Test: Logitech Harmony 885

08.08.2005 (lm)

Einleitung

Der Grund, warum viele Besitzer gerade von ausladenden AV-Anlagen mit vielen Komponenten auf der Suche nach einer neuen Fernbedienung für ihr System sind, liegt an verschiedenen Faktoren. So werden leider immer noch eine Großzahl an AV-Geräten verkauft, die schlichtweg bei ihren beigelegten IR-Controllern keine angemessene Verarbeitungs- oder Bedienungsgüte aufweisen. Oftmals erfordert auch ein dunkler Heimkinoraum eine komplett beleuchtbare Fernbedienung. Ein weiterer Faktor ist: Manche neuen AV Boliden, die bis zu 3 Nebenzonen vollwertig beschallen können, verfügen ab Werk oft nur über eine Fernbedienung für Zone 1. Im einfachsten Fall gilt es einfach nur, eine lernfähige Fernbedienung zu finden, die alle bislang „gesammelten“ Fernbedienungen vereint und für Platz auf dem Wohnzimmertisch sorgt, denn es sind – selbst bei sehr aktuellen Geräten – nicht überall lernfähige Fernbedienungen enthalten.

Wie Sie sehen, gibt es eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Szenarios und Anforderungsprofile, was Fernbedienungen betrifft. Wir haben uns für diesen Test von Logitech das Modell Harmony 885 Advanced Universal Remote herausgesucht, welches erst in den letzten Tagen auf dem Markt erschienen ist und eine UVP von 249 € aufweist. Die Firma Logitech wird den Meisten eher als Hersteller hochwertiger PC Peripherie Geräte bekannt sein, doch schon seit über einem Jahr liefert Logitech bereits die Vorläufer der 885 aus und konnte somit schon wichtige Erfahrungen sammeln. Um am Markt mithalten zu können, richtet Logitech den Fokus auf 3 Hauptmerkmale: 

  1. großzügiger Lieferumfang

  2. einfache Ersteinrichtung

  3. hoher täglicher Bedienkomfort. 

Als Eye-Catcher und gleichzeitig als praktisches Feature wird in diesem Gerät ein vollwertiger Mini-Farb-TFT eingebaut, dessen Bedienung über nebenstehende Tasten realisiert wird. Solche besonderen Eigenschaften benötigt das Gerät aber auch, denn schließlich ist die Harmony preislich in dem Bereich, wo schon Touchscreen-Fernbedienungen wie etwa die Philips Pronto SBCR 930 zu haben sind. Und auch der Vergleich zu herkömmlichen „reinen Hard-Key“ Geräten bringt die Logitech unter Druck: wer beispielsweise als Onkyo NR 5000 Besitzer für seine zweite Zone eine weitere original (Aluminium) Fernbedienung erwerben will, wird in etwa das Gleiche bezahlen (ca. 230 €) wie für die Harmony 885 (knapp 250 €). Wir werden uns daher bei diesem Test nicht nur auf die Harmony selber konzentrieren, sondern ebenfalls gegenüber vielen anderen Produkten Quervergleiche ziehen, damit Sie die Vor- und Nachteile dieser Komponente besser einschätzen und vielleicht schon bald die für Ihre Anlage geeignetste Fernbedienung in Ihrem System integrieren können. 

Verarbeitung / Lieferumfang

 

Schon in der Computerbranche fallen Logitech-Produkte regelmäßig mit ihrer überdurchschnittlichen Verarbeitung auf, zumal Logitech als Spezialist für Mäuse und Tastaturen fast schon traditionsgemäß auch der Haptik und Langlebigkeit der offerierten Produkte große Aufmerksamkeit schenkt. Darüber freut sich auch der HiFi-Fan, denn diese Tugenden werden erfreulicherweise gleichermaßen auch in die Sparte der Fernbedienungen mit übernommen. Die Harmony 885 liegt nicht nur gut in der Hand, sondern besticht auch beim kritischen Blick auf die Tasten mit sehr hoher Verarbeitungsgenauigkeit. Der Druckpunkt der Tasten ist exakt definiert und auch das zentral angebrachte Steuerkreuz mit innenliegender Enter-Taste wirft keine Bedienungsfragen auf. 


