AV-Receiver-Mastertest: Die beliebtesten AV-Receiver von 400 bis 1.700 EUR
Wie viel soll ich für einen AV-Receiver ausgeben? Ab welcher
Summe kann ich echtes Home Cinema-Feeling erwarten? Wie schlagen sich die
beliebtesten AV-Receiver auf dem Markt, wenn Musikquellen wiedergegeben werden
sollen? Ist der Stereoklang gut? Sind die Endstufen pegelfest? Alles Fragen, die
der Käufer gern beantwortet haben möchte. Für uns war diese Situation die
Initialzündung zu unserem AV-Receiver-Mastertest, in dem sich beim Publikum gut
bekannte und beliebte Komponenten der versammelten Konkurrenz stellen. Als
Preisspektrum wählten wir bewusst eine Spanne von rund 400 bis rund 1.700 EUR,
denn für 400 EUR erhält man bereits sehr gute Offerten für Ein- und
Aufsteiger, während die Kandidaten zwischen 1.300 und 1.700 EUR schon an die
Tür zur Bolidenklasse klopfen.
Die Kandidaten

-
Pioneer VSX-D814 (399
EUR): Sehr preisgünstiger AV-Receiver mit einer Ausstattung, die deutlich
über die Preisklasse hinausreicht. sechs eingebaute, je 100 Watt starke
Endstufen, die Back Surround-Endstufe ist aufteilbar, so dass auch 2 Back
Surround-Boxen angeschlossen werden können. Decoder für alle aktuellen
Formate inklusive DTS 96/24 und Dolby Pro Logic IIx sind ebenfalls an Bord.
Bereits der VSX-D814 ist mit der vollautomatischen Version von Pioneers
Einmesssystem MCACC (Multichannel Acoustic Calibration System) ausgerüstet
und ist wahlweise in schwarzer oder silberner Version lieferbar.

-
Harman Kardon AVR-230
(599 EUR): Mit extravagantem, zweifarbigem Design tritt Harmans
AV-Receiver-Line-Up seit diesem Jahr an. Der AVR-230 kommt mit sechs
Endstufen und gleich drei Surround-Aufpolierern. Zwar ist nur Dolby Pro
Logic II an Bord, dafür gibt es mit Logic 7 einen weiteren, sehr
talentierten Aufpolierer. Der AVR-230 verfügt über ein aufwändiges
Bassmanagement, bei dem die Übernahmefrequenz der einzelnen
Lautsprechergruppen separat angewählt werden kann. Mitgeliefert wird ferner
eine Fernbedienung mit eingebautem Messmikrophon zum Pegelabgleich (EZSet).

-
Yamaha RX-V750 (599 EUR): Eine erstklassige Ausstattung
kennzeichnet den mit 7 x 150 Watt (DIN) sehr kraftvollen Yamaha RX-V750. Wie
gewohnt ist der Receiver neben der schwarzen Ausführung auch in Titan
lieferbar. Neben allen aktuellen Decodern sind natürlich auch wieder
Yamahas ausgezeichnete DSP-Programme mit an Bord, die manch weniger
brillanter Software auf die Sprünge helfen. Mitgeliefert wird auch das
Lautsprecher-Einmesssystem YPAO (Yamaha Parametric Room Acoustic Optimizer),
eingebaut ist ein Videokoverter, der bis auf YUV hochkonvertieren kann.

-
Denon AVR-2105 (599 EUR): Schon die Optik macht deutlich,
dass hier ein AV-Receiver kommt, der große Ambitionen auf den Platz an der
Spitze hat. Mit hochwertiger Verarbeitung und einem Auto Setup für die
Lautsprecher tritt der schwarz oder silbern verfügbare AVR-2105 an. Das
mitgelieferte Messmikrophon ist mit einem schweren Metallsockel ausgestattet
und daher deutlich solider als die Exemplare bei der Konkurrenz. Wie alle
Denon-Modelle besticht auch der AVR-2105 durch die komplett passive Kühlung
und die aufwändigen Baugruppen.

-
Kenwood KRF-X9080D (699
EUR): Mit sieben Endstufen und THX Select-Zertifikat tritt der KRF-X908D an,
der optisch seinem Vorgänger KRF-X9070D praktisch exakt gleicht. Technisch
ist der Kenwood mit Pro Logic IIx und DTS 96/24 auf dem neusten Stand. Seine
Endstufen mit Linear Trait-Technik versprechen hohe Belastbarkeit. Ein
Einmesssystem für die Lautsprecher hat der in schwarz oder silbern
erhältlichen Kenwood nicht.

-
Yamaha RX-V1400 (850 EUR):
Schon eine Weile im Programm ist der Yamaha RX-V1400, der immer noch durch
seine elegante Optik und seine inneren Werte besticht. So bringt der Yamaha,
wie gewohnt in schwarzer oder titanfarbener Ausführung zu kaufen, sieben
laut Datenblatt sehr kräftige Endstufen und ein THX Select-Zertifikat mit.
Ein Lautsprecher-Einmesssystem ist ebenso mit an Bord wie Decoder für alle
aktuellen Formate.

-
Marantz SR-7400 (999 EUR):
Marantz bietet beim wahlweise schwarzen oder silbernen SR-7400 einen sehr
hochwertigen Videokonverter, der voll digital arbeitet und einen Time Base
Corrector integriert hat. Ferner verfügt der AV-Receiver über eine
außergewöhnlich aufwändige Fernbedienung. Nicht mit dabei ist ein
Lautsprecher-Einmesssystem, was manchen "wahren Freak" aber
keinesfalls stören dürfte - er erfreut sich lieber an der einzigartigen
Leistungsgarantie vonMarantz, die garantiert, dass 70 % der angegebenen
Stereo-Höchstleistung pro Kanal im Surroundbetrieb auch tatsächlich zur
Verfügung steht.
Denon AVR-2805 (999
EUR): Er ist dem "größeren Bruder" AVR-3805 wie aus dem Gesicht
geschnitten: Das großflächige, zweizeilige DOT Matrix-Display zeigt komplett
die Eingangs- und die Ausgangs-Signalkonfiguration an. Mit seiner Auto Setup
Funktion und einem zusätzlichen aufwändigen Equalizer kann sich der Anwender
das Lautsprechersystem vornehmen. Das Design besticht durch eine gelungene
Mischung aus klassischer Eleganz und aus progressiven Elementen, die Ausstattung
ist insgesamt sehr komplett. Lieferbar in schwarz oder silbern.

-
Pioneer VSX-AX3 (1.199 EUR):
Schon ein alter Bekannter ist der VSX-AX3, zu kaufen in schwarzer oder
silberner Ausführung Das ändert nichts daran, dass er mit seinem massigen
Gehäuse noch immer imposant aussieht. Der Pioneer verfügt über ein THX
Select-Zertifikat und über MCACC, selbstverständlich in der automatischen
Version. Pro Logic IIx fehlt, dieses System gab es zum Zeitpunkt der
Markteinführung des Pioneer noch nicht. YUV-Anschlüsse jedoch waren schon
bestens bekannt - daher ist es eher unverständlich, dass dem edlen
AV-Receiver genau diese fehlen. Ein großer Vorteil ist, dass der VSX-AX3
inzwischen zu sehr günstigen Marktpreisen gehandelt wird.

-
Harman Kardon AVR-630 (1.299
EUR): Mit einem 7.1 Eingang, der auch auf das geräteinterne Bassmanagement
zugreifen kann, welches extrem aufwändig ist, geht der AVR-630 auf
Kundenfang. Ein ausgeklügelter und wohl bestückter Front AV mit
umschaltbaren Digitalanschlüssen (Eingang-Ausgang) sowie ein HDCD-Decoder
stellen, zusammen mit Logic 7 (auf PLIIx muss vorerst noch verzichtet
werden) ein interessantes Ausstattungspaket dar. Harman-typisch bringt auch
der 630er die Fähigkeit mit, extreme Stromstärken problemlos
wegzustecken.

Denon AVR-3805 (1.349 EUR): Der
vielfach zum Testsieger gekrönte AVR-3805 ist momentan so etwas wie der
"Master of the Universe" bei den bezahlbaren AV-Receivern - und nicht
zu Unrecht, denn mit Denon Link bietet der schwarze oder silberne AV-Receiver
sogar eine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle, die auch für DVD-Audio
und SACD geeignet ist. Ansonsten sind ein aufwändiges Einmesssystem und eine
neuartige Fernbedienung, die nur die gerade benötigten Funktionselemente
illuminiert, mit an Bord. Mit Denons AL24 Processing, welches Audio-Signale bis
auf 24 Bit hochrechnet, ist ein weiteres hochwertiges Ausstattungsmerkmal mit
dabei.

