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XXL-TEST: Panasonic Plasma-TV TX-P42GTW60

15.07.2013 (cr/phk/sw)

Panasonic TX-P42GTW60 für 1.299 EUR

Aktive Shutterbrille - 2 Stück sind im Kaufpreis inbegriffen

Fernbedienung

Rückansicht des Plasma-TVs

Startbildschirm-Auswahl bei "My Home Screen"

Unser Beamer-Partner für erstklassige Bildwiedergabe im Redaktionsheimkino

Unser Partner für hochauflösende Audiodateien aus dem Internet

Das Produkt

Neu für 1.299 EUR ist der Panasonic Plasma-TV TX-P42GTW60 im Programm. Im einzelnen handelt es sich um einen Smart Viera TV der 2013er Generation, der mit 3.000 Hz ffd Frame-Interpolation und THX-Zertifizierung visuell für seine Preisklasse Maßstäbe setzen möchte. Zwei THX-Bildprogramme für dunkle und hellere Räume finden sich unter den vordefinierten Bildfeldern. Natürlich ist der GTW60, den es alternativ noch in 50 Zoll gibt, in der Lage, native 3D-Bildsignale wiederzugeben und 2D-Bildsignale in 3D zu wandeln. Der TV arbeitet mit aktiven Shutterbrillen und garantiert ein "echtes" FullHD 3D Bild. Wie wir aus der Vergangenheit wissen, sind aktive Shutterbrillen allein keinesfalls Garant für tatsächlich vorhandene FullHD-Auflösung bei 3D-Signalen. Während Panasonic bei den LCDs des Hauses auf passive Polfiltertechnologie für die Darstellung von 3D-Inhalten setzt, kommen die Plasma-Displays aufgrund der immens kurzen Panel-Reaktionszeiten nach wie vor mit aktiven Shutterbrillen. Gleich zwei davon sind im Kaufpreis der GTW60-Baureihe enthalten. Wer mehr braucht, kann sich aus dem Zubehörsortiment die passende TY-ER3D4ME kaufen. 

Neu bei den Panasonic Smart Viera TVs des Jahrgangs 2013 ist die "My Home Screen" Funktion. Hierbei kann sich der Anwender einen individuellen Startbildschirm erstellen, damit er genau die Inhalte direkt vor Augen hat, die er beim Einschalten des Fernsehgerätes auch sehen möchte. Praktisch auch die Funktionen Voice Interaction und Remote App. Hierbei kann der User die Sprachsteuerung des TVs über das Smartphone vornehmen oder, wie bereits bekannt, das Smartphone als Fernbedienung verwendent. Die neu entwickelte App (Remote 2 App) des Jahrgangs 2013 bietet aber zahlreiche neue und erweiterte Funktionen und läuft auch auf dem iPad. Der GTW60 kommt mit HD Triple Tuner, wie wir es kennen, verfügt aber nicht über einen Twin Tuner zum Aufnehmen eines Programms und dem gleichzeitigen Sehen eines anderen. Der Twin Tuner bleibt den Topmodellen im 2013er Portfolio vorenthalten. Was auch der GTW60 beherrscht, ist die Möglichkeit, einen Film oder eine Sendung auf eine angeschlossene USB-Festplatte aufzuzeichnen. Auch kann man Live-TV aufs Tablet streamen. 

Eingebaut ist auch ein WLAN-Modul, das die einfache Einbindung in Drahtlosnetzwerke ermöglicht. Neben den zahlreichen vorinstallierten Smart Viera Apps kann man sich im entsprechenden Store weitere Applikationen herunterladen oder per Web Browser ins freie Internet gehen. Natürlich ist auch Videotelefonie mittels Skype möglich, hier gibt es optional die USB-Kommunkationskamera TY-CC20W. Der GTW60 erzielt bis zu 100.000 Betriebsstunden Lebensdauer und ist dank verschiedener Eco-Funktionen auch umweltfreundlich und stromsparend - die Message, dass Plasmas elende Stromfresser sind, sollte damit endgültig der Vergangenheit angehören. Trotzdem - Energie-Effizienzklasse C zeigt, dass hier noch Potential liegt. Die Leistungsaufnahme im Standby-Betrieb beträgt lediglich 0,3 Watt, bei Nicht-Betrieb muss man sich daher keine Sorgen machen. 

