Test: Panasonic Plasma-Set KIT-TH37PW5EX

06.01.2003 (cr)

Das Testgerät wurde uns zur Verfügung gestellt von HiFi-Regler

Einführung

Plasma-Bildschirme werden immer beliebter - dass dies trotz der noch immer extrem hohen Preis so ist, liegt an zwei Faktoren: Wie bereits unser Test des 50 Zoll-Pioneer-Plasma PHP-505HDE gezeigt hat, sind manche der teuren Displays inzwischen in der Lage, eine Bildqualität zu bieten, die zusammen mit dem flachen Design und der damit verbundenen platzsparenden, eleganten Erscheinung die nicht leicht verdaulichen Preise entsprechend rechtfertigt. Zum zweiten bieten verschiedene Plasma-Sets - Set wegen der Verbindung aus dem Plasma-Panel an sich und einer zusätzlichen Media-Einheit, die z.B. den TV-Tuner und das Anschlussterminal bereit hält, inzwischen auch eine erfreulich hohe Zukunftssicherheit, so beispielweise die Verarbeitung vieler Bildsignal-Standards.

All diese genannten Punkte sind auch Kennzeichen des bei uns zum Test angetretenen Panasonic Plasma-Ensembles, das auf den komplizierten Namen KIT-TH37PW5EX hört und, laut Listenpreis, die nicht unerhebliche Summe von 6499 EUR kostet. Das Set besteht aus dem Plasma-Bildschirm TH-37PW5EX (37 Zoll/94 cm Bilddiagonale) inklusive Lautsprecher TY-SP37P5W-S, dem Sockel TY-ST05-S (zur Aufstellung auf einem Tisch/Regal/Sideboard o.ä.), TV-Tuner TU-PT600E (unten im Bild) und Videoboard TY-37TM5H. Das Videoboard muss hinten in einen dafür vorgesehenen Schacht im Plasma-Display geschoben werden, damit das Panel die Befehle der TV-Tuner-/Media-Einheit verarbeiten kann. Wer das Plasma anderwärtig und nicht zum TV bzw. DVD schauen nutzen möchte, kann wahlweise auch andere Karten in das Display einführen. Panasonic hat hier beispielsweise ein RCA-Terminal-Board oder ein Scart-/Komponenten-Terminal-Board im Programm.

 

Aufbau, Verarbeitung und Bedienung

Wer sich das komplette Set geordert hat, sollte sich vor der Inbetriebnahme Zeit für den Aufbau nehmen. So hat man zunächst die TV-Tuner/Videoboard-Karte in den dafür vorgesehenen Schacht auf der Unterseite des Plasmaschirms einzupassen. Des weiteren muss der Tischsockel zusammengebaut (was in 5 Minuten vonstatten geht) und am Plasmaschirm befestigt werden. Die Lautsprecher sind in einem weiteren Arbeitsschritt seitlich am Panel anzubringen und zu verkabeln. Ist das Plasma vormontiert, kann es mit entsprechenden mitgelieferten Hilfsmitteln, die ein Umkippen des edlen Geräts auf dem Regal oder auf dem Tisch verhindern sollen, endgültig fixiert werden. 

Das gesamte Panasonic-System zeichnet sich durch eine sorgfältige und hochwertige Verarbeitung aus. Das Panel ist hervorragend verarbeitet und optisch angenehm schlicht, dies erleichtert die Integration in vielfältige Wohnlandschaften. Der Tischständer ist sehr hochwertig, und auch die Lautsprecher gefallen durch ihre überzeugende Qualität. Sowohl dem eleganten, ebenfalls tadellos ausgeführten TV-Tuner/Media-Receiver im Half-Mirror-Design als auch dem silbernen Plasma-Display liegt eine Fernbedienung bei. Während der schwarze IR-Controller des Plasmaschirms eher einfach gehalten ist und keine überdurchschnittlich hohe Materialanmutung bietet, gefällt die silberfarbene Fernbedienung des TV-Tuners durch ihre attraktive und gleichermaßen übersichtliche Gestaltung. So ist gekonntes Navigieren einfach, gut durchdacht präsentiert sich die Aktivierung des gewünschten Anschlusses an der Media-Box mittels farbig markierter Tasten. Sehr praktisch ist zudem die Tatsache, dass mittels der FB des TV-Tuners/Media-Einheit auch ein Panasonic DVD-Player oder Videorecorder - in den Grundfunktionen - gesteuert werden kann.  

