Test: DVD Audio/SACD-Player Denon DVD-2900

20.06.2003 (cr)

Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER für das Bereitstellen der Hörräume und des Testequipments

Ausstattung

Pioneer, Yamaha, Onkyo und Marantz haben schon einen - Denon hatte jedoch noch keinen. Die Rede ist von Multiformat-Playern, die neben DVD-Video- und DVD Audio-Discs auch SACDs abspielen können. Diese Situation hat sich seit kurzer Zeit entscheidend geändert, denn auch die Denon-Produktpalette umfasst nun einen DVD Video/DVD Audio/SACD-Spieler, der mit einem Preis von 1299 EUR haargenau auf die exakt gleich teure Konkurrenz von Pioneer (DV-757Ai) und Yamaha (Yamaha DVD-S2300) abzielt. Dafür bekommt der Kunde ein Top-Paket geschnürt, denn der DVD-2900 ist mit edler Technik gespickt. Den Anfang macht der Silicon Image SIL-504-Chip, der sich um die Aufbereitung der Progressive Scan-Bildsignale kümmert. Über den YUV-Ausgang gibt der DVD-2900 sowohl NTSC- als auch PAL Progressive aus. Während bei den ersten Geräten, die gerade an die Händler ausgeliefert wurden, die PAL Progressive Bildsignalausgabe per Tastenkombination aktiviert werden kann, sind die nun produzierten DVD-2900 bereits ab Werk ohne separates Aktivieren PAL Progressive-fähig. Für die Videodatenwandlung kommt ein hochwertiger 108 MHz/12-Bit Video-D/A-Konverter zum Einsatz, die Audiowandlung übernehmen ebenfalls sehr hochwertige Burr Brown-192 kHz/24-Bit-DACs. Integriert ist auch ein mit einem vollständigen Setup ausstaffierter Dolby Digital- und DTS-Decoder.

 

Anschlüsse

Die Anschlussbestückung fällt insgesamt gut, wenn auch nicht überdurchschnittlich aus: Neben dem für die Progressive Scan-Bildausgabe obligatorischen YUV-Ausgang bringt der DVD-2900 visuell eine RGB- und S-Video-beschaltete Scartbuchse, eine S-Video-Hosiden-Ausgang und eine FBAS Cinch-Buchse mit. Audioseitig gibt es einen 5.1-Ausgang für den internen Dolby Digital/DTS-Decoder sowie für die SACD- und DVD Audio-Signale, einen optischen Digitalausgang, einen koaxialen Digitalausgang und einen Zweikanal-Cinch-Ausgang. Das Angebot ab runde die RS-232-Schnittstelle für Mediensteuerungen. Selbstverständlich verfügt der DVD-2900 über einen Kaltgerätsteckeranschluss. Eine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle (bei Denon wäre dies DenonLink) bringt der DVD-2900 nicht mit.

Verarbeitung

Die Verarbeitung und die Erscheinung des Denon DVD-2900 sind für diesen Preis Extraklasse. Wo man bei vielen Konkurrenten inzwischen selbst bei DVD-Playern, die nicht dem Einsteigersegment entstammen, eine zwar gute, aber nicht mehr überdurchschnittliche Verarbeitung erwarten darf, schnitzt man bei Denon weiterhin aus dem Vollen: Schon das Gehäuse zeigt deutlich, dass man von modischen Trends wie extrem niedrig bauenden Geräten wenig hält und nach der Devise verfährt "High-Tech muss man auch sehen, und High-Tech braucht auch Platz". Daher wirkt der DVD-2900 auch von Außen wie ein edles Stück hochwertige Technik, und auch das Geräteinnere bietet einen erfreulich aufgeräumten Eindruck. Beim näheren Hinsehen blickt man ausnahmslos auf aufwändige Baugruppen sehr guter Qualität. Die sorgfältige Separierung der Audio- und Video-Baugruppen sticht ebenso ins Auge wie das mehrlagige Chassis, das sich sehr wohltuend von manchem sehr schlichten Aufbau abhebt. Da will auch das geschulte Auge glauben, dass man mit einer solchen Konstruktion Vibrationen und andere unpassende Störerscheinungen wirklich minimieren kann. Exzellent verarbeitet ist auch die DVD-/CD-Lade, die wohl gedämpft und sehr gut gelagert herausgleitet - dieses macht sie nicht in übertriebener Hektik, aber auch nicht in überzogener Langsamkeit.

Sonstige Features

Die Ausstattung des DVD-2900 ist ansonsten komplett, so ist ein Video-EQ mit aufwändiger Gammakorrektur (ausführliche Beschreibung in der Bildwertung) mit dabei, ebenso ein elektronisches Bassmanagement für den SACD- und DVD Audio-Betrieb. Für "Vergrößerungs-Liebhaber" verfügt der DVD-2900 auch über einen Zoom-Modus, wer Wert auf eine PAL/NTSC-Wandlung legt, wird sich über den eingebauten Normwandler freuen. Auch eine Anzeigemöglichkeit für SACD-Text ist integriert. Für die Freunde eines besonders reinen Klangs bringt der Denon eine programmierbare "Pure Direct"-Funktion mit. Zur Wahl stehen zwei Modi, die man Via Druck auf die P.D.-Memory-Taste auf der Fernbedienung selbst konfigurieren kann. Zur Wahl stehen die Optionen Display an/aus, Digitalausgänge an/aus und Videoausgang an/aus. Beispiele: Im Modus 1 werden sowohl die Videosektion als auch das Display und die Digitalausgänge deaktiviert, dies ist sozusagen die "reinste" Form des unverfälschten Musikgenusses. In einer zweiten Betriebsart dann bleiben Display und Videoschaltkreise abgekuppelt, nur die Digitalausgänge sind in Betrieb, somit kann hier über den Digitalsausgang Musik in höchster Qualität gehört werden.