Was uns ebenfalls noch sehr gut gefällt, ist die elegante Auswahl und Kombination der Farben, die die 3 verschiedenen Bereiche der Fernbedienung von einander abgrenzt. Das Steuerkreuz mitsamt einer U-förmigen Umrandung sowie dem Ein/Aus Schalter erstrahlen in hellem Grau, wobei das Steuerkreuz selbst zusätzlich noch eine Chromoptik aufweist. Zusammen mit der schwarzen Farbgebung im oberen- und dem titaniumähnlichen Finish im unteren Bereich kann sich diese Fernbedienung damit rühmen, zu jedem Ambiente zu passen und durch den Technik-Look zu begeistern. 


Glücklicherweise haben die Logitech Entwickler aber beim Design auch an funktionelle Aspekte gedacht: ähnlich wie die Fernbedienung vom Denon AVR-3805 schaltet auch die Harmony 885 automatisch beim Berühren die Hintergrundbeleuchtung an. Diese ist in hellblau gehalten und illuminiert löblicherweise jede einzelne Taste inkl. dem Steuerkreuz. So ist endlich auch im Dunkeln kein Rätselraten mehr angesagt, was übrigens besonders bei vielen Fernbedienungen bis hin zur 800 € Klasse der AV Receiver leider immer noch die Regel ist.


Die größte Besonderheit der Hamony 885 ist selbstverständlich das farbige TFT Display, welches in dieser Preisliga Premiere feiert und bislang nur in vielfach teureren Geräten zu Bestaunen war. Besonders erfreulich: Logitech achtete zudem auch darauf, ein sehr gutes Display einzubauen – denn es besitzt einen hohen Kontrast und ist selbst bei seitlichen Blickwinkeln sehr gut ablesbar. Die gesamte Optik entspricht im Prinzip einem hochwertigem Handy-Display. (Displaygröße 2 x ,Auflösung 480x272 Pixel) In der Praxis wirkt die Fernbedienung daher sehr edel und wird vom Display enorm aufgewertet. Die Selektion der angezeigten Parameter erfolgt durch Drücken der direkt danebenliegenden Buttons.

Neben dem Hauptgerät findet der Käufer sogar gleich eine Ladeschale in der Verpackung. Diese dient dazu, den Lithium-Ionen Akku der Fernbedienung aufzuladen. Diese Art der Energieversorgung ist bislang bei Fernbedienungen nur äußerst selten anzutreffen. Lediglich Pioneer geht den gleichen Weg – wohlbemerkt bei der Fernbedienung des 5300 € Boliden Pioneer VSA-AX10Ai-S. Doch zurück zur Harmony: in unseren ausführlicher Test Phase konnte die Fernbedienung fast 2 Wochen mit „einer Tankfüllung“ durchhalten, bevor der Gang zur Ladeschale notwendig wurde. In dieser Hinsicht ist die Harmony 885 vorbildlich und verweist fast die kompletten Mitbewerber auf die hinteren Ränge – ganz besonders unter Berücksichtung des Preises.


Alles in allem hinterlässt die Harmony 885 einen sehr positiven Eindruck, was die Verarbeitung betrifft. Den Vergleich mit anderen Fernbedienungen muss Logitech nicht scheuen, jedoch wird dann auch recht schnell klar, dass es hinsichtlich Materialauswahl noch Steigerungen gibt. Onkyo verzichtet auf ein großes Display, spendiert seiner Fernbedienung aber ein bislang unerreicht edles Aluminium Finish – wo im Vergleich dazu die verwendeten Kunststoffe bei der Harmony keine Glanzpunkte setzen können. Aber immerhin: gegenüber einer Großzahl anderer Geräte kann sich die Harmony aufgrund Design, Verarbeitung und natürlich auch dem Display sehr gut behaupten und distanziert selbst Fernbedienungen von 3500 Euro Geräten (ganz rechts) recht deutlich. 

Programmierung am PC

Abgesehen von den augenscheinlichen Besonderheiten nimmt auch die Einrichtung dieses Modells eine Sonderstellung ein: Logitech setzt (wen wundert es) voll auf eine computergestützte Einrichtung via USB und mitgelieferter Software. Anwender, die keinen PC besitzen, bleiben komplett außen vor, denn das Erlernen fremder Befehle geht ausschließlich über das PC Programm. Doch auch wer einen PC hat, ist noch nicht auf der sicheren Seite. Neben einem zwingend notwendigem Internetanschluss (wird benötigt für Registrierung und das Abrufen aktuellster Daten), muss der PC ein Microsoft Betriebssystem zwischen Windows98SE und XP installiert haben. Mac Besitzer mit OS X10.2 oder höher kommen ebenfalls noch in den Genuss der Software. 

