TEST: Sony AV-Receiver STR-DN1030 - Ausgezeichnete akustische Eigenschaften und kabellose Integration

29.08.2012 (phk)

Einführung

Der Sony STR-DN1030 kombiniert zum fair kalkulierten Preis gelungenen Heimkino-Sound mit multimedialer Flexibilität. Der 7.2 Kanal Home Entertainment Receiver bietet integriertes WiFi und AirPlay-Support sowie DLNA-Streaming. Fünf HDMI-Eingänge sorgen für ein solides Anschlussangebot der vorhandenen Quellgeräte. Der Sony schafft 7 x 120 Watt und bietet neben den obligatorischen Dekodierfunktionen für die aktuellen Tonformate auch einen Audio-Optimierer für komprimierte Musikdateien. Mit HD Digital Cinema Sound soll eine authentische, kinogerechte Klangwiedergabe ermöglicht werden. Digital Cinema Auto Calibration DCAC misst angeschlossene Lautsprecher automatisch ein und wirkt dank einem integrierten EQ Raummoden effektiv entgegen. Mit der Media Remote App von Sony kann der AV-Receiver sowohl mit einem iPhone als auch einem Android-Smartphone gesteuert werden. Der Sony misst 430 x 158 x 322,6 mm (BxHxT) und kostet 599 EUR UVP.

Verarbeitung

Front-Ansicht

Stationäre Bedienelemente links

Seitliche Ansicht

Gehäuse seitlich

Materialübergang Kunststoffblende zu Alumantel

Unterseite mit Lüftungsschlitzen

Innenleben

Videoboard

Passiver Kühlkörper

Trafo

Elkos

Rückseite

Fernbedienung

Quellenwahl-Tasten

Messmikrofon

Video

 

Music powered by Soundtaxi
Video gedreht mit Panasonic HDC-Z10000
Videobearbeitung powered by MEDION

Der neue STR-DN1030 hat bezüglich der optischen Aufmachung einen klaren Schritt nach vorne gemacht. Der Großteil der Frontseite im geschliffenen Alu-Look macht einen sehr hochwertigen Eindruck, das obere Drittel in Hochglanzschwarz setzt einen hübschen Akzent und dient gleichzeitig als Geräte-Display. Man könnte den Sony AVR durchaus in höhere Preis-Regionen einordnen, auch das hohe Gewicht des verbauten Trafos lässt diesen Schluss zu. Wieder auf den Boden der Tatsachen holt uns die Frontblende sowie die Bedienelemente aus Kunststoff zurück, die seitlich ganz leicht über den Alu-Gehäusemantel hinausgeht. Sowohl der Eingangswahlregler als auch der linke Drehregler für Tone/Tuning ist gerastert, der Lautstärkeregler stufenlos. Im Gegensatz zu den beiden kleineren Reglern ist der Lautstärkeregler recht schwergängig, alle drei eiern minimal. Die Knöpfe an der Vorderseite bieten allesamt einen ausgezeichneten Druckpunkt und reagieren problemlos. Beim Geräte-Display handelt es sich um ein Punktmatrix-Display mit recht feiner Auflösung, das auch aus einiger Entfernung noch sehr gut ablesbar ist. Rechts unter dem Lautstärkeregler befinden sich Front AV-Anschlüsse sowie USB, eine Blende zum Verstecken der Slots gibt es nicht. Die vorderen Anschlüsse, der Kopfhörerausgang sowie das hintere Anschlussfeld ist ausgezeichnet eingepasst und wirkt sehr solide, die Anschlüsse lassen sich nicht verschieben oder sitzen zu tief. Die mitgelieferte Fernbedienung hat eine stattliche Größe, ist aber dank mittig platziertem Navigationskreuz und recht großen Tasten noch problemlos mit einer Hand bedienbar. Das Layout ist gut, lediglich die Lautstärketasten könnten näher am Navi-Kreuz liegen. Beleuchtet ist die Fernbedienung nicht.

