XXL-TEST: Philips 3D Max-LCD 46PFL9707S/12

27.12.2012 (cr/sw)

Einführung

Der Philips 46PFL9707 ist das absolute Top-Modell des Hauses und mit 2999,99 EUR alles andere als preiswert. Dafür aber hat Philips auch einfach alles, was derzeit machbar ist, in das edle Gerät gesteckt: So eine Full LED Backlight Hintergrundbeleuchtung für bestmöglichen Schwarzwert und Kontrast. Damit der Kontrast nochmals besser ist und störende Reflexionen abnehmen, bringt der Philips überdies die auf dem Markt derzeit einzigartige Mottenaugen-Technologie mit. Vorn ist ein spezieller Filter mit spezieller Nanostrukturen aufgebracht, der eben diese Vorzüge garantieren soll. Natürlich ist der 46PFL9707 auch 3D-fähig und verfügt über die Philips 3D Max-Technologie, die mit aktiven Shutterbrillen arbeitet. Um auch bei hellem Raum ein flimmerfreies, helles 3D-Bild zu garantieren, bringt der Philips erstmals 3D Max Clarity 1000 mit. Für Gamer interessant ist der Zweispieler-Fullscreen-Gaming-Modus, hierzu braucht man 3D-Brillen, die für dieses Feature geeignet sind. Dann können zwei Gamer gegeneinander antreten und jeder hat einen vollen Screen zur Verfügung. 2D Inhalte werden natürlich auf Wunsch in 3D-Inhalte gewandelt. Nicht fehlen darf eine hochleistungsfähige Frame Interpolation, bei Philips heißt sie 1200 Hz Perfect Motion Rate. Jede Menge Apps und ein Browser sowie eine App Gallery mit neuen Apps für den User bietet die Smart TV Plattform. Skype (mit optionaler Kamera), Facebook, YouTube und verschiedene Video On Demand Dienst gehören auch zum Ausstattungsumfang. Der Video-EQ ist üppig ausgestattet und bringt bei den vorprogrammierten Bildfeldern sogar zwei ISF-Modi für Nacht und Tag mit. Gleich fünf HDMI-Terminals und drei USB-Ports garantieren hohe Flexibilität. Der Philips verfügt über 3-seitiges Ambilight Spectra XL, das auf LED-Technik basiert. Die Ambilight-Funktionen umfassen eine Anpassung an die Wandfarbe und einen Lounge-Beleuchtungsmodus. Wir sind nun gespannt, was das Spitzenmodell im Testbetrieb leistet. 

Stromverbrauch
  • Modus ISF Night: 96 Watt
  • Modus Energie Sparen: 59 Watt
  • Modus Standard: 68 Watt
  • Standby: 0,01 Watt

Der Stromverbrauch geht für einen 46-Zöller absolut in Ordnung. Der Philips besitzt die Energieeffizienzklasse A und ist mit verschiedenen Eco-Funktionen ausgestattet. Ein Ausschalt-Timer, ein spezieller Eco-Bildmodus, ein Lichtsensor und die Bildschirmabschaltung bei Radiobetrieb sind hier aufzuführen.

Verarbeitung 

Finish im Detail

Standfuß

Rückseite aus weißem Kunststoff

Sauber eingepasste Bedienelemente am TV

Der Philips überzeugt mit elegantem, zeitlosem Finish. Bedingt durch die Full lED Backlight-Technik (hier sitzen als Hintergrundbeleuchtung eine Vielzahl kleiner weißer LEDs, die in sogenannten Clustern schaltbar sind und so einen Top Schwarzwert und einen sehr hohen Detailkontrast ermöglichen) ist der TV nicht zu flach wie moderne EDGE Konkurrenten (bei diesen LCD-TV-Geräten, die auf dem Markt am meisten verbreitet sind, sitzen die LEDs für die Hintergrundbeleuchtung in den Ecken des Bildschirmrahmens), aber immer noch flach genug, um gut auszusehen. Vorn ist der Philips in silbern, hinten in weiß gehalten. Die Rückseite besteht komplett aus Kunststoff, hier wäre Aluminium die bessere Lösung. Überhaupt könnte der TV noch edler hinsichtlich der Materialqualität sein. Das zeigt sich auch beim Übergang von der Vorderseite zur Rückseite, dieser ist etwas scharfkantig. Der Standfuß passt vom Design her exakt zum TV, so wirkt beides wie eine Einheit. So modisch wie mancher Konkurrent tritt der Philips nicht auf, der Standfuß ist eher konservativ gestaltet. Die mitgelieferte Fernbedienung ist beidseitig verwendbar (auf der 2. Seite ist eine komplette Tastatur) und gut verarbeitet. 

Anschlüsse, HDMI-Funktionen und Abmessungen

Anschlussauswahl, Teil 1

Weitere Anschlüsse seitlich

Anschlüsse und HDMI-Funktionen:

  • Anzahl HDMI-Anschlüsse: 5

  • Anzahl der Komponenteneingänge (YPbPr): 1 (Adapter)

  • Anzahl der Scartanschlüsse (RGB/CVBS): 1 (Adapter)

  • Anzahl der USB-Anschlüsse: 3

  • Kabellose Verbindungen: WiFi-zertifiziert

  • Weitere Anschlüsse: Antenne IEC75, Antenne (Typ F), Common Interface Plus (CI+), Ethernet-LAN RJ-45, Digitaler Audio-Ausgang (optisch), PC-VGA-Eingang und L/R Audio-Eingang, Kopfhörer-Ausgang, Service-Anschluss

  • HDMI Funktionen: 3D, Audio-Rückkanal
    EasyLink (HDMI-CEC): Fernbedienungs-Durchleitung, System-Audiosteuerung, System Standby-Modus, Plug & Play im Startbildschirm, Automatische Untertitelverschiebung (Philips), Pixel Plus-Link (Philips), System-Start

Der Philips ist mit fünf HDMI-Terminals und drei USB-Anschlüssen exzellent bestückt. Auch ein WLAN-Modul ist integriert. Leider fehlt ein Vorverstärkerausgang zum direkten Anschluss eines aktiven Subwoofers. Mit an Bord ist auch ein digitaler Audioausgang. YUV und RGB funktionieren nur mittels mitgeliefertem Adapter. 

