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Samsung Soundbar AirTrack HW-F550 mit SoundShare

25.07.2013 (cr/sw)

2.1 Soundbar-System Samsung AirTrack HW-F550 für 499 EUR

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Das Produkt

Samsung liefert für 499 EUR das moderne Soundbar-System AirTrack HW-F550 aus, ausschließlich in schwarzer Version mit schicken silbern hochglänzenden Seitenteilen zu bekommen. Im Lieferumfang enthalten ist auch eine kompakte, formal etwas altbacken wirkende Fernbedienung. Verschiedene DSP-Programme und die "3D Sound Plus" Funktion lassen sich direkt mit der FB steuern. Man kann elementare TV-Funktionen wie Programmwechsel und Eingangswahl ebenfalls mit der Soundbar-Fernbedienung steuern. Es geht aber auch umgekehrt - dass man mit der Fernbedienung des entsprechend geeigneten TV-Gerätes die Lautstärke reguliert. Was die Anbindung an den TV betrifft, zeigt sich die HW-F550 flexibel. De Soundbar wird dann imittels HDMI mit dem TV verbunden. Über ARC ist es möglich, dann den TV-Ton oder den Ton weiterer angeschlossener Quellen über die Soundbar zu hören. Variante B: Mittels drahtlosem und Bluetooth-basiertem SoundShare werden TV (muss entsprechend kompatibel sein) und Soundbar miteinander verbunden. Dann werden alle Quellgeräte plus der TV-Ton über die Soundbar wiedergegeben. 

Praktisch ist das Display an der Soundbar

Rückseitige Anschlüsse: HDMI Und Aux In

USB-Terminal

HDMI Out, optischer Digitaleingang

Bedienelemente an der Soundbar

Gute Verarbeitungs- und Materialqualität

Fernbedienung

Die Soundbar und der Subwoofer verfügen zusammen über 310 Watt (RMS) Systemleistung. 150 Watt entfallen auf den aktiven Subwoofer, 2 x 80 Watt auf die Soundbar. In der Soundbar ist ein 2-Wege-Lautsprechersystem verbaut. Die "Crystal Sound Pro" Digitalverstärkertechnologie soll für lebendigen und kraftvollen Klang sorgen. Ein USB-Anschluss ist ebenfalls vorhanden, schließt man hier ein Medium an, können MP3, WAV, WMA, AAC, OGG und FLAC wiedergegeben werden - sehr flexibel. Über Bluetooth kann der Anwender Smartphones oder Tablets rasch für die Musikwiedergabe über die HW-F550 verwenden. Es findet sich noch ein optischer Digitaleingang an der Soundbar. Verbaut sind Decoder für Dolby Digital und DTS.

Bassreflexsubwoofer

Standfüße des Subwoofers

Schlichter und eleganter wireless-Aktivsubwoofer

Gerundete Kanten

Subwoofer-Unterseite

Subwoofer: Rückseite

Mit Abmessungen von 943 mm (Breite) x 55,3 mm (Höhe) x 64,5 mm (Tiefe) ist die Soundbar sehr kompakt. Der drahtlose Aktivsubwoofer misst 291 mm in der Breite, 369 mm in der Höhe und 291 mm in der Tiefe. Die Soundbar wiegt 1,86 kg, der Subwoofer 7,25 kg. Im Betrieb werden durchschnittlich 24 Watt verbraucht (Soundbar), hinzu kommen 20 Watt für den Woofer. Beide Komponenten liegen mit 0,45 Watt im Standby-Stromverbrauch recht niedrig.

Testequipment
Klang

SoundShare-Einstellungen im Menü des entsprechend kompatiblen Samsung-TVs

Rasch ist die Soundbar mit dem TV verbunden, es kommt zu keinen Aussetzern oder Störungen bei der Übertragung der Tondaten

Wir starten gleich mit der Wiedergabe des 007-Films "Ein Quantum Trost". Hierbei verwenden wir das "Cinema" DSP des Soundbar-Systems. Mit Music, Game, News, TV, Drama und Sports stehen weitere DSP-Programme für andere Quellen zur Verfügung. Wir haben die von Samsung angepriesene "SoundShare" Tonübertragung ausgewählt. Hierbei muss man im Menü eines entsprechend kompatiblen Samsung TVs sicherstellen, dass Soundbar und TV miteinander verbunden sind, was innerhalb weniger Sekunden erledigt ist. Alternativ haben wir auch mit der anderen gängigen Variante getestet, bei der die Soundbar mittels HDMI mit dem TV verbunden wird.

