TEST mit Display Basic Check: LG 42LM660S
10.01.2013 (phk/sw)

Einführung
Der LM660S von LG möchte zeigen, dass tolle Bildqualität und optischer Chic
auch kleiner und vor allem günstiger möglich ist. Der 42-Zöller kommt
ebenfalls im Cinema Screen Design und flacher Bautiefe daher. Im Gegensatz zum
großen 960V ist nicht die NANO Full LED-Technologie, sondern LED Plus
integriert. LED Plus ist einfacher gestrickt, die LEDs können zwar in 16
Clustern einzeln gedimmt werden, sitzen aber alle am Rand. Der LM660S gibt native 3D-Inhalte
und konvertiert 2D in 3D in Verbindung mit Polarisationsbrillen, die dank
passiver Funktion keine Batterien benötigen und extrem leicht sind. Auch bei
diesem LG-Fernseher liegt die Magic Remote für komfortable Gestensteuerung bei.
Die umfangreichen Smart TV-Angebote von LG können so noch bequemer genutzt
werden. Selbst Intel Wireless Display für problemlose Kommunikation mit einem
Notebook findet im 42-Zöller Platz. Der 42LM660S ist zur UVP von 1099 EUR, aber
auch zu deutlich günstigeren Marktpreisen, erhältlich.
Verarbeitung

Details einer Kante

Rückseite

Stationäre Bedienelemente

Standfuß in Schwarz

Rückseite

Konventionelle Fernbedienung

LG Magic Remote

Passive 3D-Brille

3D Aufsatz für eine Brille
Der LG LM660S in 42 Zoll wirkt dank des sehr schmalen Alurahmens in
gebürsteter Alu Natur-Optik hochwertig und unaufdringlich. Auch die Bautiefe
ist trotz der LED Local Dimming-Technologie sehr gering. Der Rahmen ist sauber
verarbeitet und schließt solide an die über dem Panel liegende Glasplatte an.
Überstehende Kanten oder scharfe Grate gibt es nicht. An der Unterseite
schließt sich eine etwas breitere Leiste in schwarzem Alu, und daran eine
schmale Kunststoffleiste mit sichtbarer Power-LED an. Auf der Rückseite
befinden sich einige stationäre Bedienelemente, die als Drucktasten ausgeführt
sind. Die Anschlüsse sind seitlich und nach unten hin angebracht, sie sitzen
sehr fest. Der Standfuß ist beim LM660S aus schwarzem Kunststoff und verschafft
dem 42-Zöller ausgezeichneten Halt. Der TV ist außerdem leicht schwenkbar. Die
konventionelle Fernbedienung liegt gut in der Hand und bietet einige
fluoreszierende Tasten. Die Magic Remote ist ebenfalls in Hochglanz schwarz
gehalten und zeigt sich in pistolenähnlicher Form mit einem mittigen Navikreuz
und einem Scroll-Rad. Lautstärke- und Programmwahltasten sind auch bei der
Magic Remote zu finden. Die mitgelieferten Polfilterbrillen sind den meisten
Anwendern bereits aus dem Kino bekannt. Sie sind sehr leicht und angenehm zu
tragen, Brillenträger werden sich über den Aufsatz freuen, der ebenfalls im
Lieferumfang enthalten ist.
Anschlüsse

Anschlüsse seitlich

Rückseite
- HDMI 4x
- USB 3x
- CI+ Schnittstelle
- Komponentenvideo via Adapter
- FBAS + Stereo Cinch via Adapter
- Scart via Adapter
- PC VGA Eingang + Line In
- Digitaler Audioausgang optisch
- Kopfhörerausgang
- Ethernet-Schnittstelle
- LNB-Satelliteneingang
- Antennenanschluss
Der LM660S bietet mit vier HDMI-Anschlüsse und drei USB-Slots ein flexibles
Anschlussangebot. So können neben verschiedenen Quellgeräten auch problemlos
eine externe Festplatte, ein USB-Stick und zusätzlich ein weiteres Gerät (z.B.
Skype-Kamera) angeschlossen werden. Der TV kann zusätzlich zur Kabelverbindung
auch über WLAN eingebunden werden.
Menü & Konfiguration

