TEST: Pioneer Stereo-Kombination A-30K/N-30K/PD-30K

13.11.2012 (cr/sw)

Netzwerkplayer N-30K, darunter CD/SACD-Player PD-30K, unten der Stereoverstärker A-30K. Das "K" steht für die schwarze Variante

Einführung

Pioneer sieht deutliche Wachstumschancen im Stereo-Segment und baut darum das Produkt-Portfolio in diesem Bereich massiv aus. Besonders interessant sind die jeweiligen Vertreter der Mittelklasse - aus preislicher Sicht. Zum Test angetreten sind der Stereoverstärker A-30 (299 EUR), der CD/SACD-Player PD-30 (399 EUR) und der Netzwerkplayer N-30 (399 EUR). Zusammen kommt das "flotte Trio" somit auf rund 1000 EUR. Lieferbar sind die Komponenten in schwarz ("K" hinten an der Modellbezeichnung) beziehungsweise in silber ("S" hinten an der Modellbezeichnung). Wir waren gespannt auf die Leistungen der preislich fairen Komponenten. 

Die einzelnen Komponenten

A-30

Klassisches Design und Alu-Frontblende

Der Pioneer A-30 ist ei Stereoverstärker mit Direct Energy Design und besitzt ein Frontpanel aus gebürstetem Aluminium. Zentral untergebracht ist der große Lautstärkeregler, der gut geführt, aber nicht gerastert ist. Neben dem Lautstärkeregler ist von vorn gesehen rechts der Eingangswahlregler, links davon sind unter anderem die Drehregler für Balance, Höhe und Bässe.  Unten links ist auch ein 6,25 mm Kopfhörerausgang vorhanden. Der Verstärker wiegt 7,9 kg und misst 435 mm in der Breite, 128 mm in der Höhe und 360 mm in der Tiefe. 

Großer und griffgünstiger Lautstärkedrehregler

Eingangswahl-Drehrad neben dem Lautstärkeregler

Weitere Merkmale: Direct-Knopf, Loudness-Schaltung, Speaker A+B, Regler für Bass, Höhen, Balance

Fernbedienung

Die mitgelieferte Fernbedienung geht für die Preisklasse absolut in Ordnung. Sie ist recht schmal, liegt aber gut in der Hand. Die Bedienelemente sind relativ klein, die Druckpunkte sind ordentlich, aber nicht perfekt. Gerade die Tasten für die Lautstärkereglung könnten noch etwas knackiger Feedback geben. Ansonsten ist die Bedienung sehr einfach - bei einem klassischen Stereoverstärker kann man auch nicht viel falsch machen. 

Solide Standfüße, gut eingepasste Alu-Front

Anschlüsse beim A-30: Phono (MM), Tuner, SACD/CD, AUX, Netzwerk, Recorder (in+out), Power Amp Direct

Lautsprecherkabel-Anschlussterminals

Control in/out

Gesamte Rückseite - sauber verschraubt

Der A-30 verfügt ausschließlich über analoge Anschlussmöglichkeiten. Digitale Signale müssen demnach immer im Quellgerät gewandelt und in analoger Form zum A-30 transportiert werden. Die Anschlussterminals fürs Lautsprecherkabel sind Bananenstecker-geeignet und von normaler Qualität. 

Der Überblick zeigt genau den symmetrischen Aufbau

Das Innenleben des preisgünstigen Stereoverstärkers zeigt sich aufgeräumt. Beim Overview über das Innenleben erkennt man gut den symmetrischen Aufbau. Die Kühlkörper bestehen aus Aluminium. Bei solchen Mittelklasse-Modellen darf man natürlich keine aufwändigen Verstrebungen etc. im Innenraum erwarten, für die Preisklasse aber ist das Finish lobenswert. Auch die Verkabelung präsentiert sich sauber. Der Verstärker bringt es auch eine maximale Ausgangsleistung von 70 Watt (20 Hz bis 20 kHz, 0,1 % Klirr, 4 Ohm) pro Kanal. Im Lautsprecher A/B Betrieb können Impedanzen von 4 bis 16 Ohm am Ausgang anliegen, im Lautsprecherbetrieb A+B 8 sind es 8 bis 16 Ohm und im Bi-Wiring-Modus 4 bis 16 Ohm. Im Standbybetrieb verbraucht der A-30 lediglich 0,3 Watt. 

