XXL-TEST mit Display Basic Check: Sony Edge-LED-LCD KDL-32EX655

19.10.2012 (cr/sw)

Einführung

Obwohl große Bildschirmdiagonalen immer beliebter werden, gibt es auch immer noch eine Vielzahl von Anwendern, die für die Integration des neuen Fernsehers eine kleinere Diagonale benötigen. Genaue diesen potentiellen Kundenkreis möchte Sony mit dem KDL-32EX655 bedienen. Mit 80 cm Bilddiagonale, Edge-LED-Hintergrundbeleuchtung, eingebautem WIFI sowie Sony Internet-TV wird das Gerät für EUR 649,- angeboten. Der kleine Sony-TV wendet sich an Kunden, die auf eine 3D-Wiedergabe keinen Wert legen, denn diese beherrscht der EX655 nicht. Mit Abmessungen (Fernseher ohne Tischstandfuß) von 753 mm Breite x 472 mm Höhe x 60 mm Tiefe ist er sehr kompakt gehalten. Dem Betrachtungswinkel (horizontal/vertikal) gibt Sony mit jeweils 178 Grad an. Als Bildprozessor fungiert Sony’s X-Reality-CPU, allerdings nicht in höchster Ausbaustufe. Da der EX655 eher ein Gerät der gehobenen Einstiegsklasse ist, gibt es als Bewegungsoptimierung nur Motion Flow XR 100 Hz für eine flüssige Bildwiedergabe. Hier sind in den teureren Modellen aufwändigere Technologien eingebaut. Der Sony verfügt über 20 Watt Audio-Ausgangsleistung und eine recht umfangreiche Anschlussbestückung, die u.a. 4 HDMI und 2 USB-Eingänge umfasst. 

Verarbeitung 

Seitliche Bedienelemente

Rahmen-Material mit leicht geriffelter Oberflächenstruktur

Standfuß von hinten aus gesehen

Rückseite aus Kunstststoff

Tadellose Detailverarbeitung

Fernbedienung

Der Sony TV kommt elegant daher, besonders der Standfuß in Form von zwei Chromstreben wirkt hochwertig. Der Rahmen um den Bildschirm präsentiert sich in leichter Riffelstruktur, die Materialanmutung erscheint für die Preisklasse recht gediegen. Der Rahmen ist gegenüber dem eigentlichen Panel leicht erhaben, somit gehen Rahmen und Display nicht bündig ineinander über. Das Display übrigens ist matt, daher kommt es nicht zu Reflektionen, die viele Anwender im täglichen Betrieb stören. Die Rückseite des TVs besteht komplett aus Kunststoff, der Materialeindruck ist hier durchschnittlich. Die Anschlussterminals sind fest und präzise eingepasst. Die mitgelieferte Fernbedienung ist relativ leicht und strahlt aus haptischer Sicht nicht allzu viel Hochwertigkeit aus. Wenigstens liegt sie durch die geriffelte Rückseite und die stimmigen Abmessungen relativ gut in der Hand. 

Anschlüsse

Anschlüsse: Übersicht

Sogar eine Scartbuchse ist noch an Bord

Anschlüsse für Tuner, LAN, optischer Digitalausgang, 2 x HDMI

Seitlich finden sich zwei USB-Anschlüsse, ein CI+-Karteneinschub, eine VGA-PC-Schnittstelle, ein 3,5 mm Audio-Eingang, ein 3,5 mm Audio-Ausgang sowie zwei HDMI-Eingänge. Hinten finden sich zwei weitere HDMI-Eingänge, die Buchsen für Satelliten, Kabel und Antennentuner, ein optischer Digitalausgang sowie eine Ethernet-Buchse. Ergänzt wird das Sortiment von einer Scart-Buchse sowie einem Komponenten-Eingang plus 2-Kanal-Cinch-Audio-Eingang.