Multimedia

Die MP3-Wiedergabe des Denon gefiel - der Klang war klar und frisch, mit rundem Bassbereich, hinzu kam die hohe Abspielsicherheit (praktisch keine Aussetzer, keine digitalen Störgeräusche und kein Abschneiden von Trackanfängen)  und die erfreulich kurzen Einlesezeiten des Laufwerks, selbst bei Multisession MP3-CDs ging der Einleseprozess noch recht rasch über die Bühne. Eine Zufallswiedergabefunktion und eine Wiederholfunktion bietet der DVD-2900 im MP3-Betrieb ebenfalls. SVCDs bereiteten dem Denon auch keine Probleme - in Anbetracht der vielen Möglichkeiten, eine SVCD zu erstellen, raten wir, sich an die Tipps auf vcdhelp zu halten. Auch prima arbeitete der integrierte jpeg-Viewer, der unsere CDs mit Bildern im jpeg-Format rasch einlas und die Bilder in sehr guter Bildqualität präsentierte. Selbst bei großen Bilddateien ging der Bildaufbau nicht zu langsam vonstatten. Hilfreich beim Finden des richtigen Bildes ist ein On Screen Menü, das auch Haupt- und Unterordner anzeigt. Kodak Bild-CDs und Fujicolor-CDs liest der flexible Denon übrigens ebenso ein wie DVD-Rs und DVD-RWs (wenn diese im Video-Modus und nicht im VR-Modus aufgenommen wurden). Eine WMA-Wiedergabemöglichkeit bietet der DVD-2900 nicht - was aber unserer Meinung nach sehr gut zu verschmerzen ist. Wer alle Formate dieser Welt wiedergeben möchte, kann dazu immer noch den PC verwenden.

Laufwerk

Das Laufwerk des DVD-2900 wusste in unserem Test mit vielen Qualitäten zu gefallen. So war das Betriebsgeräusch angenehm niedrig, was an zwei Faktoren liegt, die günstig zusammen arbeiten: Die aufwändige Chassiskonstruktion mit hermetisch abgeschirmtem Laufwerk, eigener Kammer für das Netzteil und einer strengen Separierung der Audio- und Videobaugruppen zur effektiven Störungsunterdrückung und Vibrationshemmung würde selbst die Geräusche eines an sich etwas lauteren Laufwerks gut abschirmen. Hinzu kommt aber, dass auch das Laufwerk, selbst bei geöffnetem Gehäuse, sich mit überlauten Arbeitsäußerungen selbst während des Einlesevorgangs angenehm zurückhält. In unseren Testläufen leistete sich unser Proband bei der DVD-Wiedergabe weder Hänger, noch Ruckler, noch Aussetzer - so sollte es sein. Im CD- und DVD-Betrieb wurden auch sichtbar zerkratzte Discs anstandslos eingelesen, die interne Fehlerkorrektur arbeitet anscheinend sehr gut. Die Einlesegeschwindigkeit des Laufwerks bot keinerlei Anlass zur Klage, immer ging es so schnell, dass auch ungeduldigere Zeitgenossen zufrieden sein dürften. Der Layerwechsel ist eine weitere Paradedisziplin des DVD-2900 - bei unserem Testgerät konnte man dank 8 (!) MB Pufferspeicher und dem Laufwerk mit doppelter Auslesegeschwindigkeit keinen störenden Layerbreak mehr ausfindig machen.

Insgesamt stechen viele Trümpfe des DVD-2900 in der ersten Disziplin. Sein bis auf eine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle lückenloses Ausstattungspaket ist ebenso sehr lobenswert wie die erstklassige Verarbeitungsqualität. Bei unserem Testsample bereitete das Laufwerk zudem keinerlei Verdruss. Keine Hänger, keine Aussetzer und kein Absturz - wir können nur Positives berichten. Bleibt zu hoffen, dass diese Aussage sich auch auf die anderen Geräte in vielen Punkten übertragen lässt. Bilanz also nach der ersten Disziplin: Spät kommt er, aber wie - Denons Multiformat-Player wird der Konkurrenz das Fürchten lehren, wenn in den anderen Wertungen ähnliche Top-Ergebnisse erzielt werden.

Bewertung Finish, Features

 