Trafo

Layout im Detail, Kühlkörper aus Aluminium

Kühlkörper im Detail

Elkos

CD/SACD-Player PD-30

Aufgeräumte Alu-Front, kühl-eleganter Auftritt, SACD-Abspielfähigkeit: Das ist der PD-30

Tadellose Verarbeitung beim PD-30

Ordentliches Display, sehr schön integriert, darunter die Disclade

Discs könnten durchaus noch etwas flotter eingelesen werden

Fernbedienung

Der SACD/CD-Spieler PD-30 mit tadellos eingepassten Bedienelementen auf der Alufront weist eine Direct-Konstruktion mit separater Abschirmung aus. Diese Abschirmung isoliert die Audioeinheit von der Netzteilsektion - keine gegenseitigen Beeinflussungen und kurze Signalwege sind die Folge dieser Maßnahme Weiteres Ausstattungsmerkmal ist die Hi-Bit-DSP-Technologie im PD-30, sie erhöht die Verarbeitungsgenauigkeit und sorgt so für präziseren Klang. Ein iPhone, iPad oder iPod kann über den digitalen Frontanschluss verbunden werden. Dies funktioniert in der Praxis problemlos, man muss als Funktion dann "iPod/USB" anwählen. Mittels der mitgelieferten Fernbedienung, optisch exakt so wie die des A-30 gehalten, kann man über die Taste "iPod Menü" sogar den iPod oder das iPhone bezüglich der Musikwiedergabe steuern. Würden die Tasten auf der Fernbedienung (Navigationseinheit in der Mitte) noch etwas klarere Druckpunkte bieten, wäre dieses Unterfangen noch erfreulicher. Auch ein USB-Stick kann, ebenso wie beim Netzwerkplayer N-30, vorn angeschlossen werden. MP3, MPEG-4, AAC und WMA können wiedergegeben werden. FLAC HiRes-Dateien spielt der Pioneer vom Front USB-Eingang nicht ab. Für eine möglichst reine Wiedergabe analoger Signale gibt es den Pure Audio Listening Modus. Der Sound Retriever verbessert die Klangqualität bei komprimierten Audio-Dateiformaten. Der 5,6 kg wiegende Player misst 435 mm in der Breite, 128 mm in der Höhe und 329 mm in der Tiefe. Unter dem SACD/CD-Player sitzen wie bei den anderen Komponenten solide Standfüße.

Im Inneren ist die Audioeinheit von der Netzteilsektion isoliert

Trafo

Detailansicht Netzteilsektion

Platinenlayout

Das Laufwerk bringt einige "verborgene Talente" mit

Besonderheit beim PD-50 und auch beim hier vorgestellten PD-30: Legt man im Brennprogramm als Format eine Datendisc an (ohne zusätzlich zu erstellende Struktur, einfach Dateien darauf brennen) , kann man DSD-Dateien zur Erstellung einer Sicherheitskopie auch brennen. Ein Hindernis gilt es aber noch zu überwinden: DSD-Dateien sind sehr groß – 10 Minuten können hier gut und gern 1 GB entsprechen. Mit einem herkömmlichen CD-Rohling kommt man demnach nicht weit (nur 650 bis 700 MB). Daher kann man auch eine DVD-R mit 4,7 oder 8,5 GB verwenden (DVD-Rohlinge sind ja sehr preiswert geworden) und sich Dateien auf diese DVD-R brennen. Und obwohl PD-30 und PD-50 keine DVD, sondern CD/SACD-Player sind, können diese DVD-Rs wiedergegeben werden. Da sie mit einem roten Laser abgetastet werden, erkennt das Laufwerk die Discs als SACD und gibt sie wieder. Datendiscs lassen sich auch als MP3/WMA/AAC-Disc lesen. In der Praxis könnte das Laufwerk partiell noch etwas flotter sein, die Geräusche beim Einlesen sind vertretbar. Aussetzer oder Störungen leistete sich der PD-30 auch bei leicht zerkratzten Discs nicht. 

