TEST: Samsung Galaxy S3 GT-I9300 

12.07.2012 (cr/phk/AREA DVD Multimedia pr)

Galaxy S3 mit Quad Core-Prozessor

Das Smartphone läuft unter Android ICS - hier die Info-Leiste, einzublenden, in dem man sie mit dem Finger herunter zieht

Die übersichtlichen Menüsymbole

Das von vielen bereits heißersehnte S3 von Samsung ist nun seit einigen Wochen auf dem Markt. Es arbeitet mit dem Android™-Betriebssystem 4.0.3 Ice Cream Sandwich (ICS), über dieses hat Samsung die eigene TouchWiz-Benutzeroberfläche gelegt. Leistungsstärke wird durch den mit 1,4 GHz getakteten Quad-Core Prozessor garantiert, der 2100 mAh starke, auswechselbare Lithium-Ionen-Akku soll trotz 4,8 Zoll (12,2 cm)SUPER AMOLED Plus-Display mit 1280 x 720 Bildpunkten und enormer Rechenpower eine lange Laufzeit ermöglichen. Das S3 besitzt einen 4,8 Zoll großen Bildschirm. Die 8 MP-Kamera soll dank ultrakurzer Auslöseverzögerung auch unter schwierigen Verhältnissen für brillante Bilder sorgen. Im Video-Betrieb sind 1080p-Aufnahmen möglich. Auf eine 3D-Aufnahmefunktion, die ein Doppellinsen-System mit sich bringen würde, verzichtet Samsung. Die unverbindliche Preisempfehlung des "Spitzenkandidaten" in 16 GB-Ausführung liegt bei 699 EUR, um die 550 EUR (variierend je nach Farbe) liegen die Marktpreise. Die 32 GB-Variante kostet rund 670 EUR (Marktpreis, UVP beträgt 729 EUR). Mit 133 Gramm ist das S3 nicht besonders schwer, es misst 137 mm in der Höhe, 71 mm in der Breite und lediglich 8,6 mm in der Tiefe. LTE wird von der derzeitigen deutschen Version des Galaxy S3 nicht unterstützt, dafür aber HSPA+ als schnellster 3G-Standard. Ebenfalls sind Near Field Communication (NFC), WLAN-n und Bluetooth 4.0 mit an Bord. "S Voice", ein Sprachsteuerungssystem, soll Apples "Siri" Konkurrenz machen. Im Gegensatz zu manchem Konkurrenten ist das Galaxy S3 löblicherweise mittels MicroSD-Karten (bis zu 64 GB fassende Karten werden erfreulicherweise akzeptiert) zu erweitern. 

Besonderheit - Home Taste als Hardkey

USB-Schnittstelle

Verarbeitung, Display, CPU

Die Verarbeitung ist sauber, macht aber keinen extrem hochwertigen Eindruck. Die Front sieht hervorragend aus, aber die Rückseite ist kein Ruhmesblatt, was insbesondere, ähnlich wie beim aktuellen Nexus, den Akkufachdeckel betrifft. Dieser wirkt windig, und die kleinen Zähnchen, die ihn am Smartphone halten, wirken wenig vertrauenserweckend. In der Praxis aber hält der Deckel doch mehr, als er anfänglich verspricht, bei unserem Dauertest-Nexus geht er zwar nicht unbedingt leicht zu (herunterziehen ist deutlich leichter), die Kunststoff-Halterungen sind aber bislang nicht gebrochen oder beschädigt.  Im Lieferumfang befindet sich eine Anleitung, ein Headset, das Ladegerät und ein USB Kabel. Jeder handelsübliche Kopfhörer kann ebenfalls problemlos am S3 angeschlossen werden. 

Display mit herausragender Plastizität

Wenden wir uns Display und CPU zu. Hervorstechend ist die Plastizität, was man sehr gut am bewegten Hintergrundbild mit den Windkraftwerken und den vorbei ziehenden Wolken erkennen kann. Im Vordergrund befinden sich die glasklar scharfen Anwendungssymbole, und die sich ruhig und fließend drehenden Windkraftwerke heben sich bezüglich der Differenzierung der verschiedenen Ebenen hervorragend ab - die Tiefenschärfe setzt hier Maßstäbe im Edel-Smartphone-Sektor. Das zeigt sich auch beim Betrachten von Videos, HD-Videos im MKV-Container bestechen mit brillanter Schärfe, toller Plastizität und natürlicher Farbwiedergabe. Durch die großzügig bemessene Prozessorleistung kommt es nicht zu unschönem Ruckeln. Ganz gleich, ob Games oder Filme - das S3 bleibt immer souverän, auch die Grafikleistung begeistert. Multitasking ist überhaupt kein Problem für Samsungs Flaggschiff - man kann schnell zwischen Anwendungen wechseln und alles, was erwünscht ist, parallel geöffnet haben. Nur dürfte klar sein, dass dann der Akku deutlich schneller leer ist. Der Touchscreen spricht außergewöhnlich schnell und sensibel an.

