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EXKLUSIV-TEST: Denon AVR-X1000 mit umfangreichen Multimediafunktionen

16.04.2013 (cr/sw)

Denon offeriert den AVR-X1000 ausschließlich in schwarz für 399 EUR

Rückseite

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Das Produkt

Denon stellt mit dem brandneuen AVR-X1000 den Nachfolger des hervorragenden Denon AVR-1713 vor, der mit 399 EUR (UVP) 100 EUR günstiger und nochmals besser ausgestattet ist. Schon beim Unboxing gefällt uns der "Neuling" sehr gut. Präzise Passungen, kleine Spaltmaße und nun 2 Drehknöpfe auf der Front (anstatt einem bei den Geräten des Jahrgangs 2012) sorgen für tadellose Zensuren.  Obwohl die Frontblende aus Kunststoff besteht, erscheint sie hochwertig und keinesfalls billig. Die Rückseite wartet sogar mit Lautsprecherkabel-Schraubanschlüssen auf. Das Punktmatrixdisplay ist gut ablesbar. Highlight - das Audyssey-Einmesssystem bietet, wie bei den großen Modellen, maximal 8 Einmesspunkte. Die Leistung der eingebauten Fünfkanalendstufe beträgt 145 Watt Leistung pro Kanal. Denon hat die Klangqualität nach eigenen Angaben weiter optimiert und setzt auf neue, selektierte Bauteile in der Endstufe. Diese bewirken mehr Präzision im Bassbereich und ein luftigeres Klangbild im Hochtonbereich - hier werden wir überprüfen, ob das tatsächlich der Fall ist. Bei Systemen ohne Subwoofer liefert der X-1000 eine phasenkorrekte Bassumleitung - all diese Maßnahmen laufen bei Denon unter dem Oberbegriff "Xcellent Performance" und erklären die neue Modellbezeichnung. Für Anschluss-Flexibilität sorgen fünf HDMI-Eingänge - hier bietet allerdings mancher Konkurrent mittlerweile mehr.

Einer der fünf HDMI-Inputs ist vorn

Anschlussangebot - an konventionellen Anschlüssen ist nur noch ein Minimum vorhanden. Pluspunkt: Lautsprecherkabel-Schraubanschlüsse

HDMI-Ausgang, FBAS-Beschaltung

Gut in der Hand liegender Eingangswahlschalter

Der Lautstärkedrehregler eiert leicht, liegt aber prima in der Hand

Gut auflösendes Display

Recht einfache Fernbedienung hinsichtlich der Materialqualität, liegt ordentlich in der Hand und ist übersichtlich

Übersichtlich angeordnetes und sauber verkabeltes Innenleben

Platinenlayout

Kühlkörper

Trafo

Das Innenleben des AVR-X1000 präsentiert sich aufgeräumt. Der Transformator ist solide mit dem Gehäuseboden verschraubt, die Verkabelung hinterlässt einen ordentlichen Eindruck. Wie in diesen Preisklassen üblich, verfügt der AV-Receiver über einen Kühlkörper aus Blech und nicht aus Aluminium. 

Einrichtungsassistent

Der X-1000 bringt auch ein OSD mit, das sogar mehrsprachig ist. Zwar ist es grafisch einfach gehalten und daher nicht so formvollendet wie bei den teureren Modellen, aber es findet sich sogar ein Installationsassistent, der mit Hilfe von Bildern den Anwender schnell und zuverlässig durch das Setup inklusive Lautsprechereinmessung führt - das ist vorbildlich. Auch die Einbindung ins Netzwerk und die Eingangszuweisung berücksichtigt der Ersteinrichtungs-Assistent. Erläuternde Hilfetexte sind ebenfalls vorhanden. 