CD/SACD-Player mit analogem Ausgang und optischem sowie koaxialen digitalen Ausgang

Übersicht über die Formate, die der PD-30 wiedergibt:

• CD, CD-R, CD-RW
• SACD
• DVD-R (nur DSD Dateien), DVD-RW (nur DSD Dateien)
• DSD, MP3, WMA, AAC, MPEG-4

N-30

Netzwerkplayer mit Internet Radio und Streaming-Funktion auch für HiRes-Dateien

Die Frontblende besteht auch beim Netzwerkplayer aus Aluminium. Rechts ist das Display eingelassen, daneben die Tasten für grundlegende Bedienung. Unter dem Player gibt es vier große Standfüße, die für sicheren Halt und noble Optik sorgen. Wie auch bei den anderen Stereo-Komponenten sind die Passungen von Frontblende und Bedienelementen sehr gut. Die mitgelieferte Alu-Fernbediendung ist recht übersichtlich, der Druckpunkt der Tasten könnte noch etwas besser sein. Gleich oben angesiedelt sind die Knöpfe für die verschiedenen Wiedergabeformen (iPod, Internet Radio, Music Server, USB, Bluetooth, AirJam). 

Display

Fernbedienung

Sehr gute Verarbeitung

Komplette Rückseite: Analoger Ausgang, optischer und koaxialer Digitalausgang, Adapter Port-Terminal, LAN-Buchse

Innenleben - an Bord sind 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler. Kennzeichen ist auch das geschirmte Netzteil

Platinenlayout

Im Detail

Trafo

Der N-30 Netzwerkplayer beherrscht Apple AirPlay (funktioniert problemlos), bietet einen Front USB-Anschluss für iPod, iPhone und iPad mit Ladefunktion (wie PD-30), ist kompatibel zur Pioneer ControlApp (für Apple iOS- und Android-Smartphones) und zur AirJam-App, ist mittels optionalem Adapter AS-BT200 auch Bluetooth-fähig, kann mittels dem WLAN-Adapter AS-WL300 auch drahtlos ins Heimnetzwerk eingebunden werden, er gibt  hochauflösende Musik auch vom Server oder vom USB-Stick bis 192 kHz/24-Bit wieder und verfügt über ein hoch auflösendes farbiges Display mit Coveranzeige. Für Präzision bei der Datenübertragung sorgt die High-Accuracy Master Clock-Schaltung. Die 192 kHz/24-Bit D/A-Wandler arbeiten kanalgetrennt. Der 5 kg schwere Netzwerkplayer ist 435 mm breit, 99 mm hoch und 330 mm tief. 

Test-Lautsprecher
Klang

Die Pioneer-Kombination liefert bereits bei deutlich datenreduzierten MP3-Dateien eine saubere Leistung ab. Wir haben unser iPhone 4S an den Fronteingang des PD-30 angeschlossen und uns „L’Attesa“ angehört. Wir haben dazu den Sound Retriever für deutlich komprimierte Dateiformate aktiviert (alternativ gibt es auch noch den Sound Retriever „High“, anwählbar sind die Programme über die FB) und waren sehr angetan. Der Sound Retriever sorgt für mehr Klarheit und Lebendigkeit, indem er Andreas Stimme mehr Kontur gibt und den Hochtonbereich hörbar brillanter macht. Das Matte, Bewegungslose, das eine solche stark komprimierte Datei normalerweise akustisch mitbringt, entfernt der Sound Retriever gekonnt. 

