Test: Canton THX-Set S-10 (6.1-Konfiguration)

Wir danken unserem Kooperationspartner HiFi-Regler für das Bereitstellen der Hörräume, der Lautsprecher und des Testequipments

Wer den Begriff "Heimkino" wirklich wörtlich nimmt, kommt nicht um die Anschaffung eines sehr leistungsstarken Lautsprecher-Systems herum. Das LS-Set sollte extrem pegelfest und dynamisch ausgelegt sein, die Bassbeschallung muss in den Punkten Tiefgang, Präzision und Volumen überzeugen. Natürlich ist ein solches Boxenset, wenn es auch noch für größere bis große Hörräume geeignet sein soll, nicht gerade günstig zu haben. Dies trifft auch auf unser Test-Set von Canton zu: Das Canton THX-Set, schon seit geraumer Zeit auf dem Markt und noch nicht THX Ultra 2- sondern noch nach der alten THX Ultra-Norm zertifiziert, kostet in 5.1-Konfiguration mit zwei passiven (nicht aktiven!) Subwoofern die nicht unerhebliche Summe von 4600 EUR in schwarzer Ausführung. Teurer wird es für denjenigen, der lieber die eleganter wirkende Kirschholzausführung wählt: 5100 EUR wechseln dann den Besitzer.

Für diese Summe bekommt der Kunde ein optisch schlichtes und technisch ausgereiftes Lautsprecher-Ensemble. Die Verarbeitung macht einen hochwertigen und langlebigen Eindruck, dies trifft auch auf Details und auf die Anschluss-Terminals für das Lautsprecherkabel zu. Ein optisch schickes, besonders wohnraumkompatibles Design darf der Käufer aber nicht erwarten, das Canton THX Set gibt sich hier wie ein "richtiges" Heimkino-Set: Der Einsatzort solcher Boxen ist mehr der eigens für das AV-Equipment vorgesehene Heimkinoraum als das Wohnzimmer, das auch zum Anhören und Anschauen von Filmen genutzt wird.  

Die Leistungsdaten der Lautsprecher lesen sich imposant. Für die Frontbeschallung kommt dreimal die identische Box zum Einsatz (der Name ist nur unterschiedlich, die Frontlautsprecher links/rechts heißen THX 10 F, der Center THX 10 C, zudem ist der Wirkungsgrad beim Center um 0,5 dB laut Datenblatt niedriger - 90,5 (Front links/rechts) zu 90 dB (Center)), die Nennbelastbarkeit liegt bei 250 Watt, die Musikbelastbarkeit sogar bei 500 Watt. Der Übertragungsbereich beginnt bei 60 Hz und endet bei 25.000 Hz. Die Lautsprecher, die nach dem 3-Wege-Prinzip arbeiten und eine Nennimpedanz von 4 Ohm aufweisen, sind mit zwei 180 mm Tieftonchassis, zwei 100 mm-Mitteltonchassis und einem 25 mm Hochtonchassis ausgestattet. Wichtig bei der Aufstellung der drei Frontlautsprecher ist, dass alle Boxen in gleicher Höhe montiert werden sollten - denn nur dann ist eine absolute Homogenität bei der Effektdarstellung gegeben, die sich aufgrund der konstruktiv identischen Ausführung aller Front-LS prinzipiell realisieren lässt.

Für den Surroundeinsatz sieht Canton Dipole mit 180 Grad-Abstrahlwinkel vor, die einen Nennwiderstand von 4 Ohm sowie eine Nennbelastbarkeit von 120 und eine Musikbelastbarkeit von 170 Watt aufweisen.  Der Übertragungsbereich reicht von 100 bis 25000 Hz, der Wirkungsgrad beträgt (1 W/1 m) 85 dB. Die kompakten Boxen sind mit zwei 130 mm messenden Tieftonchassis und zwei 25 mm Hochtonchassis ausstaffiert. Bei diesen Dipolen ist bezüglich der Aufstellung von elementarer Bedeutung, dass der "Wirkungsbereich" der dipolar abstrahlenden Box nicht vorn oder hinten in unmittelbarer Nähe von einer Wand oder einem Möbelstück behindert wird. Ist dies der Fall, leidet die Homogenität der Schallausbreitung, ebenso können solche "Problemzonen" zu unschönen Resonanzen und Vibrationen führen. Optimal ist es natürlich, wenn die Dipole links und rechts völlig identische akustische Bedingungen im Hörraum vorfinden. Wenn z.B. rechts eine normale Wand, links aber eine Fensterfläche ist, müssen beim Einpegeln des Systems die unterschiedlich auf die klangliche Gesamtcharakteristik wirkenden räumlichen Gegebenheiten mit berücksichtigt werden.

