TEST: Teufel 5.1 Komplett-System Central AV Cubycon 2

25.01.2013 (cr/bar/sw)

Das Produkt

Auf der Teufel Webseite steht „Home Entertainment ganz anders. Ganz einfach“. Was genau können wir uns darunter vorstellen? Eine komplette Heimkino-Mehrkanalanlage für 1.799 EUR, die aus einem DecoderStation 7 genannten Vorverstärker, den eleganten Cubycon 2 Satelliten und einem Subwoofer besteht. Der aktive Subwoofer nimmt die Rolle der Leistungsendstufe wahr, denn im Subwoofer sind alle für den Betrieb relevanten Endstufen eingebaut. Was aber soll an dieser Lösung besonders einfach sein? Teufel verspricht eine besonders komfortable Installation, mit wenig Aufwand arbeiten die präzise aufeinander abgestimmten Komponenten perfekt miteinander zusammen. Wie sieht es mit zeitgemäßer Ausstattung aus? Hier offeriert die DecoderStation 7 3HDMI-Eingänge und 1 HDMI-Ausgang. Gut für ein so kompaktes Gerät (lediglich 27 cm breit), 17 cm tief und 6,5 cm hoch, das Gewicht liegt bei 2 kg), wenig im Vergleich zu hochwertigen AV-Receivern. Natürlich entsprechen die HDMI-Terminals der 3-D-fähigen Spezifikation 1.4a. Decoder für die aktuellen HD-Tonformate bringt Teufels DecoderStation 7 ebenfalls mit. 

Frontblende

Schickes Design

Haupt-Bedienelement

Rückseite komplett

Eingebaut sind auch Decoder für Dolby-Prologic 2 und DTS NEO:6. Integriert ist ein Radio-Tuner für FM, AM, MW und UKW. Durch spezielle Maßnahmen konnte der Standby-Stromverbrauch auf 0,5 Watt heruntergesetzt werden. Optisch und haptisch kann die DecoderStation 7 voll punkten. Das Gehäuse wirkt solide verarbeitet, auf der Rückseite sind alle Anschlüsse fest eingepasst. Die Optik ist gefällig und zeitlos. Außer den bereits erwähnten HDMI-Anschlüssen finden sich noch zwei coaxiale Digital-Eingänge, ein optischer Digital-Eingang, zwei analoge Cinch-Stereoeingänge, zwei 3,5 mm Miniklinkeneingänge und ein 3,5 mm Kopfhörerausgang. Die Verbindung zu den Endstufen im Subwoofer wird über einen 5.1 Cinch-Ausgang hergestellt. Das Angebot an Anschlüssen wird durch eine RC-Preout-Cinch-Stereo-Form ergänzt. Natürlich gibt es auch Anschlüsse für die verschiedenen Radio-Tuner.

Bei allem Lob bezüglich Optik und praktischem Nutzen der mit einem Bildschirmmenü ausgestatteten DecoderStation 7 müssen wir auch Kritik üben. Im Inneren der DecoderStation 7 werden Video-Signale lediglich durchgeleitet, es können aber keine eingehenden SD-Video-Signale auf HD hochkonvertiert werden. Auch fehlen sämtliche gerade im Trend liegenden Multimedia-Funktionen. Dies erscheint etwas unverständlich, da Teufel problemlos auf das Know-how der ebenfalls zum Konzern gehörenden Marke „Raumfeld“ zurückgreifen könnte. Da die DecoderStation 7 keinen Netzwerkanschluss aufweist und kein WLAN-Modul verbaut ist, gibt es auch keine Netzwerk-Funktionalität. Die auf der Rückseite befindliche USB-Buchse dient lediglich Service-Zwecken. 

