicht so hoch, wie man spontan denken könnte. Auf jeden Fall ist dem 505er Display hier eine momentan alleinige Vormachtsstellung in der Plasma-Welt sicher. 

Was manch anderer Hersteller nicht beherzigt, Pioneer jedoch schon, ist der Leitsatz, nach dem man bei einem so kostspieligen Gerät in ein hochwertiges Upscaling und in sehr gute A/D-Wandler investieren sollte: Die Upscaling-Eigenschaften  und auch die Güte des verbauten A/D-Wandlers sind ausgezeichnet, wie sich anhand verschiedener Testbildsequenzen nachvollziehen lässt. So erzeugt das PDP-505XDE  selbst über Scart-RGB ein sehr fein auflösendes, rauscharmes Bild, hier können praktisch alle uns bekannten  anderen Plasmaschirme kaum mithalten. Im direkten Vergleich wirkt das "völlig digitale" Bild, das mittels HDMI  eingeschleust wird (vom erstklassigen Zuspieler Onkyo DV-SP1000E kommend), nur noch minimal sauberer und klarer durchzeichnet. Das Upscaling muss in diesem Fall aber weiterhin der Pioneer vornehmen, da wir das HDMI Signal bewusst nur in normaler PAL-Auflösung zugespielt haben, um verlässliche Aussagen über die Güte der internen Elektronik zu erhalten. 

Die hohe visuelle Qualität des PDP-505XDE zeigt sich beispielsweise beim "Neon Rain"-Testbild auf der  Professional Test-DVD (DVD Nr.1), hier erreicht das 505er Plasma eine höchst authentische Darstellung. Auch das ebenfalls auf der Professional Test-DVD enthaltene Real-Testbild mit den reifen Erdbeeren wird in exzellenter Bildschärfe und mit hervorragender Detaillierung übertragen. Über HDMI ist die Bildruhe nochmals besser, kein Bildteil neigt zum Zittern, zudem wirkt das Bild noch eine Idee  sauberer und homogener. Die zwar sichtbaren, aber nicht dramatischen Unterschiede belegen Verschiedenes: Pioneer  hat am A/D-Wandler nicht gespart, das Bild ist klar und fast frei von störenden Effekten (Doppelkonturen, Schattenmuster, Unschärfen), die beim Einsatz eines unzureichenden D/A-Wandlers den Bildeindruck schmälern könnten. Ebenso ist in beiden Fällen (HDMI mit PAL-Resolution, analog 576-Zeilen PAL) das Upscaling sehr gelungen, das Bild ist sehr detailreich, wirkt nicht zu inhomogen und rauscht praktisch nicht.

Sehr schön auch die Darstellung der schneebedeckten Landschaft, die Bäumen sind gut detailliert, wobei man  anmerken muss, dass sich bei diesem Testbild eine HDMI Zuspielung sehr lohnt. Gerade kleine Details werden schärfer und prägnanter herausgearbeitet, dieses Plus an Qualität ist dem rein digitalen Weg zuzuordnen.

Was passiert nun, wenn wir den DV-SP1000E das Bild hochskalieren lassen (auf 1.280 x 720p)? Der PDP-505XDE erhält nun ein  nahezu komplett "fertiges" Signal, welches die Displayqualitäten ohne die interne Rechen- und Digitalisierungselektronik zeigen sollte. Aber zunächst zeigt sich etwas sehr Überraschendes: Das Upscaling des PDP-505XDE ist kaum schlechter  als das unseres "Masterpiece" Players Onkyo DV-SP1000E! Zumindest bei hochqualitativen Standbildern eine echte kleine Sensation, das zeigt, wie gut der 505er intern arbeitet. Immer begeistert das sehr klare, kontrastreiche und farbechte Bild, all dies macht deutlich, wie weit Pioneer inzwischen in der Entwicklung von Plasmaschirmen gediehen ist.

