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EXKLUSIV-TEST mit Display Basic Check: Panasonic TX-L42ETW60

25.03.2013 (phk/sw)

Einführung

Panasonic macht auf dem LCD-Sektor Druck und präsentiert aus der Next-Baureihe den TX-L42ETW60, einen 3D-fähigen Edge LED-LCD-Fernseher, der mit passiven Polfilterbrillen arbeitet. Die Smart VIERA Plattform wurde weiter entwickelt und um neue Komfort-Merkmale wie den auch frei konfigurierbaren Home Screen erweitert. Eingebaut in den TV ist auch ein WiFi-Modul für die kabellose Einbindung ins Heimnetzwerk. Der Video-EQ ist überarbeitet worden und enthält nun viele nützliche Parameter. Wir sind nun gespannt, zu welchen Leistungen der TX-L42ETW60 im Testbetrieb fähig ist. 

Stromverbrauch
  • Standby-Betrieb: kaum messbar (< 0.1 Watt), im Betrieb: Je nach Backlight-Helligkeit benötigt der TV zwischen 35 und 55 Watt. Insgesamt überzeugt uns der ETW60 mit ausgesprochen geringem Stromverbrauch. 

Verarbeitung

Status-LEDs in der Kunststoffleiste unter dem Rahmen

Kunststoffrahmen im Alu natur-Look

Vereinzelt ungleichmäßiges Spaltmaß

Standfuß

Der Standfuß wird mit drei Schrauben an der Rückseite befestigt

Geräterückseite

WLAN Adapter an der Rückseite angebracht

Der Panasonic TX-L42ETW60 gefällt besonders durch seine geringe Bautiefe und dem recht schmalen Rahmen. Standfuß und Rahmen sind im Alu Natur-Look gehalten, bestehen aber aus Kunststoff. An der Unterseite ist noch eine durchsichtige Kunststoffleiste angebracht, in der LEDs zur Anzeige des Betriebsstatus sitzen. An der Geräterückseite sitzen einige stationäre Bedienelemente sowie die unten aufgeführten Anschlüsse. Diese sitzen fest und sind sauber ins Gehäuse eingefasst. Haptisch wirkt der TV recht solide, wenn auch stellenweise etwas ungleichmäßiges Spaltmaß die Güte der Verarbeitung etwas schmälert - hier müssen wir anmerken, dass es sich beim Testsample um ein Vorseriengerät handelt, bei den Seriengeräten soll dies besser werden. Optisch macht der ETW60 einiges her, der Rahmen besteht komplett aus echtem Aluminium und auch der Standfuß macht einen sehr schicken Eindruck. Vollkommen entspiegelt ist das Display nicht, bei hohem Lichteinfall muss mit Spiegelungen gerechnet werden.

Panasonic 3D-Brille

TY-EP3D20

Beim Panasonic ETW60 liegen die neuen TY-EP3D20 Brillen bei. Hier handelt es sich um passive Polfilterbrillen, da Panasonic bei LCD nun komplett auf Polfiltertechnologie setzt. Aufgrund der einfachen Bauweise sind diese Brillen extrem leicht und angenehm zu tragen. Ein weiterer Vorteil ist der, im Vergleich zu aktiven Shutterbrillen, extrem günstige Preis. Die Brille sitzt gut und wirkt recht stabil.

Bei der Fernbedienung beschreitet man keine großen neuen Pfade. Das Layout wurde leicht verändert und die "VIERA Connect" Taste ist der Taste "Apps" gewichen, ansonsten entspricht die aktuelle Fernbedienung den Remotes der letztjährigen Geräte. Mittig sitzt ein Navigationskreuz, umliegend essentielle Tasten zur komfortablen Steuerung des TV-Gerätes.