Tastatur im Querformat - sehr gut zu bedienen, auch hier ist wieder ein Vorzug der Bildschirmdiagonale deutlich zu erkennen

Scharfe Darstellung auf dem 4,7 Zoll Display

Darstellung von Internetseiten, die für mobile Endgeräte optimiert wurden

Lobenswert: Herausnehmbarer Akku, microSD-Erweiterungsmöglichkeit. Interner Speicher 16 oder 32 GB, microSDs bis zu 64 GB werden unterstützt

Rückseite in Glanzoptik, der Akkufachdeckel erscheint nach Öffnung allerdings nicht sehr hochwertig

Sauber eingelassene Kamera, Blitz

Dünn und ansprechend verarbeitet aus seitlicher Perspektive

Geringe Spaltmaße

Zubehör, verschiedene Ohrstöpsel für den mitgelieferten Ohrhörer

Betriebssystem und Datenübertragung

Das Smartphone läuft unter Android 4.0.4 ICS, im Gegensatz zum "Google Pure" Smartphone Galaxy Nexus hat Samsung beim S3 die eigene TouchWiz-Benutzeroberfläche darüber gelegt. Natürlich wird WLAN-n unterstützt, ebenso kommt die aktuelle Bluetooth-Version 4.0 zum Einsatz. LTE supportet das Galaxy S3  nicht, dafür aber HSPA + als schnellsten 3G-basierten Standard mit bis zu 21 MBit/s beim Download. Uploads gelingen über HSUPA mit maximal 5,76 MBit/s. Mittels Samsungs AllShare ist es einfach, das S3 in die Medienwelt einzubinden und z.B. netzwerkbasiert Dateien vom Smartphone über den TV wiederzugeben. Über ein optionales HDMI-Adapterkabel ist der TV-Anschluss möglich, und hier müssen wir leise Kritik üben: Wieso nicht, wie bei LG oder Motorola, ein direkter MiniHDMI-Port zusätzlich zum USB-Anschluss? Android Beam, Kennzeichen von ICS, unterstützt das S3 natürlich ebenfalls. Diese ganzen Möglichkeiten laden zur intensiven Nutzung des S3 ein. Das Smartphone bootet in rund 18 Sekunden, was noch in Ordnung geht. Schon im 3G-Betrieb sind die Ladezeiten kurz, auch komplex aufgebaute Seiten bereiten dem S3 keine Probleme. Im WLAN-n-Netzwerk agiert das Samsung verständlicherweise noch etwas schneller, bei unserem DSL 16000 Netzwerk "rast" das Galaxy S3 durchs Internet und bereitet pure Freude - auch durch das brillant darstellende und große Display, welches auch bei Internetauftritten, die nicht für den mobilen Einsatz konzipiert sind, eine gute Lesbarkeit sicherstellt - auch dank der präzise arbeitenden Zoomfunktion. 

Der starke Akku hält bei stark frequentiertem Gebrauch knapp 1,5 Tage, das ist sehr gut. Wer das Smartphone weniger intensiv nutzt, kann sogar bis zweieinhalb Tage schaffen. 

Hier ein Überblick über alle Datenübertragungsmöglichkeiten:

  • Bluetooth® 4.0
    Bluetooth® mit Stereo-Audio-Streaming (A2DP)
    Bluetooth®-Tethering 
    USB-Tethering 
    WLAN 802.11 a/b/g/n, 2,4 GHz, 5 GHz
    WLAN Tethering 
    Wi-Fi direct 
    AllShare™
    EDGE 
    GPRS 
    HSUPA bis zu 5,76 MBit/Sek. 
    HSPA+ bis zu 21 MBit/s
    TV-Ausgang (mit optional erworbenes HDMI Kabel)
    AllShare™ Play
    Buddy Photo Share-Funktion
    Android™ Beam
    NFC

Elementartugenden beherrscht das Galaxy S3 gut, denn es hat eine prima Empfangsqualität. Eine Enttäuschung macht sich auch dann nicht breit, wenn die Netzdeckung lediglich ausreichend ist. Bei normaler Lautstärke klingt die Stimmwiedergabe nur minimal bedeckt und somit natürlich sowie gut verständlich. Die Sprachqualität bei eingeschaltetem Lautsprecher kann man noch als gut bezeichnen. Wählt man eine hohe Lautstärke, kommt es aber doch zu hörbaren Verzerrungen, als Folge liegt das Sprachverständnis nicht mehr ganz so hoch.