Hervorragend wird auch das Testbild mit dem karogemusterten Stoff zum Ausdruck gebracht. Die gefürchteten Effekte, die Flimmern und unpassende Farbsäume beinhalten, sind beim PDP-505XDE weder beim HDMI- noch beim Scart-RGB-Anschluss zu finden. Die hohe Qualität der Pioneer-Elektronik verdeutlicht auch das Testbild mit dem Weißkopf-Seeadler. Vor allem die Bildschärfe begeistert, aber auch die Detailtreue ist so gut, dass man schon zweimal hinschauen muss, um zu entdecken, dass dass Bild, welches durch den Onkyo aufbereitet wurde, noch etwas plastischer und greifbarer erscheint.

In Bezug auf die Farbwiedergabe müssen wir dem PDP-505XDE noch aus anderen Gründen ein besonders gutes Zeugnis ausstellen. In der Theorie sollte es so sein, dass die Farbwiedergabe über den analogen und den digitalen Eingang identisch sein sollte.  Sollte - die Praxis lehrte uns anderes. So waren nicht passende Farbstiche (z.B. Gelb- oder Grünstich) zu beobachten, die beim  digitalen Videoanschluss auftraten. Nichts dergleichen beim PDP-505XDE, der mit praktisch identisch tiefer, satter und reiner 
Farbwiedergabe (Farbtestbilder der Professional Test-DVD mit 100 % reinen Farben) überzeugen konnte. Auch schwierige Töne wie Magenta wurden hervorragend wiedergegeben. Das wir beim Thema "schwierig" sind, müssen wir direkt auf die Schwarzwert-Problematik eingehen: Hier hat Pioneer auch beim PDP-505XDE ebenso wie beim bereits getesteten 435er in FDE Spezifikation deutlich nachgelegt, was auch erklärt, wieso die Plastizität so gut ist. Beim 505er verdient sich auch der Schwarzwert Spitzen-Zensuren, er wirkt sogar nochmals eine Idee besser als der 435er - auch hier lässt der 505er der versammelten Konkurrenz keine Chance.

Der Kontrast des Pioneer ist uns ebenfalls eine genauere Beobachtung Wert. Für diesen Zweck haben wir die entsprechenden Sequenzen auf der Professional Test-DVD angewählt: Hier gibt es eine schöne Szene, in der eine attraktive Frau sich im weißen Kleid vor weißem Hintergrund bewegt. Erstaunlich, was der Pioneer-Schirm hier leistet: Eine sehr schöne Differenzierung des Kleides vom Hintergrund, auch die Falten im Stoff des Kleides werden tadellos wiedergegeben, kein Detail geht unter. Eine Spitzen-Leistung, die die Führungsposition des PDP-505XDE weiter untermauert. Alles, was das PDP-505XDE kann, verdeutlicht das Testbild, welches eine rote Rose auf schwarzem Grund zeigt: Exakt sind die Farbränder gezeichnet, die kontrastierenden Bildteile kommen sehr stimmig zur Geltung. Die Wassertropfen auf der Rose sind plastisch eingearbeitet. Feine Einzelheiten der Blätter arbeitet der 505er exzellent heraus.  Es finden sich praktisch keine Unterschiede zum HDMI-Bild (720p). Etwas schärfer und klarer wirkt das Skyscraper-Testbild auf der DVD-Discovery, lässt man das Signal vom Onkyo fertig zubereitet über HDMI einspeisen. Auch die Gesichter der beiden Jungen auf dem dazugehörigen Testbild zur Analyse der Qualität bei der Wiedergabe von Hauttönen sind um Nuancen plastischer. Summa summarum jedoch erbringt der 505er eine absolute Ausnahmeleistung.

Bilanzierend kann das Bild sowohl beim Scart-RGB, - als auch beim Komponenten-Anschluss (Progressive) oder HDMI (Quellauflösung  oder externes Upscaling auf 720p) ohne Einschränkung begeistern.  Die Farbdarstellung ist klar und echt und bei allen drei Anschlussformen vorbildlich neutral und identisch. Kontrast, Gesamtbildschärfe und Detailtreue sind über jeden Zweifel erhaben. Das niedrige Bildrauschen spricht ebenfalls deutlich für den PDP-505XDE.

