Preview: Onkyo TX-NR5000E
10.02.2005 (lm) (cr)
Overview
Als einer der Innovatoren im Home Theatre-Bereich hat Onkyo schon mit dem Modell TX-DS989 bewiesen, dass klanglich
überzeugende und optisch hochwertige Produkte auch langfristig am Markt bestehen können. So kommt nun, 5 Jahre nach dem erfolgreichen 989er , ein neuer Onkyo-Bolide heraus, der das Zeug hat,
die Konkurrenz aufgrund seiner kompromisslosen Modulbauweise und Hochwertigkeit in die Schranken zu verweisen.
Das neue Flaggschiff hört auf den NamenTX-NR5000E, ist modular aufgebaut und
ist zu einem Preis von 5.499 EUR auf den
deutschen Markt erhältlich. Dadurch ist der Onkyo in der Lage, technisch immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Onyko hat
bereits angekündigt, Module mit neuen Technologien nachzuliefern - dabei ist
schon die Ausstattung, die der TX-NR5000E im jetzigen Auslieferungszustand mitbringt, mehr als reichhaltig: So
gibt es nicht nur ein i.link-Terminal, sondern auch zwei HDMI-Eingänge und
einen HDMI-Ausgang. Also einiges Ausstattung steckt im neuen AV-Receiver -
selbstverständlich auch die Onkyo-eigene Net Tune-Technologie, die es dem
Anwender ermöglicht, mittels des auf der Geräterückseite installierten
Ethernet-Ports Kontakt zum heimischen PC aufzunehmen. Auf dem Rechner
gespeicherte Musikstücke, ganz gleich, ob WAVE-, MP3- oder WMA-Format, können
mittels Net-Tune über die Heimkinoanlage wiedergegeben werden. Wer über eine
Breitband-Verbindung verfügt, ist zudem in der Lage, durch Net Tune auf
(von Onkyo natürlich selektierte) Sender des Internet-Radio zuzugreifen. Dreh-
und Angelpunkt ist die Net Tune-Software, eine aus unseren persönlichen
Erfahrungen sehr übersichtliche Benutzeroberfläche, die sozusagen als
"Mittler" zwischen Onkyo-Receiver und PC arbeitet. Dateien, die
mittels des TX-NR5000E wiedergegeben werden sollen, müssen mittels Net-Tune
für die Wiedergabe freigegeben werden.
Natürlich möchte Onkyo mit dem TX-NR5000E auch fernab neuester
Hightech-Features Maßstäbe setzen - also muss auf jeden Fall ein THX Ultra
2-Zertifikat aufgeboten werden, über das die starke Konkurrenz auch verfügt.
Er bringt sieben Endstufen mit je 200 Watt Ausgangsleistung an 6 Ohm mit -
das garantiert hohe Leistungsreserven. Selbstverständlich sind alle THX-, Dolby- und DTS-Decoder mit dabei, die es heute auf dem Weltmarkt gibt. Besonderes Merkmal ist der über jeden Zweifel erhabene, höchsten Ansprüchen genügende Aufbau des Receivers. Audiophile Anwender
können sich über die Referenz-192 kHz/24-Bit D/A-Wandler für alle Kanäle vom Premium-Anbieter Wolfson freuen.
Der Onkyo TX-NR5000E offeriert ein hohes Niveau an Kompatibilität und Anschlussmöglichkeiten. – es
steht daher eine besonders große Auswahl an Ein- und Ausgangsterminals zur Verfügung, als selbst bei großen Installationen jemals Verwendung finden dürften. Zusätzlich zu den
iLink(TM) and HDMI-Interfaces finden sich
überdurchschnittlich viele optische und koaxiale Digitalein- und –ausgänge,
Cinch-Stereo-Ein- und –Ausgänge, ein Phono-Eingang sowie Komponenten-, S-Video- und Composite-Video- Ein- sowie Ausgänge. Der TX-NR5000E ist auch in der Lage, Composite- und S-Video-Signale auf Komponente umzuformatieren. Das ist sehr hilfreich, wenn man auch ältere Zuspieler berücksichtigen und die von ihnen eintreffenden Signale hochwertig in Komponentensignal-Qualität aufbereiten möchte, um für das mit dem Receicver verbundene Bildwiedergabegerät die bestmögliche visuelle Güte erzielen zu können.
Alle sieben Verstärkerkanäle nutzen Onkyos selbst entwickelte Wide Range Amplifier Technology
(WRAT), um eine
große Bandweite von 5 Hz bis 100-kHz sicherzustellen, die für hochauflösende Tonformate
wie DVD-Audio oder SACD benötigt wird. Der AV-Receiver verfügt über zwei komplette Sätze an Bananenstecker-kompatiblen Lautsprecherkabel-Terminals für den Anschluss von zwei kompletten Lautsprechersystemen oder für
Bi-Wiring. Bis zu drei Hörzonen werden unterstützt, gleich fünf 12 Volt-Trigger-Anschlüsse sowie drei IR-Ausgänge sorgen für
viel Flexibilität bei individuellen Installationen. Die bidrektionale RS232-Schnittstelle stellt die Kompatibilität zu Haussteuerungssystemen sicher und kann
laut Onkyo für Software-Upgrades, die zusätzlich zu den modulbasierten
Hardware-Upgrades angeboten werden sollen, verwendet werden.
Leicht hat es der Onkyo trotz allem getriebenen Aufwand dennoch nicht, denn mittlerweile ist das entsprechende Marktsegment durch
hervorragende Produkte von z.B. Yamaha, Pioneer, Marantz und Denon sehr stark
umkämpft – dies zeigt auch unser aktuelles Preview
vom neuen Denon AVC-A1XV, welcher bei der Vorführung in der
deutschen Denon-Zentrale einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hatte. Da wir beide Geräte bislang noch nicht in einem Raum miteinander vergleichen konnten, bezieht sich dieses Preview hauptsächlich auf die Kontrahenten
des TX-NR5000E aus dem Hause Marantz, Yamaha und Pioneer.
Verarbeitung
Hochwertigkeit pur: Der TX-NR5000E präsentiert sich, was die
Verarbeitungsgüte angeht, als würdiger Vertreter der Highend-Liga
Das uns vorliegende Gerät ist in silberner Ausführung, welches bei Onkyo aber noch je nach Lichteinfall einen ganz leichten bis mittleren Goldschimmer hat und somit
eine angenehme, warme Atmosphäre in den Hörraum einbringt. Hierzu passt besonders die bersteinfarbene
Displayanzeige mit feiner DOT-Matrix-Auflösung und 35 Anzeigesegmenten, welche sich in 4 Stufen dimmen lässt.
Display der silbernen Geräteausführung
Display der schwarzen Version
Die gesamte Verarbeitung ist, wie schon beim Vorgänger TX-DS989, absolut referenzverdächtig und braucht sich vor keinem uns bekannten Gerät zu verstecken. So wurden zum Beispiel selbst die kleinen Drehregler hinter der Frontklappe nicht einfach nur aufgesteckt, sondern mittels einer kleinen Madenschraube richtig fixiert.
Apropos Frontklappe: Kenner erinnern sich bei diesem Thema, denn der Onkyo TX-DS989 verwöhnte seine Besitzer mit einer motorbetriebenen Frontklappe. Diese wurde aber beim
TX-NR5000E leider durch einen kleinen Ejectknopf ersetzt. Bei allen anderen Punkten wurde dafür das Niveau vom Vorgänger gehalten und im Falle der Fernbedienung oder der Schraubterminals
für die Lautsprecher aufgewertet. Besonders erfreulich
für Anhänger der klassischen Farbgebung ist, dass Onkyo dem NR5000-Käufer zusätzlich zur getesteten silbernen Version noch eine Variante in klassischen Schwarz anbietet, welche mit dem Onkyo-typischen grünen Display ausgestattet ist.
