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TEST: Denon AV-Receiver AVR-X2000 

06.06.2013 (phk/cr/sw)

Denon offeriert den AVR-X2000 mit Vollausstattung für 599 EUR

Rückseite

Unser Beamer-Partner für erstklassige Bildwiedergabe im Redaktionsheimkino:

Unser Partner für hochauflösende Audiodateien aus dem Internet: 

Das Produkt

Denons neuer AVR-X1000 konnte im Test Begeisterung wecken - aber natürlich geht noch mehr, nämlich mit dem 599 EUR kostenden AVR-X2000, ebenfalls ausschließlich in schwarzer Version lieferbar. Die humanen 200 EUR Mehrpreis rechtfertigt Denon mit zwei zusätzlichen Endstufen (volldiskrete 7-Kanal-Endstufe mit 150 Watt pro Kanal) und 4k-Videosignalverarbeitung (4k-Switching, 4-Scaling, 4k GUI-Überlagerung). Überhaupt verfügt der X-1000 über keinerlei Videobearbeitungsmöglichkeiten, während der X2000 hier eine komplette De-Interlacing- und Scaling-Unit mit 12-Bit Signalverarbeitung aufweist. Kommen wir zu weiteren Ausstattungsmerkmalen des X2000. Auch er steht unter dem Motto der neuen X-Serie "Xcellent Performance, Xcellent Usability" und bringt zahlreichre moderne Features mit. Zu diesen gehört ein Pure Direct-Modus, der das Signal mit kürzestem Weg verarbeitet und dadurch bestmögliche Klangqualität garantiert. Für komfortables und qualitativ hochwertiges Einmessen plus Room EQ steht Audyssey MultEQ-XT mit bis zu acht Einmesspunkten zur Verfügung. Ebenfalls von Audyssey stammen die Features Dynamic EQ für gleichbleibende Soundqualität unabhängig vom Pegel und Dynamic Volume für sofortige Pegelanpassung unterschiedlicher Materialien oder Quellen. Besonderes Augenmerk widmete man bei Denon einer präzisen internen Bassumleitung bei Lautsprechersystemen ohne aktiven Subwoofer. 

Natürlich wird über HDMI neben 4k auch 3D und der Audio Return Channel (ARC) unterstützt. Gleich sieben HDMI-Eingänge (darunter auch einer auf der Gerätefront) stehen zur Verfügung. 

Anschlüsse vorn

Lautsprecherkabel-Anschlüsse

Rückseite - Anschlussübersicht

HDMI-Terminals

Einmesssmikrofon

Alle Anschlussmöglichkeiten in der Übersicht:

  • 7 HDMI-Eingänge & 1 Ausgang
    Digitaler Audioeingang optisch 2x
    Komponenten-Videoeingang 1x
    FBAS Videoeingang 2x
    Stereo Cinch Analoger Audioeingang 4x
    Subwoofer Pre-Out
    Zone 2
    Ethernet
    FM-Antenne
    USB vorne
    Setup Mikrofon

Netzwerk-Informationen

Auf einem Screen werden die multimedialen Optionen komfortabel aufgelistet

vTuner integriert

Multimedial ist der X2000 sehr talentiert. Zunächst einmal nennen wir den Compressed Audio Restorer, der die Klangqualität komprimierter Musikdateien grundlegend und erfolgreich, wie unsere Tests zeigen, verbessert.Des Weiteren bringt der X2000 ein DLNA- und ein Windows 8-Zertifikat mit. Was das Streaming von Musikdateien angeht, ist der AV-Receiver durchaus talentiert. So werden hoch auflösende FLAC- und WAV-Dateien (2-Kanal) bis zu 192 kHz/24-Bit entgegen genommen, ebenso bis zu 96 kHz/24-Bit Apple Lossless-Dateien. Gapless ist integriert für FLAC/WAV bis 192 kHz/24-Bit. Generell streamt der X2000 MP3, WMA, AAC, FLAC und WAV. Zusätzlich zu den genannten Musik-Dateiformaten ist auch Streaming von jpeg-Bilddateien möglich. Video-Streaming unterstützt der X2000 ebenso wie alle anderen aktuellen Denon AV-Receiver nicht. Direkt an den vorderen USB-Port kann ein iPod, ein iPhone oder ein iPod Touch angeschlossen werden. Natürlich ist es alternativ möglich, auch USB-Flash-Medien als Datenspeicher einzusetzen und diesen an den X2000 anzuschließen.  Der X2000 hält den Zugang zu verschiedenen internetbasierten Musikdiensten bereit: Die kostenlose Internet Radio-Plattform vTuner ist ebenso mit an Bord wie Spotify (10 EUR Abo-Kosten im Monat) sowie last.fm. vTuner bietet große Auswahl an Internetradiosendern, ist sehr übersichtlich und problemlos bedienbar (besonders via App).