Kommen wir zu den Zusatzfunktionen des PDP-505XDE. Kontrastoptimierungen lassen sich mit "DRE" vornehmen, was sich je nach Quellmaterial auch wirklich gut handhaben lässt, diese Funktion arbeitet Kontraste etwas besser heraus, ohne die Bildharmonie  negativ zu beeinflussen. Sehr effektiv arbeitet die MPEG Rauschreduktion (dreistufig schaltbar), Beispiel: Paramount-Logo, aufgrund des Alters des Materials gut sichtbar verrauscht, zu Beginn von "Top Gun" (Code 2): Wenn man (bei bewegtem Material erhält man sogar in der höchsten Stufe nur geringe Weichzeichnungs- bzw. Nachzieh-Effekte) die Rauschreduktion auf "hoch" einstellt, wird das Rauschen vorzüglich entfernt. Gut zu sehen auch in Kapitel 2, Laufzeit 2:45. Der Rauch, von den startenden Jets aufgewirbelt, ist sehr deutlich verrauscht. Kaum  wiederzuerkennen ist das Bild nach dem Einsatz des Rauschfilters: Nun wirkt das Ergebnis homogener.  Zu den weiteren Justagemöglichkeiten: Auch die Farbtemperatur lässt sich verändern. 

Einstellmöglichkeiten für die Farbtemperatur

Das Farbmanagement des PDP-505XDE

Hier bieten sich 2 unterschiedliche Möglichkeiten: 1) Verwendung der vorgefertigten Programme für die Temperatur (Hoch, Mittelhoch, Mittel, Mitteltief, Tief) und eine manuelle Veränderung mittels des Farbmanagements. Letzteres  erfordert Geduld, Geschick und Erfahrung. Die vorgefertigten Programme sind praxisgerecht gestuft, die Einstellung "mittel" passt eigentlich für fast alles. Vorhanden sind, wahlweise zusätzlich zur manuellen Optimierung mittels Video-EQ, neben der Standard-Werkseinstellung weitere vorprogrammierte Bildmodi (Dynamisch, Film, Spiel). Je nach Geschmack kann man den augenfreundlichen Film-Modus mit angenehmer Kontrast- und Helligkeitsdarstellung für Spielfilm-Software nutzen, besonders abends zu empfehlen. Die Farbwiedergabe mag  manchem aber etwas fade erscheinen, gerade Spielfilme mit kräftiger Farbgebung werden hier "in ihrem Temperament gebremst". Die dynamische Betriebsart empfiehlt sich mit härteren Bildübergängen z.B. für die Liebhaber von Sport-Liveübertragungen. Mit der extrem hohen Werten für die Bildhelligkeit und nicht unter allen Bedingungen ausgewogenen Farbdarstellung weist aber auch sie gewisse Schwächen auf. Mit der Standard-Einstellung fährt man insgesamt doch in den meisten Fällen am besten.

Die Bildeinstellmöglichkeiten in der Gesamtübersicht:

  • Verschiedene Bildfelder: (AV-Wahl im Home-Menu Bild): Standard, Dynamisch, Film, Spiele, Anwender

  • EQ-Einstellungen: Kontrast, Helligkeit, Farbsättigung, Tint (Rot/Grün-Farbbalance bei NTSC-Material), Schärfe

  • Farb-Temperatur: Ermöglicht das Anpassen der Farbtemperatur für einen günstigeren Weißabgleich.
    Wählbare Punkte: Hoch  - Weiß mit bläulichem Ton, Mittelhoch  - Ton zwischen Weißwert und Mittel, Mittel - Natürlicher Ton (in der Praxis für die meisten Fälle zu empfehlen), Mitteltief  - Ton zwischen Mittel und Schwarzwert, Tief  - Weiß mit rötlichem Ton
    Manuell: Wunschgemäße Einstellung der Farbtemperatur

