Test: Pioneer 43 ''-Plasma PDP-434HDE

16.08.2004 (cr)

Overview

Flachbildschirme, ganz gleich ob Plasma oder LCD, gewinnen zunehmend Marktanteile - was nicht zuletzt daran liegt, dass viele ursprüngliche Nachteile dieser Gerätegattungen inzwischen Geschichte sind und sich die Käufer der attraktiven "Flachmänner" an vielen innovativen Features und flexiblen Einsatzzwecken erfreuen können. Eine besonders verlockende, wenn auch nicht gerade günstige Offerte stellt Pioneers 43-Zoll-Plasma der aktuellen vierten Generation dar, das auf den Namen PDP-434HDE hört und mit Highend-Technik bis an den Rand gefüllt für 5.999,-- EUR Listenpreis in den Katalogen steht. 

Meister der Anschlüsse: Der PDP-R04E  ist reichhaltig ausstaffiert

Für diesen stattlichen Betrag soll der geneigte Kunde beim 434er Plasma, das mit 9,8 cm Tiefe extrem flach ausfällt, aber alles erhalten, was ein Premium-Produkt bieten kann: Angefangen vom Noblesse ausstrahlenden Design über ein durchdachtes Bedienkonzept und ein reichhaltiges Anschlussangebot inklusive High Definition Multimedia Interface (HDMI) bis zu allem erdenklichen technischen Aufwand zur Erreichung eines Optimums an Bildqualität: Die voll digitale Bildverarbeitung ist ein weiteres charakteristisches Merkmal des hochwertigen Plasmas, mit maximal einer Milliarde darstellbarer Farben bietet das Pioneer-Display ein realistisches, farbechtes Bild, das durch hervorragende Helligkeits- und Kontrastwerte ( Bildhelligkeit 1.100 cd/m2, Kontrast 1.200:1) weiter gewinnt. Mit einer Auflösung von 1024 x 768 Pixel wird eine der XGA-Norm entsprechende Auflösung erreicht. Für HDTV-Liebhaber ist das PDP-434HDE auch ein effektives Tool, selbst 1080i wird, auf die native Auflösung des Plasmas umgerechnet, problemlos dargestellt. Im Mediareceiver PDP-R04E hat Pioneer schon traditionell die gesamten Anschlüsse und die Tunertechnik "verpackt", so dass ein Systemkabel vom Mediareceiver zum Plasmaschirm läuft. Der PDP-R04E kann wahlweise vertikal oder horizontal aufgestellt werden, einen Fuß zur vertikalen Aufstellung liefert Pioneer mit. 

Verarbeitung

Echte Schönheit: Das PDP-434HDE zählt zweifellos zu den optisch attraktivsten Plasmas überhaupt

Was die Verarbeitungsgüte angeht, so kann sich der Pioneer-Eigner wahrhaftig nicht beschweren. Das Display selber gefällt mit akkurater Verarbeitung und edler Optik, der Rahmen aus aus tiefschwarzem Klavierlack sorgt für einen modernen Eindruck mit einer gewissen klassischen Note - sehr gelungen. Auch die extrem geringe Tiefe trägt dazu bei, dass es sich hier nicht nur um ein technisches Gerät, sondern gleichzeitig um ein attraktives Einrichtungsstück handelt.  Die Lautsprecherboxen sind, seitlich angebracht, ein interessantes Detail im Formenspiel und stören nicht unangenehm. Der Mediareceiver wirkt zwar im Vergleich zum noblen Display deutlich plumper, schlecht verarbeitet ist aber auch die Anschluss- und Tunerbox nicht. Eine massive Aluminium-Frontplatte hätte sich allerdings schon noch gut gemacht. Auch, wenn der eingesetzte Kunststoff hochwertig wirkt, würde Metall eine optische und haptische Verbesserung darstellen. Die Anschlüsse auf der Rückseite der Mediabox sind sauber eingepasst, hier gibt es keinen Ansatz zur Kritik. Sehr gut gefiel uns die mitgelieferte Fernbedienung mit Aluminium-Oberfläche - im Vergleich zu vielen lieblos gemachten IR-Controllern der Konkurrenz hat es Pioneer geschafft, eine Fernbedienung mitzuliefern, die dem Anspruch des Hauptgeräts und dem Level der Preisklasse vollauf gerecht wird und nicht meilenweit hinterherhinkt. 

Bewertung
Anschlüsse

Hier die Anschluss-Übersicht:

  • HDMI Schnittstelle

  • Komponenten-Eingang (PAL/NTSC Progressive)

  • 3 x SCART: Scartbuchsen 1 und 3 mit RGB, Scartbuchsen 2 und 3 mit S-Video

  • PC-Anschluß (D-Sub 15) auf Gerätefront Mediareceiver

  • S-Video-Eingang und 2-Kanal-Audio auf Gerätefront Mediareceiver

  • PCMCIA-Slot (Bildbetrachtung) auf Gerätefront Mediareceiver

  • Kopfhörerausgang

  • Subwooferausgang (Rückseite Mediareceiver)

Multimedia-Talent: Auch ein PCMCIA-Slot ist auf der Front des Mediareceivers, hinter einer Klappe untergebracht, zu finden

Insgesamt fällt die Anschlussbestückung reichhaltig aus, wenngleich bei der Zielgruppe, die ein solches Highend-Plasma kauft, vielleicht ein zweiter Satz YUV-Eingänge sinnvoller als drei Scartbuchsen gewesen wäre. Und noch etwas Kritik muss sich Pioneer gefallen lassen: Den HDMI- und den Komponenten-Anschluss auf den selben Eingang zu setzen, war kein Geniestreich. Man muss, möchte man den YUV-Input nutzen, erst in das Menü "erweiterte Einstellungen" gehen und den HDMI-Eingang deaktivieren. Beide High Quality-Anschlüsse zu nutzen und z.B. an den HDMI-Eingang einen DVD-Player und an den YUV-Eingang einen Progressive Scan-fähigen DVD-Recorder zu hängen, ist zwar möglich, man muss aber immer zuerst das Eingangssignal etwas umständlich umschalten. Bei der nächsten Plasma-Generation, so verspricht Pioneer, liegen die beiden Anschlüsse nicht mehr auf dem selben Eingang. 

