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XXL-TEST: High End-Standlautsprecher DALI EPICON 6 - dänische Akustik-Finesse in Perfektion?
19.02.2013 (cr/sw)

DALI EPICON 6 für 9.000 EUR/Paar, hier mit magnetisch
haftendem Stoffgitter

Offen
Unser Partner für hochauflösende Audiodateien aus dem
Internet:

Das Produkt
Als ein "Meilenstein" sieht die dänische Lautsprechermanufaktur DALI
die edelste Baureihe des Hauses, die auf den Namen "EPICON" hört und
schon in vielen Tests und Vorführungen große Begeisterung auslöste - gerade
die beiden Standlautsprecher EPICON 6 und EPICON 8. Grund genug für uns, die
9.000 EUR pro Paar kostenden, von der Größe her noch problemlos
aufzustellenden EPICON 6 genauer unter die Test-Lupe zu nehmen. Die ganze
Erfahrungen aus 30 Jahren Lautsprecherentwicklung und Lautsprecherbau sind in
die High End-Produktlinie eingeflossen. Lieferbar ist der elegante Schallwandler
in Hochglanz-Schwarz, Hochglanz-Walnuss und in "Ruby Macassar".
Die EPICON 6 ist als 2,5 Wege-Lautsprecher konzipiert und besitzt für eine
luftige, präzise und räumliche Hochtonwiedergabe einen speziellen
Hybdridhochtöner, der aus Kalotten und Bändchen besteht. Zwei 165 mm
Tiefmitteltöner sind des Weiteren auf der Schallwand vertreten.

Besonders wichtig war den DALI-Ingenieuren die Minimierung des
Zeitversatzes zwischen Treiber und Bassreflexöffnung. Um dies zu erreichen,
wurden die Reflexöffnungen in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Tieftönern
angebracht - so ist eine praktisch direkte Verbindung gegeben

Fest und sorgfältig verschraubtes Bassreflexrohr

2 Bassreflexöffnungen auf der schmalen Rückseite

Dänische Präzision: Die CNC-gefräste Frontwand sorgt für
mehr Raum zwischen den sieben Befestigungsschrauben und sichert auf diese Art
und Weise einen Luftfluss hinter den Tieftönern.

Das Gehäuse "durchsichtig"

Frequenzweiche

Genau aufeinander abgestimmte Bauteile

Im Detail
Natürlich hat DALI auch beim Gehäuse größtmöglichen Aufwand betrieben.
Das Volumen wurde akustisch präzise auf die verbauten Treiber abgestimmt, die
stabile Konstruktion sorgt für ideale Arbeitsbedingungen. Damit Schallwand,
Seitenteile und Oberseite der EPICON perfekt in die spezielle Form pressen zu
können, werden sie erhitzt. Durch die sich nach hinten verjüngende Form werden
im Gehäuse keine gefürchteten stehenden Wellen erzeugt. Dies ist der Fall,
wenn reflektierende parallele Oberflächen vorhanden sind. Zudem werden durch
die stabile Konstruktion Gehäuseresonanzen auf ein Minimum reduziert. Jedes
Seitenteil der EPICON 6 besteht aus 6 einzelnen, miteinander verleimten Lagen
von MDF-Platten. Die Rückseite besteht aus einer 53 mm MDF-Mehrschichtplatte.
Die Frontwand ist zweischichtig und 33 mm stark. Sie sorgt für eine nahezu
hundertprozentig akustische Nutzung der von den Treibern freigesetzten Energie -
Gehäusevibrationen haben keine Chance. Die Frontwand ist speziell gebogen, um
die Reinheit der Akustik zu perfektionieren. Auf dem Boden des Gehäuses sitzt
die aus selektierten Bauteilen bestehende Frequenzweiche. Die Bauteile der
Weiche sind handverlötet, kürzeste Signalwege und beste Kontaktpunkte standen
im Mittelpunkt bei der Umsetzung. Dieser Ort wurde bewusst gewählt, um die
Frequenzweiche nicht den dynamischen Veränderungen des Luftdrucks innerhalb der
Bassreflexkammern auszusetzen. Natürlich glänzt die EPICON auch von außen.
Die Gehäuseoberfläche besteht aus Echtholzfurnier in bester
Schreinerqualität, die 2 mm Lackierung in 10 Schichten sorgt für bestmögliche
Oberflächenqualität. Perfekte Übergänge zwischen Schallwand in
hochglänzendem Schwarz und Echtholz-furniertem Korpus sind in dieser
Preisklasse selbstverständlich. Wahlweise kann unter der 2,5 Wege-Box ein sehr
solider Standfuß montiert werden. Dieser bietet einen hervorragenden Halt für
den wertvollen Schallwandler.

