Test: Denon DVD-3910
28.10.2004 (cr)
Wir danken unserem Kooperationspartner HIFI-REGLER
für das Bereitstellen der Hörräume
Overview
Nicht "danke, Anke", sondern "danke, Denon"
- diesen Satz hören die japanischen DVD- und Surroundexperten momentan oft von
anspruchsvollen audiovisuellen Liebhabern rund um den Globus. Was war geschehen?
Hatten die als höchst innovativ bekannten Denon-"Cleverle" den
DVD-Spieler neu erfunden? Nun, so weit ging das Treiben doch nicht, aber, wie
auch in anderen Bereichen, in denen sich Denon mit Erfolg betätigt, man hatte
wieder etwas geschafft, was zu diesem Zeitpunkt kein anderer Wettbewerber bieten
kann: Während bei allen anderen DVD-Spielern, die das reichhaltige Marktangebot
bereit hält, der Kunde zwischen DVI- und HDMI-Interface auswählen, nicht aber
über beides verfügen kann, macht Denon Nägel mit Köpfen und führt mit
dem hier getesteten DVD-3910 und dem darunter positionierten DVD-2910
gleich zwei DVD-Spieler ein, die eine DVI- und eine HDMI-Schnittstelle
mitbringen. Einfach auf der Gerätefront oder auf der Fernbedienung umschalten - und das digitale
Videosignal kommt aus der aktuell angewählten Buchse. Der DVD-3910 ist aber
auch sonst ein reichhaltigst ausstaffiertes Stück edler Technik, denn es gibt
nicht nur einen internen High Definition Scaler, der bei Anwahl einer der beiden
digitalen Videosignalschnittstellen aktiv ist, sondern auch noch gleich zwei
digitale Audio-Highspeed-Interfaces: Neben dem häufiger gebräuchlichen i.link
kommt auch noch Denons laut eigenen Angaben noch schnelleres
Hochgeschwindigkeitsterminal Denon Link zum Einsatz. Liebhaber digitaler Bild-
und Tonsignalausgabe werden begeistert sein, zumal Denon auch beim
HDMI-Interface konsequent weitergedacht hat und erstmals nicht nur
2-Kanal-Stereo-Ton, sondern auch DTS- und Dolby Digital-Multichannel mit
anbietet - ein großes Lob für eine so geballte Ladung Innovation! Das Schöne
daran ist aber auch, dass Denon bei der Preisgestaltung nicht den Boden unter
den Füßen verloren hat: 1.299 EUR wechseln für den in schwarzer oder
silberner Version lieferbaren DVD-3910 den Besitzer - ein sehr fairer Preis,
auch hier kann zumindest momentan kein anderer Playerhersteller
"mitbieten".

Wer hat Angst vorm schwarzen Mann? Die Konkurrenz sollte sich
auf jeden Fall auch vor dem "dunklen" DVD-3910 in Acht nehmen
Also ein Spitzengerät für die schöne, neue, digitale Welt -
setzt Denon voll auf das digitale Heimkino? Wir können Verfechter der guten
alten Analogverbindung gleich an Ort und Stelle beruhigen - auch für eine
akkurate analoge Signalverarbeitung hat Denon alles mit ins ausladenden
Playergehäuse gepackt, was gut, teuer und "State of the Art" ist.
Gleich zwei 216 MHz/12-Bit-Video-D/A-Wandler kümmern sich um die Wandlung der
Videodaten, einer übernimmt den Part für die progressive Signalverarbeitung,
der andere ist für die Interlaced-Datenausgabe zuständig. Selbstverständlich
vertraut Denon auch bei der digital-analogen Wandlung der Audiodaten auf
besonders hoch entwickelte 192 kHz/24-Bit-Wandler der renommierten Experten von
Burr Brown. Vier dieser teuren Wandler
arbeiten in diskretem Aufbau. Integriert in den DVD Universalplayer sind auch Bassmanagement und
Laufzeitanpassung für DVD-Audio und SACD. Ferner sorgt Denons anerkannt gutes AL24 Processing
Plus für einen detaillierteren und spritzigeren Klang, und auch ein HDCD-Decoder fehlt nicht im gigantischen
Ausstattungspaket. Noch mehr Features gefällig? Überhaupt kein Problem, denn
auch das Video Processing des internen Video-Equalizers und der
Bildverbesserer-Sektion setzt Maßstäbe über die Preisklasse hinaus. Besonders
erwähnenswert wäre die Denon Pixel Image Correction-Schaltung (DPIC)-Schaltung,
die Bildschärfe und visuelle Natürlichkeit entscheidend verbessern soll.
Finish
Überlegt anstatt nur hineingeworfen: Denons DVD-Player
bestechen immer wieder durch ihr sorgfältig aufgebautes Innenleben
Passt: Der DVD-3910 besitzt eine Verarbeitungsqualität, die
aus jeder Perspektive überzeugt
Der Denon DVD-3910 schlägt sich nicht nur in Anbetracht seines sehr
fairen Preises sehr
gut: Sein Gehäuse wirkt so hochwertig, dass manch teurerer Player vor Neid
erblassen dürfte. Die dicke Metallfront und die
ausladenden Abmessungen schaffen eine Boliden-gemäße Optik und ein sehr
soliden, langlebigen Gesamteindruck. Dazu passt auch die sehr stabil wirkende Laufwerkslade, deren Geräusch beim
Herausfahren etwas lauter ist, als man aufgrund der edel-gedämpft wirkenden
Konstruktion vielleicht spontan annehmen dürfte. Richtig für Unruhe sorgt die
Lade jedoch nie, denn das Geräusch klingt in höchstem Maße gesund und auch
nach zigmaligem Betätigen nie so, als stünde ein mechanischer Defekt
unmittelbar bevor. Um störende Resonanzen weiter zu unterdrücken,
stattet Denon die Laufwerkslade mit einer speziellen Proteinbeschichtung aus.
Richtig gelagert: Die Lade macht einen sehr soliden Eindruck
Gelungene Feinheiten
wie die bei Betrieb aufleuchtenden DVD-Audio- oder SACD-Logos auf der Gerätefront sind ebenfalls für diese Preisklasse
herausragend, die Gerätefüße fallen massiv und hochwertig aus, so dass man
hier geneigt ist, zu glauben, dass sie tatsächlich das Vibrations- und
Resonanzverhalten verbessern. Der Blick in die Ausstattungstabelle zeigt denn auch, dass
Denon eine Menge Vorkehrungen getroffen hat, um den DVD-3910 durchdacht zu konstruieren: Die hermetische Abschirmung des Laufwerks minimiert störende
Interferenzen mit anderen Baugruppen und sorgt für ein niedriges Laufgeräusch
- wie unsere Testreihen zeigen, sind Denons akustische Bemühungen von Erfolg
gekrönt, denn der DVD-3910 läuft angenehm rund und leise. Damit jede
Baugruppe auch wirklich nur ihrer Arbeit nachgeht und keine andere bei der
Ausübung ihrer Tätigkeit stört, setzt Denon auch bei diesem Modell auf eine
Kammerstruktur im Geräteinneren - ganz gleich, ob Netzteil, Audio- oder
Video-Signalverarbeitung - jede Funktionseinheit arbeitet streng
separiert.
Gediegenheit zeigt sich auch im Detail: Die hochwertigen
Gerätefüße des DVD-3910
Auch die
Gehäuserückseite fällt nicht aus dem Rahmen, fest und akkurat ist jeder der
zahlreichen Ein- und Ausgänge eingepasst. Das Display mit DOT-Matrix-Auflösung
ist für die Preisklasse absolut in Ordnung. Die mitgelieferte Fernbedienung besteht aus Kunststoff, was für die Preisklasse
auch kein Verbrechen darstellt. Für einen Anflug von Hochwertigkeit sorgt die
Beleuchtungsmöglichkeit für die wichtigsten Funktionselemente - im Vergleich
zum Hauptgerät kann der IR-Controller aber nichts Außergewöhnliches bieten.
Insgesamt erreicht der DVD-3910 in dieser Disziplin nahezu ein Optimum für
seinen Kaufpreis - er kostet kein Vermögen, aber er sieht zweifellos so aus,
als hätte er mindestens 2.000 EUR an Investitionsvolumen verschlungen. Wer noch
mehr Verarbeitungsqualität möchte - bitte sehr: Der Onkyo DV-SP1000E
beweist, was maximal geht. Aber er kostet auch locker beinahe das Vierfache des
DVD-3910. Viel beeindruckender ist, dass der DVD-3910 selbst im Vergleich zum
3.500 EUR-"Brocken" Marantz DV-12S2
nicht wirklich ins Hintertreffen gerät - das zeigt deutlich, was der Kunde
bei Denon an fühl- und sichtbarer Qualität geboten bekommt.
Bewertung     
Ausstattung
Der DVD-3910 verfügt über eine Ausstattung, die, wie oben
bereits beschrieben, Maßstäbe setzt. Damit Sie nicht den Überblick verlieren,
haben wir zunächst eine Tabelle zusammen gestellt, die Ihnen die wichtigsten
Ausstattungsmerkmale aufzählt - die Highlights werden dann anschließend
ausführlich beschrieben.
-
HDMI- und DVI-Schnittstelle plus internem Scaler
-
i.link- und Denon Link-Interface
-
DVD-Audio- und SACD-Player
-
Bassmanagement für DVD-Audio und SACD
-
Laufzeitanpassung für DVD-Audio und SACD
-
Burr Brown 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler
-
216 MHz/12-Bit-Video-D/A-Wandler x 2 plus Analog Devices NSV
-
Dual Discrete Video Circuit (DDVC)
-
Faroudja DCDi für Progressive Scan-Signalausgabe
-
Denon Pixel Image Correction (DPIC)
-
Aufwändiger Video EQ mit Gamma-Kurve
-
Denon AL24 Processing für alle Kanäle
-
Pure Audio Mode
-
HDCD-Decoder
Digitale Interfaces
Mit i.link, Denon Link, HDMI und DVI verfügt der DVD-3910 über
alle momentan auf dem Markt befindlichen State Of the Art-Digitalinterfaces. Denon Link und i.link sind für die
Tonübertragung, DVI ist für die Bildübertragung, HDMI für Bild und Ton zuständig. In den folgenden
kurzen Texten stellen wir die Schnittstellen kurz vor.
Denon Link:
DenonLink ist eine digitale Verbindung für Gerätevernetzung
untereinander via RJ-45-Stecker. Die Datenübertragung erfolgt 3 x so schnell
wie bei IEEE1394 FireWire. Die maximale Datentransferrate beträgt 1,2 Gbps dank
LVDS (Low Voltage Differential-Übertragung), damit ist das System geeignet für
die digitale Übertragung von DVD Audio- und SACD-Signalen. Mittels Denon Link
hat man die Möglichkeit, ein volldigitales Bassmanagement und eine
Laufzeitanpassung auch beim Abspielen von DVD Audio- oder SACD-Discs zugänglich
zu machen. Die Datenübertragung erfolgt über abgeschirmte "Twisted
Pair"-Kabel (STP). Auf die erste Version von DenonLink folgte Denon Link
S.E. (Second Edition). Die 2. Auflage hat gegenüber der ersten den Vorteil,
dass nun zusätzlich die Daten von DVD Audio-Discs mit Kopierschutz ohne Qualitätsverlust
im Originalformat (z.B. 96 kHz/24-Bit-6-Kanal oder 192 kHz/24-Bit 2-Kanal)
mittels des Denon Link-Kabels übertragen werden können. Bislang war eine
derartige Übertragung nur bei nicht kopiergeschützten DVD Audio Discs möglich.
Das DVD-Konsortium hat der uneingeschränkten Übertragung von digitalen
Signalen durch Denon Link zugestimmt, da Denon Link nun dem
"4C"-Standard aus der PC-Branche entspricht. Durch eine ausgeklügelte
digitale Kopierschutz-Kennung werden digitale Kopien effektiv verhindert.
Die nun aktuelle dritte Version von DenonLink ist neben dem Transport von DVD
Audio-Signalen auch für SACD-Signale geeignet. Der AVC-A1SR mit Upgrade, der
AVC-A1SRA und der AVR-3805 sind bereits für den Empfang von SACD-Signalen gerüstet, die Zertifizierung in
Bezug auf die SACD-Signalausgabe für Denons DVD-Player ist gerade im Gange.
Selbstverständlich können über Denon Link auch PCM- und Bitstream-Signale (Dolby
Digital und DTS) übertragen werden, so dass man zwischen DVD-Player und
AV-Verstärker/-Receiver mit nur einem RJ45-Kabel für die gesamte Übertragung
aller Toninformationen auskommt. In unserer Testpraxis funktionierte die
Verbindung mit einem Denon AVC-A1SRA ohne Schwierigkeiten. Nur für SACDs ist, wie beschrieben, Denon Link noch
nicht funktionsfähig - bald wird diese Hürde aber auch noch überwunden
sein.
i.link:
Mittels i.link können DVD Audio- und SACD-Daten auf digitalem
Weg aus dem DVD-Player herausgeführt werden. I.link ist eine Handelsmarke für
die Norm IEEE1394 ("FireWire"), eine
Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle für digitale Audio- und Videodaten. PCs,
digitale Camcorder und andere Arten audiovisueller Geräte sind mit einer
solchen Schnittstelle schon momentan ausgerüstet, Die Tendenz ist steigend. Da
eine i.link-Buchse gleichzeitig Daten senden und empfangen kann, reicht ein
einziges Kabel als Verbindung. Von der i.link-Buchse werden alle Arten von digitalen
Audiosignalen ausgegeben, mit denen der jeweilige Player kompatibel ist. So auch
SACD- und DVD Audio-Signale. Um DVD Video-Discs, DVD-As und SACDs mittels i.link
Connection abspielen zu können, müssen die angeschlossenen Geräte mit dem
DTCP-System (Digital Transmission Content Protection) kompatibel sein. Ist ein
angeschlossenes Gerät nicht DTCP-kompatibel, wird nur der CD-Ton wiedergegeben.
Diese Maßnahmen sind aus Gründen des Kopierschutzes erforderlich. Beide
i.link-Geräte erkennen sich normalerweise und zeigen ihren Partner im
jeweiligen Display an, beim Anschluss mehrerer Geräte werden die aktive Geräte angezeigt.
Mit dem DVD-3910 und dem Pioneer VSA-AX10i-S funktionierte
die Verbindung während des Testbetriebs reibungslos, beide Komponenten haben
sich erkannt, im Display des Pioneer AV-Verstärkers tauchte der Schriftzug
"DVD-3910" als Gerätekennung auf. Die Signalübertragung aller
Signalarten gab keinerlei Probleme.