-
Onkyo TX-NR801E (1699 EUR): Onkyos THX Select-AV-Receiver
verfügt über ein Feature, das ihm eine Ausnahmestellung garantiert:
Mittels Net-Tune ist es möglich, den AV-Receiver mit dem heimischen PC zu
verbinden - so bekommt man Zugriff auf die WMA-, MP3- und WAV-Musikdateien
auf dem eigenen Rechner. Dieser agiert dann als Server, und über den
Net-Tune-Receiver kann die gespeicherte Musik in guter Qualität über das
Heimkinolautsprechersystem angehört werden. Auf dem PC ist nur die Net-Tune
Central-Software zu installieren. Wer über eine Breitband-Verbindung verfügt,
kann auch die Sender des Internet Radio über sein Home Entertainment System
anhören. Wir werden in einigen Wochen ein Special zum Thema Net Tune
anbieten. Abgesehen davon liefert Onkyo den 801er mit sieben hochwertigen
Endstufen und allen aktuellen Decodern aus. Da das Gerät jedoch schon etwas
länger auf dem Markt ist, fehlt Dolby PLIIx. Kaufen kann man den TX-NR801E
in schwarzer oder silberner Version.
Übersicht über die Grunddaten mit
Anmerkungen zur Ausstattung:
Tabelle Teil 1:
|
AV-Receiver
|
Pioneer VSX-D814
|
Harman Kardon AVR-230
|
Denon AVR-2105
|
Yamaha RX-V750
|
|
Decoder
|
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro Logic IIx, DTS Neo:6
Anmerkung: Top-Ausstattung für die Preisklasse!
|
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, Dolby Pro Logic 2, Harman Logic 7
Anmerkung: Kein Dolby Pro Logic IIx, dafür Logic 7 als 3.
Surround-Aufpolierer
|
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro Logic IIx, DTS Neo:6 |
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro Logic IIx, DTS Neo:6 |
|
Leistung
|
6 x 100 Watt
Anmerkung: 6. Endstufe für Back Surround-Betrieb zum Anschluss von 2
Lautsprechern auftrennbar
|
6 x 50
Watt Surround ( 8 Ohm, 20 Hz – 20 kHz, Klirrfaktor < 0,07%,
alle Kanäle angesteuert)
Anmerkung: 7. Endstufe fehlt, Leistungsangaben auf Basis härtester
Testbedingungen
|
7 x 125 W (an 6 Ohm, 1kHz, 0,7 % Klirr) |
7 x 150 Watt (DIN, 4 Ohm) |
|
Eingänge
|
5.1-Eingang, 5 Digitaleingänge (2 koaxial, 3
optisch, inklusive Front-AV), 8 Audio-Analog, 4 FBAS-Videoeingänge,
4 S-Video-Eingänge (einschl. Front-AV), 2 Komponenteneingänge
Anmerkung: Reichhaltige Anschlussbestückung inkl. 6.1 Pre-Out und
YUV-Anschlüssen
|
5.1 Eingang, 4 Digitaleingänge (3 optisch, 3 koaxial, davon
1 optisch und 1 koaxial auf Front AV), 6 Audio-Analog, 4
Videoeingänge (komplett FBAS/S-Video-beschaltet), 2 YUV-Eingänge
Front-AV mit: S-Video und FBAS-Beschaltung,
Anmerkung: YUV-Terminals mit hoher Bandbreite HDTV ready
|
5.1 Eingang, 5 Digitaleingänge (4 optisch, 1
koaxial), 7 x Audio- Analog (inklusive Front); Phono; Video analog 3 x Komponenten; 5 x S-Video (inklusive Front); 5 x Composite (inklusive Front)
Anmerkung: YUV-Terminals mit nur 30 MHz Bandbreite. Etwas wenig
digitale Eingänge (1 x koax fehlt)
|
5.1-Eingang, 6 Digitaleingänge (2 koaxial, 4
optisch), 5 Audio-Analog, 5 x S-Video, 5 x FBAS, 2 x Komponente, Front-AV mit S-Video und optischem Digitaleingang |
|
Ausgänge
|
1 Optischer Digitalausgang, 2 Audioausgänge,
6.1 Preout, 2 FBAS-Videoausgänge, 2 S-Video-Ausgänge, 1
Komponentenausgang |
Optischer und koaxialer Digitalausgang, 2
Videoausgänge, 3 Audioausgänge, 1 YUV-Ausgang, 7.1 Pre-Out
Anmerkung: Durchdachter Front-AV mit großzügiger
Anschlussbestückung, 7.1 Preout bietet Ausbaumöglichkeit zum 7.1 System
|
1 Optischer Digitalausgang, 7.1-Kanal-Preout,; 3 x Analog,
1 YUV 2 S-Video (inklusive Monitor); 2 Composite (inklusive Monitor |
1 Optischer Digitalausgang,7.1-Preout, 1 Analog,
2 FBAS, 2 S-Video, 1 Komponente
Anmerkung: Wenig analoge Audio-Ausgänge
|
|
Automatisches Einmesssystem
|
ja (MCACC)
Anmerkung: Beachtlich für diese Preisklasse!
|
nein (Nur Pegelabgleich via EZSet, Messmikrophon
in die Fernbedienung integriert) |
ja (Auto Room Setup für Bestimmung von
LS-Größe, LS-Distanz, LS-Pegel, kein Auto Room EQ wie AVR-2805 und
AVR-3805)
Anmerkung: Extrem hochwertiges Messmikrophon von Audiotechnica mit
Metallsockel. Sehr kurze Einmesszeit
|
ja (YPAO) |
|
D/A-Wandler
|
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
|
Videowandler
|
nein |
Automatische Wandlung von eingehenden
S-Video-Signalen, wenn sie durch den FBAS-Ausgang herausgehen |
FBAS -> S-Video |
FBAS -> S-Video, FBAS -> Komponente,
S-Video -> Komponente |
|
DSP-Programme
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Multichannel-Stereo
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Multiroom |
nein |
nein |
nein |
nein |
|
OSD |
nein |
ja |
ja |
ja |
|
Fernbedienung
|
Vorprogrammiert und lernfähig - Anmerkung:
hervorragend in dieser Preisklasse |
Vorprogrammiert und lernfähig |
Vorprogrammiert
Anmerkung: Hier fehlt die Programmierbarkeit
|
Vorprogrammiert und lernfähig |
|
Sonstige Besonderheiten |
- |
- |
- |
Sehr aufwändig entwickelte, hochwertige und
Gewinn bringende DSPs |
|
Aluminiumfront
|
nein |
nein
Anmerkung: Sollte er haben - die Konkurrenz bietet es auch
|
ja |
ja |
|
DOT Matrix Display
|
nein (nur normales Display mit etwas feinerer
Auflösung) |
ja |
ja |
ja |
|
RDS Tuner
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Lieferbare Farben:
|
schwarz, silbern |
Farbkombination schwarz/silbern |
schwarz, silbern |
schwarz, titan |
|
Kaufpreis (UVP) in EUR
|
399 |
599 |
599 |
599 |
Tabelle Teil 2:
|
AV-Receiver
|
Kenwood KRF-X9080D
|
Yamaha RX-V1400
|
Marantz SR-7400
|
Denon AVR-2805
|
|
Decoder
|
THX Surround EX, Dolby Digital 5.1, DTS 5.1,
Dolby Digital 5.1 EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro
Logic IIx, DTS Neo:6
Anmerkung: THX Select Zertifikat
|
THX Surround EX, Dolby Digital 5.1, DTS 5.1,
Dolby Digital 5.1 EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro
Logic IIx, DTS Neo:6
Anmerkung: THX Select Zertifikat
|
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro Logic IIx, DTS Neo:6
|
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
EX, DTS 96/24, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, Dolby Pro Logic IIx
|
|
Leistung
|
7 x 130 Watt |
7 x 170 Watt Leistung (DIN, 1 kHz, 0,7 % Klirr) |
7 x 130 W (6 Ohm) |
7 x 135 W (an 6 Ohm, 1kHz, 0,7 % Klirr) |
|
Eingänge
|
5.1 Eingang, 4 Digitaleingänge (2 optisch, 2
koaxial), 6 Audio-Analog inkl. Front AV, Phonoeingang, 5 Videoeingänge
(S-Video plus FBAS), 3 YUV-Eingänge
Anmerkung: YUV-Terminals HDTV ready, ein Digitaleingang zu wenig
|
5.1-Eingang, 8 Digitaleingänge (3 koaxial, 5
optisch), 7 Audio-Analog, 7 x S-Video, 7 x FBAS, 2 x Komponente,
Front-AV mit S-Video und optischem Digitaleingang
|
5.1-Eingang, 6 Digitaleingänge (3 koaxial, 4
optisch) inklusive Front-AV) , 8 Audio- Analogeingänge, 5
FBAS-Videoeingänge, 5 S-Video-Eingänge (einschl. Front-AV), 2
Komponenteneingänge
|
7.1 Eingang,
Digital In:5 x optisch (inklusive Front ); 2 x koaxial 9x Audio-Analog (inklusive Front); 1 x
Phono;3 x Komponenten; 7 x S-Video (inklusive Front); 7 x Composite(inklusive Front)
Ausgänge: 1 x Komponenten; 3 x S-Video (inkl. Monitor); 3 x Composite (inkl. Monitor);
1 x MultiZone (Composite) |
|
Ausgänge
|
1 Optischer Digitalausgang, 7.1 Preout, 2
Analog-Audio, 3 Video (FBAS + S-Video), 1 YUV
|
2 Optische Digitalausgänge,7.1-Preout, 4 Analog,
2 FBAS, 2 S-Video, 1 Komponente |
2 Digitalausgänge (1 optisch, 1 koaxial), 7.1
Preout, 4 Audioausgänge, 3 FBAS-Videoausgänge, 3 S-Video-Ausgänge, 1
Komponentenausgang |
7.1-Kanal-Vorverstärkerausgang; 3 x Analog; 1 x
MultiZone; Digital (2 x optisch), 1 x Komponenten; 3 x S-Video (inkl. Monitor); 3 x Composite (inkl. Monitor);
1 x MultiZone (Composite) |
|
Automatisches Einmesssystem
|
nein |
ja (YPAO) |
nein
|
ja, Auto Setup und Auto Room EQ für genaue
Einmessarbeit
Anmerkung: Hochwertiges Mikrophon, sehr hohe Rechengeschwindigkeit
|
|
D/A-Wandler
|
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
|
Videowandler
|
FBAS -> S-Video |
FBAS -> S-Video, FBAS -> Komponente,
S-Video -> Komponente |
FBAS -> S-Video, FBAS -> Komponente,
S-Video -> Komponente
Anmerkung: Sehr hochwertiger, technisch aufwändiger Wandler,
volldigitales Video-Processing und ein integrierter Time Base Corrector
(TBC)
|
FBAS -> S-Video, FBAS -> Komponente,
S-Video -> Komponente |
|
DSP-Programme
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Multichannel-Stereo:
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Multiroom |
nein |
nein |
ja |
ja |
|
OSD |
nein
Anmerkung: Sollte auf jeden Fall dazugehören |
ja |
ja |
ja |
|
Fernbedienung
|
Vorprogrammiert und lernfähig |
Vorprogrammiert und lernfähig |
Vorprogrammiert und lernfähig |
Vorprogrammiert und lernfähig |
|
Sonstige Besonderheiten |
- |
Sehr aufwändig entwickelte, hochwertige und
Gewinn bringende DSPs |
Leistungsgarantie, 70 % der Stereo-Leistung stehen im Surroundbetrieb zur
Verfügung, sehr hochwertige Fernbedienung, die beste in dieser
Preisklasse |
zweizeiliges DOT Matrix-Display mit Anzeige des
Ein- und des Ausgangssignals |
|
Aluminiumfront
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
DOT Matrix Display
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
RDS Tuner
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Lieferbare Farben:
|
schwarz, silbern |
schwarz, titan |
schwarz, silbern |
schwarz, silbern |
|
Kaufpreis (UVP) in EUR
|
699 |
850
Anmerkung: Marktpreis günstiger, da älteres Modell |
999 |
999 |
Tabelle Teil 3:
|
AV-Receiver
|
Pioneer VSX-AX3
|
Harman Kardon AVR-630
|
Denon AVR-3805
|
Onkyo TX-NR801E
|
|
Decoder
|
THX Surround EX, Dolby Digital 5.1, DTS 5.1,
Dolby Digital 5.1 EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro
Logic IIx, DTS Neo:6
Anmerkung: THX Select-Zertifikat, älteres Gerät, daher kein PLIIx,
keine Einstellmöglichkeiten im PLII-Betrieb
|
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro Logic II, DTS Neo:6
Anmerkung: Kein Dolby Pro Logic IIx, dafür Logic 7 als 3.
Surround-Aufpolierer
|
Dolby Digital 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital
5.1 EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro Logic IIx, DTS
Neo:6
|
THX Surround EX, Dolby Digital 5.1, DTS 5.1,
Dolby Digital 5.1 EX, DTS ES Matrix/Discrete 6.1, DTS 96/24, Dolby Pro
Logic II, DTS Neo:6
Anmerkung: THX Select Zertifikat, älteres Gerät, daher kein PL IIx
|
|
Leistung
|
7 x 100 Watt (8 Ohm, 1%Klirr, 1 kHz) |
7 x 75 Watt bei 8 Ohm, 20 Hz – 20 kHz, Klirrfaktor
< 0,07 %, gleichzeitige Ansteuerung aller Kanäle.
Anmerkung: Leistungsangaben auf Basis härtester Testbedingungen |
7 x 160
Watt (1 kHz, 0,7 % Klirr, 6 Ohm) |
7 x 135 Watt (6 Ohm, 1 kHz, DIN) |
|
Eingänge
|
7.1 Eingang, 5 Digitaleingänge (3 optisch, 2
koaxial, inkl. Front AV), 10 x Audio- Analog, 5 x S-Video (inklusive Front); 5 x Composite
Anmerkungen: Keine YUV-Terminals - das ist nicht mehr zeitgemäß
|
7.1-Eingang, 6 Digitaleingänge (3 koaxial, 3
optisch, inkl. Front AV), 9 Audio-Analog, 4 x S-Video, 5 x FBAS, 2 x Komponente,
|
7.1 Eingang, Denon Link (3.Generation für SACD,
DVD-Audio, Dolby Digital, DTS, PCM), 7 Digital-Eingänge (5 x optisch
inkl. Front-Eingang, 2 x koaxial), 10 Analog-Audio-Eingänge (inkl.
Phono-MM und Front-Eingang), 3 YUV-Eingänge, 7 S-Video, 7 FBAS
Anmerkung: Großzügige Anschlussausstattung inklusive digitalem
Highspeed-Interface - einzigartig in seiner Preisliga
|
7.1 Eingang, 4 optische, 3 koaxiale
Digitaleingänge (inklusive Front AV), 9 Analog-Audioeingänge,
Phonoeingang, 6 FBAS/S-Video Eingänge, 2 YUV-Eingänge |
|
Ausgänge
|
7.1 Preout, 2 Optische Digitalausgänge, 4 x Analog,
3 S-Video (inklusive Monitor); 3 Composite (inklusive Monitor |
2 Optische und 2 koaxiale Digitalausgänge
(inkl. Front AV) ,7.1-Preout, 3 Audioausgänge, 3 FBAS, 3 S-Video 8inkl.
Monitor), 1 Komponente
|
2 optische Digitalausgänge, 7.1 Preout, 3
Audioausgänge, 1 YUV-Ausgang, 3 S-Video, 3 FBAS
|
7.1 Preout, 2 optische Digitalausgänge, 3
S-Video, 3 FBAS, 1 YUV-Ausgang |
|
Automatisches Einmesssystem
|
ja (MCACC) |
nein (Nur Pegelabgleich via EZSet, Messmikrophon
in die Fernbedienung integriert) |
ja, Auto Setup und Auto Room EQ für genaue
Einmessarbeit
Anmerkung: Hochwertiges Mikrophon, sehr hohe Rechengeschwindigkeit
|
nein |
|
D/A-Wandler
|
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
192 kHz/24-Bit |
|
Videowandler
|
nein |
Automatische Wandlung von eingehenden
S-Video-Signalen, wenn sie durch den FBAS-Ausgang herausgehen |
FBAS -> S-Video, FBAS -> Komponente,
S-Video -> Komponente |
FBAS -> S-Video, FBAS -> Komponente,
S-Video -> Komponente |
|
DSP-Programme
|
ja |
ja
|
ja |
ja |
|
Multichannel-Stereo:
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Multiroom |
nein |
|
ja |
ja |
|
OSD |
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Fernbedienung
|
Vorprogrammiert und lernfähig
|
Vorprogrammiert und lernfähig |
Vorprogrammiert und lernfähig |
Vorprogrammiert und lernfähig |
|
Sonstige Besonderheiten |
AIR Studios Sound Tuning |
Extrem aufwändiges Bassmanagement mit
unterschiedlichen Übernahmefrequenzen für die verschiedenen
Lautsprechergruppen. Bassmanagement für 6/8 Kanal-Externeingang
zugänglich, Front AV mit umschaltbaren Digital-Ein/Ausgängen |
zweizeiliges DOT Matrix-Display mit Anzeige des
Ein- und des Ausgangssignals, spezielle Fernbedienung beleuchtet nur die
gerade verwendete Tastengruppe |
Net Tune-Funktion |
|
Aluminiumfront
|
ja |
nein
Anmerkung: Gehört in dieser Preisklasse unbedingt dazu
|
ja |
ja |
|
DOT Matrix Display
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
RDS Tuner
|
ja |
ja |
ja |
ja |
|
Lieferbare Farben:
|
schwarz, silbern |
Farbkombination schwarz/silbern |
schwarz, silbern |
schwarz, silbern |
|
Kaufpreis (UVP) in EUR
|
1.199
Anmerkung: Marktpreis deutlich darunter, da älteres Modell
|
1.299 |
1.349 |
1.699
Anmerkung: Marktpreis etwas günstiger, da älteres Modell
|
Für Fehler, die sich in der Tabelle eingeschlichen haben
könnten, bitten wir schon vorab um Entschuldigung. Hier die Rückansichten
unserer Test-Kandidaten (Leider kein Bild vom Pioneer VSX-D814 vorhanden): 
Harman
Kardon AVR-230 
Denon
AVR-2105 
Yamaha
RX-V750 
Kenwood
KRF-X9080D 
Yamaha
RX-V1400 
Marantz
SR-7400 
Denon
AVR-2805 
Pioneer
VSX-AX3 
Harman
Kardon AVR-630 Verarbeitung
Im Bezug auf die Verarbeitung kann bereits der knapp 400 EUR
kostende Pioneer VSX-D814 mit guten Ergebnissen überzeugen. Zwar hat er keine Aluminiumfront,
der verwendete Kunststoff wirkt aber ausreichend hochwertig. Auch die
mitgelieferte Fernbedienung ist von voll befriedigender Qualität. Beim Harman
Kardon AVR-230 hingegen sollte die Gerätefront preisklassengemäß besser aus Metall
anstatt aus Kunststoff bestehen. Der elegante, blau leuchtende
Lautstärkedrehregler wirkt zwar durchgestylt, ist aber nicht ganz so belastbar
wie die aus Metall bestehenden Ausführungen der Kontrahenten. Innen
präsentiert sich der 230er sorgfältig aufgebaut. Die mitgelieferte
Fernbedienung ist absolut preisklassengemäß und wirkt in keiner Beziehung
ärmlich. Dies kann man vom IR-Controller des Yamaha RX-V750 ebenfalls nicht
sagen, dessen Fernbedienung wirkt deutlich hochwertiger als die des Konkurrenten
von Denon - die Fernbedienung des AVR-2105 ist zwar für die Preisklasse völlig
in Ordnung, die Güte des überdurchschnittlichen Yamaha-Teils wird jedoch nicht
erreicht. Dafür kontert der AVR-2105 mit seiner überragenden, edlen
Gehäuseverarbeitung, die ihm eine Sonderstellung sichert - nobler wirkt in
diesen Preisregionen keiner,
auch nicht der 100 EUR teurere Kenwood KRF-X9080D, der zwar auch mit Alu-Front
kommt, gegen den massiven Denon aber etwas verloren aussieht. Die Fernbedienung vom
Kenwood ist optisch kein Hit, die Verarbeitung ist voll befriedigend, das
Material wirkt etwas billig. Deutlich
hochwertiger kommt der IR-Geber des Yamaha RX-V1400 daher - kein Wunder, es ist
das identische Teil, das auch beim 750er beiliegt. Das Hauptgerät
wirkt sehr edel für den Kaufpreis von 850 EUR. Hier gibt es keine Kritik
anzubringen, da auch alle Regler und Schalter auf der Gerätefront solide und
haltbar wirken. Mit seinem zweizeiligen Display, das er von seinem "großen
Bruder" AVR-3805 "geerbt" hat, legt der Denon AVR-2805 einen noblen
Auftritt hin. Und dieser Eindruck täuscht auch bei genauer Betrachtung nicht,
denn seine dicke Aluminiumfront und die Bedienelemente auf der Gerätefront
symbolisieren, dass hier eine nahezu optimale Verarbeitungsqualität geboten
wird. Auch das sehr aufgeräumte Innenleben spricht für den 2805er. Nicht
begeistern kann die mitgelieferte Fernbedienung, die gerade noch
preisklassengemäß ausfällt. Genau hier punktet der Marantz SR-7400 voll, denn
seine Fernbedienung fällt ungewöhnlich aufwändig für die 1.000 EUR-Liga aus. Ansonsten ist der 7400er sehr gut verarbeitet, vermittelt aber im
direkten Vergleich nicht so viel edles Flair wie der AVR-2805, der zudem auch im
Innenleben noch aufgeräumter auftritt. Massiv, schon fast majestätisch kommt
der Pioneer VSX-AX3 daher - seine Stärke liegt im imposanten Auftritt.
Doch er ist kein "Showman", auch, wenn man genau hinschaut, ist die
Verarbeitung höchst akkurat und genau. Unauffällig ist die Fernbedienung des
Pioneer, man kann dem Signalgeber nichts wirklich Negatives vorwerfen,
aber übertrieben hochwertig wirkt sie nicht. Die hochwertigste Fernbedienung
mit aufwändiger Gummiarmierung auf der Rückseite kommt von Harman Kardon und
liegt dem AVR-630 bei. Anstatt nun in der Verarbeitungswertung in die Vollen zu
gehen, verspielt der extravagant gestylte Receiver seinen Bonus wieder - die
Frontplatte ist nur aus Kunststoff, und der schicke Lautstärkedrehregler
verfährt nach der Devise "mehr Schein als Sein" - die Spitzen-Haptik
eines edlen Alu-Drehreglers, wie ihn beispielsweise der Denon AVR-3805 bietet,
ist hier nicht festzustellen. Im Inneren ist der Harman sauber gemacht. Denons
vielfacher Testsieger, der AVR-3805, ist hervorragend verarbeitet, sein Design
ist bildschön, und die massive Klappe ist exzellent integriert. Hier bietet der
Denon eine Leistung, die das in diesen Preisregionen Übliche klar übertrifft.
Die innovative Fernbedienung jedoch wirkt bei intensivem Gebrauch schon nach
recht kurzer Zeit etwas abgegriffen - manchmal wäre einem ein IR-Geber aus
konventionellem Material lieber. Haltbar ist die Fernbedienungseinheit des Onkyo
TX-NR801E auf jeden Fall, und auch das Hauptgerät ist bis in die letzte Ecke
mit Akribie zusammengesetzt - ein Volltreffer. Doch kein Licht ohne Schatten,
die mickrigen, schwarzen Gerätefüße finden nicht unsere Zustimmung.
Bedienung