Feintuning für Experten: Vielfältige Farb-Einstellmöglichkeiten

  • Fein-Justagemöglichkeiten Farbe:

  • Die Farbtemperatur kann wie nachfolgend beschrieben manuell eingestellt werden ("Hoch"-Werte für Feineinstellung der hellen, "Niedrig"-Werte zur Feineinstellung der dunklen Bildbereiche):
    R hoch Zum Abschwächen von Rot Zum Betonen von Rot
    G hoch Zum Abschwächen von Grün Zum Betonen von Grün
    B hoch Zum Abschwächen von Blau Zum Betonen von Blau
    R niedrig Zum Abschwächen von Rot Zum Betonen von Rot
    G niedrig Zum Abschwächen von Grün Zum Betonen von Grün
    B niedrig Zum Abschwächen von Blau Zum Betonen von Blau

  • Zur Farbtonfeineinstellung für jede Grundfarbe/Farbmanagement:
    Rot: Näher an Magenta/ Näher an Gelb
    Gelb: Näher an Rot/ Näher an Grün
    Grün: Näher an Gelb/ Näher an Cyan
    Cyan: Näher an Grün/ Näher an Blau
    Blau: Näher an Cyan/ Näher an Magenta
    Magenta: Näher an Blau/ Näher an Rot

  • MPEG NR: Zum Eliminieren von Moskitorauschen bei digitalen Fernsehkanälen und DVD-Wiedergabe, um ein rauschfreies
    Bild zu erhalten. Wählbare Punkte: Aus/Deaktiviert MPEG NR. Hoch/ MPEG NR in starker Stufe im Einsatz. Nicht empfehlenswert, da eine sichtbare Weichzeichnung des Bildes sowie Nachzieheffekte die Folge sind. Höchstens bei visuelle schlechten Digital-TV-Bildern einzusetzen. Mittel/ Standard MPEG NR-Einstellung. Auch bei deutlich verrauschtem Ausgangsmaterial ordentliche Wirkung ohne zu große visuelle Nachteile. Tief/ MPEG NR mit geringer Wirkung. Geeignet, um leichtes Bildrauschen im DVD-Betrieb zu minimieren.

  • DNR: Zum Eliminieren von Videorauschen für ein sauberes, besser konturiertes Bild. DNR steht für „Digital Noise Reduction“
    (digitale Rauschunterdrückung). Wählbare Punkte: Aus/ Deaktiviert DNR. Hoch/ DNR auf stärkster Stufe
    Tief/ DNR auf schwacher Stufe.

  • CTI: Sorgt für Bilder mit klareren Farbkonturen. CTI steht für „Colour Transient Improvement“ (verbesserte Farbkantenschärfe).
    Wählbare Punkte: Aus/Deaktiviert CTI, Ein/Aktiviert CTI. Je nach Quellmaterial realisert CTI sauberere Farbsäume ohne störende Verfransungseffekte.

  • DRE: Passt die dunklen und hellen Bildbereiche so an, dass der Kontrast zwischen Hell und Dunkel deutlicher wird. DRE steht für „Dynamic Range Expander“ (Dynamikbereich-Erweiterung). Wählbare Punkte Aus Deaktiviert DRE. Hoch/DRE in stärkster Stufe aktiv,
    Mittel/ Standard-DRE, bringt sichtbar mehr Kontrast, ohne Disharmonie zu stiften. Tief/ DRE in schwächster Form.