Anschlüsse

Anschlüsse Rückseite

Anschlüsse unten

  • HDMI 3x

  • Komponentenvideo-Eingang + Stereo Cinch

  • Scart AV / VGA via Adapter

  • Optischer Digitalausgang

  • USB 2x

  • SD-Karte

  • Kopfhöreranschluss

  • Ethernet

  • LNB-Satellitenanschluss

  • DVB-C / DVB-T Antennenanschluss

  • CI+

Menüs und Konfiguration

Sprache wählen

Netzwerkverbindung

Erfolgreiche Internetverbindung

Sendersuchlauf bei verschiedenen Signalarten

Automatischer Satellitensuchlauf

Auswahl des Panasonic Homescreen

Lifestyle-Bildschirm

VIERA Apps

Setup-Menü

Weitere Bildeinstellungen

Toneinstellungen

Netzwerk-Setup

Setup

Integrierte Bedienungsanleitung

Der Panasonic startet nach der Inbetriebnahme einen Installationsassistenten. Hier wird die gewünschte Sprache und der Standort ausgewählt. Danach erfolgt sofort die Netzwerkeinbindung, damit der volle Funktionsumfang des ETW60 genutzt werden kann. Der Panasonic TV kann sowohl drahtos als auch kabelgebunden integriert werden. Wird WLAN ausgewählt, gibt man entweder manuell ein Passwort ein oder nutzt den WPS-Support. Anschließend lässt sich ein Sendersuchlauf für die kompatiblen Signalarten DVB-S/DVB-C/DVB-T sowie Analog durchführen, dann ist die Erstinstallation abgeschlossen.

Nun wird man von einer weiblichen Computerstimme empfangen - ja, eine richtige Sprachausgabe ist integriert. Die virtuelle Dame lädt zu einem Rundgang, der die Funktionen des TV-Geräts erklärt, ein. Eine Neuerung der Panasonic TVs ist der individuelle Homescreen, der nun beim Einschalten des TVs angezeigt wird. Hier erhält man - neben der etwas verkleinerten Anzeige des TV- oder AV-Bildes Zugriff auf bevorzugte Applikationen, VIERA Connect, etc. Mit einem Klick auf den aktuellen Bildinhalt wird das Fenster auf den ganzen Bildschirm vergrößert. Wie bereits angesprochen, können verschiedene Startbildschirme ausgewählt werden, man kann zwischen

  • Lifestyle-Bildschirm

  • Info-Bildschirm

  • TV-Startbildschirm

  • TV-Vollbild

  • Neu.Bildsch. hinzuf.

wählen. Mit dem letzten Punkt kann man sich also einen eigenen Startbildschirm generieren. Allerdings kann auch mit "TV-Vollbild" die konventionelle Variante gewählt werden. Die übrigen Startbildschirme unterscheiden sich durch verschiedene Applikationen, beispielsweise wird beim Info-Bildschirm youtube mit angezeigt, während beim Lifestyle-Bildschirm Notizen und Kalender, usw. zu sehen sind.

Auf die Netzwerkfunktionen greift man seit den aktuellen Modellen mit der "Apps"-Taste zu, hier öffnet sich dann die bekannte Leiste mit Zugriff auf VIERA Link, Web-Browser, Hauptmenü, TV-Guide und TV. Außerdem kann man hier auf gemachte Aufnahmen und sonstige Applikationen zugreifen. Das eigentliche Setup-Menü unterscheidet sich, abgesehen von einzelnen Punkten, kaum von Panasonic-Geräten letzter Generation. Umfassende Bild- und Toneinstellungen werden von Netzwerk-, System-, und Aufnahme-Setup komplettiert. Der ETW60 reagiert im Regelfall zügig auf Befehlseingaben, zu kleinen Anzeigeverzögerungen kann es bei multimedialen Features kommen. Die grafische Benutzeroberfläche ist recht einfach zu durchschauen, ergänzende Hilfetexte erklären Fachbegriffe. Auch eine Bedienungsanleitung liegt elektronisch abgespeichert im Menü unter Hilfe vor.

Netzwerk und Multimedia

Weitere Apps mit dem VIERA Market hinzufügen

Im Netzwerk vorhandene DLNA-Server

Auf die verschiedenen Multimedia-Features des Panasonic TVs kann man sowohl mit der Apps-Taste der Fernbedienung als auch direkt vom jeweiligen Home-Screen zugreifen. Apps öffnet eine komplette Übersicht vorhandener Applikationen, Mediatheken, etc. aber auch den Zugriff auf den Web-Browser, Media-Player, TV-Aufnahmen, usw.

Möchte man nun von USB oder von einem DLNA-Server Mediendateien wiedergeben, öffnet man "Media Player" bzw. "Media Server", die kompatible Formatauswahl ist allerdings unterschiedlich. Während der TV von USB lediglich AVCHD-Videos abspielt, ist die Auswahl via DLNA-Streaming deutlich größer und es werden DiVX, WMV, MPEG sowie Quicktime MP4-Trailer abgespielt. JPEG-Bilder werden sowohl von USB als auch via DLNA wiedergegeben, vom Mediaserver aber zusätzlich PNG. Bei Musik gelingt FLAC, AAC und MP3 sowohl von USB als auch vom Netzwerk-Server.

