SPECIAL: Die Top-Smartphones inklusive iPhone 5 und weiteren Alternativen im Vergleich

04.01.2013 (cr/phk)

Einführung

Welches Top-Smartphone darf es denn sein? Ganz gleich, ob anstehende Vertragsverlängerung oder Neukauf eines Smartphones ohne Vertrag, man möchte schließlich das Beste für sein Geld bekommen. Wir haben folgende Kandidaten miteinander genau verglichen: 

Nun folgen unsere Eindrücke, und wir beginnen mit dem Apple iPhone 5:

Hochwertig und edel, aber teuer: Das iPhone 5

Vorzüge: Das Apple iPhone 5 präsentiert sich als kompakt und flach. Die Verarbeitung ist hochwertig, die Materialqualität erlesen und deutlich besser als bei der Konkurrenz. Das iPhone 5 ist mit 789 EUR für die empfehlenswerter 32 GB-Variante (wie alle iPhones in weiß und schwarz lieferbar), dafür aber ist das iPhone so wertstabil wie kein zweites Smartphone. Bedingt durch die höchste Pixeldichte (hohe Auflösung, aber nur vier Zoll messendes Display - die Spitzenposition des iPhone 5 bezüglich der Pixeldichte wird sich ändern, wenn die ersten Smartphones mit FullHD-Display auf den Markt kommen) sind selbst bei genauer Betrachtung keine Pixel auszumachen. Das Display präsentiert sich als sehr hell, mit breitem horizontalen und vertikalen Blickwinkel. Die automatische Helligkeitsregelung funktioniert tadellos und besser als bei vielen Konkurrenten. Obwohl das iPhone 5 "nur" einen Dualcore-Prozessor mitbringt, ist das Smartphone extrem schnell und schreckt weder vor Gaming noch vor Multitasking zurück. Das iPhone 5 verfügt über Bluetooth 4.0, HSPA+ und, allerdings nur im Telekom-Netz, über LTE. Hervor sticht auch die in allen Belangen überzeugende Kamera (8 MP im Still Imaging Betrieb, FullHD im Videobetrieb), die durch Schärfe, schnelle Fokussierung und Farbtreue positiv auf sich aufmerksam macht. Auch die Lichtempfindlichkeit ist nicht zu kritisieren. Nach wie vor spricht auch das leicht verständliche, intuitive Bedienkonzept für das iPhone 5. Das ist genau so ein Apple-Benefit wie das kostenlose, Datennetz-basierte Messaging-System iMessage. Mit iMessage können Besitzer entsprechend kompatibler Apple Devices im Datennetz kostenlos Nachrichten austauschen. Das Schöne - sobald der Gegenüber ein iPhone hat, wird aus der SMS automatisch eine iMessage, was man am blauen Nachrichten-Hintergrund auch sofort erkennt. Im Gegensatz zu Whats App, das wegen Sicherheitslücken und angeblich irgendwann kommender Kostenpflichtigkeit immer wieder für Negativschlagzeilen sorgt, ist iMessage eine sichere, kostenlose Alternative. Der nächste Bonus ist Siri - die Sprachsteuerung von Apple, mittlerweile in der 2. Generation. Siri hat mächtig zugelegt und versteht vieles, auch das Diktieren von längeren Texten geht mittlerweile prima. Hier gibt es derzeit kein System der Konkurrenz, das Siri auch nur annähernd das Wasser reichen kann. Auch, wenn man sich entscheidet, selber zu tippen, anstatt Siri zu diktieren, fährt man mit dem iPhone am besten: Die virtuelle Tastatur im Hoch- und im Querformat ist die beste im gesamten Konkurrenzumfeld. Apple-"Specials" sind auch iCloud und AirPlay. Die Cloud-Lösung von Apple kommt "serienmäßig" mit 5 GB Speicher, optional und gegen Aufpreis kann man sich mehr Speicher kaufen. AirPlay ermöglicht die kabellose, netzwerkbasierte Übertragung von Musik vom iPhone oder aus der iTunes-Bibliothek auf dem PC zu entsprechenden Wiedergabegerätem, z.B. AirPlay-Lautsprechern oder AV-Receivern mit AirPlay.