"Schwarze Magie": Auch in der "dunkelsten aller
Farben" ist der TX-NR5000E wahlweise erhältlich
Die Fernbedienung des NR5000 liegt in Bezug auf die Anmutung deutlich über
der des Vorgängers und grenzt dieses Gerät auch von vielen aktuellen
Konkurrenzmodellen der
Mitwettbewerber positiv ab: Sie ist zwar "nur" eine herkömmliche Tastenfernbedienung, jedoch
in einer in Bezug auf Haptik, Optik und Materialqualität ganz besonders
hochwertigen Ausführung. Das Gehäuse besteht aus schwarzem Aluminium und die
mit edler Oberfläche versehenen Tasten sind
ebenfalls bestens verarbeitet. Natürlich ist eine komplette
Beleuchtungsmöglichkeit für den Betrieb im abgedunkelten Home Cinema-Raum
vorhanden. Es macht "richtig Laune", das auch durch das spürbare
Gewicht Solidität ausstrahlende Teil in der Hand zu halten und
"Befehle" an den TX-NR5000E zu geben - auch der Tastendruckpunkt ist einfach hervorragend. Vorbei sind
damit auch die Zeiten, wo das Steuerkreuz bei Onkyo-Fernbedienungen
etwas zu schwammig war. Die Onkyo-Fernbedienung lässt sich zudem natürlich per Voreinstellungen auf fast alle gängigen Geräte programmieren und lässt sich zudem für jede Gerätegruppe individuell erlernen. Das Hinterlegen von 3 Makros zur Durchführung von bestimmten Abläufen ist ebenfalls möglich.

Erstklassig: Die Fernbedienung des TX-NR5000E begeistert - so
schön und praktisch kann eine "normale" tastenbasierte Fernbedienung
sein

Schick: Mini-Display mit blauer Beleuchtung
Das Kapitel Fernbedienung ist deshalb so wichtig, da der IR-Controller für den Benutzer die haptische Verbindung zum Gerät
darstellt. Die Pioneer- und Marantz-Touchscreen- Fernbedienungen sind zwar auf den ersten Blick extrem nobel und edel (speziell beim Pioneer AX10
Ai-S mit der Fernbedienung in Handheld-Optik), aber auf die Dauer ist die Bedienung
eher etwas umständlich als extrem einfach, da man die Tasten nicht simpel ertasten kann und immer ein bis zwei Sekunden warten muss, bis der Bildschirm zwischen den Menüs umgesprungen
ist, dies macht die Kommunikation zwischen Fernbedienung und Hauptgerät für
den Benutzer recht zeitintensiv.
Da ist die Fernbedienung vom Onkyo-Receiver wirklich die beste Lösung - sowohl optisch/haptisch als auch
vom Gebrauchswert und dem Praxisnutzen her. Das solch ein Qualitätsniveau bei
der mitgelieferten Fernbedienung nicht selbstverständlich ist,
zeigt Denon anhand des neuen AVC-A1XV - so gigantisch und so brillant das Gerät
auch sonst ohne Zweifel ist, was die Fernbedienung angeht, hat sich Denon
nicht mit Ruhm bekleckert - es liegt nämlich der fast
identische IR-Geber wie beim 1349 Euro kostenden Denon 3805 bei.
Ausstattung und Features
So viel nehmen wir gleich einmal vorneweg: Der Onkyo richtet sich unserer Meinung nach an anspruchsvolle Heimkinoenthusiasten, denen eine maß- und sinnvolle Integration der Ausstattung lieber
ist als die extreme Ausstattungsfülle bei manchen Geräten, die dutzende Features mitbringen. Das heißt keineswegs, dass der Onkyo schlecht oder spärlich ausgestattet ist – ganz im Gegenteil: der NR5000 bietet dem Besitzer eine Vielfalt an Verbindungs- und Einstellungsmöglichkeiten. An einem ganz bestimmten Punkte jedoch zieht er eine klare Grenzen gegenüber den meisten Kontrahenten – nämlich bei dem nicht vorhanden Room
EQ – der Einmessfunktion für den Raum und das Lautsprechersystem. Auch,
entgegen anders lautender Vorankündigungen, bringt der TX-NR5000E keinen
internen Scaler mit. Über ein solches Tool verfügen beispielsweise der
Yamaha DSP-Z9 und der Denon AVC-A1XV.
Zurück zur Thematik Room EQ. Während Yamaha und Pioneer schon die 2. Generation der Room EQs in Ihren Geräten
anbieten und Denon gleich mit einer extrem hochwertigen Einmessung kommt, die mehrere Hörzonen und –plätze optimiert, wird bei Onkyo dieser Part auf das Wesentliche reduziert:
Der Besitzer hat die Möglichkeit, pro Kanal die Bässe/ Mitten und Höhe separat einzustellen. Zusätzlich kann für jeden Lautsprecher eine eigene Subwoofer Trennfrequenz zwischen 40 und 150hz in 10er-Schritten angegeben werden. Richtig interessant ist aber ein Feature, welches sich unter dem Menü Punkt „Notch Filter“ versteckt:
Damit kann man beim Onkyo NR 5000 ein Frequenzband definieren, in dem Bass-Dröhnen entfernt werden soll. Dieses Bass-Dröhnen hat eigentlich fast jedes Heimkino, da die Wellenlänge im Tiefbassbereich bei allen Räumen unter 8 Metern Breite zu Überlagerungen und somit zu Dröhnen führt.
Bei diesem Dröhnen wird ( abhängig von z.B. verwendeten Subwoofern) der Pegel um bis zu mehrere
Dezibel angehoben. Hier ein Beispiel aus
dem Testraum von AREA DVD-Tester Lars Mette:
hz / db(c)
80/60
75/61
65/66
60/72
55/66
50/63
45/59
40/54
35/61
30/70
Wie zu erkennen ist, ist bei 60hz der Pegel im Bassbereich um 12dB lauter als normal. Außerdem zu erkennen: der Anstieg zum Gipfel bei 60hz beginnt schon
deutlich vorher (schon bei 65hz sind es 6 dB Überhöhung ) und minimiert sich erst später ( 55hz noch 6
dB Überhöhung).
Genau diese Überhöhungen lassen sich mit dem Onkyo durch folgende 3 Variablen deutlich entschärfen:
- Gipfel: Wo ist die Mitte der Überhöhung?
- Intensität: Wie viel dB sollen bei diesem Gipfel weggenommen werden?
- Flanke: Bei welcher Frequenz soll die Korrektur beginnen, bei welcher wieder aufhören?
Unsere erste Bilanz: Mit dieser Technik hat Onkyo eine einfache und wirkungsvolle Lösung für das Dröhnproblem gefunden. Richtig perfekt wäre es, wenn Onkyo hierfür ein kleines Messgerät beilegen würde, was sich im Angesicht des Kaufpreises
eigentlich machen lassen sollte.
Schon so überzeugen die Auswirkungen in der Praxis, denn im Hörtest hat sich der Bass nun deutlich straffer und differenzierter präsentiert, so dass nun der gesamte Bass-Pegel ruhig etwas höher gesetzt werden kann, ohne das bei Explosionen der Nachbar aufgrund der +12db Überhöhung bei 60hz aus dem Sessel kippt.
Bleibt also bilanzierend festzuhalten, dass Onkyo hier bewusst einen anderen Weg
als die gesamte Konkurrenz geht. Es wird interessant zu sehen sein, wie dieses Feature vom Markt angenommen wird. Bei uns jedenfalls hat dank spürbarer Verbesserungen überzeugt.
Große Auswahl: Viele Features und Formate
Abseits der Glaubensfrage „Room-EQ“ fährt Onkyo aber alles auf, was in einem modernen Heimkino möglich
ist und von vielen Anwendern gewünscht wird: Selbstredend sind bei einem solch hochwertigen Stück Technik sämtliche aktuellen Tonformate von Dolby und DTS enthalten. Für 6.1 oder 7.1 Konfigurationen stehen
PLIIx, DTS-ES und DD EX zur Verfügung. Eine THX Ultra2 Lizenz nebst entsprechenden THX
Surround EX Implementierungen ist in dieser Preisklasse ebenfalls schon als Normalität anzusehen.