Das bieten aktuell nur der Denon DVD-3910 und der DVD-2910:
HDMI plus DVI-D-Schnittstelle
HDMI:
Beim High Definition Multimedia Interface, kurz HDMI, werden auf
digitaler Ebene nicht nur Bild- oder Tondaten, sondern Bild- und Tondaten in höchster
Qualität transportiert. HDMI überträgt sowohl digitale Videodaten
(Bilddaten), als auch digitale Audiodaten. Und das alles in einem integrierten
Kabel mit 19-poligem Miniatur-Stecker (siehe Bild oben). Da keine Kompression
vorgenommen wird, entstehen keine Qualitätsverluste. Durch die hohe Bandbreite
verarbeitet HDMI alle digitalen Formate. Audiodaten bis zu Frequenzen von 192
kHz mit Wortbreiten von bis zu 24 bit auf bis zu 8 Kanälen können übertragen
werden.

Neuland: Die Denon-Entwickler nutzen die
Multichannel-Fähigkeit von HDMI konsequent aus und öffnen das HDMI-Interface
für unkomprimierte (LPCM) und komprimierte Multichannel-Anwendungen (Dolby
Digital/DTS)
Denon nutzt diesen Vorteil, wie bereits beschrieben, auch aus.
Die Bandbreite für Videodaten liegt bei bis zu 165 MHz. Damit lassen sich alle
heute in der Home-Cinema-Welt eingeführten Bild- und Tonformate einschließlich
HDTV (bis zur derzeit höchsten Auflösung von 1080p) ohne Qualitätsverlust
darstellen. Dies garantiert flexible Einsatzmöglichkeiten und
Zukunftssicherheit, denn in den Spezifikationen von HDMI sind Reserven
eingearbeitet, die bereits höhere Übertragungsraten zukünftiger Bild- und
Tonformate berücksichtigen. So nutzt HDMI selbst für die derzeit am höchsten
auflösende HDTV-Variante nur etwa die Hälfte seiner potentiellen Bandbreite
von 5 GB/sec. Wer nun z.B. einen DLP-Videoprojekor mit DVI-Interface sein eigen
nennt, der ins Auge gefasste Zuspieler aber bringt einen HDMI-Ausgang mit, muss
sich nicht grämen: HDMI und DVI sind zueinander kompatibel, denn HDMI basiert
auf DVI und ist zu 100% abwärtskompatibel zu DVI. Das bedeutet, dass sich
DVI-Signale (via DVI-HDMI-Adapter-Kabel) über die HDMI-Schnittstelle übertragen
lassen. In der anderen Richtung wird allerdings nur eine Untermenge der
HDMI-Signale an die DVI-Schnittstelle übertragen (aufgrund der erweiterten Übertragungsmöglichkeiten
von HDMI, die DVI nicht mitbringt). Möglich ist die Kompatibilität auch
deshalb, weil HDMI das gleiche Kopierschutzverfahren wie DVI nutzt: HDCP (High
Bandwidth Digital Content Protection). Als weiteres Feature unterstützt HDMI
integrierte Fernbedienungen. HDMI unterstützt die Protokolle CEC (Consumer
Electronics Control) und AV.link, beides Protokolle die sich für universelle
Fernbedienungen durchgesetzt haben, wobei AV.link der in Europa vorherrschend
Standard ist. Damit ist es möglich, mehrere über HDMI verbundene Komponenten
über eine Fernbedienung und eine Infrarot-Strecke zu steuern. Durch die
bidirektionale Datenübertragung ergeben sich weitere flexible Steuerungsmöglichkeiten.
Für den Anwender ergeben sich dadurch viele Vorzüge. Nur ein Beispiel: Ein
digitaler Fernseher oder AV-Receiver kann einem digitalen Sat-Receiver übermitteln,
welches seine gerade eingestellten Bild- und Tonformate (z.B. 16:9 oder
4:3/Letterbox oder 5.1 oder 2-Kanal-Stereo) sind. Dieser übermittelt dann seine
digitalen Informationen automatisch in der entsprechend passenden Einstellung.
DVI
Bislang
erfolgte die Übertragung der Videodaten in praktisch allen Fällen noch auf
analogem Wege, das heißt, die digitalen Daten von der DVD mussten im DVD-Player
mittels eines Digital-/Analog-Konverters in analoge Bilddaten umgewandelt
werden. Obwohl die D/A-Konverter immer besser wurden, entstand bei dieser
Wandlung - wie üblich bei solchen Verfahren - ein Verlust an Bildqualität, der
bei sehr edlen DVD-Player mit besonders hochklassigen Videodaten-Konvertern
gerade bei aktuellen Highend-Geräten zwar sehr gering, manchmal aber doch
sichtbar ausfällt. Je nach der Art des
Bildwiedergabegeräts standen auch am anderen Ende des Bildsignalwegs noch
weitere Transferaktionen an. So benötigt z.B. ein DLP-Projektor zur Ansteuerung
seiner Spiegel-Panels im Inneren ein digitales Signal. Also muss im DLP-Beamer
nochmals ein Analog-/Digital-Konverter eingesetzt werden, der die ankommenden
analogen Bilddaten wieder auf die digitale Ebene transformiert. Viele, aber
nicht alle Plasmaschirme (der Pioneer PDP-434HDE
z.B. braucht kein analoges Signal, er arbeitet voll digital)
oder ein LCD-Projektor benötigen zwar zur Ansteuerung der einzelnen Pixel ein
analoges Signal - doch bevor die Pixels angesteuert werden, muss das ankommende
Signal erst auf die native Auflösung des jeweiligen Displays skaliert werden.
Dieses "Scaling" findet auf digitaler Ebene statt. Also wird auch hier
das eingehende Signal zwecks Skalierung zunächst von der analogen in die
digitale Ebene gewandelt und anschließend, nach der Skalierung, wieder zurück.
Um diesen bislang umständlichen Video-Signalweg entschieden zu vereinfachen,
wurde die Schnittstelle DVI (Digital Visual Interface) entwickelt. Auf digitalem
Wege werden hier Bilddaten vom DVD-Player mit DVI-Ausgang zum Bildwiedergabegerät
mit DVI-Eingang geschickt. Wer an den Kauf von DVI-Equipment denkt, sollte
verschiedene Dinge beachten: Es gibt ein DVI-D ("D" steht für "Digital")-Interface,
das nur digitale Daten ausgeben kann - und einen DVI-I ("I" steht
für "integriert")-Interface, das zusätzlich noch analoge Daten
bereit stellt. Der DVD-3910 hat einen DVI-D-Ausgang. Unbedingt müssen Quell- und Zielgerät den HDCP (High
Bandwidth Digital Content Protection)-Kopierschutz unterstützen, damit eine
problemlose Wiedergabe möglich ist. Der DVD-3910 unterstützt HDCP.
Video-Features

Übersichtlich: Das Video-Basismenü des DVD-3910
Interner Scaler:

Der Meister der Signale: Auf der Gerätefront (Bild) und auf
der Fernbedienung kann sowohl die
digitale Videoschnittstelle (DVI oder HDMI) als auch das Ausgabeformat bei Aktivierung
des internen Scalers ausgewählt werden
Wenn der DVD-3910 digital über das DVI- oder das HDMI-Interface
(umschaltbar auf der Gerätefront) mit dem
Bildwiedergabegerät verbunden ist, kann man den internen Scaler nutzen. Dieser
rechnet die Standard-Auflösungssignale (480p/NTSC bzw. 576p/PAL) auf 720p oder,
wahlweise, auf 1080i hoch. Im Test überzeugte der Scaler durch seine hohe
Arbeitsqualität, nur minimales Bildrauschen und praktisch keine Artefakte bzw. zitternde
Objekte beeinträchtigten das Bildvergnügen. Zu loben ist die ausgezeichnete
Plastizität. Doch dazu später mehr.

Einsam an der Spitze: Für knapp 1.300 EUR verbaut Denon
extrem hochwertige Video-Baugruppen
DCDi von Faroudja für akkurate Progressive
Scan-Bildsignalverarbeitung
Hauptaufgabe des im Denon verbauten De-Interlacing-Prozessors
der Vision-Experten von Faroudja ist eine schnelle und präzise Erkennung des
Quellmaterials - ganz gleich, ob Kinofilm-DVD oder Interlaced-Reisedokumentation auf DVD
- der DVD-3910 analysiert selbstständig den Bildinhalt und wendet die geeignete
Form des De-Interlacings an. Zum Hintergrund: Nur eine eigenständig
arbeitende Bildinhalts-Analysefunktion, die das Quellmaterial genau untersucht,
um dann anschließend die richtige Art der progressiven Aufbereitung auszuwählen,
garantiert in der Praxis eine hervorragende Progressive-Bildqualität; die
progressive Aufbereitung ist schwieriger, als man vielleicht spontan denkt. Zunächst
muss der DVD-Spieler immer herausfinden, ob Interlaced- oder
Filmmaterial vorliegt. Liegt Filmmaterial vor, muss der DVD-Spieler dieses für
die DVD in Halbbilder aufgezeichnete Material wieder zusammen setzen, der Player
muss also aus zwei zusammengehörigen Halbbildern das ursprüngliche Vollbild
rekonstruieren. Genau dieses Können auch ohne eigenständige, ständige
Quellmaterialanalyse direkt am Anfang bei der Bestimmung des Materials auf einer
DVD möglich und ist mitunter unter dem Begriff "Film
Mode" bei DVD-Playern zusammengefasst.
Voraussetzung ist allerdings, dass
der Film korrekt gekennzeichnet ist und es dem Player somit möglich macht, die
zusammengehörigen Bilder ausfindig zu machen. Dieser Film Mode ist statisch,
erkennt einmal das Filmmaterial und
gerät in Schwierigkeiten, wenn die DVD nicht eindeutig gekennzeichnet ("geflagt")
ist und somit kein durchgängiges problemloses Auslesen des Filmmaterials
ermöglicht, sondern ab und zu für den Interlaced-Betrieb vorgesehene Kennungen
das De-Interlacing nachhaltig stören. Der DVD-Spieler, der nur einen Film-Mode besitzt,
kommt durcheinander, da er nicht mehr weiß, welche Halbbilder zusammengehören. Bei nicht
korrekter Kennzeichnung verfällt der Player darum in die Interlaced-Wiedergabe,
weil das Quellmaterial nicht mehr als Filmmaterial gekennzeichnet ist und der
DVD-Spieler als Folge die einzelnen
Halbbilder nicht mehr exakt erkennen und korrekt zusammenfügen kann.
Hier schlägt nun die große Stunde der Player mit ständiger
Quellmaterial-Überwachung: Der
DVD-3910 nimmt in solchen Fällen eine selbstständige Analyse des Quellmaterials
vor und wählt gegebenenfalls die geeignete Form des De-Interlacings bei
falschen Flags, die sonst für einen Rückfall des Players in die
Interlaced-Wiedergabe sorgen würden. Der DVD-3910 nimmt bei plötzlich
auftretender falscher Kennzeichnung der DVD gleich eine Kombination aus dem
Zusammensetzen zweier Halbbilder bei Standbildfolgen oder sich nur sehr
unwesentlich verändernden Bildinhalten ("Weaving") und aus der
Errechnung eines zweiten Halbbildes durch Interpolation bei bewegtem
Bildmaterial ("Bobbing") vor. Handelt es sich eindeutig wieder um
Filmmaterial, wird wieder das dann zum Einsatz kommende De-Interlacing
angewendet. Bei wirklichem Video-Material, wie z.B. Fernsehserien und
Konzertmitschnitten, erreicht der Denon auch sehr gute Ergebnisse, denn hier
wendet der Player ebenfalls die bereits eben erwähnte Kombination aus Weaving
und Bobbing an, um eine ansprechende Progressive-Aufbereitung sicherzustellen. Insgesamt
bietet Denon beim DVD-3910 gleich fünf Progressive-Modi an:

-
AUTO 1 für Filmmaterial
-
AUTO 2 für 30-Frame-Filmmaterial
-
VIDEO 1 für herkömmliches Videomaterial
-
VIDEO 2 für Bildmaterial mit nur wenig Bewegung
-
VIDEO 3 für Bildmaterial mit viel Bewegung
Zwei 216 MHz/12-Bit Video-D/A-Wandler
Denon verbaut gleich zwei dieser hochwertigen
Digital-Analog-Wandler, einer kümmert sich um Progressive- , der andere um
Interlaced-Signale. Denon nennt diesen aufwändigen Aufbau Dual Discrete Video
Circuit - die Signalverarbeitung für Interlaced- und Progressive-Betrieb ist
komplett getrennt und unabhängig voneinander. Störende Beeinflussungen
können so effektiv minimiert werden, was eine Optimierung der Interlaced- und
der Progressive-Darstellung mit sich bringt. Zudem verfügen die Video-D/A-Konverter
über NSV (Noise Shape Video), um die
Bildqualität weiter zu verbessern. Die Arbeitsweise von NSV: Noise Shape Video verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit vielfachem
Oversampling und Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in
einen höheren Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in
einen Teil des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder
Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters leichter eliminiert werden
kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im
Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder, kurz
gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion.
Denon Pixel Image Correction (DPIC)
Oftmals gibt es digitale Schaltungen, die nur laut dem
Hersteller die Bildgüte der DVD auf ein nie gekanntes Niveau heben. In der
Praxis jedoch gibt es nicht selten gar keine Verbesserung, in einigen wenigen
Fällen sogar eine visuelle Verschlechterung. Auch Denon verspricht sich
bildstärkende Großtaten von der neu entwickelten DPIC-Schaltung - doch anstatt
inhaltsleere Marketing-Gags an den Start zu bringen, löst DPIC, abrufbar über
das vertikale und horizontale Enhancement im Video-EQ, tatsächlich die
Versprechungen ein: Das Bild wirkt bestechend scharf und plastisch. Was macht
DPIC im einzelnen? Denons Bildverbesserer nimmt sich der Konturen der Objekte,
die auf dem Bildwiedergabegerät gezeigt werden, nachdrücklich an. Anhand von 9
Pixeln wird der Einfluss einer Korrektur auf einen einzigen zu korrigierenden
Bildpixel untersucht - mit anderen Worten: Es findet eine Analyse des Umfeldes
statt, um das zu verbessernde Element nicht nur zur besseren Hervorhebung nach
zu bearbeiten, sondern, was für ein homogenes Gesamtbild wichtig ist, auch
wiederum harmonisch ins Gefüge zu integrieren. Die Analyse- und
Korrekturarbeit von DPIC umfasst mehrere Parameter: Das System erkennt und
bearbeitet die Pixel horizontal, vertikal und diagonal, um die Anpassung und den
Effekt zu optimieren. Das Resultat des Aufwands: Im Gegensatz zu herkömmlichen
Picture-Enhancern, die eine gesteigerte Bildschärfe oft mit einer verminderten
visuellen Natürlichkeit erkaufen, bietet DPIC durch die nahtlose Integration
des Pixes in seine "Umwelt" eine nach wie vor hohe Natürlichkeit des
Bildes. Die Verwendung verschiedener aufwändiger Algorithmen für
Helligkeits- und Farbsignale sowie eine effiziente Rauschunterdrückung
helfen, ein sichtbares, überzeugendes Ergebnis zu ermöglichen.
Aufwändiger Video-EQ
Zu einem wahren Highend-Player gehört ein Video-EQ, der zum
einen genügend Speicherplätze für individuelle Komplett-Settings mitbringt
(damit für verschiedene DVDs/Actionfilm, Sport-DVD oder Anime-Film jeweils ein
komplett anderes Setup gefahren werden kann), zum anderen aber vom
Funktionsumfang und von der Wirkungsweise kein nettes Spielzeug darstellt,
sondern wirklichen, sichtbaren Nutzen verspricht. Bei Denon trägt man dem
Anspruchsdenken dieser Homecineasten Rechnung - auch die Flexibilität des
Video-EQs überzeugt, denn er ist auch bei der DVI- und HDMI-Bildsignalausgabe
aktiv und nicht, wie öfters, lediglich für die analoge Bildsignalsausgabe
vorgesehen. Bei der digitalen Bildsignalausgabe sind allerdings die
"normalen" Schärferegler deaktiviert, DPIC (horizontaler/verikaler
Enhancer) ist jedoch aktiv. Bei der analogen Bildsignalausgabe arbeiten die
normalen Schärferegler plus DPIC.

Praxisgerecht: Gleich fünf Speicherplätze für individuelle
Justagen hält der Video-EQ des DVD-3910 bereit
Alle Einstellungen im Überblick:
-
Bildmenü 1: Kontrast (-6 bis +6), Helligkeit (0 bis +12),
Schärfe (Mid, -6 bis +6), Schärfe (High, -6 bis +6),
Grün-/Rot-Farbbalance (Hue, für NTSC-Bildsignale, -6 bis +6), CCS (0 bis
+3) für die Entfernung der Farbsignal-Komponente bei Bildern, in denen die
Farbsignalkomponente mit dem Helligkeitssignal gemischt ist. Diese Funktion
ist nur bei Progressive-Wiedergabe abrufbar.
-
Bildmenü 2: Weißpegel (-5 bis
+5), Chroma Level zur Regelung der Farbdichte (-6 bis +6), Chroma-Delay
(Regelt die Zeitverschiebung des Helligkeitssignals gegenüber des
Farbsignals, -2 bis +2), DNR, "Digital Noise Reduction", 0 bis +6
einstellbar, effektiv arbeitende Rauschreduktion - nur über +4 sollte sie
tunlichst nicht eingestellt werden, das Bild wirkt dann unnatürlich.
-
Bildmenü 3/Enhancer V, einstellbar von 0 bis +11, führt zu
einer Verstärkung der vertikalen Konturen des Bildes, Enhancer/H führt zu
einer Verstärkung der horizontalen Konturen des Bildes - das ist die
Funktion zum Einstellen der Wirkung des oben beschriebenen "DPIC".
-
Zusätzlich: Umfangreiche Gammakorrektur. Durch nochmaliges
Drücken der "Enter"-Taste werden die Gammawerte nicht mehr
Zahlen, sondern in Form einer Gammakurve angezeigt.

Gammakorrektur
richtig gemacht: Mittels umfangreicher Einstellmöglichkeiten kann wirklich
sichtbar optimiert werden