Bewertung 
Ton

Für unser Testgerät verwendeten wir auch beim PDP-505XDE die seitlich am Plasma anzubringenden Lang-Versionen der Lautsprecher, die einen nicht eben geringen Aufpreis von 320 EUR verschlingen. Die akustischen Leistungen der aufwändig aufgebauten Lautsprecher sind aber im Gegenzug auch erstaunlich gut. So ist stets die klare Verständlichkeit der Stimmen gewährleistet, selbst der kritische Hochtonbereich klingt nicht müde und matt, sondern recht lebendig. Diese Lautsprecher haben den Status einer absoluten Behelfslösung mit Bravour abgelegt und taugen nicht nur zum Anhören der Tagesschau oder der Daily Soap - sogar TV-Filme machen einen akustisch erstaunlich erwachsenen Eindruck, und wer zu später Stunde eine DVD schauen und zwecks Schonung der nachbarlichen Ohren nicht gleich die Surroundanlage anwerfen möchte, erhält ein durchaus stimmiges Klangbild. Mittels der verschiedenen Zusatzfeatures (SRS 3-D-Klang-Wiedergabe, TruBass für eine erhöhte Bassreproduktion und einen FOCUS-Mode. Im Zusammenhang mit SRS 3D liefert FOCUS ein erweitertes Klangbild) lässt sich ein räumlich tatsächlich weiter Klang mit einem bei moderaten Lautstärken tadellosen Bass realisieren. Insgesamt bieten die schlanken Lautsprecher somit ein erstaunliches Leistungspotential, das sich deutlich vom sonst üblichen, mittenbetonten, matten und bassschwachen Sound abhebt. Bleibt als leicht fader Beigeschmack nur der deftige Aufpreis für die klangstarken Boxen.

Bewertung 
Fazit

Pioneer führt exemplarisch vor, wie ein erstklassiges Plasmadisplay auszusehen hat - das PDP-505XDE brilliert mit superben Leistungen praktisch ohne Ausnahme. Das Bild ist überragend, selbst der PDP-435FDE wird vom größeren Schwestermodell in die Schranken gewiesen, denn die Möglichkeit zur nativen Darstellung des 720p-Standards horizontal und vertikal ist von Pioneer beinahe perfekt umgesetzt worden. Es ist das unschlagbare Gesamtkonzept, das den PDP-505XDE so in den Vordergrund rückt, das nach Superlativen bei der Beschreibung suchen lässt. Es mag manchem Leser auf den ersten Blick vielleicht komisch erscheinen oder als überzogene Lobhudelei abgetan werden, aber der 505er Schirm stand viele Stunden in unserem Testraum und wurde intensivst beobachtet - doch der Eindruck blieb: Ein Volltreffer ohne Wenn und Aber, ein Bildwiedergabegerät für alle, die konsequentes Qualitätsdenken im HDTV-Zeitalter umsetzen wollen. Der Schwarzwert ist sehr gut, die visuelle Natürlichkeit bestechend, selbst Plasma-Gegner könnten nach ausführlicher Betrachtung des PDP-505XDE schwach werden und zum Kauf tendieren. Die brillante Detailtreue und die sehr hohe, trotzdem nie Disharmonie erzeugende Gesamtbildschärfe sind weitere Bausteine auf dem Weg zum Erfolg. Die sinnvolle Ausstattung, die hochwertige Optik und die leichte Bedienung verdienen ebenfalls Lob und Anerkennung. Kritik nur in Bezug auf die Anschlussbestückung: Drei (!) Scartbuchsen braucht der Käufer einer solchen Highendmaschine nicht. Selbst wenn der DVD noch althergebracht von einer nicht zu unterschätzenden Anzahl von Anwendern über Scart-RGB verbunden wird, so ist es gerade in Anbetracht der Zukunftssicherheit - die Pioneer mit diesem Konzept maximieren möchte - nicht absolut sinnvoll. Zwei HDMI-Interfaces, zwei Komponenteneingänge und zwei Scartbuchsen würden eine ideale Auswahl darstellen. Vielleicht kann Pioneer hier ja bei den G6 Geräten nachbessern. Nichts ändern, so prognostizieren wir, wird sich an den gesalzenen Zubehörpreisen - am Kaufpreis des Basisgeräts hingegen gibt es nichts zu bemängeln, für 6.799 € gibt es nichts Qualitativ vergleichbares. 

