Großer Vergleichstest: Das leisten die Top-AV-Boliden
Für einige extrem anspruchsvolle Heimkino-Liebhaber ist
in Bezug auf den AV-Receiver oder AV-Verstärker das Beste gerade gut genug.
Doch was ist das Beste? Keine Frage, die sich leicht und schnell beantworten
lässt, denn viele Hersteller von hochwertigen Heimkino-Komponenten krönen ihre
Produktpalette mit einem besonders reichhaltig ausgestatteten Spitzenmodell, das
zudem edle Baugruppen und eine noble Optik mitbringt. Wir haben für diesen
Vergleichstest verschiedene AV-Boliden in Preisregionen zwischen 3.000,-- und 5.000,-- EUR genau untersucht, um
Ihnen zu sagen, welches Highend-Gerät für welchen Anspruch das richtige
ist.
Die Kandidaten
Auch, wenn man bereit ist, viel Geld für einen AV-Verstärker
oder -Receiver auszugeben, gibt es noch deutliche Unterschiede: Bereits für
knapp 3.000,-- EUR beginnt der Einstieg - laut Listenpreis - in die Top-Liga,
und er endet bei 5.000,-- EUR - also bei einem nochmals weitaus höheren Betrag.
Natürlich haben wir bei unseren Untersuchungen die unterschiedlichen
Einstiegspreise unserer Kandidaten ausreichend berücksichtigt:
-
Laut Liste kostet er 2.999,-- EUR - doch in der Praxis ist
er sehr viel günstiger zu haben - wenn man das Glück hat, noch einen
aufzutreiben. Der Harman Kardon AVR-8500 wird bald ersetzt durch einen
modernen Nachfolger. Dies heißt aber keinesfalls, dass der THX Ultra (nicht
Ultra 2!) lizenzierte AV-Receiver nun zum "alten Eisen" gehört,
denn gerade durch den attraktiven Kaufpreis ist die AV-Maschine für den
anspruchsvollen Anwender noch immer sehr interessant. Zwar sind
"serienmäßig" nur fünf Endstufen mit jeweils 110 Watt nach RMS
(klingt nicht gerade nach Leistungsüberschuss, da HK aber viel härter
misst als die Konkurrenz und daher Leistungsangaben unter extremen
Belastungsbedingungen ermittelt, leidet der AVR-8500 keinesfalls unter
Leistungsmangel) an Bord, trotzdem aber werden
mit DTS ES Matrix/Discrete, Dolby Digital 5.1 EX und THX Surround EX alle
Extended Surround-Tonformate decodiert. Um das EX-Feeling auszunutzen, muss
man also an die dafür vorgesehenen Pre-Outs eine externe Endstufe
anschließen. Einen dicken Bonuspunkt kann der Harman Kardon durch sein
integriertes Logic 7-System verbuchen, das mindestens genauso gut arbeitet
wie das neue Dolby Pro Logic IIx. Dadurch, dass der AVR-8500 schon etwas
länger auf dem Markt ist, decodiert er noch kein DTS 96/24. In Bezug auf
die Farbe hat der potentielle HK-Kunde wenig Auswahl: Nur in Schwarz ist das
Gerät mit Lautsprecher-Einpegelungsmöglichkeit via eines in die
Fernbedienung integrierten Messmikrophons erhältlich.
-
Für einen empfohlenen Verkaufspreis von 3.500,-- bringt der
Marantz SR-9300 eine Besonderheit mit: Er verfügt über Scartbuchsen, was
die Integration in so manche AV-Anlage deutlich erleichtert. Ferner verfügt
der AV-Receiver, der in silberner, champagnerfarbener oder schwarzer
Außenfarbe lieferbar ist, ein THX Ultra 2-Zertifikat und sieben, je 140
Watt starke Endstufen. Alle gebräuchlichen Surroundformate werden
decodiert, inklusive DTS 96/24. Mit der hochwertigen, auch separat
erhältlichen Touchscreen-Fernbedienung RC-3200 setzt der Marantz weitere
Akzente. Neben Dolby Pro Logic II (noch kein PL IIx) und DTS Neo:6 bringt
der Marantz als dritten Surround-Aufpolierer das Circle Surround 2-System
mit. Ausstattungs-Nachteil: YUV-Anschlüsse sind keine vorhanden.

-
Er wartet auf seine Ablösung durch den modular aufgebauten
Super-AV-Receiver TX-NR1000E,
der im Sommer nach Deutschland kommt - der TX-DS989 mit 2. Upgrade
(inklusive THX Ultra 2-Lizenz) ist aber
trotz dem bevorstehenden Modellwechsel noch ein sehr interessanter
AV-Receiver. Lieferbar in silberner (mit bernsteinfarbenem Display)
oder schwarzer (mit grünem Display) Version, besticht der TX-DS989 immer
noch durch viele Details, zu dem neben seinen 7 x 150 Watt starken Endstufen
auch die motorisch betriebene Klappe gehört, unter der sich weitere
Bedienungselemente verbergen. Decodiert werden alle üblichen
Surround-Tonformate, ebenfalls verfügt der Onkyo noch über viele
Komfort-Zusatzfunktionen. Aufgrund des Alters des Geräts ist PLIIx noch
nicht mit an Bord. Der Preis ist mit 4.499,-- zwar nicht gerade niedrig,
durch die bevorstehende Ablösung jedoch kann man mit etwas Glück ein
hochwertiges Schnäppchen schlagen.
-
4.500,-- EUR kostet das Ausstattungswunder in der
Bolidenklasse: Der in schwarzer oder titanfarbener Ausführung käuflich zu
erwerbende Yamaha DSP-Z9 glänzt nicht nur mit 7 ausgewachsenen Endstufen mit je
300 Watt Leistung (DIN) mit, sondern zusätzlich mit zwei speziellen Endstufen mit 90 Watt
für die Fronteffektkanäle (mehr dazu im Anhang zum Text). Ebenfalls
verfügt der Highend-Verstärker über die mit Abstand ausgefeilteste
Videosektion. Ein hochwertiger Videoprozessor mit Faroudja-Technologie kann
nicht nur Videosignale von Videonorm zu Videonorm wandeln, sondern auch
skalieren - und zwar wirklich gut. Eine extrem aufwändige DSP-Sektion mit
hochauflösenden DSP-Programmen inklusive kompletter 96 kHz/24-Bit
Signalverarbeitung und das automatische, fünfstufig ausgeführte
Lautsprecher-Einmesssystem YPAO gehören ebenfalls zum Ausstattungsumfang
wie ein i.link-Terminal. Den Bedienkomfort erhöht eine grafisch schön
aufgemachte Benutzeroberfläche, die mit Hilfe der mitgelieferten zweiten
Fernbedienung angesteuert wird.
-
Vom Grundkonzept her auch schon lange im Programm ist der
Denon AVC-A1SRA. Wir beziehen uns mit unseren Aussagen auf den AVC-A1SR, den
wir, ebenso wie den AV-A1SE mit Upgrade, bestens aus vielen Hörvergleichen
mit den anderen hier genannten Boliden kennen. Das SRA-Modell, in schwarz
oder gold lieferbar und 4.799,-- EUR teuer (SR-Modell: 4.699,-- EUR), kommt zusätzlich mit HDCD- und
Dolby Pro Logic IIx-Decoder. Ansonsten ist der mit 7 x 220 Watt kräftigen
Endstufen ausstaffierte Bolide baugleich mit dem AVC-A1SR. Die Ausstattung
kann sich immer noch sehen lassen, ein THX Ultra 2-Zertifikat ist ebenso
vorhanden wie eine Decodiermöglichkeit für DTS 96/24 und die digitale
Hochgeschwindigkeitsschnittstelle Denon Link. Wann die
"Wachablösung" durch ein komplett neu konzipiertes Modell kommt,
ist noch nicht offiziell bekannt.

-
Mit einem Verkaufspreis von 4.999,-- EUR ist der mit
i.link-Terminal und dem automatischen Lautsprecher-Einmesssystem M.C.A.C.C.
ausgestattete Pioneer VSA-AX10i-S der teuerste der hier vorgestellten
Boliden. 7 x 170 Watt leisten die eingebauten Endstufen, natürlich bringt
auch Pioneers Spitzenmodell ein THX Ultra 2-Zertifikat mit. Ansonsten
decodiert der Pioneer alle gängigen Surround-Tonformate, Dolby Pro
Logic IIx ist aber nicht mit an Bord, nur der Vorgänger Dolby Pro Logic II.
Lieferbar ist der noble Verstärker ausschließlich in titansilberner
Farbgebung. Weiteres Kennzeichen des VSA-AX10i-S ist die pultartige, große
Touchscreen-Fernbedienung.
Verarbeitung, Hochwertigkeit, Aufbau
Bei den deftigen Preisen zwischen knapp 3.000,-- und 5.000,--
EUR kann der geneigte Kunde eine erstklassige Verarbeitungsqualität erwarten.
Den hohen Anforderungen werden die exklusiven Geräte auch größtenteils
gerecht - aber nicht völlig. Einen "Ausrutscher" leistet sich
beispielsweise der Harman Kardon AVR-8500 mit seiner Kunststoff-Front - an einen
so noblen AV-Receiver gehört eine Gerätevorderseite aus Aluminium. Auch der
Onkyo TX-DS989upg2 und der Yamaha DSP-Z9 sind nicht vollkommen: Zwar brillieren
die Gehäuse mit einer überragenden Verarbeitung, edlen Displays, dicker
Alu-Front und einer hervorragend verarbeiteten Geräterückseite, dafür sind
die mitgelieferten Fernbedienungen in Bezug auf die Hochwertigkeit nicht der
Weisheit letzter Schluss. Mögen sich die IR-Controller sich bei einem 2.000,--
EUR-AV-Receiver oder -Verstärker noch gut machen, so sind sie in diesen
Preisklassen schlichtweg deplaziert. Auch die Kontrolleinheit des HK
AVR-8500 könnte man durch eine höherwertiges Finish noch "tunen".
Wie es anders geht, beweist vor allem Marantz: Mit der formschönen, sehr
hochwertigen RC3200-Fernbedienung. Die Pioneer-Kontrollzentrale ist zwar sehr
groß, aber hochwertig und solide ausgeführt. Die Fernbedienung des Denon
AV-A1SR/SRA ist keine Schönheit, sondern recht klobig. Die Verarbeitung ist gut,
aber nicht überdurchschnittlich.

Nicht dem sonstigen Habitus des Gerätes angemessen ist die
"Haupt"-Fernbedienung des Yamaha DSP-Z9. Gut in Form präsentiert sich
die nobel wirkende kleine Zweitfernbedienung für die Ansteuerung des GUI.

Gute Fernbedienung, aber nicht edel genug aufgemacht für die
Bolidenklasse: Der IR-Geber des Onkyo TX-DS989upg2

Harman Kardon liefert eine gut in der Hand liegende Fernbedienungen mit. Ganz den
Ansprüchen der Luxusklasse gerecht wird aber auch dieser IR-Geber nicht

Das ist wahrer Luxus: Zwar ist die pultartige Kontrolleinheit
des Pioneer VSA-AX10i-S sehr groß geraten, dafür wirkt sie aber edel und
solide - kurzum der Preisklasse voll angemessen

So baut man Fernbedienungen: Marantz gibt dem SR-9300 die
formschöne und bestens verarbeitete RC-3200 mit auf den Weg. An dieser
Fernbedienung kann sich die gesamte Konkurrenz ein Beispiel nehmen

Etwas klobig: Touchscreen-Fernbedienung des Denon AVC-A1SR mit
guter Verarbeitung
Sieht man sich die Geräterückseiten an, so sind ebenfalls
Unterschiede zu beobachten. Besonders loben muss man den Aufwand von Harman
Kardon, Yamaha und Pioneer, wo keine "stinknormalen"
Schraubverschlüsse, sondern besonders hochwertig ausgeführte
Lautsprecher-Anschlussterminals zur Verfügung stehen.

Hochwertig: Lautsprecher-Anschlussterminal beim Harman Kardon
AVR-8500

Spitzen-Finish bis ins Detail: Edle Schraubanschlüsse
beim Pioneer VSA-AX10i-S (oben) und beim Yamaha DSP-Z9 (unten)

Bei Onkyo, Denon und Marantz werden hingegen normale
Schraubverschlüsse eingesetzt, die auch die günstigeren Modelle schmücken.
Ordentlich verarbeitet sind aber alle Geräterückseiten, die Anschlüsse sind
sauber eingepasst und stabil ausgeführt. Ein hohes Niveau herrscht auch bei den
Geräte-Displays. Ganz vorn zu finden ist hier wieder der Yamaha DSP-Z9, der mit
einem großflächigen Display mit feiner Auflösung punkten kann.

So muss es sein: Großflächiges Display am Yamaha DSP-Z9
Ebenfalls sehr gut gefällt uns das Display des Onkyo
TX-DS989upg 2. Auch hier stimmen Kontrast, Auflösung und Größe absolut, auch
bei starkem Lichteinfall und aus größerer Entfernung ist die Schrift sehr gut
ablesbar.

Vorbildlich: Das Display des Onkyo TX-DS989upg2
Auch das Display des Pioneer ist hervorragend, wirkt durch die
blaue Farbgebung aber kühler als die von uns als sehr warm und angenehm
empfundenen Geräteanzeigen von Onkyo und Yamaha.

Erstrahlt in Blau: Geräteanzeige am Pioneer VSA-AX10i-S

Wunderbar klar: Große, fein auflösende Marantz-Anzeige

Gute Auflösung, nur etwas klein: Denon-Display

Auflösung zu grob, aber gut gelöste Funktionsanzeigen:
Display des AVR-8500
Ebenfalls in blauer Farbe und ebenfalls sehr gut ablesbar
präsentiert sich das hochauflösende Marantz-Display. Das fein auflösende
Display des AVC-A1SR/SRA ist etwas zu klein, was die Ablesbarkeit aus größerer
Distanz erschwert, während der Harman
Kardon AVR-8500 mit seiner zu grob auflösenden Variante keine Pluspunkte
verbuchen kann. Wie die neuen AV-Receiver-Modelle (z.B. der Harman Kardon AVR-230)
aber zeigen, sind alle nun erscheinenden Komponenten mit einem fein
auflösenden, kontrastreichen DOT-Matrix-Display ausgestattet.
Ein aufwändiger Aufbau des Geräts darf in den Preisregionen,
in denen sich unsere Kandidaten befinden, eigentlich vorausgesetzt werden. Daher
geizen alle Hersteller auch nicht mit hochwertigen Baugruppen und einer
tadellosen Verarbeitungsqualität auch von innen. Durch die Bank sind
hochwertige 192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler für alle Kanäle verbaut, die auch
audiophilen Ansprüchen gerecht werden. Schnelle DSP-Prozessoren mit hoher
Rechenleistung sind ebenfalls bei allen Boliden mit an Bord. Besonders großen
Aufwand trieb man bei Yamaha, der DSP-Z9 ist in dieser Hinsicht mehr Computer
als AV-Verstärker - mehr zur DSP-Ausstattung der Kontrahenten folgt im weiteren
Textverlauf. Groß dimensionierte Transformatoren und Kondensatoren
stellen die Basis für eine stimmige Stromversorgung dar.

Immer noch einen beispielhaften Aufbau bringt der Denon
AVC-A1SR/SRA mit. Große Kondensatoren, im vorderen Bildbereich gut zu erkennen, und
ein überdimensionierter Trafo sind neben der komplett passiven Kühlung die
bestimmenden Elemente im aufgeräumten Geräteinneren. Alles ist höchst akkurat
verkabelt und übersichtlich angeordnet.

Die Konkurrenz macht es Denon nach: Auch der Yamaha DSP-Z9
verfügt über einen groß ausfallenden, zentriert angeordneten Ringkern-Trafo und
ausladende Kondensatoren. Der Innenaufbau wirkt sauber und durchdacht.

Tanzt aus der Reihe: Der Pioneer VSA-AX10i-S ist nicht um
Trafo (kein Ringkern-Trafo!) und Kondensatoren herum aufgebaut. Beim Pioneer-Spitzenmodell befindet
sich der Trafo vorn links im Bild. Der Aufbau mit verschiedenen Kammern ist aber
auch hier dementsprechend hochwertig ausgeführt

Sauber gelöst: Der Onkyo TX-DS989upg2 glänzt ebenso mit einem
aufgeräumten Innenleben. Gut zu erkennen sind auch hier die groß ausfallenden
Kondensatoren
Der Rest unserer Boliden zeigt innen ebenfalls einen
hochwertigen Aufbau, weder beim SR-9300 noch beim AVR-8500 gibt es Anlass zur
Klage. Unser Fazit der ersten Disziplin: Der aufwändig aufgebaute Yamaha
glänzt mit Top-Qualität bis in den kleinsten Winkel. Besonders zu loben
ist das erstklassige Gerätedisplay, nur die Fernbedienung kann nicht mithalten.
Ohne Schwächen präsentiert sich der Pioneer VSA-AX10i-S: Top-Verarbeitung bei
Hauptgerät und Fernbedienung, liebevolle Details wie die sehr hochwertigen
Lautsprecheranschlussklemmen gefallen ebenfalls. Der Denon AVC-A1SR/SRA ist immer
noch ein sehr gutes Beispiel für eine gelungene Verarbeitung - ganz rein ist
die Weste aber nicht: Die Schraubanschlüsse auf der Rückseite könnten edler
wirken, die Fernbedienung ist nicht von überdurchschnittlicher Qualität. Mit
einer überragenden Fernbedienung und einer sehr nobel wirkenden Gerätefront
geht der Marantz SR-9300 auf Kundenfang - er ist trotz des niedrigeren
Kaufpreises praktisch ebenso gut verarbeitet wie die teureren Konkurrenten. Die
Plastikfront und das Display mit zu grober Auflösung lassen den Harman etwas
hinter die Konkurrenz zurückfallen. Der Innenaufbau und die exklusiven
Lautsprecher-Anschlüsse bringen aber Pluspunkte.
Anschlüsse
Wer einen so teuren AV-Receiver oder -Verstärker kauft, besitzt
nicht selten auch einen großen Gerätepark. Daher bringen die noblen
AV-Kommandozentralen eine immense Menge an Anschlüssen mit, um viele Zuspieler
problemlos mit der "AV-Kommandozentrale" verbinden zu können.
Harman Kardon AVR-8500:

Bereits der preiswerteste Bolide, der HK AVR-8500, glänzt mit
einer exzellenten Anschlussauswahl. Besonders lobenswert ist der reichhaltig
ausstaffierte Front AV-Ein-/Ausgang, der ein problemloses Management von
portablen Zuspielern und Aufnahmegeräten garantiert. So finden sich zwei
digitale Ein- und zwei digitale Ausgänge, je 1 x optisch und 1 x koaxial, auf
der Gerätefront. Für die Videoverbindung gibt es eine FBAS- und eine
S-Video-Beschaltung. Auf der Geräterückseite hält der Harman weitere sechs
Digitaleingänge, je zur Hälfte optisch und koaxial, bereit. Zusätzlich stehen
zwei digitale Ausgänge zur Disposition. Selbstverständlich sind auch drei
YUV-Eingänge sowie ein YUV-Ausgang vorhanden. 5 AV-Eingänge und 3
AV-Ausgänge, natürlich alle wahlweise S-Video- und FBAS-beschaltet, runden
zusammen mit 2 Audio-Eingängen und einem Audio-Ausgang das Angebot ab. Für
weitere Verbindungen stehen ein externer 7.1 Eingang und ein kompletter 7.1
Vorverstärkerausgang bereit. Lobenswert: Der HK hat auftrennbare Endstufen, so
dass z.B. ein grafischer Equalizer o.ä. zwischen Vorstufen- und
Endstufenabteilung eingeschliffen werden kann. Fazit: Fürs Geld bietet der
8500er eine überlegte, praxisgerechte Anschlussbestückung. Multi-Room-fähig
ist der AVR-8500 auch. Was fehlt, ist eine digitale
Hochgeschwindigkeitsschnittstelle wie i.link o.ä.
Denon AVC-A1SR/SRA:

Der multiroom-fähige Denon bringt ebenfalls ein sehr
reichhaltiges Sortiment an Anschlüssen mit. Beim AVC-A1SRA gibt es auch Denon
Link der 3. Generation (mehr dazu im Anhang) als digitale
Hochgeschwindigkeitsschnittstelle. An "normalen" Digitalanschlüssen
gibt es sechs optische, fünf koaxiale Eingänge und zwei optische
Digitalausgänge. Dazu ist die Zusammenschaltung von 3 bzw. 4 herkömmlichen
Koaxial-Eingängen zu 6/8 getrennten Digitalkanälen möglich (Digitaler
Mehrkanaleingang). Wer noch über eine LaserDisc-Sammlung verfügt, kann den
RF-Eingang nutzen. Gleich zwei paar 7.1 Eingänge und ein 7.1 Pre-Out stellen
ein eindrucksvolles Angebot dar. Durch die 192 kHz/24-Bit A/D-Wandlung kann der
Denon analoge Signale akkurat digitalisieren. Dies ist dann sehr hilfreich, wenn
der 8-Kanal Externeingang z.B. mit DVD Audio Signalen "gefüttert"
wird. Durch die hochwertige A/D-Wandlereinheit werden die DVD Audio Signale
digitalisiert und der Highend DSP-Sektion des Denon zugänglich gemacht. So kann
man dann auch bei analogem Signaleintritt in den Verstärker DVD Audio Signale
z.B. im Modus THX Ultra 2 Music genießen. Drei HDTV-taugliche YUV-Eingänge und
einen YUV-Ausgang, 8 Composite/S-Video-beschaltete AV-Eingänge, fünf reine
Audio-Eingänge, 5 analoge REC-Ausgänge, 6 Composite- und 5 S-Video-Ausgänge
vervollständigen das Angebot - damit ist der Denon immer noch mit am besten
bestückt. Fazit: Einer der Anschluss-Champions dieser Runde.
Marantz SR-9300:
Die Nachteile sind beim SR-9300 schnell aufgezählt: Es gibt keine
Hochgeschwindigkeitsschnittstelle wie i.link o.ä. und keine YUV-Terminals.
Ansonsten ist alles vorhanden, um einen großen Gerätepark anzuschließen.
Neun Analogeingänge, vier Analogausgänge 4, insgesamt 10 Digitaleingänge
(vier optische Eingänge, fünf koaxiale Eingänge, 9 davon frei zuweisbar)
und zwei Digitalausgänge (1 x optisch, 1 x koaxial) stehen zur Verfügung.
Wer trotz der sehr leistungsfähigen internen Einheiten externe Endstufen
anschließen möchte, kann dies für ein komplettes 7.1-System tun: Alle nötigen
Vorverstärkerausgänge sind vorhanden. Ein 7.1-Kanal-Eingang ist ebenfalls
vorhanden. Multi-Room-fähig ist der SR-9300 auch, die entsprechenden Anschlüsse
finden sich auf der Geräterückseite. Auf der Gerätefrontseite gibt es
noch einen komplett (inklusive S-Video/optischem Digitaleingang) bestückten
AV-Eingang. Fazit: Gute Auswahl bis auf die fehlenden YUV-Anschlüsse.
Lobenswert sind die Scartbuchsen.
Onkyo TX-DS989upg2:

Die Anschlussbestückung ist auch beim
Multiroom-Gerät TX-DS989upg2 sehr reichhaltig, es gibt
10 Digitalverbindungen (3 optische/5 koaxiale Eingänge, 1 optischer/1 koaxialer
Ausgang) und einen RF-Eingang - genug, um auch einen sehr umfangreichen Gerätepark
inklusive einem LaserDisc-Player anschließen zu
können. Das Einzige, was
nicht mitgeliefert wird, ist eine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle wie
i.link o.ä. Zwar war für den TX-DS989 ein entsprechendes Update angedacht,
doch zur Auslieferung kam es in der Praxis nicht, so dass der i.link-Interessent
auf den TX-NR1000E, den im Sommer erscheinenden Nachfolger des aktuellen Flaggschiffs, warten muss,
das solche Schnittstellen mitbringen wird. Als 5.1- bzw. 7.1-Anschluss
fungiert ein DB25-Port, das entsprechende Adapterkabel liegt dem TX-DS989 bei.
Der DB25-Anschluss ist im Vergleich zu den Cinch-Varianten natürlich recht
platzsparend und übersichtlich, wer aber ein sehr hochwertiges 5.1 Kabel
besitzt, muss sich nun damit zufrieden geben, dass der akustische Vorteil eines
exzellenten Kabels durch den eher kostengünstig ausgeführten Adapter wieder
zunichte gemacht wird. Hier hilft dann nur der Kauf eines höherwertigen
Adapters oder eines kompletten hochwertigen 5.1- auf DB25-Kabels. Vier
Audio- und sechs AV-Eingänge (S-Video/FBAS-beschaltet) bringt der Onkyo
ebenfalls mit wie einen Phono-Eingag für Plattenliebhaber. Der
multiroom-fähige AV-Receiver verfügt ferner über einen 7.1
Vorverstärkerausgang. Fazit: Gute, aber im Vergleich zur Konkurrenz nicht
überdurchschnittliche Auswahl, die digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle
findet sich erst beim Nachfolger. Prima: Sowohl RF- als auch Phonoeingang mit
dabei. Pioneer VSA-AX10i-S:

Der Pioneer schlägt bei den Anschlüssen voll zu und bringt
gleich 7 Audio-/Videoeingänge (FBAS/S-Video-beschaltet) und 5 Audio-Eingänge
mit. Ebenfalls gibt es drei AV-Ausgänge, zwei reine Audio- und zwei reine
Videoausgänge. Auch sonst ist alles vorhanden, unter
anderem HDTV-fähige YUV-Terminals (drei Ausgänge, ein Eingang), ein doppelter
i.link-Anschluss, viele Digitaleingänge (drei koaxiale und fünf optische,
einschließlich dem optischen Front-Input), zwei optische Digitalausgänge, ein
7.1-Eingang, ein 7.1.-Vorverstärkerausgang, ein Phonoeingang für
Schallplattenfreunde und ein RF-Eingang, den Laserdisc-Freunde dringend
brauchen, wenn sie ihre NTS-Laserdiscs mit Dolby Digital 5.1-Ton abspielen
möchten (ansonsten muss ein nicht einfach aufzutreibender RF-Adapter her).
Fazit: Keine Klagen. Der VSA-AX10i-S präsentiert sich umfangreich bestückt -
was man bei dem Kaufpreis aber auch erwarten darf.
Yamaha DSP-Z9:

Was die Ausstattung angeht, kommt der multiroom-geeignete DSP-Z9 ganz groß heraus -
dies zeigt auch die extrem großzügige Anschlussauswahl. Angefangen mit
einem i.link-Interface, gefolgt von gleich 11 Digitaleingängen (7
optisch, 4 koaxial) sowie 7AV-Eingängen mit S-Video/FBAS-Beschaltung und 5
reinen Audio-Eingängen. Des weiteren finden sich gleich 6 YUV-Inputs. An
Ausgängen stehen
2 YUV-Terminals, 2 Audio-Anschlüsse, sowie 3 A/V-Ausgänge plus 1x Zone 2 A/V mit
S-Video zur Verfügung. Das Programm wird ergänzt durch den Mehrkanal-Kanal-Eingang für
externe Decoder in 6 + 2 Kanal Konfiguration, einem Pre Out: für alle Kanäle und
für Zone 2, einen doppelter Subwoofer-Ausgang mit umschaltbarer Übernahmefrequenz,
einen Phono-Eingang sowie einen Front AV-Eingang mit S-Video-Beschaltung plus optischem
Digitaleingang. Fazit: Besser geht es nicht, Yamaha hat an alles gedacht.
Ausstattung
1. Decodierformate
Was die Surround-Formate anbetrifft, die decodiert werden, so herrscht
weitgehend Einigkeit: THX Surround EX, Dolby Digital 5.1 EX, DTS Matrix/Discrete
6.1 sowie DTS/Dolby Digital 5.1 sind Standard bei allen Modellen. Aufgrund der
Abwesenheit der Endstufen für den Back Surround-Betrieb muss der Käufer des
Harman Kardon jedoch noch eine zusätzliche externe Endstufe bemühen - der bald
erscheinende Nachfolger wird mit kompletten sieben Endstufen ausgeliefert. Der
ältere AVR-8500 ist auch der einzige Bolide dieser Runde, der noch kein THX Ultra
2-Zertifikat (weitere Erläuterungen im technischen Anhang) mitbringt. Auch
decodiert er noch kein DTS 96/24. Der Yamaha DSP-Z9 und der Denon
AVC-A1SRA (das neue Modell) sind die einzigen Kandidaten mit Dolby Pro Logic IIx.
Der AVC-A1SR bringt noch das "normale" PL II mit. Harman Kardon und
Pioneer verzichten im Dolby Pro Logic II-Modus auf die Einstellmöglichkeiten im
Music Mode, was beim Pioneer umso schwerer wiegt, da er nicht - wie der Harman -
ein herausragendes Konkurrenzsystem mitbringt: Der AVR-8500 trumpft, wie wir
später feststellen werden, mit Logic 7 groß auf. Der Marantz kommt mit allen
Einstellmöglichkeiten im PL II Music Mode und hat zudem noch als weiteres
System Circle Surround 2 an Bord. Alle Nobel-AV-"Commander" sind mit
DTS Neo:6 ausgerüstet.
2. DSP-Technik (mehr dazu findet sich im Anhang zum Text)
Alle Geräte in diesem Test haben extrem schnelle DSP-Chips an Bord, die mit
höchstmöglichen Rechenleistungen aufwarten können. Besonders aufwändig
bestückt ist der Yamaha DSP-Z9. Die neuen, sehr zahlreich vorhandenen
DSP-Programme mit hoher Auflösung erklimmen mit einer im Vergleich zu den
DSP-Vorgänger-Programmversion dreifachen Datendichte neue akustische Höhen bei
der Nachbearbeitung. Das Angebot an Programmen ist nach wie vor extrem groß.
Gleich in achtfacher Ausfertigung ist der neue Yamaha 32-Bit-Prozessor LSI
YSS-930 verbaut. Ein sechsmal höherer Qualitätsstandard als beim beim
vorherigen DSP System wird von den Soundexperten von Yamaha versprochen.
96kHz/24Bit Signale können jetzt direkt verarbeitet werden, ferner ist eine
96kHz/24Bit A/D Wandlung von analogen Mehrkanal Signalen möglich.
Für die Signalverarbeitung zuständig sind vier YSS930-Chips. Im Vergleich
zu den günstigeren AV-Receivern RX-V1400 und
RX-V2400 benötigt die Verarbeitung der DSP-Informationen beim DSP-Z9 die
vierfache Rechenleistung. Dies liegt an der direkten Verarbeitung von 96
kHz/24-Bit-Signalen und an der Tatsache, dass für jedes DSP-Programm des DSP-Z9
die dreifache Anzahl an Reflexionen für ein nochmals deutlich realistischeres
Klangbild zur Verfügung stehen - und zwar für jedes DSP-Programm. Eine recht
aufwändige DSP-Abteilung mit vielen einstellbaren Parametern und einigen guten
Programmen bietet außer dem Yamaha noch der Onkyo TX-DS989upg2.
Was die
A/D-Wandlung betrifft, bietet der Denon AVC-A1SR/SRA - wie schon beschrieben - mit
einer 192 kHz/24-Bit A/D-Konvertierung am meisten. Pioneer und Onkyo ermöglichen ebenso wie der Yamaha auch eine 96 kHz/24-Bit
A/D-Wandlung von Stereo- und Mehrkanalsignalen - ohne DSP-Nachbearbeitung.
Marantz setzt 108kHz/24-Bit A/D-Wandler ein, beim HK tut es ein 48 kHz/24-Bit
A/D-Wandler, was in Anbetracht des nicht konfigurierbaren Mehrkanaleingangs
(kann hochauflösende Signale nur direkt durchleiten) aber nicht allzu schwer
ins Gewicht fällt. Für die Klangreinheit wird
ebenfalls einiges getan - ein Beispiel: Marantz setzt beim SR-9300 auf die "Precision Coding Technology"
(PCT).
Diese Technik soll laut Marantz die Decodierungsqualität effektiv steigern. PCT
verarbeitet die digitalen Signale von Dolby Digital und DTS mit einer höheren
Rechenbreite von 32 Bit, was zu einem feiner aufgelösten Audiosignal führt.
Gleichzeitig wird das Signal-Rausch-Verhältnis im Mittel-/Hochton-Bereich
deutlich verbessert. Verschiedene Technologien, die auch niedriger auflösende
Audioformate nachhaltig aufpoliert, gibt es z.B. bei Denon und Pioneer. Der Denon AVC-A1SR/SRA verfügt über das Denon-eigene AL 24 PLUS
Processing: Die
aktuellste Evolutionsstufe des Denon-eigenen Alpha-Prozessors, der digitale
Signale mit möglichst makelloser analoger Wellenform wiedergeben soll, unterdrückt
die Klangreinheit störende Quantisierungsverzerrungen. Normalerweise entstehen
bei der Rückwandlung eines quantisierten Signals, also der Wandlung von einem
Digitalsignal in ein Analogsignal, sogenannte Quantisierungsverzerrungen, die
abhängig sind von der Anzahl der Bits des Digitalsignals. Das analoge Signal
weist durch diese Verzerrungen keine Kontinuität auf, sondern ist je nach
Bitzahl mehr oder weniger treppenförmig. Da eine normale CD nur 16 Bit Tiefe
aufweist, greift genau hier das AL24 Processing und poliert die 16 Bit auf bis
zu 24 Bit hoch. Dadurch sind die eben beschriebenen Treppenformen drastisch
reduziert, und eine möglichst stufenlose analoge Wellenform ist das Ergebnis.
Besonders bemerkbar macht sich das System bei feinen musikalischen Details, die
prägnanter reproduziert werden. Auch Pioneer tut etwas für die Klangverbesserung mit einem
Hi-Bit/Hi-Sampling
genannten Modus, der ebenfalls für einen größeren Dynamikumfang und somit eine für eine gesteigerte
Wiedergabequalität von CDs und DVDs zuständig ist. Die HiBit-Schaltung nimmt eine
Dynamikerweiterung bei herkömmlichen CDs/DVDs von 16/20 Bit auf 24 Bit vor. Hi-Sampling sorgt für eine
Vergrößerung der Frequenzbandbreite. In der Test-Hörpraxis machte sich dieser
Filter positiv bemerkbar, nimmt die HiBit-Schaltung doch der CD den teilweise trägen
und zu wenig transparenten Hochtonbereich - dieser präsentiert sich nach dem
Aufpolieren als dynamischer, klarer und feiner abgestuft, was gerade bei Klassik
oder Jazz auffallen dürfte. Im direkten Vergleich arbeiten beide Systeme gut - wenngleich man hinzufügen
muss, dass es keine revolutionären Klangunterschiede zur Version ohne die
zusätzliche Aufpolierung gibt. Das Denon-System arbeitet Feinheiten noch eine
Idee besser heraus, die Pioneer-Variante wirkt dafür dynamischer.
Sonstige Ausstattungsmerkmale
Unerreicht ist die Ausstattungsvielfalt des Yamaha DSP-Z9. Nicht nur ein
Videonormwandler, den auch Pioneer und Denon mitbringen, sondern auch ein
hochwertiger Scaler sowie eine ausgeklügelte Progressive
Scan-Signalverarbeitung zeichnen das Flaggschiff aus. Ferner ist der DSP-Z9 der
momentan einzige AV-Verstärker, der nicht ein langweiliges, lieblos wirkendes
On Screen-Menü mitbringt - hier gibt es anstatt einer grafischen Darstellung,
die an die PC-Steinzeit erinnert, ein flottes, übersichtliches Graphical User
Interface, das optisch und bedienungstechnisch voll und ganz überzeugt.