Anschlüsse

HDMI-Anschlüsse

Komponentenvideo-, Composite- und digitale Audio-Anschlüsse sowie FM/AM-Antenne und IR Remote

Lautsprecher-Anschlüsse

WLAN-Antenne und Ethernet-Slot

  • HDMI Eingänge 5x / 1x Ausgang
  • Komponenten-Video Eingänge 2x / 1x Ausgang
  • Digitaler Audio Eingang optisch 2x / koaxial 1x
  • FBAS Composite Video Eingänge 2x + 1x Front / 1x Ausgang
  • Analoge Audio-Eingänge Stereo Cinch  4x + 1x Front / 1x Line Out Zone2
  • Subwoofer Pre-Out 2x
  • Ethernet-Slot
  • AM/FM Antenne
  • IR Remote
  • USB Slot Front
  • Kopfhöreranschluss Front
  • Anschluss f. Setup-Mikrofon

Der Sony bietet ein solides Anschlussangebot. Mancher Konkurrent bietet zum günstigeren Kaufpreis schon mal einen HDMI-Eingang mehr, dafür punktet der Sony mit einem zweiten Subwoofer Pre-Out. Auch der Line Out für Zone 2 ist positiv zu werten. Der STR-DN1030 ist natürlich mit HDMI 1.4-Anschlüssen ausgestattet und bietet sowohl Durchschleifen von 3D-Signalen als auch den Audio Return Channel. Der Anschluss für das Setup-Mikrofon zum Einmessen mit DCAC ist vorne untergebracht. Für die Netzwerk-Integration ist ein Ethernet-Anschluss auf der Rückseite vorhanden, allerdings kann der STR-DN1030 auch drahtlos ins Netzwerk eingebunden werden und bietet für besseren WLAN-Empfang sogar eine externe Antenne. Ein USB-Slot für iDevices und USB-Sticks findet sich an der Frontseite.

OSD

Home-Menü

Musik-Wiedergabe, hier aus dem Home-Menü

FM-Radio

Einstellungen

Lautsprecher-Einstellungen

LS-Konfiguration

Einstellungen

Weitere Einstellungen

Sound-Einstellungen

EQ

HDMI-Einstellungen

Netzwerk-Einstellungen

Drahtlose oder kabelgebundene Einbindung

Automatischer Standby

Automatisches Einmess-System

DCAC

DCAC EQ-Einstellungen

Die grafische Benutzeroberfläche des Sony AV-Receivers ist sehr schlicht gehalten. In niedriger Auflösung steht es lediglich in englischer Sprache zur Verfügung. Unter dem Punkt Input wird der gewünschte Eingang gewählt, Music und Video stehen für Multimedia-Features zur Verfügung. Bei Musik kann noch die gewünschte Quelle "USB", "Airplay", "Home Network" oder "SEN" (Sony Entertainment Network) gewählt werden. Bei Video steht ausschließlich USB zur Verfügung, was auch darauf hindeutet dass der AVR zwar Videos wiedergeben kann, dies aber nur von einem USB-Massenspeicher. FM und AM ist für das jeweilige Radio-Signal reserviert, System-Einstellungen finden sich unter "Settings".

