TEST: Panasonic Plasma TX-P50STW50 mit Display Basic Check
16.10.2012 (sw/phk/cr)

Der STW50 gehört zu Panasonics Next-Serie und kostet in 50 Zoll 1199 EUR
UVP. Ein recht günstiger Preis für ein VIERA NeoPlasma in dieser
Größenordnung. Der STW50 bietet nicht ganz die Ausstattungsmerkmale der
großen Klassen wie VT50 oder GT50, wartet aber bereits mit leistungsfähigen,
innovativen Technologien auf. Dank des 2000 Hz Focused Field Drive werden die
Plasmazellen blitzschnell gezündet und eine hohe Bewegungsschärfe erreicht.
Der hochwertige Kontrastfilter Infinite Black Pro kommt auch beim GT50 zum
Einsatz und sorgt für ausgezeichnete Kontrastwerte. Auch die V-real 3D
Signalverarbeitung ist für hohe Bildgüte in 3D integriert. Der Panasonic STW50
bietet keinen THX-Modus, auch der ISFccc-Modus für
eine individuelle Bildkalibration fehlt. Der Kino-Modus sorgt aber für
weitgehend authentische Wiedergabe out-of-the-box. Ein Graustufen-Abgleich ist
auch ohne ISFccc Modus möglich.
Der STW50 arbeitet wieder mit aktivem Shutterbrillen-System, die über
Bluetooth mit dem TV kommunizieren und so eine sichere Verbindung garantieren.
Für flexible Vernetzung ist ein WLAN-Modul integriert. DLNA-Streaming, Zugriff
auf VIERA Connect-Inhalte und das freie Internet mit einem Web-Browser ist
möglich. Der TV lässt sich zudem mit einer App steuern, die sowohl für iOS
als auch Android kostenlos erhältlich ist. Damit kann man auch Dateien vom
Smartphone/Tablet an den TV weitergeben. Mit dem HD Triple Tuner lassen sich
sämtliche von Satellit, Kabel oder Terrestrisch empfangen und sogar unter
Zuhilfenahme eines USB-Massenspeichers aufzeichnen. Der TV soll zudem recht
Eco-freundlich sein und bis zu 100.000 Betriebsstunden bieten. Er verfügt über
Energieeffizienzklasse C.
Stromverbrauch:
• Standby: 0,1 - 0,2 Watt
• Modus Kino: zwischen 160 und 210 Watt, mit aktiviertem Eco-Modus etwa
150-170 Watt, der Normal-Modus verhält sich in etwa identisch
Verarbeitung

Front-Ansicht

Stationäre Bedienelemente

Rückseite

Standfuß

WLAN-Modul

Fernbedienung

Gut verarbeitete Brille im Detail

Die aktive Shutterbrille ist sehr leicht und sitzt komfortabel

Ansicht von vorne

Kunststoff-Bügel
Der Panasonic STW50 kommt mit geringer Bautiefe mit grauem
Rahmen daher und wirkt optisch ansprechend. Sowohl Rahmen als auch Standfuß
sind in Kunststoff gehalten, die Rückseite ist aus Metall. Um den grauen Rahmen
schließt sich rundherum eine durchsichtige Plexiglas-Leiste an. Fixiert mit
mehreren Schrauben ist der TV standfeßt und droht auch nicht leicht umzukippen.
Aktive Lüfter hat der STW50 nicht integriert, die Geräuschkulisse hält sich
so sehr im Rahmen. Passungen rund um den TV sind sauber, auch das Spaltmaß
gering. Die Fernbedienung ist beleuchtet und in schwarzem Hochglanz ausgeführt.
Die aktiven Shutter-Brillen mit Bluetooth-Technologie sind leicht und tragen
sich angenehm. Beim STW50 liegen allerdings keine Brillen bei, die
TY-ER3D4SE-/ME müssen zugekauft werden.
Anschlüsse