Musik, Video, Kamera, Sharing

Samsung setzt z.B. für Musik und Video auf die schon bekannten Hubs, diese kennt man auch aus den BD-Playern und TV-Geräten.  

Wahlweise Google Play...

...oder Samsung App Store

Music Hub - Übersicht

Music Hub - Store

Music Hub - EQ-Einstellungen

Music Hub - vorprogrammierte EQ-Kurven

Video Hub als Widget

Video Hub

AllShare mit Fotos...

...Musik...

...und Videodateien

Screenshot: AllShare Player-Wechsel

AllShare allgemeine Informationen

Wenn man sich bei Samsung angemeldet hat, bekommt man verschiedene Möglichkeiten und Dienstleistungen offeriert. Hier einige Features in der Übersicht:

  • AllShare. Mittels AllShare kann man zwischen Geräten, die für diesen Service registriert sind, Multimedia-Dateien hin- und herschieben. Beispiel: Die Videos und Fotos, die auf dem Galaxy S3 gespeichert sind, können z.B. auf dem Samsung UE46ES8090 wiedergegeben werden. Vorsicht aber-  nicht jedes Format ist kompatibel, hier kommt es auch darauf an, welche Dateiformate der TV wiedergegen kann. Mit dem Samsung erstellte Screenshots (sehr einfach übrigens - mit der geraden Handkante von links nach rechts über das Display streichen, und der Screenshot ist erstellt) können nicht vom UE46ES8090 wiedergegeben werden.

  • Samsung App Store: Mit Benutzernamen und Passwort entweder gleich anmelden oder in wenigen Schritten neues Konto erstellen. 

  • Music Hub: Kann kostenlos heruntergeladen werden, wenn man  im Samsung App Store angemeldet ist. Der Music Hub ist "Sammelbecken" für den Kauf von Musik und Music Sharing via Cloud. Man kann sich die eigene Musik anzeigen lassen (die auf dem Smartphone gespeichert ist) und separat etwaige Einkäufe. Auch eine Suchfunktion ist integriert. Es finden sich auch EQ-Programme, die sich aber von denen, die bei Anwahl des "normalen" Musicplayers im Galaxy S3 deutlich unterscheiden (weniger umfangreich)

  • Video Hub: Hier kann man Filme gegen Gebühr herunter laden und auf dem Galaxy S3  betrachten. Es gibt z.B. Top Filme und Film-Empfehlungen. Den Oberpunkt "TV-Sendungen" kann man derzeit noch vergessen, nur "Two And A Half Man" ist derzeit verfügbar. 

Kommen wir zur Video- und Foto-Funktionalität. Natürlich finden sich umfangreiche Videofunktionen. Das Galaxy S3 nimmt maximal in 1920x1080p auf. Auch im Videomodus kann man einen speziellen MMS Aufnahmemodus wählen, zudem gibt es die Möglichkeit, das Fotolicht zu aktivieren, das für ein Smartphone relativ leistungsfähig zu sein scheint. Der Belichtungswert kann ebenfalls eingestellt werden. Zusätzlich kann der Selbstauslöser aktiviert werden. Effekte: Negativ, Schwarz/Weiß oder Sepia sind hier anwählbar. Neben 1920 x 1080p Pixel kann man auch 1280 x 720 Pixel anwählen, es geht runter bis auf 320 x 240 Pixel z.B. für MMS. Unser 1080p Demo-Video erscheint mit sehr guter Bildschärfe und geringem Bildrauschen, Bewegungen werden erstaunlich sauber wiedergegeben, es kommt kaum zu Nachziehern. Man kann schon die Prognose wagen, dass das Galaxy S3 bei der FullHD Videoaufzeichnung, auch dank der Farbechtheit, eine sehr gute Figur abgeben wird - dank der immensen Rechenpower, so denken wir, gelingt auch die Bewegungswiedergabe so überzeugend. Die Lichtempfindlichkeit macht im Foto- und Videobetrieb einen guten Eindruck, so dass es schon recht geringen externen Lichteinfalls bedarf, um den Einsatz der Foto/Videoleuchte zu rechtfertigen. 