Abmessungen:

  • Gerätetiefe: 46 mm
    Gerätehöhe: 629 mm
    Gerätebreite: 1070 mm
    Gerätetiefe (inkl. Fuß): 241 mm
    Gerätehöhe (inkl. Fuß): 691 mm
    Gerätebreite (inkl. Fuß): 1070 mm

  • Produktgewicht: 17,2 kg
    Produktgewicht (+ Ständer): 20,7 kg

  • VESA-kompatible Wandhalterung: 300 x 300 mm
    Breite der Standhalterung: 585 mm

Handhabung und Menüs

erste Seite der Fernbedienung

zweite Seite der Fernbedienung mit kompletter Tastatur

Grundmenü, Punkt "Konfiguration"

Menüsprache

Allgemeine Einstellungen

TV-Guide

Der 46PFL9707 ist trotz des großen Funktionsumfangs einfach in der Handhabung. Im Vergleich zu früher getesteten Modellen geht die Bedienung deutlich flüssiger und flotter vonstatten. Nach der ersten Inbetriebnahme werden Sprache, Land, Aufstellungsort (Geschäft oder zu Hause), Art der Befestigung (auf Tischfuß oder an der Wand) sowie die zu installierenden Empfangsformen abgefragt. Anschließend wird automatisch und recht zackig die automatische Sendereinrichtung vorgenommen, die pro Tuner gerade einmal rund 10 Minuten gebraucht hat. Das Grundmenü des Philips ist jederzeit auch im Smart TV Modus (sehr gut) über das symbolisierte Haus auf der Fernbedienung abrufbar. Es ist unterteilt in Satellit (Tunerwiedergabe über DVB-S2 Tuner), Fernseher (DVB-C/T-Tuner), Smart TV (alle Smart TV Funktionen), Quelle (alle Eingangsquellen, auch angeschlossene PCs und Server), TV-Guide, Aufnahmen (der Philips ist Personal Video Recording ready, das heißt, es muss zum Aufnehmen lediglich ein USB-Medium mit genug Kapazität angeschlossen werden. Wichtig ist aber, dass dieses Medium vom TV formatiert und auch nur für diesen TV gebraucht werden kann), Skype und Konfiguration. Im Konfigurationsmenü finden sich alle relevanten Einstellungen zu Bild, 3D, Ton, Sender und Satelliten-Einstellungen, Netzwerkverbindung (drahtlos mittels eingebautem WLAN-Adapter mit WPS oder drahtgebunden) sowie der Firmware-Aktualisierung.  Auf der zweiseitig verwendbaren Fernbedienung (zweite Seite mit kompletter Qwerty-Tastatur) finden sich auf der ersten, "normalen" Seite praktische direkte Buttons für 3D, Smart TV, den TV-Guide, Ambilight sowie eine Taste namens "Options". Je nach gewählter Quelle kann man im Options-Menü gewisse Grundeinstellungen schnell vornehmen oder bereits getätigte ändern. Das Navigationskreuz ist zentral untergebracht und hebt sich farblich vom Rest der FB ab. Die Fernbedienung ist leider nicht beleuchtet (wie z.B. bei der Konkurrenz von Samsung), liegt ansonsten aber sehr gut in der Hand- Wenn die Tasten leicht gummiert wären und nicht einfach aus Hartplastik bestünden, wäre die Gefahr des Abrutschens noch geringer. Auf der Tastatur-Seite ist zu kritisieren, dass die Tasten recht wenig hervorstehen und der Kontrast Gehäuse-Tasten (beides weiß) besser sein könnte. 

Smart TV

Gute Auswahl an Apps

Weitere Apps

App Gallery

Online TV

Social TV

Browser mit Favoritenübersicht

Internetdarstellung

YouTube

Philips installiert eine hochmoderne Smart TV Plattform beim 46PFL9707. Und auch die Bedienung ist bei diesem Philips TV dank neuem Bedienkonzept sehr gelungen. Man kann die Fernbedienung auch wie eine Air Mouse einsetzen (hierzu ruft man im Smart TV-Modus das Optionsmenü mittels der Fernbedienung auf. Dann kann man zwischen der bekannten Navigation mit den Pfeiltasten der FB oder aber mittels Mouse-Pointer wählen. Im Menü des TVs findet sich unter  Kobfiguration -> Einstellungen Fernseher -> Allgemeine Einstellungen auch ein Punkt, in dem man die Geschwindigkeit der Maus-Funktion justieren kann, um sie den individuellen Wünschen anzupassen. Die Fernbedienung bietet aber noch weitaus mehr - denn man kann sie drehen und findet dann plötzlich ein komfortables Bedien-Tool mit richtiger QWERTY-Tastatur vor sich. Dies ist über alle Maßen nützlich, wenn man den ebenfalls eingebauten Browser für die Nutzung des freien Internets aufrufen und www-Adressen eingeben möchte. Die Reaktion des TVs auf Befehle, die mittels der Tastatur gegeben werden, ist sehr flott und verdient großes Lob. Auch die Ladezeiten (kabelgebundene Verbindung TV-Router) sind erfreulich kurz. Hier bietet Philips wirklich einen massiven Anreiz, endlich auch den Browser einmal zu nutzen - es macht wirklich Freude. Kommen wir zu weiteren Funktionen. Praktisch im Smart TV Betrieb ist, dass die zuvor aktive Quelle in einem Fenster weiter verfolgt werden kann. Philips bietet ferner eine eigene "App Gallery". Sie wird recht rasch geladen und bietet Apps, die auf den Philips TV herunter geladen werden können - z.B. Kicker.de, Wetter.net, Motorsport Total.com, Spox - das Sportportal, Börsenzeitung, SkiInfo, Autozine das Net TV-Automagazin und einiges mehr. Das Angebot wird ständig erweitert und angepasst, absolut gesehen ist es derzeit in Ordnung, aber nicht extrem üppig. Das Hinzufügen von Diensten, die in der (momentan kostenlosen) App Gallery zu finden sind, geht schnell und reibungslos vonstatten, auch hier zeigt Philips, wie einfach so etwas heute gehen kann. Auch direkt ganz vorn bei der App Gallery (hier befindet sich auch der Button für den schon erwähnten Browser) findet sich auch der Punkt "Online TV". Hier finden sich alle Mediatheken der TV-Sender im Überblick, was sehr praktisch ist. Wenn man z.B. eine Sendung im Fernsehen verpasst hat, kann man sich hier die entsprechende Sendung per (schneller) Internet-Verbindung anschauen. Auch in einem Button zusammen gefasst ist "Social TV".  Hier kann man neben dem TV-Bild verfolgen, was gerade zmm laufenden Fernsehprogramm "getwittert" wird. Wer diese Funktion nutzt, muss aber  internetbasiertem TV-Guide Service verwenden, der von Gracenote bereit gestellt wird. Um diesen nutzen zu können, muss man erst in den Allgemeinen Einstellungen des Philips beim Unterpunkt TV Guide wechseln: Ab Werk ist "Vom Sender" eingestellt, benötigt wird die Einstellung "Über das Internet". Man kann auch über den Online-basierten Guide direkt Aufnahmen auf ein externes angeschlossenes USB-Medium vornehmen. Kommen wir zu den installierten Music- und Video On Demand Diensten - videoseitig finden sich: Videociety, Maxdome, AceTrax, iConcerts (Musikkonzerte on Demand), Kinderkino.de (Kinderfilme und Kinder-Serien), Viewster und QTom (inklusive kostenpflichtem QTom+, Music Videos). Zu beachten ist, dass bei Nutzung des Angebots der verschiedenen Services Kosten anfallen. Installiert sind auch folgende Musikdienste: AUPEO! Internet Radi und Napster (kostenpflichtig, mit Anmeldung). Natürlich sind auch Facebook und Skype mit an Bord. Skype hat sogar im Grundmenü einen eigenen Menüpunkt. Im Skype nutzen zu können, ist die optional lieferbare Kamera mit Mikrofon PTA317 notwendig. Sie kostet z.B. bei Amazon rund 80 EUR und bietet einen 3-fach-Zoom. Leider wird dann die attraktive Optik des TVs etwas gestört, wenn man die Kamera oben mittig auf den Rahmen setzt. Im App-Angebot des Philips gibt es natürlich noch YouTube und z.B. Picasa, Euronews, Wetter.com, abrufbare Folgen zu Pastewka, Ladykracher, TV Total und Stromberg und weitere Angebote wie z.B. das aktuelle Kinoprogramm inklusive Trailern. Da von Philips das App-Angebot ständig aktualisiert wird, ist davon auszugehen, dass immer mehr neue Anwendungen hinzu kommen.