Anschlüsse Gesamt

Rückseite
-
HDMI 3x
-
Komponentenvideo-Eingang via Adapter
-
Scart & FBAS Eingang via Adapter
-
Digitaler Audio-Ausgang optisch
-
LNB-Satellitenanschluss
-
DVB-C & DVB-T Anschluss
-
Ethernet-Slot
-
USB 2x
-
Kopfhöreranschluss
-
SD-Karte
-
CI+
Der STW50 bietet drei HDMI-Slots und zwei USB-Slots. Jeweils
einen Anschluss weniger als die GT- und VT-Serie. Prinzipiell reicht die
Anschlussauswahl aber dem Ottonormalverbraucher noch problemlos aus, lediglich
wer neben einer Skype-Kamera und einem USB-Recording-Massenspeicher noch
zusätzlich mal einen USB-Stick mit Mediendateien anschließen will, wird den
dritten USB-Slot vermissen. Komponentenvideo, SCART und FBAS können leider nur
mit Adaptern realisiert werden, diese liegen aber bei.
Setup & Menü

OSD Sprache wählen

Standort

Signalart für Sendersuchlauf auswählen

Auswählen ob freie oder auch private, verschlüsselte Sender
gesucht werden sollen

Netzwerk-Verbindung konfigurieren

IP-Adresse manuell festlegen oder automatisch beziehen

Erfolgreicher Internetverbindungstest

Netzwerk-Konfiguration abgeschlossen
Menü

Bild-Einstellungen

3D-Einstellungen

Erweiterte Einstellungen

Ton-Einstellungen

Netzwerk-Konfiguration

Setup

Verbindungseinstellungen

System-Menü

Weitere Einstellungen
Der Installations-Assistent startet sich bei der ersten
Inbetriebnahme automatisch und der Anwender kann OSD-Sprache sowie den
Landesstandort auswählen. Ein automatischer Sendersuchlauf wird ebenfalls für
die gewünschten Signalarten durchgeführt. Zudem kann bereits die
Netzwerkverbindung hergestellt werden, wahlweise kabelgebunden oder drahtlos.
Bei WLAN-Einbindung kann man komfortabel via WPS und Push-Button-Methode
verbinden. Nun ist die Erstkonfiguration abgeschlossen, es sollte noch falls
notwendig ein Firmware-Update durchgeführt werden.
Für weitere Einstellungen wird mit der Menü-Taste der
Fernbedienung das Setup-Menü geöffnet. Hier finden sich zunächst
Bild-Einstellungen mit verschiedenen Presets und den konventionellen
Justagemöglichkeiten wie Helligkeit, Kontrast, Farbe, Schärfe, etc. Auch
Frame-Interpolation oder Postprocessing für SD-Filminhalte
(Filmkadenzerkennung) kann hier ausgewählt werden. In den erweiterten
Einstellungen wird auch der Overscan an- bzw. ausgeschalten. Ton-Modi, Bass- und
Höhen-EQ sowie Aktivierung des virtuellen Surround-Modus V-Audio wird in den
Toneinstellungen vorgenommen. Wer die Netzwerkkonfiguration noch nicht während
der Erstinstallation vorgenommen hat, kann dies hier im Punkt Netzwerk
erledigen, auch das Software-Update wird hier gestartet. Unter Timer können
festgelegte Timer-Aufnahmen gesehen und bearbeitet und der Auto-Standby auf
Aus/2h/4h festgesetzt werden. Der letzte Punkt Setup bietet Zugriff auf
Energiesparmodi, Kindersicherungseinstellungen sowie Sprache, etc. Auch hier
kann das Software-Update gestartet werden. Aktiviert man unter System den Punkt
Erweitert, erscheint in den Bildeinstellungen - Erweiterte Einstellungen der
Punkt Weißabgleich und Gamma, so kann eine Graustufenkalibration durchgeführt
werden.
Multimedia

