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TEST mit Display Basic Check: Philips 55PFL8007

01.02.2013 (phk/sw)

Einführung

Eine Produktreihe unter der absoluten Top-Serie 9000 finden wir Philips PFL8007. Dieser ist in als 55-Zöller zur UVP von 2399,99 EUR zu haben und bietet ebenfalls luxuriöse Ausstattung sowie aktuelle Technologien. So ist 3D Max Clarity 700 für ein 3D-Erlebnis hoher Güte integriert, dazu 800 Hz Perfect Motion Rate zur Verbesserung der Bewegungswiedergabe und Bewegungsschärfe. Philips Ambilight findet in der Spectra XL Variante mit einer doppelten Reihe separat angesteuerter LEDs Platz im PFL8007. Der Philips TV kann drahtlos ins Netzwerk eingebunden werden, bietet dann Zugriff auf Internetangebote und kann mit Tablet oder Smartphone gesteuert werden. Mit WiFi Smart Screen können digitale Fernsehinhalte direkt auf ein iPad gestreamed und dort wiedergegeben werden. Zwei aktive Shutterbrillen für 3D und sogar die Skype-Kameras für Videotelefonie sind im Lieferumfang enthalten.

Stromverbrauch
  • Standby-Betrieb: kaum messbar (< 0.1 Watt), im Betrieb: Modus "Natürlich" etwa 120-130 Watt, "Film" um die 100 - 110 Watt

Verarbeitung

Front des Philips-TVs

Display-Rahmen

Standfuß

Standfuß Rückseite

Rückseite

Ambilight

Bedienelemente am Gerät

Skype-Kamera im Lieferumfang

Fernbedienung

Rückseite mit QWERTZ-Tastatur

Mit geringer Bautiefe und Aluminium-Akzenten tritt der Philips PFL8007 optisch schick auf und wirkt trotz seiner Größe von 55 Zoll nicht übermäßig massiv und riesig. Hinter den dünnen Alublenden verbirgt sich aber sowohl am Standfuß als auch am TV-Rahmen Kunststoff. Die Aluteile sind recht ordentlich angebracht, allerdings fällt bei genauem Hinsehen besonders am Rahmen das nicht allzu gering ausgeprägte Spaltmaß auf. Einen kleinen Design-Akzent setzt die Leiste mittig unter dem TV mit einer leuchtenden Status-LED. Stationäre Bedienelemente befinden sich auf der Rückseite, hier kann der Kanal sowie der Eingang gewechselt, die Lautstärke eingestellt und der TV an- oder abgeschalten werden. An der Rückseite fallen dann auch am Rand die eingebetteten LEDs für Ambilight auf. Die Anschlüsse sind sauber integriert und sitzen fest, ein mehrmaliges Umstecken fügt hier keinen Schaden zu. Als Fernbedienung kommt die neue Remote mit QWERTZ-Tastatur auf der Rückseite zum Einsatz. Mittig ist ein Navigationskreuz untergebracht, Info-  und Optionstasten schließen sich direkt an. Für die bessere Handhabung der Tastatur ist diese mittig geteilt, so kann sie ideal mit zwei Daumen bedient werden. Die sich auf dem Rücken befindliche Seite wird immer automatisch deaktiviert, ein unerwünschter Befehl wird so nicht ausgeführt.

Im Lieferumfang befinden sich zwei 3D-Brillen und eine Skype-Kamera. Obwohl es sich um aktive Shutterbrillen handelt, sind die Brillen sehr leicht und sitzen komfortabel. Der Power-Button befindet sich vorne mittig, seitlich links kann die Brille via USB geladen werden. Vorne ist ein Sensor untergebracht, der auf die Infrarot-Signalübertragung hindeutet. Die Skype-Kamera lässt sich problemlos an der Oberseite des Fernsehgerätes befestigen und wird über USB angeschlossen. Sie besteht aus Kunststoff, sowohl Kamera als auch Mikros sind im Gehäuse integriert.