Akustisch macht vor allem der drahtlose Subwoofer gleich von Beginn an massiv Druck und gefällt durch die sehr gute Raumwirkung und den tadellosen Tiefgang. Der Music Score wird lebendig eingebunden, nur die Brillanz im Hochtonbereich könnten ausgeprägter sein. Dann kommt ein immenser Dynamiksprung und man befindet sich inmitten einer erbitterten Verfolungsjagd rund um den Gardasee. 007 wird in seinem Aston Martin DBS von Killern in schwarzen Alfa Romeo 159 verfolgt, die mit automatischen Waffen beinahe ohne Pause auf den britischen Doppelnull-Agenten schießen. Der teure DBS wird bei waghalsigen Fahrmanövern Bonds arg in Mitleidenschaft gezogen und verliert unter anderem auch eine Tür. Die Samsung Soundbar stellt das akustische Geschehen mit sehr guter Dynamik und einer tadellosen Räumlichkeit dar. Mancher Effekt wirkt bei größerem Pegel recht scharf und spitz, Verzerrungen treten nur in recht geringem Ausmaß auf.

Als 007 dann Siena erreicht hat, beginnt zunächst, traditionell nach der "Vorgeschichte", der Titelsong. Hier haben wir aufs Music-DSP umgeschaltet und sind sehr angetan von Bassenergie und Raumwirkung. Nicht ganz so begeistert die Stimmwiedergabe. Hier fehlt es an Kontur im Detail. Zudem kommt es bei - zugegeben recht hoher - Lautstärke doch zu Überspitzungen und leichten Verzerrungen bei der Stimmwiedergabe, im oberen Mitteltonbereich mischt sich ein leicht blecherner Klang hinzu. Hier hilft es nur, den Pegel herab zu setzen. Mehr Räumlichkeit, aber weniger Brillanz erzeugt der "3D Sound Plus" Modus, den man zum DSP-Programm "Music" schalten kann. Im folgenden Kapitel gefällt uns, wie gut die HW-F550 die Stimmen im Gewölbe in Siena herausarbeitet. Übertreibt man es nicht mit dem Pegel und belässt es bei Lautstärken, die schon deutlich über der sogenannten "Zimmerlautstärke" liegen, dann arbeitet Samsungs Soundbar die spezielle Klangcharakteristik mit dem leichten Hall sehr gut heraus. Aktiviert man im "Cinema" DSP-Modus die "3D Sound Plus" Funktion, dann weitet sich das Klangbild hörbar, wird aber bezüglich der Tiefe etwas "platter", die Einarbeitung von Effekten und vom Music Score wirkt nicht mehr so prägnant. Als 007 den fahnenflüchtigen Leibwächter von M verfolgt, bietet diese Verfolgungsjagd eine breite und nachdrückliche Bühne zum Austoben besonders für den erneut kraftvoll auftretenden Subwoofer. Das Kirchengeläut arbeitet die HW-F550 sehr gekonnt heraus. Die wüste Schlägerei im Gotteshaus hat Nachdruck und Dynamik.