Hybridhochtöner

Bändchen

Gemeinsame Grundplatte für Bändchen und Kalotte

Solide Befestigung an der Grundplatte

Neu entwickelte Kalotte für die EPICON-Serie
Im Inneren sorgen exakt berechnete Verstrebungen und das Kammer-Prinzip -
jeder Treiber hat seine Gehäusekammer - für optimale akustische
Voraussetzungen. Der Hochtöner sind hervorragend gegen alle Arten von
Interferenzen aus dem Gehäuseinneren geschützt. Die beiden Bestandteile des
Hybridhochtöners, Kalotte und Bändchen, teilen sich eine gemeinsame, besonders
solide Grundplatte aus Aluminium-Druckguss. Sie verfügen jeweils über ein
eigenes Gehäuse. Die Hochtönerkonstruktion kam auch schon in den
Luxus-Baureihen EUPHONIA und HELICON zum Einsatz, die Kalotte wurde für den
Einsatz in der EPICON komplett neu entwickelt. Das Hybridmodul für die EPICON
besteht aus einer 29 mm Kalotte, die extrem leicht ist, und einem 10 x 55 mm
Bändchen. Warum setzt DALI auf diese Hybridkonstruktion? Die Dänen wollen die
Vorzüge beider Hochtöner auf optimale Weise miteinander verbinden. Eine
besonders tiefe Resonanzfrequenz, eine hohe Belastbarkeit und daraus
resultierende hohe Reserven für enormen Schalldruck sind Vorzüge der DALI-Kalotte,
die auch mit großer Auslenkung verzerrungsfrei betrieben werden kann. Bei 2,5
bis 3,1 kHz, je nach Modell, setzt er ein. Die Kalotte arbeitet bis deutlich
über 20 kHz, ohne dass sie durch die Frequenzweiche ausgeblendet wird. Das DALI-Bändchen
überträgt ein sehr breites Frequenzspektrum und strahlt gerade hohe und sehr
hohe Frequenzen exzellent ab. Oberhalb der 10 kHz beginnt der
"Arbeitseinsatz" der Kalotte. Die volle Leistungsfähigkeit wird
zwischen 15 und weit über 30 kHz erreicht, also im Oberwellenbereich und
deutlich oberhalb des direkt hörbaren Frequenzbereiches. Damit eignet sich die DALI-Konstruktion
auch vortrefflich, um moderne hochauflösende Audio-Medien wiederzugeben. Hinter
dem Bändchen befindet sich eine geschlossene Kammer, die mit stabilen
Verstrebungen versehen ist - dadurch ist garantiert, dass der sensible
Hochtöner von störenden Einflüssen der Tieftöner abgeschirmt ist. Besonders
gut gelingt dem Hochtöner die horizontale Abstrahlung hoher Frequenzen, hier
erweist er sich als absolut stimmiger Partner für die Kalotte, die bereits
deutlich früher zum Einsatz kommt. Bilanzierend liegen die Vorteile der
Hybrid-Konstruktion in einer extrem gleichmäßigen, breiten horizontalen
Abstrahlung, zudem sind Kalotte und Bändchen in den präzise berechneten
Arbeitsbereichen bei der Wiedergabe frei von Artefakten.

Zwei Tiefmitteltöner

Tiefmitteltöner ausgebaut

Hauseigene Entwicklung UND Produktion - das ist selten

DALI-typische Holzfaser-Membran
Die Tiefmitteltöner sind mit einer DALI-typischen Holzfasermembran
ausgestattet. In der neuesten Entwicklungsstufe kommen nun eine neue
Imprägnierung und eine nach der Montage hinzukommende spezielle Beschichtung
zum Einsatz. Die Chassis fertigt DALI im Haus, im Fokus bei der Entwicklung
lagen möglichst geringe mechanische Verluste. Um den Frequenzgang zu
linearisieren, arbeitet DALI mit besonders verlustarmen Gummisicken und einem
besonders leistungsstarken Magnetsystem. Speziell bei Mittel- und Tieftönern
ist es elementar wichtig, aufgrund der großen Auslenkungen und der
beträchtlichen fließenden Ströme alle Kritierien, die den Klang positiv wie
auch negativ beeinflussen können, genau zu beachten. Das Magnetsystem muss
exakt auf einen gewünschten Kraftfaktor abgestimmt werden, überdies hinaus
muss bei der Umwandlung des elektrischen Verstärkersignals in akustische
Energie alle Nichtlinearitäten zu reduzieren oder besser ganz zu eliminieren.
Das Ausgangssignal eines Verstärkers ist eine Spannungsschwankung, während der
Strom für die im Lautsprecherantriebssystem erzeugte Kraft sorgt. Idealerweise
sollte es der Verstärker mit einer immer stabilen Impedanz zu tun haben. Es ist
aber in der Praxis so, dass die Induktivität der Schwingspule in den meisten
Magnetsystemen von ihrer Position abhängt - hiermit ist die Auslenkung der
Membran gemeint. Taucht die Schwingspule in das Magnetsystem ein, befindet sich
innerhalb der Schwingspule mehr Eisen (das Polstück), das hat zur Folge, dass
sich die Schwingspulen-Induktivität erhöht. Das Ergebnis ist eine höhere
Impedanz bei höheren Frequenzen, wenn Membran und Schwingspule sich nach innen
bewegen. Der gegensätzliche Effekt tritt auf, wenn sich Membran und
Schwingspule nach außen bewegen. Dementsprechend ist die Modulation der
Übergangsfrequenz abhängig von der Bewegung der Schwingspule. Die für die EPICON-Serie
entwickelten Tief- und Mitteltöner haben eine deutlich reduzierte
Schwingspulen-Induktivität als Merkmal. Dies kommt von den beiden präzise dimensionierten,
rund um den Polkern anliegenden Aluminiumringen, sie sorgen für hohe Konstanz
während der gesamten Auslenkung.