In den Settings lässt sich das Automatische Einmess- und Kalibrierungssystem DCAC starten, aber auch ein manuelles Lautsprecher-Setup durchführen. Stellt man die Lautsprecher-Konfiguration manuell ein, fällt auf dass nur eine Konfiguration mit einem Subwoofer möglich ist. Dies deutet darauf hin, dass der Sony zwar 2 Pre-Outs bietet, aber keine separate Konfiguration der Subwoofer zulässt. Beim manuellen Lautsprecher-Setup kann die Größe der Schallwandler, der Abstand in 10cm-Schritten und der Pegel in 0,5 dB-Schritten justiert werden. Ist ein Sub-Satsystem im Einsatz, kann die Übergangsfrequenz unter "Crossover Freq" für jeden Lautsprecher einzeln eingestellt werden. Im Punkt "Surround" kann ein gewünschter Sound-Modus gewählt werden, neben A.F.D Auto-Erkennung über HD Digital Cinema Sound stehen hier auch Dolby Pro Logic, DTS Neo: 6 und Sony-eigene Modi wie die Halle der Berliner Philharmoniker, Jazz Club, Live Concert, etc. zur Verfügung. Unter EQ findet sich ein einfach gehaltener Equalizer, bei dem lediglich Bass und Treble um 10 dB abgesenkt oder erhöht werden kann. AV Sync und HDMI Control kann eingestellt werden, ist HDMI Control aktiviert kann auch der Standby-Passthrough erfolgen. Die Netzwerk-Einstellungen erfolgen im Punkt "Network". Hier wird entschieden ob der AVR drahtlos oder mit einem Ethernet-Kabel ins vorhandene Netzwerk integriert werden soll, sogar eine WPS-Einbindung ist möglich. Im letzten Punkt "System" wird lediglich die Auto Standby Funktion ein- bzw. ausgeschalten.

Zuletzt ist zu sagen, dass das Menü des Sony-Receivers entweder am angeschlossenen Bildwiedergabegerät oder am Geräte-Display angezeigt werden kann, eine gleichzeitige Darstellung ist nicht vorgesehen. Der Wechsel zwischen OSD und Anzeige am Gerät erfolgt mit der "GUI Mode" Taste der Fernbedienung.

Multimedia und Netzwerk

Sony Entertainment Network

Auswahl DLNA-Server

Kategorien-Auswahl

Musikwiedergabe via DLNA

Der Sony STR-DN1030 kann mit einem Ethernet-Kabel oder drahtlos mit dem vorhandenen Heim-Netzwerk verbunden werden. Ist DHCP aktiviert und es wird ein Kabel verwendet, steht die Verbindung automatisch nach wenigen Sekunden des Kabelanschlusses. Bei einer Drahtlos-Verbindung muss das Home-Menü öffnen und unter Settings den Punkt Network anwählen. Unter den Wireless Settings kann dann eine manuelle Verbindung mit Kennworteingabe oder die WPS-Methode erfolgen.

Ist der AV-Receiver im Netzwerk integriert, können die verschiedenen Eingänge zur Nutzung der Multimedia-Features genutzt werden. Auch hier zeigt sich die grafische Benutzeroberfläche eher einfach, leistet aber ihren Dienst.

Mit dem Eingang "Home Network" greift man auf die vorhandenen DLNA-Server zu und wählt den gewünschten aus einer Liste aus. Nun erfolgt die obligatorische Unterteilung in Music, Fotos und Videos. Der Sony gibt unter Musik sowohl MP3 als auch AAC- und Flac-Dateien wieder. Videos oder Fotos werden nicht wiedergegeben. Die Navigation innerhalb des DLNA-Servers erfolgt recht zügig und weitgehend verzögerungsfrei. Lediglich beim Abspielen einer Datei ist mit einer sehr kurzen Pufferzeit zu rechnen.

Startet man mit einem iPad/iPhone oder mit iTunes am PC die AirPlay-Wiedergabe, schaltet der Receiver automatisch auf den "AirPlay"-Eingang und gibt die Musik nach einer kurzen Verbindungsdauer von etwa 3-5 Sekunden die Inhalte wieder. In der Redaktion konnten wir nach Einbindung des Sonys ins Netzwerk sofort den STR-DN1030 als Wiedergabegerät auswählen und Musik wiedergeben. Titel, Interpret, Album und die Dauer des Liedes werden am angeschlossenen Bildwiedergabegerät auf Wunsch angezeigt.

Hinter der Taste SEN verbirgt sich das Sony Entertainment Network mit dem Service Music Unlimited. Allerdings ist hier auch die Internetradio-Plattform vTuner zu finden. Wer die grafische Benutzeroberfläche des Sony Entertainment Networks bspw. an den TV-Geräten von Sony kennt, wird ein wenig enttäuscht sein. Dennoch kann man dank des logischen Aufbaus relativ gut durch das Menü navigieren. Wer jegliche Vorteil des cloud-basierten Streaming-Services nutzen möchte, muss sich registrieren. Bei vTuner handelt es sich um eine konventionelle Internetradio-Plattform mit reichhaltigem Angebot, die kostenlos genutzt werden kann.