Aber auch House/Trance-Musik aktuellen Zuschnitts macht viel Freude: „Fiesta“ von Francesco Diaz&Young Rebels begeistert durch den satten Kickbass und den dynamischen Effektaufbau. Auch hier haben wir wieder eine MP3-Datei, die aber kraftvoll und räumlich klingt. Der Sound Retriever hat hier wiederum für eine deutliche akustische Steigerung gesorgt und vor allem auch das Timing im Bassbereich optimiert. Wer einen vollen, satten Bassbereich und eine nachvollziehbare akustische „Badewanne“ liebt, kann die Loudness-Funktion aktivieren. Der Bass wird satter, die Hochtonwiedergabe enorm lebendig und strahlend. Wer den „Club-Style“ klanglich schätzt, kommt hier voll auf seine Kosten. Die „Loundness“ Schaltung hat eigentlich zur Aufgabe, bei verhaltener Lautstärke durch Anhebung von Bass- und Hochtonbereich für einen vollen Sound zu sorgen. Seit geraumer Zeit ist dieses Trend-Feature der 80er Jahre in Vergessenheit geraten – Pioneer aber hält immer daran fest und baut auch in die neuen Stereoverstärker eine Loudness-Schaltung ein. Der Beat wird ungemein kraftvoll, raumfüllend, Klangeffekte schießen weit in den Hörraum hinein – ein echtes akustisches Spektakel, und man mag kaum glauben, dass der A-30 lediglich 299 EUR kostet. 

Herkömmliche CDs werden von der Kombination aus PD-30 und A-30 souverän wiedergegeben. Was auffällig ist: Waren Pioneers Komponenten, gerade günstiger Preisklassen, früher oftmals eher „grobmotorisch“ fähig - sie boten tolle Grobdynamik und viel Nachdruck -, so ist selbst der preiswerte A-30 ein ausgesprochen musikalischer Verstärker, in Zusammenarbeit mit dem präzise zuspielenden PD-30 ist diese Kombination auch für Liebhaber klassischer Musik zu empfehlen. Die „schöne, blaue Donau“ des legendären Walzerkönigs Johann Strauss geben Pioneers Stereo-Komponenten facettenreich und mit Verve sowie Schmiss wieder. Der spezielle Walzertakt kommt ausgezeichnet heraus, da die Impulstreue hoch liegt – erstaunlich, bedenkt man, welchen Preisklassen die Komponenten angehören. Die stellenweise liebliche, stellenweise zackige Auslegung mit einer Vielzahl an Dynamiksprüngen kommt sehr schön heraus. 

Bei der Compilation „Pears Of The 80s“(Maxiversionen besonders interessanter Titel) haben wir uns für die Langversion des a-Ha-Klassikers „The Sun Always Shin On TV“ entschieden. Hier spielt das Pioneer-Duo geschmeidig und wiederum kraftvoll auf. Zu loben ist auch der angenehme Klang, früher waren Pioneer-Komponenten aggressiver und spitzer ausgelegt. Hier muss man schon die „Loudness“-Taste aktiveren, um diesen von manchen durchaus geliebten „Kick“ wieder zu bekommen. Dann entsteht enormer Nachdruck im Bassbereich, die Höhen kommen mit mehr Prägnanz heraus. Die sehr gute Stimmeinarbeitung ist uns deutlich aufgefallen. 

Im SACD-Betrieb lauschen wir Bryan Ferry bei „It’s All Over Now, Baby Blue“ und freuen uns über den präzise getroffenen Rhythmus und die charismatische Stimmwiedergabe. Stimmen und Instrumente werden akkurat voneinander getrennt, die Konturen aller akustischen Elemente sind klar nachvollziehbar. Die Mundharmonika kommt tadellos heraus. 