Als Material für die leistungsstarken Magnete setzt DALI auf
SMC
Doch es gibt weitere Probleme, die im Sinne bestmöglichen Klangs gelöst
werden müssen. Die Modulationen des Luftspaltflusses erzeugen einen neuen
konkurrierenden Fluss im Luftspalt, sobald Strom durch die
Schwingspulenwindungen fließt. Hinzu kommt die Frequenzabhängigkeit der
elektrischen und magnetischen Eigenschaften von Eisen. DALI musste daher den Weg
gehen, Materialien zu finden, die Eisen ersetzen, um nicht mit diesen Nachteilen
leben zu müssen. DALI hat gesucht - und gefunden: SMC (Soft Magnetic Compound)
bringt exakt die richtigen physikalischen Eigenschaften auf. Allerdings ist der
Umgang mit dem sensiblen Material nicht einfach - daher wurde eine Kooperation
mit einem Spezialunternehmen ins Leben gerufen, um die neuartige Konstruktion
umzusetzen. Auch Teile für das Magnetsystem der EPICON Tieftöner werden bei
dieser Spezialfirma gefertigt. SMC bietet eine sehr hohe magnetische
Leitfähigkeit und eine sehr geringe elektrische Leitfähigkeit, die etwa nur
1/10000 von Eisen beträgt. Durch diese extrem geringe elektrische
Leitfähigkeit werden keine modulierten Magnetfelder im Luftspalt induziert -
was beweist: Für die Ausgangssituation ist SMC die ideale Lösung. Weiterer
Pluspunkt sind die bezüglich des Frequenzgangs extrem nah an der absoluten
Linearität liegenden magnetischen Eigenschaften. Dies wirkt sich so aus, dass
die Induktion der Schwingspule und damit die durch die Schwingspule in Strom umgewandelte,
vom Verstärker abgegebene Spannung sowie der Antriebsfaktor konstant weit
außerhalb des Arbeitsbereiches liegen. Bei DALI heißt diese Entwicklung
"Linear Drive", weil das gesamte Antriebssystem bezüglich Auslenkung,
Strom und Frequenz linear arbeitet. Die Reduzierung von Verzerrungen soll, so DALI,
deutlich hörbar sein, was zu einem reinen, sauberen und impulstreuen Klang bei
nahezu allen Pegeln führt. Ob dies so ist, haben wir später im Test
nachgeprüft.

Anschlussterminal

Auch hier dominiert Hochwertigkeit
Natürlich ist die EPICON mit hochwertigen Bi-Wiring-Terminals ausgestattet.
Somit sind Bi-Wiring und Bi-Amping möglich. Nutzt man diese Funktion nicht,
bleiben die massiv gefertigten Brücken aus vergoldetem Kupfer im Terminal.
Selbst bei Details geht DALI absolut konsequent vor, die stabilen vergoldeten
Polklemmen sind eine DALI-Eigenentwicklung und nehmen Kabelschuhe, offene
Kabelenden oder die beliebten Bananenstecker auf. Die Vertiefung, in der die
Terminals eingesetzt sind, ist so konstruiert, dass eine einfache Zuführung des
Kabels möglich ist. Für den Anschluss der einzelnen Lautsprecherchassis kommt DALI-eigenes
Kabel namens Cordial III zum Einsatz. 37 Stränge, j eder 0,32 mm stark und in
vier Lagen gewickelt, verbindet zwei optimale Eigenschaften miteinander, einen
festen Kern und ein flexibles Kabel. Damit die höchstmögliche mechanische
Stabilität gegeben ist, wird das Kabel konzentrisch gewickelt. Eine Isolation
aus Polyethylen verhindert größere Verluste durch dielektrische Absorption.
Für die Verbindung von der Frequenzweiche zum Bändchenhochtöner kommt das
dünnere, speziell auf hohe Frequenzen ausgelegte Cordial I Kabel zum
Einsatz.

