TEST: Yamaha AV-Receiver RX-V473 - Gefällige Klangeigenschaften treffen auf innovative Funktionen

03.08.2012 (cr/phk/sw)

Der Yamaha RX-V473 ist in Silber und Schwarz für 399 EUR UVP erhältlich. Es handelt sich um einen 5-Kanal Receiver mit 115 Watt/Kanal an 6 Ohm. Der diskrete Verstärker-Aufbau, Burr Brown 192kHz/24-bit D/A-Wandler und eine Low Jitter PLL-Schaltung sorgen für eine reine, hochwertige Klangwiedergabe. Natürlich dekodiert er die HD-Tonformate DTS-HD MA und Dolby TrueHD und bietet 3D-Support und den Audio Return Channel an HDMI, zudem kann auch im Standby Passthrough-Modus der HDMI-Eingang gewechselt werden. Das neue Modell kann 4K-Signale durchschleifen und bietet Apple AirPlay-Support. Außerdem kann der AVR dank der Netzwerkintegration  mit der AV Controller App bedient werden, als DLNA-Client fungieren und das Internetradioportal vTuner ist integriert. Am frontalen USB-Anschluss können iPod/iPhone und das iPad angeschlossen und geladen werden. Der RX-V473 verfügt bereits über eine grafische Benutzeroberfläche in mehrsprachiger Ausführung. Dank des integrierten ECO-Modus kann der Stromverbrauch um bis zu 20% gesenkt werden.

Verarbeitung

Der RX-V473 in seitlicher Ansicht

Lautstärkeregler

Stationäre Bedienelemente

Tasten für Tuner

Power-Button und Anschluss für Setup-Mikrofon

Punktmatrix-Display

Rückseite

Videoplatine

Kühlkörper

Trafo

Elkos

Innenleben Gesamtansicht

Setup-Mikrofon

Fernbedienung

Der Yamaha RX-V473 überzeugt mit sauberer Verarbeitung. Exakte Passungen an Frontblende, Bedienelementen und Anschlüssen, geringe und gleichmäßige Spaltmaße rund ums Gerät. Das Display bietet Punktmatrix-Auflösung und ist problemlos ablesbar. Die stationären Bedienelemente weisen einen sehr guten Druckpunkt auf. Der Lautstärkedrehregler bietet eine solide Haptik und liegt gut in der Hand, der Lauf eiert ein wenig. Auf der Rückseite finden sich ausgezeichnet eingefasste Anschlüsse, die sich auch bei leichtem Druck nicht verschieben lassen. Bei den Lautsprecheranschlüssen handelt es sich allesamt um Schraubanschlüsse. Das Innenleben ist für den recht günstigen RX-V473 sehr aufgeräumt. Die Signalwege sind kurz gehalten und der Platinenaufbau wirkt übersichtlich. Die Fernbedienung des Yamaha Receivers bietet einen guten Druckpunkt und ist trotz der hohen Tastenzahl recht übersichtlich, beleuchtet ist sie nicht.

Anschlüsse

Rückansicht gesamt

LS-Anschlüsse

Digitale & analoge AV-Eingänge

HDMI-Anschlüsse

Audio Line In, FBAS & USB Eingang

Kopfhöreranschluss

  • HDMI 4x + 1x Out

  • Komponentenvideo In 2x + 1x Out

  • FBAS 4x In + 2x Out

  • Cinch Analog Audio 3x In + 1x Out

  • Digitaler Audio-Eingang optisch 2x koaxial 2x

  • Subwoofer Pre Out

  • Ethernet

  • FM/AM-Antenne

  • USB vorne

  • Audio Line Eingang + FBAS vorne

  • 6,25mm Kopfhöreranschluss

Das Anschlussangebot des RX-V473 entspricht in etwa dem aktuellen Preisklassen-Durchschnitt. Nur ein wenig teurere Konkurrenten bieten allerdings bereits bis zu 6 HDMI-Eingänge. Der Ethernet-Anschluss sorgt für die kabelgebundene Integration des Gerätes in das Heimnetzwerk, der USB-Eingang befindet sich vorne. Am frontalen Audio Line-In mit kleinem Klinkenanschluss kann ein Wiedergabegerät analog angeschlossen werden. Die LS-Anschlüsse sind allesamt als Schraubanschlüsse ausgeführt und gut erreichbar.

