INFO: Große AV-Receiver-/Verstärker-Kaufberatung
Update 14. November 2006
Schauen wir einmal zurück - vor zehn Jahren gab es zwar bereits Dolby Pro
Logic Surround-Verstärker und -Receiver, mit unseren heutigen
AV-Schaltzentralen hatten diese Gerätschaften nur wenig gemein. Gerade in
gehobenen Preisklassen sind AV-Receiver und AV-Verstärker voll ausgestattete
Prozessoren mit angeschlossener Endstufeneinheit, die auch durch ihr
Anschlusslayout geeignet sind, mit einem beeindruckend großen Sortiment an
Zuspielern entsprechend verbunden zu werden. Automatische
Lautsprecher-Einmesssysteme, flexible Video-Signalbearbeitungsfunktionen und die
Möglichkeit zur Netzwerk- und Mehrraum-Einbindung sind Hightech-Features, die
früher nicht denkbar gewesen wären. Diese neuen Möglichkeiten besitzen
natürlich ein immenses Faszinationspotential, allerdings sind AV-Receiver und
-Verstärker durch die Flut von Ausstattungsmerkmalen auch im höchsten Maße
erklärungsbedürftig geworden. Bereits in Bezug auf die "Basics"
weiß noch lange nicht jeder Benutzer, was eigentlich wichtig ist und wozu man
welches Ausstattungsmerkmal benötigt. Aus diesem Grunde haben wir unsere große
Kaufberatung im Programm - wir hoffen, dass ihnen nach der Lektüre der
Durchblick ein wenig leichter fällt und Sie sich Ihren persönlichen
Wunschkandidaten auswählen können. Nun wünschen wir Ihnen viel Vergnügen beim
Lesen.
Dolby Digital und DTS
Die Mehrkanal-Tonspuren einer DVD liegen in Dolby Digital und/oder DTS vor -
ein sogenannter "Datenstrom" (englisch "Bitstream") wird vom
digitalen Ausgang des DVD-Players zum AV-Verstärker oder -Receiver
transportiert. Dieser hat dann die Aufgabe, diesen unbearbeiteten Datenstrom zu
decodieren, damit ein Signal generiert wird, das zur Weiterverarbeitung und
letztendlich zur Weiterleitung an die Lautsprecher geeignet ist.
Bei allen brauchbaren Heimkino-Schaltzentralen ist inzwischen ein
Dolby Digital- und DTS-Decoder Standard. Nur noch absolute Sparmodelle aus dem
Secondhand-Handel oder aus dem Supermarkt (meist als komplettes Heimkinopaket
inklusive Lautsprechern) kommen lediglich mit einem Dolby Digital-Decoder (Dolby Digital-Logo
siehe oben). Beim Kauf würden
wir auf jeden Fall zu einem AV-Receiver oder -Verstärker mit Dolby Digital- und
DTS-Decoder raten - es ist mittlerweile obligatorisch, beide Decoding-Varianten
mit an Bord zu haben.

Dolby Digital und DTS sind zwei miteinander konkurrierende
Ton-Komprimierungsverfahren. Der ursprünglich im PCM-Format vorliegende
Mehrkanal-Ton muss komprimiert werden, damit die Tonspur (in den meisten Fällen
sogar mehrere Mehrkanal-Tonspuren, z.B. Deutsch und Englisch 5.1, zusätzlich
vielleicht noch Französisch Dolby Digital 2.0) zusätzlich zu den
Bildinformationen noch auf eine DVD passt. Trotz des großen Speicherplatzes,
den eine DVD-9 (DVD mit zwei Layern) bereitstellt, müssen Bild und Ton komprimiert
werden. Das Besondere an Dolby Digital und DTS: Im Gegensatz zum
matrixbasierten Dolby Pro Logic liegen hier diskrete Kanäle vor, genauer gesagt
fünf Vollfrequenzkanäle (Front links/rechts, Center, Surround links/recht,
Frequenzbereich 20 Hz bis 20 kHz)
und ein frequenzlimitierter Kanal für die tieffrequente Effektwiedergabe -
daher ergibt sich die Bezeichung 5.1 für das Kanalschema. Dass
DTS-Tonspuren den Dolby Digital-Pendants grundsätzlich aufgrund der höheren
Tondatenrate überlegen sind, ist so nicht richtig - vielmehr gibt es je nach
DVD Unterschiede.
Surround-Aufpolierer
Kennzeichen aller Surround-Aufpolierer ist, dass sie entweder ein
Stereo-Signal oder aber ein in Dolby Pro Logic vorliegendes Signal bearbeiten,
um ein zeitgemäßes Surround-Klangerlebnis zu generieren. Dabei bedienen sie
sich komplexer Algorithmen, die umfassende "Renovierungsarbeiten" am
ursprünglichen Signal durchführen. Das Ergebnis kann sich in vielen Fällen
sehen oder besser gesagt hören lassen. Kennzeichnen nahezu aller Integrationen
moderner Surround-Aufpolierer sind verschiedene Betriebsarten. Eine kümmert
sich meist um die akkurate Aufbereitung von Filmton, die andere um die
ansprechende Wiedergabe von Musik-Material.
Dolby Pro Logic 2
Dolby Pro Logic 2 ist, genauso wie der Vorgänger Pro Logic, ein
matrixbasiertes Decodingverfahren. Ein Hauptunterschied zwischen Pro Logic und Pro Logic
2 liegt zunächst
einmal darin, dass bei Pro Logic die Bandbreite der Surroundkanäle auf 7 kHz
limitiert war, PL 2 arbeitet hier ohne eine Limitierung, was eine
transparentere, klarere und weniger mittenbetonte Darstellung der
Surround-Klangkulisse ermöglicht. So bietet Pro Logic II einen sowohl im Bass-
als auch Höhenbereich einen authentischeren Klang, Zweiter wichtiger Unterschied: Während Pro Logic
bei der
Wiedergabe von Musik in Surround nur äußerst unbefriedigende Resultate
erzielte, da auf den Surround-Kanälen nur ein Mono-Signal wiedergegeben wurde
und sich das System damit eigentlich nur der Einsatz beim Anhören von
Filmmaterial empfahl, geht PL 2 einen Schritt weiter: Dolby Pro Logic II ermöglicht
auch auf den Surround-Kanälen Stereo-Wiedergabe und ermöglicht damit einen
Klangeindruck, der annähernd an das herankommt, was man von echtem 5.1-Ton
kennt. Zudem besteht bei Pro Logic 2 die Möglichkeit zwischen zwei
Betriebsarten, die gezielt für die Wiedergabe von Musik oder Film gedacht sind,
daher heißen die Modi "Music" und "Movie". Bei der "Music"-Betriebsart
sind zwei unterschiedliche Varianten zu unterscheiden: Die "Light"-Version
bringt keinerlei Einstellmöglichkeiten im Music Mode mit, hier sind alle Werte
somit unveränderliche Fixwerte. Bei der Vollversion von Dolby Pro Logic 2 Music
gibt es hingegen verschiedene Einstellmöglichkeiten im Music Mode: Die
Dimension Control, die die Balance zwischen Front- und Surround-Klangkulisse
regelt, die Center Width Control, die die Balance zwischen dem Center und den
Frontlautsprechern regelt und den "Panorama Mode", der ein
weiträumigeres Klangbild erzeugen soll. Je nach Art der Software, der
Raumakustik, des Lautsprecherequipments und des persönlichen Geschmacks können
diese Einstellmöglichkeiten durchaus von Nutzen sein. Inzwischen haben nur noch
reine Dolby Digital/DTS 5.1 AV-Receiver und ältere 6.1- oder 7.1-Modelle Dolby
Pro Logic 2 an Bord. Die aktuelle Generation verfügt über Dolby Pro Logic 2x.
Dolby Pro Logic 2x
Mit Dolby Pro Logic 2 haben die
Dolby-Entwickler vor einigen Jahren einen Surround-Aufpolierer entwickelt, der
für einen gehörigen Sprung nach vorn sorgte. Mit den zwei Programmen
für die Musik-Aufbereitung und für die Aufbereitung von Filmton-Material ist
PLII sehr gut für ein ansprechendes Surround-Erlebnis auch bei Stereo-CDs oder
bei Dolby Pro Logic-codiertem Quellmaterial geeignet. Nach dem durchschlagenen
Erfolg von Pro Logic II gibt es nun seit geraumer Zeit eine Weiterentwicklung, die auf den
Namen Dolby Pro Logic IIx hört. Dolby Pro Logic IIx weitet Stereo- und 5.1-Quellmaterial auf 6.1 und 7.1
Kanäle aus. Auf Wiedergabesystemen mit vier Surroundlautsprechern soll PL IIx
einen natürlicheren, raumfüllenderen und dichteren Klang ermöglichen. Die
Anwendungsmöglichkeiten für Dolby PLII x sind vielfältig, jedes Quellmaterial
von reinem Stereo bis zu Dolby Digital 5.1 EX wird, so Dolby, wirkungsvoll
aufpoliert. Mittlerweile ist PLIIx in sehr vielen AV-Receiver- und
-Verstärkermodellen Standard.
Wie bereits bei Dolby Pro Logic II, bietet auch PL IIx zwei Betriebsarten -
den Music Mode und den Movie Mode, je nach dem, ob Musik- oder Filmmaterial
decodiert werden soll. Dolby PL IIx ermöglicht auch die Aufpolierung von 192
kHz/24-Bit-Quellen und von 96 kHz/24-Bit-Quellen. Damit ergeben sich erweiterte Einsatzmöglichkeiten, denn wenn der DVD-Player mittels einer digitalen
Highspeed-Verbindung mit dem Prozessor im AV-Verstärker oder AV-Receiver
verbunden ist und der Verstärker/Receiver über ein entsprechendes DSP und ein
Bassmanagement verfügt, kann die PL IIx-Nachbearbeitung auch bei DVD Audio-
oder SACD-Quellen angewendet werden. Neu bei PL IIx ist ein optionaler Game
Mode, der die besonders einschlagenden niederfrequenten Surroundeffekte auf den
Subwoofer des Multichannel-Systems umleitet. Im Music Mode, der laut
Dolby-Informationen den Klang gleichmäßig unter allen Surroundlautsprecher
aufteilt und so besonders nützlich bei ursprünglich in Stereo aufgenommenen
Quellen ist, bleiben die drei bereits bekannten Einstellmöglichkeiten
erhalten:
- Dolby Dimension Control: Der Benutzer kann das Klangfeld in Bezug auf die
Rear-Lautsprecher und die Frontlautsprecher einstellen und die Balance
stufenlos von vorne nach hinten verschieben.
- Dolby Center Width Control: Der Modus für den Center-Lautsprechers kann
zwischen dem schon bekannten „Phantom Mode“, wo die Tonwiedergabe bei
den Frontlautsprechern nur über den rechten und linken Hauptlautsprecher
erfolgt, und einer Schaltung, bei der vorne ausschließlich der Center läuft,
stufenlos variiert werden. Auf diesem Wege lässt sich der bei der
Musikwiedergabe häufig als störend empfundene Center-Kanal ausblenden.
- Dolby Panorama Mode: Soll bei der Wiedergabe von Musik ein weiträumiges
Klangfeld schaffen. In der Praxis zeigten sich bei vielen Musikarten nicht
allzu bahnbrechende Veränderungen. Bei sehr guten Aufnahmen konnte der
"Panorama Mode" ein luftigeres, weitläufigeres Klangbild
vermitteln, ohne die musikalische Präzision zu sehr leiden zu lassen.