Klang

Der Sony STR-DN1030 überzeugt in den ersten Sekunden des Violinkonzertes no. 4 in D-Dur der 2L - The Nordic Sound Blu-ray mit einer räumlichen Wiedergabe und sehr solidem Bühnenaufbau. Die Staffelung der Instrumente gelingt ausgezeichnet, Breite und Tiefe der Bühne überzeugen. Der Sony klingt recht harmonisch und angenehm und treibt den Hochtonbereich nicht auf die "Spitze". Gleichzeitig versucht er nicht durch übertriebene Klarheit und Strahlkraft tadellose Feinzeichnung und Differenzierung der hohen Töne zu suggerieren. Dennoch gelingen die Höhen transparent und lassen Ansätze von Feincharakteristik erkennen. Die Mitten wirken minimal zurückgenommen, sind aber präsent genug, die Frequenzbereiche nicht inhomogen erscheinen zu lassen. Wird der Subwoofer einmal beansprucht, greift er packend und präzise zu. Auch hier wird die Harmonie nicht gestört, der LFE greift nie zu hoch und überlagert die höheren Frequenzbereiche. Ausgezeichnet gefällt die Instrumentaltrennung, auch bei komplexerem Bühnengeschehen können die verschiedenen Instrumente sauber differenziert und lokalisiert werden. Dem Piano in der Sonate für 2 Pianos in D-Dur von Mozart und Grieg fehlt es ein wenig an Wärme und dadurch an Authentizität. Seinen Möglichkeiten entsprechend bietet der Sony aber eine tolle Präsentation und wieder einen ausgezeichneten Bühnenaufbau. Räumlich und auch plastisch werden die Klänge in den Raum getragen und der Zuhörer umspielt. Die Instrumentaltrennung fällt dem Sony beim zweiten Track nicht ganz so leicht, sehr gut aber wieder die Harmonie der verschiedenen Frequenzbereiche und der lediglich subtile Eingriff des Subwoofers in das Gesamtgeschehen. Auch bei höherem Pegel bleibt der STR-DN1030 souverän, die Grobdynamik erhalten und es stellen sich keine Verzerrungen oder ein spitzer Hochtonbereich ein.

Musik der etwas härteren Gangart darf sich der Sony mit DJ Tiestös Elements of World Tour in Kopenhagen in DTS-HD MA 5.1 annehmen. Zunächst fällt die sehr gute Räumlichkeit und eine recht dichte Atmosphäre auf, die der Sony aufbaut. Wenn auch einzelne Synthesizer-Elemente nur bedingt plastisch in den Raum getragen werden, kommt die Konzertatmosphäre sehr gut rüber und der Raum wirkt gut ausgefüllt. Vom Kickbass haben wir uns einen Tick mehr erwartet. Er ist zwar trocken und präzise zur Stelle, es fehlt aber etwas an Nachdruck und Volumen. Auch an Struktur und Differenzierung im Tieftonbereich merkt man dem Sony dann doch seine Preisklasse an. Grobdynamisch eher weniger spektakulär setzt der Sony auf ein harmonisch, angenehmes Klangbild. Die aggressiv abgemischte Tonspur kommt beim STR-DN1030 nicht ganz so strahlend heraus, trotzdem ist der Hochtonbereich noch gut ausgeleuchtet. Die Mitten sind auch hier, wie schon im oberen Beispiel angedeutet, ein wenig zurückgenommen. Beim folgenden Remix von Sara & Teagans Back in Your Head gelingen die Vokalstimmen sehr gut. Sie werden tadellos ins Geschehen integriert und lassen trotz des komplexen Klanggeschehens noch Charakteristika durchscheinen. Pegelfest ist der Sony, das kann man ihm bedenkenlos nachsagen. Auch bei hohen Pegeln schiebt er nicht allzu anspruchslose Lautsprecher-Systeme mit voller Kraft an, der Hochtonbereich wird dann allerdings etwas spitzer. Dafür gibt es kaum Dynamik-Einbrüche oder sonstige Schnitzer. Dies können wir auch beim Einsatz von 7 Lautsprecher-Satelliten unter Zuhilfenahme von Dolby PLIIx Music bestätigen. Zwar schafft der Sony es nicht mehr ganz so gut, einzelne Elemente differenziert auszugestalten, dafür präsentiert er ein sehr räumliches und lebhaftes Klangerlebnis.