Streaming

Video-Streaming

Laut Philips gibt der TV folgende Formate wieder: 

  • Videowiedergabeformate: Dateien: AVI, MKV, H264/MPEG-4 (AVC), MPEG-1, MPEG-2, MPEG-4, WMV9/VC1
  • Musikwiedergabeformate: AAC, MP3, WMA (v2 bis v9.2)
  • Bildwiedergabeformate: JPEG

Wir haben die Probe aufs Exempel gemacht: DivX-AVI wird problemlos wiedergegeben, auch MPEG-4 Videos. Ebenfalls wird WMV (720p HD) wiedergegeben. MKV (HD und SD) erkennt der 46PFL9707 auch und garantiert eine schnelle und problemlose Darstellung. MPEG-2ts-Dateien präsentiert der TV in sauberer Bildqualität und auch in HD. AVCHD-Dateien, dies ist ein Wermutstropfen, werden nicht wiedergegeben. MP3 und JPEGs bereiten erwartungsgemäß keine Probleme. 

Ambilight

Ambilight-LEDs

Ambilight-Modi

Hier gibt es verschiedene Modi (Dynamisch, Statisch, Warmweiß), eine regelbare Helligkeit, einen Regler, der von dynamisch bis entspannt die Lichteffekte steuert, eine Anpassung an die Wandfarbe und die Möglichkeit und eine Lounge-Light-Atmosphäre mit drei Modi (Natur, Heiße Lava, Tiefsee). 

Testequipment
Bild

Erstinstallation mit Assistent

Der Philips verfügt über einen Erstinstallations-Assistenten. Dieser ist im Konfigurations-Menü des TVs jederzeit aufrufbar und legt folgende Bildeinstellungen fest: 1. Schritt Helligkeit verringern, Helligkeit erhöhen oder überspringen. 2. Schritt Kontrast verringern/erhöhen oder überspringen, 3. Schritt Farbsättigung verringern/erhöhen oder überspringen, 4. Schritt Schärfe verringern/erhöhen oder überspringen - anschließend sind die Basic-Einstellungen gespeichert. 

Video-EQ und Maßnahmen für ein perfektes Bild

Bildfelder

Erweiterte Bildeinstellungen

Der Philips verfügt über einen umfangreich ausgestatteten Video-EQ - die Parameter finden sich unter Bild -> Bildeinstellungen. Hier sind zunächst die verschiedenen Bildfelder zu erwähnen: Persönlich, Lebhaft, Natürlich, Standard, Film, Foto, Energiesparen, ISF Tag und ISF Nacht. Auch Philips setzt bei diesem Premiummodell auf ISF-Bildfelder für optimale Darstellung. Die weiteren Parameter umfassen den Kontrast der Hintergrundbeleuchtung (von 0 bis 100 einstellbar), Farbe (0 bis 100), Schärfe (0 bis 10, etwas grobe Rasterung, auch hier wäre zumindest 0 bis 50 ein besserer, weil sensiblerer Einstellbereich), Rauschunterdrückung (Aus, Minimum, Mitte, Maximum), MPEG-Artefaktunterdrückung (Aus, Minimum, Mittel, Maximum) und Perfect Pixel HD. Innerhalb von Perfect Pixel HD finden sich weitere Subfunktionen. Es beginnt mit Perfect Natural Motion (Aus, Minimum, Mittel, Maximum), Clear LCD (An oder Aus), erweiterte Schärfe (Ein oder Aus), perfekter Kontrast (Aus, Minimum, Mittel, Maximum), dynamische Hintergrundbeleuchtung (Aus, Standard, Optimale Leistung, Optimales Bild), Farboptimierung (Aus, Minimum, Mittel, Maximum). Als nächster Bildeinstellungs-Menüpunkt mit Subfunktionen kommen die "ISF-Experteneinstellungen": Lichtsensor (Aus/Ein), Gamma (-4 bis +4), Farbtemperatur (Normal, Warm, Kalt, Personalisiert. Wenn Personalisiert gewählt wird, kann man RGB Gain und Offset farbselektiv einstellen), Videokontrast (0 bis 100), Helligkeit (0 bis 100), Farbsteuerung (Einstellung der Farbsättigung), RGB Modus (Grundfarben einzeln schaltbar, zur Feststellung der Güte des Farbdecodings). 