Klingt ausgezeichnet im Pro Logic 2x-Movie-Modus: Der Denon AVR-4306
Eine volle 7.1 EX-Funktionalität bringt Dolby Pro Logic IIx im Movie Mode
mit. Wird dieser für die 6.1 Wiedergabe verwendet, erzeugt das System, wie
üblich beim Dolby Dolby Digital 5.1 EX Decoding, bei der Reproduktion des Back
Surround-Lautsprecherkanals auf Dolby Digital 5.1 EX-Tonspuren als ein
einzelnes Monosignal. Um alle Vorteile von Dolby Pro Logic IIx auszukosten,
empfiehlt Dolby jedoch ein 7.1 System, das ein weiteres, umfassenderes
Raumgefühl bereit stellt und das Problem der "Hot Spots", die direkt
hinter dem Hörer auftreten, aufgrund der Beschallung mit zwei Lautsprechern
nicht mitbringt. Im Gegensatz zu DD 5.1 EX oder den DTS ES Varianten ist Dolby
Pro Logic IIx ein richtiges 7.1 System und nicht nur ein 6.1 System, welches nur
dadurch auf 7.1 "aufgebohrt" wird, dass beide Back Surround-LS das
identische Signal angeliefert bekommen.
Insgesamt bietet Dolby Pro Logic 2x mit seiner
aufwändigen Arbeitsweise ein beachtliches Niveau - ganz gleich, ob Film- oder
Musikmaterial aufbereitet werden soll, das Ergebnis mit straffer, kräftiger
Basswiedergabe, einem wohl strukturierten Präsenztonbereich und einem
erstaunlich klaren Klang im oberen Teil des Frequenzspektrums sorgen für viel Hörspaß. Im Vergleich zum Vorgänger PL2 ist die Tiefenstaffelung auch der
Front-Klangkulisse deutlich besser geworden, das Surround-Soundfeld bietet mehr
Dichte und mehr Authentizität. Im Vergleich zum älteren Neo:6 ist PLIIx
bezüglich der Filmtonaufbereitung in den meisten Fällen aufgrund der deutlich
gelungeneren Surround-Klangkulisse und dem fundierteren Gesamteindruck die
bessere Alternative. Was die Musikwiedergabe angeht, so muss man stärker von
Gerät zu Gerät differenzieren. Obwohl der zugrunde liegende Arbeitsalgorithmus
von Dolby vorgeschrieben und somit nicht abänderbar ist, finden sich doch
klangliche Unterschiede, die mit der sonstigen Auslegung des jeweiligen
AV-Receivers oder -Verstärkers zu tun haben.
DTS Neo:6
DTS Neo:6 ist das älteste der hier vorgestellten Systeme.
Aufgabe ist auch hier, herkömmliche Zweikanal- oder Surroundsignale mittels
eines speziellen Decoders, der auch bei der DTS ES 6.1 Matrix-Schaltung
Verwendung findet, auf bis zu 6.1 Kanäle aufzupolieren. Eine genaue
Eingangssignal-Kennung und die Matrix in Kombination erlauben für alle 6.1-Kanäle
eine Reproduktion des gesamten, von 20 Hz bis über 20 kHz reichenden
Frequenzspektrums. Auch soll eine sehr gute Kanaltrennung möglich sein, DTS
spricht vom selben Pegel wie dem beim digitalen diskreten System. Damit Neo:6
auch optimal angewendet werden kann, gibt es auch hier zwei Betriebsarten:
Kino und Musik. im Musik-Modus werden die beiden Front links/rechts Kanäle
direkt wiedergegeben und umlaufen die Decoderschaltung. Dadurch entsteht kein
Qualitätsverlust beim Klang. Der vom Center- und von den Surroundkanälen
ausgegebene Effekt soll dann das Klangfeld effektiv räumlich weiten. In der
Praxis zeigt sich, dass man mit Neo:6 bei einigen CDs (Musik-Modus) noch
tadellose Resultate erzielen kann -
besonders der Bassdruck ist, je nach Raumakustik, verwendetem
AV-Receiver/-Verstärker und Software, noch immer sehr brauchbar, und, je nach
Quellmaterial, der Hochtonbereich wirkt luftig und gut gestuft. Besonders Neo:6
Music ist voll auf der Höhe der Zeit, während Neo:6 Cinema meist den kürzeren
im Vergleich mit Dolby PLII Movie zieht.
Circle Surround 2
In verschiedenen AV-Receivern (z.B. Marantz SR7001) wird der
Surround-Aufpolierer Circle Surround 2 mit dem Bassverstärker TruBass
eingesetzt. Ebenfalls gibt es auch bei CS2 verschiedene Betriebsarten: Für
Musik, für Filme und für eine akustische optimierte Mono-Wiedergabe. Die
Intensität der TruBass-Bassverstärkung kann im Menü des jeweiligen
AV-Receivers eingestellt werden. Bei vernünftiger Einstellung sind in Bezug auf
die Bassperformance tatsächlich Unterschiede herauszuhören, wie sich
beispielsweise im damaligen Test des Marantz SR-9300
herausstellt. je nach dem Umfang der Integration bietet CS 2 verschiedene
Einstellmöglichkeiten: Bei der "Center Focus" Einstellmöglichkeit
handelt es sich um die Funktion, die
unter dem Namen "Center Width Control" bei Dolby PLII Music anwählbar
ist. Man kann den Wirkungsbereich des Centers von "Off" (nur
Signalausgabe über die Hauptlautsprecher) bis zu "+ 10"
einstellen. Mittels "Rear Delay" kann die Delayzeit für die Surroundlautsprecher
zwischen 0 und 25 ms variiert werden. Bei CS II "Gain" kann der
Eingangspegel in einem Einstellbereich zwischen
0 und 18 angehoben werden.

Mit Circle Surround 2: Marantz SR7001
Akustisch sind die Leistungen von CS 2, je nach Integration, als befriedigend
bis sehr gut einzustufen. Während beim älteren Modell Marantz SR-4300
die Ergebnisse befriedigend sind, werden z.B. beim Marantz SR-9300
sehr gute Ergebnisse erzielt. Wer einen AV-Receiver ins Auge gefasst hat, der
sowohl über PL 2 als auch über CS 2 verfügt, sollte sich freuen - denn je
nach Software und Hörgeschmack kann mal der eine, mal der andere
Surround-Aufpolierer bessere Ergebnisse erzielen. Bei CS 2 ist es, je nach
AV-Receiver, möglich, dass der eine oder die beiden Back Surround-Lautsprecher
auch mit eingebunden werden. Somit wird ein weitläufigerer und dichter
Surround-Klangeindruck ermöglicht. Insgesamt jedoch ist die Verbreitung
von CS2-AV-Receivern eher gering, mittlerweile hat CS 2 kaum noch Bedeutung auf
dem Markt.
Logic 7
Eine Entwicklung der Firma Lexicon, die zu Harman International gehört.
Daher wird Logic 7 auch in den verschiedenen AV-Receivern der HK-Produktpalette
eingesetzt.
Klingt ausgezeichnet mit Logic 7: Der exzellente Harman Kardon AVR-7300
In der
7.1 Konfiguration laufen alle 7 Lautsprecher und der aktive Subwoofer mit.
Schade nur, dass im Musikeinsatz eine Einstellmöglichkeit für die
Center/Frontlautsprecher-Balance fehlt. Im Musikbetrieb soll die Klangbühne
verbreitert werden, die Räumlichkeit steigt durch ein natürlich klingendes
Surround-Klangfeld und eine präzise, druckvolle Basswiedergabe sorgt für ein
entsprechendes tieffrequentes Fundament. Unsere Klangtestreihen bewiesen, dass
dies nicht nur leere Worte sind - Logic 7 ist selbst bei klassischer Musik oder
bei Jazzmusik ein angenehmer Partner und agiert besonders ausgewogen,
detailreich, natürlich und präzise. Sehr
wichtig: Wer Logic 7 effektiv einsetzen möchte, sollte sich einen qualitativ
hochwertigen Center anschaffen. Für die Liebhaber eines besonders kräftigen
Basses hält Harman den Logic 7 Enhanced Mode, primär geeignet für die
Musikwiedergabe, bereit. Eine breitere und tiefere Darstellung mit Bassdruck von
allen Seiten sind hier die akustisch kennzeichnenden Merkmale. Es die tiefen Frequenzen zwischen 40
und 120 Hz werden nicht nur dem Subwoofer, sondern auch den Haupt- und den
Surroundlautsprechern (die dann, um einen Effekt zu erzielen, entsprechend gut für
die akkurate Basswiedergabe gerüstet sein müssen) zugeführt. In unseren
Testreihen erzielte Logic 7 Extended (beim AVR-7300 sogar in 5.1- und 7.1-Lautsprecherkonfiguration
einzusetzen) gerade bei bass- und effektstarker Musik sehr gute Ergebnisse -
Voraussetzung sind aber großvolumige, basskräftige Lautsprecher. Wie bei den
Konkurrenzprodukten bietet auch Logic 7 einen Cinema-Modus. Dieser soll eine
bessere Verständlichkeit des Centerkanals, eine detailreiche
Surround-Klangkulisse, eine gelungene Einarbeitung des aktiven Subwoofers und
eine besonders gute Ortbarkeit. Mit seiner natürlichen, breiten und angenehmen
Gesamtakustik, die mit einer erstaunlichen Feinmodellierung einher geht, bewies
Logic 7 Cinema in unseren Test mit vielen Harman-Modellen große Talente.
Extended Surround
Wem es wichtig ist, einen klanglich dichten, räumlich weiten und
voluminösen Surround-Bereich realisieren zu können, kann sich freuen - denn
ein Großteil der AV-Receiver und -Verstärker auf dem Markt bringt inzwischen 6
oder oft sogar 7 Endstufen mit. Mit rund 350 bis 400 € ist man dabei. Als sehr
empfehlenswert präsentiert sich beispielsweise der Pioneer
VSX-916. Wer noch weniger ausgeben, aber auf 7.1 nicht verzichten möchte, hat auch
noch eine Option: Einfach den alten Stereoverstärker für die Back
Surround-Beschallung einsetzen oder sich für wenige Euros einen
Stereoverstärker auf ebay ersteigern - dann braucht man nur noch den Kenwood
KRF-V5090D für 249 €, der bereits PLIIx sowie DTS ES und Dolby Digital
5.1 EX mitbringt. Der zusätzliche Verstärker wird einfach über die
Vorverstärkerausgänge des KRF-V5090D angesteuert.

Für 249 € mit EX/ES-Decoding: Der Kenwood
KRF-V5090D

Einer der besten Siebenkanal-AV-Receiver seiner Klasse ist der
Pioneer VSX-916
Wer hervorragende EX-Receiver sucht, die auch in größeren Hörräumen eine
gute Figur abgeben, muss auch nicht mehr sündhaft viel investieren. Ganz
besonders empfehlenswert ist der Onkyo TX-SR674E,
der mit 699 € ausgesprochen günstig kalkuliert ist. Ferner trumpft er mit
einem sehr charismatischen, will heißen dynamischen, klaren und homogenen Klang
sowie einer hervorragenden Videosektion auf.

