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XXL-TEST: Smartphone Nokia Lumia 920 - Könner mit 4,5 Zoll-Display und Win8 Phone ?

14.02.2013 (cr)

Nokia Lumia 920 - 32 GB Speicher, Dual Core-CPU und 8,8 MP-Kamera für 649 EUR

Unser Partner für hochauflösende Audiodateien aus dem Internet: 

Für eine UVP von 649 EUR bietet Nokia sein Windows Phone 8-basiertes Flaggschiff Lumia 920 mit 8,8 MP-Kamera inklusive Carl Zeiss-Optik, 4,5 Zoll-PureMotion HD+ Display, Dual-Core-CPU, 2000 mAh-Akku, LTE (für alle Frequenzen in Deutschland geeignet, unterstützt insgesamt neun Bänder), Quad Band-GSM, Penta-Band UMTS 1 GB Arbeitsspeicher und 32 GB internem Speicher an. Lieferbar ist das Lumia 920 in vier Farben – Schwarz, Weiß, Rot und Gelb. Vielleicht wäre es sinnvoll gewesen, noch eine mokkabraune Variante anzubieten. Der SAR-Wert liegt bei 0,7 W/kg – hier könnte nachgebessert werden. 

Seitliche Knöpfe, der mittlere ist fürs Ausschalten und für das Re-Aktivieren des Bildschirms nach Sperrung

Saubere Verarbeitung des Polycarbonat-Unibodys. Leider steht das Display leicht hervor und schließt nicht bündig ab

Sich nach außen verjüngendes Gehäuse

Rückseite

Lautsprecher

Kopfhöreranschluss

Das Nokia mit etwas dickem, aber trotzdem noch schickem Polycarbonatgehäuse (130,3 x 70,7 x 10,7 mm) ist sauber verarbeitet und liegt trotz des hohen Gewichts von 185 Gramm gut in der Hand. Allerdings ist die glatte Rückseite nicht unbedingt ein Gewinn für einfache Handhabung. Das pechschwarze Display ist nicht ganz nahtlos eingepasst, aber mit Cornering Gorilla Glass für bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber Krantzern beschichtet. Wir empfehlen trotzdem, noch eine hochwertige Display-Schutzfolie einzusetzen. Der 2000 mAh-Akku ist wie auch beim iPhone und dem HTC One X oder dem Motorola RAZR fest eingebaut – das findet nicht unsere Zustimmung. Das etwas fummelige Prinzip mit dem MicroSIM-Tray, den man mit einem speziellen Stift auf Druck herauszieht, hat sich Nokia von Apple abgeschaut. Unterschied ist nur, dass das System bei Apple präziser funktioniert. 

3 Softkeys

Die Kacheln gibt es seit Win7 Phone, wurden aber überarbeitet und sind in verschiedenen Farben verfügbar

Große Kachelanzeige

Scrollt man vom Home Menü aus nach rechts, bekommt man Zugriff auf jede einzelne App

Einstellungen

Klingeltöne

Weitere Ton- und Signaleinstellungen

Erleichterte Bedienung, Teil 1

Erleichterte Bedienung, Teil 2

"Mein Handy finden"

Eines vorweg für Besitzer von Win 7.5 „Mango“ Smartphone-Besitzer: Leider gibt es für Windows Phone 7.5 User keine Möglichkeit zum Update auf Win 8 Phone. Das neue Betriebssystem weist ansonsten die Windows Phone-typische Kacheloptik auf. Es sind 3 verschiedene Kachelgrößen möglich, und es ist einfach, sich neue Apps auf den Startbildschirm zu ziehen. Ohne weitere Angaben werden neu hinzugefügte Apps unten beim Startbildschirm angefügt. Nachdem der Anwender herunter gescrollt hat, sieht er die neuen Apps. Möchte man ins Submenü, scrollt man nach rechts und landet dann bei allen Apps, den Einstellungen etc. Unten sind die drei Windows-typischen Softkeys zu finden: Zurück-Taste, der zentrale Home-Button und die Suchfunktion (bing-basiert). Was uns auf der Startseite bei Win8 Phone fehlt, sind eine schöne Wetter- und eine schöne Uhrenanimation. Das Design wirkt zwar modern, aber etwas sehr nüchtern. Dafür wirkt der verwendete Schriftsatz sehr professionell, insgesamt sehen die Menüs ziemlich gut aus. Aber: Die ständige Bewegung bei Kontakten und Fotos mit wechselnden Hintergrund-Thumbnails ist unruhig und störend. Das Ineinandergreifen von Microsoft- und Nokia-Services verläuft hingegen flüssig und wir müssen keine Kritik anbringen. Hier zahlt sich die enge Kooperation der beiden Unternehmen, die wieder zu den Marktführern aufschließen wollen, offensichtlich aus. Wer ein Win8-basiertes Touchscreen-Notenbook, oder ein vom Tablet zum Notebook wandelbares Transformer-Gerät einsetzt, hat nun eine optisch und bedientechnisch perfekt zueinander passende Geräte-Kette, Win8 Phone und Win8 mit gleich aufgebautem Grundprinzip liegen hier auf der gleichen „Wellenlänge“. Gut übrigens, dass die langsame und wenig nützliche Software „Zune“ zur Datenübertragung endlich wegfiel. 