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Mit zentral positioniertem Navigationskreuz und einer
übersichtlichen Tastenauswahl gefällt die Fernbedienung des Pioneer
VSX-D814. Der Druckpunkt der Tasten ist angenehm, zudem liegt das Teil gut
in der Hand. Bis auf die fehlende Beleuchtungsmöglichkeit - keine Schande
in dieser Preisklasse - eine prima Lösung, die sogar programmierbar ist.
Der AV-Receiver selber ist trotz diverser, teilweise etwas kleiner Tasten
auf der Vorderseite gut zu bedienen, was auch ein Verdienst des sehr
zuverlässig arbeitenden MCACC ist, das bei weitem nicht so schnell ist wie
das automatische Einmesssystem von der Denon-Konkurrenz, dafür aber die
höchste Betriebssicherheit aufweist. Das Display ist bei starkem externen
Lichteinfall nicht mehr optimal abzulesen.

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Die sich nach unten verjüngende Form hebt die Fernbedienung
des AVR-230 von anderen Modellen ab. Funktional ergeben sich dadurch
keine Nachteile. Die Navigationseinheit ist griffgünstig untergebracht und
wird von vier weiteren Funktionstasten flankiert. Im oberen Bereich des
IR-Gebers ist das Messmikrophon für den Pegelabgleich untergebracht. Die
Tasten der Fernbedienung leuchten in der Dunkelheit, sind allerdings
teilweise etwas klein. Das Einpegeln des LS-Systems geht problemlos
vonstatten, da der 230er auch ein OSD hat, ist das Setup recht schnell
beendet. Schick, aber nicht übertrieben funktional sind die Tasten am
Gerät selber. Das Display ist gut ablesbar.
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Gut, wenn auch nicht aus ästhetischen Aspekten betrachtet
elegant, ist bei der
AVR-2105-Fernbedienung die farbliche Abgrenzung der einzelnen Tastenfelder
gelöst. Die wichtigsten Funktionselemente leuchten zudem im Dunkeln. Das
Navi-Kreuz sitzt jedoch zu tief, außerdem ist das Tastendruck-Gefühl bei
diesem Funktionselement etwas
schwammig. Insgesamt aus bedienungstechnischer Sicht ein guter IR-Commander,
dem leider eine Programmiermöglichkeit fehlt (nur vorprogrammiert) - daher
hat derjenige Anwender Pech, der eine Komponente steuern will deren IR-Codes
sich nicht in der vorprogrammierten Bibliothek befindet. Ausgezeichnete
Zensuren verdient sich das Auto Room Setup, das allerdings im Falle des
2105ers nicht noch von einem aufwändigen Room Equalizer flankiert wird.
Daher bleibt es hier bei der Justage der Basisfunktionen
Lautsprechergröße, Lautsprecherpegel und Laufzeitanpassung. Etwas zu klein
sind die leicht fummeligen Tasten im schwarzen Plastikbereich unterhalb des
Displays, ansonsten lassen sich auch alle Funktionselemente am Gerät selber
gut bedienen. Gut: Auch ein OSD ist mit dabei.

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Das praktisch kleine, beleuchtete LC-Display, das die gerade
aktivierte Funktionsebene der Fernbedienung anzeigt, ist Yamaha-typisch und
sorgt bei der Remote Control des RX-V750 für einen gediegenen Eindruck.
Auch der Tastendruckpunkt ist ordentlich, weniger gefiel uns das dezentral
platzierte Navigationskreuz, das zudem recht unübersichtlich beschriftet
ist und sich durch seine schwarze Farbe kaum vom Gehäuse der Fernbedienung
abhebt. Gut: Funktionstasten für die einzelnen DSP-Programme. Das Display
des 750ers lässt sich vorzüglich ablesen und besticht durch die
augenfreundliche Farbgebung. Die Funktionselemente am Gerät selber sind
ohne Schwierigkeiten zu bedienen. Das Einmesssystem YPAO arbeitet zwar nicht
rekordverdächtig schnell, aber recht genau - wenngleich versierte
Heimcineasten, wie bei den anderen Systemen von Pioneer und Denon auch,
lieber noch zusätzlich selber "Hand anlegen". Prima: OSD ist auch
vorhanden, die Menüeinteilung ist summa summarum gelungen.
-
Leider sind die Tasten auf der Fernbedienung des Kenwood
KRF-X9080D etwas klein, auch der Druckpunkt könnte präziser, die
Reichweite der Fernbedienung höher sein. Gut: Die farblich unterschiedlichen
Tastengruppen. Fehl liegt Kenwood nur in der Annahme, dass sich die
hellgrauen Tasten wirklich gut vom mausgrauen Gehäuse abheben - hier täte
ein besserer Kontrast Not. Das kleine LC-Display zeigt die gerade aktive
Funktionsebene an, der Lautstärkeregler der FB ist griffgünstig. Leider
fehlt ein OSD, und eine Einpegelhilfe gibt es nicht. Die Bedienelemente am
Gerät selbst sind einfach zu bedienen, praktisch sind die einzelnen Tasten
für die Anwahl der Quellen.