Sehr pegelfest ist der Denon
AVR-2307, der zudem auch noch akustisch gefällig ausgelegt ist

Mit 699 € erfrischend preiswert, aber herausragend
ausgestattet: Der Onkyo TX-SR674E ist einer
der AV-Receiver, die zu den Highlights des Jahres 2006 gehören

Sein souveräner Sieg im AV-Receiver-Mastertest wird in die
AREA DVD-Annalen eingehen: Der Yamaha RX-V1700
hat der starken Konkurrenz eine Lehrstunde erteilt und begeistert mit
erstklassigen Audio- sowie Videoqualitäten
Wer bereit ist, mehr zu investieren, gleichzeitig aber auch schon viel
erwartet, dem sei der Yamaha RX-V1700 für
1.099 € ans Herz gelegt. Diese AV-Maschine begeistert mit dem kraftvollen,
dabei doch sensiblen und facettenreichen Sound, einer brillanten DSP-Sektion und
einem De-Interlacer, der für ein ruhiges, vielschichtiges Bild sorgt. Die edle
Optik trägt auch noch ihren Teil zu diesem äußerst stimmigen Gesamtpaket bei.
Wer auf eine besonders gute Pegelfestigkeit und einen sehr durchdachten inneren
Aufbau inklusive komplett passiver Kühlung Wert legt, preislich allerdings
Vorstellungen deutlich unter 1.000 € hat, findet höchstwahrscheinlich im Denon
AVR-2307 sein Traumgerät. Durch die problemlose, gefällige klangliche
Auslegung harmoniert der solide Denon auch sehr gut mit vielen
Mehrkanal-Lautsprechersets.
Etabliert haben sich für den Extended Surround-Betrieb die folgenden Formate: Dolby Digital 5.1 EX, THX
Surround EX (in 7.1.-Lautsprecherkonfiguration) und DTS ES Matrix/Discrete 6.1.
Wer sich für ein älteren Verstärker- oder Receiver-Modell mit EX-Decoding
interessiert, muss sich genau mit den Extended Surround-Tonformaten auseinander
setzen, denn in der Extended Surround-Anfangsphase gab es ein nicht
unbeträchtliches Durcheinander verschiedener Bezeichnungen - in der folgenden
Übersicht haben wir alles Wissenswerte in Kurzform zusammengetragen.
Die unterschiedlichen EX- und ES-Formate
- DTS ES Compatible 6.1: Hier kann der jeweilige Hersteller eine eigene
Matrixlösung für die Wiedergabe des Back Surround Kanals bei DTS ES
Software ins Gerät integrieren. Nicht die "offizielle" DTS-Matrix.
Daher tragen diese Geräte auch nicht das DTS ES-Logo auf der Frontplatte,
der Hersteller darf aber sagen, dass der AV-Receiver kompatibel ist zur
Wiedergabe von DTS ES-Software (NUR Matrixwiedergabe!). Nur noch bei
älteren Geräten zu finden, daher nur noch für Second Hand-Käufer von
Belang.
DTS ES Matrix 6.1.: Back Surround Kanal wird mittels einer weiter
entwickelten Matrix erzeugt, so wie sie auch beim Aufpolierer Neo:6
eingesetzt wird. Nur ein Back Surround-Lautsprecher Pflicht, Back Surround
Kanal kein Vollfrequenzkanal.
- DTS ES Discrete 6.1.: Back Surround Kanal wird diskret erzeugt.
Vollfrequenzkanal, Spektrum von 20 Hz bis 20 kHz. Nur ein Back
Surround-Lautsprecher Pflicht. Für DTS ES Discrete/Matrix 6.1-Decoder gibt
es das oben zu sehende Logo. Beide Systeme sind inzwischen nur im Verbund
erhältlich, d.h. es kann sowohl DTS ES Discrete als auch DTS ES Matrix 6.1
decodiert werden.
Dolby Digital 5.1 EX. Matrixbasiertes System, Back Surround Kanal kein
Vollfrequenzkanal. Seit einiger Zeit gibt es nun auch ein offizielles DD 5.1
EX-Logo, welches auf AV-Verstärkern oder AV-Receivern angebracht wird, die
eine von Dolby offiziell lizenzierte Matrix mitbringen. Nur ein Back
Surround-Lautsprecher Pflicht. Erkennbar im nebenstehenden Logo
- Zur Wiedergabe von Dolby Digital EX-codiertem Material geeignet.
Hersteller verwendet eigene, nicht offiziell lizenzierte Matrix zur
Decodierung von DD 5.1-EX-Material. Dies wurde vor der Zeit von
der offiziellen DD 5.1 EX Norm so gehandhabt. Nur ein Back
Surround-Lautsprecher Pflicht. Inzwischen gibt es schon seit geraumer Zeit
keine aktuellen AV-Verstärker/-Receiver mehr, auf die dieses zutrifft. Nur ältere Modelle,
die man eher Second Hand als neu erwerben kann, sind
davon betroffen.
- THX Surround EX. THX-Variante von Dolby Digital EX. Diese Norm mit voller
THX-Nachbearbeitung gab es zunächst, da THX für Dolby den
Heimkino-Consumer-Markt bediente. Funktioniert mit 2 Back
Surround-Lautsprechern, die allerdings das gleiche Signal bekommen. In der
ursprünglichen Form auf DD 5.1 EX-Basis: Back Surround Kanal kein
Vollfrequenzkanal. Im Zuge des neuen THX Ultra II brachte THX jedoch eine weitere Neuerung mit ein: Nun wird auch der diskrete zusätzliche Back Surround Kanal von DTS ES Discrete
6.1 einer Nachbearbeitung unterzogen.
Bevor man sich jedoch "blind" dafür entscheidet, gleich ein 6.1-
oder ein 7.1-System aufzubauen, sollte man sich eine EX-Anlage auf jeden Fall in Natura anhören und
sich auch mit den räumlichen Bedingungen im eigenen Hörraum auseinander
setzen. Ebenfalls muss das ins Auge gefasste Gerät genau im Hinblick auf die
technischen Spezifikationen untersucht werden.
Wichtig bei den Überlegungen im Zusammenhang mit einer Extended
Surround-geeigneten Anlage:
- Hat man Interesse, ein Heimkino mit zusätzlichen Back Surround
Lautsprechern zu errichten, ist es von großem Vorteil, sich zuerst über
die Aufstellmöglichkeiten der zusätzlichen Lautsprecher zu informieren.
Als Informationsquelle dienen dabei die Webseiten von Dolby
und THX, wo die optimalen Bedingungen
aufgeführt werden. Besonders interessant sind dabei die Möglichkeiten,
die THX Ultra II bietet, da eine 7.1-Lautsprecher-Installation wirkungsvoll
nicht nur für den Film- sondern auch für den Musikbetrieb genutzt werden
kann.
- Auf jeden Fall genau überprüfen, wie viele Endstufen im Verstärker/Receiver
eingebaut sind. Verschiedene (vor allem ältere oder sehr preisgünstige) Modelle verfügen lediglich über fünf
eingebaute Endstufen. Um Extended Surround realisieren zu können, muss also
noch entweder eine Zweikanal-Endstufe oder ein Stereo-Verstärker her. Diese
zusätzliche Endstufe wird über die dafür vorgesehenen Vorverstärker-Ausgänge
(Pre-Outs) an der Rückseite des AV-Verstärkers/-Receivers angeschlossen.
Hier sollte, wenn man bei einem günstigeren Gerät an den Aufbau eines
7.1-Systems denkt, unbedingt überprüft werden, ob ein 7.1-Decoding
möglich ist und ob die für die Anschlüsse nötigen Pre-Outs auch
mitgeliefert werden.
- Wir raten, wenn es Extended Surround sein soll, zu einem kompletten
7.1-System. Mit einem 7.1-System erreicht man im Vergleich zu einem
6.1-System hörbar bessere Werte in
Bezug auf die räumliche Dichte und das Volumen der Darbietung, auch hat ein
7.1-System die bessere psychoakustische Effektortung als Vorteil gegenüber
einem 6.1-LS-Aufbau. Beide Back
Surround Lautsprecher geben das identische Signal (außer bei PLIIx als
"richtiges" 7.1 System) wieder. Wer häufiger mit
mehreren Gästen Filme anschaut: Auch hier sind 2 Back Surround-Boxen besser
geeignet, damit die Effektwiedergabe auch für denjenigen, der ungünstig
und nicht genau zentral sitzt, in den Punkten Ortbarkeit und Präzision noch
gut ist. Wichtig: verschiedene AV-Receiver und -Verstärker verfügen über
die Möglichkeit, PLIIx im Back Surround-Bereich auch auf das DTS-Decoding
anzuwenden. Vorteil: Auch bei DTS-codierten Tonspuren ist echtes 7.1 und
nicht nur "aufgebohrtes" 6.1 möglich..
- Für schlichtere Einsatzzwecke in kleineren Hörräumen kann ein 6.1-System
ausreichen. Daher raten
wir, vor dem Kauf beide Systemarten bei einer Hörprobe genauer unter die
Lupe zu nehmen, um sich dann zu entscheiden.
- Wenn man Probe hört, sollte man sich anschließend auch über die
Bestückung entweder mit Dipolen oder Direktstrahlern für den Back Surround
Bereich im Klaren sein. Gerade bei räumlich kritischen Bedingungen sollte
man sich genau die Aufstellung der einzelnen Lautsprecher überlegen.
Außerdem ist die Art, mit der ein Dipol oder ein Direktstrahler akustisch
agieren, unterschiedlich. Der Dipol erzeugt ein diffuses, sehr weitläufiges
Klangbild, und muss aufgrund seiner dipolaren Klangausbreitung höher
eingepegelt werden als ein direktstrahlender Lautsprecher. Der
Direktstrahler erzeugt eine sehr präzise Darstellung (bei entsprechender
Qualität des verwendeten Lautsprechers), schafft aber kein so
atmosphärisch dichtes Klangpanorama. Letztendlich ist es also auch eine
Frage des persönlichen Geschmacks, für welche Lautsprecherbauart man sich
entscheidet - und eine sehr schöne Lösung stellen hier umschaltbare
Direktstrahler/Dipole dar. Mittels eines Kippschalters passt sich hier das
Abstrahlverhalten an (derartige LS gibt es beispielsweise von Nubert und
Teufel).
- Auf jeden Fall sollten die Lautsprecher, die für
die Back Surround-Beschallung ausgewählt werden, aus der gleichen
Produktfamilie wie der Rest der Boxen stammen.
- Wichtig ist, die Back Surround-Lautsprecher in exakt der identischen
Höhe wie die Surround-Lautsprecher zu positionieren. Ansonsten ist ein
nahtloses, in sich schlüssiges Klangbild nicht möglich.
- Mindestens 1,5 Meter Abstand sollten zwischen Hörer und Back
Surround-Lautsprechern eingehalten werden. Ist dies nicht möglich und
können die Back Surround-LS nur in unmittelbarer Nähe vom Ohr des Hörers
aufgestellt werden, raten wir von einer 7.1-Installation ab.
Unser Fazit: Bei einem sorgfältigen Aufbau ist besonders eine 7.1-Anlage
eine echte klangliche Verbesserung. Wer hingegen nicht die richtigen räumlichen
Bedingungen im heimischen Hörraum vorfindet und eine Extended Surround-Lösung
nicht normgemäß installieren kann, sollte lieber von einem Einbau absehen, da
eine unzureichend aufgestellte 7.1-Konfiguration schlechter klingt als
eine ordentlich aufgestellte 5.1-Anlage. Wer noch nicht die nötigen räumlichen
Voraussetzungen für den Back Surround-Einsatz hat, in absehbarer Zeit aber
einen anderen Hörraum nutzen wird bzw. den bestehenden Hörraum für den
akkuraten Aufbau einer EX-Lösung optimieren möchte, kann sich ruhig einen
EX-AV-Receiver/-Verstärker anschaffen - das Angebot ist sowieso erdrückend,
und wer kein absolutes Einsteigermodell oder eine ältere Komponente wählt,
wird ohnehin nicht an einem Extended Surround-Gerät vorbeikommen. Gerade
teurere Modelle bieten jedoch einen Vorteil, wenn man lediglich eine 5.1 Lösung
nutzen möchte: Anstatt arbeitslos im Gehäuse "herumzulümmeln", kann
man die beiden Back Surround Endstufen für die Beschallung einer 2. Hörzone
oder für Front Bi-Amping nutzen. Bei letzterer Alternative werden Hoch-/Mitteltöner
und Tieftöner der Frontlautsprecher jeweils von einer eigenen Endstufe
angesteuert. Wichtig: Bei den LS die Verbindungsklemmen hinten am
Bi-Amping-geeigneten Anschlussterminal unbedingt entfernen.
Die Stereotauglichkeit
Möchte man sich einen AV-Verstärker/Receiver anschaffen und soll das Gerät
auch noch zu einem nicht unbeträchtlichen Anteil für die Wiedergabe von Musik
in Stereo verwendet werden, so ist zu beachten: Auch wenn sich bezüglich der
Stereo-Klangqualität ein erfreulicher Trend nach oben abzeichnet, sind gerade die günstigeren Geräte
stark auf Heimkinoklang hin optimiert. Nicht selten stellen
enttäuschte Neubesitzer fest, dass ihr 15 Jahre alter Stereoverstärker im
Stereobetrieb besser klingt als der nagelneue Heimkino-Receiver. Dies ist keine
Seltenheit, denn die Prioritäten bei der Entwicklung sind anderes gesetzt. Wer gern hochklassig Musik
in Stereo hören möchte, sollte besser verschiedene Alternativen ins Auge
fassen:
1. Zu einem teureren Gerät greifen. Ab 1.000 € gibt es Receiver, die auch im
Stereobetrieb erfreulich gut klingen. Gerade in letzter Zeit scheint man diesem
Thema verstärkt Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, es gibt verschiedene
AV-Verstärker und -Receiver, die im Stereobetrieb mit guten Leistungen punkten
können. Das Niveau
sehr guter Stereoverstärker oder gar exzellenter Stereo-Vor-/Endstufenkombinationen wird aber auch hier nicht erreicht. Gerade in
den Punkten räumliche Abbildung, Präzision und Detaileinarbeitung wünschen
sich sehr anspruchsvolle Stereohörer unter Umständen noch mehr. Nur sehr wenige AV-Verstärker
oder -Receiver, vornehmlich der Bolidenklasse, bieten eine Stereo-Klanggüte,
die auch dem anspruchsvollen Hörer ausreicht. Als Beispiele für eine
überragende Stereoreproduktion wären hier z.B. der Harman Kardon AVR-7300
(Auslaufmodell, wird abgelöst vom AVR-745),
der Yamaha DSP-Z9, der
Marantz SR-12S1 sowie der erstklassig aufspielende Onkyo TX-NR5000E
zu nennen. Hier muss sich der Käufer aber
zuvor die Frage stellen, ob er auch die umfangreichen Surround-Features und die
üppige Endstufen-Bestückung des AV-Boliden benötigt. Nur aus Gründen der
besseren Stereowiedergabe einen sehr teuren AV-Receiver oder -Verstärker zu
kaufen, ist kein lohnendes Unterfangen. Für diejenigen, die bezüglich der
Surroundqualitäten normale und bezüglich der Stereoqualitäten sehr hohe
Anforderungen stellen, sollten sich lieber mit unserer Variante 2, die nun
beschrieben wird, auseinander setzen.