Für perfekte Bildqualität soll die Hexa Processing Engine sorgen. Unabhängig von der gewählten Bildquelle sollen Signalverarbeitung und Bildaufbau stets ein scharfes, natürliches und zugleich rauscharmes Bild erzeugen. Selbst Web-Videos z.B. von YouTube erhalten dadurch eine annehmbare Bildqualität. Pixel Dimming nennt Panasonic nun einen Hauptvorteil der Plasmatechnogie: Dass man pixelgenau dimmen und dadurch optimale Schwarz- und Kontrastwerte erzielen kann. "Infinite Black Pro" hat auch die Aufgabe, Schwarzwert und Kontrast zu optimieren. 

3 x USB, 3 x HDMI

Weitere Anschlüsse

Edel aussehender Standfuß im klassischen Design

von hinten

Rahmendesign

Sauberes Finish

Anschlussseitig hat Panasonic neben dem WLAN-Modul natürlich auch eine konventionelle Netzwerkbuchse für die Einbindung  ins kabelbasierte Netzwerk eingebaut. Des Weiteren gibt es nur 3 HDMI-Buchsen (recht wenig, vier wären besser) mit ARC. Scart ist via Adapter möglich. Gleich drei USB-Buchsen sind vorhanden, eine davon beherrscht den schnelleren Standard USB 3.0. Ein SDXC-geeigneter SD-Kartenslot fehlt ebenso wenig wie ein optischer Digitalausgang, ein regelbarer 3,5 mm Kopfhörerausgang ist auch mit an Bord. 

Akustisch hat Panasonic die GTW60 Baureihe mit VR-Audio Surround 2.1 ausgestattet. Digitale Verstärker und perfekt darauf abgestimmte Lautsprecher sollen klanglich das Optimum aus den beengten Raumverhältnissen im Flachbildschirm herausholen. 

Optisch muss man sich etws umgewöhnen. Sind derzeitige LCD-TVs mit komplett tiefschwarzem Screen ausgestattet, findet sich als Kennzeichen des GTW60 Plasma ein aquamarinfarbener Screen- Verarbeitungsseitig gibt es nur Positives zu berichten. Das TV-Design nennt sich "Chrome Frame", was den schicken Chromrand um den eigentlichen Rahmen bezeichnet. Der Rest des Rahmens ist in Piano-Black gehalten, und der Standfuß, der um +/- 10 Grad drehbar ist, gefällt mit der Aluminium Hairline-Struktur. Er garantiert soliden Stand. Überall sind die Spaltmaße gering und gleichmäßig. Die hochwertige Fernbedienung ist komplett beleuchtbar und ist ausgezeichnet verarbeitet.

Die Ersteinrichtung läuft ohne Probleme ab.

Sprachwahl

Betrachtungsmodus

Einführung in die verschiedenen Funktionen

Einrhchten der Netzwerkverbindung für die Nutzung der Smart Viera/Viera Connect-Funktionen

Schnelle Einbindung

Wahl des Landes

TV-Signalwahl

DVB-S-Setup

Sendereinrichtung

Hat man sich den optional erhältlichen Touch Pen TY-P10E dazu gekauft,  kann man ihn hier mit dem TV paaren

Einführung in die Viera Remote

TV-Startbildschirm

TV-Startbildschirm

Große App-Auswahl inklusive Video-/TV On Demand-Diensten wie videociety, Watchever oder Maxdome. Natürlich fehlen auch Skype und YouTube nicht

Web Browser fürs freie Internet. Facebook und Twitter sorgen für Direkteinbindung in soziale Netzwerke

Der freie Web Browser

Viera Connect Market, hier kann man sich zusätzliche Apps herunter laden

Wichtig: Das Durchführen von Software-Updates

Video-EQ. Außer dem Modus "Normal" gibt es noch: Dynamik, Kino, THX Cinema, THX Bright Room, sowie Benutzereinstellungen für ein eigenes Preset. Aktiviert man den Profi-Modus, kommen noch die isf-Modi "Professionell 1" und "Professionell 2" hinzu

