TEST: Philips 3D-Blu-ray-Player BDP5500 - viel Ausstattung für 150 EUR

07. Mai 2012 (cr/sw)

BDP5500 - sehr flach und mit 2D-3D-Wandlung

Einführung

Für eine unverbindliche Preisempfehlung von 149,99 EUR ist der Philips 3-D Blu-Ray-Player BDP 5500 erhältlich.Das flache Gerät beweist, dass man für verhältnismäßig wenig Geld einen vollausgestatteten Blu-Ray-Player kaufen kann. So ist Smart-TV-Plus mit vielen Online-basierten Diensten und Apps mit an Bord, ebenso liefert Philips ein W-LAN-Modul mit (WiFi-n), das direkt im Gerät integriert ist. Zudem ist der Philips DLNA-zertifiziert – Photo, Musik und Video-Dateien von PC’s und Servern, die sich im gleichen Netzwerk wie der Philips befinden, können wiedergegeben werden. Mit Simply Share ist es einfach Entertainment-Inhalte kabellos zu übertragen. Mittels der App für Apple oder Android-Geräte, die man kostenlos in Apples-App-Store oder bei Google-Play herunterladen kann, ist es möglich, den Blu-Ray-Player mit dem Smart-Phone zu steuern. Auch ist es möglich, USB-Flash-Medien oder USB-Festplatten anzuschließen und die darauf gespeicherten Film, Musik und Photodateien über den Philips wiederzugeben. Wie schon erwähnt, ist der Philips 3-D-fähig, er kann auch 2-D-Inhalte auf 3-D wandeln.

Verarbeitung

Abgerundete Ecken am Gehäuse

Gelungenes Design

Farbe und Auflösung des Displays können nicht überzeugen

Die Disc-Lade fährt recht leise heraus

Rückseite ohne Verarbeitungsmängel

Innenleben in der Gesamtübersicht

Nur eine Platine für alles

Netzteilsektion

 

Einfache Fernbedienung

Der Philips BDP 5500 ist ausgesprochen flach und weist eine moderne Optik auf. Die Gehäuseecken sind deutlich gerundet und sorgen für ein unverwechselbares Erscheinungsbild. Im Detail kann der Philips nicht überzeugen, zu nennen wären hier das schlecht auflösende Display und die einfallslose Fernbedienung. Dafür ist die Frontblende ordentlich eingepasst, das gilt auch für die Laufwerkslade. Die Geräterückseite weist weder in positiver noch in negativer Hinsicht Besonderheiten auf.  Im Inneren des Philips befinden sich nur wenige Baugruppen, wie wir es von aktuellen Blu-Ray-Playern gewohnt sind. Die Verkabelung ist übersichtlich, das Laufwerk solide verschraubt.

Anschlüsse

Anschlüsse hinten

Front-USB-Anschluss

An Anschlüssen finden sich auf der Rückseite USB, LAN, HDMI sowie ein SD-Karteneinschub (für BD-Live-Inhalte), ein coaxialer Digitalausgang, ein FBAS-Ausgang und ein Cinch-Stereoausgang. Im Inneren des Philips ist zudem ein WLAN-Modul integriert. Vorn findet sich ein weitere USB-Anschluss.

Menüs, Setup und Konfiguration

Sprachwahl

Net TV-Länderauswahl

Kabelgebundene oder kabellose Etherneteinbindung

Rasch wird der Router erkannt

Menü "Video"

Bildformat

Bildfelder

Audio-Einstellungen

HDMI-Signalausgabe

Netzwerkeinrichtung

Bestätigung über die Herstellung einer Netzwerkverbindung

Übersicht über die Netzwerkeinstellungen

EasyLink-Funktionen

Menü "Voreinstellung"

Weitere Parameter

Menü "Erweitert"

Das Grundmenü erscheint, nachdem man auf der Fernbedienung die Home-Taste gedrückt hat. Es ist unterteilt in Disc-Wiedergabe, USB-Durchsuchen, Net-TV durchsuchen, PC durchsuchen und Einrichtung. Im folgenden stellen wir das Einrichtungsmenü in allen Einzelheiten vor.

Video: In diesem Menü kann man das Bildformat einstellen ( 4:3 Letterbox, 4:3 Pan-Scan, 16:9 Breitbild oder 16:9). Im unteren Bildschirmbereich erscheinen immer Hilfe-Texte zur jeweils angewählten Funktion. Nächster Menüpunkt ist HDMI-Video: Hier kann man wählen zwischen Auto (hier kommuniziert der Blu-Ray-Player direkt mit dem Fernseher über HDMI), Nativ (hier wird die native Quellauflösung ausgegeben), 480i/576i, 480p/576p, 720 p, 1080 i, 1080 p, 1080p/24Hz. Weitere Funktionen umfassen die Aktivierung von HDMI-deep colour sowie die Anwahl verschiedener vordefinierter Bildfelder (Standard, Lebhaft, Kühl, Action, Animation). Letzter Menüpunkt hier ist die Funktion 3-D Video ansehen (wählbar sind Auto oder Aus).