Konto hinzufügen

Problemlos verläuft die  Ersteinrichtung. Sehr gut ist, dass Kontakte, Mails und Kalendereinträge können auch von einem Google Konto gezogen werden.  Allerdings braucht man, um das Smartphone voll nutzen zu können, einen Microsoft Account, ähnlich wie die Apple ID. Bei entsprechend schneller Internetverbindung geht die Synchronisierung flott vonstatten.

Kontenauswahl

Erweitertest Setup für E-Mail-Account-Erstellung

Kommen wir zum alltäglichen Handling und zur Einrichtung und Nutzung verschiedener Funktionen. Wer einen individuellen E-Mail-Account erstellen möchte, muss beim Hinzufügen eines E-Mail-Kontors auf das „Erweiterte Setup“ gehen. Erst dann kann man z.B. Posteingangs- und Postausgangsserver getrennt einstellen.  Es gibt keine direkte Synchronisierung mit Outlook (nur, wenn Microsoft Exchange zusätzlich installiert ist, geht es) auf dem PC – dieser schon bei der Vorgängerversion störende Nachteil wurde übernommen. Man braucht also, verfügt man nicht über Exchange, zum Datenabgleich zwingend einen anderen cloudbasierten Account. Daten können neben Google über Hotmail oder Facebook gezogen werden. Es gibt einen kleinen Ausweg über einen aus 2 Schritten bestehenden Weg. Verfügt man nicht über Microsoft Exchange, dann müssen Kalender und Kontakte erst zu einem Windows Live Konto (dieses muss, falls nicht vorhanden, erstellt werden) importiert und von dort aus mit dem Smartphone synchronisiert werden. Umständlich und nicht besser, als Outlook-Kontakte auf ein Google-Konto bei Android-Smartphones zu übertragen.

Das sorgt für simple Handhabung im Alltag - im Gegensatz zu Apple Devices kann man das Lumia 920 einfach als Massendatenträger nutzen und Musik sowie Fotos und Videos rasch vom PC auf das Smartphone kopieren. Hier war also – gottseidank – Android und nicht Apple das Vorbild. Für eine angeblich „einfachen Austausch von Dateien und anderen Inhalten zwischen Handy und PC“ kann man sich eine spezielle Windows Phone Anwendung holen, wir sehen dafür aber keine Veranlassung. Das Outlook-Sync-Problem besteht auch mit dieser App, und der Austausch von Bild-/Video/Musikdateien klappt auch mit der Nutzung des Lumia 920 als Massenspeicher schnell und effektiv. Man muss nicht zwingend das mitgelieferte Nokia MicroUSB-USB-Kabel verwenden, andere Kabel (im Test ausprobiert wurde eines von HTC) funktionieren auch. Eigentlich sollte dies selbstverständlich sein, ist es aber nicht – wie wir aus Erfahrung wissen. 

Zum Speicher - leider gibt es für die 32 GB Speicher (29 GB stehen zur Verfügung) ab Werk keine externe Erweiterungsmöglichkeit. Hier wurden Apple-Nachteile übernommen. 7 GB cloudbasierten SkyDrive-Speicher gibt es kostenlos dazu. 

Das Display ist hervorragend

Der Touchscreen spricht extrem schnell an und lässt sich sensibel bedienen – das ist Weltklasse, es gibt kaum bessere Touchscreens derzeit. Auch die Displayqualität des IPS-Panels (Auflösung 1280 x 768 Bildpunkte) mit höherer Pixeldichte (332 PPI) als beim iPhone 5 (326 PPI) begeistert. Die überragende Farbdarstellung und der satte Schwarzwert sind mit das Beste, was es derzeit gibt. Weitere Pluspunkte sind der weite Blickwinkel und die sehr gute Ablesbarkeit auch bei Helligkeit. 