LG Installations-Assistent

Sprachwahl

Magic Remote Tutorial

Zentrieren durch Schütteln

Verwendung der Magic Remote erlernen

Scrollrad einsetzen

Standort wählen

Netzwerkverbindung einstellen

Einrichtung der kabelgebundenen Netzwerkverbindung

Sendersuchlauf durchführen

Satellitensuchlauf

Abschluss der Erstinstallation

Ein Bildassistent kann gestartet werden

Bevorzugte Einstellungen festlegen

Kontrast einstellen

Farbton und Tint

Bildschärfe einstellen

Hintergrundbeleuchtung

Auswählen, für welche Eingänge die Einstellungen verwendet
werden

Quellenwahl

EPG

Menü - Bild

Ton

Verschiedene Toneinstellungen

ARC etc.

Systemeinstellungen

Systemeinstellungen 2

Netzwerkeinstellungen
Der LG LM660S bietet einen umfangreichen
Installationsassistenten. Obligatorische Einstellungen wie Sprachauswahl,
Signalwahl und Sendersuchlauf werden durchgeführt, aber auch
Netzerkeinstellungen und ein kleines Tutorial zur beiliegenden Magic Remote ist
enthalten. Die Netzwerk- und Internetverbindung kann via Ethernetkabel oder dem
integrierten WLAN-Modul, welches auch WPS-fähig ist, realisiert werden. Nach
Abschluss des Installationsassistenten kann noch ein Bildassistent gestartet
werden, der die visuelle Ausgabe an die individiuellen Bedürfnisse anpasst.
Im Hauptmenü befindet sich dann zunächst ein komplexer
Video-Equalizer, auf den wir weiter unten nochmals eingehen. Kaum weniger
umfangreich sind die Toneinstellungen ausgeführt, hierzu zählen auch Presets
und verschiedene Sound-Optimierer. Einstellungen für mögliche Quellensignale,
manueller Sendersuchlauf, Netzwerk-Konfiguration etc. sind natürlich ebenfalls
nochmal im konventionellen Menü zu finden. Die Steuerung an sich geht zügig
und reaktionsschnell von der Hand. Eingagebefehle von den Fernbedienungen werden
ohne Verzögerung umgesetzt.
Multimedia

Home-Taste auf der Fernbedienung

Verschiedene "LG Worlds"

Browser

Browser

Bilderansicht
Vor Nutzung der Internetinhalte und Multimedia-Features muss der LG Fernseher
ins heimische Netzwerk eingebunden werden. Dies kann über ein Ethernet-Kabel
oder mit dem integrierten WLAN erfolgen. Bindet man via WLAN ein, kann man
zwischen manueller Passworteingabe oder der integrierten WPS-Funktion wählen.
Statische IP-Adressen können vergeben oder auch ein DHCP-Server für die
automatische Zuweisung genutzt werden.
Mit der Home-Taste und der My Apps-Taste auf der Fernbedienung greift man auf
die verschiedenen Features zu. Der DLNA-Betrieb wird allerdings über die
Quellenwahltaste angewählt, hier tauchen dann die verschiedenen Mediaserver
auf. Nach Auswahl der Kategorie gibt der LG Fernseher folgende Formate wieder:
- Video: DiVX, MP4, MPEG, WMV, AVCGD, HDTV TS, MKV SD/HD
- Fotos: JPEG
- Musik: MP3
Über "Internet" öffnet sich der integrierte Browser, der mit der
Magic Remote recht komfortabel und einfach bedient werden kann. Besonders das
Scrollrad erleichtert die Durchsicht verschiedener Webseiten, aber auch die
virtuelle Tastatur kann mit der Point Device sehr gut bedient werden.
In der SmartShare-Übersicht können ebenfalls Dateien von externen Medien
angesehen und wiedergegeben werden. Verfügt man über ein Smartphone von LG,
kann das Gerät direkt mithilfe der SmartShare-App auf dem Mobiltelefon mit dem
TV verbunden werden. Auch die Installation einer Smartshare-Applikation für PC
ist möglich, allerdings empfiehlt sich unter Windows 7 die Nutzung des im
Windows Media Player integrierten DLNA-Servers.
Die LG Smart World beinhaltet Apps verschiedenster Kategorien wie News,
Unterhaltung, Bildung, Spiel, etc. Hier sind Mediatheken verschiedener Sender zu
finden sowie Anwendungen wie youtube oder Video-On-Demand-Dienste, z.B. maxdome.
Es kann eine Vielzahl weiterer, auch weniger populärer Dienste, manuell
hinzugefügt werden. Zudem gibt es kostenlose 3D-Videos in den Kategorien Sport,
Dokumentation, Kinder und Lifestyle in der "3D World".
Aufgenommene Inhalte auf einer externen Festplatte können auch hier unter
"Aufnahmeliste" eingesehen und wiedergegeben werden.
Bild
Video-EQ