Bewertung
Ausstattung und Features

HDMI

Hightech-Schnittstelle: HDMI überträgt digital Bild- und Tondaten

Bei HDMI werden auf digitaler Ebene nicht nur Bild- oder Tondaten, sondern Bild- und Tondaten in höchster Qualität transportiert. HDMI überträgt sowohl digitale Videodaten (Bilddaten), als auch digitale Audiodaten. Und das alles in einem integrierten Kabel mit 19-poligem Miniatur-Stecker (siehe Bild oben). Da keine Kompression vorgenommen wird, entstehen keine Qualitätsverluste. Durch die hohe Bandbreite verarbeitet HDMI alle digitalen Formate. Audiodaten bis zu Frequenzen von 192 kHz mit Wortbreiten von bis zu 24 bit auf bis zu 8 Kanälen können übertragen werden. Die Bandbreite für Videodaten liegt bei bis zu 165 MHz. Damit lassen sich alle heute in der Home-Cinema-Welt eingeführten Bild- und Tonformate einschließlich HDTV (bis zur derzeit höchsten Auflösung von 1080p) ohne Qualitätsverlust darstellen. Dies garantiert flexible Einsatzmöglichkeiten und Zukunftssicherheit, denn in den Spezifikationen von HDMI sind Reserven eingearbeitet, die bereits höhere Übertragungsraten zukünftiger Bild- und Tonformate berücksichtigen. So nutzt HDMI selbst für die derzeit am höchsten auflösende HDTV-Variante nur etwa die Hälfte seiner potentiellen Bandbreite von 5 GB/sec. HDMI und DVI sind übrigens zueinander kompatibel, denn HDMI basiert auf DVI und ist zu 100% abwärtkompatibel zu DVI. Das bedeutet, dass sich DVI-Signale (via DVI-HDMI-Adapter-Kabel) über die HDMI-Schnittstelle übertragen lassen. In der anderen Richtung wird allerdings nur eine Untermenge der HDMI-Signale an die DVI-Schnittstelle übertragen (aufgrund der erweiterten Übertragungsmöglichkeiten von HDMI, die DVI nicht mitbringt). Möglich ist die Kompatibilität auch deshalb, weil HDMI das gleiche Kopierschutzverfahren wie DVI nutzt: HDCP (High Bandwidth Digital Content Protection). Als weiteres Feature unterstützt HDMI integrierte Fernbedienungen. HDMI unterstützt die Protokolle CEC (Consumer Electronics Control) und AV.link, beides Protokolle die sich für universelle Fernbedienungen durchgesetzt haben, wobei AV.link der in Europa vorherrschend Standard ist. Damit ist es möglich, mehrere über HDMI verbundene Komponenten über eine Fernbedienung und eine Infrarot-Strecke zu steuern. Durch die bi-direktionale Datenübertragung ergeben sich weitere flexible Steuerungsmöglichkeiten. Für den Anwender ergeben sich dadurch viele Vorzüge. Nur ein Beispiel: Ein digitaler Fernseher oder AV-Receiver kann einem digitalen Sat-Receiver übermitteln, welches seine gerade eingestellten Bild- und Tonformate (z.B. 16:9 oder 4:3/Letterbox oder 5.1 oder 2-Kanal-Stereo) sind. Dieser übermittelt dann seine digitalen Informationen automatisch in der entsprechend passenden Einstellung.

Neue Phosphore  für optimierte Bildwiedergabe

Es wurden bei den aktuellen Pioneer-Plasmas vielfältige Maßnahmen ergriffen, um die Bildqualität weiter zu optimieren. Dank des Einsatzes von neuen blauen und grünen Phosphoren konnte die Helligkeit der Plasmas um 10 Prozent gesteigert werden, was gerade dann, wenn man bei Tageslicht oder unter starkem Lichteinfall Fernsehen möchte, von Bedeutung ist. Durch den weiterentwickelten "Pure Colour Filter 2" möchte Pioneer eine bessere Farbwiedergabe realisiert haben. Bereits von der letzten Generation bekannt ist die "Deep Waffle Rib"-Struktur der Plasmazelle: Sie produziert ein weit stärkeres Licht und erreicht so eine um 60 % gesteigerte Helligkeit gegenüber anderen Strukturarten. Durch eine höhere Zelltiefe wird die Phosphorfläche erweitert, durch horizontale Rippen wird ein Entweichen bzw. Einstrahlen von Licht aus benachbarten Zellen verhindert.  

Pure Drive - Digital bis zum endgültigen Bild

Einer verbesserten Bildgüte zugute kommen soll auch die "Pure Drive"-Technologie. „PURE DRIVE“ arbeitet durchweg digital, bietet also die direkte Verarbeitung ohne Wandlung. Normalerweise wandeln herkömmliche Plasmaschirme das Bildsignal kurz vor Ende des Signalwegs, denn zur Ansteuerung der einzelnen Pixel wird ein analoges Signal benötigt. Damit wird auch ein Teil des Vorsprungs wieder verspielt, den digitale Videoschnittstellen wie High Definition Multimedia Interface (HDMI) und Digital Visual Interface (DVI) prinzipiell mitbringen: Zwar wird das Bildsignal digital ins Plasma hineingeleitet, auch die Skalierung auf die native Auflösung des Schirms findet auf der digitalen Ebene statt - eine D/A-Wandlung zum Schluss ist aus den eben beschriebenen Gründen aber noch notwendig. Pure Drive hingegen steuert die Pixel digital an und verhindert somit eine D/A-Wanldung, was die Bildgüte steigert. 