Wirklich durchdacht: Der DSP-Z9 kommt mit einem aufwändig
gemachten und vorbildlich übersichtlichen Graphical User Interface (GUI)
Lautsprecher-Einmesssysteme, die mittels eine Messmikrophons,
das am Hörplatz aufgestellt wird, die Lautsprecher automatisch analysieren und
einmessen, sind auf dem Vormarsch. Von unseren Testkandidaten könnten der
VSA-AX10i-S und der Yamaha DSP-Z9 mit entsprechenden Systemen aufwarten.
Während Yamahas YPAO technisch noch aufwändiger ist, bietet Pioneers
ausgereiftes M.C.A.C.C. die höhere Betriebssicherheit. Im Anhang zum Text sind
beide Systeme ausführlich erläutert, inklusive Bebilderung. Der Harman Kardon
AVR-8500 verfügt zwar nicht über ein komplettes Einmesssystem, mittels der
"EZSet" genannten Fernbedienung, in die ein Pegelmessmikrophon
integriert ist, kann aber vom Hörplatz aus bequem ein Pegelabgleich vorgenommen
werden. Den Rest der Einstellung (z.B. Time Alignment) führt der Anwender
manuell durch. Bei Onkyo, Denon und Marantz wird noch konventionell manuell
eingemessen.
Der Denon AVC-A1SR/SRA glänzt noch mit einem besonders
reichhaltigen Lautsprecher-Konfigurationsmenü und der Möglichkeit, gleich zwei
unterschiedliche Paare an Surroundlautsprechern anzuschließen. So können dann
z.B. für den Musikbetrieb Direktstrahler und für den Heimkinoeinsatz Dipole
verwendet werden - eine sehr praxisgerechte Lösung. Mit einem
Ausstattungsdetail ganz anderer Art kann der Onkyo TX-DS989upg2 aufwarten: Fast
lautlos gleitet auf Knopfdruck ein Panel auf der Frontplatte herunter, um die
darunter liegenden Bedienungselemente frei zu geben. Mit diesem Luxus kann sonst
kein Gerät dienen. Luxus-Gefühle auch beim Marantz SR-9300: Wer einmal das
Gyro-Tuning-Rad zur Stationswahl in der Hand hielt, möchte es nur ungern wieder
loslassen, so präzise arbeitet das Marantz-typische Feature.
Fazit: Top-Ausstattung ohne Einschränkungen findet der Käufer
nur beim Yamaha DSP-Z9, der einfach alles hat: Einen exquisiten Videoteil, eine
erstklassige DSP-Sektion sowie hervorragende Baugruppen. Der Denon AVC-A1SR/SRA
kann trotz des Alters noch gut mithalten und liegt noch mit ganz vorn. Gleiches
gilt für den Pioneer, der sich aber die Peinlichkeit nicht vorhandener
Einstellmöglichkeiten im Dolby PLII Music Mode leistet. Dies bügelt er aber
durch das vortreffliche M.C.A.C.C. mit exzellenter Betriebssicherheit wieder
aus. Onkyo und Marantz sind gut bestückt, setzen aber keine Akzente. Was
liebevolle Details angeht, kann man aber mit beiden sehr zufrieden sein. Der
preisgünstigste Kandidat, der HK AVR-8500, mit einer für diese Preisregion
guten Ausstattung dienen kann - besonders attraktiv wird der 8500er dadurch,
dass man ihn auch noch deutlich unter Listenpreis einkaufen kann.
Bedienung
Wirklich schlecht gelungen ist kein Bedienkonzept unserer
Test-Boliden, es finden sich aber trotzdem Ansätze zur Verbesserung. So ist der Yamaha DSP-Z9
mit der handlichen, sehr übersichtlichen GUI-Zweitfernbedienung zwar sehr gut
über ein angeschlossenes Bildwiedergabegerät zu steuern, ist jedoch kein
Bildwiedergabegerät eingeschaltet und soll der AV-Verstärker über die
mitgelieferte Hauptfernbedienung konfiguriert werden, ist die Freude nicht mehr
allzu groß, denn der IR-Commander ist etwas klobig und liegt nicht allzu gut in
der Hand. Ein größeres Display ist ebenfalls nicht in der Fernbedienung integriert. Der
Pioneer-Besitzer hingegen wäre froh, wenn seine Fernbedienung nur die Maße des
Konkurrenzmodells von Yamaha hätte - die pultartige Kommandozentrale wirkt zwar
sehr edel, ist aber sehr groß und für die Einhand-Bedienung schlichtweg
ungeeignet. Man braucht auf jeden Fall einen Tisch und eine Hand oder beide
Hände, um mit der bidirektional agierenden Kontrolleinheit klar zu kommen. Dafür
gefällt der großflächige LCD Touchscreen-Schirm mit klarer, leicht
verständlicher Darstellung - hier braucht man kaum Eingewöhnung, um die
Funktionsvielfalt problemlos zu beherrschen. Perfekt: Die Fernbedienung des
Marantz SR-9300. Sie liegt sehr gut in der Hand, hat einen leicht ablesbaren
Touch Screen, und ihr Funktionskonzept hat man schnell durchschaut. Wie die
Fernbedienung des Pioneer und des Yamaha ist auch sie für den Betrieb im
abgedunkelten Heimkinoraum beleuchtet. Von der Handhabung der
Marantz-IR-Schaltzentrale ist die etwas klobig wirkende, ebenfalls
hintergrundbeleuchtete Denon-Kontrolleinheit
ein gutes Stück entfernt. Sie liegt nicht perfekt in der Hand, da zu dick, und
ist auch in Bezug auf die Menüführung nicht optimal bedienbar. Hier besteht
Nachbesserungsbedarf. Außerdem ist der Touchscreen recht empfindlich, der Pioneer-Schirm und auch
der Marantz-Schirm verzeihen es eher, wenn man die Fernbedienung mal nicht mit
Samthandschuhen anfasst. Sehr gut in der Hand liegt die Harman-Fernbedienung,
hier sind nur manche Tasten, gerade im unteren, sich formal verjüngenden Teil,
etwas zu klein geraten. Ein Kontrolldisplay fehlt völlig - insgesamt zweifellos
eine gute Fernbedienung, für die Bolidenklasse aber zu wenig aufwändig. Das
gilt auch für den Onyko IR-Commander, der zwar ein kleines LC-Display
mitbringt, ansonsten aber auch eher schlicht gehalten ist. Hinzu kommt noch der
etwas schwammige Druckpunkt der Tasten.
Die Justagen, die für eine akkurate Inbetriebnahme von Nöten
sind, gestalten sich bei keinem der Testkandidaten überdurchschnittlich
schwierig und mühevoll. Klar im Vorteil ist der DSP-Z9 mit seinem Graphical
User Interface, das eine rasche Einstellung deutlich erleichtert. Eine echte
Steigerung des Bedienkomforts geht auch von den automatischen
Lautsprecher-Einmesssystemen bei Yamaha und Pioneer aus, wobei die wenig
störungsanfällige Pioneer-Lösung noch ein wenig praxisgerechter erscheint als
die zwar technisch noch aufwändigere und noch peniblere, aber weniger
betriebssichere Yamaha-Variante. Eine Hilfe beim Einpegeln, die effektiv
arbeitet und sehr leicht vom Handling her ist, findet sich bei Harman Kardon -
EZSet funktioniert störungsfrei, regelt aber nur den Pegelabgleich. Der Rest
muss manuell vorgenommen werden, was beim 8500er nicht allzu komfortabel
abläuft. Die Tasten an den Geräten selber sind insgesamt bei allen Kandidaten
einfach zu verwalten, größere Schwierigkeiten dürften nicht auftreten.
Fazit: Ein überzeugendes Bedienkonzept inklusive GUI zeichnet
den DSP-Z9 aus. Was fehlt, ist eine komfortablere Hauptfernbedienung, beim
Lautsprechereinmesssystem wäre eine weitere Steigerung der Betriebssicherheit
wünschenswert. Bis auf den zu großen IR-Controller, der dafür einen großen
Touchscreen bietet, ist der VSA-AX10i-S leicht zu bedienen. Das
Lautsprechereinmesssystem arbeitet sehr zuverlässig. Mit Top-Fernbedienung und
insgesamt sehr einfacher Bedienbarkeit gefällt der Marantz SR-9300. Das
fehlende Lautsprechereinmesssystem gleicht der exzellente Testtongenerator
teilweise aus. Der Harman Kardon AVR-8500 bietet sehr gute Ansätze, im Detail
aber könnte noch etwas Feintuning betrieben werden. Ein durchschnittlicher
Bedienkomfort wird bei Denon und Onkyo geboten. Bei beiden Boliden besteht
Nachbesserungsbedarf in Bezug auf die Fernbedienung, ebenfalls fehlt ein
automatisches Lautsprecher-Einmesssystem. Die Bedienelemente an den Geräten
selber sind aber in beiden Fällen überdurchschnittlich hochwertig ausgeführt
und einfach zu handhaben.
Klang
Wer eine stattliche Summe an Geld in einen AV-Verstärker oder
-Receiver investiert, erwartet in erster Linie eines: Eine überdurchschnittlich
gute Klangqualität. Enttäuscht hat uns in dieser Beziehung keiner der
Testkandidaten, im Gegenteil: Das durchweg sehr hohe Niveau dokumentiert
eindrucksvoll, dass man fürs angelegte Geld auch eine Menge erwarten kann.
Pegelfestigkeit
In dieser Disziplin sorgten vor allem unsere beiden günstigeren
Teilnehmer, der Harman Kardon AVR-8500 und der Marantz SR-9300, für eine
faustdicke Überraschung, denn in Bezug auf ihre Pegelfestigkeit brauchen sich
beide Modelle in keinster Weise hinter den teureren Konkurrenten verstecken.
Ohne Schwierigkeiten meistern beide Boliden auch extrem hohe Pegel, selbst dann,
wenn kein aktiver Subwoofer mit helfender Hand eingreift. Keiner der Boliden ist
auch im 50 Quadratmeter-Hörraum überfordert - wie aber auch schon in unserem
Einzeltest nachzulesen war, sorgt besonders der bärenstarke Marantz für
Begeisterung: Dieses Maß an Souveränität, selbst dann, wenn höchste Leistung
abgefordert wird, ist erstklassig. Hier erreicht der 3.500,-- EUR-AV-Receiver
Werte, die ebenso gut sind wie die der kostspieligeren Alternativen. Von diesen
kann sich ganz besonders der VSA-AX10i-S bemerkenswert in Szene setzen - was
etwas verwundert, da ein Teil der Konkurrenz vom Aufbau her noch aufwändigere
Stromversorgungen zu bieten hat. Ein
früher getesteter VSA-AX10 mit den eigentlich identischen Endstufeneinheiten
erzielte keine so brillanten Werte wie unsere zwei unter die Lupe genommenen
VSA-AX10i-S. Beide AV-Verstärker brachten noch bei extremen Pegeln eine
exzellente Dynamik und eine unglaublich intensive Basskraft zustande. Die beiden
eigentlich stärksten Boliden, der Yamaha DSP-Z9 und der Denon AVC-A1SR/SRA,
lieferten ebenfalls eine tadellose Leistung ab - sie wirken zwar bei sehr hohen
Pegeln sogar minimal angestrengter als Marantz und Pioneer. Geht es um wirkliche
"Endurance", also die Ausdauer der Komponente über fünf und mehr
Stunden, schlägt die Stunde von Yamaha und Denon: Hier gibt es auch am Ende
nach langer, lauter Pegelhatz keine Ermüdung. Selbst der Pioneer und der
Marantz sind da mit leichten Pegeleinbußen gegen Ende in etwas schwächerer
Verfassung. Dies dürfte aber in der Praxis nicht von allzu großer Relevanz
sein. Der Onkyo
bietet prinzipiell ebenfalls eine ausgezeichnete Pegelfestigkeit, die Freude an
hohen Lautstärken mindert aber der allzu häufig und allzu lautstark
anspringende Ventilator. Hier wäre eine andere Ventilatorenabstimmung, oder
noch besser, eine komplett passive Kühlung wünschenswert. Fazit: Die
große Überraschung sind eindeutig der HK AVR-8500 und der Marantz SR-9300 - beide
AV-Receiver lehren den teureren Konkurrenzmodellen in Bezug auf die
Pegelfestigkeit das Fürchten. Auch überraschend: Denon und Yamaha können
ihre laut Datenblatt überlegene Ausgangsleistung in der Praxis nur bei lang
anhaltender Dauerbelastung in einen deutlichen Vorteil ummünzen.
Klang Mehrkanal Film/Musik
Jeder der Kandidaten, soviel sei an dieser Stelle
vorausgeschickt, kann auch anspruchsvolle Heimkino-Liebhaber mit seinem
Leistungsprofil vollauf zufrieden stellen. In der Hörpraxis aber ergeben sich
deutliche Unterschiede in Bezug auf die Auslegung. Ganz anders, als man es von
anderen Modellen der Marke (z.B. dem DSP-AZ1)
im Mehrkanal-Betrieb gewohnt war, gibt sich der Yamaha DSP-Z9. Nicht mehr eine
sehr voluminöse, füllige Wiedergabe, sondern eine sehr natürliche,
facettenreiche und im Hochtonbereich hervorragend abgestufte Darstellung liegt
im Mittelpunkt der Bemühungen. Der DSP-Z9 bringt eine ungeheuer charismatische
Stimmdarstellung mit und ist in der Lage, Stimmen jeglicher Art mit
größtmöglicher Liebe zum Detail darzustellen. Daher eignet sich der Bolide
auch vortrefflich, um z.B. die schwierig in ihrem kompletten Umfang
wiederzugebenden Stimmen von hochklassigen Opernsängerinnen und Opernsängern
akkurat zu übertragen: Jede kleine Nuance, jedes Abklingen wird beim Yamaha so
zu einem akustischen Erlebnis. Natürlich "lauert" im Hintergrund
stets mehr als genug Kraft, um z.B. plötzliche Orchestereinsätze mit dem
nötigen Nachdruck darzustellen. Im Filmtonbetrieb baut der DSP-Z9 eine sehr
aufwändig strukturierte Surround-Soundkulisse auf. Auch hier ist der Klang
klar, sauber und natürlich, ohne den Hang zum Übertreiben - selbst die sehr
guten Cinema DSPs sind in ihrer Auslegung gegenüber den Vorgängerprogrammen
verändert worden. Immer noch schaffen sie im Vergleich zur normalen Dolby
Digital- oder DTS-Wiedergabe ein leichtes Plus an Räumlichkeit und Volumen,
dazu aber, und das ist neu, sorgen sie, je nach Programm und Quellmaterial, für
eine feinere Abstufung z.B. beim Aufbau der Surround- oder Frontklangkulisse.
Die Tiefenstaffelung ist weitaus präziser als bei den bisherigen DSP
Programmen. Somit ist der edle Yamaha die richtige Empfehlung für denjenigen,
der mit kultivierter Kraft Filme und Musik anhören möchte.
Von anderem Charakter ist der Pioneer VSA-AX10i-S. Nicht, dass
er ein ungehobelter Kraftbolzen wäre - auch der Pioneer gibt feine
Zwischentöne sehr gut wieder, wenn auch nicht mit so viel Liebe zur kleinsten
Facette wie der Yamaha. Der Fokus des VSA-AX10i-S liegt bei der Wiedergabe klar
auf einer extrem mitreißenden, ungeheuer kraftvollen Dynamik, die selbst
Passagen, in denen musikalisch oder von der Filmhandlung her weniger
"los" ist, zu einem Erlebnis machen. Der Pioneer ist die ein
Sportwagen, der nur auf die Impulse vom Gaspedal wartet, um diese völlig ohne
Verzögerung in ein intensives, emotional bewegendes Klangerlebnis zu
verwandeln. Den VSA-AX10i-S hört man nicht "nur" an, man erlebt ihn -
gerade für die Liebhaber einer raumfüllenden, explosiven Effektwiedergabe ist
der Pioneer genau das richtige Gerät. Wie kein anderer AV-Verstärker oder
-Receiver schafft er es, durch seine überwältigende Dynamik den Zuhörer voll
in seinen Bann zu ziehen, der Tiefbassbereich beeindruckt durch Volumen und
saubere Struktur gleichermaßen - wenn der VSA-AX10i-S, ohne angeschlossenen
aktiven Subwoofer, versteht sich, im Bassbereich zupackt, ist der Griff hart wie
von einer stählernen Hand: Mit unerbittlichem Nachdruck schleudert der Pioneer
tieffrequente Effektsalven durch den Hörraum. Auf der anderen Seite des
Frequenzspektrums beeindruckt die ungeheure Souveränität bei höchsten Pegeln
- nie stimmt der Pioneer aggressive Töne an. Dies tut zwar auch die starke
Konkurrenz nicht, der VSA-AX10i-S wirkt jedoch immer noch eine Spur gelassener -
wie übrigens auch der exzellente Marantz SR-9300. Wer es ruhiger bevorzugt und
jedes Detail in bestechender Präzision hören möchte - diesen Grad an
Präzision, gepaart mit höchster klanglicher Sauberkeit, erreicht außer dem
DSP-Z9 momentan kein uns bekanntes Gerät. Kultivierte Kraft erlebbar gemacht,
das ist die Erfolgsformel des sehr reif aufspielenden Yamaha, der für seine
akustische Klasse noch nicht einmal überdurchschnittlich teuer geraten
ist.
In Anbetracht dieser Referenzleistungen fragt man sich, was die
restliche Konkurrenz noch zu bestellen hat - um es kurz zu sagen: Ganz an
die superben Ergebnisse von Yamaha und Pioneer kommen die anderen nicht heran.
Schon in Schlagdistanz rückt überraschenderweise der in diesem Teilnehmerfeld
recht preiswerte Marantz, der wieder seiner Rolle als
"Favoritenschreck" gerecht wird und Denon sowie Onkyo hinter sich
lassen kann. Beide, sowohl der AVC-A1SR/SRA, als auch der TX-DS989upg2, sind
zweifelsohne noch hervorragende, akustisch ausgewogene AV-Boliden - man merkt
jedoch im Vergleich zur jüngeren und somit "frischeren" Konkurrenz,
dass beide Modelle in Bezug auf ihre Grundkonzeption schon einige Jährchen auf
dem Buckel haben und durch Upgrades mit teilweise beträchtlichem Umfang
"fit" gehalten wurden. Yamaha und Pioneer nehmen den Zuhörer mit in
eine virtuelle, perfekt inszenierte Klangwelt - im direkten Vergleich wirkt der
Klang bei Denon und Onkyo aufgesetzter und nicht so tiefgehend-intensiv. Bevor
nun aber eine Welle des Aufstandes durch die Fraktion der Onkyo- und
Denon-Besitzer geht, sei versichert: Beide erfüllen immer noch so hohe
Erwartungen, dass die Eigner von AV-Receivern der oberen Mittelklasse absolut
fasziniert sein dürften, was in Bezug auf die Mehrkanal-Klangqualität machbar
ist, und selbst verwöhnte Ohren dürften an den Leistungen wenig auszusetzen
haben. Im direkten Vergleich tritt der Denon noch etwas kräftiger an und
schafft eine größere Dynamik, der Onkyo agiert sehr sensibel und bietet ein
fast schon filigran-luftiges Klangbild mit sehr angenehmer Ausprägung. Die
Präzisionswerte sind überdurchschnittlich gut, erreichen aber nicht den Level
des Yamaha DSP-Z9. In Punkto Dynamik und Antrittskraft müssen sich beide
Maschinen dem Pioneer geschlagen geben.
Und wie steht es um die beiden preisgünstigsten Vertreter?
Alles im grünen Bereich, so unsere Antwort. Tief beeindruckt sind wir von dem,
was der in der Praxis schon für unter 2.000,-- EUR erhältliche HK AVR-8500 in
die Waagschale werfen kann. Wer zum günstigen Preis noch einen findet und sich
mit der nach US-Gusto ausgerichteten Optik anfreunden kann, erwirbt maximalen
Heimkino-Spaß zum minimalen Preis. Gemessen an anderen Geräten, die 1.500,--
bis 2.000,-- EUR normal kosten, ist die Performance des 8500ers schlichtweg
überwältigend und alles andere als weit entfernt von den Resultaten der
weitaus teureren Vertreter von Denon und Onkyo. Trotz des ebenfalls bereits
recht alten Grundkonzepts gefällt noch immer der kraftvolle, mit hervorragender
Raumwirkung verbundene Klang. Von der Auslegung her ist der HK der
Natürlichkeit verpflichtet, wenn Kraft gefragt ist, kommt der AV-Receiver aber
auch schnell auf den Punkt. Von der Reaktionsgeschwindigkeit und der
Geschmeidigkeit der Endstufen her spielt der HK ganz klar in der obersten Liga -
immer noch. Auch die Stimmwiedergabe, klar, frisch und lebendig, muss sich
eigentlich nur der des Yamaha geschlagen geben, der noch feinfühliger und
sensibler agiert und hier in einer eigenen Klasse spielt. Was die Ausgestaltung
des Hochtonbereichs angeht, so hat der HK hier im THX-Betrieb die Schwierigkeit
zu tragen, dass er lediglich THX Ultra- und nicht Ultra 2-lizenziert ist. Bei
Ultra 2 ist die Hochtondarstellung freier und feiner strukturiert. Wer es im
hochfrequenten Bereich sehr transparent mag, betreibt den HK besser nicht im
THX-Modus. Dieser ist dann empfehlenswert, wenn Filme mit einer zu grellen
Hochtondarstellung akustisch entschärft werden müssen - ganz so
"sanft" wie Ultra 2 gelingt THX Ultra diese Entschärfung allerdings
nicht.
Ganz klar in die vorderste Reihe gehört auch der Marantz
SR-9300, der bislang schon durch seine durchweg ausgezeichneten Leistungen
verblüffen konnte. Er ist zu extremen Kraftausbrüchen fähig, die man dem
zurückhaltend aussehenden und mit auf dem Papier eher bescheidenen Leistungsdaten ausgestatteten AV-Receiver spontan nicht in den kühnsten
Träumen zutrauen würde. Mit gehörigem Nachdruck lässt der Marantz alle Arten
von Effekten durch den Hörraum sausen - er schafft es ebenfalls, einen sehr
intensiven, dreidimensionalen Klangeindruck zu erzeugen, der in seiner
Ausprägung und Güte mit nur wenig Abstand zu den Top-Geräten von Pioneer und
Yamaha folgt. Bezieht man den deutlich günstigeren Preis mit ein, so ist
festzustellen, dass der SR-9300 ohne Frage ein besonders gutes
Preis-/Leistungsverhältnis bietet. Wem es besonders auf eine begeisternde
Akustik und weniger auf eine extrem reichhaltige Ausstattung Wert legt, ist mit
dem Marantz, dies zeigt nach unserem Einzeltest auch dieser Vergleichstest,
besonders gut bedient.
Unser Fazit in der Mehrkanal-Wertung: Mit einer mitreißenden,
vor Kraft und Dynamik strotzenden Vorstellung, die eine exakte Detaillierung
trotzdem noch mit einbezieht, ist der sehr teure Pioneer VSA-AX10i-S die erste
Wahl für den extrem anspruchsvollen Heimkino-Liebhaber und somit unserer
knapper Sieger in der Mehrkanal-Disziplin. Home Cinema at it`s best - keiner
schafft dies momentan besser als der Pioneer. Wer es natürlicher und besonders
detailreich mag, greift zum Yamaha DSP-Z9, der zudem etwas weniger kostet, aber
nicht ganz so viel "Feeling" beim Auditorium aufbaut und somit etwas
nüchterner agiert. Extrem kraftvoll, insgesamt ausgewogen und zudem preislich
sehr fair kalkuliert, ist der Marantz SR-9300 eine höchst interessante
Wahl. Ein echtes Schnäppchen ist der als Auslaufmodell erhältliche HK
AVR-8500, der in seinen Leistungen hervorragend mitspielen kann - nur eine
externe Zweikanal-Endstufe wird für den EX-Betrieb benötigt. Wer auf Extended
Surround verzichten kann oder aus räumlichen Gründen verzichten muss, kann mit
dem 8500er ebenfalls außerordentlich glücklich werden. Bilanz: Top-Leistung
zum kleinen Preis. Denon AVC-A1SR/SRA und Onkyo TX-DS989upg2 sind immer noch
exzellente AV-Komponenten, die mit ihrem kompletten Klangbild nach wie vor
überzeugen können. Die modernern, dynamischeren und im Detail noch akkurater
darstellenden Alternativen von Yamaha und Pioneer können in der Praxis aber
einen leichten akustischen Vorteil für sich verbuchen.
Surround-Aufpolierer
Eine andere Reihenfolge herrscht in dieser Teilwertung - der
Pioneer, eben noch ganz oben auf dem Siegertreppchen, muss sich hier mit einem
hinteren Platz begnügen. Sein Klang im Dolby Pro Logic 2-Betrieb ist zwar
wirklich nicht schlecht, aber auch alles andere als überirdisch gut. Hier merkt
man, dass die Pioneer-Entwickler der Optimierung von PL 2 - und auch von
DTS Neo:6 - nicht den höchsten Stellenwert eingeräumt haben. Zu
oberflächlich und nicht feinfühlig genug, dazu kommen die fehlenden
Einstellmöglichkeiten im PL 2 Music-Modus - der VSA-AX10i-S bekleckert sich
hier nicht gerade mit Ruhm. Wenigstens ist der Neo:6-Klang ausgewogen und
frisch.
Viele Pluspunkte sammelt dafür der HK AVR-8500. Ihm fehlen zwar
auch die Einstellmöglichkeiten im Music Mode von Dolby Pro Logic 2, dafür
bringt er aber das exzellente Logic 7, eine HK-Eigenentwicklung, mit. Auch im
Logic 7 Music-Modus gibt es zwar keinerlei Justageparameter, wer aber ein
hochwertiges Lautsprechersystem mit groß ausfallendem Center einsetzt (was in
diesen Preisregionen eigentlich Voraussetzung sein sollte), erlebt Musikgenuss
vom feinsten: Klar, sensibel und mit beachtlicher Brillanz geht Logic 7 ans Werk
und bietet gerade für den Liebhaber klassischer Musik eine wirkliche
Alternative zur reinen Stereowiedergabe bei herkömmlichen Audio-CDs. Die
Leistungen in der Film-Betriebsart überzeugen im Logic 7-Einsatz ebenfalls,
besonders die überdurchschnittliche Detaillierung ragt heraus. Wer den
Bass-Kick sucht und für alle Kanäle bassstarke Lautsprecher betreibt, wird
seine große Freude am "Extended"-Modus haben. Alle Betriebsarten von
Logic 7 sind im technischen Anhang weiter unten ausführlich beschrieben. Die
Leistungen, die der HK im Pro Logic 2-Betrieb erzielt, sind gut, aber nicht
überdurchschnittlich. Gleiches gilt für die Neo:6-Darstellung.
Wiederum voll zu schlägt in dieser Teildisziplin der Marantz
SR-9300. Dass noch kein PL II x integriert ist, fällt in Anbetracht der
ausgezeichneten PL2-Wiedergabe kaum ins Gewicht, nur Perfektionisten, die immer
das Neuste brauchen wie die Suppe das Salz, könnten nicht absolut glücklich
sein. Mit Kraft, Volumen und Klarheit kann der AV-Receiver überzeugen. Im
Movie-Modus gefällt die kraftvolle Gesamtdarstellung. Doch das ist noch nicht
alles: Denn die Circle Surround 2-Integration des SR-9300 ist außerordentlich
gut gelungen. Wenn der TruBass-Regler korrekt eingestellt ist, realisiert der
SR-9300 eine raumfüllende, voluminöse und trotzdem präzise Basswiedergabe.
Nur übertreiben sollte man es nicht, wer unbedacht den TruBass-Regler voll oder
beinahe voll aufdreht, erlebt einen zu dominanten, dröhnenden und unsauberen
Bass. Im Kinomodus können mit Circle Surround 2 ebenfalls prima Ergebnisse
erzielt werden: Effekte werden mit dem nötigen Nachdruck eingearbeitet, die
Klangverteilung ist angenehm ausgewogen. Im DTS Neo:6-Betrieb gefällt die
lebendige Auslegung, die jedoch merklich bassärmer ist als im CS
2-Einsatz.
Immer noch voll auf der Höhe der Zeit ist der Denon AVC-A1SR -
selbst ohne die PLII x-Funktion des SRA-Modells. Mit hervorragender
Detaillierung, einem tadellosen Volumen und einer sehr guten Hochtonwiedergabe
ist die PL2-Integration des Denon immer noch eine der besten auf dem ganzen
Markt. Ganz gleich, ob Kino- oder Musikbetrieb, mit seiner facettenreichen
Darstellung erobert der Denon rasch die Zuneigung des Auditoriums - erstklassig.
Den exzellenten Gesamteindruck rundet die mit Abstand beste DTS Neo:6-Darbietung
des Testfeldes ab, vor allem im Musik-Modus begeistert die schwungvolle ,
frische Wiedergabe. In akustisch sehr lebendigen Räumen ist allerdings etwas
Vorsicht geboten, denn dort treten stellenweise zu kräftige Reflexionen im
Surroundbereich auf - am selben Problem "leiden" auch die anderen
Kandidaten, was auf ein prinzipielles Auslegungs-Phänomen dieses
Surround-Aufpolierers hindeutet.
Gut bewährt sich auch der TX-DS989upg2, der sich nur minimal
dem Denon und dem Marantz geschlagen geben muss. Er klingt auch sehr souverän,
nur nicht ganz so lebhaft. Gut gelungen: Die sauber abgestufte, präzise
Basswiedergabe und die feinfühlige Stimmdarstellung. Im Neo:6-Modus erreicht
der TX-DS989upg2 ebenfalls ordentliche Ergebnisse.
Bleibt der DSP-Z9 - und wie nicht anders zu erwarten, werden
tadellose Leistungen erreicht, wobei schon fast bewundernswert ist, wie knapp