Menü

Setup

Lautsprecher-Konfiguration

Abstandseinstellung

Pegel

EQ für verschiedene Frequenzbereiche

HDMI-Setup

Verschiedene Einstellungsmöglichkeiten bei HDMI

Ton-Settings

DSP-Parameter

ECO-Modus

Weitere Funktionen

Netzwerk-Einstellungen

Firmware-Update via Internet

Sprache

Der RX-V473 verfügt über ein mehrsprachiges GUI, nicht unbedingt Standard in dieser Preisklasse. Auch die Lautsprecherkonfiguration ist recht umfangreich und bietet sogar EQ-Einstellungen für verschiedene Frequenzbänder. Außerdem Abstandseinstellung in 0,05m, Pegel in 0,5 dB Schritten.

Im Standby-Betrieb schleift der AVR HDMI-Signale anstandslos durch. Selbstverständlich unterstützt der RX-V473 auch den Audio-Rückkanal und gibt von einem TV über das HDMI-Kabel zugespielte Signale wieder. Yamaha-typisch sind eine ganze Reihe an DSP-Programmen integriert. Mit der Movie- und Music Taste auf der Fernbedienung kann man darauf zugreifen:

  • Taste Movie auf der FB: Standard, Spectacle, Sci Fi, Adventure, Drama, Mono Movie, Sports, Action Game, Roleplaying Game

  • Taste Music auf der FB: Hall in Munich, Hall in Vienna, Chamber, Cellar Club, The Roxy Theatre, The Bottom Line, Music Video, 2-Kanal Stereo, 7-Kanal Stereo

Weitere Einstellungen zu ausgewählten DSP-Programmen lassen sich unter DSP-Parameter vornehmen:

  • Cinema DSP 3D an/aus

  • Panorama an/aus (Dolby PLII)

  • Centerweite (Dolby PLII)

  • Ausdehnung (Dolby PLII)

  • Center Abbildung (DTS Neo:6)

Komprimierte Musikdateien lassen sich mit dem Compressed Music Enhancer in puncto Dynamik, Nachdruck und Volumen aufwerten.

Multimedia

NET Radio

Unterscheidung in Musikrichtungen

Wiedergabe

Im RX-V473 ist die Internetradio-Plattform vTuner integriert. Um das Internetradio verwenden zu können, wechseln wir den Eingang auf "NET". Eine Internetverbindung ist natürlich vorausgesetzt. Da am Display des AV-Receivers alle wichtigen Informationen angezeigt werden, kann die Steuerung komplett ohne angeschlossenes Bildwiedergabegerät erfolgen.

Der Yamaha greift natürlich auch auf im Netzwerk befindliche DLNA-Server zu. Dafür wird die NET-Taste auf der Fernbedienung so oft gedrückt, bis "SERVER" im Display steht. Zunächst stehen alle vorhandenen Server in einer Übersichtliste. Wählen wir davon einen aus, fordert uns das Menü zur Unterteilung in Music/Photos und Videos auf. Der RX-V473 spielt auch über DLNA nur Musik-Dateien ab, hier aber FLAC, AAC und MP3.

Die grafische Benutzeroberfläche bietet mehr Übersichtlichkeit, wirkt aber etwas nüchtern. Die Sender können nach verschiedenen Kriterien wie Land, Musikrichtung und weitere kategorisiert werden. Die Navigation innerhalb des Internetradios erfolgt reaktionsschnell und auch die Pufferzeiten halten sich gering.

Um Dateien von einem USB-Medium wiedergeben zu können, wählt man den Eingang USB an. Es eröffnet sich die gesamte Ordner- und Dateistruktur des USB-Mediums. Es werden ausschließlich Musikdateien, darunter AAC und MP3, vom AVR abgespielt.

Der AV-Receiver lässt sich, sofern er ins Netzwerk eingebunden ist, auch problemlos mit einer App steuern. Sowohl im Google Playstore für Android als auch bei iOS Devices im Appstore findet sich der kostenlose Yamaha AV-Controller. Eingangswechsel, DSP- und Szenenauswahl sind kein Problem. Zudem kann Musik direkt vom Smartphone (via AirPlay aber auch mit dem Android-Gerät) an den AV-Receiver gestreamed werden.

