Test: DVD-Player JVC XV-N5
30.10.2002 (cr)

Finish, Features und Laufwerk
Immer wieder gibt es DVD-Player, die für den jeweiligen Hersteller ein
besonders großer Erfolg sind - ein solches Modell ist für JVC zweifellos der XV-N5 für 299 EUR, der
gerade den EISA-Award als bester "Eurpoas bester DVD-Player des Jahres
2002/2003" einheimsen konnte. Für uns war es nun an der Zeit, im
AREA DVD Praxistest die Fähigkeiten und Qualitäten des erfolgsverwöhnten
DVD-Spielers zu klären. Die Ausgangssituation ist momentan besonders reizvoll,
weil gerade eben der Panasonic DVD-RA82 bei
uns im Test mit exzellenten Eigenschaften auftrumpfen konnte. Visuell und von
der Ausstattung her setzte sich der DVD-Spieler, der sogar DVD Audio-Discs
abspielen kann, vorerst an die Klassenspitze der Player bis 300 EUR. Der JVC
möchte nun natürlich alles tun, um sich seinerseits zum Klassenprimus zu
krönen, oder zumindest zusammen mit dem DVD-RA82 die Konkurrenz auf die Plätze
zu verweisen. Die Ausgangssituation für eine solche Großtat ist schon mal
nicht schlecht: Denn von der Optik her ist der elegante XV-N5 einfach eine
Schau. Kaum ist der Hörraum abgedunkelt und der JVC im Einsatz,
präsentiert sich der flache DVD Video-Player mit komplett beleuchteter
Frontplatte in elegantem Blau, die Funktionstasten für die Bedienung der
wichtigsten Funktionen am Gerät selber heben sich durch eine hellere Farbgebung
gut vom Rest ab. Die Verarbeitung ist außerordentlich gut und hat mit
einem Gerät der Einsteiger-Preisklasse praktisch nichts mehr gemein. Auch
Kleinigkeiten stimmen, wie die rasch und leise herausfahrende DVD/CD-Lade
beweist. Klappern gehört bei JVC auch in dieser Preisklasse nicht zum Handwerk.
Der japanische Hersteller hat mit diesem Player schon fast ein Kultobjekt
geschaffen - doch im Gegensatz zu den momentan so "kultigen" Design-Mono-Küchenradios, die
zwar für mancherlei Klientel vielleicht optische Reize bieten, aber mit der
verbauten steinzeitlichen Technik jeden Freund eines wirklich guten Klanges
rasch flüchten lassen, packten die JVC-Entwickler in den noblen
Player auch noch Technik vom Feinsten.

Dies fängt mit einem hochwertigen 54 MHz/10-Bit Video-DAC an und geht
über die hochwertigen 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler bis hin zur
praktisch perfekten Multimedia-Kompatibilität: DVD Video, DVD-R, CD-DA, VCD,
SVCD, CD-R, CD-RW, MP3-CDs und jpeg-Bilder auf CD-R oder CD-RW liest das
Universaltalent ein. Hier die wichtigsten Multimedia-Eigenschaften im
Überblick:
MP3-Wiedergabe
- Tonausgabe über analogen oder digitalen Ausgang möglich. Die
Klangqualität ist ausgezeichnet, sehr klar, für MP3-Wiedergabe fein
gezeichnet und räumlich. Ohne Zweifel zusammen mit den Pioneer-Playern
DV-350/DV-454 die beste Klangqualität dieser Preisregionen, gefolgt vom
Yamaha DVD-S530, Sony DVP-NS405 und Panasonic DVD-RA82, der noch minimal
besser klingt als der DVD-RV32 (letzterer hat dafür die höhere
Abspielsicherheit)
- Spielt Multisession-MP3-CDs ab. Maximal 5 Sessions werden unterstützt.
- Richtiges CD-Format: ISO 9660
- MP3-CD muss, wie üblich, finalisiert werden, damit eine Wiedergabe
möglich ist
- JVC empfiehlt Aufnahmen mit 44,1 kHz Abtastfrequenz und 128 kbps
Datentransferrate als am besten geeignet für eine störungsfreie
Wiedergabe. Mit höheren Datentransferraten traten im Testbetrieb aber keine
Schwierigkeiten auf. Im Interesse eines brauchbaren Klangbildes empfehlen
wir, keine Tracks mit Datentransferraten unter 128 kbps abzuspielen.