der Abstand zum stark aufspielenden Denon i m PLII- (bzw. PLIIx beim Yamaha)
Betrieb ausfällt. Was das gebotene Raumgefühl und die erreichten
Präzisionswerte anbetrifft, spielt der Yamaha aber an erster Stelle in diesem
erlesenen Teilnehmerfeld und kann auch die Vorteile von PLIIx (Integration des
Back Surround Speaker Equipments) wirkungsvoll ausspielen. Der kräftige, warme
und nie dröhenden Bass ist ein weiterer Höhepunkt. Im Neo:6-Betrieb muss sich
der Yamaha wie alle anderen auch deutlich dem überragenden Denon geschlagen
geben.
Fazit dieser Wertung: Mit dem brillanten Logic 7 bringt der HK
AVR-8500 den besten Surround-Aufpolierer mit. Die nur durchschnittliche Pro
Logic 2- und Neo:6-Integration fällt kaum ins Gewicht. Elementar wichtig für
Logic 7 ist ein exzellentes Lautsprechersystem. Nur mit geringem Abstand hinter
dem HK reiht sich der Denon ein. Im PLII-Betrieb noch knapp dem DSP-Z9
unterlegen (wobei sich die Frage stellt, ob der SRA mit PLIIx hier nicht einen
Gleichstand schaffen kann), schlägt der Denon im Neo:6-Betrieb voll zu und
zeigt eindrucksvoll, dass auch das älteste Surround-Aufpolierersystem noch
lange nicht zum alten Eisen gehört. Bei DTS Neo:6 verschafft sich der Denon
einen hörbaren Vorsprung gegenüber der gesamten Konkurrenz. Hinter dem Denon
folgen mit knappem Abstand der Yamaha, dessen PLIIx-Integration durch eine
saubere Darstellung und einen raumfüllenden Bass überzeugt, und der Marantz,
der aufgrund des hervorragenden, bassstarken CS2 zum DSP-Z9 aufschließen kann.
Tadellos, aber nicht weit überdurchschnittlich agierend, kann der Onkyo die
Fährte der vor ihm liegenden Boliden aufnehmen. Dies gelingt dem Pioneer
VSA-AX10i-S problemlos im Neo: 6-Betrieb, während seine Leistungen im PL2-Modus
nur guter Durchschnitt sind - etwas wenig für diese Leistungsklasse.
Stereobetrieb
Von AV-Kommandozentralen dieser Preisregionen erwartet man auch
einen tadellosen Stereoklang - und, wie wir feststellten, ist das gebotene
Niveau ebenso hoch wie die Leistungsdichte. Einen klaren Sieger in dieser
Disziplin ausfindig zu machen, ist praktisch unmöglich. Mit einem sehr klaren,
satten Klang kann sich der Harman Kardon bestens behaupten. Er stellt ein
angenehmes, homogenes Klangbild mit präzisem virtuellen Bühnenaufbau zur
Verfügung. Als großer Dynamiker entpuppt sich einmal mehr der VSA-AX10i-S, der
mit Schwung und Verve besonders für die Darstellung lebhafter Musik geeignet
ist. Mit "Schwermütigem" kommt der extrem präzise, sehr feinfühlige
Yamaha DSP-Z9 besser zurecht als der Pioneer. Jedes Detail zeichnet der Yamaha
mit Liebe in den Hörraum und sorgt für ausgezeichnete Plastizitätswerte. Die
sprühende Dynamik des Pioneer bietet der Yamaha nicht ganz, agiert aber alles
andere als schwerfällig. Mit kräftigem Bass und einem daraus resultierenden
soliden akustischen Fundament kann der Marantz aufwarten. Er ist nicht ganz so
lebendig wie Yamaha und Pioneer und erreicht nicht ganz den extrem klaren Aufbau
des Harman, kann sich dafür aber mit einem überdurchschnittlich raumfüllenden
Klang in Szene setzen. Im höchsten Maße ausgewogen präsentieren sich Denon
und Onkyo, die am besten von allen Teilnehmern die unterschiedlichsten
musikalischen Anforderungen "unter einen Hut" zu bringen vermögen.
Zwar können sie in keiner Einzelwertung Akzente setzen, dafür begeistern sie
durch einen gelungenen klanglichen Kompromiss auf beachtlichem Niveau.
Fazit
Am Ende dieses ausführlichen Vergleichstests steht die
angenehme Erkenntnis, dass man mit keinem der hier vorgestellten AV-Boliden eine
"Niete" zieht - jedes Gerät bringt ein hervorragendes
Performance-Profil mit. Gleichzeitig ist aber auch festzustellen, dass es
schwierig ist, einen wahren Überflieger ohne jegliche Schwächen ausfindig zu
machen. Bei all dem hohen Niveau, das zweifellos herrscht, darf man trotz der
zurecht gebotenen Euphorie nicht vergessen, dass jeder Bolide noch genug
Potential für Verbesserungen bietet.
Unsere Bilanz in Kurzform in alphabetischer Reihenfolge:
-
Denon AVC-A1SR/SRA: Bedenkt man die Grundkonzeption aus dem
Jahre 2000, so ist es mehr als bemerkenswert, wie gut sich der Denon noch
schlägt. In keiner Disziplin leistet er sich eine erst zu nehmende
Schwäche, bis auf die exzellente DTS Neo:6- die äußerst ausgewogene
Stereowiedergabe sowie den erstklassigen Geräte-Innenaufbau kann er aber
auch keine echten Glanzpunkte mehr setzen. Für ihn sprechen die Reife des
Gesamtkonzepts und die Ausgewogenheit auf hohem Niveau. Als Minuspunkte
verbuchen wir manchmal zu wenig Liebe im Detail (Lautsprecheranschlüsse)
und die nicht voll zufriedenstellende Fernbedienung.
Mit dem AVC-A1SR/SRA bietet Denon einen ausgereiften Boliden
mit solidem Grundkonzept und durchdachter Ausstattung an. Die Stärke des Denon
liegt weniger im Setzen von Glanzpunkten als in der großen Ausgewogenheit
-
Harman Kardon AVR-8500: Die im Vergleich zur Konkurrenz
billig wirkende Optik täuscht: Der 8500er hat es faustdick hinter seiner
mit US-Design garnierten Fassade. Mit Logic 7 bringt der Harman den besten
Surround-Aufpolierer mit - und vermutlich den einzigen, den auch engagierte
Stereohörer überhaupt einsetzen werden. In allen anderen Klangdisziplinen
hält der in der Praxis für unter 2.000,-- EUR erhältliche HK hervorragend
mit. Die mitgelieferte Fernbedienung erreicht jedoch kein Luxus-Niveau, das
Display hat eine zu grobe Auflösung und die beiden Endstufen für den Back
Surround-Betrieb fehlen ebenso wie ein THX Ultra 2-Zertifikat.
Mit Logic 7 bringt der preisgünstige AVR-8500 einen
sensationellen Surround-Aufpolierer mit. Auch die Leistungsfähigkeit der
Endstufen überzeugt voll und ganz. Optisch verfehlt der Harman Kardon hingegen
die hohen Ansprüche der Bolidenklasse
-
Marantz SR-9300: Die Überraschung dieses Tests. Wer auf
eine extrem opulente Ausstattung verzichten kann, erhält für einen
Listenpreis von 3.500,-- EUR einen AV-Receiver, der in der Bolidenliga ganz
vorn mitspielt: Nicht nur, dass er sehr gut mithält, mit seiner sehr
kräftigen, voluminösen Wiedergabecharakteristik setzt der 9300er
druckvolle Akzente. Seine Fernbedienung ist die beste im ganzen Testfeld,
die Bedienung ist einfach und komfortabel. Schwächen: Die fehlenden
YUV-Anschlüsse, der fehlende Video-Formatwander und die fehlende digitale
Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle.
Für seinen Kaufpreis klingt der SR-9300 schon fast
unverschämt gut und bietet zudem die beste Fernbedienung aller Teilnehmer. Wer
auf einige Ausstattungsdetails verzichten kann, erhält viel Qualität fürs
investierte Geld
-
Onkyo TX-DS989upg2: Was eine edle Optik angeht, führt noch
immer kein Weg am Onkyo vorbei. Er wirkt selbst im Vergleich zur bereits
noblen Konkurrenz optisch wie der Maybach unter den
AV-Verstärkern/-Receivern. Dieser Eindruck wird durch die fast geräuschlos
motorbetrieben nach unten fahrende Frontpanel-Klappe noch verstärkt. Und
was verbirgt sich hinter der luxuriösen Fassade? Ein immer noch guter
AV-Receiver, der aber spürbar in die Jahre gekommen ist. Akzente kann der
Onkyo nicht mehr setzen, gravierende Mängel konnten wir - mit Ausnahme des
zu schnell und zu lautstark anspringenden Ventilators - aber auch nicht
ausfindig machen. Im Sommer wartet der Nachfolger in Form des modular
aufgebauten TX-NR1000E - das sorgt sicherlich dafür, dass so mancher 989er
deutlich unter Listenpreis gehandelt wird. Wer die wunderschön edle Optik
schätzt und zudem einen immer noch feinfühligen, präzise agierenden
AV-Receiver sucht, wird bestimmt glücklich mit dem Onkyo. Nur die
mitgelieferte Fernbedienung ist deutlich unter dem Niveau des
Gesamtgeräts.
Bildschöner "Oldie", der durch gelungene Upgrades
jung gehalten wurde - doch ganz lässt sich das Alter nicht mehr verleugnen, die
jüngeren Konkurrenten ziehen daher vorbei. Ein Nobel-Gerät für Liebhaber
exklusiver Optik bleibt der 989er aber
-
Pioneer VSA-AX10i-S: In Bezug auf den Mehrkanal-Musik- und
Heimkinoklang ist der Pioneer momentan das beste Gerät überhaupt. Kein
anderer AV-Verstärker oder -Receiver bietet eine so mitreißende, unter die
Haut gehende Wiedergabe. Der VSA-AX10i-S macht einfach unheimlich Spaß und
ist für den sehr ambitionierten Home Cinema Fan unserer Meinung nach die
erste Wahl. Für das Gerät sprechen auch die sehr hochwertige
Fernbedienung, die bis ins kleinste Detail makellose Verarbeitung und die
zukunftsorientierte Ausstattung mit i.link. Das Lautsprecher-Einmesssystem
M.C.A.C.C. arbeitet in der Praxis mit sehr hoher Betriebssicherheit. Doch
kein Licht ohne Schatten: Die Darbietung in Bezug auf die Qualität der
Surround-Aufpolierer ist nicht klassengerecht. Hier sollte Pioneer beim
Nachfolger mit mehr Sorgfalt vorgehen. Die nobel anmutende Fernbedienung ist
des Weiteren entschieden zu groß - trotz der guten Übersichtlichkeit ein
Nachteil. Der Kaufpreis erscheint mit fast 5.000,-- EUR im Vergleich zur
Konkurrenz sehr hoch.
First Class: Im DD/DTS-Betrieb schlägt der VSA-AX10i-S mit
seiner mitreißenden Darbietung die gesamte Konkurrenz. Die Verarbeitung
inklusive der Fernbedienung ist praktisch perfekt, im Dolby Pro Logic
2-Betrieb schwächelt der edle Bolide aber
-
Yamaha DSP-Z9: Ohne Zweifel läutet der Yamaha ein neues
Zeitalter in der Boliden-Liga ein: Seine Ausstattung sprengt alle bisherigen
Ausmaße mit einer bislang nicht gekannten Opulenz. Wer jedoch denkt, dass
möglichst viele Features ohne große Sorgfalt eingebaut wurden, irrt
gewaltig: Alles ist mit Liebe zum Detail und äußerst hochwertig
integriert. Die Video-Abteilung des AV-Verstärkers ist völlig
konkurrenzlos und verschiebt die Maßstäbe so weit nach oben, dass im
Moment kein Konkurrent in Sicht ist, der diese Referenzleistung toppen kann.
Das Gleiche gilt für die ausgezeichneten DSP-Programme, die im Vergleich zu
den Vorgängerversionen wirkungsvoll optimiert wurden. Leistungseinbrüche
in irgendeiner Disziplin sind dem Yamaha fremd - er spielt überall vorne
mit, wenngleich er sich im Mehrkanal-Betrieb knapp dem überragenden
VSA-AX10i-S geschlagen geben muss. Nachteile: Die nicht befriedigende
Haupt-Fernbedienung und die noch optimierungsbedürftige Betriebssicherheit
des aufwändigen Lautsprecher-Einmesssystems YPAO.
Neue Dimension: Was die Ausstattung, das Bedienkonzept und
die Vielseitigkeit angeht, sprengt der Yamaha ganz klar alle gängigen
Maßstäbe. Dies möchte ihm - trotz vieler vorhandener Talente - akustisch
nicht ganz gelingen. Hier liegt er zwar überall mit vorn, aber nirgendwo einsam
an der Spitze
Die Technischen Daten:
Denon AVC-A1SR (SRA zusätzlich mit HDCD-Decoder und
PL IIx)
-
AV-Verstärker mit THX Ultra II Zertifikat
-
THX Ultra 2 Programme Music und Cinema
-
Leistung: 7 x 220 W (6 Ohm, 1 kHz, 0,7 % Klirr)
-
DTS ES Discrete/Matrix 6.1 Decoding
-
DTS 96/24 Decoding
-
Dolby ProLogic II/DTS NEO:6
-
DENON Link für Übertragung von High Quality Digital Audio
-
192 kHz/24-Bit D/A-Wandler für alle Kanäle
-
192 kHz/24-Bit A/D-Wandler für alle Kanäle
-
Bassmanagement, DSP Programme und Laufzeitanpassung bei DVD-A/SACD
-
AL24 Procession Plus
-
Pure Direct Mode
-
Eingebauter Videokonverter
-
Personal Memory Plus
-
13 Analog-Eingänge, 5 Analog REC-Ausgänge, 2 x Analog Multi Zone Ausgänge
-
2 Paar 8-Kanal Analog Extern-Eingänge, konfigurierbar, 1 8-Kanal Pre-Out
-
6 optische Digitaleingänge, 5 koaxiale Digitaleingänge, 1 RF-Eingang, 2
optische Digitalausgänge
-
3 breitbandtaugliche Komponenteneingänge, 1 Komponentenausgang
-
je 8 Composite- und S-Video-Eingänge, 6 Composite- und 5 S-Video-Ausgänge
-
+5 V und +12 V-Trigger-Ausgang für externe Endstufen
-
RS-232C-Port
-
Abmessungen B x H x T in mm): 434 x 216 x 486
-
Gewicht 29 kg
-
lieferbare Farben: Gold und Schwarz
-
Preis: 4699 EUR
Harman Kardon AVR-8500:
- AV-Receiver mit THX Ultra-Zertifikat
- Decodiert Dolby Digital 5.1/DTS 5.1, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, THX
Surround EX
- Dolby ProLogic II, Modi Cinema oder Music (Light-Version ohne Einstellmöglichkeiten)
- Logic 7, Modi Cinema, Extended oder Music
- Leistung im Fünfkanal-Surround-Modus (Sinus (FTC), 20 Hz bis 20 kHz,
Klirr < 0,07 %, an 8 Ohm) 110 Watt pro Kanal
- Leistungsaufnahme im Leerlauf 119 W, Maximale Leistungsaufnahme: 694 W (2
Kanäle werden angetrieben)
- 6 Digitaleingänge auf Geräterückseite (3 x optisch, 3 x koaxial)
- 2 Digitalausgänge auf Geräterückseite (1 x optisch, 1 x koaxial)
- 2 Digitaleingänge auf Gerätevorderseite (1 x optisch, 1 x koaxial)
- 2 Digitalausgänge auf Gerätevorderseite (1 x optisch, 1 koaxial)
- AV-Eingang auf Gerätevorderseite (FBAS, S-Video-beschaltet plus 2-Kanal
analog Audio)
- 8-Kanal-Direkteingang
- 8-Kanal-Pre-Out
- Auftrennbare Endstufen
- 3 YUV-Eingänge (Video 1/Video 2/DVD), 1 YUV-Ausgang (Monitor)
- 5 AV-Eingänge (FBAS plus S-Video), 3 AV-Ausgänge (FBAS plus S-Video)
- S-Video- und FBAS-Monitor-Ausgang
- 2 Audio-Eingänge, 1 Audio-Ausgang (Tape)
- 1 geschalteter, 1 nicht geschalteter Netzanschluss
- Hochwertige Schraubverschlüsse für alle Lautsprecher
- Multiroom-fähig
- jeder Eingang individuell konfigurierbar
- Systemfernbedienung mit EZSet-Funktion zur Einpegelung der Lautsprecher
mittels eines integrierten Messmikrophons
- On Screen Display
- Maße (B x H x T in mm):440 x 196 x 519
- Gewicht:24,1 kg
- Farbe: Schwarz
- Preis: 2999 EUR
Marantz SR-9300:
- THX-UltraII-zertifizierter AV-Receiver
- Ausgangsleistung 7 x 140 Watt (8 Ohm, Klirr kleiner als 0,05 %, 20 Hz bis
20 kHz)
- Precision Coding Technology
- Decodiert Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 5.1 EX, Dolby Pro Logic 2, THX
Surround EX, DTS 5.1, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, DTS NEO:6,
Circle Surround 2
- Diskrete, stromgegengekoppelte Endstufen für hohe Bandbreite
- Scart-Anschluss mit RGB-Video-Schaltung
- Multi-Room-System
- RS-232C-Schnittstelle für künftige Upgrades der Decodersoftware
- Ein- / Ausgänge Video: Composite-Eingänge 7, Composite-Ausgänge 2 + 2
(Monitor), S-Video In 7, S-Video Out 2 + 2 (Monitor), Scart In 4,
Scart Out 1 (Monitor)
- Ein- / Ausgänge Audio: Analogeingänge 9, Analogausgänge 4, Digital in
10 (9 frei zuweisbar), optische Eingänge 4, optische Ausgänge 1, koaxiale
Eingänge 5, koaxiale Ausgänge 1
- Weitere Anschlüsse: 7.1-Kanal-Vorverstärkerausgang, Main Amplifier In 7
Channels, Multi- Channel In 7.1-Kanal, Multi- Room Audio Out 1 (RCA), Multi-
Room Video Out 1 (Composite), RS232C 1, DC Triggers 2 (zuweisbar),
Lautsprecher-Anschlüsse für 7 Kanäle,
Multi-Room Speaker Terminal für 2 Kanäle, D-Bus RMC Out 1 (I/O), Multi
Room RMC 1 (I/O), External IR 1 (I/O)
AC-Netzbuchsen1/1 (geschaltet/nicht geschaltet), Fronteingänge 4, Kopfhörerausgang
1
- Frequenzgang 8Hz – 80kHz (+/- 3 dB) (Analogeingang, Source Direct),
Frequezgang 8Hz – 45kHz (+/- 3 dB), (Digitaleingang, 96kHz PCM)
- Eingangsempfindlichkeit 350 mV/ 47 K
- Tuner mit 50 Festspeichern
- Tuner-Eigenschaften FM: Frequency Range 87.5 – 108.0, S/N Ratio Mono/
Stereo 76/ 72 dB, Distortion Mono/ Stereo 0.2/ 0.3%,
Channel Selectivity +/- 300kHz 60 dB, Usable Sensitivity 16.4 dBf, Channel
Separation 1 kHz, 45 dB (Stereo)
- Tuner-Eigenschaften AM: Frequency Range MHz 520 – 1710kHz, S/N Ratio
Mono/ Stereo 50 dB, Distortion Mono/ Stereo 1kHz, 30%, Mod. 0.5%, Channel
Selectivity +/- 300kHz 60 dB +/- 20kHz 70 dB
- Allgemeines: Lieferbar in Schwarz, Silbern oder Gold. Remote Control
RC3200, RS232C Kabel inklusive, Power Requirement 220V, 50 Hz, 530 W,
Abmessungen (mm, B x H x T) 440 x 184 x 480, Gewicht 19.5 Kg.
- Preis EUR 3.500,-- (UVP)
Onkyo TX-DS989upg2:
-
AV-Receiver mit THX Ultra 2-Zertifikat
-
Decodiert DD/DTS 5.1, Dolby Digital 5.1 EX, DTS ES Matrix/Discrete
6.1, THX Surround EX, DTS 96/24, Dolby Pro Logic 2, DTS NEO:6
-
7 x 160 W/Kanal, 6 Ohm, 1 kHz (DIN)
-
DAC (Digital/Analog-Wandler): 192 kHz/24-Bit
-
96 kHz/24-Bit digitales Upsampling
-
Frequenzgang: 5 Hz-100 kHz
-
10 digitale Verbindungen + AC-3 RF Eingang (Digitale
Eingänge: 3 optische, 5 koaxiale, 1 optischer digitaler Ausgang, 1 koxialer
digitaler Ausgang)
-
3 Component-Video-Eingänge/1 Component-Video-Ausgang
-
S-Video-kompatible Ein-/Ausgangs-Buchsen: 6/5
-
5.1/7.1-Eingang (DB25-Anschluss, Adapter mitgeliefert)
-
Vorverstärker-Ausgänge für 7.1-Kanäle
-
3 Amp-In-Eingänge
-
Zone 2 (Multisource) Line Out: 1
-
Kopfhörerbuchse
-
Phono-Eingang
-
2 Subwoofer-Pre Outs
-
Audio- und A/V-Eingänge: 4/6
-
Aufrüstbar auf IEEE1394
-
RS232-Schnittstelle
-
A/V Synchronisation Delay
-
Verschiedene DSP-Programme
-
Veränderbare Trennfrequenz für Bass-Management
(40/60/80/100/120 Hz)
-
RDS-Tuner mit 40 Stationsspeichern
-
IntelliVolume
-
On Screen Display
-
DOT Matrix Display
-
Lieferbare Farben: Schwarz und Silbern
-
Preis: 4499 EUR
Pioneer VSA-AX10i-S:
-
THX Ultra 2-Verstärker mit 7 x 170 W (6 Ohm, DIN 1 kHz, 1 % Klirr)
-
Decoder für: dts ES Matrix/Discrete dts 96/24, THX Surround EX, Dolby
Digital 5.1, dts 5.1, Dolby Digital 5.1
-
Decoder für Dolby ProLogic I2 und dts NEO:6
-
M.C.A.C.C. (Multichannel Acoustic Calibration System)
-
Besonders hochwertige 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler
-
96 kHz/24-Bit A/D-Wandler
-
Eingebauter hochwertiger Video-Konverter
-
Multichannel DNR (Rauschunterdrückung)
-
doppeltes i.link-Interface
-
7.1 Kanal-Eingang für DVD Audio und SACD
-
7.1 Vorverstärker-Ausgänge
-
7 Audio/Video-Eingänge, 5 Audio-Eingänge
-
Audio/Video-Ausgänge: 3 AV, 2 A, 2 V
-
3 HDTV-fähige YUV-Komponenten-Eingänge, 1 HDTV-fähiger
Komponentenausgang
-
Alle Video-Ein- und Ausgänge in FBAS- und S-Video-Ausführung (7 Eingänge
und 4 Ausgänge)
-
RF-Eingang für LaserDisc
-
Front-AV-Eingang komplett mit optischem Digitaleingang und
S-Video-Beschaltung
-
8 Digitaleingänge (5 x optisch, 3 x koaxial), 2 optische Digitalausgänge
-
RS232 Schnittstelle für zukünftige Updates
-
Advanced Cinema-Betriebsarten: Action, Drama, Sci-Fi, Musical, Monofilm,
X-D-Theater (Surroundoptimierung für Stereoquellen, Einsatz in Verbindung
mit Dolby ProLogic)
-
Advanced Concert-Modi: Classical, Chamber, Jazz, Rock, Dance, X-Channel
Stereo
-
Vorprogrammierte LCD-Fernbedienung, lernfähig, mit Touchscreen,
Macro-Programmierung und Hintergrundbeleuchtung
-
650 VA Transformator
-
Bi-Amping im 5.1 Modus möglich
-
Zweilagig verkupfertes Chassis
-
Akustisch optimierte Aluminium-Seitenpaneele
-
Massive Aluminiumfrontplatte
-
besonders hochwertige Lautsprecher-Anschlussterminals
-
Gewicht 29,8 kg
-
Maße (B x H x T in mm): 440 x 203 x 476
-
Farbe: Titansilber
-
Preis: 4999,-- €
Yamaha DSP-Z9:
-
AV-Verstärker mit THX Ultra II-Zertifikat,
Videoscaler und i.link-Interface
-
DIN-Ausgangsleistung (4Ohm, 1kHz, 0,7%THD):
2xFront, Center,2xSurround, 2xSurround Back, mit je 300W + 2x Presence mit
je 90W
-
Neu entwickeltes GUI mit 2.Fernbedienung für übersichtliche
Justage
-
Fünfstufiges YPAO-Lautsprecher-Einmesssystem
mit Messmikrophon und parametrischem EQ
-
192 kHz/24-Bit Audio-D/A-Wandler für alle Kanäle
-
Yamaha Digital TOP-ART-Technik für akkurate
Klangreproduktion
-
Decoder für: THX Ultra 2, THX Surround EX,
Dolby Digital 5.1/5.1 EX, DTS 5.1/ES Matrix/Discrete 6.1, Dolby Pro Logi/Pro
Logic II/Pro Logic IIx, DTS Neo:6, DTS 96/24
-
33 Yamaha DSP-Programme mit 96
kHz/24-Bit-Verarbeitung
-
Vierfeld-Cinema-DSP für umfassende
DSP-Bearbeitung/erzeugt vier unabhängige Klangfelder (Front, Surround
links, Surround rechts und Surround hinten)
-
Yamaha Silent Cinema für Surroundgenuss mittels
normalem Stereokopfhörer
-
Night Listening Modus für Dolby Digital UND DTS
-
Virtual Cinema DSP für Surroundfunktionalität
mit nur 2 Lautsprechern
-
Prozessor-Direkt-Schalter: Pure Direct, Direct
Stereo Modus
-
Menu für den 6-Kanal Eingang: inklusive Time
Alignment
-
Hochwertiger Videoprozessor inklusive Scaler,
Faroudja DCDi Technologie, Video-EQ, Bildformat-Umschaltung und
Progressive-Signalausgabe
-
Volldigitale 3-Wege-Video-Signalwandlung
-
Audio-Delay für die zeitgleiche Wiedergabe des
Audio- und Videosignals
-
Anschlüsse: i.link-Interface, weitere Eingänge:
Eingänge: 7xopt. + 4xkoax. Digital, 7xAV mit S-Video, 5xAudio, 6xYUV, Ausgänge:
2 x YUV, 2x Audio, 3 A/V + 1x Zone 2 A/V mit S-Video, 6-Kanal-Eingang für
externe Decoder: 6 + 2 Kanal Konfiguration, Pre Out: für alle Kanäle und
Zone 2, doppelter Subwoofer-Ausgang mit umschaltbarer Übernahmefrequenz,
Phono-Eingang, Front AV-Eingang mit S-Video-Beschaltung plus optischem
Digitaleingang, RS232-Schnittstelle
-
Dämpfungsfaktor (8 Ohm,20-20.000 Hz): 200
-
Frequenzgang: 10Hz-100.000Hz, +0dB, -3dB
-
Geräuschspannungsabstand (CD): 100dB
-
Klirranteil: 0,005%
-
Subwoofer- Trennfrequenz: 9-fach umschaltbar
-
Aufnahmeleistung: 1000W
-
Aufnahmeleistung: Standby: 1W
-
Fernbedienung: vorprogrammierte und lernfähige
Systemfernbedienung + Fernbedienung für das On Screen Menu
-
Lieferbare Farben: Schwarz, Titan
-
Abmessungen (B x H x T): 435x211x471 mm
-
Gewicht: 30kg
-
Preis: 4.500,-- EUR
Technischer Anhang
-
THX Ultra 2
-
Dolby Pro Logic IIx
-
Harman Kardons Logic 7
-
Circle Surround mit "TruBass"
-
Denons flexible Nutzung der Back Surround-LS
-
DSP Technik und "Special Features": Yamaha, Onkyo
und Pioneer
-
M.C.A.C.C. und YPAO
-
i.link und Denon Link
-
Videokonvertierung und Video-Scaling beim Yamaha DSP-Z9
THX Ultra 2
Der Pioneer VSA-AX10i-S bringt, ebenso wie der Marantz SR-9300,
der Yamaha DSP-Z9, der Denon AVC-A1SR/SRA und der Onkyo TX-DS989upg2 ein THX Ultra 2-Zertifikat mit. Damit Sie dieses Ausstattungsmerkmal richtig
nutzen können, ist es zunächst wichtig, einen Überblick über die Features zu
bekommen. Daher haben wir für Sie die wichtigsten Punkte
zusammengetragen.
-
THX Ultra 2 ist die erste THX-Variante, die vollständig für
digitale Heimkino-Tonnormen entwickelt wurde. Auch die Extended
Surround-Tonnormen von Dolby und von DTS wurden bei der Entwicklung berücksichtigt.
So bietet THX Ultra II auch ein weiter gehendes Post Processing, DTS ES
Discrete 6.1 ist ebenfalls voll integriert: Der zusätzliche diskrete Kanal
auch als ein solcher erkannt und mit dem THX Post Processing versehen.
-
Neu bei Ultra 2: Die Aufteilung in Cinema- und Music Mode.
Der Cinema Mode ist optimiert für Wiedergabe von 5.1-Material über ein
7.1-Lautsprechersystem und soll die Vorteile von Extended Surround auch bei
eigentlich in 5.1 vorliegendem Material akustisch optimal ausnutzen. Alle 8
an einem EX-System beteiligten Lautsprecher werden optimal aufeinander
abgestimmt. Um dies für den Back Surround-Bereich zu ermöglichen, stellt
der Heimcineast die Entfernung zwischen den beiden Back Surround
Lautsprecher ein. Diese Einstellung benötigt THX Ultra 2, damit ASA (Advanced
Speaker Array) richtig arbeiten kann und die Surround- und Back
Surround-Klangkulisse als homogenes Ganzes erscheint. Wer Material hat,
welches in Dolby Digital 5.1 EX vorliegt, verwendet nach wie vor THX
Surround EX und nicht THX Ultra 2 Cinema.
-
Erstmalig bei THX gibt es auch einen Music Mode, der
besonders für DTS 96/24 und Musik-DVDs in DD 5.1 und DTS 5.1 prädestiniert
ist. Der Music Mode nutzt die Lautsprecher-Aufstellung eines THX EX-Systems
mit zwei Surround- und zwei Back Surround-Lautsprechern, die Boxen werden
jedoch anders konfiguriert als für die Wiedergabe von Heimkino-Ton: So wird
die linke Surround- mit der linken Back Surround-Box zusammengeschaltet, die
rechte Surround- mit der rechten Back Surround-Box. Sinn dieses Unterfangens
ist es, räumlich gesehen zwischen dem jeweiligen Surround- und
Back-Surround-Lautsprechers eine Phantomschallquelle zu erzeugen, deren
Klangeindruck aufgrund der Position und des Abstrahlverhaltens dem Klangbild
eines normalen Direktstrahlers (also der Lautsprecherart, die für die
akkurate Musikwiedergabe am besten geeignet ist) ähnlich sein soll. THX
will somit erreicht haben, dass über ein und dasselbe Lautsprechersystem
sowohl die Musik- als auch die Kinotonwiedergabe qualitativ überzeugend
vonstatten gehen soll. In der Praxis entpuppt sich THX Ultra II Music nicht
als "fauler Kompromiss", sondern als brauchbares Feature: So wird
eine raumfüllende, aber trotzdem präzise Musikwiedergabe von guter Dynamik
erreicht. Auch wenn nicht das Niveau physisch vorhandener Direktstrahler
erreicht wird: Im Rahmen der Möglichkeiten einer virtuellen Erzeugung ist
das Ergebnis beachtlich gut.
-
Neu: Die Boundary Gain Compension. Die Funktion ist für die
Verwendung des Verstärkers mit einem THX Ultra 2-zertifizierten Subwoofer
bestimmt und hat folgende Aufgabe: Bestimmte akustische Voraussetzungen des
Hörraums (Struktur der Wände, Aufbau des Raums) sowie die Position des Hörplatzes
und des Subwoofers sorgen in verschiedenen Fällen für eine störende Überbetonung
der tiefen Frequenzen, so dass der Subwoofer manchem Hörer als zu dominant
erscheint. Hier greift die Boundary Gain Compension ein und gleicht übermäßig
starke Basstöne, die auf einem Grenzverstärkungseffekt beruhen, aus.
-
Um alle THX Ultra 2 Features nutzen zu können, ist ein
komplettes 7.1 Lautsprechersystem erforderlich.
Dolby Pro Logic IIx

