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 HARDWARE-TESTS

Test: Onkyo DV-SP500

10.03.2003 (cr)

Ausstattung

Bei Onkyo hatte man schon immer ein glückliches Händchen, wenn es um gelungenes Design geht. Ein weiteres Beispiel dafür ist der DVD-Video-Player DV-SP500, in schwarzer oder silberner Ausführung mit edler, gebürsteter Aluminium-Front für 499 EUR erhältlich. Die Verarbeitung, dies zeigt unser erster Eindruck, ist ganz ausgezeichnet, das Gerät wirkt bis ins Detail hochwertig. Der Preis wirkt in Anbetracht der Ausstattung allerdings trotzdem etwas großzügig kalkuliert, selbst wenn man das gediegene Finish mit berücksichtigt. So gibt es weder eine DVD-A- oder SACD-Abspieloption, noch einen internen DD/DTS-Decoder, und auch einen YUV-Ausgang sucht man vergeblich. Somit ist auch das momentan sehr aktuelle Thema Progressive Sacn-Bildausgabe zumindest bei diesem Gerät rasch erledigt. Sucht man nach besonderen Features des auf Pioneer-Technik (aus den Pioneer-Playern der letzten Generation) aufbauenden Geräts, so findet man im Geräteinneren für die Audio-Digital-/Analog-Wandlung hochwertige Burr Brown-192 kHz/24-Bit D/A-Wandler. Auch verfügt der Player über das neue VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry), eine Onkyo-Eigenentwicklung, die sicher stellen soll, dass die Linearisierungsfehler des digitalen Signals auf ein Minimum reduziert werden. Für den digitalen Datenstrom, der hinten aus den Digitalausgängen herausgeht, tut man bei Onkyo einiges: Ein besonders hochwertig ausgeführtes, abgeschirmtes Kabel führt den digitalen Bitstream vom Laufwerk zum rückwärtigen Ausgang. 

Ansonsten gibt es keine Besonderheiten, mit einer RGB-fähigen Scartbuchse, einem S-Video-Hosiden-Anschluss sowie einem optischen und einem koaxialen Digitalausgang ist die Anschlussbestückung nicht spärlich, aber eben auch nicht übertrieben reichhaltig. Selbstverständlich gibt der DV-SP500 MP3-CDs wieder, die Klangqualität bei der Wiedergabe überzeugt durch Frische und Lebendigkeit. Nur der Harman Kardon DVD-21 bot hier noch mehr Dynamik, der Bassbereich klang noch minimal runder. Die Abspielsicherheit im MP3-Einsatz war ohne Fehl und Tadel, Aussetzer konnten wir nur sehr selten heraushören. Die MP3-Funktion ist mit einer Random Play- und einer Programmierfunktion ausgestattet. Als MP3-On Screen-Hilfe bietet der Onkyo nach dem Druck auf die große "Menü"-Taste der Fernbedienung den "MP3-Navigator" (wie von den Pioneer-Playern her bekannt). Bei der MP3-Wiedergabe unterstützt werden Bitraten von 32 kbps bis 320 kbps, die Wiedergabe von Dateien aus Haupt- und Unterverzeichnissen ist möglich. Maximal 250 Verzeichnisse plus maximal 250 Dateien können verwaltet werden. Playlist-Dateien und ID3-Tags unterstützt der DV-SP500 nicht. Problemlos gab der DV-SP500 auch unsere nach dem vcdhelp-Muster erstellte SVCD wieder, kein Ruckeln und keine Aussetzer waren feststellbar.  

Das Laufwerk war akustisch nie unangenehm präsent, durch das im Vergleich zu den Pioneer-Playern der letzten Generation, die über ein sehr ähnliches Laufwerk verfügten, besser gedämpfte, aufwändiger verarbeitete Gehäuse ergab sich ein hörbar leiseres Laufgeräusch, das dem Anspruch eines DVD-Spielers dieser Preisklasse problemlos gerecht wird. Dies kann man vom Layerwechsel leider nicht ganz behaupten, ein deutlich sichtbares Stehen bleiben des Bildes und ein hörbarer Tonaussetzer sind inzwischen nicht mehr "State Of The Art", viele Konkurrenten können dies inzwischen besser - aber noch lange nicht alle: Auch unser kürzlich getesteter, ansonsten hervorragender Harman/Kardon DVD-21 bot hier nicht mehr. Zuverlässig agierte das Laufwerk des DV-SP500 aber auf jeden Fall, problemlos wurden fast alle verwendeten DVDs und CDs eingelesen, auch leicht zerkratzte Exemplare. Nur bei einer stark zerkratzten CD wollte der DV-SP500 den ersten Track nicht abspielen. 