Nach den ISF-Experteneinstellungen kommt noch der Punkt "Spiel oder Computer" - hier findet eine Optimierung der Bildeinstellungen auf PC oder Spielekonsole statt. Der letzte Punkt ist "Format und Ränder". Hier kann einmal das Bildformat bestimmt werden. Für pixelgenaue Wiedergabe von FullHD-Material ist der Punkt "Nicht skaliert" zu wählen, weitere Programme: Auto Fill, Auto Zoom, Super Zoom, Zoom 16:9, Breitbild, Sichtbaren Bereich maximal vergrößern. Wenn man ein anderes Bildfeld als "Nicht skaliert" wählt, können von 0 bis 10 die Bildschirmränder eingestellt werden. Es folgt der Menüpunkt "Bild verschieben" (oben/unten sowie links/rechts). Für den 3D-Betrieb bringt der Philips mit eigenem Unterpunkt weitere Justagemöglichkeiten mit: 3D Tiefe ist einstellbar (Aus, Weniger, Normal, Mehr), 3D Erlebnis - Flimmerfrei oder Maximale Klarheit steht hier zur Auswahl. Durch Drücken der "3D" Taste auf der FB hat man schnellen Zugriff auf alle relevanten 3D-Funktionen, so auch auf die Wandlung von 2D nach 3D. 

Der 46PFL9707 ist der erste Philips-TV, der mit 3D Max Clarity 1000 für ein flimmerfreies 3D-Erlebnis ausgestattet ist. Aufgabe der Schaltung ist es, das störende Flimmern im 3D-Betrieb bei Shutterbrillen-basierten TVs, das gerade in hellen Räumen rund um den Flachbildschirm stört, zu eliminieren.  Wenn man im eben erwähnten Menü "Flimmerfrei" anwählt, verhindert der Philips das in hellen Räumen störende Flimmern im 3D-Betrieb rund um den Screen. Wählt man die Option "Höchste Klarheit", erzielt man im dunklen Raum die bestmögliche Bildschärfe. Somit macht es Philips möglich, sowohl in helleren als auch in abgedunkelten Räumen 3D-Inhalte zu genießen - auch möglich dank der exzellenten Bildhelligkeit die der 46PFL9707 bereit stellt. Insgesamt eine tolle Auswahl an Parametern - hinzu kommt, dass der Philips mit 1200 Hz Perfect Motion Rate ausgestattet ist, der derzeit modernsten Frame Interpolation aus dem Hause Philips, die absolut flüssige und scharfe Bewegungsabläufe aller Art sicherstellen soll. 

Nicht vergessen darf man, dass der Philips dank der Mottenaugen-Technologie auch "hardwareseitig" für bestmöglichen Gesamt- und Detailkontrast bei gleichzeitig minimaler Reflexion. Durch "Micro Dimming Premium" wird das Bestreben nach bestmöglichem Detailkontrast und exzellentem Schwarzwert weiter unterstützt. 

Display Basic Check powered by

Über den Display Basic Check

Als Basis für den Display Basic Check, dient die sehr flexible Bildkalibrierungs-Software "Calman", aktuell Version v4.5. Als Sensor kommt der SpectraCal C6 zum Einsatz. Damit auch korrekt gemessen wird, ist eine spezielle Blu-ray mit Calman-Testbildern nötig, die wir zum Test in den BD-Player einlegen. Auf dieser sind die Testbilder, die für die Messungen gebraucht werden, enthalten. Vorteil von Calman ist, dass man sich sogenannte "Workflows" selber programmieren kann, die individuell auf das jeweilige Aufgabengebiet abgestimmt sind. So wird nur das gemessen, was auch benötigt wird, das ist gut für effizientes, schnelles Arbeiten. So kann der "Display Basis Check" hervorragend in die Testarbeit eingebunden werden. Der Display Basic Check umfasst die folgenden Parameter:

  • Gamut (Farbraum)/Weißpunkt
  • Farbdecoding
  • Farbtemperatur
  • Gamma

Zusätzlich kommen noch Testbilder zum Thema Bildhelligkeit (Pluge), Farbdecoding, Bildschärfe, Kontrast und Scaling von der DVE - HD Basics von Joe Kane Productions hinzu.

Der Philips 46PFL979: Grund-Bildparameter und Display Basic Check

Als erstes wählen wir ein Bildfeld, das einem aus objektiver Sicht akkurat eingestellten Bild am nächsten kommt. Viele der Bildfelder sind leider deutlich zu kalt und daher nicht zu verwenden. Die ISF-Modi und der Modus Film ähneln sich stark, bei abgedunkeltem Raum empfehlen wir ISF Nacht - diesen Modus verwenden wir für die Einstellung von Grundparametern und für den Display Basic Check. Zunächst kommen wir zum PLUGE-Testbild für die Ermittlung der optimalen Bildhelligkeit. Philips zeigt hier ab Werk - voreingestellt auf 50 - eine perfekte Leistung. Dass der Philips ein FullLED-Backlight-LCD ist, sieht man am Top-Schwarzwert und an der absolut homogenen Helligkeitsverteilung - eine reife Leistung, so ein herausragendes Schwarz kennen wir sonst nur von Plasma-Bildschirmen. Überprüfen wir den Kontrast mit dem Testbild "Reverse Grey Ramps&Steps". Der Philips setzt auch hier Maßstäbe - so gut haben wir dieses Testbild bislang selten gesehen - kein Clipping im Über-Weiß und im Unter-Schwarz-Bereich, praktisch kein Farbstich, perfekte Abstufung: Da haben viele Konkurrenten keine Chancen. Der Kontrastregler steht auf der Standardeinstellung, die kaum noch verbessert werden kann (90). Beim "Overscan"-Testbild muss man das Bildformat auf "Nicht skaliert" stellen, damit man ein perfektes Pixel-Per-Pixel-Bild bekommt. Zur Bildschärfe: Ab Werk ist der Philips zu scharf eingestellt, daher sollte man auf Einstellung "0" zurückgehen. Kommen wir zum RGB-Decoding. Hierfür besitzt der 46PFL9707, wie bereits erwähnt, einen speziellen RGB-Modus. So kann man ohne Farbfilterbrille das Decoding begutachten. Das Farbdecoding bei Rot und Grün ist erstklassig, das bei Blau das im Vergleich Schwächste, aber immer noch sehr gut. Die Leistung des Philips ist sensationell in diesem ersten Teil unserer Bewertung - eine sehr deutliche Steigerung im Vergleich zu früheren Modellen, und wir sind nun gespannt auf den Display Basic Check.  

In diesem trifft der Philips den HD-Farbraum recht gut, aber nicht perfekt. Grün liegt etwas außerhalb des idealen Messpunktes, die anderen Primärfarben Rot und Blau passen ausgezeichnet, die Sekundärfarben sind gut, aber nicht perfekt. Der Weißpunkt liegt nicht ganz im idealen Bereich, ist aber in allen Helligkeitsbereichen ähnlich. Insgesamt eine gute Leistung. Die Farbtemperatur zeigt uns, dass der Philips ein etwas zu warmes Bild macht, unabhängig von der Bildhelligkeit bleibt dieses Resultat konstant. Die RGB Balance zeigt eine etwas zu starke Ausprägung von Rot, Blau ist etwas unterrepräsentiert. Bei der Farbhelligkeit sind alle Primär- und Sekundärfarben auf gutem Niveau. Im Vergleich zum Referenzweiß sind Rot und Magenta etwas zu hell, Grün und Cyan ein wenig zu dunkel. Der 46PFL9707 weist einen niedrigen Gammawert auf (zwischen 2,0 und 2,2), dadurch ist das Bild etwas zu hell. 