Mit Dolby Pro Logic II haben die
Dolby-Entwickler vor einiger Zeit einen Surround-Aufpolierer entwickelt, der
inzwischen aus praktisch allen gängigen AV-Verstärkern, AV-Receivern und
Heimkino-Komplettlösungen nicht mehr wegzudenken ist. Mit den zwei Programmen für
die Musik-Aufbereitung und für die Aufbereitung von Filmton-Material ist PLII
sehr gut für ein ansprechendes Surround-Erlebnis auch bei Stereo-CDs oder bei
Dolby Pro Logic-codiertem Quellmaterial geeignet. Nach dem durchschlagenen
Erfolg von Pro Logic II gibt es nun wiederum eine Weiterentwicklung, die auf den
Namen Dolby Pro Logic IIx hört.

Dolby Pro Logic IIx weitet Stereo- und 5.1-Quellmaterial auf 6.1 und 7.1 Kanäle
aus. Auf Wiedergabesystemen mit vier Surroundlautsprechern soll PL IIx einen natürlicheren,
raumfüllenderen und dichteren Klang ermöglichen. Die Anwendungsmöglichkeiten
für Dolby PLII x sind vielfältig, jedes Quellmaterial von reinem Stereo bis zu
Dolby Digital 5.1 EX wird, so Dolby, wirkungsvoll aufpoliert. Bislang war für
die Umwandlung von Stereoquellen und 5.1-Material in 6.1- bzw. 7.1 Ausgangskanäle
ein ganzen Sortiment verschiedener Decoder zuständig - mit Dolby Pro Logic IIx,
so versprechen die Dolby-Entwickler mit Enthusiasmus, benötigt man nur noch ein
System.

Dolby Pro Logic IIx für 5.1- und Surround EX-Programme

Dolby Pro Logic IIx für Stereoquellen
Wie bereits bei Dolby Pro Logic II, bietet auch PL IIx zwei Betriebsarten -
den Music Mode und den Movie Mode, je nach dem, ob Musik- oder Filmmaterial
decodiert werden soll. Dolby PL IIx ermöglicht auch die Aufpolierung von 192
kHz/24-Bit-Quellen und von 96 kHz/24-Bit-Quellen. Damit ergeben sich ganz neue
Einsatzmöglichkeiten, denn wenn der DVD-Player mittels einer digitalen
Highspeed-Verbindung mit dem Prozessor im AV-Verstärker oder AV-Receiver
verbunden ist und der Verstärker/Receiver über ein entsprechendes DSP und ein
Bassmanagement verfügt, kann die PL IIx-Nachbearbeitung auch bei DVD Audio-
oder SACD-Quellen angewendet werden. Neu bei PL IIx ist ein optionaler Game
Mode, der die besonders einschlagenden niederfrequenten Surroundeffekte auf den
Subwoofer des Multichannel-Systems umleitet. Im Music Mode, der laut
Dolby-Informationen den Klang gleichmäßig unter allen Surroundlautsprecher
aufteilt und so besonders nützlich bei ursprünglich in Stereo aufgenommenen
Quellen ist, bleiben die drei bereits bekannten Einstellmöglichkeiten erhalten:
- Dolby Dimension Control: Der Benutzer kann das Klangfeld in Bezug auf die
Rear-Lautsprecher und die Frontlautsprecher einstellen und die Balance
stufenlos von vorne nach hinten verschieben.
- Dolby Center Width Control: Der Modus für den Center-Lautsprechers kann
zwischen dem schon bekannten „Phantom Mode“, wo die Tonwiedergabe bei
den Frontlautsprechern nur über den rechten und linken Hauptlautsprecher
erfolgt, und einer Schaltung, bei der vorne ausschließlich der Center läuft,
stufenlos variiert werden. Auf diesem Wege lässt sich der bei der
Musikwiedergabe häufig als störend empfundene Center-Kanal ausblenden.
- Dolby Panorama Mode: Soll bei der Wiedergabe von Musik ein weiträumiges
Klangfeld schaffen. In der Praxis zeigten sich bei vielen Musikarten nicht
allzu bahnbrechende Veränderungen. Bei sehr guten Aufnahmen konnte der
"Panorama Mode" ein luftigeres, weitläufigeres Klangbild
vermitteln, ohne die musikalische Präzision zu sehr leiden zu lassen.
Eine volle DD 5.1 EX-Funktionalität bringt Dolby Pro Logic IIx im Movie Mode
mit. Wird dieser für die 6.1 Wiedergabe verwendet, erzeugt das System, wie üblich
beim Dolby Dolby Digital 5.1 EX Decoding, bei der Reproduktion des Back
Surround-Lautsprecherkanals auf Dolby Digital 5.1 EX-Tonspuren als ein
einzelnes Monosignal. Um alle Vorteile von Dolby Pro Logic IIx auszukosten,
empfiehlt Dolby jedoch ein 7.1 System, das ein weiteres, umfassenderes Raumgefühl
bereit stellt und das Problem der "Hot Spots", die direkt hinter dem Hörer
auftreten, aufgrund der Beschallung mit zwei Lautsprechern nicht mitbringt. Die
psychoakustische Lokalisierung der Effekte als aus der Mitte hinter dem Zuhörer
kommend ist bei einem System mit zwei Back Surround Lautsprechern besser gegeben
als bei einem System mit nur einem Back Surround-Lautsprecher.

Dolby Pro Logic IIx: Viele Anwendungsmöglichkeiten
In unseren umfangreichen Hörtestreihen konnte Dolby Pro Logic 2x im Vergleich zu Dolby Pro Logic mit einer dichteren, homogeneren Surround-Klangkulisse aufwarten. Die Tiefenstaffelung und die Präzision des Front-Klangfelds präsentieren sich ebenfalls
verbessert, so dass der Gesamteindruck eines umfassenden, klaren, dreidimensionalen Hörerlebnisses entsteht. Fazit: Pro Logic 2x ist eine klare akustische Verbesserung und ein wirksames Werkzeug, 2-Kanal-Tonquellen 6.1- oder 7.1. Klang-Flair zu verleihen.
Harman Kardons Logic 7
Logic 7, das in verschiedenen Harman Kardon-AV-Receivern und in
den edlen Lexicon-Decodern zum Einsatz kommt, ist ein harter Konkurrent für
Dolby PL2 und für Dolby PL2x, denn bezüglich der Klangreinheit wird hier am
meisten geboten, was Logic 7 besonders für Musikliebhaber zur ersten Wahl macht. In der
7.1 Konfiguration laufen alle 7 Lautsprecher und der aktive Subwoofer voll mit,
ebenso wie bei Dolby Pro Logic 2x. Schade nur, dass im Musikeinsatz eine Einstellmöglichkeit für die
Center/Frontlautsprecher-Balance fehlt.
Musikbetrieb
Laut HK soll im Musik-Betrieb folgendes realisiert werden:
-
Besonders für Stereomaterial (zum Aufpolieren auf Surround)
geeignet
-
Verbreiterung der Klangbühne
-
Größere Räumlichkeit im Surround-Klangfeld
-
Volle Integration des aktiven Subwoofers
Bezüglich der Stimmwiedergabe bei klassischer Musik ist das
System, vorausgesetzt, es wird ein hochwertiger Center-Lautsprecher eingesetzt,
besonders gut gelungen. In den Punkten Räumlichkeit, Hochtonbrillanz und
Bassgewalt erreicht Logic 7 gerade bei der Wiedergabe hochwertiger Software
Bestleistungen. Damit ist dieser Modus auch durchaus für die Liebhaber
klassischer Musik kein Tabu mehr, denn der bislang noch ein gutes Stück von der
Perfektion entfernten Hochtonwiedergabe hat man sich bei Harman mit Erfolg
gewidmet: So klang Tschaikowskys "1812 Ouvertüre" sehr klar und prägnant,
auch die Streicher verwischten nicht, sondern behielten einen Großteil der im
Stereobetrieb vorhandenen detaillierten Darstellung. Herausragend agierte Logic
7/7.1 bei Carl Orffs "Carmina Burana": Hier begeisterte
der Surround-Aufpolierer mit einem großartig aufbereiteten Raumgefühl. Nur im
Bassbereich war ein leichtes Verschwimmen feststellbar, was sich aber in
beachtlich engen Grenzen hielt. Die Wiedergabe der Choralstimmen verliert gegenüber
dem Stereo-Modus kaum an Brillanz, hier wurde tatsächlich ganze Arbeit
geleistet - im Hochtonbereich leistet Logic 7 gerade bei klassischer Musik nicht
nur mehr als Dolby Pro Logic II, sondern auch etwas mehr als Dolby Pro Logic IIx
- wobei alles letztendlich
auch eine Frage des persönlichen Geschmacks, der Raumakustik, der verwendeten
Lautsprecher, der Qualität der Integration des jeweiligen Surround-Aufpolierers
in den AV-Receiver und der Software ist.
Extra-Modus für Bassliebhaber
-
Logic 7 Enhanced primär für Musikbetrieb (nur 5.1
Konfiguration)
-
Breitere und tiefere Wiedergabe, Bass kommt von allen Seiten
Tatsächlich: Wer noch mehr Bassvolumen wünscht und dafür auf
die Mitarbeit der Back Surround Lautsprecher verzichten kann, für den arbeitet
der Enhanced-Modus genau richtig: Es werden die tiefen Frequenzen zwischen 40
und 120 Hz nicht nur dem Subwoofer, sondern auch den Haupt- und den
Surroundlautsprechern (die dann, um einen Effekt zu erzielen, entsprechend gut für
die akkurate Basswiedergabe gerüstet sein müssen) zugeführt. Bei unseren
Test-CDs (R&B, Trance und House-Sampler) funktionierte dies ganz vorzüglich, mit einer
voluminösen, zugleich aber nie unpräzisen, sondern angenehm klaren Wiedergabe
konnte der Harman AVR-8500 Akzente setzen.
Cinema-Modus
Laut HK soll mittels des Cinema-Modus folgendes realisiert
werden:
-
Besonders für z.B. Dolby Surround-codiertes Material
vorgesehen
-
Höhere Verständlichkeit des Centerkanals
-
Bessere Ortbarkeit des Klanggeschehens
-
Besonders viel Detailreichtum auch in Bezug auf die
Surround-Klangkulisse
-
Volle Integration des aktiven Subwoofers
Dass dies nicht nur leere Versprechungen sind, zeigt die Praxis
- das Ergebnis mit einem weitläufigen Raumeindruck und einer erstaunlich
klaren Klangcharakteristik ist sehr beachtlich, auch wenn der etwas mittige
Gesamtwiedergabe älterer Film auf DVD auch das tadellose Logic 7 7.1 Cinema
nicht wegzaubern kann. Bei höher wertiger Software fällt schon nach
kurzer Zeit die sehr klare, realistische Wiedergabe der Stimmen und die im
Hochtonbereich sehr facettenreich aufgebaute Surround-Klangkulisse auf, die
teilweise nicht ganz so voluminös wie bei mancher PLIIxKino-Integration wirkt,
dafür transparenter und feinfühliger im Hochtonbereich klingt und insgesamt noch minimal
natürlicher und detailreicher ausgelegt ist. Prima gelungen auch der
Bassbereich: Besonders zu loben ist die Präzision, das Volumen ist gut - hier hängt es selbstverständlich auch stark von der Güte das Subwoofers
und der Software ab.
Fazit: Besonders die brillante Stimmwiedergabe, das natürliche
Volumen ohne jegliche Anflüge von unnatürlichem Hall sowie der saubere
Hochtonbereich sind die Glanzpunkte. Aufgrund der Tatsache, dass umfangreiche
Einstellungen, die Schwächen im Lautsprecherequipment kompensieren helfen,
nicht vorhanden sind, empfiehlt sich der Einsatz von Logic 7 ganz besonders in Verbindung mit hochwertigen
Lautsprechern, die für eine klare Hochtonwiedergabe und eine detailreiche
Wiedergabe geeignet sind. Speziell zu achten ist auf einen größervolumigen
Center, damit die Qualitäten bei der Stimmwiedergabe voll entfaltet werden
können. Ein zu kleiner oder nicht entsprechend hochwertiger Center schmälert
den Hörgenuss gerade bei Logic 7 beträchtlich, denn es gibt im Gegensatz zu
Dolby Pro Logic 2 und Dolby Pro Logic 2x auch im Musik-Modus keine
Einstellmöglichkeiten.
Circle Surround 2 mit "TruBass" (Marantz SR-9300)
Im CS II-Betrieb ermöglicht TruBass die folgenden Wahlmöglichkeiten für
eine optimierte Bassausgabe:
- TruBass OFF
- TruBass SW (nur wirksam auf Subwoofer)
- TruBass L/R (nur wirksam auf den linken und den rechten Frontlautsprecher)
- TruBass SW + L/R (TruBass wirksam auf den Subwoofer und den linken und den
rechten Frontkanal)
Bei allen TruBass-Ausgabearten kann der Pegel zwischen 0 ( = "off")
und 10 eingestellt werden. Besonders gut, gerade bei bass- und effektstarker
Musik, fährt man mit den Einstellungen von 3 bis 6. Wer noch heftiger am
TruBass-Regler dreht, stellt gerade dann, wenn er ein Subwoofer-/Satellitensystem
verwendet, fest, dass der aktive Subwoofer des Systems gnadenlos beginnt, zu übersteuern
und durchzuschlagen. Auf jeden Fall sollte die richtige Einstellung auch in Abhängigkeit
von der Raumakustik getroffen werden. Auch, wie viel Mobiliar sich im Hörraum
befindet, ist von entscheidender Bedeutung, ebenso, wie
"bassresistent" die Sofas, Schränke und Vitrinen sind. Wir raten
jedem Käufer, sich etwas Zeit zu nehmen und so die richtige Einstellung durch
Ausprobieren zu finden.
So funktioniert TruBass:
Dasa System arbeitet folgendermaßen: Wenn nach der TruBass-Theorie 2
Frequenzen zum menschlichen Ohr gelangen, z.B. 150 Hz und 100 Hz, werden
folgende Frequenzen registriert:
- 100 Hz
- 150 Hz
- 150+100 Hz=250 Hz
- 150 Hz-100 Hz=50 Hz
Die tatsächlich gehörten tiefen Frequenzen kommen jedoch nicht direkt vom
Lautsprecher. TruBass generiert daher, um diesen Effekt zu erreichen und tiefe
Frequenzanteile aus dem Signal zu gewinnen, Differenzsignale, die vom
menschlichen Gehirn als Tiefbass registriert werden. Die TruBass zugrunde
liegende Technologie ist daher kein Equalizing-Effekt, sondern psychoakustischen
Ursprungs. Arbeitsweise: Ein 80 Hz-Frequenzanteil beispielsweise hat bei
160 und 240 Hz seine harmonischen Vielfachen, die von fast allen Lautsprechern
wiedergegeben werden können. TruBass filtert nun die 80 Hz-Grundwelle heraus
und nutzt die Oberwellen 1. und 2. Ordnung. Zwei Dinge ermöglichen diese
Vorgehensweise: Zum einen das nichtlinear arbeitende menschliche Gehör, zum
anderen die Tatsache, dass das Gehirn aus den beiden harmonischen Vielfachen die
Differenz bildet, die der ursprünglichen Grundwelle, also den genannten 80 Hz,
entspricht. Dies klingt kompliziert, in der Praxis aber ergeben sich laut
Anbieter SRS folgende Vorteile: Geringere Anforderungen an die Verstärkerleistung
ermöglichet kleinere Geräteabmessungen, auch geht von den Tiefbasssignalen,
die mittels TruBass erzeugt wurden, kein Körperschall aus. Die unerwünschte
Bassübertragung in Nebenräume wird ebenfalls reduziert. Neben einer
optimierten Basswiedergabe bietet CS 2 aber noch mehr - schließlich kann auch
der direkte, bestens etablierte Dolby-Konkurrent mit zwei Programmen (Movie und
Music) aufwarten. Da setzt Circle Surround gleich noch "eins drauf"
und bietet zusätzlich noch ein Programm für Mono-Signalquellen - das man aber
in der Praxis getrost vergessen kann.
Denons flexible Nutzung der Back Surround-LS
Praktisch ist ein Denon-spezifisches Ausstattungsdetail: Der AVC-A1SR/SRA
kann seine Matrix für die Wiedergabe des Back Surround Channels ausschalten.
Die beiden normalerweise in engem Abstand voneinander aufgestellten Back
Surround-Lautsprecher werden dann - der linke dem linken, der rechte dem rechten
- normalen Surroundlautsprecher zugeordnet. Damit geben die Back
Surround-Lautsprecher dasselbe Signal aus wie der jeweilige Surroundlautsprecher.
Mit Hilfe dieser Funktion ergibt sich ein Eindruck hoher Klangfülle, die auch
im Back Surround-Bereich kein in Richtung monoaural tendierendes Klangbild
erzeugt - das war bislang ein Problem, denn die hervorragende Wiedergabe mancher
Musik-DVD wollte im Gegensatz zur Wiedergabe von Filmmaterial mittels der Matrix
für den Back Surround-Kanal nicht so recht gelingen. Noch besser sind die
Ergebnisse, wenn man die hinteren Lautsprecher im Abstand variiert: Denn ein Stück
weiter auseinander, mehr in Richtung der normalen rechts/links
Surroundlautsprecher verrückt, klingt alles noch homogener und
ausgeglichener. Im Idealfall werden mit einem identischen Abstand aller vier
Lautsprecher voneinander - Surround links, Back Surround links, Back Surround
rechts und Surround rechts sollten in etwa den gleichen Abstand voneinander
haben - die besten Ergebnisse erzielt. So wähnt man sich wie in
einem richtigen Konzertsaal, mit gut dosiertem, nicht überbetontem Hall und
angenehm fülligen Klangbild.
DSP-Technik
Yamaha
Wie von Yamaha-AV-Verstärkern und -Receivern gewohnt, tritt auch der DSP-Z9
mit unterschiedlichen HiFi-und Cinema-DSP-Programmen in verschiedenen
Variationsmöglichkeiten an. Hier der Überblick:
HiFi-DSP:
- Concert Hall 1: Wählbar: Munich A (Philharmonie München, große, fächerförmige
Konzerthalle mit etwa 2500 Sitzen, Die gesamte Inneneinrichtung ist aus Holz
gefertigt. Wenig Reflexionen von den Wänden, der Klang breitet sich fein
aus), Munich B (Diese Halle wird häufig für Orchesteraufnahmen genutzt und
ist hufeisenförmig aufgebaut. Sitzanzahl ca. 1.300. Die Halle ist aus
Marmor gebaut, so dass es zu relativ linearer Resonanz kommt. Des weiteren
sorgt die hohe Decke dafür, dass der Klang länger als in anderen
Konzerthallen üblich nachhallt) Frankfurt (Große hufeisenförmige
Konzerthalle mit etwa 2400 Sitzplätzen. Solides, kraftvolles Klangbild. Der
virtuelle Sitz des Zuhörers befindet sich im rechten mittleren Abschnitt
des ersten Geschosses), Stuttgart (Große, asymmetrische Halle mit rund
2.000 Sitzen. Der von der Betonwand rechts von den Zuhörern reflektierte
Sound weist ein kraftvolles Presence-Soundfeld auf, Vienna (klassische
hufeisenförmige Konzerthalle, 1700 Sitzplätze, reich mit Ornamenten
verziert, dadurch reichhaltige Reflexionen, voller, reicher Sound. Das
traditionelle Neujahrskonzert findet in dieser Halle statt. Die DVDs mit den
Aufnahmen des Neujahrskonzertes klingen exzellent, gerade mit dem nun überarbeiteten
DSP), Amsterdam (Hufeisenförmige Konzerthalle mit 2.200 Sitzen, kreisförmige
Bühne mit hinter der Bühne angeordneten Sitzplätzen).
- Concert Hall 2: USA Hall A (Boston Philharmony, große Konzerthalle mit
2600 Plätzen, traditionelles europäisches Design, einfache
Innenausstattung, Betonung der mittleren und hohen Frequenzen), USA Hall B
(Geräumige, bogenförmige Konzerthalle mit domartiger Decke, Platz für
2.600 Personen. Reiche Resonanzen im Sound, da die Nahhallperiode überdurchschnittlich
groß ist. Zusätzlich sorgt der über der Bühne angebrachte Reflektor dafür,
dass die Zuhörer einen reichen Sound aus der Richtung der Bühne genießen
können), Live Concert (Große, runde Konzerthalle mit reichen
Klangeffekten, starkes Presence Soundfeld für Betonung der Bühnencharakteristik.
Der virtuelle Sitz des Zuhörers ist vorn in der Mitte in Bühnennähe)
- Church: Freiburg (lange Nachhallverzögerung, frühzeitige Reflexionen
eher klein), Royaumont (Akustik des Speiseraums im mittelalterlichen Kloster
Royaumont, bei Paris gelegen), Tokyo (Saint Mary`s Chapel, Nachhall moderat,
2,5 sek., sehr gut geeignet für Kirchenmusik mit Orgel oder für chorale
Musik)
- Jazz Club: The Bottom Line (Jazz Club in New York mit Plätzen für 300
Personen. Klang recht natürlich, für einige Jazz-Aufnahmen geeignet. Auf
jeden Fall aber, je nach Gusto, in normalem Stereo oder PLII Music gegen hören),
Village Gate (New Yorker Jazzclub, der sich im Keller befindet, virtuelle
Sitzposition links in Richtung Raummitte), Village Vanguard (New York an der
7. Straße, Raum mit niedriger Decke, Bühne nicht mittig, sondern in
Raumecke)
- Rock Concert: The Roxy Theatre (Für dynamische Rockmusik geeignet. Die
Daten stammen aus Rock-Club aus L.A. Virtueller Sitz des Hörers: In der
Mitte der Halle), Arena (Klassische, kastenförmige Konzerthalle, lange Verzögerungszeiten
zwischen dem direkten Sound und den Effekten mit dem Raumgefühl einer großen
Arena), Warehouse Loft (typische Mehrzweckhalle aus Beton, mit sehr
deutlichen Reflexionen von den Wänden)
- Entertainment: Disco (der Sound ist dicht und stark konzentriert), Party
(als Background Programm bei der Privatparty, Betonung der Surroundkanäle),
8-Kanal-Stereo
Cinema-DSP:
- Movie Theater 1: Spectacle, weites Soundfeld eines 70 mm Filmtheaters wird
kreiert. Besonders gut geeignet für Actionfilme mit vielen Effektsequenzen.
Effektiv arbeitender Bassbereich mit großem Volumen und beachtlicher Präzision.
Sehr gutes Raumgefühl, Effekte werden mit hoher räumlicher Dichte und
einwandfreier Ortung präsentiert. Spielt sehr frei auf, mit nun sehr
klarem, sauber gestaffelten Hochtonbereich. Bei richtiger Einstellung
relativ unanfällig gegen kleinere räumliche Probleme. Gute Alternative, je
nach Geschmack des Publikums, zu THX Ultra.
- Movie Theater 1: Sci-Fi, wirkt noch eine Spur weitläufiger als Spectacle,
dafür z.B. bei Schusswechseln nicht ganz so explosiv. Extrem saubere,
räumliche Darstellung. Atmosphärisch dichte Übertragung des Music Score.
Stellt bei "Star Wars Episode 1 und Episode 2" Raumflüge durch
die Galaxis und das Leben an Bord der Raumschiffe mit hoher
Detailgenauigkeit her. Schafft viel Atmosphäre.
- Movie Theater 2: Adventure, Sehr guter Kompromiss aus kräftiger
Effektwiedergabe und hervorragender Gesamtharmonie. Voluminöser, voller
Klang mit großer Dichte. Hat im Hochtonbereich, wie auch Spectacle und
Si-Fi, an Transparenz und Klarheit gewonnen. Sehr frischer, dennoch
kraftvoller Klang mit großer Homogenität auch bei hohen Pegeln. Gute
Alternative zu THX.
- Movie Theater 2: General. Manche ältere Produktionen oder Filme mit eher
zurückhaltender Effektwiedergabe klingen damit eine Spur harmonischer,
vielleicht auch die ein oder andere Komödie. Ansonsten kaum Verbesserungen
gegenüber der "normalen" DD/DTS/ProLogic-Wiedergabe, bei manchen
Filmen ist die Sprachverständlichkeit durch die Begrenzung des Echoeffekts
bei Konversationen in diesem DSP besonders gut.
- Enhanced Mode (DD/DTS/ProLogic): Dieses DSP simuliert die Multi
Surround-Lautsprechersysteme von Kinos für 35 mm-Filme. Ohne Verlust
der Ortung des Originalsklangs soll eine gute Effektwiedergabe garantiert
sein. Bei einigen Filmen Verbesserung des Volumens des Surround-Klangfelds
Für Audio/Video-Quellen (besonders in 2-Kanal):
- Music Video: DJ. Soll laut Bedienungsanleitung die Stimme des DJs klarer
ertönen lassen. Schlechte Umschreibung für ein gutes DSP-Programm, denn
gerade für HipHop-Musik ist diese Betriebsart empfehlenswert. Die Stimm-
und Instrumentalwiedergabe untermauert den unmittelbar-provokanten Stile
hervorragend.
- Music Video: Pop/Rock. Soll die Live-Atmosphäre eines Pop-/Rock-Konzerts
wiedergeben
- Music Video: Classical Opera. Soll die Stimmtiefe und den Stimmaufbau
gerade bei Opern optimieren. In der Praxis für manche Opern-CDs und DVDs
nicht schlecht geeignet, da erfreulicherweise auch nicht mit übertriebenem
Nachhall operiert wird. Das Surround-Klangfeld ist nicht überpräsent,
somit behält das DSP die für eine Oper meist typische, bühnen-betonte
Klangcharakteristik bei. Schöne Atmosphäre beim Klatschen des Publikums.
- Music Video: Pavillon, soll eine Stimmreproduktion wie in einem geräumigen
Pavillon erzeugen. Für manche TV-Sendungen recht gut geeignet.
Der grafische Equalizer
Außer einem parametrischen EQ bringt der DSP-Z9 noch einen
Neunband-Grafikequalizer mit. Mit diesem kann man manuell die Klangqualität der
einzelnen Lautsprecher aufeinander abstimmen. Die Wahlmöglichkeiten sind
in einem Bereich zwischen -6 bis +6 dB möglich. Die 9 Freuenzbänder in der Übersicht:
- 63 Hz
- 125 Hz
- 250 Hz
- 500 Hz
- 1 kHz
- 2 kHz
- 4 kHz
- 8 kHz
- 16 kHz
Die Fronteffekt-Lautsprecher
Was die Anzahl der Lautsprecher betrifft, findet sich beim DSP-Z9 eine
Yamaha-typische Besonderheit: So gibt es zwei zusätzliche
Front-Effektlautsprecher, die im Abstand von mindestens 0,5 Meter, am besten
links und rechts oben an den äußersten vorderen Enden des Hörraums angebracht
werden sollen. Die Vorteile dieser beiden Front-Effektlautsprecher: Effekte
beziehungsweise Geräusche, die von vorne links oder vorne rechts oben kommen, können
besser räumlich abgebildet werden. Dies ist gerade bei Explosionen mit
wegfetzenden Trümmerteilen oder bei der Darstellung vorbeifliegender
Hubschrauber oder Flugzeuge einer realeren Wiedergabe zuträglich.
DSP-Programme - die Grundlagen
Zunächst muss hinzugefügt werden, dass dieser Text sich noch
auf dem Stand der bisherigen Yamaha DSP Verarbeitung befindet. Wir werden mit
Yamaha zwecks einem inhaltlichen Update Kontakt aufnehmen, damit die behandelten
Themenkomplexe möglichst schnell auf den neuesten Stand gebracht werden, der
die immensen Neuerungen der DSP-Z9-Technik mit berücksichtigt.
Der Yamaha DSP Prozessor ist so aufgebaut, dass eine völlig unabhängige
Verarbeitung des vorderen Präsenzbereiches und des hinteren
Surround-Soundfeldes ermöglicht wird. Der Surroundbereich wird schon seit
der Einführung der Cinema DSP Technolgie 1990 (damals war Dolby Pro Logic der
Mehrkanalstandard) mit zwei unabhängigen Klangfeldern für den linken und den
rechten Kanal nachbearbeitet. Mit dem Aufkommen der Extended
Surround-Heimkino-Tonnormen DTS ES und Dolby Digital EX legte Yamaha nach und
setzt ein zusätzliches drittes Klangfeld für den Back Surround Kanal, der bei
Yamaha mit einem Lautsprecher betrieben wird, ein. Die Position der
akustischen Effekte wird durch das dekodierte Eingangssignal vorgegeben, der
Dekoder selbst arbeitet mit unendlich großer Kanaltrennung - in der Praxis
jedoch ist ist die Kanaltrennung durch die nachfolgenden analogen Baugruppen des
Verstärkers (speziell zu nennen wäre die gemeinsame elektrische
Masseverbindung) leicht eingeschränkt.
Die Signalverarbeitung der einzelnen Kanäle durch den DSP Prozessor erzeugt
aus den bis zu 6 Vollfrequenzkanälen bei Dolby Digital und DTS, die nach dem
Decodieren als relativ "punktförmige" Informationen zur Verfügung
stehen, ein geschlossenes Klangbild. Die Ausdehnung und die Intensität, mit
anderen Worten die Charakteristik des jeweiligen Klangbildes, variiert je nach
angewähltem DSP Programm. Die Wahl des entsprechenden DSP Programms sollte sich
nach dem vorliegenden Film- oder Musikmaterial richten, da nur beim optimalen
Zusammenspiel vom Ausgangsmaterial und der gewählten DSP Nachbearbeitungsart
eine optimale Performance erreicht werden kann.
Auf der Basis normaler Wiedergabearten wie Mono, Stereo, Dolby ProLogic
Surround, Dolby Digital 5.1 oder DTS 5.1 gestalten die Yamaha-Toningenieure ihre
eigenen Soundfelder. Jedes der Cinema-DSP-Programme ist vom Charakter her
verschieden, denn die auf realen Messungen beruhenden Daten, die dann zu den
verschiedenen vorkommenden Soundfeldern verarbeitete werden, unterscheiden sich.
Bei den Soundfeldern differenziert Yamaha zwischen dem Presence-Soundfeld (das
Soundfeld, welches sich vorne hinter den Lautsprechern ausbreitet) und den
linken und rechten Surround-Soundfeld sowie dem Nachhall. Die Presence- und
Surround-Soundfeld-Daten zeigen sich in der Verteilung der virtuellen
Klangquellen und der Echomuster. Die zwei unterschiedlichen Soundfeld-Typen
werden mit komplexen Elementen wie zum Beispiel der Energiebalance und den
Signalmischverhältnissen verarbeitet. Insgesamt ergibt sich so ein exakt auf
das Wahrnehmungsvermögen der Zuhörer zugeschnittenes Soundfeld.
Das erklärte Ziel von Yamaha DSP ist, die räumlichen und klanglichen
Eigenschaften eines Kinosaals in einem möglichsten hohen Grad an Perfektion auf
die heimischen "vier Wände" zu übertragen, beziehungsweise die
geringere Anzahl der Lautsprecher zu Hause und die ungünstigeren räumlichen
Bedingungen bestmöglich zum kompensieren. Daher erzeugt der Yamaha DSP
Prozessor ein Klangfeld nach einem Reflexionsmuster, das dem eines Abhörstudios
der Filmindustrie entspricht. Yamaha-typisch ist, dass im Surroundbereich nicht
auf Dipole, sondern auf Direktstrahler gesetzt wird. Vorteil dieser Lösung soll
laut Yamaha sein, dass das hörraumeigene Klangfeld durch den anderen Aufbau
eines Direktstrahlers im Vergleich zum Dipol nicht zu stark angeregt wird.
DSP-Programme richtig verstehen: Spezielle Aspekte und Grenzen
der Ton-Nachbearbeitung
-
Um bei Dolby ProLogic-codiertem Tonmaterial die rechts-/links-Trennung im
Surroundbereich zu verbessern, stützt sich der dem Nachbearbeitungsvorgang
zu Grunde liegende Algorhythmus des Prozessors - anders als bei Dolby
Digital oder DTS - auch auf tonale Informationen aus den Stereokanälen.
Dies kann im Einzelfall zu dem Eindruck führen, dass die Kanaltrennung vorn
- hinten leicht eingeschränkt ist
-
Um ein geschlossenes Klangfeld ohne störende Klanglöcher im
Heimkino-Raum zu erzeugen, werden Effektverläufe von vorn nach hinten oder
auch von hinten nach vorn von einem Kanal an den anderen "übergeben".
Speziell bei impulsartigen Signalen ist daher die hörbare Übernahme in den
Surroundbereich sachgerecht - denn, so argumentiert Yamaha, dieses Verhalten
entspricht genau dem in der realen Welt. Hier sollte eher der Vergleich zum
Kino als der zu "reinem", also nicht nachbearbeiteten Dolby
Digital gezogen werden. Auch die akustischen Eigenschaften des Hörraums
spielen - je nach dessen "Halligkeit" und/oder Hellhörigkeit
- in die Wahrnehmung solcher eben geschilderter Effekt hinein.
-
Ein weiterer Einfluss entsteht durch die akustischen Eigenschaften des
gewählten DSP-Programms. Zu beachte ist hier aber, dass - wie weiter unten
ausführlich erläutert - die Parameter jedes einzelnen DSP-Programms
individuell nachbearbeitet werden können. Speziell mit Hilfe einer
Reduzierung der Parameter "Liveness", "Room Size" und
"Initial Delay" lässt sich einem zu großen akustischen
Eigenleben des Hörraums beikommen.
-
Bei der Wiedergabe von Stereosignalen in einem der Movie
Theatre-Programme wird der Dolby ProLogic-Dekoder aktiviert. Durch die
einfache Struktur des Decoders wird dann das Differenzsignal L - R auf die
Surroundkanäle geführt, somit wird das DSP zusätzlich unterstützt.
Da Yamaha die Movie Theatre Programme für die Wiedergabe von Mehrkanalton
entwickelt hat hat, ist der Dolby ProLogic-Dekoder nicht abschaltbar und führt
daher zu den vorher genannten unerwünschten Effekten bei der Wiedergabe von
uncodiertem Stereomaterial. Da hilft dann nur die Wahl eins Programms ohne
den vorgeschalteten Dolby PL Dekoder.
Die Vorbilder für die Yamaha DSP-Programme
Mit den paar DSP-Programmen, die sich bei fast jedem AV-Receiver oder -Verstärker
als Bonus Feature im Ausstattungsumfang befinden, sind die Yamaha DSPs kaum zu
vergleichen. Die Yamaha-Variante ist darum sehr interessant, weil die
Yamaha-Toningenieure für ihre verschiedenen Cinema- und Hifi-DSP-Programme real
existierende Räume tonal exakt vermessen haben. Das heißt: Für die
Kino-DSP-Programme dienten als Maßstab verschiedene Kinos auf der ganzen Welt,
für die Hifi-DSP-Programme zum Beispiel Konzerthallen und Kirchen. So handelt
es sich nicht um ausschließlich am Computer erstellte Programme, sondern um auf
realen Bedingungen basierende. Zur Yamaha DSP-Technologie gehören umfangreiche
Einstellmöglichkeiten, die es ermöglichen, das jeweilige Programm optimal an
das akustische Verhalten des Hörraums anzupassen. Ebenso kann der Benutzer die
Homogenität des Klangbilds der verwendeten Lautsprecher mit verschiedenen
Einstellmöglichkeiten anpassen. Viele Yamaha DSP-Programme sind in Hinsicht auf
die beiden miteinander konkurrierenden Mehrkanal-Tonformate DTS und Dolby
Digital optimiert.
"State Of The Art" bei Yamaha ist ein Quad-Field-Cinema-DSP, der
jedes Soundfeld, inklusive Surround- und Back Surround-Klangfelder, optimal
aufbereitet.