Keine D/A-Wandlung mehr vor der Bildausgabe: Pioneers "Pure Drive"-Technologie garantiert ein reines und sauberes Bild

Pure Drive kann aber noch mehr - die Technologie besteht aus verschiedenen Ausstattungsmerkmalen, die sich zu einem bildverbessernden Gesamtkonzept ergänzen. Hier der Überblick über die Pure Drive Schlüsseltechnologien:

  • PURE Drive dynamischer HD-Wandler (Arbeitsweise siehe Bild oben), der terrestrische PAL-Signale zu progressiven Bildern mit 1280 (1024) x 768 Auflösung konvertiert. Das System scannt 84 Bildpunkte der Umgebung des jeweiligen Pixels, um ein klareres und schärferes Bild zu erzielen.

  • PURE Drive: Natural Enhancer (Arbeitsweise siehe Bild oben).  Eine herkömmliche Bandbreiten-Erweiterung hat laut Pioneer auch negative Einflüsse auf das Bild zur Folge. Durch die neu entwickelte digitale Erweiterung werden negative Einflüsse eliminiert und die Bandbreite sauber erweitert. 

  • PURE Drive: Dynamic Range Expander (D.R.E.). Durch eine Dynamik-Erweiterung werden ungenutzte Bereiche des Histogramms “gestreckt”; so entstehen dynamischere und kontrastreichere Bilder. In der Praxis, siehe auch die Angaben zu den Menüpunkten im Menü "Profi-Einstellungen", ein gutes Feature.

  • PURE Drive: Super CLEAR Drive. Super CLEAR Drive (neu) arbeitet mit 10bit Signalverarbeitung, 1 Milliarde Farben können so dargestellt werden, 1024 Graustufen ermöglichen exzellente Abstufungen in dunklen Bildbereichen. Wie sich später in der Bildwertung zeigt, ist gerade dieser stark erweiterte Farbraum ein großer Vorteil des PDP-434HDE, denn Farbübergänge, Schattierungen und Nuancen erscheinen tiefer, kompletter, plastischer - kurzum so realistisch, dass das PDP-434HDE schon Tuchfühlung zu sehr guten Röhrengeräten aufgenommen hat. 

  • PURE Drive (Bild siehe oben): flimmerfreie Digitalbilder, "Digital Flicker Free" eliminiert Flimmern und „false contour“, was für eine angenehme, ruhige und stimmige Gesamt-Bildwiedergabe sorgt - unsere Testläufe beweisen es: Die Bildruhe überzeugt, störendes Flimmern kommt praktisch nicht vor. 

  • PURE Drive: Digitaler Farb Dekoder: Ein 10 Bit Digital- Farbdecoder soll weniger Rauschen und weniger Verzerrungen produzieren. 

  • PURE Drive: Digital CTI (Colour Transient Improvement) verbessert die Übergänge bei Farbwechseln und macht die Farbkanten klarer und schärfer - ein störendes "Ausbluten" der Farben, wo sich z.B. bei Rot-Blau-Übergängen ein kleiner Teil des Rots im eigentlich schon blauen Bildbereich sichtbar wird, kann so vermieden werden. 

Video-EQ

Der Video-EQ des Pioneer-Plasma überzeugt durch die reichhaltige Ausstattung. Ab Werk sind bereits verschiedene Bildfelder vorprogrammiert, die im Home-Menu unter "AV-Wahl" zu finden sind:

  • STANDARD eignet sich für ein Bild mit hoher Auflösung bei normaler Raumbeleuchtung. Für die meisten visuellen Anwendungen ein sehr guter Kompromiss.

  • DYNAMISCH steht für ein sehr scharfes Bild mit maximalem Kontrast. Mit etwas Vorsicht zu genießen, weil Überschärfungen und zu starke, schon fast unnatürlich wirkende Kontrastbetonungen je nach Quellmaterial die Folge sein können - aber nicht müssen: Manchmal gelingt es dem PDP-434HDE wirklich, ein scharfes, kontrastreiches und dynamisches Bild zu erzeugen. Dazu muss das einkommende Signal aber eine hohe Güte aufweisen. 

  • FILM mit augenfreundlicher Bildanpassung besonders für das Betrachten von Spielfilmen konzipiert  - höchst angenehmer Modus, der gerade beim Film anschauen nach einem anstrengenden Tag die Augen nicht mehr als nötig strapaziert.

  • SPIELE Besonders für PC-Spiele ausgelegt. Damit die "Dauerzocker" keine Augenprobleme bekommen, wird die Bildhelligkeit reduziert.

  • ANWENDER Ermöglicht es dem Anwender, die Einstellungen wunschgemäß vorzunehmen. Man kann den Modus für jede Eingangsprogrammquelle einstellen.

  • Für PC-Programmquelle stehen "Standard" und "Anwender" zur Verfügung.