Bildfelder

Weitere Bildeinstellungen

Erweiterte Einstellungen

Bildoptionen
-
Bildmodus: Intelligenter Sensor (mit automatischer Helligkeits- und Kontrastanpassung), Lebhaft, Standard, Kino, Spiel, ISF Expert 1, ISF Expert 2
Energiesparmodus (Automatisch – minimale Leuchtdichte + Abtastempfindlichkeit sind einstellbar, aus, Minimum, Mittel, Maximum, Video stumm – Bildschirm wird nach 3 Sekunden ausgeschaltet)
3D-Einstellungen: Wandlung (2D nach 3D Wandlung) an/aus, 3D Modus, 3D Tiefe, 3D Blickpunkt, 3D Farbkorrektur, 3D Klangverstärkung, Normale Bildansicht, 3D Anzeigekorrektur
Basiseinstellungen: Beleuchtung (Hintergrundbeleuchtung) 0 bis 100, Kontrast 0 bis 100, Helligkeit, 0 bis 100, Horizontale Bildschärfe 10 bis 50, vertikale Bildschärfe von 10 bis 50, Farbe 0 bis 100, Tint R50 bis G50
Experteneinstellungen: Dynamischer Kontrast (aus, tief, mittel, hoch), Super Resolution (ein, aus), Farbskala (Standard, EBU, SMPTE, BT709, breit), Konturenverstärkung (aus, tief, hoch), xvycc-Modus (ein, aus), Farbfilter (R-B-B only Mode), Expertenmuster (integriertes Testbild), Gamma (1,9/2,2/2,4), Weißabgleich R-G-B (Offset-tief, Gain-tief), Farbmanagement (für Primär- und Sekundärfarben sind Sättigung, Tint und Leuchtdichte einstellbar, -30 bis
+30)
Bildoption: Rauschunterdrückung Aus/Tief/Mittel/Hoch),
MPEG-Rauschunterdrückung (Aus/Tief/Mittel/Hoch), Schwarzwert (Tief/Hoch),
Echtes Kino Aus/Ein, LED Lok. Dimming (Tief/Mittel/Hoch), TruMotion
(Aus/Weich/Klar/Schärferes Bild/Benutzer)
Display Basic Check powered by