Aufgrund der identischen Fernbedienung und des fast
gleichen Bedienkonzepts gilt auch beim 1400er: Das kleine, beleuchtete und
praktische LC-Display, das die gerade
aktivierte Funktionsebene der Fernbedienung anzeigt, ist Yamaha-typisch und
sorgt bei der Remote Control des RX-V750 für einen gediegenen Eindruck.
Auch der Tastendruckpunkt ist ordentlich, weniger gefiel uns auch hier das dezentral
platzierte Navigationskreuz, das zudem recht unübersichtlich beschriftet
ist und sich durch seine schwarze Farbe kaum vom Gehäuse der Fernbedienung
abhebt. Gut: Funktionstasten für die einzelnen DSP-Programme. Das Display
des 1400ers lässt sich ebenfalls vorzüglich ablesen und gefällt durch die
augenfreundliche Farbgebung. Die Funktionselemente am Gerät selber sind
ohne Schwierigkeiten zu bedienen. Das Einmesssystem YPAO arbeitet zwar nicht
rekordverdächtig schnell, aber recht genau - wenngleich versierte
Heimcineasten, wie bei den anderen Systemen von Pioneer und Denon auch,
lieber noch zusätzlich selber "Hand anlegen". Die
Zuverlässigkeit des aktuell im 750er verbauten Systems bot die Variante im
1400er noch nicht. Öfters wurden in der Praxis nicht existente
Verkabelungsfehler attestiert. Die Menüeinteilung des OSD erweist sich
insgesamt als durchdacht. 
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Die Fernbedienung des Marantz SR-7400 mit großem LC-Display
ist ein echtes Schmuckstück - beleuchtet ist sie nämlich auch noch und
bietet einen sehr guten Funktionsüberblick selbst bei schlechten
Lichtverhältnissen. Lediglich einige Tasten sind etwas arg klein geraten.
Der AV-Receiver selber gefällt mit einem präzisen Testtongenerator, so
dass gerade erfahrenen "Einpegler" gut auf ein automatisches
Einmesssystem verzichten können. das Display des Marantz ist tadellos
ablesbar, die Bedienelemente am Gerät selber sind ohne Schwierigkeiten zu
verwalten.

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Das zu tief untergebrachte Navigationskreuz missfällt uns
an der Fernbedienung des Denon AVR-2805 - das Gleiche haben wir auch schon
beim 2105 bemängelt. So übersichtlich wie die des "kleinen
Bruders" ist die Fernbedienung des 2805ers aufgrund der höheren
Tastenanzahl aber nicht. Ansonsten: Extrem schnelles Auto Room Setup mit
hoher Betriebssicherheit, wie bei den beiden anderen Denons auch ein
vorzügliches, präzise Messungen erlaubendes Mikrophon, umfangreicher Room
EQ. Die Bedienelemente am Gerät selber sind einfach in der Handhabung. Von
exzellenter Qualität ist das 2-zeilige Display, das die Ein- und
Ausgangssignalkonfiguration anzeigt.

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Ohne Höhen und Tiefen ist die Fernbedienung des Pioneer
VSX-AX3 - was fehlt, ist eine Beleuchtungsmöglichkeit, was gefällt, ist
das zentrale Navigationskreuz. Das sehr zuverlässige und recht exakt
arbeitende MCACC ist ein großer Pluspunkt des soliden AV-Receivers. Hinter
einer Klappe sind die weniger oft benötigten Bedienelemente auf der Front
des VSX-AX3 gut und übersichtlich untergebracht. Das Display ist prima
ablesbar.

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Über eine überragende Fernbedienung verfügt der Harman
Kardon AVR-630. Das LC-Display und die beiden großflächigen
Multifunktionselemente sichern einen guten Bedienkomfort - nur könnten alle
Funktionstasten noch etwas leichtgängiger sein. Prima sind die sehr
umfangreichen Bassmanagement-Optionen zu bedienen, so ist ein sehr genauer
Abgleich auf das verwendete Lautsprechersystem möglich. Das Gerätedisplay
ist tadellos ablesbar, das Einpegeln der Lautsprecher geht mit Hilfe von
EZSet rasch und recht genau vonstatten. Eher das Design als die
Funktionalität stand bei den Bedienelementen am Gerät selber im
Vordergrund.

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Innovativ wirkt sie, die Fernbedienung des Denon AVR-3805,
denn nur die Tasten, deren Funktionen gerade benötigt werden, leuchten auf
- hervorragend im abgedunkelten Heimkinoraum. Bei hellichtem Tage oder in
künstlich stark beleuchteten Räumen hingegen erweist sich diese Lösung
als nicht der Weisheit letzter Schluss, denn unter diesen letztgenannten
Bedingungen ist die Fernbedienung nicht optimal ablesbar. Das Auto
Setup-Programm und der hochwertige parametrische Equalizer leisten eine
stimmige und eine sehr schnell vonstatten gehende Einmessarbeit. Nur sehr
versierter Anwender optimieren noch manuell. Optimal sind das hochwertige
Messmikrophon und das 2-zeilige Gerätedisplay, das stets exzellent ablesbar
ist und viele Informationen bereit hält.