- Keine Anzeige von ID3-Tags
- Keine Unterstützung von Discs, die mit "Packet Writing"
erstellt wurden
- Abkürzungen, die erkannt werden: MP3, mp3, Mp3, mP3
- JVC weist in der Bedienungsanleitung ausdrücklich darauf hin, dass bei
manchen MP3-Discs einzelne Titel übersprungen oder nicht korrekt
wiedergegeben werden können. Dies liegt laut JVC an der jeweiligen
Disc-Konfiguration, der Encoder-Software oder an der für die Aufnahme
verwendeten Hardware. In unserem Testbetrieb kamen derartige
Unregelmäßigkeiten erfreulicherweise nur selten vor. Nur wenige Tracks
wurden übersprungen, einige Male wurde ein Song nicht korrekt
wiedergegeben. Insgesamt konnte der XV-N5 mit einer sehr hohen
Abspielsicherheit aufwarten. Unschöne digitale Artefakte, die sich in
Verzerrungen oder störenden Hallerscheinungen offenbaren, offerierte uns
das Testgerät nicht.
- Leider sind Programmwiedergabe und Random Play im MP3-Betrieb nicht
verfügbar. Dies kann die Konkurrenz von Pioneer oder Panasonic besser.
- Je nach der Anzahl von Gruppen und Tracks variiert die Einlesezeit. Im
Testbetrieb agierte der JVC recht flink und gab keinen Anlass zur Klage.
- Der XV-N5 kann bis zu 150 Tracks pro Gruppe (Ordner) und bis zu 99 Gruppen
pro Disc erkennen.
- Für die Darstellung des Tracknamens stehen über 30 Zeichen zur
Verfügung
- Auf dem Gerätedisplay ist keine Darstellung, auch nicht in wesentlich
verkürzter Form, des Tracknamens möglich
- Es gibt eine Wiederholfunktion für Track/Gruppe/komplette Disc
- Das MP3-Menü ist optisch sehr schlicht, aber zweckmäßig. Etwas mehr
optische Attraktivität könnte trotzdem nicht schaden
SVCD-Wiedergabe
- Einlesezeit in Ordnung
- Keinerlei Ruckeln des Bildes feststellbar
- Guter, voller Klang, keine Tonaussetzer
- Synchronität Bild/Sprache bei unserem Testgerät korrekt
- Unser Tipp, damit es läuft: SVCDs nach vcdhelp-Muster
brennen, z.B. mit Nero 5.5
jpeg-Wiedergabe
- Bilder werden auch bei höheren Dateigrößen rasch geladen - nur bei sehr
großen Dateien dauert es sehr lange, bis das Bild komplett dargestellt ist.
In der Bedienungsanleitung gibt JVC an, dass die Darstellung von Bildern,
die über das von JVC empfohlene Maß von 640 x 480 Pixel hinausgehen,
bezüglich des Ladeprozesses deutlich länger dauert
- Der Player kann keine jpeg-Bilder mit mehr als 2400 Pixel Seitenlänge
darstellen
- Die Bildqualität, die natürlich auch von der verwendeten Datei abhängig
ist, gefällt
- Dateinamen der Bilder werden in einem schlichten, aber übersichtlichen
Menü dargestellt.
- Der Player kann bis zu 150 Datein pro Gruppe (Ordner) und bis zu 99
Gruppen pro CD erkennen
- Richtiges CD-Format: ISO 9660
- Keine Unterstützung von Discs, die mit "Packet Writing"
erstellt wurden
- Programmwiedergabe und Random Play sind im jpeg-Betrieb nicht verfügbar
- Spielt Multisession-jpeg-CDs ab. Maximal 5 Sessions werden unterstützt.
- Abkürzungen, die erkannt werden: jpg, jpeg, sowie jede andere
Groß-/Kleinbuchstaben-Kombination dieser Erweiterungen
- Wenn das gleiche Bild mehr als 5 Minuten dargestellt wird (außer bei der
Slide Show-Anzeige), wird der Bildschirmschoner aktiviert
- Je nach Disc-Eigenschaften und Erstellungsbedingungen gibt es jpeg-CDs,
die nicht oder nur teilweise dargestellt werden können
- Die Einlesezeit der jpeg-CD variiert je nach der Menge des Inhalts
Insgesamt kann der XV-N5 mit ausgezeichneten Multimedia-Eigenschaften
aufwarten, und das Beste ist: In der Praxis funktioniert auch alles tadellos.