Natürlich sind auch TV-Aufnahmen mit dem Panasonic möglich. Dafür ist eine externe USB-Festplatte mit einer Speicherkapazität von mindestens 160 GB notwendig, die nach der ersten Verbindung mit dem ETW60 formatiert wird. Danach sind Direktaufnahmen und Aufnahmen mittels Timer, der einfach im EPG gesetzt wird, möglich. Timeshift natürlich ebenfalls, dazu muss lediglich im Menü unter Setup und Setup-Aufzeichnung "Permanente Aufzeichnung" aktiviert werden. Ein paralleles Sehen einer zweiten Sendung ist aber während eines Aufzeichnungsvorgangs nicht möglich, ein Twin Tuner ist nämlich im ETW60 noch nicht integriert, dieser ist den Top-Modellen von Panasonic vorbehalten.

TV-Auswahl und neues Layout

Fernbedienung

Weitere Tasten und eine Tastatur

Gamepad

App Launcher und Swipe & Share

Zu der neuen Geräte-Generation wurde auch eine neue App entwickelt. Sowohl für iOS als auch Android kann man sich jetzt kostenlos aus dem App bzw. Play Store die "VIERA Remote App 2" herunterladen. Der ETW60 wurde direkt von unserem iPhone erkannt, natürlich müssen sich beide Geräte im Netzwerk befinden. Von den Funktionen her unterscheiden sich die beiden Apps kaum, allerdings ist das Layout deutlich übersichtlicher und die Bedienung geht klar intuitiver von der Hand. Wieder ist eine komplette Steuerung integriert, so dass die Remote komplett durch die Smartphone App ersetzt werden kann. Hinzu kommt eine Gamepad-Ansicht für Spiele aus dem VIERA Market. Auch eine Tastatur ist wieder integriert, um die leidige URL-Eingabe im Web-Browser zu vereinfachen. Mit dem App Launcher können direkt vorhandene VIERA Apps durchsucht und gestartet werden, während am Panasonic TV noch das Fernsehprogramm oder ein Film von Blu-ray/DVD läuft. Die Auswahl und der App-Start laufen vollkommen im Hintergrund ab, daher auch der Name der Kategorie - "Second Screen". Mit Swipe & Share können Bilder und Videos zwischen TV und Smartphone ausgetauscht werden. Man kann also Bilder und Videos, die auf dem Smartphone gespeichert sind, direkt am Panasonic TV wiedergeben - oder aber Bilder und Videos vom TV aus (z.B. von einem angeschlossenen USB-Stick) an das Smartphone streamen. In dieser Betriebsform praktisch - man kann den TV-Bildschirm mit einem Button in der App deaktivieren.

Bild

Display Basic Check powered by

Zunächst wählen wir für unsere Bildtests ein passendes Bildfeld aus. Normal und Dynamik können wir aufgrund einer zu kalten Farbtemperatur gleich ausschließen. Kino und TrueCinema ähneln sich sehr stark, bei Kino muss allerdings noch die Farbtemperatur von Warm1 auf Warm2 gestellt werden. Im Grunde unterscheiden sich die beiden Presets nur durch die Zuschaltung verschiedener Features. So sind im Kino-Modus Frame-Interpolation sowie Rauschunterdrückung aktiviert und der Umgebungssensor aktiv. Wer einen authentischen Film-Look möchte, nimmt also direkt TruCinema, bei dem alle "Bildoptimierer" bereits deaktiviert sind. Voraussetzung ist dann natürlich allerdings, dass man bei geringem oder im optimalen Fall gar keinem Umgebungslicht den TV nutzt. Da dies in unserem Fall gegeben ist, verwenden wir gleich das Preset "True Cinema".

Die Voreinstellung der Helligkeit scheint sehr gut zu sein, beim Pluge-Testbild können wir maximal um zwei Schritte erhöhen, bevor der Unterschwarzbalken sichtbar wird. Die Helligkeitsverteilung des Panasonic TVs wirkt ebenfalls sehr sauber, nur minimal lassen sich einzelne Helligkeitsunterschiede am Display feststellen. Die Reverse Gray Ramps & Steps stellt der Panasonic TV in den konventionellen IRE-Bereichen ohne Clipping dar, Unterschwarz und Überweiß gelingt aber nicht so gut. Am Overscan-Testbild erkennen wir, dass beim Panasonic auch im TrueCinema-Mode keine pixelgenaue FullHD-Übertragung stattfindet. Um diese zu aktivieren, muss im Bildmenü unter Options-Einstellungen "1080p Pixel Direkt" eingeschalten und natürlich der Overscan deaktiviert werden. Der Schärfewert ist bei 50 etwas zu stark angezogen, hier sollte man auf einen Wert zwischen 30 und 40 (wir verwenden 35) zurückdrehen. Erfreulicherweise ist der Schärferegler fein gerastert, so kann man hier sehr genau justieren.