Anschlüsse

Rückseite

Seite

Rückseite

  • HDMI 3x
  • USB
  • Komponenten-Video + Stereo Cinch via Adapter
  • VGA + Line In Audio
  • Scart-AV via Adapter
  • LNB und Kabelanschluss
  • Ethernet

Seite

  • HDMI 2x
  • Digitaler Audioausgang optisch
  • CI+ Schacht
  • USB 2x
  • Kopfhörerausgang

Das Anschlussangebot des Philips TV-Gerätes ist umfangreich. Sogar fünf HDMI-Anschlüsse und drei USB-Slots sind integriert. Der parallele Betrieb von Skype-Kamera, externe Festplatte und einem weiteren USB-Gerät ist damit möglich. Komponentenvideo und Scart ist nur mit den mitgelieferten Adaptern möglich. Wer den Fernseher nicht drahtlos ins Netzwerk einbinden möchte, kann den Ethernetanschluss nutzen.

Menüs und Konfiguration

Sprachauswahl

Montage-Optionen

Weiterführender Installations-Assistent

Sendersuchlauf

Fortschritt des Suchlaufs

Es können mehrere Satelliten installiert werden

Verbindungstyp festlegen

Sound-Einstellungen

Ambilight der Wandfarbe anpassen

Internetverbindung herstellen

Mit oder ohne Kabel?

Erfolgreiche Verbindung

Vorbereitung für DLNA-Streaming

Philips Smart TV

App Gallery

Zugriff auf Mediatheken

Nimmt man den Philips PFL8007 zum ersten Mal in Betrieb, startet automatisch der integrierte Installationsassistent. Zunächst wird obligatorisch Sprache und Standort gewählt und ob der TV an der Wand montiert ist, auf dem Tischfuß steht und ob der Shop-Modus gewählt werden möchte. In Schritt 4 ist es möglich Anzeigen allgemeiner Einstellungen für Seh -und Hörhilfen einzustellen.

Nun können wir je nach Signalart einen automatischen Sendersuchlauf durchführen, via HDMI angeschlossene Geräte aktivieren, Bild + Ton den eigenen Wünschen anpassen und den TV mit dem Netzwerk verbinden. Zunächst führen wir einen DVB-S Sendersuchlauf durch, neben Astra 19.2 können hier natürlich auch andere Satelliten genutzt werden. Bei automatischer Durchführung sucht sich der Philips den angepeilten Satelliten selbst, in unserem Fall auch - korrekt - Astra 19.2. Danach können falls gewünscht weitere Sendersuchläufe in den Signalarten DVB-T/DVB-C durchgeführt werden.

Im Menüpunkt Bild+Ton personalisieren werden zunächst auf sehr einfache Weise Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung und Schärfe eingestellt. Außerdem die Ambilight-Farbe passend zur Wand gewählt. Nun kann der TV mit dem Internet verbunden werden und ein USB-Speichergerät für Timeshift und PVR-Aufnahme vorbereitet werden. Dazu musst das angeschlossene USB-Medium formatiert werden, dies wird automatisch vom TV-Gerät durchgeführt.

Nach dieser ausführlichen Erstkonfiguration ist das TV-Gerät betriebsbereit. Das Menü wird dann mit der Home-Taste aufgerufen. Hier kann neben den obligatorischen Quellen, bereits mit dem TV verknüpfte Geräte, EPG, Skype und Smart TV auch die im Gerät integrierte Bedienungsanleitung gestartet werden. Unter Konfiguration können dann Einstellungen zu Bild und Ton vorgenommen sowie generelle Parameter gesetzt werden. Auch eine Software-Aktualisierung kann hier durchgeführt werden. Im Vergleich zu früheren Philips-Modellen reagiert der PFL8007 recht zügig auf Eingabebefehle der Fernbedienung, dennoch spricht das Menü stellenweise noch etwas träge an.

Häufig genutzte Funktionen lassen sich auch direkt mit Tasten von der Fernbedienung aus starten, darunter eine Kanalliste und der elektronische Programmführer, aber auch das Bildformat kann gewechselt werden oder Ambilight-Einstellungen vorgenommen.