Kommen wir zur Inbetriebnahme der Central Station. Schaltet man sie an, erfreut der kleine Vorverstärker mit einem sehr gut ablesbaren 2-zeiligen Display in feiner Auflösung. Die weise Farbgebung des Displays passt sehr gut zur DecoderStation 7. Nun konfigurieren wir die DecoderStation 7 und stellen die Funktionen vor, die für den Betrieb relevant sind. Drückt man auf der mitgelieferten Fernbedienung den zentralen Knopf im Navigationskreuz, öffnet sich das Bildschirmmenü. Dieses ist unterteilt in Tuner, Surround, Klangsteuerung, Pegeljustierung, Quellenpegel, Audiozuordnung, Lautsprecher-Konfiguration und Systemkonfiguration.

Surroundmodi

Dynamikkompression 

Kino-EQ

Höhen- und Bassregler

EQ-Bänder

Pegelangleich

Quellenpegel

Audiozuordnung

Lautsprecher-Konfiguration

System-Konfiguration

Ausschalttimer

Menüsprachen

Im Menüpunkt Surround kann man wählen zwischen 2.1 Stereo, 5.1 Stereo, Dolby Prologic 2 Movie, Dolby Prologic 2 Music, DTS NEO:6 Music und DTS NEO:6 Cinema. Erwähnenswert ist auch der Punkt Klangsteuerung: Bei „Modus“ gibt es die Unterpunkte Dynamikkomprimierung und Kino IQ. Die Dynamikkompression kann ein oder ausgeschaltet bzw. auf Automatik gesetzt werden, der Kino IQ kann aktiviert oder deaktiviert werden. Er dient dazu den Hochtonbereich von Kinofilmen auf die Wiedergabe zuhause anzupassen. Im Unterpunkt Klang finden sich Regler für Höhen und Bässe. Letzter Punkt bei der Klangsteuerung ist der Equalizer. Hier kann der Anwender entweder global für alle Kanäle oder Lautsprecher-selektiv ein Equalizing vornehmen. 

Zu kritisieren sind die fehlerhaften Bezeichnungen von Surround und Surround-Back-Lautsprechern in allen Menüpunkten, die Lautsprechereinstellungen beinhalten. Anstatt Surround-Back-Links und Surround-Back-Rechts werden die Lautsprecher als Rear-Links und Rear-Rechts bezeichnet. In der Praxis aber bedeutet Rear nichts anderes als Surround, d.h. für verschiedene Lautsprecher werden identische Begriffe eingesetzt. Der Equalizer umfasst folgende Bänder 60 Hz, 125 Hz, 250 Hz, 500 Hz, 1 kHz, 2 kHz, 4 kHz, 8 kHz und 16 kHz. Über die Reset-Taste kann der IQ zurückgesetzt werden. Die Pegeljustierung umfasst den Pegelabgleich für jeden einzelnen der beteiligten Lautsprecher inkl. Subwoofer. Eine Testtonfunktion haben wir im Menü nicht gefunden. Beim Quellenpegel kann die Lautstärke jeder einzelnen potentiellen Quelle angepasst werden. Der Punkt Audio-Zuordnung kümmert sich um die Zuweisung verschiedener Audio-Anschlüsse. Bei Lautsprecher-Größen kann die DecoderStation 7 auf verschiedene Lautsprecherkonfigurationen eingestellt werden. Ebenfalls im Lautsprecher-Konfigurationsmenü finden sich für Subwoofer Phase und Lipsync die erforderlichen Einstelloptionen. Sehr genau nimmt es Teufel mit den Einstellmöglichkeiten für die Trendfrequenz. Hier stehen nicht nur verschiedene Trennfrequenzen, sondern innerhalb der Trennfrequenzen auch verschiedene Flankensteilheiten zur Verfügung, nämlich -24 und -36 dB. Auch beim Punkt Lautsprecher-Konfiguration findet sich die obligatorische Möglichkeit, die Entfernung jedes einzelnen Lautsprechers zum Hörplatz einzustellen. Hierbei wird in 25 cm Schritten vorgegangen. 