Sehr gut ist die Kamera

Neu sind die EarPads

Neu ist beim iPhone 5 der Anschluss - Apple verabschiedet sich vom bisherigen, recht großformatigen Anschluss und setzt nun auf ein System namens "Lightening Connector". Wer noch Zubehör von älteren iPhones hat, der kann sich entweder, sollte es sich z.B. um eine Ladegerät handeln, separate USB-auf-Lightening-Kabel kaufen, oder aber einen Adapter von Lightening auf den alten Anschluss. Beides ist sowohl bei Amazon als auch im Apple Onlinestore zu erwerben. Lightening zeigt zwar wiederum eine Insellösung (alle anderen Smartphones setzen durch die Bank auf MicroUSB), hat in der Praxis aber Vorzüge. Dadurch, dass sich der Stecker magnetisch in die Ausbuchtung zieht, liegt die Kontaktsicherheit recht hoch. Auch kann man den Connector nicht verkehrt herum in die Buchse stecken, man kann den Anschluss beidseitig verwenden. Auch zerkratzt man durch die magnetische Unterstützung nicht das Umfeld rund um die Buchse. Bruchsicher ist der Lightening Connector demnach auch - insgesamt also durchaus überzeugend. Frühere iPhone-Generationen konnten sich nicht unbedingt durch enorme Audio-Qualitäten auszeichnen. Mitschuld daran trug auch der sehr billige, mitgelieferte Ohrhörer. Dieser wurde beim iPhone 5 nun durch die sehr viel besseren "EarPads" ersetzt, einzeln rund 30 EUR teuer und mit Fernbedienung ausgestattet, die am Kabel befestigt ist. Die EarPads klingen lebendig, dynamisch und frisch, kein Vergleich zur matten Akustik der früheren Ohrhörer. Bleibt das riesige App-Angebot zu nennen, und das ebenfalls extrem üppige Zubehör-Sortiment - ganz gleich ob Ohrhörer, Kopfhörer, Docks oder Radiowecker, alles gibt es im Überfluss. Und wenn das Zubehör nicht für den neuen Lighenting-Connector geeignet ist, kauft man sich den passenden Adapter hinzu.

Die Rückseite ist recht kratzempfindlich

Nachteile: Wo viel Licht ist - und davon gibt es beim iPhone 5 wahrhaftig genug - nistet sich auch der ein oder andere Schatten ein. Besonders unerfreulich für Vodaphone-, E-Plus- oder O2-Kunden ist die Tatsache, dass LTE nur im Telekom-Netz funktoniert. Die Freisprechanlage klingt blechern und erzeugt bei höherer Lautstärke Verzerrungen. Das WLAN-Modul könnte eine etwas höhere Empfangsstärke aufweisen. Auch in Ungnade fällt der Akku. Nicht nur, dass er fest eingebaut ist, auch die Laufzeit ist nicht besonders überzeugend. Wer das iPhone 5 intensiv nutzt, kann nach einem Dreivierteltag schon wieder nachladen. Weiterer typischer Apple-Nachteil: Der Speicher ist nicht extern durch MicroSD-Karten erweiterbar. Der hohe Kaufpreis wird zumindest teilweise durch die enorme Wertstabilität kompensiert, das von Apple selbst gestaltete, nicht in allen Belangen überzeugende Kartenmaterial und die manchmal unpräzise Navigation sind aber tatsächliche Nachteile. Wer gern selbst einstellt und dann fotografiert, wird auch nicht glücklich, denn es gibt praktisch keine Einstellungen für Foto- und Videokamera. Die schöne Optik hat zudem ebenfalls Schattenseiten, denn das Aluminium auf der Rückseite erweist sich als sehr kratzempfindlich. Während die Alu-Natur-farbene Rückseite des weißen iPhone 5 Kratzer noch etwas besser kaschieren kann, ist die in der Farbe Graphit lackierte Rückseite des schwarzen iPhone 5 schnell "verschandelt". Wir raten daher, eine Schutzfolie oder noch besser gleich ein Case zu verwenden. Kein Quell reiner Freude ist der AppStore, der einige Merkmale aufweist, die schlichtweg nerven und kaum zu entschuldigen sind. Während man im Google Play-Store Anwendungen unbürokratisch aktualisieren und neue hinzukaufen oder kostenlos herunter laden kann, muss im App-Store von Apple bei Aktualisierungen oder dem Kauf von Apps oft das Passwort neu eingegeben werden, und nicht nur das: Bei einem neuen Gerät möchte Apple auch noch die Antworten auf 2 Sicherheitsfragen, die man irgendwann beim Einrichten des Apple-Accounts einmal beantwortet hat. Hinzu kommen sich ständig ändernde Geschäftsbedingungen im AppStore, die dann vom User immer wieder bestätigt werden müssen. Danach ist der Kauf oder die Aktualisierung neu auszuführen. Weiter gehen die Kritikpunkte mit der Nano-SIM. Apple gibt als Grund für die nochmals geschrumpfte SIM-Karte an, dass dies ein Grund ist, warum das iPhone 5 so flach gebaut werden konnte. Hier stellt sich uns die Frage, ob dies tatsächlich so ist. Oftmals bekommt man eine neue Nano-SIM-Karte kostenlos vom jeweiligen Provider, trotzdem stehen wieder logistische Aufgaben an. Dass das 4-Zoll-Display für den mobilen Filmgenuss etwas klein ist, können die kompakten Abmessungen wieder Wett machen, störend ist aber, dass man sich nach wie vor nicht einfach ein Musikstück aus der iTunes-Bibliothek als Klingelton hinterlegen kann. Die Klingeltöne, die man an Bord des iPhones 5 findet, sind für viele User nicht zu gebrauchen, und man kann sich zwar Klingeltöne kaufen, aber auch hier ist wenig dabei, was das Herz höher schlagen lässt. Es gibt zwar Programme, mit denen man aus Musikstücken Klingeltöne basteln kann, die Prozedur, bis der Klingelton dann verfügbar ist, ist aber zu langwierig. 