Mehr als genug: Ob Highend-Interfaces oder die gute, alte
Cinch-Verbindung: Der TX-NR5000E bringt alles mit, von der HDMI-Schnittstelle
bis zum Phono-Eingang
Selbstverständlichkeit: Ein voll bestückter Front AV-Eingang
gehört einfach mit dazu
Anschlussmäßig stehen neben 12 Digital- und 10 Analogeingängen auch
moderne Highspeed-Interfaces wie iLink(Audio) und
HDMI-Ports (Audio/Video) zur Verfügung. Selbstverständlich können dank der reichhaltigen Bestückung mit
Komponenten- , S-Video- und FBAS-Eingängen auch große Geräteansammlung ihren
passenden Anschluss am NR 5000 bekommen.

Umfangreich
und hochwertig: Lautsprecher-Anschlussterminals Der TX-NR5000E
bringt des Weiteren gleich zwei 7.1 Terminals mit hochwertigen, transparenten und
bananensteckerkompatiblen Schraubverschlüssen zum Anschluss von zwei Lautsprechersystemen in unterschiedlichen Hörräumen
mit: Im „Speaker A“-Modus
wird das erste Lautsprechersystem angesteuert, wenn man auf „Speaker B“
wechselt, wird das zweite Lautsprechersystem aktiviert - gleich gehen wir genau
darauf ein.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Ausstattung ist die Variabilität der Endstufen sowie die Multi-Zonen Möglichkeiten:
Der Onkyo hat 7 Endstufen, welche für 3 Zonen konfigurierbar sind.
Zusätzlich ist Zone 1 aufgeteilt als A/B-Schaltung für den Anschluss von bis
zu 2 kompletten 7.1-Lautsprechersystemen, d.h., man kann durch die
Umschaltmöglichkeit wirklich zwei Heimkinos versorgen, nicht parallel, aber
durch einfache Umschaltung von Speaker A auf Speaker B kann man dann in Zone 1 B
Musik genießen, während das LS-System in Zone 1 A auf Home Theatre
ausgerichtet ist. Hinzu zur Hörzone 1 A/B kommen noch zwei
weitere Hörzonen (2 und 3). Auf der Front wird dann für die Hauptzone "blau" und für die beiden anderen Zonen jeweils "rot" und "grün" der gewählte Eingang angezeigt. Augrund
dieser variablen Möglichkeiten ist der Onkyo für uns ein gut geeignetes Gerät, um eine ganze Etage einer Wohnung zu versorgen; als Beispiel: 7.1 als Zone
1 A für die AV-Anlage im Wohnzimmer oder im Heimkinoraum, 5.1 als Zone 1 B im Schlafzimmer und Stereo für die
Zone 2 im PC Bereich. In diesen Beispielen läuft aufgrund der Anzahl der
verbauten Endstufen die ganze Konfiguration nur immer in einem Raum und nicht in
zwei Lokalitäten parallel. Man könnte auch mit der Anzahl der Lautsprecher in den verschiedenen Zonen
auf andere Art und Weise jonglieren, wie z.B. eine 7.1 Konfiguration in Zone
1A und dafür 2x Stereo in Zone 2 und in Zone 3. Und das alles mit den vorhandenen Endstufen – ohne
separate Endstufen hinzu nehmen zu müssen.
Hierbei kann der Onkyo sogar Digitalquellen annehmen und als Stereosignal in die Zone3
übertragen. Hört sich einfach an, aber die meisten Verstärker können es einfach nicht - wie
z.B. der Marantz SR12 oder der Onkyo TX NR 801. (bei Pioneers VSA-AX10 Ai-S gibt es
sogar nur eine Front Speaker A/B Schaltung ).
Zurück zur Multi-Zonen Umgebung des Onkyo TX-NR5000E - her kommt die Übersicht
über die Multiroom-Merkmale:
- Zone1:
Die beiden 5.1 bzw. 7.1 Zonen sind als A/B Schaltung der Zone1 ausgelegt. Man kann daher zwar nicht gleichzeitig in beiden Zonen eine Quelle
wiedergeben, aber dafür jede der beiden Zonen unabhängig voneinander konfigurieren, so dass man wirklich 2 vollwertige Heimkinos damit ernsthaft versorgen kann:
Man kann für Speakersystem B ( von Stereo bis hin zu 7.1 konfigurierbar) die kompletten Einstellungen per OSD nochmal getrennt vornehmen für: die Übernahmefrequenz pro LS , das Delay, den Pegel und die Bass/Treble/Mid Einstellungen pro Lautsprecher.
Das ist überragend und macht diese Art der A/B Schaltung absolut sinn- und wertvoll.
Lediglich die Funktion des Notch-Filters ist auf Speakersystem A in Zone1 beschränkt.
- Zone2: Wenn eines der beiden A/B Systeme der Zone1 als 5.1 System hinterlegt ist, kann man direkt vom NR5000 aus
die freigewordene Endstufe einer Zone2 zuordnen. (Alternativ könnte man hierfür auch einen Pre-Out nutzen, wenn keine Endstufe frei sein sollte.) Der NR5000 wandelt alle Eingangsquellen (auch Net-Tune, Digital Eingänge etc.) ins
Stereo-Format um.
- Zone3: Des Weiteren gibt es eine Zone3 , jedoch kann diese "nur" über Pre-Out ausgegeben werden, und ist ansonsten funktionsidentisch mit der Zone2
Doch nicht nur Audio-, sondern auch Videosignale kann der Onkyo, wie
man es von einem modernen Hightech-Boliden auch erwartet, zu einem weiteren Bildwiedergabegerät in einer zweiten audiovisuellen Zone senden.
Die Pre-Outs werden wie folgt benutzt:
Auf der Rückseite des Gerätes gibt es verschiedene Cinch-Anschlüsse, welche pauschal
als "out" benannt sind. Auf diese Anschlüsse kann man sich per Setup Menü die Pre-Outs der Zonen 2 und 3 legen. Die Pre-Outs der Zone 1 + Subwoofer Zone2 sind bereits vorgegeben und fix.
Doch auf einen der größten Vorteile des Onkyos sind wir bislang nur kurz im
Overview eingegangen: Er ist modular aufgebaut und kann daher wie ein PC mit Steckkarten ergänzt werden. So ist zum Beispiel für die Zukunft ein Videoboard angekündigt, mit dem man Net-Tune auch für Videodateien verwenden kann. Dass Onkyo diesen Support auch
nicht nur öffentlichkeitswirksam ankündigt, sondern auch tatsächlich bietet, konnte man schon am Vorgänger recht gut sehen: Der Onkyo 989 wurde jahrelang durch Upgrades fit gehalten und konnte bis zuletzt trotz seines hohen Alters gegen die Konkurrenz bestehen.
Denon hat beim AVC-A1SE/AVC-A1SR ebenfalls Upgrades angeboten, Pioneer beim
VSA-A10.
Modulbauweise im Überblick:

Der Aufbau: Wie man es vom PC her kennt, ist auch der
TX-NT5000E modular aufgebaut. Dies heißt: Gibt es z.B. eine neue digitale
Hochgeschwindigkeits-Audioschnittstelle, kann Onkyo ein neues Modul anbieten,
das, wenn man Interesse an dieser technischen Neuerung hat, einfach eingesetzt
werden kann.