Bedienung

Die Bedienung des DVD-2900 ist insgesamt unproblematisch. Ihren Anteil daran hat die ordentliche Fernbedienung, die nicht zu groß geraten ist und gut in der Hand liegt. Das Navigationskreuz ist griffgünstig untergebracht, zudem sind für die einfachere Handhabung im abgedunkelten Heimkinoraum wichtige Funktionstasten phosphoreszierend ausgelegt. Die Reichweite des IR-Controllers ist gut. Nicht ganz gefallen haben uns die vielen zu kleinen und zu klein beschrifteten Tasten vor allem im unteren Bereich der Fernbedienung. Die On Screen Menüs sind optisch recht schlicht gehalten und übersichtlich. So kommen trotz der Funktionsvielfalt, die der Player zweifellos bietet, keine Schwierigkeiten bei der akkuraten Konfiguration auf. Das Setup für DVD Audio, SACD und den internen Dolby Digital- und DTS-Decoder ist komplett und doch leicht verständlich. Sollten doch einmal Probleme bezüglich des Verständnisses gewisser Funktionen bestehen, kann die insgesamt ausführliche und inhaltlich gute Bedienungsanleitung konsultiert werden.Verbesserungsvorschlag unsererseits: Es wäre der Übersichtlichkeit sehr zuträglich, wenn die einzelnen Sprachen nacheinander aufgeführt würden und nicht auf jeder Seite der Bedienungsanleitung Spalten für Deutsch, Französisch und Italienisch zu finden wären. Bestens gefallen hat uns das rasche Ansprechen der DVD-/CD-Lade auf die "Open"-Aufforderung, ebenso hervorragend ist es um die Bedienbarkeit der Tasten direkt auf der Gerätefront bestellt. Die edel ausgeführten Bedienelemente besitzen einen klaren Druckpunkt und bestechen durch ihre akkurate Verarbeitung. Das Display des DVD-2900 bietet einen ausgezeichneten Kontrast und eine ansprechende Auflösung.

Bewertung 

 

Bild

Interlaced-Betrieb

Der Denon bietet, interlaced via RGB angeschlossen, ein erstklassiges Bild. Bei "Drei Engel für Charlie" fielen die vor allem die exzellente Detaileinarbeitung und die praktisch perfekten Plastizitätswerte ins Auge. Objektkonturen werden sehr sauber abgebildet, ohne das Gefühl der Überschärfung aufkommen zu lassen. Dies führt zu einem natürlichen und dynamischen Bild von hervorragender räumlicher Tiefe. Bei "Charlie`s Angels" führte dies zu dem Eindruck, mitten  im Geschehen zu sein. Mit einer hervorragenden Bewegungswiedergabe erscheint die Sequenz zu Beginn des Films, als einer der Engel, verkleidet als rundlicher Guru, mit der "lebendigen Bombe" im "Handgepäck" aus dem Flugzeug springt. Wie später die Progressive-Bewertung zeigen wird, ist auch im PS-Betrieb die Bewegungserkennung sehr gut gelungen.

Doch zurück zum Interlaced-Bild. Hier arbeitet der DVD-2900, z.B. in "Independence Day" oder in "Mission Impossible 2", auch stark kontrastierende Filmsequenzen klar und sauber heraus. Man erinnert sich noch an manchen früheren DVD-Player, der gerade bei harten Hell-/Dunkel-Kontrasten Darstellungsschwierigkeiten hatte - nichts mehr davon ist bei einem Top-Gerät der aktuellen Generation noch davon übrig geblieben. Für diese Preisklasse absolut herausragend ist auch die Farbwiedergabe, satt und tief. In dieser Disziplin liefert der Denon Spitzenwerte, dies gilt hier allerdings auch für seinen Konkurrenten von Pioneer, den DV-757Ai. Der DVD-2900 verleiht im direkten Vergleich dem Bild nur noch einen Funken mehr Brillanz. Die Gesamtbildschärfe liegt übrigens bei Denon und Pioneer praktisch auf dem identischen hohen Level, beide Player schaffen zudem das Kunststück, das Bild trotz der hohen Schärfe auch noch natürlich und nicht künstlich-überschärft aussehen zu lassen. Auch, was die schon erwähnte exzellente Detaileinarbeitung angeht, liegen Pioneer und Denon fast auf identischem Level. Bei erstklassiger Software zieht der noch etwas klarer darstellende Denon leicht davon.  Der Pioneer weiß dafür - früher war das bei Pioneer-DVD-Spielern gar nicht so - bei qualitativ weniger guten DVDs kleinere Bildfehler besser zu kaschieren. Am besten in dieser Disziplin jedoch bleibt der sehr harmonische Onkyo DV-SP800, der zwar auf Pioneer-Technik basiert, aber aufwändig modifiziert wurde, unter anderem auch, um das THX Ultra-Zertifikat zu erhalten. Trotzdem fällt der Onkyo auch bei der Detailwiedergabe bei erstklassigen DVDs gegenüber dem Denon nur minimal zurück und kann sich noch vor dem DV-757Ai einreihen - wenn auch nur knapp. Wer hier überhaupt Unterschiede ausfindig machen möchte, muss auf sehr gutes Equipment zurückgreifen können und viel Zeit mitbringen.

Progressive Scan-Betrieb

Exkurs: Der Chroma Bug

Viele anspruchsvolle Filmliebhaber kreideten verschiedenen Progressive Scan-fähigen DVD-Playern in der Vergangenheit den sogenannten "Chroma Bug" (Chroma Upsampling Error) an. Dieser "Chroma Bug" trat in NTSC-Progressive und in PAL-PS auf  und macht sich insbesondere dann bemerkbar, wenn kräftige Farben (besonders gut eignen sich Rottöne) vor dunklem Hintergrund auftreten, so z.B. eine kleine rote Fläche vor schwarzem Hintergrund. Es bilden sich in der roten Fläche sichtbare, waagrechte dunkle Streifen, ebenfalls scheint er Farbverlauf an den Objektenden nicht absolut korrekt zu sein. Zum "Chroma Bug" noch einige Anmerkungen: Um ihn ausfindig machen zu können, braucht man schon das geeignete Equipment, d.h. in erster Linie ein hochwertiges Bildwiedergabegerät. Dies bestätigen die Chroma-Bug-Experten von der US-Site hometheaterhifi.com: "As mentioned above, this problem has been around for a long time. It's only just now being noticed largely because one needs a good high-resolution display, such as a front projector and a six foot projection screen, to really see the problem clearly. In addition, the increasingly common use of large progressive displays has really allowed people to get up close to the screen and see every artifact magnified in great detail". Zusätzlich ist eine qualitativ hochwertige Verkabelung von Nöten, um den Chroma Bug beobachten zu können. Denn billige Kabel können weitaus schlimmere visuelle Schnitzer verursachen als der Chroma Bug. Wer hochwertige YUV-Kabel zum erschwinglichen Preis sucht, kann sich bei Oehlbach umsehen. 