Übersicht 1

Übersicht 2

Der 9707 ist im Modus ISF Night etwas zu warm, mit gleichbleibender Tendenz, unabhängig von der Bildhelligkeit

Das zeigt auch das Balkendiagramm

Minimal zu helles Bild - dies zeigt die Gammakurve

Und auch der Gammapunkt beweist dies

RGB-Balance

Helligkeit der einzelnen Farben in Abhängigkeit vom Referenzweiß

Weißpunkt und HD-Farbraum

3D-Bild nativ, Blu-ray Avatar, Filmbeginn und Kapitel 7

Zwei 3D-Brillen im Lieferumfang enthalten

Die Brille sitzt sehr komfortabel

Der 46PFL9707 liefert eine erstklassige Performance im 3D-Betrieb ab. Natürlich erwartet man bei einem TV dieses Kaufpreises auch eine exzellente Leistung, aber der Philips schafft es, hier praktisch alle Erwartungen zu übertreffen. Besonders Bildruhe und Flimmerfreiheit sorgen für Begeisterung. Farb- oder Helligkeitsverluste sind kaum vorhanden, nutzt man den Flachbildschirm im 3D-Betrieb. Nur ein ganz leichter erdiger Einschlag ist aus farblicher Sicht wahrzunehmen. Bei kleinen horizontalen oder vertikalen Kopfbewegungen reißt der 3D-Effekt nicht ab. Bewegt man den Kopf deutlicher, reißt zwar der Effekt nicht abrupt ab, aber das Bild wird merklich dunkler, besonders, wenn die Kopfbewegung horizontal vonstatten geht. Exzellent ist das Bild bereits ab Filmbeginn, als eine kurze Kamerafahrt über die Planetenoberfläche von Pandora durchgeführt wird. Hier sind kaum bewegungsbedingte Unschärfen erkennbar. Zudem leistet sich der Philips selbst in den hinteren Bildebenen kaum störenden Crosstalk. Als dann Jake Sully an Bord des Langstreckenraumschiffs aus dem Cyroschlaf erwacht, modelliert der Philips das Innenleben des Raumschiffs - den langen Gang mit den Schlafkabinen - herausragend durch. Besonders bestechend ist, dass die Schärfe auch in den hinteren Bildebenen nicht abnimmt. Der 3D-Bildeindruck ist natürlich und keinesfalls störend, so bequemes 3D-Sehen kennen wir sonst nur von Geräten, die mit passiven Brillen arbeiten. Der Philips schafft es, trotz aktiver Shutterbrillen-Technik ein augenfreundliches, nicht durch Flimmern störendes Bild zu erzeugen - und dem Zuschauer auch FullHD-Bildgenuss zu ermöglichen.  Eine bis dato kaum vorstellbare Kombination, und nun hat Philips gezeigt, was mit der aktiven Shutterbrillen-Technologie, wenn man sie technologisch aufwändig verfeinert, alles möglich ist. Das Langstreckenraumschiff erscheint auch von außen detailreich - und die Bewegung durchs All läuft deutlich gleichmäßiger ab als bei den meisten TV-Geräten, die uns sonst bekannt sind. Selbst, als das Raumschiff im Kleinformat vor den großen Planeten zu sehen ist, flimmert oder zittert das Bild kaum. Eine so gute Bewegungsdarstellung hat gerade in dieser Sequenz Seltenheitswert. Als Jake mit den anderen Söldnern ins Kurzstreckenraumschiff wechseln, das sofort Kurs auf die Landebasis auf Pandora nimmt, zeigt der Philips Atmosphäre und Wolken sehr genau und plastisch. Die schweren Geräte zum Abbau des Unobtaniums sieht der Zuschauer in überragender Präzision aus der Vogelperspektive, ebenso die Anlagen zur Weiterverarbeitung. Nach der Landung wird der riesige Muldenkipper gezeigt, vor dem Jake mit seinem Rollstuhl stoppt. Das große Baugerät ist detailliert herausgearbeitet, man sieht die Gebrauchsspuren und die Pfeile der Eingeborenen in den gigantischen Reifen stecken. Das Bild erscheint auf natürliche Weise plastisch und gibt dem Zuschauer das Gefühl, mitten im Geschehen zu sein. Als kurze Zeit später Colonel Miles Quaritch auf dem blank geputzten Boden auf und ab läuft, stellt der TV den Boden und die schwarzen Armeestiefel scharf und detailreich dar. In dieser Sequenz begeistert der 46PFL9707 auch wieder mit seinem ausgezeichneten Schwarzwert, der auch sehr anspruchsvolle Anwender mehr als zufrieden stellen wird. Im siebten Kapitel bricht Jake in Gestalt seines Avatars zu einer Mission mitten in den exotischen Dschungel auf. Die Reise dorthin mit einem helikopterartigen Fluggerät versüßt der Philips dem Zuschauer durch tiefe, direkt vermittelte Plastizität - besonders gut sichtbar, als der Mammutbaum im Bildzentrum steht. Einzelne Äste sind problemlos auszumachen. Kurz darauf landet der Helikopter inmitten des Dschungels, die bei der Landung wehenden Farnpflanzen kommen sehr gut zum Ausdruck. Einzelheiten an der Außenhaut des Helikopters arbeitet der 46PFL97907 genau heraus. Die fremdartigen Lebewesen, froschähnlich, die sich von Baum zu Baum schwingen, erscheinen ebenfalls plastisch. Die legendäre kurze Sequenz, als Jake sein Gewehr schwenkt, wird - das haben wir auch erwartet - wiederum zu einem Erlebnis, da die Waffe aus dem TV herauszukommen scheint. Die Philips 3D Brille sitzt hervorragend und ist auch für Brillenträger geeignet. Das komfortable Tragegefühl sorgt dafür, dass man sie auch mehrere Stunden ohne Schwierigkeiten tragen kann. 