Wichtige Module: Links das i.link-Modul, anschließend das Net
Tune-Modul und die optischen sowie koaxialen Digitalausgänge

Sehr hochwertig und umfangreich: YUV-Anschlussmodul
Haupt-Ausstattungsmerkmale:
o 200 W/Kanal (6 Ohm, 1 kHz, DIN)
o THX Ultra2-Zertifikat
o THX Surround EX, DTS-ES Discrete/Matrix 6.1, DTS NEO:6, DTS 96/24, Dolby Digital EX, Dolby Pro Logic IIx, Dolby Headphone, Dolby Virtual Surround
o VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry)
o Net-Tune-Funktion mit MP3/WAV/WMA Decodierung
o Ethernetanschluss
o 2 HDMI Audio & Video-Eingänge und 1 Ausgang
o 2 i.LINK (IEEE1394) Digitaleingänge für DVD-Audio und Super Audio CD
o Lautsprecher A- und B-Modus für 7.1 Kanäle
o BTL und Bi-Wiring-fähig für FL/FR mit SBR/SBL
o Hochpräzise 32-Bit Dual DSP-Prozessoren
o 192 kHz/24-Bit DACs für alle Kanäle
o 4 Breitband-Komponenten-Video-Eingänge (3 Cinch/1 BNC) und 2 Ausgänge (Cinch/BNC)
o Composite und S-Video auf Komponenten-Video-Hochwandlung (NTSC und PAL kompatibel)
o Verstärkerunterstützung für Zone 2 and Zone 3
o 5 12V DC Trigger-Ausgänge und 3 IR Eingänge/Ausgänge
o Bi-direktionales RS232 Terminal
o Farblich markierte, hoch belastbare, Bananenstecker-kompatible transparente Lautsprecher-Anschlussterminals
o Farblich markierte 7.1 Mehrkanaleingänge und Vorverstärkerausgänge
Weitere Features kurz erklärt (in
alphabetischer Reihenfolge)
A-Form Listening Mode Memory
Onkyos Memory-System erkennt nicht nur das Signalformat – zum Beispiel DTS, Dolby Digital oder Stereo -, sondern schaltet
auch auf den Hörmodus um, den der Anwender für diese Signalquelle ausgewählt
hat. So genügt es, dass man lediglich einen Knopf drückt und die Musik oder
den Film z.B. in dem DSP-Modus automatisch anhört, den man bei den eigenen Präferenzen
für den jeweiligen Eingang eingetragen hat.
Digitales Upsampling
Der TX-NR5000E kann aus einem 48 kHz-Digitalsignal mittels digitaler Hochrechnung ein 96 kHz-Signal anfertigen - also genau die doppelte Samplingfrequenz. Das bedeutet für Sie: Ein detailreicherer, klarerer Klang im Vergleich zum Ausgangssignal bei alle CD- und Zweikanal-Audioquellen.
Bereits der TX-DS989 Upgrade 2 verfügte
(siehe weiter unten, DSP-Programme) über eine solche Funktion.
Fünf 12V DC Trigger-Ausgänge und drei IR-Eingänge/Ausgänge
Ein komplettes Set an 12V-Triggern und IR-Ein- sowie Ausgängen ermöglicht dem
Anwender ein Optimum an Kontrolle auch bei sehr großen, individuellen Konfigurationen. Mittels der IR-Ausgänge
ist man in der Lage, die Hauptfunktionen anderer RI-kompatibler Onkyo-Komponenten steuern. Die 12 V Trigger-Ausgänge starten den Projektor, lassen die Leinwand nach unten gleiten oder befeuern einen zusätzlichen Verstärker.
Hochwertige Baugruppen und hochwertige
Konstruktionsmerkmale

Highend: Schwerer, hochleistungsfähiger
Transformator und üppige Kondensatoren mit hoher Speicherkapazität
Der massive
Toroidal-Transformator mit Sekundärwicklung und unabhängigem Masseanschluss
zur Abschirmung jedes einzelnen Kanals von Übersprecheffekten und durch die
AC-Leitung bedingten Interferenzen sichert eine saubere, stabile Stromzufuhr. Maßgeschneiderte
„Low ESR Filter“-Kondensatoren mit hoher Speicherkapazität geben dem
TX-NR5000E im
tieffrequenten Bereich und bei sehr dynamischen Effektpassagen beruhigende
Kraftreserven. Für HiFi-Puristen sorgen diskrete, hochpräzise arbeitende
Ausgangstransistoren für eine schnellere Umschaltgeschwindigkeit, was zu einem
vergrößerten Dynamikbereich führt. Onkyo
verbaut Wolfson 192 kHz/24-Bit D/A-Konverter für alle Kanäle - diese bringen,
so Onkyo, hörbare
akustische Vorteile: Ein hoher Dynamikbereich und die Freiheit von Jitter sind Garanten für Audioqualität auf audiophilem Level.

Wirkt sich optimierend auf die Akustik aus:
Aufwändiges Chassis des TX-NR5000E
Zu
einem Highend-AV-Receiver gehört auch ein hochwertiges Chassis. Auch, wenn man
von kritischen Stimmen immer wieder hört, dass die Dicke einer Aluminium-Frontplatte nicht über Kauf
oder Nicht-Kauf entscheiden sollte, so muss man hier klar stellen,
dass in unteren Preisklassen der Einfluss des Chassis auf die Akustik (Stichwort: Resonanz- und Vibrationsverhalten)wirklich vernichtend gering
ist und daher es sich höchstens um einen optischen Vor- oder Nachteil handelt.
Anders sieht es bei einem auf höchste Performance optimierten Boliden aus: Hier
bringt ein aufwändiges, mehrteiliges Chassis weitere akustische Vorzüge in
Form einer geringen Neigung zu Vibrationen. Auch hochwertige Gerätestandfüße
sind eine Komponente zur Optimierung im Detail.
HDMI:
Beim High Definition Multimedia Interface, kurz
HDMI, werden auf
digitaler Ebene nicht nur Bild- oder Tondaten, sondern Bild- und Tondaten in höchster
Qualität transportiert. Links im Bild ist das HDMI-Modul vom TX-NR5000E zu
sehen. HDMI überträgt sowohl digitale Videodaten
(Bilddaten), als auch digitale Audiodaten. Und das alles in einem integrierten
Kabel mit 19-poligem Miniatur-Stecker. Da keine Kompression
vorgenommen wird, entstehen keine Qualitätsverluste. Durch die hohe Bandbreite
verarbeitet HDMI alle digitalen Formate. Audiodaten bis zu Frequenzen von 192
kHz mit Wortbreiten von bis zu 24 bit auf bis zu 8 Kanälen können übertragen
werden. Die Bandbreite für Videodaten liegt bei bis zu 165 MHz. Damit lassen sich alle
heute in der Home-Cinema-Welt eingeführten Bild- und Tonformate einschließlich
HDTV (bis zur derzeit höchsten Auflösung von 1080p) ohne Qualitätsverlust
darstellen. Dies garantiert flexible Einsatzmöglichkeiten und
Zukunftssicherheit, denn in den Spezifikationen von HDMI sind Reserven
eingearbeitet, die bereits höhere Übertragungsraten zukünftiger Bild- und
Tonformate berücksichtigen. So nutzt HDMI selbst für die derzeit am höchsten
auflösende HDTV-Variante nur etwa die Hälfte seiner potentiellen Bandbreite
von 5 GB/sec. Wer nun z.B. einen DLP-Videoprojekor mit DVI-Interface sein eigen
nennt, der ins Auge gefasste Zuspieler aber bringt einen HDMI-Ausgang mit, muss
sich nicht grämen: HDMI und DVI sind zueinander kompatibel, denn HDMI basiert
auf DVI und ist zu 100% abwärtskompatibel zu DVI. Das bedeutet, dass sich
DVI-Signale (via DVI-HDMI-Adapter-Kabel) über die HDMI-Schnittstelle übertragen
lassen. In der anderen Richtung wird allerdings nur eine Untermenge der
HDMI-Signale an die DVI-Schnittstelle übertragen (aufgrund der erweiterten Übertragungsmöglichkeiten
von HDMI, die DVI nicht mitbringt). Möglich ist die Kompatibilität auch
deshalb, weil HDMI das gleiche Kopierschutzverfahren wie DVI nutzt: HDCP (High
Bandwidth Digital Content Protection). Als weiteres Feature unterstützt HDMI
integrierte Fernbedienungen. HDMI unterstützt die Protokolle CEC (Consumer
Electronics Control) und AV.link, beides Protokolle die sich für universelle
Fernbedienungen durchgesetzt haben, wobei AV.link der in Europa vorherrschend
Standard ist. Damit ist es möglich, mehrere über HDMI verbundene Komponenten
über eine Fernbedienung und eine Infrarot-Strecke zu steuern. Durch die
bidirektionale Datenübertragung ergeben sich weitere flexible Steuerungsmöglichkeiten.