Wenn man einmal auf dieses Phänomen aufmerksam wurde, ist klar, dass man immer wieder darauf achtet und daher das Filmvergnügen, wenn man in dieser Hinsicht auf absolute Präzision Wert legt, leicht geschmälert wird. Aber: KEIN Progressive Scan DVD-Spieler, den wir kennen, liefert das PERFEKTE Bild. Fehler, sei es bei der Bewegungserkennung im Allgemeinen (Pixelbildungen/Nachzieheffekte bei schnellen Kameraschwenks) oder sei es bei der progressiven Wiedergabe von Videomaterial (das mit Interlaced-Kameras aufgezeichnet wurde), sind immer irgendwo zu finden. Wie man damit umgeht, ist eine Frage der persönlichen Gewichtung, die alte Weisheit "Noboby Is Perfect" gilt jedenfalls auch bei Progressive-Playern. Dem geneigten Käufer raten wir daher in jedem Falle zu sehr umfangreichen, EIGENEN Tests. Denn kein Tester kann für sich beanspruchen, exakt zu beurteilen, welchen potentiellen Käufer welche Unvollkommenheit im Bild nun stört und mit welchen Mängeln der jeweilige Käufer leben kann. Unserer Meinung nach haben, obwohl die Perfektion bei der Progressive-Darstellung noch nicht erreicht ist, die Geräte ein beachtlich hohes Gesamtniveau erreicht, mit dem man in Verbindung mit einem geeigneten Bildwiedergabegerät ein exzellentes Bild verwirklichen kann - auch wenn sehr penible Heimkinofans immer noch Verbesserungsvorschläge anbringen dürften. 

Bei unserem Test-DVD-2900 war vom Chroma Bug nicht mehr allzu viel zu sehen. Im NTSC Progressive Scan-Betrieb war die unerwünschte Nebenerscheinung praktisch völlig verschwunden, die Farbverläufe waren korrekt und auch die waagrechten dunklen Streifen traten nicht mehr sichtbar in Erscheinung - hier scheinen die Denon-Entwickler in Zusammenarbeit mit den Ingenieuren von ESS (Videochip-Produzent) eine gute Lösung gefunden zu haben. Im PAL PS-Einsatz (Testmuster 3 Engel für Charlie, Independence Day, Mission Impossible 2) trat der Chroma Bug zwar noch sichtbar hervor - hier sah man mit unserem Testequipment noch die waagrechten Streifen bei kleinen roten Flächen vor sehr dunklem oder auch sehr hellem Hintergrund - unserer Meinung nach aber ist diese kleine Unsauberkeit bei der Darstellung wahrhaftig das Einzige, was man dem DVD-2900 noch vorwerfen kann. Diese  - in unseren Augen Kleinigkeit (hier sollte aber jeder nach eigenen Tests für sich entscheiden) - trennt den Player noch von der absoluten Perfektion.

Unsere Progressive Scan-Bildeindrücke

Im Progressive Scan-Betrieb brilliert der DVD-2900 mit einer erstklassigen Gesamtbildschärfe, die trotzdem einen hohen Grad an visueller Natürlichkeit ermöglicht. Hier liegt der Denon praktisch auf einem Niveau mit dem Onkyo DV-SP800, der allerdings deutlich teurer ist und nur NTSC-Progressive ermöglicht. Die phänomenale Detaileinarbeitung des DVD-2900 setzt hier aber noch eins drauf. In der Anfangsszene von "Charlie`s Angels" präsentiert der Denon die Inneneinrichtung der Linienmaschine in allen Einzelheiten. Auch die Struktur des Materials, aus dem z.B. die im Bild zu sehenden Türen der Bordtoilette oder der Fächer, in denen das Bordpersonal die Getränke aufbewahrt, bestehen, werden sehr fein gezeichnet zur Geltung gebracht. Gleiches gilt für die Gesichter aller Akteure. Exzellent modelliert der Denon in "MI2" zu Beginn des Films das Felsmassiv heraus, an dem sich Tom Cruise alias Ethan Hunt als "Freeclimber" betätigt. Die Details des gigantischen Mutterraumschiffs in "Independence Day" weiß der DVD-2900 ebenfalls bestens zur Geltung zu bringen. Bei "ID4" meistert der Denon dank seines überragenden Kontrastes, gepaart mit einer tiefen Schwarzwiedergabe auch die vielen dunklen Szenen ohne jegliche Probleme. Die Farbwiedergabe ist auch im PS-Betrieb  von Frische und Brillanz gekennzeichnet, was summa summarum zu einen Bild von fast schon bestechender Dynamik führt. Sehr gut gelungen ist auch die Bewegungserkennung. Hier neigt der DVD-2900 nicht zu unangenehmen Pixelbildungen, die mancher Progressive Scan-Player bei schnellen Kameraschwenks mehr oder minder sichtbar hinter sich her zieht. Auch gibt es keine Ruckler oder Nachzieheffekte. Sauber und klar, ohne erkennbaren Schärfeverlust, arbeitet der Player auch sehr schnelle Bewegungsabläufe makellos heraus.  Zu unserer vollen Zufriedenheit arbeitete auch die Erkennungsfunktion für Videomaterial, das im Gegensatz zu Filmmaterial im Halbbildverfahren aufgezeichnet wurde: Das ausgezeichnete De-Interlacing lässt hier praktisch keinen Wunsch offen.