Klingt warm, präzise und detailliert im Stereobetrieb: Der Marantz SR-12S1
ist als "Evergreen" immer noch eine Empfehlung Wert

Stereo-Genie: Der Onkyo TX-NR5000E
2. Einen günstigeren AV-Receiver kaufen und den bisherigen Stereo-Verstärker
weiter betreiben. Wichtig: Sich zu dem günstigen AV-Receiver ein komplettes
(vielleicht Subwoofer-/Satellitensystem, wenn man darüber vorwiegend Filmton
genießen möchte - es gibt inzwischen auch zu günstigen Kursen sehr gute
Angebote, wie das Canton Movie CD-201
oder das Teufel Motiv 1, welches
gerade erneut auf 899 EUR im Preis gesenkt wurde, zeigen) Lautsprecherset kaufen, um ein stimmiges Klangerlebnis zu realisieren. Die bislang benutzten Stereo-Lautsprecher mit
einer preisgünstigen und im schlimmsten Falle klanglich gar nicht passenden
Surround-Erweiterung zu versehen, bringt im Surround-Einsatz nur unbefriedigende
Ergebnisse und ist daher nicht zu empfehlen, da die akustische Homogenität und
die Dynamik der Surround-Klangkulisse nicht selten unterdurchschnittlich ausfällt.
Ist man mit dem bisherigen Stereoverstärker nicht zufrieden und sucht den
absoluten "Kick", sprich eine praktisch perfekte Stereo-Reproduktion,
so sind dann sehr hochwertige Lösungen wie die Kombination von
Yamaha, bestehend aus dem Digitalverstärker
MX-D1 und dem Controller YPC-1, sehr
zu empfehlen. Brillant klingt auch das Restek Stereo-Set
Editor/Extract. Beide Systeme kosten zwar über 6.000 €, klingen aber
unglaublich faszinierend. Als Alternative für akustische Perfektionisten
bieten sich auch stets Produkte aus dem Hause Audionet an, wobei hier auch die
für den Surroundbetrieb entwickelten Komponenten im Stereoeinsatz
uneingeschränkt brillieren können.