Generelles zum Thema Android

Kommen wir nun zur Android-Konkurrenz. Hier müssen wir erst einmal zu generellen Vorzügen und Nachteilen von Android-basierten Geräten kurz Stellung nehmen. Als Vorteil wäre der sehr einfache Einkauf und die sehr einfache Update-Prozedur von Apps anzuführen. Des Weiteren ist das App-Angebot mittlerweile beinahe ebenso groß. Es ist auf Android-Geräten sehr einfach, Daten mit dem PC auszutauschen, da das Smartphone einfach als Datenträger erkannt wird. Videos und Musik sowie Fotodateien können so schnell und unbürokratisch ausgetauscht werden. Auch ist es oft kein Problem, gängige Videoformate gleich auf dem Android-basierten Smartphone wiederzugeben. Dadurch, dass die Smartphones praktisch alle einen MicroUSB-Anschluss haben, sind die Ladegeräte größtenteils kompatibel untereinander-  hier können wir aber keine Garantie geben, aus Sicherheitsgründen raten wir trotzdem zur Verwendung des Original-Netzteils, da aufgrund von Fehlschaltungen und Überlastungen brennende Ladegeräte wenig erbaulich sind. Die aktuellen Android-Systeme 4.0 Ice Cream Sandwich und 4.1 Jelly Bean sind einfach zu handhaben - beinahe so einfach wie Apple iOS - und bieten oftmals auch Near Field Communication-Integration. Allerdings benötigen auch die aktuellen Android-Betriebsssystemversionen etwas mehr Eingewöhnungszeit als Apple iOS. Dieses absolut reibungslose Zusammenspiel aller Funktionen, das Apple-Freunde lieben und welches selbst Apple-Gegner konstatieren müssen, bietet kein Android-Gerät, auch wenn die Google-Fraktion gut aufgeholt hat. Auch einen eigenen Android-Cloudservice gibt es derzeit nicht. Auch Google bietet bereits seit April 2012 einen Cloud-Service an. Dafür muss man sich im Play Store die App "Google Drive" herunterladen, 5 GB Speicherplatz stehen kostenlos zur Verfügung. Wer mehr braucht, kann diesen kostenpflichtig zukaufen. Gut gelungen sind die Google-Karten und die Google-Navigation, gerade in Verbindung mit schnellen CPUs werden sehr gute Navigationsergebnisse erzielt. 

