Hardware-FAQ: Die meistgestellten Heimkino-Fragen

19.0.2002 (cr)

Häufig gestellte Fragen rund ums Heimkino ohne Anspruch auf Vollständigkeit

1. Grundlagen

2. Was bedeutet 5.1? 5.1 ist ein Hinweis auf die Kanalanordnung bei Dolby Digital und DTS: Zwei Frontlautsprecher, ein Centerlautsprecher und zwei Surroundlautsprecher als insgesamt 5 Vollfrequenzkanäle (20 Hz bis 20 kHz), dazu (daher .1) ein Bass-
Effektkanal mit begrenzter Frequenzwiedergabe. Dieser Bass-Effektkanal ist für die Wiedergabe der extrem tiefen Frequenzanteile gedacht.

3. Was sind Dolby Digital und DTS? Tonkomprimierungsformate, die dafür sorgen sollen, dass man platzsparend, aber in möglichst guter Qualität Mehrkanal-Tonspuren auf DVDs erstellen kann. Trotz sehr guter realisierbarer Qualität sind DTS und DD verlustbehaftete Komprimierungsverfahren, d.h. das spätere Resultat erreicht nicht mehr ganz die Güte des Ausgangsmaterials.

4. Gibt es verlustfreie Tonkomprimierungsverfahren? Bei DVD Audio (DVD, deren Speicherkapazität für hochqualitative Musikdaten genutzt wird, hier befindet sich zumindest hauptsächlich kein Film o.ä. auf der DVD Audio, sondern Musik in besonders guter Qualität) wird mit Meridian Lossless Packing (MLP) gearbeitet, welches verlustfrei komprimiert. Als Basis für DVD-As dienen ebenfalls PCM-Samples.

5. Welche Samples dienen als Basis für das Dolby Digital- bzw. DTS-Encoding? PCM-Samples (Pulse Code Modulation-Samples, mittels dieses Verfahrens werden analoge Signale unkomprimiert in digitale Signale umgewandelt)

6. Was macht ein Dolby Digital- bzw. DTS-Decoder? Er entschlüsselt den encodierten DD- bzw. DTS-Datenstrom („Bitstream“), damit das Signal weiterverarbeitet und letztendlich „hörbar“ gemacht werden kann

7. Wie kann ich digitale Datenströme von meinem DVD-Player zum AV-Verstärker/-Receiver transportieren? Mit einem optischen oder einem koaxialen Digitalkabel. Mit einem der beiden Kabel verbinde ich meinen DVD-Player ohne Decoder mit meinem AV-Receiver mit DD/DTS-Decoder.

8. Welche digitale Übertragungsart ist qualitativ besser? Die Unterschiede sind, wenn überhaupt hörbar, minimal und hängen vor allem mit der Güte des Kabels (Optisches Kabel: z.B. Schliff des Kontaktelements am Kabelende, koaxiales Kabel: 
z.B. ausreichende Abschirmung) zusammen.

9. Gibt es viele DVD-Player, die schon einen Decoder für DD/DTS mitbringen? Es gibt ein immer noch recht breites Angebot an DVD Video-Playern mit Decoder. Alle DVD Audio/Video-Player haben zusätzlich noch einen internen Decoder. Bitte beim Kauf darauf achten, je nach Einsatzzweck, ob der interne Decoder nicht nur Dolby Digital, sondern auch DTS decodiert

10. Was mache ich, wenn mein DVD-Player einen Decoder hat, mein AV-Receiver aber nur einen Sechskanaleingang? Ich schließe den internen Decoder des DVD-Players mit sechs Cinchkabeln an den Sechskanaleingang meines AV-Receivers an. 

11. Was mache ich, wenn ich sowohl einen Decoder im DVD-Player als auch im AV-Receiver habe? Bis auf wenige Ausnahmen sind die Decoder im AV-Receiver besser für eine optimale Performance geeignet, gerade für den Filmbetrieb.