VIERA Tools

Auswahl DLNA-Server

FLAC-Wiedergabe

JPEG-Darstellung

VIERA Connect

Verschiedene Mediatheken, VOD-Dienste und mehr

Weitere Inhalte im VIERA Market

Web-Browser

Hier mit geladener Webseite
Der STW50 verfügt nach Einbindung ins heimische Netzwerk und
der Verbindung mit dem Internet über eine Vielzahl an multimedialen Features.
Mit der VIERA Tools Taste der Fernbedienung kann man direkt auf diese zugreifen.
Von einem DLNA-Medienserver können Fotos, Videos und
Musikdateien gestreamed werden. Die Auswahl und Navigation innerhalb der
Ordnerstruktur des Servers erfolgt sowohl bei kabelbasierter als auch drahtloser
Netzwerkverbindung schnell und verzögerungsfrei. Der Panasonic gibt neben MP3-
und AAC-Dateien auch FLAC (-HD) wieder. Bei Fotos ausschließlich JPEG und das
3D-Bildformat MPO, das auch von einer SD-Karte wiedergegeben werden kann. Unter
Videos werden DiVX HD, WMV, MP4, MOV-Trailer sowie AVCHD, MPEG-TS HDTV Aufnahmen
sowie MKV akzeptiert. Die Formatauswahl bei angeschlossenen USB-Massenspeichern
ist identisch.
VIERA Connect ist mittlerweile in vielen Panasonic-Geräten
integriert und bietet eine umfangreiche Plattformen von Internetinhalten und
Applikationen verschiedenster Anbieter. Darunter TV-Mediatheken,
Video-on-Demand-Dienste, Social Media und vieles mehr. Im VIERA Market können
noch zusätzliche Apps, auch Spiele, heruntergeladen werden.
 
Cursor-Steuerung und Browser
 
Streaming vom Smartphone
Mit der VIERA Remote App kann der ST50 gesteuert werden, der
Web-Browser bedient und außerdem vorhandene Medieninhalte vom Smartphone mit
einem Handgriff auf den Fernseher übertragen werden. Wir haben dies sowohl mit
Fotos als auch 720p-Videodateien erfolgreich realisieren können. Das Video wird
zunächst wiedergegeben und kann dann einfach mit Drücken oder Verschieben an
das Display gesendet werden.
Bild
Display Basic Check powered by


Über den Display Basic Check
Als Basis für den Display Basic Check, dient die sehr flexible
Bildkalibrierungs-Software "Calman", aktuell Version v4.5. Als Sensor
kommt der SpectraCal C6 zum Einsatz. Damit auch korrekt gemessen wird, ist eine
spezielle Blu-ray mit Calman-Testbildern nötig, die wir zum Test in den
BD-Player einlegen. Auf dieser sind die Testbilder, die für die Messungen
gebraucht werden, enthalten. Vorteil von Calman ist, dass man sich sogenannte
"Workflows" selber programmieren kann, die individuell auf das
jeweilige Aufgabengebiet abgestimmt sind. So wird nur das gemessen, was auch benötigt
wird, das ist gut für effizientes, schnelles Arbeiten. So kann der
"Display Basis Check" hervorragend in die Testarbeit eingebunden
werden. Der Display Basic Check umfasst die folgenden Parameter:
- Gamut (Farbraum)/Weißpunkt
- Farbdecoding
- Farbtemperatur
- Gamma
Zusätzlich kommen noch Testbilder zum Thema Bildhelligkeit (Pluge),
Farbdecoding, Bildschärfe, Kontrast und Scaling von der DVE - HD Basics von Joe
Kane Productions hinzu.
Der Panasonic TX-P50STW50 im Display Basic Check
- Für Testreihen gewähltes Bildfeld: Beim STW50 wählen wir das Bildfeld
"Kino" aus, da es uns am ehesten authentische Farbwiedergabe
bietet. Ein THX-Bildfeld steht hier nicht zur Konkurrenz und die übrigen
zeigen eine zu kalte Farbgebung.
- Bild-Helligkeit: Die Standard-Helligkeitseinstellung beim Wert 0 ist
ideal. Der Unterschwarzbalken des PLUGE-Testbildes ist dann nicht mehr zu
sehen, beim Wert 1 schon wieder minimal sichtbar.
- Helligkeitsverteilung: Die Helligkeitsverteilung ist Plasma-typisch
exzellent. Einzelne Hot Spots sind nicht zu erkennen.
- Kontrast (Reverse Grey Ramps and Steps): Dies macht sich auch bei der sehr
guten Kontrastdarstellung bemerkbar. Clipping ist nirgends zu sehen, leichte
Schwächen im Unterschwarzbereich. Der Standardwert kann belassen werden.
- Bildschärfe/Overscan: Wenn man den „16:9 Overscan“ im Menü unter
Bild auf „aus“ stellt, ist kein Overscan zu sehen. Die Schärfe ist mit
dem Wert "5" recht gut eingestellt, leichtes Ringing ist noch zu
erkennen. Wir empfehlen den Wert "4".
Messungen:

Übersicht 1

Der Weißpunkt wird gut getroffen

Gammakurve

Gammapunkt

Farbtemperatur

Übersicht 2

RGB Balance

Gamut Luminanz

Farbtemperatur im Balkendiagramm
Den Weißpunkt trifft der Panasonic STW50 sehr gut, auch wenn die Primär-
und Sekundärfarben nicht ganz perfekt liegen. Besonders Grün macht einen
heftigen Ausrutscher und liegt sogar außerhalb des Toleranzbereiches, auch Gelb
ist nicht perfekt. Gammakurve und Gammapunkt sind solide. Man muss erwähnen,
dass wir vor dem Display Basic Check den Gammawert in den Erweiterten
Einstellungen von 2.2 auf 2.4 gesetzt haben. Beim Wert von 2.2 liegt das
gemessene Gamma eher um den Wert 2 und somit klar suboptimal. Die Veränderung
des Wertes auf 2.4 wirkt sich positiv auf Gamma und Farbtemperatur aus, beide
Parameter liegen näher am optimalen Wert. Die RGB
Balance ist nicht perfekt, aber recht gut. Die Primärfarben verlaufen in den
verschiedenen Helligkeitswerten zueinander parallel, heißt zueinander stimmig
und liegen nicht allzu weit auseinander.
3D Blu-ray, Avatar, Filmbeginn und Kapitel 7
Der STW50 bietet ein ausgesprochen ruhiges und stabiles 3D-Bild. Die
Bewegungsschärfe beim Kameraflug über den Dschungel Pandoras ist hoch, so
bleibt das Baumkanapee recht gut differenziert und verschmilzt nicht zu einem
Einheitsbrei. Der Kontrastwert ist ebenfalls ausgezeichnet, wenn in niedrigen
IRE-Bereichen die höheren Plasmaklassen von Panasonic noch etwas feiner
durchzeichnen, und so auch die Plastizität noch zunimmt. Ausgezeichnet gefällt
uns die geringe Crosstalk bzw. Ghosting-Ausprägung. Besonders an den
Untertiteln fällt dies immer schnell auf, hier ist aber kaum etwas zu sehen. Ab
und an kann man schon mal eine zweite Kontur erkennen, dies hält sich aber sehr
in Grenzen. Als Jake Sully aus dem Cryo-Schlaf in der Schlafzelle, die
eigentlich seinem Bruder galt, erwacht, zeichnet der STW50 bis in die hintere
Ebene des Langstreckenraumschiffes sauber durch. Der Helligkeitsverlust durch
die aktive Shutterbrille fällt dem geschulten Auge auf, auch die Farbgebung ist
minimal abgeschwächt. Der STW50 bietet dennoch immer noch ein
überdurchschnittliches Ergebnis, besonders im Hinblick auf seine Preisklasse.
Detail- und Kantenschärfe ist stark ausgeprägt und bietet somit einen
hochqualitativen Bildeindruck. Gegenüber Kopfbewegungen ist der STW50 in
Kombination mit den 3D-Brillen überhaupt nicht anfällig, selbst wenn man den
Kopf auf knapp 90 Grad zur Seite legt. Als Jake Sully im siebten Kapitel im
Dschungel landet, begeistert auch hier die sehr gute und detailreiche
Darstellung der Flora. Der Bild- in Bild-Kontrast ist ausgezeichnet, leichtes
Verbesserungspotential liegt noch in den dunklen Bildbereichen. Besonders gut
gefällt weiterhin die Bildruhe, selbst bei mehreren Objekten oder parallel
verlaufenden Bewegungsabläufen bleibt das 3D-Signal stabil.
2D Blu-ray & Wandlung, Indiana Jones and the Kingdom of the Crystal Skull
Der STW50 startet im 2D-Betrieb bei Indiana Jones and the Kingdom of the
Crystal Skull mit hoher Bildplastizität und gutem Tiefeneindruck. Das
Oldtimer-Fahrzeug in der Wüste Nevadas fährt in der von der hintergründigen
Bergkette klar abgegrenzten Prairie. Die Bewegungswiedergabe gefällt durch
flüssige Darstellung. Das gesamte Bild wirkt recht ruhig, auch als die jungen
Erwachsenen auf die Militärkolonne trifft. Sämtliche Bewegungsabläufe wirken
ruhig und flüssig, der Panasonic bietet eine ruhige und stabile 24p-Wiedergabe.