Bleibt also als ein ganz wesentlicher Nachteil dieser Fernbedienung festzuhalten, dass Anwender mit Linux-Betriebssystem, ohne Internetzugang oder gar komplett ohne PC bei der Ersteinrichtung extreme Probleme bekommen und daher nach einem Freund oder Bekannten mit entsprechender Hardware Ausschau halten müssen. Weiterhin ist uns während der Testphase aufgefallen, dass der Logitech Harmony Server im Internet nicht immer zur Verfügung steht und hin und wieder für ein paar Stunden nicht erreichbar ist. In einem solchen Falle muss eine Umkonfiguration leider hinten anstehen , bis der Server wieder online ist. Hier muss Logitech unbedingt für eine bessere Verfügbarkeit sorgen. 

Sind diese Hürden gemeistert, bleiben von der Bedienungsphilosophie her nur noch positive Aspekte übrig. Die Installation der Software ist in mehrere übersichtliche Schritte unterteilt, fängt mit dem Anlegen eines User-Accounts an und endet in der Einrichtung von Makros.

Die wichtigsten Funktionen haben wir für Sie als Screenshot abgespeichert und zeigen Ihnen anhand dieser Beispiele, wie die Einrichtung und Programmierung der Hamony 885 vonstatten geht.

Die Auswahl der Geräte erfolgt per „Drop-Down“ Menü. Simpler geht es nicht mehr: einfach den Gerätetyp (z.B. DVD Player) auswählen und anschließend ganz bequem nach Hersteller und Modellbezeichnung suchen. Hier greift nun der Vorteil des Internets: (fast) sämtliche Geräte lassen sich einfach und schnell finden bzw. programmieren ! Lediglich ein kleiner Logikfehler trübt das Bild: es gibt keine einzelne Rubrik „AV Receiver/Amplifier“ – diese Geräte werden unverständlicherweise der Kategorie „Stereo Receiver/Amp“ zugeordnet und müssen dort gesucht werden. Nachdem diese kleine Klippe überwunden wurde, konnten wir
selbst unsere edle und eher seltene AV-Surround Vorstufe Audionet Map V2 problemlos finden und inklusive aller(!) Spezialfunktionen auf die Harmony übertragen. 

Wenn neue, bislang unbekannte Geräte am Markt erscheinen, verspricht Logitech zeitnahe Updates. Auf diese Art und Weise wird zunächst einmal jede Ihrer Komponenten ausgewählt und als Grundlage für die Programmierung der Harmony herangezogen. 

In diesem Konfigurationsmenü geht es darum, die Standardeinstellung dahingehend zu justieren, dass Ihre persönliche Wunschkonfiguration auf der Harmony entsteht. Zur Not lassen sich dann hier auch ganz herkömmlich Befehle per Infrarot erlernen. Ansonsten geht es hauptsächlich darum, die Funktionen auf dem Display umzuverteilen – oder umzubenennen.

Wenn alle Komponenten als Einzelgeräte richtig hinterlegt sind und gemäß Ihren Vorstellungen eingerichtet wurden, folgt die Kür – und damit auch gleichzeitig eine der Hauptattraktionen der Harmony 885, nämlich die automatisierte bzw. unterstützende Einrichtung von hilfreichen Makros. Diese Makros sind nichts anderes als eine gespeicherte, schnelle Abfolge verschiedener Befehle, um beispielsweise TV, DVD Player und AV Receiver einzuschalten und anschließend (ebenfalls noch automatisch) die entsprechenden Betriebsmodi passend zu selektieren um mit einem einzigen Kopfdruck die Anlage in dem Zustand zu haben, um (beispielsweise) DVDs anschauen zu können. Prinzipiell ist diese Funktion natürlich nichts Neues, denn fast jede Fernbedienung kann dies mittlerweile. Es hapert nur öfters an zumindest einem dieser drei Punkte:

- Eingabe der Befehlssequenzen umständlich und unklar. 
- Ausübung der Makros eher langsam und Aktivierung über FB kompliziert
- Anzahl der Befehle pro Makro und Anzahl der Makros selber sehr begrenzt

Die Logitech Harmony umschifft all diese Probleme elegant. Die Konfigurationssoftware schlägt nach Einrichtung der Einzelgeräte ganz speziell für Ihre Anlage Vorschläge für Makros vor und fragt dann lediglich noch ein paar Daten ab (z.B. Eingang am AV-Receiver des DVD Players, oder Input-Modus beim Wiedergabegerät). 