Übersichtlich: Standard-Anwender-Bildmenü des PDP-434HDE

Komplett: Mit den Profi-Einstellungen bieten sich erweiterte Justagemöglichkeiten

Zum Profi-Menü:

  • Pure Cinema:  Hier stehen drei Möglichkeiten zur Auswahl: "Aus" Deaktiviert PureCinema. "Standard" Liefert ein lebhaftes bewegtes Bild (filmspezifisch) mit glatten Übergängen, indem die aufgezeichnete Bildinformation bei der Wiedergabe von DVDs und anderem Bildmaterial mit hoher Auflösung (z.B. bei Filmen) mit 24 Vollbildern pro
    Sekunde automatisch erfasst wird. ADV Liefert ein hochwertiges bewegtes Bild mit glatten Übergängen, indem bei DVD-Wiedergabe (z.B. von Filmen) mit 24 Vollbildern pro Sekunde eine Umwandlung auf 72 Hz durchgeführt wird. Bei gewissen Eingangssignaltypen können nicht alle Parameter gewählt werden. Beispiel 1: Bei Zuführung von PAL- oder SECAM-Signalen kann „ADV“ nicht gewählt werden. Beispiel 2: Bei Zuführung von 480p- oder 720p-Signalen kann „Standard“ nicht gewählt
    werden.

  • Farbtemperatur über den Weißwert einzustellen: Weißwert/Weiß mit bläulichem Ton, kühle Darstellung  Mittelhoch/Ton zwischen Weißwert und Mittel, 
    Mittel/Natürlicher Ton, für uns die neutralste und empfehlenswerteste Einstellung,  Mitteltief/Ton zwischen Mittel und Schwarzwert, Schwarzwert/Weiß mit rötlichem Ton
    Manuell/Wunschgemäße Einstellung der Farbtemperatur, Enter-Taste auf der Fernbedienung muss hier mindestens 3 Sekunden lang gedrückt werden, dann gelangt man in ein Menü, in dem man individuell bei R, G und B die Farbtemperatur regeln kann. 

  • MPEG NR: Die MPEG Noise Reduction kümmert um die deutliche Senkung des Rauschpegels beim sogenannten "Moskito-Rauschen", das typisch für MPEG-codiertes Videomaterial ist. 

  • DNR: Dreistufig schaltbare digitale Rauschunterdrückung mit effektiver Arbeitsweise. Man sollte die stärkste Stufe aber meiden - das Bild wirkt dann zu unnatürlich, und es sind Nachzieheffekte zu erkennen.

  • CTI: Dieses Ausstattungsmerkmal soll eine verbesserte Farbflächentrennung ermöglichen - die Farben sind dann sauberer voneinander abgetrennt, die Farbkonturen sauberer. Je nach Quelle durchaus eine brauchbare, durchdachte Funktion, die dem Bild mehr Präzision verleiht. 

  • D.R.E.: Dient der Kontrastoptimierung und hebt Hell-/Dunkel-Kontraste stärker hervor (siehe auch Pure Drive-Technologie). In drei Stufen schaltbar.

  • Eine besonders gute Farbdarstellung lag den Pioneer-Entwicklern offenbar besonders am Herzen - man schuf für die neuen Plasmas ein Farb-Management, in dem eine spezielle Farbe kann ohne Einfluss auf andere Farben angepasst werden (Möglichkeiten siehe Bild oben). Diese Maßnahme macht die ausgewählten Farben lebendiger.  Eine fünfstufige Farbtemperaturkontrolle (Hoch 10500 K/bläuliches Weiß, Mittelhoch 9500 K, Mittel 8500 K, Mitteltief 6500 K, Tief 5500 K/rötliches Weiß) dient ebenfalls zur Optimierung der Farbdarstellung.

Farbmanagement aus den Pioneer-Präsentationsunterlagen

So gelungen sieht das Farbmanagement im Home Menu des Plasmas aus

 

Tadelloser Klang

Der Ton macht die Musik: Die Lautsprecher des PDP-434HDE überzeugen durch überraschend satten Klang

Auch wenn die Besitzer von Plasmaschirmen in vielen Fällen eine ausgewachsene Surroundanlage betreiben und daher auf eine besonders gute Soundqualität der Lautsprecher des Plasmaschirms nicht angewiesen sind, verweist Pioneer trotzdem darauf, dass auch in Bezug auf den Klang der zusätzlich gelieferten Lautsprecher (wahlweise seitlich am Plasma oder unterhalb des Plasmas zu montieren) einiges getan wurde, um hier ein ordentliches akustisches Erlebnis sicherzustellen. Ein schlankes Lautsprechersystem mit neu entwickeltem Breitband-LS plus Hochtöner ist für beide Plasmaschirme optional lieferbar. Aber auch die Audioelektronik im Plasma präsentiert sich "up to date": Zum Einsatz kommt ein System namens SRS "WOW", das drei verschiedene Merkmale aufweist: SRS 3-D-Klang-Wiedergabe, TruBass für eine erhöhte Bassreproduktion und einen FOCUS-Mode. Im Zusammenhang mit SRS 3D liefert FOCUS ein erweitertes Klangbild. Die Leistung der Lautsprecher beträgt 2 x 12 Watt, und der Sound ist wirklich gut - das hat uns überrascht: Richtig mit Subsatz und einer ordentlichen Raumwirkung, stellt der PDP-434HDE einen für diese Gerätegattung hervorragenden Klang zur Verfügung - das bislang mit Abstand beste Klangbild, das wir hören durften. Für nur gelegentlichen Einsatz bei Tagesschau und Lieblings-Soap sind diese klangstarken Boxen eigentlich viel zu schade. 

Die TV-Funktion

Wer den Plasmaschirm nicht nur zu heimcineastischen Zwecken, sondern auch zum Fernsehen nutzen möchte, kann sich ebenfalls an einigen Features erfreuen. Picture in Picture (PiP) sowie die Möglichkeit, zwei identisch große Bilder nebeneinander darzustellen, sind ebenso integriert wie der inzwischen selbstverständliche automatische Sendersuchlauf. 