Die beiden passiven Subwoofer bringen ebenfalls tadellose Belastungswerte mit: Auch hier stehen 250 Watt Nenn- und 500 Watt Musikbelastbarkeit auf dem Datenblatt. Die beiden installierten Tieftonchassis weisen einen Durchmesser von jeweils 260 mm auf. Der Wirkungsgrad (1 W/1 m) beläuft sich auf 94 dB. Der Übertragungsbereich geht von 20 bis 150 Hz, der Nennwiderstand beträgt 8 Ohm. Was bei der richtigen Verwendung der Subwoofer unbedingt zu beachten ist: Eine entsprechend leistungsstarke Endstufe sollte Verwendung finden, denn nur dann können die Reserven der passiven Bassisten auch wirklich ausgenutzt werden. Hier sollte man auf keinen Fall am falschen Ende sparen.

Laut Canton sorgt eine hochwertige Verkabelung für nochmals überzeugendere klangliche Ergebnisse, der Hersteller rät für kurze Verbindungen unter 5 Meter zu LS-Kabel mit 2 x 2,5 mm/2 Durchmesser, bei Verbindungen von über 5 Meter Länge empfiehlt Canton LS-Kabel mit 2 x 44 mm/2 Durchmesser. Anmerkung: Für die Surround-Lautsprecher reichen nach unserer Ansicht auch bei längeren Verbindungen LS-Kabel mit 2 x 2,5 mm/2 Durchmesser aus, während beim Rest der Lautsprecher die Canton-Empfehlung die richtige ist.  

Ton

Im Testraum unseres Kooperationspartners HIFI-REGLER konnten wir für die Überprüfung der Fähigkeiten des Canton S-10 Systems auf einen "alten Bekannten" zurückgreifen: Der inzwischen abgelöste, aber immer noch sehr klangstarke Denon AVC-A10SE fungierte als Vorverstärker, als Endstufen fungierten JBL-Exemplare aus der MPL-Serie, die für den nötigen Druck sorgten, um auch die Leistungsgrenzen des THX-Sets aus dem Hause Canton auszuloten - und diese Leistungsgrenzen werden selbst vom engagierten Benutzer vermutlich nur sehr selten erreicht, wie unsere Testreihen eindrucksvoll zeigten. 

Bei der THX Surround EX Demo-DVD lieferte das Canton Ensemble eine beeindruckende Leistung ab. Schon beim klassischen "Broadway 2000"-Trailer machten die beiden passiven Subwoofer durch ihren enormen Tiefgang auf sich aufmerksam, Folge war ein sehr komplettes Klangbild mit einem praktisch perfekten Volumen. Dass dieser Eindruck zustande kommt, liegt auch an der sehr dynamischen Surround-Klangkulisse. In unserem Falle war es um das Volumen und die Qualität der Effektdarstellung nochmals besser bestellt, da wir eine 6.1 Konfiguration mit einem zusätzlichen THX 10 F Lautsprecher, die auch als linker und rechter Frontlautsprecher zum Einsatz kommen, betrieben. Noch dichter und voluminöser wird die Surround-Klangkulisse, wenn man gleich zwei Back Surround-Lautsprecher verwendet - zudem ist dann die Ortung der Effekte, die von hinten aus der Mitte kommen, nochmals präziser. Die exakte Lokalisierung fällt leichter als beim Einsatz von nur einem Back Surround-Lautsprecher. Wer häufig mit mehreren Personen im eigenen Heimkino Filme anhört, hat ebenso Vorteile beim Einsatz von zwei Back Surround Lautsprechern: Denn so haben mehrere Personen den gleichen, kompletten Klangeindruck, bei einem Lautsprecher muss man, um ideal hören zu können, exakt positionieren. Personen, die links oder rechts vom Back Surround Center und nicht zentriert sitzen, bekommen nicht mehr den optimalen gesamtakustischen Eindruck. 