12. Wann kann es besser sein, den DVD-Player-Decoder zu verwenden? Wenn es sich um einen extrem hochwertigen DVD Audio/Video-Player handelt, dessen D/A-Wandler und Decodereinheit hervorragend arbeiten.

13. THX

14. Was ist THX? Im Gegensatz zu DTS und Dolby Digital kein weiteres Tonkomprimierungssystem, sondern eine spezielle Art der Nachbearbeitung, um den Klang der DVD möglichst nahe an den ursprünglichen Sound im Kino zu bringen.

15. Wie arbeitet THX? Nach dem Decodieren von DTS/DD durch einen DSP-Chip im AV-Receiver übernimmt ein 2. DSP-Chip die THX-Nachbearbeitung. Hier werden dann verschiedene Optimierungen vorgenommen, wie z.B. eine Höhenanpassung.

16. Woran erkenne ich ein THX-Gerät? AV-Verstärker und –Receiver, die das THX Zertifikat haben, sind am ensprechenden Logo auf der Frontplatte zu erkennen. Auch Lautsprecher mit THX-Lizensierung gibt es.

17. Wann bekommt ein Gerät ein THX-Zertifikat? Ein AV-Verstärker oder –Receiver muss spezielle Anforderungen z.B. bezüglich der Stabilität des Netzteils und der Qualität der verbauten Baugruppen erfüllen. Die Prüfung nehmen die Experten von THX vor. Ein Lautsprecher muss bestimmte Kriterien bezüglich des Abstrahlverhaltens und des Aufbaus erfüllen, um ein THX-Zertifikat zu bekommen.

18. Gibt es verschiedene THX Zertifikate? Ja. Das „einfachste“ ist THX Select, hier sind die Anforderungen an die Geräte und den Aufbau des Heimkinosystems am geringsten. Besonders für kleinere und mittelgroße Hörräume geeignet. Es folgt THX Ultra, für diese THX Lizenz muss der AV-Verstärker/Lautsprechern sehr strengen Leistungsanforderungen genügen. Besonders für die Beschallung größerer und 
großer Hörräume vorgesehen. Das Neuste von THX: THX Ultra II mit den Programmen Music und Cinema.

19. Extended Surround

20. Was ist Extended Surround? Neben den beiden Frontlautsprechern, dem Centerlautsprecher, den beiden Surroundlautsprechern und dem Subwoofer (klassischer 5.1 Aufbau) kommt noch ein/kommen noch zwei Back Surround Lautsprecher, der/die in der Mitte hinter den Surroundlautsprechern aufgestellt wird/werden, zum Einsatz. Werden zwei Back Surround Lautsprecher verwendet, stellt man diese mit geringem Abstand voneinander auf.

21. Welche Arten von Extended Surround gibt es? A) DD 5.1 EX – matrixbasiert, Back Surround Kanal kein Vollfrequenzkanal, 1 Back Surround Lautsprecher in der Minimalkonfiguration. B) THX Surround EX, wie DD 5.1 EX, jedoch mit THX Nachbearbeitung und zwei statt einem Back Surround Lautsprecher. C) DTS ES 6.1 Compatible, erste DTS Variante mit einfacher Matrix. 1 Lautsprecher für den Back 
Surround Kanal in Minimalkonfiguration. D) DTS ES Matrix 6.1, siehe DTS ES Compatible. Unterschied: Matrix weiter entwickelt für bessere Klangperformance. E) DTS ES Discrete. Zusätzlicher diskreter Back Surround-Vollfrequenzkanal. Ein Lautsprecher für Back Surround in der Grundkonfiguration. 

22. Kann ich in DD 5.1 EX und/oder in DTS ES aufgenommene DVDs auch auf normalen 5.1 Systemen abspielen? Dies ist problemlos möglich, ALLE Extended Surround-Tonformate sind abwärtskompatibel.

23. Gibt es auch für DTS ES Matrix/Discrete ein THX Postprocessing? Im aktuellen THX Package ist neben THX Ultra II auch ein komplettes Postprocessing für den DTS ES Matrix/Discrete 6.1 Back Surround Kanal enthalten.