Das Plasma-Display, der TV-Tuner/Media-Receiver: Ausstattungsmerkmale und Funktionen

Für anspruchsvolle Heimcineasten ist ein großes Bild wichtiger Bestandteil des gesamten Vision&Sound-Vergnügens. Mit dem 37-Zoll-Plasma beginnt der Einstieg in dieses Vergnügen, auch wenn manche Großbildfreunde für eine solche Diagonale nur ein müdes Lächeln übrig haben. Für viele aber sind 94 cm durchaus genug - der Tester schließt sich hier selbst auch ein - wenn die Qualität stimmt. Exzellent bei diesem, neuesten und kleinsten Panasonic-Display, ist das überdurchschnittliche hohe Kontrastverhältnis von 3000:1. Das Plasma verarbeitet NTSC, PAL, PAL60, SECAM sowie modifizierte NTSC-Signale. Die Anzahl der Pixel des 16:9-Displays wird manchem Heimkino-Experten zunächst etwas Kopfschmerzen bereiten: 852 Pixel (B) x 480 Pixel (H) reichen zwar, ohne Umrechnungsprozess, für die NTSC-Auflösung, nicht aber ohne ein interne Skalierung für die PAL-Auflösung. Wie sich allerdings später zeigt, funktioniert dieser Umrechnungsprozess überraschend gut. An PC-Signalen verarbeitet das Display VGA (unkomprimiert) sowie - komprimiert - SVGA, XGA, SXGA und UXGA. Die horizontale Abtastfrequenz liegt zwischen 15,6 und 110 kHz, die vertikale Abtastfrequenz zwischen 48 und 120 Hz. Folgende Abtastformate können u.a. dargestellt werden: 525i (480i), 625i (575i), 525p (480p) und 750p (720p). Das "p" steht für "progressive", das "i" für "interlaced". Am Display selber befinden sich ein VGA-Anschluss (z.B. für einen Home Theatre PC oder ein Notebook) und eine serielle RS232-Schnittstelle. Über diese Schnittstelle kann das Plasma-Panel mittels eines PC gesteuert werden. 

Verschiedene Bildeinstellfunktionen können, wenn direkt das Plasma angesteuert wird (ohne die Media-Box), mit der mitgelieferten Fernbedienung des Plasma-Panels aufgerufen werden. Ist die TV-Tuner- und Mediabox via Systemkabel an das Plasmadisplay angeschlossen, übernimmt die Box das Kommando, man verwendet dann nicht nur die Fernbedienung der Media-Einheit, sondern auch die von der Media-Box vorgegebenen Einstell- und Justageparameter, die leider weniger umfangreich sind als die des Plasma-Displays selber. Wer an den VGA-Eingang des Plasma-Displays einen PC o.ä. anschließen möchte, muss erst die TV-Tuner-/Mediabox abklemmen, da nur so die Ansteuerung des VGA-Eingangs funktioniert. Ebenfalls erhält man nur dann verschiedene zusätzliche Bildeinstellmöglichkeiten, die nur am Plasma selber, nicht aber bei der Verwendung der TV-Tuner/Mediabox zur Verfügung stehen. Hier wünschen wir uns für die Zukunft die Möglichkeit, auch über die ansonsten sehr gut gelungene Media-Box die umfangreichen Einstell-Menüs zu haben. In den folgenden Aufzählungen geben wir immer an, was nur direkt am Plasma und was direkt am Plasma und in Verbindung mit der Media-Box einstellbar ist.

Wer anstelle der Karte für den Betrieb der externen TV-Tuner/Media-Box lieber ein anderes Terminal-Board möchte, kann auf  das ebenfalls lieferbare RCA- oder Scart/Komponenten-Terminal-Board zurückgreifen. In Verbindung mit diesen Terminal-Boards erhält der User weitere Einstellmöglichkeiten. Unser Test-Set umfasst, wie bereits erwähnt, das TV-Terminal-Board, daher erklären wir die möglichen Funktionen in Verbindung mit

  • dem TV-Tuner-Terminal/für den Betrieb des externen Media-Receivers

  • dem am Plasma direkt angebrachten VGA-Eingang zur Verbindung z.B. mit einem Notebook oder Home Theatre PC.