Für den Anwender ergeben sich dadurch viele Vorzüge. Nur ein Beispiel: Ein
digitaler Fernseher oder AV-Receiver kann einem digitalen Sat-Receiver übermitteln,
welches seine gerade eingestellten Bild- und Tonformate (z.B. 16:9 oder
4:3/Letterbox oder 5.1 oder 2-Kanal-Stereo) sind. Dieser übermittelt dann seine
digitalen Informationen automatisch in der entsprechend passenden Einstellung.
i.link:
Mittels i.link können DVD Audio- und SACD-Daten auf digitalem
Weg aus dem DVD-Player herausgeführt und zum AV-Receiver/-Verstärker geleitet werden. I.link ist eine Handelsmarke für
die Norm IEEE1394 ("FireWire"), eine
Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle für digitale Audio- und Videodaten. PCs,
digitale Camcorder und andere Arten audiovisueller Geräte sind mit einer
solchen Schnittstelle schon momentan ausgerüstet, Die Tendenz ist steigend. Da
eine i.link-Buchse gleichzeitig Daten senden und empfangen kann, reicht ein
einziges Kabel als Verbindung. Von der i.link-Buchse werden alle Arten von
digitalen Audiosignalen ausgegeben, mit denen der jeweilige Player kompatibel
ist. So auch SACD- und DVD Audio-Signale. Um DVD Video-Discs, DVD-As und SACDs
mittels i.link Connection abspielen zu können, müssen die angeschlossenen Geräte
mit dem DTCP-System (Digital Transmission Content Protection) kompatibel sein.
Ist ein angeschlossenes Gerät nicht DTCP-kompatibel, wird nur der CD-Ton
wiedergegeben. Diese Maßnahmen sind aus Gründen des Kopierschutzes
erforderlich. Beide i.link-Geräte erkennen sich normalerweise und zeigen ihren
Partner im jeweiligen Display an, beim Anschluss mehrerer Geräte werden die
aktive Geräte angezeigt. Möglich ist es, sich ein ganzes Netzwerk
aus i.link-fähigen Komponenten aufzubauen.
IntelliVolume
Jede an den TX-NR5000E angeschlossene Komponente oder Quelle verfügt über einen unterschiedlichen Ausgangspegel. IntelliVolume von Onkyo korrigiert diese Unterschiede nach Einstellen automatisch, damit
der Anwender beim Wechsel der Quelle nicht jeweils die Lautstärke anpassen muss.
Net Tune:
Net-Tune-Darstellung auf dem PC
Net-Tune OSD des TX-NR5000E
MP3-, WAV- oder WMA-Dateien haben inzwischen fast alle PC-Eigner
auf ihrem Computer. Onyko hat mit der Net Tune-Technologie nun erreicht, dass
durch eine Verbindung des TX-NR5000E zum PC via Netzwerk (ganz gleich, ob WLAN
oder kabelgebunden) auf denkbar einfache Weise der Zugang zu allen gespeicherten
Musikdateien realisierbar ist. Der Anwender braucht nur die Software "Net-Tune™ Central
(mitgeliefert) auf dem PC zu installieren, dann übernimmt Net Tune Central die
Rolle als "Mittler" zwischen PC und TX-NR5000E. Die Musikdateien, die
über die Home Theatre-Anlage gehört werden sollen, muss man, wie bei
Netzwerken üblich, zuvor freigeben. Mittels der grafisch gut
gelösten Benutzeroberfläche ist dies jedoch in der Praxis einfach möglich. Wer
auf eine breitbandfähige Verbindung wie z. B. DSL zugreifen kann – was sich immer kostengünstiger realisieren lässt -
hat zusätzliche interessante Möglichkeiten, denn es ist auch möglich,
auf das Internet-Radio (Onkyo bietet hier eine Auswahl an Radiostationen an)
zuzugreifen. Und: Es lassen sich mehrere Net Tune-Komponenten zu einem ganzen
Netzwerk ausbauen (andere Modelle sind z.B. der TX-NR801E
oder der NC-500XE).
Mehr zu Net Tune in unserem Networking-Special.
Non-Scaling-Konfiguration
Verschiedene Dolby Digital-Receiver nutzen bei Fehlen eines Subwoofers für die Übermittlung des LFE (Low Frequency Effect)-Signals an die normalen Lautsprecher das ‘Scaling’. Dies führt zu einer Einschränkung der Dynamik und Verzerrung des Signals. In der Non Scaling-Konfiguration von Onkyo ist ein D/A-Konverter-Layout integriert, mit dem vor einer Mischung des LFE-Signals mit linkem und rechtem Frontkanal alle Kanäle auf analog umgewandelt werden, das heißt, die Mischung erfolgt im analogen Bereich. Das Ergebnis ist eine vollständige Umwandlung des LFE-Signals ohne Qualitätseinbußen – interessant für alle, die in L/R-Lautsprecher mit einem tiefreichenden Frequenzbereich für eine opulente Basswiedergabe investiert haben.
Optimaler Potentialausgleich
Die “Absolute Ground Plate (absoluter Potentialausgleich durch gleiche Massepunkte aller Signaleinheiten) und hochwertige Kupferleiter
sollen laut Onkyo für ein besonders reines Hörerlebnis sorgen. Schwankungen in Bezug auf das Massepotential werden verhindert, störendes Grundrauschen wirkungsvoll eliminiert. Hörbare Vorteile: Eine effektivere Kraftverteilung, ein deutlich reduziertes Rauschen und einen knackigerer Klang.
RS232-Schnittstelle
Der TX-NR5000E besitzt eine bi-direktionale RS232-Schnittstelle, die die Übertragung von Software-Upgrades und eine einfache Verbindung zu Haussteuerungssystemen und Touch Screen-Kontrollern anderer Hersteller möglich macht.
THX Ultra 2:
Ein THX Ultra 2-Zertifikat
darf bei Highend-Boliden nicht fehlen - schließlich werden durch dieses
Zertifikat auch spezielle Fähigkeiten in Bezug auf Ausdauer und
Leistungsfähigkeit sowie Ausstattung und Bedienbarkeit bescheinigt. THX
Ultra 2 ist die erste THX-Variante, die vollständig für
digitale Heimkino-Tonnormen entwickelt wurde. Auch die Extended
Surround-Tonnormen, heutzutage selbst bei Einsteigergeräten schon beinahe
Standard, von Dolby und von DTS wurden bei der Entwicklung berücksichtigt.
So bietet THX Ultra II auch ein weiter gehendes Post Processing, DTS ES
Discrete 6.1 ist mit integriert: Der zusätzliche diskrete Kanal
auch als ein solcher erkannt und mit dem THX Post Processing versehen. Im
Gegensatz zur vorherigen THX Ultra-Norm kommt bei Ultra
2 die Aufteilung in Cinema- und Music Mode hinzu.
