TEST: Raumfeld by Teufel WLAN-Lautsprecher Raumfeld One

12.01.2011 (cr/sw)

Stimmige, kompakte Erscheinung

Elegante Details

Rückseite mit WLAN-Antenne, Cinchanschlüssen, Netzwerkschnittstelle (drahtgebunden), USB-Terminal für die Einbindung von Musik von USB-Medien, Netzschalter, Euro-Netzsteckeranschluss

Einführung

Der Raumfeld One für 449 EUR stellt die neueste Erweiterung der erfolgreichen Raumfeld by Teufel-Produktfamilie dar. Wie die größeren Geschwister Speaker S, Speaker M sowie Speaker L ist auch Raumfeld One ein WLAN-/Streaming Lautsprecher, der allerdings nicht paarweise, sondern einzeln auftritt und somit als kompakte All-In-One-Lautsprecherlösung fungiert. Wie auch die anderen Schallwandler kann er nicht nur kabellos in Räumen (empfohlen für Räume bis 25 m2) verwendet werden, sondern ist auch offen für das Musik-Streaming von verschiedenen Medien (z.B. Raumfeld Base, Home Server, PC) und kann sehr einfach anhand einer Funkfernbedienung/Controller (alternativ kann auch das Smartphone zur Zweit- oder auch Haupt-Fernbedienung gemacht werden) zu bedienen ist. Musik kann nach erfolgter Erstinstallation aus dem Web oder aus der Musiksammlung einfach aufgerufen werden.

Systeminstallation

Einfache sowie komfortable Steuerung mit dem Raumfeld Controller

Wer bereits über ein Raumfeld-System verfügt, kann „Raumfeld One“ einfach einbinden. Nutzt man den Raumfeld Controller, muß „Raumfeld One“ lediglich registriert werden. Dies geschieht, indem man die Set-up-Taste hinten am „Raumfeld One“ drückt und wartet, bis die beiden Status-LED’s vorne blinken. 

Anschließend kann man auf dem Display des Raumfeld Controllers verfolgen wann die Konfiguration abgeschlossen ist. Das „Raumfeld One“ stellt eine ideale Systemergänzung im All-in-one-Design dar, die sich besonders gut in kleineren Räumen, wie z.B. in der Küche macht.

Natürlich arbeitet „Raumfeld One“ auch mit dem Music-Server „Raumfeld Base“ problemlos zusammen. Wer mit dem „Raumfeld One“ neu startet und noch über keine Raumfeld-Komponenten verfügt, kann kostengünstig durchstarten. Man braucht nur einen Desk-Top-PC oder ein Notebook bzw. einen Home-Server. Eine dieser Komponenten übernimmt die Funktion des Music-Servers. Wer ein Apple iPhone nutzt oder einen iPod Touch benutzt, kann sich die kostenlose Raumfeld-App aus Apples AppStore zur Steuerung des „Raumfeld One“ herunterladen. Mit dieser ist es ferner möglich, auf verschiedene Internet-Musikdienste wie napster, simfy, tuneIn oder last.fm  zurückzugreifen – ebenso wie mit dem Raumfeld Controller.

App für Apple iOS-Geräte

Die App lässt eine schnelle Konfiguration zu und ist einfach zu bedienen. Man sollte aber wissen, dass für die Ersteinrichtung „Raumfeld One“ über ein Netzwerkkabel mit dem Router verbunden werden muß, wenn man das Gerät mittels der i-Phone-App einrichten will. Bei Einrichtung über einen optional erhältlichen Raumfeld Controller ist dieser Schritt nicht nötig. Wichtig ist die Einrichtung der Musik Resourcen. Dieser können von folgenden Quellen kommen, wenn man keine Raumfeld Base als Server einsetzt:

- Computer
- NAS-Festplatte
- Home-Server
- USB-Speicher
- UPnP-Gerät

Wichtig ist, dass nur Musikordner verfügbar sind, die zuvor im Netzwerk freigegeben wurden. Ebenfalls ist zu beachten, daß nur USB-Festplatten mit eigener Stromversorgung eingesetzt werden können. Kleine, ultra-portable Festplatten, die ihren Strom über USB beziehen, werden nicht korrekt ins System einbezogen.

Im Testbetrieb konnten wir uns von der hohen Betriebssicherheit des Raumfeld One überzeugen - Signalstörungen oder andere Übertragungsprobleme sind ein Fremdwort, es kam zu keinerlei Aussetzern bei der Wiedergabe von Titeln. Die Einbindung erfolgte schnell und problemlos. 