Videos können maximal in 1080p aufgenommen werden

1080p-Videos sehen überragend aus, Farben sind recht intensiv, die Schärfe ist sehr gut und der Kontrast punktet ebenfalls durch die Bank. Schnell fokussiert sich die Kamera, wenn man nah an ein Objekt wie z.B. eine Blume herangeht. Natürlich ist es immens wichtig, das Smartphone ruhig zu halten, dann gibt es nur geringes Bildzittern. Die Bewegungswiedergabe ist hervorragend, es kommt kaum zu Unschärfen. Am Beispiel "Wolken am blauen Himmel" sieht man schön, wie plastisch die Videoaufzeichnung gelingt. Die Wolken heben sich hervorragend vom tiefblauen Himmel ab. Auch dann, wenn man Still Images aufnimmt, punktet die eingebaute Kamera. 

Außenaufnahme

Außenaufnahmen bei Tageslicht gelingen dem S3 sehr gut. Farben wirken satt und natürlich, nur im Bereich des Himmels ist leichtes Überstrahlen festzustellen. Auch hinten im Bild mangelt es etwas an Differenzierungsvermögen. Die Vegatation im Bildvordergrund und auch die vorderen Häuser werden recht scharf wiedergegeben. 

Macroaufnahme

Macroaufnahmen gelingen scharf und nach nur kurzer Fokussierung. Die Farben überzeugen. Insgesamt ist beachtlich, wie schnell sich die Kamera scharf stellt und wie enorm kurz die Auslöseverzögerung ist. 

Innenaufnahme - nah

Innenaufnahmen bei Tageslicht sind ebenfalls keine Hürde für die 8 MP-Kamera des Galaxy S3. Recht detailtreu, farbecht und scharf, können wir kaum Kritik anbringen, auch nicht, wenn man, wie auf diesem Bild, im Nahbereich operiert.

Gutes Ergebnis auch bei dieser Innenaufnahme, nur leichte Unschärfen beim Treppenpfosten und Überstrahlungen im Bereich der Fensterbank

Detailbild mit Blitz

Der Blitz fokussiert sich auf das zentrale,, zu fotografierende Objekt. Bei Ganzraumaufnahmen mit wenig Lichteinfall könnte die Ausleuchtung noch homogener sein. Durch den Blitzeinsatz verlieren die Farben, wie üblich, an Intensität. 

Szenen-Modi

Zu den Funktionen der Kamera. Wie üblich bei Samsung finden sich umfangreiche Zusatzfunktionen, bei den Einstellungen finden sich unter anderem die Funktion "Selbstportrait" und "Fotolicht",  der Aufnahme- und der Szene-Modus. Es gibt verschiedene Szene-Modi: Portrait, Landschaft, Nacht, Sport, Party/Innen, Strand, Schnee, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Herbstfarbe, Feuerwerk, Text, Kerzenlicht und Hintergrundbeleuchtung. 

Alle Foto- und Videofunktionen in der Übersicht

Fotokamera:

Kamerawechsel hinten/vorn, Fotolicht: Aus, Ein, Auto Fotolicht; Aufnahmemodus: Einzelbild, Serienbildaufnahme, HDR, Smile, Beauty, Panorama, Cartoon, Aufnahme senden, Foto mit Buddy teilen; Fokus-Modus: Autofokus, Makro, Gesichtserkennung; Einstellungen: Schnellzugriffe bearbeiten, Selbstporträt: ein/aus; Fotolicht, Aufnahmemodus, Szenemodus: Ohne, Porträt, Landschaft, Nacht, Sport, Party/Innen, Strand/Schnee, Sonnenuntergang, Morgendämmerung, Herbstfarbe, Feuerwerk, Text, Kerzenlicht, Hintergrundbeleuchtung; Belichtungswert: -2.0 bis +2.0; Fokus-Modus; Selbstauslöser: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 sek.; Effekte: Ohne, Negativ, schwarzweiß, Sepia; Auflösung: 8M 3264x2448, w6M 3264x1836, 3,2M 2048x1536, w2,4M 2048x1152, w0,9M 1280x720, 0,3M 640x480; Weißabgleich: Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampe, Fluoreszent; ISO: Automatisch, 100, 200, 400, 800; Messung: Mittelbetont, Spot, Matrix; Sichtbarkeit im Freien: ein/aus; Bildstabilisator: ein/aus; Automatischer Kontrast: ein/aus; Hilfslinien: ein/aus; Bildqualität: Sehr fein, Fein, Normal; GPS Tag: ein/aus; Spiegelverkehrt speichern, Speicher: Telefon, Speicherkarte; Zurücksetzen; Nachbearbeitungsmöglichkeiten: Gesichts Tag, in Zwischenablage kopieren, nach links drehen, nach rechts drehen, zuschneiden; Bearbeiten; Festlegen als: Hintergrund (Home-Bildschirm), Hintergrund (Sperrbildschirm), Home- und Sperrbildschirm, Kontaktfoto; Foto mit Buddy teilen, Drucken, Auf Karte anzeigen, umbenennen. Weitere Nachbearbeitungsmöglichkeiten erhält man, wenn man den "Foto Editor" aus dem Samsung App Store heruntergeladen hat.