Der Cinema Mode ist optimiert für Wiedergabe von 5.1-Material über ein
7.1-Lautsprechersystem und soll die Vorteile von Extended Surround auch bei
eigentlich in 5.1 vorliegendem Material akustisch perfekt ausnutzen. Alle 8
an einem EX-System beteiligten Lautsprecher werden optimal aufeinander
abgestimmt. Um dies für den Back Surround-Bereich zu ermöglichen, stellt
der Heimcineast die Entfernung zwischen den beiden Back Surround
Lautsprecher ein. Diese Einstellung benötigt THX Ultra 2, damit ASA (Advanced
Speaker Array) richtig arbeiten kann und die Surround- und Back
Surround-Klangkulisse als homogenes Ganzes erscheint. Wer Material hat,
welches in Dolby Digital 5.1 EX vorliegt, verwendet nach wie vor THX
Surround EX und nicht THX Ultra 2 Cinema. Erstmalig bei THX gibt es auch einen Music Mode, der
besonders für DTS 96/24 und Musik-DVDs in DD 5.1 und DTS 5.1 prädestiniert
ist. Der Music Mode nutzt die Lautsprecher-Aufstellung eines THX EX-Systems
mit zwei Surround- und zwei Back Surround-Lautsprechern, die Boxen werden
jedoch anders konfiguriert als für die Wiedergabe von Heimkino-Ton: So wird
die linke Surround- mit der linken Back Surround-Box zusammengeschaltet, die
rechte Surround- mit der rechten Back Surround-Box. Sinn dieses Unterfangens
ist es, räumlich gesehen zwischen dem jeweiligen Surround- und
Back-Surround-Lautsprechers eine Phantomschallquelle zu erzeugen, deren
Klangeindruck aufgrund der Position und des Abstrahlverhaltens dem Klangbild
eines normalen Direktstrahlers (also der Lautsprecherart, die für die
akkurate Musikwiedergabe am besten geeignet ist) ähnlich sein soll. THX
will somit erreicht haben, dass über ein und dasselbe Lautsprechersystem
sowohl die Musik- als auch die Kinotonwiedergabe qualitativ überzeugend
vonstatten gehen soll. In der Praxis entpuppt sich THX Ultra II Music nicht
als "fauler Kompromiss", sondern als brauchbares Feature: So wird
eine raumfüllende, aber trotzdem präzise Musikwiedergabe von guter Dynamik
erreicht. Auch wenn nicht das Niveau physisch vorhandener Direktstrahler
erreicht wird: Im Rahmen der Möglichkeiten einer virtuellen Erzeugung ist
das Ergebnis beachtlich gut. Auch neu ist die Boundary Gain Compension. Die Funktion ist für die
Verwendung des Verstärkers mit einem THX Ultra 2-zertifizierten Subwoofer
bestimmt und hat folgende Aufgabe: Bestimmte akustische Voraussetzungen des
Hörraums (Struktur der Wände, Aufbau des Raums) sowie die Position des Hörplatzes
und des Subwoofers sorgen in verschiedenen Fällen für eine störende Überbetonung
der tiefen Frequenzen, so dass der Subwoofer manchem Hörer als zu dominant
erscheint. Hier greift die Boundary Gain Compension ein und gleicht übermäßig
starke Basstöne, die auf einem Grenzverstärkungseffekt beruhen, aus.
Wichtig: Um alle THX Ultra 2 Features nutzen zu können, ist ein
komplettes 7.1 Lautsprechersystem erforderlich.
VLSC
Konventionelle D/A-Wandlermethoden reduzieren zwar Impulsgeräusche bei der Wandlung, können diese jedoch nicht komplett verhindern. Digital-/Analog-Wandler und die sie umgebende Peripherietechnik tangieren das analoge Signal daher mit unschönem Impulsrauschen. Dieses Impulsrauschen wird zusammen mit dem analogen Signal übertragen und sorgt für eine verminderte Klangreinheit bei der Ausgabe über Ihre Lautsprecher. Die VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry) Technologie arbeitet dagegen mit einer
laut Onkyo besonderen Wandlungstechnik, die dieses Problem in den Griff bekommt. Die durch die Intervalle zwischen den Abtastpunkten auftretenden Verzerrungen werden durch analoge Echtzeit-Vektoren ausgeglichen. Diese Vektorverbindungen glätten das Ausgangssignal und sorgen für einen ebenmäßigen, wellenförmigen Verlauf. Das Ergebnis sind nahezu fehlerfreie, originalgetreue analoge Signale von digitalen
Quellen.
W.R.A.T.
Dieses Verstärkerlayout bringt, so Onkyo, in der täglichen
Hörpraxis entscheidende 3 Vorteile:
Vorteil 1: Aufbau mit ungewöhnlich geringer negativer Rückkopplung – damit
die Spitzenpegel der Signalquelle mit einem klareren Klang genossen werden
können. Obwohl der Einsatz von NFB (= negatives Feed Back) die einfachste Möglichkeit darstellt, das Rauschen im Bereich der niedrigen Frequenzen zu verringern, muss man doch hinsichtlich des Klangs einen hohen Preis dafür zahlen: Ein beträchtliches Maß an
NFB schränkt das Kurzimpuls-Ansprechverhalten eines Verstärkers – also die Fähigkeit, auf hohe Signalamplituden (Explosionen im Film, Dynamiksprünge und Orchestereinsätze
in der Musik) schnell zu reagieren – stark ein und führt im Bereich der hohen Frequenzen sogar zu Verzerrungen. Daher
setzt Onkyo auf eine spezielle Schaltungstechnologie, auf einen Aufbau, der auf ein geringes Maß an NFB ausgelegt ist und der an den entscheidenden Punkten im Signalweg Bauteile mit niedrigen Toleranzwerten und von
hohem Standard vorsieht. So erhält der Anwender einen linearen Frequenzgang bis hin zu 100
kHz, was eine sehr gute Eignung für die Wiedergabe von DVD-Audio und SACD
beinhaltet.
Vorteil 2: Massekonzept mit in sich geschlossenen Schaltkreisen – Mit dieser
Konfiguration ist es möglich, eine größere Maximallautstärke ohne Verzerrungen
zu genießen.
Wenn das Massepotential (Spannung) eines Verstärkers während der Wiedergabe von Film-Soundtracks oder Musikstücken schwankt,
hört man ein unangenehmes Rauschen. Bei einem offenen Schaltungsaufbau sind alle Schaltungen über eine Schleife mit dem
Netzteil verbunden. Aufgrund von Kurzzeitimpulsen und anderen Faktoren des Energieflusses kann sich unweigerlich in jeder Schaltung ein geringes Maß an
Rauschen aufbauen. Bei der von Onkyo eingesetzten fortschrittlichen Konfiguration mit in sich geschlossenen Schaltkreisen hat jede Schaltung sowohl ihren Anfangs- als auch Endpunkt direkt am Netzteil. Hierdurch wird das Rauschen der einzelnen Schaltungen aufgehoben, und das Massepotential bleibt frei von Schwankungen –
daraus resultiert eine besonders klare- facettenreiche und saubere Wiedergabe.
Vorteil 3: Fähigkeit, kurzzeitig hohe Spitzenströme zu liefern, damit auch
in extrem effektgewaltigen Sequenzen die Dynamik und die Kraft in vollem Maße
erhalten bleiben. Audio-Signale sind extrem komplex und bestehen aus vielen verschiedenen Frequenzen und Amplitudenspitzen. Wenn ein Verstärker solch ein Signal an einen Lautsprecher abgibt, akkumuliert die Lautsprechermembran Energie. Wenn die Membran zurückschwingt, wird Energie zum Verstärker zurück gesendet. Der Verstärker muss in der Lage sein, einen Augenblicksstrom mit großer Stromstärke zu liefern, um diese vom Lautsprecher zurückgesendete Energie auszugleichen, und sofort das nächste Signal zu senden. Die Lautsprecherimpedanz kann für sehr kurze Zeiträume auch sehr niedrig werden, was ebenfalls dazu führt, dass der Verstärker hohe Stromstärken liefern muss – bis zum Vier- bis Sechsfachen der üblichen Lastströme. Die Fähigkeit
der WRAT Receiver von Onkyo, kurzzeitig hohe Spitzenströme zu liefern, ist
besonders groß - gerade bei einem Topmodell wie dem TX-NR5000E heißt das, dass
ein Betrieb auch in Verbindung mit extrem "leistungshungrigen"
Lautsprechern möglich ist. Testequipment
Klang
Bei einem 5.499 €-AV-Receiver kann man natürlich erwarten,
dass er durchweg mit superben Leistungen positiv auffällt. Dass hier eine weit
überdurchschnittliche Performance ermöglicht wird, dürfte praktisch
selbstverständlich sein. Trotzdem: Der TX-NR5000E hat uns in den ersten
Testreihen mit vielen Fähigkeiten tief beeindruckt. Hinzuzufügen zu den
geschilderten Eindrücken ist noch, dass sich alle erwähnten AV-Boliden auf
einem Level befinden, der höchst beachtlich ist, unter dieser vorausgehenden
Prämisse sollte man auch die angebrachte Kritik beziehungsweise das Lob sehen.