Sehr gepflegt auch die Vorstellung bei „The Glide“ von Ralph Towner, gespielt vom „Acoustic Triangle“ (SACD). Das Saxophon kommt ebenso wie Bass und Klavier prima heraus. Man darf nicht die direkte Virtuosität teurer Komponenten erwarten – aber Durchzeichnung und Finesse sind für Modelle der gehobenen Einsteigerliga höchst beachtlich. Der Klang löst sich zudem auch gut vom Lautsprecher und verteilt sich homogen im Hörraum. 

Bei der SACD (wichtig – SACD-Stereo, nicht SACD-Multichannel wird abgespielt, daher muss man sich auf der Hülle informieren, ob eine Stereotonspur enthalten ist) „James Bond Themes“, gespielt vom Royal Philharmonic Orchestra, liefert unser Pioneer-„Team“ eine beeindruckende Performance beim rein instrumental vorliegenden Titelsong von „Goldfinger“ ab: Klar kommen die Streicher und die Blechbläser heraus, der Pioneer spielt richtig mitreißend auf und vermeidet jeden zu nüchternen, rein analytischen Ansatz und zeigt eine gekonnte Weiterentwicklung des HiFi-Ideals der 80er Jahre: Nicht mehr mit langweilig-präziser Buchhalter-Mentalität, sondern mit Brillanz und Schwung macht sich der A-30 an seine signalverstärkenden Aufgaben. Dies wird auch bei der ebenfalls berühmten Titelmelodie zu „Thunderball“ deutlich. Die gute Durchhörbarkeit und das tadellose Zusammenspiel mit den edlen Dali Helicon adeln den A-30 zu einem besonders empfehlenswerten Stereoverstärker – ein hervorragender Klang muss demnach nicht „teuer erkauft“ werden. 

Nun haben wir uns mit den Fähigkeiten des N-30 beschäftigt. Wir haben uns mittels vTuner den auf Progressive Trance/Psy Trance spezialisierten Sender „Chromanova“ angehört : Kraftvolle Beats, tolle Pegelfestigkeit, schwungvolle Effektwiedergabe – diese Kombination passt. Effekt-Wechsel werden schnell bewerkstelligt, der Bass überzeugt mit Tiefgang und Nachdruck. 

Internet Radio mittels vTuner ist aber keinesfalls das besondere Merkmal des N-30 – vielmehr kann der talentierte Netzwerkplayer 192 kHz/24-Bit FLAC-Files von unserem Server wiedergeben. Und dies macht zusammen mit dem A-30 ein detailreiches, lebendiges und räumlich authentisches Klangbild: Wir hörten vom Label 2L Recordings „Blagutten“ vom Hoff Ensemble, enthalten auf dem Album „Winter Nigh“ (Acoustic Jazz). Die Instrumente haben Charisma und klingen klar, das akustische Gesamtergebnis erscheint natürlich, direkt und ungefiltert. Auch Diana Kralls „Stop This World“ (FLAC, HiRes 96 kHz/24-Bit), beeindruckt: Dianas Stimme hat genau die Würze, die wir erhofft, aber nicht zwingend vermutet hatten, die Pioneer-Kombination ist schließlich kein preisliches Upper Class-Paket. Umso erfreuter waren wir, als wir lauschten: Es steckt richtig Leben und demnach Energie in der Musik. Der Bass hat Substanz und ist präzise, die Konturen sind sehr gut nachvollziehbar. Übrigens - auf http://www.highresaudio.com findet man eine breite Auswahl an erstklassigen Alben und einzelnen Musiktiteln, die in hochauflösenden Audio-Dateiformaten vorliegen und mittels speziellem Downloader sehr einfach herunterzuladen sind. 

Nicht vernachlässigen wollen wir die AirPlay-Musikwiedergabe des N-30, und auch hier nur Lob: Schnell kann man in iTunes auf dem PC oder beim iPhone auf den N-30 als Wiedergabegerät umschalten, ohne Störungen und mit nachdrücklichem, kräftigen Klang wird "Shake 3x" von René Rodriguez vs. DJ Antoine wiedergegeben. der Klang mit aktiviertem Sound Retriever ist enorm lebhaft, sehr klar und gleichzeitig angenehm. So hört man gern auch mit deutlich erhöhtem Pegel, weil der souveräne Sound einfach Spaß macht. 