MPP-1000
und zwei Monoblöcke vom Typ MAA-1000
Insgesamt ist die EPICON 6 beileibe nicht nur darauf ausgelegt, mit einem
Verstärker "Goliath" zusammen zu arbeiten. Dank des außergewöhnlich
flachen Impedanzverlaufs über das gesamte Hörspektrum ist die Last für den
angeschlossenen Verstärker für einen Lautsprecher dieser Leistungskategorie
gering. Wir haben uns trotzdem entschlossen, eine sehr leistungsstarke
Vor-/Endstufenkombination einzusetzen. Von unserem Partner Advance Acoustic
haben wir die anerkannt erstklassige Kombination aus dem Stereovorverstärker
MPP-1000 und zwei Monoblöcken vom Typ MAA-1000 zur Verfügung gestellt
bekommen. Die Komponenten sind uns bestens bekannt und haben auch in unserem
High End Hörstudio stets begeistert. Die zwei Monoblöcke weisen AV-Boliden Format auf, hören auf den Namen MAA-1000 und schütteln bis zu 450Watt/6Ohm aus ihren Leiterbahnen. Hoch ausgesteuerte Treibertransistoren, ein vollsymmetrisches Schaltungslayout und eine ausgeklügelte Netzteilsektion sollen nicht nur für unerschöpfliche Kraftreserven sorgen, sondern zugleich auch eine präzise bzw. schnelle Signalverstärkung gewährleisten. Als Dirigent fungiert die MPP-1000 Vorstufe, in der Advance Acoustic einen konsequenten Dual-Mono Aufbau verwirklicht hat, bei dem sogar diskrete Stromversorgungen zum Einsatz kommen, damit auch die letzten Klangdetails und Rauminformationen den Weg zu den Lautsprechern finden. Keine Frage: Advance Acoustic will mit diesem Trio nicht als farbloser Tupfer in der High-End Landschaft untergehen, sondern tritt an, um Akzente zu setzen. Die aufgerufenen Preise sind zwar nicht unbedingt für Jedermann leicht verdaulich, doch angesichts der ambitionierten Zielsetzung wirken die 9497 Euro für die komplette Vor-/Endstufenkombination sogar schon verhältnismäßig günstig. 3.499 Euro entfallen dabei auf jeweils eine der beiden Endstufen, während bei der MPP-1000 2.499 Euro vonnöten sind, um ihr ein neues Zuhause zu geben.
Die Leistungen sind auf Referenzniveau. Sehr viel besser geht es selbst mit vielfach teureren Geräten von Accuphase, Mark Levinson und Co. nicht mehr, zumal
die im für Advance Acoustic typischen schwarz-silbernen Bicolordesign
gehaltenen Hochleistungskomponenten in Relation zum High-End Umfeld ein herausragendes Preis-/Klangverhältnis mitbringen. Auch in Bezug auf den Materialeinsatz bleibt Advance Acoustic seiner Linie treu und schöpft bei Gehäuseverarbeitung und Innenaufbau aus dem Vollen. Wo
vielerorts der Rotstift diktiert und man als Kunde zunehmend den Eindruck erhält, für einen imageträchtigen Markennamen oder fragwürdige Zusatzfeatures (bzw. Lizenzen) zu zahlen, bleiben die Franzosen auf angenehme Weise sehr konservativ und konzentrieren sich auf eine faszinierend detailreiche Stereowiedergabe mit hoher Klangnatürlichkeit sowie (scheinbar) unerschöpflichen Leistungsreserven. In diesem Zusammenhang kann man selbst angesichts der knapp 10.000 Euro Kaufpreis absolut von einem fairen Gegenwert sprechen, sofern man grundsätzlich gewillt ist, entsprechende Beträge zur Perfektionierung von stereophonen Klangerlebnissen zu investieren.

Aufgrund der exzellenten medialen Flexibilität setzen wir als
CD/Netzwerkplayer auf den Yamaha CD-N500, der
uns im Testbetrieb absolut überzeugt hat. Neben CDs liest er auch Audiodateien
von USB-Stick, gern auch in HiRes-Form. Internet Radio und Netzwerk-Streaming
sind ebenfalls integriert. Zuverlässig und klangstark geht der CD-N500 allen
Aufgaben nach und kann sich auch in exzellenten Anlagen bestens behaupten.

