Test: AV-Receiver Kenwood KRF-X9050D

Wir danken Karsten Becker (www.dvdplayer.de) für die Bereitstellung von Testräumen und Equipment

Finish, Features und Anschlüsse

Eine neue Attacke auf die Preisklasse bis 1500 DM ist bei Kenwood gerade angelaufen: Der DD/DTS-Receiver KRF-X9050D mit 5 x 110 W-Endstufen, einem THX Select-Zertifikat, dazu Dolby ProLogic II und SRS Circle Surround 5.1 ist für 1299 DM  erhältlich - das klingt nach einem fair kalkulierten und interessanten Angebot. Und der erste optische Eindruck bestätigt dies: Der Kenwood ist sauber verarbeitet und mit seinen schmalen Chromringen um die zwei Multifunktions- und den Lautstärkedrehregler auch im Detail nett anzusehen. Die mitgelieferte Fernbedienung ist ebenfalls von guter Qualität. 

An Anschlüssen ist alles wesentliche vorhanden: 2 optische und 2 koaxiale Digitaleingänge, 1 optischer Digitalausgang, an analogen AV-Eingängen sind Tape/MD, Monitor (in und out), CD, Phono, Sechskanaleingang, Video 1 (in und out), Video 2, Video 3, Front AV-Eingang vorgesehen. 

An Anschlüssen bringt der Kenwood KRF-X9050D eine Menge mit. Schönheitsfehler: Die Klemmanschlüsse für die Surroundlautsprecher

Alle Video Ein/Ausgänge sind S-Video-tauglich, 2 Komponenteneingänge und ein Monitorausgang (YUV) ergänzen zusammen mit Vorverstärkerausgängen für alle Kanäle das Angebot. Zusätzlich zu PL II und SRS Circle Surround bringt der Kenwood für den DSP-Freund noch verschiedene DSP-Modi mit: Arena,  Jazz Club, Theater, Stadion oder Disco sind wählbar.

Die Rückseite des Gerätes macht einen aufgeräumten Eindruck. Negativ fällt auf, dass sich Kenwood auch bei diesem Modell nicht zu soliden Schraubverschlüssen für alle Lautsprecherboxen durchringen konnte. Hier regierte leider der Rotstift, so müssen die Surroundboxen an wenig überzeugenden Klemmverschlüssen angebracht werden, die sich mit einigem Erfolg gegen große Kabelquerschnitte sträuben.  Positiv zu vermerken ist, dass der Kenwood nicht nur über einen Standby-, sondern auch noch über einen richtigen Netzschalter auf der Gerätefrontplatte verfügt. Trotz des kleinen Ausrutschers mit den Klemmverschlüssen für die Surroundlautsprecher: In Anbetracht des Preises ist die Ausstattung sehr gut, und die optische Anmutung stimmt ebenfalls.

Bewertung

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Bedienung

Zu bedienen ist der Kenwood insgesamt problemlos.  Leider fehlt ein On Screen-Display, welches auch in dieser Preisklasse von immer mehr Herstellern angeboten wird. Dafür entschädigt der Receiver mit einem einfach zu handhabenden "Multi Control"-Shuttlerad am Gerät. Nach relativ kurzer Zeit sind alle wesentlichen Einstellungen fertig und das Gerät betriebsbereit. Ein Sonderlob gebührt Kenwood für die praxisgerechte Einstellung der Delay-Time, indem direkt die Entfernung der Lautsprecher vom Hörer eingegeben werden kann. Die unten abgebildete Fernbedienung hat eine gute Größe, könnte aber noch ergonomischer geformt sein. 

Übersichtlich und groß genug: Die Fernbedienung des Kenwood

Dem Tester gefiel die zwar schon fast zu große, aber insgesamt aufwändigere und vom Bedienkomfort her vorbildliche Fernbedienung des KRF-V8030D noch besser, doch Wesentliches gibt es auch an diesem IR-Controller nicht auszusetzen, wobei sich eine Beleuchtung zumindest der wichtigsten Funktionstasten doch noch gut machen würde. Praktisch wäre es, da ansonsten praktisch alles am Hauptgerät einstellbar ist, wenn sich dort auch die THX-Nachbearbeitung ein- und ausschalten ließe. Dies geht aber lediglich auf der Fernbedienung. Das Display des Geräts hat zwar eine Größe, die die problemlose Ablesbarkeit sicherstellt, mit einer etwas weniger groben Auflösung wäre das Resultat aber noch erfreulicher. 