Mehrsprachiges OSD

Einrichtungsassistent

Genaue Erläuterung und Bebilderung

Aufstellung und Anschluss der Lautsprecher

Einmessvorgang

Erkärung - gut gemacht

Ergebnisse

Weiter geht es beim Installationsassistenten mit der Netzwerkkonfiguration

Praktischer Hörtest bestätigt funktionierende Netzwerkverbindung

Empfehlenswert, denn dann kann man den AVR-X1000 z.B. mit dem Smartphone steuern

Eingangsquellen einrichten

Weitere Menü-Screenshots

Fernab des Installationsassistenten verfügt der Denon noch über ein normales OSD, alle Punkte können auch während des Betriebs durch Drücken auf die Setup-Taste auf der Fernbedienung aufgerufen werden. 

Im SAudio-Menü findet sich auch der Denon Music Restorer, der den Klang stark komprimierter und komprimierter Musikdateiformate gekonnt aufpoliert: Mehr Brillanz, Klarheit und Räumlichkeit sind die hörbaren Folgen

HDMI-Konfiguration

Eingangsmenü

Check-Möglichkeiten nach getaner Audyssey-Arbeit

Menü "Allgemein"

Auch "Xcellent Usability" ist ein Thema. Denon fasst unter diesem Oberbegriff verschiedene Maßnahmen zusammen. Zunächst zu nennen wären die multimedialen Fähigkeiten. Spotify ist integriert, ein Windows 8 Zertifikat und die Gapless-Wiedergabe auch für 192 kHz Dateien der Formate FLAC und WAV sind weitere Merkmale. Zu den multimedialen Ausstattungsmerkmalen gehören auch vTuner und last.fm. Die Internetradioplattform vTuner ist einfach zu bedienen und kostenlos. Natürlich fehlt auch Apple AirPlay nicht. Als Plattform für Bilder ist flickr mit im Ausstattungsumfang enthalten. 

Praktisch: Multimedia-/Netzwerk-Übersichtsmenü

Streaming von Musik von PC und Server

Wiedergabe

Internet-Radio: vTuner-Wiedergabe

Sehr gut funktioniert unter Apple iOS die Denon Remote App. Sofort wird der AVR-X1000 erkannt, die Steuerung des gesamten Gerätes ist schnell und intuitiv möglich. Was praktisch ist: Wenn man z.B. einen USB-Stick am AVR-X1000 angeschlossen hat, dann wird auf dem iPhone-Bildschirm gleich der Inhalt dargestellt. So muss man das Bildwiedergabegerät nicht anschalten. Auf das Smartphone reagiert der AV-Receiver schneller als auf die mit der mitgelieferten, recht einfachen und übersichtlichen Fernbedienung. Hier kann es schon zu kleineren Verzögerungen bei der Befehlsannahme kommen. Übrigens, auch unter Android Jelly Bean 4.1.2 auf dem Motorola RAZR HD arbeitet die Denon Remote App zuverlässig und bietet identischen Funktionsumfang. Auch hier reagiert der AVR-X1000 schnell auf Befehle, die mittels Smartphone als Fernbedienungs-Ersatz gegeben werden.

Zur verbesserten Benutzerfreundlichkeit zählen auch die schon genannten 2 Drehknöpfe (anstatt einem) auf der Gerätefront. Die Lautsprecherterminals sind farbcodiert und horizontal angeordnet. 

Kern-Ausstattungsmerkmale in der Übersicht:

• 145W Leistung pro Kanal
• 4+1 (Front) HDMI-Eingänge / 1 Ausgang mit 3D-Unterstützung, CEC und ARC
• Umfangreiche Netzwerkfunktionen:
o DLNA1.5-zertfiziert
o HD Audio-Streaming mit Gapless-Unterstützung
o AirPlay-Audiostreaming
o Unterstützung für Spotify und last.fm (falls verfügbar)
o vTuner Internetradio
o Flickr-Fotostreaming
o Neue Denon Remote App
• USB-Anschluss an der Vorderseite zum Anschluss von iPod, iPhone u.a.
• Audyssey MultEQ XT mit Audyssey Dynamic Volume und Dynamic EQ
• Installationsassistent und 9-sprachiges Hybrid-GUI für einfache Installation und Bedienung