NexTView EPG (Electronic Programm Guide)

NexTView EPG-Service wird von einigen Anbietern über Antenne oder über Satellit ausgestrahlt. Erhältlich ist dieser Service in Frankreich, der Schweiz und in Teilen von Deutschland. Die Funktionen (hängen vom jeweiligen Service ab) :

  • Programme bis 1 Woche in Zukunft anzeigen

  • Anfangs- und Endzeit / Programmname

  • Kurze und lange Programm-Info

  • REC Timer: Timer kann über EPG programmiert werden und via i/oLink.A an kompatible Geräte weitergegeben

  • Filter für Themen und Sender

Videotext-Dekoder

Ein Videotext-Decoder (Level 2.5) mit 2100 Seiten-Speicher ist ebenfalls in die vierte Plasma-Generation von Pioneer integriert. Das gleichzeitige Betrachten des Fernsehbildes und des Videotextes ist problemlos möglich - was man gerade bei einem solchen Gerät auch erwarten kann. Nachbessern sollte Pioneer bei der Videotext-Arbeitsgeschwindigkeit: Bis der Videotext nach dem Einschalten des PDP-434HDE abrufbar ist, vergeht etwas zu viel Zeit.

Für Multimedia-Fans bietet Pioneers Media-Receiver noch etwas Besonderes:

Bildbetrachter 

Hiermit bietet Pioneer eine neue Anwendung für Plasmas, denn mittels "Home Gallery" wird die Wiedergabe von digitalen Standbildern möglich. Unterstützt werden die folgenden Speicherkarten via PC-CARD Type2 Einschub: Smart media, Compact Flash, SD, Multi Media Card, Memory Stick, Micro Drive, xD-Picture card und PC-Card flash memory. Bilder mit bis zu 2400*1800 Pixel können dargestellt werden. Ferner werden max. 2000 Dateien per Ordner und maximal 500 Ordner pro Speicherkarte unterstützt. Die Anzeige mit XGA-Auflösung garantiert eine tadellose Bildqualität. Sind Bildbetrachter in den DVD-Spieler integriert, sind die oftmals langen Zugriffszeiten ein Problem. Dieses umgeht man, wenn man die Bilder direkt via Speicherkarte über das Plasma anzeigt. Nur 3 s Zugriffszeit vergehen, um ein 1600 x 1200-Bild anzuzeigen - kein Vergleich zu jpeg-Viewern in DVD-Spielern, die manchmal bei großen Bilddateien eine halbe Ewigkeit brauchen und somit den Spaß an der Diashow verderben.

Einen weiteren Vorteil sieht Pioneer in der einfachen und komfortablen Handhabung des Bildbetrachters. Hier ein Überblick über die wichtigsten Ausstattungsmerkmale:

- Thumbnails (siehe Bild oben), normale Ansicht, Vollbildschirm-Anzeige
- Diashow (automatisch und manuell)
- Drehen / Scrollen / Zoom IN & OUT
- Bedienung über FB

Die Umweltfreundlichkeit

Auch der Umweltfreundlichkeit schenkte man bei Pioneer große Beachtung - denn immer noch ist der hohe Strombedarf einer der wenigen echten Nachteile von Plasmaschirmen. Daher haben die Pioneer-Entwickler den Strombedarf weiter reduziert. Es gibt einen "Energy Saving Modus", der im täglichen Gebrauch Strom sparen hilft. Eine Auto-Power-Off-Funktion schaltet das Plasma bei fehlendem Signal oder bei längerer Zeit ohne Bedienung aus. Die Power Management Funktion reduziert den Stand-by-Stromverbrauch auf ein Minimum. Auch störende Nebengeräusche treten keine auf, denn Pioneer verzichtete auf den Einsatz eines Lüfters, der Geräuschverschmutzung produzieren könnte. Nur im Mediareceiver ist ein Lüfter zu finden, der noch akzeptable Arbeitsgeräusche beim Einsatz verursacht. 

Fazit:

Alles in allem dürfte es schwer sein, ein Plasma zu finden, das eine umfassendere Ausstattung bietet als Pioneer-Offerte - daher verdient sich das PDP-434HDE die Höchstpunktzahl ohne Zweifel redlich. 

Bewertung
Bedienung

Erstklassiges Bedieninstrument: Die hochwertige Fernbedienung des PDP-434HDE

Zu bedienen ist das PDP-434HDE sehr einfach - denn die Kombination aus gelungenen Graphical User Interface (Pioneer-typisch heißt das Grundmenü nun "HOME MENU", wie auch von den DVD-Spielern des Hauses bekannt) und hervorragender Fernbedienung sorgt für ein Handling, das dem Pioneer die momentane Spitzenposition unter den uns bekannten Plasma-Bedienkonzepten sichert. Der gut definierte Druckpunkt der Tasten auf der Fernbedienung und die wohl dosierte Anzahl der Funktionselemente sorgt ebenso für Freude wie das griffgünstige Navigationskreuz nebst in unmittelbarer Nachbarschatz untergebrachter Return-Taste zum schnellen Verlassen der Untermenüs.

Pioneer @ home: Mit dem attraktiv und logisch aufgebauten Home Menu landen die Japaner einen Bedienungs-Volltreffer