Lediglich bei der etwas schwierigen Szene, als die russischen Milizen in
Richtung AREA 51 abbiegen, zittert das Café-Schild leicht. Die Farbgebung wirkt
authentisch und recht dynamisch, ein leicht erdiger Einschlag ist zu erkennen.
Als sich die Tore der riesigen Lagerhalle öffnen, bietet der STW50 eine gute
Durchzeichnung der verschiedenen Bildebenen und kann auch in den dunklen
Bereichen punkten. Detaillierung und Schärfe flacht in den niedrigen
IRE-Bereichen zwar etwas ab, ist aber noch auf gutem Niveau. Grundsätzlich ist
die Gesamtbildschärfe wieder auf einem extrem guten Level, auch der STW50
gliedert sich problemlos in die ausgezeichneten Plasma-Serien ein.
Die 3D-Simulation startet man ganz einfach mit der dedizierten Taste der
TV-Fernbedienung 3D. Der STW50 bietet eine ähnlich ausgezeichnete Wandlung wie
seine "Geschwister"-Geräte GT50 und VT50. Trotz dem aufwendigen
Processing bietet der Panasonic hohe Bildstabilität und solide
Bewegungsschärfe. Die Detailschärfe und das Detailvermögen in dunklen
Bildbereichen wirkt ein wenig zurückgenommen, das Bild wirkt aber immer noch
fein aufgelöst und sauber durchzeichnet. Plastizität und Tiefenstaffelung ist
gesteigert, wenn auch nicht wie bei der nativen 3D-Wiedergabe bis in die
hintersten Ebenen klar durch detailliert.
DVD-Upconversion 576i auf 1080p, Filmmaterial, Star Wars Episode III, Filmbeginn mit Eröffnungsschlacht über
Coruscant
Wir überprüfen die Upconversion-Fähigkeiten des STW50 Panasonic Plasmas.
Dazu spielen wir dem TV ein 576i-Signal zu. Bei der gelben Laufschrift zu Beginn
des ersten Kapitels der dritten Star Wars-Episode wird in sattem Gelb und
ruhigem, flüssigem Lauf präsentiert. Leichte Treppenstufenbildung ist an den
Buchstabenkanten zu sehen. Die Buchstaben zittern ab etwa der Bildschirmmitte
ein wenig, die Farbe bleicht aber in den hinteren Ebenen nicht aus und auch
Wellenbwegungen sehen wir nicht. Eine Vielzahl an Sternen wird herausgearbeitet
und das Schwarz sitzt tief. Beim Schwenk auf den Sternzerstörer sehen wir ein
kurzes Zittern an der oberen diagonalen Linie, dann steht der Zerstörer aber
ruhig und plastisch im Bild. Rauschen ist kaum zu sehen, minimal im roten
Bereich. Als die kleinen Raumjäger über den Zerstörer hinwegfliegen, bleiben
auch diese ihren Objektkanten treu. Das im Schatten liegende Heck wird noch
recht sauber durchdetailliert und an der Turbine gibt es nur geringfügiges
Überstrahlen. Beim Abknicken zeigt uns der Panasonic ein weites Panorame mit
differenzierten Ebenen, die einzelnen Belagerungsschiffe können problemlos von
der Planetenoberfläche plastisch differenziert werden. In der folgenden
Kampfsequenz bleibt das Bild ebenfalls ruhig, auch die Detailtreue bei den
Nahaufnahmen von Obi-Wan und Anakin gefällt. Die Intelligent Frame Creation
können wir im DVD-Betrieb nicht empfehlen, stellenweise ruckelt das Bild.
DVD-Upconversion 576i auf 1080p, Videomaterial, 576i auf 1080p, AVEC Professional Test
DVD
- Schriften in unterschiedlichen Geschwindigkeiten: Die Laufschriften wirken
solide, zeigen aber in der ersten Geschwindigkeit schon leichtes Zittern.
Eklatante Nachzieheffekte sind nicht zu sehen, die Farbtrennung gelingt
recht gut.
- Schwingendes Pendel: Das Pendel zeigt ebenfalls im oberen Bereich leichte
Nachzieher, die sich nach unten hin etwas intensiver ausprägen. Ab der
Mitte sind die farbigen Balken im Inneren nicht mehr klar differenzierbar.