Bevor wir uns an die Testbilder machen, wählen wir ein vordefiniertes
Bildfeld aus, das objektiv betrachtet nahe am visuellen Ideal liegt. Hier kommt
bei LG das Kino-Preset und die beiden Bildfelder isf Expert 1 und isf Expert 2
in Frage. Diese Presets liegen eng beieinander, wir entscheiden uns letztendlich
für isf Expert 2. Nun deaktivieren wir noch eventuelle dynamischen
Bildoptimierer, Frame-Interpolationstechnik, etc. Abgesehen davon verändern wir
lediglich das Gamma von 2.2 auf 2.4, den aktuellen ITU-Standardwert.
Als erstes kommt das PLUGE-Testbild zum Einsatz, über das wir die optimale
Helligkeitseinstellung ermitteln. Die Helligkeitseinstellung ist beim Standwert
50 nahe am Ideal, 1-2 Schritte kann man sie aber noch anheben, bevor der
Unterschwarzbalken sichtbar wird. Auch die Helligkeitsverteilung können wir
hier beurteilen. Trotz der Unterbringung der LEDs am Rand bietet der LG eine
homogene Helligkeitsverteilung mit kaum sichtbaren Hot Spots. Wer
auf hohem Niveau meckern möchte, findet einen minimalen Hot Spot im rechten
oberen Eckenbereich. Bei den Reverse Gray Ramps und Steps bietet der LG TV eine
saubere Abstufung und Differenzierung der einzelnen Helligkeitsstufen und zeigt
kaum Clipping. Beim Overscan Testbild zeigt sich, dass der LG nicht im
Normalfall nativ das zugespielte HD-Signal darstellt sondern eine Skalierung
vorgenommen wird. In den Bildoptionen muss zuerst unter Bildformat "Just
Scan" angewählt werden. Der Schärfegrad ist hoch, es treten aber dennoch
kaum Überschärfungen, jagged edges oder Ringing auf. Filmfans dürfen den
Schärfewert auch noch 2-3 Steps reduzieren.
Messungen