Weitere Parameter des Video-EQs. Hinter der "Intelligent Frame Creation" versteckt sich der mit 3.000 Hz arbeitende Frame-Interpolierer. Neben "Hoch" gibt es noch die Einstellungen Aus, Mittel und Niedrig. Neu sind die Remaster-Schaltungen für MPEG und Auflösung

Der Video-EQ ist deutlich umfangreicher als früher bei Panasonic. Es gibt eine Vielzahl an vordefinierten Bildprogrammen, darunter auch zwei THX-Modi. Im Setup-Menü findet sich noch der sogenannte "Profi-Modus (isfccc)". Dieser muss zunächst aktiviert werden, um dann die "Erweiterten Einstellungen" im Bildmenü nutzen zu können.  In jedem Bildmodus sind die erweiterten Einstellungen aber auch nach Aktivierung nicht so nutzen. Vielmehr sind diese Einstellungen dazu gedacht, in den Bildfeldern "Professionell 1" und "Professionell 2" verwendet zu werden. Die beiden Bildfelder kann man für "isf Day" sowie "isf Night" nutzen, also 2 isf-konforme Bildfelder für Tag- und Nachteinsatz. In diesen finden sich: Panel-Helligkeitseinstellungen, adaptive Gamma-Steuerung, Schwarzwert-Expander, Farbskala (natürlich, REC.709, SMPTE-C, EBU), Weißabgleich (Weißabgleich Rot, Grün, Blau, Grauabgleich Rot, Grün, Blau, hinzu kommen Detaileinstellungen: Eingangssignalpegel und nochmals Weißabgleich Rot/Grün/Blau, diesmal in Abhängigkeit vom gewählten Signalpegel: in 10er Schritten von 0 bis 100 IRE justierbar), Farbabgleich und Gamma. Neu in den regulären Bildeinstellungen sind die Schaltungen Remaster-Prozess MPEG (Verhinderung von Klötzchenbildung, Remaster-Prozess Auflösung (für verbesserte Auflösung des Bildes). 

Erweiterte Bildeinstellungen

Toneinstellungen

Weitere Ton-Einstellmöglichkeiten mit Wahl des Wandabstandes

Netzwerk-Menü

Setup-Menü

Auf der 2. Seite des Setup-Menüs kann man den Profi-Modus aktivieren, der weitere Bildeinstellungen freischaltet

Einstellungen zu den Apps

Insgesamt ist der GTW60 extrem reichhaltig ausgestattet. Es ist eine Vielzahl an Apps vorinstalliert, überdies kann man sich über den Viera Connect Market neue herunter laden. Dank WLAN kann der TV auch in kabellose Netzwerke eingebunden werden. Der GTW60 reagiert flott und lädt bei entsprechender Internetverbindung schnell die gewünschte Apps. Problemlos auch der Zugriff mittels eingebautem Web Browser aufs freie Internet. Die attraktive Fernbedienung ist auch noch sehr praktisch und nicht mit Tasten überfrachtet. Zudem ist die Remote auch noch komplett beleuchtet, so dass wir resümieren können, dass es sich derzeit um eine der besten uns bekannten TV-Remotes handelt. Lobenswert ist auch der Video-EQ, der im Vergleich zu früheren Panasonic TV Baureihen merklich an Funktionsumfang zugelegt hat und sich nun ganz oben an der Klassenspitze befindet. Auch Anwender mit semiprofessionellem Anspruch werden daher mit dem GTW60 warm, denn wenn man die "Erweiterten Einstellungen" freischaltet, bleibt auch beim Kalibrieren des Bildes z.B. mittels CalMan kaum noch ein Wunsch offen.

Kurze Einführung beim Start der VIERA Remote 2 App

Eine Slideshow führt durch die möglichen Features

Ist ein kompatibles Panasonic-Gerät im Netzwerk wird es zur Auswahl angezeigt

Übersichtsbildschirm der App

Bei der ersten Nutzung werden auch hier wieder Erklärungshinsweise angezeigt

Nutzung der App als konventionelle Fernbedienung

 Navigationskreuz, etc.