Sehr gute Tastatur

Internet im Hochformat

Internet Explorer 10 - Einstellmöglichkeiten

Im Querformat mit Zoom

Für anspruchsvolle Business- oder Multimediaanwender ist unser Test-Smartphone genau richtig, denn das Nokia Lumia 920 ist extrem schnell. Dank empfangsstarkem LTE-Modul und schneller CPU (kein Quadcore – nur Dualcore (Snapdragon S4 mit 1,5 GHz Taktung) , aber trotzdem enorm flink und aktuellen Quadcore Smartphones nicht unterlegen) werden Apps blitzschnell heruntergeladen und installiert. Parallele Downloads von Apps gibt es nicht, erst, wenn eine komplett fertig ist, beginnt der Download der nächsten App. Der Arbeitsspeicher ist mit 1 GB an der untersten Grenze für en Highend-Smartphone. Hier hätte Nokia gleich auf 2 GB setzen sollen. Das Surfen im Internet gelingt dank deutlich schnellerem mobilen Internet Explorer 10, der auch hinsichtlich der Browser-Sicherheit aufwändig optimiert wurde, sehr gut. Die Zoomfunktion für den Touchscreen springt flott an. Nur das Booten ist noch zu optimieren – das geht deutlich schneller, aber – dies muss man Nokia zubilligen – auch deutlich langsamer bei manchen Konkurrenten. Die Reaktionszeiten im Kamerabetrieb sind kurz, Multitasking klappt absolut reibungslos. Die Betriebssicherheit ist ebenfalls prima – das Lumia 920 erweist sich als nahezu perfekter und Freude spendender Begleiter für den Alltag. Trotz 2000 mAh ist der Akku allerdings nicht dafür prädestiniert, das Freude-Potential des Lumia 920 weiter auszubauen. Bei eifriger Nutzung ist nach einem dreiviertel Tag Schluss und man muss eine Steckdose suchen. Wer das Lumia 920 weniger intensiv einsetzt, schafft maximal 1,5 Tage ohne Nachladen. 

Ladestation DT-910 für kabelloses Laden

Der Preis beträgt rund 60 EUR

Lumia 920 im Ladedock

Kleine Randbemerkung zum Thema „Akku aufladen“: Nokia bietet für einen happigen Aufpreis (gut 60 EUR, in schwarz oder weiß lieferbar) eine spezielle Ladestation an, die die Möglichkeit des Lumia 920 zum induktiven Aufladen ausnutzt. Ohne Systemanschluss wird das Lumia 920 einfach in die Ladestation gelegt und wird aufgeladen. Die Dockingstation ihrerseits wird normal mit Kabel und Netzteil mit einer freien Steckdose verbunden. Wir haben uns die DT-910 Ladestation besorgt – und folgende Feststellungen getroffen: Das Laden dauert länger, ca. 20 -25 %, als mit dem mitgelieferten Tischladegerät. Dafür soll die Tischladestation den Akku durch sorgsames Aufladen besonders schonen. Das Prinzip des nach dem Qi-Standard (NFC) arbeitenden Ladegerätes funktioniert aber gut. Das Smartphone kann beim hochformatigen Einlegen in die Ladestation weiterhin bedient werden, und der eingebaute NFC-Chip startet die Nokia Zubehör-App mit voreinstellten Funktionen, z.B. Wecker oder Kalender, so dass diese automatisch beim Auflegen funktionsbereit sind.

Nicht besonders praktisch: Kommen neue Nachrichten z.B. per Facebook oder Whats App an, so werden diese zwar kurz durch eine Statuszeile oben im Display angezeigt, danach aber verschwindet diese wieder. Beim iPhone und bei Android-Smartphones ist dies besser gelöst, hier kann man durch Herunterziehen einer oben im Display integrierten Statusleiste jederzeit direkt auf alle neuen Nachrichten - und bei Android-Devices auch auf wichtige Grundeinstellungen - zugreifen. 