Die Funktionen im Überblick

Um die Bildwiedergabe zu optimieren und um das Plasma insgesamt auf den jeweiligen Einsatzzweck vorzubereiten, stehen vielfältige Funktionen zur Verfügung, die wir hier zusammengefasst haben.

ASPEKT-Betriebsart. Hier stehen zur Wahl (Plasma direkt und Plasma in Verbindung mit Media-Box):

  • "4:3": Gibt ein 4:3-Bild in standarisierter Größe wieder.

  • "Zoom": Diese Betriebsart vergrößert den mittleren Teil des Bildes.

  • 16:9: "16:9" gibt das Bild mit maximaler Größe, jedoch etwas in die Breite gezogen, wieder. 

  • "Aspekt": In dieser Betriebsart wird ein 4:3-Bild in maximal möglicher Größe wiedergegeben, jedoch ohne Größen-Korrektur im mittleren Bildbereich, so dass die Breitenverziehung nur an den rechten und linken Kanten des Bildschirms ins Auge fällt (funktioniert in der Praxis recht gut). Die Größe des Bildes hängt vom eingespeisten Originalsignal ab.

  • "Panasonic Auto": Das angezeigte Bild wird automatisch vergrößert (in Abhängigkeit von der Bildquelle) und erlaubt so die Wiedergabe in maximaler und gleichzeitig symmetrischer Größe.  Wichtig in diesem Zusammenhang: Dieser Betriebsmodus ist für die automatische Einstellung des Aspekt-Verhältnisses vorgesehen und kann gemischte Programmsignale im 4:3- und im 16:9-Format verarbeiten. Bestimmte 4:3-Programme wie z.B. der "weltberühmte" Börsenticker, können zu plötzlichen Änderungen des gezeigten Bildformates führen. Um dies zu vermeiden, rät Panasonic in solchen Fällen zur Verwendung des normalen 4:3-Modus.

Zusätzlich bei Media-Box:

  • Neben der "Zoom"-Funktion (bei Media-Box "Zoom 1) gibt es noch "Zoom 2" und "Zoom 3", die den mittleren Teil des Bildes weiter vergrößern. 

Einstellen von Bildlage und Bildgröße/nur direkt am Plasma möglich. 

Ist die Media-Box angeschlossen, ist die Ansteuerungen dieser Funktionen weder über die Fernbedienung der Media-Einheit noch über die Fernbedienung des Plasma-Displays möglich. Daher muss die Media-Box zunächst abgeklemmt werden.

Die Funktionen, wenn der VGA-Eingang an unserem Test-Plasma in Betrieb ist:

  • Horizontale Lage/Horizontale Größe. Sehr wichtig, da sich das Bild oft entweder nach links oder nach rechts verschoben präsentiert. Um die Bildlage nachhaltig und effektiv zu optimieren, empfehlen wir eines Testbild-DVD- Testbilder mit Kreisen in der Mitte und einem Gitternetzmuster stellen hier beispielsweise eine wertvolle Hilfe dar.

  • Vertikale Lage/Vertikale Größe: Auch hier exakte Einpassung mittels Testbild empfehlenswert- Nach dem Prozess liegt dann das Bild z.B. eines Home Theatre PCs, der via VGA angeschlossen ist, exakt richtig auf dem Bildschirm.

  • Clock Phase: Beim Anschluss eines PCs können Flimmern und Verzerrungen durch Einstellungen mit den Pfeiltasten für die Position "links" oder "rechts" behoben werden.

  • Wer sich mal mit den Einstellungen vertut, ist nicht verloren: Es gibt eine "Normalisierungs-Taste" auf dem IR-Controller, der alle Einstellungen auf die Werksvorgabe zurücksetzt.

Einstellmöglichkeit "Bild-Funktion" (Bei Betrieb des Plasma-Schirms allein und beim Betrieb in Verbindung mit der Media-Box möglich):

  • "Auto": Automatische Wahl des Modus, welcher der Helligkeit der Umgebung entspricht. Funktioniert in der Praxis gut.

  • "Normal": Für ein Wiedergabe bei Standard-Umgebung (Abendbeleuchtung). Kontrast und Helligkeit werden auf normale, bei dieser Beleuchtungssituation gebräuchliche Pegel justiert.

  • "Dynamik": Für eine optimierte Bildwiedergabe in heller Umgebung. Helligkeit/Kontrast erhöht.

