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TEST: Vantage iBox - Android-basierter Netzwerk Mediaplayer

18.07.2013 (phk/sw)

Vantage iBox zur UVP von 149 EUR

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Das Produkt

Digital Spezialist und Distributor Sky Vision erweitert sein Portfolio und bietet den Android-basierten Netzwerkplayer iBox von Vantage an, der zur unverbindlichen Preisempfehlung von 149 EUR erhältlich ist. Im Gegensatz zu anderen Netzwerkplayern auf Android-Basis will die iBox nicht nur einen im Regelfall limitierten Zugriff auf den Google Play Store, sondern einen deutlich flexibleren Funktionsumfang bieten. Dazu gehören mit Video on Demand-Diensten wie maxdome und Zugriff auf TV-Mediatheken ein vollwertiges Smart TV-Portal, außerdem natürlich DLNA-Funktionalität mit Video-Streaming und sogar ein Web-Browser ist integriert. Gesteuert werden soll das ganze entweder mit der beiliegenden, konventionellen Fernbedienung oder einer für Android-Geräte erhältlichen App.

Frontansicht iBox

Detailverarbeitung

Fernbedienung

In der 180mm x 125mm x 40mm messenden, recht kompakten Box steckt ein 1 GHz SingleCore-Prozessor, 1 GB DDR 3 Arbeitsspeicher sowie 2 GB Flash-Speicher für das Betriebssystem, Apps und Firmware-Updates. Beim Netzwerk-Anschluss handelt es sich um einen 10/100 MBit Ethernet-Slot.

Abgesehen von einem Teil der Unterseite, der aus Metall besteht und auch als Kühlkörper fungiert, ist die iBox komplett aus Kunststoff und bringt daher gerade mal 300g auf die Waage. Nichtsdestotrotz ist das Gerät recht sauber verarbeitet, minimal steht der Deckel des Gehäuses an vereinzelten Stellen über die Seitenwände hinaus. Der Deckel ist zudem matt gehalten, während Front- und Seitenteile in hochglanzschwarz erscheinen. Ein Display bietet die iBox nicht, lediglich eine LED mit Status-Anzeige (Rot für aus, Gründ für an) ist integriert. Zwei der Standfüße sind aus Kunststoff, zwei aus Gummi - das Leichtgewicht steht in jedem Fall recht sicher im AV-Rack.

Die beiliegende Fernbedienung aus Kunststoff ist recht einfach gehalten, bietet aber gummierte Tasten einen ausgezeichneten Tastendruckpunkt. Mittig ist ein Navigationskreuz und eine OK-Taste untergebracht, zudem gibt es Direktzugriff auf Video on Demand, Foxxum, etc. sowie Wiedergabetasten. Zwei AAA-Batterien benötigt die Fernbedienung für den Betrieb.

Verfügbare Anschlüsse

Die Vantage iBox wird mit einem beiliegenden Netzwerkstecker betrieben und via Ethernetkabel in das vorhandene Heimnetzwerk für die Nutzung der Internetfunktionen und DLNA-Streaming eingebunden. Außerdem ist das Gerät WLAN-ready, es kann also ein USB-WLAN-Stick für die drahtlose Netzwerkverbindung angesteckt werden, so stehen der iBox auch gleich zwei USB-Slots zur Verfügung, damit zusätzlich zum WLAN-Stick eine externe Festplatte ihren Anschluss findet. Wem die zwei USB-Slots nicht ausreichen, der kann natürlich die Anschlüsse mittels eines USB-Hubs auch erweitern. Eine SD-Karte kann ebenfalls als externes Speichermedium dienen, hier werden SD-Karten mit 64 GB probemlos erkannt. Audio- und Videosignale werden von der iBox ausschließlich digital an einen angeschlossenen Receiver bzw. ein angeschlossenes Bildwiedergabegerät ausgegeben. Neben dem HMDI-Ausgang (Version 1.4) ist auch ein optischer TOSLINK-Digitalausgang integriert. Zusätzlich steht ein IR Slot zur Verfügung.