24. Kann ich normales 5.1 Material ohne Probleme auf 6.1/7.1 Anlagen abspielen? Die Back Surround Matrix kann manuell aktiviert werden, und 5.1 Material wird auch über die Back Surround Lautsprecher wiedergegeben. Besonders geeignet zur akkuraten 7.1 Wiedergabe von 5.1 Material: Der THX Ultra II Cinema Modus, der dafür geschaffen wurde, auf 7.1 Anlagen in optimaler Qualität 5.1 Soundtracks abzuspielen. Wichtig: THX Ultra II funktioniert aufgrund der Arbeitsweise NUR auf 7.1-Systemen, nicht aber auf 6.1-Systemen.

25. Brauche ich für THX Ultra II Music auch eine komplette 7.1 Anlage? Ja. THX Ultra II Music generiert zwischen dem linken Surround- und dem linken Back Surround-Lautsprecher bzw. zwischen dem rechten Surround- und den rechten Back Surround-Lautsprecher einen virtuellen Direktstrahler . Somit ist qualitativ gute Musikwiedergabe auch auf einem auf Heimkinosound optimierten System möglich.

26. Surround-Aufpolierer

27. Was sind DTS Neo:6, Dolby Pro Logic II, Logic 7 und Smart Circle Surround II? Dies sind alles Surround-Aufpolierer, die aus herkömmlichen Stereo- oder Dolby Pro Logic-Quellen (z.B. Videotapes, CDs, LDs, TV-Sendungen) mittels aufwändiger Matrixtechnik ein höherwertiges Surround-Klangbild erzeugen

28. Unterscheiden diese Programme zwischen Film- und Musikquellen? Die meisten dieser Programme haben verschiedene Modi zur optimierten Filmton- und Musikwiedergabe

29. Es gibt verschiedene Dolby PLII Versionen. Welche sind die gebräuchlichen Varianten? Eine „Vollversion“, in der im Music Mode verschiedene Parameter (Center/Front-LS-Balance, Front/Rear-Balance, Panorama Mode für weiträumigeres Klangbild) einstellbar sind, und eine Version ohne Einstellmöglichkeiten im Music Mode. Im Kino-Modus gibt es bei PLII grundsätzlich keine Einstellmöglichkeiten.

30. Lohnt sich der Einsatz dieser Surround-Aufpolierer? Auf jeden Fall, denn sie erzeugen in vielen Fällen ein Klangbild mit natürlicher Räumlichkeit ohne zuviel Hall. Stimmen wird nur wenig Präzision gegenüber der Stereowiedergabe genommen, die Basskraft ist bei entsprechend sauberer Integration des Systems in den AV-Receiver tadellos.

WICHTIG: Unbedingt selber Probe hören!

31. Lautsprecher und AV-Receiver/-Verstärker

32. Was ist ein aktiver Subwoofer? Ein Subwoofer mit eingebautem Leistungsverstärker. Besonders geeignet für die Übertragung des .1-Kanals bei 5.1/6.1/7.1 Systemen.

33. Wie schließe ich den aktiven Subwoofer an meinen AV-Receiver an? Dafür gibt es extra auf der Rückseite praktisch aller aktuellen Geräte einen speziellen Cinch-Anschluss (Subwoofer Pre-Out)

34. Wozu brauche ich den aktiven Subwoofer? Der aktive Subwoofer nimmt dem AV-Receiver Arbeit im leistungsintensiven Tiefbassbereich ab. Damit müssen die Endstufen des Receivers weniger Leistung kostende Arbeit verrichten, die Performance des Systems verbessert sich. Zusätzlich sorgen aktive Subwoofer, je nach Gehäusevolumen und Endstufe, für einen überragenden Basseinsatz: Großes Volumen, hoher Pegel und sehr gute Präzision bei niedrigsten Frequenzen.

35. Was ist die Subwoofer-Übernahmefrequenz (Cross-Over-Frequency) ? Ab dieser Frequenz beginnt der Subwoofer zu arbeiten.