Einstellung der Farbtemperatur (Bei Betrieb des Plasma-Schirms allein und beim Betrieb in Verbindung mit der Media-Box möglich):

  • Normal (in der Praxis aufgrund der Neutralität am besten für die Bildwiedergabe geeignet)

  • Kühl

  • Warm

Individuelle User-Einstellmöglichkeiten (Plasma allein/Plasma im Zusammenspiel mit Media-Einheit):

  • Kontrast

  • Helligkeit

  • Farbe

  • Bildschärfe

  • NTSC-Farbton (Rot-/Grün-Balance)

Zusätzlich kann man, wenn man das Plasma ohne die Media-Box mit an einem am VGA-Input angeschlossenen Zuspieler betreibt, noch folgende Parameter justieren:

  • Schwarzerweiterung: Die dunklen Schatten des Bildes können in verschiedenen Stufen eingestellt werden.

  • W/B High R: Einstellung des Farbtons für helle rote Bereiche.

  • W/B High B: Einstellung des Farbtons für helle blaue Bereiche.

  • W/B Low  R: Einstellung des Farbtons für dunkle rote Bereiche

  • W/B Low B: Einstellung des Farbtons für dunkle blaue Bereiche

  • Gammawerte einstellbar, Wahl zwischen 2,0, 2,2 und 2,5

Wichtig: Wer hier exakt justiert, kann ein weiteres erfolgreiches "Feintuning" bezüglich der maximal realisierbaren Bildgüte erreichen. Hier sollte man aber mit Geduld und ausreichend Zeit an die Arbeit gehen und auch schon etwas Erfahrung mit solcherlei Einstellarbeiten haben.

Klangeinstellungen (sind die in unserem Kit enthaltenen Lautsprecher am Plasma-Display befestigt und angeschlossen, können die nun genannten Klangeinstellungen beim Alleinbetrieb des Plasmas ebenso wie in Verbindung mit der Mediabox vorgenommen werden).

  • Ton-Funktion (Position "Auto" regelt automatisch den Lautstärkepegel, Position "Normal" gibt den Originalton wieder)

  • Bass-Einstellung

  • Höhen-Einstellung

  • Balance

  • Raumklang  (in der Praxis war sogar eine erfolgreiche Verbreiterung der ursprünglichen Stereo-Basis heraushörbar, wenngleich man sich aufgrund der technischen Möglichkeiten keine Hoffnungen auf "echten" Raumklang machen sollte. Für das Anhören der Lieblings-TV-Serie oder eines akustisch weniger aufregenden Films zu späterer Stunde aber reicht das Gebotene aus)

Zusätzlich noch beim Betrieb in Verbindung mit der Media-Einheit einstellbar:

  • Kopfhörer-Lautstärke

  • Audio-Empfang ("Stereo" oder "kein Stereo", bei Verschlechterung des Empfangs kann auf "mono" umgeschaltet werden)

Die Anschlüsse des TV-Tuners/Media-Receivers

Sehr umfangreich präsentieren sich die Anschlussmöglichkeiten der TV-Tuner-Einheit. Im einzelnen finden sich:

  • AV1: Scartbuchse mit Video (FBAS) - und RGB-Beschaltung

  • AV2: Scartbuchse mit Video (FBAS) - und S-Video-Beschaltung

  • AV3: Anschluss auf der Geräte-Vorderseite, bestehend aus: S-Video-Hosidenbuchse, Cinch-Composite-Buchse sowie Zweikanal-Audio-Ausgang.

  • AV4: Scartbuchse mit Video (FBAS) - und S-Video/RGB-Beschaltung

  • AV4C: YUV-Komponenten-Eingang (verarbeitet Progressive Scan NTSC- und PAL-Signale). Hängt ein Gerät am AV4C-Eingang, schaltet sich AV4 (Scart) automatisch auf den YUV-Input um.

  • Zweikanal-Audio-Ausgang auf der Rückseite

  • Kopfhörer-Anschluss auf der Frontseite

Weitere Funktionen des TV-Tuners/Media-Receivers

  • Automatische Sendereinstellung/automatische Sendersortierung. Diese Funktion funktioniert sehr gut und zudem schnell.