Konfiguration und Menüs

Ersteinrichtung

Beim ersten Anschalten wählt man zunächst seine entsprechende Sprache aus, anschließend das Land in dem der TV aufgestellt wird. Im dritten Schritt schlägt der Sony vor, einen PIN-Code für die Kindersicherung vorzugeben. Dieser wird über die 10-er Tastatur der Fernbedienung vorgegeben. Ist dies erledigt, kann der Anwender angeben, ob er den TV in der Wohnung oder im Geschäft nutzt. Der nun folgende Schritt kümmert sich zwecks Klangoptimierung der TV-Lautsprecher um die Position des TV-Gerätes. Entweder Tischständer oder Wandmontage/Bodenständer stehen hier zur Auswahl. Ist diese Einstellung getätigt, fragt der Sony, ob man den automatischen Suchlauf starten möchte. Dies kann man durch Drücken von „Start“ betätigen. Im nun folgenden Menü kann man die Konfiguration für die Satelliten-Antenne auswählen. Die Einstellungen umfassen die Antennen-Konfiguration, das Band und die Bandfrequenz. Nach Eingabe wird mit „Weiter“ bestätigt. Als nächste Maske auf dem Bildschirm kann sich der Anwender zwischen „bevorzugter“ und „allgemeiner“ Satellit entscheiden. Der Unterschied: „Bevorzugter“ Satellit enthält eine Programmliste des gewählten Satellitenbetreibers, „allgemeiner“ Satellit enthält die Programmliste aller Satelliten. Nachdem diese Auswahl getroffen wurde, wählt der User Suchlaufart, Kanalart und Senderdurchlauf. Nun muss man die Einstellungen nochmals bestätigen. Anschließend startet der Suchlauf. Wahlweise kann man Antennen und Kabelsenderdurchlauf ebenfalls durchführen. Nach Abschluss des Suchlaufs wird die Internetverbindung eingerichtet. Hierzu prüft der TV zunächst die Internet-Verbindung, die wahlweise kabelbasiert oder über WLAN erfolgen kann. Die Prüfung der Internetverbindung dauert mit 2 Min relativ lang (bezogen auf Kabelbasierte Einbindungen). Ist die Netzwerkeinrichtung erledigt, kann sich der Anwender entscheiden, ob er zu Qualitäts- und Verbessungszwecken eine Benutzerstatistik an den Sony-Server senden möchte oder nicht. Der kommende Schritt befasst sich mit den Abtastfunktionen. Das Gerät besitzt folgende Funktionen: Es passt Ton und Bild automatisch an die Inhalte an und schaltet, wenn nicht in Gebrauch, in den Standby-Modus um. Im Einzelnen handelt es sich um die Funktionen Szenenauswahl (Drücken der Options-Taste auf der Fernbedienung, anschließend „Szenenauswahl“. Hier finden sich die Modi Allgemein, Sport, Kino, Automatisch, Musik, Animation, Foto, Spiel und Grafik – die Szene-Modi besitzen dann wiederum unterschiedliche bzw. zu bearbeitende Bildfelder), Lichtsensor, sowie TV-Standby nach Nichtbenutzung. Durch Drücken der „iManual-Taste“ kann man diese Funktionen einstellen. Nun ist der TV betriebsfertig. 

Menü-Überblick

Wenden wir uns den Menüs zu. Die Menüs sind Sony-typisch im X-Cross-Media Bar-Design verfügbar. Sie sind unterteilt in Einstellungen, Widgets, Anwendungen, Sony Entertainment-Network, Internet-Inhalt, Empfehlungen, Aufnahmen, TV, Medien, Eingänge und Favoriten-Verlauf. In den Einstellungen finden sich Anzeige-Einstellungen, Toneinstellungen, Systemeinstellungen, die interaktive Bedienungseinleitung i-Manual, digitale und analoge Einstellungen (betrifft die digitalen/ analogen Tuner), externe Eingänge, Netzwerk, sowie Produktsupport (hier kann auch die Software aktualisiert werden). Über die "Options"-Taste der Fernbedienung können, angepasst je nach Anwendung, wichtige Basisparameter eingestellt werden. Nun stellen wir verschiedene Menüs im Detail vor.

Anzeige-Menü

Video-EQ, Teil 1

Einstellbare Farbtemperatur

3 verschiedene Rauschunterdrückungen

Weitere Einstellungen

Der Weißabgleich ist umfangreich und hält Gain- und Bias-Regler für R, G und B getrennt bereit

Ganz genau schauen wir uns nun die Anzeige-Einstellungen an. Diese sind unterteilt in Bild, Bildschirm einstellen und Video-Eingangs-Einstellungen. Im Bildmenü, das nach Auswahl einer entsprechenden Szenen-Betriebsart weitere Parameter bereit hält, kann man zunächst festlegen, auf welchen Eingang die Einstellungen wirksam werden sollen. Anschließend kann man den Bildmodus einstellen, die zur Verfügung stehenden Bildmodi variieren je nach gewähltem Szene-Modus. 
Der Überblick an verfügbaren Bildfeldern:

  • Kräftig/Spiel – Standard/Spiel – Original/Grafik/Sport/Animation/Standard//Benutzerdefiniert/Foto – Kräftig/Foto – Standard/Foto – Original/Foto – Benutzerdefiniert/Kino 1/Kino 2.