Trotzdem sind die Ergebnisse auch mit einem Back Surround Lautsprecher bei akkurater Aufstellung (Back Surround-LS darf nicht zu nahe am Ohr des Hörers befestigt sein) imposant, wie sich auch beim Trailer zu "The Astronaut`s Wife" nachvollziehen lässt: Die Effekte werden mit Wucht und Nachdruck durch den Hörraum geschleudert, was den Eindruck einer gewaltigen, dreidimensionalen Vorstellung nachhaltig steigert. Dass sozusagen "hinter dem Rücken" des Zuhörers eine Menge passiert, machte uns das Canton S-10 Set beim "THX TEX Trailer" akustisch deutlich - hier gefiel die exzellente Präzision und die Schnelligkeit bei der Effektdarstellung. Immer waren die Aktivitäten des THX-Männchens mit dem Raketenrucksack genau zu lokalisieren. Gleiche DVD, identische Hörerlebnisse: Beim reinen Audio-Track "Jungle Sounds" auf der THX Surround EX Demo DVD beeindruckten die schreienden Vögel durch die transparente Auflösung ihrer durch den Hörraum gellenden Stimmen ebenso wie die kreisenden Hubschrauber, die erst in der Ferne hörbar werden und dann immer näher kommen. Gerade die Darstellung dieses Effekts wollte dem Canton-Set besonders realitätsnah gelingen. Klar und deutlich, zudem natürlich ist die Stimmwiedergabe, was uns beim 007-Movie "Tomarrow Never Dies" ebenso auffiel. Beim 2. Brosnan-Bond war auch die Eröffnungssequenz spektakulär: Der Luftkampf in den Jets war von hoher akustischer Präzision und Dynamik geprägt, die beiden passiven Subwoofer lieferten ein eindrucksvolles Bassfundament dazu. Selbst bei sehr hohen Pegeln war der Klang nie störend-aggressiv oder zu mittenbetont, sondern homogen, klar und ausgeglichen. Hier ist das Canton Set ein ernstzunehmender Konkurrent für unser Referenz-System von Teufel, das Theater 8, das allerdings bereits die THX Ultra 2-Norm erfüllt und mit aktiven (wahlweise 1 oder 2) Subwoofern ausgeliefert wird. Die Basslautsprecher (M11000 THX Ultra 2 bzw. M12000 THX Ultra 2), die Teufel liefert, brillieren mit weit überdurchschnittlich belastbaren, extrem leistungsstarken Endstufen, so dass es in der Praxis gar nicht so leicht sein dürfte, für die passiven Canton Subs entsprechende, hoch belastbare Endstufen zu finden, die auch noch finanzierbar und nicht exorbitant teuer sind. Ein Fehler wäre es auf jeden Fall, eine unterdimensionierte Endstufe zu verwenden, diese würde dem großen Leistungspotential der Canton Passivwoofer nicht gerecht und würde für eine unpassende Einschränkung bei dem maximal möglichen Pegeln sorgen. 

Und das wäre schade - wie "Tomarrow Never Dies" beweist: Hier bestechen die Action-Szenen gerade bei hohen Pegen, weil der Zuhörer dann ganz besonders den Eindruck hat, mittendrin zu sein, wie z.B. beim Angriff von Carvers Stealth-Schiff im chinesischen Meer. Ob Explosionen oder MP-Salven - mit dem Canton System bekommt der Begriff "Heimkino" die richtige akustische Dimension, auch in Hörraumen von rund 50 bis 60 Quadratmetern wirkt das Ensemble nicht unterdimensioniert. Besonders die Front-Klangkulisse knickt selbst bei allerhöchsten Belastungen nicht ein, die nicht ganz so hoch belastbaren Dipole halten lange mit (die Surround-Boxen werden auch in der Regel nicht so hoch belastet wie die Front-LS, daher stellen die niedrigeren Belastungswerte in fast allen Fällen kein Problem dar), nur in sehr wenigen Fällen wirken die Dipole mit ihrem recht kompakten Gehäuse minimal unterdimensioniert. Hier liefert Teufel mit den ausgewachsenen Dipolen des Theater 8 die gerade in großen Hörräumen nochmals souveräner agierende Alternative.