Messungen

Übersicht 1

Gammakurve

Gammapunkt

Übersicht 2

RGB Balance

Farbtemperatur

Der Panasonic TV trifft den angepeilten HD-Farbraum ausgezeichnet, alle Primärfarben liegen satt im Toleranzbereich und weisen kaum Abweichungen auf. Auch die Sekundärfarben bedürfen kaum Kritik, lediglich Cyan driftet leicht ab - bleibt aber ebenfalls im avisierten Bereich. Der Weißpunkt ist nahezu perfekt, in allen IRE-Bereichen liegt er sehr dicht beieinander und - wie im Zoom-Bereich zu erkennen - dem Ideal recht nahe. Die Farbhelligkeit in Abhängigkeit zum Referenz-Weiß ist ebenfalls solide, hier gibt es bei der Primärfarbe Rot absolut gesehen die größte Abweichung. Das Gamma zeigt ebenfalls solide Werte, bleibt allerdings noch unter dem Referenzwert 2,4. Wir haben in den Bildeinstellungen bereits den Wert von 2.2 auf 2.4 angehoben, da sonst das Gamma deutlich zu niedrig wäre. Die Farbtemperatur ist minimal zu kalt, zeigt aber gute und gleichbleibende Werte. Die RGB Balance gefällt ebenfalls ausgezeichnet, die drei Primärfarben weisen einen sehr ähnlichen Kurvenverlauf, Rot ist minimal unterrepräsentiert, was auch die geringfügigst zu kalte Farbtemperatur hervorruft.

Video-EQ

Es finden sich zunächst verschiedene Bildmodi: Dynamik, Normal, Kino, TrueCinema, Benutzereinstellungen. An Basisparametern kann man bei Backlight von 0 bis 100 die Hintergrundbeleuchtung hinsichtlich ihrer Intensität anpassen. Auch einstellbar sind Kontrast (0 bis 100), Helligkeit (-50 bis +50), Farbe (0 bis 100), NTSC-Farbton (-50 bis +50), Schärfe (0 bis 100 – endlich schön fein!), sowie verschiedene Farbtemperaturen (Kühl2, Kühl1, Normal, Warm1, Warm2) und Colormanagement (ein oder aus, soll für lebhaftere Farben sorgen). Einzuschalten ist noch eine adaptive Backlight-Steuerung, die die Wiedergabe dunkler Bildinhalte optimieren soll, und der Umgebungssensor passt automatisch das Bild an die herrschenden Lichtverhältnisse in der Umgebung an. Es finden sich auch verschiedene Rauschfilter. Eine globale Rauschunterdrückung (aus, niedrig, mittel, hoch, automatisch) und eine MPEG-Rauschunterdrückung mit den selben Parametern sind vorhanden. Die Intelligent Frame Creation bzw. 24p Smooth Film kann man aktivieren beziehungsweise auf niedrig, mittel oder hoch einstellen. Es finden sich 4 Submenüs: Die „erweiterten Einstellungen“ umfassen eine adaptive Gammasteuerung (die automatisch die Helligkeit, basierend auf dem Bildinhalt, optimieren soll), einen Schwarzwertexpander (passt dunkle Bildteile an)und eine Funktion, die sich „Weißeffekt bereinigen“ nennt und für eine besonderes klare Weiß-Wiedergabe sorgen soll. Auch vorhanden in diesem Submenü sind Weiß- und Farbabgleich. Beim Weißabgleich sind die RGB Gain- und Offset-Parameter fein zu justieren, beim Farbabgleich kann man für die Primärfarben Farbton, Sättigung und Luminanz feintunen. Es findet sich auch noch eine manuelle Gammaeinstellung, bei der kann man zunächst global das Gamma einstellen (zwischen 1,8 und 2,6 in 0,2 Steps), es ist aber auch möglich, für die verschiedenen Helligkeitsstufen von 10 bis 100 IRE ein Gamma-Gain für den Signalpegel einzustellen. In den „Options-Einstellungen“ bietet sich die Aktivierung des Spiele-Modus an, wenn man Games über den TV laufen lässt. Man kann auch den „Film-Klarzeichner“ für besonders saubere Filmwiedergabe einschalten. Dann gibt es den Punkt „1080p Pixel Direkt“ – nur, wenn dieser Modus aktiviert ist, ist eine pixelgenaue Bildwiedergabe möglich. Hinter der Option „HDMI Inhaltstyp“ kann man für die drei HDMI-Eingänge Voreinstellungen zum Bildmodus machen: Fotos, Grafiken oder Auto. Automatisch werden die Bildeinstellungen dann für über HDMI angeschlossene Geräte angepasst. Letzter Punkt ist „HDMI RGB Bereich“, dieser kann wieder für die drei HDMI-Eingänge festgelegt werden. „Normal“, „Voll“ und „Auto“ stehen hier zur Verfügung. In den „Bildschirmeinstellungen“ kann man den 16:9 Overscan aus- oder einschalten, ferner kann man eine Bildbreite festlegen und eine Zoom-Anpassung vornehmen. Wichtiger erscheinen uns die 3D-Einstellungen. Hier sind verfügbar: 3D-Kennung (automatischer Wechsel bei entsprechend anliegendem Signal in den 3D-Modus), 3D-Signalmeldung, Einstellung der Intensität beim Wandel von 2D nach 3D (niedrig, mittel, hoch). 3D-Einstellung (für natives 3D-Material, hier kann die Effekt-Tiefe angepasst werden, von -3 bis +3), L/R-Bildaustausch sowie ein Kantenglätter, der aktiviert oder deaktiviert werden kann. Mit dem letzten Punkt im Bildmenü „Änderungen kopieren“ kann man die getroffenen Änderungen auch auf einen anderen Eingang anwenden.