Bewertung:
Bild

Plasma-Fernsehgeräte haben in Bezug auf die für den hohen Kaufpreis gebotene Bildqualität nicht unbedingt eine ruhmreiche Vergangenheit. Schwächen bei der Farbdarstellung (zu grob gerasterte Übergänge, zu unechte und zu unreine Farben), beim Kontrast (Objekte verschwanden in dunklen oder hellen Bildbereichen), bei der Bewegungsdarstellung (durch das zu langsame Ansprechen kam es zu unschönen Nachzieheffekten), bei der Bildhelligkeit (Bild bei Tageslichteinfall oder bei externen Lichtquellen nicht mehr gut zu erkennen), beim Betrachtungswinkel (nur, wer zentriert und in der richtigen Höhe vor dem Plasma saß, hatte die Chance auf ein akkurates Bild), bei der Bildschärfeeinstellung (entweder unnatürlich überschärft oder zu unscharf und zu verwaschen) und bei der Schwarzwiedergabe (Schwarz entsprach eher Grau) sorgten dafür, dass für visuell sehr anspruchsvolle Zeitgenossen ein Plasma nicht das richtige Bildwiedergabegerät war. Doch die Zeiten änderten sich, und die flachen Bildschirme haben große Fortschritte gemacht: Die Farbwiedergabe ist zwar noch nicht perfekt, aber deutlich besser, die Helligkeits- und Kontrastwerte sind bei einigen Angeboten wirklich überzeugend, der Betrachtungswinkel wurde größer, die Ansprechzeit kürzer. Zudem sind die Geräte immerflexibler geworden - auch 42 '' (oder im Falle Pioener 43 '')-Plasmas bieten vielfältige Auflösungsmöglichkeiten bis hin zu ansprechend aufbereiteten HDTV-Auflösungen. Extreme Vorsicht ist nur im Einstiegssegment geboten: Was teilweise für rund 1.800 bis ca. 2.800 EUR angeboten wird, ist das Geld  bei weitem nicht Wert. Wer nicht bereit ist, mehr zu investieren, sollte lieber zu einem Röhrenfernseher oder zu einem Projektor greifen - er bekommt dann ohne Zweifel eine um Klassen bessere Bildqualität geboten. 

Wer sich jedoch entscheidet, mehr auszugeben und zum Pioneer-Plasma zu greifen, wird diesen Schritt nicht bereuen: Mit allerhöchster Bildgüte kann derjenige Home Theatre-Liebhaber rechnen, der das 43 Zoll-Gerät mittels des im Mediareceiver integrierten HDMI-Eingangs mit digitalen Bildsignalen versorgt. Wir haben gleich zwei hochkarätige DVD-Spieler eingesetzt, die ein Optimum an Bildqualität bereit stellen können: Zum einen der Pioneer DV-868AVi mit HDMI-Schnittstelle, zum anderen der Denon DVD-A11 mit DVI-Ausgang. Beim Denon setzten wir ein DVI- auf HDMI-Adapterkabel ein, was in der Praxis völlig problemlos funktionierte. Die manchmal lästigen Kompatibilitätsprobleme traten nicht auf. 

Großer Vorteil des Pioneer-Plasmas gegenüber den Konkurrenzprodukten ist, dass hier tatsächlich eine volldigitale Bildverarbeitung bis zur Bildentstehung auf dem Screen durchgeführt wird. Normalerweise gehen die HDMI- oder DVI-Signale ins Plasma rein, werden dort, falls eine Skalierung erforderlich ist, digital auf die native Auflösung des Plasmaschirms skaliert - für die Ansteuerung der einzelnen Pixel wird aber bei konventionellen Plasma-TVs noch ein analoges Signal benötigt, was zur Folge hat, das vor der endgültigen Bildausgabe noch eine Wandlung von der digitalen in die analoge Ebene vorgenommen werden muss. Auch, wenn eine D/A-Wandlung vom Maß der Qualitätsverschlechterung her nicht wirklich große visuelle Nachteile bringt (vor allem dann nicht, wenn im Plasma ein hochwertiger D/A-Konverter sitzt), ist es natürlich optimal, wenn Bildsignalwandlungen komplett vermieden werden können. 

Besonders beeindruckend beim Bild mittels HDMI ist die hohe Bildreinheit, wie sich beispielsweise beim 2. Teil der "Mumie" bereits in der Anfangsszene zeigt: Der blaue Himmel wird in satter, reiner Farbe dargestellt, es gibt praktisch kein Bildrauschen - besonders dann begeistert das Ergebnis, wenn wir die in unseren DVD-Playern verbauten Scaler zum Einsatz brachten und das Bild auf 720p oder 1080i hochskaliert haben: Eine grandiose Detailtreue, die jede Einzelheit zeigt, seien es die Sandkörner auf dem Wüstenboden oder aber die sich spannenden Muskeln der Krieger des Skorpionkönigs. Das gesamte Bild wirkt dreidimensional, der Zuschauer bekommt den Eindruck, sich tief im Geschehen zu befinden. Selbst, wenn man ganz genau hinschaut, enttäuscht Pioneers Plasma nicht: Auch bei geringem Betrachtungsabstand ist das Bildrauschen äußerst gering, Bildeinzelheiten stehen glatt wie eine eins und nerven nicht mit störendem Zittern.  