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Schon hinlänglich bekannt ist die Fernbedienung des Onkyo
TX-NR801E. Sie ist übersichtlich und ermöglicht mit dem großen, zentralen
Navigationskreuz eine leichte Bedienbarkeit, das Navi-Kreuz ist allerdings
nicht hundertprozentig präzise geführt, der Druckpunkt der Tasten ist
zudem etwas unklar definiert. Ausgezeichnet gefallen uns die Darstellung und
die Ablesbarkeit des Gerätedisplays. Alle Bedienelemente am Receiver selber
sind sehr solide ausgeführt, stellenweise aber etwas zu klein geraten. Der
sehr gute Testtongenerator macht das Einpegeln einfach.
Klang
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Alle Geräte getestet mit dem identischen Lautsprechersystem
Jamo D 7 und identischer Verkabelung von Oehlbach
im gleichen Hörraum
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Zuspieler: Denon DVD-A1
-
Software: Star Wars Episode 1, Die Mumie kehrt zurück,
Stirb an einem anderen Tag, DTS Demo DVD Nr. 5 (U-571, Titan A.E.), DTS Demo
DVD Nr. 7 ("E.T", "The Fast and the Furious", "Behind
Enemy Lines", "Chronos" Trailer), DTS DVD Audio Music Sampler
(Insane Clown Posse, "Ain't no Bidness"), THX Ultimate Demo DVD
(Sequenz aus "Star Wars Episode 1, Pod Race", THX "Broadway-Trailer")
DTS 96/24/DVD Audio-DVD "Brasilian Bossa" (alle Tracks), "Breakthrough
into a new Dimension", Dabringhaus und Grimm DVD Audio-Sampler (alle
Tracks), 5.1 DTS/Dolby Digital-DVD, Ludwig van Beethoven
"Pastorale" (Naxos-DVD, gewählte Tonspur DTS), Stereo-CD
"1812 Ouvertüre" von Peter Tschaikowsky, "Pastorale"
von Ludwig van Beethoven, diesmal auf CD, Sampler-CD "Mozart 200
Edition", CD "Michael Schumacher Bass Beat Box", eigentlich
gedacht, um Car HiFi-Anlagen auf Bassgüte zu überprüfen, ist klanglich
extrem gut aufgenommen mit knackigen Höhen und sehr kräftigem Bass), DJ
Networkx Vol. 17, Future Trance, Volume 24
Beginnen wir mit einer echten Überraschung - nämlich
unserem günstigsten AV-Receiver im Test, dem Pioneer VSX-D814.
Natürlich darf man von ihm keine großen akustischen Wunder erwarten, gerade
was Feinfühligkeit und Detailarbeit betrifft, merkt man schon, dass hier kein
hochpreisiges Gerät arbeitet. Trotzdem müssen wir vor dem Pioneer den Hut
ziehen, denn bereits mit seiner für ein 400 EUR-Gerät hervorragenden
Pegelfestigkeit überrascht unser Testkandidat. Gerade in kleineren bis
mittleren Hörräumen sind mit dem 814er richtig große Sprünge möglich, es
kommt wahres Multichannel-Feeling beim Auditorium auf. Insgesamt sorgt der
Pioneer durch seine Antrittsstärke, sein beachtliches Volumen und durch seinen
kräftigen, ausreichend präzisen Bassbereich für Freude. Bei Mehrkanal-Musik
agiert der Receiver dynamisch und kraftvoll, wenn es um eine höchst saubere,
akkurate Wiedergabe gerade von Jazz oder Klassik geht, muss der VSX-D814
allerdings passen, was ihm in Anbetracht des Kaufpreises auch nicht zu verdenken
ist. Wahre Musik-Liebhaber sollten sich daher, so unser Tipp, in höheren Preisklassen
umsehen. Das Gleiche gilt für die Freunde eines gepflegten 2-Kanal-Stereoklangs
- die Stereoqualität ist zwar
für seine Preisregion ordentlich, der Klang ist recht homogen und stimmig, wer
jedoch genauer hinhört, wird rasch herausfinden, dass ein differenzierter
Bühnenaufbau und ein sehr transparenter Hochtonbereich nicht zum Repertoire des
kräftigen Pioneer gehören - summa summarum kein Gerät für Zweikanalfans.
Beachtlich gut klingt der 814er in DTS Neo:6, mit frischer, recht klarer
Wiedergabe überzeugt er vor allem im Musik-Modus. Wer Filmmaterial aufpolieren
möchte, greift wegen des voluminöseren Basses und der druckvolleren
Effektwiedergabe lieber zu Dolby Pro Logic IIx.
Der nächste Kandidat, der Harman Kardon AVR-230,
bietet für seine 599 EUR noch immer hervorragende Leistungen - noch immer, weil
er bereits länger auf dem Markt ist als die direkten Konkurrenten von Yamaha
(RX-V750) und Denon (AVR-2105).
Besonders beeindruckt der HK im Stereobetrieb, wo er mit überragender Klarheit
und seiner differenzierten, sauber strukturierten Wiedergabe alle Konkurrenten
dieser Preisliga in die Schranken weist. Die Show des Harman geht im Logic 7
Music-Modus weiter, wo er so fein detailliert und lebendig wiedergibt, dass die
PLIIx-bewehrten Konkurrenten nicht mitkommen. Im Home Cinema-Betrieb würden wir
lieber zu Pro Logic IIx greifen - doch das hat der HK ebenso wenig wie eine 7.
Endstufe. Wer 7.1 will, muss die erforderliche Endstufen an die Pre-Outs hinten
am Gerät anschließen. Zum Trost: Logic 7 Cinema klingt auch recht kräftig und druckvoll,
das volle Klangpanorama kann man aber genauso wie bei Logic 7 Music erst dann genießen, wenn man einen sehr
hochwertigen Center einsetzt. Im DTS- und Dolby Digital-Betrieb muss sich
Harmans extravagant gestylter Vertreter dem Denon AVR-2105 und dem Yamaha
RX-V750 geschlagen geben - wenn auch nur sehr knapp. Der Yamaha klingt noch
ausgewogener und harmonischer, der Denon tritt noch vehementer an und begeistert
mit dem besten Hochtonbereich. Bei der Bewertung der Klanggüte im Back
Surround-Soundfeld fällt die fehlende 7. Endstufe etwas negativ auf, denn
psychoakustisch ist es viel einfacher, die Effekte als von hinten kommend zu
orten, wenn zwei Boxen in Betrieb sind. Ebenfalls sind zwei Back
Surround-Lautsprecher dem Volumen zuträglich. Was die Pegelfestigkeit
anbetrifft, liegt der Harman zusammen mit dem Denon vorn - auch bei hohen Pegeln
in knapp 30 Quadratmeter großen Hörräumen langt der AVR-230 kräftig hin und
leistet sich keine Schwäche.
Der Yamaha RX-V750 leistet sich einen fehlerlosen Auftritt, denn
er besticht durch seine untadelige Ausgewogenheit - eine Eigenschaft, die
Yamaha AV-Receiver schon immer auszeichnete. Er wäre der Klassenprimus - wenn
es den Denon AVR-2105 nicht gäbe. Der Denon schlägt den Yamaha knapp in der
Pegelfestigkeit und durch seinen sehr sauberen, frischen und gleichzeitig nicht
zu scharfen Hochtonbereich. Der Yamaha stellt im Hochtonbereich nicht ganz so
facettenreich dar. Eine sehr gute Wahl ist der 750er, wenn es
darum geht, nur durchschnittliches Quellmaterial wirkungsvoll aufzupolieren:
Dank seinen ausgezeichneten, mit Liebe zum Detail entwickelten DSP-Programmen
bietet er praktisch für jede Software die passende Wiedergabe-Betriebsart, auch
nur durchschnittliche Musik- oder Film-DVDs klingen so homogen und gefällig.
Die Fasizination, die schlechten Abmischungen fehlt, kann aber natürlich auch
das beste DSP-Programm nicht herbeizaubern. Die klare Stimmwiedergabe, die
nur vom Deon AVR-2105 überboten wird, gefällt ebenso wie
der runde, nicht zu dominante, aber jederzeit kräftige Bassbereich. Tadellos ist Yamaha die Dolby Pro Logic IIx-Integration gelungen, mit viel
Volumen und einer weitläufigen Surround-Klangkulisse werden auch ältere Filme
zu einem echten Erlebnis. Auch für das Aufpolieren von Musik würden wir beim
Yamaha Pro Logic IIx vorziehen, denn DTS Neo:6 klingt hier dünner und weniger
ausdrucksstark. Gut schlägt sich der RX-V750 im Stereobetrieb, wo er auf einem
Level mit dem AVR-2105 rangiert und sich nur dem überragenden Harman geschlagen
geben muss. Der Yamaha tönt lebendig im Hochtonbereich und bieten einen
ordentliche Bühnenaufbau - gut gemacht. Pegelfest ist der RX-V750 ebenfalls,
nur bei sehr großen Lautstärken spielen der Denon und der Harman Kardon noch
freier auf. Hier sollten Yamaha-Fans gleich zum teureren RX-V1400 greifen,
der dem Harman und dem Denon in Bezug auf die Pegelfestigkeit in größeren und
großen Hörräumen keine Chance lässt - nur der Kenwood KRF-X9080D kann lange
Zeit ausgezeichnet mit dem 1400er mithalten. Überhaupt stellt der RX-V1400
die in allen Punkten hörbar stärkere Alternative zum 750er dar - so ein
großer Wurf wie der gerade durch die günstigen Marktpreise nur maßvoll
teurere größere Bruder ist der RX-V750 nicht.
"Heute ein König" - dies trifft ohne Zweifel momentan
auf den AVR-2105 in dieser Preisliga zu. Er tritt bärenstark an und muss sich
hier nur dem "Godzilla-Receiver" Kenwood KRF-X9080D knapp geschlagen
geben, der es krachen lässt, als gäbe es kein Morgen. Der Kenwood hämmert
auch Traumwerte in Bezug auf die Pegelfestigkeit in den Hörraum - schlicht
Wahnsinn für 700 EUR und momentan für das Geld konkurrenzlos. Der Denon muss sich hier zwar
geschlagen geben, hängt aber im Gegenzug den Yamaha RX-V750 knapp ab. Auf
einer Stufe mit dem 2105er ist der Harman Kardon AVR-230 zu finden. Ansonsten
liefert der 2105er nur Bestmarken ab: Auch der 100
EUR teurere Kenwood KRF-X9080D kann nicht den aufgeräumten, klaren und
hundertprozentig überzeugenden Hochtonbereich und die für diese Preisregionen
perfekte Stimmwiedergabe bieten. Durch diese Eigenschaften qualifiziert sich der
noble Denon auch für den Mehrkanal-Musikeinsatz bei Klassik oder Jazz. Erst
für über 200 EUR mehr wird ein deutliches Plus an Detailfreude und Frische geboten, hier,
bei unseren Konkurrenten bis 700 EUR, kann sich der Denon im
Mehrkanal-Musikbetrieb deutlich an die Spitze setzen. Seine Mischung aus Kraft, Frische
und Detailarbeit ist die momentan beste. Mit dieser Mischung kann der AVR-2105
auch bei der Filmtonwiedergabe voll punkten - aus durchschnittlicher bis eher
schlechter Software holt er jedoch nicht ganz so viel akustische Harmonie wie
der Konkurrent von Yamaha. Fazit: Momentan führt der Denon die Preisklasse an,
denn auch die sehr klare und gleichzeitig kräftige Pro Logic II-Integration
überzeugt voll und ganz. Im Hochtonbereich klingt der Denon noch minimal
frischer als der Yamaha. Bei DTS Neo-6 überzeugt die Musikwiedergabe, hier sind
die Filigranität und die natürliche Räumlichkeit wirklich beachtlich, auch
hier geht der Spitzenplatz an den Denon.
Ein richtiger Kracher: Der Kenwood KRF-X9080D klopft schon an
die Tür höherer Preisklassen, wenn es um Wertungen wie Antritt und
Pegelfestigkeit geht. Hier ist er für seinen Kaufpreis ungeschlagen, wer also der absolute Fan von
Action-Reißern ist und diese mit überdurchschnittlich hohen Pegeln durch den
Hörraum scheuchen möchte, sollte zum KRF-X9080D greifen. Er wird zwar
ordentlich heiß, leistet sich aber keinerlei Dynamikeinbrüche. So souverän
wie der Kenwood meistert kein anderes Gerät seiner Preisklasse so hohe
Lautstärken - Gratulation. Ansonsten bietet der Receiver einen richtig
druckvollen, voluminösen Bassbereich, ganz wie es der Action-Fan liebt.
Im Hochtonbereich, der auch noch bei extremen Lautstärken nie aggressiv
wird, muss sich der Kenwood jedoch dem Harman Kardon und vor allem dem Denon
AVR-2105 geschlagen geben, beide Kontrahenten klingen noch feinfühliger und
transparenter. Damit ist das Schicksal des 9080ers auch musikalisch
"besiegelt": Für Hip-Hop- und Techno-Freunde ist der Kenwood bei der
Multichannel-Musikwiedergabe ein kraftvoll zubießende Sound-Maschine,, das die Effekte mit Vehemenz
durch den Hörraum jagt, der dann unversehens zur Disco wird. Liebhaber
von Klassik und Jazzmusik sollten aber lieber zum Denon oder zum Harman Kardon
oder gleich zum harmonischen und klaren Yamaha RX-V1400 greifen. Seiner Auslegung bleibt der Kenwood auch im Dolby Pro Logic IIx-Modus
treu: Der bärenstarke Bassbereich und die Effektwiedergabe lassen es
cineastisch und musikalisch richtig krachen. Viel Detailarbeit interessiert den
Kenwood weniger, wenngleich er, das muss an dieser Stelle hinzugefügt werden,
er in allen Betriebsarten weitaus besser detailliert als der Vorgänger
KRX-X9070D. Aber die Konkurrenz schläft eben auch nicht und hat die Messlatte
in der Zwischenzeit wieder höher gelegt - genauso wie der Kenwood in Bezug auf
die Pegelfestigkeit. Im Stereobetrieb klingt der Kenwood ordentlich, macht
eine Menge Druck, agiert aber nicht besonders sensibel. Fazit: Ein echter
Ballermann für Filmfreaks, die auf Sci-Fi und Action stehen.
Da kann sich
selbst der 850 EUR kostende Yamaha RX-V1400 nur wundern, denn
erst, wenn er sich richtig ins Zeug legt, kann er den Kenwood abhängen. Es ist
immer noch beeindruckend, wie kräftig der Yamaha auch in großen Hörräumen
antritt, viele teurere Geräte bieten nichts Besseres. Man merkt, wie schnelllebig es auf dem AV-Receiver-Markt
zugeht - richtig gute Geräte jedoch bleiben länger frisch: So macht der RX-V750
dem RX-V1400 zwar hausinterne Konkurrenz, kommt aber in seinen Leistungen nicht
an den überragenden größeren Bruder heran. Was zusätzlich zu dieser Feststellung
klar für den 1400er
spricht: Bei den günstigen Marktpreisen ist er bei geschickter Suche kaum
teurer als die UVP des RX-V750 - und erreicht klanglich mit seinem extrem
fundierten, präzisen und klaren Klang nach wie vor exzellente Bewertungen und
empfiehlt sich sowohl für Filmton- als auch für Musikliebhaber als der
passende Begleiter: Er bietet genau die richtige Mischung aus nachhaltiger
Effektdarstellung und kultivierter Feinarbeit. So
ist das Fazit immer noch das gleiche: Bezieht man das
Preis-/Leistungsverhältnis mit ein, ist der 1400er nach wie vor einer der
besten AV-Receiver auf dem Markt, denn er kann alles sehr gut - er klingt ebenso
im PLIIx-Modus weit überdurchschnittlich, bietet auch hier einen straffen und
dennoch voluminösen Bass, er begeistert im DTS Neo:6 Music Mode mit seiner
lebendigen Darstellung und verliert auch bei der Stereowiedergabe nicht an
Boden: Die Detaillierung überzeugt ebenso wie das hohe Maß an Homogenität.
1.000 EUR - dafür kann man schon eine Menge erwarten. Und dass
die hohen Erwartungen sogar noch übertroffen werden können, zeigen der Marantz SR-7400
und der Denon AVR-2805. Letzterer
begeistert vor allem mit seiner Sensibilität. Kleine, feine Nuancen zu einem
gefälligen, weitläufigen Klangeindruck zusammen zu vereinen, das ist die
große Spezialität des sehr musikalischen AVR-2805. Bei Filmen stellt er auch
kleinere Effekte und Umgebungsgeräusche nicht zurück, sondern akzentuiert hier
sehr genau und mit viel Liebe im Detail. Dies liegt ihm mehr, als den "Krawallmacher"
bei großen Effekten zu markieren. Effektsalven gibt er zwar kraftvoll wieder,
aber im direkten Vergleich schlägt der Marantz hier heftiger zu. Er ist dafür
nicht ganz so genau, wenn es um die Einarbeitung von Einzelheiten geht. Für
Liebhaber von Rock- und Popmusik ist der Marantz eine ausgezeichnete Wahl,
während der feinsinnige Denon beweist, dass auch Klassik- oder Jazzliebhaber
keine Unsummen für einen anspruchsvollen Partner ausgeben müssen. Was
die Pegelfestigkeit angeht, sind beide Modelle außerordentlich gut, wenngleich
der Marantz durch sein heftiges Zupacken eine noch größere Affinität zu hohen
Lautstärken suggeriert. Unsere Belastungstests machten aber deutlich, dass
diese anscheinend nochmals höhere Pegelfestigkeit des Marantz nur subjektiver
Natur ist, unter objektiven Maßstäben (3-Stunden-Dauerlauf) liefert der AVR-2805 ebenfalls ausgezeichnete Werte und
leistet sich keine Dynamikeinbrüche - er bleibt sogar im wahrsten Wortsinn
"cooler" als der SR-7400 und wird nicht ganz so heiß. Beide Modelle
demonstrieren eindrucksvoll, dass für 1.000 EUR heutzutage ein rundherum
durchdachtes Konzept möglich ist - das aber je nach Anbieter unterschiedliche
Schwerpunkte setzt, was bei den sich ebenfalls voneinander abhebenden
Käuferwünschen auch alles andere als ein Fehler ist: Der
AVR-2805 besticht durch sein ausgesprochen hohes Maß an Kultiviertheit, hier
kann auch der exzellente "kleine Bruder" AVR-2105 nicht mit. Im
direkten Vergleich spielt dieser zwar in Bezug auf die Herausstellung großer
Effekte zwar bewusster, in Bezug auf die Detaillierung und die gesamte
Aufbauarbeit aber hörbar ungenauer und weniger klar strukturiert. Der Marantz
schlägt die günstigeren Modelle, wenn es um Faktoren wie Bass- und
Effektgewalt geht, gleichzeitig bleibt er immer noch ein "Mann für
Feinheiten", wenngleich er nicht ganz den extrem hohen Level des Denon
erreicht, der durch sein filigranes, stimmiges Auftreten einfach begeistert. Was
Antrittsstärke und Pegelfestigkeit angeht, muss sich der Marantz lange Zeit mit
dem Yamaha RX-V1400 herumärgern, in größeren Hörräumen zieht der hoch
belastbare Marantz dann aber bei hohen Pegeln davon. Der recht kleine
Unterschied beweist erneut, wie gut der Yamaha RX-V1400 gelungen ist. Was die
Integration von Pro Logic IIx betrifft, liefern sich Marantz und Denon einen
harten, aber gerechten Kampf - gerecht darum, weil beide letztendlich anders
ausgelegt sind. Der Denon wirkt leichtfüßiger und verbindlicher, will heißen,
er stellt harmonischer und etwas spritziger da, der Marantz hält mit seiner
Basskraft und der voluminöseren Effektkulisse dagegen. Im Stereobetrieb
geht der Denon denkbar knapp in Führung, beide Modelle stellen für AV-Receiver
sehr erwachsen dar. Mit der besseren Einarbeitung kleiner Facetten sichert sich
der Denon aber einen Vorsprung. Bitte beachten: EINGEFLEISCHTE Stereoliebhaber,
die nur ab und zu einmal einen Film in Surroundklang anhören möchten, greifen
lieber zu einem günstigeren AV-Receiver der 600 EUR Klasse und behalten ihren
alten Stereoverstärker, denn an dessen Klanggüte kommen - wenn es ein gutes
Zweikanalgerät ist - auch die inzwischen tadellos agierenden 1.000 EUR-Offerten
nicht heran.
Der schon ältere, 1.199 EUR kostende Pioneer VSX-AX3
- obwohl erst seit letztem Spätsommer auf dem Markt, muss man schon von älter
reden, so rasch ändert sich alles in der heutigen AV-Receiver-Welt - kann bei
diesen Top-Werten, die die laut UVP (aber nicht in der Praxis!) günstigeren
Modelle von Denon und Marantz bieten, nicht mehr ganz mithalten. Er ist zwar
pegelfest, in größeren Hörräumen jedoch wirkt er nicht so souverän, er
klingt zwar im Hochtonbereich klar und frisch, an diese weit
überdurchschnittliche Leichtigkeit, gepaart mit der ausgezeichneten
Detaillierung, die der AVR-2805 bietet, kommt der VSX-AX3 aber nicht heran. Er
tritt zwar kräftig an, der Marantz mit seiner hervorragenden Dynamik und seinem
massiven Druck zieht aber vorbei. Auch im Pro Logic II-Betrieb (beim Pioneer
noch ohne "x") sind die neueren Konkurrenten einfach besser, der Klang
ist bei beiden homogener, beim Denon zusätzlich sensibler und beim Marantz
kraftvoller. Im DTS Neo:6 Music Mode gibt der Pioneer noch immer eine gute Figur
ab, zum Spitzenplatz reicht es jedoch nicht mehr - ebenso wenig wie beim
Stereoklang, hier klingen die Konkurrenten noch etwas emotionaler, während der
VSX-AX3 etwas zurückhaltender ausgelegt ist. Fazit: Wir sind gespannt auf den
Nachfolger, wer mit dem VSX-AX3 jedoch ein Schnäppchen schlägt und ihn
deutlich unter der unverbindlichen Preisempfehlung einkauft (es soll schon
Offerten um die 700 EUR geben), erhält einen ausgewogenen und ausgereiften
AV-Receiver, der für das dann investierte Geld eine überdurchschnittliche
Leistung abliefert.
Wer auch noch im großen Hörraum eine schon fast
erschreckende Kraftentfaltung realisieren möchte, die hohen Ausgaben für einen
Boliden aber scheut, dem legen wir den Harman Kardon AVR-630
ans Herz. Er lässt bei der Wiedergabe großer, effektreicher Filmproduktionen
alle Geschehnisse so vehement spüren, dass beim Auditorium die
Adrenalinproduktion massiv steigt - blumig ausgedrückt. Nüchterner gesagt
realisiert der AVR-630 durch die großartige Dynamik und die Leistungsreserven
seiner Endstufen ein kraftstrotzendes, direktes Filmerlebnis, gepaart mit hoher
Effektpräzision und einer klaren Surround- und Fronteffekt-Kulisse. Manche
behaupten, sogar der kleinere Harman Kardon AVR-430 wäre leistungsstärker -
wir können dies nicht nachvollziehen, denn die unnachgiebige, schon beinahe
brachiale Wucht des 630ers bringen selbst manche teureren Geräte nicht mit.
Günstigere, anerkannt gute Konkurrenten wie die schon oft erwähnten Yamaha
RX-V1400 und Marantz SR-7400, für sich betrachtet ebenfalls sehr kräftig
antretend, müssen sich der schieren Gewalt des Harman beugen. Wer nun zu der
Auffassung kommt, der 630er wäre ein vor Kraft berstender Grobmotoriker, muss rasch
umdenken, denn es steckt noch eine zweite Seele im - wie passend -
zweifarbig gehaltenen Gehäuse, nämlich die des Feingeistes, der bei der Mehrkanal-Musikwiedergabe Instrumente
charismatisch darstellt und ein großes Talent bei der Wiedergabe von Stimmen
besitzt. Von dieser faszinierenden Gegensätzlichkeit "lebt" der
AVR-630, dies zeigt sich auch im Logic 7 Music-Betrieb, wo er feinfühlig
aufbaut, gleichzeitig aber eine unglaubliche Energie mitbringt. Pro Logic 2
(kein PL2x bei unserem Testgerät) und Neo:6 kommen weder im Film- noch im
Musikbetrieb an die Leistungen von Logic 7 heran, alles klingt erwachsener und
exakter, wenn Harmans konzerneigener Surround-Aufpolierer ans Werk geht. Bleibt
der Stereoeinsatz, und wie von Harman Kardon-Receivern gewohnt, agiert auch der
AVR-630 hier auf hohem Niveau, das sogar anspruchsvolle Stereohörer überzeugen
dürfte. Er spielt kristallklar auf, bietet einen guten Bühnenaufbau und einen
sehr kräftigen Bass. "Dr. Jekyll und Mr. Hyde" - der AVR-630 bietet
ein extrem weit gefasstes Spektrum bei seinen Talenten.
Er ist schön. Er ist optimal ausgestattet. Und er klingt extrem
ausgewogen. Wie kann es anders sein, die Rede ist vom Denon AVR-3805,
der so harmonisch agiert, dass er dadurch einen breiten Käuferkreis anspricht.
Dabei ist "harmonisch" keinesfalls mit "langweilig" zu
verwechseln, das genau ist das Besondere am 3805er. Er schafft es, auf der einen
Seite eine sehr hohe klangliche Homogenität sicherzustellen und auf der anderen
Seite doch einen tiefen, emotionalen und überdurchschnittlich dynamischen Klang
zu realisieren. Im Mehrkanal-Musikeinsatz detailliert er ausgezeichnet und gibt
Dynamiksprünge dank der geschmeidigen, hoch belastbaren Endstufen mit großer
Gelassenheit wieder. Er ist verbindlicher ausgelegt als der AVR-630, auch bei
weniger gutem Quellmaterial erreicht der Denon noch prima Werte, er ist hier
erstaunlicherweise weniger anspruchsvoll als die "kleinen Brüder"
AVR-2105 und AVR-2805, was seine Qualitäten als flexibles Multitalent noch
deutlicher werden lässt. Seine PLIIx-Integration passt in dieses Bild, denn
sowohl Filme als auch Musik werden so gut wiedergegeben, dass der 3805er schon
an Harmans exzellentes Logic 7 heranreicht - die voluminöse Surround-Kulisse im
PLIIx Movie-Modus ist sogar noch hörbar besser. Bei Klassik und Jazz gefällt
DTS Neo:6 mit seinem frischen, erstaunlich gut detaillierten und natürlichen
Hochtonbereich. Und im Stereoeinsatz? Ebenfalls eitel Sonnenschein, nur der
AVR-630 kann seine Spitzenposition durch die noch facettenreichere Wiedergabe,
die kleine Einzelheiten plastischer einarbeitet, behaupten.
Kommen wir zur größten Überraschung unseres AVR-Mastertests -
dem Onkyo TX-NR801E. Natürlich, er ist mit einer UVP von 1.699 EUR auch
nochmals ein gutes Stück teurer, dadurch, dass er schon länger auf dem Markt
ist, ist das Preisniveau in der Praxis aber etwas niedriger und die Differenz zu
den Konkurrenten wird etwas kleiner. Akustisch jedenfalls, das steht fest nach
unseren ausführlichen Tests, muss sich der exzellente Onkyo hinter niemandem
verstecken, ganz im Gegenteil: Er verfährt nach ähnlichem Rezept wie der AVR-3805,
denn auch der TX-NR801E ist ein wahrer Universalist. Es gibt nichts, was er
nicht kann, und die Tatsache, dass noch kein PLIIx vorhanden ist, wird durch die
harmonische und gelungene PLII-Integration und die hervorragende
Neo:6-Implantierung aufgewogen: Immer bietet der Receiver einen runden, sehr
gefälligen Bassbereich, eine sehr angenehme Stimmwiedergabe und einen
schnellen, exakten Effektaufbau. Diese Eigenschaften sichern ihm auch in der
Mehrkanal-Musik- und der Filmtonwertung den Spitzenplatz unter allen hier
getesteten AV-Receivern. So rund, so unglaublich angenehm und doch so
tiefgehend-emotional klingt kein anderer.
Man kann dem Onkyo stundenlang zuhören, denn er verbindet auf eine für diese
Preisliga beeindruckende Art und Weise einen harmonischen Klang mit einer ins
Detail gehenden, dynamisch-lebendigen Wiedergabe - ganz wie der AVR-3805. Nur
setzt der Onkyo noch eins drauf, was man besonders gut bei extrem hochwertiger
DTS 96/24- und DVD Audio-Software merkt: Hier spricht er noch sensibler auf
Einzelheiten an und fügt sie so gut zu einem kompletten akustischen Bild
zusammen, dass hier schon praktisch Boliden-Niveau erreicht wird. Die
Pegelfestigkeit des Onkyo macht ihm ebenfalls keinen Strich durch die Rechnung,
denn der Onkyo bleibt von höchsten Lautstärken extrem unbeeindruckt - er wird
noch nicht einmal überdurchschnittlich heiß. Auch hier also eine erstklassige
Leistung, zumal der Onkyo bei sehr hohen Lautstärken am wenigsten aggressiv von
allen getesteten Geräten reagiert, was zur Folge hat, dass man gern und ohne
Reue einmal richtig laut hören möchte. Stereo-Liebhaber können sich den TX-NR801E ebenfalls vormerken, denn
sein minimal warmer, sehr mitreißender, fein detaillierter Stereoklang ist der
mit Abstand beste im gesamten Teilnehmerfeld. So ist das Resultat deutlich: Der TX-NR801E dominiert akustisch unseren Mastertest- keine Chance
für die jüngere Konkurrenz. Anzulasten ist dies dem AVR-3805 und dem AVR--630
jedoch nicht, schließlich ist eine Preisdifferenz laut UVP von 350 EUR
(Denon) bzw. 400 EUR (Harman Kardon) alles andere als ein Pappenstiel. Daran,
dass der AVR-3805 das in seiner Preisklasse führende Gerät ist, ändert der
Durchmarsch des Onkyo auch nichts. Bemerkenswert ist jedoch, dass der Kunde für
den Mehrpreis des TX-NR801E auch ein hörbares Mehr an Klangqualität einkauft.
Fazit
Die beiden teuersten Geräte und ein mit 850 EUR auch nicht
gerade zu den günstigsten Offerten dieses Teilnehmerfeldes gehörendes Gerät liegen im Endeffekt vorn -
Ungerechtigkeit? Verkehrte Welt? Haben wir das Preis-/Leistungsverhältnis nicht
berücksichtigt? Wir können nur antworten: Keine Aufregung, natürlich sind
alle Faktoren mit in die Bewertung eingeflossen, und auch unter der Einbeziehung des
Preis-/Leistungsverhältnisses punkten der Onkyo TX-NR801E, der Denon AVR-3805 und der
Yamaha RX-V1400 voll. Alle drei Geräte bieten weit überdurchschnittlich viel,
Onkyo und Denon sogar praktisch schon Bolidenfeeling. Der Onkyo liegt klanglich
bereits bedrohlich nahe an weitaus teureren Offerten, denen es schwer fiele, im direkten
Vergleich akustisch klar zu machen, wieso sie einen so gesalzenen Mehrpreis bei
der Anschaffung verschlingen. Der Denon
bietet ein Ausstattungsvolumen auf, das nicht nur in seiner Klasse einzigartig
ist - hier müssen sich viele teurere Modelle hinten anstellen, eine so geballte
Ladung Hightech bieten sie nicht. Der Yamaha RX-V1400 beweist, dass eine
überragende Leistungsfähigkeit, eine durch und durch aufwändige Konzeption,
eine vollauf überzeugende, Langlebigkeit ausstrahlende Verarbeitung auch für
deutlich unter 1.000 EUR möglich ist. Besonders beeindruckend wird die
Spitzenplatzierung des RX-V1400 dadurch, dass er bereits seit geraumer Zeit auf
dem Markt ist und, so mutmaßen wir, sogar schon bald durch einen Nachfolger
ersetzt wird, der es schwer haben dürfte, diesen Spitzen-Receiver zu
überbieten. Durch diese Ausnahmestellungen, die sie
einnehmen, zeigen Onkyo, Denon und Yamaha den Weg auf: Für noch bezahlbare Preise
bekommen auch anspruchsvolle Kunden ein extrem schlagkräftiges Paket geschnürt,
so dass nur hemmungslose Pegeltreiber und kompromisslose High
End-Freaks, die einen AV-Receiver oder -Verstärker suchen, der in größten
Hörräumen höchste Lautstärken locker wie ein Gastspiel bei
Zimmerlautstärke wegsteckt, bei Bedarf auf "Mr. Harmony" umschalten
kann und das letzte Quäntchen Detailtreue aufbietet, wirklich einen Boliden
oberster Kategorie benötigen. Für alle anderen reichen der Onkyo und der Denon
bestens aus -wer etwas "bescheidenere" Ansprüche stellt, wird auch
mit dem viel günstigeren Yamaha hervorragend fahren - und das verdient Anerkennung. Natürlich dürfen wir die
preisgünstigen Kandidaten nicht vergessen, die alle zeigen, wie hoch die
Leistungsdichte heute ist - einen negativen Ausreißer leistete sich selbst
unser mit Abstand günstigster Testkandidat, der Pioneer VSX-D814 nicht.
Es gibt, so zeigt dieser Test deutlich, auch zu Preisen bis 1.000 EUR eine sehr
attraktive Auswahl leistungsstarker AV-Maschinen - keine von ihnen ist perfekt,
aber die Geräte operieren auf einem insgesamt sehr lobenswerten Niveau - dies
sorgt dafür, dass der Kaufinteressent, wenn er seine Prioritäten kennt und
danach sein Wunschmodell auswählt, beste Chancen hat, einen Fehlkauf zu
vermeiden.
Onkyo TX-NR801E