Bluetooth-Datenübertragung

Die Sprachqualität ist ebenso wie die Empfangssensitivität ohne Fehl und Tadel. Gerade beim Thema Empfangssensitivität (getestet wurde im Vodaphone-Netz) setzt sich das Nokia in der Spitzengruppe fest und kann iPhone 5 und auch Samsung Galaxy S3 leicht hinter sich lassen. Die Sprachqualität ist wie erwähnt gut und recht rauscharm, setzt aber keine neuen Maßstäbe. Sehr zuverlässig und auch empfangsstark präsentiert sich die WLAN-Funktion, im Gegensatz zu vielen anderen Smartphones verliert das Lumia 920 nicht den Kontakt zum Drahtlosnetzwerk. Das WLAN-Modul unterstützt bis auf den neuesten Standard 802.11 ac alle gebräuchlichen Standards, also 802.11 a/g/n. Praktisch: Braucht man eine sehr schnelle Internetverbindung und verfügt über einen entsprechenden Router,steht die Funktion „WIFI Channel Bonding“ zur Verfügung, hier werden für schnellere Verbindung die beiden Sendefrequenzen des WLAN bei 2,4 und 5 GHz zusammen gelegt. Bluetooth ist nicht in der neuesten 4.0 Spec wie beim iPhone, sondern in der älteren Version 3.0 an Bord. 

Weitere Beobachtungen: Gefallen hat uns die gute virtuelle Tastatur im Hoch- und Querformat, sie überzeugt durch optisches und haptisches, recht zielsicheres Feedback. Die Tastatur kommt mit „vorgefertigter“ URL-Länderbezeichnung je nach Landestyp der Tastatur (.de bei der deutschen Tastatur). Zu loben sind auch die sehr guten Wortvorschläge bzw. die tadellose Rechtschreibkorrektur. Sie ist deutlich besser als beim iPhone und besser als bei vielen uns bekannten Android Devices. Kleiner Handlingnachteil: Es ist nicht so einfach, mit dem Cursor, wenn man z.B. im Satz noch ein Wort einfügen möchte, zum jeweiligen Buchstaben zu springen, weil immer zu schnell gleich ein ganzes Wort markiert wird. 

Übrigens: Screenshots erstellen ist einfach. Die mit dem Windows-Symbol gekennzeichnete Home-Taste und die Ein-/Aus-Taste (seitlich am Lumia 920) gleichzeitig drücken. Ein Ton wie beim Auslösen der Kamera und eine kurze Animation bestätigen, dass der Screenshot erstellt wurde. 

App-Highlights - das Angebot im App Store ist aber eher mau und kein Highlight

App-Sammlungen

Neue Apps

Suchfunktion

Setzen wir unsere Analyse mit dem – im Falle Win8 Phone – leidigen Thema Apps fort: Großer Nachteil ist der unterbestückte App Store. So gibt es derzeit z.B. keine Apps zur Steuerung von AV-Komponenten von den großen Firmen. Hier werden nur Android und iOS, nicht aber Win8 Phone unterstützt. Leider gibt es auch viele Apps im Store, die man salopp nur als Bit&Byte-Müll bezeichnen kann. Facebook als App nicht ab Werk vorinstalliert. Lädt man sich aus dem Store aufs Smartphone. App hat eine etwas andere Aufmachung (andere Schriftsätze) als Android oder Apple iOS-App . Auch Skype muss ebenfalls erst herunter geladen werden. Whats App in leicht anderer optischer Aufmachung ist umsonst erhältlich. Interessant für News-Junkies: Ab Werk vorinstalliert ist n-tv
Klare Kritik: Die beliebte Business Networking App Xing ist nur von Drittanbieten für 2,99 EUR erhältlich – nicht gut. Da verzichtet man gerne. 

Musik-Menü

Nokia Streaming Mix-Radio

Auch Suche nach Genre möglich

Meist gehört und Single-Charts in wichtigen Ländern der Welt 

Chartreise durch Europa und bis nach Australien

Wiedergabe eines Titels aus den deutschen Singlecharts

Musik vergangener Epochen

Wiedergabe eines Titels der Kollektion "2000er Dance"

Mix Radio, Genre Dance/Elektronik

"Meine Musik" umfasst die Musikstücke, die der Anwender auf dem Lumia 920 gespeichert hat

Wiedergabe eines Titels

Sehr gut ist es um „musikalische“ Zusatzdienste bestellt: Integriert ist Nokia Musik, und hier gibt es die Möglichkeit, kostenlos im streamingbasierten „Mix Radio“ z.B. die Charts vieler Länder anzuhören. Es gibt auch Punkte wie „Nokia Global Charts, „Neue Mixe“ oder „Neuheiten“. Unter „Künstler-Mix erstellen“, kann man Songempfehlungen, die den Lieblingskünstlern ähnlich sind, wiedergeben und einen Mix erstellen. Auch die Musik vergangener Epochen und Jahrzehnte kann genossen werden – hier gibt es ein dickes Lob für Nokia. 