Filmton in Dolby TrueHD spielen wir dem Sony STR-DN1030 mit The Dark Knight zu. Der Sony beginnt mit sehr räumlichem Sound und einem kraftvollen Paukenschlag der ersten Szene des Banküberfalls. Das Aufschießen des Fensters erledigt er mit solidem Kraftaufwand, vernachlässigt aber ein wenig die Struktur. Im Filmbetrieb und bei angemessenem Kino-Pegel wirkt der Sony nicht mehr ganz so weich und angenehm im Hochtonbereich, sondern bietet klare, leicht spitze Höhen. Die Stimmwiedergabe der Clowns gelingt leicht gedämpft durch die Clownsmasken sehr natürlich. Kraftvoll und mit der richtigen Aggressivität erfolgen die Uzi-Schüsse, als die Schergen die Mafia-Bank stürmen. Das unterschwellige Grummeln und Pulsieren, dass während des gesamten Überfalls zu hören ist schafft der Sony zumeist mit ordentlichem Tiefgang und Nachdruck. Wird das Klanggeschehen allerdings komplexer, geht dies etwas unter. Kraftvoll zeigt er sich bei den Pumpgun-Schüssen aus William Fichtners Schrotflinte. Die Räumlichkeit ist kontinuierlich gefällig, allerdings fehlt etwas die dichte Atmosphäre, so dass sich der Zuschauer nicht ganz so intensiv in den Film hineinfühlt sondern eben Zuschauer bleibt. Dies scheint bei Aktivierung des HD Digital Cinema Sounds, dass eine authentische Wiedergabe wie im Kino garantieren soll, etwas besser zu sein. Alles wirkt etwas lebendiger und man fühlt sich als Zuschauer mehr ins Geschehen integriert. Etwas schwächer wirkt die Stimmwiedergabe, leicht bedeckt scheinen die Stimmen nach der Zuschaltung. Davon abgesehen entsteht eine räumlich geschlossene Atmosphäre, die dem Filmerlebnis durchaus zuträglich sein kann.

Der Sony darf sich auch im Stereo-Betrieb beweisen. Die Violinen aus Vivaldis Vier Jahreszeiten erklingen klar und solide gestaffelt. An Finesse und Feinzeichnung fehlt es dem STR-DN1030 natürlich etwas, immer wieder möchten wir aber auf den authentischen und räumlich sehr gut gestaffelten Bühnenaufbau verweisen. Grobdynamisch präsentiert sich der Sony hier ebenfalls ausgezeichnet und bietet eine lebendige Präsentation des Violinkonzertes. Ist die Komplexität der Klangkulisse nicht überdurchschnittlich, attestiert er sogar feindynamisches Können und erstaunt selbst etwas anspruchsvollere Stereo-Hörer. Der Sony lässt auch keine Lücken im Frequenzbereich, nahtlos schließen sich die Tiefen an Mitten- und Hochtonbereich an, so entsteht ein sehr homogenes und harmonisches Klangempfinden. Die Differenzierung und Trennung einzelner Instrumente gefällt. Für einen AV-Receiver in dieser Preisklasse bietet der STR-DN1030 eine überdurchschnittlich gute Präsentation mit kleinen Schwächen.