36. Was ist bei der Wahl der Übernahmefrequenz zu beachten? Sie sollte nicht zu hoch sein, denn nur niedrige Frequenzen bis zu ca. 100 Hz kann das menschliche Ohr nicht im Raum orten. Darüber erhöht sich mit größer werdender Übernahmefrequenz die Möglichkeit der akustischen Ortung des aktiven Subwoofers. Die Übernahmefrequenz sollte sich aber auch nach der untersten Frequenzgrenze der verwendeten Hauptlautsprecher richten.

37. Wenn ich große, bassstarke passive Hauptlautsprecher habe, kann ich dann auf den aktiven Subwoofer verzichten? Wenn ich einen entsprechend leistungsstarken AV-Verstärker oder –Receiver habe, ja. Die meisten AV-Receiver/-Verstärker bürgerlicher Preisklasse (bis rund 1500 EUR) sind aber für den Einsatz mit einem aktiven Sub konzipiert, auch wenn es vereinzelt auch günstigere Geräte mit 
hervorragender Leistungskraft gibt. Auch an diese sollten aber keine zu leistungshungrigen Lautsprecher angeschlossen werden.

38. Soll ich „large“ oder „small“ im AV-Receiver-Setup für meine Lautsprecher einstellen? „Large“ oder „small“ richtet sich nach dem Frequenzspektrum, welches der angeschlossene Lautsprecher übertragen kann. „Large“ ist nur für Lautsprecher mit einem großen Übertragungsbereich zu empfehlen. Meist fährt man, gerade im Heimkinoeinsatz, bei den meisten Lautsprecher mit der „small“-Einstellung bessere Ergebnisse ein. Besondere Vorsicht ist beim Center geboten: Hier lohnt sich die „large“-Einstellung nur, wenn exakt die hochwertige Box mit großem Frequenzbereich als Center verwendet wird, die auch für den rechten und linken Frontkanal benutzt wird. Auch bei den Surrounds ist meist „small“ die richtige Einstellung.

39. Wann kann man die Einstellung „large“ nutzen? Im DVD Audio-Betrieb, wenn, wie es der Idealfall vorsieht, fünf hochwertige, identische Lautsprecher mit großem Frequenzbereich eingesetzt werden.

40. Wieso muss ich den Abstand der Lautsprecher vom Hörplatz bzw. die Delay-Time im Setup des AV-Receivers eingestellt werden? Haben alle oder einige der aufgestellten Lautsprecher eine unterschiedliche Distanz zum Hörplatz, dann kommt der Ton ohne 
die Einstellung der richtigen Verzögerungszeit (= Delay Time), die den unterschiedlichen Abstand der Boxen vom Hörplatz kompensiert, nicht bei allen Lautsprechern auch zeitgleich an.

41. Was ist ein Dipol? Ein für den Surroundeinsatz konzipierter Lautsprecher mit 2 kompletten Bestückungen (meist 2 x je 1 Hoch- und 1 Mittel/Tieftöner), der ein diffuses Klangbild erzeugen soll. Der Abstrahlwinkel der beiden verbauten Systeme ist je nach Dipoltyp verschieden

42. Was bringt ein Dipol? Im Heimkinobetrieb herrscht im Surroundklangbild eine größere Weite und eine höhere klangliche Dichte. Die Surround-Klangkulisse wirkt kompletter, die Anzahl störender Klanglöcher wird reduziert.

43. Ist ein Dipol für den Mehrkanal-Musikbetrieb geeignet? Es kommt vor allem auf die Akustik des Hörraums und den Geschmack des Hörers an. Prinzipiell bieten Dipole bauartbedingt weniger Präzision bei der Effektdarstellung.

44. Was ist ein Subwoofer/Satelliten-System? Diese Systeme bestehen aus fünf kleinen bis mittelgroßen Satellitenlautsprechern und aus einem bei den meisten Systemen aktiven Subwoofer.