Netzwerk und Multimedia

Philips Smart TV

App Gallery

Zugriff auf Online-Mediatheken

Um die Multimedia-Features des Philips TVs zu nutzen, muss das Gerät mit dem Netzwerk und dem Internet verbunden sein. Ist dies noch nicht während der Erstkonfiguration passiert, muss es jetzt unter Konfiguration im Hauptmenü erledigt werden. Bei Anschluss eines Ethernet-Kabels und Verwendung des DHCP-Servers im Router muss im TV nichts mehr eingestellt werden. Aber auch die Adressvergabe für statische IPs und die Verbindung über WLAN erfolgt unproblematisch. Dank integrierter WPS-Funktion muss, sofern der Router dies unterstützt, nicht mal das Passwort eingegeben werden.

Das Philips Internetportal starten wir mit der Smart TV Taste, zu den Portalinhalten zählen:

  • ChipTV
  • Youtube
  • ZDF Mediathek
  • facebook
  • MySpass
  • videociety
  • maxdome
  • arte
  • ARD Mediathek
  • kinderkino.de
  • TV Total
  • Tagesschau
  • kino.de
  • Aupeo!
  • wetter.com
  • hoerbuch-direkt.tv
  • CNBC
  • tvmovie.de
  • cinetrailer

Wem die Auswahl nicht reicht, kann in der App Gallery weitere Inhalte hinzufügen. Mit Videociety, maxdome und Acetrax sind drei Video-on-Demand mit einer soliden Auswahl an Filmtiteln an Bord. Interessant ist auch Philips Smart TV Payment, ein intelligentes Zahlungssystem für Apps in Philips Smart TV Angebot, die Einrichtung eines Kontos ist hier natürlich erforderlich.

Mit Online TV kann man auf vorhandene Mediatheken von Sendern zugreifen. Ein integrierter Browser sorgt für problemlosen Zugriff auf das freie Internet. Hier findet die QWERTZ-Tastatur auf der Rückseite der Fernbedienung ihren idealen Einsatzzweck. Kein nerviges Eingeben der URL mehr mit einer konventionellen Fernbedienung.

Beim Anschluss eines USB-Sticks öffnet sich automatisch eine Übersicht der vorhandenen Dateien, ansonsten kann man mit der Quellenwahltaste "USB" auswählen. Prinzipiell lassen sich die Inhalte in Bilder, Videos und Musik unterteilen, dies ist aber nicht unbedingt notwendig. Mit dem rechten Reiter lassen sich in einer Auswahl jegliche Dateien wiedergeben. Sowohl von USB als auch via Netzwerk werden AAC- und MP3-Musikdateien, JPEG-Bilder und folgende Videoformate wiedergegeben:

  • AVCHD
  • DiVX-avi
  • WMV
  • MKV (HD)
  • MPEG
  • Quicktime

Auf DLNA-Server greifen wir bei der Quellenwahl unter "Netzwerk" zu. Es offenbart sich eine Auswahl an vorhandener Medienserver, die möglichen Formate sind identisch zum USB-Betrieb.

Auch eine PVR-Aufnahme ist mit dem Philips TV möglich. Hierzu muss ein angeschlossenes USB-Speichermedium zunächst auf ein spezifisches Dateiformat hin formatiert werden. Dies gelingt in wenigen Schritten und wird vom PFL8007 quasi vollautomatisch durchgeführt, der Formatiervorgang dauert selbst bei einer großen Festplatte (> 1 TB) nur etwa eine Minute. Danach kann ein Programm aufgezeichnet und das laufende Programm mittels Timeshift pausiert werden.

Die Philips MyRemote App dient nicht nur der Steuerung des TVs mit dem Smartphone. Auch Bilder die sich auf Smartphone oder Tablet befinden können direkt via SimplyShare am Philips TV wiedergegeben werden. Zudem kann man mit WiFi Smart Screen das TV-Bild direkt auf dem Smarpthone oder Tablet wiedergeben und verpasst so auch bei ungeplanten Pausen nichts vom Programm. Das TV-Bild erscheint ohne Zeitverzögerung in guter Qualität auf dem Gerät, selbst ein Umschalten der Sender ist möglich. Dieses Feature ist aber aktuell nur via iOS nutzbar, noch nicht über Android.