Als Parameter stehen zur Verfügung: Hintergrundlicht, Kontrast, Helligkeit, Farbe, Farbton, Farbtemperatur, Bildschärfe, dynamische Rauschunterdrückung, MPEG-Rauschunterdrückung, Pixel-Rauschunterdrückung, Filmmodus. Ganz unten befindet sich der Punkt „weitere Einstellungen“. Hier gibt es die Schwarzkorrektur, eine Kontrastanhebung, eine Gamma-Korrektur, den automatischen Lichtbegrenzer, eine schaltbare Weißbetonung, eine Schaltung für besonders brillante Farben sowie einen Weißabgleich: Hier können für rot, grün oder blau jeweils getrennt „gain“ und „bias“ eingestellt werden. Das Sortiment an Funktionen wird ergänzt durch weitere spezielle Filter: Eine Detailverbesserung, eine Randverbesserung, eine Hautnaturalisierung, sowie die Art der i/p-Konvertierung. Der LED-Bewegpunktmodus soll die Qualität bewegter Bilder verbessern. 

Kommen wir nun zum Punkt „Bildschirm einstellen“. In diesem Sub- Menü kann man Bildformat (Wide, zoom, Untertitel, Smart und Normal) sowie die Funktion „Autoformat“ einstellen. Weitere Parameter: Automatischer Anzeigebereich, Bildschirmposition. Letzter Punkt im Anzeigemenü sind die Video-Eingangs-Einstellungen. Hier können Farbmatrix, HDMI-Dynamikbereich und Farbsystem eingestellt werden. 

Tonmenü

Toneinstellungen

Hat man einen entsprechenden Szene-Modus gewählt, kann man anschließend im Tonmenü weitere Justagen vornehmen. Je nach Szenenmodus unterscheiden sich die verfügbaren Soundfelder. So kann man bei aktiviertem Szenen-Modus „Allgemein“ zwischen Standard, Menü und Stimme wählen.
Insgesamt gibt es die folgenden Einstellmöglichkeiten: Dynamisch/Standard/Clear Voice für den Sound-Modus und Kino/ Sport/ Musik/ Spiel für den Surroundeffekt.
Grundsätzlich können Höhen, Tiefen und Balance justiert werden, auf Wunsch wird das virtuelle Raumklangerzeugungssystem „S-Force-Front-Surround“ zugeschaltet. Weitere Funktionen umfassen eine schaltbare Klangverbesserung und eine automatische Lautstärkeanpassung. Des Weiteren kann man im Tonmenü Klangausgabe, Audioausgang, Tastenton, sowie das Tonformat für den digitalen Audioausgang einstellen. 

Systemeinstellungen

Energiespareinstellungen

Interessant in den Systemeinstellungen sind die Öko-Parameter: Energiesparen (Aus, Gering, Hoch, Bild, Aus) Lichtsensor (Ein, Aus), TV-Standbye nach Nichtbenutzung (Aus, 1 h, 2 h, 4 h) und die PC-Energieverwaltung (Ein, Aus). Auch bei den Systemeinstellungen findet sich unter Aufnahmeeinstellungen die Festplattenregistrierung sowie die HDD-Leistungsprüfung. Das registrieren von USB-Geräten, sowie Uhr und Timereinstellungen sind hier ebenfalls zu finden. Ergänzt werden die Funktionen von Sprach- und Kindersicherungseinstellungen.

i-Manual

i-Manual, Übersicht

i-Manual- Funktionserklärung

Hierbei handelt es sich um eine im TV-Gerät gespeicherte Bedienungsanleitung, die in die Bereiche Grundfunktionen, Inhalt, Störungsbehebung und Index unterteilt ist. Bei den Grundfunktionen beispielsweise finden sich mit Grafiken versehene Hilfetexte zur Verwendung der Fernbedienung, zur Nutzung des Home-Menü-Bildschirmes, zur Bildeinstellung, zur Verwendung der Internet-Funktion und zum Gebrauch der Options-Taste. Aufgrund des immensen Funktionsumfangs des Gerätes halten wir i-Manual für sehr sinnvoll. 

X-Cross-Mediabar – weitere Verwendungsmöglichkeiten

 