Überlegener Champion: Der PDP-505XDE markiert momentan ohne Zweifel die Spitze des technisch Machbaren 
 
Masterpiece Kategorie Bildwiedergabegeräte
High-End-Klasse
Test 04.04.2005
Preis-/Leistungsverhältnis:

 

Pro:
  • Hervorragendes internes Upscaling und De-Interlacing

  • Sehr guter A/D-Wandler

  • Volldigitale Bildverarbeitung macht Wandlungen bei HDMI-Einspeisungen überflüssig

  • Hervorragendes Bild selbst bei Scart-RGB

  • Exzellente Bildschärfe- und Detailtreuewerte

  • Mit teuren Lautsprecher überraschend gute Akustik

  • Hochwertiges Finish

  • Einfache und praxisgerechte Bedienung

  • Kaufpreis für Plasma/Mediareceiver geht in Ordnung

Contra:
  • Teures Zubehör

  • Nur 1 x HDMI und 1 x YUV als Anschlussauswahl

Technische Daten
  • PDP-505XDE Basis-Features übersicht:

  • DVB-T-Tuner und Analog-Tuner integriert
    Home Gallery -Funktion

  • Darstellung von bis zu 7 Milliarden Farben 

  • High-End Multimedia Funktionen (HDMI, i/o Link.A) 

  • Digitale Bildverarbeitungstechnik “PURE Drive” von Pioneer (einschließlich “Advanced Super CLEAR Drive ”, “Dual NR ”, “Dynamic HD Converter ” und “Natural Enhancer ”)

  • Neuer "Direct Colour Filter" 

  • 3 SCART Eingänge 

  • Kein störendes Digitalflimmern (Frequenzrate wählbar, 75/100 Hz) 

  • Features Bild:

  • Bildschirmgröße 50-Zoll 

  • Seitenverhältnis 16:9 

  • Pixelanzahl 1280 (Hor) x 768 (Ver) 

  • Tiefe Waffelrippenstruktur 

  • Direct Colour Filter

  • Advanced Super CLEAR Drive 

  • Helligkeit 1000 cd/m2 

  • Kontrastverhältnis 1100:1 

  • Betrachtungswinkel mehr als 160° (Hor/Ver) 

  • 3-zeiliges digitales Kammfilter PAL/NTSC 

  • Dynamic HD Converter ja 

  • Videosignale PAL/SECAM/NTSC3.58/NTSC4.43/PAL60/HD/PC 

  • PC-Signale VGA/SVGA/XGA/Wide XGA

  • Bildschirm Modus: AV Modus: 4:3/Full/Zoom/Cinema/Wide, PC Modus: 4:3/Full/Dot by Dot

  • Bild-in-Bild Darstellung und teilbarer Bildschirm

  • DNR (Digital Noise Reduction) (Off/High/Mid/Low) 

  • MPEG NR (Noise Reduction) (Off/High/Mid/Low) 

  • Farbmanagement und Farbtemperaturanpassung (High/Mid-High/Mid/Mid-Low/Low, Manual) 

  • Natural Enhancer

  • Digital Flicker Free mit wählbarer Frequenzrate

  • Digital CTI (Colour Transient Improvement) 

  • Dynamic Range Expander (Off/High/Mid/Low)

  • Standbild 

  • CTI (Colour Transient Improvement)

  •  Farbtemperaturanpassung (High/Mid-High/Mid/Mid-Low/Low, Manual) 

  • PureCinema (Off/Standard/ADV)

  •  AV-Wahl (programmierte Bildfelder Standard/Dynamic/Movie/Game/User) 

  • Wide Screen Signalling (WSS) 

  • Tuner PDP-505XDE : 

  • Empfangssystem PAL BG/I/DK, SECAM BG/DK/L/L' 

  • Stereo/Zweikanal NICAM UK/SK/FR, CCIR A2 BG/DK 

  • Kindersperre 

  • Autom. Kanalspeicherung 

  • Autom. Kanalbezeichnung 

  • Autom. Kanalsortierung 

  • Anzahl der speicherbaren Kanäle 99 

  • Videotext CEEFAX/FLOF/TOP 

  • Videotext-Sprachen 25 

  • Videotext-Level 2,5

  • Videotext-Seitenspeicher 2100 Seiten 

  • Videotext-Bild und Text (teilbarer Bildschirm) 