Oehlbach-Kabel XXL Fusion 4
Als Lautsprecherkabel kommt das
Oehlbach-Kabel XXL Fusion 4 zum Einsatz. Das XXL Fusion Four ist
Oehlbachs neues Aushängeschild im Bereich der Lautsprecherkabel. Das Innenleben
des 5-Sterne-Kabels besteht aus hochreinem und sauerstofffreiem HPOCC-Kupfer.
Die Signalwege von Hoch- und Tieftonbereich liegen komplett getrennt, eine
absolut störungsfreie Übertragung ist garantiert. Das Fertigungskonzept
erfordert höchste Präzision, 12 einzeln isolierte Kupferlitzen werden zusätzlich
mit einer hauchdünnen Kupferfolie umwickelt. So werden Laufzeitunterschiede
beinahe komplett ausgeschlossen. Die tiefen Frequenzen werden über den massiven
Innenleiter transportiert, die hohen Frequenzen auf der Oberfläche. Das XXL
Fusion Four wird in einer extra Nylontasche angeliefert und ist mit Kabelschuhen
oder hochwertigen Bananensteckern (je nach Kundenwunsch) vorkonfektioniert. Längen
und Preise:2x 2,00m = 775 EUR, 2x 2,50m = 850 EUR und 2x 3,00m = 925 EUR. Zusätzlich
sind die Kabel in individueller Sonderlänge erhältlich.

PowerSocket 908
Als Steckdosenleiste setzen wir auf die Oehlbach
PowerSocket 908. Das Powersocket 908 ist eine Mehrfach-Steckdosenleiste
komplett aus Aluminium. Sie bietet 8 Einzelsteckplätze, davon vier analoge,
ungefilterte Anschlüsse. Für den phasengleichen Anschluss bietet die Leiste
Phasenmarkierungen an den einzelnen Dosen. Damit nichts schief geht, wird der
korrekte Anschluss über eine rote Kontrollleuchte angezeigt. Der Querschnitt
der Innenleiter beträgt 3,3 mm², stabile Stromversorgung ist dank der
hochqualitativen Innenverkabelung auch bei hohem Leistungsbedarf stets und
kontinuierlich gewährleistet. Obligatorisch ist ein Überspannungsschutz
integriert. Die High End Mehrfach-Steckdosenleiste schlägt mit 299 EUR zu
Buche.
Die Daten der EPICON 6 in der Übersicht:
-
Frequenzbereich (+/- 3 dB) [Hz] 35 - 30.000
-
Empfindlichkeit (2,83V/1m) [dB] 88
-
Nennimpedanz [Ω] 5
-
Maximaler Schalldruckpegel [dB] 110
-
Empfohlene Verstärkerleistung [W] 50 - 300
-
Übergangsfrequenzen [Hz] 700 / 2.550 / 15.000
-
Hochtöner 1 x 10 x 55 mm Ribbon
1 x 29 mm Soft Textile Dome
-
Tieftöner 2 x 6½" Wood Fibre Cone
-
Gehäusetyp Bassreflex
-
Bassreflex-Abstimmfrequenz [Hz] 32,5
-
Eingang Bi Wire, Bi-amping
-
Empfohlener Wandabstand [cm] > 25
-
Maximale Abmessungen mit Basis und Abdeckung (HxBxT) [mm] 1062 x 320x 459
Gehäuseabmessungen (HxBxT) [mm] 1025 x 232 441
-
Gewicht [kg] 30,0
-
Zubehör Manual
Micro Fibre Cloth
Rubber Pads
Spikes M10
Base
Terminal Links
-
Ausführungen
Black High Gloss Lacquer
Walnut High Gloss Lacquer
Ruby Macassar High Gloss Lacquer
Klang