Bild

Display Basic Check powered by

Bevor wir uns an die Testbilder und Messreihen machen, deaktivieren wir verschiedene Bildoptimierungs-Algorithmen des Philips TV-Gerätes, u.a. die Frame-Interpolation "Perfect Natural Motion". Als Bildfeld wählen wir Film für die Messungen bei kaum bis überhaupt keinem Umgebungslicht. Auch die ISF-Bildfelder kommen unserem subjektivem Eindruck an ein gutes Bild sehr nahe, die übrigen wirken meist zu kalt oder bieten ein extrem dynamisches Farbspektrum. Bei den ISF-Bildfeldern läuft allerdings immer noch eine Art der Zwischenbildberechnung mit, daher fällt die Wahl auf "Film".

Beim Pluge-Testbild stellen wir die ideale Helligkeit ein, hier können wir den Standardwert des Philips von 50 noch um etwa 5 Schritte erhöhen, dann wird aber der Unterschwarzbalken ganz links und rechts sichtbar. Die Helligkeitsregelung findet man beim Philips in den Bildeinstellungen unter ISF-Experteneinstellungen. Die Helligkeitsverteilung zeigt beim Philips einen recht ordentlichen Eindruck, eindeutige Hot Spots sind eher selten, allerdings fällt links und rechts am Rand eine erhöhte Helligkeit schon auf. Bei den Reverse Gray Ramps & Steps fällt eine sauber strukturierte Grautreppe ohne Farbstich auf und wirft ein im wahrsten Wortsinne positives Bild. Der ideale Kontrastwert pendelt sich in unserem Fall bei etwa 58 ein. Bereits erahnt und beim Overscan-Testbild bestätigt haben wir, dass der Philips ohne Fremdeinwirkung keine native Darstellung von FullHD-Inhalten präsentiert. In anderen Worten: hier ist Overscan am Werk. Dies wird schnell mit der Taste Format auf der Fernbedienung behoben, indem man "Nicht skaliert" wählt. Die Schärfe ist von 0 - 10 recht grob gerastert, insgesamt bemängeln wir bei Philips Fernsehen stets die extreme Überschärfung. Dies ist hier nicht anders, bei der Standard-Einstellung von 2 ist das Bild klar zu scharf, hier muss man auf 0 zurückgehen, dann liefert der TV aber ein gutes Ergebnis.

Messungen

Übersicht

Der Farbraum wird gut erfasst

Der Weißpunkt verschiedener IRE-Stufen im Detail

Abweichung der Farbhelligkeit vom Referenz-Weiß

Farbtemperatur

RGB Balance

Gammapunkt

Gammakurve

Der Philips 55-Zoll TV trifft den HD-Farbraum sehr gut. Sowohl die Primär- als auch Sekundärfarben liegen innerhalb des Toleranzbereiches und nur minimal verschoben. Auch der Weißpunkt wird sauber getroffen. In der Detailaufnahme ist klar zu sehen, dass er zwar leicht vom Ideal abweicht, aber das in allen IRE-Bereichen ähnlich. Die Farbhelligkeit in Relation zum Referenz-Weiß weicht bei den Sekundärfarben leicht ab, bei den Primärfarben entgleist lediglich Grün ein wenig. Die Farbtemperatur ist immer noch leicht kühl, auch beim Diagramm der RGB-Balance sieht man die Überrepräsentation der Primärfarbe Blau. An Gammakurve und Gammapunkt erkennt man, dass hier auf ein Gamma von 2.2 im Gegensatz zur Norm von 2.4 hin optimiert wurde.