  • Videotext 

  • "Hilfe"-Menü zur Funktionserklärung 

  • AV2-Ausgang einstellbar. Bietet eine Auswahl von Signalen, die zum AV2-Scart-Ausgang gesendet werden können. Wählbar ist: Die aktuelle Programmposition des Fernsehers, das AV1/AV2/AV3/AV4-Signal oder das Monitor-Signal (Bild, das auf dem TV wiedergegeben wird)

  • 3:2-Pulldown: Wenn diese Funktion aktiviert wird, reproduziert das Plasma-Display eine natürlichere Wiedergabe z.B. von Kinofilmen, die mit 24 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet wurden.

  • P-NR, Bildrauschen-Unterdrückungssystem, reduziert Bildrauschen während schlechter Empfangsbedingungen. Wählbar sind "Aus" (für DVD-Betrieb am besten), "Normal", "Auto" und "Dynamik". 

  • Lautstärkekorrektur: Mit diesem Menü kann der Lautstärkepegel der einzelnen Sender eingestellt werden. Diese Funktion ist in der Praxis alles andere als unsinnig, da es nicht selten große Lautstärkeunterschiede zwischen einzelnen TV-Sendern geben kann. 

Bildqualität

TV-Bild

Das TV-Bild zeichnet sich durch eine tadellose Brillanz und eine sehr gefällige Farbwiedergabe aus. Die Bildschärfe ist auf beachtlichem Niveau, lobenswert ist die hohe Natürlichkeit. Bei schlechtem Empfang arbeitet die Rauschreduktion P-NR effektiv und sorgt für eine sichtbar harmonischere Bilddarstellung, ohne dass das Bild zu verschwommen und unscharf wird. Auch Nachzieheffekte häufen sich nicht zu einem störenden Faktor an - nur bei sehr schlechtem Bildsignal wirken die Gesichter der Akteure zu konturenlos. Mittels der oben beschriebenen verschiedenen "Aspekt"-Modi hat man vielfältige Bildanpassungsmöglichkeiten bei den unterschiedlichen Eingangssignalen. "Panasonic Auto" arbeitet dabei erstaunlich gut, was für einen von den Proportionen her stimmigen Bildeindruck sorgt. Meist verrichtete das system störungsfrei seinen Dienst, nur in seltenen Fällen änderte sich, je nach empfangenem Signal, die Bilddarstellung ab und zu bezüglich des Formats. 

DVD-Bild

Software:

  • Asterix und Obelix: Mission Cleopatra (Code 2)

  • Gladiator (Code 1 und 2)

  • Mission To Mars (Code 2)

  • Star Wars Episode 1: The Phantom Menace (Code 2)

  • Top Gun (Code 2)

  • Independence Day (Code 2)

  • Training Day (Code 2)

  • Mission Impossible 2 (Code 1 und 2)

Hardware:

  • Denon DVD-A1

  • Yamaha DVD-S830

  • Panasonic DVD-RV62

Im DVD-Betrieb lieferte das Plasma-Panel ebenfalls eine reife Leistung ab. Die Skalierung des PAL Signals auf die maximal mögliche vertikale Darstellung des Plasmas funktioniert so gut, dass in der Praxis praktisch kein Nachteil gegenüber dem "echten" PAL-Bild eines hervorragenden Röhren-TVs sichtbar ist - hier hat Panasonic ganze Arbeit geleistet. Hervorragend sind die realisierbaren Schärfewerte, vor allem wirkt das Bild nie künstlich überschärft - es sei denn, man dreht den Schärferegler des Panasonic-Plasmas deutlich über die Mittelstellung. Dies sollte man unterlassen, denn es bilden sich zum einen unschöne Doppelkonturen, zum anderen leidet die Bildruhe, kleinere Objekte werden unruhig. Kompromisslose Schärfe-Fanatiker, die ein absolutes Optimum an Bildschärfe herausholen wollen und dafür auch bereit sind, beim Kauf eines Plasmas nochmals deutlich mehr zu investierten (11999 EUR sind der Gegenwert eines netten Kleinwagens), sei hier der Vergleich mit dem großen Pioneer-Display PHP-503HDE empfohlen - ein so messerscharfes Bild, die entsprechende hochwertige Software vorausgesetzt, wie das sündhaft teure, aber auch extrem gute Pioneer-Panel sie realisiert, ist nur ganz selten zu finden.  