Als Endergebnis werden dann anschließend diese kleine Buttons auf dem Display angezeigt, so dass auch die Betätigung dieser Makros denkbar einfach ist. Speicherprobleme wird die Harmony 885 ebenfalls nicht so schnell bekommen, denn dank 2 MB an Memory und der Möglichkeit bis zu 8 Makros zu hinterlegen, dürfte selbst für sehr große Anlagen genügend Kapazität zur Verfügung stehen. 

Weitere nette kleine Gimmicks der Fernbedienung ist die freie Auswahl des Hintergrundbildes – und die Möglichkeit einer kleinen DIA Show verschiedener Bilder, wenn die Harmony nicht benutzt wird. Als zusätzlichen Service hat Logitech der Harmony sogar noch eine Hilfe-Funktion spendiert, die direkt über das Display der Fernbedienung genutzt werden und Schritt für Schritt bei Unklarheiten oder nicht funktionierenden Befehlen für Abhilfe sorgt. 

Was uns auf technischer Seite allerdings ein wenig stört, ist die Abwesenheit eines Funk-Moduls, mit dem man Funksteckdosen oder -leinwände bedienen könnte, so wie es bei manchen Philips Pronto Fernbedienungen ab der 350 €-Klasse angeboten wird. Besonders in sehr hochwertigen Heimkinos  wird diese Funktion immer wichtiger. Als richtiges Manko kann man dies der mit knapp 250 € nicht extrem kostspieligen Logitech Harmony jedoch nicht ankreiden, es wäre jedoch für die Zukunft wirklich wünschenswert, zumindest ein solches optionales Upgrade anzubieten.

Bedienung im Alltag

(Testgeräte: Test: Onkyo DV-SP1000E, Onkyo TX-NR5000E, HTPC mit Microsoft Media Center Edition Fernbedienung, X-Box, Sagem D-Box mit Neutrino, Pioneer 43'' Plasma PDP-435FDE)

Ganz so reibungslos und angenehm wie die Erstinstallation bzw. Konfiguration der Harmony gestalteten sich die Praxiserfahrungen leider nicht. Zugegeben – wir haben sicherlich keine einfach zu bedienenden Geräte herausgesucht, bei denen es nur eine Handvoll Funktionen gibt, aber es sollte im Test bewusst simuliert werden, wie ein hochgezüchteter AV-Bolide im Einklang mit einer recht komplexen Anlage gesteuert werden kann. Zunächst einmal war es sehr schön zu sehen, dass wirklich alle Funktionen des TX-NR5000E auf der Harmony standardmäßig hinterlegt waren. Ohne größere manuelle Optimierung jedoch gestaltete sich die Bedienung als recht umständlich, da ca.50 Befehle einfach durcheinander mit Abkürzungen auf dem Display untergebracht wurden – da auf einer Seite immer nur 8 Befehle passen, war fleißiges Umschalten leider notwendig, um zum Beispiel auf die Net-Tune Funktion umzuschalten. Dazu kommt dann noch das Problem , dass besonders die Tasten rings um das Display unserer Meinung nach zu klein ausgefallen sind – darunter auch die Taste, welche im Display die Seiten umblättert. 

Beim Bedienen der D-Box störte uns ein pikantes Detail etwas: das Umschalten der Kanäle ging leider nur sehr ungenau. Schon bei kurzem Drücken schaltete die D-Box bis zu 3 Programme weiter. Zum Vergleich: die Onkyo Fernbedienung war im Umgang mit der D-Box völlig problemlos zu benutzen. Glücklicherweise funktionierte die Harmony mit den anderen Geräten recht gut. Sehr gut gefallen hat uns, dass die Kanäle beim Fernseher im Display der Harmony gleich mit den Sendernamen beschriftet werden kann. Auch die Bedienung des HTPCs und der X-Box brachten keine Probleme und funktionierten tadellos. 