Wir werden in einem AV-Boliden-Mastertest, der aller Voraussicht nach dem
Frühling durchgeführt wird, auch ausführlich beleuchten, wie sich der Onkyo
TX-NR5000E und der Denon AVC-A1XV im direkten Vergleich zueinander verhalten.
Ebenfalls tritt, als preisgünstigstes Gerät, auch der
Harman Kardon AVR-7300 an, den man trotz seines vergleichsweise niedrigen
Kaufpreises von 2.499 € nicht unterschätzen sollte. Nun zu den ersten
Höreindrücken:
Begeisternd, weil in höchstem Maße authentisch und mitreißend agierte der
Onkyo in Bezug auf die Qualitäten bei der Stimmwiedergabe und in Bezug auf das
Antrittsvermögen der sieben kraftvollen Endstufen. Bei Beatrix Kidows Rachefeldzug in
"Kill Bill" Vol.1 präsentierte der TX-NR5000 die Stimme von Bill in Kapitel 1 sehr detailliert und ausdruckstark. Es ist erstaunlich, was
der Receiver an feinsten, auch für sehr teure AV-Receiver teilweise nicht ohne
Weiteres erkennbaren Details herausholt und mit größtmöglicher Präzision umsetzt. Das Besondere hierbei ist, dass trotz der Präzision niemals ein anstrengendes, bzw. etwas zu analytisches Klangbild wie etwa bei Yamaha DSP Z9 erreicht wird. Der Marantz SR12 S1 hingegen trägt bei solchen Szenen gerne mal eher etwas zu dick auf, so dass die Stimmwiedergabe zwar angenehm „voluminös“
klingt, aber nicht immer unbedingt ein Optimum an realistischer Darstellung
bietet. Zusätzlich klingt der Onkyo im höheren Frequenzbereich etwas klarer bzw. frischer
als der Marantz, aber im direkten Vergleich leicht weicher als der etwas harte
Yamaha.
Was uns in dieser Szene (ein paar Sekunden später) ebenfalls noch beim Onkyo begeistert hat, ist der famose Antritt – bzw. die Dynamikfähigkeit: als Bill seine Pistole auf Beatrix abfeuert, zuckt man unwillkürlich zusammen, aufgrund der Intensität und hervorragenden Lautstärkesprungs. Besonders der Marantz SR12 S1
gerät unter den hier erwähnten Top-Geräten hinsichtlich der Dynamik ein klein wenig im Hintertreffen und kommt nicht ganz auf das
Niveau des Onkyos. In dieser Disziplin wäre der Pioneer VSA-AX10Ai-S ebenfalls noch als sehr potenter und kraftvoller Verstärker zu nennen, der dem Onkyo dicht auf den Fersen bleibt.
Kommen wir vom reinen Centerklang bzw. der Stimmenwiedergabe und der Dynamik auf den kompletten Surroundklang sowie
auf die Musikwiedergabe. Für den Test haben wir eine weniger effektorientierte Zusammenstellung und Aufstellung der Lautsprecher gewählt, sondern eher eine klassische Variante mit 4 großen Standboxen mit mittlerem Center und Subwoofer als 5.1 Set .
Dieses System besteht aus 4x Nubert NuWave125, die jeweils exakt in Kreisanordnung mit 2,6 Meter Abstand vom Hörplatz entfernt stehen. Als Center kommt der CS65 zum Einsatz, der als
einziger Speaker getrennt wird, und zwar bei 60hz. Die LFE-Arbeit übernimmt in unserem Set ein Nubert AW7 Subwoofer.
Beim Vergleich der Musikwiedergabe konnte der Yamaha DSP-Z9 nicht ganz mithalten:
Mit den eingebauten Endstufen klingt er in Kombination mit der Nubert NuWave 125 in einem normal bedämpften Raum etwas zu
kalt - was, das fügen wir hier gern hinzu, auch letztendlich Geschmackssache
ist, es gibt ja durchaus Liebhaber eines etwas mehr in die analytische Richtung
gehenden Klangbilds. Gerade für denjenigen, der aber viel hört und auch viel
Unterschiedliches, ist unserer Meinung nach eine etwas wärmere Auslegung
angenehmer. Ganz anders im Vergleich zum Yamaha agierte der Pioneer AX10 Ai-S:
Er entpuppte sich zunächst als hartnäckiger Widersacher, aber mit ganz
spezieller VSA-AX10Ai-S-Charakteristik: Die Bässe sind schön schwarz und knackig, aber die Höhen könnten noch ein klein wenig
brillanter und "luftiger" sein. Der VSA-Ax10Ai-S ist in der Hochtonwiedergabe
leicht anders ausgelegt als der etwas luftigere Vorgänger, dafür schlägt er
im Bassbereich noch gnadenloser zu. Der Marantz SR-12S1 war aufgrund seiner
höchst angenehmen, vollen Gesamtwiedergabe darum bislang in dieser Auswahl unser Favorit und ist
auch jetzt bei musikalischen Quellen dem Onkyo am nächsten dran: wie schon im Marantz SR-12S1-Review beschrieben,
erfreut er besonders auch bei intensivem Hören durch die stets passende
Charakteristik. Besonders die leicht warme und voluminöse Stimmenwiedergabe bereiten bei jeder Art Musik ein
Erlebnis, selbst bei dem Hintergedanken, dass es in Bezug auf die vokale
Authentizität, wie oben bereits angesprochen, nochmals natürlicher geht.
Im Surroundbetrieb könnte zwar –wie schon gesagt - die Dynamik nochmals
besser sein - wenn man mit den Besten vergleicht - in der Summe gefällt
uns der Marantz jedenfalls akustisch nach wie vor sehr gut und gerade bei Musik besser
als viele Konkurrenten, weil er nochmals hörbar harmonischer als Pioneer und
Yamaha antritt.
Der Onkyo TX-NR5000E präsentiert sich als äußerst gelungene Mischung der
Talente aller drei hier aufgeführten Kontrahenten von Marantz, Pioneer und
Yamaha. Er klingt nicht so analytisch wie der Z9, sondern bringt ein ganz dezentes "Make-Up" in den Klang mit ein:
Die harmonische Hochtonwiedergabe, die genau das passende Maß an Transparenz,
Akzentuierung und Brillanz bereit hält, der aufgeräumte Präsenztonbereich sowie der sehr kontrollierte und knackige Bass sorgen für einen klaren, natürlichen
Klang, aber ohne das Ergebnis, dass er zu sehr in die Richtung "kalt" tendiert.