Mastertest-Gesamtsieger
08. September 2004
Das Fazit unseres Mastertests ist eine summa summarum doch eine
echte Überraschung: Der bereits ältere Onkyo TX-NR801E holt sich verdient den
Gesamtsieg im hochklassigen Teilnehmerfeld. Man muss allerdings hinzufügen,
dass er laut UVP auch das mit Abstand teuerste Gerät ist - oftmals ist es
in der Praxis jedoch so, dass zwar viel Geld für AV-Komponenten verlangt wird,
diese aber nicht unbedingt besser als günstigere Offerten sind. Der Onkyo
gewinnt aufgrund seines im höchsten Maße ausgewogenen, kultivierten,
facettenreichen und mitreißenden Klangs - im Grunde ist er ähnlich ausgelegt
wie der AVR-3805, leistet jedoch noch etwas mehr Detailarbeit und verleiht dem
Klangbild noch mehr Atmosphäre und Tiefe. Zusätzlich für den Onkyo spricht
seine ausgezeichnete Pegelfestigkeit, auch bei hohen Pegeln bietet er eine
souveräne Gelassenheit, die viele teurere Angebote kaum erreichen
dürften. Dass er noch kein Pro Logic IIx hat, fällt kaum ins Gewicht,
denn seine harmonische Pro Logic II-Integration ist ebenso überzeugend wie der
frische, natürliche Neo:6-Music-Klang. Auch Stereohörer, die einen zweikanalig
talentierten AV-Receiver suchen, sind beim TX-NR801E bestens aufgehoben, er
bietet ein plastisches, exakt aufgebautes Klangbild und einen angenehm straffen,
klar definierten Bass. Was die Ausstattung betrifft, so kann der Onkyo mit einem
THX Select-Zertifikat und vor allem mit seiner Net Tune-Funktion glänzen, die
es erlaubt, den heimischen PC als Server und den Onkyo als Wiedergabemedium zu
nutzen - einzigartig in diesem Teilnehmerfeld. Weiter gehen die Pluspunkte mit
der überragenden Verarbeitung, der Onkyo strahlt Langlebigkeit und Solidität,
gepaart mit einem sehr gefälligen, klassischen, aber nicht langweiligen Design
aus. Die Bedienung ist einfach, dank des sehr guten Testtongenerators stellt die
Abwesenheit eines automatisierten Lautsprechereinmeßssystems auch kaum ein
Problem dar. Gibt es denn keine Minuspunkte bei unserem Gesamtsieger? Doch, auch
die gibt es, man muss jedoch genauer hinsehen. So bringt der, wie erwähnt,
schon etwas ältere Onkyo keine digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle mit
(der Denon AVR-3805 verfügt über Denon Link), und die Knöpfe der übersichtlichen und hochwertigen Fernbedienung
sind teilweise etwas schwergängig. De billigen Standfüße bilden keinen
würdigen Abschluss für eine so hochwertige Komponente. Auch das froschgrüne
Display der schwarzen Version ist zumindest gewöhnungsbedürftig, wer es anders
lieber mag, nimmt den silbernen 801er, der kommt dann mit einem eleganten
Display in heller Bernsteinfarbe. Fazit: Klang wie in der Bolidenklasse für
einen fairen Betrag - das sichert dem attraktiven Onkyo den Gesamtsieg.
Gratulation.
Denon AVR-3805