Übersicht 1

Gamut

Farbtemperatur

Gammakurve

Gammapunkt

Übersicht 2

Gamut Luminanz

RGB Balance

Farbtemperatur im Balkendiagramm
Der 42-Zöller von LG erreicht solide Ergebnisse beim Display Basic Check.
Der Farbraum wird bis auf geringe Abweichungen der Sekundärfarben sehr gut
getroffen, auch der Weißpunkt wirkt recht gut. Er ist zwar durchweg etwas
abseits vom Ideal, dafür aber bei allen Helligkeitsstufen recht ähnlich. Die
Farbtemperatur ist mit durchschnittlich 6000K etwas zu warm. Das avisierte Gamma
von 2.4 bietet der LM660S nur im Durchschnitt, die Gammakurve ist damit aber
noch in Ordnung. Die RGB Balance sieht prinzipiell ok aus, man sieht aber
deutlich dass Rot überrepräsentiert ist, was auch die zu warme Farbtemperatur
teilweise erklärt.
Praxisbetrieb
Blu-ray 2D, Casino Royale, Kapitel 2
Der LG Fernseher bietet im 2D-Betrieb eine recht ausgeprägte
Bildplastizität und Ebenenstaffelung in der ersten Einstellung des zweiten
Kapitels. Einzelne Ränge der provisorischen Tribüne können differenziert
werden und auch Objekte abseits des Fokus wirken nicht eindimensional. Die
Bildschärfe erscheint in der Panoramaaufnahme solide, aber zeugt nicht von
überdurchschnittlicher Performance. Etwas Probleme scheint der LM660S mit der
nativen 24p-Wiedergabe zu haben, Kameraschwenks führen zu leichtem Zittern,
besonders zu sehen an Objektkanten und einem nicht ganz ruhigem Bildstand.
Einzelne bewegte Objekte im Bild bereiten aber keine Probleme, die
Handbewegungen der vielen Zuschauer gelingen flüssig und sauber. In
Nahaufnahmen gefällt die gebotene Schärfe aber doch sehr gut und viele kleine
Feinheiten und Differenzen werden gut durchgezeichnet. Prinzipiell bietet der LG
soliden Kontrast, besonders in sehr dunklen Szenen und Bildbereichen aber ist
noch klares Verbesserungspotential zu sehen. Als Bond an dem verkohlten
Holzbalken lehnt, lassen sich die Dachlatten im Hintergrund kaum mehr vom
schwarzen Hintergrund ab, auch die Differenzierung innerhalb des Balkens von
Grau und Schwarz haben wir schon besser gesehen. Die Farbgebung gefällt uns
recht gut, insgesamt ist das Bild wohl ein wenig zu warm. Aktivieren wir
TruMotion wird der 24p-Judder ausgemerzt und Kameraschwenks gelingen enorm
flüssig. Dieses Faktum muss sich aber teuer erkauft werden. Ruckler und
Bildzittern tritt zutage, zudem ist das Bild auch häufig von Pixelfehlern
durchzogen. Eine solch schwache Performance bei der Frame-Interpolation sehen
wir erfreulicherweise nur noch bei wenigen Geräten.
Blu-ray 3D, Avatar, ab Filmbeginn
Zu Beginn fällt auf, dass die 24p-Wiedergabe dem LG Fernseher
erwartungsgemäß auch im 3D-Betrieb zu schaffen macht. Die Kamerafahrt über
Pandoras Dschungel gelingt dem LM660S nur mit auftretendem Bildzittern und
leichtem Ruckeln. Die Plastizität aber gefällt recht gut und es lassen sich
noch Details an den Blättern der Bäume erkennen. Allerdings sieht man den,
bedingt durch die Polfilter-Technologie auftretenden Auflösungsverlust schon
recht deutlich und die Struktur der aufgebrachten Filterfolie macht sich im
Bewegtbild negativ bemerkbar. Ebenso fällt uns Crosstalk auf, der eigentlich
bei der Passiv-Variante gar nicht bzw. kaum zu sehen sein sollte. Hier sieht man
die Geisterbilder aber recht deutlich. Gut gefällt uns die recht satte
Farbwiedergabe und Farbtreue. Das Herausarbeiten der verschiedenen Ebenen im
Bild können wir ebenfalls positiv werten, wenn die Objektplastizität auch noch
etwas Potential zeigt.
DVD Upconversion Filmmaterial 576i auf 1080p, Star Wars Episode
III, Kapitel 1+2
Spielen wir dem LM660S ein 576i-Signal zu, gibt der TV ein sauberes und
artefaktarmes Bild aus. Die gelbe Laufschrift im ersten Kapitel läuft bis zur
Bildschirmmitte ruhig und scharf ab, danach werden Treppenstufen etwas
deutlicher sichtbar und stellenweise kommt es auch an den Buchstabenkanten zu
Zittern. Das Gelb bleibt bis in die hinteren Ebenen satt, minimale
Wellenbewegungen fallen im Praxisbetrieb quasi nicht auf. Beim Kameraschwenk auf
das imperiale Schiff bleibt der LG sehr bildstabil, die diagonale obere Linie
des Zerstörers und die Kommandobrücke zittern beinahe überhaupt nicht, auch
der Zerstörer selbst wirkt sehr plastisch und steht ruhig im Raum. Die kleinen
Raumjäger, die über das Schiff hinwegfliegen, wirken ebenfalls sauber
gezeichnet, beim Abknicken entsteht ein plastisches und in verschiedenen Ebenen
gestaffeltes Panorama. Das Gefecht mit vielen umherfliegenden Objekten tut der
hohen Bildstabilität keinen Abbruch. Besonders in den Nahaufnahmen überzeugt
der LM660S mit detailscharfen Aufnahmen und HD-ähnlichem Look. Eine
ausgezeichnete Performance mit nur sehr geringen Schwächen.
DVD Upconversion Videomaterial 576i auf 1080p, AVEC Professional
TEST DVD
- Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Laufschriften
gelingen alle sehr solide mit kaum Zittern und keinen Artefakten. Ganz
leicht zittert die zweite und dritte Zeile und die Farbtrennung ist im roten
Bereich nicht ganz perfekt.
- Schwingendes Pendel: Das Pendel zeigt ab dem oberen Drittel leichte
Nachzieheffekte und die Balken im Inneren lassen sich nicht mehr eindeutig
differenzieren. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht stabil.
- Stadtbild Esslingen: Bei der Kamerafahrt über Esslingen zeigt der LG ein
weitgehend ruhiges und scharfes Bild. An Bäumen, Dächern und der
Rasenfläche sowie dem gepflasterten Weg im Park sind die Strukturen sauber
gezeichnet und kommen klar heraus. Artefakte sind hier und dort zu entdecken
aber selbst das Scalingrauschen an den Hausdächern hält sich zurück.
Tuner
Der im LG LM660S verbaute Tuner leistet solide Arbeit, zeigt aber auch kleine
Schwächen auf. Das HD-Bild wirkt recht detailreich, stellenweise treten aber
Unschärfen auf. Besonders einfach zu sehen bei Schriften im Bild, die man sonst
sehr glatt und artefaktfrei kennt, machen sich teilweise Treppenstufen und
Rasterstrukturen bemerkbar. Dies gilt auch für sonstige Objektkanten im Bild.
Bei hochwertig produzierten Sendungen hält sich dies aber in Grenzen, die
Polfilter-Struktur ist aber stets ein wenig sichtbar. Die Farben wirken satt und
lebendig, die Bilddynamik ist hoch. Im SD-Betrieb fallen Artefakte noch etwas
mehr ins Gewicht und das Bildrauschen nimmt zu. Farben wirken allerdings immer
noch recht dynamisch und auch die Detailschärfe ist angemessen. Die
Umschaltzeigen von etwa einer Sekunde sind absolut akzeptabel.
Ton
Der LG TV bietet für den alltäglichen Praxisbetrieb eine problemlos
ausreichende Tonqualität. Bei sprachlastigen Sendungen kann der Fernseher
überzeugen und gibt Dialoge charakteristisch und ohne störende Nebengeräusche
aus. Bei größeren zu beschallenden Räumen kann es bei hohem Pegel zum
leichten Anschlagen der verbauten Woofer kommen, höchste Pegel sollte man also
vermeiden. Davon abgesehen bietet der LG aber für den geringen Anspruch eine
solide Performance. Mit einer Vielzahl an vordefinierten Ton-Modi und dem
virtuellen Surround-DSP kann man die Tonausgabe rudimentär individualisieren.
Fazit