Blu-ray

Casino Royale, Kapitel 2, 2D und Wandlung von 2D in 3D

Wir starten auch den "praktischen" Teil der Bildbewertung im Bildfeld "Film". Da hier jegliche Zwischenbildberechnung und sonstiges Bildprocessing ebenfalls weitgehend deaktiviert ist, erhält der cinephile Anwender hier den authentischen Kino-Look inklusive 24p-Ruckeln. Die Kamerafahrt über die provisorische Kampfarena auf Madagaskar gelingt stabil und sauber, an Objektkanten und geschwungenen Linien im Bild fällt kein Zittern auf. Die Bildschärfe ist vom Fokus der Mitte bis hin zu den äußeren Bildbereichen hoch, wirkt aber nicht überzogen. Im folgenden Kampfverlauf überzeugt der Philips ebenfalls über ein ruhiges und sauberes Bild. Auch bei den vielen Bewegungen, mit denen die Zuschauer ihre Wetteinsätze tätigen, wirken sauber. Die Nahaufnahme des Gesichts von Bonds Gehilfe bietet eine feine Durchzeichnung der Details im Gesicht und authentische Farbgebung. Das 55 Zoll große Panel neigt beinahe gar nicht zu Bildrauschen, sehr klar und sauber wirkt der Gesamteindruck. Die Szene, bei der 007 am verkohlten Holzbalken lehnt, gelingt dem Philips mit exzellenter Kontrastdarstellung und sehr guter Schwarz-/Graudifferenzierung. Auch die Balken im Hintergrund lassen sich noch als einzelne Latten identifizieren und verschmieren nicht zu einem Einheitsbrei. Die Verfolgungsjagd in den nächsten Einstellungen gelingt dem Philips auch in diesem Bildmodus mit solider Bewegungsschärfe.

Schalten wir die Frame Interpolation unter Perfect Pixel HD - Perfect Natural Motion zu, ändert sich die Bildkulisse etwas, der Film erhält einen unverkennbaren Video-Look. Dafür gelingen Kamerafahrten extrem ruhig, völlig ruckelfrei und geschmeidig. Fehler bei der Zwischenbildberechnung lassen sich nicht ganz vermeiden, kommen aber selten vor, ab und an kann man Nachzieher und Artefakte erkennen. Besonders bei schnellen Bewegungen arbeitet das System nicht perfekt, in ruhigen Szenen klar besser. Die Konvertierung von 2D in 3D wird beim Philips bequem über die dedizierte 3D-Taste auf der Fernbedienung gestartet. Dem Philips PFL8007 gelingt hier eine überdurchschnittlich gute Präsentation mit ausgezeichneter Tiefendarstellung und hoher Bewegungsschärfe. Auch bei schnellen Bewegungen bleibt der Philips weitgehend souverän. Die Farbdarstellung handelt sich etwas Kritik ein, hier wirkt das Spektrum etwas eingeschränkt und das Bild ist nicht mehr so dynamisch.

Avatar, Blu-ray 3D nativ

In der nativen 3D-Wiedergabe setzt sich der positive Eindruck aus der Konvertierung von 2D in 3D nahtlos fort. Der Philips schafft eine hohe Bildstabilität ohne zitternde Kanten oder sonstige ungewünschte Ausprägungen. Das 3D-Signal wird ruhig und zitterfrei wiedergegeben. Beim Kameraflug über die Baumwipfel differenziert das Gerät gut durch, auch Crosstalk scheint sich sehr zurück zu halten. Dies lässt sich auch in der folgenden Szene, in der Jake Sully seiner Cryo-Schlafzelle entsteigt, erkennen. Bis in die hinteren Bildebene wird sauber durchzeichnet und detailliert. Die Farbwiedergabe wirkt natürlich, bleibt aber in ihrer Intensität gegenüber dem 2D-Betrieb etwas zurück. Auch die Helligkeit wirkt ein wenig zurückgenommen, wenn hier auch in dunkleren Ebenen noch gut durchzeichnet wird. Nimmt die Anzahl bewegter Objekte zu, ist die Stabilität und gleichmäßige Bewegungswiedergabe nicht mehr ganz so hervorragend wie in ruhigen Szenen, aber immer noch sehr gut. Bilanzierend eine ausgezeichnete Leistung im 3D-Betrieb mit geringem Crosstalk und nur leichten Schwächen.

Tuner DVB-S/DVB-C

Wie schon andere Philips TV deaktiviert auch der PFL8007 bei der TV-Wiedergabe die Zwischenbildberechnung und lässt lediglich die MPEG-Rauschunterdrückung und wenige weitere Prozesse der Bildbearbeitung laufen. Eine leichte Rauschneigung lässt sich an dem großen 55-Zöller erkennen. Insgesamt bleibt er aber recht sauber und bietet eine sehr gute Kanten- und Detailschärfe. Die Farbgebung wirkt sehr natürlich und nicht zu intensiv. Bei den privaten Sendern empfinden wir die Bildschärfe weniger gut ausgestaltet. Bei SD-Programmen ist diese auf einem verhältnismäßig gutem Niveau. Hier gefällt auch die Bilstabilität und die relativ geringe Treppenstufenbildung. Die Bewegungsstabilität gefällt, das Bildrauschen ist kaum stärker ausgeprägt. Insgesamt wirkt sowohl das HD- als auch SD-Bild auf dem 55 Zoll großen PFL8007 sehr gut und kann durchaus mit günstigen Set-Top-Boxen mithalten.