Testequipment
Klang

Der AVR-X1000 überzeugt bei der Motorrad-Verfolgungsjagd bei der BD von "Skyfall". Der aktuelle 007-Film offeriert gleich von Beginn an viel Action, der Denon beweist gleich, dass er ein typischer Vertreter des Hauses ist: Mit kaum einem anderen AV-Receiver-Brand kann man so entspannt laut hören. Der AVR-X1000 detailliert im Vergleich zum Denon AVR-1713 noch besser und arbeitet die Strukturen großer und kleiner Effekte besser heraus. Der Music Score, als Bond auf den fahrenden Zug springt, um den Killer Patrice weiter zu verfolgen, ist sehr gut eingearbeitet und entwickelt viel Dynamik. Die Schußwechsel auf dem Zugdach sind impulstreu und nachdrücklich. So entsteht der akustische Eindruck, es mit einem weitaus größeren AV-Receiver zu tun zu haben. Die Präzision im Bassbereich ist tatsächlich sehr gut, um dies heraus zu finden, haben wir den AVR-X1000 auch ohne aktiven Subwoofer betrieben und stellten fest, dass komplexe Bass-Gebilde mit mehr Kontur übertragen werden. Der AVR-X1000 legt sich klanglich erneut "ins Zeug", als Bond mit dem Killer auf dem Zugdach kämpft und seine Kollegin Eve Moneypenny von M den Auftrag erhält, zu schießen - und anstatt dem Killer wird der britische Doppelnull-Agent getroffen. Der schallende, fetzende Schuss kommt ausgezeichnet heraus. Anschließend beginnt der Titelsong von Adele und der X1000 muss zeigen, was er bei der Wiedergabe von Musikmaterial leistet.

Zuvor wird das tosende, rauschende Wasser aber noch mit Kraft und sehr guter räumlicher Wirkung wiedergegeben. Das Piano beim Titelsong arbeitet der AV-Receiver sauber heraus. Die Stimme Adeles löst sich schön vom Center, der Denon gibt der Stimme viel Kontur und Charisma - sensationell fürs investierte Geld. Durch die geschliffene Akustik fordert es der preisgünstige AVR-X1000 geradezu heraus, ihn zusammen mit einem hochwertigen Lautsprecherset zu betreiben. Wir haben ihn mit dem anerkannt exzellenten Quadral Chromium Style Mehrkanal-Set plus Sub QUBE 10 getestet. Die Bändchenhochtöner des Chromium Style Sets harmonieren nahezu perfekt mit der klanglichen Auslegung des Denon, und der präzise und fundiert aufspielende QUBE 10 liefert genau den passenden Support im Bassbereich. Der erstklassige Quadral Chromoum Style Base ermöglicht einen breiten Abstrahlwinkel und auch das ergänzt die räumlich dichte Wiedergabe des Denon optimal. Nach dem Adele-Titelsong finden wir uns im verregneten London wieder. Das Donnern und die vom Himmel kommenden Wassermassen modelliert der AVR-X1000 fein heraus, auch die Glocken des Big Ben und das Tippen auf der PC-Tastatur. Im 8. Kapitel ist 007 in Shanghai aktiv, denn exakt dort wird der gefährliche Killer Patrice erwartet, den 007 schon seit der Anfangssequenz jagt. Der Killer erledigt in Shanghai seinen nächsten Job und Bond ist ihm auf den Fersen. Die Rückfahrt vom Shanghai Airport bestimmen die Fahr- und Verkehrsgeräusche der Fahrzeuge sowie der Music Score. All dies stellt der AVR-X1000 mit sauberer Differenzierung und erneut hervorragender Räumlichkeit dar.

Es ist interessant, wie es doch immer noch möglich ist, für Überraschungen zu sorgen. Normalerweise geht von einem 400 EUR-AV-Receiver eher wenig klangliche Faszination aus. Es sind gut klingende, recht pegelfeste kleine AV-Receiver mit relativ dynamischer Auslegung, aber der Klang-Liebhaber wird sie nur mit einem müden Lächeln bedenken. Beim AVR-X1000 könnte sich dies ändern: Er spielt präziser, noch angenehmer und transparenter, er vereint Gegensätze und bietet Klangkultur schon im gehobenen Einstiegsbereich - wir wagen die Prognose, dass dieses Rezept vielen Anwendern sehr gut gefallen wird. 