Bei akkurater Einstellung der Bildschärfe sind auch praktisch keine Doppelkonturen zu erkennen, was für ein natürlich scharfes, realistisches Bild sorgt. Bei "Star Wars - Episode 1 - The Phantom Menace" setzt sich Pioneers PDP-434HDE glänzend in Szene: In der Anfangssequenz sticht der ausgezeichnete Schwarzwert ins Auge, hier ist das 43''-Plasma schon verdammt nah an der Röhre. Nie durften wir die unendlichen Weiten ferner Galaxien in so einem satten Schwarz bewundern.  Die Raumstationen der bösartigen Belagerer des Planeten Naboo sind erstklassig ins Bild eingearbeitet - dies beweist, wie gut die Kontrastverhältnisse und die Detailtreue sind. Dass die eine Milliarde Farben nicht nur theoretisch existent sind, sondern vor allem in der Praxis für farbechte Bilder sorgen, zeigt uns das PDP-434HDE immer wieder, sehr imposant zum Beispiel bei "Spiderman", wo die Großstadtkulisse lebensecht und mit sauberer Farbabstufung zu sehen ist. Spidermans rot-blaues Kostüm erscheint in satten, reinen Farben - auffällig auch die akkuraten Farbübergänge, ein "Ausbluten" der Farben ist nicht auszumachen. Mit viel Liebe zum Detail und mit exzellenten Farbschattierungen erscheint auch die grünmetallicfarbene Panzerung von Spidermans Erzfeind. Auch beim "Fluch der Karibik" begeistert Pioneers flacher Schirm: In leuchtenden, kräftigen Farben erscheinen die Militärs in ihren prächtigen Uniformen, auch der Piraten-Captain Jack Sparrow mit seinem flippigen Outfit präsentiert sich bei Betrachtung über das PDP-434HDE besonders farbenfroh. Im Gegensatz wird die heruntergekommene Meute um den grausamen Captain Barbossa bei ihren Attacken in finsterer Nacht mit aschfahler, kalter und abstoßender Farbgebung dargestellt - überragend. Was die Güte der Farbwiedergabe angeht, gerade bei feinen Schattierungen und bei der Sauberkeit der Farbtöne, kommt kein anderes Plasma momentan an Pioneers Überflieger heran. Dies trifft auch auf die ausgefeilte Bewegungsdarstellung zu. Selbst sehr schnelle Bewegungen stellt das PDP-434HDE sauber und akkurat dar, bei praktisch völligem Erhalt der ursprünglichen Bildschärfe. Das Ansprechverhalten ist ausgezeichnet, Nachzieheffekte sind praktisch keine zu beobachten. 

Wer nicht das Glück hat, über HDMI Bildsignale einschleusen zu können, braucht sich nicht wirklich zu grämen, denn selbst über Scart-RGB ist die Bildgüte hoch, was für eine tadellose Qualität des internen De-Interlacers spricht. Da Plasmaschirme generell in Vollbildern darstellen, muss das im Zeilensprung-Verfahren ankommende RGB-Signal erst für die Vollbild-Darstellung aufbereitet werden - dies funktioniert auch weitaus besser als beim Vorgängermodell PDP-433HDE, wo die Bildruhe nicht so überzeugend war. Hier leistet der Nachfolger eine sehr gute Arbeit: Keine Bilddetails zittern, die Auflösung und die Detailtreue sind deutlich gesteigert. Die Bewegungsdarstellung überzeugt auch hier, selbst schnelle Kameraschwenks oder andere rasche Bewegungen erscheinen flüssig und sauber, mit nur sehr geringen Schärfeverlusten in Bezug auf die Konturen der sich bewegenden Objekte. Über YUV-Progressive mit dem DVD-Spieler verbunden, ist die Bildgüte ebenfalls außerordentlich hoch und liegt auf einem Level, den kaum ein anderes Plasma oder ein anderes LCD-Display bieten dürfte. 

Durch die hohe Bildhelligkeit und die tadellosen Kontrastwerte kann das PDP-434HDE auch problemlos bei Tageslichteinfall oder beim Vorhandensein anderer externer Lichtquellen eingesetzt werden. Immer sind ein Großteil der Einzelheiten noch klar zu erkennen, natürlich besonders dann, wenn es sich nicht gerade um Spielfilme handelt, die hauptsächlich am Abend oder in der Nacht spielen. Sportsendungen oder animierte Filme beispielsweise sind aber auch bei Tage problemlos anzuschauen. Der integrierte Fernsehtuner stellt einen natürlichen visuellen Gesamteindruck sicher, nur wirkt das Bild leicht verrauscht - selbst bei sehr gutem Empfang, wie Direktvergleiche gezeigt haben. 

Bildeinstellparameter

In Bezug auf die Einstellung der Bildschärfe sollte man wirklich etwas aufpassen - denn wer an beiden Video-EQs, denen im DVD-Player und dem im Plasma, herumspielt, wird Schwierigkeiten bekommen, in Bezug auf die Schärfe ein stimmiges Ergebnis zu erhalten. Daher raten wir, mit einem Video-EQ das Bild zu optimieren und im anderen Fall neutrale Einstellungen zu bevorzugen. Fest steht auf jeden Fall, dass der im Plasma verbaute Video-EQ den Vergleich mit hochwertigen Systemen in ausgezeichneten DVD-Playern nicht scheuen braucht: Die Dosierung funktioniert hervorragend, das Handling ist einfach und die Funktionen sind vielfältig. So gibt es auch effektiv arbeitende Rauschunterdrückungsmechanismen, die kleinere Bildfehler gut korrigieren. Nur die stärksten Stufen der Filter, die sich digitalen Rauschmustern und dem störenden Moskitorauschen annehmen, sollte man im Interesse eines harmonischen Bildes lieber nicht zur Rate ziehen. Für die Optimierung der Farbdarstellung und der Farbtemperatur sollte man zum einen die nötige Erfahrung, zum anderen die nötige Zeit mitbringen - ansonsten lassen sich gegenüber die ausgewogenen Werkseinstellung nur "Verschlimmbesserungen" erzielen. Für die meisten Anwendungsprofile dürfte die Werkseinstellung ausreichen. Für manche qualitativ sehr gute Animation-Filme, für Highend-Movies mit überragender Bildgüte  und für Sportsendungen auf hohem bildtechnischen Niveau kann man die Betriebsart "Dynamisch" bei den vorprogrammierten AV-Bildfeldern gut einsetzen. 