Setup und Bedienung

Anzeige während des Bootvorgangs

Willkommensbildschirm

Sprachwahl

Netzwerkeinstellungen

Bildeinstellungen

Benutzerinformationen eingeben

Hier: Eingabe der Mailadresse mit der Fernbedienung

Abschluss des Installationsassistenten

Beim ersten Start der iBox öffnet sich ein kurzer, aber sinnvoller Installationsassistent. Nachdem die gewünschte Sprache - Deutsch oder Englisch - gewählt ist, wird die Netzwerkeinrichtung vorgenommen. Bei einem aktivem DHCP-Server und dem Anschluss per Kabel sind keine weiteren Einstellungen notwendig, auch eine statische IP-Adresse kann aber eingegeben werden. Sollte man über einen WLAN USB-Stick verfügen, kann auch hier direkt die WIFI-Einrichtung erfolgen. Hier ergattert sich die iBox sofort einen Pluspunkt: es muss kein spezifischer Vantage WiFi-Stick verwendet werden, wir konnten mit einem beliebigem WLAN-Stick die drahtlose Verbindung problemlos herstellen. Im nächsten Schritt wird die Auflösung, Bildschirmposition und Größe justiert. Die iBox gibt das Videosignal wahlweise in 576p, 720p, 1080i und 1080p aus. Bildwiederholraten können hier leider nicht festgelegt werden, bei 1080p sendet das Android-Gerät das Signal in 50Hz an den TV. Die horizontale und vertikale Größe müssen wir in unserem Fall noch von 80 auf den Wert 100 anpassen. Nun erfolgt die Eingabe der Benutzerinformationen und das Festlegen eines Passwortes, danach ist das Initialsetup abgeschlossen.

Firmware-Update nach dem Setup

Nach der Erstinstallation sucht die iBox automatisch nach Firmware-Updates und führt diese bei Bedarf auch gleich aus. Nach unserem ersten Start lädt die iBox sofort das Upgrade auf das Ice Cream Sandwich Betriebssystem von Android und weitere Updates herunter. Bei der ersten Suche und beim Finden mehrerer Updates können hier schon mal einige Minuten vergehen, das sollte aber bei den folgenden, einzelnen Updates aber kein Problem mehr darstellen.

Grundmenü der iBox

Das Zahnrad ganz rechts im Grundmenü öffnet die Einstellungen

Netzwerk-Settings

 

Videoausgabe-Einstellungen

Tonausgabe-Einstellungen

System

Die iBox verfügt über ein ansprechendes und hochauflösendes Hauptmenü. Zügig reagiert das Android-Gerät auf Eingabebefehle, sowohl im Einstellungsmenü als auch bei den Multimedia-Features. Leider gibt es in den Videoausgabe-Einstellungen keine erweiterten Funktionen gegenüber dem Installationassistenten, eine Einstellung der Bildwiederholrate ist also nicht möglich, die 50 Bilder pro Sekunde sind fest. Unter Tonausgabe lässt sich noch einstellen ob die Ausgabe des Audiosignals in LPCM oder ein Passthrough des digitalen Bitstreams erfolgen soll.

Kostenlose Vantage App

IP-Eingabe der iBox

Komplette Steuerung möglich

Smartphone-Tastatur nutzen

Touchpad

Suchen wir im Google Play Store nach Vantage iBox finden wir genau eine Applikation - Vantage iBox RCU. Nach dem kostenlosen herunterladen und installieren des Programms fragt uns die App nach der IP-Adresse des Android-Gerätes. Sollten wir diese nicht parat haben, müssen wir in den Netzwerkeinstellungen der iBox nachsehen. Nach der manuellen Eingabe der IP verbindet sich die App prompt und wir können die iBox mit dem Smartphone steuern. Wirklich sinnvoll ist die Funktion der App, dass die Tastatur des Smartphones oder Tablets sowie eine Touchpad-ähnliche Oberfläche für die Nutzung des Browsers verwendet werden kann kann. Davon abgesehen entsprechen die Steuerungsmöglichkeiten der App in etwa der konventionellen Fernbedienung.