Zurück nach Shanghai. Hier baut sich bei der Fahrt im Aufzug nach oben bedingt durch den Music Score viel Spannung auf, die Musik ertönt kraftvoll und ausdrucksstark über alle Kanäle. Als 007 am Ziel ankommt, wird erneut der musikalische Spannungsbogen gestartet - der Zuhörer erwartet nun einen weiteren Anlauf bei der Jagd auf den Gangster, der sich  im noch nicht fertig eingerichteten Geschoss in luftigen Höhen bereit für seinen Einsatz macht. Die sehr variantenreiche Filmmusik gibt der AVR-X1000 mit für die Preisklasse sehr beachtlicher Feindynamik wieder, gerade die Piano-Anteile gelingen überragend. Der straffe, kräftige, sich aber nie in den Vordergrund schiebende Bass sind weitere Vorzüge, die in dieser Sequenz offensichtlich werden. Der Zusammenbau der Waffe des Killers kommt klanglich sauber heraus, das metallische Klicken erscheint sehr realistisch. Der Schusswechsel mit reichlicht zersplitterendem Glas kommt dynamisch und mit viel Nachdruck zur Geltung. Das Pfeifen des Windes von außen beim Kampf am zerborstenen Fenster untermalt aufs Neue, wie gut der Denon Atmosphäre schaffen kann. Kurze Zeit später bringt der Denon das Feuerwerk und den Music Score im Macau-Kapitel sehr gut zusammen. Die außerordentlich gute Arbeit im Bassbereich sorgt im Speziellen für erneute Bestnoten. 

Als der gefesselte 007 im Serverraum des Cyberterroristen Raul Silva auf einem Stul sitzt und der Gangster langsam auf ihn zu marschiert, arbeitet der Denon die leisen Schritte auf dem Boden und die Stimme Silvas sehr stimmig heraus. Die leisen Geräusche, die von den Servern kommen, erfasst der AVR-X1000 ebenfalls. Als Silva einige Kapitel später nach Ausbruch vor dem MI6 auf der Flucht ist, kann sich der AVR-X1000 wiederum durch seine atmosphärisch dichte Spielweise in Szene setzen. 007 sucht den gefährlichen Terroristen an einer belebten Underground-Station, die Musik bietet wieder viel Spannungspotential und einige kraftvolle Bassschläge. Die Fahrgeräusche der durch den Untergrund donnernden U-Bahn werden räumlich über alle Kanäle übertragen. Wieder kurze Zeit später - Schüsse und Panik  im Gerichtssaal.  Silva und seine Männer greifen hart durch, die Schüsse gellen durch den Raum, die Schreie der verzweifelten Anwesenden kommen sehr präzise heraus. Im gesamten Verlauf des Films profiliert sich der AVR-X1000 als absolut vollwertiger, klangstarker AV-Receiver, der beweist, wie gut ein so preisgünstiges Gerät mittlerweile sein kann. 

Und wie schlägt sich der AVR-X1000 bei Musik? Das Stereo 96 kHz FLAC-File des Diana Krall-Songs "Stop This World" gibt der AV-Receiver sehr feinsinnig wieder und misst der Darstellung von Stimme und Piano viel Bedeutung bei. Räumlich, lebendig, angenehm - das sind die "Top 3" der Attribute, die man dem schmucken kleinen AV-Receiver "andichten" kann. Der Bassbereich ist präzise, schwarz und satt - also lässt es der AVR-X1000 kaum spüren, welcher Preisklasse er angehört. Auch mit diffizilen Stücken hat der AVR-X1000 wenig Probleme. Claude Debussys "La Mer" hat einen sehr leisen Auftakt bei "Von der Dämmerung bis zum Mittag". In 192 kHz vorliegend, ist die FLAC-Datei akustisch sehr hochwertig. Der AVR-X1000 schält die feinen Strukturen gut heraus - nur der Kenner merkt rasch, dass hier noch mehr geht: Mehr Feingefühl, mehr Durchzeichnung, mehr Transparenz. Aber für seine Preisklasse brilliert der X1000 ohne Einschänkungen, er klingt so gut wie vor kurzem noch Modelle der 600 bis 700 EUR-Liga. Er arbeitet einzelne instrumentale Strukturen gut heraus und schafft ein natürliches Raumgefühl bei diesem Stereo-Track. 