Nur eine Random Play-Funktion und eine Programmiermöglichkeit für den
MP3-Betrieb vermissen wir etwas.

Anschlussseitig ist alles, was man für einen problemlosen Anschluss braucht,
vorhanden, so eine RGB-fähige Scartbuchse,
ein S-Video-Hosidenausgang, ein optischer sowie ein koaxialer Digitalausgang.
Praktisch perfekt gelungen ist JVC auch bei diesem Player wieder das Laufwerk. Nicht nur,
dass es bei DVDs und CDs mit einer lobenswerten Geschwindigkeit agiert, es ist
außerdem noch vorbildlich leise, so leise, dass man auch, wenn man sich sehr
nahe am Player befindet, praktisch nichts hört. Selbst während des Einlesens
ist kein störendes Rumoren aus dem Inneren des JVC XV-N5 zu vernehmen. Der
Layerwechsel fällt ebenfalls erfreulich kurz aus. Zwar ist er noch wahrnehmbar
am sehr kurzen Tonaussetzer und dem sehr kurzen Stehen bleiben des Bildes, aber
das Ergebnis ist schon jetzt voll befriedigend. Viele Konkurrenten bieten hier
schlechtere Leistungen. Unseren überragenden Eindruck, den wir vom Laufwerk
haben, komplettiert die erstklassige Fehlerkorrektur: Ganz gleich, ob nur etwas
zerkratzt oder mit deutlicheren optischen Macken versehen, der JVC-Player las
alle ihm anvertrauten Medien souverän und gleich beim ersten Mal ein. Einen
Absturz leistete sich der zuverlässige XV-N5 nicht. Tolle Verarbeitung,
viele Features und fast keine Schwächen - damit verdient sich der elegante
Flachmann in der ersten Disziplin sechs Sterne.
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Bedienung
Zu
bedienen ist der JVC insgesamt problemlos. Die Fernbedienung erfreut mit
phosphoreszierenden Tasten für Play/Kapitelsprung/Suchlauf/Pause /Stop-Taste sind, dies
erleichtert die Bedienung in der Dunkelheit. Das Navigationskreuz ist zentral
angeordnet, die mit der richtigen Größe aufwartende Entertaste liegt
griffgünstig in der Mitte. Als angenehm groß dimensioniert fällt die Play-Taste auf
dem IR-Controller auf. Die Knöpfe der Fernbedienung wollen, damit die
gewünschte Funktion umgesetzt wird, mit etwas Nachdruck
gedrückt werden. Beherzigt man dies, funktioniert auch das Kapitel springen mit
ordentlicher Geschwindigkeit. Hilfreich wäre es noch, wenn das gerade aktuelle
Kapitel via OSD angezeigt würde. Die Beschriftung des IR-Controllers ist auf
den ersten Blick etwas verwirrend, weil damit auch noch ein JVC-TV gesteuert
werden kann. Gewöhnungsbedürftig beim ersten Einsatz, aber ohne weiteren
Belang, wenn man mit dem Gerät vertraut ist: Anstatt einer Taste "Setup" gibt es den Button "Choice"
auf der Fernbedienung, der die selbe Aufgabe erfüllt. Die On Screen-Menüs sind schlicht und übersichtlich gehalten, schnell ist der Player
einsatzfertig konfiguriert. Eine Kleinigkeit muss man vor der Justage des
Bildsignals noch wissen, denn zwischen RGB- und S-Video-Signalausgabe der Scartbuchse
muss auf der Geräterückseite per Kippschalter umgeschaltet werden. Sonst
erfreuen die Funktionstasten am Gerät trotz recht kleiner Größe mit problemloser
Bedienbarkeit, der Druckpunkt ist gut definiert. Die Laufwerkslade öffnet rasch
auf Anforderung. Das Display gefällt mit gutem Kontrast, ist aber etwas zu klein.
Zudem würde eine feinere Auflösung den sehr guten Eindruck von der optischen
Qualität des XV-N5 weiter verstärken.