Samsung Galaxy S3 GT-I9300

Das Samsung Galaxy S3 hat ein 4,8 Zoll-Display

Die Rückseite ist etwas kratzempfindlich, der Akku ist austauschbar

Sehr gut ist die Kamera, auch im Video-Betrieb

Wenden wir uns nun dem Samsung Galaxy S3 zu und kommen zu den Vorteilen. Zu diesen gehört der mittlerweile sehr faire Kaufpreis (um die 430 EUR) für die 16 GB-Version. Sehr deutlich teurer (um 550 EUR) ist die 32 GB-Variante. Das enorm flache Smartphone besticht mit einem brillanten Super AMOLED HD-Display mit 1280x720 Pixeln Auflösung. Es bietet einen tollen Schwarzwert und eine exzellente Farbdynamik. Der Akku des S3 ist im Vergleich zur Konkurrenz leistungsstark und hält einen guten Tag locker durch, auch bei intensivem Gebrauch. Durch das geringe Gewicht wirkt das Galaxy S3 trotz 4,8 Zoll-Display nie störend in der Hand. Das S3 offeriert weitere handfeste Vorzüge - so ist es dank Quadcore-CPU mit hoher Taktung sehr schnell und exzellent bei Multitasking oder Gaming. Samsung setzt zudem Android-Updates schnell um (Wechsel von ICS auf Jelly Bean). Der austauschbare Akku und die mögliche Speichererweiterung durch MicroSD-Karten um bis zu 64 GB sprechen auch für das S3. Mittels Drittanbieter wird auch Cloud Space angeboten. Das recht zuverlässige Galaxy S3 bringt eine solide Akustik und ordentliche Ohrhörer mit. Das empfangsstarke WLAN-Modul wurde im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert. Zudem ist NFC integriert, und das ebenfalls lieferbare Modell mit LTE (sonst baugleich) ist für alle Netze geeignet und bietet so z.B. LTE auch im Vodaphone-Netz. Allerdings ist der Aufpreis für die LTE-Version recht hoch. Übrigens kann man das S3 nach Installation von Samsung Kies auch mit Outlook synchonisieren. Hervorragend ist die eingebaute Kamera, nur bei Kunstlicht ist die Farbechtheit nicht optimal. Ansonsten werden überzeugende Ergebnisse im Still Imaging- und im Videobetrieb offeriert. 

Nun zu den Nachteilen. Besonders wertig erscheint das S3 nicht, zudem ist die Rückseite glatt und nicht strukturiert. Dies erhöht die Kratzempfindlichkeit und zudem rutscht das Smartphone leichter aus der Hand. Störend sind auch die vielen bereits vorinstallierten Apps, die teilweise nicht deinstalliert werden können. Das S3 ist recht empfindlich, sollte es einmal herunterfallen. Leider gibt es kaum hochwertige, edle Cases, die Freude machen würden - also eine etwas unerfreuliche Situation. Wir hoffen, dass zukünftig mehr Case-Anbieter auch für Samsungs Top-Modell entsprechende Lösungen anbieten. Die Aufpreise für die 32 GB- und für de LTE-Versionen sind zudem vergleichsweise hoch. Der Touchscreen ist nicht ganz so ausgeklügelt wie beim iPhone, bei der Eingabe über die virtuelle Tastatur kann es zu Verzögerungen kommen. Ein kleines Ärgernis ist auch der MicroUSB-Anschluss, das Ladekabel sitzt recht locker darin, wer nicht aufpasst, den kann ein unerfreuliches Ereignis ereilen: Der Stecker rutscht minimal heraus, bleibt aber noch in der Buchse, nur geladen wird das S3 nicht mehr. Das Galaxy S3 hat im Vergleich zum iPhone 5 einen deutlich höheren Wertverlust, der aber nicht so drastisch ausfällt wie bei manchem Konkurrenten. 

Übrigens gibt es das Galaxy S3 auch als "Galaxy S3 mini" für rund 330 EUR Marktpreis. Hier betreibt Samsung allerdings etwas "Etikettenschwindel", denn bis auf die Optik hat das S3 mini mit dem "großten" Galaxy nur wenig gemein. Das Display misst 4 Zoll - daher "mini" - bietet aber nur 800 x 480 Pixel Auflösung. Der Kamera reichen 5 anstatt 8 MP und ein Dual- anstatt ein Quad Core-Prozessor sorgt für den Antrieb. Der interne Speicher beläuft sich auf rund 4,54 GB und ist auch deutlich kleiner. Nach ersten Eindrücken aus dem Testbetrieb ist das Galaxy S3 mini seinen fairen Kaufpreis aber absolut Wert. Schnell, zuverlässig und einfach zu handhaben, kommt Freude auf. Im Gegensatz zum großen S3 verlangt das S3 mini aber nach einer herkömmlichen SIM-Karte. Wer nur eine MicroSIM hat, muss diese in einen entsprechenden Adapter legen. 