Office-Paket on Board

Beispiele für Word, Excel und PowerPoint vorinstalliert

Beginn zur Neuerstellung eines Dokuments

Einfaches Word-Handling

Dokument versenden, speichern

Format: Einstellmöglichkeiten

Excel-Sheet

Excel-Funktionen

Powerpoint-Präsentation

Powerpoint-Folien

Spezielle Vorlagen inkludiert

OneNote in der mobilen Version

Auch abrufbar - Tipps und Tricks zum neuen Smartphone

Weitere Programme „On Board“: Das Nokia verfügt über eine mobile Microsoft Office-Paketlösung, mit der man Word-, Excel- und Power Point-Sheets handeln kann. Die Bedienung ist sehr einfach, und man kann Dateien auch wahlweise in der SkyDrive-Cloud (7 GB Speicherplatz inkludiert) ablegen. In einer separaten App findet sich auch die One Note-Notizfunktion. Separat herunterladen sollte man sich im Sinne bestmöglicher Kompatibilität zu allen Dokumenten noch den kostenlosen PDF-Reader, der direkt von Microsoft in einer für Win8 Phone optimierten Version angeboten wird. Einfach „PDF“ als Suchbegriff im App Store eingeben, und dann taucht er gleich als erstes auf. 

Anzeige von POIs

Meine Orte - Favoritenliste

Nokia City Kompass

Die Kamerafunktion wird für den City Kompass genutzt

Das ebenfalls vorinstallierte Nokia-Kartenmaterial gibt gleich die Möglichkeiten, am POI sich alle Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels etc. anzeigen zu lassen. In das selbe Horn - nämlich schnell an Infos zu kommen – stößt auch der Nokia City Kompass: Ähnlich wie Google Places bei Android-basierten Smartphones kann man sich hier in der Nähe liegende Restaurants, Sehenswürdigkeiten etc. anzeigen lassen. 

Navigationssoftware

Stimme wählen - hierzu wird eine entsprechende Datei heruntergeladen

Navigationsoptionen

Kartenanzeige

Zieleingabe

Schnelle Routenberechnung

Zum Ort des Interesses kann man sich natürlich – kostenlos und auch offline navigieren lassen. Die Navigation stammt von Nokia und ist im Beta-Stadium. Man muss zunächst die kostenlose Navi-Software herunterladen, anschließend die Sprachführung (in unserem Falle die deutsche Version). Dies funktioniert flott. Die Eingabe des gewünschten Ziels und die Aktivierung der Routenführung ist sehr einfach. Das Berechnen der Route geht in wenigen Sekunden vonstatten. Die grafische Darstellung ist gut. 

"Brieftasche"

Hinzufügen von Karten

Wie Apples Passport-Funktion aufgebaut ist eine App,, die im Nokia/Win8-Jargon „Brieftasche“ heißt. Gutescheine, Kredit- oder Bankkartendaten, können angelegt und verwaltet werden. Sollte es erforderlich sein, kann man auf diese Art und Weise direkt übers Smartphone Zahlungen tätigen. 
Zu erwähnen wäre noch die Kinderecke, ein Win8 Phone-Merkmal. Da es mehr und mehr in Mode kommt, dass auch der Nachwuchs mal zum Smartphone von Mama oder Papa greift, die Eltern aber nicht möchten, dass alle Inhalte freigegeben sind, kann man nun die Möglichkeit nutzen, gewisse kindgerechte Inhalte bzw. Apps gezielt freizugeben. Der Kinderbereich kann mittels Passwort wieder verlassen werden.

Exzellente Kamera

Foto- und Videoeinstellungen

Aufnahemodus, ISO-Wert und Belichtungswert

Verfügbare ISO-Werte

Bildverhältnis und Fokus-Hilfslicht

Punkte, die bei einem so teuren Higtech-Smartphone besondere Beachtung verdienen, sind Kamera und die Audio-Wiedergabefähigkeiten. Beginnen wir mit der Kamera. Das Nokia Lumia 920 hat hinsichtlich der verbauten 8,8 MP „PureView“ Foto/1080p Videokamera mit Carl Zeiss-Tessar-Optik einen echten Benefit an Bord. PureView steht für größeren Bildsensor, eine im Vergleich mit Konkurrenten große Blendenöffnung und und für 2 weitere Faktoren. Die enorme Lichtempfindlichkeit und der optische (!) Bildstabilisator. Damit greift Nokia genau da an, wo selbst sonst gute Smartphone-Kameras z.B. vom Samsung Galaxy S3 und vom Apple iPhone 5 noch schwächeln: Bei schlechten Lichtverhältnissen und bei nicht ganz sauberen Handbewegungen bei Kameraschwenks. Das Lumia 920 erzielt die besten Ergebnisse, die wir bislang bei einem Smartphone verzeichnen konnten. Beginnen wir mit dem Fotobetrieb. Den recht hellen, von der Helligkeitsverteilung her guten, aber nicht überragenden Blitz kann man in den meisten Situationen getrost deaktivieren. 