Blu-ray

Blu-ray, Casino Royale: Der Panasonic LCD-TV offeriert eine hohe 24p Stabilität, man sieht an den Kanten und diagonalen Linien weder Ruckeln noch Zittern. Die Tiefenstaffelung ist schon im 2D Betrieb deutlich ausgeprägt, auch in den Randbereichen gibt es keinen Anlass zur Kritik, eine akkurate Staffelung ist ebenso wie bei den Zuschauerrängen zu beobachten. Die ausgeprägte Bildruhe sorgt auch bei schnellen Bewegungen für Souveränität. In den Nahaufnahmen überzeugt der ETW60 durch hohe Detailschärfe, z.B. bei den Großaufnahmen der Gesichter von 007 und seinem Gehilfen. Einzelne Hautporen sind sichtbar, auch die Bartstoppeln im Gesicht von 007 sind gut erkennbar. In der kurzen Szene, als Bond am verkohlten Holzbalken lehnt, sind saubere Kontrastunterschiede auch im Detail zu erkennen. Bei kleinen Kontrastunterschieden im Bildhintergrund kann der Panasonic nicht verleugnen, dass er ein Edge LED-LCD ist und unterschlägt einzelne Details. Allerdings muss man dem TV zu Gute halten, dass er für einen Edge LED eine sehr homogene Ausleuchtung hinsichtlich der Helligkeit aufweist. Nur minimal im Randbereich kommt es zu Inhomogenitäten. Während der Verfolgungsjagd auf der Großbaustelle überzeugt uns der ETW60 mit hoher Bewegungsstabilität, Bewegungsabläufe erscheinen flüssig und in sich stimmig. Die Farbgebung ist ausgesprochen natürlich, die Farben wirken dynamisch und realistisch. Farbübergänge sind enorm sauber, Clouding fällt nicht auf. Die eingebaute Frame Interpolation erhöht sichtbar die Gleichmäßigkeit der Bewegungen und Kameraschwenks, sie hat erfreulicherweise nur extrem wenig störende Nebenwirkungen: Nur minimaler Schärfeverlust ab und zu an Objektkanten, sogar der typische Filmlook bleibt weitestgehend erhalten. Artefaktebildung sticht kaum ins Auge. Hier ist ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zur letztjährigen Generation zu beobachten.

Bei der Wandlung von 2D nach 3D, einfach zuzuschalten über eine Taste auf der Fernbedienung, bietet der ETW60 gute Leistungen. Man muss allerdings beachten, dass der Bildmodus seine Einstellung, die zuvor bei der 2D-Wiedergabe getroffen wurde, nicht behält. Man startet wieder im „Normal“ Modus und muss wieder ins bevorzugte Bildprogramm umschalten. Die Wandlung bietet sichtbar erhöhte Objektplastizität und verbesserte räumliche Staffelung. Die Farbgebung und Farb-Intensität sowie die Bildhelligkeit leidet fast gar nicht. Der mit passiver 3D-Technik arbeitende ETW60 kann demnach auch in dieser komplexen Disziplin viele Punkte sammeln. Natürlich ist der durch die passive 3D-Wiedergabe entstandene Auflösungsverlust schon zu erkennen, besonders bei Panoramaaufnahmen. Ein weiterer Betrachtungsabstand ist auch hilfreich, um den Effekt zu minimieren.