Nun wenden wir uns dem vierten Teil der "Mission Impossilble" Filmreihe zu: "The Phantom Protocol". Gleich schon zu Beginn kommt es zu Kampfhandlungen über den Dächern von Budapest. Kurze Zeit später wird der IMF-Agent, der sich gerade noch so erfolgreich gewehrt hatte, von einer Killerin erschossen. Die Schüsse haben Kraft und kommen dynamisch zur Geltung. Der Music Score ertönt ebenfalls recht gelungen, selbst kleinere dynamische Unterschiede werden gut dargestellt. Plötzlich ist der Zuhörer akustisch mitten im Geschehen - dieser Effekt kommt tadellos heraus. Die Gesamt-Klangcharakteristik ist homogen, allerdings minimal blechern. Man kann mit etwas erhöhter Lautstärke praktisch ohne Einschränkungen hören. Als Ethan Hunt einige Kapitel später inmitten des tobenden Sandsturms seinem Widersacher hinterher hetzt, liefert Samsungs Soundbar eine lobenswerte Leistung ab - wobei ein beträchtlicher Teil dieser Einschätzung erneut auf den stark antretenden drahtlosen Aktivsubwoofer zurück zu führen ist. Er bietet ein solides, wuchtiges Fundament und erlaubt kaum ein Durchatmen beim Auditorium. Die Soundbar offeriert eine wirklich beachtliche Raumwirkung, aber den durch die Luft wirbelnden Sandkörnern fehlt es etwas an Prägnanz. Die Fahrzeug-Verfolgungsjagd kommt dann wirkungsvoll heraus, Bassenergie und räumliche Wirkung gehen eine stimmige Verbindung miteinander ein.

Wie sieht es bei der Präsentation von musikalischem Material aus? Wir hörten uns "Romanza" von Andrea Bocelli (BD "Vivere - Live in Tuscany") an und stellen fest, dass bei moderatem Pegel die Stimmwiedergabe ausgewogen und sauber erfolgt. Natürlich darf man nicht erwarten, dass jede vokale Facette im Gehör des Zuhörenden präsent ist - aber im Großen und Ganzen wird eine anhörbare Leistung geboten, was auch die flüssige Einarbeitung der instrumentalen Anteile beweist. Die unterschiedlichen Instrumente werden harmonisch ins tonale Gesamtgefüge integriert, das Klavier klingt ausgewogen und recht lebendig. Kleinere Schwächen erkennt man bei der nicht so detailliert heraushörbaren Anschlagdynamik. Andreas Stimme steht dafür stabil im Raum, die virtuelle Bühne ist in Weite und Tiefe glaubwürdig dimensioniert.

Weiter geht es mit "I Drove All Night" in der Adaption von Celine Dion (BD "A New Day - Live in Las Vegas"). Hier wirkt das akustische Ergebnis zwar in sich geschlossen, aber die Instrumente erscheinen etwas zu weit im Hintergrund. Celines Stimme wird ordentlich herausgearbeitet und klar fokussiert. Gerade aber die E-Gitarre könnte noch fetziger herauskommen. Gut auch bei dieser Darbietung ist die Raumwirkung. Bilanzierend scheint durch, dass man die HW-F550 durchaus auch für musikalisches Material verwenden kann - große Schwächen leistet sich die HW-F550 nicht. 

Und noch ein Vorteil ist absolut erwähnenswert, nämlich die Unterstützung von DTS und Dolby Digital. Viele Soundbars haben höchstens Dolby Digital-Decoder, DTS wird selten decodiert, oft gibt es sogar sehr puristische Soundbars, die nur  mit PCM umgehen können. In solchen Fällen muss die Tonsignalausgabe im BD-Player zuvor entsprechend umgestellt werden. Zu beachten ist - möchte man die eingebauten Decoder nutzen, ist der Anschluss mittels HDMI notwendig. Verwendet man SoundShare, wird der BDP mit dem TV verbunden, und wenn hier der Samsung TV, wie unsere UE55F7090, DTS Core und Dolby Digital decodiert, wird dieses Signal im TV dann auf Stereo-PCM gewandelt, dieses Signal kann dann über Bluetooth zur Soundbar übertragen werden.

Über Bluetooth ist das Smartphone rasch eingebunden, und schnell kann die Musikwiedergabe beginnen. Wir haben mit unserem Apple iPhone 5 getestet und freuten uns über eine problemlose und kraftvolle Wiedergabe bei der 2013er Version des Jam&Spoon-Hits "Right in the Night". Der aktive Subwoofer pusht auch hier mit sattem, kräftigen Bass, der überdies nicht unschön nachschwingt, sondern genau den richtigen Punkt trifft. Stimmen wirken lebendig und bei diesem Stück auch kaum blechern.