AirPlay funktioniert sehr gut, was wir anhand des Songs "I Need A Miracle" von Guru Project im Mix des österreichischen DJs Rene Rodrigezz feststellen konnten. Der standfeste Bass überzeugt mit viel Punch, die Stimme klingt natürlich, angenehm und hat doch genau den Schuss Aggressivität, der beabsichtigt ist. Der Klang ist  ungemein harmonisch, dabei aber nie oberflächlich. Der Denon AVR-X1000 schafft so souverän hohe Pegel, dass man nur erstaunt sein kann, dass es selbst beim Thema Pegelfestigkeit noch Steigerungsmöglichkeiten gibt. Gerade dem recht flachen und wenig ausladenden AVR-X1000 hätte man dies kaum zugetraut. DLNA-Musicstreaming funktioniert auch anstandslos, bei "Aurora" (vorliegend in CD-Qualität) von DJ Klubbingman und Savon bringt der AVR-X1000 wieder ein für die Preisliga fulminantes Klangbild mit ausgezeichneter Durchsetzungskraft zustande.

Mehrkanal-Musik von SACD bereitet viel Freude beim Hören - wir haben es mit Ludwig van Beethovens legendärer 9 Symphonie "Ode an die Freude" getestet. Der AVR-X1000 hat mit den zahlreichen Dynamiksprüngen keine Probleme und liefert eine tadellose Transparenz. Leise, differenzierte Passagen ertönen kultiviert und mit klar heraus hörbarer Struktur. Orchestrale Einsätze kommen mit sehr guter Impulstreue und auch mit dem nötigen Nachdruck heraus. Etwas gewöhnungsbedürftig, gelinde ausgedrückt, ist "A Pain That I'm Used To"" von Depeche Mode. Düster, von Störgeräuschen durchzogen, aber  irgendwie anziehend durch den krassen Stil: Die wechselnden Effekt-Kombinationen arbeitet der Denon AVR-X1000 bei diesem von Multichannel SACD kommenden Song ausgezeichnet heraus. Der Bassbereich gefällt durch solide Präsenz und sehr guten Tiefgang. Auch, als es leiser wird, managt der AV-Receiver diesen dynamischen Sprung in souveräner Manier. 

Einmessmikrophon

Zum Einmesssystem. Die automatische Einmessung ist, wie schon erwähnt, an bis zu 8 Positionen möglich. Die Messung kann nach Einmessung der 3. Position frühestens beendet werden, danach nach jeder weiteren Messung. Audyssey MultEQ XT präsentiert sich beim AVR-X1000 als hervorragend angepasst und sorgt für eine lebendige, stimmige und ausgeglichene Front-/Surroundbalance. Die Anpassung aufs jeweilige Lautsprechersystem gelingt deutlich sensibler als früher. Der Klang ist nicht mehr leicht belegt und bedeckt, sondern es wird hohe klangliche Harmonie mit akustischer Lebendigkeit gekonnt kombiniert. 