Bei der nativen 3D-Wiedergabe der BD von „Avatar“ wird direkt das 3D Signal automatisch erkannt und wechselt automatisch in den 3D-Modus. Die Polarisationsfolie fällt dem geschulten Auge zwar auf, der manchmal unschöne Effekt hält sich beim ETW60 aber in vertretbaren Grenzen – ein Vorzug gegenüber diversen Konkurrenten. Direkt ab Filmbeginn fährt die Kamera über die Planetenoberfläche von Pandora. Der Panasonic überzeugt mit gleichmäßiger Bewegungswiedergabe, gleichzeitig lässt sich trotz der Bewegung ein gutes Differenzierungsvermögen erkennen. Einzelne Äste der gezeigten Bäume sind sichtbar. Danach folgt die Sequenz, als Jake Sully im Langstreckenraumschiff zusammen mit den anderen Insassen aus dem Cyroschlaf erwacht. Man sieht in dieser Szene zwar klar die geringere Auflösung des passiven 3D-Verfahrens, im Rahmen der systembedingten Grenzen aber besticht der Panasonic durch tadellose Bildschärfe und ordentliche Detaillierung, auch in hinteren Bildbereichen. Auch, als das riesige Raumschiff auf den Zuschauer zufliegt, weiß der ETW60 zu überzeugen. Nur eine geringe Neigung zu Treppenstufen an diagonalen Objektkanten sind sichtbar. Die Bildruhe liegt auch im 3D-Betrieb sehr hoch, das Bild zeigt flüssige, sichere Bewegungen und Kamerafahrten. Im Vergleich zum 2D-Betrieb wirken die Farben minimal kühler, bleiben aber im Großen und Ganzen natürlich und lebendig. Das Bild wirkt sehr plastisch und zugleich angenehm, mit feiner Tiefenstaffelung und gleich bleibender Bildschärfe. Im Sinne eines harmonischen Gesamtbildeindrucks ist es gerade bei einem LCD, der nicht die Panelreaktionszeit eines ultraschnellen Plasmas bieten kann, sinnvoll, auf passives 3D zu setzen. Panasonic geht hier unserer Meinung nach den absolut richtigen Weg und fährt zweigleisig, mit Polfilter 3D bei LCDs und aktiven Shutterbrillen bei Plasmas. In dem Kapitel, als Sully in Gestalt seines Avatars mit dem Helikopter über den Wasserfall fliegt, kommt die sehr hohe Plastizität wieder sehr gut zum Ausdruck, auch an den einzelnen Objekten wie z.B. den Flugsauriern, ist dies zu beobachten. Ghosting ist vereinzelt minimal zu erkennen, stört aber nur selten und ist weniger ausgeprägt als bei LCD-TVs, die mit aktiven Shutterbrillen arbeiten.

Bild, DVB-S2 und DBV-C-Tuner, HD- sowie SD-Inhalte: Bei den 720p HD-Inhalten von ARD und ZDF zeigt der ETW60, dass Panasonic nach wie vor exzellente Tuner baut. Das Bild ist sehr scharf, gleichzeitig aber sehr angenehm und zeigt nur wenig Artefakte. Was zu sehen ist, ist ein leichtes Bildrauschen, das aber nicht wirklich störend in Erscheinung tritt. Meist ist es im Bildhintergrund zu erkennen, während das im Bild fokussierte Objekt kein Rauschen zeigt. Die Farbwiedergabe ist tadellos und wie im Filmbetrieb dominiert hier Natürlichkeit. Im SD-Betrieb ist die Bildschärfe natürlich deutlich geringer, auch die Detaillierung. Trotzdem liefert der ETW60 ein ruhiges sowie angenehmes Bild, das sich deutlich stabiler und homogener präsentiert, als wir dies von vielen Konkurrenten kennen. Bildzittern oder kleinere Artefakte sind in dieser Betriebsart systembedingt ausgeprägter. Farben wirken nicht ganz so intensiv wie bei der HD-Senderwiedergabe, erscheinen aber trotzdem noch relativ lebendig. Auch die Bildplastizität liegt im SD-Betrieb noch auf tadellosem Niveau.