App mit übersichtlicher Bedienung

vTuner auch per App bedienbar

Deutschland: Genre-Suche

Netzwerkfunktionen - Übersicht

Erklärungen inklusive

Sample Pictures

Die mitgelieferte Fernbedienung ermöglicht eine übersichtliche und komfortable Bedienung. Qualitativ verdient sie sich noch die Note "gut", bei der Bedienbarkeit aber die Zensur "sehr gut". Alternativ kann der X2000 auch über eine entsprechende Remote App gesteuert werden, die kostenlos für Android- und Apple iOS-Devices verfügbar ist. Die App erleichtert besonders die Bedienung der Netzwerk-Features wie DLNA-Streaming, Spotify und Internetradio. Einstellungen wie Lautsprecher-Setup oder eine Eingangszuweisung kann mit der Smartphone-App aber nicht durchgeführt werden (wie es z.B. bei Onkyo möglich ist).

Einrichtungsassistent

    Sprachwahl

Übersicht

Lautsprecher-Einstellungen

Hilfetexte

System-Konfiguration

Lautsprecher-Kalibrierung mit Audyssey MultEQ-XT

Erklärungen zum Einmessen

Erklärung zu Audyssey

Aktivierte Audyssey-Einstellparameter

Netzwerkeinrichtung

Einfache Verbindungsprobe

Einrichtung und Anschluss der Quellen

Wahl des Eingangs

Der Denon bietet einen umfangreichen Einrichtungs-Assistenten, der auch beim großen AVR-4520 zum Einsatz kommt. Mit schicken Bildern und Animationen erleichtert der Denon Einstellungen essentieller Parameter sowie den Lautsprecher-Anschluss und die Netzwerk-Einrichtung. Im gleichen Zug werden die Audio-Parameter exakt auf den Raum angepasst, mit Audyssey MultEQ XT hat Denon ein sehr leistungsstarkes Werkzeug an Bord. Stets überprüft der AVR korrekten Anschluss, die erfolgreiche Netzwerkverbindung und Eingangs-Settings. 

Weitere Menü-Screenshots

Einrichtungsmenü

Audyssey-Einstellmöglichkeiten

Video-/HDMI-Konfiguration

Eingänge/Eingangszuordnung

Endstufenzuweisung

Lautsprecher-Konfiguration

Time Alignment

Übernahmefrequenzen

Menü "Allgemein"

Wer unseren Test des Denon 9-Kanal-AV-Receivers AVR-4520 gelesen hat, wird die grafische Benutzeroberfläche des AVR-X2000 schnell wieder erkennen. Insgesamt sehr übersichtlich gestaltet gefällt besonders das Lautsprecher-Setup mit feiner Abstands- und Pegeleinstellung.

Denon gibt den Stromverbrauch als in allen Standby-Modi sehr günstig an. Wie unsere Messungen zeigen, liegt Denon damit auch richtig. Weniger als 0,1 Watt - in der Praxis ziemlich genau 0,1 Watt - beträgt der normale Standby-Stromverbrauch. Im CEC-Standby werden 0,5 Watt angegeben, und 2,7 Watt im Netzwerk-Standby. Bei Nichtaktivität wird der X2000 automatisch abgeschaltet. 

Eingangswahlregler

Lautstärkedrehregler

Passung der Frontblende

Display mit feiner Auflösung, im Gegensatz zu größeren Denon AVR-Modellen aber nur einzeilig