Morgens, 7 Uhr: Kaum Licht von außen im Treppenhaus, und alle Lampen sind aus. Hervorragend, was die Kamera herausholt

Morgens, 7 Uhr

Morgens, 7.30 Uhr, kein Fotolicht, keine Beleuchtung innen

Die enorme Lichtempfindlichkeit der Optik sorgt selbst bei Dämmerung noch für relativ scharfe Fotos, die zudem im Vergleich zur Konkurrenz farbecht und rauscharm sind. Auch unter Kunstlicht halten sich die Farbverfälschungen des Lumia 920 in engen Grenzen. Hier sind nahezu alle Konkurrenten schlechter, z.B. das Samsung Galaxy S3 leistet sich hier deutliche Farbabweichungen. In jeder Situation begeistert die Rauscharmut der Bilder. Auch sehr gut: Es finden sich von der vordersten bis zur hintersten Bildebene kaum Schärfeverluste. Detailkontrast und Gesamt-Bildkontrast sind erstklassig, dies gilt auch, was im engen Zusammenhang mit den Kontrast-Fähigkeiten steht, für die Plastizität. Wenden wir uns den Videos zu. Hier ist die Lichtempfindlichkeit nicht ganz so ausgeprägt wie bei der Erstellung von Still Images, aber immer noch sehr respektabel und den meisten Konkurrenten überlegen. Sehr zu loben ist die Wirkung des optischen Bildstabilisators. Leichte Unruhe bei der Kameraführung wird souverän ausgeglichen. FullHD-Videos sind überdies scharf, rauscharm, farbecht und kontrastreich. Der Wechsel von einer Licht-Situation zur nächsten gelingt enorm schnell: Wenn man z.B. von der Helligkeit in die Dämmerung geht, dauert es nur eine enorm kurze Zeitspanne, bis sich das Nokia Smartphone auf die neuen Lichtverhältnisse eingestellt hat. Auch hervorragend im Still Imaging und im Video-Betrieb klappt das Fokussieren: Sehr rasch erfolgt die Scharfstellung bis in den Macrobereich. Insgesamt eine Referenz-Leistung und ein eindeutiges weiteres Zeichen: Nokia ist zurück! Dies wird durch die erstaunlich gute Audioqualität der gedrehten Videofilme weiter untermauert. 

Intelligente Bilder und Kreativstudio - zwei der vier herunterzuladenden Foto-Apps

Foto-Apps

Wenden wir uns den Kamera-Einstellparametern und den Bild-Nachbearbeitungsmöglichkeiten zu: Hier ist zu erwähnen, dass man sich verschiedene Nokia-Apps herunter laden kann, um die Parameter rund um Bildjustagen und Nachbearbeitung einzustellen. Beginnen wir mit den Grundparametern. Bei den Fotoeinstellungen finden sich zunächst verschiedene Aufnahmemodi: Nahaufnahme, Nacht, Nachtportrait, Sport sowie Hintergrundbeleuchtung. Ab Werk befindet sich das Lumia 920 im ausgezeichneten Automatik-Modus, so dass in den meisten Fällen kaum Bedarf zur Wahl eines anderen Modus besteht. Zweiter Punkt ist die Lichtempfindlichkeit (in ISO). Auch hier gibt es ab Werk den voreingestellten Automatikmodus, weitere Modi: ISO 100, 200, 400 und sogar ISO 800. Toll ist die Auswahl an verschiedenen Belichtungswerten. Wert 0 ist als Standard voreingestellt, es gibt aber mannigfaltige Möglichkeiten, um kürzer oder länger zu belichten: 2, 12/3, 1 1/3, 1, 2/3, 1/3, 0, - 1/3, - 2/3, -1 1/3, -1 2/3, -2 sind verfügbar. Der Weißabgleich ist ebenfalls ab Werk im automatischen Betrieb. Wahlweise verfügbar sind Wolkig, Tageslicht, Leuchtstoff, Glühlampe. Als Bildverhältnis ist im Neuzustand 16:9 eingegeben, 4:3 steht alternativ zur Verfügung. Das Fokus-Hilfslicht kann aktiviert oder deaktiviert werden. Bei den Videoeinstellungen finden sich Weißabgleich (Automatik, Wolkig, Tageslicht, Leuchtstoff, Glühlampe), Fortlaufender Fokus (Ein/Aus) und Videomodus (720p/1080p). Im App Store kostenlos verfügbar ist die App „Intelligente Bilder“. Dieses Programm soll sich besonders für perfekte Gruppen- und Portraitbilder eignen. Das Smartphone erstellt automatisch eine Serie von 5 Bildern in knapper zeitlicher Abfolge, und man kann sich nachher das beste heraussuchen. Dies geschieht durch einfaches Blättern durch die 5 Bilder, das oder die passenden kann man dann speichern. Eine sehr gute Idee. 