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Bild
Der JVC XV-N5 wartet ebenso wie der Panasonic DVD-RA82 mit einem hochwertigen
54 MHz/10-Bit Video-D/A-Wandler auf, der beim Anschluss des DVD-Players
via RGB seine vollen Qualitäten entfaltet. Bei den 16:9-Testbildern der DVD-Discovery
konnte der Player diesen technischen Vorteil ebenso wie der Panasonic
eindrucksvoll umsetzen. In der Auslegung gibt es geringfügige Unterschiede,
denn während der DVD-RA82 mit noch minimal höherer Gesamtbildschärfe
auftrumpfen kann, hält der JVC mit dem nochmals homogeneren Bild-Gesamteindruck
dagegen. In beiden Disziplinen sind es aber nur Nuancen, so ist auch das Bild
des JVC scharf und klar, und auch der Panasonic erzielt eine exzellente
Bildharmonie. Beide Geräte markieren hier zurzeit gemeinsam die Klassenspitze.
Wie das Testbild mit dem Hühnerei zeigt, ist die visuelle Harmonie bestechend,
dazu gehört auch die äußerst akkurate Detaileinarbeitung, die dem Panasonic
aber ebenso gut gelingen wollte. Auf Top-Niveau gibt der JVC das Testbild mit
den Goldmünzen wieder, die Scharf-/Unscharf-Übergänge werden exzellent
herausgearbeitet, die feinen Schriften auf den Münzen erscheinen plastisch und
klar. Bis ins obere Stockwerk fein gezeichnet präsentieren sich die
Wolkenkratzer auf dem dazugehörigen Testbild. Genauso wie der
Matsushita-Konkurrent überzeugt auch der XV-N5 mit einer hervorragenden, tiefen
und klaren Schwarz-Wiedergabe., wie sich z.B. am Testbild mit den verschiedenen
Neon-Leuchtfiguren vor schwarzem Untergrund nachvollziehen lässt. Die
Kontrastwerte des JVC-Players passen ins hervorragende Gesamtbild, hier lässt
der Player kein Detail in der Dunkelheit verschwinden, bei stark
unterschiedlichen Kontrastverhältnissen arbeitet der DVD-Spieler diese akkurat
heraus und neigt nicht zu unschönem Verschmieren. Helle Bildbereiche werden im
Vergleich zu dunklen Bildteilen mit der richtigen Gewichtung dargestellt,
unpassende Überstrahlungseffekte sind nicht feststellbar. Auf dem selben,
höchst beachtlichen Level befindet sich auch die Farbwiedergabe. Kräftige,
leuchtende Farben wie z.B. beim Testbild mit dem Sonnenuntergang stellt der
XV-N5 in besonders beeindruckender Güte dar, so natürlich und klar, so sauber
und rein ist die Farbgebung. Das Testbild mit den bunten Steinen sieht
eigentlich auf fast jedem DVD-Player gut aus, doch kaum ein Player, vor allem in
dieser Preisklasse, erzielt die von hoher visueller Brillanz geprägte
Wiedergabe des JVC. Dass hier ein Player mit besonders guter Bildqualität
am Werk ist, macht der XV-N5 auch im Filmbetrieb deutlich. Bei "Star Wars -
Episode I, The Phantom Menace" begeistern wiederum die sehr tiefe,
plastische Bildwiedergabe und der hervorragende Kontrastumfang. Die gesamte
Zeichnung des Bildes empfanden wir als natürlich und angenehm. Bei "Inspector
Gadget" schwang sich der DVD-Spieler ebenfalls zu überdurchschnittlichen
Leistungen auf: Die kräftigen Farben wurden ebenso zur vollsten Zufriedenheit
wiedergegeben wie feine Bilddetails im hochfrequenten Bereich. Um das Bild nach
individuellen Ansprüchen noch zu optimieren, bringt der XV-N5 noch das
vorprogrammierte Bildfeld "Kino" und einen für diese Preisklasse
vorbildliche kompletten Videoequalizer mit. Im einzelnen kann eingestellt
werden:
- Gamma, stellt die Bildhelligkeit der dunklen Bildteile ein, ohne aber die
Gesamthelligkeit zu verändern. Die Anpassung ermöglicht u.U. eine noch
bessere Bilddetailwiedergabe in dunklen Bildbereichen. Einstellbereich -4
bis +4
- Helligkeit. Stellt die Gesamthelligkeit des Bildes ein, Einstellbereich
+16 bis -16. Sehr feine, gelungene Abstufung
- Kontrast, Einstellbereich +16 bis -16. Mit dieser feinfühligen
Kontrastreglung sind exakte Justagen möglich
- Sättigung, für die Farbsättigung des Bildes. Von +16 bis -16 zu
justieren.