Multimedia-Features

Apps

Öffnen wir den Reiter "Apps" bei der Vantage iBox wird uns eine Übersicht der verfügbaren Applikationen und Anwendungen präsentiert. Foxxum, maxdome und tunein werden mit großem Logo, quasi als Aushängeschild, gezeigt. Rechts daneben, etwas kleiner, sind dann Apps wie Youtube, ein Kalender, Fotogalerie, E-Mail, etc. zu finden. Mit App Search und dem 1Mobile Market können weitere Anwendungen gesucht und heruntergeladen werden. Auch das DLNA-Streaming oder die Wiedergabe von einem externen USB-Medium kann von hier aus gestartet werden, das ist allerdings auch direkt aus dem Reiter "Multimedia" heraus möglich.

Foxxum Smart TV Portal - Sprache wählen

Übersicht

Mit Foxxum erhält man Zugriff auf ein umfangreiches und stets wachsendes Smart TV-Portal, das von Mediatheken über Internetradio bis hin zu Nachrichteninhalten und mehr eine flexible Auswahl bietet. Dazu gehören die Mediatheken von Das Erste, ZDF, arte+7, NDR, rbb, tagesschau sowie regionale Sender wie Jena TV, Uckermark TV, Südthüringer Regional Fernsehen, Potsdam TV, etc.

Neben den Mediatheken stehen aber auch viele weitere Angebote zur Verfügung, diese sind zur besseren Übersicht in verschiedene Kategorien unterteilt. Hier eine kleine Auswahl:

Video

  • Kinderkino.de
  • muzu.tv
  • netzwelt
  • chip tv
  • myspass.de
  • welt der wunder
  • KiKA
  • SZ TV
  • putpat
  • jazzthing.tv
  • Rockalarm
  • Festivalguide
  • freshmilk.tv
  • nuna.tv
  • PC Welt
  • etc.

Sport

  • kicker.tv
  • spobox.tv
  • spox.com
  • kanalsport
  • Motorsporttotal.com
  • kanalsport
  • aquatv
  • Fitness
  • skippers.tv
  • bold.dk
  • mmanuts
  • hockeysverige.se

News

  • bild.de
  • aufeminin TV
  • 20minutos.es
  • France 24
  • kino.de
  • cinetrailer
  • RadioTon
  • Hardware.info
  • newz.dk
  • digitalbloom
  • etc.

Eine beachtliche Auswahl! Klar, einige Elemente überschneiden sich, da es sich sowohl um ein Videoportal als auch News handelt - aber dennoch sollte im Foxxum Smart-Portal für jeden etwas dabei sein. Unter Neue Apps kann man sich die Neuzugänge ansehen und unter Favoriten kann man seine Lieblings-Apps markieren, dazu ist aber ein Nutzerprofil erforderlich, das kostenlos eingerichtet werden kann.

maxdome Online-Videothek

Mit maxdome ist auf der Vantage iBox Deutschlands größte Online-Videothek integriert. Sowohl aktuelle Blockbuster als auch Filmklassiker mit Kultstatus der alten Schule finden sich im Katalog des Video-on-Demand-Dienstes. Viele Angebote, besonders aktuelle Filme, sind auch im Originalton und in HD-Qualität verfügbar. Die Zahlungsmöglichkeiten bei maxdome sind recht flexibel, so ist die Abwicklung nach Einzelabruf oder direkt mit einem monatlichem Premium-Abo kein Problem.

Für TuneIn ist unter Apps ebenfalls ein Direktzugriff möglich. TuneIn ist eine Internetradioplattform aus den USA, die eine riesige Auswahl an Radiostationen sowie Podcasts bietet.