Wandlung von 2D nach 3D, Fluch der Karibik Teil 1, ab Filmbeginn

Auch, wenn es um die Wandlung von 2D-Inhalten nach 3D geht, schlägt die große Stunde des 46PFL9707. Er liefert einen sichtbaren Plastizitätsgewinn bei "Fluch der Karibik 1" ab. Das Galionsschiff, das gleich zu Filmbeginn aus dem dichten Nebel auftaucht, wird scharf und nahezu ohne Crosstalk auch im hinteren Bildbereich dargestellt. Die Gebrauchsspuren an den Segeln werden präzise eingearbeitet. Die kleine Elizabeth, die an der Reling des Schiffes steht, ist gut zu erkennen, schon von weitem sieht der Zuschauer das prächtige Kleid des Mädchens. Das Holzmaterial rund um die Reling weist scharfe, aber nicht unnatürlich überschärfte Konturen auf. Wichtig für einen harmonischen Bildeindruck ist aber tatsächlich, den Schärferegler des TVs auf "0" zu setzen, wie weiter oben schon beschrieben. Die Farbgebung bekommt durch die Wandlung und die Verwendung der Brille wiederum, wie auch im nativen 3D-Betrieb, einen erdigen Einschlag. Die Feststellungen bezüglich der Empfindlichkeit bei Kopfbewegungen sind identisch mit denen, die wir bei nativem 3D-Content gemacht haben. Als dann im zweiten Kapitel Piraten-Kapitän Jack Sparrow mit seinem dem Untergang geweihten Boot Kurs auf Port Royal nimmt, stellt der 46PFL9707 die Wellenbewegung und die Weite des Meeres sehr plastisch dar. Nur einmal müssen wir kurz Kritik üben. Als der begrünte Felsen, im Vordergrund prächtige Kriegsschiffe, im Hintergrund sichtbar wird, ist für ca. 1. Sekunde deutliches Ghosting erkennbar. Das legt sich aber schnell wieder, und Jacks Gesicht in Großaufnahme zeigt eine tolle Plastizität und eine sehr gute Herausarbeitung auch im Bereich des Barts und der Rastalocken. Der überragende Detailkontrast des Philips wird auch hier wieder erkennbar. Als dann Jack in Port Royal einfährt, ist rechts im Bild ein Handelsschiff zu erkennen, auf dem reges Treiben herrscht. Das Schiff zeigt viele Details, das Holz der Beplankung kommt ausgezeichnet heraus. In den Gesichtern der Menschen auf dem Schiff sind bei der Vorbeifahrt leichte Unschärfen sichtbar. Das Hinterland von Port Royal wirkt vielschichtig  und bis in hinterste Bildebenen tadellos durchzeichnet. Als Jack den hölzernen Landungssteg betritt, erscheint auch dieser scharf und zitterfrei, das Buch des Hafenmeisters, in dem die drei Schilling von Jack liegen, wirkt so realistisch, als läge es direkt vor einem auf dem Tisch. Die Kamerafahrt über die Festungsanlage zeigt einen Zugewinn als Plastizität, gleichzeitig gibt es kaum Nebenwirkungen der Konvertierung, die als negativ einzustufen wären. Der wachhabende Soldat zittert leicht, dies passiert aber durchaus auch im 2D-Betrieb. Das Mauerwerk erscheint detailreich, Moosbewuchs an einzelnen Ziegeln ist erkennbar. Die prächtigen Gewänder der Zuschauer und der Soldaten, die zu Ehre der Beförderung von Norrington im Innenhof ein Zeremoniell abhalten, kommen ein vielen Einzelheiten heraus. 

Blu-ray 2D, Baraka, Kapitel 1 + 2

Auch im reinen 2D-Betrieb sorgt der Philips für Begeisterung beim Bildliebhaber mit Premiumanspruch. Bei "Baraka", der nach wie vor mit seiner superben Bildqualität hervorsticht, punktet der 46PFL9707 im ersten Kapitel mit der eindrucksvollen Darstellung der Berglandschaft des Himalaya. Die imposanten Bergmassive werden mit klaren Konturen erfasst, die Strukturen mit dem Wechsel von Schnee und Fels kommen ausgezeichnet heraus. Wer genau hinschaut, erkennt leichte Rauschmuster, die vom kontraststeigernden Filter herrühren. Diese stören aber in den seltensten Fällen tatsächlich. Das Blau des Himmels wird vom Philips sehr gut getroffen. Langsame Kamerafahrten und Schwenks werden mit sauberer 24p Stabilität erledigt. Der Pavian, der in der heißen Quelle ein Bad nimmt, kommt sehr detailreich heraus, was man an seinem verfilzten Fell ebenso gut sehen kann wie an Ohren und Augen. Die Gesamtbildschärfe ist hoch und gleich bleibend, das heißt auch in den hinteren Ebenen ist das Bild scharf, ohne dass sich störende Artefakte an Objektkanten heraus bilden. Im nächsten Kapitel ist eine traditionelle fernöstliche Stadt zu sehen, mit altem Kopfsteinpflaster, das sehr feinfühlig herausmodelliert wird. Obwohl wir uns lediglich im 2D-Betrieb befinden, sorgt der Philips für eine überragende Tiefenwirkung. Diese wird sichtbar, als die Kamera über die Dächer der Stadt fährt. Auch hier ist wieder zu beobachten, dass die Bildschärfe auch weit hinten nicht abnimmt. Der Blickwinkel, den der 46PFL9707 bietet, ist enorm groß - aus vertikaler wie auch aus horizontaler Sicht. Daher können auch mehrere Personen ohne Einbußen einen Film verfolgen. Der Philips beeindruckt ferner durch natürliche, akkurat gesättigte Farben und seinen vorzüglichen Schwarzwert - das Micro Dimming Premium sorgt auch für eine Einarbeitung kleiner Details, die sich in Bildbereichen befinden, in denen sie sonst untergehen würden. 