45. Was sind die Vorteile solcher Systeme? Oft günstiger Kaufpreis, wenig Platzbedarf, schickes Design.

46. Was sind die Nachteile solcher Systeme? Oft nur bescheidene Klangqualität aus den kleinen Satellitenlautsprechern, Subwoofer muss zu früh eingreifen (bei zu hoher Frequenz) und wird dadurch im Hörraum akustisch ortbar. Lässt man den Subwoofer erst spät unten im Frequenzspektrum eingreifen, gibt es ein Klangloch zwischen der untersten Grenzfrequenz des Satellitenlautsprechers und der Übernahmefrequenz des Subwoofers.

47. Ist dies bei jedem Sub/Sat-System so? Die prinzipiellen Nachteile lassen sich nicht ganz eliminieren, treten aber bei hochwertigen Systemen nicht mehr allzu störend in Erscheinung. Damit kann ein hochwertiges Sub/Sat-System mit klangstarken Satelliten aus hochwertigem Material und einem leistungskräftigen aktiven Subwoofer durchaus ein sehr guter 
Kauf sein, wenn es um einen geringen Platzbedarf, hervorragende Integrationsmöglichkeiten und elegantes Design geht.

48. DVD-Player: Bild

49. Wie schließe ich den DVD-Player möglichst komfortabel an meinen TV an? Über die Scartbuchse

50. Welche Signalausgabeart sollte ich wählen? RGB oder S-Video. Was besser ist, hängt vom Equipment ab. Theoretisch ist RGB S-Video überlegen. FBAS als Signalübertragungsart sollte nicht verwendet werden – die Bildqualität überzeugt nicht

51. Kann es Probleme beim Anschluss geben? Ja, denn zwar versteht ein sehr großer Anteil der TVs RGB, aber nicht so viele, vor allem ältere oder billigere Modelle, S-Video.

52. Wozu dient die S-Video-Hosiden-Buchse am DVD-Player? Hier kann ebenfalls eine S-Video-Verbindung (nur Bild, kein Ton) hergestellt werden

53. Wann braucht man diese Verbindungsart? Wenn man ein S-Video-Bildsignal vom DVD-Player zum AV-Receiver schickt, der das Signal über den Monitor Out weiterleitet, z.B. an einen Videoprojektor. Dieser Signalweg ist sinnvoll, wenn viele Geräte angeschlossen werden müssen und das Bildausgabegerät zu wenig Eingänge hat. Nachteil: Durch die verschiedenen Schaltstellen leidet die Bildgüte.

54. Wann verwende ich den YUV-Ausgang meines DVD-Players? Wenn mein Projektor/TV auch einen YUV-Eingang aufweist, empfiehlt sich diese hochwertige Verbindungsart. Ebenso ist momentan nur via YUV die qualitativ bessere Vollbild-Ausgabe „Progressive Scan“ möglich. 

55. Was macht Progressive Scan? Anstatt in Halbbildern wie beim Interlaced-Verfahren, wo jedes komplette Bild aus 2 Halbbildern zusammen gefügt wird (dadurch entstehen die horizontalen Linien, die man gerade auf Leinwänden mit großen Bilddiagonalen als besonders störend empfindet), leitet Progressive Scan die Bilder als Vollbild (wie sie auch ursprünglich im YUV-Format auf der DVD abgelegt wurden, wenn es sich um von Filmkameras erstelltes Material handelt, bei Aufnahmen von herkömmlichen Videokameras, z.B. bei TV-Serien oder  manchen Videoclips liegen die Bilder im Interlaced-Format vor) weiter. Vorteile: Keine störenden horizontalen Linien mehr, dadurch bessere Detailtreue. Flüssige Bewegungsabläufe.

56. Arbeitet Progressive Scan PAL und NTSC? Grundsätzlich funktioniert die Vollbildausgabe bei allen auf dem Markt befindlichen Progressive DVD-Playern in der Werkskonfiguration bei NTSC, aber nicht bei PAL. Technisch möglich ist es jedoch bei verschiedenen DVD-Playern schon jetzt,  auch in PAL die Vollbildverarbeitung zu ermöglichen. Modelle von z.B. Denon, Arcam oder Pioneer beherrschen nach mehr oder minder aufwändigen Modifikationen neben NTSC-Prog. auch PAL-Progressive. Momentan ist nur NTSC-Progressive offizieller Standard. PAL Progressive hat diesen Status noch nicht, was sich aber ändern soll.  Der genaue Termin für die Einführung von PAL Progressive als offiziellem Standard steht noch nicht fest.