Der Video-EQ des DVD-2900

Einstellbar sind:

  • Kontrast (-6 bis +6)
  • Helligkeit (0 bis +12)
  • Schärfe (-6 bis +6)
  • Farbe (-6 bis +6), hat keine Auswirkung auf YUV-Ausgang und keine Auswirkungen auf PS-Betrieb
  • Umfangreiche Gammakorrektur. Hier bietet der DVD-2900 einen Graphen zur korrekten Einstellung. Auf der horizontalen Achse wird die Helligkeit des auf der DVD gespeicherten Bildes angezeigt, während die vertikale Achse die Helligkeitsstufe anzeigt, die vom DVD-2900 ausgegeben wird. Wenn ein heller Punkt auf der Disc-Seite an der Ausgangs-Seite auf "dunkler" eingestellt wird, sind kleine Details in hellen Bildbereichen, die eigentlich schwierig zu sehen sind,  in vielen Situationen einfacher zu sehen. Wenn ein heller Punkt auf der Disc-Seite an der Ausgangs-Seite auf "hell" justiert wird, sind die Bild-Feinheiten in dunklen Bildbereichen, die etwas schwierig exakt zu sehen sind, im Normalfall klarer zu erkennen. 
  • Speicherplätze: M1 bis M5 (5 Speicherplätze)

Wirkung: Der Video-EQ des DVD-2900 bietet zwar nicht übertrieben viele Parameter, aber dafür eine sehr gute Dosierbarkeit und eine lobenswerte Wirkung. Der Schärferegler ermöglicht es gerade bei sehr guten DVDs, noch etwas mehr Gesamtbildschärfe (aufdrehen auf ca. +2 oder +3) herauszuholen, ohne das gesamte Bild unnatürlich überschärft aussehen zu lassen. Die Gammakorrektur ist ebenfalls sehr gut zu gebrauchen. Für eine zum Film passende, exakte Justage sollte man allerdings die nötige Zeit mitbringen. Lobenswert sind die fünf Speicherplätze, die genug Auswahl für die je nach Software unterschiedlichen Justagen bieten.

Zusätzlich bringt der DVD-2900 noch NSV zur Bildoptimierung mit.

Noise Shaped Video (NSV)

Noise Shape Video verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit 8-fachem Oversampling (108 MHz) und Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters leichter eliminiert werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion. 

Bild-Gesamtbewertung

In Anbetracht seines Kaufpreises erbringt der DVD-2900 extrem gute Leistungen, das gilt für den Progressive Scan- und für den Interlaced-Betrieb. Wir sind geneigt, zu sagen, dass mehr DVD-Player eigentlich niemand mehr braucht - selbst dann nicht, wenn man außergewöhnlich anspruchsvoll ist. Verbraucher mit "normalen" Ansprüchen, die an einem herkömmlichen Röhren-TV DVD-Filme betrachten wollen und auch akustisch nicht auf sehr teures Equipment zurückgreifen möchten, werden die visuellen Qualitäten, die der DVD-2900 möglich macht, im vollen Umfang gar nicht erleben können. Nur auf wenigen High End Röhren-TVs kann der DVD-2900 seine Talente zu einem großen Teil ausspielen. Am besten harmonieren sehr gute Projektoren und Plasma-Displays mit Denons visuellem Champion.

Bewertung 
Ton

DVD Audio

Kaum gibt es einen Meister, macht ihm ein Rivale den Titel wieder streitig: Wie im Boxsport geht es auch bei den DVD-Playern zu. Feierten wir gerade noch den Yamaha DVD-S2300 als DVD-A-Champ der 1300 EUR-Klasse, betritt nun der DVD-2900 den Ring, um wiederum den Yamaha in die Schranken zu weisen - aber nur knapp. Verantwortlich für die Besteigung des Throns des Klassenbesten durch den Denon ist dessen außergewöhnlich gute Dynamik. So bot der Player bei Beethovens 3. Symphonie ein derart souveränes Management der Dynamiksprünge, dass selbst der "teurere Bruder" DVD-3800, der bei uns im Test mit superben Leistungen glänzen konnte, nichts wirklich hörbar Besseres bieten konnte - daher wird man bei Denon diese "Lobeshymne" auf den DVD-2900 mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis nehmen. Der DVD-2900 spielt so mitreißend, klar und plastisch, dass es einfach eine Freude ist, ihm zuzuhören. Die Differenzen zum Yamaha sind zwar denkbar gering - daher brauchen sich die Besitzer des DVD-S2300 auch keinesfalls zu grämen - aber nach längeren Hörsessions macht sich doch der unverwechselbare Stil des Denon, die Spielfreude der Musiker ohne Filter und in voller Bandbreite in den Hörraum zu tragen, bemerkbar. Der erstklassige Aufbau der Surround-Klangkulisse wird auch beim DTS Music Demo-Sampler mit Stücken der Experimental-Combo "Studio Voodoo" deutlich, wo beim Stück "Lamentatio" nicht nur viel gekonnt dargebotene Dynamik, sondern auch viel Gespür für kleine musikalische Details auf der Habenseite des 2900er-Punktekontos gebucht werden konnten. Die sensible, fein ansprechende Stimmdarstellung tut ihr Übriges dazu - der DVD-2900 klingt so gut, dass sich selbst sehr anspruchsvolle Musikliebhaber kaum noch mehr wünschen dürften. Daher raten wir, den DVD-2900 auf jeden Fall vor dem Erwerb eines vielleicht nur vermeintlich besseren, dafür aber deutlich kostspieligeren Geräts umfangreich Probe zu hören. Wer nicht über fünf "large"-Lautsprecher für die DVD-A-Wiedergabe, sondern über "small"-LS nebst aktivem Subwoofer verfügt, braucht sich keine Sorgen zu machen, denn das auch im DVD Audio- und SACD-Betrieb funktionierende Bassmanagement leitet die Bässe perfekt zum aktiven Subwoofer um.