Verarbeitung

Hochwertiges Erscheinungsbild rund um den leicht eiernden, insgesamt aber gut gelagerten Lautstärke-Drehregler

Status-LEDs

Formensprache auch von hinten überzeugend

Basschassis nach unten abstrahlend unter dem Raumfeld One montiert

Bassreflex-Austrittsöffnung

Gesamtansicht von unten

Verarbeitung im Detail

Optisch gesehen macht das Raumfeld One einen guten Eindruck, da seine graphitfarbene Abdeckung und die weiße Oberfläche in interessantem, elegantem Kontrast zur aus gebürstetem Aluminium bestehenden unteren Blende auf der Gerätefront stehen. Das rückwärtige Anschlussfeld ist tadellos eingepasst, das gilt auch für die Stoffabdeckung über den Lautsprecherchassis.  Bei unserem Testexemplar könnte der Kantenschliff noch etwas präziser ausfallen, ansonsten macht die weiße Schleiflackoberfläche einen guten Eindruck.

Klang

Aufgrund des kompakten Designs haben wir „Raumfeld One“ keine großartigen akustischen Fähigkeiten zugetraut. Das Datenblatt lässt allerdings doch einiges erhoffen, schließlich sind 5 Lautsprecher Chassis, inklusive Subwoofer und 90 Watt Class D Endstufe (Sinus-Leistung) durchaus Garant für eine gewisse akustische Leistungsfähigkeit. Besonders gefällt uns an „Raumfeld One“, dass der komplette W-Lan-Lautsprecher sehr ausgeglichen und harmonisch klingt. Durch diese Eigenschaft werden emotionale Stücke, wie „L’attesa" von Andrea Bocelli ebenso gut wiedergegeben wie Antonio Vivaldis "Vier Jahreszeiten“, energiegeladene Lieder wie „Over the hills and far away" von Nightwish oder kraftvolle Beats wie bei „Das Boot“ im Remix von „Disco Cell“. Beeindruckend beim kompakten Gerät sind Räumlichkeit und Nachdruck im Bassbereich. 

Offensichtlich trägt die Platzierung des Bass-Chassis unter dem Gerät nebst der großzügigen Dimensionierung des Bass-Treibers zum kraftvollen Klangeindruck maßgeblich bei. Die Bassreflexöffnung wurde wohl mit Sorgfalt konstruiert, denn störende Strömungsgeräusche sind auch bei gehobenem Pegel kaum zu vernehmen. Die Impulstreue ist bei jedem gehörten Stück sehr zu loben, auch "Always on my Mind" von den Pet Shop Boys wirkt aufgeräumt und schwungvoll. Die Stimme des Sängers wird prima heraus gearbeitet, enorme Betonung vokaler Konturen und feine Details beim Abklingen einer Stimme oder eines Synthesizer-Effektes kann ein Gerät dieser Bauart naturgemäß nicht bieten. Durch den ausgesprochen runden, nie störenden Klang, der aber gleichzeitig keine emotionslose Langeweile verbreitet, eignet sich Raumfeld One sehr gut, um den ganzen Tag Musikstücke vom Server oder aus dem Internet Radio zu hören. Das kräftige Fundament, welches geboten wird, ist auch bei Pegeln, die im Rahmen der viel zitierten Zimmerlautstärke sind, bereits gut heraus zu hören und sorgt für einen kompletten, erwachsenen Klangeindruck. 

Interessant sind zwei Dinge, zum einen passt „Raumfeld One“ von der klanglichen Auslegung her perfekt zu den größeren Raumfeld Lautsprechern (Speaker S bis Speaker L), zum anderen zeigt „Raumfeld One“ eine andere klangliche Auslegung als das kürzlich getestete Teufel AirPlay-Soundstation iTeufel Air. Klingt letztere Komponente eher analytisch, straff und schlank, offeriert „Raumfeld One“ einen vollen, auf Volumen, Homogenität und Nachdruck getrimmten Klang. Welche Auslegung besser gefällt, ist Geschmacksache, wir persönlich bevorzugen die Auslegung des „Raumfeld One“, da sie in der täglichen Hörpraxis bei jeder Art von Quellmaterial für viel Hörfreude sorgt. 