Audio: Im Audio-Menü kann man den Nacht-Modus ein oder ausschalten oder auf Automatik stellen. Desweiteren kann man den eingebauten DTS Neo 6-Decoder auf Kino oder Musik stellen bzw. deaktivieren.
Im nächsten Menüpunkt HDMI-Audio kann man zwischen Bit-Stream und Automatik wählen. Der folgende Punkt „digitales Audio“ umfasst die Optionen Auto, PCM sowie Bit-Stream. Im letzten Menüpunkt kann man das PCM-Downsampling ein bzw. ausschalten.

Netzwerk: Im Netzwerk-Menü kann man die Netzwerk-Einstellung für den kabelgebundenen oder drahtlosten Betrieb treffen und den Net-TV-Speicher löschen.

Easy-Link: Für erleichterte Bedienung in Verbindung mit einem easy-link kompatiblen Fernsehgerät kann man hier easy-link mit den Funktionen one-touch-play und one-touch-standby aktivieren.

Voreinstellung: Dieses Menü umfasst die folgenden Parameter: Menüsprache, Tastaturanordnung, Audio, Untertitel, Disc-Menü, Kindersicherung, Bildschirmschoner, automatische Untertitel-Verschiebung, Passwort ändern, Anzeigefeld und Auto-Standby. Letzter Punkt ist dann die Schnellstart-Funktion, die den Player schneller booten lässt, dafür aber auch den Standby-Stromverbrauch vergrößert. Wer Strom sparen möchte, orientiert sich am vorletzten Menüpunkt und aktiviert Auto-Standby. 

Erweitert: Hier finden sich die Punkte BD-Live-Sicherheit Ein oder Aus, der Down-Mix-Modus, die Möglichkeit zur Software-Aktualisierung und zum Löschen des Speichers, die Auswahl für den lokalen Speicher (USB oder SD-Karte) der DivX, VOD-Code, die Versionsinfo bzgl. der gerade aktiven Firmware und die Option die Standard-Einstellung wieder herzustellen.

Wichtige Parameter in der Konfiguration kann man ändern, indem man auf der Fernbedienung den Listen-Knopf rechts unterhalb des Navigationskreuzes drückt (Audiosprache, Untertitelsprache, Untertitelverschiebung, Info, Zeitsuche, 2. Audio- und Untertitelsprache, Titel, Kapitel, Winkel-Liste, Menüs, PIP-Auswahl, Zoom, Wiederholen, A-B Wiederholen, 2D nach 3D-Wandlung, Bildeinstellung/unterschiedliche Bildfelder).

Einlesezeiten & Betriebsgeräusch

Recht leises Laufwerk

Bei aktivierter Schnellstart-Funktion benötigt der Philips höchstens 2 Sek. bis er gebootet hat.

Nun zu den Einlesezeiten bei Blu-Rays: Bei Casino Royal vergehen 18 Sek. bis die Blu-Ray startet. Bei Fluch der Karibik I benötigt der Philips rund 21 Sek., und bei Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels benötigt er 17 Sek. Insgesamt erreicht der Philips respektable Werte und überzeugt zudem mit seinem niedrigen Betriebsgeräusch selbst während des Einlesevorgangs. Die Disc-Lade fährt recht langsam aus dem Gerät heraus und wieder herein, verursacht aber kaum Geräusch-Emision. 

Nun kommen wir zu den EInlesezeiten bei DVD’s: Bei Sahara vergehen 15 Sek. bis die Disc startet, bei Star Wars III ebenfalls 15 Sek. Der Layer-Wechsel bei DVD’s sollte ohne Unterbrechung von Statten gehen. Wir haben bei der DVD Top Gun den Layer-Wechsel zwischen dem 18 und 19 Kapitel überprüft und konnten kaum Schwächen feststellen.

Multimedia

Smart TV-Portal in attraktiver optischer Gestaltung

Auch Musikdienstleister sowie TV-Sender mit beliebten Serien, von denen man sich Folgen anschauen kann, die im Internet abrufbar sind, sind vertreten

Weitere Apps

App Gallery

Die Apps können einfach auf die eigene Startseite gebracht werden

Philips bietet ein sehr umfangreiches Smart-TV-Angebot an, u.a. kann der Anwender auf folgende Portale zugreifen: ZDF-Mediathek, ARD-Mediathek, Arte, Twitter, Facebook, You Tube, Euronews, Picasa und CNBC.