Videokamera: 

Kamerawechsel; Aufnahmemodus: Normal, für MMS; Fotolicht: ein/aus; Einstellungen: Schnellzugriffe bearbeiten; Selbstaufnahme: ein/aus; Fotolicht, Aufnahmemodus, Belichtungswert: -2.0 bis +2.0; Selbstauslöser: Aus, 2 Sek., 5 Sek., 10 sek.; Effekte: Ohne, Negativ, schwarzweiß, Sepia; Auflösung: 1920x1080, 1280x720, 720x480, 640x480, 320x240; Weißabgleich: Automatisch, Tageslicht, Bewölkt, Glühlampe, Fluoreszent; Sichtbarkeit im Freien; Bildstabilisator: ein/aus; Hilfslinien: ein/aus; Videoqualität: Sehr fein, Fein, Normal.

Musikwiedergabe

Musicplayer - Titelübersicht

Musicplayer - Wiedergabe eines einzelnen Titels

Musicplayer - EQ-Programme ab Werk

Teil 2

Musicplayer mit vielfältigen EQ-Einstellungen

Extended-Einstellmöglichkeiten

3,5 mm Kopfhörerausgang

Da der eingebaute Lautsprecher auf der Rückseite platziert ist, wird die Wiedergabequalität, wenn man das Smartphone einfach frontseitig auf den Tisch legt, eingeschränkt. Das ist schade, denn prinzipiell präsentiert das Galaxy S3 Musik relativ klar und mit tadelloser Lebendigkeit. Bis auf wenige Funktionen, die man nur im Kopfhörerbetrieb nutzen kann, ist auch der EQ bei Einsatz des eingebauten Lautsprechers zu verwenden. Mit dem mitgelieferten Ohrhörer lässt sich ein sehr ansprechendes akustisches Erlebnis realisieren. Interessant ist der virtuellen 7.1 Aufpolierer, der es tatsächlich schafft, eine als intensiv empfundene Weitläufigkeit und Räumlichkeit zu generieren. Das Ergebnis wirkt noch recht natürlich und nicht zu hallbetont. Wenn man nicht die vorgefertigen EQ-Programme nutzen möchte, kann man unter der Rubrik "Benutzerdefiniert" mittels 7-Band-Graphic-EQ auch selber "Hand anlegen". Unter den "Extended" Einstellungen finden sich dann noch ein nur mittels Kopfhörerbetrieb zu verwendende "3D" Funktion mit wenig bis keinem Nutzen sowie Parameter für Bass, Reverb Level, Raumgröße und Klang-Klarheit. Anstatt die Klarheit zu optimieren, wird der Klang bei Verwendung von "Clarity" aber in erster Linie aus tonaler Sicht heller. 

Der S3-Käufer muss sich nicht bei Google Play eine Diktiergerät-App herunterladen, Samsung liefert gleich eine ab Werk installierte mit

S-Voice

S-Voice: Erklärung zur Verwendung, Teil 1

Teil 2

 

S-Voice - Befehl zum Aktivieren

S-Voice - Nutzungsmöglichkeiten

"S-Voice" nennt sich Samsungs Versuch, Apples "Siri" Paroli zu bieten - mit mäßigem Erfolg. Oftmals werden Befehle auch dann, wenn man gut verständlich und nicht schnell spricht, nicht korrekt verstanden und demnach auch nicht akkurat ausgeführt. Auch bei der jetzigen "Siri" Version besteht noch Verbesserungspotential, aber Siri reagiert in der Regel gerade bei einfachen Befehlen zuverlässiger und sicherer. 