SACD

Bezüglich der SACD-Wiedergabe erreicht der Denon ebenfalls hervorragende Qualitäten, ebenbürtig den vielfach zu Recht sehr gelobten des Yamaha DVD-S2300. Die gebotene Dynamik ist auch hier von allerhöchster Güte, in dieser Teilwertung übertrifft der DVD-2900 sogar noch den Yamaha, der wiederum mit seiner minimal transparenteren Hochtonwiedergabe kontert. Beiden gemein ist auch der vielschichtige Aufbau der Surround-Soundkulisse und die ausgewogene Front-/Surround-Klangverteilung. Bei Brian Ferrys "Frantic"-SACD beeindruckt auch die klare und facettenreiche Stimmdarstellung sowie die sehr detaillierte Einarbeitung der Instrumente. Bei der "Groove Armada"-SACD "Goodbye Country (Hello Nightclub)" zieht der DVD-2900 mit seiner kraftvollen Basswiedergabe und der wiederum vollauf überzeugenden Dynamik erneut alle Register seines Könnens. Mit einer etwas höher liegenden Gesamtharmonie holt der Yamaha zum Konter aus - bei hohen Lautstärken, bei verschiedenen SACDs wegen der manchem Hörer zu dominanten Hochtonwiedergabe nicht unbedingt ein reines Vergnügen, kann der DVD-S2300 aber keinen Nutzen mehr aus seiner etwas harmonischeren Auslegung ziehen. 

Interner Decoder für Dolby Digital und DTS

Der interne Decoder des DVD-2900 ist außerordentlich gut. Auch hier bietet der Denon zusammen mit dem Yamaha DVD-S2300 und dem Pioneer DV-757Ai hervorragende Leistungen, so dass es einen schon fast traurig stimmt, dass eigentlich kaum ein Heimkinofreund, gerade dann, wenn man sich einen DVD-2900, DVD-S2300 oder DV-757Ai als DVD-Abspielgerät leistet, die DD/DTS-Decodierarbeit dem DVD-Player überlässt. In den meisten Fällen dürfte sich hier ein hochwertiger AV-Receiver oder -Verstärker bzw. im Equipment befinden, der das DD/DTS-Decoding übernimmt. In unserem Testeinsatz erfreute der Decoder des DVD-2900 vor allem mit seiner ungemein klaren Hochtonwiedergabe, im Bassbereich kam der Yamaha DVD-S2300 noch minimal druckvoller zur Sache. Der Pioneer hält mit einer besonders dynamischen Surround-Klangkulisse dagegen. Allen Geräten gemein ist die tadellose Detaileinarbeitung und die frische Stimmwiedergabe.

CD

Besitzer besonders hochwertiger CD-Player sind nicht selten skeptisch, ob ein DVD-Player, auch hochwertigerer Bauart, den geliebten Compact Disc-Spieler ersetzen kann. Häufiger nämlich liest man, dass sich viele, auch teurere DVD-Abspielgeräte im CD-Betrieb akustische Durchhänger leisten. Verschiedene CD-Fans machten auch schon Hörproben mit DVD-Playern im CD-Einsatz und waren eher enttäuscht als begeistert. Doch Besserung naht: Der Yamaha DVD-S2300 hat uns bereits überzeugt, dass (noch) bezahlbare DVD-Spieler außerordentlich gute Leistungen auch als CD-Player-Ersatz erzielen können, die auch sehr anspruchsvolle Musikfreunde glücklich machen können. Der DVD-2900 unterfüttert diese Theorie weiter, denn er liefert im CD-Betrieb so gute Resultate ab, dass sich selbst der DVD-3800, trotz nochmals aufwändigem Audio-Aufbau, nicht wesentlich absetzen kann. Der "kleinere Bruder" rückt dem 3800er durch seine räumlich höchst exakte und frische Darstellung bedrohlich nahe. Dazu kommt die glasklare Höhenwiedergabe, nie zu aggressiv, sondern auch bei hohen Pegeln immer mit Leichtigkeit und Souveränität vorgetragen. Der Bassbereich liefert ein nie übertriebenes, sondern immer passendes Fundament, die Präzision ist auch hier von hoher Güte - auch mit kurzen trockenen Basseinlagen hat der DVD-2900 keinerlei Schwierigkeiten. Insgesamt klingt der Denon im CD-Betrieb so gut, dass auch verwöhnte CD-Hörer ihren Player getrost in Rente schicken können.