Insgesamt erscheint uns das Sortiment an Einstellmöglichkeiten in einem leichten Wiederspruch zum Motto „Alles einfach zu stehen“. Selbsterklärend ist das Menü der DecoderStation 7 für weniger versierte Anwender nicht. Der Menüpunkt System-Konfiguration umfasst die Parameter HDMI (hier kann man zwischen CED und ARC wählen) die automatische Abschaltung (20 Min, 60 Min oder nie) der Einschaltpegel (letzter oder fest) die 5.1 und 7.1 Nutzung, das Menü in Deutsch oder Englisch oder aber die Möglichkeit das System zurückzusetzen. 

Fernbedienung

Wahlweise kann man die Bedienung auch ohne OSD direkt mit dem zweizeiligen Display der  DecoderStation 7 vornehmen. Dies funktioniert auf Wunsch auch mit dem Drehrad auch mit Drückfunktion auf der Vorderseite. Kommen wir zur IR-"Kommandozentrale". Die Fernbedienung ist sinnvoll unterteilt, die HDMI-Eingänge beispielsweise können über dedizierte Tasten angewählt werden. Sie ist nicht zu schwer und liegt daher gut in der Hand. Arbeitswinkel und Reichweite sind voll befriedigend. Leider fehlt eine Beleuchtung gänzlich. 

Cubycon-Satellit

Ohne Abdeckungen

Rückseite mit Wandhalterungen

Detailverarbeitung

"Waveguide" Punktschallquellen-Prinzip. Hochtöner sitzt im Mitteltöner

Zweites 80 mm Chassis

Schraubanschlüsse

Frequenzweiche im Lautsprecher

Ausgebautes Chassis

Aus seitlicher Perspektive

Wenden wir uns nun dem mitgelieferten Lautsprecher-Set zu. Die bereits aus dem Einzeltest bekannten Cubycon Satelliten heißen Cub2FCR, die Gehäuse sind aus resonanzarmem Aluminium gefertigt, bestückt sind sie mit 80 mm Coaxial-Treiber und vorgesetzten 20 mm Hornhochtöner in wave-guide Technik plus zusätzlichen 80 mm Mitteltieftöner. Vorzüge der Technik sollen ein ausgewogener Frequenzgang und ein gutes Rundstrahlverhalten bei gleichzeitig hohem Wirkungsgrad sein. Teufel gibt letzteren mit 89 dB (2,83 Volt bei 1 m) an. Kennzeichen des Satelliten ist auch die ordentliche Dauerbelastbarkeit von 100 Watt, die Impulsbelastbarkeit liegt bei 140 Watt. Der Frequenzbereich geht von 200 bis 22.000 Hz, die Nennimpedanz beträgt 4 – 8 Ohm. Die 2-Wege-Bassreflex- Satelliten haben einen Hochtöner aus Seide und Mitteltieftöner aus beschichteter Zellulose. Mit einer Tiefe von 9,5 cm, einer Breite von 9,5 cm und einer Höhe von 19 cm sind die Satelliten sehr kompakt gehalten. Wahlweise können die 1,2 Kilo pro Stck. wiegenden Satelliten stehend oder liegend verwendet werden. Auch die Möglichkeit zur Wandbefestigung sieht Teufel vor. 