Wir sind schon gespannt auf die akustische Leistungsfähigkeit
Die DALI EPICON 6 greift in einer Preisklasse an, die man durchaus schon als
luxuriös bezeichnen kann. Somit herrscht auch eine entsprechende
Erwartungshaltung, und die Rahmenbedingungen mit hochwertiger
Vor-/Endstufenkombination sind sehr gut. Die EPICON 6 aber versteht es, unsere
Erwartungen mehr als deutlich zu übertreffen - als im Vergleich zu anderen
unförmigen Lautsprechern mit hochwertiger Akustik ist der Nobel-Däne
überraschend kompakt, tritt aber in einer Art und Weise kultiviert und komplett
auf, die seinesgleichen sucht. Besonders die enorm hoch liegende Impulstreue
überzeugt. Sehr kleine vokale und instrumentale Impulse werden ohne jede
Verzögerung umgesetzt, und auch minimale Bassimpulse werden sehr gut zur
Geltung gebracht. Die 2,5 Wege-Konstruktion, die man aufgrund des überragenden
horizontalen Abstrahlwinkels nur geringfügig auf den Zuhörer ausrichten muss
(also beinahe gerade Aufstellung), beeindruckt mit praktisch perfektem
Group Delay: Der Bass "hinkt" nicht einmal ansatzweise nach, sondern
präsentiert sich in direkter, authentischer Form - ganz gleich, welches
tieffrequente Gebilde vom Quellmaterial bereit gestellt wird. Die hinten am
Lautsprecher angebrachten Bassreflex-Ports erzeugen auch bei enormem Pegel
keinerlei Strömungsgeräusche. Überhaupt verhält sich die ganze Box
vorbildlich ruhig. Das Gehäuse macht nie durch Eigengeräusche auf sich
aufmerksam. Die absolut präzise Membranauslenkung selbst bei hoher Lautstärke
ist auch zu loben. Für einen Schallwandler dieser Preis- und Leistungsklasse
ist auch der ausgezeichnete Wirkungsgrad sehr zu loben. Mit reinen Class
AA-Verstärkern, die zugunsten perfekten Klangs mit niedrigen Leistungswerten
aufwarten, kann die EPICON auch zusammen arbeiten. Der Hybridhochtöner ist ein
großer Pluspunkt der EPICON 6. Das Abstrahlverhalten ist exzellent, was eine
enorme Räumlichkeit und eine superbe Durchhörbarkeit im Hochtonbereich zur
Folge hat. Ideal eignet sich der dänische Lautsprecher für die Wiedergabe von
hochauflösenden Audiodateien. Hier vermerken wir eine außerordentlich
charismatische Stimm- und Instrumentalausprägung. Das Vermögen der EPICON, den
Oberwellenbereich hervorragend abzubilden, wird hier deutlich. Die Übergänge
zwischen Hoch- und Mittelton- sowie zwischen Mittel- und Tieftonbereich
verlaufen fließend und nahtlos. Dies hat zur Folge, dass ein ausgesprochen
direktes sowie natürliches Klangbild vom Auditorium wahrgenommen wird. Gerade
bei klassischer Musik oder auch bei Jazzmusik zeigt sich das enorme Maß an
lebendiger kultivierter Darstellung, das auch in dieser Preisliga alles andere
als üblich ist. Weit entfernt vom Durchschnitt auch die Strukturen, die die EPICON
abbildet. Ein Orchester wird als ganzheitlich wahrgenommen, weil auch die
hinteren Reihen nicht untergehen, sondern präzise ausgeformt werden. Dadurch
entsteht beim Zuhörer der Eindruck,, tief ins musikalische Geschehen integriert
zu werden. Tonal ist die EPICON neutral abgestimmt, sie klingt weniger warm als
die HELICON
800 Mk2 und besitzt eine noch höher liegende Impulstreue. Der Bass besitzt
mehr Härte, Nachschwingen kommt noch weniger vor.
Wenden wir uns einzelnen Hörbeispielen zu. Das in FLAC 96 kHz vorliegende
Diana Krall-Stück "Stop This World" ist der EPICON wie auf den Leib
geschneidert. Besonders der nachdrückliche, extrem tief nach unten reichende
Bass begeistert restlos. Er ist extrem präzise, schwingt nicht nach und breitet
sich auch im großen Hörraum oberhalb der 30 Quadratmeter souverän aus. Dianas
Stimme löst sich feingliedrig von de Chassis, die EPICON schafft eine in Weite
und Tiefe exakt definierte virtuelle Bühne. Das Piano kommt mit Anschlagdynamik
und Sensibilität überragend zum Ausdruck, und auch das Schlagwerk ist von
Timing und Auflösung her auf Referenzniveau.
Bei der 96 kHz-FLAC-Datei von Wolfgang Amadeus Mozarts Violinenkonzert Nr. 4
in D-Dur, Köchelverzeichnis 218, gespielt von Marianne Thorsen und den
Trondheim Solistene brilliert die EPICON mit dem nahezu konkurrenzlosen
horizontalen Abstrahlwinkel im Hochtonbereich, der eine ungeahnte Räumlichkeit
mit sich bringt und bei den Streicher-Solis für eine präzise
Ortungsmöglichkeit auf der virtuellen Bühne sorgt. Die Wiedergabe der Violine
erfolgt mit Finesse, einerseits transparent und brillant, andererseits nie
schneidend oder schrill. Die Hybrid-Hochtönerkonstruktion stellt das
Spielkönnen der Solistin klar heraus und lässt den Zuhörer auch an kleinen
instrumentalen Facetten teilhaben. Der Einsatz des gesamten Orchesters geht
geschmeidig und impulstreu vonstatten. Das Orchester ist in klar definierte
musikalische Ebenen unterteilt. Durch die feindynamische Qualität der EPICON
wird dies akustisch schön verdeutlicht.
Wir widmen uns nun dem Titel "Dronning Fjellrose" (FLAC 192
kHz) der norwegischen Akustik-Jazzer des Hoff Ensemble. Auch hier wieder sanfte,
etwas schwermütige Pianoklänge und eine weibliche Gesangsstimme - ideale
Spielwiese für die EPICON. Wie im Raum schwebend wird die Stimme wiedergegeben,
selten haben wir in der 4500 EUR-Liga (Stückpreis) eine so gute Loslösung der
Stimme von den Lautsprecherchassis herausgehört. Das Schlagwerk setzt mit
präzisem Timing genau passend ein, und die vokalen Elemente verdecken keine
Details bei der Darstellung des Pianos. Die gesamte Räumlichkeit verteilt sich