Die einzelnen Soundfelder des Yamaha Quad-Field-Cinema-DSP
Für den wahren Heimkino-Fan mit einigem Sachverständnis bietet
Yamaha auch noch verschiedene Nachbearbeitungsfunktionen für die DSP-Programme
des DSP-Z9:
- DSP Level: Hier kann man den Wirkungsgrad aller DSP-Effekte in einem
schmalen Regelbereich zwischen-6 und +3 dB einstellen. So lässt sich in Abhängigkeit
von der Akustik des Hörraums die Intensitität der DSP-Signalverarbeitung
in Relation zum direkt wahrgenommenen Klang verändern.
- INIT.DLY (Initial Delay = Anfängliche Verzögerung): Mit dieser Funktion
kann der wahrgenommene Abstand vom Quellensound verändert werden: Die Verzögerung
zwischen dem direkten Klangbild und der ersten wahrgenommenen Reflektion
kann hier in einem Steuerungsbereich von 1 bis 99 Millisekunden eingestellt
werden. Je kleiner der Wert ist, umso näher scheint der Quellenklang
akustisch am Hörer zu liegen, bei einem großen Wert entfernt sich der
Quellenklang akustisch weiter. Ein kleiner Wert ist für einen kleinen Hörraum,
ein großer für einen großen Hörraum zu empfehlen
- ROOM SIZE: Dieser Parameter stellt die wahrnehmbare Größe des
Surround-Soundfeldes ein. Je größer der Wert, umso größer wird das
Surround-Soundfeld. Einstellbereich: 0,1 bis 2,0. Da der Klang wiederholt in
einem Raum reflektiert wird, kommt es mit zunehmender Größe der Halle
dazu, dass die Zeit zwischen dem ursprünglich reflektierten Sound und den
nachfolgenden Reflexionen zunimmt. Durch die Möglichkeit der Steuerung der
Zeit zwischen den reflektierten Sounds kann man die wahrnehmbare Größe des
virtuellen Saales ändern. Wenn der Parameter von 1 auf zwei verdoppelt
wird, verdoppelt sich die wahrzunehmende Länge des Raumes
- LIVENESS (Lebendigkeit): Dieses Tool stellt das Reflexionsvermögen der
virtuellen Wände in der Halle ein, indem die Abklingrate der frühzeitigen
Reflexionen geändert wird. Einstellbereich 0 bis 10. Einsatzbereich dieser
Funktion: Da die frühzeitigen Reflexionen einer Klangquelle in einem Raum
mit hoher Akustikabsorbation viel schneller abklingen als in einem Raum mit
stark reflektierenden Wänden, kann mit dem LIVENESS-Parameter die
Abklingrate der frühzeitigen Reflexionen von einem "toten"
Raum (Raum mit hoher Absorbationsrate) zu einem "lebendigen Raum (Raum
mit stark reflektierenden Wänden) verändert werden
- Dialogue Lift: Dieser Parameter stellt die Höhe des Klangs der Front- und
Centerkanäle ein, indem einige Elemente der Front- und Centerkanäle den
Presence-Lautsprecher entsprechend zugeordnet werden. Je größer der
eingestellte Wert ist, umso höher erscheint die Position der Front- und
Centerlautsprechers und dementsprechend verändert sich auch der
Klangeindruck.
- S.DLY (Surround Delay = Surround-Verzögerung): Wie die Funktionen zuvor,
diesmal geht es um die Verzögerung zwischen dem direkten Klang und der
ersten Reflexion in einem Surround-Soundfeld. Einstellbereich 0 bis 49
Millisekunden, abhängig vom Digitalformat
- S.INIT.DELAY: Anfängliche Surround-Verzögerung, Regelbereich 1 - 49 ms.
Einstellung der Verzögerung zwischen dem direkten Klang und der ersten
Reflexion auf der Surround-Seite des Klangfeldes
- S.ROOM SIZE: Dieser Parameter stellt die anscheinende Größe des
Surround-Soundfeldes ein (Regelbereich 0,1 - 2,0)
- S.LIVENESS (Surround-Lebendigkeit): Einstellmöglichkeit von 0 bis 10 für
das wahrnehmbare Reflexionsvermögen der virtuellen Wände im
Surround-Soundfeld. Je größer der Wert, umso reflektierender werden die Wände
des Surround-Soundfeldes
- SB.INIT.DLY (Surround Back Initial Delay = Anfängliche Verzögerung des
hinteren Surround Back-Feldes): Wie Funktion davor, nur geht es diesmal um
das hintere Center-Surround-Soundfeld. Einstellbereich: 1 bis 49
Millisekunden
- SB ROOM SIZE (Surround Back Room Size): Einstellmöglichkeit für die
wahrnehmbare Größe des Surround Back-Soundfeldes. Einstellbereich 0,1 bis
2,0, je größer der Wert, umso größer die Reflektion der Wände des
Presence-Soundfeldes. Eine leichte Anhebung kann, zusammen mit S.Liveness,
je nach Reflexionsverhalten, für eine leicht weiträumigeres Klangfeld
sorgen.
- SB Liveness: Einstellmöglichkeit von 0 bis 10 für das wahrnehmbare
Reflexionsvermögen der virtuellen Wände im Surround Back-Soundfeld. Je größer
der Wert, umso reflektierender werden die Wände des Surround
Back-Soundfeldes
- REV.TIME (Reverbation Time = Widerhallzeit): Stellt die Zeitspanne
ein, die für das Abklingen des dichten, nachfolgenden Widerhall-Sounds um
60dB (bei 1 kHz) benötigt wird. Folge: Die wahrnehmbare Größe des
akustischen Umfeldes wird über einen sehr weiten Bereich geändert.
Einstellbereich: 1,0 bis 5,0 Sekunden. Empfehlung: Bei "toten"
Signalquellen und/oder Hörräumen längere Widerhallzeit, bei
"lebendigen" Signalfelder und/oder Hörräumen eine kürzere, denn
zuviel Widerhall sorgt genauso für eine unnatürliche Klangkulisse wie
zuviel. Hier sollte man zunächst genauere Untersuchungen über die
akustischen Eigenschaften des Hörraums anstellen. (Material der Wände?
Wenig/viele Möbel? Teppichboden oder Parkett? usw.)
- REV.DELAY (Reverbation Delay = Widerhallverzögerung): Einstellmöglichkeit
von 0 bis 250 Millisekunden für die Zeitdifferenz zwischen dem Beginn des
direkten Klangs und dem Beginn des Widerhalls. Je größer der Wert, umso später
beginnt der Widerhall. Ein späterer Beginn des Widerhalls erzeugt ein
Klangfeld, das den Eindruck vermittelt, in einem größeren akustischen
Umfeld zu sein. Vorsicht bei der Einstellung: Wer es zu gut meint, erreicht
nur einen unnatürlichen Klangeindruck, der weder zum Hörraum noch zum
wiedergegebenen Material passt.
- REV.LEVEL (Reverbation Level = Widerhallpegel): Stellt die Lautstärke des
Widerhalls ein (0 bis 100 %), je höher der Wert, umso lauter der Widerhall
- Initialize: Dieser Parameter initialisiert jedes Soundfeldprogramm. Wahlmöglichkeiten
"Yes" und "No".
- Bei 9-Kanal-Stereo Möglichkeit für Pegeleinstellung für jeden einzelnen
Lautsprecher inklusive der vorderen Effektlautsprecher
Onkyo
Der Onkyo TX-DS989upg2 bringt verschiedene DSP-Programme mit. Im einzelnen
sind vorhanden:
- Action. Besonders geeignet für Filme, die mit kräftigen Effekten und
einer dynamischen Surround-Soundkulisse aufwarten können. Die niedrigen
Frequenzbereiche für die Front- und Surround-Lautsprecher werden angehoben,
die Surround-Pegel werden erhöht. Die Resonanz soll nach Onkyo-Angaben auf
die Kino-Atmosphäre zugeschnitten und soll einem intensiveren Klangerlebnis
zuträglich sein. Unser Fazit: Gar nicht schlecht gelungen, bringt bei
manchen Action-Filmen neueren Datums eine zwar nicht deutliche, aber dennoch
hörbare Verbesserung der Effekt- und Surrounddynamik.
- Musical. Nomen est Omen - dieses DSP-Programm wendet sich besonders an
denjenigen Anwender, der Musicals, oder Film-DVDs mit hohem Musikanteil noch
intensiver erleben möchte. Da die mittleren und hohen Frequenzen beim
Mittenlautsprecher (Center) geringfügig angehoben werden, scheint der
Gesang mit mehr Ausdruckskraft in den Hörraum getragen zu werden. Dieser
Modus ist in der Praxis gar nicht schlecht, sollte aber nur dann eingesetzt
werden, wenn man einen entsprechend hochwertigen Centerlautsprecher sein
eigen nennt - was beim Kauf eines TX-DS989 eigentlich Voraussetzung sein
sollte. Onkyo empfiehlt den Musical-Modus besonders für Soundtracks mit
einem ausgeprägten Front-Klangbild.
- Mono Movie. Auch hier verrät der Name das Programm - alte, in Mono
vorliegende Tonspuren sollten mittels dieses DSP-Programmes etwas
"aufgepeppt" werden. Die Wiedergabe des unverarbeiteten
Originaltons erfolgt über den Mittenkanal, während über die anderen Kanäle
der mit einem geeigneten Nachhall aufbereitete Mittenkanalton wiedergegeben
wird. Genau hier liegt, wie auch bei den ähnlich agierenden Mono
Movie-Programmen der Konkurrenz, das Problem: Durch die hinzugefügten
Halleffekte wird das Klangbild etwas unharmonisch. Im Zweifel lieber den
Film in Mono anhören.
- T-D (Theater-Dimensional). Soll einen Anflug von Surround-Feeling auch bei
lediglich 2 Frontlautsprechern ermöglichen. In der Praxis ist gerade bei
edlen AV-Receivern wie dem TX-DS989upg2 ein solches Feature praktisch nicht
von Belang.
- Enhanced 7. Soll eine natürliche Klangumgebung mit 7 Lautsprechern ermöglichen.
Die Klangeffekte sollen sich sanft zum Surround-Hintergrund bewegen. Der
Enhanced 7-Modus eignet sich laut Bedienungsanleitung besonders für Musik-
und Sportsendungen im Fernsehen.
- Orchestra. Dieses DSP-Programm ist für die Wiedergabe klassischer Musik
und von Opern gedacht. Der Centerkanal wird abgeschaltet und die
Surround-Kanäle hervorgehoben, um so das Stereobild der gesamten
Darstellung zu verstärken. Dieser Modus simuliert, so Onkyo, den natürlichen
Nachhall, der in einem großen Konzertsaal erzeugt wird.
- TV Logic. Soll sich für die realistische akustische Wiedergabe eines
Fernsehprogramms eignen, das von einem Fernsehstudio aus gesendet wird. Das
DSP verbessert den allgemeinen Surround-Ton und die Wiedergabe von Gesprächen.
- Unplugged. Onkyo liefert mit dem "Unplugged"-DSP einen eigenen
Modus für die verbesserte Wiedergabe von akustischen Instrumenten sowie
Vocal- und Jazzmusik. Durch die Betonung des vorderen Stereobildes werden
die akustischen Gegebenheiten vor der Bühne simuliert.
- Studio-Mix. Das Studio Mix-DSP ist für die Wiedergabe von Rock- oder
Popmusik integriert worden. Die Live-Klänge werden für ein kräftiges
Gesamt-Klangbild verstärkt, die Simulation des Klangbilds eines Clubs oder
eines Rockkonzertes ist das Ziel dieses DSP-Programms.
- All Channel Stereo: Die Frontlautsprecher, die Surround- und Back
Surround-Boxen erzeugen ein Stereo-Klangbild, das die gesamte Fläche mit
einschließt.
Zudem gibt es, je nach Hörmodus, verschiedene einstellbare
Parameter:
- RE-EQ/Academy. Je nach Hörmodus kann man Re-EQ ein- oder ausschalten oder
zwischen Re-EQ, Academy oder Off wählen. Re-EQ (Re-Equalization) hat die
Aufgabe, dem Heimkinoklang die Schärfe oder "Helligkeit" zu
nehmen (was auch beim THX Post Processing geschieht), um die Tatsache zu
kompensieren, dass der für Kinos abgemischte Ton zu hell klingen kann, wenn
er über ein Heimkinolautsprechersystem wiedergegeben wird. Die
Academy-Einstellung soll sich besonders um ältere monaurale
Filmtonabmischungen kümmern. Bei diesen Tonspuren wurde zur Gewährleistung
eines angemessen balancierten Tons eine Verstärkung der hohen Frequenzen
vorgenommen, um zu vermeiden, dass man das durch die Kornstruktur des Films
bedingte Geräusch bei der Projektion zu laut hörte. Einige Filme wurden
ohne Dämpfung der hohen Frequenzen auf Video übertragen und haben daher
einen zu hohen, zischenden Ton. Der TX-DS989 bringt den Academy-Filter mit,
der auf der zeitgenössischen Wiedergabepraxis für solche Filme mit
Breitbandsystemen beruht. In der Praxis ist die Academy-Einstellung
brauchbar, denn sie verbessert die Gesamt-Hörqualität gerade bei älteren
Filmen deutlich. Stimmen und Hintergrundgeräusche verschwinden nicht in
einem schwer verständlichen Gemisch aus verschiedenen Störgeräuschen,
sondern sind klarer und akzentuierter wahrnehmbar.
- Digital Upsampling verarbeitet das digitale Eingangssignal und wandelt
seine digitale Abtastfrequenz für eine genauere Tonwiedergabe in das
Zweifache der aktuellen Frequenz um.
- Surround Speakers. Hier kann man festlegen, über welche Lautsprecher (Surround/Backk
Surround) der für die Surround-Lautsprecher während der
5.1-Kanalwiedergabe bestimmte Ton ausgegeben werden soll. Anwählbar sind:
a) Surround L/R plus Surround Back, hier sind alle 4 Rear-LS, also Surround
und Back Surround, in Betrieb, b) Surround L/R, hier laufen nur die linke
und die rechte Surroundbox mit, c) Surround Back, hier laufen nur die beiden
Back Surround Lautsprecher, aus dem linken und rechten Surround-LS kommt
kein Signal.
- Front Effect: Einige Live-Aufnahmen enthalten akustischen Nachhall. Wenn
Tonquellen dieser Art wiedergegeben werden, wird vom digitalen
Signalprozessor noch mehr Nachhall hinzugefügt, was dann insgesamt dazu führt,
dass zuviel Nachhall wiedergegeben wird. Der Ton wird im Hochtonbereich zu
stumpf, insgesamt zu blechern und zu unpräzise. Daher ist in solchen Fällen
die Option "Front Effect" auf "Off" zu stellen. Dann
wird der Ton originalgetreu und ohne zusätzlichen Nachhall wiedergegeben.
- Reflect Level. Mit Hilfe dieses Parameters kann man den Grad der direkten
Schallreflexion im Einklang mit der Wiedergabequelle, der Akustik des Raums
und anderen Faktoren einstellen. Die Justage kann innerhalb eines Bereiches
von -5 bis +5 dB in Schritten von einem dB vorgenommen werden. Hier sollte
man sich, möchte man wirkungsvoll optimieren, etwas Zeit nehmen, denn für
das Feintuning ist diese Funktion gut zu verwenden.
- Reverb Level. Mittels dieser Funktion kann die Tiefe des akustischen
Nachhalls im Einklang mit der Wiedergabequelle, der Akustik des Raums und
anderen Faktoren eingestellt werden. Die Justage ist in einem Bereich
von -5 dB bis +5 dB durchführbar, und zwar in Schritten von 1 dB. In
der Praxis ebenfalls fürs Feintuning gut. Man sollte aber die akustischen
Gegebenheiten im eigenen Hörraum gut kennen.
- Room Size hilft, die Größe des virtuellen für jeden Surround-Modus
Raums festzulegen. Es besteht die Wahl zwischen "Large", "Mid-Large",
"Middle", "Mid-Small" und Small".
- Listening Angle. Der Hörwinkel ist der vom Hörer aus gesehene Winkel,
der vom linken und vom rechten Lautsprecher eingeschlossen wird. Die
Einstellungen von 20 und 40 Grad sind nur Richtwerte. Zu wählen ist der
Wert, der dem aktuellen Hörwinkel am nächsten liegt.
- Center. On/Off-Einstellung.
- Front Expander. Breitet den Ton der Frontlautsprecher aus.
- Virtual Surround Level. Von -3 dB bis +3 dB ist die Stärke des virtuellen
Surround-Effekts einstellbar.
- Dialog Enhance. Bei "On" werden die Sprachfrequenzbereiche des
Centerlautsprechers erhöht.
Weitere nützliche Features
- A/V sync. Wenn ein digitaler Signalprozessor angeschlossen ist, kann es
vorkommen, dass die Ton- und Bildwiedergabe von einem DVD- oder LD-Player
nicht perfekt synchronisiert sind. Dies erkennt man daran, dass Bild und Ton
nicht zusammen passen und der Ton bereits im Vergleich zum Bild zu früh gehört
wird. In diesem Fall kann man diese Funktion aus dem "Delay"-Untermenü
dazu verwenden, Ton und Bild zu synchronisieren. Die Einstellung ist in
einem Bereich von 0 bis 30 ms in Schritten von 0,5 ms möglich.
- Relative Delay (ebenfalls im Untermenü "Delay"): Neben der
Regulierung von Pegel und Delay kann der Benutzer beim TX-DS989 für die
Feinabstimmung des Klangfelds auch die Lautsprecherposition ändern oder
korrigieren. Dies geschieht mit Hilfe des "Enhanced Spatial Positioning
Algorythm". Diese Funktion erlaubt die Einstellung einer Verzögerung
von 10 ms für die Lautsprecher, was einer Vergrößerung des
Lautsprecherabstandes von 3 m entspricht. Diese Anwendung verfügt über
einen Einstellbereich von -4 bis +6 ms (-1,2 bis +1,8 m) für die Korrektur
der Hörposition. Nachdem die groben Einstellungen - Lautsprecherpegel und
Abstände- bereits getätigt wurden, erzeugt das System auf Grundlage seiner
Einstellungen eine charakteristische oder eine breite Klangumgebung. Durch
Korrektur der Lautsprecherposition kann man das Klangfeld so verändern,
dass es breiter (tiefer) oder enger (seichter) wird. Eine nette
Zusatzfunktion, die das Gesamtklangbild individuell anpassen kann.
- IntelliVolume. Beim Umschalten der Eingangsquellen kann der Eindruck
entstehen, dass die Ausgangspegel der angeschlossenen Peripheriegeräte oder
Ausgangsquellen, die an den TX-DS989 angeschlossen sind, verschieden hoch
sind - trotz identischer Justage der Hörlautstärke am Lautstärkeregler.
Normalerweise müsste man nun die Hörlautstärke für jede Quelle
individuell anpassen. IntelliVolume setzt nun genau hier an und bietet dem
Heimcineasten die Möglichkeit, für jede eingehende Quelle separat einen
Lautstärkepegel vorab einzustellen. Wenn nun von einer Eingangsquelle zur nächsten
umgeschaltet wird, korrigiert "IntelliVolume" entsprechend die
Lautstärke und hält sie auf dem identischen, bereits zuvor gehörten Hörlautstärke-Pegel.
Die IntelliVolume-Einstellung ist in einem Bereich von -12 dB bis +12 dB
einstellbar. Sehr gut zu verwenden, so können z.B. auch die
unterschiedlichen Aufnahmepegel von CDs und DVDs an die Hörlautstärke
angepasst werden, wenn an den TX-DS989 neben dem DVD-Spieler zum DVD hören
auch noch ein separater CD-Player für die CD-Wiedergabe angeschlossen ist.
- Listening Mode Setup. Mit diesem Menü kann die Feineinstellung der Hörmodi
vorgenommen werden, die mit dem Untermenü für die Hörmodus-Auswahl für
die jeweiligen Eingangsquellen angewählt wurden. Mit diesem umfangreichen
Setup können dann die oben bereits beschriebenen Hörmodus-Parameter
individuell für jede Eingangsquelle eingestellt werden (nicht alle
Parameter sind für jeden Modus abrufbar!).
Pioneer
Die integrierten DSP-Programme
Die DSP-Programme im VSX-AX10i-S sind
alles andere als schlecht. Je nach dem Geschmack des Anwenders, der verwendeten
Software, dem Lautsprechersystem und der Raumakustik kann eine im Detail
verbesserte Wiedergabe erzielt werden. Mit den DSPs zu optimieren sind
(natürlich ist es je nach DSP der Effekt der einzelnen genannten
Klangfeldparameter unterschiedlich, der Effektlevel kann zudem eingestellt
werden):
-
Nachhall
-
Räumliche Dichte
-
Gefühl der Intensität der Reflexionen
-
Breiten- und Tiefenwirkung des Sounds
-
Ausgleich softwarebedingter Schwächen
Es stehen folgende DSPs zur Verfügung:
-
Advanced Cinema-Modi: Action (Für Filme mit besonders
vielen kräftigen Effekten), Sci-Fi (soll breiten Klangraum erzeugen und
trennt Dialoge von Soundeffekten, um die Gesamtwirkung des Soundtracks zu
steigern), Drama (für dialogreiche Filme vorgesehen), Musical (Für DVDs
mit hohem Musikanteil, soll die Raumwirkung optimieren), Monofilm (für
Mono-Material), 5/7-D-Theater (für mehr Dynamik und einen breiteren Klangraum
bei Stereo-Musikquellen)
-
Advanced Concert-Modi: Classical (Simulation der akustischen
Effekte eines große Konzertsaals, soll sich besonders für klassische Musik
eignen, je nach Software ein ordentliches DSP), Chamber (Simulation der Akustik eines äußerst resonanzreichen
Konzertsaals mit reichem Nachhall und vollem Klang, in der Praxis für manche
Musikaufnahmen durchaus zu gebrauchen), Jazz (Simulation der
Akustik eines Jazzclubs, Verstärkung des Live-Effekts - nicht optimal gelungen
in unseren Augen, lieber Jazz in Stereo oder in Pro Logic 2 Music anhören), Rock
(Live-Band-Effekt mit dem Schwerpunkt auf der Trennung der Instrumente und verstärktem
Bass, in der Praxis bei manchen DVDs gar nicht schlecht),
Dance
(Akustik-Simulation des Tanzclubs mit stärker betontem Bassbereich, kräftiges
Hallverhalten im Test, aber tatsächlich kräftiger, voluminöser Bass.
Hochtondarstellung nicht allzu differenziert. Gut für effektstarke Techno- und
Trance-Musik), 5/7-Channel Stereo (Simulation der akustischen Umgebung einer herkömmlichen
Stereoanlage bei Verwendung aller Lautsprecher des Systems, der
"Party-Modus")
Ebenfalls vorhanden ist im On Screen Menü ein
sogenannter "Expert Modus", in dem man folgendes einstellen kann:
-
Veränderung der OSD-Position auf dem Bildschirm des
Bildausgabegeräts
-
Bass Peak Level: Einstellmöglichkeit für den
Bassspitzenpegel
-
Dynamic Range Control MID/MAX oder OFF anwählbar (für
Dolby Digital)
-
Multi-Channel In Select: Interessante Funktion des Expert-Setups. Hier kann zunächst eingegeben werden, welche Eingänge des
7.1-Eingangs belegt sind: Hängt ein Gerät mit einem 5.1-Ausgang daran, so
stellt man den Wahlschalter auf 5 CH. Alternativ sind bei externen 6.1- oder
7.1-Geräten auch die Positionen 6 CH oder 7 CH anwählbar (Subwooferkanal
wird nicht mitgezählt). Nun kann man auswählen, wie der VSA-AX10i-S das
Signal wiedergeben soll: In der Position "Through" gibt der
Verstärker alles so wieder, wie es hineinkommt - ein 5.1-Soundtrack wird
auch in 5.1 ausgegeben, ein 192 kHz/24-Bit Stereo-Soundtrack von einer DVD
Audio wird auch in Stereo wiedergegeben. Wählt man die Einstellung "S
-> SB" dann laufen - nicht wie man zunächst denken könnte -
grundsätzlich IMMER die normalen Surroundlautsprecher, nicht aber die
Surround Back Lautsprecher mit. Bei S -> S & SB laufen Surround- und
Surround Back-Lautsprecher grundsätzlich mit
-
Input Rename: Hier kann der Benutzer jedem Eingang einen
individuellen Namen geben.
M.C.A.C.C. und YPAO
Diese beiden Systeme von Pioneer und Yamaha kümmern sich um
eine automatische Einmessung der verwendeten Lautsprecher. Zu Beginn unser
Kurz-Fazit: Das noch aufwändigere YPAO agiert bei manchen Lautsprecher-Systemen
noch genauer und ermöglicht somit eine fast perfekte Anpassung - doch kein
Licht ohne Schatten: Denn YPAO ist leichter "aus der Ruhe" zu bringen
und erreicht nicht die sehr hohe Betriebssicherheit von Pioneers M.C.A.C.C., das
völlig problemlos mit allen Typen von Lautsprechern zurecht kommt. Das
Yamaha-System hat, je nach den verwendeten Boxen, manchmal Schwierigkeiten, den
korrekten Anschluss der Lautsprecher zu analysieren, was zur Folge hat, dass es
auch bei absolut richtigem Lautsprecheranschluss Fehlermeldungen gibt. Das
Pioneer-System meldet sich mit Fehlermeldungen hingegen nur dann "zu
Wort", wenn tatsächliche Polaritätsfehler vorliegen. Wer den
automatisierten Systemen nicht traut, kann sowohl bei Pioneer als auch bei
Yamaha selbst "Hand anlegen" und alle nötigen Justagen manuell
vornehmen. M.C.A.C.C.
Die Pioneer-Entwickler haben sich bereits schon seit geraumer Zeit mit dem
Themenfeld automatische Lautsprechereinmessung beschäftigt. Zur IFA 2001 war es dann so weit: Mit dem ab 2002 lieferbaren VSA-AX10, dem neuen Flaggschiff des
AV-Verstärker-/Receiver-Line-Ups, zog auch eine neue Technik zum Einmessen der Lautsprecher ein:
M.C.A.C.C. (Multichannel Acoustic Calibration System) kümmerte sich vollautomatisch um das optimale Justieren der angeschlossenen Lautsprecher.
Diese Technik findet sich, im Detail nochmals verfeinert, auch im VSA-AX10i-S.
Die Arbeitsweise von M.C.A.C.C.
Heimkino-Neulinge werden M.C.A.C.C. aufgrund der einfachen Bedienung ebenso sehr zu schätzen wissen wie Heimkinofans, die eine
stimmige Anpassung des AV-Receivers an das Lautsprechersystem und an die akustischen Bedingungen im Hörraum wünschen.
Voraussetzung für die korrekte Arbeit mit M.C.A.C.C. ist, dass es möglichst leise im Hörraum sein sollte, damit
M.C.A.C.C. alle Boxen korrekt einpegeln kann und nicht durch eine zu hohe Nebengeräuschkulisse in seiner Arbeitsweise gestört wird. Um den Einsatz von
M.C.A.C.C. vorzubereiten, verbindet man das mitgelieferte Mikrophon
(siehe Bild unten) mit der dazugehörigen Buchse auf der Vorderseite des
VSA-AX10i-S. Der Anschluss für den Mikrophon-Stecker findet sich unter der
Frontklappe. Das Mikrophon selber ist an der üblichen Hörposition aufzustellen.