Direkt aus dem Hauptmenü kann man auf die Sony-Netzwerkdienste „Musik unlimited“, „Video unlimited“ sowie „Play Memories online“ zugreifen. Über die Wahl des Punktes „Internet-Inhalt“ gelangt man ohne Umwege zu den Internet-basierten Diensten. Über den Menüpunkt „Aufnahmen“ kann man direkt einen Timer manuell programmieren, sich eine Timerliste anzeigen lassen, sowie sich eine Übersicht von getätigten Aufnahmen auf dem Bildschirm zeigen lassen. Unter dem Menüpunkt TV findet sich u.a. der Programmguide und die Programmübersicht der Tuner. Wer Video, Musik oder Fotodateien z.B. von Homeservern im Netzwerk streamen möchte, kann dies direkt über den Punkt Medien tun. Erwähnenswert wäre noch der Punkt „Widges“. Hier kann man sich eine Weltzeituhr, eine analoge Uhr, Kalender, Termine, einen Taschenrechner und einen RSS-Reader als „Widget“ sowie die Social-Media Netzwerke „Twitter“ und „Facebook“anzeigen lassen. Die Bedienung erfolgt über die Tastatur der Fernbedienung. Bleibt der Punkt Anwendungen im Hauptmenü zu erläutern: Hier finden sich die TV-Videosuche, die Musiksuche, der WIFI-Direct-Modus (einfacher Zugriff auf Fotos, Videos und Musik auf mobilen Geräten), der Internet-Browser (hier kann man direkt ins freie Internet kommen, als Startseite ist die globale Sony-Website festgelegt, die Ladezeiten könnten noch etwas kürzer ausfallen, möchte man eine neue URL eingeben drückt man die Taste „Options“ auf der Fernbedienung, hier findet man alle relevanten Einstellungen zum Internet-Browsing u.a. auch Java-Script und Cookie-Aktivierung), Skype (hierfür braucht man opotional erhältliche Kamera- und Mikrofoneinheit), Heimkinosteuerung ( schaltet ein entsprechend geeignetes Audio-System ein und ermöglicht dessen Steuerung). Vorletzter Punkt ist der Opera-TV-Store, indem man sich Apps herunterladen kann ( im Store gibt es nicht nur Spiele wie Sudoku, sondern auch z.B. den Wetterdienst „AccuWeather“, die Internet-Radio-Plattform „Aupeo“ oder das soziale Netzwerk „Tvitter“. 

Multimedia

Verschiedene Multimedia-Funktionen haben wir bereits im Rahmen der Vorstellung der Menüs angesprochen. Wir geben hier nochmals einen Überblick über die verfügbaren multimedialen Anwendungen.

Sony Entertainment Network

Video Unlimited

Music Unlimited

Hier gibt es den Sony-eigenen Video-on-Demand-Service Video Unlimited. Nach einer vertretbaren Ladezeit erscheint die erste Maske, für eine volle Nutzung der Dienstleistung ist es erforderlich, sich anzumelden. Das Angebot an Filmen ist relativ umfangreich, oft hat man die Möglichkeit, entweder die HD oder SD-Version zu leihen. Die Preise sind deftig: So kostet z.B. der aktuelle Film „Battle Ship“ EUR 4,99 in der HD-Version und die SD-Version kommt auf EUR 3,99. Besonderheit am „Sony Video-on-demand-service“ ist, dass er „Cloud-basiert“ arbeitet, was heißt, dass die Filme nicht mehr auf das Endgerät heruntergeladen werden. Die Wiedergabe erfolgt als Stream, wie auch beim Internet-Radio. Integriert in diesen Service sind auch eine Suchfunktion, eine Liste mit Neuveröffentlichungen, sowie eine Unterteilung von Filmen in entsprechende Kategorien. Geht man mit dem Navigationskreuz auf einen Film, bekommt man unten gleich den Beginn der Kurzbeschreibung zu sehen. Weiterer Dienst ist „Music Unlimited“, einen „Cloud-basierten“ Dienst für individuelle Musikwiedergabe. Hier sind verschiedene Kanäle verfügbar (Premium, Genre, SensMe und Ära) ebenso kann man sich eigene Kanallisten zusammenstellen. „Music Unlimited“ ist auch kostenpflichtig. „Play-memories“ online ist ein weiterer Service. Dieser erlaubt es registrierten Usern eigene Dateien, wie z.B. Bild und Fotodateien über ebenfalls registrierte Sony-Devices wiederzugeben. Dabei befinden sich die Dateien in einer „Cloud“.

Internet-Dienste und Inhalte

Reichhaltige Auswahl

Tagesschau

Deutsche Welle

Auch von hier aus kann man aufs Sony Entertainment Network zugreifen

Sony stellt eine Vielzahl an vorinstallierten Internet-Diensten zur Verfügung. Auch zum Sony-Entertainment Network kann man hier ebenfalls Kontakt aufnehmen. Weitere Dienstangebote umfassen z.B. Tagesschau, Sat1, Pro7, Kabel1, DFB-Highlights, Eurosport, Euronews, Deutsche Welle, Youtube und Dailymotion. 

Opera TV-Store

Der Opera-TV-Store fungiert als App-Store für Sony-Fernseher. Hier kann man sich auch neue Anwendungen auf den TV-Herunterladen. Auf Wunsch kann man sich Apps unterschiedlicher Kategorien anzeigen lassen. Verfügbar sind: Beruf, Fotos, Gesundheit und Fitness, Lifestyle, Musik, Produktivität, Reisen und Lokales, Shopping, Soziale Netzwerke, Spiele, Sport und Videos. 