Star Wars Episode III, Upconversion Filmmaterial 576i -> 1080p

Der Philips TV bietet eine ruhige und stabile Gesamtdarstellung der ersten Szene der dritten Star Wars-Episode. Das Fox-Logo erscheint scharf und mit kaum Artefakten an Kanten. An der nach hinten ablaufenden Schrift fällt ab dem ersten Drittel leichtes Zittern an einzelnen Buchstabenkanten auf. Treppenstufenbildung ist zu sehen, fällt aber auch dem geschulten Auge nur geringfügig auf. Im hinteren Bereich angekommen ist das Zittern etwas ausgeprägter und minimal fallen Wellenbewegungen auf, die gelbe Farbe bleicht aber nicht aus. Beim Kameraschwenk auf den Sternzerstörer bleibt der PFL8007 extrem ruhig und gleichmäßig. Wir befinden uns im ISF-Bildfeld, daher läuft auch trotz deaktiviertem Processing eine Zwischenbildberechnung mit. Die Kanten des Schiffes bleiben ebenfalls ruhig und zittern nicht. An den Objektkanten der kleinen Raumjäger von Obi-Wan Kenobi und Anakin ist allerdings leichte Unruhe zu erkennen, als sie das große Raumschiff überqueren. Beim Abknicken auf Coruscant zeigt sich ein enorm plastisches und sauber gestaffeltes Tiefenbild. Auch hier sieht man dem Bild einen Video-Look an. Das Processing kommt der Bewegungswiedergabe klar zugute, zudem sind die negativen Effekte sehr gering. Wer ein Bild frei von Zwischenbildberechnung oder sonstigen Optimierungen wünscht, greift auf das ebenfalls gut abgestimmte Bildfeld "Film" zurück. Die Nahaufnahmen in den Cockpits wirken scharf und Feinheiten der Armaturen und in Anakins Gesicht sind detailliert durchzeichnet. Die Farbwiedergabe ist dynamisch mit einem leicht kühlen Touch, überzogen wirkt es nicht. Insgesamt eine sehr solide Upconversion.

AVEC Professional TEST DVD, Upconversion Videomaterial 576i -> 1080p

  • Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Laufschriften sind in allen Geschwindigkeiten gut ablesbar, leichtes Zittern macht sich aber schon in der ersten Zeile bemerkbar und Treppenstufen sind zu sehen. Die Farbtrennung gelingt dem Philips TV recht gut.
  • Schwingendes Pendel: Das Pendel zeigt ab der Mitte Nachzieheffekte und auch die innenliegenden farbigen Balken können nicht mehr ganz sauber differenziert werden, dies prägt sich zur Spitze hin etwas deutlicher aus. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht stabil.
  • Stadtbild Esslingen: Das Bewegtbild von Esslingen überzeugt mit ruhigen Kamerafahrten und einem stabilen Bild, auch in den hinteren Bildebenen zeichnet der Philips noch gut durch. Scalingartefakte treten zwar in Erscheinung, fallen aber nicht extrem auf.
Klang