Konkurrenzvergleich
  • Magnat Music System 400 (Amp MA 400, CDP MCD 450, Tuner MT 420): Das Magnat Komplett-Angebot aus Einzelkomponenten ist klassischer ausgerichtet, es gibt anstatt einen Netzwerkplayer einen herkömmlichen Tuner. Fürs Geld ist auch die Magnat-Kombi wirklich gut, aber die neueren Pioneer-Komponenten spielen noch eine Idee mitreißender und dynamischer auf. Hinzu kommt, dass mit dem N-30 ein überzeugender und praxisgerecht ausgestatteter Netzwerkplayer mit im Paket enthalten ist. 
  • Denon Stereo-Vollverstärker PMA-720AE/CD-Player DCD-720AE sowie Denon Netzwerk-Audio-Player DNP-720AE (14.11.2011)Die Denon-Komponenten liegen preislich eine Liga höher, der Verstärker ist 100 EUR teurer, der Netzwerkplayer ebenfalls. Dafür klingt der Denon Verstärker noch ein wenig kultivierter und feiner. Der Netuwerkplayer hat serienmäßig ohne Aufpreis ein WLAN-Modul an Bord. Allerdings fehlt dem Denon DCD-720AE die SACD-Abspielfunktion. Und: Was die Pegelfestigkeit angeht, ist der günstigere Pioneer-Verstärker, ebenso wie bei der Grobdynamik, praktisch auf gleichem Level. 
Fazit

A-30

N-50

PD-30

Das war eine Freude, die uns das preiswerte Pioneer-Ensemble während der zahlreichen Testreihen geschenkt hat - mit sehr guter Grobdynamik, aber auch wirklich überzeugender Feindynamik, viel Ausdruckskraft, Nachdruck und mit lebendiger Räumlichkeit hat uns die aus A-30, PD-30 und N-30 bestehende Kette gezeigt, wie gut modernes, bezahlbares Stereo klingen kann. Die tadellose Verarbeitung aller Komponenten überzeugte uns ebenfalls. Die Ausstattung des PD-30 umfasst zum schmalen Preis sogar SACD-Abspielfähigkeit und die Möglichkeit, iPod oder iPhone sowie iPad gleich anzuschließen. Der Netzwerkplayer spielt auch FLAC HiRes-Files in hoher 96 kHz/24-Bit- beziehungsweise 96 kHz/24-Bit-Qualität ab und verfügt über eine tadellos arbeitende Internet Radio Funktion. Auch an den Netzwerk-Musicplayer kann man iOS-Devices direkt über USB anschließen. Dass der Druckpunkt der Tasten auf den Alu-Fernbedienungen noch etwas besser sein könnte, kann man in Anbetracht der sonstigen, erstklassigen Qualitäten beinahe vergessen. 

Pioneer zeigt, wie es geht: Preiswert, modern ausgestattet, flexibel und akustisch auf exzellentem Niveau - A-30, PD-30 und N-30 überzeugen auf der ganzen Linie

Einzelkomponenten-Stereo/Netzwerk-System Untere Mittelklasse
Test 13. November 2012

+ Hervorragender Klang in allen Betriebsarten
+ Pegelfest
+ Netzwerkplayer mit FLAC HiRes-Wiedergabe
+ CD/SACD-Player mit Anschluss für iPad/iPod/iPhone
+ Saubere Verarbeitung aller drei Komponenten
+ Sehr günstiger Kaufpreis

- Schrift auf dem Display des Netzwerkplayers teilweise sehr klein
- Druckpunkt der Tasten auf den Fernbedienungen könnte besser sein

Test: Carsten Rampacher, Sven Wunderlich
Datum: 13.11.2012

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