Browser 

Internetdarstellung

Fernbedienungs-Taste "Optionen"

Texteingabe mittels Fernbedienung zwecks Aufrufen einer Internetadresse

Den Browser findet man unter "Anwendungen"

Integriert ist auch ein Browser, mit dem man ins freie Internet gelangen kann. Dieser befindet sich im Hauptmenü unter den Anwendungen. Wie schon erwähnt, muß man für die Verwendung die „Options-Taste“ auf der Fernbedienung drücken. Hier kann man dann z.B. auch die gewünschte Internet-Adresse eingeben. Die Eingabe erfolgt über die Tastatur der Fernbedienung, was zwar nicht besonders schnell geht, jedoch recht einfach ist. Bei Erstanwendung dauert das Laden von Internet-Seiten etwas, danach geht es recht flott (bei kabelbasierter Anwendung).

Widgets

Widgets

Hier kann man sich eine Weltzeituhr, eine analoge Uhr, Kalender, Termine, einen Taschenrechner und einen RSS-Reader als „Widget“ sowie die Social-Media Netzwerke „Twitter“ und „Facebook“ anzeigen lassen. Die Bedienung erfolgt über die Tastatur der Fernbedienung.

Streaming 

PC- und Serverübersicht

Musik-Dateiübersicht mit Coveranzeige

Musikwiedergabe

MP4-Videowiedergabe

Der Sony kommt mit folgenden Formaten zurecht: MPEG1/ MPEG2-PS/ MPEG2-TS/ AVCHD/MP4 Part 10/ MP4 Part 2/ WMV/ MP3/ WMA/ LPCM/ JPEG. Bei unseren Testreihen gab der TV MPEG2-TS, MP4, WMV, JPEG und MP3 problemlos wieder. Das Streamen funktionierte im Wesentlichen problemlos, mit vertretbaren Ladezeiten. 

Unterstützte PC-Eingabeformate

640 x 480 bei 60 Hz / 800 x 600 bei 60 Hz / 1280 x 768 bei 60 Hz-R / 1280 x 768 bei 60 Hz / 1360 x 768 bei 60 Hz / 1024 x 768 bei 60 Hz / 1280 x 1024 bei 60 Hz / 1920 x 1080 bei 60 Hz

Testequipment
Bild

Display Basic Check powered by

Bei Sony TV-Geräten muss zunächst der Szene-Modus gewählt werden, dann kann aus einer Auswahl von verschiedenen Bildfeldern das gewünschte herausgepickt werden. Als Szenen-Modus wählen wir „Kino“ und hier das Bildfeld „Kino 2“. Farbtemperatur wählen wir „Warm 2“, da selbst „Warm 1“ noch zu kalt erscheint.

Mit dem PLUGE-Testbild kann die korrekte Helligkeitseinstellung ermittelt werden, zudem kann man gleich erkennen ob die Helligkeitsverteilung des EDGE LED LCD-TVs weitgehend homogen ist. Der Unterschwarz-Balken lässt sich bei der Einstellung 50 noch minimal erkennen, 49 wirkt perfekt. Die Helligkeitsverteilung wirkt gut, nur leicht heller wirkt der Bildbereich in den Ecken. Die Kontrastverteilung des Sonys ist gut, auch die Einstellung von 90 würden wir belassen, möglicherweise leicht zurückdrehen. Auch im Überweiß bietet der Sony sehr gute Übergänge, etwas Potential gibt es im Unterschwarz. Beim Overscan-Testbild stellen wir fest, dass trotz des Szenenmodus Kino noch nicht die pixelgenaue Darstellung aktiviert ist. Im Home-Menü unter Anzeige und Bildeinstellungen muss noch der „Automatische Anzeigebereich“ auf Aus stehen und der Anzeigebereich auf Vollpixel stehen. Der Schärfewert bei 40 gefällt uns sehr gut, häufig sind Sony-Geräte etwas überscharf eingestellt, nicht der EX655. Einen RGB-Modus bietet der Sony nicht, daher fallen verlässliche Aussagen über das Farbdecoding aus.