samtig und gleichmäßig im Hörraum.
192 kHz FLAC Claude Debussy, La Mer: Von der Dämmerung bis Mittag am Meer,
sehr langsam - ein kritisches Stück, das auch teuren Komponenten durch die
Komplexität des akustischen Gesamtgefüges viel abverlangt. Doch die EPICON
enttäuscht auch hier nicht und begeistert durch die ungefiltert dargebotene
Dynamik. Der sensible, aus kleinen, komplexen Gefügen bestehende Anfang kommt
plastisch und lebendig zum Ausdruck. Sich im Hintergrund aufbauende akustische
Linien werden von Anfang an berücksichtigt und in den Aufbau integriert. Jedes
einzelne Instrument erklingt mit Charisma und untadeliger Präzision. Kleine
Bassimpulse erfasst die EPICON sicher und stellt diese mit exzellentem Timing
dar.
Abba meets Funk - die Top-Hits der Kult-Band hat "Funker Nils Landgren
akustisch wunderbar aufbereitet. Uns liegt Money Money Money" in 96 kHz vor
- und gleich am Anfang sprüht die EPICON vor Dynamik. Man kann die Musiker auf
der Bühne förmlich vor sich sehen, so exakt und mitreißend wird der "funkige"
Rhythmus erfasst. Die verschiedenen Effekte kommen mit enormer Geschwindigkeit
zum Zuhörer. Sie lösen sich ausgezeichnet von den Chassis und verteilen sich
frei mitten im Hörraum. Das Schlagzeug präsentiert sich - ebenso wie der
zupackende Bass im speziellen - in Bestform: Auflösung, Tiefgang, Kraft und
Struktur setzen Maßstäbe. So frei, wie die EPICON aufspielt, dreht man gern
den Lautstärkeregler kräftig gen Maximum, und die hervorragende
Pegelfestigkeit des dänischen Standlautsprechers sorgt für ungebremsten Spaß
auch bei hohem Pegel.
Fabelhaft die Stimmwiedergabe bei "El Bajel Que NO Recela"
(Patricia Petibon, Nouveau Monde) - mit ungemein klaren Konturen und perfekter
Stimm- und Instrumentaltrennung eine Freude für den Liebhaber derartiger Musik.
Feinheiten und Finesse im Aufbau, hier reichhaltig vorhanden, stellen die EPICON
vor keinerlei Probleme. Bis in die höchsten Tonlagen wird die Stimme frisch und
unverzerrt in den Hörraum gestellt. Einen wahren Adrenalinschub erzeugt das
Management der Dynamiksprünge: Hier setzt der dänische Schallwandler so viel
kontrollierte Energie frei, dass man vor Freude von der Couch aufspringen
möchte. Der "Direkt dabei"-Faktor der DALI nähert sich daher der
eigentlich unerreichbaren 100 % Marke, und das bei einem Lautsprecher, der zwar
für den normalen Musikfan teuer ist, für den High End-verliebten Hörer aber
ausgesprochen fair anmutet.
Natürlich übt auch Musik in Standardauflösung (44 kHz - CD-Qualität)
große Faszination aus. Der Charthit "I Follow Rivers" von Lykke Li
mit den charakteristischen Klängen beim Magicial Mix zieht sofort alle, die
sich zufällig oder bewusst im Hörraum aufhalten, in seinen Bann. So klar,
kräftig und fundiert haben wir diesen Song bislang nur selten gehört: Das
massive Vorwärtsstreben, die sauber integrierte Stimme und der harte, perfekt
getimte Bass sind die einzelnen Bestandteile höchsten Hörvergnügens. Dabei
befördert die EPICON alle Klanganteile tief in den Hörraum hinein, was eine
völlige Miteinbeziehung des Auditoriums als unmittelbare Folge hat.
Auch das 2012er Akkuface Remix des Trance-Klassikers "Outside
World" von Sunbeam lässt die EPICON völlig kalt. Knallharter Bass,
darunter liegender tieferer Bass, jede Menge elektronischer Effekte und Vocals -
die Box behält bei Pegeln noch die komplette Übersicht, bei denen andere
Lautsprecher aufgrund massiver Verzerrungen komplett aussteigen. Die
überragende Konstruktion sorgt zudem dafür, dass sich der Bass nicht auf den
Boden des Hörraums ausweitet, sondern in purer, reiner Form nur dem
Hörvergnügen zukommt. Der sehr schnelle Rhythmus bereitet der EPICON nie
Schwierigkeiten.
"Living On A Prayer" war der einer der ersten Riesen-Hits für Bon
Jovi. Kraftvoll, mit der nötigen Portion Aggressivität und exzellenter
Räumlichkeit geht die DALI-Box ans Werk. Die Dynamik ist Extraklasse, und die
klangliche Reinheit ebenso. Die fetzigen Linien der E-Gitarre und das Schlagzeug
werden prägnant herausgearbeitet. Der Lenny Kravitz Klassiker "Fly Away"
besticht ebenfalls durch Nachdruck und präzise Ausformung des Rhythmus. Beim
80er Jahre-Hit "Cold Days, Hit Nights" von Moti Special lernen wir,
dass ältere Aufnahmen keinesfalls fade und leicht blechern klingen müssen: Die
EPICON gibt den Song mit Schwung und Ausdruckskraft wieder, der Bassbereich im
Speziellen ist sehr lebendig und ausgeprägt - ohne aber den ganzen Song zu
dominieren.
Konkurrenzvergleich
- DALI
HELICON 800 Mk2: Die etwas günstigere HELICON klingt etwas wärmer und
bietet im direkten Vergleich mit der EPICON nicht ganz die extreme
Impulstreue und Linearität unseres Testkandidaten. Bei beiden Lautsprechern
fasziniert die sorgfältige und edle Verarbeitung. Gerade für Genießer
stellt die HELICON auch einen sehr verheißungsvollen und für die Leistung
preislich fairen Lautsprecher dar.
- Aurum Titan VIII: Eigentlich
konkurriert die Titan VIII eher mit der EPICON 8 als mit der EPICON 6. Der
günstigere dänische Lautsprecher schlägt sich aber ausgezeichnet. In den
Punkten Tiefgang, Pegelfestigkeit und akustische Weitläufigkeit kann sich
die Titan jedoch vorn behaupten und rechtfertigt ihren höheren Kaufpreis.
Mit besonders edlem Finish und recht kompakten Abmessungen aber trumpft die EPICON
6 auf - und Brillanz sowie Impulstreue erreichen für die Preisliga
Rekordwerte.
Fazit