Blechkühlkörper

Platinenlayout

Trafo

Für die Preisklasse besonders hochwertige Elkos

Gesamtansicht innen

Überzeugend ist der Auftritt: Die schicke, schlichte Optik gefällt. Die Front ist eine Kombination aus matt- und hochglanzschwarz, allerdings komplett aus Kunststoff. Dafür ist die Frontblende aus seitlicher Sicht sauber eingepasst. Das eigentliche Gehäuse sowie die Seitenteile sind aus Metall, viele Lüftungsschlitze und der Kamineffekt reichen zur Kühlung – es ist kein aktiver Lüfter integriert, somit fällt der X2000 auch nicht durch störende Geräusch-Emissionen negativ auf. In unseren Testreihen erwärmte sich der Denon AVR zwar spürbar, aber nicht übertrieben, so dass man um die Gesundheit des AVRs fürchten muss. Erhitzen sich AV-Receiver über Gebühr, kann es passieren, dass die Elkos austrocknen. Der AVR-X2000 bringt sehr großzügig dimensionierte Standfüße mit, die den hochwertigen Gesamteindruck unterstützen. Die Anschlüsse sind allesamt sauber integriert und sitzen fest, die Drehregler für Lautstärke und Eingangswahl eiern leicht, bieten aber sonst eine solide Haptik.  Innen wurde der Denon mit selektierten Bauteilen und leistungsfähigen Elkos für hohe akustische Leistungsfähigkeit ausgestattet. Der gesamte Aufbau hinterlässt einen ordentlichen Eindruck, nur, dass der Kühlkörper aus einfachem Blech besteht, belegt, dass Denon bei diesem Kampfpreis keinen Alu-Kühlkörper mit besserer Wärmeleitfähigkeit integrieren kann. Der Denon bringt analoge Endstufen mit, die zwar mehr Verlustwärme produzieren als ihre digitalen Gegenstücke, aber dafür immer noch etwas angenehmer und harmonischer klingen. 

Testequipment
Klang

Bei "Andrea Bocelli – Vivere, Live in Tuscany" (PCM 5.1) überzeugt der Denon schon direkt von Beginn an beim Intro und bei Melodramma. Die exzellente Sprachwiedergabe begeistert, zudem wirkt schon das Intro mit dem Vögelzwitschern und Glockenläuten sehr räumlich

Bei der Musikwiedergabe können wir weitere Vorzüge festhalten. Kräftige, absolut präzise Paukenschläge, als Andrea Bocelli einläuft, beweisen uns die Fähigkeit zu differenziertem Auftreten im Bassbereich. Für seine Preisklasse agiert der X2000 extrem präzise und beherrscht im Bassbereich ein nahezu optimales Timing, dies zeigt die direkte Anspielung des Tieftöners das gesamte Lied hindurch. Dabei übertreibt der Denon nie, sondern trifft stets auf den Punkt und ist sehr kraftvoll und mit rundum überzeugendem Tiefgang zur Stelle. 

Auffällig und klare Verbesserung beim 2013er Jahrgang: Der Denon bietet eine extrem gute Auflösung im Hoch- und Mittentonbereich, feine Charakteristika sowohl der Instrumente im Hintergrund als auch der Stimme Andreas werden sauber herausgearbeitet. Die Stimme löst sich überdies sehr gut von den Lautsprechern, so dass man durchaus auf hochwertige Lautsprechersysteme zurückgreifen kann, die man der Preisklasse des X2000 spontan gar nicht als Option zuordnen würde. 

Die Bühnenpräsentation des Denon ist überdurchschnittlich gut, die Instrumente klar getrennt, die Stimme Bocellis deutlich im Fokus, überlagert aber nicht die gesamte Kulisse. So erhält der Hörer stets einen präzisen Eindruck des gesamten musikalischen Geschehens. Auch räumlich beeindruckt der Mittelklasse-Receiver und verweist manchen Konkurrenten letzter Generation bezüglich der Dichte und das Eintauchen in den akustischen Raum in die Schranken. Man fühlt sich in die erste Reihe des Konzertes versetzt.

Hörer, die besonders auf eine hohe Auflösung und die Einarbeitung feiner akustischer Details Wert legen, werden am X2000 Gefallen finden – die Ergebnisse sind überdurchschnittlich gut in dieser Preisklasse. Hinzu kommt die überdurchschnittlich gute Pegelfestigkeit und die akustische Souveränität - auch bei hohem Pegel bleibt der X2000 gelassen und klanglich ausgewogen.

Wie sieht es bei Electro-Musik aus? Wir nahmen die DTS-HD Master Audio-Tonspur der Paul Kalkbrenner-BD und wählten den Track " Altes Kamuffel" aus. 
Wir stellen fest: Auch die Musik der härteren Gangart scheint dem Denon exzellent zu liegen. Hohe Geschwindigkeit, Impulstreue, Souveränität – alles Tugenden, die man dem X2000 bedenkenlos zuschreiben kann.