Gamma
2: Die Werte sind auch in Form einer übersichtlichen Kurve einstellbar
-
Gammakurve: Der DVD-3910 bietet nicht nur eine simple
Gamma-Korrektur, sondern eine exakt einstellbare Gammakurve. Im Menü für
die Gammakurve ist ein Graph enthalten, dessen horizontale Koordinate den
Helligkeitspegel des auf der DVD enthaltenen Bildes darstellt, die vertikale
Koordinate gibt Auskunft über die Helligkeit zum Zeitpunkt der
Bildsignalausgabe durch den DVD-3910. Wenn helle Punkte des auf der Disc
gespeicherten Bildes auf die dunklen Punkte der Bildausgabe-Seite des Denon
justiert werden, werden die unter normalen Bedingungen schwer zu erkennenden
feinen Teile des hellen Bildbereichs nun sichtbar - was der Bildqualität
sehr zuträglich ist, da nicht einfach Objekte im hellen "Nichts"
verschwinden. Wenn dunkle Punkte des auf der Disc gespeicherten Bildes auf
die hellen Punkte der Bildausgabe-Seite des Denon justiert werden, werden
die unter normalen Bedingungen schwer zu erkennenden feinen Teile des
dunklen Bildbereichs nun sichtbar - was der Bildqualität sehr zuträglich
ist, da nicht einfach Objekte im dunklen "Nichts"
verschwinden.
Audio-Features
Wie inzwischen bei einer ständig wachsenden Anzahl an
DVD-Player-Modellen üblich, kann der Denon sowohl DVD Audio- als auch SACD-Software
wiedergeben. DVD Audio und SACD verfolgen beide das identische Ziel - Audiodaten
in früher ungekannter Qualität und Authentizität aufzubereiten - auf
unterschiedlichen Wegen. Kurz stellen wir einige Eckdaten der beiden Systeme
vor.
DVD Audio
Setzt man eine lineare Pulse Code
Modulation (PCM)-Codierung voraus, so ergibt sich bei einer Single-Layer-DVD
(DVD-5) bei Stereoausgangsmaterial und einer 48 kHz-Abtastrate sowie einer
Wortbreite von 24 Bit eine Abspielzeit von 258 Minuten. Bei einer DVD-9 (Eine
Seite, zwei Layer, das meistgebräuchliche Format für Spielfilme auf DVD Video)
wächst die Spielzeit auf 469 Minuten an. Erhöht man die Abtastrate auf das bei
DVD Audio mögliche Maximum von 192 kHz, bleiben im Falle DVD-5 noch 64 und im
Falle DVD-9 noch 117 Minuten übrig. Dies gilt für eine Stereo-Aufnahme,
anders sieht es im Mehrkanalmodus aus. Hier ist es zwar, wie schon erwähnt,
wegen der maximalen Datenrate nicht möglich, mit einer Abtastfrequenz von 192
kHz zu arbeiten, 96 kHz, kombiniert mit einer Wortbreite von 24 Bit, sind aber
realisierbar. Nutzt man dies aus, bliebe bei einer LPCM-DVD noch eine Spielzeit
von 43 Minuten (DVD-5) beziehungsweise 78 Minuten auf einer DVD-9. Zu wenig, so
die einhellige Meinung der DVD Audio-Macher, also musste die Spielzeit erhöht
werden - aber bitte nicht mit Hilfe eines verlustbehafteten
Komprimierungsverfahrens. Im Computerbereich sind verlustfreie Packing-Verfahren
nichts besonders. Viele PC-Anwender werden das Programm "WinZip"
kennen, mit dessen Hilfe Dateien effektiv "gepackt", das heißt in der
Dateigröße reduziert werden können, um so den Versand via e-mail oder das
Abspeichern auf einer CD-R oder einer Diskette zu erleichtern. Nach dem
"Entpacken" des Programms ist dann wieder alles im Ursprungszustand,
also kein Verlust ist durch das "packen" von Daten entstanden. Nach
diesem Prinzip arbeitet nun auch "Meridian Lossless Packing", kurz MLP
genannt. Hier
ist das decodierte Audiosignal mit dem PCM-Signal bitidentisch, MLP decodiert
mit hoher Präzision Bit für Bit. Wie stark komprimiert wird, hängt vom
Programmmaterial und von den eingestellten Parametern ab. Umso höher die
Bitrate und die Auflösung, umso höhere Bitraten lassen sich erreichen. Gebräuchlich
sind Kompressionswerte zwischen 1,3 und 1,7, aber teilweise auch
deutlich höhere Werte bis zu 50 Prozent. Anders ausgedrückt: MLP kann die
Spielzeit einer DVD Audio von 25 bis 55 Prozent erhöhen.
SACD
Bei der SACD, die entweder als Modell mit zwei Layern (einer
für normalen CD-Betrieb, einer für den SACD-Betriebsmodus) oder als reine
1-Layer-SACD ausgelegt ist, sind keinerlei visuelle Features wie bei der
DVD-Audio vorgesehen. Besonderheit der SACD ist der spezielle, direkte Signalweg
bei der Datenwandlung. Ein moderner Delta-Sigma-Wandler arbeitet mit mindestens
64fachem Oversampling und einer Auflösung von einem Bit. Er besteht aus zwei Blöcken:
einem analogen Modulator und einem digitalen Filter. Der Modulator ist dabei
prinzipiell nur ein analoger Komparator (Komparatoren sind Kippschaltungen, die
beim Über- oder Unterschreiten der Referenzspannung definierte Spannungswerte
am Ausgang annehmen) mit 2 analogen Eingängen und einem digitalen Ausgang,
Delta), dem ein Tiefpaßfilter als Integrierer (Sigma) vorgeschaltet ist.
Gleichzeitig wird von der Eingangsspannung das durch einen 1bit DA-Wandler rückgewandelte
Ausgangssignal wieder abgezogen (Differenzverstärker), so dass der Komparator
bei jedem Vorgang wieder zurückgesetzt wird. Dadurch entsteht ein 1bit
Datenstrom, der Bitstream: steigt die Amplitude des Analogsignals an, überwiegt
am Ausgang des Komparators „1“. Fällt sie, überwiegt „0“. Ist die
Amplitude konstant, halten sich „0“ und „1“ die Waage. Das analoge
Signal kann nun unmittelbar durch Integration, also durch einen einfachen Tiefpaß,
wiedergewonnen werden - und genau dieses Konzept verfolgen Sony und Philips mit
der SACD (Super Audio CD), bei der das Signal (Direct Stream Digital, DSD) eines
mit 2,82 MHz getakteten Bitstreamwandlers prinzipiell direkt auf die SACD, einem
DVD-ähnlich aufgebauten Datenträger (nicht kompatibel zu DVD Video/Audio)
aufgezeichnet wird, daher kommt auch die Bezeichnung "Direct Stream
Digital".
Die Initiatoren der SACD sehen große Vorteile in ihrem Konzept.
Sie argumentieren, dass bei der SACD durch die DSD-Technik die Wandlung
von analog zu digital und zurück viel einfacher als bei PCM sei - durch die
Vereinfachung des Signalwegs: Im A/D-Wandler wird kein Downsampling
gebraucht, und auf der Seite des D/A-Wandlers kein Upsampling - was durch die
direkte Verarbeitung der originalen 1-Bit-Werte überflüssig wird.
Allerdings wäre ohne Zusatzmaßnahmen der Rauschabstand sehr schlecht, denn
ergibt sich bei 64facher Überabtastung eine Dynamik von nur 24,08 dB - nicht
geeignet für anspruchsvolle Audio-Anwendungen. Die Problem der zu geringen
Dynamik wird durch das sogenannte "Noise Shaping" gelöst. Das
Rauschspektrum, das durch den 64fachen Bitstreamwandler hinzukommt, wird in hohe
Frequenzen außerhalb des Hörbereiches verschoben. (Das gleiche Prinzip wird übrigens
auch bei NSV, Noise Shape Video, im Videodatenbereich einsetzt. NSV verwendet
Multi-Bit-Sigma-Processing mit vielfachem Oversampling und Bit-Shuffling, um das
Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren Frequenzbereich zu
verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil des Frequenzspektrums
vornehmen, in dem das Video- oder Konvertierungsrauschen mittels eines analogen
Filters leichter eliminiert werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem
hohe Linearität im Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen
mehr, oder, kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate
Signal-Reproduktion), Dies geschieht bereits durch den analogen Integrierer, der
dem Eingangs-Differenzverstärker nachgeschaltet ist: Dieser dämpft die
Frequenzanteile, die spektral weit von der Abtastfrequenz und ihren Vielfachen
liegen. Das Resultat ist ein deutlich vermindertes Quantisierungsrauschen, das
zu hohen Frequenzen hin jedoch exponentiell ansteigt. Ein 18bit Delta-Sigma
Wandler erreicht 110dB Rauschspannungsabstand bei 100 Hz, bei 20 kHz beträgt er
noch 90 dB und bei 50 kHz noch 80 dB.
Weitere Features
Laufzeitanpassung und Bassmanagement für SACD und
DVD Audio
Sehr gut: Das Time Alignment arbeitet im SACD- und
DVD-A-Betrieb ebenfalls
Perfekt: Auch ein Bassmanagement für DVD-Audio und
SACD ist mit an Bord
Besser als gewöhnlich: Denons Testtongenerator gibt eine
präzise Einpegelhilfe und ist nicht nur für eine grobe Anpeilung zuständig
En internes Bassmanagement für den DVD Audio- und SACD-Einsatz stellt die
Kompatibilität zu allen Arten von Lautsprechersystemen sicher. Damit ist der
DVD-3910-Eigner in der Lage, im SACD- oder DVD Audio-Betrieb die Basssignale von
Lautsprechern auf den Subwoofer umzuleiten. Die Lautsprechergröße wird dann im
Setup auf "small" eingestellt. Ursprünglich war es im DVD-A-Standard
und auch in den SACD-Vorgaben so vorgesehen, dass nur fünf identische, große
Standlautsprecher, von denen jeder auch für die Wiedergabe tiefer Frequenzen
ausgelegt ist, eingesetzt werden. Daher gab es in den Anfangzeiten von DVD-A und
SACD nur eine Lautsprechergröße: "large". Einstellen konnte man
nichts, daher war man als Besitzer kompakter Boxen, die zur Erzeugung eines
nennenswerten Bassdrucks unbedingt einen aktiven Subwoofer benötigen, leider
auf der "Verliererstraße" - dies hat nun ein Ende, denn immer mehr
hochwertige Player bringen ein Bassmanagement mit. In der Praxis erweist sich
dieser Schritt als äußerst sinnvoll, da kompakte Lautsprechersysteme auch bei
akustisch anspruchsvollen Hörern immer öfters aus optischen und raumökonomischen
Erwägungen heraus in Betracht kommen. Die Güte solcher kompakten Schallwandler
ist auch, wie unsere Tests belegen, in der letzten Zeit deutlich gestiegen.
Besonders löblich beim DVD-3910 ist zusätzlich, dass es sogar eine
einstellbare Subwoofer-Übernahmefrequenz gibt, so dass indivuell angepasst
werden kann (Option: "Filter", einstellbar sind 40/60/80/100/120 Hz). Für den DVD
Audio- und den SACD-Betrieb steht zusätzlich eine Laufzeitanpassung zur Verfügung. Die
Laufzeitanpassung (englisch "Time Alignment") sorgt dafür, dass das
Tonsignal, wenn die einzelnen Boxen einen unterschiedlichen Abstand vom Hörplatz
haben, bei 5.1/6.1/7.1- Lautsprechersystemen an jedem Lautsprecher zeitgleich
ankommt. Hinzu kommt beim DVD-3910 ein hochwertiger interner Dolby
Digital- und DTS-Decoder.
Denon AL24 Processing
Der DVD-3910 verfügt über AL24 Processing für alle Kanäle. Der
Denon-eigene Alpha-Prozessor soll digitale Signale mit möglichst makelloser
analoger Wellenform wiedergeben und unterdrückt störende
Quantisierungsverzerrungen bei der digital/analogen Signalverarbeitung, die die
Klangreinheit einschränken. Normalerweise entstehen bei der Rückwandlung eines
quantisierten Signals, also der Wandlung von einem Digitalsignal in ein
Analogsignal, sogenannte Quantisierungsverzerrungen, die abhängig sind von der
Anzahl der Bits des Digitalsignals. Das analoge Signal weist durch diese
Verzerrungen keine Kontinuität auf, sondern ist je nach Bitzahl mehr oder
weniger treppenförmig. Da eine normale CD nur 16 Bit Tiefe aufweist, greift
genau hier das AL24 Processing und poliert die 16 Bit auf bis zu 24 Bit hoch.
Dadurch sind die eben beschriebenen Treppenformen drastisch reduziert, und eine
möglichst stufenlose analoge Wellenform ist das Ergebnis. Besonders bemerkbar
macht sich das System bei feinen musikalischen Details, die prägnanter
reproduziert werden. Für die gelungene Wiedergabe besonders von hochwertigen
klassischen CDs oder von Jazz-Discs eignet sich AL24 Processing ausgezeichnet.
Beeindruckend ist auch die gute Durchzeichnung, was einen vielschichtigen und
brillanten Klang möglich macht.