- Dynamisches Stadtbild von Esslingen: Die Kamerafahrt über Esslingen
gelingt flüssig und mit solider Bildruhe. Die Farben wirken lebendig, das
Grün ein wenig zu intensiv. Artefakte halten sich in Grenzen,
Zeilenrauschen an den Hausdächern macht sich aber bemerkbar.
Tuner
Die Tunereinheit im Panasonic TX-P50STW50 leistet sowohl bei HD- als auch
SD-Material sehr gute Dienste. Im DVB-S und DVB-C Betrieb präsentiert der
Panasonic eine exzellente Kanten- und Detailschärfe bei den
öffentlich-rechtlichen Sendern Das Erste HD und ZDF HD. Kleine Unruhen im Bild
verursachen feingliedrige Parallelen, beispielsweise an einem Strohkorb, hier
kann es in Einzelfällen zu Zittern kommen. Abgesehen davon wirkt das Bild des
Panasonics aber enorm ruhig. Durch ausgezeichnete Kontrastwerte erscheint das
2D-Bild bereits sehr plastisch und verschiedene Bildebenen werden sauber
differenziert. Die Farbgebung wirkt authentisch und lebendig, dies fällt auch
bei SD kaum ab. Hier ist natürlich das Bildrauschen erhöht und Kanten- sowie
Detailschärfe eingeschränkt. Dennoch ist die Bildruhe weiterhin positiv
einzuschätzen und SD-Sehen wird nicht anstrengend. Unschöne Artefakte treten
selten auf, Treppenstufenbildung an Schriften und der ein oder andere Pixelblock
fällt natürlich auf.
Ton
Kritik bei der Tonwiedergabe müssen wir nicht äußern. Der Panasonic
schlägt sich wie viele Konkurrenten bei dialoglastigen Sendungen wie
Nachrichten, Talk-Shows oder Soaps sehr gut und bietet klare, charakteristische
Stimmwiedergabe. Auch größere Zimmer lassen sich mit solidem Pegel ohne
Durchschlagen der vorhandenen Lautsprecher beschallen. Auch für den
gelegentlichen DVD-Abend ist der TV geeignet und bietet ordentliche
Räumlichkeit und Dynamik. Für höhere Ansprüche genügt es dann aber nicht,
da kann auch V-Audio Surround kaum etwas ändern. Hier hat man dann zwar etwas
mehr Räumlichkeit, ein ausgewachsenes Sub-Sat System kann es aber natürlich
nicht ersetzen.
Konkurrenzvergleich
- Panasonic TX-P42GT50: In
identischer Zollgröße kostet der GT50 schon etwas mehr als die günstigere
Variante. Visuell bietet auch der STW50 schon beachtliche Leistungen, der
GT50 aber neben einer etwas höheren Bewegungsstabilität auch den THX-Modus
und ISFccc Professionell-Modi für Kalibration. Ein Graustufenabgleich ist
aber auch mit dem STW50 möglich. Auch beim STW50 werden die Brillen via
Bluetooth synchronisiert und Probleme bei der Kopfneigung ist kein Thema
mehr. Multimedial sind beide quasi identisch ausgestattet und bieten
problemlose WPS WLAN-Integration. Die Geräuschemission ist bei beiden
Geräten recht gering. Zwar ist das Surren des STW50 ein wenig stärker
ausgeprägt, sollte aber bei einem Sitzabstand von mehr als 1,5m ebenfalls
nicht mehr zu hören sein.
- Sony KDL-46HX755: Der Sony ist leider
nicht in 50, sondern in 46 und 55 Zoll erhältlich. In 55 Zoll kostet er
Marktpreis noch etwas mehr als der STW50. Visuell kann er ebenfalls mit
einer hochklassigen Performance aufwarten und bietet ähnlich dem STW50
exzellente Messergebnisse. Schwachpunkt ist die Anfälligkeit gegenüber
Neigung des Kopfes, die beim Panasonic überhaupt nicht auftritt. Auch die
Usability gefällt beim STW50 besser, da der Sony bei Aktionen innerhalb der
grafischen Benutzeroberfläche recht träge reagiert. Multimedial bietet der
Sony ebenfalls ein integriertes WLAN-Modul und verschafft dem Nutzer Zugriff
auf Sony Entertainment Network.
Fazit