Doch beim Anschauen einer DVD ist uns leider noch ein weiter kleiner (Design) Mangel negativ aufgefallen: die Play/Stop Knöpfe sind nicht nur ungewöhnlich angeordnet, sondern sind nicht zu erfühlen. Ideal wäre es, wenn z.B. die Play Taste eine andere Form hätte als die Stop Taste, so dass der Blick auf die Fernbedienung nicht mehr immer zwingend notwendig ist. Dieses Problem würde ebenfalls dadurch gestärkt, dass die Tasten ziemlich nebeneinander angeordnet sind um Platz zu sparen. Nach einer kleinen Eingewöhnungsphase war aber zumindest dieser Aspekt recht schnell entschärft, da wir uns im Laufe der Zeit an die enge Anordnung der Tasten gewöhnt haben. Auf jeden Fall wäre es dennoch sehr schön, wenn Logitech hier in Zukunft noch etwas nachbessert.

Zum Abschluss der Praxisbeurteilung noch zwei Pluspunkte. Zum Einen haben sich die vielen Makros sehr positiv bewährt und waren eine Bereicherung im Alltag. Nie gab es ein Problem bei der Ausführung derselbigen oder gar eine Fehlbedienung – diese Funktion lief mit dieser Fernbedienung deutlich zuverlässiger als mit vielen der originalen Hersteller-Fernbedienungen. Dies liegt aber auch mit an dem zweiten positiven Aspekt der Harmony 885, nämlich der großen Reichweite in Verbindung mit einer breiten Abstrahlung. Auch in eher ungünstigen Winkeln konnte die Harmony alle Geräte stets sehr gut erreichen und entsprechend bedienen.

Fazit



Unter Zugrundelegung der aktuellen Straßenpreise von weit unter 200 € stellt diese Fernbedienung einen sehr fairen Gegenwert dar. Ganz klar: im Praxistest mit unserer Anlage gab es die eine oder andere kleine Detailschwäche, aber im Großen und Ganzen gefiel uns die Harmony 885 sehr gut. Selbst uns als erfahrene Heimkino-User hat die unkomplizierte Einrichtung per PC sehr viel Spaß gemacht, ganz besonders die praktischen Makrofunktionen stellten sich als echte Bereicherung heraus. Und neben der eleganten (dank TFT) aufsehenerregenden Optik ist besonders die sinnvolle Energieverwaltung mit Ladeschale und Lithium-Ionen Akku die beste Lösung, die wir uns vorstellen können. Die Harmony 885 macht alles etwas anders als ein Großteil der anderen Fernbedienungen, und das Meiste davon sogar besser. Als Ergänzung zu Mittelklasse-Systemen oder Zone2 Fernbedienungen ist dieses Modell definitiv zu empfehlen, beim Einsatz als Hauptfernbedienung eines AV-Boliden mit sehr vielen Funktionen wäre vielleicht doch eine Gerät mit großen Touchscreen-Display geeigneter. In den nächsten Wochen erwarten wir zum Test eine Phlips Pronto RU 980 (ca. 900 €), welche dann unter diesen Bedingungen getestet werden wird. Mit der Logitech Harmony hat sie aber auf jeden Fall schon mal einen leistungsstarken und preislich attraktiven Gegner bekommen, der zumindest in seiner Preisklasse sicherlich viele Freunde finden wird.

Hochwertige und flexible Universalfernbedienung fürs PC- und Internetzeitalter
Gesamturteil:

Test 08. August 2005
Preis-/Leistungsverhältnis


Pro und Contra:


+ trotz Kunststoff ansprechende Verarbeitung und Design
+ komplett hinterleuchtet, und dies sogar automatisch durch Sensor
+ hervorragendes Mini-TFT Display erleichtert die Bedienung
+ vorbildlich einfache Ersteinrichtung per PC
+ vollständiger Lieferumfang inkl. hübscher Ladeschale und Lithium-Ionen Akku
+ große Reichweite der Fernbedienung
+ aktuelle und äußerst umfangreiche Gerätedatenbank im Internet
+ praktische Hilfe-Funktion direkt auf dem Display des Gerätes hilft Einsteigern bei der Bedienung der Fernbedienung

- Bedienungskomfort im Alltag wegen verschiedener kleinerer Mängel etwas beeinträchtigt
- Fernbedienung benötigt zur Ersteinrichtung zwingend einen PC mitsamt Internetanbindung
- Internet-Server von Logitech war zeitweise nicht zu erreichen 

08. August 2005
Test: Lars Mette
Redaktion: Carsten Rampacher