Alles sauber aufgebaut: Beim DVD-3910 sind noch separate, mit
teuren Baugruppen bestückte Platinen für die Audioverarbeitung zuständig
Burr Brown 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler
192 kHz/24-Bit D/A-Wandler stecken heute in jedem billigen DVD-Audio- oder
SACD-Player, sogar mancher preiswerte DVD-Video-Spieler verfügt über Konverter
mit solcher Samplingrate und Bittiefe. Also ist dieses Ausstattungsdetail auf
den ersten Blick nichts Besonderes und keine Erwähnung Wert. Wer so denkt,
liegt gründlich daneben, denn Wandler ist nicht gleich Wandler, und Denon wäre
nicht Denon, wenn man nicht auch bei dieser Baugruppe auf sehr hochwertige
Komponenten zurückgreifen würde. Bereits die Bestückung mit vier diskret
arbeitenden Einheiten zeugt von höherem Aufwand, und auch die Auswahl des
Herstellers - Burr Brown ist neben Wolfson weltweit bekannt für
hochwertige D/A-Wandler und produziert höchst präzise agierende Bauteile, die
ein reines, akkurat erzeugtes analoges Signal bereit stellen.
Pure Direct-Mode
Für möglichst reinen audiophilen Klanggenuss verfügt der DVD-3910 über
eine programmierbare Pure Direct-Funktion. Die Stromversorgung der Videosektion,
das Gerätedisplay und die digitalen Ausgänge können wahlweise abgeschaltet
werden - der Anwender kann frei bestimmen, welche dieser drei maximal
möglichen Optionen in Betrieb bleiben und welche nicht. Das heißt: Man kann
alle drei Optionen ausschalten, aber auch z.B. nur die Videosektion oder nur das
Gerätedisplay und die digitalen Ausgänge.
Ein Ausstattungswunder zum fairen Preis - mit dieser Kombination setzt der
DVD-3910 momentan Maßstäbe.
Bewertung     
Multimedia/Laufwerk
Leisetreter: Hinter dieser soliden Lade arbeitet ein Laufwerk,
das nur wenig Geräuschemissionen verbreitet. Die Fehlerkorrektur ist in
Ordnung, aber nicht sensationell - da geht noch mehr
Auch während des Einlesens ist das Laufwerk sehr leise, die Fehlerkorrektur ist in Ordnung, aber nicht überdurchschnittlich: DVDs und CDs mit deutlich sichtbaren Kratzern werden zwar entgegen genommen, bei der Wiedergabe aber zeigen sich schon ab und zu Aussetzer und blockartige Pixelbildungen. Sehr stark zerkratzte Scheiben nimmt der DVD-3910 auch mal nicht entgegen. Einwandfrei der
Layerwechsel, dank 8 MB Pufferspeicher ist nichts mehr vom Wechsel von Layer 1 zu Layer 2 zu merken.
Disc Type Check:
DVD-Video/DVD-Audio/SACD: Kein Absturz, keine Unregelmäßigkeiten – alles in bester Ordnung.
CD/CD-R: Auch hier nahm der Denon jeden Rohling und jede Audio-CD entgegen – vorausgesetzt, das Medium ist nicht zu stark zerkratzt, gibt es hier keine Probleme.
DVD-R mit MP3-Sets: Auch hier keine Probleme, flotter Einlesevorgang, sehr guter Sound, voller Bass, klare Höhen, keine digitalen Störgeräusche - aber es gibt öfters mal Aussetzer, die allerdings darin begründet liegen, dass ein etwas stärker als normal zerkratztes Medium im Player liegt. Das MP3-Menü ist sehr schlicht und wirkt altbacken. Wer Wert auf alle MP3-Features legt, wird aber auch nicht zu diesem Gerät greifen. Daher ist auch die Abwesenheit einer ID3-Tag-Anzeige zu verschmerzen.
DVD-R mit Filmmaterial: Problemloses Einlesen, keine Bildfehler
DVD-RW Video Mode: Schnelle Wiedergabe in guter Qualität.
DVD-RW Video Recording (VR) Mode: Keine Wiedergabe möglich
DVD+R: Keine Probleme, tadelloses Bild, keine Artefakte
CD mit jpeg-Bildern: Einlesevorgang dauert etwas bei großen Bilddateien, gerade über
HDMI/DVI extrem gute Bildqualität – so gut sahen jpegs noch nie in unseren Testläufen aus! Denons Integration ist damit in Bezug auf die Bildqualität die momentan beste.
MP3-CD: Keine Probleme – Klang tadellos.
CD-R mit jpeg-Bilddateien und MP3-Files: Nur getrennte, aber nicht gemeinsame Wiedergabe von MP3-Stücken und Bildern möglich.
SVCD: Problemlose Wiedergabe unserer Demo-Scheiben.
Bewertung     
Anschlüsse
Hervorragend: Die Anschlussauswahl des DVD-3910
Die Anschlussbestückung ist momentan weltweit einzigartig,
weil sowohl ein DVI- als auch ein HDMI-Interface vorhanden ist und derjenige
Anwender, der hochauflösende Audiosignale aus dem DVD-3910 herausleiten möchte,
dies sowohl mittels Denon LInk (momentan für DVD-Audio freigegeben) als auch
via i.link (IEE1394, DVD-Audio und SACD) veranlassen kann. Natürlich haben wir
für Sie alle digitalen und analogen Anschlüsse in der Übersicht
zusammengefasst:
- Video analog: 1 x FBAS, 1 x S-Video, 1 x YUV,
- Video/Audio analog: 1 x Scart (inklusive RGB)
- Audio analog: 1 x 5.1, 1 x 2-Kanal-Stereo
- Video digital 1 x DVI
- Video/Audio digital 1 x HDMI (YUV oder RGB Signal einstellbar/Video,
2-Kanal/Multichannel einstellbar/Audio)
- Audio digital: i.link in/out für i.link-Kette, 1 x Denon Link, 1 x
koaxial, 1 x optisch
- Sonstige Anschlüsse: RS232-Schnittstelle, Room-To-Room in/out (Remote
Control)
Bewertung     
Bedienung
Die Bedienung des DVD-3910 ist einfach - eine Leistung, die
besonders im Hinblick auf den extrem großen Funktionsumfang ein großes Lob
verdient. Problemlos ist beispielsweise der Umgang mit der Fernbedienung, bei
der die wichtigsten Funktionstasten leuchten, was eine einfache und schnelle
Bedienung auch im angedunkelten Heimkinoraum möglich macht. Die Positionierung
des Navigationskreuzes ist ebenso nahezu optimal wie die Tastenanzahl, so ist
eine übersichtliche Handhabung in keiner Situation ein Problem.
Tadellos: Die Fernbedienung macht die Handhabung des DVD-3910
sehr einfach
Klassenstandard: DOT-Matrix-Display mit gutem Kontrast
Das Kapitel springen geht recht flott über die Bühne, durch einprägsame Erläuterungen
sind aber selbst weitergehende Funktionen wie der ausgezeichnete Video-Equalizer
einfach zu handhaben. Alle grafischen Benutzeroberflächen sind leicht
verständlich und schon nach kurzer Eingewöhnungszeit problemlos zu
bedienen. Die Einstellung für die Video-Bildsignalausgabe (DVI, HDMI etc.)
und, bei Anwahl eines digitalen Interfaces, die Auflösung (780p oder 1.080i)
kann man wahlweise am Gerät selber oder über die Fernbedienung vornehmen. Für Hektiker ist der DVD-3910 mit seinen teilweise etwas trägen
Menüs aber nicht das perfekte Gerät. Die DVD-/CD-Lade kommt auf
Anforderung auch erst nach kurzer Zeit, dafür aber sehr präzise und trotzdem
recht rasch herausgefahren.
Bewertung     
Testequipment
Bild
1. Testbilder HDMI/DVI
Bei sämtlichen Testbildern die Auflösung betreffend zeichnete sich der DVD-3910 durch sein reines, klar strukturiertes flimmerfreies Bild aus. Keine Zeilen zitterten, alles „saß“ so perfekt wie ein Maßanzug.
Die Farbwiedergabe reiner Farben wollte dem DVD-3910 ausgezeichnet gelingen, so leuchtet das reine, satte Rot in großer Strahlkraft und schafft so einen tiefen Bildeindruck von hoher visueller Brillanz.
Der Kontrast überzeugt voll und ganz - bei allen Testbilder gefällt zum einen das hohe Kontrastverhältnis, zum anderen die saubere Abstimmung – es finden keine unschönen Überstrahlungseffekte statt, die die Bildharmonie beeinträchtigen würden.
Bei De-Interlacing-Testbildern stellt der DVD-3910 sein hohes Können unter Beweis und bringt eine tadellose Arbeit sowohl bei Film- als auch bei Videomaterial zustande. Locker besteht der Denon auch Tests, bei denen bewusst mit falschen Flags gearbeitet wird. Ein einfacher DVD-Player, der nur über ein De-Interlacing ohne eigenständige Analyse des Quellmaterials verfügt, würde aus dem Tritt kommen und bei falscher Markierung in den Interlaced-Modus zurückfallen, was sich in Form von Flimmern zeigen würde.
Bei verschiedenen Testbildern mit realen Motiven stellt der Denon sein Können erneut unter Beweis. Da es sich aber um Standbilder handelt, können wir in Bezug auf die Bewegungsdarstellung nichts sagen – dazu mehr im Test-Durchgang mit realen Filmsequenzen. Bei den hochqualitativen Standbildern fällt wiederum die tiefe, satte Farbwiedergabe auf – der Denon liefert ab Werk Farben, die fast völlig neutral sind, nur einen minimal kräftigen Einschlag haben. Dieser minimale Einschlag jedoch setzt das visuelle Sehvergnügen nicht herunter, sondern erhöht es, da die visuelle Brillant wächst und die Strahlkraft der Farben stärker zum Ausdruck kommt. Bereits in der normalen 576p- oder 480p-Auflösung gibt der DVD-3910 ein extrem scharfes und fein gezeichnetes Bild zum Bildwiedergabegerät weiter. Beispielsweise bei Blättern von Pflanzen oder zeigt sich, wie sauber und akkurat der Denon hier ein fast schon greifbares, plastisches Bild erzeugt. Alle Farbverläufe sind exakt gezeichnet, der hervorragende Kontrast stellt auch hier ein sehr lebendiges und dynamisches Seherlebnis sicher.
Testbilder YUV-Progressive
Auflösungstechnisch leistet sich der DVD-3910 keinerlei Schwächen und begeistert durch die feine Auflösung, die auch kleine Details ausgezeichnet und sehr klar einarbeitet.
Der Kontrast, den der DVD-3910 bereits in der Werkseinstellung bereit stellt, ist hervorragend – wie auch beim digitalen Anschluss gibt es keinerlei unschönen Überstrahlungseffekte.
Wie sich bei entsprechenden Testbildern zeigt, kommt der Denon aber nicht nur mit stark kontrastierenden Bildanteilen glänzend zurecht, sondern er schafft es auch, bei sehr differenzierten Dunkelgrau-/Schwarzabstufungen und bei variantenreichen Hellgrau-/Weiß-Schatterierungen noch alle Bildanteile akkurat herauszustellen – keine Objekte verschwinden im dunklen oder hellen Einheitsbrei.
Die Testbilder mit reinen Grundfarben gibt der DVD-3910 auch bei analogem Anschluss weit überdurchschnittlich wieder – die Farben beeindrucken mit hoher Ausdruckskraft und tiefer, satter sowie reiner Darstellung. Rauschen ist praktisch nicht auszumachen, auch wenn man genau hinschaut.
Das De-Interlacing enttäuscht auch bei der Signalausgabe über den YUV-Ausgang nicht – der hochqualitative Faroudja-De-Interlacer arbeitet auch bei der analogen Signalausgabe, was man von einem DVD-Player-Boliden wie dem DVD-3910 auch erwarten kann. Die Bewegungsdarstellung und die Detailauflösung überzeugt, auch von falsch gesetzten Flags lässt sich der Denon nicht aus der Ruhe bringen und offeriert immer noch ein makelloses Progressive-Bild.
Exzellent stellt der DVD-3910 alle Real-Testbilder auch analog angeschlossen dar. Durch die hochwertige D/A-Wandlung, die der 216 MHz/12-Bit-Video-D/A-Konverter zur Verfügung stellt (er arbeitet nur für die Progressive-Wiedergabe, für Interlaced gibt es einen 2. Wandler, wie oben bereits beschrieben) gibt es weder unpassende Schattenmuster noch unschöne Doppelkonturen – es sauberes, kontrastreiches und extrem scharfes Bild ist die Folge. Die leuchtenden Farben können auch hier überzeugen, analog angeschlossen stellt der Denon ebenfalls eine hohe Plastizität zur Verfügung, die einen weitläufigen, sehr frischen und natürlichen Bildeindruck ermöglicht.
Zum Scaler
Besonders imposant gelingt natürlich die Wiedergabe, wenn man zusätzlich den internen Scaler aktiviert und z.B. auf die Ausgabe von 720 p-Signalen einstellt. Verfügt man über ein Bildwiedergabegerät, dass die horizontale 720 p-Auflösung nativ darstellen kann (nur dann macht der Scalereinsatz Sinn), ist das Ergebnis im höchsten Maße stimmig. Der Scaler arbeitet mit vorzüglicher Genauigkeit und produziert keine zitternden oder versetzten Objekte, die sich störend aufs Gesamtbild auswirken könnten. Der DVD-3910 ist stark auf ein scharfes, detailreiches Bild hin optimiert – daher entsteht beim Hochskalieren minimales Bildrauschen, das jedoch selbst beim genaueren Hinsehen nicht wirklich stört. Die Vorteile überwiegen, und die bestehen in einem sehr scharfen Bild mit exakt eingearbeiteten Details und einem hohen Maß an Plastizität. Dies lässt sich alles nochmals steigern – lesen Sie gleich unsere ausführliche Beschreibung von DPIC im Kapitel „Video-EQ“. Die Konkurrenten haben eine etwas andere Auslegung – der Pioneer DV-868AVi beispielsweise bringt beim Upscaling das
glatter wirkende Bild zustande, Bildrauschen gibt es fast keins. Aber: Das Bild
sieht synthetischer aus und hat weniger Tiefgang. In den Punkten Detailtreue und maximale Gesamtbildschärfe bietet der DVD-3910 mehr.
Zum Video EQ:
Der Video EQ ist nicht nur umfangreich ausgestattet, sondern auch sehr gut dosierbar. So kann man mit der Kontrasteinstellung im Detail optimieren, nur zu hoch sollte man die Korrektur nicht einstellen, damit die Bildharmonie im vollen Umfang gewährleistet bleibt. Sehr gut gelungen ist DPIC – weil ein Enhancement in
getrennt einstellbarer horizontaler und vertikaler Bearbeitung zu einem Schärfeanstieg führt, der sich nicht belastend auf die Natürlichkeit des gesamten Bildes auswirkt. Wir raten, um DPIC optimal und effektiv einzusetzen, zu verschiedenen Vorkehrungen: Die normalen Schärferegler, die im Video EQ ebenfalls zur Verfügung stehen, tunlichst NICHT zusätzlich zu DPIC verwenden.
Im digitalen Betrieb muss man sich hier keine Gedanken machen, da die normalen
Schärferegler hier außer Betrieb sind. Bei analogem Anschluss aber hat man die
Chance, sich das Bild nachhaltig zu verunstalten, wenn man eine Kombination aus
den normalen Schärfereglern und dem auch dann aktiven DPIC verwendet. Folge einer kombinierten Version ist ein nicht mehr absolut natürliches, klares und homogenes Bild. Es ist am besten, wenn man ausschließlich dem DPIC-Enhancement die Steigerung der Bildgüte überlässt. Dies heißt jedoch auch: Sollte Ihr Bildwiedergabegerät über einen Video-EQ verfügen, so sollte dieser nicht eingesetzt werden. Für eine effektive Wirkung von DPIC ist es unerlässlich, dass alle Schärfeparameter im Video-EQ des Bildwiedergabegeräts in der 0-Position justiert sind.
Besondere Wirkung zeigte DPIC bei unseren Testläufen vor allem bei DVDs, die ein recht glattes, rauscharmes Bild haben, aber nur über eine gute und nicht über eine sehr gute Detailtreue und Maximalschärfe verfügen. Hier kann man mit dem horizontalen und dem vertikalen Enhancer sehr gut nachbessern und eine Bildqualität schaffen, die nicht nur eine gesteigerte Maximalbildschärfe, sondern auch eine verbesserte Detailtreue und eine verbesserte Plastizität beinhaltet. In Verbindung mit einer leichten Kontrastoptimierung und eine optimal angepassten Gammakurve ist ein noch dreidimensionalerer, tieferer Bildeindruck möglich, der besonders gut dann zum Ausdruck kommt, wenn man zusätzlich den Scaler einsetzt und, wie in unseren Testläufen, DVD-Quellmaterial beispielsweise auf 720 p hochrechnet. Auch diese Operation bringt eine Steigerung der Detailauflösung mit sich, im Zusammenspiel mit DPIC ist dann eine herausragende Bildgüte möglich, die nur ganz wenige Player weltweit erreichen können. Lediglich der Onkyo DV-SP1000 enteilt dem Denon, dieser jedoch kostet nahezu viermal so viel – daher kann man keinen ernst gemeinten Vergleich ziehen.
Die beiden DPIC-Einstellparameter können durchaus bis Stufe 5 oder 6 (max. +11) verwendet werden. Allzu zaghaft braucht man bei der Justage nicht zu sein, durch das ausgeklügelte Verfahren zur Schärfeoptimierung bleibt die Bild-Natürlichkeit praktisch in vollem Umfang erhalten. Nur bei extremen Einstellungen, die etwa ab +8 beginnen (natürlich auch abhängig vom Quellmaterial und vom Bildwiedergabegerät), leidet die Bildharmonie, und es entstehen unnatürlich wirkende Überschärfungseffekte. Aufpassen sollte man mit stark rauschendem, in Bezug auf die Konturen sehr unscharfem Material: Hier zeigt sich deutlich, dass auch DPIC nicht zaubern kann. Kleine Optimierungen lassen sich bei vorsichtigem Einsatz erzielen, aber auch der DVD-3910 schafft es verständlicherweise nicht, aus schlechtem Ausgangsmaterial plötzlich rundherum gutes zu zaubern. Daher das DPIC-Fazit: Am besten eignet sich DPIC, um aus DVDs mit guter Bildschärfe und Detailtreue DVDs mit sehr guter Bildschärfe und Detailtreue zu machen. Die Arbeitsweise von DPIC gefällt durch das Vermögen, die geschärften Strukturen sehr homogen ins visuelle Umfeld einzuarbeiten. Ohne zu übertreiben, kann man DPIC als Volltreffer bezeichnen. Wir kennen kaum einen DVD-Spieler aus unserem Testalltag, der einen ähnlich guten Bildschärfe-Enhancer mitbringt.
Reale Filmsequenzen sowie De-Interlacing von
Videomaterial, digitale und analoge Bildsignalausgabe:
Bei „Asterix und Obelix: Mission Cleopatra“ kann der Denon bereits in der Anfangssequenz vol punkten: Bei der analogen Bildsignalausgabe über YUV fällt die überragende Farbwiedergabe der bräunlichen Töne auf, die so richtig erdig und wirklichkeitsnah wirken. In Kleopatras Palast sind die Säulen und Figuren exzellent herausmodelliert, die überragenden Kontrastverhältnisse zeichnen den DVD-3910 auch hier aus. Absolutes Spitzenniveau wird dann erreicht, wenn man den HDMI- oder den DVI-Ausgang aktiviert und den internen Scaler auf 720p einstellt. Gerade bei dieser DVD, die eine exzellente Detailtreue und eine hohe, gleichzeitig aber natürliche Bildschärfe bereit stellt, kann der Denon sein gesamtes Können voll ausspielen. Auch die schwierige Aufgabe, die Gesichter der Protagonisten wie live vor dem Publikum stehend darzustellen, meistert der Denon souverän: Jedes Detail in den Gesichtern wird akkurat herausgearbeitet. Bei feinen Strukturen, beispielsweise den Fliesen auf dem Palastboden oder dem Wüstensand „outside“, merkt man nicht nur, wie gut das Upscaling der Bildqualität tut: Vielmehr kann man selbst bei dieser visuell überragenden DVD durch DPIC noch leichte Verbesserungen erzielen. Die Kleidung aller Akteure erstrahlt in brillanten, leuchtenden Farben, das gesamte Bild ist mit einem gefälligen Glanz versehen.
Bei „Gladiator“ fangen wir diesmal mit 720p und HDMI-Signalausgabe an – und die Brillanz zeigt sich sofort beim Universal-Logo, das mit großer Strahlkraft überzeugt. Beginnt dann der Film, so gibt der DVD-3910 die den Film eröffnende Schlacht und die darauf folgenden Szenen in jeder Beziehung überragend wieder: Seien es die metallischen, von vielen Schlachten mitgenommenen Teile der
Soldaten-Rüstungen oder das majestätische Blau der Fahnen – jede Einzelheit verschmilzt summa summarum zu einem vielschichtigen Bild, das die Spannung
der Schlacht und die Reaktionen danach visuell ausgezeichnet wiedergibt. Im
Heerlager überzeugt das warme licht der Fackeln, das der Denon nicht mit einer übertrieben blassen oder übertrieben intensiven Einfärbung sehr realitätsnah wiedergibt. Die Bewegungsdarstellung in der Schlacht gefällt durch flüssige, nie ruckartige Bewegungen, die Detailtreue bleibt auch hier praktisch in vollem Umfang erhalten. Geht es um die analoge Signalausgabe, so erreicht der DVD-3910 nicht nur sehr gute Resultate – nein, das Ergebnis gehört mit zum Besten, was wir jemals gesehen haben, nicht nur in diesen preislichen Regionen: Vor allem die großartige Bildschärfe und die feinfühlige Detaileinarbeitung sind absolut gelungen.
Der zweite Teil der „Mumie“ mag inhaltlich nicht besonders eindrucksvoll sein – die Bildqualität aber ist überdurchschnittlich gut. Hat man einen passenden Partner wie den DVD-3910, dann sieht das Ergebnis bereits bei analogem Anschluss überdurchschnittlich akkurat aus: Der große Sturm von der Armee des Skorpionkönigs gleich zu Anfang des Films zeigt erneut die exzellente Bewegungsdarstellung und den Hang zur extremen Detailtreue. Das Blau des Himmels leuchtet kräftig, die Farbe des Wüstensandes ist bestens ausbalanciert.
Eine noch größere Begeisterung folgt bei der 720p-Ausgabe via HDMI. Dann wird eine Plastizität erreicht, die
zum Besten gehört, was machbar ist - nur sündhaft teure Highend-Boliden bieten
nochmals mehr Greifbarkeit und Tiefenwirkung. Sehr schön ist das Können des
DVD-3910 nachzuvollziehen, als aus dem Nichts eine Oase entsteht, nachdem der Skorpionkönig, um sein Leben zu
retten, sich auf ein unheilvolles Bündnis mit Spätwirkungen einließ. Die aus dem Boden schießenden, feingliedrigen Palmen beeindrucken in ihrer präzisen Pracht, alle Einzelheiten der Vielfalt der Flora gibt der Denon zum Bildwiedergabegerät weiter. In der nächsten Szene, die in unheimlichen unterirdischen Gängen spielt, zeigt der DVD-3910 wieder einmal, wie ein ausgezeichnetes Kontrastverhältnis auszusehen hat: Jede Kleinigkeit wird auch in der Dunkelheit mit viel Sorgfalt betont.
„Training Day“ ist eine der bildstärksten Warner-DVDs – und der Denon macht dies auch deutlich. Dass gerade diese DVD eine herausragende Detailtreue besitzt, sieht man hier, beim Anschluss über HDMI und bei Einsatz des internen Scalers, schon in der ersten Szene, als die Skyline präsentiert wird. Aber beim Blick in die Gesichter der Akteure
sieht man, dass der DVD-3910 seinen Job praktisch mustergültig ausfüllt: Die Haut wird authentisch dargestellt, die Kleidung wirkt sehr
plastisch (auch die verschiedenen Schwarztöne von Lederjacke und Pullover von
D. Washington werden sehr gut wiedergegeben), der dreidimensionale Effekt ist auf hohem Niveau. Die
regennasse Straße, die Washington und Hawke überqueren, und die
Inneneinrichtung von Washingtons Auto wirken sehr scharf und exakt
durchmodelliert. Die
Das De-Interlacing von Videomaterial gelingt dem DVD-3910 ebenfalls vortrefflich. Hilfreich beim passenden De-Interlacing sind die drei weiter oben beschriebenen Video-Modi, die, je nach Quellmaterial, eine exakte Anpassung ermöglichen. Ganz gleich, ob Standbilder, leicht bewegtes Material oder normale Filme wie z.B. TV-Produktionen, die mit Interlaced-Kameras aufgenommen wurden: Der DVD-3910 wendet, die richtige Einstellung vorausgesetzt, die passende Form des De-Interlacings an. Für die meisten Signalquellen in Interlaced passt der Video 1-Modus, der für normales Videomaterial ausgelegt ist. Hat man z.B. eine Sportübertragung auf DVD, in der viele schnelle Bewegungen vorkommen, bietet sich der Video 3-Modus an, der besonders auf die flüssige Wiedergabe sehr schneller Bewegungsabläufe optimiert ist. Wer sich Videomaterial ansieht, das aus Standbildern und wenig bewegten Sequenzen besteht, kann die Video 2-Betriebsart anwählen. Von Nutzen ist sie bei langsamen, geruhsamen Kameraschwenks über Landschaften hinweg und bei
Standbild-Sammlungen. Bild interlaced analog/Anschluss
über Scart-RGB Man
darf nicht vergessen: Bei allem "Hype" um Progressive Scan, DVI und
HDMI schließt momentan noch der überwiegende Teil der Anwender ihren
DVD-Player mittels einer analogen Scart RGB-Interlaced-Verbindung an das
Bildwiedergabegerät, in Falle dieser Verbindungsart meist ein herkömmlicher
Röhrenfernseher, an. Auch, wenn diejenige Klientel, die sich für den DVD-3910
primär interessiert, bestimmt im Gegensatz zur breiten Masse zu einem großen
prozentualen Anteil über ein Bildwiedergabegerät mit DVI- oder HDMI-Interface
oder zumindest mit YUV-Progressive-Eingang und Signalverarbeitung verfügt, kann
man noch nicht automatisch voraussetzen, dass alle Kaufinteressenten für den
DVD-3910 automatisch die aktuellen Signalübertragungsarten nutzen. Also
schauten wir auch beim Interlaced-Bild genau hin - der Denon erreicht auch hier
sehr lobenswerte Beurteilungen. Die satte, kräftige Farbwiedergabe, der
exzellente Kontrast und die saubere, brillante Gesamtdarstellung sorgen dafür,
dass sich der DVD-3910 auch in Verbindung mit älteren, sehr hochwertigen 32-
oder 36 Zoll-TV-Geräten sehr gut macht. Nur sollte man es
sich nicht antun und diesen Spitzenplayer in Verbindung mit einem 1.000
EUR-Durchschnitts-16:9-Röhren-TV betreiben - es sei denn, man hat zumindest
mittelfristig vor, den Fernseher gegen ein höherwertiges Exemplar der gleichen
Gattung oder am besten gleich gegen ein gutes Plasma oder einen tadellose
Projektor zu ersetzen. Der alte TV muss ja nicht weg, sondern kann in Verbindung
mit einem ansprechenden, preiswerten Einstiegs-DVD-Player beispielsweise in der
Bibliothek oder im Schlafzimmer Verwendung finden. Wer hochklassige, einige
Jahre alte Röhren-TVs, z.B. von Loewe, Metz oder Grundig einsetzt, kann diese
Kombination hingegen bei normalen visuellen Ansprüchen noch eine Weile laufen
lassen - denn die Bildgüte des Denon überzeugt auch hier voll und ganz, und
nicht jeder möchte seinen teuer erworbenen Designer-TV bereits nach 3 Jahren
wieder mit riesigem Verlust verkaufen. Das visuelle Erlebnis, das der DVD-3910
bereit stellt, lohnt ohne Zweifel auch hier, selbst wenn man einen Großteil der
Features nicht nutzt. Der eigens für ein Interlaced-Betrieb zuständige 216
MHz/12-Bit Video-D/A-Wandler jedenfalls brilliert ohne Einschränkung und
liefert viel Detailtreue.
Der DVD-3910 und die Konkurrenz