Farbtemperatur als Kurve

Farbtemperatur als Balkendiagramm

Gammakurve

Gammapunkt

Helligkeit der einzelnen Farben in Abhängigkeit von Weiß

Weißpunkt

RGB-Balance

Übersicht 1

Übersicht 2


Beim Display-Basic-Check zeigt der Sony eine recht saubere Gamma-Kurve, das Bild ist nur geringfügig zu hell, was der Gamma-Wert von ca. 2,2 belegt. Auch im Kino-Modus mit Farbtemperatur „Warm 2“ zeigt der EX655 bei unseren Messungen immer noch ein zu kaltes Bild, das sich oberhalb des perfekten 6.500 Grad Kelvin-Grades bewegt. Allerdings ist die Farbtemperatur unabhängig von der Bildhelligkeit ziemlich konstant. Die leichte Kälte im Bild ergibt sich durch eine Überbetonung von „blau“, das sind man auch im RGB-Balance-Grafen. Bei der Messung der Farbhelligkeit in Abhängigkeit des Referenz-Balkens „weiß“ zeigt sich ebenfalls das „blau“ leicht überrepräsentiert wird, ebenfalls „cyan“, „gelb“, „grün“ und „rot“ sind minimal unterrepräsentiert. Praktisch perfekt ist das Ergebnis bei „magenta“. Den „Weißpunkt“ trifft der Sony recht ordentlich, bzgl. des HD-Farbraumes werden „rot“, „gelb“, „grün“ und „blau“ tadellos getroffen, Abweichungen gibt es bei „magenta“ und „cyan“.

Blu-ray-Wiedergabe: Fluch der Karibik 1

Gleich zu Filmbeginn taucht das Galionsschiff aus dichtem Nebel auf. Dabei überzeugt der Sony mit einer soliden Bewegungsdarstellung, gutem Bildstand und geringem Panelrauschen. Im Vergleich zu früheren Sony-TV’s konnten horizontaler und vertikaler Betrachtungswinkel vergrößert werden. Gut am Bild gefällt uns, dass Details an der Galionsfigur scharf erkennbar sind, gleichzeitig aber kaum zittern. Die kleine Elisabeth, die oben an der Rehling lehnt, ist schon aus der Distanz sehr gut erkennbar, ebenso die Gebrauchsspuren an den Segeln. Als die Kamera das Mädchen näher heranzoomt, sieht man gut die Sommersprossen im kindlichen Gesicht. Die grundsätzlich leicht kühle Farbgebung dieser Szene, wird vom Sony leicht überrepräsentiert. Dies hängt mit der leicht ins kühle tendierenden Farbgebung des EX655 zusammen. Im zweiten Kapitel nimmt Piratenkapitän Jack Sparrow Kurs auf Port Royal. Der EX655 stellt die leichte Wellenbewegung des Meeres mit sehr guter räumlicher Differenzierung dar. Das Gesicht des Piratenkapitäns in Großaufnahme überzeugt durch reichhaltige Detailierung. Der Glanz in den Augen wirkt authentisch, beim Bart sind sogar einzelne Haare zu erkennen. Als seine schrotreife Jolle von der Seite zu sehen ist, kommen die starken Gebrauchsspuren sehr stark heraus. Die Wolkenstrukturen heben sich vom blauen Himmel plastisch ab. Als Jack die zur Warnung aufgehängten Piraten-Skelette passiert, arbeitet der Sony kleine Details auch bei den im Schatten liegenden Teile der Felsformation heraus. Die Differenzierung aus räumlicher Sicht ist auch in dieser Sequenz sehr gelungen. Nun fährt der Pirat mit seinem beinahe schon gesunkenen Boot in Port Royal ein. Rechts im Bild ist ein Handelsschiff zu sehen, auf dem reges Treiben herrscht. Auch in dieser Sequenz bietet der Sony eine hohe 24 P Stabilität, das Bild zeigt kaum Artefakte und steht stabil. Die Holzstruktur der Planken des Segelschiffes wird detailreich wiedergegeben. Kurz darauf findet eine Kamerafahrt über die Mauern der Festungsanlage statt. Auch diese wird vom Sony relativ gut erfasst, der wachehaltende Soldat auf dem Turm zittert bei der Überquerung durch die Kamera nur leicht. Im Innenhof der Festung findet grade ein Zeremoniell anlässlich der Beförderung des fiesen Norrington statt. Die prächtigen Gewänder und Uniformen werden vom Sony mit authentischer Farbgebung und hoher Präzision dargestellt. Am Ziegelwerk der Mauer sind Unregelmässigkeiten und Moosbewuchs in den Fugen ausgezeichnet zu erkennen. Insgesamt offeriert der 32EX655 eine hervorragende Blu-Ray-Wiedergabe, die hohe Gesamtbildschärfe mit tadelloser Bildruhe und exzellenter Detaillierung verbindet. 

DVD-Upconversion Filmmaterial von 576i auf 1080p, Star Wars Episode III, Filmbeginn

Am Anfang läuft die Star-Wars-typische gelbe Laufschrift, mittels der die aktuellen Ereignisse dem Zuschauer näher gebracht werden, über den Bildschirm. Die Schrift läuft ruhig und stabil und in realistischer Farbgebung durch. Teilweise treten in den hinteren Bildbereichen leichte Wellenbewegungen auf. Der Sony bietet einen ordentlichen Schwarzwert und eine Helligkeitsverteilung, die für einen Edge-LED-LCD als gut zu bezeichnen ist. Er holt viele Sterne auf den Bildschirm. Nun fliegt der große Sternzerstörer durchs Bild, der DE-Interlacer rastet schnell ein, der Upscaler sorgt für eine sehr gute Bildschärfe, und der Kontrast erscheint durch die Bank tadellos. Auch der im Schatten liegende Flügel des großen Raumschiffes wird detailreich abgebildet. Als die beiden Raumjäger über die Oberfläche des Sternzerstörers fliegen, überzeugt der Sony durch flüssige Bewegungswiedergabe. Als die beiden Raumjäger nach unten in die Schlacht abkippen, eröffnet der Sony ein scharfes und weitläufiges Panorama. 