  • Electronic Programme Guide (EPG) NexTView 

  • Sleep Timer 

  • Digital Tuner PDP-505XDE:

  • System DVB-T 

  • Modulation COFDM (2k/8k) 

  • Demodulation QPSK, 16QAM, 64QAM 

  • Code-Rate 1/2, 2/3, 3/4, 5/6, 7/8 

  • Sicherheitsbandbreite 1/4, 1/8, 1/16, 1/32 

  • Fehlerkorrektur Reed Solomon 

  • Modulator-Ausgang VHF CH5-12, UHF CH21-69/PAL BG/I, SECAM DK/L 

  • Antennen-Signaldurchschleifung ja 

  • Videodekodierung MPEG2 MP@ML 

  • Audiodekodierung MPEG1 Layer 1&2 

  • Digitaler Videotext (MHEG 5)

  • EPG 

  • Steuerung PDP-505XDE 
    OSD (On-Screen Display) hochwertige Schriftart 

  • Anzahl der Sprachen 12 (GB/D/F/NL/I/E/P/S/FIN/GR/TR/RUS) 

  • Fernbedienung SR 

  • Energiesparmodus (für AV und PC) (Standard/Save) 

  • Abschaltung, wenn kein Signal vorhanden (für AV) (Disable/Enable) 

  • Abschaltung, wenn keine Bedienung erfolgt (für AV) (Disable/Enable) 

  • Power Management (für PC) (Off/Mode1/Mode2) 

  • i/o Link.A ja 

  • SR + 

  • Ton PDP-505XDE :

  • Audio-Ausgangsleistung 13 Watt + 13 Watt (1 kHz, 10%, 8 Ohm) 

  • Verstärker integriert 

  • Klangeinstellung Bass, Höhen, Balance 

  • Klangmodi FOCUS, SRS, TruBass 

  • Anschlüsse PDP-505XDE:

  • Eingang 1 AV In, RGB In, TV Out

  • Eingang 2 AV In/Out, S-Video In, Y'Pb'Pr' In, i/o Link.A 

  • Eingang 3 AV In/Out, RGB In, S-Video In, i/o Link.A, HDMI In 

  • Receiverausgang (Cinch) AV, S-Video 

  • Eingang 4 (vorn) AV In, S-Video In 

  • PC (vorn) D-sub15 Pin, Stereo 3,5 mm Klinke (Audio) 

  • Kopfhörer (vorn) Stereo Mini Klinke 

  • Subwoofer-Ausgang Cinch 

  • SR-Steuerung Ein/Aus Klinke x2 

  • Sonstige Merkmale Antennenanschluss (DIN) für Analogfernsehen

  • Antennenanschluss (DIN) x2 für DVB-T

  • i/o Link.A zuweisbar

  • Systemverbindung x2 (für die Verbindung vom Display zum Media-Receiver)

  • Lautsprecherausgang L/R (Display)

  • Digital Audio Ausgang (optisch)

  • Common Interface Slot

  • HDMI

  • Sonstige Daten PDP-505XDE:

  • Abmessungen Display (B x H x T) 1270 x 737 x 93 mm 

  • Abmessungen Media-Receiver (B x H x T) 420 x 90 x 295 mm 

  • Gewicht (Display) 32,8 kg 

  • Gewicht Media-Receiver 5,6 kg 

  • Stromverbrauch Display 352 Watt

  •  Stromverbrauch Media Receiver 41 Watt 

  • Stromversorgung AC 220 - 240 V, 50/60 Hz 

  • Unverbindl. Preisempfehlung (Euro) 6799,00
    (Tischfuß und Lautsprecher Sonderzubehör) 

04. April 2005
Test: Carsten Rampacher

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