Die VIERA Remote 2 App kommt mit umfangreichen und interessanten Features daher. Es handelt sich also nicht nur um eine reine Fernbedienungs-Anwendung sondern man kann auch auf dem Smartphone befindliche Dateien an den TV senden, das TV-Programm ans Smartphone schicken, ein Gamepad ist vorhanden usw. Nach dem kostenlosen Download aus dem App Store oder dem Google Play Store und dem Start der App wird zunächst eine kurze Slideshow mit einer Übersicht der möglichen Funktionen und Features gezeigt, danach wird der im Netzwerk vorhanden Panasonic TV angezeigt. Bei der ersten Nutzung werden auch nochmal Erklärungshinweise zur jeweiligen Funktion - und das in guter deutscher Übersetzung - angezeigt. Trotz der zusätzlichen Features funktioniert die Verwendung des Smartphones als Fernbedienung sehr gut, alle notwendigen Zugriffstasten und ein Navigationskreuz ist vorhanden und der Fernseher reagiert zügig auf Eingabebefehle.

Problemlose URL-Eingabe via Smartphone

VIERA Apps können direkt gestartet vom Smartphone/Tablet aus gestartet werden

Hinweis zu "Smart Calibration"

Präzise Einstellungen sind möglich

Gammakurve

Swipe & Share

Drag & Drop

Mit einem Klick auf LiveView wird das TV-Bild auf dem Smartphone angezeigt

Natürlich kann zur einfacheren Steuerung des Web-Browsers die lästige URL-Eingabe mit der Fernbedienung übergangen werden und einfach die Smartphone-Tastatur genutzt werden. Der TV zeigt dann nach einem Klick die geöffnete Webseite an. Unter App Startprogramm wird das Smartphone oder Tablet als Second Screen genutzt. Man kann also zuerst nach der gewünschten App suchen, während der TV ganz unbeeindruckt weiter das aktuelle Bildgeschehen anzeigt. Erst nach dem Start der App vom Smartphone/Tablet aus reagiert der Fernseher und öffnet die Applikation. Smart Calibration dient dann der sehr genauen und tiefgehenden Bildjustierung. Erfahrene Anwender können hier verschiedene Parameter nach ihren individuellen Vorstellungen festlegen, darunter Farbraum, Gammakurve aber auch konventionellere Bildoptionen.

Ein weiteres sehr interessantes Feature versteckt sich hinter Swipe & Share. Zum einen können hier Fotos, Musik oder sogar Videos, die auf dem Smartphone gespeichert sind auf dem TV-Gerät wiedergegeben werden. Dazu wird lediglich die gewünschte Datei ausgewählt und per Drag and Drop an den oberen Bildschirmrand gezogen. Ebenfalls bei Swipe & Share lässt sich das aktuelle TV-Bild auf das Smartphone oder Tablet streamen, nach der Auswahl muss kurz gepuffert werden und dann wird das TV-Bild in recht solider Qualität am Smartphone angezeigt - auch der Kanal lässt sich wechseln, das Umschalten dauert aber ein wenig. Mit unserem iPhone 5 hatten wir bei der Live TV-Übertragung keinerlei Probleme.

Display Basic Check powered by

Der Panasonic TV gibt uns eine Vielzahl an Bild-Presets vor, von denen einige in die engere Auswahl für ein authentisches Bild kommen, darunter die beiden THX-Bildfelder, das Kino- sowie die Professionell 1 und 2 Presets. THX Bright Room ist für eine Wohnzimmerumgebung gedacht und bietet für echtes Kino-Feeling zu hohe Helligkeit. Die anderen Bildfelder liefern bereits ein sehr natürliches Bild und gute Farbtemperatur, dennoch entscheiden wir uns für eines der beiden Professionell Presets. Prinzipiell sind die Einstellungen beinahe gleich, aber nur bei den Professionell Bildfeldern können wir in den „Erweiterten Einstellungen“ den Gamma-Wert, den Panasonic immer noch bei 2.2 belässt, auf 2.4 ändern. Für die Messungen belassen wir es aber beim Standardwert und sehen uns an, wie nahe der Panasonic an die idealen Parameter herankommt.