Bewertung

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Lautsprecher-Equipment

Film

Front L/R: Boston Acoustics VR-35
Surroundlautsprecher: Boston Acoustics-Dipole VRS-PRO 
Center: Boston Acoustics VR-14
Subwoofer: Frontbereich: Yamaha YST-SW800, Surroundbereich: Yamaha YST-SW320

Musik

Front L/R: Infinity Reference 61 Mk II
Surroundlautsprecher: Infinity Reference 1 Mk II
Center: Infinity Reference 100 Mk 2 
Subwoofer: Frontbereich: Yamaha YST-SW800, Surroundbereich: Yamaha YST-SW320

DVD-Player: Kenwood DVF-R9030, Pioneer DV-737

Zum Soundcheck trat folgende Software an:

Dolby Digital: Ronin, The World Is Not Enough, The Mummy, Ocotpussy,  THX Surround EX Demonstration DVD, Nick Warren/Saleed&Palesh: Ibiza, Berliner Philharmoniker: Waldbühne in Berlin 1996, Italian Nights unter Claudio Abbado
DTS: DTS-CD: "Tschaikowsky, Symphony Nr. 6", DTS Demo DVD Nr. 5, DTS Music Experience Studio Voodoo, DTS Demo DVD Nr. 3
Audio-CD: Celine Dion: All The Way/A Decade Of Song,  Simon Preston: Bach, Organ Works (4D-CD)

Der Kenwood KRF-X9050D konnte im Klangtest mit sehr erfreulichen Ergebnissen glänzen. Herausragend: Der kräftige Antritt im Bassbereich und der klare und transparente Hochtonbereich. Die Endstufen schwächelten nicht, auch nach über vierstündigem Dauerbetrieb mit kräftigen Pegeln war kaum Nachlassen zu beobachten. 

Die Beobachtungen im einzelnen:

a) Filme und Filmsequenzen

Dolby Digital 5.1 Hier gefiel der KRF-X9050D beim aktuellen 007-Film "The World Is Not Enough": Mit einem dynamisch aufgebauten Surround-Soundfeld riss der Receiver die Zuhörer in seinen Bann, denn die Transparenz auch im Surroundbereich ist für die Preisklasse wirklich ausgezeichnet. So kam die Boots-Verfolgungsjagd über die Themse, die beim inzwischen finanziell gescheiteren "Millennium Dome" abrupt endet, sehr realitätsnah zum Zuhörer. Die Effekte überzeugten immer durch ihre einwandfreie Positionierung, so beispielsweise Bonds spektakuläre Sprünge mit dem von Q fabrizierten Rennboot mit den üblichen Gadgets. Trotz der druckvollen Klangkulisse schafft es der KRF-X9050D, auch Umgebungsgeräusche nicht untergehen zu lassen. Speed und Action, das ist die Welt des Kenwood: Bei "Ronin" enttäuschte der THX Select-Receiver ebenfalls nicht und bot eine prima Wiedergabe der schnellen Verfolgungsjagden. Doch auch die kräftigen Explosionen stellten keine Hürde dar: Hier ließ es der KRF-X9050 so heftig krachen, dass noch nicht einmal ansatzweise Zweifel an der Potenz der offensichtlich hochwertigen Endstufen aufkamen. Auch wenn Geräten dieser Preisklasse oftmals bei hartem Daunereinsatz Leistungsmangel konstatiert werden muss: Hiervon ist beim KRF-X9050 nicht zu beobachten. Natürlich, nach langer Dauerhatz sind schon kleine Einbußen beim maximal fahrbaren Pegel zu beobachten. Aber: Dieser Receiver kostet 1299 DM, und dafür ist die Leistung nicht nur ohne Fehl und Tadel, sondern beeindruckend gut. Das zeigt sich auch beim klassischen THX-Broadway-Trailer, in der aktuellen Version auf der THX Surround EX Demo DVD abgelegt, den der Kenwood mit einem ausgezeichneten Raumeindruck wiederzugeben weiß. Bei der reinen Audio-Sequenz "Jungle Sounds" beeindruckt der KRF-X9050D mit seiner dynamischen Effektwiedergabe und sorgt so für eine vielschichtige Klangkulisse. Alle aufwändigen Effektkombinationen gibt der Kenwood, obwohl nicht mit Back Surround Matrix ausgestattet, ordentlich wieder. Abgerundet wird der positive Eindruck von der prima Vorstellung, die der KRF-X9050 bei "The Mummy" zum besten gab.