Digitalton

Klar, dass sich der DVD-2900 auch in dieser Wertung keinen Patzer erlaubt - hier setzt der DVD-2900 mit einer glasklaren, bis ins kleines Detail exakt modellierten Wiedergabe Akzente. Natürlich darf man beim digitalen Anschluss verschiedener DVD-Spieler keine gigantischen Klangunterschiede erwarten, aber Nuancen gibt es - auch wenn viele Vertreter der "technischen" Fraktion diese für sie nur angeblichen akustischen Differenzen gern ins Reich der Fabel und der "Sound-Voodoo-Priester" verbannen. Bei entsprechendem Equipment und der nötigen Geduld und Sorgfalt lassen sich jedoch klangliche Unterschiede ausfindig machen - und hierbei schneidet der DVD-2900 besonders gut ab, denn selbst bei noch weitaus teureren Geräten gibt es kaum noch welche mit plastischerem Digitalklang.

Bewertung 
Fazit

Der Denon DVD-2900 erreicht ein erstklassiges Testergebnis - und zwar in allen Einzelwertungen. Angefangen bei der Tonwertung, wo der Universalplayer mit weit über dem Klassendurchschnitt liegenden Ergebnissen bezüglich der DVD Audio-Wiedergabe auftrumpft. So klar, detailliert und dynamisch haben wir DVD-As in diesen noch bezahlbaren Preisregionen noch nicht gehört. Selbst der hervorragende, gleich teure Yamaha DVD-S2300 muss sich hier knapp geschlagen geben. Mit seinem erstklassigen räumlichen Aufbau und seiner natürlichen, vitalen Stimmwiedergabe erbringt der Denon ein rundherum brillantes Ergebnis bei DVD-As. Denon wird es mit einem lachenden und einem weinenden Auge sehen, denn der deutlich teurere DVD-3800 kann sich, obwohl im Inneren nochmals aufwändiger aufgebaut, nicht wesentlich vom talentierten "kleinen Bruder" absetzen. Ohne Fehl und Tadel sind auch die SACD-Qualitäten. Hier beeindruckt die sehr gute Dynamik und die hohe akustische Gesamthomogenität, genauso wie im DVD-A-Betrieb arbeitet das Bassmanagement erstklassig und leitet Basssignale bei kleiner LS-Bestückung problemlos zum aktiven Subwoofer um. Alle Konkurrenten schlägt der Denon, wenn es um die Klanggüte bei der Wiedergabe normaler Audio-CDs geht. Mit seinem glasklaren Hochtonbereich, dem exakten virtuellen Bühnenaufbau vor dem Zuhörer und der überragenden Plastizität erreicht der Player ein Traumergebnis, das dafür sorgt, dass auch diejenigen anspruchsvollen Musikliebhaber, die ein bestens geeignetes Tool für die Wiedergabe ihrer umfangreichen Audio-CD-Kollektion suchen, im DVD-2900 den richtigen Partner gefunden haben.

Was die Bildqualität anbetrifft, liefert der Player ebenfalls Leistungen der Sonderklasse. Interlaced mittels RGB angeschlossen, wird eine Bildschärfe geboten, die auch deutlich teurere DVD-Spieler nicht mehr in relevanten Maßen überbieten können. Dazu kommt eine nicht nur für diese Preisklasse beispielhafte Detailtreue, die zusammen mit den lebendigen, frischen Farben für einen brillanten, absolut kompletten Bildeindruck sorgt. Bleibt noch zu erwähnen, dass auch die Schwarzwiedergabe und der Kontrast sich nahtlos in dieses praktisch perfekte Gesamtresultat einfügen. Wählt man die progressive Anschlussvariante, erzielt man ebenfalls herausragende Ergebnisse.  So ist die Bewegungsdarstellung sehr gut gelungen, ruckelfrei und ohne Schärfeverluste stellt der DVD-2900 jede Art von Bewegungsabläufen dar. Das De-Interlacing von Videomaterial sieht praktisch makellos aus. Auch im Progressive-Einsatz erreicht der Denon Spitzenwerte bei der Detailtreue, der Gesamtbildschärfe und beim Kontrast. Der "Chroma Bug" ist im NTSC-Betrieb gänzlich verschwunden, nur im PAL Betrieb noch geringfügig sichtbar. Unserer Meinung nach aber ist sind die visuellen Einschränkungen durch dieses Phänomen so gering, dass es eine Verschlechterung der Bewertung nicht rechtfertigt.  Wer nicht über ein exzellentes Equipment verfügt, wird sowieso kaum die Folgen dieses "Chroma Bug" richtig betrachten und bewerten können. Bereits ein nicht exzellent eingestelltes Bildwiedergabegerät und/oder nicht perfekt arbeitenden Kabel können für weitaus schlimmere visuelle Nebeneffekte sorgen als der vielzitierte Chroma-Bug. Auch wenn nun wieder ein teilweiser Aufschrei durch die Lesergemeinde gehen wird: bevor man über den "Chroma Bug" urteilt, raten wir dringend, sich den DVD-2900 mit entsprechendem Equipment anzuschauen - anschließend kann jeder Kaufinteressent eine eigene Beurteilung abgeben. 