Reiter Multimedia

Unter Multimedia greift die iBox auf Dateien zu, die auf dem internen Speicher oder einem via USB angeschlossenen, externen Speicher liegen. Fotos, Videos und Musik werden hier wiedergegeben. Erfreut stellen wir fest, dass die iBox flink und zügig durch die verschiedenen Kategorien und Dateiordner navigiert - das gilt nicht nur bei der Medienwiedergabe von USB sondern ebenfalls vom Netzwerk über DLNA. Hierfür muss man allerdings unter Apps die DLNA-Funktion aufrufen. Unter Fotos gibt uns die iBox die Möglichkeit eine Slideshow zu starten, wiedergegeben werden sowohl JPEGS, PNGs als auch Bitmaps. Bei Musikdateien ist er ebenso wenig wählerisch und spielt MP3s, AAC und auch FLAC-Dateien wieder - allerdings nicht in High Resolution. Ebenfalls sehr flexibel zeigt sich die iBox bei der Wiedergabe von Videodateien. Hier gelingen AVCHD-Aufnahmen, DiVX-AVI, HDTV TS-Aufnahmen, Quicktime MP4-Dateien, h.264-Streams im MKV-Container (auch HD) sowie WMV-Files. Die iBox kommt quasi mit allem zurecht, was wir ihr vorlegen.

Browser

Google-/Yahoo-/Youtube-Suche

Unter Browser kann man mit der iBox im Internet surfen. Einige interessante Webseiten sind bereits als Bookmarks gespeichert und können direkt vom Menü aus gestartet werden. HTML5-Support und das Anzeigen von Flash-Inhalten ist kein Problem. Für höheren Bedienkomfort kann via USB eine Tastatur angeschlossen werden - oder man verwendet die Smartphone-Tastatur in Kombination mit der iBox-App. Tipp: Wer einen anderen Browser verwenden möchte, lädt ihn sich einfach aus dem Store. Unter Suche kann man direkt die Suchmaschinen Google und Yahoo nutzen oder das Video-Angebot von Youtube durchsuchen.

Fazit

Die Vantage iBox ist ein Android-basierter Netzwerk-Mediaplayer und begeistert durch ein umfangreiches Funktions- und Feature-Angebot. Das kompakte Gerät ist dank einem umfassenden Installationsassistenten schnell und komfortabel eingerichtet. Nach der Einbindung ins Netzwerk inklusive Internetzugang stehen sämtliche Features der iBox zur Verfügung - dazu gehört mit Foxxum ein üppig bestücktes Smart TV-Portal, Deutschlands größte Online-Videothek maxdome, TuneIn Internetradio sowie das komplette Angebot des 1mobile App Markets, zu dessen Angebot Apps wie Spotify, etc. zählen - bei manchen Apps hatten wir bei Download und Installation Probleme, dies war aber die Ausnahme. Von USB oder via DLNA spielt die iBox Fotos, Musik und Videos ab. In diesem Bereich präsentiert er sich auch als sehr flexibel und kommt mit einer Vielzahl an Dateiformaten zurecht. Videophile Anwender werden trotz der großen Formateauswahl nicht vollends glücklich, da die iBox die Inhalte stets mit einer Bildwiederholrate von 50 Hz an das Bildwiedergabegerät weiterleitet, 24 oder 60 Hz sind nicht möglich. Die Bedienung der iBox gefällt durch flinkes Reaktionsverhalten, dem möglichen Anschluss einer USB-Tastatur und der Android-App. Erhältlich ist das Gerät für den Fachhändler direkt bei www.sky-vision.de, der Endkunde bezieht das Gerät beim Händler des Vertrauens.

Flexibler Netzwerk-Multimediaplayer auf Android-Basis

Android-basierter Netzwerk-Mediaplayer
Test 18. Juli 2013

+ Problemlose Einrichtung
+ Ansprechendes Menü
+ Große Auswahl im 1Mobile App Market
+ Große Auswahl an kompatiblen Dateiformaten
+ Kompatibel mit beliebigem WiFi-Stick

- Videoausgabe in 1080p ausschließlich mit der Bildwiederholrate von 50 Hz



Test: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 18. Juli 2013

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