Selbst unseren großen Hörraum, bei dem unter anderem die extrem leistungsstarke Onkyo Vor-/Endstufenkombination (Onkyo TX-NR5010/Onkyo PA-MC5501) zum Einsatz kommt, beschallt der Denon das Teufel System 10 vergleichsweise mühelos. Das letzte Quäntchen fehlt aber stellenweise, ein wenig mehr Spektakel, Lebendigkeit könnte man noch herauskitzeln, um das Heimkino zum Live-Club umzuwandeln. Wir müssen bedenken, dass wir es immer noch mit einem 599 EUR-Receiver zu tun haben. Vergleichen wir die Performance aber mit dem überragenden Auflösungsvermögen und der Integration feinster Details, könnte man zum dem Schluss kommen, der Denon X2000 wäre für feingeistigere Genres einen Tick besser geeignet.

Dem entschieden entgegen steht die hochpräzise und kräftige Anspielung des Subwoofers, die uns die Kickbässe regelrecht um die Ohren haut. Auch im Tiefonbereich glänzt der X2000 mit hohem Differenzierungsvermögen und zeigt feine Unterschiede in der Tieftonwiedergabe klar auf.

Um dem Denon nochmals die Möglichkeit zu geben, sein hervorragendes Auflösungsvermögen unter Beweis zu stellen, hörten wir uns vom 2L – The nordic Sound BD-Audio Sampler Wolfgang Amadeus Mozarts Violinkonzert no. 4 in D-Dur KV218 und hier das 1.Allegro an.

Und unsere bisherigen Eindrücke werden bestätigt: Was der X2000 bezüglich Auflösung und Detailvermögen in allen Frequenzbereichen bietet, ist exorbitant. Wir bezweifeln, Mozarts Violinkonzert, gespielt von Marianne Thorsen und den Trondheim Solistene schon einmal so gut in dieser Preisklasse gehört zu haben. Nicht nur feindynamische Elemente der Streicher gelingen hervorragend, die gesamte Bühnenpräsentation ist überdurchschnittlich gut. Die Instrumente sind haargenau differenzierbar, sowohl örtlich als auch akustisch. Der Denon schafft auch sehr gekonnt eine stimmige und authentische Räumlichkeit, so dass sich der Zuschauer direkt in die ersten Reihen eines Klassik-Konzertes hineinversetzen kann. Auch bei bezüglich des Wirkungsgrades anspruchsvollen Lautsprechern und hohem Pegel wird der Denon niemals spitz oder anstrengend, sondern behält stets seine harmonische, angenehme Spielweise bei.

Musikwiedergabe ist wichtig, aber keinesfalls alles. Ebenso elementar ist die gekonnte Darstellung von Filmton. Hier haben wir  uns "Tron" (BD) genau angehört (DTS-HD Master Audio). Im 5. Kapitel des Films zeigt der Denon AVR-X2000 sein Können. Die einzelnen akustischen Elemente des Music-Scores werden außerordentlich gut und klar lokalisierbar in die dichte akustische Kulisse integriert. Stimmen sind stets exzellent verständlich und zeigen auch charakteristische Eigenschaften der Schauspieler. Das Spektakel, das uns bei der Wiedergabe der Kalkbrenner-BD etwas gefehlt hat, kommt hier wieder durch.

Exzellent in Form zeigt sich der Denon wieder bei der präzisen Anspielung des Subwoofers, der nach Beginn der Games wieder häufiger zum Einsatz kommt. Die durch den Raum fliegenden Discs lassen sich exzellent nachverfolgen und sie klingen, gewollt, leicht scharf. Nach einem Sprung auf Kapitel 8 gibt sich der Denon trotz der hohen Komplexität der akustischen Kulisse sehr souverän und bietet auch bei hohem Pegel eine harmonische Präsentation. Die harten Bass-Schläge lösen sich sauber aus dem ohnehin bereits spektakulären Music-Score und lassen sich dem Kampfgeschehen gut zuordnen. Große Dynamik-Sprünge sind für den Mittelklasse-Receiver ebenfalls kein Problem.