Panoramabild

Des Weiteren gibt es die Panorama-App, mit der man recht einfach Panoramen erstellen kann. Das Ergebnis kann sich absolut sehen lassen – so eine gute Panoramafunktion hatten wir bislang auch noch nicht erlebt . 

Kreativ-Studio

Einstellparameter

Für die Nachbearbeitung erwähnenswert ist das Kreativstudio: Hier bekommt man verschiedene Farbverfremdungsvorschläge (z.B. Silbern, Elfenbeinfarben, Aquamarin…) und kann dann noch Anpassungen bei Farbausgleich, Helligkeit,, Schärfe und Vitalität vornehmen. „Fast magisch wirkende“ Mischungen aus Stand und Bewegtbild soll das ebenfalls kostenlos herunter zu ladende „Cinemagramm“ - „Spielkinder“ dürften dieses Feature toll finden – und so funktioniert es: Zunächst wird ein Foto aufgenommen, wir nahmen eine kleine Spiderman-Figur, die kniet. Wichtig ist es, das Smartphone hier ruhig zu halten. Anschließend sucht man sich maximal 3 Bereiche aus, in denen animiert werden soll. Mit dem Finger kann man anschließend die animierten Bereiche vergrößern. Das Ergebnis: Der Spyderman bewegt sich leicht, und es sieht aus, als würde wirklich eine Person in der Hocke kauern – ein realer Mensch sitzt auch nicht die ganze Zeit still, sondern ruckelt immer minimal hin- und her.

EQ-Programme Teil 1

Weitere vorgefertigte Soundmodi

Große Auswahl

EQ

Dolby Headphone

Klingeltongenerator

Klingelton-Erstellung

Klangstarke In-Ear-Hörer inklusive

Kabelfernbedienung

3,5 mm Klinkenstecker-Standardbuchse

Verschiedene Ohrstücke für perfekten Sitz

Akustisch verfügt das Smartphone über Dolby Headphone, was ein räumliches und lebendiges Klangbild im Zusammenspiel mit den mitgelieferten In-Ear-Hörern ergibt. Diese sitzen sehr gut und bequem im Ohr. Damit auch bei unterschiedlichen Ausformungen beim Gehörgang, respektive unterschiedliche Ohrgrößen, stets guter Sitz garantiert ist, liefert Nokia verschiedene Ohrstücke mit. Die In-Ears sichern auch ohne den Einsatz von Dolby Headphone ein dynamisches und recht räumliches Klangbild mit ordentlicher Detailtreue. So ist der stolze Lumia 920-Besitzer nicht darauf angewiesen, sich sofort noch In-Ears aus dem Zubehörhandel zu kaufen. Eine Kabelfernbedienung, die allerdings etwas zu hoch befestigt ist, ist ebenfalls integriert. Telefonate können durch Druck auf den zentralen Knopf einfach entgegen genommen werden. Das Mikrofon erlaubt eine natürliche und beinahe rauschfreie Gesprächswiedergabe. Der Lumia-Nutzer und auch der Gesprächspartner sind daher mit der Klangqualität sehr zufrieden. Nutzt man das Handy ohne In-Ears und verwendet den eingebauten Lautsprecher als Freisprecheinrichtung, sind die Ergebnisse befriedigend. Im Musikbetrieb klingt der eingebaute Lautsprecher ordentlich, aber nicht überdurchschnittlich gut. Zu erwähnen wäre noch der EQ, der verschiedene Presets hat und im Modus „Benutzerdefiniert“ ein vollkommen frei konfigurierbares Preset aufweist. Der grafische EQ verfügt über folgende Bänder: 50/150/370/700/1800/3500/7000 Hz. Die vordefinierten Programme: Weniger Bässe, Mehr Bässe, Mehr Gesang, Weniger Gesang, Mehr Höhen, Weniger Höhen, Lautheit, Akustisch, Dance, Elektronisch, Hip-Hop, Jazz, Klassisch, Pop, R&B,, Rock, Sprache. Lustig und nützlich ist der direkt von Nokia stammende Klingeltongenerator, den man im App Store herunter laden kann. Hiermit kann man sich das Stück aus dem Wunsch-Song herauskopieren, das für den Klingelton als Sample verwendet werden soll. 