Die Helligkeitseinstellung beim PLUGE-Testbild zeigt sich solide, einen Schritt oder bei leichtem Lichteinfall auch bis maximal +3 kann man noch zugeben, mehr sollte es aber nicht werden. Erwartungsgemäß empfängt uns der Plasma-TV mit einer absolut homogenen und sauberen Helligkeitsverteilung, Hot Spots, helle Ränder und Halos sind nirgends zu sehen. Hervorragend auch der Kontrast bei den Reverse Grey Ramps & Steps, kein Clipping über die gesamte Grautreppe hinweg. Der Overscan ist löblicherweise in diesem Modus direkt deaktiviert, so dass eine pixelgenaue Bilddarstellung gegeben ist. Das Overscan-Testbild zeigt auch eine exakte Schärfeneinstellung. Wer es gerne sehr scharf mag, kann sogar noch ein wenig anziehen, bevor es zu Ringing kommt.

Messungen

Übersicht 1

HD-Farbraum

 

Weißpunkt im Zoom

Gamut Luminanz

Übersicht 2

 

Gammakurve

Gammapunkt

Übersicht 3

RGB Balance

Farbtemperatur 

Der Panasonic TV zeigt einen sehr soliden HD-Farbraum mit Primär- und Sekundärfarben, die allesamt im Toleranzbereich liegen. Eine leichte Abweichung bei Rot und Magenta ist zu sehen, das geht aber gerade noch in Ordnung. Der Weißpunkt liegt extrem nahe am ideal, und dass in allen Helligkeitsbereichen - sehr gut. Bei der Gamut Luminanz sind die Farben durch die Bank ein wenig zu hell, grobe Ausrutscher gibt es aber nicht. Der TX-P42GTW60 erreicht beim Gamma einen soliden Durchschnittswert von 2,3 - etwas Potential ist aber noch vorhanden. Die Farbtemperatur liefert exzellente Ergebnisse, beinahe durchweg auf 6500K ist lediglich in den niedrigen IRE-Bereichen die Farbe Blau ein klein wenig überrepräsentiert.

Bild

Wir haben uns "Casino Royale" in 2D angeschaut und die uns bestens bekannte "Madagaskar" Sequenz ausgewählt. Die Frame Interpolation haben wir auf "Mittel" gestellt und den Bildmodus "THX Cinema" für den Einsatz im abgedunkelten Raum gewählt. 24p Smooth Film haben wir ebenfalls auf "mittel" gesetzt, um eine ruhige, sichere 24p Darstellung zu erhalten. Sehr wichtig ist es noch, in die Options-Einstellungen beim Bild hinein zu gehen und den "1080p Pure Direct" Modus für die pixelgenaue Original 1080p Wiedergabe zu aktivieren. Die Bildgüte ist mit den von uns gewählten Einstellungen exzellent. In der Eröffnungsszene des Kapitels erfolgt die Kamerafahrt über die provisorische Kampfarena ruhig und sicher. Es kommt zu keinen Artefaktebildungen. Die Farben sind sehr angenehm und Kino-gemäß. Verglichen mit den 2012er Modellen hat die Rauschneigung des Panels weiter abgenommen. Feinauflösung und 24p Stabilität konnten ebenfalls gesteigert werden. Details an Mungo und Schlange sind exzellent zu erkennen. Als 007 kurze Zeit später am verkohlten Holzbalken lehnt, überzeugt der Detailkontrast in den schwarzen/dunkelgrauen Bildbereichen: Die Oberfläche des Balkens ist präzise durchzeichnet. Der Betrachtungswinkel ist überragend, ohne Farb- und Helligkeitsverluste können auch mehrere Personen das Filmgeschehen verfolgen. Enorm akkurat werden alle Arten von Schwenks und Bewegungen wiedergegeben. Als sich die Jagd 007 - Bombenleger auf die angrenzende Großbaustelle verlagert, wird Bonds Fahrt im Radlader mit anschließendem Einschlag ins Betongebäude enorm sauber und detailscharf wiedergegeben. Die von der Schusswaffe des Bombenlegers stammenden Einschusslöcher auf der Windschutzscheibe des New Holland-Baugerätes sind präzise erkennbar. In allen Sequenzen überzeugen die Gesichter der Protagonisten durch feine Nivellierung. Ganz gleich, ob Bonds Bartstoppeln oder die Narben des Bombenlegers - der TV schafft es, Hauttöne fein zu differenzieren und Details bis auf die Hautpore genau heraus zu arbeiten. Natürlich ist der GTW60 auch aufgrund der nach heutigen Maßstäben kleinen Bilddiagonale im Vorteil, denn auf den kleinen 42 Zoll erscheint naturgemäß die FuullHD Auflösung imposanter als auf einem 55 oder 65 Zoll Gerät. Sehr gut gibt der GTW60 auch das Rostrot der Trägerkonstruktion auf der Baustelle wieder. Beim Kampf auf dem blauen Kranausleger ist praktisch kein Zittern festzustellen, überdies finden sich an den Rändern des Auslegers keine nennenswerten Artefakte, auch hier eine Verbesserung bei den 2013er Viera Smart TV Plasma Modellen.