Doch auch die maximal mögliche Bildschärfe des Panasonic TH37PW5 ist hervorragend und den meisten gebräuchlichen Bildwiedergabegeräten deutlich überlegen. Die große Stunde des "kleinen" Panasonic schlägt bei den Kontrastwerten. Hier wird eine überragende Leistung geboten, auch in dunklen Szenen (die auch durch die tiefe, räumliche Schwarzdarstellung gefallen) werden kleine Details nicht verschluckt, sondern einwandfrei erkennbar und homogen eingearbeitet wiedergegeben. Dieses Niveau bezüglich der Kontrastgüte ist momentan bei Plasma-Displays einzigartig. Auch bei der Darstellung heller Szenen sowie bei der Präsentation von Bildern mit starken Hell/Dunkel-Unterschieden gibt sich das Panasonic-Plasma keine Blöße und modelliert die Übergänge fließend und stimmig. Die Detailwiedergabe von feinen Mustern und kleinen Gegenständen sowie reich verzierten Objekten (z.B. verchromter Kühler eines Autos, Innenleben einer Raumstation) ist ebenfalls auf hohem Niveau. Nur unser fast doppelt so teures Pioneer-Display konnte die Klarheit und die Genauigkeit, mit der das TH-37PW5 vorgeht, nochmals übertreffen. Kaum noch zu überbieten ist das Panasonic-Display in Bezug auf die Bildbrillanz. Die klare, leuchtende Farbdarstellung verleiht dem Bild Lebendigkeit und Dynamik. Selbst bei weniger überzeugender Software wirkt der visuelle Gesamteindruck daher nie fade und langweilig, sondern immer mitreißend, tief und klar.

Achtbar schlägt sich das Display auch, wenn z.B. ein Notebook mit XGA-Fähigkeit angeschlossen ist. Obwohl dann eine umfangreiche Umskalierung des hochauflösenden Bildsignalformates vorgenommen werden muss, kommt das Plasma-Panel mit dieser nicht einfachen Aufgabe gut zurecht. Natürlich, von der Bildschärfe können keine absoluten Rekordwerte erwartet werden, ebensowenig von der Feinheit der Auflösung - hier sieht man schon, dass deutlich komprimiert werden muss. Aber mit dem Gebotenen kann man insgesamt sehr zufrieden sein - andere rechnen deutlich schlechter, und so kann man guten Gewissens sagen, dass auch die Darstellung hochauflösender Formate sehr gut gelungen ist, was den positiven Gesamteindruck vervollständigt.

Fazit

Das Panasonic-Plasma-Set ist, obwohl im Vergleich mit anderen Offerten deutlich günstiger, immer noch extrem teuer - dies ist aber auch der einzige Vorwurf, den man dem ansonsten brillanten Gerät machen kann. Die Bilddiagonale ist nicht übertrieben groß, für die meisten Einsatzzwecke in der Praxis jedoch reicht das Gebotene bestens aus. Und: Zwar ist dieses Plasma das von der Diagonale her kleinste im Panasonic-Programm, trotzdem aber hat man nicht an einer hervorragenden Ausstattung gespart: Der in diesem Paket enthaltene Media-Receiver bietet vielfältige Anschlussmöglichkeiten, dazu gibt es ein breites Angebot an Komfort- und Zusatzfunktionen. Wir würden uns nur noch wünschen, dass auch die Media-Einheit noch zusätzliche Einstellmöglichkeiten für die Bildgeometrie mit auf den Weg bekommen würde. Die Bildqualität ist hervorragend, auch im TV-Betrieb ist das Bild brillant, das DVD-Bild besticht durch Harmonie und Klarheit sowie die natürliche Bildschärfe. Den exzellenten Eindruck rundet die gelungene Verarbeitung und die insgesamt leicht verständliche und gut durchdachte Benutzeroberfläche ab. 