Bewertung Finish, Features

 

Bedienung

Ein nicht zu unterschätzender Vorteil des DV-SP500 sind die Tasten auf Gerätevorderseite mit angenehmer Haptik, teilweise leider nur etwas zu klein, was die Bedienung leicht erschwert. Als Pluspunkt für den Onkyo-Player verbuchen wir, dass die Bedienung des DVD-Spielers auch direkt am Gerät möglich ist, auch von dort aus kann man z.B. das Menü der DVD aufrufen. Die Fernbedienung hat eine angenehme Größe, die Tasten sind teilweise aber etwas klein. Leider fehlen eine Beleuchtung bzw. phosphoreszierende Tasten  - zumindest für wichtige Grundfunktionen sollte ein solches Feature in dieser Preisklasse schon mit an Bord sein. Versöhnlich stimmt gleich wieder das schöne, fein auflösende und sehr gut ablesbare Display am DV-SP500. Die sehr schlichten, grafisch nicht allzu aufwändigen, aber sehr funktionalen Bildschirmmenüs sind identisch mit dem Graphical User Interface (GUI) der letzten Generation der Pioneer DVD-Player (DV-444/DV-646A) - kein Wunder, schließlich verwendet Onkyo, wie bereits erwähnt, Pioneer-Basistechnologie, wobei im Falle der OSDs wohl mal ein Update auf die Benutzeroberfläche der aktuellen Pioneer DVD-Spieler (sehr attraktives, leicht bedienbares GUI) ein guter Rat wäre. Pluspunkte finden sich ebenfalls noch weitere: Das Chapter Skippen funktioniert problemlos und rasch, die DVD-/CD-Lade kommt auf Anforderung schnell heraus, das Gerät verfügt zudem über einen richtigen Netzschalter.

Bewertung 

 

Bild

Das Bild des Onkyo DV-SP500 liegt, wie unsere Ergebnisse bei der groß angelegten Test-Aktion bei unserem Kooperations-Partner HiFi-Regler zeigte, auf klassenüblichem Niveau, es wurden aber keine neuen rekordverdächtigen Werte erreicht. Die Bildschärfe liegt sehr hoch (da Pioneer Basistechnik), hier kann sich der Onkyo gegenüber der starken Konkurrenz sehr gut behaupten und sich im Spitzenfeld platzieren. Bei schlechterer Software ist eine noch immer gute Gesamthomogenität des Bildes zu beobachten, wenngleich es hier Konkurrenten gibt, die kleine Bildfehler noch besser kaschieren. Als Beispiele wären der Marantz DV-4300, exakt gleich teuer, oder der Harman Kardon DVD-21 zu nennen. Ebenso zeigen die verschiedenen JVC- und Panasonic-Modelle hier noch etwas bessere Ergebnisse. Dies soll nun aber nicht heißen, dass die visuellen Leistungen des DV-SP500 zu verachten wären: Die sehr gute Farbwiedergabe, angenehm neutral, überzeugt, noch ausgewogener stellen nur noch der Marantz DV-4300 und die HK-Modelle DVD-21 und DVD-25 dar. Auch die Detaileinarbeitung operiert auf hohem Level. Hier erreicht der DV-SP500 problemlos das Niveau der Klassenbesten. Hinzu kommt die gerade bei sehr guter Software erfreulich hoch angesiedelte Bildruhe und der tadellose Kontrast: Auch in dunklen oder hellen Bildbereichen werden kleine Einzelheiten gezeigt, zudem sind die Übergänge stimmig. Fazit: Ein rundherum gutes Ergebnis, einen neuen Maßstab setzt der Onkyo aber nicht, gerade wenn man die Preisklasse mit einbezieht.

Bewertung 
Ton

Analog angeschlossen sind die Ergebnisse sehr gut, die Homogenität des gesamten Klangbilds überzeugt ebenso wie der stimmige Hochtonbereich. Auch die Detailtreue gefällt, nur HK (DVD-21 und DVD-25) sowie Marantz DV-4300 können knapp davon ziehen. Digital verbunden, schlägt sich der Player erstklassig: Hier kommt keiner am DV-SP500 vorbei. Glasklar, homogen, feinfühlig und frisch. Die aufwändige eingebaute Technik macht sich hier offensichtlich bemerkbar, wenngleich man fairerweise mit erwähnen muss, dass erst im direkten Hörvergleich und nach langen Hörsessions sich minimale Unterschiede der positiven Art im Vergleich zur ebenfalls meist auf hohem Niveau operierenden Konkurrenz auftun. Als Lautsprecher für die exakte Überprüfung der akustischen Talente des DV-SP500 standen uns hier die KEF Reference 205 zur Verfügung, die Boxen mit einem Stückpreis von 3999 EUR werden in Kürze ebenfalls hier ausführlich getestet.