HTC One X

Das HTC One X mit 4,7 Zoll-Display ist recht robust

Leider kann die Linse der Kamera leicht verkratzen

Auch das One X hat einen Quadcore-Prozessor

Harter Konkurrent für das Galaxy S3 ist das HTC One X, das in etwa zum gleichen Marktpreis wie das Samsung-Smartphone erworben werden kann. Dafür aber liefert HTC bereits 32 GB internen Speicher mit. HTC Sense bringt überwiegend sinnvolle vorinstallierte Apps mit, überflüssigen Tand liefert HTC erfreulicherweise kaum mit. Dafür aber nützliche Hubs und Video-on-Demand-Dienste. 25 GB Cloudspeicher mit Dopbox für 2 Jahre und das starke WLAN-Modul (das stärkste in diesem Umfeld) sind ebenso Vorzüge wie die saubere Verarbeitung und die gute Materialqualität. Das Display wirkt farblich etwas zurückhaltender als das des Galaxy S3 und ist 0,1 Zoll kleiner, letzteres merkt man aber in der Praxis nicht. Schärfe und Detailkontrast des Displays sind hervorragend. Durch den Quadcore-Prozessor ist auch das One X sehr schnell - kaum langsamer als das Samsung Galaxy S3 und das iPhone 5. In der Praxis dürfte man dies kaum bemerken. Der Akku des HTC erwies sich in allen unseren Tests als leistungsfähig und schafft einen knappen Tag bei intensiver Nutzung - besser als beim iPhone 5 und nur geringfügig schlechter als beim Samsung Galaxy S3. Das One X ist sehr zuverlässig und ist als One XL auch mit LTE erhältlich (Aufpreis allerdings recht hoch). Der individualisierbare Lockscreen ist ein weiterer Vorzug, die Kamera (8 MP) liefert im Still Imgaging- und im Videobetrieb eine saubere Performance ab. Das Display ist weniger kratzempfindlich als bei der Konkurrenz.

Nicht überzeugen kann die Tatsache, dass ebenso wie beim iPhone 5 der Akku fest eingebaut ist. Der Speicher ist auch nicht extern erweiterbar, denn es gibt keinen MicroSD-Slot. Eine 64 GB-Version des One X ist hierzulande nicht erhältlich, es gibt nur die Varianten mit 16 und mit 32 GB. Die Linse der Kamera ist auf der Rückseite exponiert untergebracht und kann daher leicht verkratzen. Die mitgelieferten Ohrhörer sind beim One X nicht sonderlich hochwertig. Hier kann man immer noch von den edlen Beats Audio Ohrhörern schwärmen, die beim HTC Sensation XL mitgeliefert wurden. Das Angebot an Cases ist recht gering, diese sind aber nicht so notwendig wie bei Galaxy S3 und iPhone 5, da das HTC One X widerstandsfähiger und robuster ist.

LG P880 Optimus 4X HD

Das LG Optimus 4X HD ist recht preisgünstig

Der Akku ist austauschbar

Verschiedene Kamera-Einstellmöglichkeiten

Das LG Optimus 4X HD ist unser letztes Top-Smartphone. Es kokettiert zunächst durch den sehr günstigen Kaufpreis von lediglich rund 350 EUR. Dafür wird ein ausgewachsenes Quad-Core-Smartphone angeboten, das in etwa so schnell wie das HTC One X ist. Erhältlich ist zwar nur eine 16 GB-Version, das LG kann aber mittels MicroSD um bis zu 64 GB erweitert werden. Durch die leicht strukturierte Rückseite liegt das gut verarbeitete LG mit 4,7 Zoll-Display tadellos in der Hand. Das Display bietet einen guten Schwarzwert und eine natürliche Farbwiedergabe - trotz des deutlich geringeren Kaufpreises muss man hier praktisch keine Abstriche in Kauf nehmen. Der Akku ist erfreulicherweise austauschbar, hält aber trotz hoher Kapazität in der Praxis nur einen Dreivierteltag bei starker Nutzung des Smartphones. Mit an Bord ist Dolby Mobile, auch die mitgelieferten In-Ears sind recht gut, so dass man dann virtuellen Surroundsound im Kopfhörerbetrieb genießen kann. Das eingebaute WLAN-Modul erweist sich als empfangsstark, und die Kamera bringt reichhaltige Einstellmöglichkeiten mit. 