Im Mehrkanal-Musikbetrieb imponierte uns, was das Canton Set aus nur durchschnittlich abgemischten DVDs herausholte - so beispielsweise aus der Bee Gees-DVD "One Night Only - Live": Besonders die gebotene Dynamik war erstaunlich, so dass die Live-Atmosphäre gut in den Hörraum transportiert wurde. Dass dem Bassbereich der nötige Druck fehlt, konnten aber auch die sehr guten Canton-Woofer verständlicherweise nicht ganz wettmachen. Die gesamte Instrumental- und Stimmdarstellung konnte jedoch überzeugen. Die Bee Gees-DVD besitzt keine besonders feine Detaillierung kleiner musikalischer Feinheiten, daher fällt es hier auch nicht so stark auf, dass ein überdurchschnittliches Feingefühl und diese spezielle leichtfüßige Brillanz, die viele anspruchsvolle Musikliebhaber sehr schätzen, nicht unbedingt zu den ganz großen Stärken des Canton Systems gehören. Hier gibt sich das Set, wie die Wiedergabe von Tschaikowskys "Nussknacker" (DD 5.1) zeigt, typisch für ein THX-LS-System: Durch den durch die THX Ultra-Norm stark eingeschränkten Abstrahlwinkel der Front-LS wirkt die Front-Klangkulisse nicht so durchsichtig und räumlich fein aufgelöst wie sich das der Freund klassischer Musik vorstellt. Gerade bei der Darstellung der Streichinstrumente klingt das Ergebnis nicht überdurchschnittlich transparent und brillant, was der Gesamt-Klangcharakteristik Leichtigkeit nimmt. Nicht, dass das Ergebnis schlecht wäre, für ein THX Ultra-LS-System ist das Resultat sogar ausgesprochen erfreulich, Canton hat innerhalb der strengen THX-Kriterien ein Set auf die Beine gestellt, das musikalisch durchaus gut zu gebrauchen ist und nichts wirklich gar nicht beherrscht. Der Musikliebhaber fährt hier nicht nur mit einem LS-System mit großen Standlautsprecher für vorne links/rechts besser, sondern auch mit dem Konkurrenzprodukt von Teufel, dem Teufel Theater 8. Dieses bietet dank der Erfüllung der THX Ultra 2 Norm (die für die Front-LS einen größeren vertikalen Abstrahlwinkel erlaubt) inklusive THX Ultra 2 Music Mode, eine bessere Detaillierung und hörbar mehr klangliche Frische. 

Für die Stereowiedergabe eignen sich THX-Lautsprechersets systembedingt nicht optimal - hier machen auch unsere Testkandidaten von Canton keine Ausnahme, wenngleich die Gesamtbewertung für den Stereobetrieb voll befriedigend und nicht schlechter ausfällt. Der Stereo-Darbietung fehlt es zwar nicht an Druck und Durchsetzungskraft, in den Disziplinen natürliche, räumliche Darstellung und Gesamt-Plastizität wünschen sich besonders diejenigen, die in erster Linie Jazz und/oder Klassik hören, noch etwas mehr. Wer das Canton THX Set in erster Linie zum Anhören von Mehrkanal-Filmen nutzt, wird sich an diesem hier geschilderten Performance-Profil nicht weiter stören, für das gelegentliche Lauschen von Musik in Stereo reicht das Gebotene allemal aus - nur echte Musikliebhaber, die viel Hörerfahrung besitzen und schon hochwertige Stand-LS verwendeten, könnten sich mit den Leistungen des Canton-Angebots nicht ganz anfreunden. Zu loben ist im Stereobetrieb der runde, solide Einsatz des passiven Subwoofers, der für eine nicht überzogene, sondern angenehm-voluminöse Bassdarstellung sorgt.