Meßlatte:
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Sieht man sich den DVD-3910 in Bezug auf seine Konkurrenten an, dann wird rasch deutlich, dass Denon mit diesem Player ein ausgesprochen gelungenes Exemplar auf die Beine gestellt hat. Im direkten Vergleich kann beispielsweise der Pioneer DV-868AVi nicht ganz das Niveau des Denon halten. Immer noch ist der DV-868AVi ein ausgezeichneter DVD-Player, in den Punkten Detailtreue und maximale Bildschärfe fällt er jedoch hinter den DVD-3910 zurück. Hauptvorteil des Pioneer ist das minimale Rauschen beim Upscaling, dafür aber ist das Bild nicht so scharf und plastisch wie beim Denon, der etwas mehr Rauschen produziert. Der DVD-3910 schlägt, obwohl er nur halb so teuer ist, visuell gesehen auch den DVD-A11, der in Bezug auf die Detailtreue und auch den Kontrast nicht die selben extrem guten Werte aufweisen kann. Was die analoge Bildwiedergabe angeht, kann der Denon sogar den brillanten Toshiba SD-9500 knapp in Schach halten – ein Beweis dafür, wie gut der DVD-3910 gelungen ist.
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Ton
Akustisch ist es ebenfalls höchst beeindruckend, was der
DVD-3910 zu bieten hat. Als besonderer Vorteil seien hier nochmals das
Bassmanagement sowie die Laufzeitanpassung für die DVD-Audio- und die
SACD-Wiedergabe aufgeführt, so kann man auch als Besitzer eines
Subwoofer-/Satellitensystems oder eine Kombination aus kompakten
Regallautsprechern und einem leistungsstarken Subwoofer das komplette akustische
Frequenzspektrums genießen, wenn man keinen AV-Receiver mit i.link-Eingang
besitzt. Wer einen solchen in Betrieb hat, kann den DVD-3910 auch mittels
i.link mit dem AV-Receiver oder -Verstärker verbinden und dann die
hochauflösenden Signale digital aus dem Player herausleiten. Wer nun denkt,
dies sei die absolut zeitgenössische und auch bessere Art der
Signalübertragung, liegt zwar nicht falsch, aber auch nicht grundsätzlich
richtig.
Der Vorteil der i.link-Übertragung liegt zweifelsohne darin,
dass das Signal seinen Weg vom Player zum Receiver oder Verstärker noch in
digitalem und damit weniger störungsanfälligem Zustand überbrückt. Auch
längere Distanzen sind kein größeres Problem. Bei analogen 5.1-Verbindungen
hingegen sollte immer darauf geachtet werden, dass DVD-Player und
Verstärker/Receiver nicht zu weit auseinander stehen - 0,5 bis 1 Meter sind
Strecken, die mit einem analogen 5.1 Kabel in hochwertiger Qualität ohne große
akustische Beeinträchtigungen gehandelt werden können. Also spricht doch
vieles für i.link - oder? Bevor man dies begeistert bejaht, sollte man
sich mit der Güte der D/A-Wandler im verwendeten AV-Receiver oder
-Verstärker auseinander setzen. Denn nur, wenn diese eine ausgezeichnete
Konversation, die auf dem Level der hervorragenden Burr Brown-Wandler im
DVD-3910 oder darüber liegen sollte, durchführen können, profitiert man auch
hörbar vom theoretischen Signalgütevorsprung durch den digitalen Transport vom
Player zum Receiver/Verstärker. Also: Lieber einen analog-digitalen Vergleich
bei der Datenübertragung hochauflösender Audiosignale veranstalten und
sich erst dann entscheiden. Wahre Profis verbinden auf beiden Wegen, denn es
kann z.B. sein, dass im DVD-Audio-Betrieb die Verbindung via i.link die bessere
ist, während bei SACD die analoge Verbindung im akustischen Vorteil ist.
Wie dem auch sei, feststehendes Faktum ist, dass die Burr
Brown-Wandler ihrer Arbeit mit großem Eifer nachgehen, denn im
DVD-Audio-Betrieb kann der DVD-3910 auch anspruchsvolle Anwender überzeugen. Er
klingt sehr natürlich, klar und transparent, wem Frische,
Lebendigkeit und Genauigkeit über alles geht, der findet im Denon einen
praktisch optimal passenden Partner. Im direkten Vergleich hört sich der doppelt so
teure Denon DVD-A11 in Nuancen noch knackiger
an, zudem bietet der große Bruder etwas mehr Volumen im Surroundbereich - einen
großen Vorsprung kann er sich aber nicht herausarbeiten. Beide Denons haben - allerdings
nur im DVD-A-Betrieb, SACD unterstützt der SD-9500 nicht - im Toshiba SD-9500
einen extrem hartnäckigen Konkurrenten. Allerdings muss man hier die
Vergleichsbedingungen klar stellen. Der SD-9500 verfügt weder über ein
Bassmanagement noch über eine Laufzeitanpassung im DVD-A-Modus. Das heißt, man
sollte über ein Boxen-Setup verfügen, in dem fünf als groß kategorisierbare
Schallwandler in zumindest annähernd gleichem Abstand vom Hörplatz aufgestellt
sind. Sind diese, zugegebenermaßen in der Praxis nicht allzu oft anzutreffenden
Voraussetzungen erfüllt, dann ist der Zuhörer verblüfft: Denn dann legt der
Toshiba eine derartige Transparenz und Frische an den Tag, die er zudem mit
einem exakt passenden, nie übertriebenen, aber auch nie zu schlanken Volumen
kombiniert, dass nicht nur beide Denons Federn lassen müssen: Auch der
ebenfalls außerordentlich gute Marantz DV-12S2
muss sich mächtig anstrengen - in die Schranken weisen kann auch er den
Vollblut-DVD-Audio-Experten von Toshiba nicht. Das muss schon der Onkyo DV-SP1000E
übernehmen, der - auch nach diesem Test des Denon -
der mit deutlichem Abstand beste DVD-Player bleibt, den wir jemals getestet haben.