Im Subwoofer ist eine Sechskanal-Endstufe eingebaut

Rückseite

3 x 130 mm Tieftöner

Subwoofer-Standfuß

Anschluss an die DecoderStation 7

Lautsprecher-Anschluss

Kabelführung

Übersichtliches Layout

Endstufenlayout

Class D-Endstufe mit insgesamt 350 Watt

Besprechen wir den aktiven Subwoofer, der US5305/6SW heißt. Eingebaut ist eine insgesamt 350 Watt starke ClassD-Digital-Endstufe. Digitale Endstufen haben den Vorteil, dass sie zum einen sehr kompakt sind, zum anderen tritt kaum Verlustwärme auf. Sie arbeiten zuverlässig auch bei hohem Pegel und weisen eine hohe Effizienz auf. Über entsprechende Cinch-Eingänge nimmt der Subwoofer die analogen Audiosignale der DecoderStation 7 entgegen.  Alle im Set enthaltenen Cubycon Satelliten werden mittels Schraubanschlüssen am Subwoofer angeschlossen. Optisch schon beeindruckend wirken die 3 auf der Subwoofer-Vorderseite verbauten Tieftöner mit jeweils 130 mm Durchmesser, die Membrane bestehen aus Polypropylen. Der Subwoofer arbeitet mit der DPU-Bassreflextechnik. Viele Subwoofer sind als Bassreflex-Konstruktion ausgeführt, gerade bei hohem Pegel jedoch können die Bassreflexöffnungen akustisch unschöne Strömungsgeräusche verursachen. Durch exakte Berechnung der Bassreflexöffnung und spezielle Schallführung wird dies bei der DPU-Technik beinahe völlig eliminiert. Auch bei beträchtlichen Lautstärken sind keine Strömungsgeräusche zu hören. Löblich beim aktiven Subwoofer ist die geringe Standby-Leistungsaufnahme von lediglich 0,5 Watt. Im Betrieb beträgt die maximale Leistungsaufnahme 350 Watt, auf jeden Satelliten entfallen davon max. 40 Watt Sinus, auf den Subwoofer-Kanal kräftige 150 Watt Sinus. Der Subwoofer wiegt 15,4 kg, ist 49,2 cm hoch, 21 cm breit und 50 cm tief. 

Wenden wir uns nun der Verarbeitung der Satelliten und des Subwoofers zu. Löblich ist, dass bei den Satelliten echtes Aluminium als Gehäusematerial zum Einsatz kommt. Durch die Art der Lackierung jedoch wird optisch dieser hohe Materialeinsatz gar nicht deutlich. Erst der haptische Test beweist, dass es sich um kühles, wertiges Aluminium handelt. Würde man die Cubycon Satelliten beispielsweise im Farbton Alu-Natur mit stärkerem Bürsteffekt der Oberfläche anbieten, käme die Anmutung noch deutlich edler zur Geltung. Leichte Kritik verdienen die nicht immer gleichmäßigen Passungen bei den Übergängen des Korpus von Vorder zu Rückseite. Unsere volle Zustimmung finden die hochwertigen Schraubanschlüsse, die auch für Bananenstecker geeignet sind. Der Subwoofer besteht aus MDF und weist gerundete Kanten auf, was den Eindruck von Hochwertigkeit steigert. Durch seine schlanke Bauform passt er optisch sehr gut zu den Satelliten. Das Innenleben des Basslautsprechers zeigt minimalistischen Aufwand – digitale Endstufentechnik benötigt nicht viel Platz. Das gesamte Layout bietet keinen Anlass zur Kritik. 