Android App - Bilder:

Startbildschirm und Receiver-Auswahl

Eingangswahl

DSP-Auswahl und Optionen

Apple iOS-App und AirPlay - Screenshots

Keine Schwierigkeiten - schnell wird das iPhone mit dem Yamaha verbunden

Übersichtlich und grafisch schön gemacht

Zugriff auf praktisch alle wichtigen Funktionen

AirPlay - Störungsfrei und in sehr guter Klangqualität

Klang

Yamaha-Receiver galten immer als die Analytiker unter den AV-Receivern. Direkt, streng und sogar ein wenig Härte sprachen wir den Yamahas zu. Bei der neuen Generation ist diese Tatsache nicht mehr so ausgeprägt. Unsere Eindrücke aus dem Preview können wir im Test bestätigen, der RX-V473 klingt weitaus musikalischer und runder als gewohnt. Bei Celine Dion überzeugt der kleine Japaner mit einem sauberen Bühnenaufbau und homogener Kulisse. Die zerberstenden Glassplitter verteilen sich im Raum und wirken selbst auf unseren eher neutralen nubert nuVero-Lautsprechern nicht aggressiv. Die Streicher wirken harmonisch und umspielen die Ohren des Zuschauers mit sanften Tönen, ausgedehnte Hör-Sessions sind kein Problem. Der weite Raum wirkt authentisch und wird homogen ausgeleuchtet, natürlich ist die Strukturierung in den einzelnen musikalischen Ebenen noch feiner und differenzierter möglich, für die Preisklasse aber bereits auf beachtlichem Niveau. Die Einbindung des Subwoofers begeistert, er bringt sich dezent ins Geschehen ein und unterstützt das Fundament nachdrücklich. Die Vokalstimme von Celine ist charakteristisch und klar präsent, klar fehlen hier zur endgültigen Authentizität Details und eine ausgeprägtere Feindynamik, dennoch bietet der RX-V473 hohe Natürlichkeit und lässt die im Fokus stehende Stimme nicht überspielen oder in den Hintergrund geraten.

Selbst die Klavieranschläge im Track 3 werden vom RX-V473 sauber erfasst und mit authentischem Timbre wiedergegeben. Die akustische Trennung der Instrumente fällt nicht schwer, auch wenn hier wieder noch mehr Differenzierungsvermögen möglich ist. Der Yamaha baut dennoch eine gut durchhörbare Bühne auf, die mit lebendiger Dynamik, Homogenität und Präzision überzeugt. Die Übergänge Front-Front, Front-Surround gelingen harmonisch, auch der Subwoofer bindet sich wieder exzellent ins Geschehen ein und wirkt nie übergewichtig.

Der Yamaha RX-V473 hat auch mit elektronischer Musik der schnelleren Sorte keine Probleme. Bei DJ Tiestös Elements of Life Tour in Kopenhagen gelingt dem AV-Receiver eine präzise, impulstreue Anspielung des Subwoofers. Klar geht hier noch mehr Struktur und die beiden Ebenen, besonders zu hören beim dritten Track "Back in your Head", werden nicht klar differenziert wiedergegeben, druckvoll wird ein voluminöses Fundament ausgestaltet. Die komplexe musikalische Kulisse wirkt sauber gestaffelt, einzelne Synthi-Elemente bleiben erhalten und selbst die hintergründigen Zuschauergeräusche werden nicht überspielt. Der Yamaha bietet wieder eine solide Räumlichkeit mit klarer Ausleuchtung und harmonischen Übergängen an allen Komponenten. Erstaunlich wie dynamisch der kleine AVR auch mit großen Lautsprecher-Sets zusammen spielt. Alle akustischen Elemente lösen sich ausgezeichnet von den Schallwandlern und formen ein dichtes und lebendiges Klangbild sowie eine glaubwürdige Räumlichkeit.