- Farbton, für die Einstellung eines natürlichen Farbtons. JVC rät, als
Referenz für die akkurate Einstellung natürliche Hauttöne zu verwenden.
- Schärfe: Einstellbar von +3 bis 0. Die Einstellung "0" ist
allerdings aufgrund der sehr unscharfen Darstellung nicht empfehlenswert. Zu
raten ist angesichts der visuellen Güte des Players zu den Einstellungen +2
oder +3.
- Y-Delay: Von +2 bis -2 kann die Verzögerung des Helligkeits-Signals
eingestellt werden.
- Es gibt 2 Benutzer-Settings, so dass 2 komplette Eigenjustagen
abgespeichert werden können.
Fazit der Bildwertung: Mit XV-N5 und DVD-RA82 holen zwei DVD-Player visuelles
Oberklasse-Niveau in die "gutbürgerliche" Mittelklasse - selbst bei
weniger guter Software wird noch eine auf hohem Niveau liegende Bildharmonie
erreicht. Der JVC geht minimal in Führung, was er seinem hervorragenden,
umfangreichen und wirkungsvollen Videoequalizer verdankt. Gesamtbilanz: Wer noch
mehr Detailtreue, Bildtiefe, Natürlichkeit und Kontrastqualität möchte, muss
zwei Dinge beachten: Zum einen kann man weitaus mehr Geld locker machen (so
bietet z.B. der doppelt so teure Sony DVP-NS905V
mit 108 MHz/12-Bit Video-DAC eine nochmals bessere Bildqualität, wem das noch
nicht reicht, kann man zum mit einem ähnlichen Video DAC, aber noch
aufwändigerer Peripherie ausgerüsteten Pioneer DV-747A
für 1549 EUR oder zum Denon DVD-3800 für
1599 EUR greifen, beide Modelle stellen in noch bezahlbaren Regionen ein Optimum
an Bildgüte zur Verfügung), um ein sichtbar besseres Bild zu realisieren, zum
anderen braucht man ein sehr hochwertiges Bildausgabegerät, um überhaupt noch
nennenswerte Unterschiede ausfindig zu machen.
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Ton
Akustisch sind die
Leistungen des JVC XV-N5 ebenfalls auf hohem Niveau. Der Digitalton ist, genauso
wie beim Konkurrenten von Panasonic, dem DVD-RA82, sehr klar und fein
auflösend, gerade im Hochtonbereich, wie sich bei der Wiedergabe der
Scorpions-DVD "Acoustica" feststellen lässt, sorgt die saubere und
feinfühlige Darstellung für großes Hörvergnügen. Mit einem brillant
aufgebauten Klangbild, das bei großen wie auch bei kleinen Effekten und
Umgebungsgeräuschen eine sehr exakte Strukturierung ermöglicht, glänzt der
JVC bei "The Phantom Menace". Analog angeschlossen, vermag der mit
hochwertigen 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandlern ausgestattete Player für
Überraschungen der positiven Art zu sorgen: Denn die Wiedergabe ist bei Felix
Mendelssohn-Bartholdys 1. Symphonie ist von tadelloser Dynamik und spontanem
Antritt geprägt. Der Panasonic DVD-RA82, als CD-Player-Ersatz ebenfalls sehr
empfehlenswert, kontert mit einer bessere Detailwiedergabe, Meister der
antrittsstarken, frischen Wiedergabe aber ist nun der JVC. Insgesamt ergibt sich
fast eine Patt-Situation, der DVD-RA82 kann aber noch seine vielfältigen
Zusatzfeatures ins Rennen einbringen und behauptet sich mit hauchdünnem
Vorsprung an der Spitze, wenn es um einen gelungen klingenden CD-Player-Ersatz
geht. Dass aber auch der mit viel Lebendigkeit agierende XV-N5 sechs Sterne
erhält, steht außer Frage.