DTS 5.1: Kräftig und mit einer effektiven Wiedergabe der zahlreichen Effektfeuerwerke - der Ausschnitt aus dem Sandalen-Blockbuster "Gladiator" bereitete dem Kenwood keine Probleme, dem Zuhörer dafür umso mehr Spaß. Denn die Brandkugeln flogen lodernd durch den Hörraum, das Kriegsgeschrei erfreute mit tadelloser Räumlichkeit. Die gesamte Klangkulisse überzeugte mit einem differenzierten Aufbau. Dass der "Gladiator"-Part auch im Hochtonbereich eine beachtliche Dynamik bereitstellt, arbeitete der KRF-X9050D sehr gut heraus. Genauso überzeugend: Die Einarbeitung des Music Scores.  Dass dem Kenwood Effektspektakel liegen, bewies er auch bei der Sequenz aus "U-571", ebenfalls auf dem DTS Demo-Sampler Nr. 5: Eine ausgezeichnete Basswiedergabe, raumfüllend und präzise, keine Klanglöcher und eine fehlerfreie, stets exakte Effektpositionierung bringen dem neuen Receiver auch hier Top-Bewertungen ein. Gerade die heftige Explosion einer Unterwasserbombe lässt den Hörraum in seinen Grundfesten erbeben. Aber auch die Stimmwiedergabe gefällt mit harmonischem und natürlichem Klang.  Ähnliche Beobachtungen ließen sich auch im Verlauf der "Apollo 13"-Sequenz auf der dritten DTS-Demo-DVD machen. Besonders imposant brachte der Kenwood sowohl den Music Score als auch den Raketenstart in den Hörraum.

Dolby ProLogic II Movie:  Bei der deutschen Synchro von "Top Gun" konnte sich PL II gut in Szene setzen. So war der Raumeindruck weitläufiger und auf den Surroundlautsprechern die Klangkulisse weniger mittenbetont und blechern.  Die gleichen Beobachtungen konnten bei "Octopussy" gemacht werden. Nur gegen die blecherne Stimmwiedergabe war PL II machtlos. Auch bei sehr guten 5.1-DVD, via Downmix-Ausgang analog angeschlossen (so dass auch hier die PL II-Funktion gecheckt werden konnte), konnte sich PL II Movie  ordentlich in Szene setzen., so bei "The Mummy": Hier war die Wiedergabe des Music Score deutlich detailreicher als bei Pro Logic I, und die Effekte kamen weitläufiger und gefälliger heraus.

b) Musik

Dolby Digital 5.1 und DTS 5.1: Für die Wiedergabe von heftigem Dancefloor-Techno á la Ibiza bringt der KRF-X9050D beste Voraussetzungen mit: Auf der zwar etwas monotonen, aber bassstarken DVD von Nick Warren und Saleed&Palesh überzeugte der Receiver voll und ganz. Mit kräftigem Antritt im Bassbereich und einem hohen Leistungsvermögen der Endstufen bewies der Kenwood beachtliche Talente, als Schaltzentrale der heimischen Disco im Keller zu fungieren und auch Parties von größerem Ausmaß locker zu überstehen: Die Pegelfestigkeit war schlichtweg beeindruckend. Als Feingeist für die Wiedergabe klassischer Musik schlägt sich der KRF-X9050D bei der "Italian Night" wacker, aber nicht überragend: So lässt er es beim Orchestereinsatz beileibe nicht an Kraft fehlen, aber bei den leisen Passagen könnte der Receiver noch detaillierter zur Sache gehen. Die Gesangsequenzen kommen ordentlich heraus, aber auch hier ist die Abstufung nur gut, nicht ausgezeichnet. Das Raumgefühl bei den Beifallsbekundungen des Publikums ist in Ordnung. Gut schlug sich der Kenwood KRF-X9050D bei der DTS-CD von Tschaikowskys 6. Symphonie. Aus der von 1972 stammenden, nachträglich bearbeiteten Aufnahme holte der Receiver eine Menge heraus und beeindruckte mit einer einwandfreien Handhabung der diversen Dynamiksprünge. Die Detaillierung war ebenfalls ohne große Schwächen. Der vermittelte Raumeindruck gefiel durch Luftigkeit und Weitläufigkeit. Hier konnte der Receiver an seine schon in anderen Teildisziplinen gezeigten überdurchschnittlichen Leistungen wieder anknüpfen. Kenwood und Tschaikowsky - ein musikalisch überzeugendes Team.  Seine Qualitäten konnte der Receiver auch beim DTS Music Sampler "Studio Voodoo" unter Beweis stellen. Beim Stück "Lamentatio" glänzte er mit transparenter Wiedergabe und einer guten Handhabung auch schwieriger Passagen: Die choralartigen Gesänge gab er mit feiner Auflösung und guter Gesamtharmonie wieder.