Weitere Schritte:
1. Subwoofer, falls angeschlossen bzw. vorhanden, unbedingt einschalten.
2. Auf der Fernbedienung die "Verstärker"-Taste betätigen.
3. M.C.A.C.C.-Setup-Taste drücken.
4. Ist der Geräuschpegel im Hörraum zu hoch, blinkt der Schriftzug "Noisy" im Display – dann sollten alle Nebengeräusche eliminiert werden, um eine störungsfreie Justage zu erlauben.
Als nächstes überprüft das System das Mikrophon und die angeschlossenen Lautsprecher. Gibt es eine
"Err" (= Error)-Meldung, arbeitet das Mikrophon nicht korrekt (z.B. der Stecker ist nicht richtig eingerastet oder die LS-Verbindungen stimmen
nicht). In der Praxis gibt es bei akkuratem Anschluss der Komponenten keine Probleme – schließlich hat Pioneer das System nach der Maxime entwickelt,
dass es zuverlässig arbeitet. Nicht auszuschließen sind jedoch Fehler bei den Lautsprecher-Verbindungen bzw. beim Einstecken des Mikrophons.
Es gibt folgende Error-Meldungen, je nach vorliegendem Fehler:
• "ERR Mic" - Fehler bei der Mikrophonverbindung
• "ERR Fch" - Verbindung der Front-LS fehlerhaft
• "ERR Sch" Verbindung der Surround- oder Back Surround-LS fehlerhaft
• "ERR SW" - Subwoofer nicht eingeschaltet bzw. Lautstärkeregler nicht aufgedreht.
Treten keine Fehlermeldungen auf, was bei korrekter Verbindung aller Komponenten der Fall sein dürfte, beginnt
M.C.A.C.C. mit der Arbeit, und zwar in folgenden Schritten:
1. Analyse der angeschlossenen Lautsprecher. Der AV-Receiver gibt hier eine Reihe teilweise recht lauter Testimpulse von sich, die vom Mikrophon erfasst werden. Das System bestätigt automatisch die Verfügbarkeit der LS und nimmt so die Grundeinstellung vor.
2. Analyse der Lautsprecher-Größe. Hier erkennt M.C.A.C.C. für jede Box die optimale Wiedergabebandbreite. Auch großvolumige Standlautsprecher mit einem Basschassis von 16 cm können als
"small" erkannt werden. In vielen Testläufen arbeitete diese Erkennung sehr stimmig und zuverlässig.
3. Einstellung der Verzögerungszeit. Das Mikrophon erkennt die jeweilige Entfernung vom Lautsprecher zur Hörposition. Die Verzögerungszeiten werden automatisch für jeden LS in einem Raster von 5 cm eingestellt.
4. Pegeleinstellung. Hier wird der Schalldruckpegel der Lautsprecher im Verhältnis zur Hörposition analysiert und angeglichen.
5. Automatische Entzerrung des LS-Systems. Hier führt M.C.A.C.C. die automatische Berechnung der Frequenzgänge durch. LS und Raumakustik werden hierbei miteinander abgeglichen. Der Verstärker gibt dabei eine Reihe von Testtönen aus, die vom Mikrophon erfasst werden. Mittels eines
Equalizers erfolgt die Kalibrierung für jeden
Kanal (siehe OSD-Bild unten)

YPAO

In besonders aufwändiger Version verbaut Yamaha ins neue
Topmodell auch das mittels eines Messmikrophons automatisch die Lautsprecher
einmessende YPAO. Oben auf dem Schaubild sind die fünf verschiedenen Schritte im
einzelnen verdeutlicht. Die Schritte nochmals aufgezählt:
-
Überprüfung, ob die Lautsprecher korrekt angeschlossen
sind
-
Optimierung der Einstellung der Lautsprecher-Größe ("small"
oder "large", bei der Verwendung eines THX-lizensierten
Lautsprechersystems entfällt diese Einstellung)
-
Pegelabgleich, damit jede Lautsprecherbox am Hörplatz
gleich laut klingt
-
Abstand der einzelnen Boxen zur Hörposition (Time Alignment)
-
Linearisierung des Frequenzgangs
YPAO kann den Lautsprecherabstand in bis zu 24
Metern Entfernung vom Referenzlautsprecher korrigieren. Mittels eines
parametrischen 10-Band-Equalizers wird eine Frequenzganglinearisierung übe alle
9.1 Kanäle vorgenommen. Wieso Yamaha auf diesen sehr aufwändigen Typ Equalizer
setzt, verdeutlicht unser Mini-Exkurs.
Mit einem Equalizer kann grundsätzlich der Klang verändert
werden. Er besitzt einen oder mehrere Regler, die dann für die Bearbeitung von bestimmten Frequenzen oder
Frequenzbändern zuständig sind. Bei einem HiFi -Verstärker und bei vielen
einfacheren AV-Receivern und -Verstärkern finden sich meist zwei Regler
für die Höhen und Bässe (auch "Treble" und "Bass"
genannt) - somit ist dies ein - sehr simpler und grob unterteilter - 2- Band
Equalizer mit festgelegten Bereichen, die angehoben beziehungsweise
abgesenkt werden können. Einen Schritt weiter geht ein semi-parametrischer Equalizer,
der zusätzlich einen Regler besitzt, mit dem man die Frequenz (Tonhöhe) festlegen kann, in dem er
arbeiten soll. Man kann ihn also so verschieben, so dass er nicht mehr z.B. sehr
tiefe Frequenzbereiche, sondern mehr den Oberbassbereich oder die Mitten bearbeiten
soll. Dieser semi-parametrische EQ hat den Vorteil, dass man gezielt die zu
bearbeitende Frequenz anwählen kann. (Voll-)parametrsiche Equalizer bringen
nochmals erweiterte Einsatzmöglichkeiten mit. Sie verfügen außerdem noch
über einen Regler, der die Breite beim Eingreifen festlegt.
Dadurch können z.B. ganz bestimmte Frequenzen verändert werden, was in der
Praxis exakte akustische Anpassungen ermöglicht. Wenn man z.B. eine störende Raumresonanz hat, kann man das Filter ganz
schmal einstellen und genau diesen Ton absenken, ohne dass benachbarte
Töne verändert werden. Somit bleiben zu große und damit die Gesamtharmonie
nachhaltig störende Veränderungen im Klangbild aus. Hier nochmals die Vorteile
eines vollparametrischen Equalizers in der Übersicht:
Der Einfluss eines Equalizers hängt von drei Parametern ab:
-
Frequenz: Der EQ wirkt sich am meisten auf eine Frequenz
aus, die man normalerweise als Mittenfrequenz bezeichnet.
-
Pegel: Dieser Wert bezieht sich auf das Maß der Begrenzung
(in dB), auf das der Equalizer eingestellt ist
-
Bandbreite. Die Bandbreite gibt Auskunft über die Größe
des Frequenzbereichs, über den der EQ wirksam ist (englisch "Bandwidth"
oder, kurz, "Width")
Nur mit einem parametrischen Equalizer lassen sich alle drei
genannten Faktoren unabhängig voneinander einstellen, wie man auch im nun
folgenden Schaubild erkennen kann:

Der Arbeitsbereich des PEQ im DSP-Z9 zwischen 20Hz und 20kHz ist in 17 Bänder
unterteilt. Von diesen werden beim der automatischen Equalizing bis zu 10 Bänder eingesetzt.
Der PEQ bietet drei Wahlmöglichkeiten: a) Linear oder b) Anpassung an die Stereo Lautsprecher
beziehungsweise ) eine benutzerdefinierte Einstellung. Der PEQ lässt sich auch unabhängig vom YPAO im Cinema EQ
nutzen, unter der Einstellung "Auto Setup PEQ."
Zu den Einzelheiten:
-
Frequency: Dieser Parameter kann in Zuwachsraten
(Inkrementen) von einer drittel Oktave zwischen 63 Hz und 16 kHz eingestellt
werden.
-
Level: Dieser Parameter kann in Zuwachsraten von 0,5 dB
zwischen -20 und +6 dB eingestellt werden
-
Q-Factor: Die Breite des spezifizierten Frequenzbandes
(siehe oben) wird als Q-Faktor bezeichnet. Dieser Parameter kann zwischen
05, und 10 eingestellt werden.
YPAO stellt die Frequenzeigenschaften passend zum individuellen
Hörumfeld ein, indem eine Kombination der drei eben genannten Parameter für
jedes Frequenzband des parametrischen EQs des DSP-Z9 verwendet wird. Wie bereits
erwähnt, weist der Yamaha 10 Equalizer-Frequenzbänder für jeden Kanal auf.
Hinzu kommen 5 Subwoofer-Frequenzbänder. Die Verwendung von mehreren
EQ-Frequenzbändern stellt eine möglichst genau Justage der
Frequenzeigenschaften sicher. Mit einem EQ-Frequenzband ist eine so akkurate
Bearbeitung und somit auch eine so genaue Anpassung an Lautsprecher und
Hörraumakustik nicht möglich.
Im folgenden Abschnitt wollen wir unsere Erfahrungen mit YPAO
schildern. Nach dem RX-V1400 ist der DSP-Z9
das zweite Gerät mit dem automatischen Einmeßsystem.