Konkurrenzvergleich
  • Onkyo TX-NR414: Der Onkyo bietet wie der Sony einen sehr hochwertigen optischen Eindruck sowie solide Verarbeitungsqualität. Er kostet lediglich 449 EUR UVP, wartet dafür aber auch nur mit fünf Endstufen auf. Wem die 5.1 Konfiguration ausreicht, wird mit den Kraftreserven und dem ausgewogenen, angenehmen Klang des TX-NR414 sehr zufrieden sein. Das Menü liegt auch hier ausschließlich in englischer Sprache vor und bietet einen ähnlich schlichten optischen Auftritt, legt sich allerdings über das vorhandene Videosignal. Im Onkyo stecken etwas mehr Internetradio-Plattformen sowie Cloud-basierte Streaming-Anbieter, der Onkyo bietet sogar zum günstigen Preis bereits Spotify-Support. Der Sony allerdings trumpft mit dem integriertem WLAN auf während man beim 414 ein optionales WLAN-Modul erst zukaufen muss. Ein Einmess-System bringt der Onkyo nicht mit.

  • Yamaha RX-V673: Der Yamaha ist ebenfalls ein 7.2 Kanal AV-Receiver und kostet wie der Sony 599 EUR UVP. Auch bei der Anschluss-Sektion sind sich die beiden Konkurrenten zumindest auf der Rückseite mit 5 HDMI-Eingängen einig, der Yamaha bietet aber noch einen weiteren Front-HMDI-Eingang. Das On-Screen-Menü ist deutlich schöner als beim Sony, dies kommt dem AVR auch bei den Multimedia-Features zugute. Der Yamaha wie der Sony bieten AirPlay und vTuner. Der Sony zudem noch Zugriff auf Music Unlimited, während man den Yamaha mit einer hübsch designten iOS & Android-App steuern kann. Davon abgesehen ist das Angebot im Multimedia-Bereich noch recht dürftig. Akustisch können beide mit Pegelfestigkeit und homogener Wiedergabe punkten sowie auch im Stereo-Betrieb überzeugen. Der Yamaha bietet zusätzlich noch eine sehr umfangreiche Video-Sektion mit digitaler Upconversion und sogar 4K-Scaling von 1080p-Quellen.

Fazit

Der Sony STR-DN1030 begeistert mit hochwertigem optischen Auftritt und sehr guten Verarbeitungsqualität. Akustisch präsentiert er sich mit klarem, räumlichen und gefälligem Klang und harmonischer Gesamtwiedergabe. Kontrolliert und präzise erweist er sich sowohl bei Musik als auch Filmtonwiedergabe und kann sogar im Stereo-Betrieb mit einer soliden Präsentation aufwarten. Multimedial offeriert er durch das integrierte WLAN-Modul Flexibilität und bietet Zugriff auf Music Unlimited als Teil des Sony Entertainment Networks sowie Airplay-Support. Abgesehen von vTuner gibt es aber keine Angebote an kostenlosen Internetradio-Plattformen. Kritik müssen wir an der sehr schlichten grafischen Benutzeroberfläche anbringen, hier gibt es in derselben Preisklasse optisch deutlich ansprechendere Menüs. Ebenso verhält es sich bei der Video-Upconversion, der Sony konvertiert lediglich analog eingehende Signale auf 1080i. Fazit: Solide Verarbeitung, ausgezeichnete akustische Eigenschaften, Nachholbedarf bei Bedienung und der Video-Sektion.

Eleganter, massiv auftretender 7.2 Kanal AV-Receiver mit ausgezeichneten akustischen Eigenschaften

AV-Receiver Mittelklasse
Test 29. August 2012

+ Ausgezeichnete akustische Eigenschaften
+ Toller Bühnenaufbau
+ Sehr gute Dynamik-Eigenschaften
+ Ausgezeichnete Räumlichkeit
+ Solide Verarbeitungsqualität
+ Schicke Optik

- Schlichtes Menü
- Upconversion nur bei analogen Eingangssignalen
- lediglich vTuner als kostenlose Internetradio-Plattform

Test: Philipp Kind
Datum: 29.08.2012

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