Akustischer und optischer Traum: Yamahas Kombination aus MX-D1
und YPC-1

Referenzniveau bei Design und Klang: Restek
Stereo-Set Editor/Extract
3. In einigen Fällen hilft auch eine zusätzliche Zweikanal-Endstufe für
den Stereobetrieb. In diesem Fall wird die zusätzliche Endstufe über die
Pre-Outs für die Frontkanäle angeschlossen. Die Folge: Anstatt der im
Receiver/Verstärker eingebauten Endstufen für die beiden Hauptlautsprecher läuft
die höherwertige, externe Endstufe. Doch Vorsicht - die im AV-Receiver verbaute
Vorstufe hat einen beträchtlichen Anteil an der Güte des Klangs. Mit anderen
Worten: Ist die Vorstufe des AV-Receivers für eine hochqualitative
Stereo-Wiedergabe nicht geeignet, hilft die beste externe Endstufe nichts. Daher
bringt diese Erweiterung in erster Linie bei AV-Receivern/-Verstärkern der
gehobenen Preisklassen eine echte Klangverbesserung. Bei der Endstufe sollte
dann allerdings auch auf ein qualitativ anspruchsvolles Modell zurückgegriffen
werden, die auch bezüglich der Dauerbelastung und der Gesamtleistungsdaten
Garant für eine exzellente Stereo-Performance ist. Eine Alternative zu
Endstufen sind hochwertige Aktivlautsprecher (Lautsprecher mit eingebauten
Endstufen), die ebenfalls hohen akustischen Ansprüchen gerecht werden können.
Unser Fazit: Wer große Ansprüche an den Stereoklang stellt und in Bezug auf
die Mehrkanal-Fähigkeiten mit einem normalen Leistungsprofil legt, ist mit zwei
getrennten Anlagen - einer für den Stereobetrieb und einer preisgünstigeren
für den Surroundeinsatz - am besten bedient. Natürlich müssen die
Räumlichkeiten für zwei Anlagen vorhanden sein. Wer Höchstleistungen im
Mehrkanal-Betrieb mit sehr guten Ergebnissen im Stereoeinsatz verbinden möchte,
schafft sich am besten einen AV-Verstärker bzw. AV-Receiver der Bolidenklasse
oder eine hochwertige Vor-/Endstufenkombination an. Zwar gibt man dann viel Geld aus, die hohe Investition amortisiert sich
aber, wenn man das edle Gerät a) für Stereo und Surround gleichermaßen nutzen
kann und b) die Maschine über mehrere Jahre einsetzt und nicht dauernd upgradet.
Wer externe Endstufen anschließen möchte, um den Höreindruck zu verbessern,
sollte sich vor der Anschaffung teurer Endstufen oder teurer Aktivlautsprecher
über die Güte der im Verstärker oder Receiver integrierten Vorstufe im Klaren
sein. Unter Umständen ist dann die zusätzliche Anschaffung einer hochwertigen
Vorstufe, vielleicht auch gebraucht, der bessere Weg.
Der AV-Receiver/-Verstärker und die passenden Lautsprecher
Besonders wichtig gestaltet sich die Auswahl der passenden Lautsprecher zum
jeweiligen AV-Verstärker oder -Receiver. Das Lautsprechersystem hat einen
gewichtigen Anteil am akustischen Gesamterlebnis, den man kaum hoch genug
bewerten kann. Am besten ist es, den ins Auge gefassten AV-Receiver in
Verbindung mit dem gewünschten Boxen-Set in den eigenen vier Wänden Probe zu
hören. Gegen ein "Fremdhören" mit den Traum-Komponenten im Raum des
Händler sprechen die andere Raumakustik und ggfs. auch die andere Aufstellung
der einzelnen Lautsprecher. Daher ist eine Hörsession im eigenen Heim die beste
Alternative. Grundsätzlich sollte man beim Kauf von Lautsprechern kompromisslos
auf Qualität achten. Damit ist nicht gemeint, dass, ohne Nachzudenken, große
Geldbeträge in die Hand genommen werden müssen - aber das Super-Sonderangebot
von der Palette kann sich nachher als verkappte Tischhupen-Kapelle
herausstellen, an der man wenig bis gar keine Hörfreude hat. Und: Ist das
Boxensystem nicht entsprechend leistungsfähig, kann auch der beste AV-Receiver
keinen gefälligen Sound mehr hervorzaubern. Daher raten wir, lieber eine Nummer
zu groß als unpassend klein zu dimensionieren. Auch, wenn man nicht besonders
laut hört, kann ein Lautsprechersystem mit Minimal-Belastungswerten durch einen
gequälten Klang bereits bei Zimmerlautstärke die Harmonie empfindlich stören.
Ein runder, satter Klang, mit stimmigen Übergängen und schöner Raumwirkung,
wirkt sich sehr positiv auf das Empfinden des Hörers aus. Durch den immensen
Preisdruck des Marktes - die Hersteller jammern, aber der potentiellen
Kundschaft eröffnen sich neue Chancen - ist es inzwischen möglich, für
günstige Preise tadellose Lautsprechersystem einzukaufen. Einsteiger mit
Qualitätsanspruch können so bereits ab knapp 600 EUR mit einem 5.1 Set
glücklich werden. Und noch ein Ratschlag: Sehr, sehr vorsichtig sollte man
sein, wenn es um richtig ausladende Investitionen geht. Es stellt in der Praxis
überhaupt kein Problem dar, 15.000 EUR für ein Mehrkanal-Lautsprecherset
auszugeben. Nur stellen sich anschließend gleich mehrere Fragen, wie zum
Beispiel: Passt dieses Setup zum Rest meiner Elektronikkette? Sind diese teuren
Schallwandler auf mein eigenes Anforderungsprofil zugeschnitten, oder aber habe
ich mir nur sagen lassen, dass es kaum akustisch besser geht? Oder: Bezahle ich
wirklich die hochwertige Bauqualität oder nur den renommierten Namen des
Lautsprecherherstellers? Daher: Bereits für unter 5.000 EUR gibt es brillant
aufspielende Lautsprecher-Ensembles wie das Nubert nuLine
120/CS-70/DS-60/AW-1500-Set, das Canton Karat 5.1-Set
oder das Teufel Theater LT7 wireless,
die besonders viel fürs Geld bieten und somit auch sehr viel teureren Systemen
große Konkurrenz machen. Bei allen drei hier genannten Sets sind auch die
universellen Einsatzmöglichkeiten und das gefällige Gesamtprofil sehr zu
loben. Viele, sehr teure Lautsprecher haben teilweise ein recht exotisches
Gesamtprofil und sind daher für eher spezielle Anwendungszwecke
konzipiert.
Was sehr wichtig ist: Wer viel Filme genießen möchte, sollte keinesfalls am
aktiven Subwoofer und am Center sparen. Nur, wenn der aktive Subwoofer mit einem
ordentlichen Tiefgang und satter Endstufenleistung dienen kann, ist auch beim
richtigen Home Theatre-Einsatz eine nachdrückliche, authentische und
mitreißende Bassreproduktion möglich. Da der Bassbereich sehr viel Leistung
fordert, sollte die Endstufe des aktiven Subwoofer stets genug Reserven
mitbringen. Die Bedeutung des Centerlautsprechers wird immer noch oftmals
unterschätzt. Viele der Anwender, die steif und fest behaupten, dass der Center
im Grunde doch noch stören würde, haben vermutlich einfach noch nie einen
korrekt eingepegelten, hochwertigen und groß dimensionierten Centerlautsprecher
in Aktion erlebt. Die präzise, vielschichtige Wiedergabe von Stimmen sowie von
Effekten, die vorn aus der Mitte kommen, macht einen nicht zu unterschätzenden
Teil des Faszinationspotentials aus. Wer also erhöhte Ansprüche an eine
realistische, akkurate Klangreproduktion bei Zimmerlautstärke, aber auch bei
richtiger Kinolautstärke, Wert legt, sollte sich einen leistungsfähigen Center
gönnen - der aber, im Sinne einer optimalen akustischen Homogenität, aus der
gleichen Lautsprecherfamilie stammen sollte wie der Rest der Boxenanlage.
Hier noch einige Ratschläge, sollten Sie mit dem Klang Ihrer Anlage nicht
zufrieden sein:
- Der Bass dröhnt oder ist kaum wahrnehmbar: Die Position des aktiven
Subwoofers neu wählen, sollte sich störendes Bass-Dröhnen im Hörraum
ausbreiten. Manche aktive Subwoofer (z.B. von Teufel, Infinity oder SVS)
bieten auch einen integrierten Equalizer an, mit dessen Hilfe man störende
Peaks im Frequenzgang glätten kann. Die gleiche Empfehlung zur
Umpositionierung des Subwoofers können wir auch aussprechen, wenn am
Hörplatz kaum Bass zu bemerken ist. Dann findet aufgrund der
raumakustischen Gegebenheiten genau am Hörplatz eine Auslöschung statt.
Alternativ können Sie natürlich auch die Hörposition verändern, was sich
aber oftmals komplizierter gestalten dürfte, denn es ist einfacher, den
Subwoofer anders zu platzieren, als die gesamte Couchanlage zu verschieben.
Ein weiterer Grund für eine zu schwache Bassperformance könnte auch in
einer falschen Einpegelung des aktiven Subwoofers seitens des automatischen
Lautsprechereinmesssystems des AV-Receivers (siehe auch nächster Abschnitt)
liegen. Oftmals pegeln diese Systeme den aktiven Subwoofer deutlich zu
niedrig ein. Hier muss man dann im manuellen Lautsprecher-Setup
nachbessern.
- Der Klangeindruck am Hörplatz ist bezüglich der Frontklangkulisse nicht
intensiv und präzise genug. Hier hilft es oftmals, den vorderen linken und
rechten Lautsprecher leicht auf die Hörposition anzuwinkeln. Beim
Centerlautsprecher ist ebenfalls eine Anwinklung der horizontalen Achse in
Richtung des Hörplatzes zu empfehlen, denn in der Praxis sind
Centerlautsprecher in Bezug auf die Hörposition entweder zu tief oder zu
hoch aufgestellt.
- Bei der Verwendung schmaler Lautsprecher-Säulen ist der Grundtonbereich
unterrepräsentiert. Hier schafft eine Aufstellung in direkter Wandnähe
Abhilfe. Mitten im Raum aufgestellt, kann aufgrund des Bauprinzips kein
voller Grundtonbereich erwartet werden.
- Bei der Verwendung von Dipolen erscheint die Surroundklangkulisse zu
leise. Wie bereits erwähnt, strahlen Dipole diffus nach 2 Seiten ab.
Dadurch ist der Wirkungsgrad niedriger als bei direktabstrahlenden Boxen.
Hier sollte man also beim Einpegeln beachten, dass Dipole anders eingepegelt
werden müssen.
- Problemzone Hörraum: Ist das Klangbild unausgewogen, müssen weder
Lautsprecher noch AV-Receiver Schuld daran tragen. Vielmehr kann es auch an
der spezifischen Akustik des Hörraums liegen. Abhilfe können hier
beispielsweise spezielle Absorber schaffen, die Raumakustik-Experten im
Programm haben. Hier allerdings sollte man, ist man selber fachlich eher
unbewandert, die Aufstellung lieber dem Fachmann überlassen.
- Wirkungsgrad und Elektronik: Obwohl der AV-Verstärker oder -Receiver
kräftig aufgedreht wird, wirkt die gehörte Lautstärke nicht sonderlich
hoch. Dies kann mit dem Wirkungsgrad der Lautsprecher im Zusammenhang
stehen. Mit dem Wirkungsgrad ist - sehr simpel gesprochen - gemeint, wie
effektiv die Box die vom Verstärker angelieferte Leistung auch in Schall
umzusetzen vermag. Wenn hier nicht unerhebliche Verluste auftreten, ist der
Wirkungsgrad des Schallwandlers nicht übermäßig gut. Das heißt nicht,
dass es sich um einen schlecht konstruierten Lautsprecher handeln muss,
gerade viele aufwändige Boxen haben einen eher durchschnittlichen
Wirkungsgrad. Man kann also diesem Problem nur durch eine höhere
Verstärkerleistung begegnen. Also: Wer sich einen AV-Receiver bürgerlicher
Preisklassen kauft, sollte auch ein Lautsprechersystem mit hohem
Wirkungsgrad dazu kombinieren.
Unser Fazit: Nur wer eine akustisch stimmige Kombination aus
AV-Verstärker/-Receiver und Lautsprechern betreibt, kann die Vorteile beider
Komponenten voll nutzen. Um eine optimale Kombination zu ermitteln, sind
umfangreiche eigene Tests unbedingt von Nöten. Daher: Es ist besser, sich Zeit
zu nehmen und ausführlich zu testen, als vorschnell ein Team aus Lautsprechern
und Verstärker/Receiver einzukaufen, das vielleicht nach Meinung des
Verkäufers oder auf dem Papier gut zusammen passt, sich in Ihrem Hörraum aber
bestenfalls durchschnittlich anhört. Ein wichtiger Tipp zum Schluss: Man darf
NIE den Einfluss der Lautsprecher und den Einfluss der akustischen Eigenschaften
des Hörraums in Bezug auf das Gesamt-Klangerlebnis unterschätzen! Diese beiden
Faktoren prägen das Klangbild, das man als Resultat erhält, im großem Maße.
Lautsprecher-Einmesssysteme
Immer mehr an Bedeutung gewinnen momentan automatisch arbeitende
Lautsprecher-Einmesssysteme, die dem Anwender, gerade dem Novizen, viel Arbeit
abnehmen sollen, denn bevor der Mehrkanal-Hörspaß richtig losgeht, sind erst
einmal verschiedene Einstellarbeiten zu tätigen:
- Die Lautsprechergröße muss bestimmt werden. Die "Größe" (small
oder large) richtet sich dabei nicht nach der optischen Größe, sondern
nach dem Vermögen des Schallwandlers, auch tiefe Frequenzen ordentlich
abzubilden. Natürlich gibt es schon einen Zusammenhang - eine extrem
voluminöse, mit einem dicken Tieftöner bestückte, hochwertige Frontbox
wird in der Regel auch tiefe Frequenzen gut wiedergeben können (Einstellung
dann "large"), aber noch lange nicht jede größere Standbox hat
einen ansprechenden Bassbereich (Einstellung dann "small").
- Der Pegel muss (am besten für jeden Lautsprecher einzeln und nicht nur in
LS-Gruppen) eingestellt werden, denn schließlich soll jede Box am Hörplatz
in identischer Lautstärke ertönen. Selbst bei absolut gleicher Entfernung
jeder Box vom Hörplatz (was in der Praxis eher selten vorkommen dürfte)
muss noch eingepegelt werden, denn die unterschiedlichen Lautsprechertypen
(wer z.B. für die Surroundwiedergabe Dipole einsetzt, muss diese durch ihr
Arbeitsprinzip im Vergleich zu den Frontlautsprechern höher einpegeln) und
die unterschiedlichen raumakustischen Bedingungen, die bei jeder einzelnen
Box individuell sind (z.B. eine Box hängt an einer tragenden Wand des
Hauses, die andere nur an einer normalen, Raum teilenden Wand), fordern
ihren Tribut.
- Stehen Ihre Lautsprecher in unterschiedlicher Distanz zum Hörplatz, soll
der Schall trotzdem zeitgleich an jedem Lautsprecher ankommen, um Ihnen ein
sauberes Klangerlebnis zu ermöglichen. Um dies zu erreichen, muss beim
"Time Alignment" der Abstand jeder Box (oder, bei günstigen
Modellen, der Abstand der einzelnen Boxengruppen) vom Hörplatz eingegeben
werden.
Bislang musste diese Einstellungen immer der Anwender selber treffen. Nun
aber gibt es verschiedene automatische Lautsprecher-Einmesssysteme, die diese
Arbeit übernehmen, hier hat beinahe jeder Hersteller ein entsprechendes System,
entweder eigenentwickelt oder bei einem externen Spezialisten eingekauft, im
Angebot.
Im einzelnen muss man zwei Einpegel-Systeme voneinander unterscheiden:
- Einfachere Versionen übernehmen nur die Justage der oben beschriebenen elementaren Parameter:
LS-Größe, LS-Pegel und LS-Distanz. Derartige Einmesssysteme ohne
weitergehendes Equalizing werden immer seltener und finden sich nur noch bei
preisgünstigeren Modellen.
- Die komplexeren Versionen stellen zusätzlich zu diesen elementaren
Einstellmöglichkeiten noch mehr oder minder aufwändige, grafische oder
parametrische Equalizer bereit, die sich um die Einmessung der einzelnen
Lautsprecher kümmern. Mittels des automatischen Einmessvorgangs werden dann
entweder eine, zwei oder sogar drei Kurven mit unterschiedlichen
Schwerpunkten eingemessen. Der Anwender kann sich dann die für seine
Prioritäten am besten geeignete Kurve nach beendetem Einmessvorgang
aussuchen. Bei den Systemen, die gleichzeitig auch noch das Equalizing
erledigen, gibt es auch wiederum Unterschiede: Bei Denon und Pioneer z.B.
kann der Anwender eine der ermittelten EQ-Kurven in den manuellen EQ
kopieren und "von Hand" nachoptimieren - sehr praktisch, wenn man
z.B. im Bassbereich der eher verhaltenen Einmessung entgegen wirken möchte.
Anders sieht es z.B. bei Onkyo aus,
wo man entweder die komplette automatische Einstellung beibehalten oder aber
rein manuell justieren muss. Sehr praktisch: Denon und Pioneer
beispielsweise stellen verschiedene Speicherplätze für EQ-Kurven zur Verfügung. Der
Anwender kann sich dann z.B. eine eigene Kurve für Filmton und für Musik
programmieren und auf Wunsch abrufen.