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Fazit
Ein schlagkräftiges Duo verwaltet nun die Klassenspitze in der Preisregion
bis 300 EUR. Unser Leader Panasonic DVD-RA82 hat mit dem JVC XV-N5 einen
ebenbürtigen Konkurrenten bekommen. Der JVC XV-N5 kann mit einem extrem homogenen und
klaren Bild auftrumpfen, hier offeriert er das gleiche hohe Niveau, das wir
schon beim Panasonic feststellen konnten. Die visuelle Auslegung unterscheidet
sich nur in Nuancen, der Panasonic ist minimal schärfer, der JCV minimal
harmonischer ausgelegt. Als kleinen Vorteil pro JVC notieren wir den exzellenten
Videoequalizer. Ansonsten erfreuen beide DVD-Spieler mit tadelloser
Plastizität, exzellent eingearbeiteten Bilddetails, einem erstklassigen
Kontrastumfang und einer noch immer sehr guten Darstellung auch bei nicht
perfekter Software. Beide DVD-Spieler sind auch als CD-Player-Ersatz sehr gut
geeignet, der JVC klingt noch etwas dynamischer, antrittsstärker, der Panasonic
bietet die nochmals bessere Detailwiedergabe und noch mehr
Variationsmöglichkeiten dank Remaster-Schaltung. Während der Panasonic als
Bonus noch die DVD Audio-Wiedergabemöglichkeit mitbringt, wirft der XV-N5 seine
nochmals besseren Multimedia-Qualitäten in die Waagschale. So kann der JVC auch
CDs mit Bildern im jpeg-Format problemlos wiedergeben, die MP3-Wiedergabe ist
mit einer nochmals besseren Abspielsicherheit gesegnet. Der Panasonic hält mit
einem sehr guten internen DD/DTS-Decoder entgegen, der JVC kontert mit dem
leisesten Laufwerk der Preisklasse, das zudem auch noch mit einer brillanten
Fehlerkorrektur punkten kann. Der Panasonic liegt bei der Fehlerkorrektur nur
minimal zurück, der JVC erzielte bei stark zerkratzten Discs noch bessere
Ergebnisse. Verarbeitet ist der XV-N5 sehr hochwertig, das aufwändige, elegante
Design gefällt und sichert dem Player einen Sonderstatus. Die Bedienung ist
einfach und gibt keine Rätsel auf. Somit gibt es insgesamt wenig, was am
JVC auszusetzen ist: Eine Random Play- und eine Programmierwiedergabe im
MP3-Betrieb wäre wünschenswert, ebenso ein etwas attraktiveres Menü für die
MP3-Wiedergabe. Insgesamt ist festzustellen, dass die gleich teuren Player von
Panasonic und JVC in ihrer Klasse ein Optimum an Performance bieten - die
Konkurrenz wird im Moment auf die Plätze verwiesen. Welcher der beiden Player
nun der Favorit ist, hängt vor allem von den persönlichen Präferenzen ab. Ein
ausgiebiger, individueller Test sollte daher vor einer Kaufentscheidung zwischen
diesen beiden Top-Geräten stehen.
Ein Ausnahme-Player mit brillantem Bild und hervorragender
Ausstattung

Mittelklasse
Test 30. Oktober 2002
Preis-/Leistung:      
Pro:
-
Extrem harmonisches und klares Bild dank 54 MHz/10-Bit Video-DAC
-
Hervorragender, umfangreicher Video-EQ
-
Exzellente Multimedia-Eigenschaften
-
Sehr hochwertige Anmutung
-
Feiner CD-Klang analog angeschlossen
-
Tansparenter Digitalton
-
Einfache Bedienung
Contra:
Technische Daten:
- DVD Video-Player
- Abspielformate DVD-Video, DVD-R, Video-CD, Audio-CD, CD-DA, jpeg-CDs, CD-R/RW, MP3,
SVCD
- Video-D/A-Wandler 10 Bit/54 MHz, Audio-D/A-Wandler 192kHz/24Bit
- Optischer/coaxialer Digitalausgang
- 1 xScart (RGB, S-Video, Composite)
- S-Video Anschluss Hosiden
- FBAS-Anschluss
- Abmessungen (BxHxT in cm) 43,5 x 5,5 x 25,84
- Farbe des Testsamples: Silber
- Gewicht 2,4 kg
- Unverbindliche Preisempfehlung 299 Euro (inkl. Mwst.)
Testequipment:
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