Fazit

Das ausgereifte Canton THX-System ist besonders für den anspruchsvollen Heimcineasten geeignet. Im Filmtoneinsatz stechen alle Trümpfe des exzellent verarbeiteten Canton-Ensembles - hier wird der Hörraum, die entsprechende Akustik und die entsprechenden sonstigen Komponenten vorausgesetzt, wirklich zum Kinosaal: Alle Lautsprecher sind weit überdurchschnittlich hoch belastbar, hier kann man auch in ausgewachsenen Hörräumen der 60 Quadratmeter-Klasse noch mit sehr hohen Pegeln arbeiten. Nie wirkt eine Box überfordert oder angestrengt, hervorragend ist es im Filmtonbetrieb um die Dynamik bestellt: Gerade bass- und effektgewaltige Actionspektakel werden ungefiltert und mit voller Wucht in den Hörraum übertragen. Hier kann sich das Canton System, obwohl schon seit geraumer Zeit auf dem Markt, fast mit unserem Referenz-TXH-Set, dem Teufel Theater 8, messen. Das Theater 8 ist aber im Antritt noch eine Spur schneller, Explosionen werden mit noch minimal höherer Präzision durch den Hörraum geschleudert. Wie es für ein THX-Ultra-System üblich ist, vertraut Canton wie auch Teufel (im Falle Teufel ist es ein Merkmal der gesamten Produktpalette) auf drei identische Frontlautsprecher, die, um eine optimale akustische Homogenität sicherzustellen, in gleicher Höhe montiert bzw. aufgestellt sein sollten. Das Ergebnis überzeugt auch im Falle Canton absolut: Ein stimmiger Effektverlauf bei Effekten, die z.B. von vorn links über den Center nach vorn rechts verlaufen, ist die Folge dieses LS-Aufbaus. Sehr gut gefiel uns die natürliche, klare Stimmwiedergabe, die auch bei Extremlautstärken nie verzerrte oder in der Dynamik eingeschränkte Resultate abliefert. Immer sind die Stimmen bestens verständlich, zudem arbeitet arbeitet das Canton-System die charakteristischen Merkmale jeder Stimme sehr gut heraus. Die beiden passiven Subwoofer untermauern die Top-Leistungen des Canton THX-Sets mit einem herausragenden Tiefgang und einem Volumen, das kaum noch Wünsche offen lässt. Hier ist nur anzumerken, dass die Subwoofer zusätzliche Kosten beim Käufer verursachen, da für den Betrieb (durch die passive Arbeitsweise) zwei externe Endstufen nötig sind, die nicht zu schwachbrüstig sein dürfen - denn ansonsten wird das enorme Potenzial der passiven Bassisten nicht ausgenutzt. Viele Worte haben wir im Fazit über die Filmtonwiedergabe verloren - aber wie sieht es mit dem Mehrkanal-Musikbetrieb aus? Hier begeistert das Canton System mit einem souveränen Management auch sehr hoher Pegel. Um bei der nächsten Privatparty für eine Beschallung zu sorgen, die den Gästen auch noch nach Jahren durch die unerbittlichen Bässe und die Verzerrungsfreiheit bis hin zu höchsten Lautstärken in Erinnerung bleiben wird, eignet sich das Canton Set bestens - auch die voluminöse Surround-Klangkulisse überzeugt. Typisch für ein THX Ultra Lautsprecher-Set, das noch nicht den THX Ultra 2-Bedingungen (mit größerem vertikalem Abstrahlwinkel für die Front-LS) entspricht, wirkt die Musikwiedergabe bezüglich der gebotenen Gesamtharmonie und dem Facettenreichtum etwas zu wenig differenziert. Druck ist zwar, wie bereits erwähnt, stets genug da, gerade für klassische Musik oder Jazzmusik aber wirkt das Ergebnis nicht so detailliert und so natürlich-weitläufig, wie es sich der Musikliebhaber wünscht. Wer hauptsächlich Disco- bzw. Techno- und Trance-Tracks und/oder Rock-/Pop-Musik hört, wird sich hingegen problemlos mit den Leistungen des Canton-Sets anfreunden können. Unsere Bilanz: Ein teures, aber vor allem für die Filmtonwiedergabe hervorragend geeignetes THX-System mit erstklassigen Belastungswerten. Wer auch noch Wert auf eine hervorragende Musikwiedergabe legt und zudem lieber aktive Subwoofer verwendet, sollte sich lieber nach dem Teufel Theater 8 umsehen, das zudem bereits die THX Ultra 2-Norm erfüllt und somit noch weitere Einsatzmöglichkeiten bietet.