Die aktive Shutterbrille muss zunächst eingeschaltet werden

Die leichte Brille bietet einen guten Halt und ist sehr komfortabel. Auch Brillenträger können sie verwenden

Bei der 3D BD von "Avatar" kann sich der GTW60 exzellent in Szene setzen. Wir sind von Panasonic TVs, gerade den Plasmas, schon vom 2012er Jahrgang ausgezeichnete Leistungen bei der 3D Wiedergabe gewohnt, der GTW60 setzt aber noch eines drauf. Bei der kurzen Kamerafahrt direkt zu Filmbeginn sind noch keine großen Differenzen auszumachen, dann aber, als das Langstreckenraumschiff von Innen gezeigt wird, fällt auf, dass störender Crosstalk weiter abgenommen hat und selbst in den hinteren Bildebenen kaum noch auftaucht. Die Schärfe ist von den vordersten Bildebenen angefangen bis in die hintersten Ebenen gleichbleibend - wie wir es schon in der Vergangenheit bei Plasma-TVs beobachtet haben, wirkt das Bild nie überschärft, sondern bewahrt immer eine natürliche Bildschärfe. Die Farbwiedergabe erweist sich auch bei der Wiedergabe von 3D Material als ausgewogen und authentisch. Es kommt kaum zu Farb- und Helligkeitsverlusten. Als das Langstreckenraumschiff von außen gezeigt wird und langsam am Betrachter vor dem Bildschirm vorbeifliegt, sind kaum Artefakte oder Doppelkonturen erkennbar. Details an den Sonnensegeln werden akkurat wiedergegeben. Der Bildeindruck ist realistisch-räumlich. Wenige Kapitel wieder unternimmt Jake Sully in Gestalt seines Avatars den ersten Ausflug in die exotische Landschaft Pandoras. Dabei fliegen Sully und sein Team mit einem helikopterartigen Fluggerät. Als der Helikopter beim Wasserfall nach unten weg kippt, eröffnet der GTW60 ein ungemein fein gestuftes, räumliches Panorama, die Bewegung läuft absolut ruhig und sicher ab. Die Flugsaurier, die neben dem Helikopter im Rudel fliegen, erscheinen scharf durchzeichnet und wie greifbar - gerade während des Flügelschlages. Als das Fluggerät inmitten des Dschungels von Pandora landet, sind selbst einzelne Blätter an den Farnen sichtbar, die Außenhaut des Helikopters präsentiert sich fein detailliert. 

Wie sehen die Qualitäten beim Hochrechnen von 576i Material auf 1080p aus? Wir haben es bei Filmmaterial ausprobiert und zu diesem Zweck die DVD von "Star Wars Episode III" eingelegt. Gleich zu Beginn des Filmes kommt es zur spektakulären Raumschlacht oberhalb von Coruscant, zuvor läuft die legendäre gelbe Laufschrift mit Zusammenfassung der aktuellen Ereignisse durchs All. Ein großer republikanischer Sternzerstörer fliegt quer durchs Bild, auch hier achten wir immer darauf, wie klar, scharf und kontrastreich das Raumschiff dargestellt wird. Der GTW60 verdient sich durchweg sehr gute Zensuren. Die gelbe Schrift erscheint farbecht, und die Lettern bleichen zum Rand hin kaum aus. Der TV holt viele Sterne auf den Bildschirm und sichert eine tiefes Schwarz. Leichte Kritik kommt auf, als der Sternzerstörer durchs Bild fliegt. Es dauert etwas zu lang, bis der De-Interlacer eingerastet ist, so zittert das Bild kurz und die Schärfe leidet etwas. Nachdem der De-Interlacer allerdings eingerastet ist, wird das gigantische Raumschiff klar und scharf wiedergegeben. Der Flügel, der im Schatten liegt, kommt in praktisch allen Details heraus. Als die beiden Raumjäger von Anakin und Obi Wan über die Oberfläche des Sternzerstörers fliegen, kommt es nicht zu Bewegungsunschärfen. Die Farben erscheinen authentisch und fein differenziert, auch die verschiedenen Grauabstufungen. Als die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht abkippen, eröffnet sich dem Betrachter ein vielschichtiges und bis in die untersten Ebenen fein abgestuftes und gleichmäßiges scharfes Panorama. 