YPAO ermöglicht es dem Endanwender, alle wichtigen Einstellungen für optimalen Surround-Klang automatisiert vorzunehmen. Dazu wird ein Mikrofon
am Sitzplatz des Zuhörers positioniert. Voraussetzung für eine effektive
Arbeitsweise ist, dass im Hörraum kein übertriebener Geräuschpegel herrscht.
Wie unsere Testreihen zeigten, ist es am besten, wenn für die Zeit des
Einmessvorgangs absolute Ruhe im Hörraum ist. Yamaha gibt ferner den
Ratschlag, dass an einem eventuell angeschlossenen aktiven Subwoofer der
Ausgangspegel auf etwa die Hälfte (oder geringfügig weniger) und die
Cross-Over-Frequency (Übernahmefrequenz des Subwoofers) auf den maximal
möglichen Wert eingestellt sind.
Zuerst überprüft YPAO die korrekte Verkabelung aller
Lautsprecher und hat unter anderem auch die Aufgabe, falsche Polaritäten
aufzudecken. Dies ist in der Theotrie auch ein guter Ansatz, denn nicht korrekt
gepolt angeschlossene Boxen machen durch ein diffuses und bassschwaches
Klangbild auf sich aufmerksam. In der Praxis jedoch scheint es mit der Erkennung
der richtigen und der falschen Polarität noch Probleme zu geben, so lieferte
unser Testgerät bei mehreren Versuchen immer die Fehlermeldung, dass einer der
beiden Surroundlautsprecher nicht richtig angeschlossen wäre. Sofort prüften
wir mit dem Ergebnis nach, dass alles seine Richtigkeit hat - YPAO hat die
korrekte Polung nicht erkannt. Yamaha greift hier auch direkt schon in der
Bedienungsanleitung vor und weist ausdrücklich darauf hin, dass die Meldung
einer falschen Polung - je nach dem verwendeten Lautsprechersystem - selbst bei
korrektem Anschluss auftreten kann. Trotzdem, so denken wir, ist hier Spielraum
für Verbesserungen, denn - siehe M.C.A.C.C. - es ist durchaus möglich, eine
noch höhere Betriebssicherheit zu erzielen.
In den weiteren Schritten werden mittels spezieller Testtöne die Distanz
und die Größe der jeweiligen Box vom Hörplatz ermittelt. Wer THX Ultra-zertifizierte Lautsprecher verwendet, kann via OSD den Punkt der
automatischen Lautsprecher-Größeneinstellung überspringen. Für
THX-Lautsprecher ist grundsätzlich "small" die richtige
Größenangabe, so auch bei unserem THX Ultra 2-zertifizierten
Test-Lautsprecher-Set Jamo D 7. Dieses System mit
zwei Subwoofern kann ebenfalls an den Yamaha angeschlossen werden, es stehen
zwei Subwoofer-Vorverstärkerausgänge auf der Geräterückseite zur Verfügung.
Mittels des GUI können die beiden aktiven Subwoofer konfiguriert werden, je
nach dem, ob beide Basslautsprecher vorne oder ein Subwoofer vorn und einer
hinten im Hörraum zum Einsatz kommt, werden unterschiedliche, leicht
verständliche Grafiken eingeblendet, die eine korrekte Einstellung deutlich
vereinfachen.
Im manuell anwählbaren Speaker Set Up sollte dann in Bezug auf
die übrigen Boxen zur
Sicherheit nochmals überprüft werden, ob auch alle Lautsprecher auf "small"
stehen und dass die Crossover-Frequenz für den aktiven Subwoofer im Setup
THX-konform angewählt ist.
Zurück zu YPAO. Hier werden die Schallwandler auch an die akustischen Gegebenheiten des Raumes angepasst.
Mit hohem Aufwand nimmt YPAO auch das Equalizing für jede einzelne
Lautsprecherbox vor. Beim Equalizing kann man auf Wunsch nochmals zwischen
verschiedenen Grundeinstellungen gewählt werden:
-
Front: Einstellung des Frequenzgangs jedes Lautsprechers in
Abhängigkeit von dem Klangbild der verwendeten Frontlautsprecher. Dieser
Modus sollte dann Verwendung finden, wenn die Frontlautsprecher eine im
Vergleich zum restlichen Boxenequipment deutlich bessere Qualität
aufweisen.
-
Flat: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher. Diese Einstellung ist dann empfehlenswert, wenn alle
Komponenten des verwendeten Multichannel Lautsprechersystems von gleicher
Güte sind. Bei komplett zusammengehörigen Heimkinosets, bei denen
praktisch baugleiche Boxen für alle Kanäle verwendet werden, ist dies die
richtige Einstellung.
-
Low: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der Bassfrequenzen Vorrang eingeräumt
wird.
-
Mid: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der mittleren Frequenzen Vorrang
eingeräumt wird.
-
High: Durchschnittliche Anpassung des Frequenzgangs aller
Lautsprecher, wobei der Genauigkeit der hohen Frequenzen Vorrang eingeräumt
wird.
-
Skip: Überspringen dieses Punktes, ohne Einstellungen
auszuführen.
Nach dem Punkt "Equalizing" kann man wählen, wie der
weitere Setup-Vorgang anschließend ausgeführt wird:
Insgesamt bietet YPAO eine ausgezeichnete Funktionsvielfalt,
aber eine noch nicht makellose Betriebssicherheit.
Nach dem Einmessvorgang werden auf Wunsch auf dem OSD alle Ergebnisse angezeigt,
so z.B. (siehe Bild unten), die Distanz der einzelnen Lautsprecher zum
Hörplatz.

Die Unterschiede zwischen den YPAO-Versionen: YPAO im DSP-Z9 im Vergleich zum YPAO
im RX-V2400/1400
Im DSP-Z9 arbeitet YPAO mit 4x YSS930 statt eines einzelnen Bausteins.
Es werden alle 9 Kanäle plus Subwoofer per parametrischem EQ abgeglichen/linearisiert. Bei den Receivern sind nur 7 Kanäle aktiv.
Im DSP-Z9 arbeitet der PEQ mit 10 Bändern statt mit 7 wie bei den oben
genannten Receivern. Zudem ist der Aufwand an Rechenkapazität bei der Umsetzung von z.B. Delay
und Lautsprechereinstellungen im Zusammenhang mit den grossen Datenmengen des HD Cinema DSP erheblich größer
als bei
den Receivern. Ebenfalls liefert Yamaha für den Top-Boliden ein nochmals
besseres Mikrophon mit. Zusätzlich präsentiert sich der Referenzabstand (24
Meter anstatt 6 Meter) als stark vergrößert.
i.link und Denon Link
i.link beim Pioneer VSA-AX10i-S
Endlich: Mittels i.link können DVD Audio- und SACD-Daten auf
digitalem Weg aus dem DVD-Player herausgeführt werden und ihren Weg in den
AV-Verstärker finden. Im Verstärker steht dann auch die gesamte DSP-Nachbearbeitung auch für DVD Audio-Signale zur Verfügung, wenn dies vom
Anwender gewünscht ist. I.link ist eine Handelsmarke für die Norm IEEE1394
("FireWire"), eine Hochgeschwindigkeits-Schnittstelle für digitale
Audio- und Videodaten. PCs, digitale Camcorder und andere Arten audiovisueller
Geräte sind mit einer solchen Schnittstelle schon momentan ausgerüstet, Die
Tendenz ist steigend. Da eine i.link-Buchse gleichzeitig Daten senden und
empfangen kann, reicht ein einziges Kabel. Damit ein einwandfreier Betrieb gewährleistet
ist, sollte man folgende Punkte beachten und folgende Fakten kennen:
-
Die i.link-Buchse ist bei diesem Verwendungszweck NUR für
Audio- nicht für Videosignale zuständig.
-
Von der i.link-Buchse werden alle Arten von digitalen
Audiosignalen ausgegeben, mit denen der jeweilige Player kompatibel ist. So
auch SACD- und DVD Audio-Signale.
-
Bei der Wiedergabe von DVD-As, SACDs und CDs via i.link wird
ein jitterfreies Digitalaudiosignal ausgegeben, sofern der angeschlossene
Verstärker/Receiver mit der PQLS-Funktion (Ratensteuerung) kompatibel ist.
-
Um DVD Video-Discs, DVD-As und SACDs mittels i.link
Connection abspielen zu können, müssen die angeschlossenen Geräte mit dem
DTCP-System (Digital Transmission Content Protection) kompatibel sein. Ist
ein angeschlossenes Gerät nicht DTCP-kompatibel, wird nur der CD-Ton
wiedergegeben. Diese Maßnahmen sind aus Gründen des Kopierschutzes
erforderlich.
-
Beide i.link-Geräte erkennen sich normalerweise und zeigen
ihren Partner im jeweiligen Display an. Wir haben es mit einem DV-868AVi
(Test folgt in Kürze) ausprobiert, ohne Probleme "fanden" sich
Verstärker und DVD-Player
-
Die i-Link Verbindung kann einem Eingang des VSA-AX10i-S
zugeordnet werden.
-
Die Richtung des Signalflusses kann festgelegt werden,
wahlweise eine oder beide Richtungen zulässig.
-
Bei der Einrichtung eines i.link-Netzwerks ist es wichtig,
dass die Komponenten eine "offene Kette" bilden oder in einer
Baumstruktur angeordnet werden. Das System funktioniert nicht, wenn die
angeschlossenen Komponenten eine Schleife bilden. Stellt der VSA-AX10i-S das
Vorhandensein einer solchen Schleife fest, erscheint im Gerätedisplay der
Schriftzug "Loop Connect".
-
Auch ist beim Anschluss von i.link-Geräten die
Schnittstellengeschwindigkeit zu beachten. Derzeit gibt es 3
Geschwindigkeiten, S100 (am langsamsten), S200 und S400 (am schnellsten).
Der VSA-AX10i-S verwendet den Typ S400. Es ist zwar prinzipiell möglich,
Komponenten mit verschiedenen Geschwindigkeiten zusammen zu nutzen -
zu beachten ist dann aber folgender Ratschlag: Wenn es irgend möglich ist,
sollte man die langsamen Geräte an den Endpunkten einsetzen. Dieser Aufbau
verhindert Engpässe im Netzwerk.
-
Zum Anschluss ein 4-poliges, S400 i.link-Kabel verwenden. Im
Netzwerk können sechs- und vierpolige Kabel eingesetzt werden.
-
Keine i.link-Komponenten trennen oder verbinden, wenn der
AV-Verstärker eingeschaltet ist. Immer das Gerät ausschalten.
-
Wird der Verstärker innerhalb eines i.link-Netzwerkes
verwendet, muss der Verstärker eingeschaltet sein, um die i.link-Verbindung
aufrecht zu erhalten.
-
Mit der i.link-Verbindung des Pioneer können bis zu 17
Komponenten miteinander verknüpft werden. Mit einem zusätzlichen
i.link-Repeater ist es möglich, bis zu 63 Komponenten anzuschließen.
i.link beim Yamaha DSP-Z9
-
Von der i.link-Buchse werden alle Arten von digitalen
Audiosignalen ausgegeben, mit denen der jeweilige Player kompatibel ist. So
auch SACD- und DVD Audio-Signale.
-
Um DVD Video-Discs, DVD-As und SACDs mittels i.link
Connection abspielen zu können, müssen die angeschlossenen Geräte mit dem
DTCP-System (Digital Transmission Content Protection) kompatibel sein. Ist
ein angeschlossenes Gerät nicht DTCP-kompatibel, wird nur der CD-Ton
wiedergegeben. Diese Maßnahmen sind aus Gründen des Kopierschutzes
erforderlich.
-
Beide i.link-Geräte erkennen sich normalerweise und zeigen ihren Partner im jeweiligen Display an.
-
Beim Anschluss mehrerer Geräte werden die aktive Geräte
angezeigt
-
Die i-Link Verbindung kann einem Eingang des DSP-Z9 zugeordnet werden.
-
Die Richtung des Signalflusses kann festgelegt werden, wahlweise eine oder beide Richtungen zulässig
-
Daisy Chain-Verbindungen: Werden verwendet, um die
Komponenten in einer einzelnen Kette zu verknüpfen. 17 Komponenten
inklusive des DSP-Z9 können so miteinander verbunden werden.
-
Tree-Verbindungen: Diese Verbindungsart wird verwendet, um
die Komponenten in einer verzweigten Baumstruktur miteinander zu
verbinden. dazu braucht man drei oder mehr i.link-Anschlüsse. Bis zu
63 Geräte einschließlich des DSP-Z9 kann man auf diese Art und Weise
miteinander vernetzen
-
Das System arbeitet nicht, wenn die Komponenten in einer
Schleife miteinander verbunden sind, in der das Ausgangssignal an die
Originalkomponente zurückgeführt wird. Wenn man aus Versehen trotzdem eine
Schleife erstellt, erscheint im Display des Yamaha die Warnmeldung "Loop
Connection".
-
Die i.link-Schnittstelle des DSP-Z9 beruht auf folgenden
Standards: IEEE Standard 1394a-2000, Audio- und
Musikdatenübertragungsprotokoll 2.0, die i.link-Schnittstelle des DSP-Z9
unterstützt die folgenden AM824 Sequenzadaptionsschichten: IEC60958
Bitstream, DVD Audio und Super Audio CD (SACD)
-
Wenn die Anschlüsse ausgeführt werden, rät Yamaha zur
Verwendung von 4-poligen IEEE1394-Kabeln, die die
Übertragungsgeschwindigkeit S400 unterstützen. Als Kabellänge empfiehlt
Yamaha maximal 3 Meter.
-
Beim DSP-Z9 können i.link-Kabel auch bei eingeschalteter
Stromversorgung abgetrennt oder angeschlossen werden. Während eines
laufenden Datentransfers sollten i.link Verbindungen verständlicherweise
keinesfalls abgetrennt werden.
Die i.link-Signalverarbeitung im DSP-Z9: 
Die
hochwertigen D/A-Wandler des DSP-Z9 sind auch kompatibel zu DSD (Direct Stream
Digital) - dem Tonformat der SACD. In unseren Testreihen haben
wir unseren Denon DVD-A11 an den DSP-Z9 angeschlossen, um die
i.link-Fähigkeiten zu überprüfen. Sofort erkannte der Yamaha den Denon als
"Spielpartner", und fortan wurden alle Signale inklusive DVD
Audio und SACD mittels i.link übertragen. Im Gegensatz zu DVI und HDMI scheinen
hier, zumindest unseren Eindrücken nach, keine so immensen
Kompatibilitätsprobleme zu bestehen. Trotzdem können wir natürlich keine
Garantie für die Lauffähigkeit selbst unserer hier im Test geschilderten
Kombination geben - wie die Vergangenheit zeigt, können selbst bei eigentlich
baugleichen Geräten Unterschiede auftreten. Pioneer VSA-AX10i-S und
Pioneer DV-868AVi verstanden sich ebenso problemlos. Denon
Link
DENONLink ist eine digitale Verbindung für Gerätevernetzung
untereinander via RJ-45-Stecker. Die Datenübertragung erfolgt 3 x so schnell
wie bei IEEE1394 FireWire. Die maximale Datentransferrate beträgt 1,2 Gbps dank
LVDS (Low Voltage Differential-Übertragung), damit ist das neue System geeignet
für die digitale Übertragung von 192 kHz/24-Bit-2-Kanal sowie für 96
kHz/24-Bit-6-Kanal - also eine volle Kompatibilität zu DVD Audio. Mittels
DENON Link hat man die Möglichkeit, ein volldigitales Bassmanagement und eine
Laufzeitanpassung auch beim Abspielen von DVD Audio- oder SACD-Discs zugänglich
zu machen. Die Datenübertragung erfolgt über abgeschirmte "Twisted
Pair"-Kabel (STP). Auf DenonLink folgte Denon Link S.E. (Second
Edition). Die 2. Auflage hat gegenüber der erstenden Vorteil, dass nun zusätzlich
die Daten von DVD Audio-Discs mit Kopierschutz ohne Qualitätsverlust im
Originalformat (z.B. 96 kHz/24-Bit-6-Kanal oder 192 kHz/24-Bit 2-Kanal) mittels
des Denon Link-Kabels übertragen werden können. Bislang war eine derartige Übertragung
nur bei nicht kopiergeschützten DVD Audio Discs möglich. Das DVD-Konsortium
hat der uneingeschränkten Übertragung von digitalen Signalen durch Denon Link
zugestimmt, da Denon Link nun dem "4C"-Standard aus der PC-Branche
entspricht. Durch eine ausgeklügelte digitale Kopierschutz-Kennung werden
digitale Kopien effektiv verhindert. Bislang war DenonLink nur für die digitale
Übertragung von DVD Audio-Signalen ausgelegt. Inzwischen jedoch führt Denon
mit dem DVD-A11 einen Highend-Universalplayer im Programm, der auch SACDs
wiedergibt. Daher ist die dritte Version von DenonLink (wie im linken Bild bei
einem Vorserienmodell dargestellt) bereits in Vorbereitung.
Neben DVD Audio-Signalen können dann auch SACD-Signale mittels DenonLink
übertragen werden. Noch ist DenonLink Third Edition aber nicht standarisiert,
Sony und Philips als SACD-Lizenzgeber müssen noch ihr endgültiges OK
geben. In der Praxis funktioniert Denon Link ausgezeichnet, zusammen mit
einem DVD-A1 wird ein sehr guter Bedienkomfort und ein herausragender Klang
garantiert.
Videokonvertierung und Video-Scaling beim Yamaha DSP-Z9
Der Videoprozessor
Blockschaltbild der "Video-Abteilung" des DSP-Z9 Integriert in den
DSP-Z9 ist ein hochwertiger Videoprozessor, zu dessen herausragenden Merkmalen
drei Highlights gehören:
-
Scaling-Fähigkeit mit voller HDTV-Kompatibilität
-
PAL Progressive Signalverarbeitung inklusive Faroudja DCDi
-
Digitale Videosignalwandlung
Die Technik:
-
Ein Weg zur Sicherung der optimalen Bildqualität für das
Home Cinema System ist
zweifelsohne die Verwendung des bestmöglichen Bildsignals. Das Gerät kann ein Eingangssignal von Composite auf S-Video oder Component und von S-Video auf Component
umsetzen, damit Ihr Monitor oder TV Gerät das optimal passende Eingangssignal erhält. Im DSP-Z9 geschieht das alles auf digitaler Ebene, wobei alle Signale, die durch die DCDi-Bildverarbeitung und die Noise-Shaped-Video-Schaltungen laufen, eine Verbesserung erfahren.
-
Der DSP-Z9 nutzt die bewährte und anerkannt gute Faroudja
DCDi-Technik zur progressiven Signalverarbeitung. Faroudja entwickelte die DCDi-Bildverarbeitung,
um störungsarme, naturgetreue Bilder ohne Aliasing-Effekte wie
Treppenstufen zu erzeugen. Ergebnis ist eine saubere Kanten- und
Detaildarstellung im Progressive Scan-Betrieb (auf dem Vergleichsbild oben
zur Verdeutlichung extrem dargestellt) - in der Praxis sorgt DCDi aber
tatsächlich für ein besonders klares, exaktes PS-Bild)

Klar
zu erkennen: Rechts wird mit einem hochwertigen Film-Modus für die korrekte
Progressive-Darstellung von Filmmaterial gearbeitet
-
Der DSP-Z9 gibt Progressive Scan Video aus, was ihn zum Einsatz mit
High-Definition-Bildwiedergabegeräten prädestiniert. Er liefert ein schärferes, störungsfreies Bild mit klareren Details.
Er verfügt - wie es bei hochklassigen Progressive Scan -
Wiedergabegeräten üblich ist, über einen speziellen Film-Modus, der
sich um das akkurate De-Interlacing von Filmmaterial kümmert. Dies ist eine
in der Praxis äußerst wichtige Aufgabe, denn simple De-Interlacer sind mit
der exakten Aufbereitung von Filmmaterial hoffnungslos überfordert. Nur
sehr hochwertige De-Interlacer wie der im DSP-Z9 verbaute garantieren auch
einen wirklichen visuellen Vorsprung von Progressive Scan und damit eine
Ausnutzung der großen theoretischen Möglichkeiten, die die Progressive-
gegenüber der Interlaced-Signalverarbeitung mitbringt. Bei der Progressive-Scan-Schaltung
handelt es sich um einen 3:2-Pull-Down-Detection-Typ, der dem Anwender auch die Vorzüge dieser Technik
erschließt, wenn der angeschlossene DVD-Player nicht damit aufwarten kann.
-
Die Video-D/A-Wandlung erfolgt mittels eines hochwertigen 216
MHz/12 Bit-Wandlers. Exzellente DVD-Player wie der Pioneer DV-668AV
verwenden solche Wandler, die im Verbund mit der entsprechend
hochwertigen Baugruppen-Peripherie ein detailreiches und räumlich tiefes
Wiedergabebild garantieren.
-
Eine aufwändige Rauschverminderung mit Bewegungsanpassung, Farbübersprech-Dämpfung
ist ebenso integriert.
-
Ein Time Base Corrector (TBC), der die vom Videoband bekannten Verzerrungen
verhindert, ist ebenfalls mit an Bord. Der Unterschied ist - zugebenermaßen
etwas übertrieben - im Bild oben dargestellt. Rechts sieht man ein klares
Bild ohne Laufzeitfehler.
-
Der "TrueLife Enhancer" (oben rechts im Einsatz,
oben links ohne TrueLife) von Faroudja bringt mehr Details für eine lebendigeres Bild
hervor - was sich in der Testpraxis in Bildern mit dynamischer, brillanter
Wiedergabequalität bestätigte.
-
NSV - Noise Shaped Video - Technik: Noise Shape Video
verwendet Multi-Bit-Sigma-Processing mit hohem Oversampling und
Bit-Shuffling, um das Video- oder Konvertierungsrauschen in einen höheren
Frequenzbereich zu verschieben. So kann man die Verschiebung in einen Teil
des Frequenzspektrums vornehmen, in dem das Video- oder
Konvertierungsrauschen mittels eines analogen Filters leichter eliminiert
werden kann. Resultat dieser Operation: Eine extrem hohe Linearität im
Videofrequenzgang und praktisch kein störendes Bildrauschen mehr, oder,
kurz gesagt: Eine überdurchschnittlich akkurate Signal-Reproduktion.
Eigenschaften der eingebauten Videobaugruppen:
-
Für die Progressive Scan-Signalausgabe verwendet der DSP-Z9
Faroudjas De-Interlacing-Technologie DCDi
-
Zusätzlich ist Faroudjas True Life Enhancer für
geglättete Wiedergabebilder
-
TBC (Time Base Corrector, Zeitbasiskorrektur) für
Videobilder ohne Zeitlauffehler)

Des
Weiteren verfügt der Videoprozessor über folgenden Funktionen:
-
Vollbildausgabe (Progressive Scan-Signalausgabe) von Interlaced (Halbbild) Video
-
Das Umskalieren von Videosignalen (Änderung der Videosignal
Auflösung) z.B. 576i auf 1080i
-
Auch wenn 780p oder 1080i angewählt ist, werden
urheberrechtlich geschützte Signalquellen in 480p/576p ausgegeben
-
Das Umformatieren von Videosignalen am Monitor-Ausgang
z.B. S-Video auf Komponenten Video
-
Die automatische Formatumschaltung 16:9 / 4:3 bei S-Video Signalen
-
Zusätzlich bietet der DSP-Z9 ein Menu zur Bildeinstellung
und -optimierung an (z.B. Rauschfilter setzen, das Seitenverhältnis
anpassen und Zoomen). Hier der Überblick: Picture Mode (Cinema/für
Spielfilme, Standard/für allgemeine Videoquellen, Dynamic/z.B. für
Videospiele), Video-EQ (Enhancer/0 bis +24, 3D NR/3D-Rauschfilter für die
effektive Reduzierung von Bildrauschen, 0 bis +10, Helligkeit, Kontrast,
Saturation/Farbtiefe (jeweils -24 bis +24, sehr genaue
Einstellmöglichkeiten). Aspect (Through/das eingespeiste
Bildseitenverhältnis wird beibehalten, Auto/automatische Fesetzung des
optimalen Seitenverhältnisses durch die interne Elektronik, 16:9
Normal/wird verwendet, um 4:3 Bildmaterial auf einem 16:9 TV wiederzugeben,
16:9 Zoom/Schneidet die Ober- und Unterseite des eingehenden Videosignals
ab, bevor das Signal an das Bildwiedergabegerät weitergeleitet wird.
Dieser Modus wird eingesetzt, um 4:3 Letterbox Software auf einem 16:9
Bildwiedergabegerät darzustellen)
-
VORSICHT: Wenn Sie den Video-EQ des DSP-Z9 nutzen, sollte
man den DVD-Player und das Bildwiedergabegerät UNBEDINGT mit neutralen
Einstellungen verwenden und etwaig vorhandene Video-EQs auf die
Werkseinstellung setzen!
-
Cross Color (Übernahmefarbe): Dieser Filter hat die
Aufgabe, Rauschstörungen aus dem Helligkeitssignal der angezeigten Bilder
zu entfernen.
-
TV Format: NTSC oder PAL
-
Unten finden Sie einen Überblick über Auflösungen und
Signalformate:
Text: Carsten Rampacher
14. April 2004
HOME
> HARDWARE-TESTS > ZURÜCK
<
|