Zur stimmigen Gesamtcharakteristik kommt beim Onkyo TX-NR5000E noch die Tatsache
hinzu, dass er auch bei extrem genauem Hinhören weit überdurchschnittlich
detailreich darstellt und alle Einzelheiten auch harmonisch in die Wiedergabe
mit einfließen lässt. Wer mal das Vergnügen haben sollte, einen TX-NR5000E hören zu dürfen, sollte zum Test mal HDR1 einlegen und die Szene anschauen, wo Gandalf von Bilbo in seinem Haus empfangen wird:
Mit dem TX-NR5000 hört man Bilbo im Hintergrund extrem deutlich ( als er ihm die ganze Zeit
irgendetwas zu Essen anbieten will ). Diese hochfeinen Klangdetails werden ebenfalls noch vom Z9
in fast ebenbürtiger Art und Weise aus den DVDs geholt, der Pioneer und auch der
Marantz sind zwar ebenfalls auch hohen Niveau, können aber die letzten Feinheiten nicht ganz so
plastisch und intensiv herausarbeiten. Wer also einen Heimkinoverstärker
mit besonderem Talent für feinnervige Gesamtdarstellung sucht, sollte den Yamaha Z9 nicht aus den Augen lassen: er liegt mit dem Onkyo ungefähr auf einem Niveau, was die Klangdetails betrifft, sondern kann zudem
mit seinem umfangreichen DSP-Teil punkten, den in dieser Fülle kein Konkurrent
aufbieten kann.
Noch etwas zum Schluss unserer ersten kurzen Eindrücke: Während Yamaha und Pioneer Ihre Top- Modelle als Verstärker anbieten, ist beim NR5000 und SR12 ein Radio-Tuner gleich mit an Board, welcher im Vergleich mit allen anderen bisher gehörten Tunern sehr klar und struktiert spielt. Bei ( technisch qualitativ) guten Sendern meint man fast eine CD zu hören.
Erstes Fazit:
Der Onkyo brilliert mit seinem packenden, lebendigen, aber dennoch ausgewogenen Klang. Durch Features wie Net-Tune, Notch Filter, HDMi-Switching und nicht zuletzt die 3 Zonen mitsamt 7 kraftvollen 200Watt/6 Ohm Endstufen setzt er sich von der Konkurrenz ab. Aber wo Licht ist, ist auch immer Schatten. Es gibt
bei aller Güte der angebotenen Produkte nicht den perfekten wunschlos
glücklich machenden Verstärker: Ein grafisches GUI und vor allem ein Auto-Setup (oder Main Ins ) wären Features gewesen, die wir uns gewünscht hätten. Letztlich würden wir,
so zumindest unsere ersten Eindrücke, den Onkyo dennoch auf einen der Spitzenplätze unserer Surround Verstärker - Liste setzen, wenn man die zukünftigen Features bzw. Upgrademöglichkeiten im Hinterkopf hat. Denn auch die AV "Kollegen kochen nur mit Wasser und haben zum Teil ebenfalls ihre Problemzonen: Der Z9 könnte einen Tick
wärmer abgestimmt sein - außerdem ist die Fernbedienung für die Preisklasse
eher unterdimensioniert. Beim Pioneer AX10AI-s wird man zwar vom besten Room-Eq verwöhnt, aber die letzten Nuancen
im Hochtonbereich- fehlen. Dieses Problem hat der Marantz SR12 S1 nicht , dafür aber größere Ausstattungsmängel.
Letztlich ist der Onkyo ein feines Gerät - die frei konfigurierbaren Endstufen erlauben es , mehrere Heimkinos bzw. HiFi Stereo Systeme zu versorgen. Als Trostpflaster für die fehlende Raumeinmessung bringt der Onkyo neben vielen anderen Ausstattungshighlights wie Net-Teune auch den effektiven Notch-Filter und seinen guten,
klaren und ehrlichen Klang mit.
Alle technischen Daten:
-
Verstärkerlayout: 7 identische Kanäle mit voller Bandbreite,
Reduced NFB (Negative Feedback) Design, WRAT (Wide Range Amplifier Technology),
VLSC (Vector Linear Shaping Circuitry) und
Non-Scaling Configuration, BTL (Bridge Tie Load), Absolute Ground Plate (absoluter Potentialausgleich durch gleiche Massepunkte aller Signaleinheiten),
hochstromfähiger Antrieb für alle Kanäle, für niedrige Impedanzen geeignet,
Optimum Gain Volume Circuitry, Digital Upsampling
-
192 kHz/24-Bit D/A-Wandler für alle Kanäle
-
Home Cinema Ausstattungsmerkmale
-
Decoder: THX® Surround EX™ und THX® Ultra2 zertifiziert,
DTS®, DTS®-ES™ Discrete/Matrix 6.1, DTS 96/24 and DTS® NEO:6, Dolby® Digital, Dolby® Digital EX™, Dolby® Pro Logic™ IIx,
Dolby® Headphone und Dolby® Virtual Speaker
-
Extended Frequency Response (+ 1 dB, - 3 dB) 5 Hz-100 kHz
-
A-Form Listening Mode Memory
-
Composite und S-Video auf Komponenten-Video Upconversion
-
2 Mehrkanaleingänge (7.1 Kn.-Eingang)
-
39 Digital Signal Processing (DSP) - Betriebsarten
-
Late Night Mode
-
Farblich markierte Lautsprecheranschlüsse
-
On-Screen Display
-
Einstellbare digitale Laufzeitanpassung (Audio Delay)
-
Regelbare Subwoofer-Übernahmefrequenz 40-150 Hz, 10 Hz-Schritte
-
Netzwerk Ausstattungsmerkmale: 1 Net-Tune (Ethernet-Anschluss),
Anzahl der Stationsspeicherplätze (Internet Radio) 30, MP3/WAV/WMA Decoding
-
Eingänge/Ausgänge: i.LINK (IEEE 1394) Eingänge 2, HDMI Eingänge/Ausgänge 2/1,
Audio-Eingänge/Ausgänge 9/5, Video Eingänge/Ausgänge (Composite) 7 (1 Front)/4,
S-Video Eingänge/Ausgänge 7 (1 Front)/4, HDTV-kompatible Komponenten-Video Eingänge/Ausgänge 4 (3 Cinch/1 BNC)/2 (1 Cinch/1 BNC).
Digitale Eingänge 7 Optisch (1 Front)/6 Koaxial/Digitale Ausgänge 2 Optisch/2 Koaxial,
RS232 Interface: 1, IR Ein-/Ausgänge (Haupthörraum/Zone 2/Zone 3) 3/3,
12 Volt Trigger-Ausgänge 5, Phono-Eingang 1, Vorverstärkerausgang A (Front L/R, Centre, Surround L/R, Surround Back L/R and Subwoofer),
Vorverstärkerausgang B (Subwoofer)
-
Weitere Ausstattungsmerkmale:
IntelliVolume, Display-Dimmer 4stufig, Pure Audio Mode, Bananenstecker-kompatible Lautsprecheranschlüsse: 7 -Kanal x 2
-
Einschlaftimer (90 Minuten; 10-min-Schritte einstellbar)
-
Kopfhörerbuchse
-
Zone 2 (Multisource) Line-Ausgang
-
Endstufenunterstützung für 2- und dritte Hörzone (Audio/Video)
-
Tuner Ausstattungsmerkmale: Anzahl der Stationsspeicher (FM/AM) 40, RDS RT/PTY/TP
Control
-
RI-kompatible Fernbedienung Lernfähig/Scrollfunktion/Hintergrundbeleuchtung/LCD
mit Macro-Funktion
-
Spezifikationen Verstärkersektion: Ausgangsleistung** (6 Ohm, 1 kHz, DIN),
Front L/R 200 W + 200 W, Center 200 W, Surround L/R 200 W + 200 W, Surround Back L/R 200 W + 200 W
-
THD (Total Harmonic Distortion, Gesamtklirrfaktor) 0.08 % (bei Nennleistung)
-
Maximale Leistungsaufnahme 1,200 W
-
Stromverbrauch im Stand-by-Betrieb 3.6 W
-
Abmessungen (B x H x T) 435 x 220 x 480.5 mm
-
Gewicht 33.0 kg
Tester: Lars Mette
Redaktion: Carsten Rampacher
10. Februar 2005
|