Die im Internet abgelegten Folgen verschiedener Fernsehserien können auch betrachtet werden. Hier sind beispielsweise verfügbar: Stromberg, Pastewka, TV Total und Ladykracher. Mit Tune-in und Aupeo stehen auch zwei Musikdienstleister zur Verfügung. In der App-Galerie kann man Apps zur eigenen Smart-TV-Homepage hinzufügen. Dies funktioniert schnell und einfach. 

Unter dem Menüpunkt Internet kann man mit dem BDP-5500 über den eingebauten Browser ins freie Internet. Normalerweise erfolgt die Eingabe über die Tastatur der Fernbedienung, was besser als erwartet funktioniert. Die Ladezeiten sind erfreulicherweise ausgesprochen kurz, nach Eingabe der Adresse war die Startseite von AREA DVD schon nach 2 Sek. geladen. 

Die Philips My-Remote-App. findet den Blu-Ray-Player sofort (Apple ios). Das Gerät last sich allerdings bei aktuellem Firmware-Stand nicht bedienen. Auch die Android-App. funktioniert nicht in Zusammenhang mit dem BDP 5500. Wir warten auf ein entsprechendes Update der App und/oder des Players, dann wird bestimmt alles ordnungsgemäß funktionieren. 

Nun kommen wir zum DNLA-Streaming: Hier findet der Philips zuverlässig alle PC’s und Server in unserem Netzwerk. 
An Formaten gibt der Philips wieder: DiVx, AVI, WMV, MPeg 4 , MKV Container in HD und SD, Quicktime, MPeg 2-TS in HD, MPeg 1 und AVC in HD.
An Photo-Formaten stellt der Philips jpeg und png dar. An Audio-Formaten akzeptiert der Philips AAC sowie MP3. Auch m4A wird wiedergegeben. 

Anmerkung: Die hier genannten Formate haben wir alle selber überprüft. Nicht besonders mag der Philips wenn man vom Netzwerk in den Disc-Betrieb wechselt. Hierbei ist der Philips völlig abgestürzt

Darstellbare Date- und Disciformate laut Philips:

  • Komprimierungsformate: DivX Plus™ HD, H.264, MPEG1, MPEG2, MPEG4, XviD 
  • Audio: aac, mka, MP3, WMA, PCM, Ogg Vorbis, WAV
  • Bild: GIF, JPEG, JPG, JPEG Progressive, PNG
  • Video: asf, avi, divX, flv, m2ts, mkv, mov, mp4, mpeg, mpg, wmv 
  • Wiedergabefähige Discs: AVCHD, BD, BD-R/BD-RE, CD, CDDA, CD-R/CD-RW, DVD, DVD +R/+RW, DVD -R/-RW, SVCD, VCD 

Als letzter Punkt ist die Skype-Telefonie anzuführen, die ebenfalls mit dem Philips möglich ist. Zum Skypen sind allerdings die separat erhältliche TY-CC10W Kamera+Mikrofon notwendig. 

Testequipment
Bild

Blu-ray Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels: Im zweiten Kapitel öffnen sich die großen Hangar-Tore, die Wellblech-Struktur zeigt der Philips in natürlicher Schärfe. Als Indi, Mac und die Mannschaft von Irina Spalko in die Halle einmarschieren, bietet der Philips ein kontrastreiches Bild, das die hellen Bildanteile nicht über Gebühr betont. Die Holzoberfläche, der in der Halle befindlichen Kisten, ist klar zu erkennen, die 24p-Stabilität bei der Signalausgabe könnte aber noch zulegen. Als Mac und Indi und die davor laufende Spalko gezeigt werden, fällt positiv auf, dass der Philips schon im 2D-Betrieb ein sehr plastisches Bild bereitstellt. Lässt man den Philips von 2D in 3D wandeln, schafft er ein sehr gutes Ergebnis. Die verschiedenen Bildebenen können noch besser differenziert werden, das Bild gewinnt deutlich an Tiefe und verliert kaum an Schärfe. Die Bewegungsdarstellung leitet auch nicht über Gebühr. Ganz gleich ob 2D oder 3D: Immer überzeugen Schwarzwert und Farbwiedergabe beim BDP 5500. Farben wirken natürlich und klar, der Schwarzwert erscheint tief und satt. Kleinere Schwächen scheinen beim Detailkontrast durch: In dunklen Bildsequenzen könnte der Philips feine Muster noch exakter zeigen. In sehr hellen Bildbereichen arbeitet der Philips noch viele Details heraus, zudem geht er mit komplexen Bildsituationen gekonnt um: Als Indi inmitten von 3 starken Lampen steht, produziert der Philips weiterhin ein scharfes und von den Kontrast-Verhältnissen her passendes Bild.