Zu diesem Eindruck passt auch die höhere Pegelfestigkeit des „Raumfeld One“. Für ein Gerät dieser Kategorie sind die erreichbaren Pegel außerordentlich hoch, so macht auch „Mindcrasher" von Blank & Jones viel Vergnügen, da Nachdruck und Impulstreue im Bassbereich überdurchschnittlich gut sind. Vergleichen wir mit dem Sonos Play:3, so ist festzustellen: Auch Play:3 bietet nach wie vor richtig gute klangliche Qualitäten, zudem ist die Sonos-Alternative noch kompakter. Raumfeld One wirkt aber von der Optik her nobler, wenngleich bei genauem Hinschauen die Verarbeitung von Play:3 auch überzeugen kann. Der Sonos Lautsprecher wirkt sehr robust, es geht ihm aber etwas Noblesse ab. Die kleineren Abmessungen schlagen sich verständlicherweise klanglich direkt nieder, so detailreich, räumlich dicht und nachdrücklich klingt Play:3 nicht. In Anbetracht der kleineren Abmessungen und des günstigeren Preises kann man aber auch mit Play:3 sehr zufrieden sein. 

Fazit

Mit sehr gelungener Optik, fairem Kaufpreis und hervorragenden akustischen Eigenschaften empfiehlt sich „Raumfeld One“ gleichermaßen als Einstieg in die Raumfeld-Welt oder als gewinnbringende Erweiterung bestehender Raumfeld Systeme. Durch die kompakten Abmessungen kann „Raumfeld One“ beinahe überall eingesetzt werden. Die Verarbeitung ist bilanzierend gut, ausgezeichnet sind Tiefgang, Räumlichkeit und akustische Ausgewogenheit. 

In bester Raumfeld by Teufel-Tradition aufspielend, stellt Raumfeld One eine schicke und akustisch hervorragende, kompakte Lösung für Neueinstieg oder Erweiterung dar

Wireless/Streaming-Lautsprecher Mittelklasse
Test 12. Januar 2012

+ Einfache Einbindung in bestehende Systeme
+ Einfache Erstinstallation
+ Viele Erweiterungsmöglichkeiten
+ Kräftiger und gefälliger Klang
+ Gute Pegelfestigkeit
+ Für nahezu alle Musikstile geeignet
+ Sehr betriebssicher

- Nur eine Farbversion lieferbar

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 12.01.2012

Raumfeld One bei www.teufel.de
Technische Daten
  • Infrastrukturmodus Ja
    WLAN-Standards 802.11g
    WLAN-Übertragungsrate 54 MBit/s
    Maximale WLAN Reichweite 40,00 m
    WLAN-Verschlüsselung WPA/WPA2 personal
    10/100-Mbit/s Ethernet Ja
    Analog-Eingänge 1
    Cinch-Eingang Stereo 1
    MP3 Ja
    WMA Ja
    WAV Ja
    AAC Ja
    FLAC Ja
    OGG Ja
    M4A Ja
    Apple Lossless Ja
    Betriebsspannung 220-240 VAC Volt
    Standby-Funktion Strom-optimierter Modus möglich
    Maximale Leistungsaufnahme 100 Watt
    Netzkabel Kaltgeräte-Buchse Ja
    USB 2.0 USB 2.0 Host
    LAN Ethernet
    W-LAN 802.11g
    Frequenzbereich von/bis 65-20000 Hz
    Akustisches Prinzip Bassreflex
    Gehäuseoberfläche Schleif-Lack
    Standfuß integriert Ja
    Verstärker-Technologie Class D
    Verstärker-Konfiguration 2.1
    Verstärkerkanäle 3
    Ausgangsleistung Maximal Satelliten-Kanal 25 Watt
    Ausgangsleistung Maximal Subwoofer-Kanal 50 Watt
    Ausgangsleistung "Sinus" Satelliten-Kanal 20 Watt
    Ausgangsleistung "Sinus" Subwoofer-Kanal 45 Watt
    Multiroom Ja
    Hochtöner (Anzahl) 2
    Hochtöner (Durchmesser) 25,00 mm
    Hochtöner (Material) Gewebe
    Mitteltöner (Anzahl) 2
    Mitteltöner (Durchmesser) 65,00 mm
    Mitteltöner (Material) Zellulose, beschichtet
    Tieftöner (Anzahl) 1
    Tieftöner (Durchmesser) 130,00 mm
    Tieftöner (Material) Polypropylen
    Sonstiges Downfire-Subwoofer
    Abmessungen Tiefe 16,50 cm
    Breite 40,00 cm
    Höhe 18,50 cm
    Gewicht 5,80 kg

  ZURÜCK
Copyright © AREA DVD