Die DALI EPICON 6 ist ein Lautsprecher zum Verlieben - schon die
Optik begeistert, und die Verarbeitung ist bis ins letzte Detail perfekt. Auch
die technische Konzeption versprüht enorme Hochwertigkeit. Ganz gleich, ob
Frequenzweiche, Magnet-Antriebssystem oder Lautsprecherkabel-Anschlussterminal -
überall wurde mitgedacht, um einen über alle Maßen mitreißenden,
authentischen Klang zu ermöglichen. Und diesen offeriert die EPICON 6 wie kaum
ein anderer Lautsprecher in dieser Preisklasse: Räumlich, impulstreu, brillant
- auch Gegensätze bringt die EPICON zusammen und sorgt dafür, dass man ihr
perfekt mit voller Hingabe zuhören kann, ebenso aber ist es auch möglich, sie
z.B. bei einer Festivität im Hintergrund laufen zu lassen, ohne dass die Box
jemals stören würde. Natürlich wird der überwiegende Teil der stolzen
Besitzer den Lautsprecher fordern und ihm bewusst zuhören - feinste Strukturen,
überragende Stimmdarstellung und enormer Tiefgang versetzen auch den sehr
versierten Musikliebhaber immer wieder in Erstaunen.
Klang in Reinkultur - die optisch wunderschöne, bis ins
letzte Detail mit größtmöglicher Sorgfalt gefertigte DALI EPICON 6 bietet
akustische Finesse und extreme Belastbarkeit

Standlautsprecher Luxusklasse
Test 19. Februar 2013
+ Räumlichkeit auf Referenzniveau
+ Glasklarer, filigraner und sehr dynamischer Hochtonbereich
+ Exzellente, facettenreiche Stimmwiedergae
+ Erstklassiger Tiefgang und enorme Bass-Präzision
+ Tadelloser Wirkungsgrad
+ Verarbeitung bis ins letzte Detail einem Masterpiece würdig
+ Für die Leistung geringer Kaufpreis
- Nicht allzu viel Auswahl bei den Gehäusefarben
Test: Carsten Rampacher, Sven Wunderlich
Datum: 19.02.2013
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