Bei Videomaterial von der "AVEC Professional Test-DVD" schlägt sich der Panasonic ebenfalls tadellos. Die weißen und schwarzen Schriften, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten vor verschieden farbigen Hintergründen durchlaufen, flimmern leicht, die Farbübergänge sind gut, aber nicht perfekt. Die Schärfe ist prima, und auch in der schnellsten Geschwindigkeit sind alle Lettern noch problemlos lesbar. Der große magentafarbene Siemensstern in der Mitte und die vier kleinen in den Ecken vor grünem Hintergrund laufen gleichmäßig und ruhig durch. Minimale Treppenstufen an den einzelnen Segmenten sind sichtbar, ebenso wie minimales Flimmern.  Das Pendel, welches in unterschiedlichen Geschwindigkeiten über eine schwarze Linie schwingt, kommt mit sehr guter Schärfe sowie Stabilität heraus. Im unteren Drittel bilden sich links im Bild kleinere Nachzieher. Die Bildschärfe überzeugt auch hier, in den Dachziegeln der Hausdächer flimmert es leicht, sonst werden sie scharf und mit nur geringer Rauschneigung dargestellt. Die Grünflächen kommen mit akkurater Farbgebung und guter Durchstrukturierung zum Ausdruck.

Der Tuner des TX-P42GTW60 überzeugt mit einer sehr angenehmen und ruhigen Darstellung. Gerade das 720p-Signal der öffentlich-rechtlichen Sender wirkt enorm bildstabil und sauber. Dem natürlichen Bild fehlt es aber keinesfalls an Kanten- und Detailschärfe - die hohe Auflösung des TV-Programms ist sofort nachvollziehbar, feine Strukturen an Haut, Kleidung oder sonstiger Umgebung werden exzellent herausgezeichnet. Bildrauschen ist nur bei extrem schwachen Material zu sehen. Die Plastizität und das räumliche Empfinden ist ebenfalls stark ausgeprägt, der exzellente Kontrast und die saubere Differenzierung verschiedener Schwarz- und Grautöne tragen zusätzlich dazu bei. Im SD-Betrieb macht der Panasonic ebenfalls eine sehr gute Figur. Zwar ist das Bildrauschen etwas stärker sichtbar und die Bildschärfe fällt natürlich ab, trotzdem ist das Bild noch angenehm, ruhig und artefaktefrei. Selbst Schriften im Bild wirken noch sehr gut und sind nicht mit Treppenstufen überzogen.

Klang

Die akustischen Qualitäten des Panasonic Plasmas reichen für den alltäglichen TV-Gebrauch absolut aus. Gerade sprachlastige Sendungen wie Nachrichten, Talk-Shows, etc. liefert der GTW60 charakteristisch und sauber an den Zuhörer, auch die Lautstärke reicht für ein nicht allzu riesiges Wohnzimmer locker aus. Beim Filmbetrieb gaukelt der virtuelle Surround-Modus durchaus Räumlichkeit vor und suggeriert ein voluminöses Klangbild - der echte Filmenthusiast wird aber schlussendlich auf ein Upgrade setzen.