Stilgut-Case in Marineblau mit schönem Innenfutter

Als Flip Case ausgeführt

Kleine Anmerkung: Schöne Hüllen gibt es z.B. von Stilgut bei Amazon in Echtlederausführung. Sie kosten rund 25 EUR und sind in Weiß, Schwarz, Navyblau, Rot, Rosa, Purpur und Mandarin, aber leider nicht in Braun erhältlich.

Die Konkurrenz:

  • Teuer, schick, geringer Wertverlust, sehr zuverlässig, riesiges App-Angebot, sehr gute Kamera und auch extrem schnell: Apple iPhone 5 

  • Bestseller, nun auch mit 32 GB sowie mit LTE erhältlich, flott, problemlos, viele gute Shortcuts, tadellose Kamera und in der Basisversion (16 GB ohne LTE) niedriger Preis: Samsung Galaxy S3 GT-I9300 

Fazit

Das Lumia 920 beweist im Testbetrieb eindrucksvoll, dass Nokia zurück ist an der Spitze des weltweiten Smartphone-Marktes. Das Lumia 920 mag zwar optisch nicht jedermanns Fall sein (wir finden den Bauhaus-artigen Stil sehr schön), weiß aber technisch in vielerlei Hinsicht zu begeistern. Dies beginnt schon beim extrem reaktionsschnellen Touchscreen und dem erstklassigen Display mit einer Pixeldichte, die erst von den jetzt auf den Markt kommenden Smartphones mit FullHD-Display übertroffen wird. Es geht weiter mit einem enormem Arbeitstempo – offensichtlich reichen bei Win8 Phone zwei Prozessorkerne, um für so viel „Dampf“ zu sorgen, dass sich viele Android-basierte Quad-Core-CPU-Smartphones strecken müssen. Das Office-Paket und die guten Karten sind ebenfalls lobend zu erwähnen. Maßstäbe setzt die 8,8 MP „PureView“ Kamera. Sie hat zwar mit der 41 MP „PureView“ Kamera das Nokia 808 Smartphones nichts gemein, erzielt aber sensationelle Ergebnisse besonders im Still Imaging-Betrieb bei Dämmerung. Das Dual Pulse LED Blitzlicht kann so meist außer Betrieb bleiben. Dank optischem Bildstabilisator, den man sonst nur von teuren Spiegelreflexkameras her kennt, gelingen flüssige, scharfe und dynamische Videoaufnahmen in 720 und in 1080p. Die überragenden Audioqualitäten finden auch unsere Zustimmung. Abstriche gibt es fürs hohe Gewicht, den unzureichend bestückten App Store und für die höchstens ausreichende Akkuleistung. Windows 8 Phone als Betriebssystem überzeugt mit frischer, moderner und erfreulich schlichter Optik und schneller Bedienung. Hier ist nur zu bemängeln, dass es nicht möglich ist, Kontakt- und Kalender-Daten per Direkt-Synchronisierung mit Outlook aufs Smartphone zu ziehen. Auch zu kritisieren ist ,dass es keine von oben nach unten herunter zu ziehen Statusleiste gibt – nur mit einer solchen kann man schnell auf neuen Nachrichten oder auch die Grundeinstellungen des Smartphones zurückgreifen. Diese Details ändern aber nichts daran, dass das Lumia 920 derzeit zu den besten Smartphones auf dem Markt gehört.

Modernes High-Tech-Smartphone mit enormer Arbeitsgeschwindigkeit und brillanter Kamera

Smartphones Luxusklasse
Test 14. Februar 2013

+ Sehr gute Verarbeitung
+ Maßstäbe setzende Kamera
+ Enorm schnell
+ Win8 Phone mit flüssiger und größtenteils intuitiver Bedienung
+ Sehr gute akustische Eigenschaften und tadelloses In-Ear-Headset
+ Nokia Musik mit tollen kostenlosen Streaming-Möglichkeiten
+ LTE für alle gebräuchlichen Frequenzen
+ Offline-Navigation möglich
+ Mobiles Office-Paket mit an Bord

- App Store mit geringer Auswahl
- Kein Direktsync mit Outlook
- Keine Statusleiste zum Herunterziehen
- Akku nicht sehr leistungsstark

Test: Carsten Rampacher
Datum: 14.02.2013

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