Blu-ray Avatar 3D nativ ab Filmbeginn: Gleich zu Filmbeginn findet eine virtuelle Kamera-Fahrt über den Dschungel Pandoras statt. Hier überzeugt der Philips mit natürlicher Bildschärfe von der vordersten bis zur hindersten Bildebene und einer stabilen Signalausgabe. Als kurz darauf das innere des Langstrecken-Raumschiffes sichtbar wird, erzeugt der Philips einen hervorragenden Tiefen-Eindruck. Auch hier fällt auf, dass die hinteren Bildebenen noch scharf durchzeichnet sind. Schwarzwert und Farbwiedergabe erweisen sich bei diesem Filmbeispiel erneut als sehr gelungen.
Nun wechseln wir zum siebten Kapitel (der Kapitelsprung beim Philips verläuft völlig problemlos, zudem wird das gerade aktuelle Kapitel groß auf dem Bildschirm angezeigt) – hier gibt der Philips die Flugsaurier-ähnlichen Geschöpfe scharf und detailreich wieder, der Flug des Helikopters den riesigen Wasserfall hinunter präsentiert er in einwandfreier Bewegungsdarstellung. Als das Fluggerät kurz darauf inmitten des dichten Dschungels landet, holt der BDP 5500 viele Details aus der üppigen Vegetation, selbst einzelne Farnblätter werden exakt durchzeichnet. Die mit Nieten befestigte Außenhaut des Helikopters wird ebenfalls scharf präsentiert.

DVD Up-Conversion von Filmmaterial (Star Wars III) von 576i auf 1080p : Die Star Wars typische gelbe Laufschrift gleich zu Filmbeginn erscheint in authentischer Farbgebung und läuft stabil von vorne nach hinten durch. Es treten kaum Artefakte oder Flimmereffekte auf, selbst weit hinten läuft die Schrift noch ruhig und es kommt nicht zu Wellenbildungen. Der BDP 5500 holt viele Sterne auf den Bildschirm und produziert ein gelungenes Schwarz.
Als der große Sternzerstörer durch das Bild fliegt, ist im Bereich der oberen rechten Kante für ca. 2 Sek. ein Bildzittern, in Verbindung mit einem leichten Schärfeverlust zu sehen, danach steht das Bild sehr stabil und zeigt das gigantische Raumschiff mit scharfen Konturen, sowie sehr guter Detaillierung. Nur im dunklen Bereich am Heck nimmt das durch Zeichnungsvermögen etwas ab. Als die beiden Raumjäger über der Oberfläche des Sternzerstörers fliegen, werden alle bewegten Objekte mit ordentlicher Bewegungsschärfe dargestellt. Als die beiden Raumjäger steil nach unten ins Schlachtgeschehen fliegen, eröffnet sich dem Betrachter ein vielschichtiges Panorama, da beinahe bis in die unteren Bildebenen durchzeichnet ist. 

DVD-Upconversion 576i auf 1080p, Videomaterial, 576i auf 1080p, AVEC Professional Test DVD:

• Schriften in weiß und schwarz vor blau/rot/weißem Hintergrund, die in unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchlaufen: Der Philips liefert eine solide Farbtrennung, allerdings flimmert schon die langsamste Schrift leicht. Trotzdem sind auch bei der schnellsten Schrift alle Buchstaben gut zu erkennen. 
• Pendel mit rot-blauem Innenleben, das in verschiedenen Geschwindigkeiten über eine schwarze Linie schwingt: Das Pendel schwingt ruhig und gleichmässig. Allerdings verschwimmt die Struktur des rot-blauen Innenlebens. Ca. ab der Mitte treten auf der rechten Seite leichte Nachzieh-Effekte auf. Die Linie, über die das Pendel gleitet, steht stabil.
• Ein magenta-farbener Siemensstern in der Bildmitte und vier kleine Siemenssterne in den Bildschirmecken, grüner Hintergrund, gleichmäßige Drehbewegung. Alle Sterne überzeugen durch ruhigen und gleichmäßigen Lauf. An den äußeren Kanten der einzelnen Segmente sind leichte Artefakte und ein leichtes Flimmern erkennbar. Farbreinheit und Farbtrennung sind makellos. 
• Dynamisches Stadtbild von Esslingen, Kamerafahrt über Hausdächer mit Dachziegeln, Autos in der Ferne auf der Bundesstraße, Grünanlage und Teile der Stadtbefestigung: Das bewegte Stadtbild gefällt mit guter Bildschärfe und ruhigen Kamerafahrten. Das Grün von Rasenflächen, Pflanzen und Bäumen erscheint authentisch. Die Ziegel der Hausdächer flimmern nur geringfügig. Details an Häusern und der Stadtbefestigung sind gut zu erkennen.