DVD-Upconversion Videomaterial von 576i auf 1080p, AVEC Professional Test DVD

  • Schriften (weiß und schwarz), die sich vor dreifarbigem Hintergrund in unterschiedlichen Geschwindigkeiten bewegen: Hier bietet der Sony eine gute, aber nicht überragende Vorstellung, die Bewegungsschärfe könnte bei der mittleren und schnellsten Geschwindigkeit besser sein. Artefakte gibt es kaum, ab und zu tritt leichtes Flimmern auf. 
  • Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine stehende schwarze Linie schwingt: Die Struktur im Pendelinneren verliert bereits bei niedrigeren Geschwindigkeiten deutlich an Schärfe, zudem bilden sich an der Pendelspitze sichtbare Nachzieheffekte aus. Die schwarze Linie, über die das Pendel schwingt, bleibt stabil und flimmert nicht. 
  • Magentafarbene Siemenssterne (ein großer zentriert, vier kleine in den Bildschirmecken), die sich gleichmäßig drehen: Auch hier keine rekordverdächtige Performance des Sony. Die Schärfe und Farbwiedergabe ist zwar sehr gut, aber Ruckeln im Lauf der Siemenssterne verhindert eine Spitzenbewertung.
  • Bewegtes Stadtbild von Esslingen, mit Stadtbefestigung, Grünflächen, Blick auf die entfernte Hauptstraße mit Autoverkehr, Blick auf die Hausdächer mit Ziegelstruktur: Hier liefert der Sony eine gute Leistung ab. Die Bildschärfe ist ordentlich, die Kamerafahrten gelingen nahezu ohne Ruckeln. Die einzelnen Dachziegel der Häuser sind gut erkennbar, flimmern aber leicht. Die Grünflächen sind sauber strukturiert, die Farbwiedergabe ist gelungen, nur minimal zu kühl. 

TV-Tuner, DVB-S2 und DVB-C, HD und SD Programme

Der eingebaute DVB-C und DVB-S2-Tuner ist recht bildstark. HD-Sender werden bewegungsstabil und scharf wiedergegeben, dies gilt für 1080i und für 720p Quellen, wobei 720p Quellen etwas „standhafter“ und homogener erscheinen, während kleine Details erwartungsgemäß gerade bei stehenden bis leicht bewegten Bildern in 1080 besser aussehen. Voraussetzung für eine gediegene Bildgüte ist natürlich, dass es sich auch um in HD produzierte Bildinhalte handelt. Vieles wird von den Sendeanstalten nach wie vor einfach hochskaliert, was zu einer eher unbefriedigenden Qualität führt. Bei echtem HD-Material ist Bildrauschen nur in geringfügigem Maße erkennbar, Farben wirken echt und lebendig. SD-Material sieht im Rahmen des Möglichen ordentlich aus. Das Bild besitzt eine gute Schärfe und einen prima Kontrast. Farbwiedergabe und Detailtreue sind auf durchaus erträglichem Level, was absolut nicht selbstverständlich ist. 

Klang

Aus akustischer Sicht können wir nicht viele Punkte aufs Sony-Konto gutschreiben. Ganz gleich, in welcher Betriebsart, immer erscheint der Klang blechern und oberflächlich. Hauptsächlich werden Mitten produziert, es gibt kaum Höhen und erst recht keine Bässe. Es ist also definitiv empfehlenswert, ein einfaches 2.1 Soundsystem oder eine preisgünstige Soundbar mit Subwoofer zusätzlich zu verwenden, denn die klangliche Performance des 32EX655 reicht auch für alltägliche Anwendungen nicht unbedingt aus. 