Mastertest Ausstattungs- und Preis-/Leistungs-Gesamtsieger
1.000 bis 1.500 EUR
08. September 2004
Dass es der TX-NR801E leicht gehabt hätte, die Konkurrenz zu
distanzieren, wäre eine falsche Interpretation des Testausgangs - denn
gerade der Denon AVR-3805 macht mit seiner extrem umfangreichen Ausstattung selbst dem rund 350 EUR teureren Modell zu
schaffen. Auch dann, wenn man mit einbezieht, dass der ältere Onkyo bereits
günstiger zu haben ist, stellt der 3805er einen extrem harten Widersacher da,
und da auch der Denon bei geschickter Suche schon
unter der UVP angeboten wird, relativiert sich der Abstand wieder
größtenteils. Fest steht auf jeden Fall, dass Denon das momentan mit Abstand
beste Gesamtpaket in der Preisklasse bis 1.500 EUR geschnürt hat - so viel
kultiviertes Auftreten, so viel Ausstattung, hochwertige Baugruppen und optische
Qualität findet man momentan sonst nirgendwo. Daher bekommt der Denon verdient
den zweiten von drei zu vergebenen Mastertest-Titeln - den des Ausstattungs- und
Preis-/Leistungssiegers in der Preisklasse von 1.000 bis 1.500 EUR. Der AVR-3805 führt die schlagkräftige Denon-Armada
momentan an, kein zweiter Hersteller kann momentan ein AV-Receiver-Lineup mit
einer solchen Gesamtstärke aufbieten wie Denon. Der AVR-3805 hat alles, was
auch anspruchsvolle Mehrkanal-Liebhaber brauchen, um glücklich zu werden: Eine
digitale Hochgeschwindigkeitsschnittstelle, einen Aufbau, wie ihn sonst niemand
in dieser Preisliga bietet, eine Klangqualität, die in allen Betriebsarten
vollauf überzeugt, eine solide Verarbeitung, eine gelungene Optik, ein sehr
gutes Bedienungskonzept, eines der besten Display, das momentan verbaut wird
(zweizeilig mit Anzeige der Ein- und Ausgangssignal-Konfiguration) und ein
exzellent funktionierendes Lautsprecher-Einmesssystem. Kritik gibt es nur im
Detail: So könnte die innovative Fernbedienung bei Tageslicht noch besser
abzulesen sein, wie sich bei groß angelegten Testreihen zeigte, ist die
Qualität bei häufigem Gebrauch auch nicht perfekt, die Oberfläche zeigt
recht schnell leichte Abnutzungserscheinungen.
Yamaha RX-V1400

Mastertest Ausstattungs- und Preis-/Leistungs-Gesamtsieger
500 bis 1.000 EUR
08. September 2004
"Alte Besen kehren gut" - eine alte Weisheit, die sich
im sehr schnelllebigen AV-Komponenten-Business jedoch nicht immer bewahrheitet. Oft
sind es die "neuen Besen", die richtig die Borsten fliegen lassen und
für frischen Wind sorgen. Doch es gibt eine zweite alte Weisheit, und die
besagt, dass Ausnahmen die Regel bestätigen, und diese Ausnahme von der Regel
ist in unserem Falle der Yamaha RX-V1400. Obwohl bereits länger auf dem Markt,
bietet er noch immer ein für seinen Kaufpreis unschlagbares Ausstattungspaket.
Zu bedenken ist ferner, dass der RX-V1400 in der Praxis auch schon deutlich
unter seiner unverbindlichen Preisempfehlung zu bekommen ist. Sicherlich, der
"König der 1.000 EUR-Klasse", der Denon AVR-2805, klingt noch
kultivierter, feinfühliger - aber der Yamaha ist 150 EUR günstiger, das ist
für viele schon eine Menge Geld, und klingt, gerade wenn man über normales und
kein überdimensioniertes Equipment verfügt - was in vielen Fällen zutreffen
dürfte - in der täglichen Hörpraxis kaum schlechter. Das zeichnet den Yamaha
wirklich aus: Auch im Zusammenspiel mit nicht allzu teuren Lautsprechersets
bietet er eine hervorragende akustische Gesamtharmonie. Mit seinen Gewinn
bringenden DSP-Programmen ist der Yamaha auch sehr gut dazu geeignet, akustisch
weniger überzeugendem Quellmaterial wirkungsvoll auf die Sprünge zu helfen.
Seine nobel-zurückhaltende Ausstrahlung, seine gediegene Verarbeitung und die
sehr reichhaltige Anschlussbestückung sind weitere Aspekte, die für den
RX-V1400 sprechen. Die Bedienung ist insgesamt einfach. Als einziger Kritikpunkt
bleibt so die verbesserungswürdige Betriebssicherheit des automatischen
Lautsprecher-Einmesssystems YPAO.
Harman Kardon AVR-630