57. Was kann ich tun, wenn mein Projektor keinen YUV-Eingang hat, ich aber meine DVDs in Progressive-Auflösung sehen möchte? Es gibt externe Wandler, die das YUV-Progressive-Signal in ein RGB-Progressive-Signal wandeln.

58. Gibt es Fernseher, die via YUV-Eingang Progressive-Signale verarbeiten können? Ja, einige Modelle von Toshiba (nur NTSC) und Panasonic (NTSC/PAL)

59. Was ist ein Videoequalizer? Mittels des Videoequalizers kann man verschiedene Bildeinstellparameter wie z.B die Bildschärfe und den Kontrast hoch- bzw. herunterregeln.

60. DVD-Player – Formate

61. Welche Formate spielt jeder DVD-Player ab? DVD-Videos, Video-CDs (VCDs) und Audio-CDs.

62. Welche Formate spielt ein Großteil der DVD-Player auf dem deutschen Markt zusätzlich ab? CD-Rs, CD-RWs, MP3-CDs.

63. Was kann ein DVD Audio/Video-Spieler? Dieser gibt zusätzlich zu DVD-Video-Discs auch noch DVD Audio-Discs (für hochwertige Musikaufnahmen) wieder. Im DVD-Audio/Video-Player arbeiten besonders hochwertige D/A-Wandler. Der gewandelte analoge Ton (momentan keine digitale Übertragung aus Kopierschutzgründen- und bei vielen Geräten auch aus technischen Gründen möglich, technisch ist es bei wenigen Geräten, die über digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstellen für hohe Datentransferraten verfügen, machbar) wird aus sechs Cinchbuchsen hinten am DVD-Player zum Sechskanal-Eingang des AV-Receivers/-Verstärkers transportiert.

64. Gibt es auch DVD Video/SACD-Player? Ja, von Philips und Sony z.B. Tonausgabe siehe DVD Audio.

65. Gibt es auch DVD Video/DVD Audio/SACD-Player? Auf dem Markt im Moment nur von Pioneer, geplant z.B. auch von Yamaha.

66. Wie sieht es mit der SVCD-Wiedergabe aus? Auch wenn es vom Hersteller nicht explizit angegeben und offiziell bestätigt wird (wegen der extrem unübersichtlichen Anzahl unterschiedlicher, manchmal auch unkonventioneller Erstellungsmöglichkeiten), können Standard-SVCDs (Brennmuster siehe www.vcdhelp.com) von vielen DVD-Playern wiedergegeben werden. Am besten vor Kauf mit einer selbst erstellten SVCD die Kompatibilität testen.

67. Wie sieht es mit einmal beschreibbaren DVDs aus? Hier können einmal beschreibbare DVD-Rs von den meisten Playern wiedergegeben werden.

68. Wie sieht es mit mehrfach beschreibbaren DVDs aus? Hier gibt es den DVD-RW-Standard (z.B Pioneer), den DVD+RW-Standard (z.B. Philips) und den DVD-RAM-Standard (z.B. Panasonic). Es gibt keinen DVD-Player, der alle Formate abspielen kann. Ansonsten: Verschiedene aktuelle Player der Firmen, die den jeweiligen Standard (DVD-RW/+RW/RAM) bei ihren DVD-Recodern einsetzen, spielen auch die nach dem entsprechenden Standard aufgenommenen wiederbespielbaren DVDs ab. Für mehr Infos: www.vcdhelp.com. Hier gibt es einige, allerdings recht allgemein gehaltene Informationen. Wer es genau wissen möchte, sollte eine entsprechende DVD vor dem Kauf probeweise in den ins Auge gefassten DVD-Player einlegen.

Text: Carsten Rampacher
15. August 2002

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