Im Display Basic Check liefert der Panasonic STW50 in 50 Zoll, mal abgesehen
vom nicht ganz korrekten Farbraum, sehr gute Ergebnisse. Auch der subjektive
Eindruck im Praxisbetrieb bestätigt dies. Mit hoher Kanten- und Detailschärfe,
24p-Stabilität und starken Kontrastwerten punktet das Gerät im 2D- und
3D-Betrieb. Wieder für Panasonic spricht auch die Unempfindlichkeit gegenüber
Kopfbewegungen in Kombination mit den neuen 3D-Brillen, die über Bluetooth
synchronisiert werden. Wer seinen TV gerne selbst kalibriert oder einstellen
lassen möchte, kann dies beim STW50 mit einem Graustufen-Abgleich tun, ein
Farbmanagement und der ISFccc-Modus steht beim STW50 aber nicht zur Verfügung.
Auch dieser Panasonic verfügt über ein an der Rückseite angebrachtes
WLAN-Modul und ist flexibel via WPS oder wahlweise mit Ethernet-Kabel ins
Netzwerk integriert. VIERA Connect ist an Bord und auch ein freier Web-Browser
mit Flash- und HTML5-Support hat den Weg in den STW50 gefunden. Insgesamt ist
der STW50 eine günstige Alternative zu den höherpreisigen Panasonics mit
ebenfalls sehr guten visuellen Leistungen. Er kommt nicht ganz an die
Performance eines GT50 oder gar VT50 heran, ist aber zum geforderten Preis in diesen
Zoll-Größen eine Kaufempfehlung wert.
Preislich fair kalkulierter 50-Zöller mit sehr guten
visuellen Eigenschaften und flexibler Ausstattung

Flachbildschirme Mittelklasse
Test 16.10.2012
+ Hohe Bildgüte in 2D & 3D
+ Gute Bewegungsschärfe und Detailtreue in 3D
+ Unempfindlich gegenüber Kopfbewegungen im 3D-Betrieb
+ Integriertes WLAN-Modul
+ Solide Upconversion von DVD-Material
- Komponentenvideo, FBAS & Scart via Adapter
- Kein THX- und ISFccc Modus
Text & Messung: Philipp Kind
Fotos: Sven Wunderlich
Datum: 16.10.2012
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