Audio-CD ProLogic II

Hier zeigte der Kenwood mit ProLogic II sein ganzes Können. Bei Celine Dions "Think Twice" erfreute der KRF-X9050D mit sehr natürlicher Räumlichkeit und einer trotzdem präzisen Stimmwiedergabe. Ohne störende Hallbeimischung ist die erzielte Stimmtransparenz beachtlich. Bei  Bachs Orgelwerken, gespielt von Simon Preston, konnte PL II ebenfalls mit exakter Wiedergabe und einem sehr guten Gefühl von Räumlichkeit punkten. Als nützlich erwiesen sich dabei die verschiedenen Einstellmöglichkeiten im PL II Music-Modus: So die Dimension Control, die es dem Benutzer ermöglicht, das Klangfeld in Bezug auf die Rear-Lautsprecher und die Frontlautsprecher einstellen und die Balance stufenlos von vorne nach hinten verschieben.  Je nach Musikart, so förderten die Testläufe zutage, können leichte Änderungen der Balance von Vorteil sein. Bei Musik, wo über die Surroundkanäle in erster Linie Geräusche wie das Klatschen des Publikums übertragen werden und die Musik in erster Linie von vorne kommen soll, kann es, auch je nach persönlichem Hörgeschmack, ratsam sein, mehr Klanganteile auf die Frontboxen zu schieben. Besonders hilfreich war die Center Width Control. Der Modus für den Center-Lautsprechers kann zwischen dem schon bekannten „Phantom Mode“, wo die Tonwiedergabe bei den Frontlautsprechern nur über den rechten und linken Hauptlautsprecher erfolgt, und einer Schaltung, bei der vorne ausschließlich der Center läuft, stufenlos variiert werden. In der Praxis zeigte sich, dass die Wiedergabe bei den meisten Musikarten am besten ist, wenn man den Center zwar mitlaufen lässt, den größten Teil der Anteile aber den beiden vorderen Hauptboxen zuführt. Bei der Celine Dion-CD war eine Wiedergabe, die den Center zurückhaltend mit einbezog, besonders überzeugend.  Bei Bachs Orgelwerken sollte der Center praktisch gar nicht mit einbezogen werden. Bei der Wiedergabe beispielsweise von Opern kann man dem Center ein größerer Klanganteil zugeführt werden, sofern dieser von hochwertiger Qualität ist und somit für die diffizile Wiedergabe der charakteristischen Stimmen von Opernsängern geeignet ist. Manchmal auch eine Wirkung zeigte der Panorama Mode, der bei der Wiedergabe von Musik ein weiträumiges Klangfeld schaffen soll . In der Praxis zeigten sich zwar bei vielen Musikarten nicht allzu bahnbrechende Veränderungen. Bei sehr guten Aufnahmen aber wie der Bach'schen Orgel-CD konnte der "Panorama Mode" ein luftigeres, weitläufigeres Klangbild vermitteln, ohne die musikalische Präzision zu sehr leiden zu lassen.

Fazit PL II Music Für die Wiedergabe von Stereo-Material im Surround-Modus eignet sich ProLogicII sehr gut. Besonders gefiel  uns, dass oftmals auftretende negative Nebeneffekte wie beispielsweise zu viel Hall, der den Höhen Brillanz und dem Bass Kraft raubt, kaum zu beobachten sind. Die gebotene Räumlichkeit und Dynamik profitiert hörbar von der verbesserten Einarbeitung der Surroundkanäle. Somit wird der bei ProLogic I vorherrschende, muffig-mittenbetonte und blecherne Klangeindruck des Surround-Soundfeldes durch ein weitaus lebendigere und detailliertere Darbietung ersetzt. Zaubern kann man natürlich auch bei Dolby nicht: So wird der verwöhnte Musikliebhaber beispielsweise bei klassischen Streicher-Musikbeispielen durch das ProLogic II-Aufpolieren auch immer noch einen hörbaren Verlust an der klaren Darstellung im Hochtonbereich feststellen. Erstaunlich gut kam ProLogic II mit der Orgel zurecht: Ein angenehmer, nie dröhniger Raumeindruck, gepaart mit guter Präzision. Nur im Tiefbassbereich war ein leichter Kraftverlust und ein leichtes Verwischen zu beobachten. Die Einstellmöglichkeiten sorgen für eine gegenüber den Konkurrenzprodukten für eine erhöhte Flexibilität, der Panorama Mode allerdings zeigt nur in wenigen Fällen eine großartige Wirkung. Nur im direkten Vergleichshören ist der Raumeindruck bei sehr gute Software noch luftiger.