Konkurrenzvergleich
  • Toshiba 47YL985: Optisch machen beiden TVs einen schicken Eindruck, der Toshiba kann hier mit dem Glas-Standfuß besonders glänzen. Bezüglich der visuellen Performance kann der Toshiba im 2D-Betrieb und mit einer sehr soliden Frame-Interpolation durchaus punkten, mit dem GTW60 kann er aber nicht mithalten. Angefangen bei der hohen 24p-Stabilität über eine hervorragende 3D-Wiedergabe mit sehr geringem Crosstalk läuft der Panasonic auch im Display Basic Check dem Toshiba den Rang ab. Auch die Menüführung und das Handling gefallen uns beim Plasma besser, der Toshiba ist aber schon deutlich günstiger erhältlich.
  • LG LA7909: Wir haben den LG zwar in 55 Zoll getestet, der Koreaner ist aber auch in 47 Zoll etwas günstiger erhältlich. Der LG ist sehr umfangreich ausgestattet, bietet einen umfangreichen Video-EQ und integrierte Testbilder. Im Display Basic Check schneidet er hervorragend ab, sogar noch einen Tick besser als der GTW60, kann aber nicht ganz mit dessen Kontrast und nicht mit der homogenen Helligkeitsverteilung des Plasmas mithalten. Bedienung und Handling ist bei beiden Geräten intuitiv und einfach, allerdings ist beim Panasonic eine konventionelle FB dabei, während der LG ausschließlich mit der neuen Magic Remote kommt, an die man sich erst gewöhnen muss.
  • Panasonic ETW60: Das Panasonic LCD-Gerät ist in identischer Zollgröße deutlich günstiger erhältlich als der GTW60, kann mit der visuellen Performance aber nicht ganz mithalten. Die 24p-Wiedergabe am Plasma ist stabiler und besonders bezüglich des Kontrastes, der Schwarz-Graudifferenzierung und der homogenen Helligkeitsverteilung liegt der GTW60 vorne. Im 3D-Betrieb bietet die Passiv-Variante besonders angenehmes Sehen, aber auch beim GTW60 ist kaum Crosstalk vorhanden und dank der aktiven Shutterbrille wird hier FullHD 3D geboten und es ist keine Polarisationsfolie am Bildschirm angebracht, die vereinzelt auffallen kann. Einen Twin Tuner bieten beide nicht, dieser ist den REFERENCE-Modellen vorbehalten.
Fazit

Panasonic baut mit dem TX-P42GTW60 einen Hightech-TV mit erstklassiger Ausstattung und überragendem Bild. Schon die 2012er Generation war sehr gut gelungen, von daher fiel es schwer, im Vorfeld daran zu glauben, weitere tatsächliche Verbesserungen außer ein paar erweiterten Smart Viera-Funktionen wie dem Homescreen oder der neuen Remote 2 App zu finden. In der Praxis müssen wir feststellen, dass die 2012er Geräte natürlich nach wie vor ausgezeichnete Plasma-Displays sind, bei genauem Hinsehen aber liefert der 2013er GTW60 im Vergleich zum 2012er GT50 noch bessere Werte ab. Das 3D Bild wirkt noch stabiler, detailreicher, überdies hat der störende Crosstalk weiter abgenommen. Die BD-Wiedergabe bietet noch mehr Stabilität bei der 24p Darstellung und noch etwas mehr Detailkontrast. Die Upconversion von SD-Filmmaterial ist erstklassig, die Upconversion von Videomaterial auch tadellos, aber nicht ganz so überzeugend wie bei Filmmaterial. Auch im Display Basic Check konnte uns Plasma der Prime-Serie überzeugen und verdient sich ein überragendes Testprädikat. Die neue VIERA Remote 2 App glänzt mit sinnvollen Features wie dem Live TV-Streaming aufs Tablet oder dem Datei-Streaming vom Smartphone/Tablet zum TV und bietet zudem auch für Video-Experten mit der "Smart Calibration" ein Bonbon. Perfekt wäre natürlich die Nutzung der App in Kombination mit einem Twin Tuner - den aber bietet der GTW60 noch nicht, hier muss man auf die Reference Serie von Panasonic zurückgreifen.

Exzellent ausgestatteter 42 Zoll Plasma mit hervorragender visueller Performance

Flachbildschirme Obere Mittelklasse
Test 15.07.2013

+ Ausgezeichnete Kontrastwerte
+ Absolut homogene Helligkeitsverteilung
+ Hohe 24p-Stabilität
+ Angenehme und sehr plastische 3D-Wiedergabe
+ Kostenlose, umfangreich ausgestattete iOS/Android-App
+ Sehr gute Upconversion von SD-Material

- 3 HDMI-Eingänge
- Stellenweise Aussetzer beim TV LiveStream bei Android

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 15.Juli 2013

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