Upscaling von 576i auf 1080p, Filmmaterial, Star Wars Episode 1, ab Filmbeginn

Bislang waren Philips TVs zwar für eine gute, aber nicht für eine überragende Upconversion von SD-Material auf 1080p bekannt. Dies ändert sich mit dem 46PFL9707 - und zwar im positiven Sinne. Noch nicht ganz so gut heraus kommt die Performance bei der Star Wars-typischen Schrift, die durchs Bild gleitet. Diese läuft zwar relativ ruhig nach hinten durch, es kommt aber zu kleinen Wellenbildungen weiter hinten im Bild. Die Farbgebung der Lettern ist ebenfalls nicht sensationell. Das Gelb wird gut, aber nicht optimal getroffen, es scheint ein minimaler Magenta-Stich im Gelb zu sein. Sehr gut gefällt uns, dass der 46PFL9707 sehr viele Sterne auf den Screen zaubert. Während Edge LED TVs hier meist Hot Spots produzieren und keine einheitliche Bildhelligkeit sicherstellen, begeistert der Philips durch das satte, homogene Schwarz. Als dann der republikanische Sternzerstörer durchs Bild fliegt, braucht der De-Interlacer kurz, um einzurasten, in dieser Zeit sind leichte Bildunruhen sichtbar. Nach einer guten Sekunde hat er sich gefangen - und was der Betrachter nun sieht, ist ein Quasi-HD-Bild mit sehr guter Bildschärfe, ausgezeichneter Detailwiedergabe und ebensolchem Kontrast. Das Raumschiff steht plötzlich ruhig, der Bewegungsablauf ist absolut flüssig. Als die beiden Raumjäger von Obi-Wan und Anakin auftauchen und mit hoher Geschwindigkeit knapp über der Oberfläche des Sternzerstörers fliegen, werden beide Bewegungsabläufe souverän erfasst. Kurz darauf kippen die beiden kleinen Raumjäger nach unten ab in die Schlacht, und wie schon zu erwarten war, präsentiert der 46PFL9707 ein bis in die untersten Bildebenen scharfes Bild, das alle Raumschiffe und Raumstationen mit stimmigen Konturen erfasst. Als Obi-Wan und Anakin anschließend ihre Raumjäger durch die Schlacht navigieren, werden alle am Kampfgeschehen beteiligten Raumschiffe mit enormer Klarheit und überragendem Detailreichtum wiedergegeben. Alle Explosionen werden mit präzisen Farbübergängen wiedergegeben. Bildrauschen kommt kaum vor, die Farben wirken stimmig und neutral, das zeigt sich auch an den Gesichtern von Anakin und Obi-Wan, die Haut wird aus farblicher Sicht hervorragend wiedergegeben, und sogar einzelne Poren werden sichtbar gemacht.

Upscaling von 576i auf 1080p, Videomaterial, AVEC Professional Test DVD

Gut gibt der Philips die in verschiedenen Geschwindigkeiten durchlaufenden schwarzen sowie weißen Schriften vor weißem, rotem und blauem Hintergrund wieder. Auch die schnellste Schrift ist tadellos lesbar, allerdings treten rund um die Lettern leichte Artefaktemuster auf. Zudem kommt es zu minimalen Nachziehern. Die Farbtrennung ist in Ordnung. Bei den fünf magentafarbenen Siemenssternen, ein großer zentriert und vier kleine in den Bildschirmecken, sichert der 46PFL9707 eine gleichmäßige Drehbewegung und stellt die Segmente auch der kleinen Sterne mit akkurater Differenzierung dar. Die Farbreinheit liegt hoch. Verglichen mit vielen Konkurrenten, treten nur wenig Artefakte störend hervor. Es folgt das Testbild mit dem Pendel, das in unterschiedlicher Geschwindigkeit über eine stehende schwarze Linie schwingt. Das Pendelinnere ist rot-blau. Der Philips macht eine sehr gute Figur, auch in höheren Geschwindigkeiten ist das Innere des Pendels mit tadelloser Differenzierung zu erkennen. Artefakte an der Pendelspitze treten kaum auf, die schwarze Linie steht stabil. Im unteren Drittel des Pendels treten in geringem Umfang Unschärfen und kleine Nachzieher auf. Beim realen Bewegt-Testbild der schwäbischen Stadt Esslingen stellt der Philips alle Kamerafahrten ruhig und nahezu ruckelfrei dar. Die Ziegel der Hausdächer sind klar erkennbar und zeigen nur geringes Zittern bzw. Flimmern. Die Grünflächen werden farbecht und differenziert wiedergegeben. Die Stadtbefestigung erscheint scharf, aber praktisch ohne Artefakte auf dem Bildschirm. 

TV-Tuner, DVB-S2 und DVB-C

Der TV-Tuner des Philips kann in beiden Anschlussarten - also im DVB-C- und um DVB-S2-Betrieb - praktisch restlos überzeugen. HD-Sender, sowohl die Öffentlich-Rechtlichen in 720p als auch die privaten in 1080i, sehen glänzend aus: Farbecht, bewegungsstabil, scharf und kontrastreich. Besonders die natürlichen Farben wissen auch zu begeistern. Laufschriften sind klar erkennbar und weise nur wenig Artefakte auf. Rauschen kommt so gut wie nicht vor. Selbst SD-Sender überzeugen durch ausgezeichnete Bildqualität - denn das Bild erscheint sogar bei der niedrigen Auflösung scharf und mit guter Farbgebung sowie tadelloser Farbtrennung. Natürlich ist im SD-Tuner-Betrieb mehr Rauschen zu erkennen, aber im Vergleich mit den meisten Konkurrenten fällt es erfreulich gering aus. 

Bild-Bilanz

Der 46PFL9707 ist extrem teuer - aber auch visuell extrem stark. Besonders im 3D-Betrieb setzt er neue Maßstäbe, sowohl was die Verarbeitung von nativem 3D-Material als auch was die Konvertierung von 2D nach 3D ausmacht. Scharf, klar, plastisch, bewegungsstabil und praktisch ohne Flimmern und Crosstalk sorgt der Philips für neue Bestwerte. Werden 2D-Blu-rays in 2D wiedergegeben, sieht der Kenner, dass Philips klare Fortschritte bei der 24p-Stabilität. Hier konnte er beinahe zu den besten Geräten aus den Häusern Panasonic und Sony aufschließen. Nur selten sieht man noch leichtes Ruckeln. Top: Farbwiedergabe und Detailkontrast. Bedingt durch die aufwändige Backlight-Konstruktion trumpft der Philips bei Schwarzwert und Kontrast ohnehin auf Referenz-Niveau auf. Aber auch die Bewegungswiedergabe ist dank hochmoderner und effektiver 1200 Hz Frame Interpolation exzellent. Fortschritte hat Philips auch beim Thema Upconversion von DVD-Material gemacht. Erstklassig gelingt sie bei Filmmaterial, immer noch ausgezeichnet bei Videomaterial. Keine Konkurrenz fürchten muss der eingebaute Tuner im DVB-C und im DVB-S2 Betrieb. Er übertrifft souverän auch hohe Erwartungen und stellt hochklassiges Fernseh-Vergnügen sicher. Wer im Übrigen ein besonders angenehmes Fernseherlebnis sicherstellen und den TV zudem als attraktives Licht-Designobjekt im Lounge-Modus nutzen möchte, kann auf Philips' erneut überzeugende Ambilight-Funktion vertrauen. Ambilight passt sich auf Wunsch der Wandfarbe des Raumes an, in dem der TV Aufstellung bezogen hat, und der Wechsel der Effekte kann von Entspannt bis Dynamisch eingestellt oder automatisch angepasst werden. 