Konkurrenzvergleich
  • HTC One X: Das One X ist ein harter Konkurrent für das Galaxy S3. Dass das HTC nicht in Konkurrenz zu Siri und S-Voice treten möchte, empfinden wir aktuell nicht als Nachteil. Das Display des S3 erscheint noch eine Idee farbenprächtiger, extrem schnell sind beide Smartphones. Für das HTC spricht der hochwertigere Auftritt, für das Galaxy S3 der austauschbare Akku und die Speichererweiterung mittels MicroSD-Karte. Der Akku des Samsung hält minimal länger, zudem sind Videoaufnahmen noch eine Idee schärfer und farbechter. Im Foto-Betrieb erscheinen die Bilder, die mit dem S3 geschossen werden, etwas dynamischer. Dafür leuchtet der HTC-Blitz homogener aus. Beide Smartphones sind etwas gleich teuer und unterstützen kein LTE. 

  • Samsung GT-I9250 Galaxy Nexus: Das Nexus ist preiswerter als das Galaxy S3 und für rund 380 EUR zu haben. Dafür gibt es aber ein geringfügig kleineres 4,65 Zoll Display, das aber auch schon 1280 x 720 Pixel mitbringt, und eine 5 MP anstatt einer 8 MP Kamera. Die Kamera des Nexus kommt weder im Video- noch im Still Imaging Betrieb an die Performance der Kamera des S3 heran. Da das Nexus ein Dual Core Smartphone ist und das S3 eine Quad Core CPU aufweist, ist das Nexus etwas langsamer - aber weniger deutlich, als angenommen, da das Nexus als "Google Pure" Smartphone keine über ICS gelegte weitere Benutzeroberfläche aufweist. NFC haben beide Smartphones, gegen das Nexus spricht, dass der Speicher nicht durch MicroSD-Karten erweitert werden kann. 

  • Apple iPhone 4S: Das iPhone 4S ist ein "Evergreen" und überzeugt nach wie vor durch einfache Bedienbarkeit, großes App-Angebot, tolle Verarbeitung und kompakte Abmessungen. Nicht jeder möchte ein Riesen-Smartphone mit Bildschirmdiagonalen von 4,5 Zoll und mehr ständig mit sich herum tragen - das sollte bedacht werden. Schnell ist das iPhone 4S nach wie vor, obwohl es "nur" einen Dual Core-Prozessor hat. Top sind nach wie vor Still Imaging- und Video-Performance (1080p), hier bleibt das Galaxy S3 absolut in Reichweite. Sehr gut ist auch, dass es das iPhone in einer Version mit 64 GB gibt. Nicht ganz so überzeugend: Empfangsstabilität, Akkulaufzeit und die fehlende Speichererweiterungsmöglichkeit. Zudem - wer Multimedia in Reinkultur genießen möchte, sollte sich ein Smartphone mit größerem Display zulegen, aber das ist Geschmackssache. 

Fazit

Das Samsung Galaxy S3 ist ein herausragendes Smartphone der Spitzenklasse: Es ist enorm schnell, bietet ein erstklassiges Display, vielfältige Hubs für Musik- und Videonetworking, AllShare für die einfache Kommunikation mit anderen Netzwerkgeräten wie TV oder BD-Player und eine überragende Kamera, die im Video- und im Still Imaging-Betrieb begeistert. Das Galaxy S3 liegt trotz der Größe ausgezeichnet in der Hand und ist gut, wenn auch nicht überdurchschnittlich, verarbeitet. Lobenswert sind Speichererweiterungsmöglichkeit und auswechselbarer Akku. S-Voice als flexible Sprachsteuerung ist noch nicht so ausgereift, wie wir uns es wünschen würden, und eine dedizierte MicroHDMI-Buchse stände auch noch auf unserer Wunschliste. 

Erstklassiges Smartphone  - extrem schnell, sehr zuverlässig und mit brillantem Display

Smartphones Luxusklasse
Test 12. Juli 2012

+ Sehr zuverlässig
+ Erstklassige Arbeitsgeschwindigkeit
+ Brillante Grafik und überragendes Display
+ Kamera mit ausgezeichneten Ergebnissen im Video- und Still Imaging-Betrieb
+ Akku mit ordentlichem Durchhaltevermögen
+ Akku herausnehmbar
+ Speicher extern erweiterbar mittels MicroSD-Karten bis 64 GB

- S-Voice noch nicht überzeugend
- Aktuell in Deutschland nicht mit LTE erhältlich

Test: cr/phk/AREA DVD Multimedia pr
Datum: 12.07.2012

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