Mastertest Spezialtipp: Extrem leistungsstarkes Kraftpaket mit exzellenten
Zweikanalqualitäten
Auch er ist nicht zu unterschätzen: Der extrem kräftig
antretende Harman Kardon AVR-630 ist außerordentlich pegelfest und
effektgewaltig und wird aufgrund dieser Leistungen mit unserem "Spezialtipp"-Prädikat
ausgezeichnet. Er imponiert mit seiner ausgezeichneten, sehr sauber
strukturierten Logic 7-Wiedergabe, allerdings verlangt der AV-Receiver nach
einem entsprechend leistungsfähigen Lautsprechersystem, sollen die akustischen
Vorteile auch komplett genutzt werden. Im Stereobetrieb hält der Harman auch
den AVR-3805 auf Distanz und muss sich nur dem Gesamtsieger von Onkyo, der ein
gutes Stück teurer ist, geschlagen geben. Insgesamt ist der wilde und doch
detailverliebte Harman ein Gerät, das durch seine Gegensätzlichkeit unheimlich
viel Spaß bereitet - wie ein Vulkan, umgeben von lieblicher Natur. Ausgewogener
ist der Denon AVR-3805, aber der Harman weckt Begeisterung und Emotionen. Er ist
auch durchdacht konstruiert, was das aufwändige Bassmanagement, der flexible
Fronteingang und die hervorragende Fernbedienung beweisen. Schwächen gibt es
neben vielen Stärken auch: So ist die Gehäusefront aus Kunststoff, hier
gehört in diesen Preisregionen Metall hin - ohne Frage. Der blau beleuchtete
Lautstärkedrehregler hat uns durch seine schicke Optik zwar im Einzeltest
begeistert, vermittelt aber nicht das Gefühl von Haltbarkeit, das die
Konkurrenten mit solidem Metallregler bieten. Ebenfalls fehlt eine digitale
Highspeed-Schnittstelle. Dass der Harman nicht über ein vollautomatisches
Einmesssystem verfügt, ist hingegen weniger tragisch, denn die Einpegelung der
Lautsprecher funktioniert mit EZSet sehr gut, und der Rest ist ebenfalls schnell
erledigt, wenn man etwas Erfahrung mitbringt.
Der Rest des Teilnehmerfeldes in preislich
absteigender Reihenfolge:
Pioneer VSX-AX3
Vorsicht, Schnäppchenalarm - der Pioneer ist bereits länger am Markt und als
ausgereifter AV-Receiver günstig zu haben
Die unverbindliche Preisempfehlung von 1.199 ist eher noch von
theoretischer Bedeutung, in der Praxis ist der VSX-AX3 sehr günstig zu bekommen
- das macht ihn noch immer zu einem interessanten Gerät. Zu Höchstleistungen
kann er sich in diesem hochkarätig besetzten Teilnehmerfeld nicht mehr
aufschwingen, dazu sind die neueren Konkurrenten einfach zu gut geworden.
Wirklich gravierende Schwächen leistet sich der Pioneer aber bis auf die
fehlenden YUV-Anschlüsse keine, seine gesamte Erscheinung wirkt noch immer sehr
nobel und vermittelt echtes Oberklasse-Feeling. Akustisch klingt der Pioneer
sehr ausgewogen, mit einem guten Hochtonbereich und einer ordentlichen
Detailtreue, von unten jedoch machen Denon AVR-2805 und Marantz SR-7400
mächtigen Druck und lassen dem Pioneer im direkten Vergleich nicht allzu viele
Chancen, der Denon detailliert noch sorgfältiger, und beim Marantz geht es
einfach noch besser voran. Großer Pluspunkte des Pioneer ist das zuverlässige,
unkritische MCACC, das mit hoher Betriebssicherheit und einfacher Bedienung
gefällt. So rasend schnell wie bei Denon stehen die Ergebnisse des
Einmessvorgangs aber nicht fest.
Hier tut sich was: Der Marantz SR-7400 bietet tolles Home
Theatre-Feeling und eine hohe Leistungsbereitschaft
Für 1.000 EUR treibt der Marantz gerade actiongeladene Filme
mit großem Nachdruck durch den Hörraum - gleichzeitig aber entpuppt er sich
nicht als grobschlächtiger "Effektkracher", sondern macht sich auch
gut, wenn klassische Musik auf einer Multichannel DVD wiedergegeben werden soll.
Die sehr präzise Einarbeitung kleiner Details, die der "Kollege"
von Denon nochmals sauberer hinbekommt, ist ordentlich gelungenen.
Hervorragend gelungen ist die mitgelieferte Fernbedienung, die zusammen mit dem
IR-Controller des AVR-630 die beste Lösung hier im Testfeld darstellt. Der
eingebaute hochwertige Videokonverter kann ebenfalls überzeugen. Die
Verarbeitung des Gehäuses ist Marantz-typisch ebenso gut wie der eingebaute
Testtongenerator, der ein präzises Einpegeln erleichtert. Dass der SR-7400
nicht über ein spezielles Einmmesssystem verfügt, ist insgesamt kein
wirklicher Mängel. Nachbessern sollte Marantz aber bei den
Subwoofer-Übernahmefrequenzen - hier würde sich ein breites Spektrum an
Angeboten nicht schlecht machen. Und: Zwar ist das Ergebnis noch in Ordnung,
frühere Marantz-Geräte waren im Inneren aber noch sorgfältiger aufgebaut. Der
Konkurrent von Denon, der AVR-2105, scheint dem optischen Eindruck nach mit mehr
Liebe zumDdetail zusammengesetzt worden zu sein. Funktional jedoch ergibt es
kein Nachteil für den Marantz.
Kultivierte Glanzleistung - der Denon AVR-2805 ist eine
besondere Empfehlung für kostenbewusste Musikliebhaber
Mehrkanal-Musikliebhaber, insbesondere Jazz- und Klassikfans,
aufgepasst: Denn der AVR-2805 benimmt sich wie ein wahrer Gentleman und ist so
höflich, auch kleine musikalische Details mit viel Finesse einzuarbeiten. Klar,
dass er nicht die höchst präzise, feinfühlige Muße an den Tag legt wie der
Onkyo TX-NR801E, aber für seinen Kaufpreis ist der Denon die erste Wahl.
Wie kein anderes Gerät der 1000 EUR-Liga sorgt der AV-Receiver mit
ausgezeichnetem, sehr schnellen Auto Room Setup und tadellosem EQ (der nur den
Subwoofer etwas zu zurückhaltend einpegelt) für zufriedene Gesichter bei
Musikbegeisterten - bislang musste für einen solchen "Musikanten"
weitaus mehr berappt werden. Bei der Filmtonwiedergabe besticht wiederum die
Detailvielfalt, der Denon verfügt zwar über eine ausgezeichnete
Pegelfestigkeit, ist aber kein Gerät, das alle Arten von Effekten mit
brachialer Gewalt durch den Hörraum scheucht. Er legt eher Wert auf eine
komplette, tief gehende Darstellung, die auch genauem Hinhören Stand hält. Die
Dolby Pro Logic II-Integration besticht ebenfalls durch Detailtreue, Präzision
und den guten Hochtonbereich, der bei Musikalischem allerdings bei Neo:6 noch
feinfühliger ist. Zu loben ist ebenfalls der gute Stereoklang. Der Denon
punktet weiter mit seiner beispielhaften Verarbeitung, dies trifft nicht nur die
schöne "Hülle" zu, sondern auch auf das aufgeräumte, sauber
zusammengebaute Innenleben. Ferner beeindruckt der 2805er mit seinem vom
AVR-3805 übernommenen Display. Eher durchschnittlich ist es um die Güte des
mitgelieferten IR-Commanders bestellt, der noch so gerade der Preisklasse
gerecht wird.
Der THX Select-Terminator: Der Kenwood KRF-X9080D lässt es
mit Nachdruck krachen
Es gab einmal ein Lied, das bestand zu einem beträchtlichen
Teil aus dem Satz: "Es geht voran" - dieses Lied ist dem Kenwood
KRF-X9080D wie auf den Leib geschneidert, denn bei ihm geht es auch unglaublich
voran. Er blüht auf, wenn es um die Darstellung effektgewaltiger
Großproduktionen geht, er gibt alles, wenn Hip-Hop- oder Techno-Tracks
pulsierend durch den Hörraum jagen. Sein sehr kräftiger, massiv
zupackender Bassbereich und seine hervorragende Pegelfestigkeit sind die
herausragenden Merkmale des Kenwood, der damit für 700 EUR echtes Home Cinema
bietet. Filigranarbeit hingegen sieht er nonchalanter als die Konkurrenten, er
erreicht bei der Detailwiedergabe daher auch keine Topwerte, wenngleich er
besser abschneidet als seine Vorgänger. Im Pro Logic IIx-Betrieb fasziniert
ebenfalls sein bärenstarker Antritt, leichtfüßiger und sensibler agiert der
Denon AVR-2105. Insgesamt ist der solide aufgebaute Kenwood ein hervorragendes
Gerät für preisbewusste Actionfilmliebhaber, das noch keine "neumodischen
Errungenschaften" wie automatische Einmesssysteme mitbringt.
Die beste Offerte bis 600 EUR - der Denon AVR-2105 ist edel
und akustisch ausdrucksstark
Und wieder Denon - auch der dritte Teilnehmer der beliebten
Marke macht seinem Hersteller keine Schande und brilliert mit vielseitigen
musikalischen Einsatzmöglichkeiten, seinem sehr guten Antritt, seiner für die
Preisklasse extrem edlen Verarbeitung und dem außerordentlich schnellen Auto
Room Setup mit sehr hochwertigem Mikrophon. Im Stereobetrieb klingt er schon
erwachsen, im PLII-Einsatz nuanciert und lebendig - sehr gut. Schwächen gibt es
wenig, zu nennen wären die lediglich vorprogrammierte Fernbedienung und die
YUV-Terminals mit nur 30 MHz Bandbreite.
Ausgewogener DSP-Fachmann, der aber nicht an die Brillanz des
"großen Bruders" heranreicht
Das ist, kurz zusammengefasst, das Dilemma, in dem sich der
Yamaha RX-V750 befindet: Es geht so zu wie in Familien mit mehreren Kindern, wo
sich der kleine Bruder an den Spitzenleistungen des großen Bruders messen
lassen muss, der gerade in der dritten Mathematikarbeit hintereinander eine
glatte Eins mit nach Hause gebracht hat. Einsen hagelte es bei uns auch wieder
für den RX-V1400, der dem für sich betrachtet zweifellos tadellosen kleinen
Bruder nur wenig Chancen lässt: Der 1400er ist in der Praxis nur maßvoll
teurer, deutlich pegelstärker, er klingt differenzierter, emotionaler und im
Hochtonbereich hörbar transparenter - kurzum, für seinen Kaufpreis ein
Traumgerät, denn auch die Verarbeitung wirkt noch solider als bereits sehr gute
des kleineren Yamaha. Trost für den RX-V750: In seiner Preisklasse gehört er
auf jeden Fall zur Spitzengruppe, muss aber akzeptieren, dass der Denon AVR-2105
momentan die Spitzenposition inne hat.
Extravaganter Soundexperte mit dem klassenbesten Stereoklang
und drei Surroundaufpolierern
Der Harman Kardon AVR-230 ist ein heißer Tipp für alle, die
einen guten Stereoklang auch von einem 600 EUR-AV-Receiver ewarten: Er klingt
sehr facettenreich und zudem äußerst angenehm. Ferner überzeugt Logic 7 mit
seiner gelungenen Hochtonwiedergabe und dem präzisen Bassbereich. Pegelfest ist
der 230er, wie alle Harman-Geräte, ebenfalls, und er sieht extravagant und
schick aus. Nicht unsere Zustimmung finden die Plastikfront und die Abwesenheit
einer siebten Endstufe. Immerhin kann man via Pre-Out nachrüsten, was aber mit
zusätzlichem Aufwand und Kosten verbunden ist.
Der Pioneer VSX-D814 ist ein nahezu ideales Gerät für
qualitätsbewusste Einsteiger
Mehrkanal-Einsteiger haben in vielen Fällen kein extrem großes
Budget zur Verfügung, vielmehr muss mit dem wenigen Geld gut geplant werden,
damit man nicht nachher zwar mit Boxen und DVD-Spieler, aber ohne AV-Receiver
dasteht. Bei solchen Überlegungen ist der Pioneer eine große Hilfe, denn er
bietet eine prima Pegelfestigkeit, einen stimmigen Klang und eine hervorragende
Ausstattung inklusive betriebssicherem MCACC für unter 400 EUR - eine sehr
empfehlenswerte Lösung. Dass der günstige AV-Receiver nicht die akustische
Reinheit und das Maß an kultiviertem Auftreten bietet, das die teureren
Offerten hier haben, dürfte niemanden ernsthaft überraschen.
Text: Carsten Rampacher
08. September 2004
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