Extrem hoch belastbares THX-System mit erstklassiger Performance fürs Heimkino

 High-End-Klasse
Test 23.04.2003
Preis-/Leistungsverhältnis
Pro:
  • Erstklassige Pegelfestigkeit und überragende Belastungswerte

  • Subwoofer mit hervorragendem Tiefgang

  • Center mit klarer, natürlicher Stimmabbildung

  • Surround-Soundkulisse mit exzellenter Dynamik und ausgezeichnetem Volumen

  • Sehr neutrale, angenehme Wiedergabe auch bei extrem hohen Pegeln

  • Surround-Dipole mit beachtlicher Präzision bei der Effektpositionierung

  • Langlebige, sehr hochwertige Verarbeitung

Contra:
  • Passive Subwoofer verlangen nach zusätzlichen Endstufen

  • Musikwiedergabe könnte noch detaillierter sein

  • Erfüllt nicht die THX Ultra 2-Norm

 

Technische Daten

Grundpreis Test-Set in 5.1: 4600 EUR (5.1-System mit 2 passiven Subwoofern in schwarz, UVP), 5100 EUR ((5.1-System mit 2 passiven Subwoofern in kirsche, UVP)
Frontlautsprecher THX 10 F links/rechts: 3-Wege-Lautsprecher, 4 Ohm Nennwiderstand, Nenn-/Musikbelastbarkeit 250/500 Watt, Übertragungsbereich 60 bis 25.000 Hz, SPL/Schalldruck bei 1 W in 1 m: 90,5 dB, Übergangsfrequenzen 500/7000 Hz, Tieftonchassis 2 x 180 mm, Mitteltonchassis 2 x 100 mm, Hochtonchassis 25 mm, Abmessungen (B x H x T in mm) 31 x 70 x 26, Gewicht 19,6 kg
Centerlautsprecher THX 10 C: 3-Wege-Lautsprecher, 4 Ohm Nennwiderstand, Nenn-/Musikbelastbarkeit 250/500 Watt, Übertragungsbereich 60 bis 25.000 Hz, SOL/Schalldruck bei 1 W in 1 m: 90 dB, Übergangsfrequenzen 500/7000 Hz, Tieftonchassis 2 x 180 mm, Mitteltonchassis 2 x 100 mm, Hochtonchassis 25 mm, Abmessungen (B x H x T in mm) 70 x 31 x 26, Gewicht 19,6 kg
Surround-Lautsprecher THX 10 R: 2-Wege-Dipol-Lautsprecher, 4 Ohm Nennwiderstand, Nenn-/Musikbelastbarkeit 120/170 Watt, Übertragungsbereich 100 bis 25.000 Hz, SPL bei 1 W in 1 m: 85 dB, Übergangsfrequenz 4800 Hz, Tieftonchassis 2 x 130 mm, Hochtonchassis 2 x 25 mm, Abmessungen (B x H x T in mm) 16 x 26 x 18,6, Gewicht 4,8 kg
Passiver Subwoofer THX 10 S: 1-Weg Bassreflex-Subwoofer, 8 Ohm Nennwiderstand, Übertragungsbereich 20 bis 150 Hz, SPL/Schalldruck bei 1 W in 1 m: 94 dB, Tieftonchassis 2 x 260 mm, Abmessungen (B x H x T in mm) 31 x 70 x 62,5, Gewicht 35,5 kg
Alle Lautsprecher: Oberfläche Esche Furnier, schwarz oder kirsche, Frontabdeckung: Stoff, schwarz. 

Testequipment:
  • Denon AVC-A10SE als Vorverstärker

  • Endstufen für Front L/R, Center, 2 passive Subwoofer, Surround Back: JBL MPA-600

  • Endstufe für Surround L/R: JBL MPA-400

  • DVD-Player Sony DVP-CX850D (200er DVD/CD-Wechsler)

Test: Carsten Rampacher

23. April 2003 

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