Großmusikmeister: Der solide DVD-3910 trumpft auch im SACD-
und DVD-Audio-Betrieb auf
Doch für seinen Kaufpreis ist der DVD-3910 ein
außergewöhnlich gelungenes Angebot. Wer deutlich unterschiedliche Abstände
der einzelnen Lautsprecher vom Hörplatz in seinem Hörraum hat und zudem nicht
fünf Lautsprecher, die in der Einstellung "groß" gefahren werden
können, einsetzt, stellt rasch fest, dass der DVD-3910 eine besonders gute Wahl
ist: Time Alignment und Bassumleitung funktionieren tadellos, der gebotene
Bassdruck ist immer stimmig und nie übertrieben, was bei Klassik-DVD-As und
SACDs von Vorteil ist. Bei Ludwig van Beethovens
dritter Symphonie (96 kHz/24-Bit DVD-A 5.1-Kanal) passt die Denon-Auslegung
absolut - genau die luftige, klare, fein auflösende räumliche
Wiedergabe wird geboten, die Klassik-Fans lieben. Bei Scheiben mit deutlichem tieffrequentem
Nachdruck wie der Frankie Goes To Hollywood-SACD "Rage Hard - the Sonic
Collection" aber zeigt der DVD-3910 sein anderes Gesicht und kann hier auch
kräftig hinlangen, was die nachdrückliche, akzentuierte Wiedergabe nachhaltig
beweist. Der etwas teurere
Konkurrent, der Pioneer DV-868AVi, bietet
mehr Fundament und Basskraft, aber nicht diese leichte, souveräne Natürlichkeit,
die den Denon auszeichnet. Der Klang
des DV-868AVI legt sich schwerer auf die Hörerschaft und nicht so
selbstverständlich und spritzig. Bei "Relax" und "Rage Hard" von Frankie goes to
Hollywood" spielt der Pioneer seinen mächtigen, wuchtigen Antritt
hervorragend aus und bringt hier sogar noch eine beeindruckendere
Nachdrücklichkeit zustande als der DVD-3910.
Der wiederum meistert die Wiedergabe von Eric Claptons Stimme bei "Believe
in Life", dem 4. Stück des Albums "Reptile" (Multichannel-DVD-Audio)
herausragend, hier ist genau das Feingefühl gefragt, das der Denon aufbietet.
Beim ersten Stück, dem "Titelsong" "Reptile", merkt man
auch, dass das feine Zupfen der Gitarre vom DVD-3910 ausgezeichnet in den
Hörraum transportiert wird. Der Pioneer schafft im direkten Vergleich zwar
eine tadellose Räumlichkeit, differenziert Stimmnuancen aber nicht so fein
durch.
Einige Anmerkungen sind zur SACD-Wiedergabe noch von Nöten.
Prinzipiell ist der DVD-3910 in der Lage, auch DSD, also Direct Stream Digital,
das Signalformat der SACD, ohne Wandlung in PCM-Material direkt zu
verarbeiten - die eingebauten Burr Brown-Wandler können dies problemlos.
Wenn man allerdings das Time Alignment benötigt, müssen die DSD- in PCM-Daten
gewandelt werden, da ein Time Alignment in der SACD-Spezifikation nicht
vorgesehen ist. On board auf dem SACD-Chip ist keine weitere Möglichkeit zum Eingriff ins direkte Signal mittels eines
Time Alignment integriert. Wer denkt, einen Unterschied hören zu können und
wer glaubt, die DSD-PCM-Wandlung brächte Verluste in Bezug auf die
SACD-typische Hochtonbrillanz mit sich, kann sich im Setup des DVD-3910
umschauen: Dort gibt es bei den akustischen Optionen auch die "Source
Direct"-Schaltung, die alle Lautsprecher auf "large" setzt,
zusätzlich aber den aktiven Subwoofer auf "an" belässt " Die
Lautstärke des Subwooferkanals erhöht sich bei einer SACD um +15 dB. Insgesamt
wird bei Source Direct auf das Time Alignment und damit auch eine Wandlung
DSD-PCM verzichtet.
Wer in solche akustischen Sphären vordringen möchte, sollte
sich allerdings auch vergewissern, dass der SACD-Filter im Setup anstatt auf 50
auf 100 kHz steht. SACD kann mit seinem enormen Vermögen Frequenzen bis zu 100
kHz darstellen - bei der 100 kHz-Einstellung findet dies Berücksichtigung, denn
der Filter schneidet erst oberhalb dieses Wertes ab. Diese Einstellung sollte
dann Verwendung finden, wenn Verstärker/Receiver und Lautsprecher solche extrem
hohen Frequenzen auch handhaben können. Alternativ bietet sich die 50
kHz-Einstellung beim Filter an, die alle Frequenzen oberhalb von 50 kHz
abschneidet. Viele werden sich nun fragen, wieso wir überhaupt über so hohe
Frequenzen reden - der Mensch hat schließlich nur begrenzte
Möglichkeiten, was die maximale Tonhöhe angeht, die er überhaupt noch
wahrnehmen kann. Des Rätsels Lösung, was DVD-A und auch SACD so authentisch im
erweiterten Hochtonbereich macht, liegt in den sogenannten
"Obertönen" und der Superposition.
Die Superposition (= Überlagerung) aller Frequenzen inklusive
der einzeln nicht hörbaren Obertöne bestimmen die Klangfarbe des jeweiligen
Musikinstruments. Das heißt: Auch wenn man die einzelnen Obertöne nicht direkt
mit dem menschlichen Gehör (das Töne von 20 Hz bis ca. 16 kHz aufnehmen kann)
wahrnehmen kann, sind sie für den gesamten Klang eines Instruments mit
verantwortlich und können so die gesamte, für das jeweilige Instrument
typische Klangcharakteristik erst exakt herausstellen. Je nach dem, WIE ein
Instrument gespielt wird, ändern sich die Superposition ebenfalls, will heißen:
Wenn ich eine beschwingte Symphonie höre, spielt der Geiger sein Instrument
anders als bei einem schwermütig-melancholischen Stück, dadurch verändert
sich auch die Klangcharakteristik. Dass die Obertöne oder Oberwellen,
deren Frequenz über dem obersten direkt hörbaren Frequenzbereich liegen, eine
wichtige Rolle spielen, zeigt sich daran, dass eine hohe Sinusfrequenz anders
klingt als eine Dreieck-, Sägezahn- oder Rechteckschwingung. Aus diesem Grunde
sind auch manche HiFi-Fans der Überzeugung, dass die Schallplatte besser klingt
als die CD, weil die Schallplatte eine andere Verteilung und einen anderen Pegel
der Oberwellen hat. Dieses Wissen begründet auch die Schaffung neuer hochauflösender
Tonformate wie DVD Audio oder SACD. Wenn man Signale aus Summe von
Sinusschwingungen darstellt, ist festzustellen, dass, je steiler ein Anstieg im
Zeitbereich ist (Beispiel: Flanke eines Rechtecksignals), umso größer muss die
Bandbreite sein, um dieses Signal in seiner vollen Charakteristik inklusive der
Obertöne zu übertragen. Damit spielt nicht nur die Frequenz als solche,
sondern auch der Anstieg der Flanke eine Rolle für die notwendige Bandbreite.
Im Extremfall hieße das: Bei einem Impuls mit einem unendlich steilen Anstieg müsste
auch die Bandbreite des Übertragungskanals unendlich sein, um am Ausgang exakt
den selbem Impuls zu erhalten, auch wenn die eigentliche Frequenz weitaus
niedriger ist. Letztendlich ist festzuhalten, dass für eine möglichst
originalgetreue Reproduktion inklusive den Oberwellen die neuen hochauflösenden
Tonformate besser geeignet sind als beispielsweise die herkömmliche CD, deren
weitaus geringeres Frequenzspektrum nicht in dem Maße geeignet ist, die Obertöne
ins akustische Gesamtprofil einzuarbeiten. Somit bieten DVD-A und SACD eine
Optimierung des musikalischen Facettenreichtums, der aber erst mit dem
entsprechenden Equipment auch hörbar gemacht werden kann. Auf vielen
Lautsprecher-Systemen und AV-Anlagen wird man zwischen einer herkömmlichen CD
und einer DVD-A praktisch keinen akustischen Unterschied ausmachen können.
Nach diesem kurzen Exkurs wenden wir uns nun wieder dem Denon
zu. Praktisch restlos überzeugend sind die Eigenschaften, die der
DVD-3910 analog angeschlossen als CD-Spieler-Ersatz mitbringt. Außer Highendern,
die mit massiven Laufwerken und ebenso aufwändigen ausgelagerten D/A-Wandlern
und Netzteilen experimentieren oder die ein absolutes integriertes Elitegerät
besitzen, werden sich fast alle Hörer mit dem souveräneren, brillanten Klang
des Denon anfreunden. Besonders gut ist die Akustik, wenn der interne
HDCD-Decoder seine Arbeit aufnimmt und beispielsweise bei unserer Test-HDCD
(Alle Titelmelodien aus den James Bond-Filmen bis "Tomarrow never
dies", gespielt vom Prager Symphonieorchester, Aufnahme von 1997) ein
räumlich feinsinniges, sehr klar strukturiertes und mit einem absolut passenden
Fundament versehenes Klangbild erzeugt. Dynamisch, aber nie übertrieben,
sensibel, aber nicht träge - der DVD-3910 versteht den philosophischen Sinn der
"goldenen Mitte" und bietet eine wohltemperierte Vorstellung, die
nicht nur aufs erste Hören hin überzeugt, sondern auch bei sehr genauer
akustischer Bestandsaufnahme von Seiten des Testerohrs. Durch den
Facettenreichtum und die Plastizität wird eine hohe Tiefe erzeugt, die dafür
sorgt, dass die dargebotene Musik das Auditorium auch emotional berührt -
insgesamt waren wir hier besonders vom DVD-3910 angetan.
Er braucht auch in
dieser Disziplin den Vergleich mit weitaus teureren Modellen nicht zu scheuen.
Der Pioneer DV-868AVi beispielsweise kommt
nicht ganz mit: Er ist zwar sehr dynamisch ausgelegt, ist aber nicht so
detailliert und so talentiert, eine große akustische Tiefe und ein natürliches
Raumgefühl zu schaffen wie der DVD-3910. Selbst der Toshiba SD-9500
und der Marantz DV-12S2, beide von der
unverbindlichen Preisempfehlung her sehr deutlich teurer, müssen sich schon
richtig anstrengen, um gegen den viel preisgünstigeren Denon anzukommen. Der
Marantz schafft sich letztendlich durch seinen sehr warmen, einfach ungeheuer
angenehmen, dabei gleichzeitig doch sehr detaillierten Klang einen kleinen
Vorsprung, der Toshiba hingegen, trotz extrem aufwändigen Wandlern, kann sich
nicht nennenswert vom Denon absetzen. Damit haben die Denon-Entwickler auch in
Bezug auf die Qualitäten als CD-Spieler-Ersatz eine ausgezeichnete Leistung
vollbracht. Bei allen Testbeispielen, zu denen natürlich nicht nur HDCDs,
sondern auch normale CDs gehören, bot der DVD-3910 einen eindrucksvollen
Klang. Besonders brillant und facettenreich wurde die Akustik insbesondere dann,
wenn man zusätzlich noch das sehr gut funktionierende AL24 Processing in
Betrieb nahm, das für eine merkliche Brillanzsteigerung im Hochtonbereich und
für ein tiefgründigeres, sauberer modelliertes Klangbild verantwortlich
zeichnet. Bei Ludwig van Beethovens "Pastorale" und bei Peter Tschaikowskys
"1812 Ouvertüre" schlugen die Vorzüge des AL24 Processings voll
durch. Da es für alle Kanäle wirksam ist, kann man es übrigens auch sehr gut
bei DVD Video-Discs einsetzen.
Wer den internen Decoder des DVD-3910 nutzen möchte, wird
ebenfalls nicht enttäuscht sein. Gerade, was die Präzision auch im
Surroundbereich angeht, schlägt sich der DVD-3910 sehr gut und erreicht
problemlos die Güte, die auch ein tadelloser Mittelklasse-AV-Receiver bieten
kann. Die akustische Auslegung ist auch hier natürlich - der Denon ist keiner,
der üppig Effekte aufsetzt und so ein extremes Volumen und eine drückende
Durchschlagskraft aufbietet. Er mag es lieber ehrlicher und feinfühliger - wenn
aber wirklich durch das Quellmaterial ein kräftiges Fundament gefragt ist, kann
der DVD-3910 auch in dynamischer Schnelligkeit damit dienen. Insgesamt ist der interne Decoder
universell einzusetzen, und zwar nicht nur bei der Decodierung von Filmmaterial,
sondern beispielsweise auch bei klassischen Symphonien in Dolby Digital 5.1 oder DTS 5.1.