Sehr edel: das von Harman Kardon verwendete
Einmessmikrophon
In der Praxis ist der Komfortgewinn solcher Systeme gerade für ein
Neueinsteiger schon beträchtlich, denn in vielen Fällen ist die Bedienung
einfach. Die meisten Auto Room-Setups erfreuen zudem
mit ihrer hohen Betriebssicherheit, so dass der
Novize bei korrektem Anschluss aller Lautsprecher auch nicht durch merkwürdige
Fehlermeldungen irritiert wird. Besonders Pioneers MCACC-Systeme gefallen mit
ihrem problemlosen Handling, aber auch die einfacheren Audyssey-Systeme in
verschiedenen Onkyo-Modellen fallen durch ihr unproblematisches Verhalten
positiv auf. Yamahas YPAO ist ebenfalls ein recht schnelles und zuverlässiges
System, allerdings gibt es ebenso wie bei den Systemen in manchen Denon
AV-Receivern Hinweise auf eine angeblich falsche Phase, obwohl in der Praxis
alles korrekt verkabelt ist und keine Dipole eingesetzt werden. In den
Bedienungsanleitungen ist zwar der Hinweis enthalten, dass man sich bei
korrekter Verkabelung über diese Fehlermeldung keine Gedanken zu machen
braucht, faktisch wäre es jedoch trotzdem besser, wenn erst gar keine derartige
Meldung auftauchen würde.
Normalerweise messen automatische Lautsprecher-Einmesssysteme an genau einem
Punkt ein - der vom Anwender gewählten Hörposition. Dies bringt einen Nachteil
mit sich: Wenn man sich entweder während des Hörens bewegt (z.B. nachdem man
zunächst brav am angestammten Hörplatz saß, legt sich im weiteren Verlauf des
Liebesfilms bequem auf die Couch und denkt daran, wie es wäre, seine Traumfrau
nun in den Armen zu halten) oder, ganz harmlos, einfach zu mehreren hört, dann
ist die perfekte Einmessung beim Teufel, der kleine Sweet Spot ist nur auf die
eine Position perfekt zugeschnitten. Abhilfe schaffen hier Einmesssysteme, die
an mehreren Punkten Daten sammeln und diese alle bearbeiten. Besonders
hervorgetan hat sich der externe Anbieter Audyssey, dessen Systeme je nach
Ausführung an zwei bis acht Punkten einmessen. Natürlich benötigen derartige
Systeme mehr Zeit für den Einmessvorgang und die abschließende Berechnung.
Hier sind zwei Methoden zu unterscheiden: Manche AV-Verstärker speichern
während dem Einmessen schon einmal Rechenergebnisse zwischen und benötigen
nach dem Abschluss des Einmessvorgangs nicht mehr so viel Zeit für die
entgültige Berechnung. Der andere Weg: Es wird ohne die Berechnung von
Zwischenpunkten eingemessen, was dann allerdings den Nachteil einer sehr
zeitintensiven Abschlussberechnung mit sich bringt.
Wichtig: Wird ein automatisches Einmesssystem inklusive Equalizing
eingesetzt, heißt das nicht, dass man für alle Betriebsarten eine enorme
akustische Verbesserung zu erwarten hat. Oftmals "bügelt" der EQ des
Systems die Charakteristik der Lautsprecher "glatt", das heißt,
gerade bei der Wiedergabe von Musik fehlt es an Brillanz vor allem im
Hochtonbereich. Was die Wiedergabe von Filmton insbesondere bei hoher
Lautstärke angeht, agieren einige der EQs jedoch sehr gekonnt und realisieren
ein druckvolles Klangbild, das trotzdem klar und weitläufig wirkt. Für den
Stereo-Musikbetrieb besteht bei manchen AV-Receivern die Möglichkeit, auch den
Equalizer zu aktiveren, wovon wir im Interesse einer authentischen Wiedergabe im
Regelfall eher abraten würden.