Wie wir es von Denon-Geräten gewohnt sind, brilliert auch wieder die extrem hochwertige Verarbeitung, und zwar sowohl außen als auch im Geräteinneren, wo überall aufwändige und qualitativ überzeugende Baugruppen zum Einsatz kommen. In unserem Testbetrieb leistete sich der DVD-2900 keine Aussetzer und keine Abstürze, hier bleibt zu hoffen, dass dieser Level auch bei allen ausgelieferten Geräten gehalten wird. Ist dies der Fall, ist der DVD-2900 unter Berücksichtigung des nahezu optimalen Preis-/Leistungsverhältnis der momentan beste DVD-Player überhaupt. Selbst die hausinterne Konkurrenz in Form des DVD-3800 und des DVD-A1, für sich betrachtet überragende Player, kommen dann nicht mit, wenn auch das Preis-/Leistungsverhältnis wesentlich mit in die Wertung des besten DVD-Spielers eingeht. 

Masterpiece zum Schmalspurpreis: Der DVD-2900 ist unser aktueller DVD-Player-Champ

Oberklasse
Test 22. Mai 2003
Preis-/Leistung:


Pro:
  • Brillantes Progressive-Bild mit überragender Detailtreue

  • Exzellentes Interlaced-Bild mit erstklassiger Plastizität und Schärfe

  • DVD Audio-Sound auf Topniveau

  • Für diesen Preis perfekte Leistungen als CD-Player-Ersatz

  • Sehr guter SACD-Klang

  • Hervorragend arbeitendes Bassmanagement für DVD-A/SACD-Betrieb

  • Interner Decoder mit transparenter Hochtonwiedergabe und druckvollem Bass

  • Ausgezeichneter Digitalton

  • Wirksamer Videoequalizer

  • Beste Verarbeitung seiner Klasse

  • 8 MB Pufferspeicher für unsichtbaren Layerwechsel

Contra:
  • Minimaler Chroma Bug-Effekt bei der PAL PS Wiedergabe

Technische Daten:
  • DVD-Video/DVD-Audio/SACD-Player mit DTS/DD-Decoder

  • CD-R/RW, MP3, JPEG, S-VCD, Kodak Picture CD, Fujicolor CD, DVD-R/RW

  • Digitales Bassmangement für DVD-Audio und SACD

  • Dedizierter 32-Bit DSP für Bassmangement

  • D/A-Wandler in differentieller Anordnung (16 x Burr Brown 24 Bit/192 kHz)

  • Pure Progressive (Sil504), NTSC-Progressive, PAL Progressive

  • Hochwertige Video-Technik: 12 Bit/108 MHz Video-D/A-Wandler und Analog Devices NSV (Noise Shaped Video). Die Arbeitsweise von NSV: Noise Shape Video verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit 8-fachem Oversampling (108 MHz) und Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters leichter eliminiert werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion. 

  • Video-Equalizer mit 5 Einstellmöglichkeiten (Helligkeit, Kontrast, Bildschärfe, Gammakorrektur, Farbton) mit 5 Speicherplätzen für individuelle Bildjustagen

  • Super-Sub-Alias-Filter zur Optimierung der Bildqualität: Der Filter soll eine Horizontalauflösung von 6,25 MHz (500 Linien) bei einer Abweichung von lediglich -3 dB ermöglichen. An der Auflösungsgrenze der DVD-Video bei 8,25 MHz (660 Linien) liegt die Dämpfung noch weit über - 60dB. Dadurch soll, so Denon, eine hervorragende Bildqualität mit außerordentlich guter Detailschärfe erreicht werden.

  • 4:3 Skalierung und Zoom-Funktion

  • Programmierbarer "Pure Direct Mode"

  • Unabhängige Stromversorgung der Audio- und der Videosektion

  • Aufwändige Chassiskonstruktion mit hermetisch abgeschirmtem Laufwerk, eigener Kammer für das Netzteil und einer strengen Separierung der Audio- und Videobaugruppen zur effektiven Störungsunterdrückung und Vibrationshemmung

  • Neu entwickelte Lademechanik zur Unterdrückung störender Resonanzen

  • Laufwerk mit doppelter Auslesegeschwindigkeit und 8 MB Pufferspeicher für praktisch unsichtbaren Layerwechsel

  • Anschlüsse: 1 x YUV (Progressive Scan-geeignet), 1 x Scart (RGB/S-Video/FBAS),  1 x S-Video Hosiden, 1 x FBAS-Cinch, 1 x Sechskanal-Ausgang (DVD-A/SACD/DD&DTS-Decoder), 1 optischer, 1 koaxialer Digitalausgang, 1 x 2-Kanal Stereo Cinch

  • SACD-Text

  • SRS True Surround

  • RS232-Schnittstelle

  • DOT Matrix Display

  • Fernbedienung mit leuchtenden Tasten

  • Abmessungen (B x H x T in mm): 434 x 137 x 343

  • Gewicht 8,1 kg

  • Farben: Schwarz oder Gold

  • Preis: 1300 EUR (UVP)

Testequipment:
  • Denon AVC-A10SE als Vorverstärker

  • Endstufen für Front L/R, Center, 2 passive Subwoofer, Surround Back: JBL MPA-600

  • Endstufe für Surround L/R: JBL MPA-400

  • Lautsprecher-Set Canton THX-Set S-10/JBL Sythesis (THX-zertifiziert), KEF Reference-Serie 

  • Projektoren Sony VPL-VW11HT (LCD), Sony VPH-G70 (CRT), Verkabelung von Oehlbach

Test: Carsten Rampacher (20. Juni 2003)
Testassistenz: Matthias Walther-Richters
 

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