Ton

Tonmenü

Erweiterte Tonoptionen

Das Tonmenü umfasst verschiedene Programme (Persönlich, Original, Film, Musik, Spiel, Nachrichten), zudem kann man eine virtuelle Surround-Funktion (Incredible Surround oder Incredible Surround 3D) aktivieren. Es ist auch möglich, eine Voreinstellung zu teffen, so dass Incredible Surround automatisch aktiviert wird. Natürlich kann man auch normal in Stereo hören. Es gibt Regler für Bässe, Höhen und die Balance sowie für die Kopfhörerlautstärke. Im Submenü mit den erweiterten Toneinstellungen finden sich unter anderem Parameter für die automatische Anpassung der Lautstärke bei Wechsel der Quelle, die Funktion "Klarer Klang" (die aber wenig bringt) und die Aktivierung von HDMI ARC. Akustisch schlägt sich der 46PFL9707 richtig gut, ganz gleich, ob bei TV-Sendungen mit hohem Sprachanteil, bei Filmen oder bei Musik. Stimmen sind immer klar verständlich und weisen sogar, gerade bei Männerstimmen wichtig, ein recht realistisches Volumen auf. Der virtuelle Surroundmodus bringt sogar Anflüge von Räumlichkeit, ohne dass die Klarheit des Klangs zu deutlich darunter leidet. Die Trennung von Stimmen und Instrumenten ist gar nicht einmal schlecht gelungen, und selbst das kritische Thema Pegelfestigkeit meistert der Philips - diese ist nämlich überraschend gut. 

Konkurrenzvergleich
  • Samsung UE46ES8090: Der Samsung besticht mit edelster Optik und Vollausstattung. Er ist deutlich preisgünstiger als der Philips, was man ihm spontan aber nirgendwo anmerkt - eine reife Leistung. Der Bild-Enthusiast wird trotzdem noch ein Paar Scheine mehr aus dem Portemonnaie ziehen und den Philips kaufen, denn dank Full LED Backlight geht bei Schwarzwert und Detailkontrast noch mehr - auch dank des Mottenaugen-Filters. Die Frame Interpolation des Philips ist noch etwas leistungsfähiger, Bewegungen laufen nochmals flüssiger ab. Der Samsung reagiert dafür beim Bedienen nochmals flotter, die Bedienung ist außerordentlich flüssig und schnell. So sind zwei Dinge bemerkenswert: Wie gut der Samsung für seinen niedrigeren Kaufpreis ist, und wie stark der teurere Philips seine Position als Bildmeister präsentiert. 
  • Toshiba 55ZL2: Es geht auch noch teurer und größer. Der Toshiba ZL2 ist ein Technik-Highlight und begeistert mit 4k-Auflösung, 3D ohne Brille und damit einem neuen Seherlebnis. Für Early Adopters, die die neuste Technik zu Hause haben und demonstrieren möchten, ein großer Wurf. 
  • Philips 46PFL7007: Der deutlich günstigere Serie 7-Philips hat keine Chance gegen die teurere Konkurrenz aus gleichem Hause. Der 46PFL9707 kann alles nicht nur ein bisschen, sondern deutlich besser. Ganz gleich, ob BD-Wiedergabe in 2D oder 3D, Wandlung von 2D nach 3D, DVD-Upconversion, DVB-S2/DVB-C-Tuner oder elementare visuelle Eigenschaften wie Gesamtkontrast, Detailkontrast, Farbneutralität, Plastizität oder Bildschärfe - der 9707 zeigt dem 7007 überall klar die Grenzen auf und demonstriert das derzeit Machbare. 
Fazit

Darauf haben wir und darauf hat Philips lange gewartet: Der 46PFL9707 ist genau der große Wurf und die technologische Speerspitze auf Premium-Niveau, die das Unternehmen nach gewisser Durststrecke dringend braucht, um endlich wieder ein Signal zu setzen, das von keinem etablierten Konkurrenten missverstanden werden sollte. Hier kommt nicht mehr und nicht weniger als der derzeit beste TV, den es in der gesamten 46 Zoll-Klasse gibt. Er brilliert in jeder Disziplin, und er zeigt, dass die Entwicklungen, die Philips über Generationen vorangetrieben und verbessert hat, nun Früchte tragen. Der 46PFL9707 offeriert das beste 3D-Bild, das wir bislang von einem Shutterbrillen-basierten FullHD-TV gesehen haben. Dies betrifft nicht nur die Wiedergabe von nativem 3D-Material, sondern auch die Wandlung von 2D nach 3D. Die Blu-ray-Darstellung weiß ebenfalls nahezu restlos zu begeistern und überzeugt nun auch erstmalig mit ausgezeichneter 24p-Stabilität. In Bezug auf alle visuellen Grundparameter setzt sich der Philips an die Spitze: Neutrale, dynamische Farben, ein überragender Kontrast (gerade der Detailkontrast übertrifft nahezu alles, was wir bislang in der 46 Zoll-Liga kannten), ein dank Full LED Backlit-Technik brillanter Schwarzwert, exzellente vorprogrammierte Bildfelder (ISF Day, ISF Night) und eine enorme Detailtreue. Der Philips klingt für einen Flachbildschirm sogar ausgesprochen gut und punktet voll mit seiner Fernbedienung, die durch ihre doppelseitige Verwendbarkeit genau das richtige Tool für die in voller Blüte stehende Smart TV-Ära ist. Die Smart TV-Plattform an sich präsentiert sich ebenfalls gelungen und meist halten sich auch die Ladezeiten erfreulicherweise in Grenzen. Die Bedienung ist bilanzierend recht einfach, so dass man insgesamt feststellen kann: Der Philips 46PFL9707 demonstriert eindrucksvoll, wie leistungsfähig ein moderner Hightech-Fernseher in der Praxis sein kann. 

Premium-TV, der in der 46 Zoll-Klasse neue Maßstäbe setzt

Flachbildfernseher bis 50 Zoll Luxusklasse
Test 27. Dezember 2012

+ Maßstäbe setzende 3D-Performance
+ Erstklassiges Blu-ray-Bild
+ Überragende Upsconversion von DVD SD-Material
+ ISF-Modi
+ Erstklassiger Tuner im HD und im SD-Betrieb
+ Smart TV Plattform ausgezeichnet
+ Hervorragende, zweiseitige Fernbedienung
+ Stromverbrauch hält sich in Grenzen

- Bildeinstell-Assistent war früher nützlicher
- Kostspielig

Test: Carsten Rampacher
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 27.12.2012

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