Im Stereobetrieb muten wir dem Yamaha RX-V473 ein Violinkonzert von Vivaldi zu. Die Leistungen und Eigenschaften des Yamahas schließen sich in Stereo nahtlos an. Warm und rund klingen die Violinen, die analytische Direktheit ist kaum mehr zu spüren. Richtig musikalisch wirkt der RX-V473, bietet eine homogene, geschlossene Kulisse und einen sehr guten Bühnenaufbau. Auch die Staffelung des Orchesters gelingt gut, die örtliche Platzierung kann aber nicht so einfach ausgemacht werden wie bei teureren Konkurrenten, da die Differenzierung einzelner Ebenen noch Potential bietet. Feindynamisch kann der AVR erwartungsgemäß mit Oberklasse-Receivern oder gar Boliden nicht mithalten, mehr Struktur in den einzelnen Frequenzbereichen und bessere Detaillierung kann hier geboten werden. Eine für den geforderten Preis überdurchschnittliche Performance kann man dem RX-V473 aber problemlos zusprechen, gerade wenn man das anspruchsvolle Test-Equipment bedenkt. Da wir große Standlautsprecher für den Stereo-Test verwenden, muss der Yamaha auch das gesamte Bass-Management übernehmen und auch in den untersten Regionen für Kraft und Nachdruck sorgen. Dies gelingt ihm auch sehr gut, solange es sich um eher klassische Inhalte handelt. Hier werden die Schallwandler ausgezeichnet angesteuert, dezent und präzise gliedert sich der Tieftonbereich an. Auch härtere Musik gelingt, allerdings fehlt es stellenweise etwas an Kraft und Nachdruck. Dies können wir dem kleinen Japaner aber verzeihen, schließlich sind die nubert nuVero 14 extrem anspruchsvoll und sollten auch eher mit größeren AVRs betrieben werden.

Bei Filmton kommt die neue Auslegung des Yamaha-Receivers besonders zum Tragen. Während im Musikbetrieb die neutrale, analytische Präsentation häufig Gefallen fand, führte dies im Filmbetrieb doch häufiger zu aggressiven Spitzen und einem nicht allzu lebendigen Klangbild. Gerade die Spitzen führten dazu, dass film-bedingte längere Hör-Sessions anstrengend schienen und regelrecht "auf die Ohren" gingen. Nicht so mit dem RX-V473. Bei der Dolby TrueHD-Tonspur von "The Dark Knight" wirken selbst die Uzi-Schüsse beim Banküberfall nicht zu scharf, ein angenehmes Film-Erlebnis ist garantiert. Besonders gut macht sich auch die ausgezeichnete Räumlichkeit bemerkbar, der günstige RX-V473 schafft eine authentische, dichte und mitreißende Kulisse. Die Stimmen der maskierten Clowns werden sehr gut ins Gesamtgeschehen eingebunden und treten nie zu stark in den Hintegrund sondern bleiben stets klar verständlich. Genausowenig wirken sie überrepräsentiert, das gesamte Geschehen spielt harmonisch miteinander zusammen und bildet eine gelungene Gesamtkulisse. Das akustische Geschehen wirkt dank sehr guter Grobdynamik auch lebendig und vital. In Einzelfällen fehlt es ein wenig an Details und Feindynamik, der Yamaha kann nicht alles aus der verlustfrei komprimierten Tonspur herausholen. Im Tieftonbereich agiert er präzise und schnell, das pulsierende Bass-Fundament legt sich sauber unter das unbeeinflußte Klanggeschehen und unterstützt so die angespannte Atmosphäre. Der Gesamteindruck stimmt einfach beim RX-V473. Manch einer mag die analytische Auslegung vermissen, insgesamt aber sind wir begeistert. Emotional, lebendig und dennoch mit hoher Authentizität spielt der RX-V473 auf und begeistert so Musik- sowie Filmfans gleichermaßen.