Anmerkung: Ändert man Einstellungen im Set-up und hat zuvor eine Blu-Ray angeschaut, startet der Philips die Wiedergabe der Blu-Ray wieder von vorne, wenn man wieder in den Spiel-Betrieb zurückwechselt.

Ton

Die Tonsignalausgabe über HDMI gelingt dem Philips tadellos, er stellt ein klares und akustisch angenehmes Klangbild mit guter Betonung auch kleiner Details zur Verfügung. Stimmen werden mit sauberen Konturen und sehr guter Betonung stimmtypischer Merkmale wiedergegeben. Der Bassbereich erscheint straff und gleichzeitig kraftvoll. 

Konkurrenzvergleich
  • Panasonic DMP-BDT220: Der Panasonic liegt bei der Ausstattung vorn und liefert die noch etwas stabilere 24p-Wiedergabe. Bei der Upconversion hat Philips deutlich aufgeholt und liegt beinahe gleichauf. Multimedial sind beide Player sehr gut gerüstet.  
  • Onkyo BD-SP309: der Onkyo ist relativ schmal ausgestattet, sieht aber gut aus und passt vom Design her perfekt zu den aktuellen Onkyo AV-Receivern. Visuell ist das BD-Bild des Onkyo sehr gut, bei DVDs, die auf 1080p hochgerechnet werden, sehen wir Philips und Panasonic leicht vorne. 
  • LG BX580: Der LG ist zwar schon etwas älter, liefert aber nach wie vor eine ausgezeichnete Upconversion von 576i Signalen auf 1080p und besticht durch das authentische BD-Bild. Bei den Multimedia-Eigenschaften muss er zurückstecken, auch die Zuverlässligkeit beim DLNA-Streaming ist nicht so überzeugend. 
Fazit

Der Philips BDP 5500 bietet zum günstigen Preis von knapp EUR 150,-- eine reichhaltige Ausstattung und hohen praktischen Nutzwert. Das Gerät ist einfach zu bedienen und ist schnell betriebsbereit. Visuell gefallen die sehr gute Wandlung von 2D in 3D, die neutrale Farbwiedergabe, der tiefe Schwarzwert und die insgesamt gelungene Wandlung von 576i-Material auf 1080p. Die Multimedia Eigenschaften sind bzgl. der Formatvielfalt beim Video-Streaming als hervorragend einzustufen. Punkten kann der Philips auch mit dem Browser für den direkten Zugang zum freien Internet. Das Smart-TV-Angebot ist recht üppig, die Qualität der einzelnen Inhalte ist – wie bei allen Anbieten üblich - nicht gleichbleibend hoch. Das leise Laufwerk hat vertretbare Einlesezeiten und kam mit jeder Disk im Testbetrieb klar. Einziger Kritikpunkt bzgl. der Betriebssicherheit: Einmal stürzte der Player beim Wechsel vom Netzwerk in den Disk-Betrieb ab. Das Finish ist gut und entspricht dem Niveau der Preisklasse. 

Der Philips BDP5500 sieht attraktiv aus und überzeugt durch die üppige Ausstattung und die tadellose visuelle Performance

Blu-ray-Player Untere Mittelklasse
Test 07. Mai 2012

+ Sehr gutes Blu-ray-Bild mit dynamischen Farben, ansprechender Schärfe und tiefem Schwarz
+ Ausgezeichnete 3D-Bildsignalausgabe
+ Überraschend gute Wandlung von 2D nach 3D
+ gelungenes Upscaling von 576i auf 1080p bei Film- und Videomaterial
+ Exzellente Formatvielfalt im Multimediabereich
+ WLAN-Modul integriert
+ Einfache Bedienung
+ Leises Laufwerk mit guter Zuverlässigkeit beim Einlesen
+ Fairer Kaufpreis

- Leichte Schwächen im Detailkontrast in dunklen Bildsquenzen
- Wenig Anschlüsse
- Kein Video-EQ

Test: Carsten Rampacher
Bilder: Sven Wunderlich
07. Mai 2012

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