Mit Verve nimmt sich der X2000 auch der wilden Verfolgungsjagd im 007-Film "Ein Quantum Trost" an (englisch, DTS-HD Master Audio, BD). Gleich zu Filmbeginn rast der britische Agent auf einer Uferstraße am Gardasee entlang. Gejagt wird er von schießwütigen Killern in zwei Alfa Romeo 159. Obwohl 007 mit dem V12 Supersportwagen Aston Martin DBS eigentlich gute Chancen hat, die Mittelklasse-Limousinen abzuhängen, wird durch den dichten Verkehr eine schnelle Flucht beinahe unmöglich. Die Geräusche des hoch drehenden V12 und die Gangwechsel bringt der X2000 sehr präzise zur Geltung, die verschiedenen Crashs kommen sehr gut  heraus, so auch die Szene, in der Bond seine Autotür verliert. Den Music Score arbeitet der Denon allzeit kontrolliert und vielschichtig ein. 

Auch im Stereobetrieb lässt sich der X2000 nichts nachsagen. Im Vergleich zur Surroundwiedergabe können wir aber hier ein Verharren auf dem schon beachtlichen Niveau von 2012 (Denon AVR-2113). Der Klang ist ausgewogen und harmonisch, die Basswiedergabe präzise und die Stimmwiedergabe facettenreich. Die Räumlichkeit kann auch schon im Stereobetrieb gefallen und der Klang löst sich überdies gut von den Lautsprechern. Problemlos kommt der X2000 auch mit großen Standlautsprechern zurecht. 

Videosektion

Star Wars Episode III:

  • Gelbe Laufschrift zu Filmbeginn, Gleichmäßigkeit beim Lauf, Einfärbung der Lettern, Artefaktebildung, Schwarzwert, Anzahl der sichtbaren Sterne: Der Denon bietet eine hervorragende Darstellung der gelben Laufschrift, die lediglich in den hintersten Ebenen leichte Treppenstufenbildung und Artefakte zeigt und ansonsten extrem ruhig nach hinten abläuft, Wellenbewegung ist nicht zu erkennen. Das Gelb der Laufschrift könnte ein wenig satter sein, auch ein paar mehr Sterne können noch herausgeholt werden.
  • Sternzerstörer fliegt durchs Bild, Bildruhe, Schärfe, Rauschverhalten, Kontrast beim Flügel , der im Schatten liegt: Beim gleichmäßigen Kameraschwenk auf den Sternzerstörer benötigt der Denon 1-2 Sekunden, bis der Zerstörer sauber und plastisch im Raum steht, dann aber bietet er eine enorme Bildschärfe und ein ruhiges Bild. Bildrauschen ist kaum zu sehen. Der im Schatten liegende Heckbereich wird sauber durchzeichnet.
    Raumjäger von Obi Wan und Anakin kippen nach unten in die Raumschlacht ab: Hier bietet der Denon eine sehr klare räumliche Staffelung der verschiedenen Bildebenen, auch die Objektplastizität der einzelnen Schiffe wird gut herausgearbeitet. Im Kampfgeschehen präsentiert die Upconversion-Einheit des Denon wieder ein ruhiges und stabiles Bild.
  • Gesichter von Obi-Wan und Anakin, Außenhaut der Raumschiffe und Raumjäger, Detaillierung der Explosionen, Farb-Authentizität: In den Nahaufnahmen von Obi-Wan und Anakin bietet der X2000 hohe Detailschärfe. Sowohl Feinheiten in den Gesichtern als auch an den Armaturen sowie die Struktur der Jedi-Robe werden sauber durchzeichnet. Die Farben präsentiert der Denon unverfälscht und natürlich.

Insgesamt etwa identisch gute Leistung wie der Onkyo TX-NR626. Der Denon benötigt stellenweise etwas länger, bis das Bild ruhig steht, bietet aber exzellente Kanten- und Detailschärfe

AVEC Professional TEST DVD:

  • Laufschriften in verschiedenen Geschwindigkeiten: Die Laufschriften zeigen in allen Geschwindigkeiten leichtes Zittern, dass sich in der schnellsten Geschwindigkeit aber nicht deutlich stärker ausprägt. Artefakte oder extremes Nachziehen gibt es nicht, die Farbtrennung gelingt exzellent.
  • Schwingendes Pendel: Am Pendel sind ab etwa der Mitte Nachzieheffekte zu sehen und die Balken lassen sich nicht mehr eindeutig differenzieren. Ein leichtes Ausbluten der blauen und roten Farbe ist ebenfalls zu sehen. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht weitgehend stabil.
  • Esslingen: Beim Stadtbild von Esslingen zeigt der Denon ein ruhiges Bewegtbild mit gleichmäßig verlaufenden Kamerafahrten und hoher Bildschärfe. Auch die Landschaft im Hintergrund der Stadt wird noch recht gut durchzeichnet. Die Farbgebung ist durchweg authentisch und natürlich.