Fazit

Heutzutage ist es so, dass die besten Geräte in verschiedenen Kategorien sehr nahe beieinander liegen - die besten AV-Verstärker und -Receiver zum Beispiel, hier gibt es verschiedene Boliden, die in Bezug auf ihre Performance so nah zusammen sind, dass es eine Frage des persönlichen Geschmacks ist, für welche Komponente man sich letztendlich entscheidet. Auch bei den Top-DVD-Playern verhält es sich ähnlich, auch hier gibt es verschiedene ausgezeichnete Offerten - anders aber ist die Lage, das zeigt dieser Test eindeutig, auf dem Plasma-Sektor: Das PDP-434HDE brennt derartig überragende Bildwerte in den Phosphor, dass die versammelte Konkurrenz mit deutlichem Abstand auf die Plätze verwiesen wird. Die visuellen Qualitäten des Pioneer-Schirms stellen das mit klarem Abstand Beste dar, was wir bislang gesehen haben. Angefangen von der ausgezeichneten Farbdarstellung über die hervorragende Bewegungsdarstellung bis zum exzellenten Kontrast und der sehr guten Bildhelligkeit bleibt praktisch kein Wunsch offen. Durch die Möglichkeit der volldigitalen Bildsignalverarbeitung tun sich ebenfalls neue Horizonte auf. Besonders eindrucksvoll fällt das Ergebnis aus, wenn ein digitales Eingangssignal über die HDMI-Buchse in das PDP-434HDE geschleust wird. Dann entsteht ein über alle Maßen brillantes, klares, vielschichtiges Bild, das eine so hohe Qualität aufweist, dass selbst gute Projektoren bezahlbarer Preisklassen zum Nachsitzen in die Entwicklungsabteilung müssen - wer es nicht glaubt und denkt, wir mutieren zum Pioneer-Werbeblättchen, sollte einfach zum Fachhändler gehen und die Probe aufs Exempel machen: Über HDMI angeschlossen kann man voll von den erstaunlichen Qualitäten des PDP-434HDE profitieren, gerade dann, wenn man z.B. ein 720p-Bildsignal von einem DVD-Spieler mit eingebautem Scaler zum Plasma schickt. Dieses Signalformat muss, genauso wie 1080i, zwar auf die native Auflösung des Pioneer-Screens umskaliert werden, diese Aufgabe wird jedoch mit Bravour erfüllt - das Ergebnis überzeugt. 

Doch auch beim Anschluss über den Komponenteneingang (Progressive) oder über Scart-RGB (Interlaced) distanziert das PDP-434HDE die Konkurrenz deutlich. Das Bild bietet eine ausgezeichnete, jedoch nie unnatürlich wirkende Bildschärfe, das Bild wirkt im Vergleich plastischer und greifbarer als bei den anderen uns bekannten Plasma-Schirmen. Es kommt für die Konkurrenten jedoch leider noch schlimmer, denn auch das Bedienkonzept des PDP-434HDE ist absolut durchdacht - die attraktiven On Screen Menüs sind ebenso zu loben wie die hochwertige Fernbedienung mit tadelloser Ergonomie. Selbst der Klang aus den Lautsprechern ist überraschend gut - füllig, homogen und klar. Da auch die Verarbeitung auf hohem Niveau ist und die Anschlussbestückung stimmt, kann man nur feststellen, dass Pioneer bei den Plasma-Schirmen momentan klar die beste Offerte präsentiert -  trotz des minimal verrauschten TV-Tuner-Bilds und des etwas verzögerten Ansprechen des Videotextes. Glückwunsch. 

Mit dem überragenden PDP-434HDE deklassiert Pioneer die Konkurrenz 
 
High-End-Klasse
Test 16.08.2004
Preis-/Leistungsverhältnis:

 

Pro:
  • Erstklassiges Bild

  • Volldigitale interne Bildverarbeitung

  • HDMI-Eingang

  • Vielfältige Bildjustagemöglichkeiten

  • Sehr umfangreiche und sinnvolle Anschlussbestückung

  • Durchdachtes, leicht verständliches Bedienkonzept

  • Elegantes, edles Design und erstklassige Verarbeitung

  • Hervorragende, hochwertige Fernbedienung

  • Erstaunlich kompletter Klang des Lautsprechersystems

  • PCMCIA-Slot für multimediale Anwendungen

Contra:
  • Leicht verrauschtes TV-Tuner-Bild

  • Videotext braucht längere Zeit zum Laden

Technischer Anhang

Allgemeines:

  • 43 Zoll-Plasma mit XGA-Auflösung (1024 x 768)

  • HDMI-Interface

  • PAL/NTSC Progressive-fähig 

  • Separater Mediareceiver mit PCMCIA-Slot

Ausstattungsmerkmale:

  • Patentierte Zellstruktur

  • Phosphore mit stärkerer Leuchtkraft

  • Pure Colour Filter 2

  • PAL / NTSC progressive

  • PURE DRIVE (voll digitale Bildverarbeitung) mit
    - Dual NR
    - Dynamischer HD-Wandler
    - Natural Enhancer
    - D.R.E. 
    - Super Clear Drive
    - Flimmerfreie Digitalbilder
    - Digitaler Farbdekoder
    - Digitaler CTI
    - Farbmanagement
    - Advanced Pure Cinema

  • Die Anschlüsse:
    - PCMCIA-Slot (Bildbetrachtung)
    - HDMI Schnittstelle
    - PAL Progressive Eingang
    - NTSC Progressive Eingang
    - 3 x SCART
    - PC-Anschluß (D-Sub 15)

  • Weitere Features:
    - Bildbetrachter ohne Videowandlung (Home Gallery)
    - Benutzeroberfläche: „Home“ Menü
    - Qualitativ hochwertige Lautsprecher (optional)
    - SRS WOW: SRS 3 D / TruBass / FOCUS
    - Subwoofer-Ausgang
    - Analoger TV Tuner mit NexTView, Teletext 2.5
    - Multi-screen
    - Dual / PiP
    - Niedriger Stromverbrauch
    - Leise, da ohne Ventilatoren

Technische Daten Plasma in der Übersichtstabelle

Technische Daten Media-Receiver in der Übersichtstabelle


Test: Carsten Rampacher
16. August 2004

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