Der Boss: Denons AVC-A1XVA
verfügt über das immer noch weltbeste automatische Einmessystem für die
Lautsprecher. Anstatt einer Hörposition können bis zu 8 unterschiedliche
Positionen eingemessen werden
Wichtige Merkmale des AV-Receivers/-Verstärkers in der Übersicht
Die folgende Übersicht soll aufzählen, was man vor und beim Kauf wissen und
beachten sollte.
Endstufen
- Wichtig: Wie groß soll der zu beschallende Raum sein?
Sollen Filme in richtiger Kinolautstärke genossen werden? Handelt es sich
bei dem Raum um ein Zimmer, das größer als 25 Quadratmeter ist und wird
Wert gelegt auf ein kräftiges Klangbild, so sollte ein Verstärker oder
Receiver mit mindestens 100 bis 150 Watt pro Kanal Verwendung finden. Wichtig:
Da fast jeder Hersteller anders misst, sollte man den Werks-Leistungsangaben
zwar schon Bedeutung schenken, bevor ich mich aber für ein Gerät
entscheide, sollte ich auf jeden Fall einen Belastungstest durchführen, ob
der AV-Verstärker oder -Receiver meinen Anforderungen gewachsen ist. Wer
die Möglichkeit hat: Ab in den Hörraum beim Händler und das ins Auge
gefasste Gerät einmal richtig fordern. 80 % Maximalpegel sollten es schon
sein, und dann am besten mehrere krachende Actionsequenzen aus Blockbustern
mit guter Abmischung in Folge. Noch besser ist - wenn möglich - ein
Testlauf bei Ihnen zu Hause. Kleine Tipps für die richtige Szene: Angriff auf Pearl Harbor auf
der gleichnamigen DVD, Anfangsszene "ID4" (Alien-Raumschiff fliegt
am Mond vorbei), Kampfszenen aus "Operation Broken Arrow",
Kampfszenen zu Beginn von "Gladiator", Wirbelstürme gegen Ende
bei "Mission To Mars", Brennende Mühle in "Sleepy Hollow",
Meterhohe Wellen und Orkane in "Der Sturm", Dino-Auftritte (T-Rex)
in den Jurassic Park-Teilen I, II und III, Kampfsequenzen in allen 6 Star Wars-Episoden
sowie in den Teilen 1 und 2 von der "Mumie". Wer
im Besitz einer DTS- oder THX Demo-DVD ist, kann sich folgende Sequenzen
anhören: THX Ultimate Demo DVD/THX Surround EX Demo DVD: "Jingle
Sounds" (reiner Audiotrack mit akustischer Top-Performance), THX
Ultimate Demo DVD: Pod Race-Sequenz aus "Star Wars Episode 1", DTS
Demo DVD Nr. 5, Sequenzen aus "Titan A.E.", "U-571",
"Gladiator", DTS Demo DVD Nr. 7, Sequenzen aus "The Fast and
the Furious" und aus "Behind Enemy Lines" sowie der
"Chronos"-Trailer, DTS Demo 8: X2, DTS Demo 9: "The Day after
Tomarrow" beide Szenen aus "Hero".
- Wichtig auch: Nur mal 30 Sekunden
hohe Pegel anzuhören, sagt wenig über die Belastbarkeit des
AV-Receivers/-Verstärkers aus. Hier sollte man schon über einen längeren
Zeitraum leistungsintensive Action-Filmsequenzen mit hohen Lautstärken
hören. Erst dann z.B. kann ich heraushören, ob die AV-Komponente
leistungsmäßig nicht einbricht und der Dynamikumfang der Darbietung im
vollen Umfang erhalten bleibt. Um eine effektive Messung der
Leistungsfähigkeit gerade bei teureren AV-Receivern/-Verstärkern zu
erhalten, sollte man das Gerät an entsprechend dimensionierten Lautsprechern
anhören. Achten Sie bei den
Testreihen auch auf die Erhitzung des Geräts und auf die unter Umständen
störenden Geräusche, die durch eine aktive Kühlung (Ventilatoren!)
entstehen! Dazu sich direkt nach leistungsintensivem Einsatz in die
Nähe des AV-Receivers-/Verstärkers stellen.
- Gerade die meisten günstigeren AV-Verstärker und -Receiver bis ca. 500
€ sind auf den Betrieb mit einem aktiven Subwoofer hin optimiert. Auch wenn
sich die Leistungsangaben so lesen, dass es auch problemlos möglich ist,
mit voluminösen Standlautsprechern (was für eine Übergangszeit auch ohne
größere Schwierigkeiten möglich ist) zu operieren: In der Praxis
empfiehlt es sich, gerade bei größeren Pegeln oder längerer Einsatzdauer
einen entsprechend potenten aktiven Subwoofer über den dafür vorgesehenen
Pre-Out anzuschließen. Der Bassbereich braucht am meisten Leistung und
stellt daher die höchsten Anforderungen an die Endstufen. Ein aktiver
Subwoofer mit hochwertiger eingebauter Endstufe nimmt dem AV-Verstärker
oder -Receiver somit Arbeit im leistungsintensiven Tiefbassbereich ab. Übrigens: Bei gleichzeitiger voller Aussteuerung aller Kanäle wird kaum
ein Gerät die volle Leistung auf jedem Kanal erbringen. Beispiel: Ist ein
Receiver mit 5 x 100 W angegeben, so erreicht jeder Kanal für sich natürlich
die 100 W, alle Kanäle voll ausgesteuert gleichzeitig jedoch nicht. Für
die Praxis jedoch nicht von allzu großem Belang: Praktisch nie werden alle
Kanäle gleichzeitig voll ausgesteuert (außer vielleicht im
Mehrkanal-Stereobetrieb).
Bassmanagement
- Wer zunächst nicht oder überhaupt nicht plant, einen aktiven Subwoofer
zu verwenden, sollte auf jeden Fall die Qualität des geräteinternen
Bassmanagements überprüfen: Will heißen: Funktioniert die Bassumleitung
auf die Frontlautsprecher (die dann im internen Setup auf "large" stehen)
tadellos? Kommen genug Bassinformationen an, so dass die großvolumigen
Frontboxen ihre Qualitäten voll entfalten können?
- Für eine optimale Anpassung des aktiven Subwoofers ist eine im Setup des
AV-Receivers einstellbare Subwoofer-Übernahmefrequenz von Vorteil. Der
eingestellte Wert (z.B. 80 Hz) gibt dann an, ab welcher Frequenz der aktive
Subwoofer die Tieftonwiedergabe übernimmt. Wer hochwertige Lautsprecher mit
guter Basswiedergabe in Verbindung mit einem aktiven Subwoofer einsetzt,
sollte beim Kauf des AV-Receivers/-Verstärkers darauf achten, dass die
justierbaren Übernahmefrequenzen richtig gestaffelt sind (z.B. 40/60/80
Hz-Einstellmöglichkeit vorhanden). Nur grobe Justageschritte (z.B.
100/150/200 Hz) sind für hochwertige Standlautsprecher in Verbindung mit
einem aktiven Subwoofer nicht perfekt. Selbst bei vielen hochwertigen
Subwoofer-/Satellitensystemen ist übrigens 100 Hz eine gute Trennfrequenz.
Nur, wer weniger hochwertige Satelliten einsetzt, kann z.B. 150 Hz eingeben,
muss sich dann aber mit der klaren Ortbarkeit des aktiven Subwoofers
abfinden.
- Besonders ausgeklügelte Bassmanagement-Optionen bieten z.B. Harman Kardon,
Onkyo oder Denon bei verschiedenen AV-Receiver/Verstärker-Modellen an:
Hier können die Übernahmefrequenzen für jede Boxengruppe separat
eingestellt werden, was eine optimale Anpassung auch beim Einsatz stark
unterschiedlich dimensionierter Lautsprecher ermöglicht.
Heimkino- und Musikwiedergabe
- Wer einen AV-Verstärker oder -Receiver erstehen möchte, der sowohl im
Musikbetrieb als auch im Filmeinsatz in allen Disziplinen überzeugt (sehr
kraftvoller Antritt, sehr homogene, stimmige Gesamtwiedergabe, höchste
Pegelfestigkeit, brillanter, klarer Hochtonbereich, runder, solider, aber
nie überbetonter Bassbereich und eine exzellente Detaileinarbeitung),
sollte sich mit dem Gedanken anfreunden, eine höhere Investition tätigen
zu müssen. Ab rund 1.000 € kann man Geräte erwerben, die sehr
gute Allroundqualitäten haben.
- Wer Heimkino- und Mehrkanal-Musikspass gerade im großen
Hörraum auf höchstem Niveau erleben möchte, sollte mindestens 1.100 bis
1.500 € für sein neues Gerät einkalkulieren. Nicht, dass insgesamt auch schon
Geräte der 500- bis 600-€-Klasse ein sehr ansprechendes Leistungsprofil
bieten, aber Ausgewogenheit auf sehr hohem Level kostet noch immer
verständlicherweise Geld, weil diese AV-Komponenten auch mit sehr viel
Liebe zum Detail und mit überdurchschnittlicher Sorgfalt vom Hersteller
abgestimmt werden. Auch die zum Einsatz kommenden Baugruppen sind bei diesen
teuren AV-Receivern und -Verstärkern von besonders guter Qualität. Dies
prädestiniert solche AV-Boliden auch für die DVD Audio- und
SACD-Wiedergabe.
- Wer es in extensiven, über 50 Quadratmeter großen Hörräumen
richtig krachen lassen möchte und zusätzlich auch noch, je nach Bedarf,
auf eine sehr feinfühlige und sensible Wiedergabe Wert legt, schaut am
besten nach einem AV-Boliden - Preisklasse 3.000 bis rund 6.000 €. Da
fehlt es dann an nichts - höchstens an Geld auf dem Konto nach dem nicht
eben günstigen Kauf. Eine von der Ausstattung zwar weniger
reichhaltige, dafür von der akustischen Performance nochmals höher
liegende Alternative zu AV-Boliden sind Vor-/Endstufenkombinationen, die
allerdings, je nach Modell und Anbieter, nochmals deutlich teurer sein
können. Allerdings gibt es beispielsweise von Sherwood oder Vincent
preislich fair kalkulierte Vor-Endstufenkombis, die fürs Geld enorm
leistungsfähig sind.
Zusätzliche Decoder
- Ein DTS 96/24-Decoder für die nicht sonderlich weit verbreitete DTD
96/24-Software ist in vielen Modellen mit an Bord.
- Ein HDCD (High Definition CD)-Decoder ist für die Wiedergabe besonders
hochwertig aufgenommener HDCD-Software gedacht. Das Angebot an dieser
Software ist aber sehr gering.
Anschlüsse:
-
Genügend Ein- und Ausgänge sollten vorhanden sein. Wichtig: Vorab prüfen,
welche Geräte sich in der Kollektion befinden und angeschlossen werden müssen,
analog wie auch digital. Bei digitalen Zuspielern Anschlussart (koaxial oder
analog) mit bedenken. Nicht selten gibt es ein Ungleichverhältnis an Anschlüssen,
gern z.B. mehr optische als koaxiale Digitaleingänge an AV-Receivern. Daher
vor dem Kauf genau festlegen, was an die Schaltzentrale angeschlossen werden
muss. Dabei sollte man aber immer an die Zukunft denken: Wer weiß schon,
was man sich im nächsten Jahr dazu kauft? Daher immer lieber ein Gerät mit
mehr Anschlüssen (vor allem digitalen Anschlüssen) kaufen als momentan nötig.
-
Besonders wichtig für die Zukunft: HDMI-Terminals (ab
Version 1.1 auch mit Tonübertragung für DVD-A/DTS/DD Bitstream)
-
Wer Wert legt auf optimale Flexibilität und
Multimedia-Fähigkeiten, sollte sich nach Modellen mit Ethernet-Buchse,
RS232-Schnittstelle, USB-Port oder Anschluss für den iPod von Apple
umschauen
- Wer den Verstärker oder Receiver in absehbarer Zeit nur noch als Decoder
und Vorverstärker nutzen und für die kraftvolle Beschallung auf Endstufen
zurückgreifen möchte, sollte darauf achten, dass der Verstärker oder
Receiver einen Sechs- oder Achtkanal-Pre-Out hat, um entsprechend
leistungsstarke externe Endstufen anschließen zu können. Wer ein solches
Projekt plant, sollte sich aber vergewissern, ob auch die Vorverstärkereinheit
des ins Auge gefassten Modells gehobenen Ansprüchen genügt. Gerade bei
preislich günstigeren Modellen wird dies nicht unbedingt der Fall sein.
- Wer noch NTSC-Laserdiscs besitzt, die Dolby Digital 5.1-Ton haben, sollte
unbedingt auf einen analogen Dolby Digital-RF-Eingang achten: Denn aus dem
optischen Digitalausgang des Laser Disc-Spielers kommt nur PCM-Stereo, also
ist 5.1-Ton nur via RF möglich. Hat das Wunschgerät keinen RF-Eingang, so
sollte man trotzdem die Hoffnung nicht aufgeben und sich auf die Suche nach
einem passenden Adapter machen, der von Kenwood vor einiger Zeit einmal
angeboten wurde.
- Plattenfreunde sollten auf das Vorhandensein eines Phono-Eingangs achten.
Ansonsten muss zusätzlich ein Phono-Vorverstärker angeschafft werden.
- Wer Boxenkabel mit großem Querschnitt oder Bananenstecker verwendet, sollte beim Verstärker-
oder Receiverkauf darauf achten, dass für alle Lautsprecher am
Anschlussterminal solide Schraubverschlüsse angebracht sind. Die windigen
Klemmverschlüsse eigenen sich nur zur Aufnahme geringer und damit klanglich
weniger guter Kabelquerschnitte. Am besten vor Ort mit einem Kabel
entsprechenden Querschnitts testen, denn auch bei den Schraubverschlüssen
gibt es Unterschiede im Handling und in der Qualität der Ausführung.
AV-Receiver/-Verstärker als Videoschaltzentrale
-
Wer den AV-Receiver ernsthaft als hochwertiges Video-Zentrum
nutzen möchte, sollte sich für ein Gerät mit HDMI-Ein- und Ausgängen
entscheiden. Hierbei ist zu beachten, dass gerade Modelle unterhalb der
1.000 €-Grenze meist lediglich 2 HDMI-Eingänge und einen HDMI-Ausgang
mitbringen. Wer analog eingehende Videosignale, z.B. von einem
LaserDisc-Player, digital über die HDMI-Schnittstelle ausgeben möchte,
sollte sich vergewissern, dass der AV-Receiver die interne analig-digitale
Videosignalwandlung beherrscht.
-
HDMI ist nicht gleich HDMI. Ältere Modelle verfügen nur
über den HDMI Standard 1.0 (hier ist bezüglich der Tonübertragung bei
Stereo PCM Schluss). HDMI 1.1 ist bereits für DD/DTS-Bitstream und für
DVD-A (nicht SACD!) geeignet. Weitere HDMI-Standards sind 1.2, 1.2a sowie
die kürzlich verabschiedete 1.3-Version mit deutlich erweiterter
Übertragungsbandbreite).
-
Für
diejenigen, die den AV-Verstärker als analoge Video-Schaltzentrale nutzen
möchten, sollte das Gerät YUV-beschaltet sein - inzwischen selbst bei sehr
preiswerten Modellen der Fall. Sollen hochauflösende Signale
durchgeschliffen werden, ist darauf zu achten, dass die Bandbreite, die die
Komponentenanschlüsse verarbeiten, groß genug ist. Immer mehr AV-Receiver
und -Verstärker ab der gehobenen Einsteigerliga sind zudem mit
internen Videowandlern ausgestattet, die z.B. FBAS-Signale auf S-Video oder
YUV wandeln. Hier sind Videowandler im Vorteil, die über einen Time Base
Corrector verfügen und dadurch in der Lage sind, Zeitlauffehler im
Videosignal auszugleichen.
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Auch elementar wichtig: Wenn das Videoequipment, also z.B.
ein Progressive-fähiger DVD-Player und ein Progressive Scan-DVD-Recorder,
an den AV-Receiver angeschlossen werden soll, muss der
AV-Verstärker/-Receiver über eine AV Delay/Lip Sync-Funktion verfügen.
Zum Hintergrund: Bei der rechenintensiven und daher zeitaufwändigen
Progressive-Signalverarbeitung mit De-Interlacing mit Quellmaterialanalyse
liegt die Laufzeit des Videosignals über der Laufzeit des Audiosignals. Die
Lip Sync-Funktion sorgt dafür, dass Audio- und Videosignal synchron
übertragen werden, indem dem Audiosignal eine dem Videosignal entsprechende
Laufzeit "verpasst" wird
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Wichtig: Vor dem Kauf prüfen, ob die Video-Anschlusseinheit
gut abgeschirmt ist gegen Audio-Einflüsse und umgekehrt. Ebenfalls sollte
man sich darüber im Klaren sein, dass ein Durchschleifen analoger
Bildsignale selbst durch einen sehr hochwertigen AV-Verstärker immer mit
einer, wenn auch in einigen Fällen minimaler, Bildverschlechterung einher
geht. Ebenfalls interessant für diejenigen Käufer, die den
AV-Receiver-/Verstärker auch als Video-Schaltzentrale nutzen möchten.
Verschiedene AV-Receiver sind inzwischen auch mit Video-Normwandlern
ausgestattet, je nach der Preisklasse des Geräts fallen diese Konverter
unterschiedlich aufwändig aus und wandeln entweder S-Video- und
FBAS-Signale oder sogar FBAS-, S-Video- und YUV-Signale.
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Einen "Sonderabschnitt" widmen wir dem Thema
"interner Scaler und De-Interlacer im AV-Receiver". Eingebaut
in AV-Receiver wie den Denon AVR-4306
oder den Yamaha RX-V2600 bringen
solche Scaler durchaus Sinn, auch wenn mittlerweile selbst günstigere
DVD-Spieler bereits einen Scaler und einen De-Interlacer mitbringen. Doch:
Zum einen sind die De-Interlacer und Scaler in günstigeren Playern denen in
den oben genannten Receivermodellen sichtbar unterlegen, und zum zweiten
gibt es noch die Kunden, die einen hochwertigen älteren DVD-Player haben,
diesen z.B. wegen überragender akustischer Güte gern weiter nutzen
möchten. Dieser ältere DVD-Player hat aber entweder gar keinen oder einen
alten De-Interlacer und in Ermangelung von HDMI-Ausgängen auch keinen
Scaler. Was also tun? Mittels Komponente eine Verbindung zum AV-Receiver, im
Falle der oben genannten Modelle wandelt der AV-Receiver dann das analoge
Komponentensignal in ein digitales HDMI-Signal um, de-interlaced und
skaliert - nun ist das visuelle Vergnügen wieder perfekt. Auch
interessant sind solche Möglichkeiten, wenn z.B. das Signal eines
DVD-Recorders nachbearbeitet werden soll.
Bedienung
- Ein stimmiges Bedienkonzept ist sehr wichtig. Liegt die Fernbedienung gut
in der Hand? Sind die Tasten für die einzelnen Funktionsgruppen gut
voneinander abgegrenzt? Haben die Tasten einen klar definierten Druckpunkt?
Eine beleuchtete Fernbedienung ist für den Einsatz im abgedunkelten Raum
von Vorteil. Teurere Geräte sollten eine programmierbare Fernbedienung
mitbringen - so kann mit einer einzigen Fernbedienung die ganze
Heimkino-Anlage verwaltet werden. Sehr praktisch sind sogenannte
"bidirektionale" Fernbedienungen: So kann der Benutzer richtig mit
seinem Verstärker/Receiver "kommunizieren". Diese IR-Commander
finden sich jedoch hauptsächlich bei sehr kostspieligen Offerten.
- Zeigt das Display des Geräts alle wesentlichen Informationen zum gerade
aktivierten Betriebszustand an? Ist es groß genug und löst es fein genug
auf?
Ist der Lautstärkeregler präzise zu justieren und gut geführt? Bei vielen
Geräten ab der Mittelklasse üblich: Das Set-Up wird nicht via Display des
Verstärkers oder Receivers vorgenommen, sondern via On Screen Display. Dazu
wird das Gerät über den Monitor-Out via S-Video oder FBAS mit dem
Bildausgabegerät verbunden, auf dem Bildausgabegerät finden sich in einem
Menü dann die einzustellenden Parameter (wie zum Beispiel die
Lautsprecher-Konfiguration, das Bass- und Höhenmanagement). Gerade bei
Geräten mit hohem Funktionsumfang stellt ein On Screen-Menü ein
hilfreiches Werkzeug dar. Kleiner Tipp: Wer seinen DVD-Player im
Zusammenspiel mit einem Projektor betreibt, kann die OSD-Statuseinblendungen
oder -Einstellungen des AV-Verstärkers oder -Receivers auf einem separaten
kleinen "Kontrollmonitor" in Form eines kleinen TVs abrufen.