DVD

Star Wars Episode III, Die Rache der Sith, Filmmaterial 576i

Der Panasonic TV zeigt in den ersten Szenen der dritten Star Wars Episode ein weitgehend ruhiges und stabiles Bild. Die Laufschrift zu Beginn des Filmes wird vor einem sattschwarzem Hintergrund mit nicht sauber ausgestaltetem Sternenhimmel sauber wiedergegeben. Treppenstufenbildung kann man an den Buchstaben minimal erkennen, weitere Artefakte wie leichtes Kantenzittern an den Lettern ist erst ab Bildschirmmitte ausgeprägt. Die gelbe Farbe der Schrift bleicht nicht aus, Wellenbewegungen sind dann im hinteren Bereich geringfügig zu erkennen. Beim Kameraschwenk auf den Sternzerstörer zeigt sich ein geschmeidiger Verlauf und nur kurzzeitig Unruhe an den Objektkanten des großen Zerstörers. Hier lässt sich bereits ein erster Eindruck der Plastizität erkennen, der sich beim Abknicken auf Coruscant noch positiver bemerkbar. Einzelne Ebenen sind sauber gestaffelt, die Belagerungsschiffe können ausgezeichnet differenziert werden und sind klar von der Oberfläche abgegrenzt. Noch zuvor fliegen die Raumjäger von Obi-Wan und Anakin über den Zerstörer und zeigen saubere, klare und stabile Kanten. Der im Schatten liegende Heckbereich wird gut durchzeichnet, so lassen sich einzelne Detalis auch im Dunklen noch erkennen. Das Panel zeigt insgesamt eine geringe Neigung zu Bildrauschen und ein sehr sauberes Bild. Unter Bildeinstellungen kann in den Optionseinstellungen noch ein Film-Klarzeichner aktiviert werden, dieser bringt aber keinen extremen Benefit und kann auch deaktiviert bleiben. Exzellent gefällt uns die Bildstabilität während des Kampfgeschehens. Trotz der vielen bewegten Objekte und Explosionen bleibt das Bild des Panasonic LCD-TVs ruhig und angenehm. Die folgenden Nahaufnahmen wirken sauber strukturiert, detailliert und scharf. Eine hochwertige Upconversion, die an den Maßstab der aktuellen Panasonic Blu-ray Player beinahe heranreicht.

AVEC Professional Test DVD, Videomaterial 576i

  • Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Laufschriften werden sauber und artefaktfrei vom Panasonic wiedergegeben, leichtes Zittern der Buchstabenkanten ist aber zu sehen. Exzellent gelingt die Farbtrennung, selbst im roten Bereich.
  • Schwingendes Pendel: Das schwingende Pendel wirkt ebenfalls gut, allerdings machen sich hier Nachzieheffekte deutlicher bemerkbar. Die Linie über die das Pendel gleitet, steht weitgehend stabil.
  • Stadtbild Esslingen: Esslingen wirkt trotz der geringen Auflösung recht scharf und detailreich. Die Kamerafahrten gelingen ruhig und geschmeidig, an Rasenflächen und dem gepflasterten Weg sind die Strukturen gut erkennbar. Auch Bereiche im Hintergrund sind noch gut differenzierbar, leichtes Zeilenrauschen an den Hausdächern ist zu sehen.
Klang

Der Klang des Panasonic ETW60 wirkt im alltäglichen TV-Betrieb solide und angenehm. Bei sprachlastigen Programmen beweist er sehr gute Verständlichkeit und schafft auch etwas Stimmcharakteristik. Insgesamt wirkt er aber bezüglich Dynamik und Volumen eher dezent. Dies prägt sich bei der Wiedergabe von Filmton noch klarer aus, die Kulisse wirkt eher flach und zurückhaltend. Dieser Tatsache kann man zunächst mit den verschiedenen Sound-Presets etwas entgegenwirken aber auch die Surround-Modi helfen hier. "Stadion" und "Halle" wirken allerdings etwas künstlich und überzogen, "Natürlich" ist hier zu empfehlen. Geht es akustisch richtig zur Sache, wird der TV höherem Anspruch nicht mehr gerecht. Die Bühne wirkt flach und das Geschehen driftet ins blecherne ab. Auch der maximale Lautstärkepegel fällt dann etwas zu gering aus. Im alltäglichen Praxisbetrieb liefert der Panasonic TV, sofern er nicht allzu ausufernde Wohnräume beschallen muss, aber durchweg zufriedenstellende Leistungen.