SRS Circle Surround 5.1: Obwohl an sich auch nicht schlecht, muss sich der zweite Stereo-To-Surround-Aufpolierer Dolby PL II geschlagen geben. Die Stimmwiedergabe bei "Because You Loved Me" von Celine Dion ist verwaschener, halliger und unpräziser. Der Raumeindruck ist auch gut, aber insgesamt weniger ausgewogen. Der Hallanteil raubt der Musik im Hochtonbereich Brillanz. Beim Vergleich PL II und SRS Circle Surround wird der technische Fortschritt klar sichtbar. 

Stereo: Im Stereo-Betrieb bot der Kenwood eine ordentliche Leistung. Der Klangeindruck war stets natürlich und frisch, die Detaillierung in Ordnung. Die Stimmwiedergabe erfreute mit guter Präzision, und sowohl bei klassischer als auch bei Pop-Musik leistete sich der Receiver keine Schwächen. Klares Fazit also: Man kann mit dem gebotenen auf jeden Fall zufrieden sein. Nur audiophile Liebhaber dürften noch mehr erwarten. Die tun sich aber auch in anderen Preiskategorien um.

Bewertung Klang insgesamt
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Bewertung Klang Preis/Leistung
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Bewertung Klang Musik
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Bewertung Klang Film
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Fazit

Das könnte ein Erfolgsmodell werden: Der Kenwood KRF-X9050 bringt alle Anlagen dazu mit. Der Preis ist mehr als fair, denn für die 1299 DM bekommt der Käufer ein sehr gut ausgestattetes Kraftpaket, das im Filmklang innerhalb seiner Preisklasse klar zur Spitzengruppe gehört. Die Musikwiedergabe profitiert vom neuen Dolby ProLogic II, das eine prima Räumlichkeit mit einen nur minimalen Präzisionsverlust verbinden kann und ohne unpassende Hallbeimischung einen rundum überzeugenden Eindruck hinterlässt. Das Leistungsprofil des Netzteils und der verbauten Endstufen weiß mit hoher Pegelfestigkeit und tadelloser Dauerleistung zu gefallen. Die Bedienung ist problemlos, die Bestückung mit Anschlüssen gut. Zudem ist der Kenwood auch noch THX-Select-zertifiziert. Gibt es denn keinerlei Nachteile? Doch, auch die gibt es, aber keine gravierenden: Für die Surroundlautsprecher sind lediglich Klemmen vorgesehen, das macht das Hantieren mit ausreichend dimensioniertem Lautsprecherkabel zu einem Geduldspiel. Hochwertiger könnte das Display gestaltet sein. 

Überzeugendes AV-Multitalent zum fair kalkulierten Preis


Obere Mittelklasse

Pro & Contra

plus.gif (283 Byte) Erstklassiger Filmklang
plus.gif (283 Byte) Mit ProLogic II sehr guter Klang bei herkömmlichen Audio-CDs
plus.gif (283 Byte) Hohe Leistungsreserven und sehr gute Pegelfestigkeit
plus.gif (283 Byte) Problemlose Bedienung
minus.gif (271 Byte) Display überzeugt nicht völlig
minus.gif (271 Byte) Nur Klemmverschlüsse für Surroundlautsprecher

Die technischen Daten des Kenwood KRF-X9050D

Dolby Digital/DTS-Decoder, THX Select-Zertifikat, ProLogic II-fähig, Smart Circle Surround-Funktion
24 Bit Christal DSP-Chip
5 x 110 W
2 optische und 2 koaxiale Digitaleingänge, 1 optischer Digitalausgang
Eingänge analog Audio/Video: Tape/MD, Monitor (in und out), CD, Phono, Sechskanaleingang, Video 1 (in und out), Video 2, Video 3, Front AV-Eingang, alle Video Ein/Ausgänge S-Video-tauglich, 2 Komponenteneingänge  und Monitorausgang (YUV)
Vorverstärkerausgänge für alle Kanäle
5 DSP-Modi
RDS-Tuner mit 40 Senderspeichern
Universalfernbedienung
Gewicht: 9 kg
Abmessungen (B x H x T in mm): 440 x 144 x 399
Farbe: schwarz
Preis: 1299 DM

  

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