Das Testequipment
Der Klang

Star Wars Episode III ab Filmbeginn: Im Filmtonbetrieb liefert Teufels Komplettpaket eine saubere Leistung ab. Allerdings sollte im Normalfall der Pegel des Subwoofers leicht auf Plus 2 hochgesetzt werden, dann kommt richtiges Kinofeeling auf. Ideal platziert ist das Central AV- Cubycon 2 in Hörräumen zwischen knapp 15 und gut 25 qm. Der Sternzerstörer, der gleich zu Filmbeginn über den Bildschirm donnert, wird gut bzgl. der Basswiedergabe dargestellt. Der Tiefgang ist beachtlich und dürfte bis auf den absoluten Heimkinoliebhaber praktisch alle ins Auge gefassten Anwenderzielgruppen zufrieden stellen. Die tonal-neutrale und lebendige Abstimmung der Satelliten wird schon bei der Eröffnungsmusik deutlich. Im Verlauf der Raumschlacht überzeugt das Set mit einer homogenen Klangkulisse, die Übergänge zwischen Front und Surround laufen beinahe unmerklich ab. Hier spielt das Cubycon klar den Vorteil der absolut identischen Lautsprecherbestückung aus. Gerade in kleineren Hörräumen entfaltet das Ensemble eine überraschende Räumlichkeit. Überdies können Effekte, sowohl große als auch kleine jederzeit exakt geortet werden. Die 40 Watt Sinusleistung, die für jeden der 5 Satelliten zur Verfügung steht, wirkt auf dem Papier nicht eben üppig. Die Praxis jedoch spricht eine andere Sprache, hier kommt kaum das Gefühl von Leistungsmangel auf. Stimmen werden vom fünften Cubycon Satelliten, der quer Verwendung findet, gerade im Rahmen der kompakten Gehäuseabmessungen, ausgezeichnet wiedergegeben. Nicht nur die Verständlichkeit hat uns überzeugt, auch stimmtypische Merkmale arbeitet Teufels Komplettlösung prima heraus. Die verschiedenen Explosionen im Verlauf der Weltraumschlacht kommen nicht nur mit entsprechendem Nachdruck, sondern auch mit nachvollziehbarer Struktur heraus. 

Stirb Langsam 4.0 – Kapitel 6: In diesem Kapitel sind viele verschiedene Effekte enthalten. Vor allem die Salven aus den Maschinenpistolen und anderen Automatikwaffen des Killerkommandos stellen die AV-Kette vor eine nicht zu unterschätzende Herausforderung. Teufels Centrals-AV-Cubycon 2 stellt sich dieser allerdings mit im wahrsten Sinne des Wortes durchschlagenden Erfolg: Die durch den Hörraum fauchenden und donnernden Schüsse werden präzise und ausgesprochen kraftvoll präsentiert. Bei allem hektischen Treiben vergisst es das Set nicht, auch den Music-Score ansprechend mit einzubinden. Auch bei diesem Filmtonbeispiel fällt die tadellose Wiedergabe von Stimmen auf. Selbst kleinere Effekte bereiten dem Teufel-System kaum Probleme. Nur bei der sehr wuchtigen Explosion des Feuerlöschers gerät der Subwoofer an seine Grenzen, es fehlt an Tiefgang und an Struktur. 

Andrea Bocelli – Vicere – Romanza / A te: Natürliche Räumlichkeit und Dynamik zeichnen das Surroundpaket auch bei den beiden im PCM 5.1 vorliegenden Stücken von Andrea Bocelli aus. Selbstverständlich darf man auch die kultivierte Stimmwiedergabe nicht außer Acht lassen. Gerade bei dieser Blu-ray ist es besonders wichtig, die faszinierende Stimme des italienischen Tenors akkurat zu erfassen. Dies gelingt dem Cubycon Set absolut gesehen gut bezugnehmend auf die Größe des Sets sogar hervorragend. Nie kommt der Eindruck akustischer Ärmlichkeit auf, selbst das bei Sub-Sat-Systemen kritische Thema Übergang Satelliten – Subwoofer findet nur in abgeschwächter Form statt. Es stellt generell bei Subwoofer-Satelliten-Systemen der Übergang von der untersten Grenzfrequenz der Satelliten zur oberen Übernahmefrequenz des Subwoofers ein akustisches Problem dar. Entweder man wählt die Übernahmefrequenz des Subwoofers zu hoch, dann entsteht die Möglichkeit den Subwoofer im Raum zu orten (dies ist nicht erwünscht), oder aber man nimmt mit einer zu tiefen Übernahmefrequenz vorlieb, dann entsteht ein klangliches Loch. Dies hat folgende Bewandtnis – bestimmte selektierte Frequenzen können vom Satelliten bauartbedingt nicht mehr wiedergegeben werden, gleichzeitig aber übernimmt der Subwoofer noch nicht die Wiedergabe. Ist das Teufel-Set korrekt eingestellt, ist dieses klangliche Loch selbst bei Musik kaum spürbar, gleichzeitig kann man den Subwoofer im Hörraum nicht orten. Doch nicht nur der Bass macht die Musik – auch das Saxophon-Solo von Kenny G zu Beginn von „A te“ überzeugt durch Detaillreichtum und lebendige Gesamtwiedergabe. Die sich hinzufügenden Pianoklänge werden mit gelungener Kontur dargestellt.