 "State Of The Art": Das Panasonic-Plasma bietet Premiumqualität praktisch ohne Einschränkung

Obere Mittelklasse
Test 06. Januar 2003
Preis-/Leistung:
Pro:
  • Überdurchschnittliche brillantes, lebendiges Bild

  • Natürliche Gesamtbildschärfe

  • Präzise Detaileinarbeitung

  • Gelungenes Umrechnen hoher Auflösungen

  • Klares und frisches TV-Bild

  • Überragende Ausstattung 

  • YUV-Eingang verarbeitet progressive Bildsignale

  • Flexible, multimediale Eigenschaften

  • Sehr elegantes Design von Plasma und Media-Einheit

  • Einfache Bedienung mit übersichtlichem OSD

  • Tadellose Verarbeitung

Contra:
  • Nur im VGA-Modus direkt am Plasma Einstellmöglichkeit der Bildgeometrie

  • Hoch angesiedelter Kaufpreis


Technische Daten: 
  • Paket Panasonic KIT-TH37PW5EX, bestehend aus: Plasma-Bildschirm TH-37PW5EX inklusive Lautsprecher TY-SP37P5W-S, Sockel TY-ST05-S, TV-Tuner TU-PT600E und Videoboard TY-37TM5H, Komplettpreis 6499 EUR (UVP)
  • Farben: Media-Receiver silbern, Plasma-Display silbern
  • Media-Receiver und Plasma-Schirm mit eigener Fernbedienung

Plasma

  • Bildschirmgröße 37 Zoll (94 cm)
  • 16:9-Format
  • Anzahl Pixel: 852 (B) x 480 (H)
  • Farbsystem: NTSC, PAL, PAL60, SECAM, Modifizierte NTSC-Signale
  • Abtastformate u.a.: 525i (480i), 625i (575i), 525p (480p), 750p (720p)
  • PC-Signale: VGA unkomprimiert, komprimiert: SVGA, XGA, SXGA, UXGA
  • Horizontale Abtastfrequenz: 15,6 - 110 kHz
  • Vertikale Abtastfrequenz: 48  - 120 Hz
  • Steckplatz für verschiedene Terminal-Boards
  • RS232-Schnittstelle
  • VGA-Eingang
  • Abmessungen (Hauptgerät ohne Lautsprecher, B x H x T in mm): 920 x 550 x 89
  • Gewicht: ca. 24 kg ohne Lautsprecher, ca. 28,2 mit Lautsprechern

TV-Tuner/Media-Receiver:

  • Empfangssystem: PAL B,G,H, SECAM B, G, Secam L/L`, PAL D, K, SECAM D,K, PAL 525/60, M.NTSC, NTSC
  • On Screen Menü
  • Umfangreiche Anschlussmöglichkeiten:
    • AV1: Scartbuchse mit Video (FBAS) - und RGB-Beschaltung

    • AV2: Scartbuchse mit Video (FBAS) - und S-Video-Beschaltung

    • AV3: Anschluss auf der Geräte-Vorderseite, bestehend aus: S-Video-Hosidenbuchse, Cinch-Composite-Buchse sowie Zweikanal-Audio-Ausgang.

    • AV4: Scartbuchse mit Video (FBAS) - und S-Video/RGB-Beschaltung

    • AV4C: YUV-Komponenten-Eingang (verarbeitet Progressive Scan NTSC- und PAL-Signale). Hängt ein Gerät am AV4C-Eingang, schaltet sich AV4 (Scart) automatisch auf den YUV-Input um.

    • Zweikanal-Audio-Ausgang auf der Rückseite

    • Kopfhörer-Anschluss auf der Frontseite

  • Automatische Sendereinstellung/automatische Sendersortierung

  • Videotext

  • "Hilfe"-Menü zur Funktionserklärung

  • AV2-Ausgang einstellbar. Bietet eine Auswahl von Signalen, die zum AV2-Scart-Ausgang gesendet werden können. Wählbar ist: Die aktuelle Programmposition des Fernsehers, das AV1/AV2/AV3/AV4-Signal oder das Monitor-Signal (Bild, das auf dem TV wiedergegeben wird)

  • 3:2-Pulldown: Wenn diese Funktion aktiviert wird, reproduziert das Plasma-Display eine natürlichere Wiedergabe z.B. von Kinofilmen, die mit 24 Bildern pro Sekunde aufgezeichnet wurden.

  • P-NR, Bildrauschen-Unterdrückungssystem, reduziert Bildrauschen während schlechter Empfangsbedingungen. Wählbar sind "Aus" (für DVD-Betrieb am besten), "Normal", "Auto" und "Dynamik"

  • Antennenanschluss UHF/VHF

  • Abmessungen (B x H x T in mm): 430 x 52 x 307

  • Gewicht: 3,5 kg

  • Lautstärkekorrektur: Mit diesem Menü kann der Lautstärkepegel der einzelnen Sender eingestellt werden

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