Konkurrenzvergleich
  • Onkyo TX-NR414: Wie der Yamaha bietet auch der TX-NR414 lediglich fünf Endstufen und ist mittlerweile sogar zu günstigeren Marktpreisen als der RX-V473 erhältlich. Akustisch bieten beide Geräte eine in der Preisklasse überdurchschnittliche Performance und überzeugen sowohl im Musik- als auch Filmbetrieb. Bezüglich der Auslegung zeigt sich bei der diesjährigen Generation der Yamaha musikalischer, der Onkyo ebenfalls eher harmonisch aber tatsächlich direkter und analytischer. Die Installation fällt beim Yamaha etwas einfacher aus, da die grafische Benutzeroberfläche auch auf Deutsch verfügbar ist und außerdem etwas ansprechender wirkt. Auch das Einmess-System YPAO ist integriert, während der Onkyo über kein Einmess-System verfügt. Multimedial bieten beide AVRs Zugriff auf DLNA-Server im Netzwerk und Internetradio, der Onkyo zudem über Spotify-Support, AUPEO! und last.fm. Der Yamaha bietet allerdings AirPlay. Das Anschlussangebot ist wiederum beim Onkyo mit 6 HDMI-Eingängen etwas umfangreicher. Optisch wirken beide gefällig, der Onkyo durch den geschliffenen Alu-Look etwas hochwertiger. Bezüglich des Stromverbrauchs hat der Yamaha die Nase vorne, der Standby-Verbrauch (ob Normal oder Netzwerk-Standby) ist sehr gering und der ECO-Modus reduziert im Betrieb den Verbrauch um bis zu 20 Prozent, allerdings verringert sich dann die Leistungsfähigkeit des AV-Receivers. Der neue Yamaha bringt zwar eine atypische tonale Auslegung mit, dafür aber die bewährten DSP-Programme.

  • Denon AVR-1713: Der Denon ist mit 499 EUR UVP glatte 100 EUR teurer als der Yamaha. Beim Denon handelt es sich ebenfalls um ein Gerät mit 5 Endstufen. Das Anschlussangebot ist beim AVR-1713 noch etwas eingeschränkter, beide bieten 4 HDMI-Eingänge, der Denon aber keine Komponentenvideo-Eingänge und weniger digitale und analoge Audio-Eingänge. Akustisch bieten beide Geräte eine ausgezeichnete Leistung, der Denon wirkt noch etwas feindynamischer und detailliert klarer aus. Beide Geräte verfügen über eine eher musikalische, emotionale Tonalität. Multimedial bieten beide Internetradio-Zugriff, DLNA und AirPlay. Der Denon ist allerdings nach einem Firmware-Update in der Lage ALAC-Dateien sowie 24 bit / 192 kHz FLAC und WAV-Audiodateien wiederzugeben, eine Android App gibt es beim Denon leider noch nicht. Mit Aufbau und Verarbeitung begeistern beide AV-Receiver.

Fazit

Mit dem RX-V473 erweitert Yamaha seine Produktpalette um ein leistungsfähiges Gerät in der unteren Mittelklasse und setzt mit der neuen tonalen Auslegung Akzente. Unsere Eindrücke aus dem Preview täuschten nicht. Der RX-V473 ist bei weitem nicht mehr so analytisch neutral ausgelegt wie viele seiner Vorgänger. Im Gegenteil: emotional, lebendig und musikalisch spielt der Yamaha auf und überzeugt mit einer überdurchschnittlich guten Performance bei Musik und Film. Auch die Netzwerkfunktionen kommen nicht zu knapp. Internetradio-Zugriff, DLNA-Streaming und App-Steuerung sind an Bord. Zudem wird ganz komfortabel über AirPlay vom iPhone Musik an den Receiver gestreamed. Aber auch Android-Nutzer kommen auf ihre Kosten: Mit dem kostenlosen Yamaha AV Controller aus dem Google Play Store bringt man ebenfalls einfach und betriebssicher die auf dem Android Smartphone befindlichen Titel an den Receiver. Die Verarbeitung überzeugt, Anschlüsse sitzen fest und bei den LS-Anschlüssen handelt es sich um Schraubanschlüsse. Die Einrichtung gelingt dank integriertem Einmess-System und grafischer Benutzeroberfläche in Deutsch problemlos. Wer über eine 5.1 Konfiguration verfügt und auch auf Bi-Amping keinen Wert legt, ist mit den 5 Endstufen des RX-V473 in dieser Preisklasse exzellent bedient.

Lebendig, dynamisch, mitreißend - Ein emotionaler Yamaha mit hoher Leistungsfähigkeit und reichhaltiger Ausstatung zum günstigen Kaufpreis

AV-Receiver Untere Mittelklasse
Test 03.08.2012

+ Emotionale, lebendige Akustik
+ Ausgezeichnete Räumlichkeit
+ Dichte Atmosphäre
+ Grobdynamisch sehr gut
+ AirPlay und Yamaha MusicPlay Musik-Streaming
+ Wechsel des HDMI-Eingangs bei Standby-Passthrough

- Lediglich vTuner integriert

Test: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 03.08.2012

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