Konkurrenzvergleich
  • Philips 40PFL5507: Der Philips ist aus 2012 und bietet eine gute 3D Performance mit aktiven Shutterbrillen. es gibt kaum Farb und Helligkeitsverluste, aber etwas stärkeres Ghosting als beim Panasonic mit passiven Polfilterbrillen. Der Video-EQ des Philips kommt an den des ETW60 nicht heran. Auch erzielt der Panasonic besseren Detailkontrast und mehr Bewegungsstabilität, sowohl bei HD- als auch bei SD-Signalen. Der eingebaute DVB-C/S-Tuner des Philips ist ebenfalls ausgezeichnet und muss sich hinter dem des Panasonic nicht verstecken.
  • Sony KDL-46HX755: Der Sony aus 2012 sieht gut aus und ist ansprechend verarbeitet. Er arbeitet mit aktiven Shutterbrillen und bietet im Gegensatz zu manch anderem günstigeren TV mit aktiven Shutterbrillen auch tatsächlich ein FullHD-Bild ohne Auflösungsverluste im 3D-Betrieb. Allerdings ist etwas Ghosting vorhanden, der mit passiven Brillen arbeitende Panasonic ist hier besser, offeriert aber systembedingt eine niedrigere Auflösung. Der Sony reagiert etwas empfindlich auf Kopfbewegungen, dies ist beim ETW60 kaum ausgeprägt. Mit hoher 24p Stabilität, realistischen Farben und hervorragender Schärfe trumpft der Sony beim BD-Bild groß auf. Die Up-Conversion von SD-Signalen gelingt dem Panasonic noch etwas besser.
  • Panasonic TX-L42ETW50: Der ETW50 aus dem letzten Jahr ist immer noch ein sehr guter LCD-TV. Im direkten Vergleich bietet der "Neue" noch mehr Smart TV-Funktionalität, etwas mehr 24p-Stabilität und noch etwas mehr Ruhe im 3D-Bild. 
  • Toshiba 46TL968: Der Toshiba bietet zum kleinen Preis gleich 46 Zoll Bilddiagonale. Er arbeitet mit aktiven Shutterbrillen im 3D-Betrieb, die deutlich teurer sind als Polfilterbrillen. Das Bild ist recht farbecht und kontrastreich, die 24p Stabilität im Blu-ray-Betrieb liegt beim Panasonic höher. Der ETW60 verfügt auch über die deutlich umfangreicheren Smart TV Optionen. Beim Thema Up-Conversion schlägt sich der preiswerte Toshiba richtig gut, im Detail bietet der Panasonic aber noch mehr Bild-Stabilität.
Fazit

So kennen wir Panasonic: Der TX-L42ETW60 präsentiert sich als ausgesprochen bildstarker Edge LED-LCD mit sehr geringem Stromverbrauch und eleganter Optik. Die volle Ausstattung präsentiert sich nur hinsichtlich der HDMI-Anschlussbestückung als nicht optimal. Hier gibt es lediglich drei HDMI-Terminals, das ist ein Anschluss zu wenig. Hervorragend ist das Smart VIERA Portal bestückt - es wird mehr und mehr zum Mittelpunkt für das Handling des gesamten TVs, ein Trend, den wir auch bei anderen Herstellern beobachten. Das Bedienkonzept ist, auch das kennen wir von Panasonic, weitgehend mängelfrei und gut durchdachte, "Zickereien", bei so manchem Flachbildschirm mit moderner Ausstattung durchaus ein Thema, erlaubt sich der Panasonic nicht. Optisch kommt der Edge LED-LCD-TV modern daher und ist gut verarbeitet. Mit sehr guten Leistungen im Display Basic Check, einem harmonischen 3D-Bild und tadelloser Up-Conversion lässt sich der ETW60 in allen visuellen Disziplinen nichts nachsagen, auch die eingebauten DVB-C/S-Tuner überzeugen praktisch restlos. 

Der elegante Panasonic zeigt sich praktisch frei von Schwächen und begeistert mit ausgezeichnetem Bild und vollem Ausstattungspaket

LCD-TVs Mittelklasse
Test 25. März 2013

+ Stabiles, scharfes BD-Bild
+ Sehr gute Upconversion von DVD-Signalen
+ Ausgezeichneter Tuner
+ Gelungene 3D-Wiedergabe
+ Umfangreicher Video-EQ
+ Sehr gutes Smart VIERA Portal
+ Einfaches Handling
+ Moderne Optik

- Nur 3 HDMI-Eingänge

 

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 25.03.2013

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