Nicht ganz überzeugen kann die Video-Kamerafunktion. Während Still Images sehr gut gelingen (nur die Lichtempfindlichkeit wäre zu verbessern), dauert das Fokussieren im Videobetrieb entschieden zu lang. Auch der elektronische Bild-Stabilisator arbeitet nicht ganz perfekt. Es gibt keine 32 oder 64 GB Version in Deutschland, und das Display erweist sich als sehr kratzempfindlich - daher "Schutzfolien-Pflicht". Das LG ist auch relativ zuverlässig, startet sich aber öfters mal neu im Vergleich zur Konkurrenz. Das Optimus 4X gibt es nicht in einer LTE-Version, es gibt zwar ein Optimus-Smartphone mit LTE (P936), dieses ist aber ein komplett anderes Gerät mit 4,5 Zoll-Display, das allerdings zu recht günstigen Marktpreisen von um die 280 EUR zu haben ist. 

Gibt es Alternativen?

HTC Velocity mit 4,5 Zoll qHD-Display

Im 4G-Betrieb betörend schnell

Wer mit Vodaphone ins LTE-Netz möchte, kann auch zum HTC Velocity mit  Dual-Core-CPU und 8 MP Kamera greifen, das für rund 390 EUR in weiß angeboten wird. Das Velocity mit 4,5 Zoll qHD-Display ist sehr zuverlässig, es gibt aber kein Update auf Android 4.0 oder gar 4.1. Nach wie vor ist das Smartphone recht flink, die moderneren Quad Core-Konkurrenten sind aber schneller.

Samsung Galaxy Nexus

Das Nexus war das erste ICS-Smartphone

Das Samsung GT-I9250 Galaxy Nexus war das erste Smartphone mit Android 4.0 Ice Cream Sandwich - das "neue" Nexus kommt nicht mehr von Samsung, sondern von LG. Das Samsung Nexus mit 5 MP Kamera und 4,65 Zoll HD-Display (1290 x 720 Pixel Auflösung) wirkt wenig wertig, liegt aber gut in der Hand und ist trotz Dual Core-Bestückung recht flott unterwegs. Die Kamera genügt normalen Ansprüchen, besondere Performance darf man nicht erwarten. Als Auslaufmodell ist das GT-I9250 noch erhältlich. 

HTC Desire X mit 4 Zoll-Display

Hochwertig und gut in der Hand liegend

Sparfüchse, die keine FullHD Videofunktion brauchen und keinen Wert auf ein Riesen-Display legen, können mit dem HTC Desire X einen guten Kauf tätigen. Das Smartphone ist mit rund 260 EUR Marktpreis günstig, gut verarbeitet und mit Android ICS ausgestattet. Es ist dank Dual Core CPU nicht zu langsam und agiert zuverlässig. LTE ist nicht integriert, das WLAN-Modul ist recht empfangsstark. Für Schnappschüsse taugt die 5 MP-Kamera auf jeden Fall, das Display mit 800 x 480 Pixeln Auflösung stellt farblich neutral und mit gutem Kontrast dar. 

Samsung Galaxy Note 2 mit Pen, der normalerweise im Gehäuse steckt

Die 8 MP Kamera ist ausgezeichnet

Genau die entgegengesetzte Richtung hinsichtlich der Größe verkörpert das Samsung Galaxy Note 2 GT-N7100 mit 5,5 Zoll-Display, in der 16 GB-Ausführung rund 520 EUR derzeit kostend. Das Display löst auch in 1280 x 720 Pixel auf, bietet aber mehr Subpixel als das Display des Samsung Galaxy S3. Eine Quadcore CPU sorgt für mächtigen Vortrieb, hinzu kommen satte 2 GB Arbeitsspeicher. Das "Smartlet" ist extrem schnell, die Bedienung kann wahlweise auch mittels Stift erfolgen, der ins Gehäuse integriert ist. Handschriftliche Notizen sind so schnell und problemlos angefertigt, und weitere innovative Funktionen sorgen für Freude beim Anwender. Das Note 2 ist auch in einer 32 GB-Variante erhältlich, kann mittels MicroSD um bis zu 64 GB erweitert werden und verfügt über einen leistungsstarken, austauschbaren Akku. Seit November 2012 gibt es das Galaxy Note 2 auch mit LTE, sowohl die LTE-Frequenzen von Vodafone als auch der Telekom werden unterstützt.

Fazit

Alle vier Top-Smartphones bieten eine immense Leistungsfähigkeit. Sie sind enorm schnell, bieten einen riesigen Ausstattungsumfang und arbeiten in der Regel sehr zuverlässig. Welches nun das beste von allen ist, lässt sich nicht eindeutig sagen, denn letzten Endes hängt das Ergebnis dieser Untersuchung auch stark von den jeweiligen Ansprüchen des Anwenders ab. 

Text: Carsten Rampacher, Philipp Kind
Datum: 04.01.2013

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