Der 42-Zöller LM660S von LG besticht besonders durch seinen
schicken optischen Auftritt und die schmale Bautiefe. Im
Display Basic Check macht der TV eine sehr gute Figur und überzeugt auch im
Praxisbetrieb mit gutem Schwarzwert, homogener Helligkeitsverteilung und
ausgezeichneten Leistungen in der DVD-Upconversion. Im 3D-Betrieb kann er uns
nicht ganz so überzeugen und bei der Frame-Interpolationstechnologie scheint er
noch etwas Probleme zu haben. Die
Multimedia-Features sind, wie von LG gewohnt, umfangreich und flexibel. Die
Magic Remote unterstützt bei manchen Anwendungen den Bedienkomfort und
erleichtert das Handling. Die Installation geht dank des umfangreichen
Installationsassistenten flott von der Hand, selbst Bildeinstellungen können
mithilfe eines Assistenten vorgenommen werden.
Optisch schicker 42-Zöller mit flexiblen Multimedia-Features
und problemloser Bedienung

Flachbildschirme Mittelklasse
10. Januar 2013
+ Bedienung
+ Installations-Assistent
+ Umfangreiche Multimedia-Features
+ Geringe Bautiefe
+ Solider 2D-Betrieb
- 24p-Wiedergabe
- Frame-Interpolation "TruMotion"
- Crosstalk trotz Polfilter-Technologie
Text und Messung: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 10.01.2013
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