Tiesto – Disc 2 – Tegan & Sara / Tiesto: Der neutrale und frische Klang ist bei beiden Stücken des niederländischen DJ’s Tiesto herauszuhören. Für den Liebhaber extrem nachdrücklicher Bässe könnte der Subwoofer noch „eine Schippe drauflegen“, wer eine authentische Klangcharakteristik schätzt, wird überzeugt sein von der Vorstellung des Teufel-Ensembles. Verschiedene elektronische Effekte werden mit tadelloser Differenzierung und hoher Impulstreue wiedergegeben. Der Subwoofer ist in der Lage, Kickbässe nahezu ohne störendes Nachschwingen zu übertragen. Das Konzept mit fünf identischen Lautsprechern zeigt auch hier Wirkung. Der Klang wirkt in sich schlüssig und homogen. 

Fazit

Die Akustik des Teufel Central AV Cubycon 2 Sets ist ein echter Höhepunkt. Räumlich gleichmäßig, tonal authentisch und angenehm sowie dynamisch, wird es schwer sein, ein Komplettsystem zu finden, das ähnlich gut klingt. Auch die Pegelfestigkeit dürfte für die meisten praktischen Anwendungen absolut ausreichen. Die elegante Optik und der geringe Platzbedarf sprechen ebenfalls für Teufels Komplettangebot. 

Allerdings herrscht nicht in jeder Disziplin eitler Sonnenschein. Um den Wunschgedanken nach einfachster Installation zur Gänze zu verwirklichen, sollte Teufel beim Cubycon DecoderStation 7-Komplettpaket auf ein automatisches Lautsprecher-Einmesssystem inkl. Room-Equalizing setzen. Gerade für den Neueinsteiger gibt es im Menü zu viele Einstelloptionen und Begrifflichkeiten, deren Sinn und Hintergrund sich der wenig versierte Anwender erst durch Internet und / oder Anleitung vor Augen führen muss.

Nicht ganz verständlich ist auch, dass selbst rudimentäre Multimedia-Funktionen bei der DecoderStation 7 fehlen. Weder über USB, noch über Netzwerk, sind Audio-seitige mediale Funktionen integriert. In Zeiten, in denen jeder 350 EUR AV-Receiver diese Funktionalitäten mitbringt, sollte auch Teufel mitziehen und die stark nachgefragten Features implementieren. 

Insgesamt ist das Central-AV-Cubycon 2 Paket eine optisch sehr gefällige und akustisch überdurchschnittlich starke, kompakte Systemlösung, die bei der Ausstattung allerdings erhebliche Lücken aufweist.

Optisch attraktiv und klanglich sauber abgestimmt, ist das Central AV Cubycon 2 Set eine verlockende Alternative

5.1-Komplettsystem Oberklasse
Test 25. Januar 2013

+ Pegelfest
+ Authentischer, klarer Klang
+ Kräftiger Bass
+ Subwoofer mit sehr gutem Tiefgang
+ Grob- und Feindynamik überzeugend
+ Geringer Platzbedarf
+ Elegante, moderne Optik
+ Im Lautsprechersystem aufwändige Technik verbaut

- Keine Multimedia-Features
- Kein Lautsprecher-Einmesssystem
- Menü nicht im letzten Detail überzeugend

Test: Carsten Rampacher, Barbara Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 25.01.2013

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