Für den konventionellen TV-Gebrauch im Alltag bietet der Philips eine solide akustische Kulisse und überzeugt mit Stimmklarheit und angenehmer Tonalität. Auch bei höherem Pegel bleibt das Klangbild souverän, verzerrt nicht und die kleinen Lautsprecher schlagen nicht durch, allerdings ist der erreichte Pegel für ein großes Wohnzimmer eher mäßig. Im Filmbetrieb zeigt sich natürlich Schwäche bezüglich Dynamik, feiner akustischer Elemente und die generellen Restriktionen eines solch schmalen TV-Gehäuses. In den Toneinstellungen lässt sich ein virtueller Surround-Modus in zwei Stufen aktivieren, die die Räumlichkeit aber lediglich marginal verbessern und noch kein intensives Filmerlebnis schaffen. Verschiedene Tonprofile lassen sich auf das aktuell laufende Programm anpassen, hier handelt es sich um vorgefertigte EQ-Einstellungen. Bei Film wird beispielsweise die Tieftonwiedergabe deutlich angehoben, die Kulisse wirkt insgesamt voluminöser. Für einen Flachbildfernseher dieser schlanken Bauform ein gutes Ergebnis.

Konkurrenzvergleich
  • Toshiba 55ZL1: Der zurecht hoch gelobte ZL1 von Toshiba ist als Auslaufmodell zum recht günstigen Marktpreis zu ergattern. Obwohl der TV bereits zwei Jahre auf dem Buckel hat, ist seine visuelle Performance überdurchschnittlich und stellt manch aktuelles Modell in den Schatten. Bezüglich 3D-Darstellung und Wandlung kann der Philips mithalten, der Toshiba bietet eine höhere Farbauthentizität und besonders in 2D noch mehr den von cinephilen Anwendern gewünschten, authentischen Film-Look. Klanglich ist der Toshiba dank der Soundbar überlegen. Multimedial merkt man dem Japaner an, dass er schon etwas länger auf dem Markt ist, hier liegt der Philips vorne.
  • Panasonic TX-L55DT50E: Panasonics EDGE LED LCD-TV aus dem Jahr 2012 ging mit einer ähnlichen UVP wie der Philips ins Rennen und ist mittlerweile auch günstiger zu haben. Beide Geräte überzeugen mit hoher 3D-Signalstabilität und guten Ergebnissen im Display Basic Check. Beim Panasonic erfolgt die Synchronisation der Brillen allerdings mit Bluetooth. Mit inhomogener Helligkeitsverteilung haben beide Geräte zu kämpfen, bieten aber einen soliden Schwarzwert. In der Bedienung gefällt uns das Panasonic-Menü besser, auch zeigt er sich etwas flinker in der Reaktion auf Eingabebefehle.
Fazit

Optisch schick und besonders aufgrund der flachen Bauweise macht sich der Philips PFL8007 in 55 Zoll in beinahe jeder Wohnumgebung gut,  auch wenn die Verarbeitungsqualität im Detail - Stichpunkt Spaltmaß am Rahmen - noch etwas zu wünschen übrig lässt. Im Handling muss das TV-Gerät kaum Kritik über sich ergehen lassen. Der Installationsassistent verhilft auch wenig versierten Anwendern zum Erfolg und am trägen Reaktionsverhalten wurde nachgebessert. Das Menü ist noch etwas verschachtelt, nach kurzer Eingewöhnungszeit findet man sich aber auch hier gut zurecht. Visuell überzeugt der Philips durch hohe Bildschärfe, sehr gute Plastizität und Bildruhe. Nicht nur der native 3D-Betrieb sorgt beim Philips für Begeisterung, auch die Konvertierung von 2D in 3D sorgt für eine differenzierte Tiefenstaffelung und ein angenehmes Bild. Multimedial ist der PFL8007 sehr gut ausgestattet. Smart TV, DLNA-Streaming und PVR-Aufnahme sind im Repertoire. Mit einem iOS-Gerät kann man sogar mit der Philips MyRemote App die TV-Wiedergabe am Smartphone bzw. Tablet realisieren - und das ohne Verzögerung.

Flexibler EDGE LED-LCD TV mit ausgezeichneten visuellen Eigenschaften und umfangreicher Ausstattung

LCD-TVs Oberklasse
Test 01. Februar 2013

+ Ausgezeichnete visuelle Eigenschaften
+ Vollständige QWERTZ-Tastatur in der FB
+ Geringes Gewicht der aktiven Shutterbrillen
+ Geringer Energieverbrauch trotz großer Diagonale
+ Multimediale Ausstattung
+ Brillen und Skype-Kamera im Lieferumfang

- Helligkeitsverteilung
- Spaltmaß

 

Test: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 01.02.2013

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