Konkurrenzvergleich
  • Philips 32PFL9606: Der deutlich kostspieligere Philips 32PFL9606 bietet ausgezeichnete Bildqualität besonders bei der Blu-ray Wiedergabe im 2D-Betrieb, allerdings liegt der günstigere Sony kaum dahinter. Zwar kann die 24p-Stabilität noch etwas optimiert werden, grundsätzlich wird aber ein stabiles und ruhiges Bild geboten, von der Verwendung der eigentlich aufwändigen Philips Frame-Interpolationstechnik raten wir aber weiterhin ab. Besonders gefällt das solide Kontrastverhältnis, die homogene Helligkeitsverteilung und der gute Schwarzwert, der etwas besser ausfällt als beim Sony. Der Philips beherrscht auch die Wiedergabe von 3D-Material. Multimedial präsentiert sich der Philips dank PVR, Net TV, DLNA-Streaming, WiFi Media Connect und der solide funktionierenden Steuerungsmöglichkeit via iOS und Android-App sehr flexibel. Auch akustisch kann das Gerät dank der Unterbringung des Soundsystems im Standfuß überzeugen und lässt in Bezug auf den Klang den Sony hinter sich. .
  • Changhong L32F726: Der Changhong L32F726 ist eine enorm preisgünstige Alternative für all diejenigen Anwender, die noch nicht höchsten Wert auf Blu-ray Wiedergabe und FullHD-Auflösung legen. Die fehlende 1080p-Auflösung und 24p-Wiedergabe macht sich beim videophilen Anwender natürlich negativ bemerkbar, im alltäglichen TV-Gebrauch fällt dies aber kaum negativ ins Gewicht. Die multimedialen Features sind natürlich aufgrund fehlender Netzwerk-Features etwas begrenzt, gut und mit hohem praktischem Nutzen ist aber die PVR-Funktion, mit der sich TV-Inhalte auf einem USB-Medium aufnehmen lassen. Insgesamt für absolute Einsteiger oder als Zweitgerät prima, aber in allen Disziplinen dem KDL-32EX655 sehr deutlich unterlegen. Multimediafunktionen finden sich zudem keine. 
Fazit

Der KDL-32EX655 ist als gelungenes Gerät für den Ein- und Aufsteiger mit gewissem Qualitätsanspruch zu bezeichnen. Optisch sieht er sehr edel aus und hat nichts mit einem Einsteigermodell gemein. Dass der Sony aus günstigeren Preisregionen stammt, merkt man am relativ einfachen Bildprozessor und an der fehlenden 3D-Funktion. Es gibt aufwändigere Varianten als die im EX655 verbaute Basis der XY-Reality-Bildprozessoren. In der Praxis aber macht sich dies kaum bemerkbar. Betrachtet man BDs oder skaliert DVDs mit Filmmaterial auf 1080p hoch, erzielt der Sony hervorragende Ergebnisse. Etwas ab fällt er beim Upscaling von Video-Material, hier ist stellenweise leichtes Ruckeln zu beobachten. Dass die CPU keine überbordende Rechenleistung vorweisen kann, sieht man bei intensiver Verwendung der Netzwerk-Funktionen und Multimedia-Möglichkeiten. Da kann es schon einmal etwas dauern, bis z.B. eine Applikation oder eine Internetseite geladen ist. Von der Vielfältigkeit der Internet- und Multimedia-Funktionen her erlaubt sich der 32EX655 keinerlei Schwächen. Serienmäßig dabei ist ein WLAN-Modul, das im TV verbaut ist. Mit dem Sony Entertainment Networt und dem Opera App Market kann man Musik- und Videoinhalte cloudbasiert auf den TV holen und sich Apps aus verschiedenen Bereichen installieren. Streaming funktioniert problemlos. Die Bedienung erfordert etwas Eingewöhnung, denn das eigentlich übersichtliche X-Cross-Mediabar-Konzept, erstmals mit der PS3 eingeführt, stößt allmählich durch das Hinzufügen immer neuer Funktionen an seine Grenzen. Da ist es löblich, dass Sony mit i-Manual eine interaktive Bedienungsanleitung gleich mit in den 32EX655 integriert und dadurch dem Nutzer gleich viele potentielle Einsatzmöglichkeiten des TVs an die Hand gibt. In Anbetracht der Funktionsvielfalt kann man bilanzierend den Kaufpreis als angemessen bezeichnen.

Eleganter Flachbildschirm mit geringem Platzbedarf, hervorragender Multimedia-Ausstattung und ausgezeichnetem Blu-ray-Bild

LCD-TVs 32 Zoll untere Mittelklasse
Test 19. Oktober 2012

+ Hervorragendes Blu-ray-Bild
+ Umfangreicher Video-EQ
+ Sehr gute Upconversion von Filmmaterial
+ Guter Tuner
+ Sehr umfangreiche und größtenteils nützliche Multimedia-Funktionen
+ Schicke Optik
+ WiFi an Bord
+ Anschlussvielfalt
+ Angemessener Kaufpreis

- Unbefriedigende akustische Eigenschaften
- X-Cross MediaBar hinsichtlich des Umfangs am Limit angelangt
- Keine 3D-Bildwiedergabe

Test: Carsten Rampacher, Sven Wunderlich
Datum: 19. Oktober 2012

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