Bewertung 

Fazit

Der Onkyo DV-SP500 überzeugt im Test vor allem mit seinem überragenden Digitalton und seiner hochwertigen, edel anmutenden Verarbeitung. In den anderen Wertungen erreicht der DVD-Player zwar sehr gute, aber keine überragenden Leistungen, vor allem in Anbetracht des Preises von knapp 500 EUR: So ist die Ausstattung zu knapp bemessen, weder eine DVD-A-Wiedergabe noch ein interner Decoder gehört zu den Features des DV-SP500, und wer als Ausgleich eine Progressive Scan-Ausgabemöglichkeit für die visuellen Signale sucht, wird ebenfalls enttäuscht: Noch nicht einmal ein YUV-Ausgang findet sich auf der Geräterückseite. Für diesen Ausstattungsumfang erscheint der Preis dann doch etwas hoch, zumal bezüglich der Bildgüte zwar ein hoher Standard geboten wird, deutlich günstigere Konkurrenten wie der JVC XV-N5 oder der Harman/Kardon DVD-21 bieten aber im Detail mehr. Für 499 EUR, also exakt zum gleichen Preis, bekommt man außerdem schon den visuell brillanten Marantz DV-4300, der sogar bereits für die Ausgabe von PAL Progressive gerüstet ist. Dass die MP3-Wiedergabe störungsfrei abläuft, darf man bei dem Preis des Geräts erwarten. Ein besserer Layerwechsel wäre wünschenswert, ansonsten überzeugte das Laufwerk durch völlige Problemlosigkeit. Unser Fazit: Onkyo baut mit dem DV-SP800 für 1999 EUR einen der besten DVD-Player der Welt - das Einstiegsmodell DV-SP500 ist zwar ein guter DVD-Spieler, aber kein Überflieger.

Ordentliche Leistungen, aber etwas hoher Preis

Mittelklasse
Test 05. März 2003
Preis-/Leistung:


Pro:
  • Hohe Gesamtbildschärfe

  • Überragender Digitalton

  • Hervorragende Verarbeitung

  • Leichte Bedienung

  • Sehr gute MP3-Abspielsicherheit

Contra:
  • Layerwechsel verbesserungswürdig

  • Nur befriedigende Ausstattung

  • Hoher Kaufpreis

Technische Daten:
  • DVD-Video-Player
  • 192 kHz/24-Bit Burr Brown Audio D/A-Wandlern
  • 10 Bit 27 MHz Video D/A-Wandler
  • Wiedergabe von DVD-Video-Discs, VCDs, MP3-CDs, CD-Rs, CD-RWs
  • Random Play  und Programmwiedergabe im MP3-Betrieb
  • Video-Ausgänge: 1 x Scart (mit RGB), 1 x S-Video, 1 x Composite
  • Audio-Ausgänge: 1 x Zweikanal analog, 1 x optischer, 1 x koaxialer Digitalausgang, 1 x Subwoofer Pre-Out
  • Gebürstete Aluminium-Frontplatte
  • Lieferbare Farben: Schwarz und Silbern
  • Preis (UVP): 499 EUR
Testequipment:
  • AV-Receiver: Onkyo TX-SR600, Onyko TX-SR700

  • Frontlautsprecher für Stereo: KEF Reference 205

  • Kabel für KEF Reference Stereo-Test: Kimber 8-PR

  • Test-Set 1 für Surround: KEF KHT-2005 Sub/Sat 

  • Zusatz-Erweiterung für Back Surround: KEF KHT-2005 Satellit

  • Test-Set 2 für Surround: 

    • Frontlautsprecher Mirage FRX-9

    • Centerlautsprecher Mirage MC-2

    • Surroundlautsprecher Mirage FRX-Rear

    • Back Surround-Lautsprecher Mirage FRX-Rear

    • Aktiver Subwoofer Monitor Audio Fast Bass 212

  • TV Philips 32-PW-8807, Panasonic Plasma TH37PW5EX

  • Netzleiste Brennenstuhl 30000 TV

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