Vergleichen wir mit der Konkurrenz. JBLs Cinema SB400 Soundbar hat im Test beinahe restlos begeistert. Es fehlt nur leider eine Decodiermöglichkeit für DTS. Diese bringt Samsungs HW-F550 mit. Genauso wie das JBL-System ist auch bei Samsung ein kraftvoller aktiver Subwoofer mit an Bord. Der JBL-Bassist realisiert allerdings noch einen etwas ausgedehnteren Tiefgang und schiebt mit noch etwas mehr Präzision an. Klanglich lässt sich die SB400 nichts vormachen - die Soundbar klingt noch klarer und angenehmer. Für die Samsung-Alternative spricht neben dem günstigeren Preis die SoundShare-Funktion und der absolut minimale Platzbedarf der Soundbar. Überdies - auch mit der Akustik des Samsung-Systems lässt es sich prima leben. Von Klipsch kommt die HDT-SB3 Soundbar mit puristischer Ausstattung. Bluetooth ist nicht mit an Bord, und auch HDMI-Beschaltung fehlt. Die Klipsch-Alternative braucht mehr Platz, klingt aber dafür im Grundtonbereich voller. Dynamik und Pegelfestigkeit sind ausgezeichnet. Die Teufel Cinebar 21 ist gleich in 2 Versionen lieferbar, für 399 EUR mit kompaktem Subwoofer, für 499 EUR mit großem und sehr pegelfestem Subwoofer. Immer ist der aktive Bass mittels Kabel und nicht wireless eingebunden. Die solide Verarbeitete Cinebar 21 wirkt optisch recht rustikal und nicht so schick und geschliffen wie die Alternativen von Samsung und JBL. Akustisch wird eine solide Performance geboten, Raumwirkung und sogar Detaillierung sind für eine Soundbar als richtig gut zu bezeichnen. HDMI-Beschaltung und Bluetooth-Funktion fehlen.

Fazit

Samsungs HW-F550 Soundbar ist ausgesprochen flach und sieht sehr elegant aus. Auch an der Verarbeitung von Soundbar und dazugehörigem aktivem Drahtlos-Subwoofer gibt es wenig auszusetzen. Die mitgelieferte kompakte Fernbedienung ist allerdings kein formales Wunder, sieht sieht etwas altbacken aus und überdies reagiert die Soundbar manchmal leicht verzögert auf von der FB gegebene Befehle. Praktisch ist, dass die Soundbar über ein Display verfügt. Auch vorteilhaft ist die mittels Bluetooth funktionierende SoundShare-Funktion. So kann die Audiosignalausgabe vom TV und an den TV angeschlossenen Quellen drahtlos erfolgen. Mittels Bluetooth lassen sich überdies Smartphones und Tablets rasch einbinden, und die Musikwiedergabe vom mobilen Device kann beginnen. Die Soundbar offeriert recht gelungene DSP-Programme für Musik und Heimkino und weist einen "3D Sound Plus" Booster für mehr Räumlichkeit auf. Der Klang ist dynamisch und lebhaft, was auch an der Kraft und dem Volumen des ausgezeichneten drahtlosen Aktivsubwoofers liegt. Besondere Ansprüche an Detaillierung und Herausarbeitung musikalischer Feinheiten darf man nicht stellen - darin liegt aber auch nicht die Aufgabe einer Soundbar. Sie soll den eher müden Ton der im TV eingebauten Lautsprecher aufbohren, und diese Mission erfüllt die HW-F550 absolut.

Moderne, praxisgerechte 2.1 Soundbar-Lösung mit enorm kraftvollem drahtlosem Subwoofer

2.1 Soundbar-Systeme Mittelklasse
Test 25. Juli 2013

+ Gute Räumlichkeit
+ Kraftvoller aktiver drahtloser Subwoofer
+ Ordentliche DSP-Programme
+ Display an der Soundbar
+ SoundShare für Sound von TV und BD ohne Kabel
+ Bluetooth für schnelle und problemlose Musikübertragung von Tablet oder Smartphone

- Klanglich minimal blecherner Einschlag bei höherem Pegel
- Fernbedienung könnte rascher und präziser ansprechen

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 25. Juli 2013

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