Schnell erkannt: Unser Pioneer VSA-AX10i-S
und der DVD-3910 verstanden sich via i.link auf Anhieb - der Pioneer stellt
im Display gleich den Namen seines Spielpartners dar
Der Digitalton möchte bei so viel positiven Eigenschaften
natürlich nicht zurückstecken. Ganz gleich, ob der DVD-3910 via i.link oder
konventionell über den optischen bzw. koaxialen Anschluss mit dem
AV-Verstärker oder -Receiver verbunden ist, immer ist das Ergebnis transparent,
fein auflösend und im höchsten Maße präzise. Bei der DTS 96/24-DVD "Brasilian
Bossa" modellierte der DVD-3910 mit viel Sinn für tiefe Emotionalität
jedes einzelne Musikinstrument in beeindruckender, aber nie aufdringlicher
Klarheit heraus. Das zeichnet den DVD-3910 überhaupt aus: Er zielt nie auf eine
vordergründige, effektheischende Darstellung ab, sondern viel Gefühl für eine
gelassene, gefühlvolle klangliche Weite, die ein Eintauchen in die Musik
ermöglicht. Mit diesen Eigenschaften erreicht der DVD-3910 exzellente
Bewertungen in dieser Disziplin - wenn man das Preis-/Leistungsverhältnis
des finanzierbaren Denon mit einbezieht, dann hat man hier einen echten
Siegertypen vor sich, der nach den extrem guten Bewertungen in der Bilddisziplin
auch hier die Konkurrenz schockt.
Bewertung     
Fazit
Denon hat wieder einmal voll zugeschlagen: In Zeiten, wo alle
zwischen HDMI und DVI, DVD-Audio und SACD, i.link und 5.1-Analog-Ausgang hin-
und hergerissen sind, präsentieren die findigen Japaner die Lösung: Sie
bieten, auch noch zum vertretbaren Preis, eine DVD-Wiedergabemaschine an, die
einfach alles mitbringt und beherrscht. Ganz gleich, wie man seine Signale aus
dem DVD-Player hinauslotsen möchte, der DVD-3910 macht jede Übung locker mit -
und nicht nur irgendwie, sondern in absolut überzeugender Qualität, so dass
auch sehr versierte Anwender höchst verblüfft sein dürften, wie man denn
diesen finanzierbaren Kaufpreis überhaupt realisieren konnte. Gespart wurde -
außer an der nur durchschnittlichen Fernbedienung - an nichts, die Optik
gefällt mit echtem Bolidenflair, die Verarbeitung ist exzellent, die
verwendeten Baugruppen stammen allesamt nicht aus dem Versand für Bastelprofis,
sondern von den renommiertesten Herstellern, die das
DVD-Player-Baugruppen-Business zu bieten hat. Das bringt Folgen mit sich, denn
der DVD-3910 erreicht brillante Bewertungen in Bezug auf seine Bildqualität.
Ganz gleich, ob digital oder analog mit dem Bildwiedergabegerät verbunden,
Bildschärfe, Plastizität, Detailtreue und Farbqualität erreichen immer einen
Level, so dass bis auf einen erlauchten und entsprechend kleinen Kreis extremst
anspruchsvoller Anwender alle nicht nur zufrieden, sondern glücklich sein
dürfte. Auch audioseitig erbringt der DVD-3910 erstaunliche Resultate, mit
seiner sehr natürlichen, auf Klarheit und Transparenz ausgelegten Wiedergabe
spricht er insbesondere Klassikliebhaber verstärkt an -aber auch andere
Musikstile werden vom Denon authentisch und, wenn nötig, auch mit dem nötigen
Nachdruck wiedergegeben. Bis auf einige wenige
audiophile Luxusklasse-Gourmets, die gut und gern über 4.000 EUR für ein
wohlklingendes Audiowunder berappen möchten, dürfte der DVD-3910 somit auch, was die Audioqualitäten
betreffen, einen breiten Kreis von potentiellen Käufern stark ansprechen. Und
wenn es hart auf hart kommt, muss man schon zu größtmöglichen Kalibern wie
einem Onkyo DV-SP1000E greifen, die den aufmüpfigen Denon in die Schranken weisen - in
der Preisregion des DVD-3910 und auch in deutlich teureren Klassen mag das momentan keinem Konkurrenten gelingen, da muss wohl mit
Hochdruck an einem ähnlich leistungsfähigen Kontrahenten gearbeitet
werden.
Unglaublich: Der lediglich 1.299 EUR kostende DVD-3910
erreicht echtes Highend-Niveau und schockt die versammelte Konkurrenz

Highend-Klasse
Test 04. November 2004
Preis-/Leistungsverhältnis:      
Pro:
-
Unerreichte Vielfalt an zukunftsträchtigen digitalen Video-
und Audioschnittstellen
-
Optimales Preis-/Leistungsverhältnis
-
Extrem scharfes und plastisches Bild über DVI und HDMI
-
Interner Scaler ermöglicht Detaileinarbeitung auf
Spitzenniveau
-
Wirkungsvoller Bildenhancer DPIC
-
Erstklassiges Bild auch bei analoger Signalanwahl
-
Faroudja DCDi für ausgezeichnete Quellmaterialerkennung
-
Überragender Klang als CD-Player-Ersatz
-
Bassmanagement/Laufzeitkorrektur für SACD und DVD-Audio
-
Exzellente Verarbeitung
Contra:
Datenblatt
-
DVD-Universalplayer
abspielbare Disc-Typen und Formate: DVD-Video, DVD-Audio, SACD, Audio-CD, CD-R, CD-RW, DVD-R, DVD-RW (Video Mode), (DVD)+R, (DVD)+RW, VCD, SVCD MP3/WMA/jpeg/Fujicolor/Kodak Picture-CD
Ausstattung: Interner Scaler (aktiv bei digitaler Bildsignalausgabe), hochwertiger Video EQ mit Gammakurve und DPIC, Faroudja DCDi, PAL/NTSC Progressive, Bassmanagement inklusive einstellbarer Subwoofer-Übernahme frequenz und Laufzeitanpassung für DVD Audio/SACD, Denon AL24 Processing, 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler, 2 x 216 MHz/12-Bit Video D/A-Wandler, 8 MB Pufferspeicher für unsichtbaren Layerwechsel
Ausgänge Video: HDMI, DVI, YUV Cinch, Scart, S-Video, FBAS-Cinch
Ausgänge Audio: 2-Kanal Stereo, 5.1 Ausgang, Denon Link, i.link
Sonstige Ausgänge: RS232
Maße (H x B x T): 434 x 137 x 403 mm
Gewicht: 9,3 kg
erhältl. Farben: Silbern, Schwarz
Preis: € 1.299,-
04. November 2004
Test: Carsten Rampacher
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