Konkurrenzvergleich
  • Pioneer VSX-527: Wie alle anderen hier aufgezählten Konkurrenten ist auch der Pioneer ein Fünfkanalgerät. Ihn zeichnen sehr gute Dynamik und hohe Pegelfestigkeit aus. Zuverlässig funktionieren die Netzwerkfeatures. Der Pioneer hat einen HDMI-Eingang mehr als der Denon und sieht richtig gut aus. Im Vergleich  mit dem brandneuen 2013er Denon fehlt es dem 527 aber im Musikbetrieb etwas an Ausdruckskraft. Auch spielt der neue Denon etwas räumlicher auf und selbst bei der Pegelfestigkeit kann er sich, zumindest subjektiv durch die enorme Souveränität, die ihren Ursprung in der ausgesprochen sauber ausbalancierten Gesamtauslegung hat, besser in Szene setzen. 
  • Pioneer VSX-528: Das brandneue 2013er Modell kennen wir aus einem ca. 2-stündigen Hör-Preview. Er klingt lebendig, dynamisch - eben im besten Sinne typisch Pioneer. Er managt Dynamiksprünge sehr gekonnt. Der AVR-X1000 spielt noch harmonischer und räumlicher auf. Beide 2013er AV-Receiver sind sehr gut ausgestattet. Der Pioneer bietet einen HDMI-Eingang mehr, der Denon dafür Spotify-Support. Beide AVRs haben auch ein gelungenes Einmesssystem. Wir sind gespannt auf den endgültigen Test des Pioneer. 
  • Denon AVR-1713: Das 2012er Modell bietet immer noch einen ausgesprochen guten Standard. Im direkten Vergleich hört sich der neue spritziger an, bietet mehr Bass-Präzision und noch mehr Pegelfestigkeit. Die Ausstattung wurde angehoben, Spotify ist integriert, die Gapless-Wiedergabe von 192 kHz Dateien (FLAC/WAV) ist möglich. 
  • Onkyo TX-NR414: Der Onkyo klingt etwas härter und nicht so verbindlich wie der AVR-X1000. Er ist nach wie vor pegelfest, aber der nagelneue Denon erscheint noch souveräner bei hoher Lautstärke. Das Denon OSD gefällt uns etwas besser, hinzu kommt der Einrichtungsassistent und das sehr gute Einmessystem. Beides fehlt beim 414. 
  • Yamaha RX-V473: Der RX-V473 ist nach wie vor ein guter, angenehm klingender AV-Receiver, der hörbar mehr Emotionen weckt als frühere Yamaha AV-Receiver dieser Preisklassen. Er bietet einen speziellen Eco-Modus, bei dem in Sinne eines geringen Stromverbrauches nicht die ganze Leistung der Endstufen abgerufen wird. Was Stimmwiedergabe und Räumlichkeit sowie Bass-Präzision angeht, muss sich der 2012er Yamaha aber dem 2013er Denon geschlagen geben. 
Fazit

Der Denon AVR-X1000 liefert eine eindrucksvolle Vorstellung ab. Es hat sich zwar inzwischen auch in der Liga bis 400 EUR ein enorm hoher Standard etabliert, aber der AVR-X1000 schickt sich an, nochmals alles besser zu machen. Optisch tritt er zurückhaltend und elegant auf. Typisch für Denon ist der beachtliche Verarbeitungsstandard schon in diesen Preisregionen. Besonders beeindruckt er aber akustisch. Erwachsen, kultiviert, souverän, dynamisch und enorm räumlich - so geschliffen hat bislang kein anderer AV-Receiver dieser Preisregionen geklungen. Die umfangreichen und zuverlässig funktionierenden Multimedia-Funktionen runden unsere Eindrücke gekonnt ab. Video-Funktionen kann man zu diesem Preis nicht erwartet, der AVR-X1000 dürfte zudem noch etwas flinker auf Befehle reagieren, die mit der Fernbedienung gegeben werden. 

Der Denon AVR-X1000 setzt mit seinem souveränen Klang neue Maßstäbe in der Klasse bis 400 EUR

AV-Receiver untere Mittelklasse
Test 16. April 2013

+ Exzellenter, angenehmer Klang im Stereo- und Mehrkanalbetrieb
+ Überragende Räumlichkeit und präziser Bass
+ Für die Preisklasse enorme Pegelfestigkeit
+ Auch für das Zusammenspiel mit hochwertigen Lautsprechersets geeignet
+ Einfaches Setup inklusive bebildertem Einrichtungs-Assistenten
+ Sehr gute Verarbeitung und gefällige Optik
+ Preislich sehr fair

- Reaktion auf Fernbedienungs-Befehle könnte noch schneller sein
- Keine Videofunktionen

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 16.04.2013

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