Der Konkurrenz eine Nasenlänge voraus: Yamaha integriert z.B.
beim RX-V2600 und beim DSP-Z9 erstklassige Menüs für die einfache und komfortable
Bedienung
- Besonders gut zu bedienen sind AV-Verstärker und AV-Receiver mit
hochwertigen Graphical User Interfaces, ähnlich denen eines DVD-Spielers.
Als Vorreiter dieser Technik bei AV-Receivern profiliert sich Yamaha mit den
Modellen RX-V2600 und DSP-Z9.
Auto Room Setup
- Wichtig: Nur Basis-Setup für Grundparameter (LS-Größe, LS-Pegel,
LS-Distanz vom Hörplatz - Time Alignment) oder erweitertes Setup inklusive
EQ für die einzelnen Lautsprecher?
- Sind die automatisch ermittelten EQ-Parameter manuell korrigierbar?
- Wird der aktive Subwoofer korrekt mit eingemessen?
- Ist auch wahlweise ein manueller EQ verfügbar?
- Gibt es verschiedene Kurven, die z.B. auch eine klangliche Abstimmung auf
den Klang der Front-LS ermöglichen (wenn relevant)
- Sind mehrere User Set-Ups speicherbar?
Multiroom
- Wer eine Anlagen-Installation vornehmen möchte, bei der mehrere Räume von
ein und demselben AV-Receiver versorgt werden sollen, muss sich
vergewissern, dass die ins Auge gefasste Komponente Multiroom-fähig ist
(die Fähigkeit, eine zweite Hörzone zu versorgen). Bei der
Multiroom-Fähigkeit gibt es wiederum verschiedenes zu beachten: 1. Es gibt
AV-Receiver, die Zone 2-Ausgänge (für die Beschallung einer zweiten
Hörzone) mitbringen und von der Vorverstärkereinheit her in der Lage sind,
eine zweite Hörzone zu beschallen. Es muss jedoch bei diesen Geräten noch
eine externe Endstufe herangeschafft werden, die mittels dafür vorgesehenem
Vorverstärkerausgang angeschlossen wird, um den 2. Hörraum akustisch zu
beschallen. 2. Es gibt AV-Receiver mit sieben Endstufen, bei denen die
eigentlich für die Back Surround-Beschallung vorgesehenen Endstufen im
Setup für den Einsatz in einer 2. Hörzone umkonfiguriert werden können.
Dann verbleiben 5 Endstufen im Hauptraum und 2 Endstufen werden für die
Stereobeschallung des 2. Raums verwendet. 3. Es gibt
AV-Receiver/-Verstärker, die sogar noch mehr als nur zwei Hörzonen
unterstützen. Beispiele: Yamaha RX-V2600
(bis zu 3 Hörzonen), Denon AVC-A1XVA
(bis zu 4 Hörzonen) 4. Es gibt viele AV-Receiver, die auch eine
Multiroom-Funktionalität für Videosignale besitzen und ein im 2. Raum
stehendes Bildwiedergabegerät versorgen können (Als Beispiele seien hier
unsere AV-Receiver von Punkt 3) angeführt).
DSP-Programme
- Nicht generell kaufentscheidend sollte sein, ob das Gerät über viele
DSP-Programme verfügt, wenngleich es Ausnahmen von dieser Regel gibt wie
beispielsweise die AV-Verstärker und -Receiver von Yamaha - deren
aufwändig programmierte DSP-Programme wirken sich, gerade wenn es sich um
verschiedene Cinema DSP-Programme, mittlerweile aber auch um selektierte
HiFi-DSP-Programme handelt, positiv auf Homogenität, Dichte
und Effektwiedergabe aus. Zusätzlich bieten die teureren Yamaha-Modelle
auch noch vielerlei Anpassungsmöglichkeiten für die DSP-Modi - hier kommt
kein anderer Anbieter mit. Onkyo und Pioneer sind mit ihren DSP-Programmen
ebenso wie Denon auf einem erfreulichen Weg - zwar noch weit weg von Yamaha,
aber auch entfernt vom billigen Zusatz-DSP, das nur Hall erzeugt. Bei vielen
AV-Receivern gilt leider immer noch: Gerade bei günstigeren Geräten bewirken die
Programme, die auf so schöne Namen wie "Movie Theater",
"Hall", "Jazzclub" oder "Church" hören,
keinesfalls einen realistischeren Klang. Vielmehr zeichnen sich die
DSP-Programme meist durch ein dumpfes, mittenbetontes Klangbild mit zu viel
Hall aus. Gleichzeitig sind die Geräte nicht mehr in der Lage, einen satten
Bass zu erzeugen.
Was ist wirklich wichtig?
Genug Anschlüsse sollten vorhanden sein - anspruchsvolle und
zukunftsorientierte Anwender sollten auch auf digitale Highspeed-Interfaces
(besonders HDMI, die Bedeutung von i.link nimmt ab) achten. Erfreulicherweise
sind die Preise für tadellos ausgestattete, wohlklingende Modelle nicht mehr so
immens, wie mancher vielleicht befürchten würde: Zwischen 700 und 1.500 EUR
sollten veranschlagt werden, wobei, wie unser aktuellster MASTERTEST
zeigt, die Klangqualität nicht unbedingt zusammen mit dem Preis steigt - wohl
aber in den meisten Fällen die Anzahl der Anschlussmöglichkeiten.
Wohlklingende Komponenten, die auch dem anspruchsvolleren Mehrkanal-Listener
gefallen dürften und zeitgemäße Anschlüsse sowie umfassende Videofunktionen
mitbringen, sind bereits für knapp 700 EUR zu haben.
Im Verhältnis zu Ihren
Ansprüchen und der Hörraumgröße ist es sehr wichtig, dass der AV-Verstärker
oder -Receiver über entsprechend leistungsstarke Endstufen verfügt - lieber an
der Ausstattung mit elektronischen Zusatzfeatures sparen (die zwar sicherlich
nette Spielereien darstellen, oft aber kaum echten Nutzwert bieten) und ein
Gerät mit solider technischer Basis kaufen. Selbst in der Preisklasse zwischen
600 und 1.000 € haben sich viele Hersteller dazu entschlossen, elementar
wichtigen Bauteilen (z.B. Kondensatoren, Trafos, Endstufen) und einem
sorgfältigen Platinenlayout viel Aufmerksamkeit zu widmen. Denn auch 600
oder 850 € sind viel Geld, für das der Kunde auch in den Grunddisziplinen
ein ansprechendes Leistungsprofil erwarten kann - und inzwischen, z.B. von
Firmen wie Denon, Harman Kardon, Onkyo, Marantz, Onkyo, Pioneer oder Yamaha auch
geliefert bekommt. Ein leistungsfähiges automatisches Einmesssystem kann
von Vorteil sein, doch auch hier kommt es auf das Nutzerprofil an. Hier können letztendlich nur ein Test im eigenen Hörraum sowie
die persönlichen Präferenzen Auskunft darüber geben, ob es den
gewünschten Nutzen bringt. Wer den AV-Receiver als Videoschaltzentrale
ernsthaft nutzen möchte, sollte hier auf entsprechendes Equipment (hochwertiger
Videosignalwandler, YUV-Verbindungen HDTV-geeignet, bei edlen Modellen interer
Scaler) achten und lieber mehr investieren, als sich mit einem preiswerten
Modell mit qualitativ minderwertigen Videofeatures herumzuärgern. Wer übrigens - was mehr potentielle Käufer tun, als man
denkt - nur auf das Design achtet und auf die optische Stimmigkeit der gesamten
Anlage (z.B. der DVD-Player ist von der Marke XY, also MUSS auch der AV-Receiver
von der Marke XY sein), darf sich später nicht beklagen, wenn das akustische
Resultat nicht so gut ist, wie es sein könnte.
Was bringt die Zukunft?
Klar ist: Das Geschäft mit AV-Receivern/-Verstärkern ist sehr schnelllebig.
Daher wird es auch zukünftig wieder viele Veränderungen geben. Das Thema
Extended Surround beispielsweise hat inzwischen solche Dimensionen angenommen,
dass es zukünftig schwierig werden dürfte, außerhalb der sehr einfach
ausgestatteten Einsteigerklasse Modelle ohne EX-Funktionalität ausfindig zu
machen. Auch HDMI-Terminals setzen sich mehr und mehr durch und sind kein
Privileg von teuren Oberklasse-Modellen mehr. Ebenfalls wird die
Multiroom-Installation an Bedeutung gewinnen, denn es ist schon praktisch, mit
einem AV-Receiver gleich zwei oder drei Räume beschallen zu können. Auch zu
einem wichtigen Thema entwickelt sich Home Networking -
AV-Receiver/-Verstärker, die über eine Ethernet-Verbindung Kontakt zum
heimischen PC aufnehmen, um dann z.B. die dort gespeicherte Musik wiederzugeben,
werden verstärkt auf den Markt kommen. Diese Komponenten lassen sich dann auch
zu einem vollständigen Netzwerk ausbauen, indem z.B. ein großer AV-Receiver im
Wohnzimmer und ein kleineres Modell im Schlaf- und im Arbeitszimmer Aufstellung
bezieht. Die Verschmelzung der PC- und der Unterhaltungselektronikwelt wird
stärker - gerade auch in Bezug auf AV-Verstärker und -Receiver, allerdings
darf trotz aller multimedialen Euphorie nicht vergessen werden, dass es auch
Anwender gibt, die lieber komplett getrennte Geräteaufbauten bevorzugen. Dass
also nur noch All-in-One-Vernetzungen, bilanzierend gesagt komplette AV- und
PC-Heimnetzwerke, auf dem Weltmarkt Relevanz haben, ist zumindest vorerst nicht
so.
Unser Tipp zum Schluss
Nimmt man sich etwas Zeit und beschäftigt sich im Vorfeld des Kaufes ein
wenig ausführlicher mit dem Thema AV-Verstärker/AV-Receiver, dann ist es gar
nicht so schwer, die richtige Entscheidung zu treffen. Wichtiger als der unüberlegte
Kauf eines "einmaligen Schnäppchens" ist die richtige, wohlüberlegte
Prioritätensetzung: Für welchen Einsatzzweck soll die Anlage überwiegend
genutzt werden, was erwarte ich von meinem AV-Verstärker/AV-Receiver, wie sehen
meine Räumlichkeiten aus - dies
sind Fragen, auf die ich schon vor dem Betreten des Ladens bzw. vor der
Online-Order eine Antwort wissen muss. Ansonsten erscheint das Angebot schnell
unübersichtlich, und man läuft in Gefahr, ein Gerät zu erwerben, das den
eigenen Anforderungen später nicht gerecht wird. Nur im absoluten Notfall
- man hat wirklich keine Möglichkeit zum Probe hören - sollte man
einen AV-Verstärker oder -Receiver ohne vorherige Hörprobe kaufen. Denn
selbst, wenn man auf ein Gerät setzt, das in vielen Tests sehr gut
abgeschnitten hat, ist dies keine Garantie dafür, dass man eben genau mit
dieser AV-Komponente wunschlos glücklich wird. Natürlich sind Testberichte
eine wertvolle Hilfestellung, hier empfiehlt sich die Lektüre mehrerer Quellen.
Aber auch ein Dutzend gelesener Tests ersetzt nie den persönlichen
Höreindruck.
Wichtige AV-Verstärker/-Receiver- Hersteller sind z.B.:
Die besten Geräte in der Übersicht:
Hardware-Übersicht:
Verantwortlich für den Inhalt: Carsten Rampacher
14. November 2006
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