Insgesamt bietet der X2000 auch hier eine sehr gute Performance, wenngleich die Ergebnisse nicht ganz so gut wie bei Filmmaterial erscheinen. 

Konkurrenzvergleich
  • Denon AVR-2113: Schon der 2113 konnte sehr gut gefallen. Der X2000 bietet noch mehr Auflösungsvermögen gerade im Surroundbetrieb, eine noch geschliffenere Up-Conversion von Filmmaterial, ansprechender Menüs und mehr multimediale Funktionen.
  • Pioneer VSX-923: Mit Vorsicht zu genießen sind unsere Eindrücke zum mit 499 EUR sehr günstigen Pioneer, denn bei unserem Exemplar handelte es sich noch um ein Sample im nicht finalen Zustand. Zu merken war aber schon, dass der VSX923 ein sehr ernst zu nehmender Konkurrent ist, der im Punkt Gesamt-Dynamik wohl einsam an der Spitze steht. Im Vergleich zum VSX-922 klingt der Pioneer aber verbindlicher, homogener und räumlich gleichmäßiger. Der Denon scheint feiner aufzulösen und bietet noch mehr Harmonie. Der Pioneer tritt gerade bei Trance- oder Rockmusik noch vehementer an. 
  • Onkyo TX-NR626: Der Onkyo hat einen "Gleichberechtigten" gefunden. Der 626 sticht den Denon mit noch besserer Videoperformance und 2 HDMI-Ausgängen zunächst aus. Der X2000 kontert aber mit noch höherem akustischem Auflösungsvermögen und noch mehr klanglicher Gesamtharmonie. Beide AVRs beweisen, dass man für unter 600 EUR bereits Spitzentechnik einkaufen kann. 
Fazit

Der Denon AVR-X2000 setzt konsequent den Weg des AVR-X1000 fort und setzt ebenso wie das kleinere Modell Glanzpunkte. Diese betreffen zunächst den klaren Klang, und hier ist das für die Preisklasse exzellente Auflösungsvermögen zu nennen. Im Hochtonbereich ist diese Tugend ebenso wahr zu nehmen wie im Mittel- und Bassbereich. Überdies generiert der X2000 eine natürliche, atmosphärisch dichte Räumlichkeit. Gerade bei differenzierter Musik weiß der Denon AVR-X2000 zu begeistern. Er ist überdies sehr pegelfest und bleibt bei hoher Hörlautstärke absolut kontrolliert und gelassen. Zu den ausgezeichneten akustischen Eigenschaften passt die überdurchschnittlich gute Up-Conversion von Filmmaterial: Detailreich, scharf, kontrastreich und beinahe ohne störendes Rauschen geht der X2000 seiner Arbeit nach. Nicht ganz auf identischem Niveau, aber immer noch gut, ist die Up-Conversion von Videomaterial. Für den X2000 spricht die ordentliche Anschlussbestückung, wir vermissen aber etwas durchaus Wichtiges: Einen zweiten HDMI-Ausgang. Dank des Installationsassistenten gestaltet sich die Ersteinrichtung problemlos. Multimedial ist der X2000 mit allen relevanten Features ausgestattet, die der Markt derzeit nachfragt. Darunter auch das Handling hochauflösender Audiodateien. 

Der Denon AVR-X2000 brilliert mit Vollausstattung und erstklassiger audiovisueller Gesamt-Leistungsfähigkeit

AV-Receiver Mittelklasse
Test 06. Juni 2013

+ Exzellentes akustisches Auflösungsvermögen
+ Enorm präziser Bass
+ Hervorragende Räumlichkeit
+ Pegelfestigkeit überzeugend
+ Gerade bei der Up-Conversion von Filmmaterial videoseitig exzellent
+ Gute Multimediaausstattung
+ Praktischer Installationsassistent
+ Sehr günstiger Kaufpreis in Anbetracht der Leistungsfähigkeit

- Nur in schwarz lieferbar
- Kein 2. HDMI-Ausgang

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 16.04.2013

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